Dessauer City Kabel GmbH
Selbe AdresseBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fred Kitzing seit 14.12.2022 | Prokura |
Torsten Henze seit 14.12.2022 | Prokura |
Dino Wolfgang Höll seit 7.1.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Dessau-Roßlau | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dessauer Stromversorgung GmbHDessau-RoßlauJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des UnternehmensDie Dessauer Stromversorgung GmbH (DSV) versorgt als hundertprozentige Tochter der Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - DVV - Stadtwerke (DVV) Abnehmer im eigenen Netzgebiet sowie überregionale Abnehmer sicher und zunehmend nachhaltig mit elektrischer Energie. Ihr Leistungsspektrum umfasst ebenfalls die Erzeugung, Umwandlung, Verbrauchsabrechnung und den Vertrieb von Elektrizität einschließlich Planung, Errichtung, Erwerb und Betrieb von Anlagen und Netzen. Damit ist in Übereinstimmung mit dem Unternehmensgegenstand der öffentliche Zweck der Gesellschaft erfüllt. B. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nachdem die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im 1. Quartal 2023 noch geringfügig zulegte, schwächte sich die Konjunktur im weiteren Verlauf des Jahres deutlich ab. Hauptgrund für die schwache wirtschaftliche Entwicklung ist, dass sich nach dem Krisenjahr 2022 die Industrie und der private Konsum langsamer erholen als zu Beginn des Jahres erwartet wurde. Ursächlich hierfür sind der starke Anstieg der Energiepreise 2022 sowie die starke Verbraucherpreisinflation, die den privaten Haushalten massiv Kaufkraft entzogen hat. Im Geschäftsjahr sank nach vorläufigen Berechnungen des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft e.V. in Deutschland der Stromverbrauch um 3,8 Prozent. Die Nachfrage durch die Industrie ging dabei aufgrund konjunktureller Abschwächung mit 5,0 Prozent am stärksten zurück. Aber auch in der Verbrauchsgruppe Gewerbe, Handel, Dienstleistungen sank der Absatz aufgrund des konjunkturellen Abschwungs um 4,0 Prozent. Der Verbrauch durch private Haushalte hat durch verhaltensbedingte Einsparungen ebenfalls um 2,8 Prozent abgenommen. Nur im Verkehrsbereich ist ein Verbrauchsanstieg von 7,0 Prozent für den Fahrstrom von Schienenbahnen sowie für die Elektromobilität zu verzeichnen. Geschäftsverlauf Die dargestellte Entwicklung ist auch im Berichtsjahr der Gesellschaft spürbar. Die Absatzmengen im regionalen Versorgungsgebiet und im externen Bereich entwickelten sich - ohne Eigenverbrauch und ohne die Einbeziehung der im Rahmen des Portfoliomanagements zur Beschaffungsoptimierung gewälzten Mengen - im Vergleich zum Vorjahr wie dargestellt:
Die Entwicklung der Absatzregionen im regionalen und überregionalen Tarif- und Sondervertragskundenbereich im Vergleich zum Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
Die geplante Absatzmenge wurde um insgesamt 79,0 GWh unterschritten. Der Mengenrückgang resultiert nahezu ausschließlich aus einem geringeren Absatz an Sondervertragskunden. Diese Abweichung ist auf eine zu hohe Planmenge zurückzuführen, die aufgrund der aktuellen Marktbedingungen sowie der Implementierung von Einsparmaßnahmen nicht erreicht werden konnte. Im Bereich der Tarifkunden ist der Mengenrückgang der Planmenge durch das geänderte Verbrauchsverhalten infolge der Energiepreisentwicklung zu erklären. Ein leichter Anstieg der Durchleitungsmenge resultiert aus dem Wechsel der Kunden. Entsprechend der Entwicklung der Absatzmengen verringerten sich im Berichtsjahr auch die Strombezugsmengen für den Absatz an Tarif- und Sondervertragskunden um insgesamt 90,9 GWh (20,0 Prozent). Die Aufwendungen für den Strombezug erhöhten sich auf Basis der entsprechenden Preisentwicklung insgesamt um 884 TEUR (1,2 Prozent) auf 75.751 TEUR. Dieser Betrag beinhaltet neben den reinen Strombezugskosten auch Vornetzkosten, Netznutzungsentgelte und die gesetzlichen Umlagen. Die Stromabnahme aus erneuerbaren Energien stieg im Berichtsjahr um 634 GWh (13,9 Prozent) auf 5.205 TEUR . Um die Bürger der Stadt Dessau-Roßlau sowie die ansässige Industrie und das Gewerbe weiterhin jederzeit zuverlässig und sicher mit Energie versorgen zu können, investierte die Gesellschaft im Berichtsjahr insgesamt 3.766 TEUR im Wesentlichen in die Modernisierung und den partiellen Ausbau der Versorgungsanlagen sowie die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Bei der Dessauer Stromversorgung GmbH waren im Berichtsjahr durchschnittlich 28 Mitarbeiter, vier Auszubildende und ein Dualer Student angestellt. Die Entlohnung basiert auf dem Tarifvertrag des Arbeitgeberverbandes energie- und versorgungswirtschaftlicher Unternehmen e.V. (AVEU). Vermögenslage Die Entwicklung der Vermögenslage zeigt die nachstehende Übersicht:
Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt im Berichtsjahr 18,3 Prozent (Vj.: 28,3 Prozent). Unter Berücksichtigung der eigenkapitalähnlichen Mittel errechnet sich zum 31.12.2023 eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 22,0 Prozent (Vj.: 33,9 Prozent). Die Vermögenslage der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr durch einen Anstieg der Bilanzsumme um 39.680 TEUR gekennzeichnet. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Forderungen und Verbindlichkeiten (gegen)über verbundene(n) Unternehmen aus dem Cashpool bzw. der Ergebnisabführung. Finanzlage Die Entwicklung im Finanzierungsbereich zeigt folgende zusammengefasste Kapitalflussrechnung 1 :
Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr durchgehend gesichert. Die Finanzierung erfolgt über die operative Geschäftstätigkeit, eine Cashpoolingvereinbarung mit der DVV sowie über bestehende konzernweite Kreditlinien in Höhe von insgesamt 23.000 TEUR. Eine Inanspruchnahme der bestehenden Kreditlinien erfolgte durch den Konzern im Geschäftsjahr nicht. Ertragslage Die Entwicklung der Ertragslage bereinigt um Sondereffekte zeigt die nachstehende Übersicht:
Die Umsatzerlöse aus Stromverkauf einschließlich eigener Netznutzung (ohne Stromsteuer) erhöhten sich im Geschäftsjahr preisbedingt um 26.133 TEUR (+29,7 Prozent) auf 114.304 TEUR. Die Erträge nach EEG und KWK stiegen ebenfalls um 1.226 TEUR (+27,4 Prozent) auf 5.707 TEUR. Unter Berücksichtigung der um 791 TEUR (+1,1 Prozent) auf 75.533 TEUR leicht gestiegenen Strombezugs-aufwendungen erwirtschaftete die Gesellschaft in Höhe von 44.508 TEUR (Vj. 17.911 TEUR) einen im Vergleich zum Vorjahr um 26.597 TEUR (+148,5 Prozent) höheren Rohgewinn. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr auf der Basis der oben dargestellten Entwicklungen mit einem um 17.963 TEUR höheren Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 25.542 TEUR ab und liegt damit über dem geplanten Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 4.442 TEUR. Wesentliche Ursachen für die Planabweichung sind ein geringerer Materialaufwand, ein Beschaffungsergebnis des Energieeinkaufs. Das neutrale Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus periodenfremden Umsatzerlöse und Erträgen sowie Aufwendungen aus der Bewertung von Forderungen. C. TätigkeitsabschlüsseDie Dessauer Stromversorgung GmbH ist als vertikal integriertes Versorgungsunternehmen nicht zu einer rechtlichen, jedoch zur informatorischen sowie buchhalterischen Entflechtung und zur Gewährleistung von Transparenz bzw. zur diskriminierungsfreien Ausgestaltung und Abwicklung ihres Netzbetriebes verpflichtet. Gemäß § 6b Abs. 3 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sind daher gesonderte Tätigkeitsabschlüsse zu erstellen. Die Geschäftsfelder der Gesellschaft umfassen die Bereiche Elektrizitätsverteilung, grundzuständiger Messtellenbetrieb sowie andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors. Die Grundlage für die Zuordnung sämtlicher Geschäftsvorfälle zu den genannten Bereichen bilden tätigkeitsbezogene Zusatzkontierungen, die allen Buchungen mitgegeben werden. Der regulierte Bereich der Elektrizitätsverteilung weist die nachfolgend erläuterten Werte auf: Gemessen an den gesamten Umsatzerlösen in Höhe von 129.924 TEUR weist der Tätigkeitsbereich der Elektrizitätsverteilung im Geschäftsjahr 2023 anteilige Umsatzerlöse in Höhe von 27.233 TEUR (20,9 Prozent) auf. Auf den Tätigkeitsbereich der Elektrizitätsverteilung entfällt im Geschäftsjahr 2023 eine Verlustübernahme in Höhe von 61,9 TEUR und auf den Tätigkeitsbereich des Messwesens nach MsbG ein Verlust in Höhe von 174 TEUR. Am Bilanzstichtag betrug die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereiches Elektrizitätsverteilung 34.883 TEUR und macht damit rund 31 Prozent der Bilanzsumme der Gesellschaft aus. Die Bilanzsumme aus dem Tätigkeitsbereich Messwesen nach MsbG beträgt zum Bilanzstichtag 254 TEUR und macht damit rund 0,2 Prozent aus. D. RisikoberichtDas Risikomanagement der Dessauer Stromversorgung GmbH ist Bestandteil des Risikomanagementsystems des Mutterunternehmens Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - DVV - Stadtwerke, welches im Zusammenspiel mit den rollierenden Strategie-, Planungs- und Controlling-Prozessen eine fortlaufende Überprüfung und Aktualisierung der Risikosituationen der Gesellschaften sicherstellt. Ziel des gesamten Risikomanagementsystems ist es, frühzeitig ergebnisbeeinflussende Entwicklungen zu identifizieren und geeignete Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Über regelmäßige jährliche Risikoinventuren werden der Gesamtumfang sowie die Einzelrisiken planmäßig aktualisiert und an den Gesellschafter berichtet. Hierbei liegt der Fokus auf folgenden Unternehmensrisiken: Umfeldrisiken und Branchenrisiken können durch Veränderung der wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen entstehen. Insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Veränderungsgeschwindigkeit und -fülle der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Energiebereich ist die Beobachtung der weiteren Entwicklung von wesentlicher Bedeutung. Auch geopolitische Risiken können zukünftig großen Einfluss auf viele Bereiche der deutschen Wirtschaft nehmen. Welche konkreten Auswirkungen aktuelle Krisensituationen auf die Gesellschaft haben, ist derzeit nur bedingt prognostizierbar und hängt wesentlich vom weiteren Verlauf ab. Insbesondere auf den Energiemärkten bestehen Marktrisiken in Form von Preis- und Absatzrisiken. Um die Risiken bei der Strombeschaffung zu begrenzen, ist ebenfalls bei der Konzernmutter auf Basis des Stromeinkaufshandbuchs ein Risikomanagement installiert, welches durch geeignete Techniken und Instrumentarien die Marktrisiken begrenzt und somit den langfristigen Unternehmenserfolg sicherstellen soll. Hinsichtlich der Strombeschaffung besteht des Weiteren das Ausfallrisiko der Handelspartner. Diese Risiken werden durch Bonitätsprüfungen der Handelspartner, Anwendung einer Handelsstrategie, Festlegung von kunden- und portfoliobezogenen Beschaffungslimiten und Verwendung von standardisierten Verträgen der European Federation of Energy Traders (EFET) gemindert. Bezüglich der bestehenden Forderungen ist die Gesellschaft Ausfall- (einschließlich der Risiken aus Insolvenzanfechtungen) und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Zur Minderung dieser Ausfallrisiken ist ein effizientes Forderungsmanagement mit einem kontinuierlichen Controlling, eine adäquate Verfahrensbegleitung und ein aussagefähiges Berichtswesen eingerichtet. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen berücksichtigt. Dem generellen Liquiditätsrisiko wird durch permanente Liquiditätssteuerung entgegengewirkt. Für den kurzfristigen Liquiditätsbedarf stehen freie Kreditlinien zur Verfügung. Betriebsrisiken in Form von Betriebsstörungen und Anlagenausfällen werden mit systematischen Verfahren der Wartung und Qualitätssicherung vorgebeugt. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, werden hier die Schadensauswirkungen auf Versicherungen transferiert. Dem allgemeinen IT-Risiko der Versorgungsbranche als kritischen Infrastrukturen (KRITIS), wird durch die Umsetzung entsprechender Maßmaßnahmen begegnet. Ein weiteres allgemeines Risiko stellt der insgesamt deutschlandweite Fachkräftemangel dar, hier wird durch gezielte Maßnahmen, z.B. der Arbeitgebermarke gegengesteuert. Das Risikomanagementsystem der Dessauer Stromversorgung GmbH benennt für das Jahr 2023 keine den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken. E. ChancenberichtEnergiewirtschaft und Energiepolitik stehen in Deutschland weiterhin vor großen Herausforderungen. Dies ist mit hohen und komplexen Anforderungen an die Energieversorgungsunternehmen verbunden, da sie im Zielkonflikt von Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit agieren müssen. Die Wahrnehmung von Chancen soll den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg sicherstellen und gleichzeitig die Innovationsfähigkeit der Gesellschaft stärken. Der ständige Wandel der politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wird auch weiterhin die künftige Ertragslage beeinflussen. Als Chance wird die Entwicklung neuer und innovativer Geschäftsmodelle aufgrund der auch in der Energiewirtschaft voranschreitenden Digitalisierung gesehen. Durch Zentralisierung in der Informations- und Kommunikationstechnologie und die Mitwirkung der Gesellschaft bei der SAP-Umstellung und den damit einhergehenden Prozessoptimierungen besteht die Chance, weitere Kostenvorteile zu realisieren. Die seit einigen Jahren forcierten Tätigkeitsfelder mit großem Chancenpotential (Contracting, Wärmeversorgung, EEG-Anlagen) werden kontinuierlich auf und ausgebaut. Die Gesellschaft legt einen Fokus auf den Bereich der erneuerbaren Energien mit dem Ziel einer nachhaltigen Energieversorgung. Neben den deutlich geringeren Emissionen kann dadurch die Abhängigkeit von Energieimporten verringert werden. Im Bereich der E-Mobilität wird die Akzeptanz und der Ausbau von E-Mobilität, auch durch eine Steigerung von kundeneigenen Ladestationen, gefördert und weiterer Mengenabsatz generiert. Durch die stetige Nutzung der bereits erschlossenen Vertriebskanäle und die kontinuierlich steigende Akquisitionstätigkeit werden alle Möglichkeiten genutzt, um einen Mengen- und Umsatzzuwachs in angrenzenden Regionen zu schaffen. Mit den bisher eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen werden Chancen genutzt, um sich weiterhin als Versorgungsunternehmen behaupten zu können. E. PrognoseberichtDie Ertragslage des Unternehmens wird in den nächsten Jahren maßgeblich durch die Strombezugspreisentwicklung beeinflusst. In der Mittelfristplanung wird von leicht rückläufigen Beschaffungspreisen ausgegangen. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde bereits eine Preissenkung für die Tarifkunden umgesetzt. Aufgrund leicht ansteigender Vertriebsmargen im Sondervertragskundenbereich sowie durch die Ausweitung der Aktivitäten für überregionale Tarifkundengewinnung sollten die Vertriebsmargen auf nahezu konstantes Niveau bleiben. Im Herbst 2023 wurde für das Geschäftsjahr 2024 ein positives Jahresergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von 4.028 TEUR bei einer Absatz- und Durchleitungsmenge von 535 GWh prognostiziert. Die Auswirkungen aktueller geopolitischer Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind derzeit nur schwer prognostizierbar und hängen wesentlich von der weiteren Entwicklung ab. Prinzipiell erwartet die Geschäftsführung, dass das geplante Jahresergebnis erzielt wird.
Dessau-Roßlau, den 09. Februar 2024 Höll Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss ist nach den geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in der aktuell gültigen Fassung sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Ferner wurden die Vorschriften des EnWG und des MsbG berücksichtigt. Die Gesellschaft ist unter der Firma Dessauer Stromversorgung GmbH (DSV) mit Sitz in Dessau-Roßlau im Handelsregister Stendal unter der Nummer HRB 12983 eingetragen. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Der vorliegende Jahresabschluss wird unter der Anwendung der Fortführungsprognose aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - DVV - Stadtwerke (DVV), Dessau-Roßlau, einbezogen. Die DVV erstellt damit einen Konzernabschluss nach den handelsrechtlichen Vorschriften für den kleinsten als auch größten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Mit der DVV besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, der im Handelsregister eingetragen ist. Besonderheiten der Energiewirtschaft sind in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung durch Hinzufügen oder weitere Untergliederung einzelner Posten berücksichtigt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Die Energiesteuer auf Stromlieferungen an Endverbraucher wird offen von den Umsatzerlösen abgesetzt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten bilanziert. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bilanziert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten bilanziert. Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden auch handelsrechtlich entsprechend den steuerlichen Regelungen im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben. Hieraus ergibt sich keine materielle Auswirkung auf den Jahresabschluss. Die Abschreibungen erfolgen in der Regel linear auf der Grundlage folgender betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern:
Die Vorräte werden zu den durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt, erkennbare Ausfallrisiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Für einen Teil der Forderungen ergibt sich der Ansatz aus einem stetig angewandten Schätzverfahren, wonach hochgerechnete Verbräuche mit den relevanten Tarifen je Kunden bewertet werden. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Ebene des Organträgers ermittelt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse beinhaltet zur Finanzierung des Sachanlagevermögens erhaltene Fördermittel und Investitionszuschüsse von Dritten sowie von den Kunden vereinnahmte Baukostenzuschüsse und Anschlusskostenbeiträge. Die entsprechenden Zuschüsse werden erfolgsneutral vereinnahmt und in die Sonderposten für Investitionszuschüsse und Baukostenzuschüsse eingestellt. Nach dem 31. Dezember 2002 vereinnahmte Baukostenzuschüsse und übrigen Zuschüsse werden entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst. Die Bilanzierung erfolgt in Höhe des Nennbetrages. Die Bilanzierung der Rückstellungen für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die aus veränderten Zinssätzen resultierenden Effekte werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen werden aufgrund versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (sogenannte Projected Unit Credit Method) ermittelt. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie Erwartungen über zukünftige Gehalts-, Preis-, und Kostensteigerungen. Der Renten- und Gehaltstrend beträgt wie im Vorjahr 0 Prozent. Der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre beträgt 1,83 Prozent (31.12.2022: 1,79 Prozent). Die Rückstellungen für Jubiläums- und Sterbegeldaufwendungen wurden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Ermittlung wurde ein Gehaltstrend von 3,1 Prozent zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. III. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten den abgegrenzten Verbrauch zwischen Ablese- und Bilanzstichtag in Höhe von 32.556 TEUR (18.347 TEUR) abzüglich der erhaltenen Abschlagszahlungen in Höhe von 21.099 TEUR (17.907 TEUR). Das gezeichnete Kapital beträgt 50 TEUR (50 TEUR) und betrifft das im Handelsregister eingetragene Stammkapital. Bei der Pensionsrückstellung beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem 10Jahresdurchschnittszinssatz und dem bisherigen 7-Jahresdurchschnittszinssatz 732 EUR. Er unterliegt keiner Abführungssperre. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Insolvenzrisiken, periodenfremde Nachzahlungsrisiken sowie Preisrisiken einschließlich Prozesskosten, Rückzahlungsverpflichtungen, ausstehende Eingangsrechnungen, zu erstellende Gutschriften, Verpflichtungen aus dem Regulierungskonto und Abrechnungsverpflichtungen. Zur Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten (RLZ) wird auf den nachstehenden Verbindlichkeitsspiegel verwiesen.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse verteilen sich im Wesentlichen auf folgende Tätigkeitsbereiche:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge wie folgt enthalten:
Für den unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesenen Strombezug wurden im Wege der Nettodarstellung Aufwendungen in Höhe von 174.515 TEUR (130.373 TEUR) mit Erlösen in Höhe von 131.094 TEUR (95.557 TEUR) aus Portfoliomanagement saldiert ausgewiesen. Im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen für die Abschreibungen auf uneinbringliche Forderungen in Höhe von 114 TEUR (176 TEUR) sowie Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 202 TEUR (3 TEUR) enthalten. V. Ergänzende Angaben1. Angabe zu Organen Geschäftsführer der Gesellschaft war:
Der Geschäftsführer erhielt für seine Tätigkeiten keine Bezüge von der Gesellschaft. 2. Arbeitnehmer Bei der Gesellschaft waren im Jahresdurchschnitt die nachfolgend aufgeführten Mitarbeiter beschäftigt:
3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB im Zusammenhang mit Kreditverträgen aufgrund gesamtschuldnerischer Mithaftung für Unternehmen des DVV-Konzerns in Höhe von 3.504 TEUR (4.455 TEUR). Des Weiteren können Unternehmen der DVV-Gruppe über die Holdinggesellschaft zwei Darlehensrahmenverträge zur Finanzierung von Betriebsmitteln nutzen, dessen Gesamtverfügungsrahmen durch gesamtschuldnerische Haftung der Tochterunternehmen, unter anderem der Dessauer Stromversorgung GmbH, gesichert ist. Der Gesamtverfügungsrahmen war am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen über die Finanzlage im Konzernverbund rechnet die Gesellschaft aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen nicht mit einer Inanspruchnahme. Abweichend vom Einzelbewertungsgrundsatz werden schwebende Energieverträge für Zwecke der Bewertung zu Portfolios zusammengefasst. Dabei handelt es sich um physisch zu erfüllende Warentermingeschäfte, die zur Marktpreissicherung für zukünftige Stromlieferverträge dienen. Die Zusammenfassung der Portfolien richtet sich dabei nach den Vorgaben des Risikomanagements. Es erfolgt eine Deckungsbeitragsrechnung. Eine zukunfts- und vergangenheitsorientierte Betrachtung kann über Plan-Ist-Vergleichsrechnungen durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Deckungsbeitragsrechnung können auf die Gewinn- und Verlustrechnung übergeleitet werden. Drohverlustrückstellungen waren gemäß Deckungsbeitragsrechnung zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht zu bilden. Aus den im Rahmen des Portfoliomanagements zum Strombezug geschlossenen Verträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen. Zum Bilanzstichtag stehen folgenden Abnahmeverpflichtungen die entsprechend aufgeführten Absatzverträge gegenüber:
Ein Bestellobligo besteht am Bilanzstichtag in Höhe von 2.566 TEUR, davon 1.248 TEUR für Investitionen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Fahrzeugleasing beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 28 TEUR. 4. Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese Angabe in dem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss der DVV enthalten sein wird. 5. Angaben gemäß § 6b Abs. 2 EnWG Im Geschäftsjahr wurden Geschäfte größeren Umfangs, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind, mit verbundenen Unternehmen wie folgt getätigt:
6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind nicht bekannt.
Dessau-Roßlau, den 09. Februar 2024 Höll Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Tätigkeitsabschlüsse für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Bilanz zum 31.12.2023 für den Tätigkeitsbereich ElektrizitätsverteilungAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 2023 für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung
Interne Rechnungslegung der Tätigkeit Elektrizitätsverteilung nach EnWG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar zum 31. Dezember 2023Inhalt Allgemeine Angaben und Erläuterungen Zusätzliche Erläuterungen zu den Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden 1. Forderungen 2. Verbindlichkeiten Zuordnungsregeln Zusätzliche Angaben Allgemeine Angaben und ErläuterungenDie Dessauer Stromversorgung GmbH hat gemäß § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 MsbG folgende Tätigkeitsbereiche:
Für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "grundzuständiger Messstellenbetrieb" wird ein Tätigkeitsabschluss mit Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Die Tätigkeitsabschlüsse sind nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach § 266 und § 275 HGB gegliedert. Bei den für das Unternehmen geführten Konten wurden alle Buchungen mit geschäftsbereichsbezogenen Zusatzkontierungen (Kostenstellen) versehen, die es ermöglichen, für die einzelnen Geschäftsbereiche getrennte Konten zu entwickeln. Geschäftsbereiche wurden gebildet für:
Bei der Aufstellung der Tätigkeitsbilanz und Tätigkeitsgewinn- und -verlustrechnung wurden alle Bilanzpositionen sowie Aufwendungen und Erträge, soweit dies möglich war, direkt zugeordnet. Ansonsten erfolgte eine Schlüsselung nach sachbezogenen Kriterien. Die Aufbewahrungsfristen für die Unterlagen werden eingehalten. Zusätzliche Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie im Anhang des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind maßgebend für die Erstellung der Tätigkeitsabschlüsse. Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte wurden einheitlich ausgeübt. Das Prinzip der Stetigkeit wurde beachtet. Die Forderungen in den einzelnen Tätigkeiten sind alle unter einer Restlaufzeit von einem Jahr. Die Verbindlichkeiten haben - mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - Restlaufzeiten von unter einem Jahr.
Für den Bilanzausgleich wurde in den Tätigkeitsbilanzen jeweils ein Liquiditäts-ausgleichsposten gebildet. ZuordnungsregelnUm die nicht direkt zuordenbaren Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlust-rechnung auf die verschiedenen Tätigkeiten gemäß § 6b Abs. 3 EnWG zu verteilen, wurden nachfolgend genannte Schlüssel verwendet. Nähere Erläuterungen hierzu folgen in den nächsten Abschnitten. Die Tätigkeitsbilanzen basieren im Wesentlichen auf direkt zuordenbaren Einzelpositionen. Sofern eine direkte Zuordnung nicht ohne verhältnismäßig hohen Aufwand möglich war, erfolgte in Ausnahmefällen eine sachgerechte Schlüsselung. Die durch die direkte Zuordnung entstehenden Verrechnungen zwischen den Unternehmensbereichen (Liquiditätsverrechnungskonto) werden als solche gesondert in den Tätigkeitsbilanzen ausgewiesen und dienen als Ausgleichsposten in der jeweiligen Bilanz. Das Anlagevermögen geht aus den Anlagennachweisen der Tätigkeitsbereiche hervor. Die Stromversorgung Dessau GmbH vermietet Lagergebäude an zwei verbundene Unternehmen. Die entsprechenden Anlagengegenstände (Brutto- und Restbuchwerte) und die zugehörigen Abschreibungen hierfür wurden den Nebengeschäften Strom zu-geordnet. Die Forderungen aus Cashpool gegen die DVV werden mittels der Cashflowrechnung den einzelnen Tätigkeitsbereichen zugeordnet. Dieser am Cashflow orientierte Verteilungsmaßstab, stellt eine verursachungsgerechte Zuordnung sicher. Die Aufwendungen und Erträge der Gewinn - und Verlustrechnung wurden zum größten Teil auf der Grundlage der vorliegenden Kostenstellenrechnung direkt zugeordnet. Gemeinsame Aufwendungen wie für "Dienstleistungen der Obergesellschaft", welche unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst werden, werden mittels Schlüssel auf "Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors" (Stromhandel und Nebenleistung), "Elektrizitätsverteilung" und "grundzuständiger Messstellenbetrieb" aufgeteilt. Dabei wurden folgende Verteilungsmaßstäbe angewendet:
Des Weiteren kamen für weitere wichtige Positionen folgende Zuordnungskriterien bzw. Verteilerschlüssel zur Anwendung:
Zusätzliche AngabenHaftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen zum Jahresende 2023 im Zusammenhang mit Kreditverträgen mit gesamtschuldnerischer Mithaftung für Unternehmen des DVV-Konzerns in Höhe von insgesamt 3.504 TEUR (VJ: 4.455 TEUR). Die Zuordnung erfolgte zur Elektrizitätsverteilung. -.- Bilanz zum 31.12.2023 für den Tätigkeitsbereich Messwesen nach MsbGAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 2023 für den Tätigkeitsbereich Messwesen nach MsbG
Interne Rechnungslegung der Tätigkeit Messwesen nach MsbG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar zum 31. Dezember 2023Inhalt Allgemeine Angaben und Erläuterungen Zusätzliche Erläuterungen zu den Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden 1. Forderungen 2. Verbindlichkeiten Zuordnungsregeln Allgemeine Angaben und ErläuterungenDie Dessauer Stromversorgung GmbH hat nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG i. V. m. § 6b EnWG für die Tätigkeit des grundzuständigen Messstellenbetriebs für moderne Mess-einrichtungen und intelligente Messsysteme einen Tätigkeitsabschluss aufgestellt. Der Tätigkeitsabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vor-schriften des HGB aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach § 266 und § 275 HGB gegliedert. Bei den für das Unternehmen geführten Konten wurden alle Buchungen mit geschäfts-bereichsbezogenen Zusatzkontierungen (Kostenstellen) versehen, die es ermöglichen, für die einzelnen Geschäftsbereiche getrennte Konten zu entwickeln. Geschäftsbereiche wurden gebildet für:
Bei der Aufstellung der Tätigkeitsbilanz und Tätigkeitsgewinn- und -verlustrechnung wurden alle Bilanzpositionen sowie Aufwendungen und Erträge, soweit dies möglich war, direkt zugeordnet. Ansonsten erfolgte eine Schlüsselung nach sachbezogenen Kriterien. Die Aufbewahrungsfristen für die Unterlagen werden eingehalten. Zusätzliche Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie im Anhang des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind maßgebend für die Erstellung dieses Tätigkeitsabschlusses. Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte wurden einheitlich ausgeübt. Die Forderungen in den einzelnen Tätigkeiten sind alle unter einer Restlaufzeit von einem Jahr. Die Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Für den Bilanzaus-gleich wurde in der Tätigkeitsbilanz ein Liquiditätsausgleichsposten gebildet. ZuordnungsregelnUm die nicht direkt zuordenbaren Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlust-rechnung auf die verschiedenen Tätigkeiten gemäß § 6b Abs. 3 EnWG zu verteilen, wurden nachfolgend genannte Schlüssel verwendet. Nähere Erläuterungen hierzu fol-gen in den nächsten Abschnitten. Tätigkeitsbilanz Die Tätigkeitsbilanz basiert im Wesentlichen auf direkt zuordenbaren Einzelpositionen. Sofern eine direkte Zuordnung nicht ohne verhältnismäßig hohen Aufwand möglich war, erfolgte in Ausnahmefällen eine sachgerechte Schlüsselung. Die durch die direkte Zuordnung entstehenden Verrechnungen zwischen den Unternehmensbereichen (Liqui-ditätsverrechnungskonto) werden als solche gesondert in den Tätigkeitsbilanzen ausgewiesen und dienen als Ausgleichsposten in der jeweiligen Bilanz. Das Anlagevermögen geht aus den Anlagennachweisen der Tätigkeitsbereiche hervor. Tätigkeitsgewinn- und -verlustrechnung Die Aufwendungen und Erträge der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum größten Teil auf der Grundlage der vorliegenden Kostenstellenrechnung direkt zugeordnet. Gemeinsame Aufwendungen für "Dienstleistungen der Obergesellschaft", welche unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst werden, wurden mittels Schlüssel aufgeteilt. Dabei wurde folgender Verteilungsmaßstab angewendet: Wichtung nach Anzahl Zähler Eindeutig zuordenbare Aufwendungen wurden jeweils direkt zugeordnet. -.- BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Dessauer Stromversorgung GmbH, Dessau-Roßlau VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRES ABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurtei le Wir haben den Jahresabschluss der Dessauer Stromversorgung GmbH, Dessau-Roßlau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dessauer Stromversorgung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. G rundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Messwesen nach MsbG" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Leipzig, den 8. April 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer ppa. Rene Strobach, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 28.06.2024 festgestellt. |
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