Saint-Gobain Weber GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frédéric Bouynet seit 10.2.2026 | Prokura |
Stephan Dr. Behle seit 10.2.2026 | Prokura |
Ralf Pennartz seit 27.11.2024 | Prokura |
Christian Tüllmann seit 16.5.2024 | Prokura |
Ralf Kramer seit 16.5.2024 | Prokura |
Cordula Gudduschat-Gillet seit 4.9.2023 | Vorstandsmitglied |
Nikolaus Röhm seit 10.7.2023 | Prokura |
Michael Dawir seit 19.6.2023 | Prokura |
Klaus Schulte seit 15.6.2023 | Prokura |
Valentine Zeqiraj seit 7.2.2023 | Prokura |
Silke Barkow seit 7.2.2023 | Prokura |
Andreas Beck-Ulm seit 19.12.2022 | Prokura |
Daniel Eller seit 19.12.2022 | Prokura |
Michael Batzdorff seit 25.7.2022 | Prokura |
Danijel Lucic seit 25.7.2022 | Vorstandsmitglied |
Christian Schultz seit 4.3.2021 | Prokura |
Joachim Kaergel seit 2.6.2020 | Prokura |
Wolfgang Andreas Heidrich seit 25.5.2020 | Prokura |
Stefan Rosemann seit 25.5.2020 | Prokura |
Kai Kattler seit 4.12.2017 | Prokura |
Markus Kay Rehm seit 25.9.2012 | Prokura |
Nikolaus Wesely seit 13.12.2010 | Prokura |
Michael Becker seit 13.12.2010 | Prokura |
Rainer Dr. Dorn seit 9.4.2010 | Prokura |
Martin Dipl.-Kfm. Krumhaar seit 7.10.2005 | Prokura |
Heiko van Eck seit 1.8.2005 | Prokura |
Jürgen Trappmann seit 1.8.2005 | Prokura |
Andreas Müller seit 1.8.2005 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AktiengesellschaftLudwigshafen a. Rh.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bericht des Vorstands Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019A. Unternehmens- und Konzerngrundlagen 1. Geschäftsmodell und Struktur Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft (nachfolgend SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG) befindet sich im unmittelbaren Besitz der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland in Aachen und ist damit Teil des weltweit agierenden Konzerns Saint-Gobain mit Sitz in Paris. Die deutsche Zweigniederlassung des Konzerns hält 99,91 % der Geschäftsanteile. Alle verbleibenden Aktien befinden sich in Streubesitz. Saint-Gobain ist weltweit eine der hundert innovativsten Industriegruppen (ungeprüft) mit mehr als 180.000 Mitarbeitern und in 67 Ländern, die auf allen Kontinenten verteilt sind. Die Wurzeln des französischen Konzerns Saint-Gobain reichen 350 Jahre zurück. Heute agiert der Konzern in drei Sektoren: Innovative Werkstoffe, Baufachhandel und Bauprodukte und ist mit seinen Produkten Weltmarktführer bzw. europäischer Marktführer. Der Sektor Bauprodukte, zu dem auch die Dämmstoffsparte gehört, ist mit einem Umsatzanteil von ca. 29 % (2018), einer der Eckpfeiler der Konzernstrategie. Im Vordergrund des Geschäftsmodells des Konzerns stehen vor allem Produkte und Dienstleistungen zur komfortablen Lebensraumgestaltung (Multi-Komfort). Als deutscher Anbieter von Dämmstoffen passt die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG perfekt in das Geschäftsmodell des Konzerns. Mit einer 140-jährigen Erfahrung in der Dämmtechnik ist das Unternehmen führend im Marktsegment Hochbau sowie maßgeblich in der technischen Isolierung und in diversen Spezialanwendungen vertreten, (ungeprüft) An vier Standorten wird in einem vollkontinuierlichen Prozess Glaswolle, Steinwolle und Ultimate hergestellt. Die aus diesem Prozess entstehende Wolle wird in Form von Rollen, Platten, Rohrschalen oder Zuschnitten an den Baustoffhandel, Baumärkte, den technischen Handel, die verschiedenen Verarbeiter und die Industrie (OEM) verkauft. Neben den selbst erstellten Produkten werden zur Komplettierung des Angebotes auch Schäume, Luftdicht- und Feuchteschutzsysteme sowie Kombinationsprodukte und Systeme aus dem Konzernverbund Baustoffe an den vorgenannten Kundenkreis verkauft. Die Anwendungsgebiete reichen von Wärme, Kälte und Schallschutz im Bausektor bis zu den unterschiedlichsten Anwendungen in der technischen Isolierung und der Haushaltsindustrie. Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft führt unter gleicher Firma mit Zusatz SUPERGLASS Dämmstoffe, Zweigniederlassung der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft eine Zweigniederlassung in Darmstadt. 2. Erklärung zur Unternehmensführung Zum Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Aufsichtsrat die Zielgröße von 11 % bis zum 31.03.2021 erneuert. Für den Vorstand wurde beschlossen, den Status quo unverändert bis 31.03.2021 beizubehalten. Die bis zum 30.06.2017 festgesetzte Quote wurde sowohl für den Aufsichtsrat als auch für den Vorstand erreicht. Unsere Maßnahmen zur Förderung und Gleichstellung von Frauen und Männern basieren auf konzernweiten Prinzipien. Diese umfassen die Bereiche Erst-Rekrutierung, Nachbesetzung, Vergütung und Weiterbildung sowie erweiterte Angebote zu Teilzeit und Home-Office. Darüber hinaus wird im Rahmen der systematischen Nachfolgeplanung von AT und Führungsfunktionen eine gezielte Nachbesetzung von Frauen zwingend vorgesehen. Die Entgeltgleichheit von Frauen und Männern ist durch globale Vergütungsregelungen abgesichert. Diese sehen - unabhängig vom Geschlecht - die Entlohnung nach bestimmten Gehaltsklassen vor. 3. Technik - Forschung und Entwicklung Der Saint-Gobain Konzern betreibt weltweit acht Forschungs- und Entwicklungszentren, die allesamt zentral von der Muttergesellschaft gesteuert werden. Zu deren zentralen Aufgaben gehören das Entwickeln, die Industrialisierung und das Optimieren von neuen Produkten sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Prozesse im Hinblick auf Arbeitssicherheit und Effizienz. Die Gesellschaft selbst betreibt am Standort Ladenburg ein Entwicklungszentrum für die Gruppe. Dieses ist eng an das französische Konzernentwicklungszentrum CRIR angebunden, hat aber auch den Auftrag eigene Entwicklungsarbeit für die deutschen Unternehmen des Sektors Bauprodukte zu betreiben. Für die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG bietet die Zugehörigkeit zur Saint-Gobain Gruppe vielfältige Synergien, u. a. die technologische Unterstützung des Konzerns sowie die Zusammenarbeit mit Schwestergesellschaften bei der Entwicklung und Vermarktung von Produkten, Systemen und Leistungen und Prozessen. Das Ladenburg Development Center (LDC) deckt darüber hinaus, als Teil der Konzernentwicklungszentren, alle Fragestellungen vom Wärme- und Feuchtemanagement über die Akustik bis hin zum Feuerwiderstand von Gebäudekomponenten ab. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung blieben mit 1,5 % der Umsatzerlöse in etwas auf dem Niveau des Vorjahres. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2019 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes Destatis um 0,6% gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist damit im zehnten Jahr in Folge gestiegen, jedoch mit nachlassender Dynamik (2017: +2,5% | 2018: +1,5%) und etwas schwächer als im Vergleich zur Eurozone (+1,1%) und zur EU 28 (+1,4%). Gestützt wurde das Wachstum vor allem durch die privaten und staatlichen Konsumausgaben, die preisbereinigt 1,6% bzw. 2,5% über dem Vorjahr lagen. Die Wirtschaftsleistung im Baugewerbe ist mit einem Plus von 4% besonders stark gestiegen und verzeichnete trotz Kapazitätsengpässen und Fachkräftemangel einen Zuwachs wie seit fünf Jahren nicht mehr. Im Gegensatz dazu gab es in weiten Teilen des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) starke Rückgänge, die sich zu einem Minus von 3,6% kumulierten. Insbesondere die schwache Entwicklung der Automobilindustrie trug zu diesem Rückgang bei. Auch in 2019 profitierte der Arbeitsmarkt von der guten konjunkturellen Lage. Die Anzahl der Erwerbstätigen ist um ca. 400.000 Personen gegenüber 2018 gestiegen und liegt nun bei ca. 45,3 Mio. Personen. Die Zahl der Arbeitslosen betrug im Jahresdurchschnitt gemäß Bundesagentur für Arbeit 2,3 Mio. Personen; die Arbeitslosenquote ist damit von 5,2% in 2018 auf 5,0% gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes Destatis sind die Verbraucherpreise in 2019 moderat um 1,4% gestiegen (2018: 1,8%). Der schwächere Preisanstieg ist vor allem auf die verhaltene Preisentwicklung von Energieprodukten im 2. Halbjahr zurückzuführen. Die positive Entwicklung der Baukonjunktur zeigte sich u.a. in den Bauinvestitionen, die gemäß Berechnungen des ifo Instituts insgesamt um 2,5% zulegten (Vorjahr ebenfalls +2,5%). Dabei wuchs der Wohnungsbau mit +3,0% (Vorjahr: +3,0%) etwas stärker als der Nichtwohnbau (+ 1,8% | Vorjahr: +1,7%), innerhalb dessen die Ausgaben im öffentlichen Bau stärker stiegen (+2,3%) als die im gewerblichen Bau (+ 1,5%). Nach aktueller Einschätzung liegt die Anzahl der genehmigten Wohnungen 2019 insgesamt bei 355.000 und damit ca. 2,5% über dem Vorjahr. Die Steigerung beruht im Wesentlichen auf der Anzahl der genehmigten Wohnungen in Eigenheimen, die von ca. 111.000 in 2018 auf 113.000 stiegen (+2,3%). Die Anzahl der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern wächst dagegen nur geringfügig auf 194.000 Wohnungen (+1,3%). Bei den Fertigstellungen hat sich die Anzahl der Wohnungen 2019 nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahr um knapp 3% auf ca. 296.000 Wohnungen erhöht. Der Zuwachs ist im Wesentlichen auf die Steigerung der neugebauten Wohnungen im Mehrfamilienhaus-Segment (+3,9%) zurückzuführen, wohingegen die Anzahl der fertiggestellten Wohnungen im Bereich der Eigenheime nur um knapp 1% gestiegen ist. Die sonstigen Wohnungen verzeichnen einen Zuwachs von 5,7% (s. Heinze Marktbericht, Januar 2020). Das Bauvolumen für Bestandsmaßnahmen hat sich 2019 nominal um 8,5% auf 166 Mrd. € vergrößert und macht damit ca. 68% des gesamten Bauvolumens aus. In diesem Segment hat jedoch die energetische Verbesserung bestehender Gebäude durch Dämmmaßnahmen nach wie vor eine untergeordnete Bedeutung. Auch 2019 fehlte es an gesetzlichen Rahmenbedingungen und finanziellen Anreizen, um die Modernisierungsquote deutlich anzuheben, und der über das Gesamtjahr relativ konstante Heizölpreis von ca. 68 €/100 Liter bot Hausbesitzern ebenso wenig Anlass zu energiesparenden Maßnahmen. Unter den genannten Voraussetzungen kann davon ausgegangen werden, dass der Gesamtmarkt für Dämmstoffe 2019 in etwa das Volumen des Vorjahres hatte. 2. Geschäftsentwicklung Das Geschäftsjahr 2019 hat die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG mit einem Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau abgeschlossen. Der Verkaufserlös im Hauptsegment Glaswolle lag trotz eines umfangreichen Umbaus im Werk Speyer nur leicht unter dem des Jahres 2018. Mit der Steinwolle aus Ladenburg erzielte das Unternehmen einen Erlös auf Vorjahresniveau, während der Umsatz mit dem ULTIMATE-Portfolio und den System- und Ergänzungsprodukten ausgeweitet werden konnte. Insgesamt hat das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2019 seine Position im Dämmstoffmarkt behaupten können. Unter dem Motto "Lebensräume gestalten - Komfort erleben" präsentierte sich ISOVER zusammen mit Schwestergesellschaften der Saint-Gobain-Gruppe im Rahmen der im Januar stattfindenden internationalen Baufachmesse BAU 2019. Über die Schwerpunktthemen Nachhaltigkeit, Holzbau und BIM (Building Information Modeling) bot sich dem breiten Fachpublikum der Zugang zu den einzelnen starken Marken. Im Mittelpunkt der diesjährigen ISOVER-Präsentation lagen die neuen Systemlösungen für wichtige Anwendungen wie Steildach, Flachdach, Fassade bis hin zur technischen Isolierung. Im Gespräch mit den Fachberatern und an den informativen Stelen konnten sich die Bauprofis von den Vorteilen der ISOVER-Neuheiten überzeugen. Weitere Highlights der Marketingaktivitäten lagen in einer breit angelegten ULTIMATE-Kampagne, der Neugestaltung des Internetauftritts sowie der Einführung eines Schallschutzrechners, mit dem die schalltechnische Qualität von Baukonstruktionen berechnet werden können. Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne ruhende Arbeitsverhältnisse und Auszubildende) sank zum Jahresende 2019 auf 938 Mitarbeiter (i.V. 973). Im Jahresdurchschnitt waren 441 Angestellte (i.V. 454, davon weiblich 110, und 513 gewerbliche Mitarbeiter (i.V. 520), davon weiblich 8, beschäftigt. Mit insgesamt 43 Auszubildenden in 11 verschiedenen Berufen wurde eine Ausbildungsquote von 4,6% (i.V. 4,8%) erreicht. Die im Konzern wichtigen Arbeitssicherheitszahlen haben sich gegenüber Vorjahr im Bereich der ereigneten TF1 und TF2 Meldungen verbessert. Mit zwei TF1-Unfällen und keinem TF2-Unfall hat sich die Anzahl der Ereignisse halbiert, damit konnte die Zielsetzung einer Verringerung von Unfällen erreicht werden. Weiterhin ist positiv zu registrieren, dass 3 der 5 Standorte weiterhin ohne TF1 - bzw. TF2-Unfall sind. Mit der Leistungskennziffer TF2 wurden in 2019 alle betriebsbedingten Unfälle mit Ausfallzeiten, die sowohl die gesetzlichen als auch die darüberhinausgehenden Unfälle umfassen, berücksichtigt, einschließlich der Unfälle von Leiharbeitnehmern. Im Bereich Qualität und Zertifizierung konnte das Integrierte Management System (IMS) für die Bereiche Arbeitssicherheit, Qualität, Umweltschutz und Energiemanagement erfolgreich geprüft werden. Im Rahmen von Überwachungsaudits wurde die DIN ISO 50001 auf den neuen Normenstand angepasst. Die Überwachungsaudits nach DIN ISO 9001/14001 sowie der neuen DIN ISO 45001 (neue Norm für Arbeitssicherheit) sowie der DIN ISO 50001 wurden erfolgreich bestanden und die Einhaltung der Normen bestätigt. 3. Ertragslage Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG erzielte im Geschäftsjahr 2019 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von -4,3 Mio. € (i.V. +0,7 Mio. €), welches im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages durch die Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen ausgeglichen wurde. Der Umsatz lag mit 358,2 Mio. € um 1,0% unter dem Wert des Vorjahres (361,6 Mio. €). Während der Rückgang im Inland mit 0,3% moderat ausfiel, ging der Auslandsumsatz um 4,7% zurück. Ursache für den Rückgang waren einerseits der zum Teil bewusste Verzicht auf Mengen zu niedrigen Verkaufspreisen im weiterhin durch Überkapazitäten geprägten Glaswolle-Markt und andererseits der wegen der Großreparatur im Werk Speyer kapazitätsbedingte Verzicht auf ausländische Mengen. Die Verkaufspreise auf dem deutschen Markt sind nicht zuletzt vor dem Hintergrund gestiegener Transport-, Rohstoff- und Energiepreise erstmalig seit Jahren leicht angestiegen. Auch der Trend zu höherwertigen Produkten setzte sich weiter fort. Der Ende 2018 zur Gewährleistung der Lieferfähigkeit während der Großreparatur im Werk Speyer aufgebaute Lagerbestand wurde wie geplant deutlich reduziert. Gleichzeitig wurden in Zusammenhang mit der Großreparatur Eigenleistungen in Höhe von 1,2 Mio. € aktiviert. Im Zusammenspiel mit dem rückläufigen Umsatz verschlechterte sich die Betriebsleistung dadurch um 13,6 Mio. € oder 3,7% auf jetzt 353,9 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei 4,0 Mio. € und damit um 0,9 Mio. € über dem Vorjahr. Ursache für die Erhöhung waren höhere Energiegutschriften in 2019. Der Materialaufwand lag mit 179,3 Mio. € unter dem Vorjahr (185,3 Mio. €). Der Rückgang ist auf die wegen der Großreparatur in Speyer deutlich niedrigeren Produktionsmenge zurückzuführen. In Bezug zur Betriebsleistung stieg der Anteil mit 50,7% im Vergleich zum Vorjahr (50,4%) leicht an. Zukäufe von Schwesterunternehmen sorgten trotz der erzielten Produktivitätsverbesserungen für den leichten relativen Anstieg. Der Personalaufwand lag mit 84,2 Mio. € um 3,0 M€ unter dem Vorjahr. Grund dafür waren eine geringere Zuführung zur Rückstellung für Pensionsverpflichtungen sowie geringere Kosten durch eine rückläufige Anzahl von Mitarbeitern. Die Abschreibungen lagen aufgrund eines gestiegenen Investitionsvolumens um 0,2 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 7,8 Mio. € auf jetzt 83,4 Mio. €. Ursache für den Anstieg waren die stark gestiegenen Transportkosten, höhere Aufwendungen für CO 2-Emissionszertifikate sowie höhere Abfindungen im Rahmen des konzernweiten Programms "Transform & Grow". Die Beteiligungserträge von Saint-Gobain Denmark A/S lagen bei 5,3 Mio. € und damit deutlich über dem Vorjahr (2,2 Mio. €). In Summe ergibt sich für 2019 ein EBIT von +0,8 Mio. €, was einer Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 8,5 Mio. € entspricht. Verantwortlich für den starken Rückgang ist die aufgrund der Großreparatur im Werk Speyer deutlich geringere Produktionsmenge in Verbindung mit den daraus resultierenden Bestandsveränderungen und den geringeren Umsätzen. Aber auch die gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen trugen zur Verschlechterung bei. Die Erwartung aus dem Vorjahr, ein leicht positives EBIT zu erzielen, wurde somit erreicht. Geringere Zinsaufwendungen führten zu einem Zinsergebnis, welches mit 5,1 Mio. € unter dem des Vorjahres (5,4 Mio. €) lag. 4. Vermögens- und Finanzlage
Der Anstieg der Bilanzsumme um 1,3 Mio. € auf 360,9 Mio. € ist auf den Anstieg des langfristigen Fremdkapitals um 9,2 Mio. € (5,7 %) sowie die Verminderung des kurz- und mittelfristigen Fremdkapitals um 13,7 Mio. € zurückzuführen. Ursache für den Anstieg des langfristigen Fremdkapitals um 9,2 Mio. € sind die Pensionsrückstellungen. Der Rückgang der Finanzmittel (-13,7 Mio. €) resultiert überwiegend aus dem Rückgang des Guthabens bei dem zentralen Geldpool. Die Geldanlage bei der Compagnie de Saint-Gobain, Paris/Frankreich entspricht 94,6 Mio. €. Dieser zentrale Geldpool wird von der Saint-Gobain Benelux SA, Wavre/Belgien, geführt und unterliegt hinsichtlich der Verzinsung den banküblichen Konditionen. Er dient der Optimierung der kurzfristigen Geldmittel und ist in der Bilanz unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Der Finanzierungsbedarf der Gesellschaft wird vollständig über diesen zentralen Geldpool der Saint-Gobain Gruppe abgedeckt. Die Gesellschaft konnte zu jeder Zeit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2019 unverändert 93,4 Mio. €. Auf Grund der gestiegenen Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote geringfügig von 26,0% auf 25,9%. 5. Investitionen In 2019 wurden insgesamt 33,2 Mio. € in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Der Schwerpunkt der Ausgaben lag in 2019 auf der Umsetzung eines Großprojektes in Speyer, wo neben der Erneuerung der Schmelzwanne in einer neuen Technologie der gesamte Zerfaserungsbereich neugestaltet wurde. Hierdurch wurde die Möglichkeit geschaffen, auch auf künftige Produktanforderungen als Markt- und Technologieführer bestens vorbereitet zu sein. In den Schwesterwerken Bergisch Gladbach, Ladenburg und Lübz wurden zahlreiche kleine Verbesserungen in den Bereichen Energieeffizienz und Umweltschutz sowie vorbereitende Projekte zum Themenkomplex Industrie 4.0 mit begleitender weiterer Automatisierung zur Steigerung der Produktivität durchgeführt. 6. Außerbilanzielle Verpflichtungen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen nicht. Für bekannte Gewährleistungsfälle wurden jeweils Rückstellungen gebildet. Die Summe der bis zum Ende der Vertragslaufzeit fälligen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sind im Anhang unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen angegeben. 7. Leistungskennziffern und Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die vorgenannten Leistungskennziffern fassen die wesentlichen Steuerungsindikatoren des Unternehmens zusammen und dienen der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage. C. Chancen- und Risikobericht Die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG ist als Mitglied der Saint-Gobain Gruppe in das umfassende Risikomanagementsystem der Gruppe eingebunden. Das bedeutet, dass die Bestandteile umgesetzt werden, die sich aus einer eigenen Risikoanalyse und den umfangreichen Planungs-, Genehmigungs-, Berichterstattungs- und Frühwarnsystemen des Konzerns zusammensetzen. Ziel ist es, Risiken aller Art und in jedem Bereich des Unternehmens aufzudecken, zu bewerten, zu überwachen und durch geeignete Maßnahmen zu beherrschen sowie die Funktionstüchtigkeit der Maßnahmen zu kontrollieren. Das System ist sowohl zentral als auch dezentral in den Standorten und Werken angesiedelt. Es ist dokumentiert und wird regelmäßig durch die interne Revision und das Management auf Angemessenheit, Funktionsfähigkeit und Effizienz überprüft. Nachfolgend genannte Chancen und Risiken bedürfen der weiteren Beobachtung: Risiken des Marktes und des Marktumfeldes Eines der größten Risiken auf dem Dämm Stoffmarkt besteht in der Ausweitung der Produktionskapazitäten. Nachdem das "Glaswolle-Segment bereits in den vergangenen Jahren von erhöhtem Preisdruck aufgrund von Überkapazitäten gekennzeichnet war, ist zu erwarten, dass sich die Situation auch im Steinwolle-Bereich durch die neuen, teilweise bereits auf dem Markt befindlichen Kapazitäten verschärfen und den Druck auf die Verkaufspreise noch weiter erhöhen wird. Der Wohnungsbedarf, vor allem in attraktiven Städten und Metropolregionen, ist nach wie vor sehr hoch. Jedoch behindern weiterhin die fehlenden Handwerker-Kapazitäten und die steigenden Preise für Bauland und Bauleistungen die Ausweitung des Geschäfts im Wohnungsbausektor. Nachdem das produzierende Gewerbe im Jahr 2019 einen Rückgang in der Wirtschaftsleistung von 3,6% hinnehmen musste, besteht darüber hinaus das Risiko, dass geplante Investitionen im Bereich Nichtwohnbau verstärkt geschoben oder ganz gestrichen werden. Risiken des Beschaffungsmarktes, der Leistungserstellung und angrenzender Bereiche Risiken ergeben sich auf der Beschaffungsseite über die erwarteten Erhöhungen insbesondere bei den Transporten, den Rohstoffen und Verpackungsmaterialien. Im Bereich Energie ist die Situation differenziert: Während sich bei Strom Erhöhungstendenzen abzeichnen, erwarten wir beim Gaspreis eine weitere Entspannung. In den letzten Jahren ist es uns nur partiell gelungen, diese Kostensteigerungen an die Kunden weiterzugeben. Die auseinandergegangene Schere zwischen der Entwicklung der Verkaufspreise und der Kostenentwicklung konnten wird dadurch nur im geringen Maße schließen. Dieser Herausforderung werden wir uns erneut und verstärkt in 2020 stellen. Risiken aus der Informationstechnologie (IT) Die in 2017 aufgetretene Cyberattacke mit Ausfällen der Soft- und Hardware hat aufgezeigt, welches Risikopotential hierin steckt, selbst wenn keine Daten gestohlen oder beschädigt wurden. Da alle wesentlichen Hard- und Softwarekomponenten zentral betreut werden, erfolgen auf Konzernebene fortlaufend umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung des Schutzes. Auf der lokalen Ebene haben wir unseren Ausfallplan im Hinblick auf dieses Risiko umfassend überarbeitet, um bei einem erneuten Ausfall die Schnittstellen, übergangsweise auch ohne IT, nutzen zu können. Chancen des Beschaffungsmarktes, der Leistungserstellung und angrenzender Bereiche Auf der Beschaffungsseite sehen wir durchaus Chancen, dass wir bei den Gaspreisen eine weitere Reduzierung realisieren können, was sich dann positiv auf die Herstellungskosten auswirken würde. Weiterhin werden wir die Systematik WCM (World Class Mindset) zur kontinuierlichen Verbesserung der Arbeitsabläufe und Prozesse nutzen. Ziel ist es, auch in 2020 eine systematische Reduktion von Verlustbringern zu erreichen und damit Einsparungen in der Höhe von mindestens 3,0 % der Herstellkosten zu erzielen. Als weiterer Punkt zur Strukturkostenverbesserung ist zu erwähnen, dass die bereits in den Vorjahren praktizierte Kostendisziplin verstärkt durch das konzernweite Programm "Transform & Grow" fortgesetzt wird. D. Prognosebericht In seiner aktuellsten Konjunkturprognose vom Dezember 2019 geht das ifo Institut von einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,1% im Jahr 2020 aus. Auch für das Folgejahr sieht das Institut weiterhin eine positive Wirtschaftsentwicklung und prognostiziert ein Wachstum des BIP von 1,5% für 2021. Für die realen Bauinvestitionen im Wohnungsbau sieht das Forschungsinstitut bereits im Jahr 2020 keine positive Dynamik mehr und rechnet mit einer Stagnation auf Vorjahresniveau, bevor im Jahr 2021 sogar eine negative Entwicklung von -1,5% eintritt. Im Nichtwohnbau geht das ifo Institut bereits 2020 von einem Rückgang der realen Bauinvestitionen um 1,0% aus, der sich 2021 auf ähnlichem Niveau (-0,8%) fortsetzt (s. ifo Baukonjunkturdaten, Dezember 2019) Die Baugenehmigungen im Wohnungsbau zeigen für den Zeitraum Januar bis November 2019 eine leicht positive Entwicklung und stehen bezüglich der Anzahl der genehmigten Wohnungen insgesamt bei einem Plus von 1,4% gegenüber dem Vorjahr. Im gleichen Zeitraum haben die Genehmigungen im Mehrfamilienhausbau leicht (um 0,4%) abgenommen, während sie im Eigenheimbau geringfügig (+1,4%) und in bestehenden Gebäuden deutlich (+8,8%) gestiegen sind. Aufgrund der nach wie vor bestehenden Bauüberhänge und der anhaltenden Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Ballungsgebieten kann auch für das Jahr 2020 noch mit einem leichten Anstieg der Baufertigstellungen im Wohnungsbau gerechnet werden. Im Nichtwohnbau sind die Genehmigungen (Basis: m 3 umbauter Raum) im Zeitraum Januar bis November 2019 um 2,3% gesunken. Davon betroffen waren vor allem industrielle Bauten, Lagerhallen und landwirtschaftliche Gebäude mit zum Teil sehr starken Rückgängen, während Hotels und Gaststätten sowie Büro- und Verwaltungsgebäude noch einen Anstieg der Genehmigungen verzeichnen konnten. Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird für den Bereich Nichtwohnbau damit gerechnet, dass die Fertigstellungen im Jahr 2020 nicht das Niveau des Vorjahres erreichen werden. Aus den finanziellen Anreizen, die die Bundesregierung im Zusammenhang mit dem Klimaschutzpaket gesetzt hat, werden für den Bereich Dämmstoffe leichte Impulse im Modernisierungsmarkt erwartet. So dienen die steuerliche Förderung von Gebäudesanierungen, die zusätzliche Bepreisung von CO2-Emissionen und die verbesserten Förderbedingungen der KfW-Programme dazu, die Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung zu forcieren und modernisierungswilligen Bauherren die Entscheidung zugunsten von Energieeffizienzmaßnahmen an bestehenden Gebäuden zu erleichtern. Für den Gesamtmarkt Dämmstoffe gehen wir für das Jahr 2020 von einer Stagnation auf Vorjahresniveau aus. Für die Umsatzentwicklung erwarten wir unter den vorgenannten Annahmen ein Wachstum von mehr als 2% im Inland, ausgelöst durch Preiserhöhungen sowie einem leichten Mengenzuwachs. Überdies werden sich die Lieferungen an Schwestergesellschaften im europäischen Ausland deutlich 2-stellig nach oben bewegen, das wird insbesondere durch eine erhöhte Liefertonnage an Frankreich unterstützt. Für 2020 erwarten wir wieder ein positives EBIT Ergebnis, und gegenüber dem Vorjahr deutlich gestärkt bedingt durch das abgeschlossene Projekt in Speyer und den damit verbundenen geringeren Stillstandskosten. Bei den TF2 Unfallzahlen streben wir eine Verbesserung von 10% an, so dass die Kennzahl bei 1,0 erwartet wird. Der Markt steht aktuell auch vor einer Beeinflussung durch den Coronavirus dessen Auswirkungen momentan noch nicht absehbar sind. Wir sehen zur Zeit keine Veranlassung zur Anpassung unserer Risikoeinschätzung und Prognosen. Wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Prämissen können in 2020 zu deutlichen Abweichungen von unseren Prognosen führen.
Ludwigshafen am Rhein, den 28.02.2020 Der Vorstand Bilanz zum 31. Dezember 2019AKTIVA
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Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019
Anhang für das Geschäftsjahr 2019(1) Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 wurde unter Beachtung der handelsrechtlich vorgeschriebenen Grundsätze (§§ 242 ff., 264 ff. HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung wurden in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; sie sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach Maßgabe der branchenüblichen oder betriebsbedingten Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen linear. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 250,00 € bis 800,00 € werden in voller Höhe im Geschäftsjahr abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von unter 250,00 € werden im Geschäftsjahr der Anschaffung vollständig aufwandswirksam erfasst. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst wurde, sowie Teile der allgemeinen Verwaltungskosten. Der Wertverzehr an Edelmetallen im Fertigungsbereich wird mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet und unter den Abgängen erfasst. Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden Nutzungsdauern zu Grunde:
Für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse passiviert, der entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter aufgelöst wird. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Ausleihungen werden verzinst und sind deshalb mit den Nominalbeträgen aktiviert. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens und Teile der allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Für ungängige und veraltete Vorräte werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Auf Ersatzteile, für die seit mindestens vier Jahren kein Verbrauch verzeichnet wurde, ist eine 100%ige Einzelwertberichtigung gebildet worden. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Erkennbare Risiken werden in Form von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Sonderposten umfasst Sonderposten mit Rücklagenanteil und Sonderposten für Investitionszuschüsse. In den Sonderposten mit Rücklageanteil sind Wertberichtigungen des Anlagevermögens aufgrund von steuerlich zulässigen Sonderabschreibungen gemäß § 6 b EStG, R 6.6. EStR und § 4 FördergebietsG enthalten. Auf Grund der Ausübung des Wahlrechts gemäß Artikel 67 Abs. 3 EGHGB werden die bis zum 1. Januar 2010 gebildeten Sonderposten mit Rücklagenanteil beibehalten. Die Rückstellungen für Pensionen werden, wie im Vorjahr, versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten ("Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden durch einen Gehaltstrend von 2,10% p.a. sowie durch einen Rententrend von 1,00% p.a. für Zusagen mit Anpassungsgarantie und von 1,00% p.a. für übrige Zusagen bei der Ermittlung der Rückstellung berücksichtigt. Es wird eine alters- und geschlechtsabhängig durchschnittliche Fluktuation von 3,00% p.a. angenommen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen nach § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB beläuft sich auf 2,70 % für 10 Jahre (i.V. 3,20%) und auf 1,96% für 7 Jahre (i.V. 2,32%). Dieser wurde in Anlehnung an den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Die Rückstellungen für Jubiläumszusagen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungen (Zinssatz 1,96 % p.a., i.V. 2,32%) unter Berücksichtigung der Fluktuation ermittelt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt und bei Laufzeiten größer als 1 Jahr gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Weiterhin wurden erwartete Aufwendungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen angesetzt. Die Verpflichtungen gegenüber dem Pensions-Sicherungs-Verein a.G. aus unverfallbaren Anwartschaften wurden mit einer Abzinsung von 0,65% berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Transaktionstags der Geschäftsvorfälle erfasst. Die Umrechnung von Verbindlichkeiten und Forderungen in fremden Währungen erfolgte zum maßgeblichen Kurs am Bilanzstichtag. Zum Abschlussstichtag entstandene Kursverluste aus der Bewertung der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Bei Kursgewinnen aus der Bewertung von kurzfristigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten von einer Laufzeit bis zu einem Jahr kommt § 253 Absatz 1 Satz 1 HGB und § 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht zur Anwendung. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen und Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. (3) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Aufstellung des Anteilsbesitzes
Die Angaben betreffen den letzten festgestellten Jahresabschluss 2018. (4) Vorräte
(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Mitzugehörigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zu anderen Posten der Bilanz geht aus der folgenden Übersicht hervor:
Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind auch Forderungen an die Gesellschafterin in Höhe von 6.218 T € (i.V. 0T €) enthalten. (6) Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital beträgt 82.000 T € und ist eingeteilt in 3.200.000 Stückaktien. (7) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert auf 11.124 T € . Die Gewinnrücklagen betragen 302 T €, davon betreffen 167 T € die gesetzliche Rücklage. (8) Sonderposten mit Rücklageanteil
Die Erträge aus der Auflösung der Sonderposten (337 T €, i.V. 500 T €) sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. (9) Rückstellungen
Unterschiedsbetrag Pensionsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB
Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden, frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich des Gewinnvortrags oder abzüglich des Verlustvortrags mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Umsatzboni, Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen, Verpflichtungen für Jubiläumszuwendungen, Verpflichtungen aus Skonti, ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen im Personalbereich sowie Gewährleistungen. (10) Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.255 T € (i.V. 848 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten auch Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 0 T € (i.V. 1.631 T €). Die Aufgliederung der Vergleichszahlen des Vorjahres ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen:
Die Mitzugehörigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu anderen Posten der Bilanz geht aus der folgenden Übersicht hervor:
Es wurden keine Sicherheiten für Verbindlichkeiten gewährt. (11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 10.423 T€ (i.V. 13.015 T€), hiervon entfallen 106 T€ (i.V. 106 T€) auf verbundene Unternehmen. Dabei handelt es sich um die Summe der bis zum Ende der Vertragslaufzeit fälligen Beträge. Davon im Folgejahr fällig sind 2.200 T€. Für Investitionsaufträge bestand zum 31.12.2019 ein Bestellobligo von 6.657 T € (i.V.17.805 T €). (12) Latente Steuern Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages und der steuerlichen Organschaft erfolgt auf Ebene der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG keine Bilanzierung latenter Steuern. (13) Umsatzerlöse
(14) Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind hauptsächlich Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Energiegutschriften sowie verschiedene sonstige Erträge enthalten. (15) Materialaufwand
Von den Materialaufwendungen sind 464 T € (i.V. 618 T €) periodenfremd. (16) Personalaufwand / Mitarbeiter
Im Personalaufwand sind 0 T€ (i.V. 0 T€) periodenfremd. Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter betrug bei den Angestellten 441 (i.V. 454). Die Anzahl der gewerblichen Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 513 (i.V. 520). (17) Abschreibungen
(18) Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Vertriebs- und Verwaltungskosten inkl. Kosten für Konzernleistungen, Fremdleistungen und Instandhaltungsaufwendungen im Gemeinkostenbereich, Aufwendungen für Restrukturierung, Aufwendungen für Lizenzen sowie Aufwendungen für Versicherungsprämien enthalten. (19) Erträge aus Beteiligungen Bei den Erträgen aus Beteiligungen i.H. von 5.311 T€ (i.V. 2.217 T€) handelt es sich ausschließlich um Dividendenerträge für das Geschäftsjahr 2018 von verbundenen Unternehmen. (20) Zinsen und ähnliche Erträge
(21) Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(22) Steuern
(23) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführtes Ergebnis Über das Jahresergebnis besteht mit der Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland, Aachen ein abgeschlossener Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. (24) Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2019 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. (25) Organe der Gesellschaft Mitglieder des Vorstands
Mitglieder des Aufsichtsrats Heike Meyer, Viernheim Vorsitzende 1.1.2019-16.4.2019 nach Mandatsniederlegung von Benoit d'Iribarne Raimund Heinl, Hauset CEO Saint-Gobain Deutschland & Österreich Aufsichtsratsmitglied seit 14.1.2019, Vorsitzender seit 16.4.2019 Doris Barnett, Ludwigshafen Mitglied des Deutschen Bundestages Andreas Engelhardt, Bielefeld Geschäftsführer, persönlich haftender Gesellschafter Schüco International KG Caspar von Hauenschild, München Selbständiger Berater Horst Fürst, Ludwigshafen Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats Yves Geiger, Speyer Nachfolger von Hans Jürgen Kolbenschlag, Limburgerhof ab 1.6.2019 Freigestellter Betriebsrat Nicole Wilming, Köln Personaldirektorin Saint-Gobain Deutschland & Österreich Aufsichtsratsmitglied seit 14.1.2019 Matthias Zenner, Aachen Chefsyndikus Saint-Gobain Deutschland & Österreich (26) Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für die Tätigkeit im Geschäftsjahr beliefen sich auf 61 T €. Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr werden aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Für die früheren Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden 298 T € geleistet. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis sind 4.505 T € zurückgestellt. (27) Angaben gemäß § 285 Nr. 14 HGB Der Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft einbezogen ist, wird von der Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich, erstellt. Als Ort der Offenlegung wird angegeben: Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre 64, rue du 8 mai 1945 F 92025 Nanterre Cedex RCS Nanterre B 542 039 532 Der Konzernabschluss der Compagnie de Saint-Gobain wird in englischer Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. (28) Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB Das von dem Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich für die Abschlussprüfungsleistungen auf 60 T € (i.V. 60 T €)
Ludwigshafen am Rhein, 28. Februar 2020 Dr. Stephan Kranz Dr. Hubert Mattersdorfer Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWiedergabe des Bestätigungsvermerks Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 12. März 2020 KPMG
AG
gez. Rataj, Wirtschaftsprüfer gez. Büßis, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat wurde vom Vorstand während des Geschäftsjahres 2019 durch mündliche und schriftliche Berichte fortlaufend detailliert über den Gang der Geschäfte informiert, über die Lage und die Risiken der Gesellschaft, die beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung, insbesondere in den Bereichen der Finanz-, Investitions-, Personal-, Kosten- und Absatzplanung. Auf der Grundlage dieser Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres 2019 die ihm aufgrund Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden weiteren Pflichten wahrgenommen. Im Geschäftsjahr 2019 haben drei ordentliche Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Der Schwerpunkt der Beratungen des Aufsichtsrats lag dabei auf den Themenfeldern Arbeitssicherheit, Nachhaltigkeit, Sicherung der Marktposition im schwierigen, von Überkapazitäten bestimmten Marktumfeld durch Innovation, Strukturkostenverbesserung und Produktivitätssteigerung. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung der Gesellschaft am 13. Juni 2019 als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Dieser Jahresabschluss mit Lagebericht sowie der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden vom Aufsichtsrat in Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und dem Aufsichtsrat Erläuterungen gab, eingehend erörtert und geprüft. Die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes durch den Aufsichtsrat ergab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht sowie das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer fanden somit die uneingeschränkte Billigung des Aufsichtsrats. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 Satz 1 Aktiengesetz festgestellt. Aufgrund der seit Mai 2003 erloschenen Börsennotierung der Aktien der Gesellschaft ergibt sich keine Pflicht zur Abgabe der Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2019. Herr Raimund Heinl, seit 14. Januar 2019 Mitglied des Aufsichtsrates, wurde am 16. April 2019 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Vom 1. Januar bis zum 16. April 2019 war der Posten des Vorsitzenden des Aufsichtsrates vakant; die Funktion wurde in dieser Zeit von der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates, Frau Heike Meyer, ausgeübt.
Ludwigshafen am Rhein, April 2020 DER AUFSICHTSRAT |
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