Softbird GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Thiessen seit 26.2.2025 | Geschäftsführer |
Christian Michael Barth seit 15.6.2023 | Prokura |
René Pierre Ruhland seit 5.8.2021 | Geschäftsführer |
Anna Constanze Charlotte Ruhland seit 2.5.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 37.04% | |
| 25.22% | |
Johannes Georg Philipp Eberhard Kaspar Maria Schenk Graf von Stauffenberg | 25.10% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Printhouse GmbHBergkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Printhouse GmbH produziert Fotoprodukte für Großkunden in Deutschland, in der Schweiz und in Frankreich. Das Produktsortiment umfasst individualisierbare Fotoartikel sowie die Erbringung der damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Die Printhouse GmbH bietet vielfältige Möglichkeiten, Digitalfotos auf verschiedene Materialien zu drucken. Dazu zählen neben den Großformaten (als Poster sowie Leinwand, Acryl, Forexplatte, Echt-Glas, Gallery-Bond, Alu-Dibond, Klebefolie, PVC-Plane, Fototapete oder Backlit-Folie) Bilderrahmen, Fotoabzüge, Fotobücher und Fotokalender sowie Grußkarten. Die Printhouse GmbH gehört zur Münchner eCommerce-Gruppe MYPOSTER. Die MYPOSTER-Gruppe wurde 2011 von René und Marc Ruhland gegründet. Anna Ruhland stieg 2013 mit in die Geschäftsführung ein. MYPOSTER zählt zu den eCommerce-Erfolgsgeschichten in Deutschland und verzeichnete in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum. Zur Gruppe gehören die Marken MYPOSTER, Kartenliebe, JUNIQE und ArtPhotoLimited. Nahezu alle Produkte der MYPOSTER-Gruppe werden von der Printhouse GmbH an drei Standorten in Deutschland, am Hauptstandort in Bergkirchen bei München, in Bitterfeld-Wolfen bei Leipzig und seit November 2023 auch in Olching bei München, produziert. 2. Forschung und Entwicklung Die Printhouse GmbH beschäftigt eigene Softwareentwickler, welche kontinuierlich die eigene Produktionssoftware und weitere Anwendungen optimieren und weiterentwickeln. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Printhouse GmbH erzielt den größten Teil ihrer Umsätze in Deutschland. Aufgrund dessen werden die nachfolgenden Ausführungen zur gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklung ausschließlich auf den deutschen Markt bezogen. Laut Statistischem Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,1% gesunken, während im Vorjahr noch ein Wachstum von 1,9% verzeichnet werden konnte. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken, vor allem beeinflusst durch hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch ein hohes Zinsniveau sowie ein schlechteres Konsumklima im In- und Ausland. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht, während im Vorjahr die Preissteigerung noch bei 6,9% lag. Die Jahresteuerungsrate lag damit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022, ist aber nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Die Verteuerung von Nahrungsmitteln war dabei einer der Haupttreiber der Inflation. Im März 2024 hat sich die Inflationsrate auf 2,2% deutlich abgeschwächt und war damit so niedrig wie zuletzt im Mai 2021. Auch in den beiden Vormonaten lag die Inflationsrate bereits unter 3,0%. Das ifo-Institut geht in seiner aktuellen Konjunkturprognose vom März 2024 von einer Stagnation der deutschen Wirtschaft in 2024 aus. So soll das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt nur um 0,2% zunehmen und liegt damit auch unter den Prognosen der anderen großen europäischen Länder. Aus Sicht des ifo-Instituts sind vor allem die Konsum-Zurückhaltung, hohe Zinsen, Preissteigerungen, Sparbeschlüsse der Regierung und die schwache Weltkonjunktur verantwortlich. Im kommenden Jahr wird von einer Steigerung der Wirtschaftsleistung auf 1,5% ausgegangen und die Inflation soll auf 1,6% zurückgehen, wobei vor allem Gas- und Strompreise für die Verbraucher günstiger werden. 2. Branchenbezogene Entwicklung Laut Photoindustrie-Verband (PIV) erfreuen sich Fotobücher und sonstige Fotoprodukte weiterhin großer Beliebtheit. Die Nachfrage nach diesen personalisierten Erinnerungsstücken ist ungebrochen hoch und zeigt, dass das Bedürfnis der Menschen nach individuellen Gestaltungsmöglichkeiten in der digitalen Welt ständig größer wird. Der vom Bundesverband Druck und Medien (bvdm) berechnete Geschäftsklimaindex lag im Dezember 2023 auf einem Jahrestiefststand von 86,5 Punkten, was einer Verschlechterung von 1,7% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate fällt eher pessimistisch aus, so liegt der Index 26% unter der Erwartungshaltung zum Ende des letzten Jahres. 3. Geschäftsverlauf Der Großteil der Umsätze der Printhouse GmbH stammt aus Aufträgen der 100%igen Schwestergesellschaften myposter GmbH, Bergkirchen, kartenliebe GmbH, München, und JUNIQE GmbH, Berlin. Entsprechend korrelieren die Umsätze der Printhouse GmbH mit der Geschäftsentwicklung dieser Gesellschaften. Im Vorjahr ging das Management von einer Umsatzsteigerung im mittleren zweistelligen Prozentbereich aus. Hauptverantwortlich sollten hierfür vor allem das weitere Wachstum der kartenliebe GmbH sowie der Ausbau des Geschäfts mit Fotobüchern, Grußkarten und Fotoabzügen durch die myposter GmbH sein. Die kartenliebe GmbH hat ihre ambitionierten Umsatzerwartungen sogar leicht übertroffen. Die myposter GmbH war hingegen stärker von den zahlreichen wirtschaftlichen und politischen Belastungen und Unsicherheiten, wie der anhaltend hohen Inflation, weiteren Zinserhöhungen und dem andauernden Ukraine-Krieg sowie dem Entflammen des Israel-Konflikts, betroffen. Die Umsätze der myposter GmbH haben sich dadurch nicht ganz wie erhofft entwickelt. Statt einer deutlich positiven Entwicklung konnte nur eine leichte, aber dennoch merkliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Hierdurch hat die Printhouse GmbH ihre Ziele nicht ganz erreicht, jedoch trotzdem eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr erzielen können. Beim EBIT ging das Management durch Umsatzsteigerung sowie Kosteneinsparungen unter anderem bei der Fotobuchproduktion, durch eine nahezu vollständige Eigenproduktion von Digitalfotobüchern, von einer leichten Verbesserung aus. Das EBIT konnte im Geschäftsjahr 2023 um € 0,08 Mio. tatsächlich leicht gesteigert werden. Im EBIT sind jedoch ungeplante, hohe sechsstellige Aufwendungen in Folge der Gründung eines dritten Produktionsstandorts in Olching enthalten. Ohne diese hätte sich das EBIT deutlich über den Erwartungen verbessert. Die Eröffnung des neuen Standorts im November 2023 war notwendig geworden, da das insbesondere durch die Kartenliebe GmbH enorm gesteigerte Produktionsvolumen nicht mehr an den bisherigen Produktionsstandorten hätte erbracht werden können und auch keine ausreichende Expansionsfläche zur Verfügung stand. 4. Lage a. Ertragslage Das Rohergebnis ist im Geschäftsjahr aufgrund der enormen Umsatzsteigerung trotz gestiegener Produktionskosten im Vorjahresvergleich um 29% von € 12,2 Mio. auf € 15,7 Mio. deutlich gestiegen. Die Personalaufwendungen sind um € 1,4 Mio. auf € 7,2 Mio. umsatzbedingt sowie aufgrund von Gehaltserhöhungen deutlich gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um € 2,1 Mio. auf € 7,0 Mio., insbesondere aufgrund höherer Raumkosten in Folge der Neuanmietung des dritten Standorts, gestiegen. Zudem sind aufgrund der Standortgründung einmalige Aufwendungen, wie beispielsweise Umzugskosten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, enthalten. Ebenfalls gestiegen sind die Leasingaufwendungen und Konzernumlagen. Die Leasingaufwendungen haben vor allem aufgrund des Ausbaus und der Modernisierung des Maschinenparks zugenommen. Das EBIT liegt trotzt erheblicher Kosten in Folge der Standortgründung mit T€ 289 leicht über Vorjahresniveau. Das Finanzergebnis und die Steueraufwendungen liegen mit T€ 201 leicht über Vorjahresniveau, so dass die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von T€ 89 erzielen konnte. b. Finanzlage Die liquiden Mittel der Printhouse GmbH haben sich im Geschäftsjahr um € 1,8 Mio. auf € 0,3 Mio. verringert. Der operative Cashflow betrug dabei € +2,0 Mio., der Cashflow aus Investitionstätigkeit € -1,3 Mio. und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit € -2,5 Mio. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde dabei direkt abgeleitet und beinhaltet im Wesentlichen Investitionen im Zuge des Ausbaus der neuen Produktionshalle sowie einer Ausweitung des Maschinenparks. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wurde ebenfalls direkt abgeleitet und berücksichtigt Zins- und Tilgungszahlungen im Zusammenhang mit Bankdarlehen und Mietkauffinanzierungen von Maschinen in Höhe von € 1,8 Mio. Zudem wurde ein Darlehen an die Schwestergesellschaft JUNIQE GmbH in Höhe von € 1,0 Mio. sowie ein kleineres Darlehen an einen Produktionskunden ausgereicht. Das an die Schwestergesellschaft Kartenliebe GmbH ausgereichte Darlehen über € 0,5 Mio. wurde vollständig zurückbezahlt. Der operative Cashflow wurde indirekt ermittelt und hat sich gegenüber dem Vorjahr um € +1,6 Mio. erheblich verbessert. Die Liquidität war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Sämtliche Zahlungsverpflichtungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr fristgemäß erfüllt. c. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um € 0,5 Mio. auf € 12,9 Mio. erhöht. Das Anlagevermögen beträgt € 3,2 Mio. und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr bei Investitionen von € 1,3 Mio. und Abschreibungen von € 1,1 Mio. nur leicht um € 0,2 Mio. erhöht. Das Umlaufvermögen liegt mit € 9,2 Mio. auf Vorjahresniveau. Das Eigenkapital hat sich im Vorjahresvergleich nur um den Jahresüberschuss erhöht. Die Verbindlichkeiten und Rückstellungen liegen mit € 11,7 Mio. nur leicht über Vorjahresniveau. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung der Printhouse GmbH ist die Umsatz- und EBIT-Entwicklung sowie die Cashflow-Entwicklung besonders relevant. 6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zudem werden für die interne Unternehmenssteuerung der Printhouse GmbH weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Hierzu gehören unter anderem Verspätungsquote, Ausschussquote, Effizienz, Krankheitsquote, Verfügbarkeit von Materialien, Frachtkosten pro Bestellung. III. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a. Abhängigkeit des Unternehmens von Kunden Durch das B2B-Geschäftsmodell des Unternehmens geht stets das Risiko der Abhängigkeit von Kunden mit einher. So kann es zum einen passieren, dass Kunden dem Innovationsdruck im wettbewerbsintensiven Markt nicht standhalten und zum anderen könnten die Kunden sich bei einer Ausschreibung für einen neuen Lieferanten entscheiden. Die Printhouse GmbH erzielt jedoch fast 98% ihrer Umsätze mit verbundenen Unternehmen. Aus diesem Grund wird das Risiko als sehr gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für das Unternehmen wird als sehr hoch eingeschätzt. Die Kunden der Printhouse GmbH selbst haben größtenteils nur Endkundengeschäft (B2C), wodurch bei denen kein Klumpenrisiko besteht, da sich das Risiko auf eine Vielzahl einzelner Kunden verteilt. Allerdings ist die Kundenloyalität begrenzt, so dass Kunden auf andere Plattformen zurückgreifen können. Der Endkunde steht jedoch immer im Mittelpunkt der größten Kunden der Printhouse GmbH. So wird dort kontinuierlich an Produktqualität, Kundenservice, User Journey etc. gearbeitet, um eine größtmögliche Kundenloyalität zu erreichen. Aus diesem Grund wird das Risiko als sehr gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für das Unternehmen wird als sehr gering eingeschätzt, da sich das Risiko auf einzelne Kunden beschränken würde. b. Branchenspezifische Risiken Die Kunden der Printhouse GmbH sind zu einem Großteil eCommerce-Anbieter, welche in einem Umfeld mit hoher Dynamik agieren. Daher sind die branchenspezifischen Risiken auch stark an die Risiken der Großkunden gekoppelt. Diese müssen sich in den nächsten Jahren vor allem den mobilen Trend anpassen. Durch die Digitalisierung erwarten Endkunden zunehmend, Produkte möglichst einfach über diverse Plattformen erwerben zu können. Der Innovationsdruck im Online-Handel ist hierbei sehr groß, da die wirtschaftlichen Konsequenzen in diesem wettbewerbsintensiven Markt erheblich sein können. Bei den Großkunden der Printhouse GmbH ist dieses Risiko jedoch bekannt und es werden stets Digitalisierungsmaßnahmen umgesetzt. Daher wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als gering bewertet. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für das Unternehmen wird als hoch eingeschätzt. c. Saisonalität Das Geschäft der eCommerce-Kunden der Printhouse GmbH unterliegt einer starken saisonalen Schwankung. Dadurch ist das letzte Quartal eines jeden Jahres aufgrund des Weihnachtsgeschäfts und der zunehmenden Bedeutung des Black Fridays Ende November am umsatz- und absatzstärksten. Hieraus resultiert das Risiko, dass Ausfälle von Maschinen und Personal zu starken Umsatz- und Ergebniseinbußen führen können. Durch regelmäßige Wartungen und dem Einsatz von Zeitarbeitskräften können jedoch gezielt Gegenmaßnahmen erbracht werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als moderat eingeschätzt. d. Produktionswirtschaftliche Risiken Die Printhouse GmbH stellt nahezu alle Produkte ausschließlich selbst her. Hierfür werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe angeschafft. Dies sind im Wesentlichen Verpackungs- und Druckmaterialien, die unmittelbar in den Produktionsprozess einfließen und zum versandfertigen Endprodukt verarbeitet werden. Aus dem Prozess der Lagerung und Verarbeitung von Materialien ergeben sich potenzielle Risiken. Um das Risiko zu minimieren, setzt die Printhouse GmbH verschiedene Maßnahmen ein. Beispielsweise wird das Personal regelmäßig durch unseren Sicherheitsbeauftragten geschult. Noch dazu hat das Unternehmen Vorkehrungen in Form von umfangreichem Versicherungsschutz getroffen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als gering eingeschätzt. e. Rechtliche Risiken Es können sich aus einem Verstoß gegen Urheber- und Markenrechte von Bildmotiven oder geltende Datenschutzbestimmungen potenzielle Rechtsrisiken ergeben. Durch Verträge mit den Rechteinhabern von Urheber- und Markenrechten kann die Eintrittswahrscheinlichkeit von Verstößen hier hingegen gemildert werden. Da das Unternehmen vor allem kundenindividuelle Drucke produziert, müssen auch datenschutzrechtliche Verstöße bestmöglich vermieden werden. Gerade bei sensiblen Daten kann ein Verstoß zum Verlust der Reputation und wirtschaftlichen Konsequenzen führen. Um das Risiko zu minimieren, gibt es einen externen Datenschutzbeauftragten, welcher die Regulierungen regelmäßig überprüft. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als moderat eingeschätzt. f. Personelle Risiken Die Printhouse GmbH bewegt sich in einem sehr kompetitiven Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Diese zu gewinnen und nachhaltig im Unternehmen zu halten, ist von sehr großer Bedeutung für das Unternehmen. Entsprechend investiert das Unternehmen erhebliche finanzielle Mittel in Recruiting, Employer Branding sowie Aus- und Weiterbildung. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als moderat eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als moderat eingeschätzt. g. IT-Risiken Als softwaregetriebenes Produktionsunternehmen mit Kunden im eCommerce-Geschäft haben Cyber-Risiken eine besondere Bedeutung für die Printhouse GmbH. Durch regelmäßige Penetrationstests, Notfallpläne, aktuelle Virenscanner und Firewalls, so insbesondere auch durch regelmäßige Mitarbeiter-Schulungen, wird versucht, das Risiko deutlich zu reduzieren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als hoch eingeschätzt. 2. Chancenbericht Durch die Eröffnung eines dritten Produktionsstandortes im November 2023 ergeben sich vielseitige Chancen. Zum einen können Synergieeffekte durch die bereits gewonnene Erfahrung der Standorte in Bergkirchen und in Bitterfeld-Wolfen für Effizienzsteigerungen in Olching genutzt werden. Zum anderen entstehen zusätzliche Kapazitäten in Form von Maschinen und Fläche, woraus sich diverse weitere Vorteile ergeben. So kann der Umsatz nicht nur dadurch gesteigert werden, dass neue Großkunden bedient werden, sondern auch durch eine Erweiterung des Produktsortiments. Durch die daraus resultierende Absatzsteigerung können außerdem ökonomische Skaleneffekte genutzt werden. Dies führt zu einem günstigeren Einkauf von Materialien sowie zu einer zusätzlichen Preissenkung der Versandkosten. Des Weiteren legt die Printhouse GmbH großen Wert darauf, die Prozesse in der Produktion stets zu optimieren und zu automatisieren, wodurch die Effizienz an allen Standorten gesteigert werden kann. Der neue Standort in Olching mit seiner offenen Produktionsfläche erlaubt es vor allem raumintensive Automatisationsmaschinen zu installieren, so wurde beispielsweise ein Verpackungsautomat bereits beauftragt. Auch die fertiggewordene Fläche in Bergkirchen wird hierfür genutzt werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Chancen wird als hoch eingeschätzt. 3. Gesamtaussage zu Chancen und Risiken Im Wesentlichen sind die Risiken in den letzten Jahren unverändert geblieben. Aus heutiger Sicht kann die Printhouse GmbH diese durch gezielte Gegenmaßnahmen begrenzen und kontrollieren. Es ergeben sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken. Um dies in kurzer und mittelfristiger Zukunft ebenfalls gewährleisten zu können, existieren Systeme und Prozesse im Bereich des Risikomanagements, welche sich bislang bewährt haben. Insgesamt überwiegen die Chancen den Risiken deutlich. IV. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 geht das Management von einer Umsatzsteigerung im unteren zweistelligen Prozentbereich aus. Hauptverantwortlich sind hierfür vor allem das weitere Wachstum der kartenliebe GmbH sowie der Ausbau des Geschäfts mit Fotobüchern, Grußkarten und Fotoabzügen sowie vor allem der Markteintritt in den USA durch die myposter GmbH. Auch der Start des Marktplatz-Projekts bei der JUNIQE GmbH wird erheblich zum Wachstum beitragen. Das EBIT wird sich durch die Umsatzsteigerung sowie durch Effizienzgewinne leicht verbessern.
Bergkirchen, den 24. April 2024 Anna Ruhland René Ruhland Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. ALLGEMEINE ANGABEN Die Printhouse GmbH ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 205 007. Die Gesellschaft firmierte bis zum 27. Mai 2021 unter RMR art company GmbH. Der Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften der §§ 238 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes sowie der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung unter Beachtung des Gesetzes zur Umsetzung der Bilanzrichtlinie 2013/34/EU (BilRUG) erstellt. Von dem Wahlrecht gem. § 276 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung in verkürzter Form aufzustellen, wurde Gebrauch gemacht. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren. Von den größenabhängigen Erleichterungen bei der Erstellung des Anhangs gem. § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. B. ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear pro rata temporis abgeschriebenen. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben (§ 6 Abs. 2 EStG). 2. Vorräte Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Teilwert angesetzt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. 4. Liquide Mittel Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. 5. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind jeweils mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 8. Währungsumrechnung Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr, werden zum Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Bilanzstichtags bewertet. Bei einer Laufzeit von über einem Jahr werden Fremdwährungsforderungen mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Forderungsbegründung oder zum niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der Verbindlichkeit oder dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag bewertet. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Am Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1 (im Vorjahr: TEUR 1). Forderungen in Höhe von TEUR 1.205 (Vorjahr: TEUR 605) haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren. Die übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Sonderposten für Zuschüsse Das Land Sachsen-Anhalt bzw. die Bundesrepublik Deutschland hat der Gesellschaft über die Investitionsbank Sachsen-Anhalt mit Zuwendungsbescheid vom 9. November 2018 bzw. 21. Oktober 2022 aus dem Förderprogramm "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" einen Investitionszuschuss in Höhe von bis zu EUR 230.761,23 bewilligt. Förderfähig ist die Investition in Anlagevermögen mit Ausnahme geringwertiger Wirtschaftsgüter betreffend den neuen Produktionsstandort Bitterfeld. Für den abgerufenen Betrag wurde ein Sonderposten für Zuschüsse gebildet, der in Höhe der jeweils anteiligen Abschreibung auf die geförderten Wirtschaftsgüter aufgelöst wird. 4. Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind mögliche Einzelrisiken angemessen und ausreichend berücksichtigt worden. Es wurden Rückstellungen für Urlaub, Überstunden, Boni und Tantiemen in Höhe von TEUR 214 (im Vorjahr: TEUR 206), für Berufsgenossenschaft in Höhe von TEUR 66 (im Vorjahr: TEUR 51) sowie für sonstige nachlaufende Kosten in Höhe von TEUR 147 (im Vorjahr: TEUR 222) gebildet. 5. Verbindlichkeiten Am Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 282 (im Vorjahr: TEUR 28). In den Verbindlichkeiten sind keine Verbindlichkeiten (im Vorjahr: TEUR 80) mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.758 mit einer Restlaufzeit von 1 und 5 Jahren (im Vorjahr: TEUR 4.323) enthalten. Von den Verbindlichkeiten ist ein Betrag in Höhe von TEUR 610 (im Vorjahr: TEUR 1.081) durch die finanzierten Vermögensgegenstände besichert. D. WEITERE ANGABEN1. Geschäftsführung Zu Mitgliedern der Geschäftsführung waren bestellt: Anna Ruhland, Geschäftsführerin, München René Ruhland, Geschäftsführer, München Stefan Wolff, Geschäftsführer, Stadtbergen (bis 9. August 2023) 2. Bezüge der Geschäftsführung Von der Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. 3. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 202 Mitarbeiter (im Vorjahr: 159). 4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestanden am Bilanzstichtag keine weiteren in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden bzw. aus Bilanz oder Anhang nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse. Es bestehen für das Jahr 2023 und Folgejahre sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 13.342 (im Vorjahr: EUR 8.300). 5. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 89. Über dessen Verwendung entscheidet die Gesellschafterversammlung. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Stichtag ergaben sich nicht. 7. Konzernzugehörigkeit Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die RMR Verwaltungs GmbH, Bergkirchen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.
Bergkirchen, den 24. April 2024 Anna Ruhland René Ruhland Geschäftsführung Anlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
Bergkirchen, den 24. April 2024 Anna Ruhland René Ruhland Geschäftsführung Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 17.05.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Printhouse GmbH, Bergkirchen Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Printhouse GmbH, Bergkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Printhouse GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
München, den 29. April 2024 Franz Zimmermann, Wirtschaftsprüfer |
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