Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 14979
Eingetragen
22.12.1983
Branche
Herstellung von Paletten und anderen Ladungsträgern aus HolzVermietung von sonstigen Maschinen, Geräten und beweglichen Sachen a. n. g.Vermietung von Baumaschinen und -geräten
Gegenstand
Nach Berichtigung: sowohl die An- und Vermietung von Geräten und Einrichtungen jeder Art zur Materialbeförderung, die Herstellung, Anund Vermietung, Reparatur, Instandhaltung und der Handel mit Paletten, Containern und ähnlichen Gegenständen, die dem Umschlag, der Lagerung und dem Transport von Gütern und Materialien aller Art dienen, als auch die Herstellung, Anund Verkauf, An- und Vermietung, Reparatur, Instandhaltung und der Handel mit beweglichen Hebe- bzw. Fördergeräten, Fahrzeugen, Maschinen und Ausrüstungsgegenständen, die dem Anheben, Entladen, Transportieren und dem allgemeinen Umschlag von Gütern und Materialien aller Art dienen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kim Laureyssens
seit 24.7.2025
Prokura
Geschäftsführer
Philipp Schlömer
seit 16.2.2024
Prokura
Lina Schulte
seit 16.2.2024
Prokura
Jan Krukau
seit 8.12.2021
Prokura
Prokura
Volker Sdunzig
seit 14.4.2020
Geschäftsführer
Simone Koch
seit 23.11.2018
Prokura
Kai Derda
seit 7.11.2016
Geschäftsführer
Michael Weber
seit 15.1.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Brambles Investment Germany B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Brambles Investment Germany B.V.
Netherlands
7.370.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CHEP Deutschland GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht

Gesamtüberblick

Die Geschäftstätigkeit der CHEP Deutschland GmbH, mit Sitz in Köln, befasst sich mit der An- und Weitervermietung von Geräten und Einrichtungen jeder Art zur Materialbeförderung, der Herstellung, An- und Vermietung, Reparatur, Instandhaltung und dem Handel mit Paletten, Containern und ähnlichen Gegenständen, die dem Umschlag, der Lagerung und dem Transport von Gütern und Materialien aller Art dienen sowie Herstellung, An- und Verkauf, An- und Vermietung, Reparatur, Instandhaltung und Handel mit beweglichen Hebe- bzw. Fördergeräten, Fahrzeugen, Maschinen und Ausrüstungsgegenständen, die dem Anheben, Entladen, Transportieren und dem allgemeinen Umschlag von Gütern und Materialien aller Art dienen.

Der Geschäftsbereich "Pallet Pooling" stellt Paletten, hauptsächlich für die Lebensmittelindustrie, bereit, die diese für die Lagerung sowie den Versand der Waren an den Lebensmitteleinzelhandel benutzt. Die Ladungsträger werden von CHEP gesammelt und nach eingehender Kontrolle der Einsatzfähigkeit wieder den Kunden zur Verfügung gestellt.

Die Geschäftstätigkeit des Bereiches "Automotive" liegt hingegen in der Vermietung und Verwaltung von Containern und Kleinlastträgern, die fast ausschließlich von der Automobilindustrie und deren Zulieferern genutzt werden.

Die im Geschäftsjahr 2018/2019 erworbene Geschäftstätigkeit des Bereichs "Pallecon" bietet neben der Pooling-Aktivität von Kunststoffbehältern auch verkaufsfähige Artikel (Liner) an. Das Pooling beinhaltet neben der Bereitstellung der eigentlichen Paletten auch die Abwicklung bzw. die Rechnungstellung von Ausgabegebühren, täglichen Miet- und Transfergebühren sowie anfallender Transportkosten.

Die CHEP Deutschland GmbH ist eine mittelbare Tochtergesellschaft der Brambles Ltd., welche ein australisches börsennotiertes Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Sydney ist. Hauptaugenmerk von Brambles liegt auf Supply Chain Lösungen im Bereich des Poolings. Die CHEP Deutschland GmbH ist über verschiedene in- und ausländische Brambles Gesellschaften in den weltweit agierenden Brambles Konzern eingebunden.

Die anhaltenden politischen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine eskalierten Ende Februar 2022 zu einem militärischen Konflikt, der umfangreiche Sanktionen und wirtschaftlichen Beschränkungen nach sich zog. Die Bilanz der CHEP Deutschland GmbH enthält keine Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit CHEP Rus LLC, einer in Russland tätigen Tochtergesellschaft von Brambles. Im Berichtsjahr gab es weder Geschäftsbeziehungen mit russischen oder ukrainischen Lieferanten noch Geschäftsbeziehungen mit Kunden, die ein erhebliches Risiko für die Gesellschaft darstellen würden.

Die globalen Entwicklungen führten zu einer erhöhten Volatilität auf den Finanz- und Rohstoffmärkten sowie zu weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen. Das Unternehmen bewertete direkte Geschäftsrisiken, darunter die negativen Auswirkungen der gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen, Betriebsunterbrechungen (einschließlich Lieferketten), erhöhte Häufigkeit von Cyberangriffen, das Risiko von Rechtsverstößen und Regulierungsvorschriften und beurteilt, dass der unmittelbare Einfluss dieser Risiken auf das Unternehmen derzeit unbedeutend ist.

Die CHEP Deutschland GmbH als Teil der Brambles Group überwacht und arbeitet aktiv mit unseren breiteren Technologieteams und Global Compliance zusammen, um die Einhaltung der sich entwickelnden Sanktionsregelungen sicherzustellen. Die Priorität bleibt, unseren Kunden (sowohl extern als auch intern) einen sicheren, stabilen und verfügbaren Service zu bieten.

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs - und Entwicklungstätigkeit ist in der Konzerngesellschaft "CHEP Equipment Pooling BV UK branch" mit Sitz in Addlestone, Großbritannien, zentralisiert. Der damit verbundene Aufwand wird über Kostenweiterbelastungen den Unternehmen der Brambles Gruppe in Rechnung gestellt.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Wirtschaftliches Umfeld

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 lag die Inflationsrate bei einem Durchschnittswert von 5,9 Prozent. Nach dem Rekordjahr 2022 (mit 6.9% Inflationsrate) blieb die Inflation in Deutschland damit auf hohem Niveau. In den ersten Monaten des Jahres 2023 stiegen die Verbraucherpreise im Vorjahresvergleich weiter stark an, jedoch verlor die Entwicklung der Verbraucherpreise im Jahresverlauf an Dynamik. Schon vor Beginn des Krieges in der Ukraine konnte ein Anstieg der Energiepreise beobachtet werden, durch den Krieg hat sich diese Entwicklung deutlich verstärkt, zudem kam es zu weiteren Lieferengpässen. Durch die hohen Preise für Energie haben sich in der Folge auch die Erzeugerpreise teilweise sehr stark erhöht, was wiederum zu einer Verteuerung von Lebenshaltungskosten führte. Nicht zuletzt beeinflusste auch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank die Preisentwicklung.

In Deutschland stiegen die Preise in den Bereichen Strom und Gas sowie Heizöl und Kraftstoffen mit einer Steigerungsrate von rund 14 Prozent im Jahr 2023 am stärksten, im Vorjahr lag die Preisentwicklung in diesem Segment bei über 30 Prozent. Doch auch die Preise für Lebensmitteln stiegen im Jahr 2023 weiter an - auch hier sind die Preissteigerungen in erster Linie auf gestiegene Produktions- und Transportkosten durch die gestiegenen Energiepreise zu erklären. (https://de.statista.com/themen/112/inflation/ topicOverview)

Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es sogar zu einer Rezession. Nominal, also ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland kräftig gewachsen betrug im Jahr 2023 rund 4,12 Billionen Euro.

Die Bruttowertschöpfung der Wirtschaft in Deutschland betrug im Jahr 2023 rund 3,77 Billionen Euro. Der Wirtschaftsbereich mit dem größten Anteil daran war der Dienstleistungsbereich, in den vergangenen Jahren entsprach dies einem Anteil von rund 68 Prozent. Damit ist der tertiäre Sektor der verschiedenen Dienstleistungen mit Abstand der relevanteste Wirtschaftssektor für die Konjunktur in Deutschland.

(https://de.statista.com/themen/26/bip/ topicOverview)

Deutschland exportiert deutlich mehr Waren als es importiert; es weist einen langjährigen Exportüberschuss auf. Der Wert der deutschen Exporte in die USA betrug im Jahr 2023 rund 157,9 Milliarden Euro. Bezogen auf die Exportwerte waren die Vereinigten Staaten somit der wichtigste Handelspartner der Bundesrepublik. Auf dem zweiten und dritten Rang folgten Frankreich (Exportwert von 120,1 Milliarden Euro) und die Niederlande (Exportwert 115,4 Milliarden Euro). Die Top 3 der deutschen Exportgüter waren zuletzt Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen und chemische Erzeugnisse. Einen umfassenden Überblick liefert die Statista-Themenseite zum deutschen Außenhandel.

Der Wert der deutschen Importe aus China betrug im Jahr 2023 nach vorläufigen Angaben rund 157,1 Milliarden Euro.Bezogen auf die Importwerte war China somit der wichtigste Handelspartner der Bundesrepublik. Auf dem zweiten und dritten Rang folgten die Niederlande (Importwert von 105,0 Milliarden Euro) und die USA (Exportwert 94,6 Milliarden Euro). Den größten Anteil an den importierten Gütern machten dabei Kraftwagen und Kraftwagenteile, Datenverarbeitungsgeräte und elektrische Ausrüstungen aus.

(https://de.statista.com/statistik/daten/studie/158445/umfrage/rangfolge-der-wichtigsten-handelspartner-deutschlands-nach-wert-der-importe/)

Zu den in Deutschland am meisten beachteten Konjunkturindikatoren gehört auch der ifo-Geschäftsklimaindex, der die Beurteilung der gegenwärtigen Geschäftslage sowie die Erwartungen für die nächsten sechs Monate von Unternehmen in einem Indexwert abbildet. Das ifo-Geschäftsklima ging im März 2022 als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine deutlich zurück und sank bis Oktober 2022 sogar noch weiter. Bis März 2023 hat sich das Geschäftsklima wieder verbessert, die Unternehmen waren mit den laufenden Geschäften wieder zufriedener, insbesondere stiegen aber die Erwartungen für die nächsten Monate.

Das Volumen der Auftragseingänge in der Industrie gehört zu den Frühindikatoren, die Hinweise auf die künftige Lage der Wirtschaft geben. Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine erneut die Monate mit Rückgängen bei den Auftragseingängen. Ein Jahr nach Kriegsbeginn, im Februar 2023, ist das Auftragsvolumen im Vergleich zum Vormonat allerdings um 4,8 Prozent gestiegen - dies ist die höchste Wachstumsrate seit Juni 2021.

(https://de.statista.com/themen/4862/konjunktur-in-deutschland/ topicOverview)

Für das Jahr 2024 wird eine Entschleunigung der Preisentwicklung prognostiziert, mit einer möglichen Inflationsrate zwischen zwei bis drei Prozent. Zentrales Element der Inflationsentwicklung wird im Jahr 2024 die Frage nach bezahlbarer Energie und die allgemeine konjunkturelle Entwicklung sein. Die Europäische Zentralbank wird aller Voraussicht bei der Anhebung des Leitzins auf weitere Maßnahmen verzichten, sodass eine konjunkturelle Erholung möglich scheint. (https://de.statista.com/themen/112/inflation/ topicOverview)

Der Einzelhandel in Deutschland hat laut des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,3% weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 2,3% mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022.Im Vergleich zu 2021, als der bisher höchste Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielt wurde, sank der reale Jahresumsatz 2023 um 3,9%. Der reale Jahresumsatz im Einzelhandel 2023 lag noch 1,3% über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019. (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_041_45212.html)

Das Automotive-Segment ist das Rückgrat der deutschen Industrie und die deutsche Automobilindustrie ist weltweit führend. Im Jahr 2023 erwirtschaftete die deutsche Automobilindustrie einen Umsatz von rund 564.237 TEUR. Dies ist ein Anstieg im Vergleich zu rund 506.154 TEUR im Jahr 2022. Der Auslandsumsatz macht 393.076 TEUR aus und der Inlandsumsatz deckt die restlichen 171.158 TEUR.

(https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/allgemeines)

Trotz einer wirtschaftlich angespannten Lage konnte die Automobilindustrie ihren Umsatz aus der Inlandsproduktion auch im Jahr 2023 steigern. Im vergangenen Jahr stieg er 10 %auf knapp 558,1 Milliarden Euro. Ein Teil des Umsatzplus dürfte dabei auch der immer noch erhöhten Inflation geschuldet sein. Das Umsatzplus verteilte sich dabei etwa proportional auf das Inlands- (+11%) und Auslandsgeschäft (+10%). Knapp 70% des Gesamtumsatzes ging dabei auf das Auslandsgeschäft zurück, etwa 30% davon entfielen wiederum auf Geschäfte mit Ländern innerhalb der Eurozone. Der Umsatz aus dem Geschäft mit Kunden innerhalb der Eurozone stieg dabei um 21% und damit deutlich stärker als der Umsatz mit Kunden außerhalb der Eurozone (+6%).

(https://www.vda.de/de/themen/automobilindustrie/marktentwicklungen/umsatzdaten)

Die deutsche Automobilindustrie verzeichnet im Jahr 2023 erstmals seit fünf Jahren wieder einen Anstieg der Beschäftigtenzahlen und einen nachhaltigen Umsatzanstieg. Im Mittel des vergangenen Jahres waren 779.700 Personen in den Betrieben der Hersteller von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen beschäftigt. Das entspricht einem Anstieg von rund 1 Prozent beziehungsweise 5.300 Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr. 2023 ist die Beschäftigung in der Automobilindustrie seit dem Beschäftigungsrekord in der Hochkonjunktur im Jahr 2018 dennoch um knapp 54.300 Personen zurückgegangen.

(https://www.vda.de/de/themen/automobilindustrie/marktentwicklungen/beschaeftigungszahlen-und-beschaeftigungsentwicklung)

Das Geschäftsjahr 2022/2023 war für die CHEP Germany GmbH von wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen wie volatilen Holzpreisen und erhöhter Inflation geprägt. Nichtsdestotrotz konnte eine starke Neugeschäftsentwicklung diesen Negativeffekten entgegenwirken. Dies wurde ermöglicht durch eine verbesserte Palettenverfügbarkeit in der zweiten Jahreshälfte und durch den Gewinn von mehreren Großverträgen mit Neukunden.

Darüber hinaus wurde die Indexierungsvereinbarung mit unseren Kunden von einer standardmäßig jährlichen Anpassung auf eine vierteljährliche Preisüberprüfung angepasst. Somit ist es noch schneller möglich auf Entwicklungen am Markt mit Preisanpassungen zu reagieren und so das Inflationsrisiko abzuschwächen.

Basierend auf der Entwicklung des für uns relevanten Marktumfelds im Berichtsjahr 2022/2023 und der anhaltenden Wachstumsstrategie des Unternehmens ist es das Ziel, das Geschäft durch verbesserte Serviceangebote und gezielte Erweiterungen für unsere größten Kunden weiter auszubauen.

Weiterhin steht die Profitabilität des Unternehmens im Fokus und das Ziel ist es, durch sinkende operative Kosten die Gewinnmarge weiter zu optimieren.

Fortschritte und Kostenersparnisse des operativen Bereichs sind durch weitere Optimierung des Netzwerks und verschiedene permanent vorangetriebenen Projekte wie z.B. die Automatisierung der Service Center geplant.

Im Jahr 2022/2023 belief sich der Gesamtumsatz auf TEUR 324.880, was einer Steigerung von 11,78 % bzw. TEUR 34.226 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 290.654) entspricht. Die prognostizierten Umsatzerlöse (TEUR 268.617) konnte somit übertroffen werden. Das Ergebnis nach Steuern i. H. v. TEUR 22.045 war um 18,97% bzw. TEUR 3.515 höher als im Vorjahr (TEUR 18.531). Das prognostizierte Ergebnis nach Steuern i. H. v. TEUR 31.353 konnte nicht erreicht werden.

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die CHEP Deutschland GmbH ist in die Finanzierungsstrukturen (Cash-Pooling) des Brambles Konzerns eingebunden, daher bestehen keine weiteren externen Finanzierungen. Weltweit wird das Cash Pooling von der Abteilung Treasury der Brambles Group gesteuert.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 ergaben sich Forderungen gegenüber dem Cash-Pool Führer i. H. v. TEUR 28.349 (Vorjahr: TEUR 61.677). Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit vor Ergebnisabführung beträgt bei der CHEP Deutschland GmbH TEUR 26.064. Die Zahlungsfähigkeit der CHEP Deutschland GmbH war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

Die Bilanzsumme der CHEP Deutschland GmbH verringerte sich zum 30. Juni 2023 im Vergleich zum 30. Juni 2022 von TEUR 123.017 auf TEUR 100.260. Auf der Aktivseite ist dies auf den Rückgang des konzerninternen Cash-Poolings in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Auf der Passivseite verringerten sich vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögenswerte beliefen sich auf TEUR 85.748 (Vorjahr: TEUR 110.642). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 26.802, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Cash-Pool-Forderung gegenüber dem verbundenen Unternehmen (Brambles Finance Plc) zurückzuführen ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf TEUR 42.020 (Vorjahr: TEUR 39.190), was auf den Anstieg, der nicht abgerechneten Einnahmen zurückzuführen ist, die zum normalen Geschäftsverlauf gehören.Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Investitionen i. H. v. TEUR 4.109 getätigt, denen Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.304 gegenüberstanden. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Projekte zur Verbesserung von Servicezentren.

Alle Pooling Assets werden seit dem Geschäftsjahr 2011/2012 durch ein verbundenes Unternehmen gekauft und an die einzelnen Tochtergesellschaften, in diesem Fall die CHEP Deutschland GmbH, weitervermietet. Es bestehen keine Leasingverträge mit CHEP Equipment Pooling NV UK Branch, Addlestone, Surrey, UK und daher unterliegt die CHEP Deutschland GmbH keinen zukünftigen Leistungsbezugsverpflichtungen.

Das Eigenkapital beläuft sich unverändert auf TEUR 25.859. Davon entfallen TEUR 15.087 auf den Gewinnvortrag. Die Eigenkapitalquote liegt bei 26 %, was aufgrund der geringeren Bilanzsumme einen Anstieg um 5 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet (Vorjahr: 21 %).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt leicht auf TEUR 16.939 (Vorjahr: TEUR 17.175). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 25.667, was im Wesentlichen auf die Zahlung an die Brambles Services KG zurückzuführen ist. Diese Zahlung basiert auf dem Gewinnabführungsvertrag zwischen CHEP Deutschland und Brambles KG und betrug TEUR 31.750, einschließlich der Gewinnabführung sowohl für 2020/2021 als auch für 2021/2022.

Die Rückstellungen erhöhten sich auf TEUR 22.886 (Vorjahr: TEUR 19.828). Der Hauptgrund für den Anstieg ist auf die sonstigen Rückstellungen (TEUR 19.332; Vorjahr: TEUR 16.236) zurückzuführen, im Wesentlichen aufgrund einer höheren Rückstellung für den Mitarbeiterbonus. Infolge der steuerlichen Organschaft mit der Brambles Services KG bestehen keine Steuerrückstellungen aus der Ertragsteuer. Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 2.688 decken das Risiko aus der Umsatzsteuerprüfung für das Geschäftsjahr 2016-2022 ab.

Die Finanzierung der Unternehmenstätigkeit erfolgt über den Konzernverbund sowie den operativen Cashflow.

Die benötigten liquiden Mittel wurden aus dem eigenen Cashflow erwirtschaftet. Gleichzeitig werden liquide Mittel im Rahmen des Cash-Poolings dem Konzernverbund zur Verfügung gestellt.

Die Ertragslage für das Geschäftsjahr 2022/2023 ist durch eine Umsatzsteigerung sowie eine Steigerung der Bruttomarge gekennzeichnet. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2022/2023 liegen mit TEUR 324.880 um 11,78 % über dem Vorjahreswert (TEUR 290.654).

Der Umsatzanteil des Geschäftsbereiches Pallet Pooling beträgt 73% (Vorjahr 72%) des Gesamtumsatzes der CHEP Deutschland GmbH. Auf den Bereich Automotive entfallen 21% (Vorjahr 20%), während Pallecon 6% (Vorjahr 7%) des Gesamtumsatzes ausmacht.

Das Ergebnis nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 18.530 um TEUR 3.515 auf TEUR 22.045. Der Materialaufwand und die Betriebskosten stiegen proportional zum Umsatzwachstum (um 10.2 %). Lediglich die Personalkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr geringfügig stärker (um 17 %), was vor allem auf Gehaltserhöhungen zur Deckung der hohen Inflation sowie auf die höhere Rückstellung für die Auszahlung des Mitarbeiterbonus zurückzuführen ist.

Die Ertragslage der Gesellschaft ist im Folgenden für wesentliche Posten getrennt für die Geschäftsbereiche Pallet Pooling, Automotive Container Pooling und Pallecon dargestellt.

Geschäftsbereich Pallet Pooling

Im Geschäftsjahr 2022/2023 verzeichnete der Geschäftsbereich Pallet Pooling in Deutschland insgesamt eine Umsatzsteigerung von 12,7% bzw. TEUR 26.811 im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz, der ausschließlich mit externen Kunden erzielt wurde, betrug TEUR 194.203 (Vorjahr: TEUR 172.641).

Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. TEUR 6.650 erhöhte sich um TEUR 1.749. Sie setzen sich fast ausschließlich aus Kompensationszahlungen für verlorene und beschädigte Paletten zusammen (TEUR 4.289). Der verbleibende Anteil stammt aus Fremdwährungsumrechnungen (TEUR 443).

Der Materialaufwand, der im Wesentlichen aus bezogenen Leistungen besteht, erhöhte sich um TEUR 14.550 bzw. 8,8% auf insgesamt TEUR 179.681. Dieser Anstieg ist auf die allgemein gestiegenen Kosten für Transport und Logistik sowie im laufenden Betrieb der Service-Center, aber auch auf die erhöhten Holzpreise zurückzuführen.

Zudem sind durch ein größeres Nachfragevolumen von Paletten auch die Mietkosten der CHEP Equipment Pooling NV gestiegen.

Der Personalaufwand erhöhte sich um TEUR 3.990 aufgrund höherer Gehälter und einer höheren Rückstellung für den jährlichen Mitarbeiterbonus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.358 auf TEUR 20.563. Der Anstieg um 11% resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen für verlorenene und beschädigte Paletten und konzerninterner Weiterbelastungen.

Insgesamt erzielte der Geschäftsbereich Pallet im Jahr 2022/2023 ein deutlich besseres Ergebnis als im Vorjahr (TEUR 21.706; Vorjahr: TEUR 14.307).

Geschäftsbereich Automotive Container Pool

Der Automotive Container Pool Umsatz lag mit TEUR 67.608 insgesamt 14,9% über dem Vorjahresniveau von TEUR 58.805. Der ausschließlich mit externen Kunden erzielte Umsatz lag bei TEUR 60.095 (Vorjahr: TEUR 54.898) und liegt über dem Vorjahreswert, bedingt durch eine höhere Produktnachfrage und erfolgreiche Umsetzung der Preiserhöhungen. Dem haben teilweise niedrigere Mieteinnahmen entgegengewirkt, die von Kunden verursacht wurden, die unsere Container kürzere Zeit hielten (Zykluszeiten Reduzierung).

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 1.632) sind leicht gesunken. Sie bestehen ausschließlich aus Kompensationszahlungen für verlorene und beschädigte Paletten.

Der Materialaufwand i. H. v. TEUR 50.592 ist im Vergleich zum Vorjahr um 27,1% gestiegen und spiegelt den Trend der erhöhten Produktnachfrage wider zusammen mit dem Inflationseinfluss.

Die Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 9.317 sind gegenüber dem Vorjahr um 2,3% (TEUR 206) gestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus einer veränderten Vergütungsstruktur der Mitarbeiter und höheren Zuteilungen zentraler Kosten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 890 bzw. 15,6% auf TEUR 4.818. Der Rückgang ist hauptsächlich auf niedrigere allgemeine Verwaltungskosten und konzerninterne Nichthandelskosten zurückzuführen.

Insgesamt wurde das Geschäftsjahr mit einem Gewinn in Höhe von TEUR 4.260 abgeschlossen.

Geschäftsbereich Pallecon

Im Berichtsjahr 2022/2023 entspricht der Umsatz des Geschäftsbereichs Pallecon 6,2% (TEUR 20.137; Vorjahr: TEUR 21.525) des Gesamtumsatzes. Der ausschließlich mit externen Kunden erzielte Umsatz lag bei TEUR 14.585 (Vorjahr: TEUR 15.773).

Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 460) resultieren im Wesentlichen aus Entschädigungszahlungen für verloren gegangene und beschädigte Poolanlagen.

Der Materialaufwand des Jahres beträgt: TEUR 19.768 (Vorjahr: TEUR 22.073). Der höhere Betrag im Vorjahr war auf einen Einmaleffekt in Höhe von TEUR 2.200 zurückzuführen, dem inflationären Materialpreiseffekten in der Linerproduktion gegenüberstehen.

Die Personalaufwendungen für das Jahr 2022/2023 betragen TEUR 2.062 (Vorjahr TEUR 1.486). Der Großteil davon betrifft Beschäftigte, die im Werk in Gernrode arbeiten und die Poolausrüstung warten und handhaben, wenn sie an Kunden versendet und von ihnen zurückerhalten wird.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. TEUR 2.118 (Vorjahr TEUR 667) beinhalten überwiegend Versorgungsleistungen, Sicherheits- und Gesundheitsverbrauchsmaterialien sowie Reparatur und Wartung von Gebäuden und Grundstücken. Der deutliche Anstieg spiegelt einmalige steuerbezogene Belastungen, eine Quellensteuerabschreibung (TEUR 902) und eine Erhöhung der Rückstellung für mögliche Mehrwertsteuerschulden (TEUR 282).

Personal

Im Berichtsjahr betrug die durchschnittliche Beschäftigtenzahl der CHEP Deutschland GmbH 417 Mitarbeiter (Vorjahr 395). Die Beschäftigtenzahl zum Bilanzstichtag betrug 430 Mitarbeiter (Vorjahr 414). CHEP Deutschland GmbH unterstützt die Fortbildung der Mitarbeiter. Individuelle Weiterbildungsmaßnahmen werden in jährlichen Entwicklungsplänen mit den Mitarbeitern vereinbart.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Wir als CHEP Deutschland steuern unser Unternehmen anhand finanzieller als auch nichtfinanzieller Einflussfaktoren.

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren verwenden wir insbesondere Kennzahlen, die sich innerhalb unseres internen Berichtswesens überwachen lassen.

Als bedeutsamste Leistungsindikatoren wurden der Umsatz und das Jahresergebnis nach Steuern festgelegt, welche auch regelmäßig prognostiziert werden.

Als die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sehen wir den Krankenstand und die Fluktuationsrate unserer Mitarbeiter. Diese stellten sich im Berichtsjahr 2022/2023 wie folgt dar:

 

Fluktuationsrate 01.07.22 - 30.06.23: 7,82%

 

Krankenstandsrate 01.07.22 - 30.06.23: 3,30%

Die Fluktuationsrate bei den Mitarbeitern ist im Vergleich zum Vorjahr (8,54%) zurückgegangen, während gleichzeitig der Krankenstand im Vergleich zum Vorjahr auf einem höheren Niveau (2,74%) liegt. Die angestrebte Fluktuationsrate für das Geschäftsjahr 2022/2023 soll in einer Bandbreite von 10-12% liegen und die tatsächliche Fluktuationsrate liegt somit unterhalb dieser Bandbreite.

Unser Ziel für die Krankenquote (4,1%) wurde durch die Definition eines branchenbezogenen Index eines ähnlichen Unternehmens festgelegt.

Ausblick und Chancen

Für unsere Gesellschaft sehen wir insbesondere Chancen für die zukünftige Entwicklung in der Einbindung in die weltweite Organisation der Brambles Gruppe und der damit verbundenen guten Finanzierungssituation und effizienten Kostenstruktur.

Ausblick und Chancen Bereich Pallet Pooling

Während das Geschäftsjahr 2022/2023 im ersten Halbjahr aufgrund der starken Volatilität und allgemeinen Palettenknappheit im Markt auf die Sicherstellung des Service Levels und der Stabilisierung des Bestandskundengeschäfts fokussiert war, hat sich in der zweiten Hälfte des Jahres die Palettenverfügbarkeit verbessert, sodass der Gewinn von Neugeschäft wieder aktiv vorangetrieben werden konnte.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 liegt der Fokus nun auf der weiteren Gewinnung von Neukundengeschäft und einer deutlichen Umsatzsteigerung. Nach der Volatilität der letzten Jahre bietet der Markt ein positives Umfeld für weiteres Wachstum. Gleichzeitig wird die Sicherung des Bestandskundengeschäftes über intensive Pflege bestehender Kundenbeziehungen gewährleistet. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wurden mehrere Großverträge mit Neukunden abgeschlossen und Verhandlungen mit weiteren Großkunden laufen.

Weiterhin steht die Profitabilität des Unternehmens im Fokus und das Ziel ist es, durch sinkende operative Kosten die Gewinnmarge weiter zu optimieren. Potenzielle Kostensteigerungen werden durch die quartalsweisen Indexierungsvereinbarung mit den Kunden und die dadurch steigenden Umsatzerlöse ausgeglichen. Zusätzlich wurde eine außerordentliche Preiserhöhung, als Ausgleich der Kostensteigerung durch die Mauterhöhung, zum 1.12.2023 durchgeführt.

Für das anstehende Geschäftsjahr 2023/2024 schätzen wir basierend auf den Prognosen einen Umsatz von TEUR 214.879.

Auch im Geschäftsjahr 2024/2025 liegt der Fokus des Unternehmens auf der weiteren Gewinnung von Neukundengeschäft bei gleichzeitiger Sicherung des Bestandskundengeschäftes. Zusätzlich wird die weitere Senkung der operativen Kosten aktiv vorangetrieben und damit die Gewinnmarge weiter optimiert.

Ausblick und Chancen Bereich Automotive Container Pool

Für das Jahr 2023/2024 wird eine stärkere Umsatzentwicklung als im Vorjahr erwartet. Die Automobilindustrie hat sich weitgehend von der Halbleiterknappheit erholt, die in den letzten Jahren negative Auswirkungen auf das Geschäft hatte. Es wird erwartet, dass sich die Umsätze aufgrund der gestiegenen Kundennachfrage und der ausgehandelten Preiserhöhungen weiterhin positiv entwickeln werden.

Für das anstehende Geschäftsjahr 2023/2024 schätzen wir basierend auf den Prognosen einen Umsatz von TEUR 64.956.

Ausblick und Chancen Bereich Pallecon

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird ein Umsatzwachstum aufgrund der Einführung neuer Produkte im Trockencontainergeschäft erwartet, die die aktuelle Containerflotte ersetzen und ergänzen werden. Wir gehen davon aus, dass sich die Produktlinien Liquid und Liner weiterhin organisch weiterentwickeln.

Für das anstehende Geschäftsjahr 2023/2024 schätzen wir basierend auf den Prognosen einen Umsatz von TEUR 13.553.

Risiken der künftigen Entwicklung

Risiken für unser Unternehmen sehen wir insbesondere in den Unsicherheiten über die Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds, insbesondere im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine und die Inflation von Energien und Holz.

Bereich Pallet Pooling

Das wirtschaftliche Risiko, das grundsätzlich auch weiterhin aufgrund der aktuellen Marktlage besteht, schätzen wir in diesem Geschäftsbereich als überschaubar bzw. gering ein, da unsere Kunden aus der Lebensmittelindustrie Güter des täglichen Bedarfs vertreiben. Eine wieder ansteigende Inflation könnte dennoch die Nachfrage nach Leistungen des Unternehmens senken.

Änderungen im wirtschaftlichen Umfeld, wie beispielsweise Veränderungen bei den Kraftstoffpreisen (Diesel) oder den Holzpreisen, können sich negativ auf die Ertragskraft des Unternehmens auswirken.

Die Gesellschaft operiert in einem wettbewerbsstarken Umfeld. Bestehende und neue Konkurrenten könnten Marktanteile von CHEP abziehen. Eine Konzentration auf der Kundenseite könnte die Gleichgewichte zu Gunsten der Kunden verschieben und Auswirkungen auf den Umsatz und die Ertragskraft des Unternehmens haben.

Das Risiko einer erneuten Paletten Knappheit, wie sie in 2023 im Markt zu beobachten war, wird als sehr gering eingeschätzt. Die Palettenverfügbarkeit im Markt ist momentan auf einem sehr hohen Niveau und CHEP hat den Sicherheitsbestand in allen europäischen Ländern angehoben, um auf potenzielle zukünftige Schwankungen besser vorbereitet zu sein.

Weiterentwicklungen des Designs der Paletten oder andere innovative Entwicklungen bringen alternative Supply Chain Lösungen hervor, die sowohl positiven als auch negativen Einfluss auf Umsätze und Kosten haben könnten.

Bereich Automotive Container Pool

Der Automobilsektor ist weiterhin von hoher Inflation und Lieferkettenausfällen betroffen (z. B. Schiffsangriffe von Rebellen in Jemen oder trotz Besserung, immer noch bestehende Halbleiterknappheit). Außerdem hat die deutsche Regierung die staatliche Förderung für Elektrofahrzeuge gestoppt, was einen negativen Einfluss auf die lokale Nachfrage hat. Daher sind trotz verkürzter Zykluszeiten unseres Pools, auch weiterhin proaktive Planung und Flexibilität gefragt, um Kunden pünktlichen Service gewährleisten zu können.

Durch den Wechsel von Brennstoff zu Elektromotoren sind außerdem innovative Entwicklungen unserer Container gefragt, welche Kundenspezifikationen gerecht werden, um weiterhin die Supply Chain kosteneffektiv und nachhaltig zu gestalten.

Bereich Pallecon

Der wachsende Wettbewerb auf dem Markt übt weiterhin Druck auf das Geschäft hinsichtlich Preise, Mengen und Servicequalität aus. Änderungen in der wirtschaftlichen Situation und der Lieferkettenstruktur der Kunden können dazu führen, dass sie die Wahl ihrer Lieferanten überdenken. Wir arbeiten weiterhin an der Kundenbindung und der Entwicklung eines neuen Produktangebots, um den Kunden einen größeren Mehrwert zu bieten.

Um das Inflationsrisiko zu minimieren, werden vertragliche Mechanismen eingerichtet, um unsere Preisindexierung im Hinblick auf die wichtigsten Inflationsrisiken bei Material-, Transport- und Arbeitskosten zu steuern. Im Laufe des Jahres werden einige Steigerungen erwartet, allerdings mit deutlich geringerer Volatilität als in den letzten Jahren.

Zusammenfassende Beschreibung des Risikomanagementsystems und der Risikosituation der Gesellschaft

CHEP Deutschland ist in das konzernweite Kontroll- und Risikomanagementsystem der Brambles Gruppe eng eingebunden, das der globalen Ausrichtung der Unternehmensgruppe gerecht wird.

Wesentliche Bestandteile sind Planungs- und Controllingprozesse, Richtlinien und Berichtssysteme. Das Kontroll- und Risikomanagement zielt darauf ab, die Geschäftsführung in die Lage zu versetzen, frühzeitig Risiken zu erkennen und gegenzusteuern, sowie die Einhaltung von gesetzlichen und unternehmenseigenen Vorgaben zu gewährleisten. Die getroffenen Vorsorgen decken nach derzeitigem Erkenntnisstand alle uns bekannten Risiken ausreichend ab. Geschäftsbereichsübergreifende Risiken bestehen insbesondere in den Bereichen:

Finanzierung

Das übergeordnete Ziel jedes Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit. Aufgrund unserer aktuellen Finanzierungsstruktur, in der wir sehr eng in den Brambles Konzern eingebunden sind, sowie der zur Verfügung stehenden Finanzierungsmittel, sehen wir keine wesentlichen Risikofaktoren.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken von besonderer Bedeutung bestanden im Geschäftsjahr 2022/23 nicht und sind auch zum Berichtszeitpunkt nicht erkennbar.

Im Übrigen sind neben den für die drei Geschäftsbereiche genannten Risiken, keine weiteren Risiken erkennbar und insbesondere keine, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.

Zusammenfassender Ausblick

Wir bewerten das Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem Umsatz von TEUR 324.880 und einem Ergebnis nach Steuern von TEUR 22.045 als erfolgreich, da wir trotz der hohen Inflation bei Energie und Rohstoffen das Umsatzniveau halten konnten. Nach dem vorläufigen, noch ungeprüften, auf IFRS basierenden Jahresabschluss für die 9 Monate des Geschäftsjahres 2023/2024 verzeichneten wir einen Umsatz von TEUR 247.533 und ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 17.307. Die auf IFRS basierende Prognose für 2023/24 geht von einem Umsatz von TEUR 293.388 und einem Gewinn nach Steuern von TEUR 41.657 aus. Die Prognose für 2023/2024 geht von einem Umsatzwachstum von 9,22 % im Vergleich zur Vorjahresprognose aus.

Aufgrund unseres diversifizierten Kundenportfolios schätzen wir die Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen derzeit unterschiedlich ein.

Da die Kunden des Bereichs Pallet Pooling und Pallecon zum Großteil in den Sektoren für Lebensmittel und Produkten des täglichen Bedarfs zu finden sind, sind für diese Geschäftsbereiche der CHEP Deutschland GmbH derzeit keine signifikanten negativen Einflüsse aufgrund des Krieges in der Ukraine und anderer weltpolitischer Entwicklungen zu erwarten.

Für den Bereich Automotive erwarten wir derzeit, dass sich die Umsätze weiterhin positiv entwickeln, da sich die Automobilindustrie weitgehend von der Halbleiterknappheit erholt hat.

Nichtsdestotrotz ist vor allem die Kostenstruktur der CHEP Deutschland GmbH von der Entwicklung der Preise für Holz und Kunststoffe, sowie Energie und Kraftstoff abhängig. In sämtlichen Geschäftsbereichen liegt daher der Fokus weiterhin auf der Optimierung des Service Center Netzwerks und den Transportwegen.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir keine nennenswerten Entwicklungen. Wir ewarten, dass die Fluktuationsrate als auch die Krankenstandsrate iinnerhalb ihrer jeweiligen Zielwerte bleiben.

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen, Erwartungen und Ansichten und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

 

Köln, 5 Juni 2024

CHEP Deutschland GmbH

Kai Derda

Volker Sdunzig

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.06.2023
30.06.2022
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 308.475 345.726
2. Technische Anlagen und Maschinen 406.494 186.993
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.760.478 7.246.288
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.376.707 1.333.864
11.852.154 9.112.871
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 25.000
11.852.154 9.137.871
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.657.147 3.193.262
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42.020.156 39.189.940
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 43.363.284 70.165.530
3. Sonstige Vermögensgegenstände 364.548 1.286.474
85.747.988 110.641.944
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0 0
88.405.135 113.835.206
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.815 43.836
100.260.104 123.016.912

Passiva

30.06.2023
30.06.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7.370.000 7.370.000
II. Kapitalrücklage 3.402.068 3.402.068
III. Gewinnvortrag 15.086.524 15.086.524
25.858.592 25.858.592
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 865.141 915.870
2. Steuerrückstellungen 2.688.324 2.675.860
3. Sonstige Rückstellungen 19.332.448 16.235.969
22.885.913 19.827.699
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.938.715 17.174.822
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.962.871 58.629.590
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.614.014 1.526.210
51.515.599 77.330.621
100.260.104 123.016.912

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

01.07.2022 - 30.06.2023 01.07.2021 - 30.06.2022
1. Umsatzerlöse 324.879.927,48 290.653.783,42
2. Sonstige betriebliche Erträge 8.270.975,24 7.400.540,10
(davon aus Währungsumrechnung € 598.076,82; Vorjahr € 604.184,20)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -16.549.688,14 -13.009.693,43
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -233.490.611,31 -213.985.693,74
-250.040.299,45 -226.995.387,17
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -27.911.625,17 -23.627.739,60
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.859.470,16 -4.371.424,09
(davon für Altersversorgung € 246.827,38 Vorjahr € 235.406,84)
-32.771.095,33 -27.999.163,68
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.304.124,91 -1.135.477,82
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -27.698.889,53 -24.779.856,88
(davon aus Währungsumrechnung € 339.253,90 Vorjahr € 566.483,11)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 696.262,83 357.348,00
(davon aus verbundenen Unternehmen € 696.262,83 ; Vorjahr € 357.348,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -28.948,00 -30.206,00
(davon aus Aufzinsungen € 28.948 ; Vorjahr € 30.183,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 41.547,00 1.059.222,46
10. Ergebnis nach Steuern 22.045.355,33 18.530.802,42
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -22.045.355,33 -18.530.802,42
12. Jahresüberschuss/- fehlbetrag 0,00 0,00

ANHANG

UNTERNEHMENSGEGENSTAND

Gegenstand des Unternehmens ist die An- und Weitervermietung von Geräten und Einrichtungen jeder Art zur Materialbeförderung, die Herstellung, An- und Vermietung, Reparatur, Instandhaltung und der Handel mit Paletten, Containern und ähnlichen Gegenständen, die dem Umschlag, der Lagerung und dem Transport von Gütern und Materialien aller Art dienen sowie Herstellung, An- und Verkauf, An- und Vermietung, Reparatur, Instandhaltung und Handel mit beweglichen Hebe- bzw. Fördergeräten, Fahrzeugen, Maschinen und Ausrüstungsgegenständen, die dem Anheben, Entladen, Transportieren und dem allgemeinen Umschlag von Gütern und Materialien aller Art dienen.

ALLGEMEINE HINWEISE

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. Handelsgesetzbuches (HGB), unter Berücksichtigung des Gesetzes für die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), aufgestellt. Die CHEP Deutschland GmbH ist zum Bilanzstichtag 30. Juni 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt. Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Juli bis 30. Juni des Folgejahres.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

REGISTERINFORMATIONEN

Die Gesellschaft ist unter der Firma mit Sitz in Köln im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HR B Reg.Nr. 14979 eingetragen.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung, höchstens jedoch mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zwischen 3 bis 15 Jahren, Gebäude und Bauten werden zwischen 14 bis 50 Jahren, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt.

Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuordenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt.

Vermietungsgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Seit dem Geschäftsjahr 2011/12 weist die Gesellschaft grundsätzlich keine Zugänge von Vermietungsgegenständen mehr aus. Neuzugänge stehen im Eigentum eines im Brambles Konzern eingegliederten Unternehmens (CHEP Equipment Pooling NV UK Branch) und werden von der CHEP Deutschland GmbH angemietet.

Andere geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250 und € 1.000 werden als Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter € 250 werden direkt im Aufwand erfasst.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Anlagevermögen

Bezüglich der Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Dabei wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe einheitlich mit den gleitenden Durchschnittspreisen oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für erkennbare Ausfallrisiken werden entsprechende Einzelwertberichtigungen gebildet. Zur Abdeckung des latenten Ausfallrisikos wird basierend auf Erfahrungswerten eine Pauschalwertberichtigung auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,0% gebildet.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Vorauszahlungen für künftige Zeiträume wurden zeitanteilig abgegrenzt und sind zum Nennwert unter dieser Position ausgewiesen.

Latente Steuern

Auf Grund der bestehenden umsatz- und ertragsteuerlichen Organschaft mit der Brambles Service GmbH & Co. KG als Organträgerin werden latente Steuern bei der CHEP Deutschland GmbH nicht erfasst.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zu Nennwerten bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen (§253 Abs.6 HGB)

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in der Handelsbilanz wurde auf Basis des HGB durchgeführt.

Die Bewertung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zum Stichtag gemäß Planformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer bis dahin abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist.

Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten zu ermitteln.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet.

Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Rechnungszinssatz p.a.: 1,80% (10-Jahres-Durchschnitt für Altersversorgungsverpflichtungen)

Rechnungszinssatz p.a.: 1,57% (7-Jahres-Durchschnitt

Zur Angabe des Unterschiedsbetrages im Anhang oder unter der Bilanz bzw. zur Ermittlung der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB)

Rententrend p.a.: 2,00%

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Altersversorgungsrückstellung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren und einem aus den vergangenen 7 Jahren beträgt T€ 16 (Vorjahr: T€ 32).

Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Für die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen kommt das Anwartschaftsbarwertverfahren zur Anwendung. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Der angesetzte Rechnungszins beträgt 1,32%. Es wurden ein Gehaltstrend von 2,5% p.a. sowie ein Trend der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) von 1% angenommen.

Die Steuerrückstellung in Höhe von 2.688 TEUR deckt das Risiko aus der umsatzsteuerlichen Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2016-2018 ab.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden unterjährig aus Vereinfachungsgründen mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats verbucht. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Darlehensgewährungen im Cash-Pooling-Bereich in Höhe von TEUR 28.350 (Vorjahr: TEUR 61.678), die sich im Geschäftsjahr 2022/2023 deutlich reduziert haben, sowie aus laufenden konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr TEUR 13.152 (Vorjahr: TEUR 5.154).

Alle Forderungen haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Gesellschafterversammlung vom 14. Dezember 2018 hat beschlossen, das Stammkapital von EUR 7.362.603,09 um EUR 7.396,91 auf EUR 7.370.000 zu erhöhen.

Im Rahmen der Verschmelzung der Chep Pallecon GmbH auf die Chep Deutschland GmbH wurde der positive Differenzbetrag i.H.v. TEUR 3.402, d.h. der Nettobuchwert der übernommenen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. Der Gewinnvortrag beinhaltet vororganschaftliche Ergebnisbeiträge.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 19.332 (Vj.: TEUR 16.236). Sie umfassen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (TEUR 7.319; Vorjahr: TEUR 5.354) sowie die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, bestehend aus: Transportrechnungen (TEUR 3.081; Vorjahr: TEUR 3.180), erbrachte Dienstleistungen durch Serviceprovider (TEUR 2.353; Vorjahr TEUR 1.097), sowie sonstige Beratungsleistungen, Mitgliedsbeiträge für die IHK, Miete für Büroflächen und weitere allgemeine Kosten (TEUR 731; Vorjahr: TEUR 1.254).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 32.963 (Vorjahr: TEUR 58.630) resultieren im Wesentlichen aus Ergebnisabführungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 19.691 (Vorjahr: TEUR 29.396), sowie aus konzerninternen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und abgegrenzten Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 13.304 (Vorjahr: TEUR 27.919). Im Berichtsjahr existierten keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 1.614 (Vorjahr TEUR 1.524) enthalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren von TEUR 1.137 (Vj. TEUR 1.052), die Lohnsteuerverbindlichkeiten TEUR 352 (Vorjahr TEUR 313) und keine Beträge aus Sozialversicherungsbeiträgen (Vorjahr TEUR 0).

Alle Verbindlichkeiten sowohl gegenüber Dritten wie auch gegenüber verbundenen Unternehmen als auch die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind nicht besichert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 324.880 (Vorjahr: TEUR 290.654) erzielt. Die erzielten Umsatzerlöse verteilen sich auf die Bereiche Paletten, Automotive und Pallecon.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Umsatzerlöse 2023 2022
- nach Tätigkeitsbereichen Sparten TEUR % TEUR %
Palettengeschäft 237.135 73 210.324 72
Containergeschäft (Automotive) 67.608 21 58.805 21
Containergeschäft (Pallecon) 20.137 6 21.525 7
324.880 100 290.654 100

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten vor allem Erträge aus der Erstattung für verlorene Paletten in Höhe von TEUR 7.535 (Vorjahr: TEUR 6.751) sowie aus Kursdifferenzen aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von TEUR 515 (Vorjahr: TEUR 604).

Materialaufwand

Der Materialaufwand erhöhte sich um TEUR 23.046 und betrug TEUR 250.041 (Vj. TEUR 226.995). Der Materialaufwand gliedert sich in zwei Kategorien: Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 16.550; Vorjahr TEUR 13.010) und Aufwendungen für bezogene Leistungen (TEUR 233.491; Vorjahr TEUR 213.985).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 27.700 (Vorjahr: TEUR 24.780) beinhalten im Wesentlichen Depotkosten (TEUR 3.814; Vorjahr: TEUR 2.984), Lizenzgebühren und IT Ausstattung (TEUR 219; Vorjahr: TEUR 126), Reise- und Bewirtungskosten (TEUR 2.001; Vorjahr: TEUR 1.508), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 856; Vorjahr: TEUR 892), Kursdifferenzen aus Fremdwährungsumrechnungen (TEUR 339; Vorjahr: 566), sowie verschiedene allgemeine Verwaltungskosten (TEUR 3.078; Vorjahr: TEUR 3.252).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags fallen auf Ebene der CHEP Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr 2022/2023 keine Ertragsteuern an. Der Betrag von TEUR 41 bezieht sich auf die Auflösung verbleibender Steuerrückstellungen aus dem Vorjahr sowie auf eine Pallecon-bezogene Transaktion.Ergebnisverwendungsvorschlag/-beschluss

Der Gewinn in Höhe von TEUR 22.045 (Vorjahr: TEUR 18.531) wird auf Grund des abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die Brambles Services GmbH & Co. KG, Köln, abgeführt.

SONSTIGE ANGABEN

Haftungsverhältnisse

Im Geschäftsjahr lagen keine Haftungsverhältnisse vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen bis zum Ablauf der Grundmietzeit TEUR 9.238 (Vorjahr: TEUR 11.996), davon werden TEUR 4.654 (Vorjahr TEUR 3.795) im Geschäftsjahr 2023/2024 fällig. Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit verbundenen Unternehmen bestehen nicht, da kein Leasingverträgen mit der CHEP Equipment Pooling NV UK Branch existiert und somit die CHEP Deutschland GmbH keiner zukünftigen Leistungsabnahmeverpflichtung unterliegt. Bei den Leasing- und Mietverträgen handelt es sich um solche Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Vermögensgegenstände führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Personal

Die Anzahl der Beschäftigten betrug im Jahresdurchschnitt:

2023 2022
Gehaltsempfänger 307 280
Lohnempfänger 110 115
417 395

Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahres vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 und bis zur Erstellung des Jahresabschlusses waren folgende Personen als Geschäftsführer bestellt:

Kai Derda Country General Manager CHEP Germany
Volker Sdunzig SVP & Country General Manager, Central & Eastern Europe

In Übereinstimmung mit § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge sowie Pensionsansprüche früherer Organmitglieder verzichtet.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Gemäß § 285 Nr. 21 zweiter Halbsatz HGB sind diese Geschäfte nicht angabepflichtig, da alle diese Unternehmen mittelbar oder unmittelbar im 100%-igen Anteilsbesitz der Brambles Corporation stehen und in deren Konzernabschluss einbezogen werden.

Gesellschafter

Die Geschäftsanteile werden vollständig von der Brambles Investment Germany BV, Amsterdam/Niederlande gehalten.

Unsere Gesellschaft, die CHEP Deutschland GmbH, wird in den Konzernabschluss der Brambles Industries Ltd. Sydney, Australien, ("Brambles") einbezogen, welcher zugleich den größten und kleinsten Konsolidierungskreis darstellt. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der Brambles Industries Ltd. Sydney, Australien, erhältlich (https://www.brambles.com/results-centre?siteId=1). Brambles und deren Tochterunternehmen sind als verbundene Unternehmen i.S.d. § 271 Absatz 2 HGB zu qualifizieren.

Abschlussprüferhonorare

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfung beläuft sich im Geschäftsjahr 2022/2023 auf TEUR 49 (Vorjahr TEUR 55).

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten.

 

Köln, 5. Juni 2024

CHEP Deutschland GmbH

Kai Derda

Volker Sdunzig

Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. Juni 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.07.2022 Zugänge Umbuchung Abgänge 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 308.044 0 0 308.044 0
308.044 0 0 308.044 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 480.613 0 0 15.000 465.613
2. Vermietete und zur Vermietung bestimmte Vermögensgegenstände 3.241.486 0 0 0 3.241.486
3. Technische Anlagen und Maschinen 514.757 147.572 291.097 186.936 766.489
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.993.095 889.694 737.612 4.332.727 18.287.674
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.333.864 3.071.551 -1.028.708 0 3.376.707
26.563.815 4.108.817 0 4.534.663 26.137.969
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000 0 25.000 0
25.000 0 0 25.000 0
26.896.859 4.108.817 0 4.867.707 26.137.969
Abschreibungen
01.07.2022 Zugänge Abgänge 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 308.044 0 308.044 0
308.044 0 308.044 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 134.888 37.251 15.000 157.139
2. Vermietete und zur Vermietung bestimmte Vermögensgegenstände 3.241.486 0 0 3.241.486
3. Technische Anlagen und Maschinen 327.763 153.759 121.527 359.995
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.746.807 1.113.115 4.332.727 10.527.195
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
17.450.944 1.304.125 4.469.254 14.285.815
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
0 0 0 0
17.758.988 1.304.125 4.777.298 14.285.815
Restbuchwerte
30.06.2023 30.06.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 0
0 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 308.475 345.726
2. Vermietete und zur Vermietung bestimmte Vermögensgegenstände 0 0
3. Technische Anlagen und Maschinen 406.494 186.993
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.760.478 7.246.288
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.376.707 1.333.864
11.852.154 9.112.871
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 25.000
0 25.000
11.852.154 9.137.871

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CHEP Deutschland GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CHEP Deutschland GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CHEP Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 5. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Küster, Wirtschaftsprüfer

ppa. Andreas Henckel, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30.06.2023 wurde am 13.06.2024 festgestellt.

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