Technolas Perfect Vision GmbH

Messerschmittstraße 1, 80992 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 178055
Vorher
20/10 PERFECT VISION OPERATIONS GmbH
Eingetragen
22.12.2008
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Vermarktung und Vertrieb von Produkten, einschließlich optischer, mechanischer, optronischer, elektrischer und elektronischer Geräte, Systeme und Computerprogramme, auf dem Gebiet der refraktiven Augenlaserchirurgie, Erwerb und Verwertung von Erfindungen, Patenten und Lizenzen und sonstigen Herstellungs- und Vertriebsrechten auf dem Gebiet der refraktiven Augenlaserchirurgie sowie Ausübung damit in Zusammenhang stehender Aktivitäten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Dr. Bollwein
seit 17.4.2024
Prokura
Manoj Kumar Panda
seit 26.10.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Yorck Rühle
seit 2.4.2012
Prokura
Rupert Dominik Veith
seit 30.4.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert101.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Bausch+Lomb Netherlands B.V.NLD
53.91%
47.09%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Bausch+Lomb Netherlands B.V.
Netherlands
53.91%
Technolas Perfect Vision GmbH
Germany
47.09%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Technolas Perfect Vision GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Konzernverhältnisse

Die Technolas Perfect Vision GmbH (im Folgenden TPV) ist ein Hersteller für Lasersysteme im Bereich der refraktiven und cataract Chirurgie. Das Unternehmen entwickelt innovative Technologien wie den TECHNOLAS Femtosekundenlaser und den TECHNOLAS Excimerlaser sowie darauf zugeschnittene therapeutische Applikationen und vertreibt diese neben Diagnosegeräten über Schwestergesellschaften weltweit an ihre Kunden.

Die Technolas Perfect Vision GmbH ist eine GmbH deutschen Rechts mit Sitz in 80992 München, Messerschmittstraße 1 + 3, unserem einzigen Standort. Unsere Gesellschaft entwickelt und produziert hier Lasergeräte für Behandlungen im Bereich der refraktiven und cataract Chirurgie.

Alleiniger Gesellschafter der Technolas Perfect Vision GmbH ist seit dem 30. April 2021 die Bausch & Lomb Netherland B.V., Schiphol-Rijk, Niederlande (registriert unter Kamer van Koophandel Nr. 80878482 mit Sitz in Koolhovenlaan 110, 1119 NH Schiphol-Rijk, NiederlandeDie Bausch & Lomb Netherland B.V. ist eine 100 % Tochter der Bausch Health Companies Inc, Laval, Kanada.

Seit dem Geschäftsjahr 2020 ist die BLEP Holding GmbH, Berlin mit 90 % ein Tochterunternehmen der Technolas Perfect Vision GmbH. Die BLEP Holding GmbH hält u.a. die Anteile an der Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik GmbH sowie der Dr. Robert Winzer Pharma GmbH. Zudem wurde im Juli 2020 ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der BLEP Holding GmbH und der Technolas Perfect Vision GmbH geschlossen. Hierin verpflichtet sich die BLEP Holding GmbH ihr Jahresergebnis an die TPV abzuführen.

Forschung und Entwicklung

Die Technolas Perfect Vision GmbH wendete im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 20,6 Mio. € (Vorjahr 18,9 Mio. €) für den Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) auf. Bezogen auf den Umsatz entspricht dies einer F&E Quote von 126,4 % (Vorjahr 73,1 %).

Zum 31. Dezember 2023 waren im Bereich F&E der Technolas Perfect Vision GmbH 60 Mitarbeiter beschäftigt (31.12.2022: 57 Mitarbeiter). Dies entspricht, ausgehend von einem Bestand von 143 Mitarbeitern, 43,2 % (Vorjahr 39,9 %) aller Beschäftigten der Technolas Perfect Vision GmbH.

Die wesentlichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unserer Gesellschaft im Berichtszeitraum liegen insbesondere auf der Entwicklung der nächsten Femtosekundenlaser Plattform Generation. Die Zulassung für diese Laserplattform wird für 2025 erwartet. Das Gerät wird unter dem Markennamen "SeeLyra" in den Markt eingeführt.

Zusätzlich wird an den folgenden Projekten gearbeitet:

Entwicklung einer Softwareplattform als Voraussetzung zur Vernetzung des gesamten Produktportfolios (Connectivity / Integrated Data Platform)

Evaluierung eines Verfahrens zur Korrektur von Fehlsichtigkeit mit einem Femtosekundenlaser durch präklinische Experimente. (VILEX)

Weiterhin wird das bestehende Produktportfolio permanent fortentwickelt. Hierbei liegt der Schwerpunkt insbesondere auf folgenden Aktivitäten:

Verlängerung des Service-Intervalls beim TENEOTM zur Verringerung der Betriebs- und Servicekosten durch Optimierungen im Bereich des optischen Strahlengangs. (N2-Management, Optikkontamination)

Einführung neuer sowie verbesserter Ersatzteile zur Optimierung der Serviceprozesse hinsichtlich Servicekosten und Service-Intervall beim Femtosekundenlaser VICTUSTM (Victus Spare Parts)

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen der wirtschaftlichen Entwicklung

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Berichtsjahr 2023 weiter abgeschwächt. Dies war unter anderem auf die andauernden Folgen der Ukraine-Krise, steigende Preise und die anhaltenden Unsicherheiten in Bezug auf die Energieversorgung zurückzuführen. Laut den Angaben des IWF (World Economic Outlook 2024) wuchs das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 3,4 % (2022: 3,5 %). Darüber hinaus rückten im Jahresverlauf erneut die Finanzierungsbedingungen in den Mittelpunkt: Aufgrund der weiterhin hohen Inflationsraten reagierten zentrale Notenbanken mit einer Straffung der Geldpolitik und erhöhten die Leitzinsen, was das Wachstum weiter bremste. Laut dem Statistischen Bundesamt stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % im Vergleich zum Vorjahr 2022.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Markt für Augenlasertechnologien wächst sowohl weltweit als auch in Deutschland kontinuierlich. Laut einer Marktanalyse von Grand View Research wird der globale Markt für refraktive Augenlaserbehandlungen bis 2030 voraussichtlich eine jährliche Wachstumsrate von rund 9,3 % erreichen 1 .

Der demografische Wandel in Deutschland fördert die Nachfrage nach Augenbehandlungen, insbesondere im Bereich der Altersweitsichtigkeit und Kataraktchirurgie. Gleichzeitig treiben technologische Innovationen die Marktentwicklung voran. Jedoch stellen die hohen regulatorischen Anforderungen der europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR) eine Herausforderung für die Unternehmen dar. Diese erfordern kontinuierliche Investitionen in Forschung, Entwicklung und Qualitätsmanagement.

Trotz der gestiegenen Produktionskosten und Lieferengpässen, die den Markt belasten, bieten die wachsende internationale Nachfrage sowie technologische Fortschritte langfristige Wachstumschancen.

Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 hat unsere Gesellschaft einen deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse verzeichnet. Dies lag maßgeblich an den Ausgleichszahlungen im Rahmen der Verträge mit verbundenen Unternehmen sowie am geänderten Produktmix.

Das Ergebnis nach Steuern ist um 15,7 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Ohne die Berücksichtigung des Ergebnisabführungsvertrages und der damit verbundenen Steuern hat sich das Ergebnis um 18,9 Mio. € auf -33,7 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Das ist einerseits auf den Umsatzrückgang bei gleichzeitiger Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung zurückzuführen. Im Übrigen verweisen wir auf den Abschnitt zur Ertragslage.

Der Verkauf von Excimerlasersytemen im Jahr 2023 war mengenmäßig 16 % geringer als in 2022. Es bestand zu keiner Zeit des Jahres eine "Backlog" Situation.

Die Geschäftsleitung beurteilt den Geschäftsverlauf unter Berücksichtigung der erfolgten Marktzulassung für das Excimerlaser-System TENEO für den US-Markt sowie die geplante Marktzulassung des neuen Femtosekundenlaser-System SEELYRA in 2025 weiterhin als günstig.

Produktionsplanung und Produktion

Die Kernkompetenzen unseres Unternehmens erstrecken sich auf die Entwicklung neuer Technologien, Produkte und Applikationen und auf die Fertigung und Montage von Schlüsselkomponenten. Bei der Fertigung ihrer Produkte konzentriert sich die Technolas Perfect Vision GmbH auf die Montage von Systemkomponenten. Mehr als drei Viertel der Teile beziehungsweise Komponenten werden von externen Lieferanten bezogen. Das übrige Viertel wird in der Komponentenfertigung intern zusammengestellt. Die Produktionsplanung erfolgt nach dem Verfahren des "Rolling Forecast" durch globale Planung der drei Vertriebsgruppen (EMEA, ASIA PACIFIC und Amerika). Dies bedeutet die Erstellung eines rollierenden Absatzplans, der die Grundlage für die Bestellung von Zukaufteilen und die Komponentenfertigung bildet.

Beschaffung

Die Produktion unserer Produkte erfolgt aufgrund der kommerziellen Jahresplanung im Vorjahr, die durch rollierende Fortschreibungen im aktuellen Jahr angepasst wird. Die Beschaffung der benötigten Materialien erfolgt über die im ERP-System hinterlegte Produktionsplanung und den Lieferzeiten der Einkaufsteile.

Um ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau auch bei den bezogenen Komponenten und Bauteilen zu sichern, werden darüber hinaus regelmäßige Qualifizierungsaudits unserer Lieferanten durchgeführt.

Entwicklung der Fertigungskapazitäten

Die Technolas Perfect Vision GmbH gleicht Bedarfsschwankungen durch den flexiblen Einsatz von Produktionsmitarbeitern aus. Voraussetzung dafür ist ein entsprechendes Weiterbildungssystem, durch das die Mitarbeiter für den Einsatz in unterschiedlichen Produktionsbereichen qualifiziert werden. Darüber hinaus ermöglichen Arbeitszeitkonten den zeitlich flexiblen Einsatz der Mitarbeiter entsprechend dem rollierenden Absatzplan.

Registrierung und Zulassung

Die Produkte der Technolas Perfect Vision GmbH werden über das Distributionsnetz des Bausch & Lomb Konzerns in den unterschiedlichsten Regionen weltweit verkauft. Da das Unternehmen im Bereich der Medizintechnik tätig ist, gilt es neben den internationalen Anforderungen auch regionale Registrierungs- und Zulassungsvorschriften und die damit verbundene Berechtigung zur Vermarktung von Produkten in bestimmten Märkten zu berücksichtigen. Aus diesem Grund sind nicht alle Produkte von Technolas Perfect Vision GmbH in allen diesen Märkten verfügbar. Vor allem für das Excimer-Lasersystem sind bereits viele wesentliche internationale Zulassungen erfolgt. So wurde Anfang 2024 die aktuelle Version des Excimersystems TENEO in den USA zugelassen. Es gibt jedoch keine Gewähr, dass ggf. auch neue Zulassungen erforderlich werden und es ist ebenso nicht auszuschließen, dass Zulassungsanforderungen in der Zukunft verändert werden.

Qualitätsmanagement

In den meisten Märkten der Welt sind behördliche Registrierungen und Zulassungen eine Voraussetzung für die Vermarktung medizinischer Produkte. Dementsprechend ist die Technolas Perfect Vision GmbH bei den zuständigen nationalen Behörden registriert. Zur erfolgreichen Erlangung und Aufrechterhaltung der Zulassungen wird das Qualitätsmanagementsystem der Technolas Perfect Vision GmbH von der TÜV Rheinland LGA Products GmbH (ehemalig LGA) (Notified Body) entsprechend EN ISO 13485 und MDSAP regelmäßig auditiert und zertifiziert sowie nach Anhang II der Richtlinie 93/42/EWG überwacht.

Das Qualitätsmanagement-System der Technolas Perfect Vision GmbH berücksichtigt neben weiteren, auch die Anforderungen der U.S.-amerikanischen Food & Drug Administration (FDA) 21 CFR-Part 820, Quality System Regulation.

Personal

Zum 31. Dezember 2023 waren bei der Technolas Perfect Vision GmbH 139 Mitarbeiter beschäftigt. (Vorjahr 143 Mitarbeiter). Der Personalaufwand lag 2023 mit 12,9 Mio. € leicht unter Vorjahresniveau (13,0 Mio. €). Der Personalaufwand entspricht weitestgehend dem Vorjahresniveau bei gleichzeitig leicht reduziertem Beschäftigtenstand. Dies hängt zusammen mit der Reduktion von tendenziell preiswerteren Mitarbeitern aus dem Produktions-/Lagerbereich und Aufstockung des Personalbestandes im Bereich der Forschung und Entwicklung.

Unser Personal wird gezielt aus- und weitergebildet. Hierzu finden regelmäßig hausinterne oder externe Schulungen statt. Ein jährlicher Pflichtschulungsplan sowie individuelle Schulungen tragen zur Erfüllung der hohen Qualitätsanforderungen bei. Alle Beschäftigten haben jährliche Zielvereinbarungen, welche aus den Unternehmenszielen abgeleitet werden. Ein Teil der Beschäftigten erhält neben einer kompetenzbezogenen Grundvergütung auch ziel-, projekt- und/ oder ergebnisorientierte variable Vergütungskomponenten.

Umweltschutz

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit beachtet die Technolas Perfect Vision GmbH alle Umweltschutzvorschriften. Sowohl von der Produktion als auch von den Produkten des Unternehmens gehen keine mittel- oder unmittelbaren Gefährdungen für die Umwelt aus. Die Technolas Perfect Vision GmbH ist, wo erforderlich, als Inverkehrbringer gemäß WEEE, BatterieV und Verpackungsrichtlinie registriert.

Das seit 2009 angemietete Gebäude in der Messerschmittstraße wurde nach dem ökologischen Kriterienkatalog der Stadt München gebaut.

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

Basis für die Steuerung der Technolas Perfect Vision GmbH sind die jährliche Budgetplanung sowie die mittelfristige Planung. Daran ausgerichtet werden die kurzfristigen operativen Entscheidungen getroffen, sowie die mittel- und langfristigen strategischen Ausrichtungen entschieden. Im Vordergrund stehen hierbei Absatzzahlen, Produktprogramme und Auslastungen der Ressourcen. Diese verbindlichen Zahlen werden entsprechend der Umsatzerlöse bzw. der Kostenverursachung auf die Kostenstellen verteilt und als Zielvorgabe vereinbart. Das Budget wird monatlich im Führungskreis nachgehalten und bei negativen Abweichungen mit Gegenmaßnahmen belegt.

Die für die Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Steuerung der Technolas Perfect Vision GmbH sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern vor Ergebnisabführung durch die BLEP Holding sowie das Ergebnis nach Steuern. Darüber hinaus sind weitere nicht bedeutsame Leistungsindikatoren, in der Balanced Scorecard zusammengefasst (z.B. Gesamtkosten, Deckungsbeiträge, Fertigungsabweichungen, Qualitätskosten). Die Sollzahlen der darin definierten finanziellen Leistungsindikatoren werden ihren Ist-Zahlen gegenübergestellt. Signifikante Abweichungen werden analysiert. Die so gewonnenen Erkenntnisse haben direkten Einfluss auf die Unternehmensführung.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bedeutsame nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft bestehen nicht. Besonders wichtig im Geschäft der Technolas Perfect Vision GmbH sind ebenfalls die Beobachtungen und Ausrichtungen an nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Im Vordergrund steht die Qualität unserer Produkte, gemessen anhand eingereichter Beanstandungen im Verhältnis zu den installierten Geräten im Feld. Die Kennzahl aus dem Vorjahr dient hier als Vergleichswert.

Darüber hinaus nimmt die Zufriedenheit der Mitarbeiter, unter anderem gemessen durch Mitarbeiterbefragungen in einem Zufriedenheitsindex, einen hohen Stellenwert für die Gesellschaft ein.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Technolas Perfect Vision GmbH einen Umsatz i. H. v. 16,3 Mio. € (Vorjahr 25,9 Mio. €). Der Umsatz umfasst ausschließlich Verkäufe an verbundene Unternehmen. Die Umsatzerlöse für 2023 lagen rund 36,9 % unter jenen des Vorjahres. Dies lag maßgeblich an den Ausgleichszahlungen innerhalb der B&L Gruppe aufgrund bestehender vertraglicher Vereinbarungen, die eine negative Veränderung zum Vorjahr von 9,3 Mio. € hatten (+5,8 Mio. € in 2022 versus -3,5 Mio. € in 2023) sowie am verspäteten Nachfolgeprodukt im Femtolasersegment.

Der Bestand hat sich um 2,0 Mio. € erhöht. Dies entspricht produzierten unfertigen und fertigen Erzeugnissen im Jahr 2023.

Das positive Ergebnis nach Steuern hat sich von 63,8 Mio. € in 2022 auf 48,1 Mio. € in 2023 verschlechtert. Dies ist im Wesentlichen auf die geringeren Umsatzerlöse bedingt durch die Ausgleichszahlungen im Rahmen der Verträge mit verbundenen Unternehmen und gleichzeitig gestiegene Kosten im Bereich Forschung und Entwicklung zurückzuführen. Die Ergebnisabführung der Tochtergesellschaft BLEP Holding GmbH betrug in 2023 90,1 Mio. € (Vorjahr 87,1 Mio. €). Unsere Gesellschaft erzielte 2023 im Vergleich zu 2022 operativ eine niedrigere Marge (Erlöse abzüglich Materialaufwendungen) von 2,5 Mio. € (Vorjahr 11,2 Mio. €). Der Rückgang resultiert wie bereits erwähnt ausschließlich auf den innergesellschaftlichen Ausgleichszahlungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von 0,9 Mio. € in 2022 auf 0,7 Mio. € in 2023 vermindert. Diese Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus der einmaligen Ausgleichszahlung der Verpfändung des Sachanlagevermögens durch Bausch Health USA und Kanada in 2022 im Vergleich zu 2023. Gegenläufig wirken die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,03 Mio. €).

Die darin enthaltenen Erträge aus Währungsumrechnungen bewegen sich mit 0,3 Mio € auf fast gleich hohem Niveau wir im Vorjahr.

Der Personalaufwand ist mit 12,9 Mio. € um 0,1 Mio. € leicht gesunken. Der Rückgang der Personalkosten bei gesunkener Mitarbeiterzahl ist auf die Reduzierung des Personalbestandes in der vergleichsweisen preiswerteren Produktion bei gleichzeitiger Aufstockung im Bereich der tendenziell teureren Forschung und Entwicklung und Sales zurückzuführen. Per Saldo ergeben sich annähernd gleiche Personalaufwendungen wie im Vorjahr.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen haben sich von 0,7 Mio. € um 0,1 Mio. € auf 0,8 Mio. € erhöht. Dies ist begründet durch entsprechende Aktivierung und Beginn der Abschreibung von Anlagegütern im Laufe der Jahre 2022 sowie 2023.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 18,2 Mio. € (Vorjahr 16,1 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Veränderungen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen um 1,9 Mio. € gestiegene Forschungs- und Entwicklungskosten im Femtosekundenbereich bedingt durch höhere Ausgaben für Fremdleistungen und Entwicklungsmaterial. Die Aufwendungen für Fremdleistungen außerhalb der Forschung und Entwicklung sind gleichgeblieben.

Im Jahr 2023 wurden 3,0 Mio. € an Zinserträgen vereinnahmt. Davon stammen 2,2 Mio. € (Vorjahr 1,7 Mio. €) aus Guthabenzinsen für das an die Muttergesellschaft vergebene Darlehen sowie 0,8 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €) aus der Verzinsung des Bankguthabens.

Der Zinsaufwand belief sich auf 9,9 Mio. € (VJ 0,1 Mio. €). Die Aufwendungen entfallen in voller Höhe auf verbundene Unternehmen und betreffen ausschließlich neu aufgenommene Darlehen.

Der Umsatz 2023 entsprach der Prognose des Vorjahres. Das Ergebnis ohne Berücksichtigung des Ergebnisses der BLEP Holding GmbH und vor Steuern liegt leicht besser als geplant. Dies resultiert insbesondere an den vorgenommenen Bewertungsanpassungen im Rahmen der Jahresabschlusserstellung 2023.

Das Ergebnis vor Steuern unter Berücksichtigung des Ergebnisabführungsvertrages mit der BLEP Holding ist um 15,7 Mio. € niedriger als im Vorjahr. Ohne die Berücksichtigung des Ergebnisabführungsvertrages und der damit verbundenen Steuern verschlechtert sich das Ergebnis um 19,2 Mio. € zum Vorjahr. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere die folgenden Sachverhalte:

Gesunkene Umsatzerlöse i.H.v. 9,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund von Ausgleichszahlungen an verbundene Unternehmen sowie aufgrund des verspäteten Nachfolgeproduktes im Femtolasersegment

Bestandserhöhung 0,9 Mio. € höher als im Vorjahr

Ertrag aus Ergebnisabführung 3,0 Mio. € höher als im Vorjahr

Darlehenszinsaufwendungen aufgrund von Darlehen von verbundenen Unternehmen i.H.v. 9,9 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €).

Die TPV im Geschäftsjahr 2023 ein positives Ergebnis nach Steuern von € 48,1 Mio. (Vorjahr: 63,8 Mio.) erwirtschaftet. Die Entwicklung der Leistungsindikatoren Umsatz und Ergebnis nach Steuern entsprach im Wesentlichen unseren Erwartungen. Abweichungen von der ursprünglichen Planung resultieren insbesondere aus dem verspäteten Nachfolgeprodukt im Femtolasersegment sowie höheren Forschungs- und Entwicklungskosten.

Finanzlage

Die liquiden Mittel der Technolas Perfect Vision GmbH betragen zum 31. Dezember 2023 4,9 Mio. € (Vorjahr 12,6 Mio. €). Die Reduzierung der liquiden Mittel ist im Wesentlichen auf einen Erwerb von eigenen Anteilen i.H.v. 47,09 % von unserer Muttergesellschaft der Bausch & Lomb Netherland B.V. zurückzuführen. Der Nominalwert der erworbenen Anteile entspricht 54.500 €. Der vorläufige Market Value zum Zeitpunkt des Kaufs am 27. Juli 2023 betrug 391,1 Mio. €. Wie vertraglich festgelegt wird dieser Wert anhand der geprüften Zahlen von 2022 überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Der Kauf der Anteile wurde wie folgt finanziert:

45,0 Mio. € mit liquiden Mitteln

83,9 Mio. € Aufrechnung des vergebenen Darlehens an Bausch & Lomb Netherland B.V. inklusive aufgelaufener Zinsen

105,3 Mio. € neues Darlehen von Bausch & Lomb Netherland B.V. an die Technolas Perfect Vision GmbH

156,9 Mio. € neues Darlehen von der BLEP Holding GmbH an die Technolas Perfect Vision GmbH

Unsere Gesellschaft finanziert sich insbesondere seit der Einbringung der BLEP Holding GmbH (Anteil 90 %) in unsere Gesellschaft durch Zahlungen im Rahmen des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags. So wurden in 2023 Erträge aus der Ergebnisabführung i.H.v. 90,1 Mio. € (Vorjahr 87,1 Mio. €) vereinnahmt von denen unserer Gesellschaft bereits im Kalenderjahr 2023 € 69,0 Mio. durch Vorabausschüttung bezahlt wurden.

Ohne die Erträge aus der Ergebnisabführung sowie darauf anfallende Steuern hätte unsere Gesellschaft ein negatives Betriebsergebnis von -33,6 Mio. € (Vorjahr -14,7 Mio. €) verzeichnet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2023 betragen 269,7 Mio. € (Vorjahr 10,6 Mio. €). Der signifikante Anstieg resultiert aus dem Erwerb von Anteilen an der Technolas Perfect Vision GmbH. Die innergesellschaftlichen Darlehen haben eine Laufzeit bis 2028 und sind mit 9 % zu verzinsen.

Die Gesellschaft war und ist zu jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und wird aufgrund der aktuellen Einschätzung auch zukünftig in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Technolas Perfect Vision GmbH beträgt zum 31. Dezember 2023 963,7 Mio. € (Vorjahr 1.041,6 Mio. €).

Das Anlagevermögen hat sich im Berichtszeitraum von 890,1 Mio. € auf 889,8 Mio. € um 0,3 Mio.€ vermindert. Die Reduzierung ergibt sich durch Investitionen i.H.v. 2,1 Mio. € sowie dem Wegfall der sonstigen Ausleihungen von 0,3 Mio. € und einer Abschreibung i.H.v. 0,8 Mio. €. Die sonstigen Ausleihungen betrafen eine Mietbürgschaft auf einem Sicherungskonto. Eine Mietsicherheit wird aufgrund der gestiegenen Liquidität von der Bank nicht mehr verlangt.

Die Vorräte sind auf 18,2 Mio. € gesunken (Vorjahr 19,2 Mio. €). Einer Reduzierung der Roh, Hilfs-, Betriebsstoffe um 4,0 Mio. € steht ein Anstieg an unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie geleistete Anzahlungen auf Vorräte von zusammen 3,1 Mio. € gegenüber.

Die Forderungen beinhalten ausschließlich Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. 50,7 Mio. € (Vorjahr 119,7 Mio. €). Die Reduktion ist durch die Aufrechnung des Darlehens an Bausch & Lomb Netherlands B.V. für den Erwerb von Anteilen an der Technolas Perfect Vision GmbH zu erklären.

Das Eigenkapital ist aufgrund des erzielten Jahresüberschusses von 48,1 Mio. € und der Verminderung der Kapitalrücklage um 391,0 Mio. € durch den Erwerb von Anteilen an der Technolas Perfect Vision GmbH in 2023 auf 668,2 Mio. € (Vorjahr 1.011,1 Mio. €) gesunken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen am Bilanzstichtag 4,3 Mio. € (Vorjahr 3,4 Mio. €). Die Veränderung der Verbindlichkeiten zum Vorjahr ist abhängig vom Rechnungseingang, Zahlungszielen und wann tatsächlich bezahlt wurde. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 269,7 Mio. € (Vorjahr 10,6 Mio. €) Der Anstieg ist begründet durch die Aufnahme von zwei Darlehen. Erklärung siehe im Abschnitt zur Finanzlage.

Die Steuerrückstellungen sind auf 16,9 Mio.€ gestiegen (Vorjahr 11,2 Mio. €). Davon entfallen 11,2 Mio. € (Vorjahr 7,1 Mio. €) auf die Gewerbesteuer, der Rest auf die Körperschaftssteuer.

Die sonstigen Rückstellungen i. H. v. 2,4 Mio. € sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert (Vorjahr 2,8 Mio. €).

Risiko- und Chancenbericht

Chancen

Folgende Chancen für die Produkte der Technolas Perfect Vision lassen sich identifizieren:

Im Dezember 2023 wurde die Zulassung des Excimerlasersystems "Teneo" für den US-Markt erteilt. Hier sehen wir einen über unserer Planung liegenden Absatz als Chance.

Geplante Zulassung einer neuen Generation an Femtosekundenlasern für refraktive und cataract Anwendungen im Jahr 2025. Bereits Ende 2024 wurde die Zulassung des SeeLyra PI Kits eingereicht.

Neben den genannten Chancen weisen wir besonders auf die folgenden hin:

 

Die Gesellschaft befindet sich nach wie vor in einer Phase der Überarbeitung des Produktportfolios und dessen Platzierung im Markt. Bis 2019 wurden ausschließlich Jahresfehlbeträge erzielt. Durch den EAV mit der BLEP Holding GmbH ist nach vorläufigen Zahlen in den Jahren 2024 bis 2025 mit positiven Jahresergebnissen jeweils zwischen 60 -85 Mio. € zu rechnen. Da das operative Geschäft aufgrund hoher Entwicklungsaufwendungen weiter negativ ist und durch den EAV die Effekte kompensiert werden.

 

Unsere Gesellschaft betreibt kein Endkundengeschäft. Sie verkauft ihre Produkte an andere Konzerngesellschaften zu vom Mutterkonzern bestimmten Transferpreisen.

 

Darüber hinaus sieht die Gesellschaft die folgenden Risiken auf Sicht der nächsten 3 Jahre:

Der Wettbewerb innerhalb des Marktes für Medizintechnik im Allgemeinen und in der Augenheilkunde im Besonderen wird weiter zunehmen. Grundsätzlich besteht deshalb das Risiko, dass die Gesellschaft im Vergleich zu den Wettbewerbern nicht rechtzeitig mit neuen Produkten bzw. mit Anpassungen bestehender Produkte auf Marktentwicklungen reagiert. Daraus können sich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie eine Verschlechterung der Marktposition ergeben. Die Technolas Perfect Vision GmbH begegnet diesem Risiko aktiv, indem sie nicht unerhebliche Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie in den vorgelagerten Bereichen der Marktbeobachtung und des New Business Development tätigt.

Zusätzliches Risikopotenzial besteht für den Fall, dass sich die Konjunkturlage verschlechtert, insbesondere dass sich die Nachfrage vermindert und dies negative Auswirkungen auf den Umsatz und die Ertragslage der Technolas Perfect Vision GmbH hat.

In der Medizintechnik bestehen strenge und national unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen. Die Versagung oder verzögerte Erteilung notwendiger Zulassungen für die Produkte des Unternehmens können sich negativ auf den künftigen Umsatz und Ertrag der Technolas Perfect Vision GmbH auswirken.

Es kann keine Gewähr dafür übernommen werden, dass die zahlreichen Registrierungen des Unternehmens in Zukunft fortbestehen oder erneuert werden. Gleiches gilt für den Wettbewerbsvorteil der Gesellschaft, der in der Vergangenheit aus einer im Vergleich zu den Wettbewerbern frühzeitigen Registrierung der Produkte resultierte. Es ist zudem nicht auszuschließen, dass sich die Registrierungsanforderungen zukünftig weiter verschärfen werden. Daraus können sich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Technolas Perfect Vision GmbH ergeben. Um solche Entwicklungen rechtzeitig erkennen und angemessen darauf reagieren zu können, verfolgt die Gesellschaft die aktuellen Entwicklungen auf diesem Gebiet äußerst genau und überwacht Zulassungsverfahren im Rahmen ihres implementierten Qualitätsmanagementsystems sehr detailliert.

Die auf Grund des allgemeinen Kostendrucks und der Komplexität der zugelieferten Bauteile immer enger werdende Zusammenarbeit mit Zulieferern bedeutet auch eine größere wechselseitige Abhängigkeit. Daraus können sich negative Auswirkungen auf die Produktion, den Absatz und auf die Qualität der Produkte des Unternehmens ergeben. Durch die Qualifizierung ihrer Lieferanten, die Identifizierung von Zweitlieferanten und die Aufstellung eines strategischen Bevorratungsplanes sichert sich die Technolas Perfect Vision GmbH gegen dieses Risiko bestmöglich ab.

Dem Unternehmen sind keine materiellen Verletzungen von Patentrechten oder sonstigen gewerblichen Schutzrechten Dritter bekannt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass Dritte Ansprüche aus Verletzung gewerblicher Schutzrechte gegenüber dem Unternehmen in Zukunft geltend machen. Eine solche Verletzung könnte unter Umständen die Auslieferung von Produkten verzögern. Im Fall eines negativen Verfahrensausgangs könnte das Unternehmen verpflichtet sein, Gebühren- oder Lizenzvereinbarungen einzugehen. Dabei besteht das Risiko, dass solche Urheberrechts- oder Lizenzvereinbarungen nicht oder zu nicht akzeptablen Bedingungen zur Verfügung stehen. Auf diese Weise könnte eine Klage wegen Verletzung gewerblicher Schutzrechte gegen das Unternehmen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachteilig beeinflussen. Um derartige Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, werden durch die Gesellschaft in regelmäßigen Abständen Patente und Patentneuanmeldungen auf relevanten Gebieten analysiert.

Die Wettbewerbsfähigkeit der Technolas Perfect Vision GmbH hängt weiterhin von der Sicherung ihrer technologischen Innovationen ab. Um diese zu gewährleisten, erwirbt die Technolas Perfect Vision GmbH Patente für eigene oder fremde Erfindungen und bemüht sich um die Wahrung ihrer Betriebsgeheimnisse. Das Auslaufen von Schutzrechten beziehungsweise Patenten könnte dazu führen, dass neue Wettbewerber in den Markt eintreten oder bereits aktive Wettbewerber in ihrer Position gestärkt werden.

Im Bereich der durch das Unternehmen eingesetzten Informationstechnologie wurde eine Vielzahl von Mechanismen zum Schutz vertraulicher Daten etabliert. Dennoch können Sicherheitsverletzungen und der Verlust dieser Daten nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. In diesem Fall können sich negative Auswirkungen auf die Technolas Perfect Vision GmbH ergeben.

Die Produkte des Unternehmens, die für medizinische Behandlungen eingesetzt werden, bergen grundsätzlich das Risiko, dass Fehlfunktionen zu Patientenschäden führen können. Dieses Risiko kann auch durch den Einsatz aller vertretbaren Maßnahmen der Qualitätskontrolle und die Beachtung aller gesetzlichen Vorschriften nicht vollständig ausgeschlossen werden. Auch wenn bis heute noch keine bedeutenden Schadenersatzansprüche aus Produkthaftung gegen die Technolas Perfect Vision GmbH geltend gemacht wurden, kann für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden, dass das Unternehmen mit solchen Ansprüchen zukünftig konfrontiert wird.

Das Unternehmen unterliegt Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit, insbesondere dann, wenn Umsatzerlöse und/oder Aufwendungen nicht auf Euro lauten. Zum 31. Dezember 2023 bestehen im Wesentlichen Risiken aus der Wechselkursveränderung des Euro zum US-Dollar. Das Währungsrisiko entsteht sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite.

Der Fachkräftemangel in Deutschland stellt ein Risiko dar, um natürliche Fluktuationen wiederzubesetzen oder um, sofern notwendig, die Kapazität zu erweitern.

Steuerliche Risiken resultieren insbesondere aus komplexen Transaktionen im Rahmen der Optimierung der internationalen Steuerstruktur, unterschiedlicher Auslegung und Änderungen der Steuergesetzgebung, Betriebsprüfungen sowie internationalen Steuerregelungen, die zu Nachforderungen oder höheren Steuerquoten führen können. Wir managen diese Risiken durch Einbindung von externen Beratern zur Beurteilung der Compliance. Gleichzeitig bestehen auch Chancen durch steuerliche Änderungen und Optimierungen in der internationalen Steuerstruktur, die zu einer Reduzierung der Steuerlast beitragen können. Das Unternehmen überwacht kontinuierlich die steuerlichen Entwicklungen und passt seine Steuerstrategie entsprechend an, um Risiken zu verringern und vorhandene steuerliche Vorteile optimal zu nutzen.

Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken

In der Abwägung von Chancen und Risiken kommen wir zum gleichen Schluss wie im Vorjahr: Obwohl die Anzahl der dargestellten Risiken höher ist als die der identifizierten konkreten Chancen, schätzt die Geschäftsführung die Verteilung von Risiken und Chancen zum Zeitpunkt der Berichtserstellung als ausgewogen ein. Auf Grund geopolitischer Entwicklungen bestehen mögliche Einschränkungen in Bezug auf eine intensive und begleitende Marktbearbeitung und Dynamisierung der geplanten Umsatzentwicklung. Die Geschäftsführung sieht dennoch die Handlungsfähigkeit des Unternehmens auf Grund seiner Steuerungs- und Kontrollsysteme nicht gefährdet und damit in der Folge keine grundlegenden Risiken, die den Fortbestand der Unternehmen stark negativ beeinflussen können. Das größte Potenzial liegt in den geschäftsbezogenen Chancen. Ein wichtiger Baustein ist dabei die fortdauernde Marktdurchdringung und langfristige Kundenbindung. Mit der erfolgreichen Fokussierung und anhaltenden Intensivierung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten können Kunden auch in Zukunft innovative Produkte angeboten und Märkte mitgestaltet werden. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens Technolas Perfect Vision GmbH gefährden könnten.

Risikomanagement

Das Risikomanagement der Technolas Perfect Vision GmbH ist fester Bestandteil der Unternehmensführung und basiert auf drei wesentlichen Komponenten:

Controlling: Das Controlling informiert die Geschäftsführung sowie alle verantwortlichen Entscheidungsträger im Unternehmen regelmäßig und zeitnah anhand von Monatsabschlusszahlen und unter Berücksichtigung von Budget, Forecast und Vorjahreszahlen über die aktuelle Lage und entstehende Risiken.

Qualitätsmanagement: Das zertifizierte Qualitätsmanagement des Unternehmens sorgt durch eindeutig dokumentierte Prozesse nicht nur für Transparenz innerhalb der Gesellschaft, sondern ist mittlerweile in den meisten Märkten eine Vorbedingung für die Vermarktung von Medizin-Produkten. Das bei der Technolas Perfect Vision GmbH umgesetzte Qualitätssicherungssystem wurde von der Landesgewerbeanstalt Bayern zertifiziert.

Versicherungen: Die wesentlichen Haftungs- und Ausfallrisiken der Gesellschaft sind durch entsprechende Versicherungen abgesichert. Zum 31. Dezember 2023 lagen keine signifikanten Prozessrisiken vor.

Ausblick

Die Produkte der Technolas Perfect Vision GmbH werden im Zuge eines Produktlebenszyklus entwickelt und weiterentwickelt. Im Ergebnis werden unsere Produkte dadurch vielseitiger einsetzbar, aber auch kostengünstiger in der Herstellung. Zudem arbeiten wir an weiteren Länderzulassungen unseres Produktportfolios und erschließen uns dadurch neue Absatzmärkte.

Die Technolas Perfect Vision GmbH gehört zu einem global agierenden Unternehmen. Die Eingliederung in den Konzern ist vollständig abgeschlossen; der Verkauf wird vollständig über die Vertriebsorganisation von Bausch Health Companies Inc. durchgeführt; dies ermöglicht uns die Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen und Entwicklung Produktion. Zusätzlich unterstützt der globale Absatzplan eine stabile Produktion und effizientere Warenwirtschaft.

Der vorläufige Umsatz im Jahr 2024 beträgt 17,2 Mio. €. Stand heute rechnen wir im Jahr 2025 mit einem Umsatz von ca. 18 Mio. €. Die verhaltene Umsatzentwicklung begründet sich durch den Produktwechsel im Femtosekundenlaser Bereich, hier soll Ende des Jahres 2025 eine neue Produktgeneration zugelassen werden.

Die folgende Annahme gilt ohne Berücksichtigung des Ergebnisabführungsvertrages mit der BLEP Holding GmbH. Auch das Geschäftsjahr 2024 wurde nach vorläufigen vorliegenden Zahlen mit einem Jahresfehlbetrag im mittleren zweistelligen Millionenbereich abgeschlossen. Das Geschäftsjahr 2024 wurde ohne Berücksichtigung des Ergebnisses der BLEP Holding GmbH und Steuer nach vorläufigen Zahlen mit Verlust abgeschlossen (-46,1 Mio. €). Unter Hinzurechnung der EAV (rd. 100 Mio. €) ergibt sich ein vorläufiger Gewinn vor Steuern von 53,9 Mio. €.

Im Jahr 2025 rechnen wir ohne Berücksichtigung des Ergebnisses der BLEP Holding GmbH und Steuer mit einem Verlust von rund 41,7 Mio. €. Unter Hinzurechnung der Ergebnisabführung der BLEP Holding wird ein Gewinn vor Steuern von 80,5 Mio. € erwartet. Die Veränderung gegenüber 2022 ist in etwas niedrigeren Ausgaben für Forschung und Entwicklung begründet. Inklusive des Ergebnisses der BLEP Holding erwarten wir für 2025 aufgrund des verbesserten operativen Ergebnisses eine leichte Steigerung im unteren zweistelligen Prozentbereich. Dabei ist unsere Annahme, dass die Ausschüttung unserer Tochtergesellschaft über dem Niveau des Jahres 2024 erfolgt.

 

München, den 31. Januar 2025

Eberhard Kühne

Manoj Kumar Panda

1 https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/refractive-surgery-devices-market-report

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 175.687,00 226.919,00
2. Geleistete Anzahlungen 142.500,00 0,00
318.187,00 226.919,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 290,00 871,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.370.356,81 1.404.255,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.088.172,19 799.110,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 387.182,52 1.675.557,99
3.846.001,52 3.879.795,03
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 885.671.841,60 885.671.841,60
889.836.030,12 889.778.555,63
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilf- und Betriebsstoffe 7.816.534,22 11.859.881,60
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.749.031,22 1.032.094,96
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.022.918,49 4.923.401,99
4. Geleistete Anzahlungen 2.583.631,22 1.343.648,17
18.172.115,15 19.159.026,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 40.460,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 49.552.192,55 119.000.720,63
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.184.535,80 945.080,49
50.736.728,35 119.986.261,12
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.852.047,67 12.608.343,53
73.760.891,17 151.753.631,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.442,48 80.203,28
963.661.363,77 1.041.612.390,28

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 115.737,00 115.737,00
Nennbetrag/rechnerischer Wert eigener Anteile 54.500,00
Ausgegebenes Kapital 61.237,00
II. Kapitalrücklage 624.557.771,83 1.015.600.338,19
III. Verlustvortrag -4.544.994,33 -68.302.011,34
IV. Jahresüberschuss 48.084.881,14 63.757.017,01
668.158.895,64 1.011.171.080,86
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 610.471,07 597.613,07
2. Steuerrückstellungen 16.901.575,73 11.202.783,79
3. sonstige Rückstellungen 2.430.009,80 2.791.303,07
19.942.056,60 14.591.699,93
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Auszahlungen auf Bestellungen 1.403.181,05 1.621.782,45
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.302.926,46 3.422.186,04
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 269.693.208,93 10.642.957,55
4. Sonstige Verbindlichkeiten 161.095,09 162.683,45
(davon aus Steuern € 156.958,92; Vorjahr € 160.473,13) 275.560.411,53 15.849.609,49
963.661.363,77 1.041.612.390,28

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 16.315.570,51 25.860.647,96
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.020.446,40 1.126.165,16
3. sonstige betriebliche Erträge 697.197,39 881.484,83
davon aus Währungsumrechnung € 292.287,33 (Vj. € 170.786,970)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 13.111.891,82 13.898.530,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 737.594,69 723.474,91
13.849.486,51 14.622.005,41
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.092.910,57 11.176.749,63
b) soziale Abgaben 1.848.635,04 1.864.272,81
(davon für Altersversorgung € 7.968,11; Vorjahr € 9.866,16)
12.941.545,61 13.041.022,44
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 815.882,12 675.482,70
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 18.159.129,15 16.120.027,46
davon aus Währungsumrechnung € 150.588,09 (Vj. € 238.752,38)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 90.091.463,16 87.104.577,96
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.990.951,68 2.006.363,70
davon aus verbundenen Unternehmen € 2.181.111,15 (Vj. € 1.729.444,41)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.875.348,61 104.406,93
(davon an verbundene Unternehmen € 9.857.094,27 (Vj. € 0,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.389.243,00 8.658.820,66
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern € 0,00 (Vj. € 0,00)
12. Ergebnis nach Steuern 48.084.994,14 63.757.474,01
13. Sonstige Steuern 113,00 457,00
14. Jahresüberschuss 48.084.881,14 63.757.017,01

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des §267 Abs. 2 bis 4 HGB.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Technolas Perfect Vision GmbH mit Sitz in München (TPV) im Handelsregister des Amtsgerichts München unter Nr. HRB 178055 eingetragen.

Alleiniger Gesellschafter der Technolas Perfect Vision GmbH ist seit dem 30. April 2021 die Bausch & Lomb Netherland B.V., Schiphol-Rijk, Niederlande (registriert unter Kamer van Koophandel Nr. 80878482 mit Sitz in Koolhovenlaan 110, 1119 NH Schiphol-Rijk, Niederlande). Die Bausch & Lomb Netherland B.V. ist eine 100 % Tochter der Bausch Health Companies Inc, Laval, Kanada.

Mit Datum vom 23. Juli 2020 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der BLEP Holding GmbH, Berlin, abgeschlossen.

Die Aufstellung des vorliegenden Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG).

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang teilweise aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Im Geschäftsjahr kamen im Wesentlichen unverändert die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung:

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Als Nutzungsdauern werden grundsätzlich drei bis vier Jahre, bei Systemprogrammen 5 Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden für immaterielle Vermögensgegenstände zwischen 2 und 5 Jahren, für Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens zwischen 3 und 20 Jahren unterstellt. In den Herstellungskosten für Sachanlagevermögen werden die direkt zuordenbaren Kosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten berücksichtigt. Es wurden keine Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten einbezogen. Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Abschreibungen auf Zugänge erfolgen zeitanteilig. Soweit erforderlich werden im Sachanlagevermögen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 250 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und im Anlagespiegel als Zugang ausgewiesen. Für Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten größer als € 250 und kleiner als € 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der über eine Laufzeit von 5 Jahren aufgelöst wird. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten größer € 1.000 werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Das Wahlrecht des § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB wird nicht in Anspruch genommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem steuerrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. Produktionslöhne sind zu Durchschnittssätzen berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Ist der Wert, der sich aus dem Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt, bzw. der den unfertigen und fertigen Erzeugnissen am Abschlussstichtag beizulegen ist, niedriger als die Herstellungskosten, wird dieser niedrigere Wert angesetzt.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung angemessener Wertberichtigungen bilanziert.

Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag bilanziert, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage werden zum Nennbetrag bilanziert.

Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode", die als der versicherungsmathematische Barwert definiert ist. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Dabei kamen die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie der Rechnungszinssatz von 1,83 % p.a. zur Anwendung (VJ 1,78% p.a.). Von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wurde kein Gebrauch gemacht. Der Gehaltstrend wird mit 2,75% p.a. (VJ 2,75% p.a.) und die Fluktuation mit 2,0% angenommen (VJ 2,0%).

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren 1,83% (VJ 1,78%) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren 1,75% (VJ 1,44%) beträgt T€ - 9 (VJ T€ 39), der nicht nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt ist (Vorjahr: nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt).

Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 268 VÌII HGB beträgt T€ 28 (VJ T€ 28).

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für die ertragsteuerliche Organschaft auf Ebene der TPV auf zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rückstellungen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Gesamtsteuersatzes für Gewerbe- und Körperschaftsteuer von 30,6 %. Aktive latente Steuern resultieren überwiegend aus zeitlichen Differenzen bei immateriellen Vermögensgegenständen, Gegenständen des Sachanlagevermögens, beim Ansatz von Rückstellungen und Verlustvorträgen. Passive latente Steuern resultieren ausschließlich aus einem Erhöhungsbetrag aus Aufstockung in der Steuerbilanz. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wird - wie im Vorjahr - das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB dahingehend ausgeübt, dass auf den Ansatz aktiver latenter Steuern bzw. des sich nach Saldierung mit passiven latenten Steuern ergebenden aktiven latenten Steuerüberhangs verzichtet wird.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles bewertet und zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

II. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist direkt und indirekt per 31.12.2023 an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Kapitalanteil
%
Eigenkapital
in T€
Jahresergebnis
in T€
BLEP Holding GmbH, Berlin 90 517.490 90.091 9)
Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik GmbH, Berlin 1) 90 75.304 80.211 2)
Bausch & Lomb, Berlin 1) 90 7.578 3. 446 2)
Dr. Robert Winzer Pharma GmbH, Berlin 1) 90 1.052 9. 722 2)
Grundstücksverwaltungsgesellschaft Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik GmbH, Berlin 1) 79,2 208 231 2)

1) gehalten über die BLEP Holding GmbH, Berlin

2) vor Ergebnisabführung

I I I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 40
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 49.552 119.001
Sonstige Vermögensgegenstände 1.185 945
50.737 119.986

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ausschließlich Forderungen gegen Schwestergesellschaften von Bausch Health Companies. Es handelt sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen T€ 4.856 (VJ T€ 13.667), Forderungen aus Ergebnisabführungen T€ 44.696 (VJ T€ 23.605). Im Vorjahr bestand zudem ein Darlehen gegenüber der Bausch & Lomb Netherlands B.V. in Höhe von T€ 81.729. Dieses Darlehen wurde im Rahmen des Kaufs der eigenen Anteile im Jahr 2023 verrechnet.

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände ohne die Mietkautionen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Mietkautionen (T€ 68; VJ T€ 444) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

IV. Aktive latente Steuern

Im laufenden Geschäftsjahr übersteigen die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern. Das Wahlrecht zur Aktivierung wird nicht in Anspruch genommen. Die aktiven latenten Steuern beziehen sich insbesondere auf Verlustvortrag und Zinsvortrag und übersteigen per Saldo die passiven latenten Steuern. Deshalb wird das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in Anspruch genommen und es wird auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet.

V. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert T€ 116 und ist voll eingezahlt. Es erfolgte eine Absetzung des Nennbetrages der eigenen gehaltenen Anteile (T€ 54,5).

Die Reduzierung der Kapitalrücklage ist im Wesentlichen auf einen Kauf von Anteilen i.H.v. 47,09 % an der Technolas Perfect Vision GmbH von der Bausch & Lomb Netherland B.V. zurückzuführen. Der Nominalwert der erworbenen Anteile entspricht 54.500 €. Der ermittelte Kaufpreis zum Zeitpunkt des Kaufs am 27. Juli 2023 betrug 391,0 Mio. €.

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 624.503. In Höhe von T€ 391.043 wurde der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag oder dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile mit den frei verfügbaren Rücklagen des Vorjahres (T€ 1.015.600) verrechnet.

Die Reduzierung der Kapitalrücklage ist im Wesentlichen auf einen Kauf von Anteilen i.H.v. 47,09 % an der Technolas Perfect Vision GmbH von der Bausch & Lomb Netherland B.V. zurückzuführen. Der Nominalwert der erworbenen Anteile entspricht 54.500 €. Der Fair Market Value zum Zeitpunkt des Kaufs am 27. Juli 2023 betrug 391,0 Mio. €.

Der Kauf der Anteile wurde wie folgt finanziert:

45,0 Mio. € mit liquiden Mitteln

83,9 Mio. € Aufrechnung des an die Bausch & Lomb Netherland B.V. inklusive aufgelaufener Zinsen begebenen Darlehens

105,3 Mio. € neues Darlehen von Bausch & Lomb Netherland B.V. an die Technolas Perfect Vision GmbH

156,9 Mio. € neues Darlehen von der BLEP Holding GmbH an die Technolas Perfect Vision GmbH

V I. Rückstellungen

Die Rückstellungen betragen zum 31. Dezember 2023 T€ 19.942 (VJ T€ 14.592). Diese setzen sich aus Steuerrückstellungen i.H.v. T€ 16.902 (VJ T€ 11.203), sonstigen Rückstellungen i. H. v. T€ 2.430 (VJ T€ 2.791) und Pensionsrückstellungen i. H. v. T€ 610 (VJ T€ 598) zusammen. Die Pensionsrückstellungen wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der verpfändeten Rückdeckungsversicherung i. H. v. T€ 101 (VJ T€ 101) verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen solche für Abschlusserstellungs- sowie Prüfungskosten i. H. v. T€ 330 (VJ T€ 306), für Bonuszahlungen i. H. v. T€ 619 (VJ T€ 657), für ausstehende Rechnungen i. H. v. T€ 519 (VJ T€ 490), WEEE Rückstellung T€ 322 (VJ T€ 332), Uni Heidelberg T€ 98 (VJ T€ 281), Departments T€ 224 (VJ T€ 263) und für nicht genommenen Urlaub i. H. v. T€ 21 (VJ T€ 11).

V II. Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
2023
T€
bis zu 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
davon mehr als 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.403 1.403 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.303 4.303 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 269.693 14.861 254.832 0
Sonstige Verbindlichkeiten 161 161 0 0
275.560 20.728 254.832 0
Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
2022
T€
bis zu 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
davon mehr als 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.622 1.622 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.422 3.422 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.643 10.643 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 163 163 0 0
15.850 15.850 0 0

Die erhaltenen Anzahlungen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich verbundene Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 5.668 (VJ T€ 1.450), erhaltene Darlehen in Höhe von T€ 254.832 (VJ T€ 0) sowie Verbindlichkeiten aus der Überzahlung aus Vorauszahlungen auf die Ergebnisabführung 2021 in Höhe von T€ 9.193 (VJ T€ 9.193). Zum 31.12.2023 bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

VIII. Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften aus dem Vorjahr (T€ 74) existieren in 2023 nicht mehr. Dies ist begründet durch einen Bankwechsel hin zu JP Morgan. Dieses Institut betreut den gesamten Bausch & Lomb Konzern, weshalb eine Besicherung nicht mehr notwendig ist.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse unter Einbeziehung der Transfer Price Adjustments werden nach Tätigkeitsbereichen sowie geographisch wie folgt gegliedert:

nach Tätigkeitsbereichen

2023
T€
2022
T€
Verkauf von Waren und Erzeugnissen 16.316 25.861
16.316 25.861

geographisch

2023
T€
2022
T€
EMEA * 11.312 17.176
Amerika 2.174 5.185
Asien 2.830 3.500
16.316 25.861

* Europa, Naher Osten und Afrika

Sonstige betriebliche Erträge

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um T€ 96 auf T€ 697 resultiert insbesondere aus dem Wegfall der Garantie Fee Zahlungen (Vj. T€ 443). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung i. H. v. T€ 197 (VJ T€ 167).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 18.159 (VJ T€ 16.032). Die Erhöhung betrifft im Wesentlichen die gestiegenen Entwicklungskosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. H. v. T€ 151 (VJ T€ 239).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsaufwendungen i. H. v. T€ 9.875 (VJ T€ 104) entfallen T€ 9.857 (VJ T€ 0) auf verbundene Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag bestehen aus Körperschaftssteuer inkl. Solidaritätszuschlag i. H. v. T€ 4.308 (VJ T€ 4.465) und Gewerbesteuer i. H. v. T€ 4.081 (VJ T€ 4.194).

Sonstige Angaben

I. Sonstige finanziellen Verpflichtungen

2023 Total
T€
bis 1 Jahr
T€
1-5 Jahre
T€
Kfz-Leasing 64.416 41.309 23.107
Maschinen 25.505 25.505 0
Mieten 7.912.414 1.503.745 6.408.669
Bestellobligo 5.459.495 5.459.495 0
Summe 13.461.830 7.030.054 6.431.776
2022 Total bis 1 Jahr 1-5 Jahre
Kfz-Leasing 50.785 49.010 1.774
Maschinen 49.277 27.293 21.984
Mieten 7.954.273 1.546.470 6.407.803
Bestellobligo 5.520.481 5.520.481 0
Summe 13.574.816 7.143.254 6.431.562

II. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 136 (VJ 143) Mitarbeiter als Angestellte beschäftigt. Sie waren zum Jahresende in Sales Support (16; VJ 13), Forschung & Entwicklung (60; VJ 57), Verwaltung (23; VJ 30), Produktion (40; VJ 43) tätig.

III. Zusammensetzung der Organe und deren Gesamtbezüge

Geschäftsführer:

Eberhard Kühne, Berlin, Vice President, Global FP&A, Bausch & Lomb.

Manoj Kumar Panda, New Jersey, USA, Vice President Treasurer, Bausch& Lomb, ab dem 26. Oktober 2022

Im Geschäftsjahr hat keiner der Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr T€ 29 (VJ T€ 29). Der Betrag, der für diese Personengruppe gebildeten Pensionsrückstellungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 329 (VJ T€ 344).

IV. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

V. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Das Unternehmen schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 48.085 ab. Es wird vorgeschlagen, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Angaben zum Konzernabschluss

Die Bausch Health Companies, Inc., Laval Quebec, Kanada, hielt zum Bilanzstichtag über die Bausch & Lomb Netherland B.V. indirekt sämtliche Anteile an unserer Gesellschaft. Sie hat für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufgestellt, in dem die Technolas Perfect Vision GmbH und ihre Tochtergesellschaften einbezogen wurden. Dieser Konzernabschluss ist öffentlich erhältlich, unter anderem auf der Webseite www.bauschhealth.com. Der Konzernabschluss wird außerdem bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht und kann auf deren Website (www.sec.gov) abgerufen werden.

 

München, den 31. Januar 2025

Eberhard Kühne

Manoj Kumar Panda

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.691.570,27 63.278,36 23.544,55 0,00 3.778.393,18
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 142.500,00 0,00 0,00 142.500,00
3.691.570,27 205.778,36 23.544,55 0,00 3.920.893,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 6.393,00 0,00 0,00 0,00 6.393,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.514.394,74 258.191,96 1.168.153,92 0,00 7.940.740,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.077.818,58 325.273,91 181.177,00 430,70 11.583.838,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.675.557,99 84.500,00 -1.372.875,47 0,00 387.182,52
19.274.164,31 667.965,87 -23.544,55 430,70 19.918.154,93
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 885.671.841,60 0,00 0,00 0,00 885.671.841,60
908.637.576,18 873.744,23 0,00 430,70 909.510.889,71
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023
Zugänge Abgänge
31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.464.651,27 138.054,91 0,00 3.602.706,18 175.687,00 226.919,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 142.500,00 0,00
3.464.651,27 138.054,91 0,00 3.602.706,18 318.187,00 226.919,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 5.522,00 581,00 0,00 6.103,00 290,00 871,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.110.138,89 460.244,92 0,00 5.570.383,81 2.370.356,81 1.404.255,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.278.708,39 217.001,29 43,08 10.495.666,60 1.088.172,19 799.110,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 387.182,52 1.675.557,99
15.394.369,28 677.827,21 43,08 16.072.153,41 3.846.001,52 3.879.795,03
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 885.671.841,60 885.671.841,60
18.859.020,55 815.882,12 43,08 19.674.859,59 889.836.030,12 889.778.555,63

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Technolas Perfect Vision GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Technolas Perfect Vision GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Technolas Perfect Vision GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 1. März 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Susanne Riedel, Wirtschaftsprüferin

ppa. Christian Dennler, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 07.04.2025 festgestellt.

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