ista Venture Hub GmbHLiquidiert

45131 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 30772
Eingetragen
3.2.2020
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Beteiligung an anderen Gesellschaften, insbesondere an Konzern- und Beteiligungsgesellschaften der ista-Gruppe. Das Unternehmen managt das Portfolio an Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen, die im Rahmen des Innovationsprozesses entwickelt bzw. identifiziert wurden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicolas Karck
seit 21.4.2021
Geschäftsführer
Prokura
Thomas Lemper
seit 3.2.2020
Geschäftsführer
Jörn Reckeweg
seit 3.2.2020
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Trionista TopCo GmbH

Essen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2020

Inhaltsverzeichnis

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

Konzerngesamtergebnisrechnung zum 31. Dezember 2020

Konzernkapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2020

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2020

Konzernanhang für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

€ in Tausend Anhang 31.12.2020 31.12.2019
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (11) 3.276.085 3.337.730
Sachanlagen (12) 435.193 423.856
Nutzungsrechte an Leasinggegenständen (27) 61.512 57.905
Beteiligungen an sonstigen Unternehmen und sonstige Finanzanlagen (13)/(14) 5.083 29
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (16) 2.033 1.363
Sonstige Vermögenswerte (17) 14.649 12.332
Latente Steuern (8) 14.002 12.750
3.808.557 3.845.965
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (15) 60.504 53.459
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (16) 109.128 119.162
Laufende Ertragsteueransprüche (8) 4.468 7.904
Sonstige Vermögenswerte (17) 11.881 10.167
Zahlungsmittel (18) 89.928 112.208
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 130
275.909 303.030
Summe AKTIVA 4.084.466 4.148.995

PASSIVA

Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (19) 25 25
Kapitalrücklage (20) 111.379 111.379
Gewinnrücklagen (21) 83.696 59.331
Sonstige Rücklagen (22) -42.873 -34.032
Eigenkapital, das den Anteilseignern der Trionista TopCo GmbH zuzuordnen ist 152.227 136.703
Nicht beherrschende Anteile (23) 0 0
152.227 136.703
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (24) 103.546 94.511
Latente Steuern (8) 737.671 750.491
Sonstige Rückstellungen (25) 17.245 10.855
Finanzverbindlichkeiten (26) 2.570.296 1.176.259
Erhaltene Anzahlungen (28) 194 182
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (28) 0 0
Abgegrenzte Erlöse (28) 59.104 60.450
Sonstige Verbindlichkeiten (28) 363 201
3.488.419 2.092.949
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten (8) 18.713 23.761
Sonstige Rückstellungen (25) 27.563 20.534
Finanzverbindlichkeiten (26) 119.556 1.612.691
Erhaltene Anzahlungen (28) 16.745 14.883
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (28) 15.999 17.833
Abgegrenzte Erlöse (28) 161.104 145.617
Sonstige Verbindlichkeiten (28) 84.140 83.894
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten 0 130
443.820 1.919.343
Summe PASSIVA 4.084.466 4.148.995

Auf die Erläuterungen im Anhang wird verwiesen.

Konzerngesamtergebnisrechnung zum 31. Dezember 2020

€ in Tausend Anhang 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Umsatzerlöse (1) 932.951 908.812
Umsatzkosten (2) -525.338 -500.552
Bruttoergebnis vom Umsatz 407.613 408.260
Vertriebskosten (3) -73.120 -72.580
Allgemeine Verwaltungskosten (3) -54.629 -51.624
Sonstige betriebliche Erträge (4) 22.550 19.627
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) -81.729 -77.241
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 220.685 226.442
Zinsen und ähnliche Erträge (6) 1.496 1.206
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (7) -82.905 -76.325
Verluste aus Investments at equity (13) -279 0
Zinsergebnis -81.688 -75.119
Ergebnis vor Steuern 138.997 151.323
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8) -50.553 -71.974
Konzernjahresgewinn 88.444 79.349
Gewinne, die den Anteilseignern der Trionista TopCo GmbH zuzuordnen sind 88.444 79.349
Gewinne, die auf nicht beherrschende Anteile entfallen (9) 0 0
Konzernjahresgewinn 88.444 79.349
Posten, die zu einem späteren Zeitpunkt in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Verluste/Gewinne gem. IAS 19 -8.060 -24.817
Latente Steuern (8) 2.545 7.330
Posten, die nicht zu einem späteren Zeitpunkt in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung -3.326 523
Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen -8.841 -16.964
Gesamtergebnis der Periode 79.603 62.385
Gewinne, die den Anteilseignern der Trionista TopCo GmbH zuzuordnen sind 79.603 62.385
Gewinne, die auf nicht beherrschende Anteile entfallen 0 0

Konzernkapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2020

€ in Tausend Anhang 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Konzernjahresüberschuss 88.444 79.349
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8) 50.553 71.974
Ergebnis vor Steuern 138.997 151.323
Abschreibungen auf das Anlagevermögen (10) 178.758 171.597
Abschreibungen auf Nutzungsrechte an Leasinggegenständen 15.914 16.530
Ergebnisse aus Anlagenabgängen -647 1.682
Verluste aus dem Verkauf von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zur Veräußerung gehalten eingestuft sind (19) 0 225
Ergebnis aus Investments at-equity 279 0
Zinserträge (6) -1.496 -1.206
Zinsaufwendungen (7) 82.905 76.325
Veränderung der Vorräte -7.498 3.977
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.747 19.636
Veränderung der erhaltenen Anzahlungen 1.927 2.801
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.652 -2.898
Veränderung der abgegrenzten Erlöse 10.356 -6.318
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte -3.898 -1.329
Veränderung der Rückstellungen 13.802 2.563
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten 638 -1.372
Steuerzahlungen -65.725 -55.089
Zinseinzahlungen 748 332
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 373.155 378.779
Einzahlungen aus dem Abgang von
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft sind 0 -2.065
Sonstigen Finanzanlagen 0 2
Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 2.952 1.749
Auszahlungen für Investitionen in
Minderheitsanteile 0 -1.005
Sonstige Geschäftseinheiten -5.428 -1.388
Sonstige Finanzanlagen -853 0
Vermietete Messgeräte -101.879 -104.626
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -28.691 -20.799
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -133.899 -128.132
Rückzahlung von Kapitalrücklage 0 -125.000
Dividendenauszahlungen -64.079 -93
Dividendeneinzahlungen 558 546
Aus-/Einzahlungen aus
Senior Credit Facility (26) -200.000 0
Revolving Credit Facility (26) -80.000 -15.000
Leasingverbindlichkeiten (26) -18.732 -16.038
Auszahlung für
Revolving Credit Facility (26) 155.000 0
Auszahlungen für Zinsen -29.417 -16.816
Zinszahlungen an nahestehende Personen (31) -23.970 -48.071
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -260.640 -220.472
Liquidätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -21.384 30.175
Zahlungsmittel zum Beginn der Berichtsperiode (18) 112.208 82.030
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel -896 182
Zahlungsmittel, die zur Veräußerung gehalten eingestuft sind 0 -179
Zahlungsmittel zum Jahresende (18) 89.928 112.208

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2020

€ in Tausend Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand am 1. Januar 2020 25 111.379 59.331
Periodenergebnis 0 0 88.444
Sonstiges Ergebnis 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 88.444
Dividenden 0 0 -64.079
Transaktionen mit Anteilseignern 0 0 -64.079
Stand am 31. Dezember 2020 25 111.379 83.696
Stand am 1. Januar 2019 25 236.379 -19.274
Periodenergebnis 0 0 79.349
Sonstiges Ergebnis 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 79.349
Reduzierung der Kapitalrücklage 0 -125.000 0
Kauf von Minderheitsanteilen 0 0 -744
Dividenden 0 0 0
Transaktionen mit Anteilseignern 0 -125.000 -744
Stand am 31. Dezember 2019 25 111.379 59.331
Auf die Erläuterungen im Anhang wird verwiesen (19) (20) (21)
Sonstige Rücklagen
€ in Tausend Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung Zwischensumme
Stand am 1. Januar 2020 -32.549 -1.483 -34.032
Periodenergebnis 0 0 0
Sonstiges Ergebnis -5.515 -3.326 -8.841
Gesamtergebnis -5.515 -3.326 -8.841
Dividenden 0 0 0
Transaktionen mit Anteilseignern 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2020 -38.064 -4.809 -42.873
Stand am 1. Januar 2019 -15.062 -2.006 -17.068
Periodenergebnis 0 0 0
Sonstiges Ergebnis -17.487 523 -16.964
Gesamtergebnis -17.487 523 -16.964
Reduzierung der Kapitalrücklage 0 0 0
Kauf von Minderheitsanteilen 0 0 0
Dividenden 0 0 0
Transaktionen mit Anteilseignern 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2019 -32.549 -1.483 -34.032
Auf die Erläuterungen im Anhang wird verwiesen (22)
€ in Tausend Beherrschende Anteile Nicht beherrschende Anteile Summe
Stand am 1. Januar 2020 136.703 0 136.703
Periodenergebnis 88.444 0 88.444
Sonstiges Ergebnis -8.841 0 -8.841
Gesamtergebnis 79.603 0 79.603
Dividenden -64.079 0 -64.079
Transaktionen mit Anteilseignern -64.079 0 -64.079
Stand am 31. Dezember 2020 152.227 0 152.227
Stand am 1. Januar 2019 200.062 354 200.416
Periodenergebnis 79.349 0 79.349
Sonstiges Ergebnis -16.964 0 -16.964
Gesamtergebnis 62.385 0 62.385
Reduzierung der Kapitalrücklage -125.000 0 -125.000
Kauf von Minderheitsanteilen -744 -261 -1.005
Dividenden 0 -93 -93
Transaktionen mit Anteilseignern -125.744 -354 -126.098
Stand am 31. Dezember 2019 136.703 0 136.703
Auf die Erläuterungen im Anhang wird verwiesen (23)

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

Grundlagen

Trionista TopCo GmbH, Essen, (nachfolgend "Gesellschaft" oder "ista" oder "ista Gruppe") ist ein Energiedienstleister mit Fokus auf Energiemanagement-Dienstleistungen. Die angebotenen Leistungen reichen unter anderem von der Lieferung und Installation von Geräten über die Verbrauchserfassung und deren verursachungsgerechte Abrechnung von Wasser, Wärme, Gas, Strom und Kälte. Die Hauptmärkte des Konzerns befinden sich in Europa, hier im Wesentlichen in Deutschland und Frankreich.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister Essen unter der Nummer HRB 24906 registriert.

Alleinige Gesellschafterin der Trionista TopCo GmbH ist, über die ista Luxembourg S.à r.l. (vormals ista Luxemburg GmbH S.à r.l.), Howald, Luxemburg, die Lamarillo S.à r.l., Luxemburg. Sarvana S.à r.l., Luxemburg, ist alleinige Gesellschafterin der Lamarillo S.à r.l. und somit oberstes Mutterunternehmen des Konzerns.

Der Konzernabschluss der Sarvana S.à r.l., in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird beim Registre de Commerce et des Sociétés in Luxemburg veröffentlicht.

Der Konzern ist at equity sowohl in den Konzernabschluss der CK Infrastructure Holdings Limited, einer auf Bermuda gegründeten Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Hong Kong, deren Anteile an der Börse Hong Kong gelistet sind, als auch in den Konzernabschluss der CK Assets Holdings Limited, einer auf den Cayman Inseln gegründeten Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Hong Kong, deren Anteile an der Börse Hong Kong gelistet sind, einbezogen

Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, unter Anwendung und Beachtung der zusätzlichen Anforderungen des § 315e Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB, aufgestellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die gültigen International Accounting Standards (IAS). Alle für das Geschäftsjahr 2019 verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), vormals Standing Interpretations Committee (SIC), wurden vollständig und uneingeschränkt angewendet.

Die Konzerngesamtergebnisrechnung sowie die Konzernbilanz entsprechen den Gliederungsvorschriften des IAS 1, wobei die Konzerngesamtergebnisrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt ist. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung und der Konzernbilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt; sofern nicht anders angegeben sind sämtliche Werte auf Tausend gerundet.

Die nachfolgend beschriebenen Rechnungslegungsgrundsätze sind auf Going-Concern-Basis einheitlich für alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Perioden angewendet worden.

Die Jahresabschlüsse der in- und ausländischen Konzernunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die in den Konzernabschluss der Trionista TopCo GmbH einbezogenen deutschen Gesellschaften Trionista HoldCo GmbH, Essen, ista International GmbH, Essen, ista Deutschland GmbH, Essen, ista Holding Europe GmbH, Essen, ista Holding Netherlands GmbH, Essen, ista Venture Hub GmbH, Essen, und ista Express Service GmbH, Essen, haben Erleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2020 in Anspruch genommen.

Grundsätze der Rechnungslegung

Konsolidierung

Die in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 einbezogenen Unternehmen verteilen sich wie folgt auf das In- und Ausland:

Inland Ausland Summe
Anzahl Gesellschaften
vollkonsolidiert 10 34 44
Beteiligungen an sonstigen Unternehmen, die
at-cost bewertet werden 1 2 3
at-equity bewertet werden 1 0 1
Summe 12 36 48

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verteilen sich im Vorjahr wie folgt auf das In- und Ausland:

Inland Ausland Summe
Anzahl Gesellschaften
vollkonsolidiert 9 35 44
Beteiligungen an sonstigen Unternehmen, die
at-cost bewertet werden 0 2 2
Summe 9 37 46

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung für ista wird bei einem (im Vorjahr: einem) Unternehmen (Viterra Energy Services Tehran Co. Ltd., Teheran, Iran) ohne Geschäftsaktivitäten auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss verzichtet. Es macht weniger als 1% des Konzernumsatzes und -ergebnisses der ista aus. Dieses wird mangels Verfügbarkeit verlässlicher Zeitwerte at-cost bewertet und unter den Beteiligungen an sonstigen Unternehmen ausgewiesen.

Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns ist als Anlage B dem Konzernanhang beigefügt, um Anforderungen der lokalen Rechnungslegung zu erfüllen. Sie ist ein integraler Bestandteil des Konzernanhanges.

In der Berichtsperiode veränderte sich der Konsolidierungskreis wie folgt:

• Gründung der ista Venture Hub GmbH, Essen, Deutschland

Die ista International GmbH, Essen, Deutschland, hat mit Datum vom 9. Januar 2020 die ista Venture Hub GmbH, Essen, Deutschland, gegründet.

• Gründung der objego GmbH, Essen, Deutschland

Die ista Venture Hub GmbH, Essen, Deutschland, hat mit Datum vom 6. Februar 2020 die objego GmbH, Essen, Deutschland, gegründet.

• Erwerb von 25,1 % der Anteile an der facilioo GmbH, Berlin, Deutschland.

Mit Beteiligungsvertrag vom 14. Februar 2020 nahm die ista Venture Hub GmbH neue Anteile (resultierend aus einer Erhöhung des Stammkapitals um €8.400.000) an der facilioo GmbH, Berlin, Deutschland, auf. Die Kapitalerhöhung wurde am 30. März 2020 ins Handelsregister Berlin eingetragen.

• Gründung einer neuen Gesellschaft in der Türkei

Mit notariellem Vertrag vom 24. März 2020 gründete die ista Holding Europe GmbH die ista Ölçüm ve Enerji Hizmetleri Limited Șirketi, Istanbul (Üsküdar), Türkei. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TRL 330.000,00 (aufgeteilt in 333 Anteile mit einem Nominalwert von jeweils TRL 1.000,00) und wird von der ista Holding Europe GmbH aufgebracht. Mit Gesellschafterbeschluss vom 30. September 2020 beschloss die ista Holding Europe GmbH die Verschmelzung der ista Enerji Hizmetleri Ticarel Limited Sirketi mit der ista Ölcüm ve Enerji Hizmetleri Limited Sirketi.

• Erwerb der Hildebrand & Schoenfeld GmbH&CO.KG sowie Hildebrand & Schoenfeld Verwaltung GmbH

Mit Kaufvertrag vom 30. Januar 2020 und wirtschaftlicher Wirkung vom 1. Januar 2020 erwarb die ista Deutschland GmbH, Essen, Deutschland, 100% der Anteile an der Hildebrand & Schoenfeld GmbH & Co. KG, Bremerhaven, Deutschland, und Hildebrand & Schoenfeld Verwaltung GmbH, Bremerhaven, Deutschland.

Am 1. Juli 2020 trat die Hildebrand & Schoenfeldt Verwaltung GmbH als vollhaftender Gesellschafter aus der Hildbrand & Schoenfeldt GmbH & Co. KG aus. Dies hatte die sofortige Auflösung der Kommanditgesellschaft sowie die Anwachsung der Vermögenswerte und Schulden auf den verbleibenden Gesellschafter der ista Deutschland GmbH zur Folge.

Mit Beschluss der außerordentlichen Gesellschafterversammlung der Hildebrand & Schoenfeldt Verwaltung GmbH vom 1. Juli 2020 firmiert die Gesellschaft fortan als ista Express Service GmbH. Der Geschäftssitz wurde von Bremerhafen nach Leipzig verlegt.

• Anwachsung der A-Z Objektservice GmbH & Co. KG, Berlin, auf die ista Deutschland, Essen, Deutschland

Mit Beschluss vom 31. Juli 2020 trat die A-Z Objektservice Verwaltungs GmbH als vollhaftender Gesellschafter aus der A-Z Objektservice GmbH & Co. KG aus. Dies hatte die sofortige Auflösung der Kommanditgesellschaft sowie die Anwachsung der Vermögenswerte und Schulden auf den verbleibenden Gesellschafter der ista Deutschland GmbH zur Folge.

Die kumulative Wirkung der Akquisitionen auf die Posten der Konzernbilanz wird nachstehend zusammengefasst:

€ in Tausend Summe der Zugänge
Flüssige Mittel 23
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 124
Sonstige langfristige Vermögenswerte 558
Summe Vermögenswerte 705
Kurzfristige Verbindlichkeiten 613
Langfristige Verbindlichkeiten 94
Summe Verbindlichkeiten 707

Der Nettozahlungsmittelabfluss für Unternehmenserwerbe stellt sich folgendermaßen dar:

€ in Tausend Nettomittelabfluss
Bruttozahlungsabfluss 5.451
Zahlungsmittel, die mit Tochterunternehmen erworben wurden -23
Nettozahlungsmittelabfluss 5.428

Kaufpreiszahlungen für Anteile an Gesellschaften, die in Vorjahren gekauft wurden, wurden nicht geleistet.

Gemäß IFRS 3 werden Akquisitionen, die eine Änderung der Kontrolle herbeiführen, nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten werden zum Fair Value der übertragenen Vermögenswerte, Schulden und der vom Erwerber ausgegebenen Eigenkapitalanteile bewertet. Mit der Akquisition in Zusammenhang stehende Kosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Die übertragene Gegenleistung wird mit dem erworbenen, neubewerteten identifizierbaren Reinvermögen zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die Allokation des Erwerbspreises basiert auf einer vorläufigen Bewertung, wobei die Einschätzungen und Annahmen der Gesellschaft Veränderungen innerhalb der Bewertungsperiode unterliegen bis die Bewertungen abgeschlossen sind.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Konzerninterne Salden und Transaktionen und sämtliche unrealisierten Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert.

Die im Konzernabschluss ausgewiesenen Posten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen des ista Konzerns.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen in Euro erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung (IAS 21) nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Aufgrund der rechtlichen und wirtschaftlichen Selbständigkeit der ausländischen Konzerngesellschaften ist die jeweilige Landeswährung als funktionale Währung zugrunde zu legen. Dementsprechend ist die Konzernbilanz zu Stichtagskursen und die Konzerngesamtergebnisrechnung zu Durchschnittskursen umgerechnet. Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung bei den Vermögens- und Schuldenposten gegenüber der Umrechnung in der Eröffnungsbilanz sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Konzernbilanz und Konzerngesamtergebnisrechnung werden als sonstiges Ergebnis im Eigenkapital erfasst.

Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse wesentlicher Währungen außerhalb der Europäischen Währungsunion stellen sich wie folgt dar:

€1 Stichtagskurs 31.12.2020 €1 Durchschnittskurs 1.1.-31.12.2020
US Dollar 1,2271 1,1413
Polnische Zloty 4,5597 4,4432
Dänische Kronen 7,4409 7,4544

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen außerhalb der Europäischen Währungsunion im Vorjahr stellen sich wie folgt dar:

€1 Stichtagskurs 31.12.2019 €1 Durchschnittskurs 1.1.-31.12.2019
US Dollar 1,1189 1,1196
Polnische Zloty 4,2567 4,2975
Dänische Kronen 7,4697 7,4661

In den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen werden nominal in Fremdwährung gebundene Vermögenswerte und Schulden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Zugangs umgerechnet und zu jedem Stichtag an den jeweiligen Stichtagskurs angepasst; dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam als sonstige betriebliche Erträge oder sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Umsatzrealisierung

ista ist in den zwei Kernelementen der Sub-Metering Wertschöpfungskette tätig: Hardware und Dienstleistung. Zum Hardware-Bereich gehören die Lieferung und Installation sowie die Inbetriebnahme und Finanzierung von Mess- und Erfassungsgeräten durch Direktverkauf, Vermietung sowie Garantiewartung. Zum Dienstleistungsportfolio gehören Ablesung, Datenverarbeitung, Abrechnung von Verbräuchen, Energiedatenmanagement sowie Kundenbetreuung.

Umsätze werden realisiert, wenn ista die Kontrolle über die Güter und Dienstleistungen an den Kunden überträgt. Der Umsatz wird durch die im Vertrag genannte Gegenleistung bestimmt. Ausgeschlossen sind Beträge, die im Namen von Dritten eingezogen werden.

Kaufverträge

Kaufverträge beinhalten den Verkauf sowie die dazugehörige Installation von Messgeräten für die verbrauchsgerechte Abrechnung von Wasser und Energie und sonstigen Geräten wie Rauchwarnmeldern. Die Umsatzrealisierung erfolgt zum Zeitpunkt, zu dem die Kontrolle über das Messgerät auf den Kunden übertragen ist; in der Regel bei Lieferung oder Installation des Geräts. Die Zahlung erfolgt auf Basis der vereinbarten Zahlungsbedingungen, welche der üblichen Marktpraxis entsprechen.

Mietverträge

ista vermietet Messgeräte an Kunden für die verbrauchsgerechte Abrechnung von Wasser und Energie. Die Laufzeit der Verträge beträgt 5 bis 10 Jahre. Die Mietverträge erfüllen nicht die Definition eines Mietvertrages gemäß IFRS 16. Weder erfüllt ein Messgerät die Kriterien eines einzeln identifizierbaren Vermögenswerts, noch hat der Kunde das Recht bzw. die Möglichkeit, die Nutzung des Geräts zu bestimmen. Der Umsatz wird anteilig über die Vertragslaufzeit realisiert. Die vermieteten Messgeräte werden aktiviert und werden entweder über die Vertragslaufzeit mit dem Kunden oder über die technische Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Mietzahlungen sind, je nach Vertragsgestaltung, entweder am Anfang der Abrechnungsperiode (vorschüssige Zahlung) oder am Ende der Abrechnungsperiode (nachschüssige Zahlung) fällig.

Garantiewartungsverträge

Bei Garantiewartungsverträgen wartet ista die installierten Messgeräte und verpflichtet sich zum Austausch des Geräts spätestens zum Ende der Vertragslaufzeit. Diese Verträge haben eine ursprüngliche Vertragslaufzeit zwischen 5 bis 10 Jahren. Der Kunde zahlt eine jährliche Gebühr. Diese ist entweder vorschüssig am Anfang der Abrechnungsperiode oder nachschüssig am Ende der Abrechnungsperiode fällig. Nach den Kriterien des IFRS 15.60 ff. beinhalten diese Verträge eine Finanzierungskomponente. Als Folge dessen sind Zinsen über die Vertragslaufzeit abzugrenzen. Die abgegrenzten Zinsen erhöhen die vertragliche Verbindlichkeit (contract liability) aus den jährlichen Zahlungen des Kunden. Der Umsatz wird realisiert, wenn die Messgeräte am Vertragsende ausgetauscht werden. Der Umsatz umfasst sowohl die jährlichen Zahlungen des Kunden als auch die abgegrenzten Zinsen. Der Anteil der Zahlungen für die Wartung wird als unwesentlich angesehen, daher werden keine separaten Umsätze aus Wartung ausgewiesen.

Serviceverträge

Serviceverträge über die verbrauchsabhängige Abrechnung von Wasser und Wärme beinhalten nur eine einzelne Leistungsverpflichtung. Da die Kriterien des IFRS 15.35c erfüllt sind, wird der Umsatz der Serviceverträge zeitraumbezogen erfasst, ista schafft keinen Vermögenswert mit einer alternativen Nutzungsmöglichkeit. Des Weiteren hat ista einen rechtlich durchsetzbaren Anspruch auf Zahlung des Kunden für die bereits erbrachte Leistung in dem Falle, dass der Vertrag vom Kunden gekündigt wird und der Kündigungsgrund sich nicht auf die Nichtleistungserbringung von vertraglich vereinbarten Leistungen seitens ista bezieht. Die erbrachte Leistung wird outputbezogen auf Basis der Meilensteine "Ablesung" und "Abrechnung" ermittelt. Zur Berechnung des zu realisierenden Umsatzes bei Erreichen dieser Meilensteine greift ista auf die jeweiligen Standardkosten auf Basis der sogenannten Cost-to-Cost-Methode zurück. Für jeden Vertrag wird das Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Standardkosten zu den Gesamtstandardkosten ermittelt. Der Umsatz wird realisiert, wenn der betroffene Meilenstein erfüllt ist. Die Zahlung der Servicegebühr ist abhängig von der Anzahl der im Kalenderjahr durchgeführten Abrechnungen, von jährlich bis monatlich, und ist in der Regel fällig, nachdem die Dienstleistung durchgeführt wurde. In einigen Ländern werden Vorauszahlungen von den Kunden geleistet, welche als passiver Rechnungsabgrenzungsposten (abgegrenzte Erlöse) ausgewiesen werden.

Multiple Element Arrangements

ista kombiniert Hardware (Miete) und Dienstleistungen (verbrauchsabhängige Abrechnung) in Verträgen, die als Multiple Element Arrangements (MEA) klassifiziert werden. Der erwartete Umsatz aus diesen Verträgen wird nach dem Cost-Plus-Margin-Ansatz auf die beiden identifizierten Leistungsverpflichtungen (Hardware und Dienstleistungen) aufgeteilt. Der auf die Hardware entfallene Umsatz wird anteilig zur Vertragslaufzeit realisiert. Der Umsatz, der den Dienstleistungen zugeordnet wird, wird gemäß der zuvor für Dienstleistungsverträge beschriebenen Vorgehensweise realisiert. Die Zahlungen sind, je nach Vertragsgestaltung entweder am Anfang der Abrechnungsperiode (vorschüssige Zahlung) oder am Ende der Abrechnungsperiode (nachschüssige Zahlung) fällig.

IFRS 15 benutzt die Bezeichnungen "Vertragsvermögen" und "Vertragsverbindlichkeiten" um aktivisch und passivisch abgegrenzte Beträge darzustellen. Der Standard untersagt jedoch nicht, alternative Beschreibungen in der Darstellung der Finanz- und Vermögenslage zu verwenden. ista hat sich entschieden, den Begriff "abgegrenzte Erlöse" statt "Vertragsverbindlichkeiten" zu verwenden, da dieser Begriff auch für interne Berichtszwecke genutzt wird.

Leasing

Leasinggeschäfte (ista als Leasingnehmer) werden nach dem Right-of-use-Modell bilanziert. Das Modell besagt, dass zu Beginn der Laufzeit eines Leasingverhältnisses ein Leasingnehmer eine Zahlungsverpflichtung gegenüber dem Leasinggeber für das Nutzungsrecht am zugrundeliegenden Vermögenswert über die Vertragslaufzeit des Leasinggegenstandes hat.

Zu Beginn der Laufzeit erfasst ista die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der noch ausstehenden Leasingzahlungen. ista berechnet den Barwert der Leasingzahlungen mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Nach dem erstmaligen Ansatz wird die Leasingverbindlichkeit zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Zu Beginn der Laufzeit erfasst ista das Nutzungsrecht zu Anschaffungskosten. Nach erstmaligen Ansatz bewertet ista das Nutzungsrecht zu Anschaffungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen, Wertminderungen und angepasst um Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit. Die Nutzungsrechte werden als separate Bilanzposition ausgewiesen.

ista wendet die Erleichterungsvorschriften für kurzfristige sowie wertmäßig unbedeutende Leasingverhältnisse an. Leasingzahlungen in Zusammenhang mit diesen Vermögenswerten werden als Aufwand ausgewiesen.

ista schließt ausschließlich Standardleasingverträge über Büroräume, Fahrzeuge sowie übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung ab.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden bei Zugang zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und abhängig von ihrer vertraglichen oder geschätzten Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Für die Markennamen, die auf mehrere Cash Generating Units verteilt sind, bestehen keine Nutzungsbeschränkungen. Dementsprechend wurde die Nutzungsdauer als unbegrenzt eingestuft.

Wenn eine selbsterstellte Software oder ein neu entwickeltes Produkt eindeutig abgrenzbar und technisch realisierbar ist sowie entweder einen eigenen Nutzen hat oder die Vermarktung vorgesehen ist und den Entwicklungsausgaben mit hinreichender Wahrscheinlichkeit künftige Finanzmittelzuflüsse gegenüberstehen, werden die Entwicklungsausgaben aktiviert. Die aktivierten Entwicklungsausgaben werden planmäßig über den erwarteten Verkaufszeitraum der Produkte bzw. die planmäßige Nutzungsdauer der Software abgeschrieben.

Die Abschreibung erfolgt linear planmäßig über ihre konzerneinheitlichen Nutzungsdauern:

Voraussichtliche Nutzungsdauer in Jahren
Aktivierte Kundenverträge (1) 10 bis 50
Selbsterstellte Software und Produktentwicklungen 3 bis 10
Erworbene Software 3 bis 5

(1) Aktivierte Kundenverträge beinhalten auch Kundenbeziehungen

Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft.

Zur Behandlung von Geschäfts- oder Firmenwerten vgl. Wertminderungsprüfung (Impairmenttest).

Sachanlagen

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - gemindert um kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten. Finanzierungskosten werden, soweit zuzuordnen, als Teil der Herstellungskosten angesetzt. Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen werden insoweit aktiviert, wie der Zustand des Vermögenswertes durch die Ausgaben über seine ursprüngliche Ertragskraft hinaus verbessert wird.

Den im Wesentlichen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Voraussichtliche Nutzungsdauer in Jahren
Geschäfts- und andere Bauten 20 bis 50
Mietereinbauten 2 bis 10
Vermietete Messgeräte 5 bis 10
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10

Finanzanlagen

Die Beteiligungen an sonstigen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt, da sie über keinen notierten Marktpreis auf einem aktiven Markt verfügen und auch andere zulässige Bewertungsverfahren nicht zu verlässlichen Ergebnissen führen.

Langfristige Darlehen an Mitarbeiter werden erstmals zum Nennwert oder Ausgabebetrag und im Weiteren zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Wertminderungsprüfung (Impairmenttest)

In Übereinstimmung mit IAS 36 werden die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer jährlich im 4. Quartal eines Geschäftsjahres im Rahmen einer Werthaltigkeitsprüfung dahingehend überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Ergibt dieser Test Anzeichen für eine Wertminderung, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes ermittelt. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert von Beiden ist maßgebend. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cash Flows. Als Diskontierungssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswertes den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Die aus Unternehmenserwerben resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte (nachfolgend "Firmenwerte") werden den entsprechenden Cash Generating Units (CGU) zugeordnet. Dabei stellen die einzelnen Geschäftsbereiche eine CGU dar. Für jede CGU wird der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Nur wenn dieser Wert niedriger ist als der Buchwert, wird der Nutzungswert ermittelt. Die Ermittlung erfolgt auf Basis zukünftiger finanzieller Überschüsse einer detaillierten 10-Jahres-Planung auf der Grundlage der Budget- und Mittelfristplanung der betreffenden CGU. Das zehnte Planungsjahr wird grundsätzlich auch für die Cash Flows jenseits der Zehnjahresperiode angesetzt, dabei wird eine Wachstumsrate von 1,5% für die Extrapolation des letzten Planungsjahres berücksichtigt. In der Planung werden steigende Umsatzerlöse und steigende Adjusted EBITDA angenommen.

Der detaillierte Zehnjahresplan setzt sich aus den spezifischen Finanzplänen der Länder zusammen. Es werden aufgrund verschiedener Faktoren wachsende Umsätze und adjusted EBIDTA angenommen. Grundsätzlich werden die moderaten Wachstumsraten der vergangenen Jahre im Plan extrapoliert. Der Zehnjahresplan beinhaltet die Annahme von Umsatzanstiegen aufgrund regulatorischer Änderungen. Hauptsächlich aus der Umsetzung der überarbeiteten Energieeffizienzrichtlinie wird maßgebliches Wachstum in unterschiedlichen Kernmärkten, darunter Deutschland und Frankreich, erwartet. Wir gehen von einer ansteigenden Sättigung der Märkte bei ungefähr gleichbleibenden ista Marktanteilen aus. ista investiert darüber hinaus maßgeblich in seine IT-Strukturen und strategische Produkt- und Prozessinnovationen im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung der Wohnungswirtschaft. Die zehn Jahre enthalten die mittel- und längerfristigen Investitionsausgaben und Erträge.

Der Gesamtkapitalkostensatz (WACC nach Steuer) wird für jede CGU unter Anwendung folgender Parameter ermittelt:

CGU (Einheiten) WACC Risikofreier Zinssatz Risikoprämie für Eigenkapital
Core Markets:
Deutschland 4,0% -0,1% 5,9%
Frankreich 4,7% -0,1% 6,7%
Dänemark 1) 4,0% -0,1% 5,9%
Niederlande 4,0% -0,1% 5,9%
Global and developing markets (GDM) 5,5% -0,1% 7,7%

1) inklusive Norwegen und Schweden

Der Gesamtkapitalkostensatz (WACC nach Steuer) für Vorjahr wird für jede CGU unter Anwendung folgender Parameter ermittelt:

CGU (Einheiten) WACC Risikofreier Zinssatz Risikoprämie für Eigenkapital
Core Markets:
Deutschland 4,0% 0,1% 5,0%
Frankreich 4,4% 0,1% 5,5%
Dänemark (1) 4,1% 0,1% 5,0%
Niederlande 4,1% 0,1% 5,0%
Global and developing markets (GDM) 5,0% 0,1% 6,1%

1) inklusive Norwegen und Schweden

Darüber hinaus werden ein aus einer Peer-Group abgeleiteter Beta-Faktor, ein Steuersatz sowie die Kapitalstruktur berücksichtigt. Es handelt sich hierbei um einen Fair Value Level 3 gemäß IFRS 13.

Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Im Falle einer Wertminderung im Zusammenhang mit einer CGU werden zunächst die bestehenden Firmenwerte reduziert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Firmenwertes, wird die Differenz in der Regel proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der CGU verteilt, höchstens jedoch bis zum erzielbaren Betrag der verbleibenden Vermögenswerte. Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwerte werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Eine Wertaufholung von vorgenommenen Wertberichtigungen auf Firmenwerte ist nicht zulässig.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer, die regelmäßig abzuschreiben sind, werden Anzeichen auf Wertminderungsbedarf identifiziert.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter bzw. unbestimmter Nutzungsdauer, die nicht abzuschreiben sind, wird unabhängig vom Vorliegen eines diesbezüglichen Anhaltspunktes jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

ista überprüft die Vermögenswerte des Sach- und Finanzanlagevermögens auf die Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird vorgenommen, falls der erzielbare Betrag des Vermögenswertes, der den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert repräsentiert, den Buchwert unterschreitet. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungskosten werden überwiegend nach der Durchschnittskostenmethode ermittelt. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten, sofern sie zuzuordnen sind. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte werden erstmals zum beizulegenden Zeitwert und im Weiteren, mit Ausnahme der Derivate, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei Anzeichen von Wertminderungen werden sie auf den niedrigeren erzielbaren Betrag erfolgswirksam wertberichtigt. Die Wertansätze von Forderungen werden unter Anwendung des Expected-Credit-Loss-Modell gemäß IFRS 9 korrigiert.

Latente Steuern

Nach IAS 12 werden aktive und passive latente Steuern auf zu versteuernde temporäre Unterschiede zwischen den Ansätzen in der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen gebildet. Passive latente Steuern werden grundsätzlich für alle zu versteuernden Abweichungen gebildet, aktive latente Steuern nur insoweit, als zukünftig hinreichende zu versteuernde Ergebnisse zu ihrer Nutzung zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge und Zinsvorträge angesetzt, soweit diese Vorträge in Folgejahren genutzt werden können. Zum Ende jeder Berichtsperiode wird die Nutzbarkeit der vorhandenen aktiven latenten Steuern auf der Grundlage zukünftiger Ertragsprognosen neu bewertet. Der Bestimmung der latenten Steuern liegen die nach derzeitiger Rechtslage geltenden Steuersätze der einzelnen Länder zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung zugrunde. Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen werden im Jahr der Gesetzesänderung ergebniswirksam berücksichtigt. Latente Steuern auf Sachverhalte des sonstigen Ergebnisses werden ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst. Aktive oder passive latente Steuern werden, soweit zulässig, saldiert.

Zahlungsmittel

Zahlungsmittel beinhalten Schecks, Kassen- und Bankguthaben mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten zum Erwerbszeitpunkt.

Sonstige Rücklagen

In diesem Posten sind alle Veränderungen des sonstigen Ergebnisses erfasst, ista weist hier die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse von konsolidierten Unternehmen sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen aus.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen werden die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Altersversorgungszusagen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) gemäß IAS 19 bewertet. Danach werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in dem Jahr ihres Entstehens als Teil der Pensionsrückstellungen bilanziert und als sonstiges Ergebnis im Eigenkapital (sonstige Rücklagen) erfasst. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen werden gesondert im Finanzergebnis ausgewiesen. Alle übrigen Aufwendungen aus der Dotierung der Pensionsverpflichtungen werden den Kosten der betroffenen Funktionsbereiche zugeordnet.

Bei beitragsorientierten Altersversorgungssystemen werden die einzahlungspflichtigen Beiträge unmittelbar als Aufwand verrechnet. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden dafür nicht gebildet, da ista in diesen Fällen keinen zusätzlichen Verpflichtungen unterliegt.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen werden auf Basis von IAS 37 gebildet, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Außenverpflichtung des Unternehmens, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultiert, besteht und deren Erfüllung für das Unternehmen erwartungsgemäß mit einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichen Nutzen verbunden ist, zuverlässig geschätzt werden kann und die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss ist. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden nach IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert passiviert und in der Folge unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Ertragsteuerverbindlichkeiten werden gemäß IAS 12 ermittelt. Die Kosten der Fremdfinanzierung werden mit den Darlehensverbindlichkeiten saldiert ausgewiesen und über die Laufzeit der Darlehen ergebniswirksam aufgelöst.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und - äquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Ausleihungen und Forderungen sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre finanzielle und derivative Finanzinstrumente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Verbindlichkeiten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen und sonstige originäre Finanzinstrumente.

Die Bilanzierung der Finanzinstrumente erfolgt gemäß IFRS 9. Finanzinstrumente werden grundsätzlich angesetzt, sobald ista Vertragspartner eines Finanzinstruments nach den Regelungen des IFRS 9 wird. Alle Kassageschäfte werden unabhängig von ihrer Kategorisierung zum Erfüllungstag bilanziert. Der Erfüllungstag ist der Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird. Derivative Finanzinstrumente werden zum Handelstag bilanziert. Der Handelstag ist der Tag, an dem das Unternehmen bereits die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines Vermögenswertes eingegangen ist. Als finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur saldiert, sofern ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

Nicht-derivative Finanzinstrumente werden hauptsächlich in folgende Klassen eingeteilt: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel, Shareholder Loans sowie Senior Credit Facility und Revolving Credit Facility. Derivative Finanzinstrumente beinhalten Währungsderivate.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar durch Rückgriff auf einen aktiven Markt verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Zugrundelegung von marktüblichen Zinssätzen berechnet.

IFRS 9 unterscheidet für die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten die Kategorien zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost), erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value through Profit or Loss) oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Fair Value through Other Comprehensive Income). IFRS 9 beinhaltet die Option, einen finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten (sogenannte Fair Value Option). Von der Fair Value Option wird weder bei den finanziellen Vermögenswerten noch bei den finanziellen Verbindlichkeiten Gebrauch gemacht.

Die Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) beinhaltet bei ista Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Grundsätzlich werden Vermögenswerte dieser Kategorie unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Unverzinsliche Ausleihungen sowie unverzinsliche Forderungen werden auf ihren Barwert abgezinst.

Vermögenswerte in der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value through Profit or Loss) werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese Kategorie beinhaltet Sonstige Beteiligungen und Währungsderivate. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst.

Vermögenswerte in der Kategorie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (Fair Value through Other Comprehensive Income) werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. ista verfügt über keine finanziellen Vermögenswerte, die dieser Kategorie zuzuordnen sind.

Im Berichtsjahr wurden keine Umwidmungen von Finanzinstrumenten in andere Bewertungskategorien vorgenommen.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt und über die Laufzeit amortisiert. Im Rahmen der Folgebewertung unterscheidet IFRS 9 hierbei neben der Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Amortized Cost) die Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten (Fair Value through Profit or Loss).

Die Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Amortized Cost) beinhaltet bei ista neben Shareholder Loans die Senior Credit Facility und Revolving Credit Facility sowie sonstige originäre Finanzverbindlichkeiten. Die Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value through Profit or Loss) beinhaltet Währungsderivate.

Weitere Ausführungen zu den Finanzinstrumenten enthält Tz. (29).

Schätzungen und Annahmen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses muss das Management bei einigen Bilanzposten Schätzungen bzw. Beurteilungen und Annahmen, sogenannte Ermessensentscheidungen, treffen, die sich auf Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, Erträgen und Aufwendungen auswirken. Schätzungen und ihre zugrunde liegenden Annahmen basieren auf vergangenen Erfahrungen und zahlreichen, im Rahmen der jeweiligen Umstände als angemessen erachteten Faktoren. Ihr Ergebnis bildet die Basis der Beurteilung von Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden und ist nicht ohne weiteres aus anderen Quellen herzuleiten. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzwerten abweichen.

Die Schätzungen und ihnen zugrunde liegenden Annahmen werden einer regelmäßigen Überprüfung unterzogen. Änderungen bilanzieller Schätzungen werden in dem Berichtszeitraum der Änderungen erfasst, falls sich diese nur auf diesen Berichtszeitraum auswirken. Anderenfalls erfolgt eine Erfassung in dem Berichtszeitraum der Änderungen und in den zukünftig betroffenen Berichtszeiträumen.

Die Annahmen und Schätzungen durch das Management beziehen sich im Wesentlichen auf die im Rahmen von Unternehmenserwerben vorzunehmende Kaufpreisverteilung, die Werthaltigkeit der Firmenwerte und weiterer Vermögenswerte, die Bewertung von Rückstellungen sowie den Ansatz von latenten Steuern.

Eine der wesentlichen Schätzungen erfolgt im Rahmen der Kaufpreisallokation bei der Erstkonsolidierung von Erwerben. Alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert des Erwerbsstichtags angesetzt. Üblicherweise ist die Basis für die Prognose die Summe der künftigen erwarteten Cash-Flows. Diese Bewertungen sind eng mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Weiterentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte getroffen hat, verbunden, genauso wie die des anzuwendenden Diskontierungssatzes.

Die Prognose und Diskontierung der künftigen Cash-Flows ist auch Basis für die Bestimmung der Werthaltigkeit der Firmenwerte und weiterer Vermögenswerte. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrages verwendeten Annahmen angemessen sind, können etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig beeinflussen könnte.

Rückstellungen werden auf Basis der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den am Bilanzstichtag bekannten Umständen ermittelt. Insofern kann der später tatsächlich eintretende Nutzenabfluss von den Werten am Bilanzstichtag abweichen.

Die Wahrscheinlichkeit der Realisierung künftiger Steuervorteile für den Ansatz von latenten Steuern wird jährlich zum Bilanzstichtag beurteilt. Dies erfordert vom Management unter anderem die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuerndem Einkommen, einschließlich weiterer positiver wie negativer Faktoren, ergeben. Änderungen von aktueller Steuergesetzgebung, den zeitlichen Rahmen oder der Umfang der Realisierbarkeit können die Nutzung von Steuervorteilen beschränken.

Einflüsse durch SARS-CoV-2 / COVID-19

Das lokale und internationale Management der ista ist in Hinblick auf die globale Ausbreitung des Corona-Virus darauf fokussiert, Notfallstrategien und Maßnahme zu entwickeln, um Kunden, Mitarbeiter und Lieferketten gegen die sich kontinuierlich ändernden Risiken des Pandemieausbruches in der bestmöglichen Weise zu schützen. Das Geschäftsmodell der ista beruht größtenteils auf langfristigen Vertragsverhältnissen. Die wesentlichen Dienstleistungen können auch aus der Ferne geleistet werden. ista hat für die Mehrheit ihrer Beschäftigten bereits die Möglichkeit des "remote"-arbeitens sichergestellt und arbeitet an der Umstellung der verbleibenden Arbeitsplätze.

Nur einige Dienstleistungen erfordern direkten Kundenkontakt. In diesen Fällen stehen wir in direktem Kontakt mit unseren Kunden um ebenfalls alternative Ansätze zur Erbringung unsere Dienste zu finden. Hieraus erwarten wir keine signifikanten Auswirkungen auf das Reinvermögen, die Finanzlage und das Betriebsergebnis der Gruppe.

Vor dem Hintergrund der Corona Pandemie sieht ista daher keine wesentlichen Risiken mit materiellen Auswirkungen, welche die Unternehmensfortführung oder die Werthaltigkeit des Goodwills der Gruppe beeinträchtigen würden. Diese Einschätzung basiert im Wesentlichen auf den von den Regierungen der einzelnen Ländern bislang getroffenen Maßnahmen und der Möglichkeit, den Großteil unserer Dienstleistungen unseren Kunden aus der Ferne gewähren zu können.

Derzeit können die mittel- bis langfristigen Auswirkungen der Corona Pandemie auf das Geschäftsmodell und die wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe, aufgrund gegebenenfalls weiterreichender wirtschaftlicher Herausforderungen in den unterschiedlichen Volkswirtschaften, jedoch weder abgeschätzt noch abschließend bewertet werden.

Erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften

In der Berichtsperiode wurde die Anwendung von einigen Standards und Interpretationen verpflichtend.

Änderungen zu IFRS 16 "Leases-Covid 19-Related Rent Concessions", im Mai 2020 veröffentlicht und EU-endorsed im Oktober 2020, sind für Geschäftsjahre nach dem 1. Januar 2020 anzuwenden; ista wendet diese Änderungen, die dem Leasingnehmer bedingt durch Covid 19 eine zeitweilige Mietminderung mit einhergehender Verlängerung der Mietverhältnisse einräumt, rückwirkend zum 1. Januar 2020 an.

Keine dieser Änderungen oder Erweiterungen hat einen materiellen Einfluss auf die Konzernbilanz von ista.

Vorzeitig angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Das IASB hat derzeit keine auf ista zutreffenden neuen Standards, Interpretationen oder Änderungen bestehender Standards herausbegeben, die auch von der EU übernommenen wurden, deren Änderungen noch nicht verpflichtend ist und die von ista vorzeitig angewandt werden.

Rechnungslegungsvorschriften beschlossen aber noch nicht wirksam

Änderungen zu IAS 1 "Presentation of Financial Statements" wurden vom IASB im November 2020 veröffentlicht und sind auf Geschäftsjahre beginnend nach dem 1, Januar 2023 anzuwenden. Diese Änderungen haben keinen materiellen Einfluss auf die Konzernbilanz von ista.

Die Änderungen zu IFRS 3, IAS 16 und IAS 37 sind wirksam mit dem Beginn der Geschäftsjahre nach dem 1. Januar 2022. Diese Änderungen haben keinen materiellen Einfluss auf die Konzernbilanz von ista.

Alle anderen Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen, beschlossen, aber zum Bilanzstichtag noch nicht anzuwenden, haben keinen materiellen Einfluss auf die Konzernbilanz von ista.

Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung

(1) Umsatzerlöse

Umsatzerlöse aus Kundenverträgen nach Herkunftsland:

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Deutschland 572.807 549.840
Eurozone (ohne Deutschland) 254.224 251.370
Übriges Europa 99.110 99.795
Übrige Länder 6.810 7.807
Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 932.951 908.812

Es gibt keine Kunden, deren Geschäftsvolumen mit ista im Vergleich zum Gesamtgeschäftsvolumen des Konzerns wesentlich ist.

Umsatzerlöse aus Kundenverträgen aufgeführt nach Kategorien:

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Hardware 337.717 337.250
Service 493.040 474.284
MEA 102.194 97.278
Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 932.951 908.812

Umsatzerlöse aus MEA beziehen sich auf Vereinbarungen, bei denen Hardware- und Servicekomponenten kombiniert werden und die die Kriterien von multiple element arrangements erfüllen.

ista erzielt Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum wie folgt:

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Umsatzerlöse, die über einen Zeitraum realisiert werden 694.567 666.920
Umsatzerlöse, die zu einem Zeitpunkt realisiert werden 238.384 241.892
Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 932.951 908.812

Die Gesamthöhe des Transaktionspreises, der den zum Ende der Berichtsperiode nicht (oder teilweise nicht) erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet wird, beträgt €2.162.281 Tausend.

Das Management erwartet, dass ein Betrag von €744.230 Tausend der zum 31. Dezember 2020 nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen im kommenden Berichtsjahr voraussichtlich als Umsatzerlöse ausgewiesen wird. Ein Betrag von €1.039.342 Tausend wird voraussichtlich in den Berichtsjahren 2022 bis 2025 als Umsatzerlöse ausgewiesen werden. Der verbleibende Betrag von €378.708 Tausend wird voraussichtlich ab dem Berichtsjahr 2025 als Umsatzerlöse ausgewiesen werden.

(2) Umsatzkosten

Die Umsatzkosten setzen sich wie folgt zusammen:

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Material- und Subunternehmerkosten 171.272 169.110
Personalaufwendungen 177.964 164.614
Abschreibungen 109.627 101.956
Abschreibungen auf Nutzungsrechte an Leasinggegenständen 11.448 11.675
Sonstige Aufwendungen 55.027 53.197
Umsatzkosten 525.338 500.552

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Sozialabgaben in Höhe von 381 T€ (Vorjahr: 0 T€) werden mit dem Personalaufwand saldiert. Mit diesen Zuwendungen sind keine unerfüllten Bedingungen oder sonstigen Erfolgsunsicherheiten verbunden. Andere Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden dem Konzern nicht direkt gewährt.

Kostenbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden abgegrenzt und erfolgswirksam über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Personalkosten, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen.

(3) Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

Die Vertriebskosten beinhalten:

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Personalaufwendungen 55.322 52.204
Abschreibungen 683 490
Abschreibungen auf Nutzungsrechte an Leasinggegenständen 2.746 2.704
Sonstige Aufwendungen 14.369 17.182
Vertriebskosten 73.120 72.580

Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten folgende Posten der Verwaltung, die weder der Produktion noch dem Vertrieb zugeordnet sind:

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Personalaufwendungen 27.886 27.340
Abschreibungen 2.023 2.848
Abschreibungen auf Nutzungsrechte an Leasinggegenständen 1.720 2.151
Sonstige Aufwendungen 23.000 19.285
Allgemeine Verwaltungskosten 54.629 51.624

(4) Sonstige betriebliche Erträge

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Währungskursgewinne 4.258 4.966
Ertrag aus der Übergangskonsolidierung 3.428 0
Auflösung von Rückstellungen 3.262 2.650
Auflösung von Wertberichtigungen (1) 2.779 3.331
Übrige 8.823 8.680
Sonstige betriebliche Erträge 22.550 19.627

(1) Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Abschreibungen auf aktivierte Kundenverträge 66.425 66.303
Währungskursverluste 6.731 3.915
Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte 5.268 3.849
Verluste aus dem Verkauf von Anteilen an Gesellschaften 0 1.181
Abschreibungen auf zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden 0 225
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 3.305 1.768
Sonstige betriebliche Aufwendungen 81.729 77.241

(6) Zinsen und ähnliche Erträge

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Dividendenerträge aus Beteiligungen 558 546
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 938 660
Zinsen und ähnliche Erträge 1.496 1.206

(7) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Senior und Revolving Credit Facilities 22.947 17.265
Shareholder Loans 48.203 48.071
Zinsen aus der Finanzierung 71.150 65.336
Auflösung aktivierter Finanzierungskosten 5.377 5.642
Zinsen aus Garantiewartungsverträgen 3.612 4.071
Zinsen aus Leasing (ista als Leasingnehmer) 1.324 245
Zinsaufwand aus Pensionen 722 1.364
Aktivierte Zinsaufwendungen -317 -305
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.037 -28
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 82.905 76.325

Für weitere Informationen bezüglich der Zinsen für Shareholder Loans siehe Tz. (31) Nahestehende Unternehmen und Personen.

(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand (-)/-ertrag (+) setzt sich wie folgt zusammen:

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Laufende Steuern -64.097 -64.392
Latente Steuern +13.544 -7.582
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -50.553 -71.974

Für die Ermittlung der deutschen latenten Steuern ist sowohl für kurz- als auch für langfristige Sachverhalte ein Steuersatz von insgesamt 32,0% (im Vorjahr: 32,0%) zugrunde gelegt worden. Die ausländischen Steuern sind mit den jeweiligen ausländischen Steuersätzen berechnet worden. Die Bandbreite der Steuersätze reicht von 0,0% bis 32,0%. Die Auswirkungen aus Steuersatzänderungen resultieren insbesondere aus Veränderungen der Steuersätze in den Niederlanden und Belgien.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom im Geschäftsjahr erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwandes wird der im Geschäftsjahr 2020 gültige deutsche kombinierte Ertragsteuersatz von 32,0% mit dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern multipliziert. Dieser setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag in Höhe von 15,82% und der Gewerbesteuer in Höhe von 16,18%.

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Erwarteter Steueraufwand (-) /-ertrag (+) -44.479 -48.423
Unterschied zu ausländischen Steuersätzen +2.891 +3.939
Steuerfreie Erträge +667 +150
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben -8.389 -17.957
Laufende Steuern Vorjahre -876 -8.773
Latente Steuern Vorjahre -21 +853
Steuersatzänderungen -1.755 -864
Veränderung nicht angesetzter aktiver latenter Steuern -430 -550
Veräußerungseffekte +791 -377
Veränderung Konsolidierungskreis +976 0
Sonstiges +72 +28
Tatsächlicher Steueraufwand (-) /-ertrag (+) -50.553 -71.974

Zum 31. Dezember 2020 bestehen im Konzern bei den ausländischen Gesellschaften ungenutzte Verlustvorträge in Höhe von €12.147 Tausend (im Vorjahr: €10.209 Tausend), für die aufgrund der vorliegenden Ergebnisprognosen keine latenten Steuern angesetzt werden.

Diese sind in der Vortragsfähigkeit wie folgt begrenzt:

€ in Tausend 31.12.2020 31.12.2019
5 Jahre 0 0
Unbegrenzt 12.147 10.209
Summe 12.147 10.209

Die laufenden Steuern verringerten sich um €150 Tausend (im Vorjahr: €0 Tausend) aufgrund der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen, für die keine latenten Steuern gebildet wurden.

Zum 31. Dezember 2020 wurden passive latente Steuern in Höhe von €554 Tausend (im Vorjahr €553Tausend) gebildet für Steuerbelastungen, die aus erwarteten Gewinnausschüttungen von Tochtergesellschaften resultieren.

Passive latente Steuern werden nicht auf Gewinne gebildet, die thesauriert werden. Die thesaurierten Gewinne von Tochtergesellschaften belaufen sich auf €477.774 Tausend (im Vorjahr €452.951 Tausend).

Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich ausgehend von den dargestellten Grundsätzen in den folgenden Bilanzpositionen.

€ in Tausend 31.12.2020 31.12.2019
Immaterielle Vermögenswerte 371.849 352.077
Sachanlagen 26.035 22.907
Nutzungsrechte an Leasinggegenständen 12.183 11.883
Finanzanlagen 775 42
Vorräte 4.851 4.032
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.801 1.918
Rückstellungen 25.849 22.688
Verbindlichkeiten 41.116 50.335
Steuerliche Verlustvorträge 1.964 379
Aktive latente Steuern vor Saldierung 486.423 466.261
Saldierung aktive/passive latente Steuern -472.421 -453.511
Aktive latente Steuern 14.002 12.750
€ in Tausend 31.12.2020 31.12.2019
Immaterielle Vermögenswerte -1.029.844 -1.027.009
Sachanlagen -123.924 -116.090
Nutzungsrechte an Leasinggegenständen -29.323 -25.678
Finanzanlagen -1.290 -553
Vorräte -267 -314
Forderungen und sonstige Vermögenswerte -7.093 -6.411
Rückstellungen -183 -279
Verbindlichkeiten -18.163 -27.660
Sonderposten mit Rücklageanteil -5 -8
Passive latente Steuern vor Saldierung -1.210.092 -1.204.002
Saldierung aktive/passive latente Steuern +472.421 +453.511
Passive latente Steuern -737.671 -750.491

Die erfolgswirksamen und erfolgsneutralen Änderungen verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen:

Die Differenz von €167 Tausend (im Vorjahr: €128 Tausend) zwischen den in der obigen Tabelle dargestellten erfolgsneutralen Veränderungen und dem in den sonstigen Rücklagen im Eigenkapital enthaltenen Steuereffekt resultiert hauptsächlich aus Währungsumrechnungen.

Die in den sonstigen Rücklagen enthaltenen latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

€ in Tausend 31.12.2019 Vor Steuern Steuereffekt 31.12.2020
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -32.549 -8.060 2.545 -38.064
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung -1.483 -3.326 0 -4.809
Summe -34.032 -11.386 2.545 -42.873
€ in Tausend Latente Steuern 31.12.2019 Veränderung Konsolidierungskreis Erfolgsneutrale Veränderungen Erfolgswirksame Veränderungen Latente Steuern 31.12.2020
Immaterielle Vermögenswerte -674.932 -1.494 176 18.255 -657.995
Sachanlagen -93.183 -17 54 -4.743 -97.889
Nutzungsrechte an Leasinggegenständen -13.795 0 -12 -3.333 -17.140
Finanzanlagen -511 0 0 -4 -515
Vorräte 3.718 0 0 866 4.584
Forderungen und sonstige Vermögenswerte -4.493 0 -8 -791 -5.292
Rückstellungen 22.409 0 2.515 742 25.666
Verbindlichkeiten 22.675 0 0 278 22.953
Sonderposten mit Rücklageanteil -8 0 3 0 -5
Steuerliche Verlustvorträge 379 -673 -16 2.274 1.964
Summe -737.741 -2.184 2.712 13.544 -723.669

Laufende Ertragsteuerforderungen

Die Ertragsteuerforderungen in Höhe von €4.468 Tausend (im Vorjahr: €7.904 Tausend) betreffen in- bzw. ausländische Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer.

Trionista TopCo GmbH ist seit dem 1. Januar 2014 Organträgerin des deutschen Organkreises, ihre Ertragsteuerforderungen zum 31. Dezember 2020 betragen €0 Tausend (im Vorjahr €3.503 Tausend).

Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von €18.713 Tausend (im Vorjahr: €23.761 Tausend) betreffen in- bzw. ausländische Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer.

Von den Ertragsteuerverbindlichkeiten entfallen €13.660 Tausend auf die Trionista TopCo GmbH. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag in Höhe von €6.185 Tausend und Gewerbesteuer in Höhe von €7.475 Tausend.

Zudem entfallen €0 Tausend (im Vorjahr: €1.858 Tausend) der Ertragsteuerverbindlichkeiten auf die ista International GmbH, die für Veranlagungszeiträume bis 31. Dezember 2013 aufgrund ihrer Eigenschaft als Organträgerin selbst Steuern abführen musste.

(9) Gewinne, die auf nicht beherrschende Anteile entfallen

Gewinne, die auf nicht beherrschende Anteile entfallen, in Höhe von €0 Tausend (im Vorjahr: €0 Tausend angepasst) betreffen Anteile nicht beherrschender Gesellschafter wie im Vorjahr kein Unternehmen des Konzerns.

(10) Zusätzliche Angaben zu einzelnen Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung

Die in den Aufwandsposten der Konzerngesamtergebnisrechnung verrechneten Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Löhne und Gehälter 214.155 199.904
Soziale Abgaben 47.017 44.254
Personalaufwand 261.172 244.158

Im Geschäftsjahr sind in den Personalaufwendungen Leistungen zwecks Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Höhe von €4.938 Tausend (im Vorjahr: €2.978 Tausend) enthalten.

Im Durchschnitt waren im Konzern, ohne Geschäftsführer und Auszubildende, beschäftigt (Anzahl pro Kopf):

1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Inland 2.035 1.910
Ausland 3.782 3.862
Summe 5.817 5.772

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 waren insgesamt 5.732 Mitarbeiter (im Vorjahr: 5.734 Mitarbeiter) beschäftigt.

Die Abschreibungen der Berichtsperiode auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen verteilen sich wie folgt auf die Aufwandspositionen der Konzerngesamtergebnisrechnung:

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Umsatzkosten
Immaterielle Vermögenswerte 12.321 11.833
Sachanlagen 97.306 90.123
Summe 109.627 101.956
Vertriebskosten
Immaterielle Vermögenswerte 409 231
Sachanlagen 274 259
Summe 683 490
Allgemeine Verwaltungskosten
Immaterielle Vermögenswerte 1.172 1.342
Sachanlagen 851 1.506
Summe 2.023 2.848
Sonstige betriebliche Aufwendungen 66.425 66.303
Abschreibungen 178.758 171.597

Im laufenden Geschäftsjahr wurden Honorare an die Deloitte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von €849 Tausend (im Vorjahr: €766 Tausend), andere Bestätigungsleistungen in Höhe von €0 Tausend (im Vorjahr: €0 Tausend) sowie sonstige Dienstleistungen von €38 Tausend (im Vorjahr: €199 Tausend) erfasst.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(11) Immaterielle Vermögenswerte

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Posten des immateriellen Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Berichtsjahr ergeben sich aus dem beigefügten Konzernanlagenspiegel (Anlage A), welcher integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist.

Gemäß IAS 36 wurde der Geschäfts- oder Firmenwert wie folgt auf die Einheiten aufgeteilt:

€ in Millionen 31.12.2020 31.12.2019
Core Markets
Deutschland 847 845
Frankreich 103 103
Dänemark (1) 105 105
Niederlande 4 4
Global and developing markets (GDM) 31 31
Geschäfts- oder Firmenwert 1.090 1.088

1) inklusive Norwegen und Schweden

Im Geschäftsjahr ergab sich im Rahmen des durchgeführten Wertminderungstests kein Abschreibungsbedarf (beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten). Da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten höher als der Buchwert der CGU ist, wurde der Nutzungswert nicht ermittelt.

Während der Berichtsperiode haben sich keine Veränderungen der wesentlichen Annahmen ergeben, die einen niedrigeren erzielbaren Betrag im Vergleich zum Buchwert zur Folge hätten.

Die Kundenverträge werden linear über die entsprechende Nutzungsdauer (10 bis 50 Jahre) abgeschrieben.

Am Bilanzstichtag teilen sich die Kundenverträge auf folgende Einheiten auf:

€ in Tausend 31.12.2020 31.12.2019
Core Markets
Deutschland 1.590.086 1.638.827
Frankreich 156.102 159.774
Dänemark (1) 130.891 133.531
Niederlande 37.281 38.503
Gobal and developing markets (GDM) 117.077 123.144
Kundenverträge 2.031.437 2.093.779

1) inklusive Norwegen und Schweden

Der Abschreibungsaufwand für aktivierte Kundenverträge wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Weder im abgelaufenen Geschäftsjahr noch im Vorjahr entstand eine außerplanmäßige Abschreibung auf Kundenverträge.

Die Restnutzungsdauer der aktivierten Kundenverträge der Einheit Core Market Deutschland beträgt 30 Jahre und der Einheit Frankreich 43 Jahre.

Für den aktivierten Markennamen, welcher der CGU "Konzernservice" zugeordnet ist, entstand keine Wertminderung auf Grundlage des durchgeführten Wertminderungstests.

Die Zugänge bei den Anlagen im Bau betreffen ausschließlich selbst erstellte Vermögenswerte in den Bereichen Software- und Produktentwicklung.

Es entstand keine außerplanmäßige Abschreibung auf selbst erstellte Software und es ergaben sich keine Anzeichen für eine zusätzliche Wertminderung.

(12) Sachanlagen

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Posten des Sachanlagevermögens sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr ergeben sich aus dem beigefügten Konzernanlagenspiegel (Anlage A), welcher integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist.

(13) Beteiligungen an sonstigen Unternehmen

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Beteiligungen sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr ergeben sich aus dem beigefügten Konzernanlagenspiegel (Anlage A), welcher integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist.

Beteiligungen an sonstigen Unternehmen at-cost

Unter den Beteiligungen an sonstigen Unternehmen werden die Anteile an der Viterra Energy Services Tehran Co. Ltd., Teheran, Iran, (Gesellschaft ohne aktiven Geschäftsbetrieb) in Höhe von 33,8% ausgewiesen. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf weitere Angaben verzichtet.

Ferner enthält der Posten folgende Anteile:

Anteil am Kapital Buchwert
in % € in Tausend
GTE-Gebäude-Technik-Energie-Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Wien, Österreich 29,0 10
GTE-Gebäude-Technik-Energie-Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Wien, Österreich 29,0 11
Facilioo GmbH, Berlin 25,1 860

Die wesentlichen Kennzahlen der Beteiligungen an GTE stellen sich auf Basis der vorliegenden, nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüsse der Gesellschaften zum 31. Dezember 2019 wie folgt dar:

€ in Tausend 1.1.-31.12.2019 1.1.-31.12.2018
Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge 12.989 12.144
Aufwendungen -10.989 -10.206
Periodenergebnis 2.000 1.938
€ in Tausend 31.12.2019 31.12.2018
Bilanz
Vermögenswerte < ein Jahr 6.030 5.816
Vermögenswerte > ein Jahr 1.821 2.074
Verbindlichkeiten < ein Jahr 5.766 5.915
Eigenkapital 2.075 1.975
Bilanzsumme 7.851 7.890

Die wesentlichen Kennzahlen der Beteiligungen an facilioo GmbH stellen sich auf Basis der vorliegenden, nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüsse der Gesellschaften zum 31. Dezember 2019 wie folgt dar - vor Beteiligung der ista - das Eigenkapital ist in Folge Aufbauphase negativ:

€ in Tausend 2019
Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge 723
Aufwendungen -955
Periodenergebnis -230
€ in Tausend 31.12.2019
Bilanz
Vermögenswerte < ein Jahr 153
Vermögenswerte > ein Jahr 16
Verbindlichkeiten < ein Jahr 816
Eigenkapital -647
Bilanzsumme 169

Aus Gründen der Wesentlichkeit wird auf weitere Angaben verzichtet.

Beteiligungen an sonstigen Unternehmen at-equity

Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 17. Juni 2020 hat die ista Venture Hub GmbH, Essen, das Stammkapital der objego GmbH um €16.666,00 auf €41.666,00 erhöht. Diese neuen Anteile wurden von der Bau Contact Immobilien GmbH, Wiesbaden, einer 100%igen Tochtergesellschaft der Aareal Bank AG, Wiesbaden, mit der Verpflichtung übernommen, einen zusätzlichen Betrag in die Rücklagen der Gesellschaft einzuzahlen. Die Kapitalerhöhung stand unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung, die am 21. September 2020 von der Europäischen Kommission erteilt wurde.

Um die Kombination der Stärken der jeweiligen Partner zu unterstreichen, lag der Fokus anstelle auf einer anteilsbezogenen Gemeinschaft auf einer gleichberechtigten Joint Venture Vereinbarung.

Anteil am Kapital Buchwert
in % € in Tausend
objego GmbH, Essen 60,0 4.201

Die wesentlichen Kennzahlen der Beteiligungen an objego GmbH stellen sich auf Basis der vorliegenden, nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüsse der Gesellschaften zum 31. Dezember 2020 wie folgt dar:

€ in Tausend 2020
Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge 1
Aufwendungen -2.493
Periodenergebnis -2.492
€ in Tausend 31.12.2020
Bilanz
Vermögenswerte < ein Jahr 2.055
Vermögenswerte > ein Jahr 2.244
Verbindlichkeiten < ein Jahr 699
Eigenkapital 3.600
Bilanzsumme 4.299

(14) Sonstige Finanzanlagen

Bei den sonstigen Finanzanlagen in Höhe von €1 Tausend (im Vorjahr: €8 Tausend) handelt es sich um langfristige Darlehen an Mitarbeiter.

(15) Vorräte

€ in Tausend 31.12.2020 31.12.2019
Fertigerzeugnisse/Handelswaren 45.395 36.509
Unfertige Erzeugnisse/Leistungen 6.940 6.180
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.018 12.677
Wertberichtigungen -2.849 -1.907
Vorräte 60.504 53.459

Unter den unfertigen Erzeugnissen/Leistungen werden zum einen halbfertige Messgeräte und zum anderen Installationen von Messgeräten ausgewiesen, für die bis zum Bilanzstichtag keine Fakturaerstellung erfolgte, da die Installation der Zähler noch nicht abgeschlossen war. Die unfertigen Erzeugnisse/Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet.

In der Berichtsperiode wurden Wertberichtigungen in Höhe von €1.912 Tausend (im Vorjahr: €3 Tausend) als Umsatzkosten erfasst.

(16) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2020
davon Restlaufzeit
€ in Tausend Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1-5 Jahre
Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen 108.195 105.477 2.718
Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen 11.795 11.795 0
Wertberichtigungen -8.829 -8.144 -685
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 111.161 109.128 2.033
31.12.2019
davon Restlaufzeit
€ in Tausend Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1-5 Jahre
Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen 115.929 113.836 2.093
Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen 12.728 12.728 0
Wertberichtigungen -8.132 -7.402 -730
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 120.525 119.162 1.363

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst und entwickelten sich wie folgt:

€ in Tausend 2020
Wertberichtigung zum 1. Januar -8.132
Zugänge -5.184
Auflösung 2.777
Inanspruchnahme 1.519
Währungsunterschied 163
Abzinsung 28
Wertberichtigung zum 31. Dezember -8.829

Zum 31. Dezember 2020 gab es keine vertraglich ausstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in der Berichtsperiode abgeschrieben wurden und bei denen eine Durchsetzung der Ansprüche noch möglich ist.

(17) Sonstige Vermögenswerte

31.12.2020
davon Restlaufzeit
€ in Tausend Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1-5 Jahre
Positiver Marktwert von Devisentermingeschäften 0 0 0
Übrige finanzielle Vermögenswerte 21.932 7.327 14.605
Sonstige Vermögenswerte, die der Kategorie Finanzinstrumente zugeordnet werden 21.932 7.327 14.605
Abgegrenzte Aufwendungen 4.598 4.554 44
Sonstige Vermögenswerte, die nicht der Kategorie Finanzinstrumente zugeordnet werden 4.598 4.554 44
Sonstige Vermögenswerte 26.530 11.881 14.649
31.12.2019
davon Restlaufzeit
€ in Tausend Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1-5 Jahre
Positiver Marktwert von Devisentermingeschäften 640 622 18
Übrige finanzielle Vermögenswerte 16.985 4.777 12.208
Sonstige Vermögenswerte, die der Kategorie Finanzinstrumente zugeordnet werden 17.625 5.399 12.226
Abgegrenzte Aufwendungen 4.874 4.768 106
Sonstige Vermögenswerte, die nicht der Kategorie Finanzinstrumente zugeordnet werden 4.874 4.768 106
Sonstige Vermögenswerte 22.499 10.167 12.332

In den sonstigen Vermögenswerten sind Kosten zur Vertragserfüllung in Höhe von €15.115 Tausend (im Vorjahr: €12.143 Tausend) enthalten. In der Berichtsperiode fielen keine außerplanmäßigen Abschreibungen an.

In den Vermögenswerten sind Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von €432 Tausend (im Vorjahr: €65 Tausend) enthalten.

Die abgegrenzten Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus vorausbezahlten Mieten, Leasingraten und Versicherungsprämien zusammen.

Wertberichtigungen werden als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst.

(18) Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel umfassen Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten seit Erwerbszeitpunkt in Höhe von insgesamt €89,928 Tausend (im Vorjahr: €112.208 Tausend).

(19) Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Trionista TopCo GmbH beträgt unverändert €25 Tausend. Die Geschäftsanteile werden von der ista Luxembourg S.à r.l. gehalten.

Angaben zum Kapitalmanagement

Das Ziel von ista ist es, mit ihrem Kapitalmanagement sicherzustellen, jederzeit ein solides Finanzprofil gewährleisten zu können. Ein wesentlicher Faktor ist dabei, den Kapitaldienst für die Fremdkapitalgeber zu garantieren. Ebenfalls Ziel des Kapitalmanagements ist die Einhaltung der vereinbarten Covenant-Regeln in Bezug auf das Kapital (weitere Ausführungen enthält Tz. (26)). Am 10. August 2020 wurde eine neue Senior Credit Facility mit den Banken abgeschlossen und die bestehende Finanzierung vollständig getilgt. Die flüssigen Mittel werden zur Sicherstellung der finanziellen Flexibilität für weiteres internes wie externes Wachstum sowie als Liquiditätsreserve vorgehalten. Im Rahmen der Kapitalmanagementstrategie wird stets gewährleistet, dass alle ista-Gesellschaften die lokalen Eigenkapitalanforderungen einhalten sowie mit dem notwendigen Finanz- und Liquiditätsspielraum ausgestattet sind. Dies wird insbesondere auf Basis von Cash Flows überwacht.

(20) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der Trionista TopCo GmbH beträgt zum 31. Dezember 2020 unverändert €111.379 Tausend (im Vorjahr: €111.379 Tausend).

(21) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten die erzielten Ergebnisse des Konzerns

€ in Tausend Mutterunternehmen Konsolidierte Unternehmen Gesamtbetrag
Gewinnrücklagen am 1. Januar 2020 105.310 -45.979 59.331
Dividendenausschüttung an Gesellschafter -64.079 0 -64.079
Gewinn des Geschäftsjahres 91.316 -2.872 88.444
Gewinnrücklagen am 31. Dezember 2020 132.547 -48.851 83.696

(22) Sonstige Rücklagen

Die Entwicklung der sonstigen Rücklagen ist im Detail in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

(23) Nicht beherrschende Anteile

Keine Änderung im Geschäftsjahr. Die ausstehenden nicht beherrschten Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital wurden im 2019 erworben.

(24) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat überwiegend in Deutschland verschiedenen Mitarbeitern individuelle Versorgungszusagen, die überwiegend auf Entgeltumwandlungen beruhen, gewährt. Für deren Höhe sind grundsätzlich die umgewandelten Beträge sowie die Differenz zwischen Lebensalter und gesetzlichem Rentenalter zum Zeitpunkt der Umwandlung maßgeblich. 94% (im Vorjahr: 94%) der Rückstellungen zum 31. Dezember 2020 betreffen Deutschland.

Aufgrund der Versorgungszusagen bestehen bei ista Bewertungsrisiken hinsichtlich Sterblichkeitsrate und Zinssatz.

Das Planvermögen besteht zu 100% (im Vorjahr: 100%) aus Rückdeckungsversicherungen, die die Voraussetzungen des IAS 19 als Vermögenswert erfüllen und dementsprechend mit den Rückstellungen verrechnet werden.

Die Gesellschaft nutzt den internen Finanzierungseffekt der Pensionsverpflichtungen. Nur ein geringer Teil der Verpflichtungen ist durch Planvermögen (Rückdeckungsversicherungen) gedeckt.

€ in Tausend 31.12.2020 31.12.2019
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 103.707 94.673
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -161 -162
Bilanzierte Nettoschuld aus Pensionsverpflichtungen 103.546 94.511

Die Pensionsverpflichtungen haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

€ in Tausend Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Bilanzierte Nettoschuld aus Pensionsverpflichtungen
1. Januar 2020 94.673 -162 94.511
Erfasst im Gewinn oder Verlust
• Laufender Dienstzeitaufwand 903 0 903
• Zinsaufwand (Zinserträge) 733 -11 722
1.636 -11 1.625
Erfasst im sonstigen Ergebnis
Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) aus
• demographischen Annahmen 0 0 0
• finanziellen Annahmen 3.653 0 3.653
• erfahrungsbedingter Berichtigung 4.407 0 4.407
8.060 0 8.060
Sonstige
• Mitarbeiterbeiträge 605 0 605
• Rentenzahlungen -1.267 12 -1.255
-662 12 -650
Stand am 31. Dezember 2020 103.707 -161 103.546

Die Pensionsverpflichtungen haben sich im Vorjahr wie folgt entwickelt:

€ in Tausend Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Bilanzierte Nettoschuld aus Pensionsverpflichtungen
1. Januar 2019 68.143 -174 67.969
Erfasst im Gewinn oder Verlust
• Laufender Dienstzeitaufwand 857 0 857
• Zinsaufwand (Zinserträge) 1.363 1 1.364
2.220 1 2.221
Erfasst im sonstigen Ergebnis
Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) aus
• demographischen Annahmen 0 0 0
• finanziellen Annahmen 21.891 0 21.891
• erfahrungsbedingter Berichtigung 2.926 0 2.926
24.817 0 24.817
Sonstige
• Mitarbeiterbeiträge 793 0 793
• Rentenzahlungen -1.300 11 -1.289
-507 11 -496
Stand am 31. Dezember 2019 94.673 -162 94.511

Berechnet werden die Pensionsrückstellungen im Wesentlichen auf Grundlage folgender Annahmen:

31.12.2020 Deutschland 31.12.2019 Deutschland
Zinssatz 0,63% 0,78%
Rententrend 1,75% 1,75%

Annahmen bezüglich der zukünftigen Sterblichkeitsrate erfolgen auf Basis von veröffentlichten Statistiken und Sterblichkeitstafeln. Für Deutschland wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck (im Vorjahr: "Richttafeln 2018 G") herangezogen. Zum 31. Dezember 2020 beträgt die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen 22,9 Jahre (im Vorjahr: 22,5 Jahre).

Während der Berichtsperiode waren keine Anpassungen aufgrund von Änderungen der Pensionspläne notwendig.

Nachfolgend wird eine quantitative Sensitivitätsanalyse für wesentliche Annahmen zum 31. Dezember 2020 dargestellt. Die Sensitivitätsanalysen zeigen die Auswirkungen von angemessenen Änderungen einer Annahme auf die leistungsorientierten Verpflichtungen zum Bilanzstichtag während die restlichen Annahmen konstant gehalten werden. Diese leistungsorientierten Verpflichtungen werden nach dem gleichen Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt, das auch für die leistungsorientierten Verpflichtungen angewandt wurde, die zum 31. Dezember 2020 in der Konzernbilanz ausgewiesen werden.

Leistungsorientierte Verpflichtung
€ in Tausend Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme
Abzinsungssatz (Veränderung: 0,5%) 92.769 116.115
Künftige Rentensteigerung (Veränderung: 0,25%) 104.023 103.086

Die quantitative Sensitivitätsanalyse des Vorjahrs stellt sich wie folgt dar:

Leistungsorientierte Verpflichtung
€ in Tausend Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme
Abzinsungssatz (Veränderung: 0,5%) 84.477 106.229
Künftige Rentensteigerung (Veränderung: 0,25%) 95.095 93.957

Bei einem Rückgang der Sterblichkeitsrate um ein Jahr ergibt sich eine leistungsorientierte Verpflichtung von €102.486 Tausend (im Vorjahr: €93.583 Tausend).

Diese Sensitivitätsanalyse kann nicht repräsentativ für die tatsächliche Änderung der leistungsorientierten Verpflichtungen sein, da es unwahrscheinlich ist, dass sich Annahmen isoliert voneinander ändern, da einige Annahmen miteinander korrelieren.

Neben den leistungsorientierten Versorgungszusagen besteht in Deutschland ein beitragsorientierter staatlicher Versorgungsplan. Die hieraus resultierenden Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr €10.477 Tausend (im Vorjahr: €9.687 Tausend).

(25) Sonstige Rückstellungen

€ in Tausend 1.1.2020 Währungsunterschied Änderung Konsolidierungskreis Zugang
kurzfristig
Personal 9.815 -2 1 11.982
Absatz 9.087 -9 8 3.246
Übrige 1.632 -16 5 6.563
20.534 -27 14 21.791
langfristig
Personal 6.109 -105 -54 3.365
Absatz 1.990 -10 0 0
Übrige 2.756 -14 6 4.678
10.855 -129 -48 8.043
Summe 31.389 -156 -34 29.834
€ in Tausend Aufzinsung Inanspruchnahme Auflösung
kurzfristig
Personal 0 -8.821 -690
Absatz 0 -2.090 -2.404
Übrige 0 -1.080 -29
0 -11.991 -3.123
langfristig
Personal 97 -525 -133
Absatz -17 -88 0
Übrige -4 -435 -6
76 -1.048 -139
Summe 76 -13.039 -3.262
€ in Tausend Umbuchung 31.12.2020
kurzfristig
Personal 104 12.389
Absatz 261 8.099
Übrige 0 7.075
365 27.563
langfristig
Personal -104 8.650
Absatz -5 1.870
Übrige -256 6.725
-365 17.245
Summe 0 44.808

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen betreffen vor allem Rückstellungen für Abfindungen, Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen. Die Rückstellungen für Absatzgeschäfte beinhalten im Wesentlichen Garantie- und Schadensersatzansprüche. Übrige sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Provisionen und Prämien gebildet. Die Auflösungen werden als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst. Auf der Grundlage der langjährigen Erfahrungen von ista können Sonstige Rückstellungen verlässlich geschätzt werden.

(26) Finanzverbindlichkeiten

31.12.2020
davon Restlaufzeit
€ in Tausend Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Senior Credit Facility 1.398.513 6.723 1.391.790 0
Shareholder Loans 1.153.105 24.233 0 1.128.872
Revolving Credit Facility 75.505 75.505 0 0
Revolving Capex Facility 0 0 0 0
Leasingverbindlichkeiten 62.729 13.095 27.868 21.766
Finanzverbindlichkeiten 2.689.852 119.556 1.419.658 1.150.638
31.12.2019
davon Restlaufzeit
€ in Tausend Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Senior Credit Facility 1.599.178 1.599.178 0 0
Shareholder Loans 1.128.872 0 1.128.872 0
Revolving Credit Facility 74 74 0 0
Revolving Capex Facility 200 200 0 0
Leasingverbindlichkeiten 60.626 13.239 25.274 22.113
Finanzverbindlichkeiten 2.788.950 1.612.691 1.154.146 22.113

Weitere Ausführungen zu den Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Personen enthält Tz. (31).

Credit Facilities

Im Zusammenhang mit der Refinanzierung der ista Gruppe zum 10. August 2020 wurde die bestehende Finanzierung zum 26. August 2020 getilgt und folgende Kreditaufnahmen abgeschlossen:

€ in Tausend Zinssatz 31.12.2020 Kreditlinie Verbindlichkeit zum 31.12.2020 Laufzeit bis
Fester Zinssatz
Shareholder Loan gewährt von ista Luxembourg S.à r.l. 4,2000% - 691.407 01.07.2030
Shareholder Loan von Lamarillo S.à r.l 4,2000% - 437.465 01.07.2028
Variabler Zinssatz
Senior Credit Facility 1,8000% 1.400.000 1.400.000 10.08.2025 (1)
Revolving Credit Facility 1,8000% 450.000 75.000 10.08.2025 (1)
Summe Kredite 2.603.872
Aktivierte Finanzierungskosten -10.447
Abgegrenzte Zinsverbindlichkeiten 33.698
Leasingverbindlichkeiten (2) 62.729
Buchwert der Finanzverbindlichkeiten 2.689.852

(1) Verlängerungsoption bis zum 10. August 2026 und 2027
(2) Vergleiche auch TZ (27)

Die Verpfändung der Anteile an der Trionista TopCo GmbH, Essen, an die Darlehensgeber der Senior Credit Facility aus dem Jahr 2017 wurde im Rahmen der Refinanzierung aufgehoben und durch ein Garantenkonzept ersetzt. Im Rahmen des Garantenkonzeptes haften die Darlehensnehmer ista Deutschland GmbH, ista International GmbH, Trionista HoldCo GmbH und Trionista TopCo GmbH, welche gleichzeitig auch als Garanten designiert sind, gesamtschuldnerisch für das Darlehen (Multi Currency Term and Revolving Facilities Agreement) in Höhe von Mio. EUR 1.850. Von dem Darlehen wurden zum Stichtag 31. Dezember 2020 € Millionen EUR 1.400 (Term Loan) von der Trionista TopCo GmbH und € Millionen 75 von der ista international GmbH (Revolving Credit Facility) in Anspruch genommen. Die gesamtschuldnerische Haftung bezieht sich dabei auch auf die auf das Darlehen entfallenden Zinsen. Das Darlehen ist auf fünf Jahre befristet und mit einer jeweils zusätzlichen einjährigen Verlängerungsoption ausgestattet, welche in den ersten beiden Jahren der Laufzeit aktiviert werden muss.

Die Senior Credit Facility wird mit einem Kupon von EURIBOR plus 1,8%-Punkte pro Jahr für den Zeitraum vom 26. August 2020 bis zum 30. Mai 2021 und anschließend zu unterschiedlichen Kursen basierend auf einem Margengitter verzinst. Für die zugesicherte und nicht beanspruchte Revolving Credit Facility wird eine Bereitstellungsgebühr in Höhe von 0,35% pro Jahr berechnet. Sämtliche im Rahmen dieses Kredites in Anspruch genommenen Beträge werden mit einem Kupon von EURIBOR plus 1,8%-Punkte pro Jahr verzinst. Im Rahmen des Senior Credit Facility Agreement und der Revolving Credit Facility werden negative EURIBOR-Zinssätze mit 0%-Punkten berücksichtigt (Floor).

Im Rahmen des Senior Credit Facility Agreements hat sich ista verpflichtet, bestimmte spezifische Finanzkennziffern einzuhalten. Diese Covenants basierten auf den Konzernabschlüssen und beinhalteten eine "Secured Leverage Ratio" und eine "Interest Cover Ratio". Die Covenants werden turnusmäßig geprüft und innerhalb der Berichtsperiode vollständig eingehalten.

Zum 31. Dezember 2019 stellte sich die Vertragssituation wie folgt dar:

€ in Tausend Zinssatz 31.12.2019 Kreditlinie Verbindlichkeit zum 31.12.2019 Laufzeit bis
Fester Zinssatz
Shareholder Loan gewährt von ista Luxembourg S.à r.l. 4,2000 - 691.407 30.06.2024
Shareholder Loan von Lamarillo S.à r.l 4,2000 - 437.465 30 06.2024
Variabler Zinssatz
Senior Credit Facility 1,1000 1.600.000 1.600.000 18.10.2020
Revolving Capex Facility 0,3850 100.000 0 18.10.2022
Revolving Credit Facility 0,3850 250.000 0 18.10.2022
Summe Kredite 2.728.872
Aktivierte Finanzierungskosten -4.482
Abgegrenzte Zinsverbindlichkeiten 3.934
Leasingverbindlichkeiten 60.626
Buchwert der Finanzverbindlichkeiten 2.788.950

Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit

Die folgende Tabelle fasst die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit, einschließlich zahlungswirksamer und -unwirksamer Veränderungen, zusammen. Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten sind Verbindlichkeiten, für die Zahlungsmittelflüsse oder zukünftige Zahlungsmittelflüsse als Zahlungsmittelflüsse aus Finanzierungstätigkeit in der Konzernkapitalflussrechnung klassifiziert wurden bzw. werden.

€ in Tausend 1.1.2020 Tilgungen Einnahmen Zinsänderungen
Shareholder Loans 1.128.872 0 0 24.233
Senior Credit Facility 1.599.178 -200.000 0 5.300
Revolving Credit Facility 74 -80.000 155.000 431
Revolving Capex Facility 200 0 0 -200
Leasingverbindlichkeiten 60.626 -18.732 20.826 (1) 9
Summe 2.788.950 -298.732 175.826 (1) 29.773
€ in Tausend Änderung der aktivierten Finanzierungskosten 31.12.2020
Shareholder Loans 0 1.153.105
Senior Credit Facility -5.965 1.398.513
Revolving Credit Facility 0 75.505
Revolving Capex Facility 0 0
Leasingverbindlichkeiten 0 62.729
Summe -5.965 2.689.852

(1) davon €20.826 Tausend zahlungsunwirksam

Die folgende Tabelle stellt die Veränderungen aus Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit zum 31. Dezember 2019 dar:

€ in Tausend 1.1.2019 Tilgungen Einnahmen Zinsänderungen
Shareholder Loans 1.128.872 0 0 0
Senior Credit Facility 1.593.043 0 0 493
Revolving Credit Facility 15.051 -15.000 0 23
Revolving Capex Facility 200 0 0 0
Leasingverbindlichkeiten 57.340 -16.038 19.215 (1) 109
Summe 2.794.506 -31.038 19.215 (1) 625
€ in Tausend Änderung der aktivierten Finanzierungskosten 31.12.2019
Shareholder Loans 0 1.128.872
Senior Credit Facility 5.642 1.599.178
Revolving Credit Facility 0 74
Revolving Capex Facility 0 200
Leasingverbindlichkeiten 0 60.626
Summe 5.642 2.788.950

(1) davon €19.215 Tausend zahlungsunwirksam

(27) Leasing

Leasingverhältnisse werden in der Konzernbilanz und der Konzerngesamtergebnisrechnung zum 31. Dezember 2020 wie folgt ausgewiesen:

Leasing in der Konzerngesamtergebnisrechnung:

€ in Tausend 31.12.2020 31.12.2019
Vermögenswerte
Nutzungsrechte an Leasinggegenständen - Gebäude 54.089 50.032
Nutzungsrechte an Leasinggegenständen - Fahrzeuge 7.423 7.873
Nutzungsrechte 61.512 57.905
Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten 49.634 47.387
Kurzfristige Verbindlichkeiten 13.095 13.239
Leasingverbindlichkeiten 62.729 60.626

Die Zugänge zu Nutzungsrechten an Leasinggegenständen betragen im Geschäftsjahr 2020 €20.940 Tausend (im Vorjahr: €18.183 Tausend).

Für weitere Informationen bezüglich der Laufzeit von Leasingverbindlichkeiten siehe Tz. (26).

Leasing in der Konzerngesamtergebnisrechnung:

€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
UMSATZKOSTEN
Aufwendungen aus wertmäßig unbedeutenden Leasingverhältnissen -446 -406
ABSCHREIBUNGEN
Abschreibungen auf Nutzungsrechte - Gebäude -10.974 -11.858
Abschreibungen auf Nutzungsrechte - Fahrzeuge -4.940 -4.672
-15.914 -16.530
FINANZERGEBNIS
Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten -1.324 -245

ista wendet die Änderung an, die den Leasingnehmern ein optionales praktisches Mittel zur Berücksichtigung von Mietkonzessionen im Zusammenhang mit Covid-19, wie Mietstundungen und vorübergehenden Mietminderungen, mit rückwirkender Wirkung bis zum 1. Januar 2020 bietet. Im Geschäftsjahr 2020 hat ista Mietkonzessionen in Höhe von €51 Tausend erhalten.

(28) Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2020
davon Restlaufzeit
€ in Tausend Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen 16.939 16.745 194 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.999 15.999 0 0
Abgegrenzte Erlöse 220.208 161.104 54.799 4.305
Negativer Marktwert aus Devisentermingeschäften 1.168 1.168 0 0
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 52.197 51.834 158 205
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 31.138 31.138 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 84.503 84.140 158 205
Summe Sonstige 337.649 277.988 55.151 4.510
Davon Sonstige Verbindlichkeiten, die den finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet werden 69.364 69.001 158 205
Davon Sonstige Verbindlichkeiten, die nicht den finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet werden 268.285 208.987 54.993 4.305
31.12.2019
davon Restlaufzeit
€ in Tausend Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen 15.065 14.883 182 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.833 17.833 0 0
Abgegrenzte Erlöse 206.067 145.617 55.825 4.625
Negativer Marktwert aus Devisentermingeschäften 0 0 0 0
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 47.032 46.831 0 201
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 37.063 37.063 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 84.095 83.894 0 201
Summe Sonstige 323.060 262.227 56.007 4.826
Davon Sonstige Verbindlichkeiten, die den finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet werden 64.865 64.664 0 201
Davon Sonstige Verbindlichkeiten, die nicht den finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet werden 258.195 197.563 56.007 4.625

In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuern in Höhe von €27.851 Tausend (im Vorjahr: €33.081 Tausend) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von €3.287 Tausend (im Vorjahr: €3.982 Tausend) enthalten.

Die abgegrenzten Erlöse enthalten Garantiewartungsgebühren, Ablese- und Liegenschaftsgebühren sowie vorschüssig vereinnahmte Mieten.

Die abgegrenzten Erlöse setzen sich wie folgt zusammen:

€ in Tausend 31.12.2020 31.12.2019
Im Voraus erhaltende Zahlungen für Serviceverträge für verbrauchsabhängige Abrechnung 104.561 91.070
Abgegrenzte Erlöse aus Garantiewartungsverträgen 104.343 103.567
Im Voraus erhaltende Zahlungen aus Mietverträgen 10.820 10.888
Sonstiges 484 542
Abgegrenzte Erlöse 220.208 206.067

Im Berichtsjahr ergaben sich keine signifikanten Veränderungen der abgegrenzten Erlöse.

Ein Betrag von €145.617 Tausend, welcher in den abgegrenzten Erlösen zum 31. Dezember 2019 enthalten war, wurde im aktuellen Jahr als Umsatz ausgewiesen.

(29) Finanzinstrumente

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2020:

€ in Tausend Kategorien gemäß IFRS 9 Buchwert 31.12.2020 Beizulegender Zeitwert 31.12.2020
Originäre Finanzinstrumente
AKTIVA
At equity bewertete Beteiligungen n.a. 4.201 4.201
Sonstige Beteiligungen (1) FVTPL 881 881
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FAAC 111.161 111.161
Sonstige finanzielle Vermögenswerte FAAC 21.933 21.933
Zahlungsmittel FAAC 89.928 89.928
Summe AKTIVA 228.104 228.104
PASSIVA
Finanzverbindlichkeiten
Senior Credit Facility FLAC 1.398.513 1.452.735
Shareholder Loan von ista Luxembourg S.à r.l. FLAC 706.249 889.362
Shareholder Loan von Lamarillo S.à r.l. FLAC 446.856 541.590
Revolving Credit Facility FLAC 75.505 75.505
Revolving Capex Facility FLAC 0 0
Leasingverbindlichkeiten n.a. 62.729 62.729
2.689.852 3.021.921
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 15.999 15.999
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 52.197 52.197
Summe PASSIVA 2.758.048 3.090.117
€ in Tausend Kategorien gemäß IFRS 9 Buchwert 31.12.2020 Beizulegender Zeitwert 31.12.2020
Derivative Finanzinstrumente
AKTIVA
Währungsderivate FVTPL 0 0
Summe AKTIVA 0 0
PASSIVA
Währungsderivate FVTPL 1.168 1.168
Summe PASSIVA 1.168 1.168

(1) Eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wird grundsätzlich nur für wesentliche Beteiligungen vorgenommen. Alle unwesentlichen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet (€881 Tausend).

Die Währungsderivate werden in der Kategorie finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (FVTPL), gehalten. Gleichwohl werden sie für eine ökonomische Sicherung von Währungsrisiken eingesetzt. Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Originäre finanzielle Vermögenswerte (FAAC) und finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Für kurzfristige Finanzverbindlichkeiten werden keine vom Buchwert abweichenden beizulegenden Zeitwerte ermittelt. Für die Senior Credit Facility and Shareholder Loans wird der beizulegende Zeitwert auf Basis von notierten Marktpreisen an aktiven Märkten für ähnliche Finanzinstrumente oder Bewertungsmethoden, die auf beobachtbaren Marktdaten basieren, bestimmt.

Die verbleibenden finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten, so dass deren Buchwerte näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die Konditionen der finanziellen Vermögenswerte wurden nicht neu verhandelt.

Die Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente des Vorjahres stellen sich wie folgt dar:

€ in Tausend Kategorien gemäß IFRS 9 Buchwert 31.12.2019 Beizulegender Zeitwert 31.12.2019
Originäre Finanzinstrumente
AKTIVA
At equity bewertete Beteiligungen n.a. 0 0
Sonstige Beteiligungen (1) FVTPL 21 21
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FAAC 120.525 120.525
Sonstige finanzielle Vermögenswerte FAAC 16.993 16.993
Zahlungsmittel FAAC 112.208 112.208
Summe AKTIVA 249.747 249.747
PASSIVA
Finanzverbindlichkeiten
Senior Credit Facility FLAC 1.599.178 1.602.985
Shareholder Loan von ista Luxembourg S.à r.l. FLAC 691.407 782.085
Shareholder Loan von Lamarillo S.à r.l. FLAC 437.465 494.840
Revolving Credit Facility FLAC 74 74
Revolving Capex Facility FLAC 200 200
Leasingverbindlichkeiten n.a. 60.626 60.626
2.788.950 2.940.810
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 17.833 17.833
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 47.032 47.032
Summe PASSIVA 2.853.815 3.005.675
€ in Tausend Kategorien gemäß IFRS 9 Buchwert 31.12.2020 Beizulegender Zeitwert 31.12.2020
Derivative Finanzinstrumente
AKTIVA
Währungsderivate FVTPL 640 640
Summe Aktiva 640 640
PASSIVA
Währungsderivate FVTPL 0 0
Summe Passiva 0 0

(1) Eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wird grundsätzlich nur für wesentliche Beteiligungen vorgenommen. Alle unwesentlichen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet (€21 Tausend).

Die folgende Tabelle stellt die wesentlichen Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9 nach Bewertungskategorien zum 31. Dezember 2020 dar.

€ in Tausend Kategorie gemäß IFRS 9 Aus Zinsen Aus Neubewertung Wertberichtigungen Nettogewinne und -verluste
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte FAAC -785 0 -8.141 -8.926
Mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte FVTPL 0 0 0 0
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung FVTPL 0 -1.808 0 -1.808
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 0 0 0 0
Mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten FVTPL 0 0 0 0
Nettoergebnis -785 -1.808 -8.141 -10.734

Das Nettoergebnis aus der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" resultiert aus Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In der Kategorie "Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung" sind Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Derivaten enthalten, die nicht in eine bilanzielle Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 eingebunden sind.

Die folgende Tabelle stellt die wesentlichen Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien zum 31. Dezember 2019 dar:

€ in Tausend Kategorie gemäß IFRS 9 Aus Zinsen Aus Neubewertung Wertberichtigungen Nettogewinne und -verluste
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte FAAC -843 0 -7.309 -8.152
Mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte FVTPL 0 0 0 0
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung FVTPL 0 -295 0 -295
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 0 0 0 0
Mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten FVTPL 0 0 0 0
Nettoergebnis -843 -295 -7.309 -8.447

Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt auf Basis der drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13:

Stufe 1: Notierte Marktpreise an aktiven Märkten;

Stufe 2: Notierte Marktpreise an aktiven Märkten für ähnliche Finanzinstrumente oder Bewertungsmethoden, die auf beobachtbaren Marktdaten basieren;

Stufe 3: Bewertungsmethoden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die folgende Tabelle zeigt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente gemäß IFRS 13 zum 31. Dezember 2020:

€ in Tausend Gesamtbetrag Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
AKTIVA
Finanzielle Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen FVTPL 881 0 881 0
Derivative Finanzinstrumente
Währungsderivate FVTPL 0 0 0 0
Summe AKTIVA 881 0 881 0
LIABILTIES
Finanzverbindlichkeiten
Senior Credit Facility FLAC 1.452.735 0 1.452.735 0
Shareholder Loan von ista Luxembourg S.à r.l. FLAC 889.362 0 889.362 0
Shareholder Loan von Lamarillo S.à r.l. FLAC 541.590 0 541.590 0
Revolving Credit Facility FLAC 75.505 0 75.505 0
Revolving Capex Facility FLAC 0 0 0 0
2.959.192 0 2.959.192 0
Derivative Finanzinstrumente
Währungsderivate FVTPL 1.168 0 1.168 0
Summe PASSIVA 2.960.360 0 2.960.360 0

Die folgende Tabelle zeigt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente gemäß IFRS 13 zum 31. Dezember 2019:

€ in Tausend Gesamtbetrag Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
AKTIVA
Finanzielle Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen FVTPL 0 0 0 0
Derivative Finanzinstrumente
Währungsderivate FVTPL 640 0 640 0
Summe AKTIVA 640 0 640 0
PASSIVA
Finanzverbindlichkeiten
Senior Credit Facility FLAC 1.602.985 0 1.602.985 0
Shareholder Loan von ista Luxembourg S.à r.l. FLAC 782.085 0 782.085 0
Shareholder Loan von Lamarillo S.à r.l. FLAC 494.840 0 494.840 0
Revolving Credit Facility FLAC 74 0 74 0
Revolving Capex Facility FLAC 200 0 200 0
2.880.184 0 2.880.184 0
Derivative Finanzinstrumente
Währungsderivate FVTPL 0 0 0 0
Summe PASSIVA 2.880.184 0 2.880.184 0

Stufe 1 umfasst den beizulegenden Zeitwert von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten basierend auf einem an einem aktiven Markt (unbereinigten) notierten Preis.

Stufe 2 beinhaltet neben Währungsderivaten auch die unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesene Senior Credit Facility und die Shareholder Loans. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes von Währungsderivaten erfolgt auf Basis von Kassa- und Terminkursen unter Anwendung anerkannter mathematischer Grundsätze. Es werden Bankbewertungen für die Bewertung von Währungsderivaten verwendet. Credit default spreads werden als Inputfaktoren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendet. Der beizulegende Zeitwert der Senior Credit Facility und der Shareholder Loans wird auf Grundlage eines an aktiven Märkten notierten Marktpreises für ähnliche Finanzinstrumente oder Bewertungsmethoden, die auf beobachtbaren Marktdaten basieren, bestimmt.

Stufe 3 beinhaltet die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Der beizulegende Zeitwert ist von indikativen Preisangeboten abgeleitet.

Im Berichtsjahr erfolgte keine Umgliederung von Derivaten in andere Stufen, da keine Ereignisse zu einer Umgliederung innerhalb der 3-Stufen-Hierarchie eingetreten sind.

Die Berechnung des beizulegenden Zeitwertes erfolgte ohne die Berücksichtigung von gewährten Sicherheiten.

Das von ista mit Geschäftsbanken eingegangene ISDA master agreement bezüglich Währungsderivaten erfüllt die Kriterien des IAS 32.42. Dennoch erfolgt in der Bilanz von ista keine Verrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, da das Recht zur Verrechnung nur im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Geschäftspartners durchsetzbar ist.

Die Tabelle stellt das mögliche Aufrechnungsvolumen der derivativen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2020 dar:

€ in Tausend Brutto- und Nettobeträge von Finanzinstrumenten in der Bilanz Betreffende Finanzinstrumente, die nicht saldiert wurden Nettobetrag
AKTIVA
Währungsderivate 0 0 0
Summe AKTIVA 0 0 0
PASSIVA
Währungsderivate 1.168 0 1.168
Summe Passiva 1.168 0 1.168

Die Tabelle stellt das mögliche Aufrechnungsvolumen der derivativen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 dar:

€ in Tausend Brutto- und Nettobeträge von Finanzinstrumenten in der Bilanz Betreffende Finanzinstrumente, die nicht saldiert wurden Nettobetrag
AKTIVA
Währungsderivate 640 0 640
Summe AKTIVA 640 0 640
PASSIVA
Währungsderivate 0 0 0
Summe PASSIVA 0 0 0

Die Nominalbeträge der Derivate verteilen sich zum 31. Dezember 2020 wie folgt über ihre Restlaufzeit:

Restlaufzeit
€ in Tausend Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
Währungsderivate 23.492 19.485 4.007 0
Summe 23.492 19.485 4.007 0

Die Nominalbeträge der Derivate verteilen sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt über ihre Restlaufzeit:

Restlaufzeit
€ in Tausend Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
Währungsderivate 24.075 19.751 4.324 0
Summe 24.075 19.751 4.324 0

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung des Währungsrisikos

Zur Absicherung von Risikopositionen aus Währungsschwankungen im Bereich Materialwirtschaft werden Devisentermingeschäfte eingesetzt, um USD-Wechselkursrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb der funktionalen Währung aus der Beschaffungstätigkeit in Asien zu sichern. Der bilanzielle Ansatz der Devisentermingeschäfte zum Stichtag erfolgt zum jeweiligen beizulegenden Zeitwert. Der beizu- legende Zeitwert für die Devisentermingeschäfte beträgt zum 31. Dezember 2020 €-1.168 Tausend (im Vorjahr: €640 Tausend) und wird unter den Sonstigen Verbindlichkeiten (Vorjahr: Sonstigen Vermögenswerten) ausgewiesen. Die Erträge bzw. Aufwendungen aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Währungskursverlusten in Höhe von €1.808 Tausend (im Vorjahr: €295 Tausend) enthalten.

Am Bilanzstichtag waren Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von €23.492 Tausend (im Vorjahr: €24.075 Tausend) abgeschlossen.

In der aktuellen Berichtsperiode wurden Gewinne aus Devisentermingeschäften in Höhe von €323 Tausend (im Vorjahr: Verluste von €1.397 Tausend) realisiert.

(30) Zusätzliche Angaben gemäß IFRS 7

ista unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse und der Zinssätze. Diese Risiken entstehen durch eine mögliche Veränderung von Risikofaktoren, die zu einer Verringerung bzw. Erhöhung des beizulegenden Zeitwertes der diesen Risikofaktoren unterliegenden Transaktionen führen. Vor dem Hintergrund der nachfolgend dargestellten Informationen unterliegt ista keiner expliziten Risikokonzentration aus Finanzrisiken.

Ziel des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch laufende operative und finanzorientierte Aktivitäten zu begrenzen. Dabei steuert die ista International GmbH zentral das Liquiditäts-, Währungs- und Zinsmanagement der ista Gruppe und entsprechend alle Abschlüsse von Geschäften mit derivativen und sonstigen Finanzinstrumenten.

Der Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten, die finanzwirtschaftliche Berichterstattung und die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumente sind in der Treasury Richtlinie der ista festgelegt. Insbesondere gehört hierzu eine klare Funktionstrennung zwischen Handel und Abwicklung.

Ziel des Liquiditätsmanagements ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften der ista Gruppe zu gewährleisten. Um die in der ista Gruppe vorhandene Liquidität bestmöglich steuern zu können, wird der größte Teil der in der ista Gruppe verfügbaren Liquidität bei der ista International GmbH zusammengeführt und konzentriert.

Ziel des Zinsrisikomanagements ist es, den Grad der Sicherheit der zukünftig zu empfangenden oder zu leistenden Zinszahlungen zu erhöhen.

Im Rahmen des Währungsmanagements wird das so genannte Transaction Exposure gesteuert. Ziel des Währungsmanagements ist es, das Risiko zu reduzieren, dass sich der €-Gegenwert von Cash Flows in Fremdwährung im Zeitablauf durch Wechselkursschwankungen reduziert bzw. erhöht. Auf diese Weise soll der Grad der Sicherheit für die ista Gruppe erhöht werden. Finanzderivate, die zur ökonomischen Sicherung von Währungsrisiken dienen, werden dagegen nicht einer bilanziellen Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 zugeordnet, sondern der Kategorie finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Zur Minderung des Bonitätsrisikos sind Kontraktpartner ausschließlich deutsche und internationale Banken mit guter oder sehr guter Bonität. Die Auswahl, die Zusammenarbeit und Bonitätsüberwachung und -steuerung der jeweiligen Banken erfolgt nach Maßgabe der Treasury Richtlinie. Grundsätzlich gilt, dass auf Ebene der Konzerngesellschaften lediglich Zahlungsmittel in Höhe des operativ notwendigen Zahlungsmittelbestandes vorgehalten werden. Darüber hinausgehende Zahlungsmittel werden bei der ista International GmbH im Rahmen bestehender Cash-Pool-Vereinbarungen angelegt. Zum 31. Dezember 2020 belaufen sich die Zahlungsmittel auf €89,928 Tausend (im Vorjahr: €112.208 Tausend). Dabei werden Zahlungsmittel in Höhe von €45.676 Tausend (im Vorjahr: €72.228 Tausend) von der ista International GmbH gehalten. Zahlungsmittel werden grundsätzlich als Kontokorrentguthaben oder als Tagesgelder gehalten. Es werden grundsätzlich keine längerfristigen Anlagen gehalten.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko der ista liegt darin, dass mit Blick auf eine unzureichende Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht bedient werden können. Das Management des Liquiditätsrisikos wird bei der ista zentral gemäß der Treasury Richtlinie gesteuert. Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit des Konzerns gewährleisten zu können, werden auf Grundlage einer mehrjährigen sowie einer rollierenden monatlichen Finanzmittelplanung langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vorgehalten. Das Cash-Pooling sowie externe Finanzierungen sind im Wesentlichen auf die ista International GmbH konzentriert. Die Mittel werden bedarfsgerecht intern den jeweiligen Konzerngesellschaften zur Verfügung gestellt.

Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember 2020 vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten. Die Tabelle gibt die nicht diskontierten Mittelabflüsse für die nächsten Geschäftsjahre an. Die Mittelabflüsse für die finanziellen Verbindlichkeiten (einschließlich Zinsen) ohne festen Betrag oder Zeitraum basieren auf den Konditionen zum 31. Dezember 2020.

Restlaufzeit
€ in Tausend Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
Senior Credit Facility 1.527.820 25.550 1.502.270 0
Shareholder Loan von ista Luxembourg S.à r.l. 986.764 32.669 117.850 836.245
Shareholder Loan von Lamarillo S.à r.l. 587.035 20.670 74.566 491.799
Revolving Credit Facility 92.591 78.219 14.372 0
Leasingverbindlichkeiten 66.753 13.588 29.989 23.176
Summe 3.260.963 170.696 1.739.047 1.351.220

Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember 2019 vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten.

Restlaufzeit
€ in Tausend Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
Senior Credit Facility 1.617.893 1.617.893 0 0
Shareholder Loan von ista Luxembourg S.à r.l. 824.018 29.523 794.495 0
Shareholder Loan von Lamarillo S.à r.l. 521.371 18.680 502.691 0
Revolving Credit/Capex Facility 4.005 1.337 2.668 0
Leasingverbindlichkeiten 65.852 13.460 27.279 25.113
Summe 3.033.139 1.680.893 1.327.133 25.113

Kreditausfallrisiko

Die finanziellen Vermögenswerte von ista unterliegen einem Kreditausfallrisiko. Der Nachweis, dass finanzielle Vermögenswerte wertgemindert sind, beinhaltet zum Beispiel signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder Hinweise auf eine mögliche Insolvenz des Schuldners. Besteht ein Kreditausfallrisiko für einen finanziellen Vermögenswert, so wird eine Einzelwertberichtigung gebildet und auf einem separaten Konto erfasst.

In einem zweiten Schritt schätzt ista die zu erwartenden Kreditausfälle der Forderungen, die nicht wertgemindert wurden. Zur Bestimmung des zu erwartenden Kreditausfallrisikos benutzt ista eine Wertberichtigungstabelle. Die Wertberichtigungstabelle basiert auf den historisch beobachteten Ausfallraten über die erwartete Laufzeit der Forderungen und wird um zukunftsgerichtete Schätzungen angepasst. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Aktualisierung der historisch beobachteten Ausfallraten und eine Analyse der Änderungen der zukunftsgerichteten Schätzungen. Innerhalb istas Wertberichtigungstabelle wird eine feste Wertminderungsrate in Abhängigkeit von der Anzahl der Tage, die ein Vermögenswert ausstehend ist, angewendet. Eine Wertberichtigung wird auf separaten Konten erfasst und ausgewiesen.

Die Wertberichtigung besteht aus zwei Komponenten: (1) einer Wertberichtigung für sämtliche Forderungen in Abhängigkeit von der Altersstruktur überfälliger Forderungen und (2), einer Einzelwertberichtigung bezüglich eines individuell bewerteten Risiko für jeden einzelnen Kunden, abgesehen von der Fälligkeit.

Wertberichtigungskonten werden so lange benutzt, wie ista erwartet, dass die Wertaufholung des fälligen Betrages möglich ist. Sobald dies nicht länger der Fall ist, werden die Beträge als uneinbringlich betrachtet und direkt gegen den finanziellen Vermögenswert abgeschrieben.

€ in Tausend Nicht fällig überfällig <30 Tage überfällig <60 Tage
Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen - Brutto - 69.436 18.915 4.407
Wertberichtigungen -916 -28 -26
Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen - Netto - 68.520 18.887 4.381
Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen - Brutto - 11.304 0 0
Wertberichtigungen 0 0 0
Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen - Netto - 11.304 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Summe 79.824 18.887 4.381
Sonstige Vermögenswerte - Brutto 20.881 103 5
Wertberichtigungen 0 0 0
Sonstige Vermögenswerte - Netto 20.881 103 5
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 0 0
Forderungen aus sonstigen Steuern 1.137 0 0
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 3.461 0 0
Sonstige Vermögenswerte - Summe 25.479 103 5
€ in Tausend überfällig <90 Tage überfällig >90 Tage Summe
Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen - Brutto - 1.810 13.627 108.195
Wertberichtigungen -40 -7.819 -8.829
Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen - Netto - 1.770 5.808 99.366
Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen - Brutto - 0 491 11.795
Wertberichtigungen 0 0 0
Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen - Netto - 0 491 11.795
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Summe 1.770 6.299 111.161
Sonstige Vermögenswerte - Brutto 13 1.027 22.029
Wertberichtigungen 0 -97 -97
Sonstige Vermögenswerte - Netto 13 930 21.932
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 0 0
Forderungen aus sonstigen Steuern 0 0 1.137
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 3.461
Sonstige Vermögenswerte - Summe 13 930 26.530

Die Altersstruktur des Vorjahres gliedert sich wie folgt:

€ in Tausend Nicht fällig überfällig <30 Tage überfällig <60 Tage überfällig <90 Tage überfällig >90 Tage Summe
Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen - Brutto - 72.914 21.126 4.667 1.820 15.402 115.929
Wertberichtigungen -961 -22 -18 -15 -7.116 -8.132
Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen - Netto - 71.953 21.104 4.649 1.805 8.286 107.797
Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen - Brutto - 11.985 0 0 0 743 12.728
Wertberichtigungen 0 0 0 0 0 0
Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen - Netto - 11.985 0 0 0 743 12.728
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Summe 83.938 21.104 4.649 1.805 9.029 120.525
Sonstige Vermögenswerte - Brutto 16.354 148 3 81 1.058 17.644
Wertberichtigungen -19 0 0 0 0 -19
Sonstige Vermögenswerte - Netto 16.335 148 3 81 1.058 17.625
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
Forderungen aus sonstigen Steuern 960 0 0 0 0 960
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 3.914 0 0 0 0 3.914
Sonstige Vermögenswerte - Summe 21.209 148 3 81 1.058 22.499

Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte. ista hat keine Sicherheiten erhalten.

Die Außenstände und Ausfallrisiken werden von den Konzerngesellschaften fortlaufend überwacht. Risiken aus Geschäften mit Großkunden und Derivaten unterliegen einer besonderen Bonitätsüberwachung.

Es gibt keine Kunden, deren Geschäftsvolumen mit ista im Vergleich zum Gesamtgeschäftsvolumen des Konzerns wesentlich sind. Somit ergeben sich keine Forderungen, die außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Forderungen innerhalb der Position sonstige Vermögenswerte, die weder wertberichtigt noch überfällig sind, lagen zum 31. Dezember 2020 keine Anhaltspunkte vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden. Die Analyse des Risikos möglicher Zahlungsausfälle ist ein etablierter Prozess im Rahmen des Risikomanagements der ista.

Wechselkursrisiken

Die Wechselkursrisiken der ista resultieren im Wesentlichen aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Fremdwährungsrisiken werden gesichert, sofern sie die Cash Flows der ista Gruppe beeinflussen. Wechselkursrisiken, die den Cash Flow nicht betreffen (d. h. Risiken, die aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht in Euro domizilierender ausländischer Unternehmenseinheiten resultieren, sog. Translationsrisiken) bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert.

Wechselkursrisiken im Investitionsbereich resultieren u. a. aus dem Erwerb von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen. Zum Abschlussstichtag unterlag ista keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich.

Die Entstehung von Wechselkursrisiken im Sinne des IFRS 7 durch Finanzinstrumente beruht auf der Abweichung der Währung eines bilanzierten Finanzinstrumentes monetärer Art von der funktionalen Währung des berichtenden Unternehmens (sog. Transaktionsrisiko).

Wechselkursrisiken aus Finanzierungsmaßnahmen entstehen bei ista im Wesentlichen aus der Finanzierung von Tochtergesellschaften und aus Zinszahlungen aus bestehenden Fremdwährungsdarlehen. ista sichert diese Risiken aufgrund der geringen Volumina grundsätzlich nicht ab und ist auch keinen wesentlichen Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.

Das operative Geschäft der einzelnen Konzernunternehmen wird überwiegend in deren jeweiligen funktionalen Währung abgewickelt. Daher wird das Währungsrisiko der ista aus der laufenden operativen Geschäftstätigkeit als gering eingeschätzt. Sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten unterliegen keinem wesentlichen Wechselkursrisiko. Der Bereich Materialwirtschaft der ista ist jedoch US-Dollar-Wechselkursrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung aus ihrer Beschaffungstätigkeit in Asien ausgesetzt. Zur Sicherung setzt ista Devisentermingeschäfte ein, um diese Zahlungsverpflichtungen im Voraus zu sichern. ista war zum Abschlussstichtag insgesamt keinen wesentlichen Wechselkursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Gemäß IFRS 7 hat ista zur Darstellung der Marktrisiken eine Sensitivitätsanalyse für jede Risikoart zu erstellen. Mit Hilfe der Anwendung von Sensitivitätsanalysen wird für jede Risikoart ermittelt, welche Auswirkungen eine hypothetische Änderung der jeweiligen Risikovariablen auf die Gewinne/Verluste sowie auf das Eigenkapital zum Bilanzstichtag nehmen würde. Neben Währungsrisiken unterliegt die ista Gruppe im Wesentlichen Zinsänderungsrisiken. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird angenommen, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Im Rahmen der Wechselkurssensitivitätsanalyse gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen ista Finanzinstrumente nutzt, als relevante Risikovariablen. Für das Wechselkursrisiko wird eine Sensitivitätsanalyse für die Fremdwährungen vorgenommen, die wesentlich für das Unternehmen sind. Dabei handelt es sich um die Währungen US-Dollar und Dänische Krone. Neben den wesentlichen originären Finanzinstrumenten und den als Sicherungsinstrumente abgeschlossenen Devisentermingeschäften werden auch die für die kommende Periode geplanten Beschaffungsaktivitäten der ista in US-Dollar in die Währungssensitivitätsanalyse einbezogen. Gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind nicht monetär und unterliegen daher keinem Wechselkursrisiko im Sinne des IFRS 7. Der Wertansatz von abgeschlossenen Devisentermingeschäften zum 31. Dezember 2020 wird auf Basis von Bestätigungen der jeweiligen Transaktionsbanken abgeleitet.

Die Ermittlung der Sensitivität des Periodenergebnisses in Abhängigkeit von einer hypothetischen Veränderung des Wechselkurses erfolgt auf einer Vor-Steuer Basis. Da Währungsderivate nicht im Rahmen von Cash Flow Hedge Accounting abgebildet werden, besteht für ista bei einer hypothetischen Veränderung des Wechselkurses keine direkte Auswirkung auf das Eigenkapital.

Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen der auf US-Dollar lautenden Einkäufe im Zusammenhang mit der Beschaffung in Asien sowie der damit zusammenhängenden Währungssicherungsgeschäfte:

Sensitivitätsanalyse Währungsrisiko (p.a.) < 1 Jahr
Währungsrisikopositionen € in Tausend
Operatives Exposure
Umsätze (inflows) 0
Einkäufe (outflows) -23.902
Währungsrisikoposition
Sicherungsinstrumente:
• Devisentermingeschäfte 18.303
Offene Währungsposition
Geplante Transaktionen:
• Einkäufe 12 Monate -23.902
Sicherungsgeschäfte:
• Nicht designierte Termingeschäfte 18.303
Exposure erfolgswirksam -5.599
Szenarienanalyse € in Tausend
Szenario 1: Aufwertung USD zu €
Szenario Wechselkurs 1,10
Effekt erfolgswirksam -622
davon geplante Transaktionen -2.656
Szenario 2: Abwertung USD zu €
Szenario Wechselkurs 1,35
Effekt erfolgswirksam 509
davon geplante Transaktionen 2.173

Wenn der US-Dollar gegenüber dem Euro zum 31. Dezember 2020 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um €622 Tausend niedriger (€509 Tausend höher) gewesen.

Im Vorjahr ergab die Analyse die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Werte:

Sensitivitätsanalyse Währungsrisiko (p.a.) < 1 Jahr
Währungsrisikopositionen € in Tausend
Operatives Exposure
Umsätze (inflows) 0
Einkäufe (outflows) -25.993
Währungsrisikoposition
Sicherungsinstrumente:
• Devisentermingeschäfte 20.377
Offene Währungsposition
Geplante Transaktionen:
• Einkäufe 12 Monate -25.993
Sicherungsgeschäfte:
• Nicht designierte Termingeschäfte 20.377
Exposure erfolgswirksam -5.616
Szenarienanalyse € in Tausend
Szenario 1: Aufwertung USD zu €
Szenario Wechselkurs 1,01
Effekt erfolgswirksam -624
davon geplante Transaktionen -2.888
Szenario 2: Abwertung USD zu €
Szenario Wechselkurs 1,23
Effekt erfolgswirksam 511
davon geplante Transaktionen 2.363

Wenn der US-Dollar gegenüber dem Euro zum 31. Dezember 2019 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um €624 Tausend niedriger (€511 Tausend höher) gewesen.

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko resultiert im Wesentlichen aus der Fremdfinanzierung des Konzerns. Dabei ist die bestehende Senior Credit Facility die entscheidende Position zur Betrachtung des Zinsrisikos.

Gemäß IFRS 7 wird das Zinsrisiko mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen beschrieben. Auf diese Weise können die Effekte von hypothetischen Veränderungen der Marktzinssätze auf die Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie das Eigenkapital dargestellt werden. Veränderungen der Marktzinssätze haben sowohl ein Fair-Value-Risiko bei festverzinslichen Finanzinstrumenten als auch ein Cash-Flow-Risiko bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten.

Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde: Pro wesentlicher Währung wurde ein steigendes und ein fallendes Zinsszenario definiert. Der Einfluss der Zinsszenarien wird auf die Cash Flows des bestehenden Senior Credit Facilities bestimmt.

Die Analyse des Zinsrisikos bezüglich der in Euro lautenden Darlehen wird in der folgenden Tabelle dargestellt:

Sensitivitätsanalyse Zinsrisiko (p.a.) zum 31. Dezember 2020

Zinsrisikopositionen € in Tausend
Senior Credit Facility 1.400.000
Revolving Credit Facility 75.000
€ in Millionen
Ergebnis Fair Value Risiko +100 bps -100 bps
Cash Flow Risiko
Credit Facilities
Senior B 6,6 0
Revolving 0,4 0
Effekt erfolgswirksam 7,0 0

Wäre das Zinsrisikoniveau der in Euro lautenden Darlehen zum 31. Dezember 2020 über alle Laufzeiten um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen, wäre das Ergebnis um €7,0 Millionen höher (€0 Millionen niedriger) gewesen.

Im Vorjahr ergab die Analyse die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Werte:

Sensitivitätsanalyse Zinsrisiko (p.a.) zum 31. Dezember 2019

Zinsrisikopositionen € in Tausend
Senior Credit Facility 1.600.000
€ in Millionen
Ergebnis Fair Value Risiko +100 bps -100 bps
Cash Flow Risiko
Credit Facilities
Senior B 10,5 0
Effekt erfolgswirksam 10,5 0

Wäre das Zinsrisikoniveau der in Euro lautenden Darlehen zum 31. Dezember 2019 über alle Laufzeiten um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen, wäre das Ergebnis um €10,5 Millionen höher (€0 Millionen niedriger) gewesen.

Sonstige Erläuterungen

(31) Nahestehende Unternehmen und Personen

Mutterunternehmen

Zum 19. Juni 2013 gewährte die ista Luxembourg S.à r.l. Howald, Luxembourg, der Trionista TopCo GmbH ein Darlehen in Höhe von €550,000 Tausend.

Entsprechend der Änderungsvereinbarung vom 24. April 2018 sind die bis zum 23. April 2018 aufgelaufenen, aber nicht gezahlten Zinsen in Höhe von €196.380 Tausend zum Nominalbetrag des Darlehens in Höhe von €495.027 Tausend hinzugefügt worden. Der daraus resultierende Darlehensbetrag in Höhe von €691.407 Tausend hat gemäß Änderungsvereinbarung vom 31. Juli 2020 eine Laufzeit bis zum 1. Juli 2030 und wird mit einem Zinssatz von 4,2 % verzinst. Zum 31. Dezember 2020 beträgt die Gesamtverbindlichkeit €706.248 Tausend (im Vorjahr €691.407 Tausend) einschließlich abgegrenzter Zinsen in Höhe von €14.841 Tausend (im Vorjahr €0 Tausend). Der Zinsaufwand betrug in 2020 €29,523 Tausend (im Vorjahr: €29,442 Tausend).

Die Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 Umsatzerlöse mit der ista Luxembourg S.à r.l. in Höhe von €1.042 Tausend (im Vorjahr: €1.002 Tausend) erzielt und weist zum Bilanzstichtag Forderungen gegen die ista Luxembourg S.à r.l. in Höhe von €78 Tausend (im Vorjahr: €65 Tausend) aus.

Zum 18. Oktober 2017 gewährte die Lamarillo S.à r.l., Luxemburg, der Trionista TopCo GmbH ein Darlehen in Höhe von €559.893 Tausend. Das Darlehen hat eine Laufzeit von sechs Jahren und wird mit einem Zinssatz von 4,2% verzinst. Am 24. April 2018 wurde der Darlehensvertrag geändert und die Fälligkeit auf den 30. Juni 2024 terminiert. Mit Änderungsvereinbarung vom 31. Juli 2020 wurde der Fälligkeitstermin des Darlehens auf den 1. Juli 2028 neu festgesetzt. Zum 31. Dezember 2020 beträgt die Gesamtverbindlichkeit €446.856 Tausend (im Vorjahr €437.465 Tausend) einschließlich abgegrenzter Zinsen in Höhe von €9.391 Tausend (im Vorjahr €0 Tausend). Der Zinsaufwand betrug in 2020 € 18.680 Tausend (im Vorjahr € 18.629 Tausend).

Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen

Mit sonstigen Beteiligungen unterhält der ista Konzern Geschäftsbeziehungen, die aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch sowie aus Darlehensgewährungen resultieren. Der Umfang der Geschäftsbeziehungen ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

€ in Tausend 31.12.2020 31.12.2019
Forderungen 354 0
Verbindlichkeiten 0 0
€ in Tausend 1.1.-31.12.2020 1.1.-31.12.2019
Gelieferte Waren und erbrachte Leistungen 1.180 1.068
Bezogene Waren 5 4
Zinsen 5 0

Management

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in den Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung der Geschäftsführung der Trionista TopCo GmbH, Trionista HoldCo GmbH, Essen, Deutschland, sowie ista International GmbH, Essen, Deutschland.

Die Mitglieder der Geschäftsführungen haben Gesamtbezüge in Höhe von €7.019 Tausend (im Vorjahr: €5.472 Tausend) erhalten, davon waren €2.311 Tausend (im Vorjahr: €3.082 Tausend) variabel.

Daneben wurden den Mitgliedern der Geschäftsführungen Pensionszusagen aus Gehaltsumwandlung zugesagt. Für die daraus resultierenden Pensionsverpflichtungen sind zum 31. Dezember 2020 €2.751 Tausend (im Vorjahr: €1.876 Tausend) zurückgestellt

Zum Bilanzstichtag sind weder Kredite noch Vorschüsse an die Geschäftsführer gewährt, noch Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführer eingegangen worden.

Für ehemalige Geschäftsführer sowie für Hinterbliebene ehemaliger Geschäftsführer bestehen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2020 in Höhe von €11.945 Tausend (im Vorjahr: €11.490 Tausend).

Zum Bilanzstichtag sind für Vergütungen für Wettbewerbsverbote in Höhe von €0 Tausend (im Vorjahr: €225 Tausend) berücksichtigt von denen €0 Tausend (im Vorjahr: €0 Tausend) langfristig sind.

(32) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen gegenüber Lieferanten in Höhe von insgesamt €50,7 Millionen (im Vorjahr: €54,7 Millionen), davon in Höhe von €45,2 Millionen aus dem Erwerb von Messgeräten in 2021 und von €5,5 Million in 2022.

(33) Rechtstreitigkeiten

Konzernunternehmen sind Beteiligte in verschiedenen Aktiv- und Passivprozessen, die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entstanden sind. Diese Rechtsstreitigkeiten und Schadensersatzansprüche sind Routineangelegenheiten, die sich aus dem normalen Geschäftsverlauf ergeben. Keine dieser Rechtsstreitigkeiten und Schadensersatzansprüche wird wesentliche bilanzielle, ergebnis- oder liquiditätsmäßige Auswirkungen für den Konzern haben.

Am 16. Juli 2019 hat die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) Durchsuchungen in den Räumlichkeiten der ista Österreich aufgrund des Verdachtes auf möglicher Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht durchgeführt. Die Geschäftsführung der ista International wurde davon umgehend in Kenntnis gesetzt und hat ihrerseits sofort umfangreiche interne Untersuchungen, unter Leitung der Abteilung "Corporate Internal Audit and Compliance" und mit Unterstützung externer Experten, gestartet.

Die Bewertung einer möglichen Geldbuße durch die BWB erfolgt nicht anhand eines feststehenden Berechnungsverfahrens oder Bußgeldkataloges, sondern ist vielmehr von vielfältigen Faktoren (z.B. Schwere des Verstoßes, zugrunde liegendes Umsatzvolumen, Dauer der Verstöße, Unterstützung bei der Sachverhaltsaufklärung) sowie dem Verlauf und Ergebnis der Untersuchungen abhängig.

(34) Mitglieder der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Trionista TopCo GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

 

Hing Lam Kam, Managing Director

 

Andrew John Hunter, Managing Director

 

Duncan Nicholas Macrae, Managing Director

 

Loi Shun Chan, Managing Director

 

Thomas Lemper, Managing Director

 

Thomas Zinnöcker, Managing Director

(35) Wesentliche Ereignisse nach dem 31. Dezember 2020

Mit Vertrag vom 26. November 2020 und wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2021 hat die ista Deutschland GmbH, Essen, Deutschland, 100% der Anteile an der Krohn & Scheddel GmbH & Co. KG, Bad Homburg, und KAST Service GmbH, Bad Homburg, Deutschland, erworben.

Am 24. Februar wurde bekannt gegeben, dass der CEO Thomas Zinnöcker seine Position zum 1. Juni 2021 an Dr. Hagen Lessing übergeben wird.

 

Essen, 1. April 2021

Trionista TopCo GmbH, Essen

Hing Lam Kam

Andrew John Hunter

Thomas Zinnöcker

Loi Shun Chan

Duncan Nicholas Macrae

Thomas Lemper

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
€ in Tausend Stand 1.1.2020 Währungsunterschiede Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen Veränderung des Konsolidierungskreises
Immaterielle Vermögenswerte
Markenname 87.000 0 0 0
Aktivierte Kundenverträge 2.524.543 -1.398 5.107 0
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.405 -198 26 -921
Selbsterstellte Software 121.958 -127 0 0
Geschäfts- oder Firmenwert 1.088.123 0 1.634 0
Anlagen im Bau 36.875 0 0 -1.129
3.903.904 -1.723 6.767 -2.050
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 13.018 -62 24 0
Technische Anlagen und Maschinen 19.306 -11 0 0
Vermietete Messgeräte 783.973 -1.096 1.141 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 59.809 -659 80 -3
Anlagen im Bau 5.884 0 0 0
881.990 -1.828 1.245 -3
Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 29 0 0 4.480
4.785.923 -3.551 8.012 2.427
Anschaffungs- und Herstellungskosten
€ in Tausend Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2020
Immaterielle Vermögenswerte
Markenname 0 0 0 87.000
Aktivierte Kundenverträge 0 0 0 2.528.252
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.624 -3.749 9.008 53.195
Selbsterstellte Software 6.753 -10.471 7.608 125.721
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 1.089.757
Anlagen im Bau 7.172 -2.126 -16.616 24.176
17.549 -16.346 0 3.908.101
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 344 -993 50 12.381
Technische Anlagen und Maschinen 157 -11 2.364 21.805
Vermietete Messgeräte 101.879 -72.067 1.085 814.915
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.580 -2.361 840 65.286
Anlagen im Bau 3.061 -106 -4.339 4.500
113.021 -75.538 0 918.887
Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 860 -286 0 5.083
131.430 -92.170 0 4.832.071
Kumulierte Abschreibungen
€ in Tausend Stand 1.1.2020 Währungsunterschiede Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen
Immaterielle Vermögenswerte
Markenname 0 0 0
Aktivierte Kundenverträge -430.764 374 0
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -38.678 161 -25
Selbsterstellte Software -81.736 88 0
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0
Anlagen im Bau -14.996 0 0
-566.174 623 -25
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken -10.106 46 -17
Technische Anlagen und Maschinen -17.309 10 0
Vermietete Messgeräte -381.930 812 -762
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -48.789 453 -49
Anlagen im Bau 0 0 0
-458.134 1.321 -828
Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 0 0 0
-1,024,308 1,944 -853
Kumulierte Abschreibungen
€ in Tausend Veränderung des Konsolidierungskreises Zugänge Abgänge Stand 31.12.2020
Immaterielle Vermögenswerte
Markenname 0 0 0 0
Aktivierte Kundenverträge 0 -66.425 0 -496.815
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109 -3.767 3.674 -38.526
Selbsterstellte Software 0 -10.135 10.104 -81.679
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0
Anlagen im Bau 0 0 0 -14.996
109 -80.327 13.778 -632.016
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 0 -287 737 -9.627
Technische Anlagen und Maschinen 0 -679 11 -17.967
Vermietete Messgeräte 0 -90.410 69.382 -402.908
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 -7.055 2.246 -53.192
Anlagen im Bau 0 0 0 0
2 -98.431 72.376 -483.694
Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 0 0 0 0
111 -178,758 86,154 -1,115,710
Buchwerte
€ in Tausend Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2020
Immaterielle Vermögenswerte
Markenname 87.000 87.000
Aktivierte Kundenverträge 2.093.779 2.031.437
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.727 14.669
Selbsterstellte Software 40.222 44.042
Geschäfts- oder Firmenwert 1.088.123 1.089.757
Anlagen im Bau 21.879 9.180
3.337.730 3.276.085
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 2.912 2.754
Technische Anlagen und Maschinen 1.997 3.838
Vermietete Messgeräte 402.043 412.007
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.020 12.094
Anlagen im Bau 5.884 4.500
423.856 435.193
Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 29 5.083
3,761,615 3,716,361

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
€ in Tausend Stand 1.1.2019 Währungsunterschiede Zugänge in den Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge
Immaterielle Vermögenswerte
Markenname 87.000 0 0 0 0
Aktivierte Kundenverträge 2.522.544 486 1.513 0 0
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.507 44 -73 1.659 -2.260
Selbsterstellte Software 110.330 84 -906 1.989 -190
Geschäfts- oder Firmenwert 1.087.659 0 464 0 0
Anlagen im Bau 37.930 0 0 10.156 -96
3.890.970 614 998 13.804 -2.546
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 14.008 10 0 129 -1.310
Technische Anlagen und Maschinen 19.354 1 0 34 -34
Vermietete Messgeräte 736.384 141 0 104.626 -57.991
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.478 62 50 4.097 -8.193
Anlagen im Bau 4.729 0 0 2.735 -1
837.953 214 50 111.621 -67.529
Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 31 0 0 0 -2
Summe 4.728.954 828 1.048 125.425 -70.077
Anschaffungs- und Herstellungskosten
€ in Tausend Umbuchungen Stand 31.12.2019
Immaterielle Vermögenswerte
Markenname 0 87.000
Aktivierte Kundenverträge 0 2.524.543
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 528 45.405
Selbsterstellte Software 10.651 121.958
Geschäfts- oder Firmenwert 0 1.088.123
Anlagen im Bau -11.115 36.875
64 3.903.904
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 181 13.018
Technische Anlagen und Maschinen -49 19.306
Vermietete Messgeräte 813 783.973
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 315 59.809
Anlagen im Bau -1.579 5.884
-319 881.990
Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 0 29
Summe -255 4.785.923
Kumulierte Abschreibungen
€ in Tausend Stand 1.1.2019 Währungsunterschiede Zugänge in den Konsolidierungskreis
Immaterielle Vermögenswerte
Markenname 0 0 0
Aktivierte Kundenverträge -364.293 -107 -61
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -37.735 -29 72
Selbsterstellte Software -71.938 -62 308
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0
Anlagen im Bau -14.996 0 0
-488.962 -198 319
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken -10.966 -11 0
Technische Anlagen und Maschinen -16.553 -2 0
Vermietete Messgeräte -353.088 -106 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -50.902 -59 -31
Anlagen im Bau 0 0 0
-431.509 -178 -31
Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 0 0 0
Summe -920.471 -376 288
Kumulierte Abschreibungen
€ in Tausend Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2019
Immaterielle Vermögenswerte
Markenname 0 0 0 0
Aktivierte Kundenverträge -66.303 0 0 -430.764
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -3.172 2.186 0 -38.678
Selbsterstellte Software -10.234 190 0 -81.736
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0
Anlagen im Bau 0 0 0 -14.996
-79.709 2.376 0 -566.174
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken -289 1.160 0 -10.106
Technische Anlagen und Maschinen -804 34 16 -17.309
Vermietete Messgeräte -84.878 56.097 45 -381.930
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -5.917 8.155 -35 -48.789
Anlagen im Bau 0 0 0 0
-91.888 65.446 26 -458.134
Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 0 0 0 0
Summe -171.597 67.822 26 -1.024.308
Buchwerte
€ in Tausend Stand 31.12.2018 Stand 31.12.2019
Immaterielle Vermögenswerte
Markenname 87.000 87.000
Aktivierte Kundenverträge 2.158.251 2.093.779
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.772 6.727
Selbsterstellte Software 38.392 40.222
Geschäfts- oder Firmenwert 1.087.659 1.088.123
Anlagen im Bau 22.934 21.879
3.402.008 3.337.730
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 3.042 2.912
Technische Anlagen und Maschinen 2.801 1.997
Vermietete Messgeräte 383.296 402.043
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.576 11.020
Anlagen im Bau 4.729 5.884
406.444 423.856
Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 31 29
Summe 3.808.483 3.761.615

Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes zum 31. Dezember 2020

Land Anteil am Kapital Eigenkapital (*) (**) Jahresergebnis (*) (**)
% EUR EUR
A. In den Konzern einbezogene Tochterunternehmen
Inland
A-Z Objektservice Verwaltungs-GmbH, Essen Deutschland 100.0 65.675,63 -412,49
ista Deutschland GmbH, Essen (1) Deutschland 100.0 34.741.042,13 194.054.437,10
ista Express Service GmbH (1)(3) Deutschland 100.0 23.611,24 -549.361,80
ista Holding Europe GmbH, Essen (1) Deutschland 100.0 207.391.989,03 19.472.093,40
ista Holding Netherlands GmbH, Essen (1) Deutschland 100.0 3.954.399,10 8.859.508,65
ista International GmbH, Essen (1) Deutschland 100.0 1.863.613.133,31 153.763.096,79
ista Middle East GmbH, Essen Deutschland 100.0 212.402,38 -1.386,85
ista Venture Hub GmbH, Essen (1) (3) Deutschland 100.0 2.125.000,00 -676.263,55
Trionista HoldCo GmbH, Essen (1) Deutschland 100.0 1.419.636.511,99 149.956.696,64
Ausland
ista Metering Services FC, Minsk Belarus 100.0 949.072,48 92.411,08
ista S.A., Brüssel Belgien 100.0 11.236.237,16 356.752,81
Clorius Varmemalerkontor I/S, Odense Dänemark 100.0 3.711.795,65 1.624.732,33
ista Danmark A/S, Ballerup Dänemark 100.0 21.100.981,30 15.549.384,37
Varmekontrol A/S, Aalborg Dänemark 100.0 2.359.130,89 1.924.518,20
VES Holding ApS, Ballerup Dänemark 100.0 21.707.565,23 14.747.323,34
ista Middle East FZE, Dubai Dubai 100.0 -323.367,37 -1.142.707,62
ista Aquagest S.A.S., Massy Frankreich 100.0 3.049.237,85 331.047,28
Comptage Immobilier Services ista SNC, Massy Frankreich 100.0 45.388.354,14 15.783.412,82
ista Azuréenne de Comptage S.A.S., Massy Frankreich 100.0 979.755,67 270.060,88
ista SECG S.A., Massy Frankreich 99.99 11.435.461,83 3.223.201,21
Meter Acquisition S.A.S., Massy Frankreich 100.0 162.005.268,52 30.547.175,00
S.L.E.C. S.à r.l., Massy Frankreich 100.0 194.449,81 31.809,00
ista Energy Solutions Ltd., Cambridge Großbritannien 100.0 -4.156.313,96 -1.003.350,72
ista Metering UK Ltd., Cambridge (2) Großbritannien 100.0 1,11 0,00
ista Italia s.r.l., Lainate Italien 100.0 5.068.484,00 643.406,00
ista DES B.V., Schiedam Niederlande 100.0 -53.477,82 -136.792,00
ista Holding Netherlands B.V., Schiedam Niederlande 100.0 14.296.036,98 8.307.053.00
ista Nederland B.V., Schiedam Niederlande 100.0 8.043.055,00 8.226.221,00
ista Norge AS, Oslo Norwegen 100.0 254.844,51 -6.556.87
ista Österreich GmbH, Wien Österreich 100.0 4.579.174,36 3.996.199,50
ista Polska Sp.z.o.o., Krakau Polen 100.0 18.966.654,38 2.450.732,58
ista Shared Services Polska Sp.z.o.o., Gleiwitz Polen 100.0 4.584.751,00 1.365.913,03
ista Romania SRL, Bukarest Rumänien 100.0 2.068.642,69 1.011.368,38
ista Shared Services Romania SRL, Bukarest Rumänien 100.0 836.128,27 159.605,06
ista Rus o.o.o., Moskau Russland 100.0 1.504.876,72 -124.552,24
ista Slovakia s.r.o., Bratislava Slowakei 100.0 1.008.057,36 843.536,21
ista Sverige AB, Stockholm Schweden 100.0 148.054,94 -275.658,62
ista Swiss AG, Oftringen Schweiz 100.0 1.141.320,19 765.701,77
Incatema S.L., Madrid Spanien 100.0 4.348.427,00 -689.695,00
ista Metering Services España S.A., Madrid Spanien 100.0 7.519.726,00 1.548.375,00
ista Ceská republica s.r.o., Prag Tschechien 100.0 2.897.851,78 759.814,88
ista Ölçüm ve Enerji Hizmetleri Limited Șirketi, Istanbul (3) Türkei 100.0 1.057.108,51 -84.894,58
ista Magyarorszàg Mèrèstechnika Szerviz Kft., Budapest Ungarn 100.0 627.451,93 136.864,05
B. Gehaltene Beteiligungen
Inland
facilioo GmbH, Berlin Deutschland 25.1 -647.104,81 -229.802,95
objego GmbH, Essen (3) Deutschland 60.0 3.599.612,41 -2.491.974,59
Ausland
GTE-Gebäude-Technik-Energie-Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Wien Österreich 29.0 2.021.724,10 1.985.387,69
GTE-Gebäude-Technik-Energie-Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Wien Österreich 29.0 52.731,70 14.406,25

(1) Jahresergebnis vor Ergebnisabführung
(2) Gesellschaft ohne operativen Geschäftsbetrieb
(3) Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 gegründet oder erworben, daher werden vorläufige Werte per 31. Dezember 2020 aufgeführt
(*) Werte zum 31. Dezember 2018
(**) Die Werte entsprechen den nach den landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen und zeigen nicht den Beitrag der Gesellschaften zum Konzernabschluss. Die Umrechnung der Auslandswerte erfolgt für das Eigenkapital mit den Mittelkursen zum Bilanzstichtag, für das Ergebnis mit dem Jahresdurchschnittskurs.

Die Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes ist dem Konzernanhang beigefügt, um Anforderungen der lokalen Rechnungslegung zu erfüllen.

Konzernlagebericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell und wirtschaftliches Umfeld

1.2 Produktportfolio und Innovationen

1.3 Organisation

2 Marktberichte

2.1 ista core markets (iCM)

2.1.1 Deutschland

2.1.2 Frankreich

2.1.3 Dänemark

2.1.4 Niederlande

2.2 Global and Developing Markets (GDM)

2.3 Zentrale (C&SC Corporate and Service Centers)

3 Beurteilung der Vermögen-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Tatsächliche Entwicklung im Jahr 2020 im Vergleich zur Prognose

3.2 Ertragslage

3.3 Vermögens- und Finanzlage

3.4 Abschließende Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4 Mitarbeiter

5 Prognosebericht

6 Nachhaltigkeit

7 Risiken und Chancen

7.1 Risiken

7.2 Chancen

7.3 Abschließende Einschätzung von Risiken und Chancen

8 Abschließende Beurteilung

9 Corporate Governance

10 Wichtige Ereignisse seit dem 31. Dezember 2020

11 Zukunftsgerichtete Aussagen

12 Danksagung an die Mitarbeiter

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell und wirtschaftliches Umfeld

Die Trionista TopCo GmbH (nachfolgend auch das "Unternehmen", der "Konzern" oder "ista") ist ein weltweit führender Anbieter von Energiedienstleistungen mit Sitz in Essen. Das Kerngeschäft ist die Erfassung und Abrechnung individueller Wärme- und Wasserverbräuche von Mietern in Mehrfamilienhäusern und Gewerbeimmobilien (Sub-Metering). Mit unseren mehr als 60 Millionen installierten Messgeräten betreuen wir über 13 Millionen Haushalte bei mehr als 400.000 Kunden in 21 Ländern. In Deutschland, dem weltweit größten und für ista wichtigsten Sub-Metering-Markt, bedienen wir rund 290.000 Kunden und mehr als 5 Millionen Haushalte mit über 34 Millionen Geräten.

In den letzten Jahren ist Nachhaltigkeit bei der Nutzung natürlicher Ressourcen und insbesondere von Energie immer weiter ins öffentliche Bewusstsein gerückt. In Deutschland entfallen derzeit etwa 33 % des Gesamtenergieverbrauchs auf Gebäude, und in Wohngebäuden werden etwa 84 % dieser Energie für Heizung und Warmwasser verwendet.

Sub-Metering macht den tatsächlichen individuellen Wärme- und Wasserverbrauch transparent. Dies ermöglicht es dem Eigentümer bzw. Verwalter, die Heiz- und Wasserkosten der gesamten Immobilie verursachungsgerecht auf die Mieter zu verteilen. Diese erhalten dadurch wiederum einen Anreiz, durch Änderung ihres Verbrauchsverhaltens Kosten und damit Energie und CO 2 -Emissionen einzusparen. Studien belegen, dass daraus eine potenzielle Energieeinsparung und CO 2 -Reduktion zwischen 15% und 25% resultiert. Weitere 10% könnten durch regelmäßigere und zeitnahe Verbrauchsinformationen erzielt werden. Der Eigentümer profitiert von einer verbesserten Energieeffizienz, was zur Wertsteigerung seiner Immobilie beiträgt. Bewohner und Eigentümer tragen so gemeinsam aktiv zum Klimaschutz bei.

Neben anderen Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs wie der Gebäudeisolierung oder der Erneuerung von Heizungsanlagen bietet Sub-Metering ein attraktives Instrument, das sich insbesondere durch geringe Anfangsinvestitionen auszeichnet.

Sub-Metering ist in vielen europäischen Ländern seit Jahren gesetzlich geregelt, in Deutschland beispielsweise seit 1981 durch die Heizkostenverordnung. Auch in anderen wichtigen Märkten wie Dänemark, Niederlande, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien waren mit Stand Ende 2020 Vorschriften zum Sub-Metering in Kraft.

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich im Jahr 2007 darauf verständigt, den Primärenergieverbrauch signifikant zu reduzieren. Im Dezember 2012 ist die Energieeffizienz-Richtlinie (Energy Efficiency Directive, "EED") in Kraft getreten, die u. a. Reglungen zur Steigerung der Energieeffizienz beinhaltet. Die Mitgliedsstaaten sind dazu verpflichtet, die EED in nationales Recht umzusetzen. Während dies zunächst langsamer als erwartet erfolgte, wurden zuletzt in einer Reihe von Ländern Fortschritte bei der Implementierung der EED erzielt.

Im Dezember 2018 verabschiedete die EU eine Aktualisierung der EED ("EED-2"), die für die Mitgliedsstaaten weitergehende Verpflichtungen in Bezug auf Energieeffizienz und -einsparungen festlegt und die Bedeutung und Weiterentwicklung des Sub-Metering erheblich stärken. Es ist vorgesehen, dass nach der Umsetzung ausschließlich fernauslesbare Geräte installiert werden dürfen und bis Januar 2027 alle nicht fernauslesbaren Geräte ausgetauscht sein müssen. Außerdem müssen Vermieter nach der Umsetzung für fernauslesbare Immobilien mindestens halbjährliche Verbrauchsinformationen ("Informative Billing") und ab Januar 2022 während der Heizperiode monatliche Verbrauchsinformationen zur Verfügung stellen. Als zusätzliche Informationen werden historische Verbrauchsdaten, Daten über den Brennstoffmix und die CO 2 -Emissionen, aktuelle (Energie-)Preise, der aktuelle Verbrauch, ein Vergleich mit einem normalisierten Durchschnittsverbraucher sowie eine elektronische Rechnungsoption gefordert. Für alle Maßnahmen gelten dabei weiterhin die Kriterien "Kosteneffizienz", "technische Machbarkeit" und "Verhältnismäßigkeit zu Energieeinsparungen".

Die das Sub-Metering betreffenden Maßnahmen sollten bis Oktober 2020 in nationales Recht umgesetzt werden. Dies ist bisher in Spanien, Frankreich und Italien erfolgt; in Deutschland erwarten wir die Umsetzung im Laufe des Jahres 2021. In Frankreich wurden zwei Rechtsakte angepasst und neu erstellt (Ordonnance n o 2020-866 du 15 juillet 2020 und Décret n o 2020-886 du 20 juillet 2020). Damit wurde die Umsetzung der Anforderungen der EED-2 in konkrete lokale Rechtsnormen abgeschlossen. Der Schwellenwert, ab dem eine Ausstattung von Gebäuden mit fernauslesbaren Geräten verpflichtend ist, wurde im September 2019 von 150 auf 80 Kilowattstunden Energieverbrauch pro Quadratmeter und Jahr herabgesetzt, was den adressierbaren Sub-Metering-Markt vergrößert. In Spanien hat die Regierung das königliche Dekret 736/2020 zum Sub-Metering Anfang August 2020 umgesetzt. Dies betrifft einen erheblichen Teil des Wohnungsmarktes, der bis Mai 2023 mit fernauslesbaren Geräten ausgestattet werden muss. Die unterjährige Verbrauchsinformation soll alle zwei Monate erfolgen, bei fernauslesbaren Geräten monatlich. Auch in Italien war die EED-2-Umsetzung in nationales Recht erfolgreich. Bis zur Jahresmitte 2027 sollen hier in allen Wohnungen ausschließlich fernauslesbare Geräte installiert sein, sofern die oben genannten Kriterien dem nicht im Einzelfall entgegenstehen. Für Wohnungen mit fernauslesbarer Geräteausstattung muss bereits ab 25. Oktober 2020 auf Anfrage eine vierteljährliche Verbrauchsinformation erstellt werden, ab 2022 dann auf monatlicher Basis. In den genannten Ländern sind bei Verstößen Geldbußen für Gebäudeeigentümer vorgesehen mit jeweiligen Obergrenzen von € 1.500 bis € 10.000.

Die EU Kommission arbeitet aktuell an einer Verschärfung des Ziels, die Emission von Treibhausgasen um mindestens 55 % gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren anstatt wie ursprünglich geplant um 40 %. Es ist zu erwarten, dass dieses neue Ziel auch die Anforderungen an die effiziente Nutzung von Energie in Gebäuden und damit an Messdienstleister nochmals verändern wird.

Wir rechnen aufgrund der zuletzt umgesetzten EU-Verordnungen sowie nationalen und regionalen Gesetze damit, dass die Zahl der Wohneinheiten, die mit Mess- und Erfassungsgeräten ausgestattet sind, steigen wird. ista hat bereits in den letzten Jahren verstärkt auf die Installation von fernauslesbaren Geräten gesetzt. Hierdurch steigt der Komfort für Vermieter und Mieter, weil wir auf Terminabsprachen und Wartezeiten verzichten können und die Wohnungen nicht mehr betreten müssen. Dieser Umstand trägt auch dazu bei, dass wir trotz der anhaltenden COVID-19 Pandemie in der Lage sind, unserer Geschäftstätigkeit mit nur geringfügigen Einschränkungen nachgehen zu können. Des Weiteren ermöglicht die digitale Infrastruktur neue Mehrwertdienstleistungen rund um das Thema Energie- und Gebäudedatenmanagement. Dazu gehören Rauchwarnmelder, Trinkwasseruntersuchungen (auf Legionellen) sowie zunehmend digitalisierte Services rund um das Gebäude, wie zum Beispiel Verbrauchsanalysen und Energiedatenmanagement.

Die Energie- und insbesondere die Immobilienwirtschaft unterliegen beständigen Veränderungsprozessen. So sind langfristig steigende Preise zu erwarten, insbesondere durch die Einführung einer Besteuerung von CO 2 -Emissionen bei der Erzeugung von Heizenergie aus fossilen Brennstoffen. Dazu gehören die zunehmende Digitalisierung, ein wachsendes Umweltbewusstsein und nicht zuletzt allgemeine sozio-demographische Entwicklungen. Anbieter in diesen Märkten müssen daher ihre digitalen Kompetenzen erweitern, den Fokus noch stärker auf Kundenbedürfnisse und Qualität richten und neue Services in immer kürzeren Zyklen anbieten können. Davon profitieren finanzstarke Unternehmen, die die damit einhergehenden Investitionen leichter finanzieren können.

In diesem Umfeld hat ista eine starke Position im Sub-Metering-Markt aufgebaut. Wir unterhalten zu unseren Kunden insbesondere in unseren Hauptmärkten langjährige Beziehungen, wobei kein Kunde mehr als rund 1 % zu unserem Gesamtumsatz beiträgt. Unser Angebot richtet sich primär an private und professionelle Eigentümer und Verwalter von Mehrfamilienhäusern, Gewerbekunden, Energieversorger und -händler sowie Handwerker.

Wir erwarten, dass sich das Geschäftsmodell Sub-Metering schrittweise zu einem Serviceangebot für die Immobilienwirtschaft rund um das digital vernetzte Gebäude erweitern wird. Im Sub-Metering wird sich z. B. die Kommunikation zwischen den Marktteilnehmern verändern: die klassische, papierbasierte Abrechnung, die einmal im Jahr per Post über die Hausverwaltung an die Mieter geschickt wurde, wird sich in Zukunft auf digitale Plattformen verlagern, auf denen Vermieter, Hausverwalter, Handwerker und Bewohner regelmäßig miteinander kommunizieren. Um in diesem dynamischen Marktumfeld auch in Zukunft erfolgreich zu agieren, prüfen wir regelmäßig unsere strategische Ausrichtung.

Die COVID-19 Pandemie und die daraus resultierenden Maßnahmen der Regierungen haben die einzelnen Volkswirtschaften und die globale Wirtschaft in unterschiedlichem Maße geprägt. Auf das Geschäftsmodell der ista erwarten wir dennoch keine nachhaltigen negativen Auswirkungen. Im Geschäftsjahr 2020 konnten wir jedoch unsere Prozesse bedingt durch Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie nicht in gewohntem Umfang und mit der üblichen Geschwindigkeit durchführen. Dies hat das Umsatzwachstum verlangsamt, was wir jedoch als vorübergehend einschätzen. Darüber hinaus sind Kosten für die pandemiekonforme Anpassung unserer Prozesse angefallen.

1.2 Produktportfolio und Innovationen

Produktportfolio

In unserem Kerngeschäft Sub-Metering bieten wir sowohl die erforderliche Ausstattung an Mess- und Erfassungsgeräten sowie Gateways zur Datenübertragung (Hardware) als auch eine breite Palette von Dienstleistungen an. Zu unserem Hardware-Geschäft gehören die Lieferung und Installation sowie die Inbetriebnahme und Garantiewartung der Geräte.

Unser Dienstleistungsportfolio umfasst die Ablesung, Datenverarbeitung und Rechnungstellung. Darüber hinaus haben wir unser Angebot nach dem Prinzip des One-Stop-Shop um digitale Angebote wie Energiedatenmanagement-Services und weitere Kunden- und After-Sales-Dienstleistungen erweitert.

Beispielsweise informieren die Kennzahlen der Verbrauchsanalyse über die Entwicklung der Energieverbräuche und -kosten in den letzten drei Jahren und helfen damit, Einsparpotenziale aufzudecken. Energieausweise richten sich hauptsächlich an potenzielle Mieter und informieren über den Wärmeenergieverbrauch eines Gebäudes im Vergleich zu einem Referenzgebäude. Damit erlauben sie eine Aussage über die Energieeffizienz des Hauses und schaffen einen Anreiz für Vermieter, diese zu verbessern. Bei Rauchwarnmeldern bietet ista die Installation, den Service und die Wartung der Geräte einschließlich regelmäßiger Funktionstests an. Bei der Trinkwasseranalyse wird die Trinkwasserqualität eines Gebäudes mithilfe von Legionellen-Tests überprüft. Basierend auf regionalen Marktbedingungen und rechtlichen Vorschriften bieten wir in unseren Märkten drüber hinaus eine Vielzahl weiterer Services an.

Innovationen

Unsere starke Marktposition verdanken wir wesentlich der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Hardware. In den letzten Jahren haben wir unsere Kompetenzen, Produkte im eigenen Haus zu entwickeln, stetig erweitert. Durch die interne Produktentwicklung und eigene Produktion haben wir die Abhängigkeit von Systemlieferanten für wichtige Geräte in unserem Portfolio verringert und wertvolles Wissen im eigenen Haus gehalten. Die Entwicklung unserer Gateway-Familie und der Messgeräte konzentriert sich auf die Integrationsfähigkeit verschiedener Schnittstellen und trägt so zu einer besseren Kompatibilität unserer Geräte mit den Systemen von Drittanbietern bei, um diese besser in unsere Serviceprozesse integrieren zu können. Gleichzeitig beschäftigen wir uns mit neuen, innovativen Technologien rund um das Internet of Things (IoT). Zunächst werden wir NB-IoT nutzen, um die Fernauslesung unserer Gateways zu optimieren. NB-IoT ermöglicht den Einsatz kostengünstiger Mobilfunkmodems und bietet eine verbesserte Netzabdeckung in geschlossenen Räumen im Vergleich zu Standard-Technologien wie 2G, 3G oder 4G. Mittelfristig planen wir, diese Technologie auch direkt in Mess- und Erfassungsgeräte zu integrieren.

Für die zukünftige Entwicklung unserer Produkte und Dienstleistungen konzentrieren wir uns strategisch aktuell auf fünf Geschäftsfelder: Smart Property Management, Smart Energy, Smart Building, Smart Home und Smart Infrastructure. Damit wollen wir uns als Partner der Immobilienwirtschaft für Digitalisierung und intelligente Lösungen positionieren. Die Entwicklung dieser Geschäftsfelder wird auf Konzernebene vom Innovationsmanagement und dem Produktmanagement für Dienstleistungen vorangetrieben. Der 2020 neu gegründete Bereich "Digital Sales & Services", der bei der ista Deutschland GmbH in Essen angesiedelt ist, verantwortet den digitalen Vertrieb und die Entwicklung neuer Serviceangebote.

Im Berichtsjahr haben wir das Serviceprodukt "ecoTrend" entwickelt, mit dem wir unseren Kunden eine digitale Lösung zur monatlichen Verbrauchsinformation für die Haushalte einer Immobilie zur Verfügung stellen können. "ecoTrend" erfüllt die Vorgaben der EED-2 zur monatlichen Verbrauchsinformation, schnell, einfach und vor allem komfortabel für unsere Kunden.

Zudem lag im Jahr 2020 ein Schwerpunkt darauf, unsere PropTech Engagements weiterzuentwickeln und deren Marktpräsenz zu stärken. Dies betraf insbesondere objego®, unser digitales Software-as-a-Service (SAAS) Produkt für die Selbstverwaltung von Immobilien für private Vermieter, in Teilhaberschaft mit der Aareal Bank. Darüber hinaus treiben wir die Digitalisierung der Immobilienbranche mit der Beteiligung an der facilioo GmbH weiter voran. Das Start-up mit Sitz in Berlin betreibt seit 2016 eine Digitalplattform für die Immobilienwirtschaft und begleitet Hausverwaltungen, Mieter, Handwerker und Eigentümer auf dem Weg in die digitale Zukunft. Mit der Beteiligung festigen wir unsere erfolgreiche strategische Zusammenarbeit beim Aufbau einer offenen digitalen Service-Plattform für die Immobilienbranche. Der Fokus unserer Entwicklungsaktivitäten liegt derzeit auf dem größten und für ista wichtigsten Sub-Metering-Markt Deutschland. Für die Zukunft ist geplant, diese Aktivitäten sukzessive auf weitere Kernmärkte auszuweiten.

1.3 Organisation

Einzige Gesellschafterin des Unternehmens ist die ista Luxemburg S.à r.l., Luxemburg, deren Anteile vollständig von der Lamarillo S. à r. l., Luxemburg gehalten werden. Einzige Gesellschafterin von Lamarillo S.à r.l. ist Sarvana S.à r.l., Luxemburg, die ihrerseits at Equity in die Konzernabschlüsse der CK Infrastructure Holdings Limited (CKI) und CK Assets Holding (CKA) einbezogen wird. CKI ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die auf den Bermudas gegründet und in Hongkong ansässig ist und deren Anteile an der Börse Hongkong gelistet werden. CKA ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die auf den Kaimaninseln gegründet und in Hongkong ansässig ist und deren Anteile ebenfalls an der Börse Hongkong gelistet werden.

ista unterteilt Gesellschaften in zwei Gruppen:

"ista Core Markets (iCM)" bestehend aus Deutschland, Frankreich, Niederlande sowie Dänemark (einschließlich Norwegen und Schweden)

"Global and Developing Markets (GDM)" mit den (nach Veräußerung einer Gesellschaft in Kroatien zum 1. Januar 2020) sonstigen 15 Ländern des Konzerns

Die strategische und operative Führung des Konzerns obliegt der ista International GmbH, einer indirekten Tochtergesellschaft der Trionista TopCo GmbH mit Sitz in Essen. Die Geschäftsführung der ista International GmbH besteht aus fünf Geschäftsführern: Thomas Zinnöcker (CEO), Thomas Lemper (CFO), Dr. Hagen Lessing (Managing Director Deutschland), Laurent Sireix (Managing Director Frankreich) und Ulrich Fischer (Managing Director Global & Developing Markets, ausgeschieden zum 28. Februar 2021).

Wir haben in ganz Europa führende Marktpositionen. Im Bereich iCM sehen wir uns in Deutschland an zweiter Stelle und in Frankreich, Dänemark sowie den Niederlanden an erster Stelle. Im Bereich GDM haben wir insbesondere in Belgien, Spanien, Österreich, Polen und eine starke Präsenz.

2 Marktberichte

Umsatzerlöse und EBIT

Die Geschäftsführung der ista trifft alle wesentlichen Entscheidungen generell auf Basis von finanziellen Kennzahlen mit dem Ziel langfristiger Werterhaltung und -steigerung. Die wichtigsten finanziellen Kennzahlen, die bei der Ausrichtung des Geschäfts verwendet werden, sind die Umsatzerlöse und das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern). Die Umsatzerlöse sind Indikator für die Position und den Erfolg der ista am Markt. Das EBIT zeigt die Fähigkeit, Mittelzuflüsse zu generieren und Finanzverbindlichkeiten zu bedienen.

Der Konzernumsatz belief sich im Jahr 2020 auf € 933 Millionen, ein Zuwachs von € 24 Millionen gegenüber € 909 Millionen im Jahr 2019. Das EBIT des Konzerns lag im Jahr 2020 bei € 221 Millionen, ein Rückgang von € 5 Millionen gegenüber € 226 Millionen im Jahr 2019.

Infolge der COVID-19 Pandemie kam es im Berichtsjahr zu Einschränkungen bei Verkäufen von Geräten sowie der Gerätemontage in Wohnräumen. Außerdem sind zusätzliche Kosten für die pandemiekonforme Anpassung unserer Prozesse angefallen. Darüber hinaus haben Sondereffekte, u. a. ein laufendes Kartellverfahren, die Bilanzierung ungewisser Verbindlichkeiten erfordert. Ohne diesen einmaligen Ergebniseffekt und ohne die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie, die wir als vorübergehend einschätzen, hätten wir sowohl im Umsatz als auch im EBIT Zuwächse im mittleren einstelligen Prozentbereich verzeichnen können.

2.1 ista core markets (iCM)

Der Umsatz in den ista Core Markets betrug im Jahr 2020 € 748 Millionen, was gegenüber € 718 Millionen im Jahr 2019 einem Anstieg um € 30 Millionen entspricht. Damit haben die iCM 80 % des Konzernumsatzes gegenüber 79 % im Vorjahr erwirtschaftet.

Das EBIT lag 2020 bei € 251 Millionen und ging damit um € 5 Millionen gegenüber € 256 Millionen im Jahr 2019 zurück. Die Umsatzerlöse im Bereich iCM wuchsen um 4,2 %, und das EBIT war leicht um 2,0 % rückläufig. Die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Bereich iCM wird im Folgenden erläutert.

2.1.1 Deutschland

Der Umsatz in Deutschland betrug im Jahr 2020 € 572 Millionen. Dies entspricht einem Anstieg von € 24 Millionen gegenüber € 548 Millionen im Jahr 2019 und macht damit 61 % des Konzernumsatzes gegenüber 60 % im Vorjahr aus. Das EBIT lag 2020 bei € 203 Millionen und ging gegenüber € 210 Millionen im Jahr 2019 um € 7 Millionen zurück.

Das Geschäft in Deutschland ist vor allem durch die verbrauchsgerechte Abrechnung von Wärme und Wasser geprägt. Weil wir seit einigen Jahren vor allem auf den Einbau von funkbasierten Geräten setzen, steigt deren Anteil kontinuierlich. Das Geschäft mit Rauchwarnmeldern hat im Berichtszeitraum weiter an Bedeutung gewonnen. Die Umsatzerlöse aus dem Trinkwasseranalysegeschäft haben sich aufgrund der üblichen Testzyklen gegenüber dem Vorjahr knapp verdoppelt. Das EBIT in 2020 ist insbesondere durch die COVID-19 Pandemie belastet. Durch die Lockdown-Phasen im Frühjahr und ab November mussten bei entsprechendem Mehraufwand Montage und Wartungsaktivitäten verschoben werden oder konnten nicht durchgeführt werden. Zudem sind Kosten für die Schutzausrüstung der Mitarbeiter angefallen. Im Geschäft mit Rauchwarnmeldern haben wir bilanzielle Vorsorge für Geräte getroffen, die potenziell vor Ablauf ihrer erwarteten Nutzungsdauer getauscht werden müssen. Darüber hinaus haben wir in Maßnahmen zur Verbesserung der Servicequalität sowie in unsere Digitalisierungsstrategie investiert: Im Zuge der Umsetzung der EED-Vorschriften haben wir neue Produkte entwickelt und die Organisationseinheit "Digital Sales and Services" aufgebaut. Diese Maßnahmen in Summe haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zunächst negativ auf das EBIT ausgewirkt.

In Deutschland ist Sub-Metering für Heizung und Warmwasser seit 1981 für fast alle Mehrfamilienhäuser in der Heizkostenverordnung ("HKVO") geregelt. Sie schreibt die Installation von Geräten sowie eine jährliche Zählerablesung und verbrauchsgerechte Abrechnung vor. Die meisten Landesbauordnungen der Bundesländer beinhalten zumindest im Falle von Neubauten auch die Verpflichtung zur Installation von Kaltwasserzählern in Haushalten. Darüber hinaus sind Eichzyklen gesetzlich vorgeschrieben, d. h. Messgeräte müssen alle fünf (Warmwasserzähler) bzw. sechs Jahre (Kaltwasserzähler) neu geeicht oder ausgetauscht werden.

Im Juli 2020 wurde mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) der Weg für die Novellierung der Heizkostenverordnung (HKVO) geebnet, in der die für das Sub-Metering relevanten Vorgaben der europäischen Energieeffizienzdirektive (EED) in Deutschland umgesetzt werden sollen. Die Ende 2018 in Kraft getretene Energieeffizienzrichtlinie gibt als europäisches Regelwerk den Rahmen für die individuelle Verbrauchsabrechnung vor. Dazu gehören unter anderem die Installation fernauslesbarer Zähler und eine unterjährige Verbrauchsinformation ab Oktober 2020, wovon wir uns weitere Wachstumsimpulse erwarten. Eine novellierte HKVO ist Stand Dezember 2020 noch nicht in Kraft.

Darüber hinaus unterliegen Vermieter vielfältigen weiteren Regelungen zur Verbesserung der Energieeffizienz oder Mietersicherheit. ista bietet Hardware und Dienstleistungen an, mit denen Vermieter diese Anforderung erfüllen können. So stellt ista Energieausweise aus, die den Wärmeenergieverbrauch des jeweiligen Gebäudes mit dem eines Referenzgebäudes vergleichen. Weiter bietet ista einen umfassenden Service zur Trinkwasseranalyse an, mit der die Verbreitung von Legionellen-Bakterien in zentral geheiztem Trinkwasser verhindert werden soll und stattet Wohnungen mit Rauchwarnmeldern aus.

2.1.2 Frankreich

In Frankreich wurden im Jahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von € 103 Millionen erzielt. Dies entspricht einem Anstieg von € 4 Millionen gegenüber € 99 Millionen im Jahr 2019 und macht damit unverändert 11 % des Konzernumsatzes aus. Das EBIT lag 2020 bei € 19 Millionen und stieg gegenüber € 18 Millionen im Jahr 2019 um € 1 Million.

Im Kerngeschäft Sub-Metering verzeichneten wir steigende Umsätze innerhalb des normalen Geschäftsverlaufs, was vor allem auf Mengenwachstum infolge der EED im Wärmemarkt sowie auf Preisindexierung im Wassermarkt zurückzuführen ist. Dies wirkte sich auch positiv auf die Entwicklung des EBIT aus.

Das Geschäft im Wassermarkt war im Geschäftsjahr 2020 weiterhin von der gesetzlichen Vorgabe geprägt, dass öffentliche Kunden auslaufende Verträge ausschreiben müssen. Die sich daraus ergebenden Installationen führten zu einer Erhöhung des Anteils an fernauslesbaren Geräten in unserem Portfolio. Im Berichtsjahr ging die Zahl der Ausschreibungen jedoch zurück. Im Geschäft mit Privatkunden sehen wir Wachstumschancen aus einer weiter steigenden Marktdurchdringung. Sub-Metering für Warm- und Kaltwasser ist seit den 1970er Jahren gesetzlich geregelt.

Im Wärmemarkt ist aufgrund der im Jahr 2019 eingeführten Regelungen die verbrauchsgerechte Verteilung der Heizkosten in allen Mehrfamilienhäusern verpflichtend, die mehr als 80 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr verbrauchen, sofern technisch machbar. Darüber hinaus müssen in neugebauten Mehrfamilienhäusern Wärmezähler installiert werden. Außerdem führt die Umsetzung der EED-2 in nationales Recht zu einer weiteren Vergrößerung des adressierbaren Marktes und einer Erhöhung des Anteils fernauslesbarer Geräte.

Insgesamt sind die Haupttreiber des französischen Geschäfts vor allem der wachsende Wärmemarkt sowie der Trend zur Funktechnologie sowohl im Wasser- als auch im Wärmebereich. Zudem haben die Kunden die Vorteile der Fernablesung erkannt und fragen vermehrt Dienstleistungen wie z.B. monatliche Analysen und Warnmeldungen des Wärme- und Wasserverbrauchs, automatische Erkennung von Wasserleckagen sowie webbasierte Dienstleistungen nach.

2.1.3 Dänemark

Der Umsatz in Dänemark, einschließlich Norwegen und Schweden, betrug im Jahr 2020 € 50 Millionen, was gegenüber € 48 Millionen im Jahr 2019 einem Anstieg um € 2 Millionen entspricht und in beiden Jahren 5 % des Konzernumsatzes ausmacht. Das EBIT lag im Berichtszeitraum bei € 20 Millionen und stieg gegenüber € 19 Millionen im Jahr 2019 um € 1 Million.

Im Berichtszeitraum trug das operative Wachstum in Dänemark am stärksten zur Entwicklung der Region bei. Die COVID-19 Pandemie hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

Dänemark ist ein ausgereifter, durch ein beständiges Marktumfeld gekennzeichneter Markt, was zu stabilen Marktanteilen geführt hat. Der Übergang zu Funkgeräten hat sich als wesentlicher Wachstumstreiber erwiesen, was auch auf die Umsätze mit Wasserzählern zutrifft. Auch die bestehenden Gesetze mit Bezug auf verbrauchsgerechte Ablesung und Abrechnung von Wärmekosten haben sich positiv auf die Entwicklung des Wärmemarktes ausgewirkt. Nach gegenwärtiger Rechtslage ist die Messung des Warmwasserverbrauchs auf Haushaltsebene obligatorisch, wenn diese technisch durchführbar und kosteneffizient ist.

2.1.4 Niederlande

Der Umsatz in den Niederlanden betrug im Jahr 2020 € 23 Millionen und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 2 % des Konzernumsatzes gegenüber 3 % im Vorjahr. Das EBIT lag 2020 bei € 9 Millionen und ging damit gegenüber € 10 Millionen im Jahr 2019 um € 1 Million zurück.

Wir verzeichneten insgesamt einen preis- und mengenbedingten Zuwachs im Geschäftsumfang sowohl mit Geräten als auch mit Dienstleistungen. Die COVID-19 Pandemie hatte negative Auswirkungen auf die Umsätze mit Verkäufen von Geräten und mit Dienstleistungen, die wir aber als vorübergehend einschätzen. Der niederländische Markt ist ein ausgereifter und gut erschlossener Markt, der von verbrauchsgerechten Abrechnungsdienstleistungen und Geräteverkäufen bestimmt wird. Wir erwarten, dass der relevante Markt in absehbarer Zeit langsam weiter wachsen wird.

2.2 Global and Developing Markets (GDM)

Der Umsatz in den Global and Developing Markets belief sich im Jahr 2020 auf € 184 Millionen und ging damit gegenüber dem Vorjahr mit € 189 Millionen um € 5 Millionen zurück. Der Anteil am Konzernumsatz lag bei 20 % gegenüber 21 % im Jahr 2019. Das EBIT lag im Jahr 2020 bei minus € 2 Millionen und sank damit um € 8 Millionen gegenüber € 6 Millionen im Jahr 2019.

Bedingt durch die COVID 19 Pandemie waren die Verkäufe von Hardware rückläufig, hauptsächlich weil Eigentümerversammlungen aufgrund der Pandemiebeschränkungen nicht stattfinden konnten. Wir gehen auch hier davon aus, im nächsten Jahr Nachholeffekte zu sehen. In Belgien belasteten die Modernisierung der IT-Infrastruktur und die damit einhergehende Neustrukturierung der Geschäftsprozesse das Ergebnis. Wegen des laufenden Kartellverfahrens in Österreich haben wir eine Rückstellung im mittleren einstelligen Millionenbereich für die zu erwartende Kartellstrafe gebildet.

Ohne diese Effekte hätten wir Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich und einen deutlichen Anstieg des EBIT erzielen können.

Der Bereich GDM besteht aus einer Reihe von Ländern mit sehr unterschiedlichen Marktvoraussetzungen und -reifegraden, so dass wir weiter in Mature, Heat Growth und Developing Markets unterteilen. Die Geräte werden im Gegensatz zu Deutschland überwiegend direkt verkauft, nicht vermietet. In den kommenden Jahren erwarten wir, in Abhängigkeit von der jeweiligen Gesetzeslage und auch unterstützt durch die EED-2, ein erhebliches Wachstum in Märkten wie Spanien, Italien und Großbritannien. Weitere Impulse erhoffen wir uns durch die weitere Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft. In diesem Bereich bieten wir mittlerweile eine Reihe von Produkten an, die wir nach und nach ausbauen und in weiteren Ländern einführen. Beides wird auch in reiferen Märkten wie Österreich oder Belgien zu mittelfristig weiterem Wachstum führen. Hierdurch erwarten wir auch die marktführende Stellung in verschiedenen Ländern weiter ausbauen zu können. Nach dem Verkauf unserer Gesellschaft in Kroatien zum 1. Januar 2020 sind dem Bereich GDM nun 15 Länder zugeordnet. Hintergrund der Veräußerung ist der in absehbarer Zukunft negative Marktausblick für Sub-Metering-Dienstleistungen in diesem Land.

2.3 Zentrale (C&SC Corporate and Service Centers)

Die Differenzen zwischen dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatz und EBIT und den in den Marktberichten genannten Beträgen beziehen sich auf unsere Zentrale. Sie umfasst Konzernfunktionen und zentralisierte Shared Services wie unseren zentralen Einkauf mit Produktion, Logistik-Center, zentrale IT und Produktentwicklung, unsere zentralen Shared Backoffice Centers sowie Konsolidierungseffekte des Konzerns.

3 Beurteilung der Vermögen-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Tatsächliche Entwicklung im Jahr 2020 im Vergleich zur Prognose

Wir lagen bei den Umsatzerlösen innerhalb der im letztjährigen Konzernlagebericht erwarteten Bandbreite, konnten die EBIT-Prognose aber nicht erreichen.

Wachstumsraten Erwartete Bandbreite Wachstum
Umsatzwachstum Kleine einstellige Prozentwerte 2,7 %
EBIT-Wachstum Kleine einstellige Prozentwerte -2,5 %

Unser Umsatzwachstum von 2,7 % auf € 933 Millionen im Jahr 2020 lag innerhalb unserer prognostizierten Bandbreite von kleinen einstelligen Prozentwerten. Wachstumstreiber waren positive Entwicklungen in den ista Core Markets, vor allem in Deutschland, wo wir von Mengenwachstum und steigenden Durchschnittserlösen im Servicegeschäft und bei der Vermietung von Hardware profitieren konnten. Auch Frankreich und Dänemark leisteten einen positiven Beitrag zum Umsatzwachstum, während die Umsatzentwicklung in den Niederlanden und den Global and Developing Markets durch die COVID-19 Pandemie beeinträchtigt wurde.

Mit einem Rückgang des EBIT von 2,5 % auf € 221 Millionen haben wir die prognostizierte Bandbreite von kleinen einstelligen Prozentwerten nicht erreicht. Frankreich und Dänemark konnten die positive Entwicklung des Umsatzes in ein Wachstum des EBIT überführen. In Deutschland, den Niederlanden und den Global and Developing Markets litt das EBIT unter den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie. In Deutschland wirkten zudem Investitionen in die Erweiterung des Produktportfolios und die Verbesserung der Servicequalität negativ auf das EBIT in 2020. Im Bereich GDM wurde das Ergebnis durch die Rückstellungsbildung wegen des Kartellverfahrens in Österreich belastet.

Bereinigt man die vorübergehenden Effekte aus der COVID-19 Pandemie und die einmalige Belastung aus der Rückstellungsbildung, liegt das Wachstum des bereinigten EBIT in der prognostizierten Bandbreite.

3.2 Ertragslage

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres 2020 auf € 933 Millionen; im Vergleich zu € 909 Millionen im Jahr 2019 ist dies ein Anstieg um € 24 Millionen. Bezogen auf den Gesamtumsatz entfielen im Geschäftsjahr 2020 auf Geräte, Service und MEA (Multiple Element Arrangement - Mehrkomponentenverträge, bei denen Geräte, Miet- und Abrechnungsleistungen in einem Vertrag zusammengefasst werden) 36 %, 53 % bzw. 11 % im Vergleich zu 37 %, 52 % bzw. 11 % im Geschäftsjahr 2019.

Umsatzkosten

Die Umsatzkosten betrugen im Geschäftsjahr 2020 € 525 Millionen im Vergleich zu € 501 Millionen im Geschäftsjahr 2019 und stiegen in Prozent des Gesamtumsatzes leicht von 55 % auf 56 %. Die Umsatzkosten setzen sich im Wesentlichen aus Kosten für Geräte, Service und MEA zusammen. Der Anstieg der Umsatzkosten ist teilweise durch das Geschäftswachstum im Miet- und Servicegeschäft verursacht. Gleichzeitig hat die Digitalisierungsstrategie, aus der wir uns zukünftig signifikante Ergebnisbeiträge erwarten, im Berichtsjahr zu steigenden Personalkosten geführt. Da wir die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie für vorübergehend halten, haben wir unsere Kapazitäten nicht reduziert.

Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen

Die Vertriebsaufwendungen lagen im Geschäftsjahr 2020 mit € 73 Millionen auf dem Niveau des Vorjahres. Bezogen auf den Gesamtumsatz lagen die Vertriebskosten mit 8 % ebenfalls auf Vorjahresniveau.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2020 um € 3 Millionen auf € 55 Millionen. Dies ist im Wesentlichen auf die Bildung der Rückstellung im Rahmen des Kartellverfahrens in Österreich zurückzuführen. Bezogen auf den Gesamtumsatz lagen die Verwaltungsaufwendungen im Jahr 2019 mit 6 % auf Vorjahresniveau.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Der Nettobetrag der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen betrug im Geschäftsjahr 2020 minus € 59 Millionen und enthält im Wesentlichen die Aufwendungen für die Amortisation der Kundenbeziehungen. Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten wir einen Rückgang um € 2 Millionen der im Wesentlichen auf Wechselkursverlusten aus US-Dollar Devisentermingeschäften im Rahmen unserer Hedging-Strategie beruht.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis beinhaltet Zinsaufwendungen für unsere bestehenden Kreditfazilitäten, einschließlich der Zinsen auf Gesellschafterdarlehen von Mutterunternehmen, sowie Abschreibungen aktivierter Finanzierungskosten und Zinsaufwendungen auf Leasingverbindlichkeiten. Dies wird teilweise durch Dividendenerträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen sowie durch sonstige Zinsen und ähnliche Erträge kompensiert.

Das Nettofinanzergebnis belief sich auf minus € 81 Millionen und ist damit gegenüber dem Vorjahr (minus € 75 Millionen) um € 6 Millionen zurückgegangen. Dies resultiert zum einen aus einer im inzwischen abgelösten Kreditvertrag festgeschriebenen Zinssatzerhöhung ab Mitte Oktober 2019, die bis zur Refinanzierung im August 2020 wirkte. Zum anderen ist der neue Kreditvertrag mit einer längeren Laufzeit ausgestattet und enthält statt einer Anteilsverpfändung ein Garantenkonzept ohne dingliche Sicherheit. Ebenso enthält die neue Kreditfazilität variierende Zinsmargen, die ab dem Geschäftsjahr 2021 in Abhängigkeit vom Netto-Verschuldungsgrad bestimmt werden.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern verbesserten sich von minus € 72 Millionen im Jahr 2019 auf minus € 51 Millionen im laufenden Geschäftsjahr 2020. Das Vorjahr war belastet durch bisher nicht zahlungswirksame Steueraufwendungen für Vorjahre, die durch den Untergang laufender Verluste anlässlich des Eigentümerwechsels im Jahr 2017 ausgelöst worden waren. Hinzu kam im Vorjahr die Auflösung eines latenten Steueranspruchs, der unter den nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben ausgewiesen wurde. Dies wurde durch die Wirkung des Rückgangs des operativen Ergebnisses nicht kompensiert.

Konzerngewinn

Unser Konzernjahresüberschuss belief sich 2020 auf € 88 Millionen und lag damit um € 9 Millionen über dem Vorjahreswert von € 79 Millionen.

EBIT

Der Konzern erwirtschaftete ein EBIT von € 221 Millionen gegenüber € 226 Millionen im Jahr 2019. Der Rückgang ist unter anderem der COVID-19 Pandemie geschuldet. Ohne deren Auswirkungen und die einmaligen Sondereffekte hätte die Gruppe trotz Ausbau der Kapazitäten für die zukünftige Entwicklung der Digitalisierungsstrategie ein Wachstum des EBIT im einstelligen Prozentbereich verzeichnet.

3.3 Vermögens- und Finanzlage

Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. Dezember 2020 auf € 276 Millionen (Vorjahr € 303 Millionen) und wurden im Wesentlichen durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorräte und Kassenbestände beeinflusst. Die Kassenbestände verringerten sich um € 22 Millionen. Hier macht sich bemerkbar, dass wir im Rahmen der Refinanzierung unsere syndizierte Kreditfazilität um € 200 Millionen reduziert und dies durch Ziehung der Revolving Credit Facility in Höhe von € 75 Millionen nur teilweise ausgeglichen haben. Hingegen konnte der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit den Investitionsbedarf und die Auszahlungen an unsere Kapitalgeber mehr als decken.

Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. Dezember 2020 auf insgesamt € 3.809 Millionen (Vorjahr: € 3.846 Millionen). Sie bestehen hauptsächlich aus aktivierten Kundenbeziehungen und Goodwill. Die aktivierten Kundenbeziehungen werden planmäßig über 10 bis 50 Jahre abgeschrieben.

Das bilanzielle Gesamtvermögen belief sich zum 31. Dezember 2020 auf € 4.084 Millionen (Vorjahr € 4.149 Millionen).

Working Capital

Unser Working Capital betrug minus € 81 Millionen und verringerte sich somit weiter von minus € 65 Millionen im Jahr 2019. Wesentlicher Treiber war das Wachstum des Umsatzes im Servicegeschäft, das zu höheren Vorauszahlungen führte. Bedingt durch die COVID-19 Pandemie gingen auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wegen der geringeren Verkäufe von Hardware zurück. Außerdem haben wir in Frankreich Maßnahmen zur Senkung des Forderungsbestandes ergriffen. Die geringeren Verkäufe und verzögerten Installationen von Geräten führten zu einem höheren Vorratsbestand.

Das Working Capital beinhaltet lang- und kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einschließlich Wertberichtigungen, Vorräte, abgegrenzte Erlöse (kurz- und langfristig), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen von Kunden (kurz- und langfristig).

Investitionen

Im Jahr 2020 haben wir insgesamt einen Nettobetrag von € 134 Millionen investiert. Diese Investitionen entfielen im Wesentlichen auf Investitionen in Mietgeräte einschließlich deren Installation und auf Investitionen in IT und immaterielle Vermögenswerte. Wir finanzieren unsere Investitionen hauptsächlich aus dem operativen Cashflow. Die Investitionen von € 102 Millionen in Mietgeräte resultierten hauptsächlich aus neuen Miet- und MEA Verträgen sowie dem Austausch von Geräten unter bestehenden Verträgen gegen neue Geräte (z.B. Funkgeräte). Bedingt durch die COVID-19 Pandemie erreichten die Installationen nicht das Vorjahresniveau, die Investitionen in Mietgeräte gingen leicht um € 3 Millionen gegenüber dem Vorjahr zurück. Der Großteil unserer Investitionen in Mietgeräte entfiel auf Deutschland und Frankreich.

Die sonstigen Investitionsausgaben von € 32 Millionen beinhalteten in erster Linie Investitionen in unsere Software, integrierte IT- und Betriebsplattform sowie Produktentwicklungskosten zur weiteren Verbesserung unserer Betriebsinfrastruktur und Vorbereitung auf künftiges Wachstum. Hier verzeichneten wir einen Anstieg von € 9 Millionen gegenüber 2019.

Liquiditäts- und Kapitalstruktur

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich 2020 auf € 373 Millionen, ein Rückgang von € 6 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf höhere Steuerzahlungen zurückzuführen, die aus dem Ende 2019 erfolgten Auslaufen einer lediglich steuerlich ansetzbaren Abschreibung resultieren. Im Übrigen entwickelte sich der operative Mittelzufluss leicht positiv. Im Geschäftsjahr 2020 haben wir € 112 Millionen an unsere Gesellschafter in Form von Zinszahlungen auf Gesellschafterdarlehen (€ 48 Millionen) und Dividenden (€ 64 Millionen) ausgeschüttet. Grundsätzlich kann ista seinen finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen.

Die folgende Tabelle zeigt die Kapitalstruktur des Konzerns zum 31. Dezember 2020 und zum 31. Dezember 2019:

31.12.2020 31.12.2019
€ in Millionen % der Passiva € in Millionen % der Passiva
Eigenkapital 152 4 % 137 3 %
Verbindlichkeiten 3.932 96 % 4.012 97 %
Kurzfristige Schulden 444 11 % 1.919 46 %
Langfristige Schulden 3.488 85 % 2.093 51 %
Passiva 4.084 100 % 4.149 100 %

Das Eigenkapital stieg im Vergleich zum Vorjahr um € 15 Millionen im Wesentlichen durch das positive Ergebnis nach Steuern abzüglich der an die Gesellschafter gezahlte Dividende. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gingen auf € 444 Millionen (Vorjahr: € 1.919 Millionen) zurück. Im Vorjahr war die inzwischen abgelöste Senior Credit Facility (Rahmenkreditvertrag) aufgrund der verbleibenden Grund-Restlaufzeit unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die langfristigen Schulden beliefen sich auf € 3.488 Millionen (Vorjahr: € 2.093 Millionen) und bestehen primär aus Finanzschulden in Form einer Senior Credit Facility und Gesellschafterdarlehen.

Neben dem starken operativen Cashflow ist unsere wichtigste fortlaufende Finanzierungsquelle die Inanspruchnahme von syndizierten Kreditfazilitäten sowie Gesellschafterdarlehen der ista Luxembourg S.à r.l. und der Lamarillo S.à r.l. Wir haben im August 2020 unsere bis dahin bestehenden Kreditfazilitäten durch eine syndizierte Kreditlinie von € 1.400 Millionen abgelöst. Darüber hinaus verfügen wir über eine Revolving Credit Facility in Höhe von insgesamt € 450 Millionen, womit weitere Liquidität zur Verfügung steht. Zum Stichtag 31.12.2020 haben wir daraus € 75 Millionen in Anspruch genommen. Die Laufzeit der syndizierten Kreditfazilitäten beträgt fünf Jahre mit einer bis zu zweijährigen Verlängerungsoption. Die Zinssätze und die Bereitstellungsprovision variieren in Abhängigkeit von unserem Netto-Verschuldungsgrad.

Bei der Begebung war der syndizierte Kredit bereits recht früh überzeichnet. Dies zeigt das Vertrauen der Kapitalgeber in das stabile Geschäftsmodell und das Entwicklungspotenzial der ista Gruppe. Wir sind außerdem das erste Unternehmen der Branche, dessen Kreditvertrag eine ESG-Komponente (Environment, Social, Governance) enthält. Damit geben wir ein klares Bekenntnis zur langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie der ista-Gruppe, da der Zinssatz nun direkt an die Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen gekoppelt ist.

Die folgende Tabelle fasst die Finanzschulden des Konzerns ohne aufgelaufene Zinsen und aktivierte Finanzierungskosten zum 31. Dezember 2020 zusammen:

31.12.2020
Verbindlichkeit Zinssatz Fälligkeit
Senior Credit Facility 1.400 1,80 % 10.08.2025
Revolving Credit Facility (1) 75 1,80 % 10.08.2025
Gesellschafterdarlehen der ista Luxemburg S. à r.l. 691 4,20 % 01.07.2030
Gesellschafterdarlehen der Lamarillo S. à r. l. 438 4,20 % 01.07.2028
Passiva 2.604

(1) zum 31. Dezember 2020 Fazilität über € 450 Millionen mit einer Bereitstellungsprovision von 0,63 %

Die Nettoverschuldung des Konzerns (Finanzverbindlichkeiten einschließlich aufgelaufener Zinsen abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) verringerte sich zum 31. Dezember 2020 auf € 2.600 Millionen gegenüber € 2.677 Millionen im Vorjahr, was vor allem auf die Verringerung der Senior Credit Facility durch die Refinanzierung zurückzuführen ist.

3.4 Abschließende Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vor dem Hintergrund der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie hat sich das Geschäftsmodell der ista erneut als ausgesprochen resilient erwiesen, wie auch der gestiegene Umsatz zeigt. Ebenso war der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit unverändert solide. Wir sehen den Fortbestand von ista weder unter Vermögens noch unter Liquiditäts- oder Ertragsgesichtspunkten als gefährdet an. Die ista Core Markets sind weitestgehend von langfristigen Kundenbeziehungen gekennzeichnet. Die Kündigungsquote bewegt sich unverändert auf dem langfristig niedrigen Niveau. Entsprechend ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wie auch in den Vorjahren stabil. Unser Geschäftsmodell ist hinreichend nachhaltig und flexibel, um zeitweise Restriktionen unserer Tätigkeiten und daraus resultierende Einbußen abfedern zu können. Unter maßvollen Annahmen zum weiteren Verlauf der Pandemie erwarten wir daher keine wesentlichen Auswirkungen auf die Entwicklung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Letztlich hängt es aber vom Verlauf der Pandemie und den Maßnahmen der jeweiligen Regierungen ab, welche Entwicklung die einzelnen Volkswirtschaften und die globale Wirtschaft nehmen werden und inwieweit diese für die ista Gruppe materielle Chancen oder Risiken birgt.

4 Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2020 beschäftigten wir 5.342 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) im Vergleich zu 5.357 im Vorjahr.

Insbesondere in der Zentrale und in der deutschen Organisation wurden im Berichtsjahr Mitarbeiter neu eingestellt, die für die Entwicklung unserer Strategie und der geplanten Innovationen eingesetzt werden. Dieser Aufbau wurde im Wesentlichen durch einen Abbau von Mitarbeitern in unseren spanischen Gesellschaften kompensiert. Dort sind wir im Metering-Geschäft engagiert, das im Vergleich zu unserem Kerngeschäft Sub-Metering durch eine höhere Volatilität des Geschäftsumfangs und damit auch der Mitarbeiterzahl gekennzeichnet ist.

Der Erfolg unseres Unternehmens hängt erheblich vom Engagement unserer Mitarbeiter ab. Deshalb nimmt ista seine Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern sehr ernst und unterstützt sie auf vielfältige Weise. Durch regelmäßige Personalgespräche treten wir in einen intensiven Dialog mit unseren Mitarbeitern und sorgen so für eine stetige Verbesserung.

Wir fördern das Know-how und die Leistungen der Mitarbeiter im Rahmen kontinuierlicher Schulungsmaßnahmen und eines umfassenden Personalentwicklungsprogramms. Dies reicht von Einführungsprogrammen für neue Mitarbeiter über professionelle Schulungen für Angestellte bis hin zu Initiativen zur Entwicklung strategischer Kompetenzen für Manager. Zur Förderung unserer Potenzialträger wurde 2020 das 2019 aufgelegte Programm "istaGrow" weiter ausgerollt und darüber hinaus das neue Programm "Boost" entwickelt.

Auszubildende, duale Studierende und Trainees nehmen, insbesondere mit Blick auf Nachfolgeplanung und Talentmanagement, einen hohen Stellenwert bei uns ein. So bietet ista in Deutschland Ausbildungen, Traineeprogramme und Stellen für Junior-Außendienstmitarbeiter an, teilweise im Rahmen eines dualen Studienprogramms.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern bei gleichen beruflichen Chancen an allen Standorten ist uns ein sehr wichtiges Anliegen. Flexible Arbeitszeitmodelle wie Gleitzeit oder die Möglichkeit, von zu Hause arbeiten zu können, tragen zum Beispiel dazu bei, dass Mütter und Väter Beruf und Familie besser vereinbaren können. Angesichts einer älter werdenden Bevölkerung in einer Welt mit zunehmenden physischen und psychischen Belastungen haben wir das bewährte Employee Assistance Program (EAP) fortgeführt, das umfassende Unterstützung und Hilfe in allen Lebenssituationen bietet. Zur Gesundheitsförderung unserer Mitarbeiter gibt es ein betriebliches Gesundheitsmanagement mit vielfältigen Angeboten für alle Mitarbeiter in unserer Zentrale und an den übrigen Standorten.

Nachdem in den Vorjahren das "Health & Safety Management" ausgebaut wurde, stand 2020 mit Blick auf die Gesundheit der Mitarbeiter unter dem Einfluss der COVID-19 Pandemie. Um unsere Mitarbeiter soweit wie möglich vor den Gefahren einer Infektion im beruflichen Umfeld zu schützen, wurden die Tätigkeiten zu Beginn der Pandemie weitestgehend ins Homeoffice verlagert und anschließend individuelle Hygienekonzepte für alle Standorte erarbeitet. Auch Vertriebsaktivitäten wurden soweit möglich digital und auf Distanz durchgeführt. Für Mitarbeiter und Servicepartner mit direktem Kundenkontakt wurde umfangreiche Schutzausrüstung angeschafft. Mitarbeiter und Führungskräfte wurden durch gezielte Maßnahmen beim Übergang in diese neue Situation unterstützt. Insbesondere wurden viele Trainingsmaßnahmen und Einführungsprogramme virtualisiert und Führungskräfte sowie Mitarbeiter durch gezielte Schulungen auf die Arbeit und das Führen auf Distanz vorbereitet. Außerdem hat ista erheblich in den Ausbau der erforderlichen IT-Infrastruktur investiert.

Bei ista setzen wir uns nachdrücklich für ein freiwilliges soziales und ökologisches Engagement unserer Mitarbeiter ein. Beispielsweise haben wir die Teilnahme unserer Kollegen an Programmen unterstützt, in denen Kinder zu "Energiedetektiven" ausgebildet und ihnen ein Bewusstsein für den Verbrauch und die Einsparung von Energie vermittelt wird.

Um die Führungskultur weiter zu entwickeln, wurden mehrere Veranstaltungen durchgeführt. Auf der "Future Factory" haben sich 180 Führungskräfte auf die Zukunft des Unternehmens vorbereitet. Zusätzlich wurden digitale Formate für den Austausch und die Weiterentwicklung von Themen wie Führungsprinzipien, Innovation und Mitarbeiterengagement durchgeführt.

Zu guter Letzt erhielt ista im Jahr 2020 erneut und bereits zum fünften Mal in Folge die Auszeichnung "Top Employers Europe Certification" des Top Employer Institutes, welche die hervorragende Personalarbeit in Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz und den Shared Service Centern von ista in Polen und Rumänien würdigt.

5 Prognosebericht

Der Prognosebericht von ista berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses bekannt waren und einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklungen im Konzern haben können. Die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die finanzielle Entwicklung von ista sind nach unserer Auffassung begrenzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass eine weitere Verbreitung des Corona Virus verbunden mit weiteren einschneidenden Maßnahmen sich auf die finanzielle Entwicklung von ista wesentlich auswirken werden, wobei wir die Existenz des Konzerns nicht gefährdet sehen. Weitere Einzelheiten sind im Abschnitt zum Risikomanagement zu finden.

Wir erwarten, dass die zukünftige Marktdynamik von Digitalisierung, demografischen Trends, zunehmender Urbanisierung und dem Streben nach Klimaschutz geprägt sein wird. Auch das Kundenverhalten entwickelt sich weiter: So vergeben beispielsweise mittelständische Kunden zunehmend Aufträge über Ausschreibungen und lassen sich dabei von externen Beratern unterstützen. Unsere strategischen Maßnahmen und Investitionen sind auf die Verbesserung der Servicequalität und damit eine höhere Kundenzufriedenheit ausgerichtet. Auf dieser Basis sehen wir uns weiterhin gut aufgestellt, nachhaltiges und profitables Wachstum zu generieren.

Wir rechnen für 2021 mit einem Wachstum der Umsätze im kleineren einstelligen Prozentbereich und einer etwa konstanten Entwicklung des EBIT.

Haupttreiber für die geplante Umsatzentwicklung sind steigende Absatzmengen im Hardwarebereich in den wichtigsten Märkten, unterstützt von einer weiter forcierten Ausstattung mit fernauslesbaren Geräten, sowie mengen- und preisbedingtes Wachstum im Servicebereich. Unter anderem erwarten wir erste Erfolge bei unserer digitalen unterjährigen Verbrauchsanalyse. Diese Faktoren sowie die erforderlichen strategischen Investitionen beeinflussen auch unser geplantes EBIT. Insgesamt rechnen wir für den Konzern mit einer positiven Entwicklung für den Planungszeitraum 2021. Dank des stabilen und langfristigen Geschäftsmodells erwarten wir, dass die gesamtwirtschaftliche Situation in Europa, wie auch in der Vergangenheit, keinen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben wird.

6 Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement stehen bei ista seit über 10 Jahren im Fokus. Die größte Wirkung erzielen wir bei unseren Kunden und ihren Mietern mit Hilfe unserer Produkte und Dienstleistungen. In unserem Kerngeschäft machen wir individuelle Energie- und Wasserverbräuche in Gebäuden transparent. Damit motivieren wir Verbraucher zu klimafreundlichem Handeln, denn wer weiß, was er verbraucht, kann sein Verhalten bewusst verändern.

Darüber hinaus entwickeln wir digitale Lösungen für smartes Immobilienmanagement und vernetztes Wohnen. Mit langfristigen Investitionen und verantwortlichem Handeln wollen wir nachhaltigen Mehrwert erzielen und damit die Lebensbedingungen und Chancen der heutigen und nachfolgenden Generationen positiv beeinflussen.

Auch in diesem Jahr haben wir uns zudem über unsere Geschäftstätigkeit hinaus wieder für Klimaschutz und Nachhaltigkeit starkgemacht - in Branchenverbänden, mit Umfragen und Studien, im Rahmen unseres Bildungsprojekts "ista macht Schule" und in vielen weiteren Aktionen. Wir unterstützen Initiativen, die verantwortliches Unternehmenshandeln voranbringen. So haben wir uns als Unterzeichner des Global Compact der Vereinten Nationen dazu verpflichtet, für grundlegende Menschenrechte und Arbeitsnormen, für Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung einzutreten.

Mit unserem Verhaltenskodex verpflichten wir alle Mitarbeiter der ista Gruppe, wichtige internationale Grundsätze einzuhalten. Dazu gehören die UN-Deklaration für Menschenrechte, die Grundsatzerklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und die UN-Konvention gegen Korruption. Interne Richtlinien konkretisieren unsere Verhaltensanforderungen, darunter zu den Themen Umweltschutz, Korruption und Bestechung sowie Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Unser Lieferantenkodex enthält grundlegende Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards, die wir von unseren weltweiten Lieferanten und deren Mitarbeitern einfordern. Hierzu gehören neben den Prinzipien des UN Global Compact die Grundsatzerklärung der ILO, die Leitsätze der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der UK Modern Slavery Act.

Echte Nachhaltigkeit braucht eine umfassende Strategie und ein wirksames Management. Deshalb setzen wir klare Ziele und implementieren Prozesse und übertragen Verantwortlichkeiten, verbunden mit effizienten Managementtools und regelmäßigen Bestandsaufnahmen. So halten wir Kurs für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit in allen Bereichen unseres Handelns.

Unser Sustainability Council sorgt für die internationale Verankerung des Nachhaltigkeitsmanagements und bringt Ideen aus den Ländern ein. Es setzt sich zusammen aus Vertretern der Landesgesellschaften, unseren Sustainability Delegates. Interne Nachhaltigkeitsprojekte und -prozesse, darunter die Kennzahlenerfassung für den jährlichen Nachhaltigkeitsbericht (Fortschrittsbericht), koordiniert das Sustainability Office.

Wir helfen Menschen, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das sind unser Leitmotiv und der Kern unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Dafür werden wir in fünf Handlungsfeldern aktiv:

In unseren Märkten vertreiben wir innovative Produkte und Services, die Energieverbräuche transparent machen und es Mietern ermöglichen, sich klimabewusster zu verhalten.

Durch einen aktiven Umwelt- und Klimaschutz an allen Standorten des Unternehmens gehen wir selbst mit gutem Beispiel voran.

Damit unsere Mitarbeiter ihr volles Potenzial für Lösungen zum Klimaschutz einsetzen können, bieten wir attraktive Arbeitsbedingungen und eine motivierende Unternehmenskultur.

Wir arbeiten eng mit unseren Partnern und Lieferanten zusammen, um unser Angebot kontinuierlich zu verbessern und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette voranzubringen.

Unser Engagement in der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, unser Wissen über Energiemanagement und Klimaschutz zu teilen und Energiebewusstsein zu fördern.

So sind wir mit der im Geschäftsjahr 2020 durchgeführten Refinanzierung das erste Unternehmen der Branche, dessen Kreditvertrag eine ESG-Komponente (Environment, Social, Governance) enthält. Damit geben wir ein klares Bekenntnis zur langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie der ista-Gruppe, da der Zinssatz nun direkt an die Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen gekoppelt ist. Dies wird anhand von fünf Kennzahlen gemessen, die im Rahmen unseres Fortschrittsberichts veröffentlicht werden:

Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien

Treibhausgasemissionen pro FTE

Anteil der Liegenschaften mit fernauslesbaren Geräten in Deutschland

Anteil der Kunden in Deutschland, die unsere digitalen Services nutzen

Meldepflichtige arbeitsbedingte Unfälle mit Ausfallzeit pro 100.000 Arbeitsstunden

Wir achten bewusst darauf, natürliche Ressourcen zu schonen und negative Auswirkungen auf die Umwelt soweit wie möglich zu vermeiden oder zu verringern. Das Sustainability Office, angesiedelt in der Zentrale in Essen, berät als interner Dienstleister die Geschäftsführung und die Verantwortlichen der Standorte in allen Fragen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz. Dazu gehören die Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes, die Optimierung der CO 2 -Bilanz einzelner Produkte und die Durchführung von Mitarbeiterschulungen. Unser Ziel ist es, unsere Arbeitsabläufe und -prozesse fortwährend zu verbessern, um den ökologischen Fußabdruck unserer gesamten Geschäftstätigkeit zu verkleinern. Weitere Informationen zum jährlichen Fortschritt einschließlich relevanter Kennzahlen und Details können dem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht (bei ista auch Fortschrittsbericht genannt) entnommen werden.

7 Risiken und Chancen

7.1 Risiken

ista verfügt über ein Risikomanagementsystem, um operative und finanzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu überwachen und durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen. Die Geschäftsführung wird in einem regelmäßigen Risikomanagementprozess zweimal im Jahr dazu unterrichtet. Bei Risiken mit wesentlichem Schadenspotenzial oder hoher Eintrittswahrscheinlichkeit, wird die Geschäftsführung unverzüglich informiert. Gemäß dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht gehen wir ausschließlich marktübliche Risiken aus operativen Geschäftstätigkeiten ein. Alle darüber hinausgehenden Risiken werden vermieden oder abgesichert, u. a. durch Abschluss von Versicherungen zur Absicherung finanzieller Verpflichtungen aus Schadensfällen und Haftungsrisiken. Generell erwarten wir jedoch für keinen unserer Märkte wesentliche Risiken.

Externe Risiken

Der Sub-Metering-Markt ist in vielen Ländern durch nationale und lokale Verordnungen gesetzlich reguliert. Wir rechnen nicht damit, dass sich die bestehende Gesetzeslage zu unserem Nachteil ändert. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass künftige Gesetze die aktuellen Anforderungen zur verbrauchsgerechten Erfassung des Wärme- und Warmwasserverbrauchs zu unserem Nachteil ändern.

Wir erwarten, dass die EED und die EED-2 mittelfristig zu einem steigenden Marktpotenzial und damit in einigen europäischen Ländern zu positiven Wachstumseffekten führen. Wir beobachten zurzeit jedoch Verzögerungen bei der Umsetzung in nationale Gesetze. Falls die EU-Vorgaben nicht oder nicht vollständig gemäß unseren Erwartungen in unseren Kern- und Expansionsmärkten umgesetzt werden, ist entsprechend mit einem geringeren Wachstum unseres Geschäfts zu rechnen. Darüber hinaus könnte die Umsetzung auch zu Reformen bestehender nationaler Vorschriften führen, die sich zu unserem Nachteil auswirken.

Am 4. November 2015 hat das Bundeskabinett in Deutschland das Gesetz zur "Digitalisierung der Energiewende" verabschiedet. Dieses Gesetz legt den Rahmen für den Ausbau von intelligenten Verbrauchsmessgeräten (Smart Meter) bis 2032 fest und enthält die technischen Voraussetzungen sowie die datenschutzrechtlichen Bestimmungen für die Digitalisierung, ista überwacht die Entwicklungen proaktiv und arbeitet an Projekten zur Entwicklung geeigneter Lösungen im Rahmen des Messstellenbetriebsgesetzes und der EED.

ista unterliegt auch gesamtwirtschaftlichen und marktbezogenen Risiken. Durch das regulatorische Umfeld und unsere langfristigen Kundenbeziehungen haben makroökonomische Entwicklungen jedoch nur geringe Auswirkungen auf unser Geschäft. So waren beispielsweise während der Finanz- und Weltwirtschaftskrise 2008 keine wesentlichen negativen Auswirkungen zu verzeichnen. Ebenso sind durch die COVID-19 Pandemie nach aktuellen Einschätzungen keine wesentlichen Risiken für die Geschäftstätigkeit der ista erkennbar. Auch wenn sich die Pandemie noch weiter verschärfen sollte, sehen wir wegen unseres robusten Geschäftsmodells und unserer operativen Aufstellung, insbesondere durch unsere digitalen Lösungen, keine existenzgefährdenden Risiken. Viele unserer geografischen Märkte sind durch einen hohen Reifegrad und eine Anbieterstruktur mit wenigen großen und vielen kleinen Anbietern gekennzeichnet. Dadurch können wir zusätzliche Marktanteile häufig nur durch Verdrängung von Wettbewerbern gewinnen, was in der Regel eine bessere Servicequalität, ein breiteres Dienstleistungsangebot oder eine wettbewerbsfähigere Preisgestaltung erfordert.

Darüber hinaus beobachten wir in einigen Ländern bei Mess- und Erfassungsgeräten sowie zunehmend bei Dienstleistungen einen spürbaren Preisdruck, was sich auch bei öffentlichen Ausschreibungen bemerkbar macht. Dies könnte sich negativ auf unsere Margen auswirken. Wir treten dieser Entwicklung mit einer kontinuierlichen Verbesserung unserer Produkte und Dienstleistungen entgegen, um zusätzliche Alleinstellungsmerkmale gegenüber unseren Mitbewerbern zu schaffen. Teilweise bieten wir diese Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit externen Partnern an, um die Risiken und notwendigen Investitionen zu begrenzen.

Regulatorische Veränderungen oder neue Kundenwünsche könnten künftig eine höhere Flexibilität und Interoperabilität sowie eine Digitalisierung unseres Service-Portfolios erforderlich machen. Dies kann unter anderem die Einführung neuer Standards, Protokolle oder Technologien beinhalten und auch den Markteintritt neuer Wettbewerber zur Folge haben. ista blickt hinsichtlich der Einhaltung gesetzlicher, technologischer und marktbezogener Anforderungen bei gleichzeitiger Befriedigung der Kundenbedürfnisse allerdings auf eine Erfolgsbilanz zurück.

Die Auswirkungen des Brexit auf unser Geschäft werden unseres Erachtens gering sein. Nur eines unserer Unternehmen ist in Großbritannien ansässig und tätigt Geschäfte im britischen Markt. Die erwartete Entwicklung der Marktregulierung für Wärme-Sub-Metering könnte sich jedoch verzögern, da sich die Aufmerksamkeit der britischen Regierung auf die Folgen des Brexit und auch auf die Bekämpfung der COVID-19 Pandemie konzentriert. Allerdings wurden am 27. November 2020 die bestehenden Vorschriften zum Sub-Metering geändert. Unter den neuen Vorschriften wird Sub-Metering nun für eine größere Zahl an Wohnungen als kosteneffizient beurteilt und damit verpflichtend. Dies vergrößert den für ista relevanten Markt.

Angesichts der aktuellen globalen Ausbreitung der COVID-19 Pandemie konzentrieren sich das lokale und internationale Management von ista auf die Erarbeitung und Umsetzung von Maßnahmen, um Kunden, Lieferketten und Mitarbeiter bestmöglich vor den sich ständig ändernden Risiken der Pandemie zu schützen. Wesentliche mittel- oder langfristige Auswirkungen auf das Geschäftsmodell und die finanzielle Entwicklung von ista sind derzeit nicht abschätzbar, können aber im Laufe der Zeit nicht ausgeschlossen werden.

Betriebliche Risiken

Ein wesentlicher Bestandteil unseres Leistungsangebotes sind die Mess- und Erfassungsgeräte, die hohen Qualitätsanforderungen und gewissen Produktspezifikationen entsprechen müssen. Designmängel und Qualitätsfehler können zu Haftungsverpflichtungen führen sowie unserem Ruf schaden. Bei Defekten tauschen wir die betroffenen Mess- und Erfassungsgeräte aus, was regelmäßig zu zusätzlichen Garantie- und Austauschkosten führt. So haben wir im Rahmen der regelmäßigen Funktionstests für Rauchwarnmelder Anzeichen für vorzeitige Ausfälle festgestellt und daraufhin die betroffenen Geräte schon vor Ende der geplanten Nutzungsdauer ersetzt.

Solchen qualitätsbezogenen Risiken begegnen wir durch kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Technologie und reagieren damit auch auf Marktänderungen wie Preiserhöhungen bei Rohstoffen. Die hohe Qualität und Zuverlässigkeit unserer Mess- und Erfassungsgeräte wird hierbei durch Qualitätsmanagementprozesse gesichert. Potenzielle Risiken bei der Beschaffung von Mess- und Erfassungsgeräten reduzieren wir durch den Bezug von mindestens zwei Lieferanten ("Second-Source-Politik") sowie durch langfristige Rahmenverträge mit jährlichen Preisverhandlungen auf Basis einer offenen Kalkulation.

Bei der Montage von Geräten beobachten wir aufgrund der hohen Kundennachfrage einen zunehmenden Mangel an erfahrenen Installateuren. Um auf potenzielle Kapazitätsengpässe zu reagieren, optimieren wir kontinuierlich unsere Installationsprozesse. Unser Ziel ist die Gewährleistung einer hohen Servicequalität durch professionelle IT-Tools (z. B. mobile Technologie) und umfassende Schulungen von Servicetechnikern. Im Geschäftsjahr 2020 haben wir die ista Service Express GmbH gegründet. Mit dieser Gesellschaft möchten wir durch eigene Servicetechniker für besonders eilige oder komplizierte Aufträge zunächst in Deutschland die Auftragserfüllungsquote deutlich verbessern und so die Kundenzufriedenheit steigern.

Das interne ista Shared Service Center hat insbesondere hinsichtlich der Abrechnungserstellung und Supportleistungen eine große Bedeutung für den Konzern. Das Risiko von Ausfällen dort reduzieren wir durch die Möglichkeit zum Kapazitätsausgleich zwischen den internationalen Shared Service-Standorten sowie die Nutzung von Ausweichstandorten und Home Offices.

Unsere Geschäftsprozesse beruhen in zunehmendem Maße auf IT-Lösungen mit höchsten Anforderungen an Prozessstabilität und Datensicherheit. Dies ist mit Risiken verbunden, die erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben können. Beim Betrieb der IT-Infrastruktur arbeiten wir insbesondere in Deutschland und Polen mit internationalen Anbietern und Data-Center-Dienstleistern zusammen, um für hohe Standards in den Bereichen Ausfallsicherheit, Datensicherheit und Notbetriebseigenschaften zu sorgen.

Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg unserer zukünftigen digitalen Innovationsprojekte wird unsere Fähigkeit sein, die Implementierung neuer IT-Systeme zu steuern. Dabei sind wir auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Deren Anwerbung gestaltet sich aufgrund des Fachkräftemangels und eines intensiven Wettbewerbs um Talente zunehmend schwierig. Daher setzt ista nicht nur auf die Digitalisierung des Arbeitsumfelds und innovative Formen der Arbeitsgestaltung wie Homeoffice, agiles Arbeiten und digitale Lernkultur, sondern auch verstärkt auf die Nutzung innovativer Kanäle der Kandidatenansprache, um die Aufmerksamkeit der relevanten Talente zu gewinnen. Der verstärkte Einsatz von Videomaterial und die Virtualisierung der Einstellungsprozesse halfen, die Einschränkungen der COVID-19 Pandemie im Bereich Recruiting zu kompensieren. Dadurch konnten 2020 trotz des schwierigen Umfelds mehr als 150 offene Stellen erfolgreich besetzt werden.

Die am 25. Mai 2018 in Deutschland in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung stellt hohe Anforderungen an den Schutz personenbezogener Daten. Wir legen bei der Weiterentwicklung unserer Produkte, Systeme und Prozesse besonderes Augenmerk auf die Einhaltung dieser Regelungen und geben dem Schutz der personenbezogenen Daten einen hohen Stellenwert.

Insbesondere in unserem Kerngeschäft Sub-Metering erheben, speichern und verwenden wir personenbezogene Daten. Technische oder organisatorische Mängel können zu einem Verlust der Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit dieser Daten führen und somit Geldstrafen zur Folge haben sowie eine Schädigung unseres Rufs bedeuten. Zum Schutz der personenbezogenen Daten unserer Kunden und deren Kunden betreiben wir ein Managementsystem für Datenschutz, durch das die Implementierung und kontinuierliche Überwachung von risikoadäquaten technischen und organisatorischen Maßnahmen gesteuert wird.

Damit erfüllen wir nicht nur gesetzliche Vorgaben, sondern gehen auch auf die Bedürfnisse unserer Kunden ein, die ihrerseits zum Datenschutz verpflichtet sind. Die Verbesserung des Schutzniveaus sowie die kundenorientierte Umsetzung von Anforderungen im Rahmen der Auftragsverarbeitung können komplexe technische Anpassungen in unserem Produktportfolio und damit erhebliche Investitionen erfordern.

Wir sind uns bewusst, dass die Gefährdungslage von Bedrohungen aus dem Cyberraum für ista aber auch für alle anderen Unternehmen zugenommen hat. Dies ist u. a. auf den steigenden Umfang mobilen Arbeitens infolge der COVID-19 Pandemie zurückzuführen und wird insbesondere durch die stetig weitergeführte Digitalisierung bei ista noch weiter zunehmen.

Um kontinuierlich ein hohes Maß an Informationssicherheit zu gewährleisten, werden die notwendigen Kompetenzen ständig ausgeweitet, weiterentwickelt und verbessert. Wir führen fortlaufend Systemüberprüfungen durch, um die Einhaltung aller geltenden Vorschriften sicherzustellen. Die Geschäftsführung wird regelmäßig über etwaige Risiken informiert, um gegebenenfalls rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Im Juli 2019 wurde gegen ista und seine Wettbewerber ein Ermittlungsverfahren seitens der österreichischen Kartellbehörde eingeleitet, ista verfolgt in Bezug auf Compliance-Verstöße eine Null-Toleranz-Politik und hat daher unverzüglich eine umfassende interne Untersuchung der Angelegenheit in enger Zusammenarbeit mit der österreichischen Behörde veranlasst. Wir haben im Geschäftsjahr 2020 vorsorglich eine Rückstellung gebildet und rechnen damit, dass innerhalb der nächsten Monate genauere Informationen vorliegen, mit denen wir die finanziellen Konsequenzen präzise bewerten können.

Finanzwirtschaftliche und administrative Risiken

In unserem Geschäft ist die Einräumung von Zahlungszielen marktüblich. Um Ausfallrisiken zu begrenzen, berücksichtigen wir bei der Gewährung von Zahlungszielen die Solvenz unserer Kunden und gehen davon aus, keiner übermäßigen Risikokonzentration zu unterliegen. Forderungen werden bei spezifischem Ausfallrisiko sowie in Abhängigkeit einer definierten Überfälligkeit oder der erreichten Mahnstufe wertberichtigt. Zweifelhafte Forderungen werden in Höhe ihres potenziell erzielbaren Betrags geführt; uneinbringliche Forderungen werden vollständig abgeschrieben.

Ein großer Teil unserer finanziellen Verbindlichkeiten unterliegt einem variablen Zinssatz. Derzeit werden Zinsschwankungen nicht abgesichert. Das daraus resultierende Zinsänderungsrisiko wird zentral bewertet und durch den Bereich Treasury ständig überwacht. Dies betrifft im Wesentlichen die ista International GmbH und die Trionista TopCo GmbH, die die variabel verzinsliche Senior Credit Facility in Anspruch genommen haben. Außerdem enthält das Senior Credit Facility Agreement Financial Covenants, deren Verletzung die finanzierenden Banken unter bestimmten Bedingungen zur Kündigung berechtigen. Dieses Risiko wird durch den Bereich Treasury überwacht. Die Geschäftsführung bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit als sehr gering.

Der überwiegende Teil des Konzernumsatzes wird im Euroraum erzielt und ist daher keinem maßgeblichen Währungsrisiko ausgesetzt. Potenzielle Währungsrisiken bestehen vor allem in Dänemark, in den Global & Developing Markets sowie bei Konzerndienstleistungen. Zur Absicherung des Einkaufsvolumens in US-Dollar werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

7.2 Chancen

ista bieten sich zahlreiche Chancen, das Geschäft langfristig positiv weiterzuentwickeln.

Sub-Metering ermöglicht die Steigerung der Energieeffizienz ohne die hohen Anfangsinvestitionskosten vergleichbarer Modernisierungsmaßnahmen bei Wohnimmobilien. Wir erwarten daher in Zukunft weitere Gesetzesinitiativen zur Förderung des Sub-Metering in einer Reihe von Ländern, die auch aus der Umsetzung der EED resultieren und den für uns relevanten Markt vergrößern werden.

Der Fokus der EED-2 liegt auf fernauslesbaren Geräten und der häufigeren Erhebung von Verbrauchsdaten. Wir erwarten aus der Umsetzung eine steigende Nachfrage nach den entsprechenden Geräten und Dienstleistungen wie Energiedatenmanagement und unserer smarten Verbrauchsinformation, mit der wir unsere Kunden und deren Mieter durch kürzere Informationszyklen bei der Senkung ihres Energieverbrauchs unterstützen. Hierfür haben wir im Jahr 2020 das Produkt "ecoTrend" zur Marktreife entwickelt, das alle künftigen Vorgaben zur monatlichen Verbrauchsinformation erfüllt. Unter Verwendung fernauslesbarer Messtechnik können wir mit "ecoTrend" automatisch und regelmäßig Verbrauchsinformationen auf mehreren digitalen Kanälen zur Verfügung stellen. Eine übersichtliche und transparente grafische Darstellung der Verbräuche zielt darauf ab, Energieeinsparung zu erleichtern und damit die CO 2 -Emission eines Gebäudes zu reduzieren.

Unsere starke Marktposition, unsere Kundenbeziehungen und bestehende Geräteinfrastruktur eröffnen uns die Chance, Produktinnovationen und neue Dienstleistungen erfolgreich am Markt einzuführen. Wir wollen dafür unsere bisherigen Erfahrungen beim Ausbau einer marktführenden Position sowie unsere integrierte Plattform von Geräten, Systemen und Prozessen nutzen. Unser Ziel ist es insbesondere, digitale Lösungen im Zusammenhang mit intelligentem Gebäudemanagement und dem "vernetzten Zuhause" zu entwickeln. Hier können wir auch von strategischen Partnerschaften mit spezialisierten Anbietern profitieren.

In Schlüsselmärkten mit einer hohen Marktdurchdringung von Sub-Metering wird das Volumenwachstum durch vier Trends auf Makroebene unterstützt: ein leichtes Bevölkerungswachstum, alternde Gesellschaften, eine zunehmende Urbanisierung und die Zunahme von Ein-Personen-Haushalten. Unserer Einschätzung nach wird dies künftig die Anzahl von Mehrfamilienhäusern erhöhen und somit den adressierbaren Sub-Metering-Markt vergrößern. Darüber hinaus können wir auch in Märkten mit hoher Sättigung Wachstum generieren. Es gelingt uns häufig, Kunden von Wettbewerben, deren Verträge dort auslaufen, für uns zu gewinnen.

Wir gehen davon aus, dass wir unsere Margen durch Volumenzuwächse vergrößern und Kostensteigerungen durch Fortsetzung unserer Effizienzinitiativen begrenzen können. Wir können eine überzeugende Erfolgsbilanz bei der Senkung von Gerätekosten sowie der Verbesserung ihrer Funktionseigenschaften und Qualität nachweisen. Spezifische Treiber dieser Kostensenkungen sind technische Innovationen sowie Skaleneffekte durch erwartetes Volumenwachstum aufgrund günstiger Entwicklungen der Sub-Metering-Regulation.

7.3 Abschließende Einschätzung von Risiken und Chancen

Die Gesellschafter werden regelmäßig über die Risiken und Chancen des Konzerns informiert. Die Bewertung der Risikolage durch die Geschäftsführung hat ergeben, dass die Risiken allgemein überschaubar und die Risikomanagementmaßnahmen geeignet sind, um wesentliche Risiken auf Konzernebene sowie in allen Regionen zu vermeiden. Hinsichtlich der identifizierten Einzel- und Kollektivrisiken besteht daher zumindest während der kommenden 12 Monate keine Gefahr für den Fortbestand des Konzerns im Hinblick auf Liquidität oder Überschuldung.

Wir sind überzeugt, dass die Ertragskraft des Konzerns eine solide Grundlage für positive Entwicklungen sowie die Nutzung zahlreicher Geschäftsmöglichkeiten bietet. Insbesondere bei einer adäquaten Umsetzung und Durchsetzung der EED und der EED-2 können bedeutende Chancen aus einem schnelleren Marktwachstum entstehen.

8 Abschließende Beurteilung

Im Berichtszeitraum erwirtschaftete der Konzern einen Konzernjahresüberschuss von € 88 Millionen. Bei Abschreibungen auf aktivierte Kundenverträge in Höhe von ca. € 66 Millionen und einem Finanzergebnis von minus € 81 Millionen ist dies vor allem auf das starke operative Betriebsergebnis zurückzuführen.

Wesentliche Indikatoren für die Ertragskraft des Unternehmens sind die positive Entwicklung des EBIT und des operativen Cashflows. Für den Planungszeitraum bis 2021 ist der Fortbestand von ista weder unter Vermögens- noch unter Liquiditäts- oder Ertragsgesichtspunkten gefährdet. Dies ist vor allem auf die stabilen gesetzlichen Rahmenbedingungen, die daraus resultierende Planungssicherheit, die starke Wettbewerbsposition, langfristige Finanzverbindlichkeiten und eine starke, durch langfristige Kundenverträge abgesicherte Liquiditätslage zurückzuführen.

9 Corporate Governance

Die Führung des Konzerns erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung der Gesellschaft, der Geschäftsordnung und unter Beachtung geltender Vorschriften, interner Richtlinien und Verfahrensbeschreibungen, die von der Gesellschafterversammlung beschlossen wurden. Die Geschäftsführung ist für die Umsetzung der Unternehmensstrategie verantwortlich. Sie führt das Geschäft nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen, um den Markterfolg und die profitable Entwicklung des Konzerns sicherzustellen. Sämtliche Angelegenheiten, in denen das Gesetz, die Satzung oder die Geschäftsordnung eine Entscheidung der Geschäftsführung vorsehen, fallen in den Zuständigkeitsbereich der gesamten Geschäftsführung.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wird monatlich auf vollkonsolidierter Basis ermittelt und der Geschäftsführung und den Gesellschaftern in Form eines standardisierten Lageberichts zur Verfügung gestellt. Gemäß den Bestimmungen des Senior Credit Facility Agreement legt der Konzern den finanzierenden Banken jährlich den geprüften Abschluss zum 31. Dezember eines Geschäftsjahres vor. Jeweils zum 30. Juni sind Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung vorzulegen.

ista hat Compliance-Richtlinien für alle Mitarbeiter umgesetzt, die regelmäßig - zuletzt im Jahr 2020 - aktualisiert werden. Diese Compliance-Richtlinien umfassen Regelungen zur Einhaltung der internen Unternehmensrichtlinien und -leitlinien sowie aller relevanten Gesetze und Verordnungen. Neben den Compliance-Richtlinien verfügt ista über mehrere wichtige interne Richtlinien wie den Code of Conduct, die Anti-Korruptionsrichtlinie oder die Kartellrichtlinie.

Im Jahr 2020 hat ista eine umfassende Compliance-Kommunikationsinitiative eingeleitet. Wesentliche Elemente daraus waren umfassende konzernweite Schulungen und die Verteilung einer Informationsbroschüre über korrektes Verhalten in Compliance-Fragen (Dos and Don'ts) an alle Mitarbeiter in insgesamt neun Sprachversionen.

10 Wichtige Ereignisse seit dem 31. Dezember 2020

Mit Vertrag vom 26. November 2020 und Wirksamkeit zum 1. Januar 2021 wurden 100 % der Anteile der Krohn & Scheddel GmbH & Co. KG und der KAST Service GmbH, Bad Homburg, erworben. Am 24. Februar 2021 wurde bekanntgegeben, dass Thomas Zinnöcker, CEO der ista International GmbH, zum 31. Mai 2021 ausscheiden wird. Seine Funktion wird Dr. Hagen Lessing zum 1. Juni 2021 übernehmen.

Der Konzernabschluss wurde am 1. April 2021 zur Veröffentlichung freigegeben.

11 Zukunftsgerichtete Aussagen

Bei einigen Sachverhalten in diesem Dokument handelt es sich um zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf Annahmen und Schätzungen stützen, die sich als richtig erweisen können oder nicht. Künftige Ergebnisse oder Marktentwicklungen könnten daher aufgrund einer Vielzahl von Faktoren von diesen Erwartungen abweichen, unter anderem auch durch das wirtschaftliche Umfeld sowie Veränderungen des Marktes, der regulatorischen oder sonstigen Rahmenbedingungen. Auch andere Faktoren, die ista bisher noch nicht bekannt sind oder die ista derzeit als nicht wesentlich erachtet, könnten zur Folge haben, dass die Ergebnisse oder die Marktentwicklungen von den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Dokument abweichen, ista übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren, noch werden die Gründe aktualisiert, warum die tatsächlichen Ergebnisse oder Marktentwicklungen von denen in den zukunftsgerichteten Aussagen abweichen.

12 Danksagung an die Mitarbeiter

Die Geschäftsführung möchte allen Mitarbeitern für ihre gute Arbeit und ihr persönliches Engagement danken. Ihr Engagement und ihr Einsatz hatten einen wesentlichen Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens im Jahr 2020.

 

Essen, 1. April 2021

Trionista TopCo GmbH,

Hing Lam Kam

Andrew John Hunter

Thomas Zinnöcker

Loi Shun Chan

Duncan Nicholas Macrae

Thomas Lemper

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Trionista TopCo GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Trionista TopCo GmbH, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Trionista TopCo GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs, oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 1. April 2021

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rolf Künemann, Wirtschaftsprüfer

Rong Wang, Wirtschaftsprüferin

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