Institut Kirchhoff Berlin GmbH

Oudenarder Straße 16, 13347 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 30412
Eingetragen
19.10.2004
Branche
Erbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienTechnische, physikalische und chemische UntersuchungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Erstellung von Prüfberichten und Gutachten für Lebensmittel, Kosmetika und Tabakware sowie für Wasser- und Umweltproben; Beratung in fachspezifischen Fragen zum nationalen und europäischen Lebensmittelrecht sowie zum Wasser- und Umweltrecht; fachliche Betreuung von Produktions- und Handelsbetrieben inklusive Begehungen, Wasser- und Luftprobennahme, Produktkontrollen; Hygieneberatung, Erstellung von HACCP-Konzepten, Betriebsbegehungen, Personalschulungen im Hygienebereich; Durchführung von Marktstudien und F + E - Aufträgen; Schulungen und Audits im Bereich Qualitätsmanagment für Betrieb und Labor; Zusammenarbeit mit öffentlichen Bildungsstätten (Praktika, Diplomarbeiten etc.).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Erik Becker
seit 8.10.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Silliker Consulting B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
51.130 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Institut Kirchhoff Berlin GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Institut Kirchhoff Berlin GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Institut Kirchhoff Berlin GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Institut Kirchhoff Berlin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 30. September 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Röders, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.948,00 58.081,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 108.333,00 128.333,00
162.281,00 186.414,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.333.885,00 4.064.643,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 242.120,00 226.453,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.322,90 313.719,98
4.596.327,90 4.604.815,99
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.040,00 1.040,00
4.759.648,90 4.792.269,99
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.253.155,00 1.168.288,00
2. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 621.200,46 622.556,52
3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 37.590,00 0,00
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -3.364,00 -429,50
1.908.581,46 1.790.415,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.880.418,32 3.863.014,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 173.183,68 173.828,94
3. Sonstige Vermögensgegenstände 86.373,13 58.178,25
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 945,66 0,00
4.140.920,79 4.095.021,90
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.549.907,14 880.757,05
7.599.409,39 6.766.193,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 79.392,77 82.587,17
D. Aktive latente Steuern 133.996,00 140.636,00
12.572.447,06 11.781.687,13

Passiva

30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.130,00 51.130,00
II. Kapitalrücklage 759.808,30 759.808,30
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.700.000,00 1.700.000,00
IV. Bilanzgewinn 7.640.709,74 5.973.916,44
10.151.648,04 8.484.854,74
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.114.983,00 662.851,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 636.667,00
3. Sonstige Rückstellungen 952.532,19 964.376,37
2.067.515,19 2.263.894,37
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 59.384,30
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (Vj.: EUR 59.031,67)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 65.470,02 683.229,16
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 65.470,02 (Vj.: EUR 683.229,16)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.136,01 16.200,97
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 23.136,01 (Vj.: EUR 16.200,97)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 264.677,80 274.123,59
davon aus Steuern EUR 246.691,74 (Vj.: EUR 256.415,42)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 264.677,80 (Vj.: EUR 274.123,59)
353.283,83 1.032.938,02
12.572.447,06 11.781.687,13

Gewinn- und Verlustrechnung für 2022/2023

1.10.2022 - 30.09.2023 1.10.2021 - 30.09.2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 21.640.171,09 20.038.350,41
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.811.595,09 -8.212.021,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.012.203,33 -1.945.999,97
davon für Altersversorgung EUR -166.229,88 (Vj.: EUR -299.124,77)
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.156.043,82 -1.125.046,96
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.066.503,78 -3.864.230,54
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnungen EUR 511,75 (Vj.: EUR 807,18)
5. Betriebsergebnis 5.593.825,07 4.891.051,04
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.220,56 37.326,47
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -33.744,11 -9.709,93
8. Finanzergebnis -28.523,55 27.616,54
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.697.286,22 -1.513.029,29
10. Ergebnis nach Steuern 3.868.015,30 3.405.638,29
11. Sonstige Steuern -1.222,00 -1.642,90
12. Jahresüberschuss 3.866.793,30 3.403.995,39
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.773.916,44 2.569.921,05
14. Bilanzgewinn 7.640.709,74 5.973.916,44

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Institut Kirchhoff Berlin GmbH, Berlin

I. Allgemeine Angaben

Die Institut Kirchhoff Berlin GmbH, Berlin, wird beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Handelsregisternummer HRB 30412 B geführt.

Der Jahresabschluss der Institut Kirchhoff Berlin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind vorrangig in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen wurden teilweise in Anspruch genommen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stellen sich - unverändert zum Vorjahr - wie folgt dar:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten, zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Skonti aktiviert und - soweit abnutzbar - planmäßig abgeschrieben.

Planmäßige Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 250,00 bis zu EUR 800,00 werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten aktiviert.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert zum Abschlussstichtag beizulegen war.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Es wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % vorgenommen. Einzelwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Der Aktivposten für latente Steuern resultiert aus der unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bewertung der bestehenden Pensionsverpflichtung, der Urlaubsrückstellung sowie aus der unterschiedlichen Nutzungsdauer des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts und beinhaltet entsprechende Steuerentlastungen in nachfolgenden Geschäftsjahren.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Der unter Rückstellung für Pensionen ausgewiesene Betrag ergibt sich nach Saldierung der Pensionsrückstellung mit einer Rückdeckungsversicherung gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Der Erfüllungsbetrag der Schulden beträgt TEUR 1.115, die Anschaffungskosten des verrechneten Vermögens betragen 572 TEUR und der beizulegende Zeitwert des verrechneten Vermögens TEUR 0. Daraus ergibt sich ein Nettowert nach Pensionsrückstellung (nach Verrechnung) in Höhe von TEUR 1.115. Die Pensionsrückstellung wurde nach § 253 Abs. 1 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. In dem versicherungsmathematischen Gutachten (Teilwertmethode) wurden folgende grundlegende Annahmen berücksichtigt:

Rechnungszins von 1,81 % p.a.

Rententrend 0,00 % p.a.

Anwartschaftstrend 0,00 % p.a.

Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Die Steuerrückstellungen beinhalten die für das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen decken alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, angemessen und ausreichend ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel.

Aus der Verschmelzung der MXNS Deutschland Services GmbH auf die Institut Kirchhoff Berlin GmbH wurde ein entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert und ein Kundenstamm übernommen und aktiviert. Die Abschreibung erfolgt gemäß § 253 Abs. 3 HGB über einen Zeitraum von 10 Jahren. Hinsichtlich der Nutzungsdauer und Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte gibt es eine Abweichung zwischen Handels- und Steuerrecht. Die sich hieraus ergebenden aktiven latenten Steuern wurden in Höhe von TEUR 6 aktiviert.

Die Vorräte beinhalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die zum Abschlussstichtag unfertigen Arbeiten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 174) resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Vorsteuern, die erst in der Folgeperiode abziehbar sind.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB zum 30. September 2023 beträgt TEUR 21.

Der individuelle Ertragsteuersatz beträgt 30,18 % und der Unterschiedsbetrag zwischen der handels- und steuerrechtlichen Bewertung der Pensionsrückstellung, der Urlaubsrückstellung sowie des Geschäfts- oder Firmenwerts rund TEUR 448.

Daraus ergibt sich gem. § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre aufgrund der Aktivierung latenter Steuern in Höhe von rund TEUR 134.

Der Bilanzgewinn zum 30. September 2023 entwickelte sich wie folgt:

EUR
Bilanzgewinn zum 01.10.2022 5.973.916,44
Ausschüttung gem. Beschluss vom 30.11.2022 -500.000,00
Ausschüttung gem. Beschluss vom 10.03.2023 -700.000,00
Ausschüttung gem. Beschluss vom 30.05.2023 -250.000,00
Ausschüttung gem. Beschluss vom 05.09.2023 -750.000,00
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.773.916,44
Jahresüberschuss zum 30.09.2023 3.866.793,30
Bilanzgewinn zum 30.09.2023 7.640.709,74

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten unter anderem die folgenden wesentlichen Rückstellungen:

Rückstellung für nicht genommenen Urlaub: TEUR 232 (VJ: TEUR 268)

Rückstellung für geleistete Überstunden: TEUR 155 (VJ: TEUR 163)

Rückstellung für die Jahresabschlusserstellung und -prüfung: TEUR 85 (VJ: TEUR 83)

Rückstellung für die Aufbewahrungspflicht von Geschäftsunterlagen: TEUR 15 (VJ: TEUR 15)

Rückstellungen für Bonuszahlungen, die Berufsgenossenschaft und die Schwerbehindertenabgabe: TEUR 293 (VJ: TEUR 315)

Rückstellung für ausstehende Rechnungen: TEUR 158 (VJ: TEUR 120)

Rückstellung für Rückbauverpflichtung: TEUR 14 (VJ: TEUR 0)

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 16). Daraus resultieren TEUR 23 (VJ: TEUR 16) aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeitenspiegel zum 30. September 2023

(Vergleichszahlen in Klammern)

davon mit einer Restlaufzeit von
Insgesamt 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 (59) 0 (59) 0 (0) 0 (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 65 (683) 65 (683) 0 (0) 0 (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23 (16) 23 (16) 0 (0) 0 (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 265 (274) 265 (274) 0 (0) 0 (0)
Summe 353 (1.032) 353 (1.032) 0 (0) 0 (0)

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 0 (VJ: TEUR 59). Es handelt sich hierbei ausschließlich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Daneben bestehen für die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen der übliche Eigentumsvorbehalt.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden am Abschlussstichtag nicht.

Der ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 7.641 enthält einen Bilanzgewinn aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 5.974 abzüglich der Gewinnausschüttungen im Geschäftsjahr 2022/2023 von TEUR 2.200.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind u.a. Zinsaufwendungen wegen der Abzinsung der ausgewiesenen Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 20 und Aufwendungen aus Vermögensgegenständen zur Verrechnung gem. § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von TEUR 6, welchen Erträge aus Vermögensgegenständen zu Verrechnung gem. § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von TEUR 0 gegenüber stehen, enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten einen Aufwand aus der Auflösung bilanzierter aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 7. Der Aufwand generiert sich aus der Anwendung des Ertragsteuersatzes bezogen auf den Unterschiedsbetrag zwischen der handels- und steuerrechtlichen Bewertung der Pensionsrückstellung, der Urlaubskostenrückstellung sowie der unterschiedlichen Nutzungsdauer des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts.

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen in der folgenden Höhe:

davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag 30.09.2023 bis zu einem Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Mietverträge Labor- und
Büroräume 11.389 1.394 8.495 1.500
Leasingverträge KFZ 40 11 29 0
Leasing Büroausstattung 178 121 57 0
Wartungsverträge 168 121 47 0
Summe 11.775 1.647 8.628 1.500

2. Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB während des Geschäftsjahres betrugen:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 218
Leitende Angestellte 2
Gesamtanzahl 220

3. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Dr. Erik Becker, Berlin ausgeübter Beruf: Lebensmittelchemiker

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Während des laufenden Geschäftsjahrs haben folgende Mitarbeiter Prokura:

Jeannette Schwab (Prokuristin)

4. Konzernzugehörigkeit

Die Institut Kirchhoff Berlin GmbH wurde in den Konzernabschluss der Merieux NutriSciences Corporation, Lyon, Frankreich, einbezogen.

Die Merieux NutriSciences Corporation stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis auf.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Abschlussstichtag des Jahresabschlusses sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten.

6. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor TEUR 3.774 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 30. September 2024

Institut Kirchhoff Berlin GmbH

gez. Dr. Erik Becker, Geschäftsführer

ANLAGENSPIEGEL zum 30. September 2023

Institut Kirchhoff Berlin GmbH, 13347 Berlin

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.10.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 348.655,55 31.715,00 0,00 0,00 380.370,55
2. Geschäfts- oder Firmenwert 168.333,00 0,00 0,00 0,00 168.333,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 516.988,55 31.715,00 0,00 0,00 548.703,55
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 11.207.518,57 858.543,88 0,00 366.001,53 12.432.063,98
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.192.741,97 145.559,40 0,00 15.000,00 1.353.301,37
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 313.719,98 87.604,45 0,00 -381.001,53 20.322,90
Summe Sachanlagen 12.713.980,52 1.091.707,73 0,00 0,00 13.805.688,25
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.040,00 0,00 0,00 0,00 1.040,00
Summe Finanzanlagen 1.040,00 0,00 0,00 0,00 1.040,00
Summe Anlagevermögen 13.232.009,07 1.123.422,73 0,00 0,00 14.355.431,80
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.10.2022 Zugänge Abgänge Stand 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 290.574,55 35.848,00 0,00 326.422,55
2. Geschäfts- oder Firmenwert 40.000,00 20.000,00 0,00 60.000,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 330.574,55 55.848,00 0,00 386.422,55
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.142.875,56 955.303,42 0,00 8.098.178,98
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 966.288,97 144.892,40 0,00 1.111.181,37
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 8.109.164,53 1.100.195,82 0,00 9.209.360,35
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 8.439.739,08 1.156.043,82 0,00 9.595.782,90
Buchwerte
Stand 30.09.2023 Stand 30.09.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.948,00 58.081,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 108.333,00 128.333,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 162.281,00 186.414,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.333.885,00 4.064.643,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 242.120,00 226.453,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.322,90 313.719,98
Summe Sachanlagen 4.596.327,90 4.604.815,99
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.040,00 1.040,00
Summe Finanzanlagen 1.040,00 1.040,00
Summe Anlagevermögen 4.759.648,90 4.792.269,99

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Institut Kirchhoff Berlin GmbH, Berlin

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Institut Kirchhoff Berlin GmbH mit Firmensitz in Berlin blickt auf über 40 Jahre Erfahrung zurück und ist mit einem Mitarbeiterteam von rund 220 hochqualifizierten Fachkräften aus unterschiedlichen Bereichen ein führendes Dienstleistungsunternehmen in seiner Branche.

Die Institut Kirchhoff Berlin GmbH führt als unabhängiges Dienstleistungsunternehmen chemische, physikalische, mikrobiologische, biochemische, molekularbiologische und sensorische Untersuchungen durch. Insbesondere bietet Sie eine kompetente Bewertung und Beurteilung von Lebensmitteln, Futtermitteln, Lebensmittelbedarfsgegenständen und Wasser (Trink-, Badebecken-, Prozesswasser) unter Einbeziehung der einschlägigen aktuellen Rechtsnormen und Veröffentlichungen an. Das Institut ist Ansprechpartner für alle Problemlösungen im Bereich Produktqualität, Produktspezifikation, Produktsicherheit und Produkthygiene in Produktionsbetrieben der Lebensmittel-, der Futtermittelindustrie und des Lebensmittelhandels sowie der Pharmaindustrie. Des Weiteren führen geschulte Mitarbeiter Inspektionen in Produktionsbetrieben, im Groß- und Einzelhandel, in Cateringunternehmen sowie in der Gastronomie durch und kontrollieren dabei insbesondere die Einhaltung der lebensmittelhygienischen und -rechtlichen Vorschriften.

Der Kundenstamm des Instituts ist regional, national als auch international ansässig, wobei überwiegend auf eine bereits langjährige Zusammenarbeit zurückgeblickt werden kann. Hierzu zählen neben Kunden aus der Branche der Lebensmittelproduktion, Rohstofflieferung und dem Lebensmittelhandel auch öffentliche Institutionen und Handwerksbetriebe.

Die Institut Kirchhoff Berlin GmbH ist seit Mai 2019 Teil der Merieux NutriSciences Unternehmensgruppe. Merieux NutriSciences, Lyon, Frankreich, ist ein weltweit führender Anbieter von Dienstleistungen in den Bereichen gesundheitlicher Verbraucherschutz, Lebensmittelsicherheit und Qualitätssicherung mit mehr als 100 Laboratorien. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 8.000 Mitarbeiter in 27 Ländern. Der Hauptanteilseigner ist das Institut Merieux, ein unabhängiges Familienunternehmen. Mit diesem Schritt wurde die Institut Kirchhoff Berlin GmbH zum Kompetenzzentrum der Merieux NutriSciences in Deutschland.

2. Dienstleistungen

2.1 Untersuchungen von Lebensmitteln, Futtermitteln

Vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 wurden ca. 213.000 Proben den chemischen, physikalischen, mikrobiologischen, biochemischen, molekularbiologischen und sensorischen Untersuchungen unterzogen. Dabei wurden ca. 365.000 Parameter in den verschiedenen Matrices geprüft.

Lebensmittel

Rohstoffe

Halbfertigwaren

Heimtierfuttermittel

Wasser (Trinkwasser, Badebeckenwasser, Prozesswasser)

Pharmazeutische Produkte

Kosmetische Mittel

Bedarfsgegenstände / Verpackungen

Die Übermittlung der Ergebnisse erfolgt in vielen Fällen bereits in elektronischer Form, bis hin zur Datenübertragung mittels Schnittstellen.

2.2 Inspektionen

Ein nicht unerheblicher Anteil der geprüften Proben wurde einer Inspektion unterzogen, d. h., dass die analysierten Ergebnisse rechtlich oder auch in Bezug auf Spezifikationen bewertet wurden.

Des Weiteren erfolgte eine professionelle Kundenbetreuung und -beratung hinsichtlich lebensmittelrechtlicher und hygienerelevanter Belange. Es wurden auch Hygieneinspektionen durchgeführt.

3. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2022/2023 erfolgten die Entwicklung neuer Prüfmethoden sowie die Optimierung von bereits bestehenden Methoden. Das Angebot an Analysen wird konsequent erweitert. Durch zielgerichtete Investitionen, wie z. B. neue Gerätetechnik, Automatisierung und Weiterbildungsmaßnahmen, war es möglich, das angebotene Produktportfolio kontinuierlich zu erweitern und zu optimieren, um so den Anforderungen seitens unserer Kunden noch besser gerecht zu werden und auf aktuelle Trends im Markt zu reagieren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit nunmehr einem Jahr in der Stagnation. Die Folgen der Energiekrise und der Nahrungsmittelpreisschock sowie die anhaltende Weltkonjunktur beeinträchtigen die Wirtschaftsaktivität stark. 1

Aufgrund starker Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie seit 2021 sowie einer weiteren Verschärfung der Preisinflation im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine 2022 kämpft die Ernährungsbranche mit noch nie dagewesenen Herausforderungen. 2

Als Dienstleistungsunternehmen mit dem Schwerpunkt Lebens- und Futtermittel ist auch die IKB von diesen Einflüssen wesentlich betroffen.

2. Geschäftsverlauf

Die Institut Kirchhoff Berlin GmbH konnte sich auch im abgelaufenen Wirtschaftsjahr aufgrund der nachhaltig strategischen und konsequenten Erweiterung des Produkt- Portfolios am Markt weiterhin über den gesamtwirtschaftlichen Trend hinaus bewähren und ihre Position ausbauen. Mit der qualifizierten rechtlichen Bewertung und Beurteilung von Lebensmitteln, Heimtierfutter, Bedarfsgegenständen und Wasser hat das Institut seine herausragende Stellung am Markt festigen können. Die wichtigste Voraussetzung für diese nachhaltig positive Entwicklung war neben der Erweiterung der Fläche und des Geräteparks, ein hochqualifizierter Personalbestand. Der aus dem Wachstum resultierende Bedarf an qualifiziertem Personal konnte zum größten Teil durch eine zielgerichtete Personalrekrutierung abgedeckt werden.

Die Einflüsse aus Lieferengpässen, Energiekosten und Preissteigerungen führten zu einer spürbaren Belastung des Ergebnisses.

Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 3.867 erzielen.

1 IMK-Report Nr. 186
2 Jahresbericht 2023 der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, S.31

3. Darstellung der Lage

3.1 Ertragslage

Aufgrund der hohen Nachfrage an umsatzstarken Analysen konnten Erlöse im Geschäftsjahr von TEUR 23.292 erzielt werden. Dabei konnten die Umsätze in folgenden Unternehmensbereichen erzielt werden (in TEUR):

- Mikrobiologie 1.335
- Chemie 19.195
- Sonstige 2.763

Die Aufteilung der Umsätze nach Regionen ist wie folgt (in TEUR):

- National 12.076
- International 11.215

Der im Geschäftsjahr erwirtschaftete Umsatz liegt ca. 4 % über den Erwartungen der Jahresplanung 3.

Die Abweichung resultiert aus einer deutlich positiven Entwicklung im Bereich der Kontaminantenanalytik.

Die Gesamtkapitalrendite per Stichtag liegt mit 31 % (i. VJ. 29 %) über der des Vorjahres.

Der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres übertrifft die Erwartungen der Geschäftsführung.

3.2 Finanzlage

Die laufenden anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets pünktlich durch schnelle Zahlung erfüllt. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Die Liquiditätslage des Unternehmens ist daher im Berichtsjahr als sehr gut zu bewerten.

Sämtliche Investitionen im Wirtschaftsjahr 2023 wurden eigenfinanziert. Zum Stichtag liegen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mehr vor.

3 Auf Basis IFRS

Aus der Analyse ergibt sich folgende Liquiditätsübersicht (Vorjahr):

Liquidität 1. Grades : 439 % (85 %)
Liquidität 2. Grades : 1458 % (482 %)
Liquidität 3. Grades: 2152 % (655 %)

Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit pünktlich erfüllen zu können.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Institut Kirchhoff Berlin GmbH hat sich auf TEUR 12.572 erhöht. Aufgrund gleicher Investitionen in 2023 zum Vorjahr reduzierte sich das Anlagevermögen leicht auf TEUR 4.760.

Im Wesentlichen wurde investiert in (in TEUR):

• Laborgeräte 376
• Betriebsvorrichtungen 440

Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 12 % erhöht.

Das Eigenkapital hat sich um 20 % gegenüber dem Vorjahr erhöht und beträgt nunmehr TEUR 10.152. Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 81 % (i.Vj. 72 %).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 618 und damit um 90% reduziert; geschuldet den ungewöhnlich hohen Verbindlichkeiten aus dem Vorjahr.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten haben sich ggü. dem Vorjahr um 3 % reduziert und beinhalten im Wesentlichen solche aus Steuern.

Die Fremdkapitalquote liegt bei 19 % und ist damit gegenüber dem Vorjahr (28 %) gesunken.

III. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Chancen

Die Herstellung und Vermarktung von Lebensmitteln sind streng reguliert. Der Bedarf an qualitativ hochwertigen und zeitnah verfügbaren analytischen Dienstleistungen und der Bewertung von Prüfergebnissen im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelanalytik sowie im Pharmabereich ist seit Jahren stetig gestiegen. Das Verbraucherbewusstsein und damit der Bedarf der Hersteller und des Handels an entsprechenden Untersuchungen sind gestiegen.

Die Erweiterung und Optimierung des Dienstleistungsspektrums für Kunden stehen auch weiterhin im Fokus des Unternehmens, wie auch die Orientierung und Realisierungen von Kundenbedürfnissen.

Den bestehenden Kundenstamm zu festigen und auszubauen und neue Kunden hinzuzugewinnen wird als Chance angesehen, sich am Markt weiterhin zu bewähren. Erreicht wird dies u. a. durch eine Optimierung und Automatisierung von Analyseverfahren sowie der Aufnahme neuer Dienstleistungen in das bestehende Leistungsspektrum sowie die Prozessoptimierung durch die Implementierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) als Teil des internen Kontrollsystems (IKS).

Auch wird der stetige Ausbau unseres internationalen Kundenstammes weiterhin als wichtige Chance wahrgenommen. Die Institut Kirchhoff Berlin GmbH konnte sich insoweit auch international einen soliden und guten Ruf erarbeiten und diesen ausbauen.

Mit Merieux NutriSciences als Gesellschafter eröffnet sich dem Unternehmen zudem die Chance, neue Kunden, insbesondere auch auf dem internationalen Sektor, hinzuzugewinnen bzw. bestehende Kundenbeziehungen zu festigen und sukzessive weiter auszubauen.

Die Kooperation der einzelnen Laboratorien innerhalb der Merieux NutriSciences Gruppe hat umfangreiche positive Entwicklungen zur Folge, u. a. den Ausbau von Kapazitäten, des Wissenstransfers, des gemeinsamen regelmäßigen fachlichen Austauschs und der Erfahrung sowie eine Erweiterung des Leistungsspektrums mit dem Ziel einer positiven Umsatz- und Renditeentwicklung.

2. Risiken

Aufgrund der negativen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und deren schnellen Änderungen ist eine Planungssicherheit jeweils nur auf Basis der vorliegenden Daten und Prognosen möglich.

Sofern sich die äußeren, insbesondere rechtlichen, wirtschaftlichen und pandemischen Rahmenbedingungen nicht grundlegend ändern, ist von einer mäßigen Belastung für die Gesellschaft auszugehen. Vorsorglich wird die Institut Kirchhoff Berlin GmbH sämtliche Anstrengungen unternehmen, sich abzeichnende Risiken zeitnah zu bewerten, um entsprechende Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können. Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken wurde ein wirksames Kontroll- und Risikomanagementsystem als Bestandteil der internen Unternehmensplanung implementiert. Es werden regelmäßige engmaschige Controlling-Berichte generiert. Dieses System wird zur Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt.

Es besteht aufgrund des Wettbewerbs ein Preisdruck insbesondere hinsichtlich unserer Analysenleistungen. Dem wirken wir durch Automatisierungsmaßnahmen, verbesserte computergesteuerte Auswertung und eine systematische Weiterentwicklung unseres Analytik- und Inspektionsstellenbereiches entgegen. Letzteres wird durch unser Qualitätsmanagementsystem unterstützt.

Eine Herausforderung ist auch weiterhin der anhaltende Mangel an qualifizierten Fachkräften.

Preisrisiken im Bereich der Verbrauchsmaterialien (u. a. Chemikalien, Gebrauchsartikel, Gase) versuchen wir durch Verbesserung der Einkaufskonditionen und Diversifikation auf Lieferantenseite zu minimieren. Lieferengpässe werden durch rechtzeitige Bestellungen, sowie einen erhöhten Bestand an kritischen Materialien weitgehend vermieden. Um den Preisrisiken und Lieferengpässen entgegen zu wirken, nutzen wir die Synergien des internationalen Netzwerkes von Merieux NutriSciences.

Mögliche Währungsrisiken aus Forderungen gegenüber Auftraggebern und Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in fremder Währung sind aufgrund des derzeit vergleichsweise geringen Umfanges der Geschäfte mit nicht in der EU ansässigen Partnern als sehr gering einzustufen. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten sowie rein spekulative Geschäfte wurden und werden nicht eingegangen.

Bonitätsrisiken bestehen bei unseren solventen Hauptkunden aufgrund langjähriger Geschäftsbeziehungen nicht und sind auch in naher Zukunft eher unwahrscheinlich. Bei Neukunden minimieren wir diese eventuell bestehenden Risiken durch entsprechende Bonitätsprüfungen, Vorkassen und ein stringentes Forderungsmanagement. Sofern notwendig werden Risiken in Forderungen bewertet.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren derzeitigen Erkenntnissen nicht gegeben.

IV. Zukünftige Entwicklung (Prognosebericht)

Die Auftragseingänge zu Beginn des neuen Geschäftsjahres ab 1. Oktober 2023 weisen auf eine weiterhin positive Auftragslage hin.

Aufgrund einer stagnierenden Wirtschaftskonjunktur für das Jahr 2024 4 , einer erwarteten stagnierenden Auftragslage 5 und Kostenreduzierungen in der Ernährungsindustrie 6 sind im Marktsegment Verbraucherschutz und in der Lebensmittelanalytik, Umsatzprognosen mit Unsicherheiten behaftet. Für das folgende Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir ein Umsatzvolumen von ca. TEUR 24.822 und eine Gesamtkapitalrendite mindestens auf dem bisherigen Niveau. Die Belastbarkeit eigener aber auch gesamtwirtschaftlicher Prognosen wird jedoch durch die allgemeine, gesamtwirtschaftliche Unsicherheit generell begrenzt.

Weiterhin werden neue Prüfmethoden durch die Abteilung Forschung und Entwicklung etabliert und bereits bestehende Methoden optimiert, um neue Analysenbereiche zu erschließen und auszubauen. Zur Unterstützung dessen sowie zur Sicherstellung eines Umsatzwachstums und Ausbaus des Standortes, werden weitere Investitionen in einem dem Vorjahr vergleichbaren Volumen geplant, sofern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dies zulassen.

Politische Initiativen, gesetzliche Vorgaben und die Gesellschaft fordern von uns, verstärkt Verantwortung im Bereich der Nachhaltigkeit zu übernehmen. Diese unternehmerische Nachhaltigkeit in den drei Aspekten Ökologie, Soziales und Ökonomie werden wir mit der angestrebten Zertifizierung nach dem ZNU-Standard im nächsten Jahr umsetzen.

4 IMK-Report Nr. 186
5 Creditreform, Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand, Herbst 2023
6 Jahresbericht 2023 der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, S. 35

Wir wollen auch weiterhin durch Kompetenz und Dienstleistungen eine hohe Kundenzufriedenheit erreichen. Einerseits durch termingerechte Übermittlung der qualitätsgesicherten Ergebnisse, andererseits durch die fachliche Expertise unseres Kunden- und Projektmanagements, sowie des Labormanagements.

 

Berlin, 30. September 2024

gez. Dr. Erik Becker

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