DEWO Haus GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Yvonne Apel seit 5.3.2026 | Prokura |
Oliver Chrz seit 4.7.2024 | Geschäftsführer |
Torsten Wolf seit 25.2.2022 | Geschäftsführer |
Bastian Ubben seit 3.12.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NESTOR - Bildungsinstitut GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT zum 31. Dezember 2023NESTOR - Bildungsinstitut GmbH, Berlin1. Grundlage des Unternehmens Das Unternehmen erbringt Aus- und Fortbildungsleistungen im Wesentlichen nach dem Ausbildungsförderungsgesetz. Der Betrieb wird überwiegend in gemieteten Räumen an 111 Schulungsstandorten (Vorjahr: 111) ausgeübt. Selbständige Zweigniederlassungen werden dabei nicht unterhalten. Die 32 Hauptstandorte mit ihren 111 Schulungsstätten in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sind rechtlich unselbständige Betriebsteile. 2. Geschäftsverlauf im Jahr 2023 2.1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Deutschland verzeichnete in 2023 laut Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung, [Stand: Februar 2024] einen Rückgang des (preisbereinigten) Bruttoinlandsprodukts von - 0,3%. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen starken Auswirkungen auf die Lieferketten, insbesondere bei den Energielieferungen von Gas, Kohle und Öl verdeutlichten die Abhängigkeit von russischen Energielieferungen insbesondere in Deutschland. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Substitution der russischen Energieträger verhinderten zwar eine flächendeckend drohende Energieknappheit, führten aber auch zu einem enormen Anstieg der Inflationsrate (5,9%), und entsprach damit in etwa dem prognostizierten Wert von 6,00%. Im Januar 2023 lag die Inflationsrate im Vorjahresvergleich noch bei 8,7%, schwächte sich im Laufe des Jahres aber vor allem in Folge der deutlich rückläufigen Energiepreise ab. Der Jahreswirtschaftsbericht geht für 2024 von einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % aus. Für die durch den Krieg exorbitant steigende Inflationsrate rechnet die die Bundesregierung zwar mit einem Rückgang der Rate, jedoch wird für 2024 eine Inflation von 2,8 % prognostiziert. Der Arbeitsmarkt hat sich nach dem Einbruch 2020/2021 in 2022 wieder erholt. Die Arbeitslosenquote lag 2023 bei knapp 5,7 % (Vorjahr: 5,3 %). Der Fachkräftemangel prägt die Arbeitsmarktentwicklung und belastet die Sicherstellung der Angebote in Gesundheit, Pflege und Bildung, sowie die Umsetzung von Transformations- und Zukunftsinvestitionen. Einzelheiten zum Geschäftsverlauf s. Abschnitt. 3. 2.3. Investitionen Im Berichtsjahr 2023 haben wir Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen i. H. v. rd. TEUR 251,4 (Vorjahr TEUR 341,8) getätigt, die im Wesentlichen der Verbesserung und Modernisierung unserer technischen Ausbildungsmittel dienen. Damit wurden in 2023 die geplanten Investitionen nicht vollständig umgesetzt. 2.4. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Finanzierung ist durch Eigenkapital (TEUR 7.739,54; 72,5 % der Bilanzsumme) und Betriebsmittelkredite (EUR 2,0 Mio. bei zwei Hausbanken) gesichert. Die Betriebsmittelkredite wurden zum Bilanzstichtag teilweise in Anspruch genommen. Das Unternehmen wickelt die Geschäfte im Wesentlichen über zwei Hausbanken in Berlin ab. 2.5. Finanzanlagen In 2023 bestanden folgende Anteile an verbundenen Unternehmen: Bildungswerk Ruth Welling GmbH, Berlin, Stammkapital TEUR 25,6, Beteiligungsquote 100 %. Die gemeinnützige GmbH führt mehrere kleinere Projekte in Brandenburg aus. 2.6. Personal- und Sozialbereich Die Mitarbeiterzahl hat sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr wieder geringfügig vermindert. Die durchschnittliche Anzahl der Vollbeschäftigten nahm um 37 ab, die der Teilzeitbeschäftigten nahm hingegen um 23,84 (VBE) zu. Im Jahresdurchschnitt wurden damit insgesamt 508,76 Mitarbeiter (VBE) beschäftigt (Vorjahr 533,83 (VBE)). Im Rahmen der geförderten Erstausbildung waren darüber hinaus durchschnittlich 49,17 (Vorjahr: 84,83) Auszubildende unter Vertrag. Für weitere Ausführungen wird auf den Abschnitt 3.2 verwiesen.
Das Unternehmen verfügt unverändert über einen festen Bestand an erfahrenen Dozenten und Ausbildern mit hoher sozialer Kompetenz. Um die Beschäftigten mit der erforderlichen Qualifikation zu finden, sind erhebliche Anstrengungen und finanzielle Mittel erforderlich, da es zunehmend schwieriger wird, geeignete Mitarbeiter zu finden. Der durchschnittliche Personalaufwand je Vollkraft ist um rd. 2,2 % gestiegen. Die durchschnittliche Produktivität je Mitarbeiter erhöhte sich - bedingt durch den Umsatzanstieg- um 3,0 %-Punkte. Grundsätzlich gilt für Mitarbeiter der Tarif für Bildungsträger als Untergrenze, der jedoch angesichts der Personalknappheit in den seltensten Fällen noch zur Anwendung kommt. Leitende Mitarbeiter erhalten neben dem Grundgehalt eine erfolgsabhängige Tantieme/Prämie. Für die Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter/innen wurden auch in 2023 wieder erhebliche Mittel aufgewendet. 3. Vermögens-, Finanzlage und Ertragslage der Gesellschaft 3.1. Vermögens- und Finanzlage Das offen ausgewiesene Eigenkapital beträgt TEUR 7.739,54 (72,5 % der Bilanzsumme). Die Bilanzsumme sank um rd. TEUR 1.124,07 auf rd. TEUR 10.678,23 (-9,52 %). Das offen ausgewiesene Eigenkapital ging aufgrund des erwirtschafteten Jahresfehlbetrages zurück. Die Eigenkapitalquote sank um einen Prozentpunkt. Der Forderungsbestand erhöhte sich um rd. TEUR 1.504,7 (+25,2 %). Das Zahlungsverhalten, insbesondere der öffentlichen Auftraggeber - weiter auch bedingt durch die pandemischen Einschränkungen bei den Auftraggebern- ist unverändert schleppend und hat sich im Berichtsjahr negativ verändert. Das durchschnittliche Zahlungsziel in 2023 beträgt rd. 70,4 Tage (Vorjahr: 58,8 Tage). Das Eigenkapital ist weiterhin hoch und übertrifft die selbst gesetzte Mindestquote von 30 % deutlich. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist aufgrund des gegenüber dem Vorjahr erheblich gesunkenen Jahresergebnisses und der Zunahme der Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Verbindlichkeiten deutlich gesunken. Die Liquidität war im Jahresverlauf jederzeit ausreichend und die Zahlungsfähigkeit stets gewährleistet. Die eingeräumten Kreditlinien waren sowohl am Bilanzstichtag als auch unterjährig teilweise beansprucht. 3.2. Ertragslage
Die Betriebserträge lagen rd. 0,9 % unter denen des Vorjahres, während die Betriebsaufwendungen um 1,2 % stiegen. Der Grund lag vor allen Dingen in den deutlich angestiegenen Dienstleistungsaufwänden (+15,1 %). Hierin sind insbesondere die freiberuflichen Dozenten enthalten, die verstärkt eingesetzt werden mussten, da -wie schon beschrieben- eigenes Personal nicht bedarfsgerecht zur Verfügung stand. Die geplanten Betriebserträge konnten trotz erheblicher Anstrengungen nicht erreicht werden. Bedingt durch die Unterdeckung i. H. v. rd. 60 Mrd. EUR im Bundeshaushalt, und der daraus resultierenden Haushaltssperre zum Ende des Geschäftsjahres, ist ein nennenswertes Umsatzvolumen nicht mehr realisierbar gewesen. Die Situation war nicht vorhersehbar, weshalb wir unsere Personal- und Raumsituation nicht mehr rechtzeitig anpassen konnten. Folglich haben wir im letzten Quartal einen massiven Umsatz-/Ergebnisverlust hinnehmen müssen. Eine veränderte Nachfrage der Berufsbilder hat außerdem dazu geführt, dass eine profitable Auslastung von größeren Mietflächen mit angeschlossenen Werkstätten für technsich-gewerbliche Qualifizierungen nicht möglich war. Darüber hinaus haben wir nicht unerhebliche Mittel für die Entwicklung unserer Online-Angebote inkl. LMS-System (Nestor Online Campus) investiert. Zusätzlich wird das Jahresergebnis mit einer Einzelwertberichtigung i. H. v rd. 245 T€ belastet. Grund dafür ist ein Dissenz mit dem Jobcenter Marzahn-Hellersdorf über die Auslegung der Vergütungsrichtlinie einer größeren Beauftragung in Berlin. Ein Klageschrift wurde durch uns zwischenzeitlich eingereicht. Umsatzentwicklung
Die Umsatzerlöse, als unserer wichtigster Leistungsindikator sanken im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um rd. TEUR 320,0 (-0,8%; Vorjahr Zugang +2.023,0; +5,4%) auf rd. EUR 38,8 Mio. Stützungsmaßnahmen des Bundes und der Länder im Hinblick auf die Corona Maßnahmen sind im Umsatz nicht mehr enthalten. Unverändert schwierig gestaltet sich die Besetzung vakanter Stellen. Nur in den seltensten Fällen können wir hier noch Vereinbarungen treffen, die innerhalb des Mindestlohnbereichs liegen. Weit überwiegend sind erhebliche Mehrbeträge erforderlich, um qualifiziertes Personal zur Besetzung der Maßnahmen zu finden. Das Jahresergebnis 2023 hat unsere ursprünglichen Planungen aus den vorgenannten Gründen deutlich verfehlt. In der Gesamtbetrachtung und unter Berücksichtigung des unvorhersehbaren wirtschaftlichen Umfelds des Jahres 2023, war ein positves Jahresergebnis jedoch nicht zu erwirtschaften. Die Umsatzrentabilität ist 2023 erneut deutlich zurückgegangen und betrug -3,6 % (Vorjahr: -1,4 %). Entwicklung der Betriebsaufwendungen Die Betriebsaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 487,1 (+ 1,2%) und übertrafen die Erlössteigerungen um TEUR 141,1. Die Erhöhung resultierte im Wesentlichen aus den vorgeannten Gründen in den Personal- und Sachkosten. Weiterhin sieg der pädagogische Mindestlohn im Jahr 2023 um Ø 4,01 % (Vorjahr 3,50 %). Neutrales Ergebnis Das neutrale Ergebnis stellte sich mit einem Ertragsüberhang ein. Das Ergebnis ist wesentlich beeinflusst durch die Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen und der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen. Es wurde belastet durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen, den Saldo aus periodenfremden Abrechnungsergebissen aus Maßnahmen sowie dem Buchverlust aus der Veräußerung eines Grundstücks in Weißwasser, Sachsen. 3.3. Beurteilung der Entwicklung durch die Geschäftsführung Unabhängig von den Entwicklungen im Geschäftsjahr 2023, gehört die Nestor Bildungsinstitut GmbH mit über 100 Schlungsstätten und einem Umsatzvolumen von über 40 Mio. € unverändert zu den größten privat geführten Bildungsanbietern in Deutschland. Auf die rechtzeitig erkannten Marktveränderungen wurden bereits geeigente Restruktierungsmaßnahmen eingeleitet. Ab dem III. Quartal 2024 rechnen wir wieder mit einer auskömmlichen und nachhaltigen Ertragslage. Die 2023 durchgeführten Leistungskontrollen der Arbeitsverwaltungen und/oder Rechnungshöfe in unseren Niederlassungen, führten zu keinen nennenswerten Feststellungen. 3.4. Angaben zur Unternehmensführung In der Nestor Bildungsinstitut GmbH soll der Anteil von Frauen in den ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsleitungsebene bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 30 % auf der ersten und 30 % auf der zweiten Führungsebene nicht unterschreiten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 lag der Anteil von Frauen der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsleitungsebene bei 46 % (Vorjahr: 54 %) und der der zweiten Führungsebene bei 80 % (Vorjahr: 50 %). 4. RISIKO-, PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT 4.1. Risikobericht Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat die Geschäftsführung der Gesellschaft ein System eingerichtet, das im Wesentlichen auf Zielvereinbarungen und Planungsrechnungen aufbaut. Die Geschäftsleitung hat gemeinsam mit dem mittleren Management kurz- und mittelfristige Unternehmens- und Rentabilitätsziele festgelegt. Die Zielerreichung wird mit folgenden Instrumenten überwacht: EDV-gestützte Ertragsvorschaurechnungen insgesamt und je Standort und zwar - detailliert je Standort für ein Jahr - Vorschauplanungen für drei bis fünf Jahre für das Gesamtunternehmen EDV-gestützte Liquiditätsvorschaurechnungen für ein Jahr für das Gesamtunternehmen basierend auf den Erfahrungswerten der Vergangenheit einschließlich geplanter Investitionen und absehbarer Sondereinflüsse. Die Planungsrechnungen des laufenden Jahres werden monatlich mit den Ist-Ergebnissen der Finanzbuchhaltung abgeglichen und Abweichungsanalysen angestellt. 4.1.1. Wirtschaftliche Gefährdungspotentiale Im überschaubaren Zeitraum der nächsten zwölf Monate liegen die wirtschaftlichen Gefährdungspotentiale in den Folgen des Ukraine-Krieges und den daraus resultierenden Kostensteigerungen, die über die Angebotspreise nur schwer kompensierbar sein werden. Weiterhin sind die fehlenden Fachkräfte und damit die zunehmend schwierigere zeitgerechte und ausbildungsadäquate Besetzung von offenen Stellen ein nicht zu unterschätzender Faktor. Digitalisierung wird hier nur teilweise Linderung schaffen, da auch für Projekte wie das E-Learning gut ausgebildetes Fachpersonal vonnöten ist. 4.1.2. Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die hohe Abhängigkeit in der Auftragsstruktur durch haushaltspolitische Entscheidungen der Bundesagentur für Arbeit bleibt geschäftstypisch bestehen (im Übrigen s. Ausführungen unter 4.1.1. und 4.2) 4.2. Chancen- und Prognosebericht Unsere aktuelle Planung 2024 geht von Netto-Umsatzerlösen i. H. v. 40 Mio. EUR und einem Ergebnis vor Steuern i. H. v. -500 TEUR aus. Dabei entfallen die Verluste auf die erste Hälfte des Geschäftsjahres für die Abwicklung von bestehenden, nicht profitablen Mietverhältnissen. Das aus Eigenmitteln geplante Investitionsvolumen beträgt 300 TEUR. Diese Investitionen betreffen u. a. die Geschäftsausstattung, eine Immobilie sowie Digitalsierungsprojekte. Die Jahresergebnisse der kommenden Geschäftsjahre werden auch zukünftig durch weiter steigende Mindestlöhne beeinflusst sein. In 2024 wird die durchschnittliche Erhöhung 4,0 % betragen. Die Bundesagentur für Arbeit wird an ihrer Strategie festhalten und mit den Schwerpunkten "Fachkräfte ausbilden und qualifizieren", "Die Chancen für Benachteiligte erhöhen", "Die Zahl der Ausbildungsabbrecher verringern" und "Arbeit 4.0" Fördermittel in ausreichende Höhe zur Verfügung stellen. Daneben wird der "Jobturbo" zur Integration ausländischer Fachkräfte in den ersten Arbeitsmarkt eine bedeutende Rolle zuteil. Unser Angebot bildet mit Maßnahmen für Jugendliche, Aktivitäten zur Integration von Benachteiligten in den Arbeitsmarkt und die Verzahnung von Sprache und Qualifizierung sowie Aktivierung/Vermittlung und Weiterbildung dafür eine gute, aber weiter ausbaufähige Grundlage. Für die individuelle und passgenaue Qualifizierung von Kunden im Rahmen des Gutscheingeschäftes der Arbeitsverwaltungen sehen wir weiter Wachstumspotentiale, die mit unserem Onlie Campus auch ortsunabhängig und damit bundesweit angeboten werden. Der systematische Ausbau dieses Geschäftszweiges ist unsere Antwort auf sinkende Teilnehmerzahlen im Ausschreibungsgeschäft. Die aktive Unterstützung der Arbeitsverwaltungen bei der Umsetzung des "Teilhabechancengesetzes" und des "Qualifizierungschancengesetztes" durch von uns neu entwickelte Produkte für Aktivierung und Integration in einigen Regionen ist ein Wettbewerbsvorteil, der nunmehr flächendeckend genutzt und ausgebaut wird. Anzumerken ist, dass die reale Entwicklung aufgrund von kurzfristigen Wandlungen und Unvorhersehbarkeiten - wie jetzt bereits geschehen- von unserer Prognose abweichen kann. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass unser Unternehmen zukunfts- und krisensicher aufgestellt ist und wir auch in den kommenden Geschäftsjahren erfolgreich sein werden.
Berlin, 23. Mai 2024 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Die Gliederung des Jahresabschlusses der Nestor Bildungsinstitut GmbH, Berlin, erfolgt unter Anwendung der §§ 265 ff. HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird dabei das Gesamtkostenverfahren zugrunde gelegt. In der Gliederung der Bilanz, der GuV und bei den Anhangangaben ergeben sich, soweit nicht nachstehend erläutert, keine Veränderungen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Sie ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg, Berlin, unter der Nr. HR B 57225. Zur Darstellung im Anhang werden bei der Ermittlung von gerundeten Beträgen (volle EUR) die kaufmännischen Rechenregeln beachtet. Korrespondierende Summen werden ungerundet berechnet und anschließend das Ergebnis gerundet. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Regelungen des GmbHG aufgestellt. Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Bei dem Geschäfts- oder Firmenwert handelt es sich um zwei sog. 'Altfälle', die nicht unter die Bestimmungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) fällt. Hier wurde das Beibehaltungswahlrecht ausgeübt. In den Altfällen beträgt die ursprüngliche Nutzungsdauer 15 Jahre. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Dabei werden die Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2011 nur noch linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens (von mehr als EUR 150,00 bis zu EUR 410,00) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagengitter gemäß § 268 HGB gleichzeitig als Abgang behandelt. Die Nutzungsdauer des beweglichen Anlagevermögens beträgt 3 15 Jahre, der Gebäude bis zu 33 Jahre. Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten ggf. - wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung - mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. In 2023 waren dafür keine Abschreibungen nötig (Vorjahr TEUR 0,0). Die Vorräte werden entsprechend der ermittelten Inventurwerte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel angesetzt und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Abschreibungen waren im Umfang von TEUR 16,7 (Vorjahr: TEUR 71,0) erforderlich. Des Weiteren wurden Einzelwertberichtigungen i. H. v. TEUR 300,2 gebildet (Vorjahr: TEUR 137,8). Die flüssigen Mittel werden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Rückstellungen werden jeweils in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahmen, nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, gebildet und mit den Erfüllungsbeträgen bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre Zinssatz abgezinst worden. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag eingestellt. Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023 Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem folgenden Anlagengitter:
D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile von mindestens 20 % an folgenden Unternehmen:
Bei der Bildungswerk R. Welling gGmbH wurden mehrere kleinere Projekte durchgeführt. Die Durchführung erfolgt durch Einsatz von Personal der Nestor Bildungsinstitut GmbH. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind unverzinslich gewährte Spesenvorschüsse an Mitglieder des Geschäftsführungsorgans in Höhe von insgesamt TEUR 35,0 (Vorjahr: TEUR 33,0) enthalten. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 30,0 (Vorjahr: TEUR 30,0). Die Gewinnrücklagen betreffen ausschließlich andere Gewinnrücklagen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Posten:
Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit:
Das Konto 137500 für nicht zuzuordnende Geldeingänge wurde mit einem Saldo in Höhe von EUR 147,11 (VJ EUR 456,00) von den liquiden Mitteln in die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Das Konto 179180 "USt frühere Jahre andere EU-Staaten" wurde mit einem Saldo in Höhe von EUR 1.756,90 (VJ 1.756,90 EUR) von den sonstigen Vermögensgegenständen in die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:
Am Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB in Form von Mietkautionsavalen der HypoVereinsbank gegenüber den Vermietern von Geschäftsräumen über insgesamt TEUR 672,8 (Vorjahr TEUR 650,7). Eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu erwarten, da die Mietverträge langfristig bestehen und bisher keine Inanspruchnahmen erfolgten. Am Bilanzstichtag bestanden folgende weitere Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:
II. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Periodenfremde Erträge betrafen im Wesentlichen die Auflösung von sonstigen Rückstellungen (TEUR 852,5; Vorjahr TEUR 140,5). Periodenfremde Aufwendungen aus Abrechnungen für Vorperioden betrugen TEUR 217,5 (Vorjahr: TEUR 219,4), denen periodenfremde Erträge aus Abrechnungen i.H. v. TEUR 153,9 (Vorjahr: TEUR 188,1) gegenüberstanden. Verluste aus Anlagenabgängen betrugen TEUR 1,7 (Vorjahr: Verluste aus Anlagenabgängen TEUR 113,9; Erlöse aus Anlagenverkäufen 97,5 TEUR). Im Geschäftsjahr sind auf die Beteiligung an der Bildungswerk R. Welling gGmbH keine weiteren Risikovorsorgen getroffen worden. Zu den Einzelheiten vgl. Ausführungen unter D. I.. E. Sonstige Angaben Der Abschluss der Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der CRFE AG, Hamburg, at equity, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Weiterhin wird der Abschluss zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der Nestor Services Gesellschaft für Dienstleistungen und Wirtschaftsberatung mbH, Berlin im Rahmen einer Vollkonsolidierung einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Zum Bilanzstichtag bestehen nicht in der Bilanz ausgewiesene und nicht vermerkte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen EUR 5,7 Mio.; davon gegenüber verbundenen Unternehmen / Gesellschafter TEUR 69,0 (Vorjahr EUR 5,8 Mio.; dav. gegenüber verbundenen Unternehmen/Gesellschafter TEUR 72,6). Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 49,17 Auszubildende (Vorjahr: 84,83) im Rahmen von Erstausbildungsmaßnahmen der Arbeitsverwaltungen/Länder beschäftigt. Gesamthonorar des Wirtschaftsprüfers Die mit der Jahresabschlussprüfung 2022 beauftragte Dr. Knabe GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH erhielt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 46,8 (Vorjahr: TEUR 42,9) für die Prüfung des Vorjahresabschlusses. Für die Prüfung des Abschlusses 2023 durch die beauftragte Dr. Knabe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH wurden TEUR 68,0 (Vorjahr: TEUR 66,0) zurückgestellt. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr (Bilanzgewinn) - wie folgt zu verwenden:
Mitglieder der Geschäftsführung: Bastian Ubben, Berlin, Kaufmann Harm Saueressig, Emden, Kaufmann Torsten Wolf, Erfurt, Kaufmann sonstige Berichtsbestandteile
Bastian Ubben, Berlin, Kaufmann Harm Saueressig, Emden, Kaufmann Torsten Wolf, Erfurt, Kaufmann Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 02.01.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die NESTOR - Bildungsinstitut GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NESTOR - Bildungsinstitut GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NESTOR - Bildungsinstitut GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Potsdam, 29. Mai 2024 Dr. Knabe GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schiffbauergasse 15 14467 Potsdam |
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