Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 44028
Vorher
Alpheus Solutions GmbH
Eingetragen
11.11.1997
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareEntwicklung und Programmierung von Computerspielen
Gegenstand
- Abgestellt auf die Wünsche der Kunden - die Entwicklung von Computer-Software und -Systemen im Bereich Banken und Finanzwesen. Ferner EDV-Beratung und Einweisung in innovative Technologien auf allen Industriegebieten, vor allem im Bereich Banken und Finanzwesen. Die Entwicklung kundenspezifischer Software für Lizensierungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jochen Ruf
seit 24.6.2019
Prokura
Mark Thurston
seit 5.7.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Endava PlcGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Endava Plc
United Kingdom
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Endava GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022

Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 44328

BILANZ zum 30. Juni 2022

AKTIVA

30.6.2021
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153,68 2
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.090,88 67
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 22.452.486,92 22.455
22.529.731,48 (22.524)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 248
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstande
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.984.340,52 2.099
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.398.236,08 4.880
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vorjahr: T€ 91)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 337.522,53 261
7.720.099,13 (7.240)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.653.546,12 1.619
9.373.645,25 (9.107)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.981,70 6
31.946.358,43 31.637

PASSIVA

30.6.2021
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 26
II. Gewinnvortrag 751.768,74 989
III. Jahresfehlbetrag -93.350,92 -237
683.982,41 (778)
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 80.119,63 70
2. Sonstige Rückstellungen 1.201.154,90 679
1.281.274,53 (749)
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 200.313,37 30
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 200.313,37 (Vorjahr: T€ 30)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.119.824,11 29.422
davon mit einer Restlaufzeit
- bis zu einem Jahr: € 8.019.824,11 (Vorjahr: T€ 8.322)
- von mehr als einem Jahr: € 21.100.000,00 (Vorjahr: T€ 21.100)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 623.460,38 623
davon 29.943.597,86 (30.075)
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 623.460,38 (Vorjahr: T€ 623)
- aus Steuern: € 600.390,02 (Vorjahr: T€ 33)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 2.491,97 (Vorjahr: T€ 13)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 37.503,63 35
31.946.358,43 31.637

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

1.7.2020-30.6.2021
T€
1. Umsatzerlöse 21.920.827,92 15.497
2. Veränderung des Bestands in Arbeit befindlicher Aufträge -248.291,00 0
3. Sonstige betriebliche Erträge 107.728,12 7
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: € 11.024,17 (Vorjahr: T€ 0)
4. Materialaufwand
Aufwand für bezogene Leistungen -15.008.740,78 0
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.460.014,32 -3.889
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -426.716,04 -425
- davon für Altersversorgung: € 24.524,55 (Vorjahr: T€ 33) -4.886.730,36 (-4.314)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -30.488,90 -36
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -893.113,89 -10.250
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: €7.956,11 (Vorjahr: T€ 1)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 314,81 17
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr: T€ 16)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.005.634,36 -1.074
- davon an verbundene Unternehmen: € 992.637,78 (Vorjahr: T€ 1.057)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -45.748,93 -82
11. Ergebnis nach Steuern -89.877,37 -235
12. Sonstige Steuern -3.473,55 -2
13. Jahresfehlbetrag -93.350,92 -237

Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

Grundlagen der Endava GmbH

Die Endava GmbH (nachfolgend auch "Endava"), mit Sitz in Frankfurt am Main, ist eine Tochtergesellschaft der börsennotierten Endava Plc, London (Großbritannien), und führendes Dienstleistungsunternehmen im Bereich IT-Systemkonfiguration, Digitale Transformation und Softwareentwicklung.

Das Wirtschaftsjahr beginnt am 1. Juli eines Jahres und endet am 30. Juni des Folgejahres. Die Standorte Frankfurt am Main und Berlin, von der Tochtergesellschaft Endava Berlin GmbH, haben die Zusammenarbeit weiter vertieft und Synergien zum Ausbau der Kundenbeziehungen und Gewinnung neuer Kunden gesucht. Die Verschmelzung der Endava Berlin GmbH auf die Endava GmbH erfolgte bilanziell zu Beginn des folgenden Geschäftsjahres am 1. Juli 2022.

Endava war auch im vergangenen Jahr wieder überwiegend für Zahlungsdienstleister tätig. Endava bediente darüber hinaus ein Portfolio an Kunden in der Finanz- und Versicherungsbranche einschließlich Vermögensverwaltungsgesellschaften. Im Bereich Unternehmensberatung einschließlich private equity wurde der Grundstein für weitere Dienstleistungen gelegt.

Wirtschaftsbericht - Geschäftsverlauf

Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und in Deutschland war im Jahr 2022 noch immer von den Auswirkungen der COVID 19-Pandemie, vor allem aber vom Ausbruch des Ukraine-Kriegs geprägt. Während die Wirtschaftsleistung im Jahresverlauf insgesamt noch stabil blieb, führten die Unsicherheiten der Energieversorgung zu einer sprunghaften Preissteigerung in allen Bereichen. Im Jahresverlauf wurden zeitweilig zweistellige Inflationsraten erreicht.

Vor allem aber sind der Jahresverlauf 2022 und der wirtschaftliche Ausblick auf 2023 und die folgenden Jahre von hoher Unsicherheit geprägt. Für 2023 wird mit einem leichten konjunkturellen Abschwung und mit einer auf etwa 5,5% zurückgehenden Inflation gerechnet, der weitere Verlauf des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Reaktionen der westlichen Staaten machen eine verlässliche Prognose jedoch schwer einschätzbar.

Die Anzahl der Erwerbstätigen in der deutschen IT Branche Service und Software betrug im Jahr 2022 circa 1.093 Tsd. und ist um etwa 3% zum Vorjahr gewachsen.

Laut Statista 2023 betrug der weltweite IT Services Marktumsatz im Jahr 2022 voraussichtlich ca. 1.245 Mrd. USD (1,14 Mrd. EUR) und wuchs mit ca. 4% p.a.

Der Deutsche IT Services Markt wurde für 2022 auf ca. 43,6 Mrd. EUR geschätzt.

Der IT Softwaremarkt umfasste (von den genannten 43,6 Mrd. EUR) ca. 32 Mrd. EUR. Laut BVDW Internet Agentur Ranking wächst der Markt der deutschen Internetagenturen im Jahr 2022 mit 12,27% relativ gleich wie im Vorjahr (2021: 12,52%). Die im Ranking gelisteten Internet-Agenturen erwirtschafteten 2022 im Durchschnitt 14,8 Mio. EUR Honorarumsatz. Sie beschäftigten durchschnittlich 124 Mitarbeiter, deren Pro-Kopf-Umsatz bei 119.433 EUR lag. Der Hosting/Portale Market umfasste in Deutschland ca. 3,8 Mrd. EUR.

Wirtschaftsbericht - Ertragslage

Endava konnte im Geschäftsjahr die Gesamtleistung um 39,85 % steigern, auch aufgrund größerer Projekte bei Zahlungsdienstleistern.

Endava verzeichnete im Geschäftsjahr eine Gesamtleistung von 21,7 Mio. EUR (Vorjahr: 15,5 Mio. EUR) und Auftragseingänge von Juli 2021 bis Juni 2022 von 22,0 Mio. EUR. Der "nicht abgearbeitete Auftragsbestand" Ende Juni 2022 liegt bei rund 21,3 Mio. EUR.

Die Personalkosten (ohne Sozialabgaben) lagen im Geschäftsjahr bei 4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR), die Personalkostenquote (vgl. mit der Gesamtleistung) lag mit ca. 20,58% unter der vom Vorjahr (ca. 25%). Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2022 beschäftigt die Gesellschaft 30 Mitarbeiter.

Die betrieblichen Aufwände des Geschäftsjahres betrugen 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR), von Endava Konzerngesellschaften bezogene Leistungen in Höhe von 15,0 Mio. EUR (Vorjahr: 9,7 Mio. EUR) wurden im Geschäftsjähr unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen (Änderung zum Vorjahr). Die bezogenen Leistungen haben sich entsprechend auf 15,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0 Mio. EUR) erhöht.

Das Geschäftsjahr war, neben dem erfolgreichen Bearbeiten der Bestandskunden und dem Gewinnen von Neukunden, der Grundstein für weitere Umsatzsteigerungen in den folgenden Geschäftsjahren.

Im Geschäftsjahr ist das Betriebsergebnis positiv, das Jahresergebnis ist nur aufgrund des Zinsergebnisses negativ, obwohl das Zinsenergebnis gleich besser als im Vorjahr ist. Die Sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betragen 0,3 TEUR (Vorjahr: 16,6 TEUR), während die Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.006 TEUR (Vorjahr: 1.074 TEUR) betragen.

Mit einer Steigerung der Umsatzerlöse um 6.424 TEUR auf 21.921 TEUR und einem EBIT in Höhe von 961 TEUR (Vorjahr: 904 TEUR) wurde die Prognose des Vorjahres von stark höheren Umsatzerlösen bei einem ähnlich hohem EBIT erreicht.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist von 31,6 Mio. EUR zum 30. Juni 2021 auf 31,9 Mio. EUR zum 30. Juni 2022 gestiegen.

Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert überwiegend aus höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Bilanzstruktur stellt sich im Vergleich zum Vorjahr dabei wie folgt dar:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
Mio. EUR Mio. EUR
Anlagevermögen 22,5 22,5
Umlaufvermögen 9,4 9,1
Summe Aktiva 31,9 31,6
Eigenkapital 0,7 0,8
Fremdkapital 31,2 30,8
Summe Passiva 31,9 31,6

Das Anlagevermögen besteht zum Bilanzstichtag 30. Juni 2022 nahezu unverändert zum Vorjahr aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagevermögen in Höhe von 77 TEUR (Vorjahr: 69 TEUR) sowie Finanzanlagen (Anteile an der Endava Berlin GmbH) in Höhe von 22.452 TEUR (Vorjahr: 22.455 TEUR).

Das Umlaufvermögen beinhaltet zum Bilanzstichtag 30. Juni 2022 Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.398 TEUR (Vorjahr: 4.880 TEUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5.984 TEUR (Vorjahr: 2.099 TEUR), Vorräte aus unfertigen Leistungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 248 TEUR) und Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 338 TEUR (Vorjahr: 261 TEUR) davon enthalten Forderungen aus Steuerüberzahlung in Höhe von 103 TEUR.

Das Fremdkapital beinhaltet zum Bilanzstichtag 30. Juni 2022 im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 29.120 TEUR (Vorjahr: 29.422 TEUR), wovon 21,1 Mio. EUR auf das Darlehen der Endava PLC in Großbritannien entfallen, mit einer fünfjährigen Laufzeit bis zum 12. Dezember 2024, Sonstige Rückstellungen in Höhe von 1.201 TEUR (Vorjahr: 679 TEUR) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 623 TEUR (Vorjahr: 623 TEUR).

Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln des Konzerns hat sich in der Stichtagsbetrachtung im Vergleich zum Vorjahr von 1.619 TEUR auf 1.654 TEUR gestiegen.

Aufgeteilt in Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit hat sich die Finanzlage wie folgt entwickelt:

01.07.2021 bis 30.06.2022 01.07.2020 bis 30.06.2021
TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 70 819
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -36 -1.637
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - -
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 34 -818
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.619 2.437
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.654 1.619

Die Gesellschaft war während der Berichtsperiode stets in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Wirtschaftsbericht - Finanzielle Leistungsindikatoren

Endava stellt zur Überwachung des unternehmerischen Erfolges im Wesentlichen auf die Entwicklung der Umsatzerlöse und dem EBIT ab. Endava GmbH hat überwiegend Mitarbeiter in der AGU (account group units - sales-side Verkaufseinheiten), DAF (Banken, Kapitalmärkte im deutschsprachigen Raum), aber auch in Tel(ekom), NPE (Zahlungsdienstleister) und in Aufbau befindliche AGU für private equity. Diese AGUs erstellen die Umsatz- und Kosten-Forecasts der nächsten 3-9 Monate an die Gruppe und liefern dazu Abweichungsanalysen.

Risikobericht

Die Endava ist ein Technologie-Unternehmen und damit naturgemäß technologischen Risiken ausgesetzt. Dies bedeutet für Endava v. a., dass technologische Trends teilweise schwer vorhersehbar sind. Insbesondere ist der Zeitpunkt, zu welchem die Nachfrage nach bestimmten Technologielösungen stark wächst und/oder zurückgeht, schwer prognostizierbar. So kann es sein, dass Endava technologische oder personelle Ressourcen aufbaut bzw. diese auf Programmiersprachen, Tools oder Plattformen ausrichtet, die zu einem späteren Zeitpunkt durch die Verwendung anderer Technologien hinfällig werden. Hinzu kommt die Gefahr, dass bei der Auftragsannahme Festpreise für Leistungen vereinbart werden, deren Herstellungskosten zu niedrig einkalkuliert wurden, da sie mehr interne und/oder externe Ressourcen verbrauchen als geplant. Bei Endava (ebenso wie bei allen vergleichbaren Technologiefirmen) besteht in Bezug auf Virenbefall oder Datenlecks ein inhärentes Risiko, durch welches bei Endava selbst Vermögensschäden entstehen können. Andererseits können aus denselben Gründen auch innerhalb der für Kunden programmierten Software Fehler entstehen, die zu einem Schaden beim jeweiligen Kunden führen und damit Gewährleistungspflichten hervorrufen können. Um das erstgenannte Risiko zu verringern, diversifiziert sich Endava über verschiedene Teams, Branchen, Kunden und Technologien und fördert unterschiedliche Technologien, sei es bei der Entwicklung neuer Produkte, im Vertrieb oder in der Ausbildung von Entwicklern.

In der Endava wird der überwiegende Umsatzanteil mit Bestandskunden generiert. Die Umsätze mit Bestandskunden tendieren dazu, über ein Kalenderjahr hinweg weniger volatil bzw. besser prognostizierbar zu sein als die Umsätze mit Neukunden. Für weiteres Wachstum scheint es notwendig, dass die Endava den Neukundenumsatz signifikant steigert.

Es bestehen IT Risiken bei der Einführung von neuen IT Systemen bzw. der Integration in das Endava ERP System. Weiterhin bestehen insgesamt Integrationsrisiken, wie z.B. Fluktuation von Mitarbeitern oder zu geringe Synergien mit der Sales Organisation der Endava Gruppe.

Der Konflikt in der Ukraine hat sich bei der Endava bislang nicht negativ ausgewirkt. Allerdings wurden bei den Schwestergesellschaften in Osteuropa Vorsorgemaßnahmen getroffen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die gestiegenen Lebenshaltungskosten (Inflation) zu Preisanpassungen führen wird.

Chancen-/Prognosebericht

Die größten Chancen sehen wir bei den Sales Synergien mit der Muttergesellschaft und den Möglichkeiten, kostengünstig und flexibel auf hochqualifizierte Programmierer in osteuropäischen Ländern zurückgreifen zu können. Damit sind weitere Margensteigerungsmöglichkeiten realistisch bzw. budgetiert.

Die Endava GmbH ist nicht von wenigen Großkunden abhängig und hat ein tiefes Verständnis für Digitale Medien, insbesondere des Online-Geschäftes einschließlich mobiler Anwendungen. Besondere Chancen liegen insbesondere in einer weiteren Steigerung von Umsatz, Gewinn und somit dem Unternehmenswert. Es ist beabsichtigt, weiter in Produktentwicklung zu investieren. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 und mittelfristig stehen folgende Wachstumsthemen im Vordergrund: Web & Platforms, New TV & Video, Brand & Strategy, Mobile App, VR/AR und Games.

Als technologische Basis im Wachstumsbereich VR hat Endava über viele Jahre Erfahrung in 3D-Programmierung gesammelt, zum Beispiel mit der Unity3D-Engine. Endava nimmt auch bei videozentrierten Lösungen ("NewTV & Video") eine starke Stellung ein und verfügt hierbei über neuartige technische Lösungen, welche die Chance zum weiteren Ausbau dieses Geschäfts bieten. Daneben nimmt Endava im Geschäftsjahr 2022/2023 aktiv weitere Geschäftszweige und Unternehmen ins Visier, die sich mit der Digitalen Transformation auseinandersetzen vor allem die Bereiche Retail und Health (Life Science).

Die Beteiligung an der Endava Berlin GmbH wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2022 rückwirkend auf die Endava GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde am 2. Januar 2023 beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingereicht und am 23. Januar 2023 eingetragen.

Das Management ist zuversichtlich, dass ab dem Geschäftsjahr 2023 Synergieeffekte mit der Muttergesellschaft Endava (Gruppe) und der verschmolzenen Endava Berlin GmbH, im Bereich Sales und im Sourcing von Software-Development-Ressourcen erzielt werden können und neue signifikante Aufträge gewonnen werden können. Da nach erfolgter Verschmelzung nur noch eine deutsche Gesellschaft am Markt auftritt mit den bisherigen lokalen Geschäftsführern beider Gesellschaften, verbessert sich der Auftritt am Markt. Endava rechnet nach der Verschmelzung mit ihrer Tochtergesellschaft für das Geschäftsjahr 2022/23 mit einem Umsatz zwischen 67 Mio. EUR und 71 Mio. EUR sowie einem stetigen Kundenzuwachs und einem EBIT von 2 bis 3,5 Mio. EUR.

 

Frankfurt am Main, den 30. Juni 2023

Die Geschäftsführung

Anhang für das Geschäftsjahr 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

Der Jahresabschluss der Endava GmbH, Frankfurt am Main, (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 44028) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Der Gesellschaftsvertrag ist in der Fassung vom 28. März 2014. Alleinige Gesellschafterin ist die Endava PLC, London (Großbritannien; bis 6. Juli 2018 firmierend als Endava Ltd.). Die Gesellschaft hat ein abweichendes Wirtschaftsjahr vom 1. Juli eines Jahres und endet am 30. Juni des folgenden Jahres.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gemäß § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert. Zinsen für Fremdkapital wurden bei keinem Posten des Anlagevermögens aktiviert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren), bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen drei und dreizehn Jahren) angesetzt. Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Soweit die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden am Bilanzstichtag bewertet und eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

B. Weitere Angaben zur Bilanz

1. Entwicklung der Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

2. Angaben zu Finanzanlagen

Beteiligungsbesitz seit 17. Dezember 2019

Beteiligung % 30.06.2022 Eigenkapital 1.7.2021-30.6.2022 Ergebnis
EUR EUR
Endava Berlin GmbH, Berlin 100 1.568.157,31 -2.792.544,78

ANLAGENSPIEGEL zum 30. Juni 2022

Endava GmbH, 60322 Frankfurt am Main

Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. Juni 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.07.2021 Zugänge Abgänge 30.06.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.194,29 0,00 0,00 7.194,29
7.194,29 0,00 0,00 7.194,29
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.388,88 38.989,69 7.407,42 260.971,15
229.388,88 38.989,69 7.407,42 260.971,15
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 22.454.983,95 0,00 2.497,03 22.452.486,92
22.454.983,95 0,00 2.497,03 22.452.486,92
22.691.567,12 38.989,69 9.904,45 22.720.652,36
Kumulierte Abschreibungen
01.07.2021 Zugänge Abgänge 30.06.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.558,64 1.481,97 0,00 7.040,61
5.558,64 1.481,97 0,00 7.040,61
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 162.055,06 29.006,94 7.181,73 183.880,27
162.055,06 29.006,94 7.181,73 183.880,27
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
167.613,70 30.488,91 7.181,73 190.920,88
Buchwerte
30.06.2022 30.06.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153,68 1.635,65
153,68 1.635,65
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.090,88 67.333,82
77.090,88 67.333,82
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 22.452.486,92 22.454.983,95
22.452.486,92 22.454.983,95
22.529.731,48 22.523.953,42

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten 1.398 TEUR (Vorjahr: 4.880 TEUR) Forderungen gegen verbundene Unternehmen, davon gegen Gesellschafter in Höhe von 336 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 5.984 TEUR (Vorjahr: 2.099 TEUR) und die sonstigen Vermögensgegenstände 338 TEUR (Vorjahr: 261 TEUR).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal 445 TEUR (Vorjahr: 623 TEUR) und für ausstehende Rechnungen 756 TEUR (Vorjahr: 56 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 26.920 TEUR (Vorjahr: 21.348 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.019 TEUR (8.322 TEUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beträgt 200 TEUR (Vorjahr: 30 TEUR).

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 11 TEUR enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 8 TEUR enthalten.

D. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und Außerbilanzielle Geschäfte

Haftungsverhältnisse oder außerbilanzielle Geschäfte liegen nicht vor.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von ca. 940 TEUR.

Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 29
leitende Angestellte 1
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 30

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren folgende Geschäftsführer tätig:

 

Toby Dixon (Geschäftsführer, Project Delivery Manager), Kronberg/Taunus

 

Mark Thurston (Group CFO, Endava plc, London), Surray, Vereinigtes Königreich

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung für das abgelaufene Geschäftsjahr unterbleibt gemäß 286 Abs. 4 HGB, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitglieds feststellen lassen könnten.

Konzernzugehörigkeit

Die Endava GmbH wird in den Konzernabschluss der Endava plc (kleinster und größter Konsolidierungskreis), London (UK), mit einbezogen. Der Konzernabschluss wird dort veröffentlicht.

Honorar des Abschlussprüfers

Die im Geschäftsjahr für Abschlussprüferleistungen als Aufwand erfassten Honorare betrugen 13 TEUR (Vorjahr: 19 TEUR).

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Vortrag des Jahresfehlbetrags auf neue Rechnung.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die Tochtergesellschaft Endava Berlin GmbH wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2022 rückwirkend auf die Endava GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde am 2. Januar 2023 beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingereicht und am 23. Januar 2023 eingetragen.

Mit Handelsregistereintragung vom 22. November 2022 wurde Frank Zahn, Berlin, zum Geschäftsführer bestellt.

Mit Handelsregistereintragung vom 14. März 2023 wurde Uwe Wödl, Neu-Isenburg, zum Geschäftsführer bestellt.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Frankfurt am Main, den 30. Juni 2023

Unterschrift

E. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Endava GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Endava GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Endava GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da do- lose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

F. SCHLUSSBEMERKUNG

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Endava GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 in einer von der als Anlage zu diesem Bericht beigefügten, bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird hingewiesen.

 

Berlin, 11. Juli 2023

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Marko Pape, Wirtschaftsprüfer

Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer

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