Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 29100
Vorher
Gemeinnützige Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mit beschränkter Haftung
Eingetragen
7.6.1988
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für ältere MenschenStationäre Einrichtungen zur palliativen PflegeAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Gegenstand
1. Förderung des Wohlfahrtswesens, die Förderung der Altenhilfe und Pflege älterer und pflegebedürftiger Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind, durch das Anbieten von Wohnformen für Menschen mit Betreuungsbedarf sowie das Durchführen von ambulanter Pflege. 2. Die Satzungszwecke werden insbesondere verwirklicht durch den Betrieb von: Stationären Pflegeeinrichtungen Ambulanten Pflegeeinrichtungen Teilstationären Pflegeeinrichtungen Einrichtungen zur Kurzzeitpflege Einrichtungen zum Betreuten Wohnen 3. Die Gesellschaft wirkt planmäßig mit anderen Körperschaften im gemeinnützigen Unternehmen Arbeiterwohlfahrt Hessen-Süd zusammen: - mit dem Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Hessen-Süd e.V., - mit der AWO Integra gGmbH Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Arbeit, - mit der AWO Integra Catering gGmbH Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung von Beschäftigung für Menschen mit Behinderung, - mit der AWO miteinander gGmbH, - mit der AWO Senioren und Pflege Odenwald gGmbH, -mit der AW pflegeplus gGmbH, - mit der AWO & Pflegeverein Sozialstation gemeinnützige GmbH, - mit der AWO Seniorendienste Südhessen gGmbH. Aufgrund der Zweck-Synchronität der jeweiligen Körperschaften im gemeinnützigen Unternehmen Arbeiterwohlfahrt Hessen-Süd mit den Zwecken der Gesellschaft kann die Zweckverwirklichung der Gesellschaft auch gemeinsam arbeitsteilig im Wege der Durchführung oder der Entgegennahme von Kooperationsleistungen an und von den genannten Körperschaften erfolgen, insbesondere durch die Leistung oder Entgegennahme von Dienstleistungen, die für den ordnungsgemäßen Betrieb zur Förderung der Wohlfahrtspflege erforderlich sind (z.B. gegenseitige organisatori-sche und administrative Unterstützung oder Nutzungsüberlassungen).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thorsten Roch
seit 19.11.2025
Geschäftsführer
Ulrich Bauch
seit 21.9.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AWO pflegeplus gGmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AWO pflegeplus gGmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die AWO pflegeplus gGmbH ist im Handelsregister unter HRB 29100, Amtsgericht Frankfurt am Main, eingetragen und der Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von stationären und teilstationären Altenpflegeeinrichtungen sowie zwei ambulanten Diensten im Bereich der Seniorenarbeit. Das Unternehmen besteht seit 2009.

Der Firmensitz befindet sich in 60388 Frankfurt am Main, Kruppstr. 105. Die AWO pflegeplus gGmbH betreibt Sozialeinrichtungen an 16 Standorten:

- AWO Haus Mainblick, Kelkheim

- AWO Sozialzentrum, Bruchköbel

- AWO Seniorenwohnanlage und AWO Sozialstation, Roßdorf

- AWO Sozialzentrum Ohlystift, Weiterstadt

- AWO Seniorenresidenz Landgrafenschloss, Butzbach

- AWO Haus Dammwald, Friedrichsdorf

- AWO Heinz-Ulm-Haus, Langgöns

- AWO Marie-Juchacz-Haus, Florstadt

- AWO Elisabeth-Selbert-Haus, Altenstadt

- AWO Alten- und Pflegeheim, Erzhausen

- AWO Betreutes Wohnen Hadamar

- AWO Wohnen und Pflegen Michelstadt

- AWO Seniorenpflegeheim Oberscholzenhof

- AWO Pflegeeinrichtung "Haus Brunnengarten"

- AWO Bad Königer Pflegedienst

- AWO Tagespflege Bad König

In den Altenhilfeeinrichtungen der AWO pflegeplus gGmbH werden 951 Wohnplätze für pflegebedürftige Menschen, 106 Servicewohnungen für Seniorinnen und Senioren, drei Tagespflege mit 46 Plätzen und zwei Sozialstationen betrieben. Die Pflege und Betreuung, der Service und die Verwaltung wurden im Berichtszeitraum von durchschnittlich 1.058 Mitarbeitenden sichergestellt.

Alle Altenhilfebetriebe der AWO pflegeplus gGmbH sind Ausbildungsbetriebe. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 82 Auszubildende in unseren 16 Betrieben beschäftigt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Organe der Gesellschaft wie folgt besetzt:

Geschäftsführung:

- Ulrich Bauch

- Sebastian Jung

Aufsichtsrat:

Arbeitgebervertreter

- Herr Hans-Jürgen Herbst

- Frau Petra Rossbrey

- Herr Friedrich Weber

- Herr Christian Schüler

Arbeitnehmervertreter

- Frau Doris Ossoba (bis 31.01.24)

- Herr Martin Heck

- Claudia Bugdoll-Schmitt (ab 23.04.2024)

2. Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Veränderte familiäre Strukturen in den vergangenen Jahren sorgen dafür, dass Betreuung und Pflege nicht mehr in erster Linie von Angehörigen erbracht werden wird. Vielmehr wollen Menschen selbstbestimmt diesen letzten Lebensabschnitt gestalten. Hierbei ist der Wechsel der Wohnung in aller Regel der erste Schritt. Der Bedarf an barrierefreien, seniorengerechten Wohnungen ist groß und wurde auch durch Covid-19 nicht beeinflusst. Soziale Teilhabe als weiterer wichtiger Aspekt wird den Mietern dieser Wohnungen durch das Angebot des Servicewohnens ermöglicht.

Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende Preisentwicklung bei Energie und Rohstoffen sowie die steigenden Finanzierungszinsen haben dazu geführt, dass auch in der Pflegebranche weiterhin Zurückhaltung herrscht. Das zeigt sich insbesondere bei Neubauten von Pflegeeinrichtungen. Alle großen Marktteilnehmer, sowohl private als auch freigemeinnützige Träger, tendieren eher zu einer Konsolidierung der Bestandseinrichtungen. Große, mit Fremdkapital finanzierte, Projekte sind, trotz des im ersten Absatz beschriebenen allgemein vorhandenen Bedarfs, im Moment eher die Ausnahme als die Regel.

3. Entwicklung des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr

Die durchschnittliche Auslastung über alle Altenhilfeeinrichtungen der AWO pflegeplus gGmbH lag im Berichtsjahr bei 98,11% (Vj. 97,34%) und damit 0,36% über dem Planwert von 97,75%. Die Pflegekennziffer (PKZ) lag mit 1,616 mit 0,027 über der Planvorgabe von 1,588. Die Servicewohnungen waren mit nahezu 100% ausgelastet; im ambulanten Bereich wurden ca. 300 Kunden versorgt.

Die Entgelte der vollstationären Einrichtungen wurden durch Einzelverhandlungen um durchschnittlich 15% gesteigert. Auch im Jahr 2024 sollen einrichtungsbezogen individuelle Pflegesatzverhandlungen geführt werden.

Das abgelaufene Geschäftsjahr war auf der Aufwandsseite maßgeblich durch drei Faktoren geprägt.

Die stark steigende Inflation hat die Kosten im Sachkostenbereich immens beeinflusst und für nicht vorhersehbare und größtenteils nicht refinanzierte Mehrausgaben gesorgt.

Daraus resultierend waren die durch die Gewerkschaft Verdi erreichten Lohnsteigerungen bei den Verhandlungen des TVöD deutlich höher als üblich. Die im Mai rückwirkend zum 01.01.2023 ausgehandelte Inflationsausgleichsprämie führte zu Mehrkosten im Jahr 2023 von TEUR 1.647. Diese wurden durch die Kostenträger erst nach den einrichtungsindividuellen Ablaufdaten der gültigen Pflegesatzvereinbarungen refinanziert. Es blieb eine erhebliche Refinanzierungslücke von mehr als TEUR 1.000.

Der weiterhin prekäre Fachkräftemangel führte auch im Jahr 2023 zu einem gestiegenen Einsatz von Zeitarbeit. Die vom Kostenträger nicht refinanzierten Mehrkosten pro Vollzeitstelle und Jahr belaufen sich auf ca. TEUR 40. Im Betrachtungszeitraum wurde insgesamt Zeitarbeit für TEUR 4.287 in Anspruch genommen.

Der Ambulante Dienst Butzbach/Langgöns mit Sitz in Butzbach wurde wie geplant zu Beginn des Jahres 2023 auf Grund von anhaltender Unwirtschaftlichkeit geschlossen. Alle Mitarbeiter wurden von Einrichtungen in der direkten Umgebung übernommen oder schieden auf eigenen Wunsch aus.

Zum 31.12.2024 ist die Schließung der stationären Pflegeeinrichtung in Kelkheim beabsichtigt, da die Eigentümer zu einer dringend erforderlichen baulichen Sanierung nicht bereit waren. Die gleiche Problematik betrifft die stationäre Pflegeeinrichtung in Gräfenhausen. Hier werden seit 2022 Verhandlungen mit der Stadt Weiterstadt geführt, da der Mietvertrag zum 31.12.25 ausläuft.

Die Gewerkschaft ver.di wurde im August 2023 zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die Geschäftsführung hat einen Tarifvertragsentwurf vorgelegt, der die noch bis 31.12.2026 vereinbarte Entgeltabsenkung vorzeitig beendet und für Pflegefachkräfte über den TVöD hinausgehende Leistungen vorsieht. Zudem ist dieser Tarifvertragsentwurf nicht mehr an die Entwicklung des TVöD gekoppelt, somit kann ein Refinanzierungsvakuum nicht mehr entstehen. Die Gewerkschaft ver.di hat diesem Tarifvertragsentwurf im März 2024 zugestimmt. Die neuen tariflichen Bedingungen gelten ab dem 1. Juli 2024.

Die Betriebe der Gesellschaft profitieren von gewachsenen Strukturen mit einer geringen Personalfluktuation, trotzdem konnten freie Stellen nicht vollständig nachbesetzt werden, was zu einer Verdichtung der Arbeit bei dem vorhandenen Personal führte.

4. Vermögens-/Finanz-/Ertragslage des Unternehmens

Das Unternehmen beendet das Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis von TEUR -182 (Vj. TEUR 124).

Den Umsatzerlösen von TEUR 58.533 (Vj. TEUR 45.670) standen im Wesentlichen der Personalaufwand in Höhe von TEUR 34.566 (Vj. TEUR 26.858) sowie ein Materialaufwand in Höhe von TEUR 10.928 (Vj. TEUR 7.323) gegenüber.

Der Geschäftstätigkeit - Dienstleistungen von Menschen an Menschen - entsprechend ist die Ertragslage von einer hohen Personalaufwandsquote geprägt. Die Gesellschaft beschäftigte jahresdurchschnittlich 979 Arbeitnehmende (Vj. 807 Arbeitnehmende).

Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag TEUR 8.226 (Vj. TEUR 7.705). Diese verteilt sich auf der Aktivseite hauptsächlich auf das langfristig gebundene Anlagevermögen zu TEUR 2.519 (Vj. TEUR 1.750) sowie das kurzfristig gebundene Umlaufvermögen zu TEUR 5.695 (Vj. TEUR 5.933).

Dem Vermögen steht auf der Passivseite ein Eigenkapital von TEUR 1.837 (Vj. TEUR 2.885) gegenüber, welches Grundlage der langfristig zur Verfügung stehenden Mittel ist. Daneben sind im Sinne kaufmännischer Vorsicht Rückstellungen gebildet u.a. für Personalkosten in Höhe von TEUR 1.433 (Vj. TEUR 1.162). Die Verbindlichkeiten betragen TEUR 4.410 (Vj. TEUR 3.137).

Der Zahlungsmittelbestand beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 977 (Vj TEUR 1.709). Demgegenüber betragen die Bankverbindlichkeiten TEUR 152 (Vj. TEUR 0).

Die Finanzlage ist ergänzend durch ein innerhalb der Unternehmensgruppe durchgeführtes gemeinsames Cash-Pooling geprägt. Aus diesem Liquiditätsausgleich sowie gegenseitigen Lieferungen und Leistungen innerhalb der planvoll zusammenwirkenden Unternehmensgruppe ergeben sich zum Bilanzstichtag Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 2.605 (Vj. TEUR 2.689) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 0 (Vj. TEUR 0).

5. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Der regional unterschiedlich stark vorhandene Mangel der Pflegefach- und Pflegehilfskräften wird sich durch den permanenten Anstieg der Pflegebedürftigen verstärken. Die Pandemie hat diese Entwicklung verstärkt, da viele Pflegekräfte aufgrund der Arbeitsbelastung dieses Berufsfeld verlassen haben. Die Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitenden sowie die Aufrechterhaltung der Attraktivität als Arbeitgeber wird weiterhin eine wesentliche Voraussetzung für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes sein.

Zentrales Ziel ist, neben der Qualifizierung und der Gewinnung von Personal, das bestehende Personal langfristig an die AWO als Arbeitgeber zu binden. Vor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen als ein zentraler Punkt für ihre Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber genannt.

Für 2025 wird ein Tarifabschluss für den TVÖD erwartet, der die inflationsbedingten Teuerungsraten abbilden wird. Die im neuen Haustarifvertrag verankerte Widerspruchsklausel führt jedoch dazu, dass die daraus resultierende Refinanzierungslücke erheblich abgemildert wir.

Ausweislich der Wirtschaftsplanung wird in 2024 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 1.383 gerechnet.

 

Frankfurt, den 31. Mai 2024

gez. Ulrich Bauch, Geschäftsführer

gez. Sebastian Jung, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.521,15 1.360,34
2. Geschäfts- oder Firmenwert 115.766,70 0,00
117.287,85 1.360,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 793.628,42 574.981,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.972,17 6.627,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.381.668,14 958.387,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 146.464,96 119.390,30
2.327.733,69 1.659.386,14
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 74.460,00 89.460,00
74.460,00 89.460,00
2.519.481,54 1.750.206,48
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 131.730,58 170.861,82
131.730,58 170.861,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.406.798,97 926.357,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.604.777,88 2.688.548,05
3. Sonstige Vermögensgegenstände 574.538,14 438.146,52
4.586.114,99 4.053.052,45
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 977.331,50 1.709.452,50
5.695.177,07 5.933.366,77
11.565,06 21.430,05
8.226.223,67 7.705.003,30

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 1.919.317,53 2.661.086,57
III. Jahresfehlbetrag -181.866,89 123.959,33
1.837.450,64 2.885.045,90
B. Sonderposten 353.510,38 345.074,96
C. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 1.433.220,56 1.162.176,82
1.433.220,56 1.162.176,82
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 151.948,25 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.663.500,04 1.079.035,52
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.594.729,98 2.057.976,47
4.410.178,27 3.137.011,99
E. Rechnungsabgrenzungsposten 191.863,82 175.693,63
8.226.223,67 7.705.003,30

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 58.533.368,79 45.669.874,62
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.130.384,50 2.577.396,70
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.201.730,08 -2.933.068,29
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.726.511,14 -4.389.637,43
-10.928.241,22 -7.322.705,72
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -27.511.818,82 -21.177.404,60
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -7.054.092,43 -5.680.156,03
davon für Altersversorgung: EUR -1.485.976,66 (Vj: EUR -1.235.648,02)
-34.565.911,25 -26.857.560,63
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -384.007,75 -273.502,29
-384.007,75 -273.502,29
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.890.363,03 -13.648.572,06
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.336,98 68.590,13
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 8.133,42 (Vj: EUR 68.416,72)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -19.415,00 -16.554,13
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.310,55 -319,68
10. Ergebnis nach Steuern -116.158,53 196.646,94
11. Sonstige Steuern -65.708,36 -72.687,61
12. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -181.866,89 123.959,33

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die AWO pflegeplus gGmbH, Kruppstr. 105, Frankfurt am Main, wird im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 29100 geführt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften des Dritten Buches des HGB unter Beachtung ergänzender Bestimmungen GmbHG sowie des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1-3 HGB auf. Das Wahlrecht nach Art. 93 Abs. 2 Satz 1 EGHGB wird nicht in Anspruch genommen.

Für Zwecke der Aufstellung des Jahresabschlusses wird das Wahlrecht nach § 8 Abs. 1 PBV nicht in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 wurde die AWO Senioren und Pflege Odenwald gGmbH mit Sitz in Frankfurt am Main auf die AWO pflegeplus gGmbH verschmolzen. Vor diesem Hintergrund sind die Vorjahreszahlen eingeschränkt vergleichbar.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Alle Bilanzposten wurden unter Beachtung der handelsrechtlich vorgeschriebenen Grundsätze vorsichtig bewertet. Die Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen unverändert beibehalten.

Die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgte nach den Vorschriften der §§ 252 bis 256 sowie der §§ 264 bis 289 des Handelsgesetzbuches.

Die Gegenstände des Anlagevermögens wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden linear vorgenommen und erfolgten im Rahmen der voraussichtlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs bis EUR 800,00 ohne Umsatzsteuer in voller Höhe abgeschrieben.

Für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse passiviert, der entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter aufgelöst wird.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und deren Entwicklung im Geschäftsjahr wurden in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Der Ausweis der Anteile an verbundenen Unternehmen betrifft mit TEUR 74,5 die Anteile an der AWO & Pflegeverein Sozialstation gGmbH mit Sitz in Pfungstadt. Dies entspricht 51 % der Anteile. Das Eigenkapital der Tochter betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 113 (Vj. TEUR 366), das Geschäftsjahr schloss mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 253 (Vj. Jahresüberschuss TEUR 24).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen erläutern sich wie folgt.

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2023
TEUR
Stand zum 31.12.2022
TEUR
Personalbereich 975.207,68 769.577,76
Übrige Rückstellungen 458.012,88 392.599,06
Summe 1.433.220,56 1.162.176,82

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen wie folgt.

Stand 31.12.2023
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 151.948,25 66.589,97 85.358,28 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.663.500,04 1.663.500,04 0,00 0,00
(1.079.035,52) (1.079.035,52) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.594.729,98 2.594.729,98 0,00 0,00
(2.057.976,47) (2.057.976,47) (0,00) (0,00)
4.410.178,27 4.324.819,99 85.358,28 0,00
(3.137.011,99) (3.137.011,99) (0,00) (0,00)

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen zu EUR 229.770,32 Verbindlichkeiten aus Steuern (Vj. EUR 192.201,13).

Mit der "SoFas Sozial Factoring Südhessen GmbH" sind Factoring-Verträge abgeschlossen. Demnach werden Forderungen gegen gesetzliche Kostenträger, Einrichtungen der öffentlichen Fürsorge, der kommunalen Wohlfahrtspflege und sonstige öffentlich rechtliche Anstalten des Bundes, der Länder und Gemeinden zur Zwischenfinanzierung übernommen.

4. Sonstige Angaben

4.1 Mitarbeitende

Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Jahresdurchschnitt 979 Mitarbeitende (Vj. 807 Mitarbeitende) und 82 Auszubildende (Vj. 56 Auszubildende).

4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Miet- und Leasingaufwendungen mit einem jährlichen Gesamtaufwand in Höhe von TEUR 6.911,4. Die Aufwendungen betreffen überwiegend Mieten für fremde Gebäude.

4.3 Geschäftsführungsbezüge und Aufwandsersatz Aufsichtsrat

Die Organmitglieder erhielten im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft.

4.4 Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 16 zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

5. Organe

Als Geschäftsführer war im Berichtsjahr bestellt:

- Ulrich Bauch, Dipl.-Verwaltungswirt, Braunfels - einzelvertretungsberechtigt

- Sebastian Jung, Diplom Betriebswirt, Pohlheim

Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtszeitraum an:

- Herr Hans-Jürgen Herbst, Diplom-Finanzwirt, Lautertal

- Frau Petra Rossbrey, Juristin, Frankfurt am Main

- Frau Claudia Bugdoll-Schmitt, Betreuungskraft, Kelkheim (ab 23.04.2024)

- Frau Doris Ossoba, examinierte Krankenschwester, Roßdorf (bis 31.01.2024)

- Herr Martin Heck, Koch, Neuberg

- Herr Christian Schüler, Verwaltungsfachangestellter, Dietzhölztal

- Herr Friedrich Weber, Rentner, Michelstadt (ab 26. April 2023)

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis des Geschäftsjahres in Höhe von EUR -181.866,89 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Frankfurt, den 31. Mai 2024

gez. Ulrich Bauch, Geschäftsführer

gez. Sebastian Jung, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zugang aus Verschmelzung
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.000,42 0,00 0,00 295.520,89 307.521,31
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.000,42 0,00 0,00 21.276,76 33.277,18
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 274.244,13 274.244,13
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen 6.347.354,72 561.482,54 41.924,62 1.908.444,57 8.775.357,21
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 911.460,86 67.829,70 0,00 341.832,20 1.321.122,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.829,46 0,00 0,00 0,00 9.829,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.306.674,10 466.578,18 41.924,62 1.566.612,37 7.297.940,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 119.390,30 27.074,66 0,00 0,00 146.464,96
III. Finanzanlagen 89.460,00 0,00 0,00 -15.000,00 74.460,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 89.460,00 0,00 0,00 -15.000,00 74.460,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 6.448.815,14 561.482,54 41.924,62 2.188.965,46 9.157.338,52
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zugang aus Verschmelzung
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.640,08 17.359,30 0,00 162.234,08 190.233,46
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.640,08 2.954,80 0,00 18.161,15 31.756,03
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 14.404,50 0,00 144.072,93 158.477,43
II. Sachanlagen 4.687.968,58 366.648,45 38.744,54 1.431.751,03 6.447.623,52
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 336.479,76 103.739,68 0,00 87.274,90 527.494,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.201,97 655,32 0,00 0,00 3.857,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.348.286,85 262.253,45 38.744,54 1.344.476,13 5.916.271,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 4.698.608,66 384.007,75 38.744,54 1.593.985,11 6.637.856,98
Nettobuchwerte 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 117.287,85 1.360,34
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.521,15 1.360,34
2. Geschäfts- oder Firmenwert 115.766,70 0,00
II. Sachanlagen 2.327.733,69 1.659.386,14
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 793.628,42 574.981,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.972,17 6.627,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.381.668,14 958.387,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 146.464,96 119.390,30
III. Finanzanlagen 74.460,00 89.460,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 74.460,00 89.460,00
Gesamt 2.519.481,54 1.750.206,48

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AWO pflegeplus gGmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AWO pflegeplus gGmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AWO pflegeplus gGmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerkes weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dreieich, 3. Juni 2024

Schüllermann und Partner AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Torsten Scholz, Wirtschaftsprüfer

gez. Dipl.-Kfm. Matthias Veit, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

Der vorliegende Jahresabschluss wurde am 30. Oktober 2024 festgestellt. Die Ergebnisverwendung wurde wie vorgeschlagen beschlossen.

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