Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 106206
Vorher
Platin 1360. GmbHDunlopillo Deutschland GmbH
Eingetragen
24.8.2016
Branche
Herstellung von MatratzenGroßhandel mit TextilienGroßhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und Leuchten
Gegenstand
Produktion, Vertrieb und Handel mit Betten, Matratzen, Bettwaren und Heimtextilien aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dennis Dr. Schmoltzi
seit 19.11.2018
Geschäftsführer
Manuel Müller
seit 19.12.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

22.93% identifiziert77.07% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
22.93%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Emma Sleep GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dunlopillo Deutschland GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021

DUNLOPILLO DEUTSCHLAND GMBH, FRANKFURT AM MAIN LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

1. Allgemeines

Die Dunlopillo Deutschland GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist seit 2017 schwerpunktmäßig im Handel sowie Vertrieb von Matratzen, Betten sowie Bettwaren aktiv. Die Umsätze werden in Europa erwirtschaftet, überwiegend im stationären Handel mit marktführenden Handelspartnern und teilweise online.

1.1 Organisation

Die Dunlopillo Deutschland GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Emma Sleep GmbH und wird in den Konzernabschluss eben dieser einbezogen. Das operative Geschäft umfasst den Vertrieb von Premium-Produkten der Marke Dunlopillo im europäischen Retailsegment.

1.2 Unternehmenssteuerung und finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird besonders anhand der finanziellen Leistungsindikatoren (Kennzahlen) Umsatzerlöse und Ergebnis nach Steuern gesteuert. Als nicht finanzieller Leistungsindikator dient die Kundenzufriedenheit. Diese Indikatoren werden monatlich an die Geschäftsführung berichtet.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach dem 2020 durch Covid-19 verursachten Einbruch der Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) in der EU wurde im Jahr 2021 wieder ein Wachstum von 5,4 % beobachtet. Für das Folgejahr 2022 wird ein Wachstum von 2,7 % erwartet. Der bereits 2020 beobachtete Trend eines - bedingt durch die Covid-19 Pandemie - steiler ansteigenden Anteils von E-Commerce am Gesamtvolumen des Möbelmarktes setzte sich auch in 2021 fort. So stieg der Anteil des Onlinegeschäfts auf dem deutschen Markt von 14,2 % im Vorjahr auf 21,9 % im Geschäftsjahr 2021. Weiter fortbestehende physische Distanzierungs- und Eingrenzungsmaßnahmen haben die bereits wachsenden Trends beim Online-Shopping wie im Vorjahr vorangebracht. Laut einer Studie des IFH Köln treibt der Onlinehandel auch digitale Innovationen am Point of Sale im stationären Handel voran. Dennoch musste der Matratzeneinzelhandel in Deutschland im Jahr 2021 insgesamt Umsatzeinbußen von 9 % im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Grund dafür ist laut den Studienergebnissen, dass das normalerweise im Bereich Matratzenhandel umsatzstärkste Weihnachts- und Neujahrsgeschäft im stationären Einzelhandel coronabedingt Einbußen verzeichnete, obwohl es über den Sommer hinweg keine Einschränkungen für den stationären Einzelhandel gab.

Die oben beschriebenen Faktoren führten zu einem im Vergleich zum Vorjahr weniger erfolgreichen Geschäftsjahr (siehe Geschäftsverlauf und Lage).

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2021 um 19,0 % auf T€ 12.706 (Vorjahr: T€ 15.689) gesunken, was neben den pandemiebedingten Einschränkungen im Einzelhandel auch durch die Umstrukturierung des Kundenportfolios hinsichtlich der Profitabilität einzelner Verträge mit stationären Handelspartnern begründet ist. Damit einher geht die Überarbeitung des Produktportfolios und das sukzessive Aussortieren von wenig rentablen Produkten. Die Umsatzerlöse wurden in Deutschland und Europa erzielt. Aufgrund durch globale Engpässe leicht gestiegener Rohstoffpreise sowie der Abschreibung überalterter Vorratsbestände (T€ 1.455) hat sich der Materialaufwand um 3,0 % auf T€ 11.368 (Vorjahr: T€ 11.036) erhöht. Der um die außerordentliche Abschreibung auf Vorräte bereinigte Materialaufwand beläuft sich auf T€ 9.914 und führt zu einer bereinigten Materialaufwandsquote von 78,0 % (Vorjahr: 70,3 %), deren Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr auf steigende Rohstoffpreise in Zeiten von globalen Engpässen in der Lieferkette zurückzuführen sind.

Der Personalaufwand hat sich zum Vorjahr um 5,3 % auf T€ 358 (Vorjahr: T€ 340) erhöht. Die Erhöhung resultiert aus der gewöhnlichen Entwicklung der Gehaltsaufwendungen im Rahmen der Entwicklung des Lohnniveaus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Geschäftsjahr 2021 stark von € 1,9 Mio. auf € 3,1 Mio. erhöht. Ursächlich für den Anstieg sind vor allem die im Geschäftsjahr 2021 erstmalig erfolgten Weiterbelastungen innerhalb des Konzerns für bezogene Personaldienstleistungen und die Umlage weiterer Kosten (€ 1,0 Mio.) und die gestiegenen Marketingaufwendungen (T€ 482). Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) ist mit € -1,7 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (€ 2,5 Mio.) um 169,7 % gesunken.

Das Ergebnis nach Steuern und der Jahresfehlbetrag und belaufen sich auf € 2,8 Mio. (Vorjahr: Jahresüberschuss in Höhe von € 1,7 Mio).

2.2.2 Finanzlage

Die Dunlopillo Deutschland GmbH weist zum Ende des Geschäftsjahres 2021 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von T€ 3.310 (Vorjahr: T€ 514) aus. Der Anstieg des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus dem Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2021.

Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres gesichert. Die Gesellschaft ist ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachgekommen. Im Geschäftsjahr wurde ein Vertrag zum Anschluss an das Cash-Pooling mit der Haniel Finance Deutschland GmbH, einem Tochterunternehmen der obersten Konzerngesellschaft, eingegangen. Hierdurch bedingt weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag zwar geringere liquide Mittel aus (T€ 1, Vorjahr: T€ 1.048), verfügt jedoch über Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Cash-Pooling in Höhe von T€ 756 (Vorjahr: T€ 0) die als kurzfristige Liquidität jederzeit abgerufen werden können. Darüber hinaus hat sich die Muttergesellschaft Emma Sleep GmbH, Frankfurt am Main, mit Patronatserklärung vom 24. November 2022 dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass die Gesellschaft jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen fristgemäß nachkommen kann.

2.2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ohne Berücksichtigung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages ist gegenüber dem Vorjahr um 36,0 % von € 13,3 Mio. auf € 8,5 Mio. gesunken. Die Veränderung auf der Aktivseite der Bilanz ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen aus Lieferung und Leistungen, bedingt durch den Rückgang der Umsatzerlöse und höhere Wertberichtigungen, zurückzuführen (€ -4,4 Mio.).

Auf der Passivseite der Bilanz wurde im Geschäftsjahr ein Gesellschafterdarlehen vorzeitig zurückbezahlt (€ 2,3 Mio.), dadurch ergab sich ein Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um € 1,3 Mio.

2.2.4 Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Das Geschäftsjahr war geprägt durch die Optimierung des Kunden- und Produktportfolios sowie von pandemiebedingten Einschränkungen im stationären Einzelhandelt in der normalerweise umsatzstärksten Zeit des Jahres, was sich im Rückgang der Umsatzerlöse ersichtlich macht. Ferner minderten steigende Rohstoffpreise aufgrund von globalen Engpässen in der Lieferkette sowie erstmalig erfolgte Weiterbelastungen innerhalb des Konzerns zusätzlich die Profitabilität des Geschäftsjahres. Maßnahmen zur Überwachung der Umsatzentwicklung und der Optimierung der Profitabilität wurden bereits ergriffen.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist weiterhin positiv zu bewerten.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Einschätzung der künftigen Entwicklung

Durch die Ausbreitung von Covid-19 hat sich die gesamtwirtschaftliche Lage in Europa und der ganzen Welt deutlich verändert. Quarantäne und andere Sicherheitsmaßnahmen führten in nahezu allen Märkten zu massiven Einschränkungen speziell hinsichtlich des stationären Handels. Die teilweise Schließung oder massive Einschränkung des stationären Handels und die andauernde Verschiebung des Konsumentenverhaltens hin zum Online-Handel, die sich im Rückgang der Umsatzerlöse in 2021 widerspiegelt, konnte in 2022 nicht wieder aufgeholt werden. Nach den zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts vorliegenden Finanzzahlen verzeichnet die Gesellschaft im Jahr 2022 bisher einen weiteren Rückgang der Umsatzerlöse sowie eine Verschlechterung der Profitabilität. Aufgrund der andauernden Optimierungsmaßnahmen, die voraussichtlich erst in 2023 ihre Wirkungen zeigen, wurde diese Entwicklung in Kauf genommen. Mit einer Konsolidierung des Produktportfolios, gekoppelt mit der Akquise neuer Handelspartner, erwartet die Geschäftsführung jedoch für das Geschäftsjahr 2023 eine positive Entwicklung hinsichtlich der Umsatzerlöse und der Gesamtprofitabilität des Unternehmens, trotz fortgeführter Konzernweiterbelastungen.

Die Dunlopillo Deutschland GmbH kann auf den bereits bestehenden Marktanteilen aufbauen und ihre Expertise im Vertrieb von Premium-Produkten der Marke Dunlopillo im europäischen Retailsegment weiter ausbauen, mit bestehenden Handelspartnern als auch mit neuen Kunden. Weiterhin sind die stetige Produktentwicklung sowie Marketingoptimierung wesentliche Bausteine für eine positive Entwicklung. Aufgrund dieser Faktoren geht die Geschäftsleitung von einer weiterhin positiven Zukunftsprognose aus.

Im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren soll die Kundenzufriedenheit durch stetige Produkt- und Kundenserviceoptimierungen weiterhin gesteigert werden. Hiermit soll auch die Retourenquote langfristig auf einem niedrigen einstelligen Prozentwert bleiben.

Im Zusammenspiel sollten die genannten Faktoren 2023 zu einer Steigerung der Umsatzerlöse und einem positiven Ergebnis nach Steuern führen. Dadurch soll der zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses noch nicht ausgeglichene "Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag" der Gesellschaft in 2023 verringert werden.

3.2 Darstellung der Chancenlage

Chancen bestehen hinsichtlich des Ausbaus der Kommunikation der Dunlopillo Marke als Premium-Hersteller und der Ausweitung der kundennahen Beratung, die damit zur Steigerung des bestehenden Marktanteils führen und auch in einer erfolgreichen und langfristigen Kundenbindung münden soll.

3.3 Darstellung der Risikolage

Die im Jahr 2021 festgestellten Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Lieferkette und der kohärenten Preisentwicklung könnten in Zukunft weiterhin zu höheren Materialaufwendungen führen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich die Situation in Zukunft verbessern wird, und schätzen das Risiko als moderat ein. Es werden weiterhin Maßnahmen für Kosteneinsparungen implementiert, um

diese Risiken zu mitigieren.

Hinsichtlich der Covid-19 Pandemie bestehen nach wie vor Risiken innerhalb der Beschaffungs- und Lieferkette (Auswirkungen auf unsere Partner in der Versorgungskette, Verfügbarkeit von Frachtführern etc.), die die Krise mit sich bringt. Da diesbezüglich jedoch Vorsorgemaßnahmen (keine starke Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten, alternative Planung, etc.) implementiert wurden, schätzt die Geschäftsführung dieses Risiko als niedrig ein. Das Risiko weiterer pandemiebedingter Schließungen im Einzelhandel und damit einhergehender Umsatzeinbußen schätzt die Geschäftsführung ebenfalls als niedrig ein.

Risiken aus einem verändertem Konsumklima (induziert durch den Krieg in der Ukraine) und erhöhten Verbraucherpreisen (v.a. Energie- und Lebensmittelpreise) könnenAuswirkungen auf die Entwicklung der Ausgaben von Konsumenten für Möbel und Bettwaren haben. Zudem besteht durch die aktuellen Entwicklungen das Risiko weiter steigender Logistikkosten. Die Geschäftsführung beobachtet diese Entwicklungen, um diesbezüglich rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen ergreifen zu können.

Dem Liquiditätsrisiko, das sich aus Abweichungen von der Unternehmensplanung ergibt, begegnet die Geschäftsführung durch eine stetige Überwachung der Liquiditätssituation. Darüber hinaus hat sich die Muttergesellschaft Emma Sleep GmbH, Frankfurt am Main, mit Patronatserklärung vom 24. November 2022 dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass die Gesellschaft jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen fristgemäß nachkommen kann. Durch diese Maßnahmen wird die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sichergestellt.

Weiterhin wird das interne Kontrollsystem stetig ausgebaut sowie die bestehende IT-Infrastruktur gegen Ausfälle oder Schädigung durch Dritte gesichert.

Weitere konkrete Risiken, die über die allgemeinen unternehmerischen Risiken hinausgehen, sind nicht bekannt.

Allgemeine, den Unternehmensfortbestand gefährdende Risiken, bestehen nicht.

Frankfurt am Main, den 24. Januar 2023

Dr. Dennis Schmoltzi (Geschäftsführer)

Manuel Müller (Geschäftsführer)

Christoph von Wrisberg (Geschäftsführer)

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

DUNLOPILLO DEUTSCHLAND GMBH, FRANKFURT AM MAIN

A K T I V A

31.12.2021 
EUR
31.12.2020 
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.533.091,06 2.280.467,84
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.510.873,00 1.661.793,53
II. Sachanlagen 1.022.218,06 618.674,31
- davon andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: EUR 1.022.218,06 (Vorjahr: EUR 618.674,31)
B. UMLAUFVERMÖGEN 5.946.014,93 11.001.339,39
I. Vorräte 1.098.551,11 1.672.758,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.846.745,29 8.280.312,21
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 757.297,82 (Vorjahr: EUR 0,00)
III. Guthaben bei Kreditinstituten 718,53 1.048.268,39
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 19.623,77 445,47
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 3.309.642,83 514.053,39
11.808.372,59 13.796.306,09

P A S S I V A

31.12.2021 
EUR
31.12.2020 
EUR
A. EIGENKAPITAL 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag -539.053,39 -2.204.851,79
III. Jahresfehlbetrag/-überschuss -2.795.589,44 1.665.798,40
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.309.642,83 514.053,39
B. RÜCKSTELLUNGEN 804.959,76 1.153.311,20
C. VERBINDLICHKEITEN 11.003.412,83 12.642.994,89
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: EUR 2.557,18 (Vorjahr: EUR 1.052,43)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 10.198.173,65 (Vorjahr: EUR 11.470.423,99)
- davon aus Steuern: EUR 40.820,10 (Vorjahr: EUR 33.589,29)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 817,83 (Vorjahr: EUR 0,00)
11.808.372,59 13.796.306,09

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021 
EUR
2020 
EUR
1. Rohergebnis 1.722.999,27 4.735.515,72
2. Personalaufwand -358.150,42 -339.964,99
a) Löhne und Gehälter -324.521,20 -310.231,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -33.629,22 -29.733,66
- davon für Altersversorgung: EUR 0,00
(Vj.: EUR 7.967,77)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -547.845,53 -505.642,57
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.114.274,15 -1.886.840,67
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 5.628,10
(Vj.: EUR 9.157,15)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.379,07 11.230,85
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 176,37 (Vorjahr: EUR 11.230,85)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -610.291,01 -185.988,61
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 610.291,01 (Vorjahr: EUR 185.988,61)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 109.593,33 -162.511,33
8. Ergebnis nach Steuern -2.795.589,44 1.665.798,40
9. Jahresfehlbetrag/-überschuss -2.795.589,44 1.665.798,40

DUNLOPILLO DEUTSCHLAND GMBH, FRANKFURT AM MAIN ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

1. Allgemeine Angaben

Die Dunlopillo Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, ist im Bereich Handel schwerpunktmäßig in dem Geschäftsbereich Betten und Matratzen tätig. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 106206 geführt.

Der Jahresabschluss der Dunlopillo Deutschland GmbH wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie des für Gesellschaften mit beschränkter Haftung anzuwendenden Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Die Dunlopillo Deutschland GmbH weist im Geschäftsjahr 2021 einen "nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von T€ 3.310 (Vorjahr: T€ 514) aus und hat im Geschäftsjahr ein negatives Jahresergebnis in Höhe von T€ 2.796 erzielt (Vorjahr: positives Jahresergebnis in Höhe von T€ 1.666). Es handelt sich bei dem negativen Jahresergebnis um einen unplanmäßigen Verlust, der sich einerseits durch eine Umstrukturierung des Kundenportfolios und eine geringere (pandemiebedingte) Nachfrage und andererseits durch höhere Kosten, insbesondere durch konzerninterne Weiterbelastungen, ergibt. Jedoch steht dies der positiven Fortführungsprognose des Unternehmens nicht entgegen. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über ausreichend finanzielle Mittel und Vermögensgegenstände, um die Verbindlichkeiten und finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft zu erfüllen. Die Gesellschaft bilanziert zum 31. Dezember 2021 Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von T€ 756, die unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen sind. Darüber hinaus hat sich die Muttergesellschaft Emma Sleep GmbH, Frankfurt am Main, mit Patronatserklärung vom 24. November 2022 dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass die Gesellschaft jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen fristgemäß nachkommen kann. Da die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Prognosezeitraum gewährleistet ist, geht die Geschäftsführung bei der Aufstellung des Jahresabschlusses von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Erläuterungen zur Bilanz

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rückstellungen, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).

Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, - soweit es sich um abnutzbare Wirtschaftsgüter handelt, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungenbewertet. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die gewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von bis zu € 800 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Entwicklung der im Anlagevermögen bilanzierten Werte im Geschäftsjahr 2021 sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge 31.12.2021 01.01.2021 Zugänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.272.244,20 0,00 2.272.244,20 610.450,67 150.920,53 761.371,20
2.272.244,20 0,00 2.272.244,20 610.450,67 150.920,53 761.371,20
II. SACHANLAGEN
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.136.830,59 800.468,75 1.937.299,34 518.156,28 396.925,00 915.081,28
1.136.830,59 800.468,75 1.937.299,34 518.156,28 396.925,00 915.081,28
3.409.074,79 800.468,75 4.209.543,54 1.128.606,95 547.845,53 1.676.452,48
Restbuchwert
31.12.2020 31.12.2021
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.661.793,53 1.510.873,00
1.661.793,53 1.510.873,00
II. SACHANLAGEN
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 618.674,31 1.022.218,06
618.674,31 1.022.218,06
2.280.467,84 2.533.091,06

Vorräte

Die Vorräte wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert bilanziert. Für das allgemeine Ausfallrisiko wurde neben gebotenen Einzelwertberichtigungen Pauschalwertberichtigungen der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen. Die Restlaufzeiten betragen jeweils weniger als ein Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden zum Nennwert bilanziert und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von T€ 756 Forderungen aus dem Gruppen-Cash-Management, dem die Gesellschaft im Berichtsjahr angeschlossen wurde, gegenüber der Haniel Finance Deutschland GmbH enthalten. Im Vorjahr bestanden keine derartigen Forderungen.

Sonstigen Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Die Restlaufzeiten betragen jeweils weniger als ein Jahr.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Passiva

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert passiviert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Beträgt ihre Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden die Rückstellungen mit einem der jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 321, Vorjahr T€ 155), Retouren (T€ 137, Vorjahr: T€ 64) und Rechtsstreitigkeiten (T€ 111, Vorjahr: T€ 41).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Restlaufzeit beträgt jeweils weniger als ein Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen sowohl Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (T€ 10.198, Vorjahr: T€ 9.145) als auch die konzerninterne Finanzierung (T€ 0, Vorjahr: T€ 2.325). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von T€ 1.007 (Vorjahr: T€ 2.596) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter.

Umrechnung von Fremdwährung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich auf in die geographischen Märkte: Deutschland T€ 12.405 (Vorjahr: T€ 15.242), Österreich T€ 258 (Vorjahr: T€ 231) und Frankreich T€ 43 (Vorjahr: T€ 216).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 373 (Vorjahr: T€ 69) enthalten, die im Wesentlichen auf die Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen entfallen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von T€ 205 periodenfremde Aufwendungen enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Kosten für in vorangegangenen Berichtsperioden bezogene Lieferungen oder Leistungen, für die keine Rückstellungsbildung erfolgte.

4. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 2.

Mitglieder der Geschäftsführung

Dr. Dennis Schmoltzi, Frankfurt am Main

Manuel Müller, Frankfurt am Main

Christoph von Wrisberg, Neuss

Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführer entspricht ihrer Organtätigkeit.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde in Ausübung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Als Ereignis von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres wird der Krieg in der Ukraine eingestuft, der mit erheblichen Risiken für die Weltwirtschaft in Form von Risiken aus einem veränderten Konsumklima und erhöhten Verbraucherpreisen (insbesondere Energiepriesen) verbunden ist. Die Geschäftsführung geht nicht von nachteiligen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft aufgrund dieser Entwicklungen aus. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Ausführungen im Lagebericht der Gesellschaft verwiesen.

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten, welche einen wesentlichen Einfluss auf den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 haben.

Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die Dunlopillo Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der Emma Sleep GmbH, Frankfurt a. M., einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Offenlegung des Konzernabschlusses der Emma Sleep GmbH, Frankfurt a. M. (HRB 101705, Amtsgericht Frankfurt), erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. Der Teilkonzern wird in den Konzernabschluss der Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt ebenfalls im elektronischen Bundesanzeiger (HRB 25, Amtsgericht Duisburg).

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von € -2.795.589,44 dem bestehenden Bilanzposten Verlustvortrag in Höhe von € -539.053,39 zuzuführen und auf neue Rechnung vorzutragen.

Frankfurt am Main, den 24. Januar 2023

Dr. Dennis Schmoltzi (Geschäftsführer)

Manuel Müller (Geschäftsführer)

Christoph von Wrisberg (Geschäftsführer)

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dunlopillo Deutschland GmbH, Frankfurt am Main:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dunlopillo Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dunlopillo Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Köln, den 25. Januar 2023

Rödl & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

gez. Stramitzer, Wirtschaftsprüfer

gez. Lücken, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 erfolgte am 14. / 15. März 2023.

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