hanza resources GmbH
Selbe AdresseUnternehmensberatung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jochen Dr. Brinkmann seit 25.8.2022 | Liquidator |
Jan Barghop seit 7.2.2019 | Prokura |
Dorothy Dr. Stumme-Johannsmeier seit 7.2.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Nandina Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NEEF + STUMME GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Neef + Stumme adressiert Verlags-, Industrie- und Agentur-Kunden mit hohen Ansprüchen an die Produkt- und Servicequalität ihrer Druckobjekte. Unsere Kunden kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Österreich und der Schweiz, aus Skandinavien, aus den Niederlanden und aus England. Wir bieten unseren Kunden ein vollständiges Angebot an Druckereidienstleistungen - von der elektronischen Druckvorstufe über Bogen- und Rollenoffsetdruck und Buchbinderei bis hin zu kompletten Lettershop- und Logistikdienstleistungen. Die gesamte Wertschöpfungskette bilden wir im eigenen Haus ab. Wir reduzieren damit zeit- und kostenaufwändige Zwischentransporte und leisten so einen wertvollen Beitrag zu einer nachhaltigen Herstellung von Druckprodukten. Die nahtlose Produktion bietet einen signifikanten Zeitvorteil und erlaubt unseren Kunden einen späteren Druckunterlagenschluss und eine höhere Aktualität ihrer Publikationen. Sitz des Unternehmens und Standort des Vertriebsbüros Nord ist Hamburg. Einziger Produktionsstandort und Sitz der Geschäftsleitung ist Wittingen. 2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Druckindustrie war ähnlich wie die Musikindustrie und die Verlagswirtschaft eine der Branchen, die früh von der Digitalisierung erfasst wurden. Und sie hat sich dieser Herausforderung - von der längst kein Wirtschaftszweig mehr verschont wird - erfolgreich gestellt. Die Prognose, wonach Druckerzeugnisse durch die Digitalisierung komplett verdrängt würden, hat sich als grundfalsch herausgestellt. Zwar sinken die Auflagen vieler gedruckter Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, aber eine Vielzahl neuer Magazine zeugt davon, dass Print sich mit seinen Qualitäten - Glaubwürdigkeit und Beständigkeit - behaupten kann. Daher bleiben Printerzeugnisse mit einem Anteil von rund 55 Prozent an den deutschlandweiten Nettowerbeeinnahmen nach wie vor die bedeutendsten Werbemedienträger. Und dies trotz wachsender Budgets für Onlinewerbung. Zahllos sind überdies die Beispiele für eine erfolgreiche Koexistenz von Print und Online. Onlinehändler entdecken die unvergleichliche Qualität von Katalogen. Zugleich dürfte der wachsende Onlinehandel bedeutende Produktionsanreize für den Verpackungsdruck ausgelöst haben. Zudem ermöglichen digitale Druckverfahren personalisierte und individualisierte Produkte verschiedenster Art. Onlinedruckereien positionieren sich mit großem Erfolg im Netz und sind seit Jahren Vorreiter einer weitgehend vernetzten Produktion im Sinne der "Industrie 4.0". Dazu verwandeln sich immer mehr Druckbetriebe - ob Offset, Siebdruck, Flexo- oder Tiefdruck - in komplexe Dienstleistungsunternehmen, die die Kommunikation ihrer Kunden mit passgenauen Lösungen unterstützen. Natürlich bleibt der fortschreitende Strukturwandel nicht ohne Folgen. Die Zahl der Druckunternehmen sinkt, die Zahl der Beschäftigten ebenso. Das angespannte Marktumfeld setzt die Branche einem enormen Wettbewerbsdruck aus, der sich unter anderem in Form sinkender Erzeugerpreise für Druckereileistungen sowie einer gegenüber dem Verarbeitenden Gewerbe größeren Anzahl von Insolvenzfällen zeigt. Zugleich bewegt sich der Branchenumsatz seit 2009 zwischen 21,6 und 19,6 Milliarden Euro. (Quelle: Bundesverband Druck und Medien) 2. Geschäftsverlauf und Lage Das Geschäftsjahr 2019 war geprägt durch einen zunächst enttäuschenden Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr und eine sehr deutliche Verbesserung der Geschäftslage im 2. Halbjahr. Die Beschäftigung konnte im 2. Halbjahr durch eine Reihe von Vertriebserfolgen gesteigert werden. Gleichzeitig wurden die Erfolge der neuen Zusammenarbeit im Einkauf mit der Bagel-Gruppe sichtbar. Insbesondere beim Papier, aber auch bei den sonstigen Fertigungsmaterialien konnten vorteilhaftere Konditionen vereinbart werden. Die Produktionsleitung konnte eine Reihe von Maßnahmen zur Reduzierung des Papierverbrauchs umsetzen. Im Ergebnis der vorteilhafteren Einkaufskonditionen und der erzielten Papiereinsparungen konnte die Rohertragsquote im 2. Halbjahr um mehr als zwei Prozentpunkte gesteigert werden. Wir erzielen im Ergebnis der durchgeführten konsequenten Portfoliobereinigung inzwischen nachhaltig gute Auftragsergebnisse. Die Beschäftigung lag insgesamt noch unter unserer Erwartung, entsprechend besteht noch erhebliches Verbesserungspotential im Beschäftigungsergebnis. a. Ertragslage Die Gesamtleistung incl. Papierbeistellung beträgt TEUR 26.377. Der Rohertrag beträgt TEUR 9.829. Die Beschäftigung lag insbesondere im ersten Halbjahr deutlich unter der Erwartung. Die erwarteten Effekte aus der Einkaufskooperation mit der Bagel-Gruppe stellten sich nachhaltig erst im zweiten Halbjahr des Jahres ein. Das operative Ergebnis (EBITDA) lag im ersten Halbjahr bei ca. TEUR -200. Im zweiten Halbjahr konnte die Beschäftigung deutlich gesteigert werden. Die Einkaufspreise entwickelten sich wie gewünscht, gleichzeitig zeigten die eingeleiteten Maßnahmen zur weiteren Makulaturreduzierung Erfolg. Die Rohertragsquote lag im zweiten Halbjahr 3%-Punkte über dem ersten Halbjahr. Das operative Ergebnis (EBITDA) lag im zweiten Halbjahr bei ca. TEUR 650. Im Gesamtjahr beträgt der EBITDA TEUR 453, ohne Berücksichtigung des Forderungsverzichts über TEUR 1.900. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt TEUR 1.285. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 632. Das Ergebnis wird wesentlich beeinflusst durch einen Forderungsverzicht über TEUR 1.900 für Darlehen eines dem Unternehmen nahestehenden Darlehensgebers. b. Finanzlage Forderungen werden in der Regel innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Unsere Forderungsbestände sind über eine namhafte Warenkreditversicherung gegen Ausfälle versichert. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Jahresende 31,7% der Bilanzsumme. Sie sind zum Jahresende aufgrund einer sehr hohen Beschäftigung im Monat November auf einen absoluten Jahreshöchststand angewachsen. Die Investitionen werden langfristig über namhafte und überregionale Finanzierungsinstitute und Leasinggesellschaften finanziert. Zu den Instituten bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 34,9% der Bilanzsumme. Sie haben sich trotz hoher Tilgungsleistungen in 2019 aufgrund der Investition in eine 8-Farben-Bogendruckmaschine von TEUR 2.759 auf TEUR 4.067 erhöht. Lieferantenrechnungen wurden teilweise skontiert, ansonsten innerhalb der bestehenden Vereinbarungen beglichen. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 1.368. Dem EBT von TEUR 841 stehen die nicht zahlungswirksamen Abschreibungen von TEUR 1.068, Veränderungen des Umlaufvermögens von TEUR -592 sowie eine Veränderung der kurzfristigen Verbindlichkeiten von TEUR 1.175 gegenüber. Gegengerechnet sind der Buchgewinn aus einem Anlagenverkauf und der Verzicht auf Darlehen über TEUR 1.900 eines dem Unternehmen nahestehenden Darlehensgebers. Die Investitionen betragen TEUR 2.707. Sie bestehen inbesondere in der Investition in eine Heidelberger 8-Farben-Bogenoffsetdruckmaschine der neuesten Generation. Den Investitionen stehen eine Darlehensaufnahme von TEUR 2.534 sowie Desinvestitionen von TEUR 364 gegenüber. Die Deinvestitionen beziehen sich auf Vermögensgegenstände des Anlage- und des Umlaufvermögens. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Mietkauf wurden planmäßig um TEUR 1.581 getilgt. Der Netto Cash Flow nach Investitionen beträgt TEUR 178. Zum Jahresende wird eine Liquidität von TEUR 598 ausgewiesen. Die Gesellschaft hat ausweislich der Bilanzierung nach HGB ein Eigenkapital von TEUR 619. Im Anlagevermögen der Gesellschaft befinden sich erhebliche stille Reserven. Auf Basis von im 2. Halbjahr 2018 angefertigten Gutachten und einer Fortschreibung der Vermögenswerte unter Berücksichtigung der AfA betragen die stillen Reserven am Bilanzstichtag rd. TEUR 4.000. Die Finanzinstrumente des Unternehmens bestehen aus Eigenmitteln und Factoring. Eine Kontokorrentlinie besteht nicht. Einfluss der Corona-Pandemie auf die Liquiditätslage Die Gesellschaft verfügte zu Beginn der Corona-Pandemie nicht über eine ausreichende Liquiditätsausstattung, um die erwarteten Corona-bedingten Negativ-Effekte auf Umsatz und Cash Flow zu kompensieren. Die Liquidität wurde durch zusätzliche Gesellschafterdarlehen in 2020 über insgesamt EUR 1,5 Mio. aufrechterhalten. Die Gesellschafter entschlossen sich im Frühjahr 2021, das Unternehmen durch eine geeignete strategische Partnerschaft für die Herausforderungen der Zukunft abzusichern. Mit vier namhaften Druck- und Medienunternehmen wurden intensive und zum Teil bereits sehr detaillierte strategische Konzepte diskutiert. Das aus Sicht der Gesellschafter für die Unternehmensentwicklung vorteilhafteste Zukunftskonzept ergab sich durch einen Zusammenschluss der NEEF + STUMME GmbH mit der ebenfalls im Premium Segment des Marktes aktiven hofmann infocom-Gruppe aus Nürnberg unter dem Dach der Navigator Medien Holding aus Düsseldorf. Die Navigator Medien Holding hatte im Rahmen einer Nachfolgelösung im Januar 2021 sämtliche Anteile an dem Nürnberger Druck- und Mediendienstleister übernommen. Mit Wirkung vom 19.07.2021 übernahm Navigator 89% der Gesellschaftsanteile der NEEF + STUMME GmbH. Im September 2021 wurde unter der Regie von Navigator eine Sale-and-lease-back-Finanzierung der Betriebsimmobilie in Wittingen durchgeführt. Das Finanzierungsgeschäft führt zu einem erheblichen a.o. Ertrag und sichert langfristig die Liquidität der Gesellschaft. c. Vermögenslage Das Sachanlagevermögen beträgt TEUR 7.517 gegenüber TEUR 5.885 im Vorjahr. Die Erhöhung ergibt sich im Wesentlichen aus der Investition in eine Heidelberger Bogenoffsetdruckmaschine über TEUR 2.500, gemindert um die laufenden Abschreibungen von TEUR 1.067. Das Umlaufvermögen beträgt TEUR 3.738 gegenüber TEUR 4.152 im Vorjahr. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus einem Aufbau von Vorräten und Halbfabrikaten um TEUR 520 bei gleichzeitigem Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.172 im Ergebnis des Factorings. Die Verbindlichkeiten betragen TEUR 10.575 gegenüber TEUR 10.142 im Vorjahr. Dabei haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 1.307 erhöht. Einer Darlehensaufnahme von rd. TEUR 2.500 für die Investitionstätigkeit stehen Tilgungsleistungen von TEUR 1.581 gegenüber. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 3.693 gegenüber TEUR 2.131 im Vorjahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 2.772 gegenüber TEUR 5.206. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 2.434 erklärt sich insbesondere aus geleisteten Tilgungen aus Mietkaufverpfllichtungen und dem Forderungsverzicht in Höhe von TEUR 1.900. Die Bilanzsumme beträgt TEUR 11.652 gegenüber TEUR 10.317 im Vorjahr. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt TEUR 619. Die stillen Reserven im Anlagevermögen der Gesellschaft betrugen zum Stichtag ca. TEUR 4.000. Die Liquidität zum 31.12.2019 betrug TEUR 598. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Kennzahlen ergeben sich wie folgt: Das EBITDA beträgt TEUR 2.329, der EBT TEUR 841. Die Berechnung von EBT und EBITDA erfolgte ohne die Berücksichtigung der sonstigen Steuern. Das Working Capital wird mit einem Wert von TEUR - 2.175 ausgewiesen. Die Investitionstätigkeit in 2019 beziffert sich auf TEUR 2.707 und wird insbesondere durch die Investition in eine Heidelberg 8-Farben-Bogenoffsetdruckmaschine geprägt. 4. Gesamtaussage Die Gesellschaft litt insbesondere im ersten Halbjahr unter einer zu geringen Beschäftigung und - im Vergleich zum Wettbewerb - unter zu hohen Einkaufspreisen. Im Ergebnis wurde im ersten Halbjahr ein negatives operatives Ergebnis (EBITDA) von ca. TEUR -200 erwirtschaftet. Im zweiten Halbjahr konnte die Beschäftigung gesteigert werden, günstigere Einkaufskonditionen und Erfolge der Technischen Leitung bei den eingeleiteten Programmen zur Makulatureinsparung führten zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung. Der EBITDA lag im 2. Halbjahr bei ca. TEUR 650 - vor Berücksichtigung des Forderungsverzichts von TEUR 1.900. Der Geschäftsverlauf 2019 war insgesamt nicht zufriedenstellend. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt TEUR 1.285. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 632. Das Ergebnis wird wesentlich beeinflusst durch einen Forderungsverzicht über TEUR 1.900 auf ein Darlehen eines dem Unternehmen nahestehenden Darlehensgebers. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 619. Gleichzeitig befinden sich aber im Anlagevermögen der Gesellschaft erhebliche stille Reserven. Auf Basis von im 2. Halbjahr 2018 angefertigten Gutachten und einer Fortschreibung der Vermögenswerte unter Berücksichtigung der für diese Anlagegüter üblichen AfA betragen die am Bilanzstichtag stillen Reserven ca. TEUR 4.000. Die Liquidität wurde durch das Betriebsmitteldarlehen einer dem Unternehmen nahestehenden Person, durch Factoring und durch die Inanspruchnahme von Lieferantenverbindlichkeiten sichergestellt. Die Liquidität zum 31.12.2019 betrug TEUR 598. III. Zweigniederlassungsbericht Unser Unternehmen verfügt über keine Zweigniederlassung. IV. Prognosebericht Grundsätzlich - und ohne der Einfluss der Corona-Pandemie - ging das Unternehmen davon aus, dass das Druckvolumen insgesamt leicht sinken wird. Die Entwicklung unterscheidet sich in den von Neef + Stumme adressierten Marktsegmenten jedoch sehr: Im Verlagsbereich sehen wir für die Zukunft insgesamt eine stabile Entwicklung, insbesondere da es uns gelingt, unsere Marktanteile in diesem Bereich weiter auszubauen. Im Bereich der Unternehmenskommunikation erwarten wir langfristig einen weiteren Rückgang der Nachfrage bzw. eine zunehmende Verlagerung der Kommunikation in den digitalen Raum. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in diesem Segment macht es zunehmend schwierig, den Wegfall von Print-Publikationen durch Marktanteilsgewinne auszugleichen. Wir entwickeln unser Kunden- und Produkt-Portfolio konsequent weiter aus in Richtung der Bereiche, in denen wir Marktwachstum oder zumindest relativ stabile Märkte vorfinden und in denen wir eine besonders starke Wettbewerbsposition haben. Die Corona-Pandemie überlagert die o.g. Branchenspezifischen Einflüsse: Branchen, wie z.B. die Automobilindustrie, die bereits vor Corona vor gewaltigen strukturellen Veränderungen stand, kämpfen mit erheblichen Absatzproblemen. Bisher ausgesprochen gesunde Branchen, wie z.B. die Luftfahrt- oder Kreuzfahrt-Industrie, sind zumindest kurzfristig als Auftraggeber für die Print-Industrie weggebrochen. Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass Neef + Stumme im Corona-Jahr 2020, u.a. im Ergebnis von Neuakquisitionen, tatsächlich mehr - nicht weniger - Aufträge bearbeitet hat. Das durchschnittliche Auftragsvolumen ist jedoch deutlich zurückgegangen: Corona-bedingt sanken die Auflagen gegenüber 2019 im Durchschnitt um 11%, gleichzeitig ist als Folge der rückläufigen Anzeigenumsätze der Verlage die Ausstattung der Magazine (Seitenzahlen, Umfang von Druckveredelungen, Anzahl von Sonderinsertionen und Warenproben in den Magazinen, etc.) in etwa gleicher Höhe zurückgegangen. Die Gesamtleistung ist im Ergebnis der Corona-Pandemie in 2020 um ca. 23% eingebrochen. Die von der Bundesregierung bisher beschlossenen "Überbrückungshilfen" greifen erst ab einem Umsatzrückgang von mehr als 30%. Neef + Stumme ist daher in 2020 nicht in den Genuss von "Überbrückungshilfen" gekommen. Bei einem Produktionsbetrieb muss das zu einem erheblichen Ergebniseffekt führen. 2020 wurde - vor dem Ergebnis der Abschlussprüfung - ein Fehlbetrag von TEUR - 2.095,7 erwirtschaftet. Die Beschäftigung im ersten Halbjahr 2021 litt weiterhin unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die mit der Impfkampagne zunächst deutlich zurückgegangene Inzidenz sowie die Lockerungen führten dazu, dass sich die Marktnachfrage im Verlauf des 2. Halbjahres spürbar erholt hat. Wir gehen nach derzeitiger Planung für 2021 - trotz der im ersten Halbjahr andauernden Beeinträchtigung des Geschäftsverlaufs durch die Corona-Pandemie - unter Berücksichtigung von a.o. Erträgen von einem Jahresüberschuss von ca. TEUR 1.200 aus. Ab 2022 erwarten wir einen deutlich positiven Jahresüberschuss, der jedoch deutlich unter dem Niveau von 2021 liegen wird. Dies ist auf die in 2021 enthaltenen signifikanten a.o. Erträge zurückzuführen. V. Chancen und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Die vorhandenen Überkapazitäten in der Branche führen dazu, dass wir uns weiterhin in einem ausgesprochenen Käufermarkt befinden. Das Risiko, dass wir in einem signifikanten Umfang Aufträge an den Wettbewerb verlieren, erscheint uns dabei vergleichsweise gering: Wir profitieren von einer hohen Kundenzufriedenheit und genießen hohe Reputation bei unseren Kunden und in den von uns adressierten Marktsegmenten. In den vergangenen Jahren mussten wir aber wiederholt feststellen, dass Aufträge gerade auch bei Kunden, bei denen wir eine sehr hohe Kundenzufriedenheit und eine hohe Kundenbindung erreicht haben, zum Teil vollkommen unvermittelt wegbrachen. Ursache hierfür war, dass die Auftraggeber unserer Kunden - z.B. Agenturen und Corporate Publishing Verlage - die zum Teil mit hohen Auflagen aufwändig produzierten Print-Objekte komplett eingestellt hatten. Dies betriftt insbesondere Kunden- und Mitarbeitermagazine sowie Kataloge, häufig im Bereich Automotive. An die Stelle der Print Produkte tritt eine digitale Kommunikation in Form von Online-Magazinen, Newslettern, You Tube-Videos. Marketing-Experten bezweifeln zunehmend die Richtigkeit dieser Strategie. Die sehr schnell zu hebenden Einsparpotenziale erscheinen vielen Marketing-Managern aber offensichtlich attraktiv genug, erfolgreiche Unternehmenskommunikation in Print zu opfern. Neef + Stumme reagiert auf diese Entwicklung konsequent durch eine weitere Konzentration des Produktportfolios auf Produkte, bei denen der Endkunde selbst - nicht die Marketing-Abteilung eines Konzerns - die Entscheidung für oder gegen den jeweiligen Print-Titel fällt. Im Verlauf des 2. Halbjahres 2021 belebte sich die Marktnachfrage spürbar. Die Markterholung wurde ganz offensichtlich von der Lieferindustrie nicht in dieser Form erwartet. Insbesondere die Papierindustrie war und ist im 2. Halbjahr 2021 nicht in der Lage, den gestiegenen Bedarf zu decken. Aus dem Käufermarkt entwickelte sich innerhalb von nur wenigen Monaten ein Verkäufermarkt. Die Papierpreise steigen überproportional an, Preiserhöhungen werden von der Papierindustrie ungeachtet bestehender Preisvereinbarungen vehement eingefordert. Ursache für die aus Sicht der Druckereien - und deren Auftraggebern - höchst unbefriedigende Situation sind Verknappungen im Bereich der Rohstoffe, insbesondere Holz und Zellstoff, aber auch ein während der Corona-Pandemie durchgeführter Kapazitätsabbau der Papierindustrie. Neef + Stumme kann die Effekte aus der Papierverknappung teilweise abfedern, da zu einem erheblichen Teil langfristige Druckverträge mit den Auftraggebern bestehen und insbesondere die Großverlage unter den Auftraggebern von Neef + Stumme Papier beistellen. Die Akquisition von kurzfristig zu produzierenden Druckaufträgen wird durch die Situation auf dem Papiermarkt jedoch deutlich erschwert. Die Lieferzeiten für Papier liegen inzwischen bei über drei Monaten. Darüber hinaus gehende spezifische Branchenrisiken sehen wir nicht. Ertragsorientierte Risiken Ertragsorientierte Risiken ergeben sich bei Neef + Stumme grundsätzlich für den Fall eines unerwarteten Wegbrechens von größeren Aufträgen, dies ausgelöst insbesondere dadurch, dass Print-Objekte eingestellt werden. Der Preisdruck wird unserer Einschätzung nach weiter anhalten. Es ist nicht auszuschließen, dass unsere Wettbewerber Corona-bedingt kurzfristig mit Kampfpreisen agieren werden um die Beschäftigung zu steigern. Insbesondere bei unseren Verlagskunden stellen wir aber fest, dass die Marktpreise bereits jetzt sehr transparent sind und "Dumping-Preise" als solche erkannt werden und nicht zur Auftragsvergabe führen. Hier geht für die Entscheider bei den Verlagen inzwischen die Verläßlichkeit des Druckpartners vor dem günstigsten Preis, zumal bei einem - ggf. sogar wiederholten - Wechsel des Druckpartners erhebliche Prozesskosten für den Verlag entstehen. Die oben genannte extrem angespannte Liefersituation bei Papier führt dazu, dass Aufträge vom Vertrieb abgelehnt werden müssen, da die Terminvorstellungen der Kunden aufgrund der ungewöhnlich langen Lieferzeiten beim Papier nicht befriedigt werden können. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken. Spezifische Risiken im Ergebnis der Corona-Pandemie Der Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 hat das gesamte Geschäftsjahr beeinflusst. Die Druckindustrie war zwar nicht direkt, in erheblichem Umfang aber indirekt von den Folgen der wiederholten Lockdowns betroffen. Die Werbeumsätze brachen, je nach Branche, mehr oder weniger stark ein bzw. kamen sogar zu einem völligen Erliegen. Die Gesamtleistung der Neef + Stumme ist im Ergebnis der Corona-Pandemie in 2020 um ca. 23% eingebrochen. Es wurde ein Fehlbetrag von voraussichtlich ca. TEUR - 2.095,7 erwirtschaftet (vor dem Ergebnis der Abschlussprüfung). Der Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr 2021 entwickelte sich im Ergebnis des anhaltenden Lockdowns sowie der "Bundesnotbremse" auf einem Niveau vergleichbar dem des 1. Halbjahres in 2020. Für das 2. Halbjahr 2021 sind wir jedoch wieder deutlich optimistischer, da durch die Impfungen und damit einhergehende sinkende Anzahl der Neuinfektionen eine Normalisierung der Situation und damit des Nachfrageverhaltens der Konsumenten abzusehen ist. Wir erwarten zumindest teilweise eine Auflösung des Nachfragestaus, z.B. im Bereich Reisen, Gastronomie, etc. Die erhöhte Nachfrage in diesen Branchen wird auch eine Erhöhung der Nachfrage nach Print-Medien beinhalten. Ganz konkret zeigt sich, dass das Volumen der Anfragen angestiegen ist, zum ersten Mal seit Monaten werden wieder neue, umfangreiche Projekte angefragt. Wir gehen nach derzeitiger Planung für 2021 unter Berücksichtigung von a.o. Erträgen von einem Jahresüberschuss von ca. TEUR 1.200 aus. Die Marktnachfrage hat sich im Verlauf des 2. Halbjahres 2021 spürbar erholt. Ab 2022 erwarten wir ein deutlich positives Betriebsergebnis aus dem operativen Geschäft. Den grundsätzlich vorhandenen spezifische Risiken bezogen auf den Einkauf und die Versorgung mit Papier, Farbe, Druckplatten und Druckhilfsmitteln begegnen wir durch frühzeitige Vertragsverhandlungen mit den Lieferpartnern und Bündelung der Einkaufsaktivitäten mit einer professionellen Einkaufsgesellschaft. Der Einfluss der aktuellen Lieferengpässe beim Papier ist in den branchenspezifischen und ertragsorientierten Risiken detaillierter dargestellt. Ein spezifisches Risiko durch Corona-bedingte Forderungsausfälle sehen wir nicht, da wir unsere Forderungen nahezu vollständig über Warenkreditversicherer abgesichert haben. Spezifische Risiken in der Produktion bzw. hinsichtlich des Personals insgesamt aufgrund der Corona-Pandemie sehen wir nicht, da wir strenge Gesundheitsschutzmaßnahmen eingeführt haben und diese von den Führungskräften und von der Belegschaft ausgesprochen diszipliniert umgesetzt werden. Es gab bisher keinerlei Produktionsausfälle wegen Corona-Infektionen. Inzwischen konnten zahlreiche Mitarbeiter bereits geimpft werden, im Juni/Juli haben zahlreiche Mitarbeiter eine Corona-Schutzimpfung durch die Betriebsärztin erhalten. 2. Chancenbericht Unsere Marktausrichtung und unsere Marktposition betrachten wir weiterhin als ausgesprochen gut. Bei unseren Bestandskunden konnten wir unsere Position behaupten bzw. ausbauen. Gleichzeitig haben wir 2019 und 2020 - und selbst 2021 - neue Verlagskunden mit hohem Potenzial für Neef + Stumme gewinnen können. Obwohl im Corona-Jahr 2020 - insbesondere während der "1. Welle" im März/April 2020 - einzelne Ausgaben von Zeitschriften, Kunden- und Mitarbeitermagazinen und auch Katalogproduktionen storniert wurden, wurden 2020 gegenüber dem Vorjahr 4% mehr Rollenaufträge bearbeitet, d.h. die Anzahl der produzierten Titel ist in 2020 gestiegen. Der in 2020 erlittene Umsatzrückgang ist vielmehr darauf zurückzuführen, dass die Druckauflagen wie auch die Umfänge der bei Neef + Stumme produzierten Zeitschriften und Kataloge zurückgegangen sind. Der Rückgang der Druckauflagen sowie die geringeren Seitenumfänge der Publikationen stehen direkt mit der Corona-bedingten geringeren Reisetätigkeit der Leser und der - im Ergebnis der Lockdowns - temporär erheblichen Zurückhaltung der werbetreibenden Industrie zusammen. Mit Bewältigung der Corona-Pandemie ist davon auszugehen, dass Auflage und Umfang der bereits bisher produzierten Titel - und damit der jeweilige Auftragswert - wieder deutlich ansteigen werden. Die anhaltenden Marktveränderungen, die einerseits von weiter sinkenden Auflagen, gleichzeitig aber von einer weiteren Zunahme von Zeitschriftentiteln geprägt ist, erachten wir als vorteilhaft für Neef + Stumme. Magazin- und Katalogproduktionen, die heute noch auf sog. High Volume Druckmaschinen hergestellt werden, sind aufgrund kleiner werdender Auflagen - bei gleichzeitig gestiegenen Anforderungen an die Flexibilität - auf High Volume-Druckmaschinen nicht mehr kosteneffizient herzustellen. Neef + Stumme besitzt in allen Fertigungsbereichen moderne und leistungsfähige Anlagen um diese Produktionen effizient und kostengünstig herzustellen. Die Performance der Maschinen und Anlagen konnte weiter gesteigert werden. Die für das Jahr 2021 vorgesehene Erweiterungsinvestition in eine Beilagen-Einsteckmaschine für den Hochleistungs-Klebebinder wird zu einer deutlichen Produktivitätssteigerung führen. Infolge des im Juli 2021 vollzogenen strategischen Zusammenschlusses der Neef + Stumme mit der hofmann infocom-Gruppe haben sich die Marktchancen signifikant verbessert. Die bereits vollständige Wertschöpfungskette von Neef + Stumme in der Druckproduktion wird durch den Zusammenschluss verlängert: hofmann infocom erweitert das Angebotsspektrum durch leistungsfähige Lösungen im Bereich Mediendienstleistungen und Media-Vermarktung. Im Bogenoffsetdruck wird zusätzlich LED-UV Technologie angeboten - Hofmann zählt bei dieser Technologie zu den absoluten Marktführern. Und schließlich führt die Zusammenführung der Vertriebs- und Marketingaktivitäten zu einer besseren Marktabdeckung. Insgesamt gehen wir davon aus, dass sich der Trend zu kleineren Druckauflagen - auch getrieben durch die Verknappung und Verteuerung von Papier und weiteren Rohstoffen - nochmals beschleunigen wird. Eine stärkere Nachfrage nach Print-Objekten mit kleinen und mittleren Auflagen kommt der Entwicklung von Neef + Stumme sowie der Navigator Medien Holding insgesamt stark entgegen.
Hamburg, den 10.09.2021 NEEF + STUMME GmbH Geschäftsführung gez. Andreas Bauer gez. Dr. Jochen Brinkmann BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang 2019A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung II. Allgemeine Angaben zum Unternehmen sowie zur Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der NEEF + STUMME GmbH, Hamburg (Amtsgericht Hamburg, HRB 154988) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder zu Herstellungskosten (gemäß § 255 III bis III HGB) bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu vier Jahren), bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter von bis zu TEUR 1,0 werden mit einer Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. B. Weitere Angaben zur Bilanz 1. Entwicklung der Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzposten ist im Anlagenspiegel dargestellt:
IV. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Gesellschaft hat im Dezember 2018 einen Factoringvertrag abgeschlossen. Seit Anfang Januar 2019 werden wesentliche Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen samt Bonitätsrisiko übertragen.. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen im Verbundbereich i. H. von TEUR 19,0 (VJ TEUR 0,0) enthalten. 2. Sonstige Vermögensgegenstände Die Gesellschaft hat Kautions- und Sicherheitsleistungen an Lieferanten, die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben, i.H. von TEUR 67,5 geleistet (VJ TEUR 0,0). V. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 200. Durch den Verlustvortrag i.H. von TEUR 212,8 sowie den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 632,2 ergibt sich ein bilanzielles Eigenkapital von EUR 619,4. Durch das positive Ergebnis des Geschäftsjahres ist der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von TEUR 12,8 auf TEUR 0,0 zurückgegangen. Der Jahresüberschuss ist insbesondere auf den Forderungsverzicht i. H. von TEUR 1.900,0 zurückzuführen. Das vorläufige Jahresergebnis vor Jahresabschlussprüfung beträgt für 2020 TEUR -2.095,7. Wir gehen nach derzeitiger Planung für 2021 - trotz einer insbesondere im ersten Halbjahr andauernden Beeinträchtigung des Geschäftsverlaufs durch die Corona-Pandemie - unter Berücksichtigung von a.o. Erträgen von einem Jahresüberschuss von ca. TEUR 1.200,0 aus. Die Marktnachfrage hat sich im Verlauf des 2. Halbjahres spürbar erholt. Ab 2022 erwarten wir einen deutlich positiven Jahresüberschuss, der wird jedoch deutlich unter dem Niveau für 2021 liegen wird. Dies ist auf die in 2021 enthaltenen signifikanten a.o. Erträge zurückzuführen. VI. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für Berufsgenossenschaftsbeiträgen sowie Urlaubs- und Überstundenansprüche gebildet. VII. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen nicht. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten im Verbundbereich i.H. von TEUR 0,00 (VJ TEUR 1.161,4) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind überwiegend durch Sicherungsübereignungen der finanzierten Maschinen besichert. Ein Teil der sonstigen Verbindlichkeiten sind i.H. von TEUR 2.517,1 (VJ TEUR 2.578,8) durch Grundpfandrechte besichert. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. C. Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein außerordentlicher Ertrag aus Forderungsverzicht i.H. von TEUR 1.900,0 enthalten. II. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i.H. von TEUR 1,4 enthalten. D. Sonstige Angaben I. Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:
II. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Herr Andreas Bauer, Geschäftsführer Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. III. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Nutzung der benötigten technischen Anlagen und Maschinen sowie der Fahrzeuge wird zum Teil durch Leasingverträge sichergestellt. Deren Laufzeit beträgt noch bis zu fünf Jahren. Aus den abgeschlossenen Leasingverträgen resultiert eine finanzielle Belastung von insgesamt TEUR 832,03 über die noch verbleibenden Vertragslaufzeiten. Der Forderungsverzicht i. H von TEUR 1.900,0 ist an einen Besserungsschein gebunden. Wird der vertraglich geregelte Jahresüberschuss vor Steuern erreicht, so ist diese Forderung (in Teilbeträgen) zurückzuzahlen. Hieraus resultiert eine finanzielle Belastung von TEUR 1.900,0 zuzüglich einer angemessenen Verzinsung über den Verzichtszeitraum. IV. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss i. H. von TEUR 632,2 auf neue Rechnung vorzutragen. V. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Die Corona-Pandemie hat das Geschäft der Neef + Stumme, beginnend zum Ende des ersten Quartals 2020, massiv beeinträchtigt. Die Gesamtleistung ist im Ergebnis der Corona-Pandemie in 2020 um ca. 23% eingebrochen. Die von der Bundesregierung bisher beschlossenen "Überbrückungshilfen" greifen erst ab einem Umsatzrückgang von mehr als 30%. Neef + Stumme ist daher in 2020 nicht in den Genuss von "Überbrückungshilfen" gekommen. Bei einem Produktionsbetrieb muss das zu einem erheblichen Ergebniseffekt führen. Das Instrument der Kurzarbeit wurde seit Beginn der Corona-Krise in 2020 nahezu durchgehend genutzt. Aufgrund der spezifischen Anforderungen in der Druckindustrie verschafft die Kurzarbeit aber nur eine vergleichsweise geringe Entlastung:
Die in der Regel sehr kurzen Produktionszeiten - von der Datenanlieferung bis zur Auslieferung - blieben unverändert. Der Betrieb musste daher auch während der Corona-Krise in allen Produktionsabteilungen besetzt bleiben, im Ergebnis der zu geringen Beschäftigung entstanden häufig Leerlaufzeiten. Ein Komprimieren des zu geringen Auftragsvolumens und ein Entsenden der Produktionsabteilung über mehrere Tage - oder gar Wochen - in die Kurzarbeit ist aufgrund der hohen Aktualität der bei Neef + Stumme produzierten Titel nicht möglich. In 2020 wurde - vor dem Ergebnis der Abschlussprüfung - ein Fehlbetrag von TEUR 2.095,7 erwirtschaftet. Die Liquidität wurde in 2020 durch zusätzliche Gesellschafterdarlehen über insgesamt EUR 1,5 Mio. aufrechterhalten. Die Gesellschafter entschlossen sich im Frühjahr 2021, das Unternehmen durch eine geeignete strategische Partnerschaft für die Herausforderungen der Zukunft abzusichern. Mit vier namhaften Druckereibetrieben wurden intensive und zum Teil bereits sehr detaillierte strategische Konzepte diskutiert. Das aus Sicht der Gesellschafter für die Unternehmensentwicklung vorteilhafteste Zukunftskonzept ergab sich durch einen Zusammenschluss der NEEF + STUMME GmbH mit der ebenfalls im Premium Segment des Marktes aktiven hofmann infocom Gruppe aus Nürnberg unter dem Dach der Navigator Medien Holding aus Düsseldorf. Die Navigator Medien Holding hatte im Rahmen einer Nachfolgelösung im Januar 2021 sämtliche Anteile an dem Nürnberger Druck- und Mediendienstleister übernommen. Mit Wirkung vom 19.07.2021 übernahm Navigator 89% der Gesellschaftsanteile der NEEF + STUMME GmbH. Der Zusammenschluss der beiden Premium-Anbieter unter dem Dach der Navigator Medien Holding bedeutet eine optimale Abdeckung in Vertrieb, Produktion und Logistik. Hinzu kommt, dass im neuen Verbund die Angebotspalette abgerundet wird: bei digitalen Lösungen, im Bogen- und Rollenoffsetdruck, bei der Verarbeitung und in der Logistik sowie beim Thema Nachhaltigkeit. Im September 2021 wurde unter der Regie von Navigator eine Sale-and-lease-back-Finanzierung der Betriebsimmobilie in Wittingen durchgeführt. Das Finanzierungsgeschäft führt zu einem erheblichen a.o. Ertrag und sichert langfristig die Liquidität der Gesellschaft.
Hamburg, den 10.09.2021 Geschäftsführung gez. Andreas Bauer gez. Dr. Jochen Brinkmann sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.10.2021 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NEEF + STUMME GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NEEF + STUMME GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NEEF + STUMME GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kiel, 12. Oktober 2021 RBB
GmbH
gez. Jürgen Stelk, Wirtschaftsprüfer |
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