clear sky energietechnik GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tristan Kleeb seit 17.2.2026 | Geschäftsführer |
Jürgen Markus Vogg seit 4.7.2025 | Geschäftsführer |
Arne Kaiser seit 5.5.2025 | Prokura |
Tilman Boller seit 19.4.2024 | Geschäftsführer |
Dejan Durdic seit 19.4.2024 | Geschäftsführer |
Jan Markus Meyer seit 18.1.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
klarsolar GmbHHeidelbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die klarsolar GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der klarsolar GmbH, Heidelberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der klarsolar GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammen- hang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 24. Juli 2025 EY GmbH & Co. KG Bilz, Wirtschaftsprüfer Kuhlmann, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma klarsolar GmbH mit Sitz in Heidelberg im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 731757 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Änderungen ergeben sich in der Bilanzierung des virtuellen Beteiligungsprogramms nach der Veräußerung der Gesellschaft an die E.ON Energie Deutschland GmbH per 30. November 2023. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Der Einbezug von Entwicklungskosten in die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt ab Entwicklungsstart. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert. Die Nutzungsdauer von selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten beträgt fünf Jahre und von ähnlichen Rechten und Werten ebenfalls fünf Jahre. Für entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wird eine Nutzungsdauer von fünf Jahren zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Sämtliche Anlagengüter werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto- Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Nutzungsdauer von Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 1 bis 3 Jahre. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die unfertigen und fertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Weiterhin wurde eine Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Im Geschäftsjahr bestand ein virtuelles Beteiligungsprogramm, bei dem Begünstigte Ansprüche auf zukünftige Auszahlungen in Abhängigkeit von der Wertentwicklung der Gesellschaft erhalten. Bis zum Verkauf der klarsolar GmbH an die E.ON Energie Deutschland GmbH am 30. November 2023 wurden die Verpflichtungen aus diesem Programm als sonstige Rückstellungen gemäß §253 HGB in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags bilanziert. Nach dem Kontrollwechsel wurde die schuldrechtliche Erfüllungsübernahme des Programms auf die neue Muttergesellschaft übertragen. Die klarsolar GmbH agiert seither lediglich als Zahlstelle: Die Auszahlung an die berechtigten Mitarbeitenden erfolgt durch klarsolar, die hierfür die entsprechenden Mittel von der E.ON Energie Deutschland GmbH erhält. Da klarsolar somit nicht mehr wirtschaftlich durch das virtuelle Beteiligungsprorgramm belastet wird, erfolgt eine Nettobilanzierung. Vor diesem Hintergrund wurde die Bilanzierung zum 31. Dezember 2023 umgestellt: Anstelle einer Rückstellungsbildung wird nun eine Verbindlichkeit gegenüber den Mitarbeitenden passiviert, sobald die liquiden Mittel durch die E.ON Energie Deutschland GmbH bereitgestellt werden. Anleihen sind zum Nominalbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 546 (Vorjahr TEUR 779) aktiviert. Weitere Forschungs- und Entwicklungskosten darüber hinaus fielen nicht an. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für ausstehende Rechnungen (TEUR 272, Vorjahr TEUR 268), Urlaubsansprüche und Überzeitausgleich (TEUR 295, Vorjahr TEUR 244) und Sondervergütungen (TEUR 100, Vorjahr TEUR 84), Rechtstreitigkeiten und Gewährleistungsansprüche (TEUR 49, Vorjahr TEUR 115), ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 137, Vorjahr TEUR 205) und Abschlusskosten (TEUR 214, Vorjahr TEUR 51) gebildet. Im Vorjahr beinhalteten die sonstigen Rückstellungen weiterhin TEUR 628 für das virtuelle Beteiligungsprogramm sowie TEUR 20 für die Schwerbehindertenabgabe. Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten sind nicht konvertible Anleihen in Höhe von TEUR 364 (Vorjahr TEUR 364) enthalten (Crowdinvest). Die Restlaufzeit beträgt zwischen 1-5 Jahre wobei das Recht zur ordentlichen Kündigung dieses Crowdinvestments für die Anleger ausgeschlossen ist. Der Emittent klarsolar ist berechtigt, das Crowdinvestment insgesamt oder teilweise gegenüber den Anlegern vorzeitig zu kündigen und zu definierten Stichtagen zurückzuzahlen (Details siehe Lagebericht). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr, bis auf das Crowdinvest, kleiner als 1 Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzrealisierung erfolgt nach Abschluss des Photovoltaik-Projekts, das heißt, mit der Inbetriebnahme nach der dauerhaften Montage der Photovoltaikmodule sowie aller zur Erzeugung von Wechselstrom notwendigen Komponenten. Die Gesellschaft erzielte Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 58.257 (Vorjahr TEUR 37.922). Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.308 (Vorjahr TEUR 377) handelt es sich im Wesentlichen um erhaltene Forschungszulagen (TEUR 300, Vorjahr TEUR 0), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 710, Vorjahr TEUR 175), Weiterberechnung von Mietaufwendungen (TEUR 143, Vorjahr TEUR 72), Erträge aus einer Kooperation im Konsumentenkreditbereich (TEUR 6, Vorjahr TEUR 29), verrechnete sonstige Sachbezüge von Firmenwagen (TEUR 47, Vorjahr TEUR 35) sowie um Erstattungen aus dem Aufwendungsausgleichsgesetz (TEUR 1, Vorjahr TEUR 21). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 300 enthalten. Diese betreffen die Forschungszulagen, welche für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 ausgezahlt wurden. Abschreibungen Im Geschäftsjahr wurden planmäßige, lineare Abschreibungen in Höhe von TEUR 577 vorgenommen (Vorjahr TEUR 529). Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.125 (Vorjahr TEUR 4.977) handelt sich im Wesentlichen um Werbekosten (TEUR 1.612, Vorjahr TEUR 1.018), Kosten der Warenabgabe (TEUR 90, Vorjahr TEUR 922), Raumkosten (TEUR 959, Vorjahr TEUR 595), Fremdleistungen (TEUR 120, Vorjahr TEUR 356), Versicherungen (TEUR 214, Vorjahr TEUR 450), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 1.576, Vorjahr TEUR 219), Beiträge und sonstige Abgaben (TEUR 137, Vorjahr TEUR 18), Fahrzeugkosten (TEUR 227, Vorjahr TEUR 139), Aufwendungen für Lizenzen u. ä. (TEUR 196, Vorjahr TEUR 126) sowie Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 135, Vorjahr TEUR 94). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD („Säule 2- Gesetzgebung“) erlassen haben. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.810 (Vorjahr TEUR 3.321) für Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen dem 29. März 2024 und dem 23. September 2027. Ausschüttungssperre Aus Aktivierungen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen gemäß § 268 Abs. 8 HGB ergibt sich eine Gewinnausschüttungssperre in Höhe von TEUR 430 (Vorjahr TEUR 402). Geschäftsführung Bastian Arend, Geschäftsführer Von 24. Oktober 2018 bis 19. April 2024 Philipp Siegert, Geschäftsführer Finanzen, Personal, Einkauf, Recht & Backoffice Ab 19. April 2024 bis 31. März 2025 Jürgen Vogg, Geschäftsführer Finanzen, Personal, Einkauf, Recht & Backoffice Ab 4. Juli 2025 Dejan Durdic, Geschäftsführer Ab 19. April 2024 Jan Meyer, Geschäftsführer Marketing & Produktmanagement Ab 18. Januar 2024 Tilman Boller, Geschäftsführer Operations & IT Ab 19. April 2024 Gesamtbezüge der Geschäftsführung Für Angaben zu der Vergütung der Geschäftsführung wird von den Befreiungsvorschriften für nicht-börsennotierte Unternehmen nach § 286 Abs 4 HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Mit Wirkung zum 30. November 2023 wurde die klarsolar GmbH von der E.ON Energie Deutschland GmbH übernommen. Eine Einbeziehung der klarsolar GmbH in den Konzernabschluss der E.ON SE ist geplant, aber zum Stichtag des Jahresabschlusses noch nicht erfolgt. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 50 (Vorjahr TEUR 105) und wurde vollständig für Abschlussprüfungsleistungen in Rechnung gestellt. Nachtragsbericht Im Rahmen des Nachtragsberichts sind die folgenden wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu erwähnen: Im Anschluss an den Verkauf an die E.ON Energie Deutschland GmbH wurde das Crowdinvest i. H. v. TEUR 364 zuzüglich einer Vorfälligkeitsentschädigung i.H.v. TEUR 3 zurückbezahlt. Die Rückzahlung erfolgte zum Wahlrückzahlungstag dem 31. März 2024. Die Verzinsung endete gemäß den Anleihebedingungen mit dem letzten Tag vor dem besagten Wahlrückzahlungstag (einschließlich). Zur Stärkung der Kapital- und Liquiditätsausstattung der Gesellschaft hat die E.ON Energie Deutschland GmbH im Zeitraum Januar 2024 bis November 2024 mehrere Eigenkapitaltranchen in Höhe von insgesamt TEUR 13.311 in die klarsolar GmbH eingebracht. Außerdem erhielt die Gesellschaft per Gesellschafterbeschluss vom 7. Juli 2025 eine Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 9.700 per Bareinzahlung auf das Bankkonto. Zeitgleich im Juli 2025 hat die klarsolar eine Kreditlinie an die E.ON Energie Deutschland GmbH zurückgeführt. Die klarsolar verfügt zum Aufstellungszeitpunkt über Zahlungsmittel in Höhe von rund TEUR 9.000. Des Weiteren kam es zu personellen Veränderungen in der Geschäftsführung: Zum 18. Januar 2024 trat Herr Jan Meyer in die Geschäftsführung ein. Herr Bastian Arend schied zum 19. April 2024 aus der Geschäftsführung aus. Zum selben Datum wurden Herr Philipp Siegert, Herr Dejan Durdic und Herr Tilman Boller in die Geschäftsführung berufen. Herr Philipp Siegert schied zum 31. März 2025 wieder aus. Herr Jürgen Vogg trat zum 4. Juli 2025 der Geschäftsführung bei. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von TEUR 4.360 (Vorjahr TEUR 8.696) wie folgt zu verwenden: der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Heidelberg, 24. Juli 2025 Geschäftsführung gez. Dejan Durdic gez. Jan Meyer gez. Tilman Boller gez. Jürgen Vogg Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 04.08.2025. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für 20231. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell Die klarsolar GmbH, mit Sitz in Heidelberg, wurde 2018 gegründet. Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft ist der Betrieb einer Online-Plattform für die Vermarktung von Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von ≤ 30kWp sowie die Planung und schlüsselfertige Errichtung solcher Photovoltaik-Anlagen und sämtliche damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernde Geschäfte. Klarsolar errichtet bundesweit PV-Anlagen auf Dächern und ist nur innerhalb Deutschlands von dem Firmenstandort Heidelberg aus tätig. Sowohl der Vertrieb der PV-Anlagen als auch die Interessentengewinnung (Leads) erfolgt durch interne Teams, teilweise jedoch mit Unterstützung von externen Dienstleistern. Klarsolar tritt auf dem Markt der PV- Aufdachanlagen als Generalunternehmer auf und verfügt über keine eigene Produktion zur Herstellung von PV-Komponenten. Zur Errichtung der PV-Anlagen werden Komponenten bei verschiedenen Händlern und Herstellern, sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland beschafft und im Folgenden bei Kunden installiert. Die Errichtung der Anlagen erfolgt hierbei durch ein bundesweites Netzwerk von Subunternehmern sowie eigenen Klarsolar-Monteuren. Zur effizienten Abwicklung aller Aufträge entlang der Prozessstrecke verfügt Klarsolar über eine technologische Plattform, welche - basierend auf Standardsoftware - auf die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst wurde. Soweit notwendig, wurden auch eigene Softwarekomponenten sowohl durch ein internes Entwicklerteam als auch durch externe Dienstleister programmiert. Klarsolar operiert in einem Markt, der von diversen externen Einflussfaktoren beeinflusst wird. Politische und rechtliche Rahmenbedingungen, wie Gesetze zur Förderung erneuerbarer Energien und Subventionen, haben einen direkten Einfluss auf die Nachfrage nach Solaranlagen. Wirtschaftlich gesehen spielen die allgemeine Konjunktur, die Zinspolitik und die Entwicklung der Energiepreise eine wichtige Rolle. Ökologische Faktoren wie der Klimawandel und das zunehmende Umweltbewusstsein fördern die Nachfrage, während Wetterbedingungen die Effizienz von Solaranlagen beeinflussen können. Soziale Aspekte, wie der demografische Wandel und die öffentliche Akzeptanz erneuerbarer Energien, wirken ebenfalls auf das Geschäft. Schließlich beeinflussen technologische Entwicklungen in der Solartechnologie und die Digitalisierung die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft von Klarsolar. 1.2 Forschung und Entwicklung Die klarsolar GmbH entwickelt eigene Software und Applikationen, um die Effizienz im Unternehmen zu steigern. Im Berichtszeitraum wurden Aufwendungen in Höhe von TEUR 546 (Vorjahr TEUR 784) für diesen Zweck aktiviert. Von den TEUR 546 aktivierten Aufwendungen, entfielen TEUR 114 auf externe Dienstleister (Vorjahr TEUR 355). Eine eigenständige Forschung und Entwicklung im Bereich Photovoltaikanlagen und / oder Speichersysteme erfolgt nicht. Hier greift Klarsolar auf am Markt verfügbare Lösungen zurück. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 lieferte die Photovoltaik rund 11,9 % des in Deutschland erzeugten Stroms und erreichte damit erneut einen Höchststand (2022: 10,6 %).1 Trotz einer im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufigen Stromerzeugung von ca. 53,6 TWh (2022: 54,3 TWh) konnte die Photovoltaik ihren Anteil am Strommix weiter ausbauen, was insbesondere auf den starken Zubau an Kapazitäten zurückzuführen ist.2 Mit einem Zubau von rund 14 Gigawatt installierter Leistung übertraf die Branche deutlich die Werte der Vorjahre. Zum Jahresende 2023 lag die gesamte installierte PV-Leistung in Deutschland bei rund 83,2 Gigawatt peak. Bayern stellte mit ca. 3,5 GW erneut das Bundesland mit dem höchsten Zubau dar.3 Diese positive Marktentwicklung wurde sowohl durch die weiterhin hohen Strompreise für Haushalte als auch durch ein wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit begünstigt. Die gestiegene wirtschaftliche Attraktivität von Photovoltaikanlagen - insbesondere für Eigenheimbesitzer und kleinere Gewerbebetriebe - wirkte sich ebenfalls stimulierend auf die Nachfrage aus. Regulatorisch war das Jahr 2023 stark geprägt durch die Umsetzung der im Rahmen des sogenannten „Solarpakets I“ der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Beschleunigung des PV-Ausbaus. Dazu zählten u. a. vereinfachte Netzanschlussbedingungen, die Abschaffung bürokratischer Hürden für kleine PV-Anlagen sowie die Ausweitung der steuerlichen Begünstigung durch die 0 % Umsatzsteuer auf Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen. Diese Regelung, die bereits zum 1. Januar 2023 eingeführt wurde, zeigte ab dem zweiten Quartal 2023 spürbare Marktimpulse, nachdem anfängliche Unsicherheiten in der praktischen Anwendung beseitigt werden konnten. Die im Jahr 2023 wirksam gewordene Umsatzsteuerbefreiung auf den Erwerb und die Installation von Photovoltaikanlagen wirkte sich im Jahresverlauf spürbar positiv auf die Nachfrage aus. Nachdem es zum Jahresende 2022 zu einer spürbaren Zurückhaltung beim Bau bereits beauftragter Anlagen gekommen war, da viele Kundinnen und Kunden den steuerlichen Vorteil abwarten wollten, zog die Umsetzung im Jahr 2023 deutliche Markteffekte nach sich. Insbesondere im privaten Segment kam es zu einem starken Anstieg der Neubestellungen und Installationen und damit einhergehend ein Erstarken des Wettbewerbs.
1
https://www.pv-magazine.de/2023/12/18/zsw-bdew-erneuerbare-decken-erstmals-mehr-als-50-prozent-desstromverbrauchs/ 2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1 Ertragslage Klarsolar konnte im Jahr 2023 weiter starkes Wachstum verzeichnen und im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den Umsatz stark steigern. Im Jahr 2023 wurden 3.872 Photovoltaikanlagen abgerechnet, verglichen mit 2.533 Anlagen im Jahr 2022. Dies entspricht einer Steigerung von 53 %. Die Umsatzerlöse konnten im Berichtszeitraum von TEUR 37.922 auf TEUR 58.257 gesteigert werden, wobei nahezu der gesamte Umsatz aus dem Verkauf von PV-Projekten erzielt wurde. Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen: Zum einen konnte durch ein erhöhtes Mengengerüst, d.h. durch den Verkauf einer größeren Anzahl von PV-Projekten, ein höherer Umsatz erzielt werden. Zum anderen führten positive Entwicklungen auf den Märkten für erneuerbare Energien, insbesondere steigende Marktpreise für Photovoltaik-Projekte infolge wachsender Nachfrage nach nachhaltigen Energielösungen und die politische Entscheidung zugunsten von Photovoltaik, zu einem zusätzlichen Anstieg der Umsatzerlöse. Weiterhin konnten durch interne Prozessverbesserungen und steigende Erfahrung von neu eingestellten Mitarbeitern eine höhere Produktivität und damit höherer Umsatzerlöse erzielt werden (z.B. im Vertrieb). Der Umsatz von TEUR 58.257 entspricht der Prognose von rund TEUR 58.000. Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 deutlich von TEUR 11.806 auf TEUR 2.205. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen daraus, dass eine Vielzahl von Projekten, die bereits im Jahr 2022 verkauft wurden, im Jahr 2023 in Betrieb genommen und abgerechnet werden konnten. Im Vorjahr hatten insbesondere Materialengpässe und begrenzte Kapazitäten bei Lieferanten und Subunternehmen die Fertigstellung verzögert, sodass diese Projekte zunächst als unfertige Erzeugnisse bilanziert wurden. Die erfolgreiche Umsetzung im Jahr 2023 führte entsprechend zu einem deutlichen Bestandsabbau. Die Gesamtleistung stieg von TEUR 48.063 auf TEUR 50.393, wobei neben den oben genannten Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen auch sonstige betriebliche Erträge und aktivierte Eigenleistungen erzielt wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 1.308, Vorjahr TEUR 377) beinhalten im Wesentlichen die Auflösung einer Rückstellung des virtuellen Anteilprogrammes sowie Weiterberechnungen von gemeinsam genutzten Mietobjekten an verbundene Gesellschaften sowie die vom Bund gewährten Forschungszulagen. Die Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen sind von TEUR 39.752 auf TEUR 37.356 gesunken. Die Verbesserung der Materialeinsatzquote (definiert als Materialaufwendungen inkl. Aufwendungen für bezogenen Leistungen im Verhältnis zur Gesamtleistung) war bedingt durch Material- und Handwerkerengpässe, wodurch Klarsolar vermehrt eigene Handwerker einstellte und vermehrt Projekte im Laufe des Geschäftsjahres abschließen konnte. Die Materialeinsatzquote sank dadurch von 82,7% im Vorjahr auf 74,1%. Der betriebliche Rohertrag (definiert als Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen, sonstiger betrieblicher Erträge und aktivierter Eigenleistungen, abzüglich Materialaufwendungen) stieg im Geschäftsjahr 2023 infolge höherer Umsätze, der Auflösung von Rückstellungen und konstanter Materialaufwendungen deutlich von TEUR 8.312 auf TEUR 13.037 an. Die Rohertragsmarge stieg leicht von 21,9 % auf 22,4 %. Der Rohertrag von TEUR 13.037 liegt über der Prognose von rund TEUR 12.000, was auf die Auflösung der Rückstellung für das virtuellen Beteiligungsprogramm in 2023 zurückzuführen ist. Die Personalkosten (TEUR 9.688, Vorjahr TEUR 9.657) sind im Wesentlichen durch den Aufbau neuer Personalkapazitäten gestiegen. Als gegenläufiger Effekt sind in 2023 die Aufwendungen für das virtuelle Beteiligungsprogramm entfallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 6.125, Vorjahr TEUR 4.977) sind im Wesentlichen durch höhere Miet-, Versicherungs- und Marketingkosten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Außerdem sind durch die Series-B Finanzierungsrunde, die im Jahr 2023 stattgefunden hat, einmalige Aufwendungen auf der Verkäuferseite in Höhe von TEUR 944 angefallen. Das EBIT der klarsolar GmbH beträgt TEUR -3.353 (Vorjahr TEUR -6.851) und ist im Wesentlichen der Skalierung und dem Wachstum des Unternehmens geschuldet. Das EBIT von TEUR -3.353 liegt über der Prognose von rund TEUR -4.000, was auf die Auflösung der Rückstellung für das virtuellen Beteiligungsprogramm in 2023 zurückzuführen ist. Das Finanzergebnis (TEUR -64, Vorjahr TEUR -33) ist aufgrund der Verzinsung des Crowdinvestments sowie der Zinsen für kurzfristige Darlehen negativ. Das Jahresergebnis der klarsolar GmbH beträgt TEUR -4.360 (Vorjahr TEUR -8.696) und ist ebenso wie das EBIT im Wesentlichen der Skalierung und dem Wachstum des Unternehmens geschuldet sowie einer Steuerrückstellung. Die Anzahl der Wins brach im Gegensatz zum Vorjahr um ca. 50 % aufgrund von gestiegenem Wettbewerb ein und lag bei 1.386 (Vorjahr 2.731). Damit entspricht die Anzahl der Wins der Prognose von 1.380. 2.2.2 Vermögenslage Aktiva Die immateriellen Vermögensgegenstände sind durch Software-Entwicklung (intern und extern) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von TEUR 1.160 im Vorjahr um TEUR 61 auf TEUR 1.221 gestiegen. Das Sachanlagevermögen ist gesunken, da im Vorjahr genügend IT- sowie Büroausstattung aufgrund des Umzugs in das neue Headquarter hinzugekauft wurde und nun durch die vorgesehene regelmäßige Abschreibung an Wert verliert. Es sank von TEUR 376 um TEUR 66 auf TEUR 310 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Vorräte sind im Geschäftsjahr von TEUR 12.114 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 9.053 auf TEUR 3.061 gesunken. Dies resultierte vor allem aus der Fertigstellung der zuvor als unfertige Erzeugnisse bilanzierten Projekte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 1.828 um TEUR 1.300 auf TEUR 528 zurückgegangen. Der deutliche Rückgang ist im Wesentlichen auf rückläufige Wins im letzten Quartal 2023 zurückzuführen. Des Weiteren wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 276 vorgenommen. Die sonstigen Aktiva sind unter anderem aufgrund von Umsatzsteuerforderungen (TEUR 812, Vorjahr TEUR 0) und Rechnungsabgrenzungen für Versicherungs- und Lizenzverträgen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von TEUR 529 um TEUR 854 auf TEUR 1.383 angestiegen. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ergibt sich aus den kumulierten Verlusten der Gesellschaft, die nicht durch bestehendes Eigenkapital ausgeglichen werden konnten, und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.819. Passiva Das Eigenkapital der klarsolar GmbH verbesserte sich im Geschäftsjahr 2023 deutlich von TEUR -3.960 auf TEUR -1.819. Damit bleibt die Gesellschaft bilanziell überschuldet. Die positive Entwicklung ist hauptsächlich auf die Erhöhung der Kapitalrücklage, um insgesamt TEUR 6.500 zurückzuführen, die durch den Verkauf an die E.ON Energie Deutschland GmbH generiert wurde. Demgegenüber steht ein Jahresfehlbetrag von TEUR -4.360, der das Eigenkapital belastet hat. Insgesamt zeigt sich damit, dass strategische Kapitalmaßnahmen den Verlust aus dem operativen Geschäft teilweise kompensieren konnten, die Überschuldung jedoch weiterhin besteht. Die Rückstellungen haben sich im Berichtszeitraum von TEUR 3.475 um TEUR 290 auf TEUR 3.765 erhöht. Während die Steuerrückstellungen sowie die Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungsleistungen erhöht wurden, wurde die Rückstellung für das virtuelle Beteiligungsprogramm aufgelöst. Die Anleihen blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei TEUR 364. Die erhaltenen Anzahlungen sind von TEUR 13.096 auf TEUR 2.607 im Vorjahreszeitraum gesunken. Die Entwicklung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass Projekte, die aufgrund von Material- und Ressourcenengpässen im Jahr 2022 begonnen wurden, erst in 2023 abgeschlossen werden konnten. Infolge der im Jahr 2023 eingeleiteten Gegenmaßnahmen traten diese Effekte im Berichtsjahr nicht mehr in vergleichbarem Umfang auf. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.039 auf TEUR 2.040 (Vorjahr: TEUR 3.079) steht - analog zur Entwicklung der Forderungen - im Zusammenhang mit einer geringeren Anzahl an Wins. Die sonstigen Passiva (TEUR 724, Vorjahr TEUR 662) sind im Wesentlichen auf Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie einer Verbindlichkeit gegenüber Mitarbeitern zum Stichtag zurückzuführen. 2.2.3 Finanzlage Die klarsolar GmbH konnte ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr stets nachkommen. Die Liquidität betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.179 (Vorjahr zum Stichtag 31. Dezember 2022 TEUR 709). Zusätzlich zum Eigenkapital in Höhe von TEUR -1.819 (Vorjahr TEUR -3.960) beinhaltete die Kapitalstruktur von Klarsolar Fremdkapital in Höhe von TEUR 364 (Vorjahr TEUR 364) in Form eines Crowdinvestments (nachrangige Schuldverschreibung) mit einer fixen Verzinsung in Höhe von 6,25 % p. a. und einer Laufzeit bis 31. Dezember 2024. Das Recht zur ordentlichen Kündigung dieses Crowdinvestments ist für die Anleger ausgeschlossen. Der Emittent Klarsolar ist berechtigt, das Crowdinvestment insgesamt oder teilweise gegenüber den Anlegern vorzeitig zu kündigen und zurückzuzahlen an folgenden Wahlrückzahlungstagen mit den folgenden Wahlrückzahlungsbeträgen: 31. Dezember 2022: 102,00 % des Nennbetrages, 31. März 2023: 101,75 % des Nennbetrages, 30. Juni 2023: 101,50 % des Nennbetrages, 30. September 2023: 101,25 % des Nennbetrages, 31. Dezember 2023: 101,00 % des Nennbetrages, 31. März 2024: 100,75 % des Nennbetrages, 30. Juni 2024: 100,50 % des Nennbetrages, 30. September 2024: 100,25 % des Nennbetrages. Die Eigenkapitalquote betrug wie im Vorjahr -19%. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 576 (Vorjahr TEUR 784) getätigt, insbesondere in laufende Softwareprojekte und den Ausbau der Prozesslandschaft der klarsolar GmbH. Ziel dieser Investitionen ist es, durch digitale Prozesse Effizienzen zu heben und die weitere Skalierung des Unternehmens sicherzustellen. Die bestehenden Investitionsvorhaben werden auch im Jahr 2024 fortgeführt und die Finanzierung ist im Rahmen der Gesamtfinanzierungsanforderungen für 2024 der klarsolar GmbH berücksichtigt. Die Erhöhung der Zahlungsmittel um TEUR 470 auf TEUR 1.179 zum 31. Dezember 2023 ist im Wesentlichen auf Einzahlungen in die Kapitalrücklage von TEUR 6.500 zurückzuführen. Als gegenläufige Effekte wirkten im Wesentlichen der negative operative Zahlungsmittelfluss von rund TEUR 5.400 sowie Auszahlungen für Investitionen von rund TEUR 576. 2.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die entscheidenden finanziellen Leistungsindikatoren der klarsolar GmbH stellen die Umsatzerlöse, der betriebliche Rohertrag sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) dar. Während die Umsatzerlöse und der betriebliche Rohertrag absolut gesehen deutlich gesteigert werden konnten, ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) schlechter ausgefallen als im Vorjahr. Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wurde die Anzahl der verkauften Photovoltaik-Anlagen, im Weiteren auch als „Wins“ bezeichnet, abgeleitet. Daraus leitet sich die Performance- Steuerung der klarsolar GmbH ab, da anhand der Wins der gesamte Geschäftsprozess der Errichtung von Photovoltaikanlagen prognostiziert werden kann, beispielsweise, wie Bereiche und Teams rund um die Auftragsabwicklung (Anlagenplanung, Projektmanagement, Netzmanagement etc.) aufgestellt werden müssen. Bei den Wins werden reine Speicher- und Wallboxverkäufe nicht berücksichtigt, da hierbei der Errichtungsprozess von einer niedrigeren Komplexität geprägt ist. 2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 insgesamt als positiv. Klarsolar konnte das hohe Wachstumstempo der Vorjahre fortsetzen und erneut eine deutlich gestiegene Anzahl an Photovoltaikanlagen installieren. Infolgedessen erhöhten sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr signifikant. Durch den Verkauf an die E.ON Energie Deutschland GmbH stand dem Unternehmen zusätzliche Liquidität zur Verfügung, die zur Stärkung der Kapitalstruktur und Finanzierung des weiteren Wachstums genutzt wurde. Das EBIT fiel im Berichtsjahr weiterhin negativ aus, was im Wesentlichen auf anhaltend hohe Investitionen in Personal, Prozesse und Strukturen zur langfristigen Skalierung des Geschäftsmodells zurückzuführen ist. 3. Prognose, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Es wird prognostiziert, dass der PV-Markt in Deutschland in den kommenden Jahren weiter stark wächst. So geht beispielsweise eine Studie von SolarPower Europe davon aus, dass sich die installierte Kapazität von PV-Anlagen in Deutschland von 68 Gigawatt im Jahr 2022 auf nahezu 232 Gigawatt bis ins Jahr 2030 erhöht.4 Im Geschäftsjahr 2024 hat die klarsolar einen Umsatz von rund ca. TEUR 23.000, einen betrieblichen Rohertrag von rund TEUR 7.000 sowie ein EBIT von rund TEUR -8.000 erzielt. Weiterhin wurden Wins von rund 1.200 verzeichnet. Hintergrund der Entwicklung sind die sich ändernden Gegebenheiten am Markt wie bspw. durch die Anpassung des Steuersatzes bei Photovoltaikanlagen auf 0 % und den damit einhergehend höheren Wettbewerbsdruck. Für das Geschäftsjahr 2025 plant die klarsolar einen Umsatz von TEUR 25.000 bis TEUR 29.000, einen Rohertrag von TEUR 9.000 bis 10.000 sowie ein EBIT von TEUR -5.000 bis TEUR -7.000. Dabei plant die klarsolar mit Wins von 1.000 bis 2.000. Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 7. Juli 2025 hat die E.ON Energie Deutschland GmbH eine Einzahlung in Höhe von TEUR 9.700 in die Kapitalrücklage per Bareinzahlung auf das Bankkonto der klarsolar geleistet. Zeitgleich im Juli 2025 hat die klarsolar eine Kreditlinie an die E.ON Energie Deutschland GmbH zurückgeführt. Die klarsolar verfügt zum Aufstellungszeitpunkt über Zahlungsmittel in Höhe von rund TEUR 9.000. Für die Würdigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit wurde der Prognosezeitraum bis zum 31. Juli 2026 analysiert. Die klarsolar plant bis zum 31. Juli 2026 mit einem negativen Cashflow im mittleren einstelligen Millionenbereich. Damit ist die Finanzierung der Gesellschaft aus Sicht der Geschäftsführung auf Basis der zugrunde liegenden Geschäftsplanung für den Prognosezeitraum bis Ende Juli 2026 gegeben. 3.2 Risikobericht Ein Risiko stellt die Liefersituation für Komponenten von PV-Anlagen dar. Der Großteil der Komponenten wird mittlerweile in Asien produziert. Die angespannte weltweite politische Situation (Ukraine-Konflikt, angespannte Situation Chinas mit Taiwan) stellt hierbei ein Risiko für Verfügbarkeit von Komponenten, Preissteigerungen und Lieferwege dar. Dieses Risiko bewertet die klarsolar GmbH als moderat, da durch Lieferengpässe bzw. - verzögerungen Bauvorhaben verzögert und somit das Wachstum des Unternehmens ausgebremst werden können. Dies könnte sich negativ auf das EBIT auswirken. Ebenfalls stellt die stetig wachsende Wettbewerbssituation in der PV-Branche ein Risiko dar, da immer mehr auch lokale Anbieter für PV-Anlagen in den Markt drängen. Dies könnte sich negativ auf das Umsatzwachstum und das EBIT auswirken. Es ergeben sich zudem Risiken aus dem neuen Geschäftsumfeld der Photovoltaik-Branche und damit einhergehenden Unsicherheiten in Hinblick auf Steuerrecht und Gesetzgebung aus der Politik. Im Rahmen des Risikoberichts wird das Risiko der Cyberkriminalität für Klarsolar als gering eingeschätzt. Dies beruht darauf, dass wir nicht zu den Unternehmen der kritischen Infrastruktur zählen, die häufig im Fokus von Cyberangriffen stehen. Darüber hinaus streben wir einen hohen Sicherheitsstandard an, der kontinuierlich überprüft und optimiert wird. Durch die stetige Weiterentwicklung unserer sicherheitsrelevanten Prozesse wollen wir einen effektiven Schutz vor potenziellen Bedrohungen gewährleisten. Diese Maßnahmen minimieren das Risiko von Cyberangriffen und tragen zur Sicherstellung der IT-Sicherheit bei. Ein weiteres Risiko der klarsolar ist die über den Prognosezeitraum Ende Juli 2026 hinausgehende Finanzierung der Gesellschaft. Die Geschäftsführung prognostiziert gemäß der Geschäftsplanung, dass die klarsolar über ausreichend liquide Mittel zur Erreichung der Gewinnschwelle verfügt. Sofern die geplanten Ziele nach Ende des Prognosezeitraums nicht erreicht werden, besteht das Risiko, dass die klarsolar weiterer Finanzierungen bedarf. Die Gesamtrisikolage der klarsolar GmbH wird dennoch insgesamt als eher gering eingeschätzt. 3.3 Chancenbericht Die klarsolar GmbH ist am Markt etabliert und das Geschäftsmodell sowie die verkauften Produkte sind markterprobt. Der Beitrag der PV-Branche zur Energiewende ist gesellschaftlich und politisch angesehen. Da sich die Bundesregierung dazu entschlossen hat, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf mindestens 80 % zu erhöhen (Stand 2022: 45,5 %)5 , sieht die klarsolar GmbH mit ihrem Geschäftsmodell eine große Chance, von diesem zukünftigen Wachstumsmarkt zu profitieren. Die weiter steigenden Energiepreise und im Gegensatz hierzu sinkenden Kosten für Solarenergie machen die PV-Anlagen immer attraktiver für jeden Einzelnen in Deutschland. Da die PV-Branche einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leistet und gesellschaftlich gesehen das Bewusstsein für eine notwendige Energiewende tendenziell zunimmt, sieht die klarsolar GmbH positiv und selbstbewusst in die Zukunft. Des Weiteren bestehen durch den Zukauf durch die E.ON Energie Deutschland GmbH wesentliche Synergieeffekte, die die Klarsolar in Zukunft nutzen möchte. Zum einen werden die Ressourcen im Performance Marketing gebündelt, um ergebniswirksame Effekte heben zu können. Durch die Beschaffung von PV-Komponenten über Energetik - einer E.ON-Tochter - statt externe Großhändler sowie die Nutzung vorhandener Lagerbestände im E.ON-Konzern entstehen Einsparpotenziale pro PV-Projekt. Steigende Preise für fossile Brennstoffe und Förderungen im Bereich der Elektromobilität führen dazu, dass immer mehr Haushalte auf elektrische Wärmequellen wie Wärmepumpen umsteigen und benzinbetriebene Fahrzeuge durch Elektroautos ersetzen. Dadurch steigt der Stromverbrauch in Privathaushalten. Dieser höhere Eigenverbrauch macht es wirtschaftlich attraktiver, eine eigene Photovoltaikanlage zu betreiben, da die selbst erzeugte Energie langfristig Kosten spart und die Abhängigkeit von externen Stromanbietern verringert.
Heidelberg, 24. Juli 2025 Geschäftsführung Jürgen Vogg Dejan Durdic Jan Meyer Tilman Boller |
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