Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 106249
Vorher
TSG Technologie Services GmbH
Eingetragen
3.5.2001
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
1. die Beratung und Betreuung von Unternehmen auf dem Gebiet der Informationsverarbeitung und -technologie; 2. die Herstellung von und der Handel mit Systemen der Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnik, technischen Komponenten, Geräten und Zubehör. 3. Services für komplexe IT-Infrastrukturen, wie Projektierung, Installation, Implementierung, Überwachung von IT-Systemen sowie deren Wartung für alle Branchen insbesondere für den Finanzdienstleistungsbereich. 4. die Erbringung von Dienstleistungen und Managed Services im gesamten Bereich der Informationstechnologie und im Bereich des Dokumenten Managements. 5. die Personalüberlassung

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Michael Dr. Stanka
seit 1.10.2018
Geschäftsführer
Klaus-Dieter Lindner
seit 25.10.2017
Prokura
Prokura
Martin Greiwe
seit 31.8.2016
Geschäftsführer
Klemens Baumgärtel
seit 31.8.2016
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ratiodata GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

A. Grundlagen

1. Geschäftsbereiche und wichtigste Produkte

Die Ratiodata GmbH (im Folgenden Ratiodata) ist Handelspartner und IT-Dienstleister für dezentrale IT-Umgebungen. Netz- und Kommunikationsleistungen ergänzen das Portfolio im IT-Systemhausgeschäft. Darüber hinaus werden Dienstleistungen im Bereich Scan- & Dokumenten-Services erbracht.

Die wichtigsten Produktbereiche im Überblick:

IT-Systemhaus

Dezentrale IT-Hardware

- Hardwarehandel mit dezentralen IT-Komponenten (Clients, Server, Peripherie) sowie mit Netzwerk- und Kommunikationskomponenten

- Rollout & Projekte inkl. Software-Vorinstallation

Dezentrale IT-Services

- Hardware-Services: Vor-Ort-Services, Repair-Center, Serviceverträge

- Managed Desktop Services als Life-Cycle-Services und Fullservices für IT-Hardware, IMAC/R-Leistungen (Install, Move, Add, Change, Remove)

- Spezielle IT-Services für Finanzdienstleister: z.B. Scan-Apps

Bankentechnologie-Services

- Banken-SB-Geräte, Schalter-/Kassen-/Peripheriegeräte

- Sicherheitstechnik, Spreng-/Explosionsschutz, Video-Überwachungssysteme

- Managed Services SB-Geräte: Ausfall- & Status-Überwachung sowie IT-Administration, Cash-Management

- Vor-Ort-Services: Außendienst & Wartung

Kommunikation & Kollaboration

Telefonie

- VoIP-Lösungen, Voice Access Services

- Mobile-Device-Services u. Mobilfunk-Services

Unified Communication

- Videokonferenz-/ Raum-Systeme

- Konferenzlösungen, Skype for Business

- Contact Center Lösungen

Netze

Unternehmens- & mobile Netzwerke

- WAN-, LAN- & WLAN-Services

- Netzmanagement

- Domainverwaltung

Managed Network-Security

- Firewallsysteme

- Sichere Zugangslösungen

- Network Access Control

- Partner & Internet Access

Scan- & Dokumenten-Services

Digitale Dokumenten-Lösungen

- Scan-Services

- Digitalisierung Kredit-, Kunden-, Personal-, Vertragsakten

- Elektronische Rechnungseingangsbearbeitung als Workflow

- Web-Archiv

- Digitale Poststelle

- Speziallösungen für VR-Banken (Dezentrales Scannen über Multifunktionsgeräte, Web-Indizier-Client, geno.BilanzServices (Scannen und automatisierte Voranalyse von Bilanzen)

2. Organisatorische und rechtliche Struktur des Unternehmens

Die Ratiodata ist eine 100-prozentige Tochter der Fiducia & GAD IT AG (Fiducia & GAD). Firmensitz ist Frankfurt am Main und Münster ist Verwaltungssitz von bundesweit 12 Standorten und Außenstellen. Darüber hinaus werden weitere Technikerstützpunkte bundesweit unterhalten.

Die Konsolidierung der Produkt- und Geschäftsstrukturen im Fiducia & GAD Konzern wurde die Ratiodata betreffend in 2017 abgeschlossen. Die Konsolidierung erfolgte aufgrund des Zusammenschlusses der Muttergesellschaft Fiducia & GAD. Im Jahre 2018 ist erstmals für das Gesamtjahr die neue Portfoliostruktur zum Tragen gekommen.

Die Geschäftsfelder der ehemaligen banqtec AG sind in die Geschäftsbereiche der Ratiodata integriert und das Geschäft in 2018 ganzjährig durch die Ratiodata gesteuert. Durch den übernommenen Außendienst bietet die Ratiodata ihre IT-Produkte, Dienstleistungen und Services bundesweit flächendeckend an und besitzt einen das komplette Bundesgebiet abdeckenden Technikerservice für Banken-SB- und IT-Systeme.

Sprecher der Geschäftsführung ist Herr Martin Greiwe und Geschäftsführer sind die Herren Klemens Baumgärtel und Karlheinz Heine (bis 31.12.2018) sowie seit 01. Oktober 2018 Herr Dr. Michael Stanka.

Im Rahmen der Konzerngovernance werden zentrale Funktionen wie z.B. die Finanzbuchhaltung, die Personalabrechnung sowie die Interne Revision von der Fiducia & GAD für die Ratiodata erbracht

B. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf 2018

1.1 Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung

Die deutsche Wirtschaft ist in 2018 um 1,5 Prozent gewachsen. Das Wachstum ist damit geringer als im Vorjahr und liegt auch unter den ursprünglichen Erwartungen des Bundesministeriums für Wirtschaft. In Anbetracht einer sich global abschwächenden Konjunktur und der Absatzprobleme der Automobilindustrie ist dies immer noch ein solides Wachstum. Insbesondere die Binnenwirtschaft hat hierzu beigetragen. Der private Konsum war ein wesentlicher Wachstumsträger. Auch die Ausrüstungsinvestitionen trugen zum Wachstum bei. Die positive wirtschaftliche Entwicklung hatte einen erfreulichen Einfluss auf die Zunahme der Erwerbstätigkeit. Diese Entwicklung hat gleichwohl ihre Schattenseiten hinsichtlich des sich weiter zuspitzenden Mangels nicht nur an qualifizierten Fachkräften.

Die Bundesregierung erwartet, dass sich das Wachstum in 2019 weiter fortsetzt. Die Senkung von Steuern und Abgaben wird hierzu erwartungsgemäß beitragen. Die Erwerbstätigkeit wird weiter zunehmen und die Arbeitslosigkeit zurückgehen. Der Auftragsbestand ist weiterhin sehr hoch. Die Einkommensentwicklung wird positiv erwartet und die Konsumnachfrage der privaten Haushalte wird steigen.

Der deutsche ITK-Markt (Informationstechnologie und Kommunikation), in dem die Ratiodata geschäftlich aktiv ist, ist in 2018 um 2 % auf 166 Milliarden Euro gestiegen. Alle Bereiche des ITK-Marktes trugen zum Wachstum bei, besonders zulegen konnten der Softwarebereich und die IT-Services. Auch die Wachstumserwartungen der Unternehmen im Bereich Software und IT-Services sind besonders ausgeprägt. Deutlich zurückhaltender werden, laut Bundesverband für Informationswirtschaft BITKOM, die Umsatzerwartungen bei IT-Hardwareverkäufen und in der Kommunikationstechnik eingeschätzt.

Die geschäftliche Entwicklung der Ratiodata ist in besonderem Maße abhängig von dem Investitionsverhalten und der wirtschaftlichen Situation der Genossenschaftsbanken. Die deutschen Genossenschaftsbanken haben laut Bundesverband (BVR) ihre Kreditvergabe erfreulich steigern können. Die Kreditvergabe lag über dem allgemeinen Marktwachstum. Die Banken profitieren von niedrigen Insolvenzzahlen in einem stabilen konjunkturellen Umfeld. Dennoch steht die Ertragssituation der Banken durch das Niedrigzinsniveau weiter unter Druck. Auf der Kostenseite sind die Banken mit steigenden regulatorischen Anforderungen konfrontiert. Prognostizierte Schließungen von Bankfilialen werden sich voraussichtlich geschäftsbeeinflussend auf die Geschäftstätigkeit der Ratiodata im Bankenbereich auswirken. Die Kundennähe und Kundenbindung sollen in der genossenschaftlichen FinanzGruppe im Rahmen einer Digitalisierungsoffensive weiter gestärkt und ausgebaut werden.

Gestiegene Kosten lassen sich in den Geschäften der Ratiodata kaum an Kunden weiter geben. Produktivitätsverbesserungen, Erweiterung des Kundenstammes und Platzierung neuer Produkte und Leistungen im Markt tragen zur Ertragssicherung bei.

Wesentliche rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

Das Jahr 2018 stand im Zeichen der einheitlichen Ausrichtung der Ratiodata nach Umsetzung der konzerninternen redundanzfreien Portfoliooptimierung zu einem leistungsfähigen Systemhauspartner für unsere Kunden. Das Portfolio ist fokussiert auf dezentrale IT- & SB-Infrastruktur, Netz- und Kommunikationsleistungen sowie Scan & Dokumenten-Services.

Die internen Prozesse, Anwendungen und die interne Netz- und Arbeitsplatzinfrastruktur wurden leistungsstark über alle Standorte hinweg vereinheitlicht. Die Aufbauorganisation wurde gemäß unternehmensweiter einheitlicher Strukturen zukunftsweisend ausgerichtet.

Im Geschäftsjahr 2018 waren die operativen Unternehmensbereiche voll ausgelastet. Darüber hinaus wurden noch projektbezogene Leistungen erbracht und entsprechende Umsatzerlöse generiert.

Anfang des Jahres 2018 wurde die Ratiodata Luxemburg S.à r.l. rückwirkend zum 1. Januar von der Fiducia & GAD durch die Ratiodata übernommen. Der Firmensitz in Luxemburg bleibt bestehen. Mit der Übernahme kann die Ratiodata grenzübergreifend Firmenkunden mit Leistungen versorgen. Den besonderen bankenregulatorischen Anforderungen des Finanzplatzes Luxemburg wird durch die einheimische Gesellschaft Rechnung getragen. Die Ratiodata Luxemburg ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Ratiodata.

1.2. Geschäftslage

Wichtige Vertriebserfolge und Vertragsabschlüsse

- Sicherstellung und Fortführung wichtiger Service- und Dienstleistungsverträge mit genossenschaftlichen Verbundunternehmen und mit Partnerbanken

- Festigung bestehender Partnerschaften mit wichtigen Lieferanten und Herstellern

- Gewinnung neuer Kunden im Marktbereich

- Kontinuierliche Weiterentwicklung des Geschäftsfeldes Scan- & Dokumenten-Services

- Durchführung von Kundenprojekten bei Banken und Verbundunternehmen

- Durchführung eines größeren Rollouts für ein namhaftes Versicherungsunternehmen

- Einführung neuer Produkte und Ausbau des Geschäftes

Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigt zum Stichtag 31. Dezember 2018 1.197 Mitarbeiter. Die Verteilung auf die wesentlichen Standorte der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

- Münster 366
- Karlsruhe 115
- Mülheim-Kärlich 164
- Kassel 103
- Frankfurt 88
- Duisburg 80
- Berlin 41
- München 22
- Wedemark 218

In 2018 sind in der Ratiodata 19 Auszubildende in der Ausbildung.

Ausgebildet wird in den Berufsfeldern IT-Systemkaufmann, IT-Systemelektroniker, Fachinformatiker für Systemintegration und Anwendungsentwicklung, Fachkraft für Lagerlogistik, Kauffrau für Büromanagement sowie Kauffrau für Marketingkommunikation. Im Rahmen eines dualen Studiums bietet die Ratiodata die Möglichkeit, den Studiengang "Wirtschaftsinformatik Anwendungsentwicklung bzw. Systemintegration" mit dem Abschlussziel Bachelor of Science zu belegen.

Als technologisch ausgerichtetes Unternehmen legt die Ratiodata großen Wert auf die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter. Entsprechende Ausbildungsbudgets werden dafür bereitgestellt.

2. Ertragslage

Die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses entsprechen den Planungen.

Umsatzerlöse und Leistungsumsätze

- Im Geschäftsjahr 2018 wurden Umsatzerlöse von 296.143 TEUR (Vj. 266.504 TEUR) erwirtschaftet. Dies entspricht einer Steigerung von 29,6 Mio. EUR bzw. 11,1 % gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse in 2018 sind geprägt durch die Portfoliokonsolidierung im Vergleich zum Vorjahr und durch einen größeren Rollout für ein genossenschaftliches Verbundunternehmen. Die Umsatzrückgänge aus der Verlagerung des Bankennetzgeschäftes, bis zur Verlagerung des Geschäftes zum Ende des ersten Quartals 2017, konnten kompensiert werden.

- Die Umsatzerlöse wurden in den Zielmärkten Genossenschaftsbanken (54%), genossenschaftliche Verbundunternehmen (36%), Privatbanken, Wirtschaft & Verwaltung (10%) erzielt. Der Hauptanteil der Umsatzerlöse stammt aus den Geschäftsfeldern des IT-Systemhauses. Zu den Geschäftsfeldern gehören das Handelsgeschäft, das Wartungs- und Servicegeschäft sowie Netzkommunikation- und Telekommunikationsservices. Die Scan- & Dokumenten-Services trugen darüber hinaus zur positiven Umsatzentwicklung bei.

Die Umsatzentwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2018 2017
IT-Systemhaus 228.087 192.843
Netze 34.854 41.775
Scan- & Dokumenten-Services 15.226 15.933
Kommunikation & Kollaboration 17.720 15.738
Mieterlöse 256 215
  296.143 266.504

IT-Systemhaus:

In 2018 konnten die Umsatzerlöse im Handels- und Projektgeschäft durch die Abwicklung von Kundenrollouts gesteigert werden. Insbesondere hat ein größerer Rollout und Belieferungsauftrag zur Umsatzausweitung beigetragen. Darüber hinaus wurden aufgrund von erforderlichen Windows-Systemumstellungen bei den genossenschaftlichen Primärbanken höhere Handelsumsätze mit IT-Systemen generiert. Auch im Bereich Managed Services stieg die Nachfrage nach qualifizierten IT-Dienstleistungen und Managed Services unserer Kunden an.

Im Bereich der SB-Hardware- und Fieldservices verzeichneten wir gegenüber dem Vorjahr eine leicht rückläufige Geschäftsentwicklung.

Netze:

Der Netzbereich Genossenschaftsbanken wurde per Ultimo März 2017 an einen Netzprovider verkauft. Die um diesen Effekt bereinigten Umsatzzahlen weisen eine konstante Entwicklung gegenüber dem Vorjahr auf. Das Netzgeschäft mit Verbundunternehmen verlief stabil.

Scan- & Dokumenten-Services:

Die Umsatzentwicklung im Bereich digitaler Dokumentenservices konnte nicht ganz an die Umsätze des Vorjahres heranreichen. Der limitierende Umsatzfaktor ist die Verfügbarkeit von Personal für die Bearbeitung des personalintensiven Geschäftes. Neue Scanservices wie z.B. die geno.BilanzServices wurden weiter ausgebaut.

Kommunikation & Kollaboration:

Gegenüber dem Vorjahr konnten die Umsätze erfreulich zulegen. Dazu trugen insbesondere Projektleistungen gegenüber Verbundunternehmen bei. Das Geschäft im Bereich Video-Conferencing konnte weiter zulegen.

Die Entwicklung der Ertragslage stellt sich im Überblick wie folgt dar:

in TEUR 2018 2017
Gesamterträge 299.157 271.478
Materialaufwand 191.847 167.480
Rohergebnis 107.310 103.998
Personalaufwand 66.498 63.581
Sonstige betriebliche Aufwendungen 27.718 25.849
Abschreibungen 7.065 6.812
Betriebsergebnis 6.029 7.756
Finanzergebnis -603 -475
Ergebnis vor Steuern 5.426 7.281

Die Gesamterträge enthalten sonstige betriebliche Erträge von 3.293 TEUR (Vorjahr 4.746 TEUR). Hiervon entfallen 1.785 TEUR auf die Auflösung von Rückstellungen.

Der Materialaufwand im Jahr 2018 beträgt 191.847 TEUR (Vorjahr 167.481 TEUR). Wesentliche Aufwendungen entfallen auf bezogene Waren und Ersatzteile mit 137.498 TEUR (Vorjahr 111.642 TEUR). Analog zu den deutlich gestiegenen Erlösen des Handelsgeschäftes stieg auch der Wareneinsatz. Des Weiteren entfallen auf bezogene Leistungen 54.349 TEUR (Vorjahr 55.839 TEUR).

Der Personalaufwand in Höhe von 66.498 TEUR ist gegenüber dem Vorjahr (63.581 TEUR) gestiegen. Auf der einen Seite führte ein Anstieg der jeweils zum Jahresende beschäftigten Mitarbeiter zu höheren Aufwendungen. Darüber hinaus trugen Tariferhöhungen und Erhöhungen der Sozialversicherungsbeiträge zu einer Steigerung bei.

Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2018 betragen 7.065 TEUR (Vorjahr 6.812 TEUR). In 2018 erhöhten sich die GWG-Abschreibungen insbesondere aufgrund des Austauschs der Mobilfunkgeräte und von Software-Lizenzen. In 2018 wurden umfangreiche Investitionen in die Arbeitsplatzausstattung der Mitarbeiter und in die Erweiterung und die Vereinheitlichung der Anwendungssoftware investiert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 27.718 TEUR und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr (25.849 TEUR) um 1.869 TEUR erhöht. Die Erhöhung resultiert unter anderem aus den Aufwendungen für die Integration der in Vorjahren verschmolzenen Gesellschaften und der umgesetzten Zusammenführung von wichtigen Anwendungssystemen. Darüber hinaus wurden ausreichende Rückstellungen für bestehende Verpflichtungen gebildet.

Das Betriebsergebnis liegt hauptsächlich aufgrund der Aufwendungen für die Integration mit 6,0 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres von 7,8 Mio. EUR.

Das Finanzergebnis fällt aufgrund höherer Zinsaufwendungen mit -603 TEUR niedriger aus als im Vorjahr mit -475 TEUR.

Nach Berücksichtigung von Ertragsteuern und sonstigen Steuern in Höhe von 2,8 Mio. EUR ergibt sich ein Jahresüberschuss von 2,7 Mio. EUR (Vorjahr 6,0 Mio. EUR).

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3.569 TEUR vermindert. Ursächlich hierfür war in erster Linie die starke Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die durch die Erhöhung des Finanzanlagevermögens nicht kompensiert werden konnte.

Das Anlagevermögen liegt mit 36 Mio. EUR über dem Niveau der angepassten Vergleichszahlen des Vorjahres, wobei insbesondere die Betriebs- und Geschäftsausstattung und die Anteile an verbundenen Unternehmen gestiegen sind.

Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme beträgt 14,2 %; er ist im Vergleich zum Vorjahr (14,0 %) fast gleich geblieben.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt deutlich unter dem Wert des Vorjahres.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses und der Zuführung zu den Gewinnrücklagen erhöht.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 24,9 % gegenüber 22,9 % im Vorjahr.

Die Rückstellungen liegen rund 1,5 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres, wobei bei den Steuerrückstellungen ein Rückgang um rund 0,9 Mio. EUR und bei den sonstigen Rückstellungen ein Rückgang von 1,2 Mio. EUR zu verzeichnen ist.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich infolge von stichtagsbezogenen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 2,8 Mio. EUR erhöht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 5,5 Mio. EUR auf 12,7 Mio. EUR vermindert.

Die passiven latenten Steuern resultieren in erster Linie aus dem im Zuge der Verschmelzung mit der banqtec AG übernommenen Kundenstamm und sind mit aktiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen.

4. Finanzlage

Zur Finanzierung des Anlagevermögens steht im ausreichenden Umfang Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital zur Verfügung.

Die Ratiodata ist angemessen mit Eigenkapital finanziert. Die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Unternehmens waren stets gewährleistet.

Der Finanzmittelfonds, bestehend aus flüssigen Mitteln und kurzfristigen Bankverbindlichkeiten hat sich auf -2,5 Mio. EUR gegenüber 8,3 Mio. EUR im Vorjahr vermindert, vor allem aufgrund der Investitionen von 12,3 Mio. EUR. Aus dem laufenden Geschäftsbetrieb konnte ein positiver Cashflow von 5,7 Mio. EUR erzielt werden. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit liegt bei -4,1 Mio. EUR und resultiert im Wesentlichen aus der Gewinnausschüttung sowie der planmäßigen Tilgung von Darlehen und Zinsaufwendungen.

Die Vermögens- und Finanzlage sind geordnet.

C. Chancen- und Risikobericht

Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung ist die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und wirtschaftlichen Erfolg. Die Gesellschaft ist in den unterschiedlichen Bereichen der unternehmerischen Tätigkeit Risiken ausgesetzt. Durch ein aktives Risikomanagement trägt dieses zu einer systematischen und aktiven Identifikation, Bewertung und Steuerung von Chancen und Risiken bei. Bestandteil des Risikomanagements ist die Risikofrüherkennung.

Ziel des Risikomanagements ist, operative, finanzielle, vertragliche und strategische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und zu bewerten, damit das Management zielgerichtet risiko- und situationsadäquate Maßnahmen einleiten kann. Chancen sollen erkannt und genutzt werden, drohender Schaden abgewendet und eine Bestandsgefährdung ausgeschlossen werden.

Zur Steuerung und Beherrschung von Risiken und Chancen werden verschiedene Verfahren und Steuerungsinstrumente eingesetzt. Insbesondere tragen hierzu die Verfahren und Berichterstattungen des Controllings wie Kostenrechnung, Budgetierung sowie das Projektmanagement, die interne Revision und das interne Qualitäts-, Sicherheits- und Risikomanagement bei. Zusätzlich ist ein internes Kontrollsystem prozessimmanent eingerichtet.

Zum Risikomanagementsystem gehören auch im erweiterten Sinne das Informationssicherheits-Management, das Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement. In allen drei genannten Bereichen wurden erfolgreiche Zertifizierungen nach DIN ISO-Standards für den gesamten Scope der Ratiodata abgeschlossen. Im Bereich Umweltmanagement erfolgte die Zertifizierung gemäß DIN ISO 14001 als Erstzertifizierung.

Zur Früherkennung, Steuerung und Kontrolle von Risiken werden toolgestützte Risikomanagementsysteme eingesetzt. Die unternehmensweite Darstellung und Berichterstattung der Risiken gegenüber der Geschäftsführung und dem Management ist in einer zentralen Risikomanagement-Anwendung zusammengeführt. Den Risiken sind Risk-Owner zugeordnet, die auch die turnusmäßigen Risikobewertungen vornehmen. Veränderungen zu Risiken und neue Risiken selbst werden permanent aktualisiert und darüber Bericht erstattet. Eine Risikoinventur wird jährlich vorgenommen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine nennenswerten Risiken erkennbar, die zu einer negativen Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens führen oder den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Ausfallrisiken sind durch das gering volatile Geschäft und das stabile Umfeld der genossenschaftlichen Kundengruppe begrenzt. Beschaffungsmarktseitige Preisänderungsrisiken sind als gering zu beurteilen. Die Prolongation auslaufender Kundenverträge wird frühzeitig angestrebt.

Die Geschäftsverbindung mit der Fiducia & GAD und den Genossenschaftsbanken basiert auf einer soliden vertraglichen Basis und einer hohen Transparenz, so dass hier keine wesentlichen Risiken gesehen werden.

Im Verbundgeschäft bestehen Risiken in der Erbringung von Serviceleistungen unter Einhaltung der Service-Level-Agreements (SLA) und in der zeitgerechten Abwicklung von Projekten. Durch ein zeitlich eng getaktetes SLA-Reporting und ein in die Aufbauorganisation eingebundenes Projektmanagement werden die Risiken aktiv gesteuert.

Im Marktkundengeschäft wird im Wesentlichen mit Kunden und Lieferanten zusammengearbeitet, zu denen bereits mehrjährige Geschäftsbeziehungen bestehen. Auch diese Geschäfte basieren auf soliden vertraglichen Vereinbarungen. Die Risiken sind vertraglich begrenzt. Haftungsrisiken werden in der Regel über Versicherungen abgedeckt.

Der eigene IT-Betrieb und die zugehörige Infrastruktur werden permanent auf dem aktuellen Stand der IT-Sicherheitsanforderungen gehalten. Zur Aufrechterhaltung des IT-Betriebs bestehen Notfallkonzepte. Wir setzen bei der internen IT auf bewährte Konzepte zur proaktiven Risikominderung, z.B. bei Service-Plattformen in Form von hochverfügbaren und redundant ausgelegten, technischen Infrastrukturen sowie auf ein proaktives Netzwerkmanagement. Die hohe Verfügbarkeit produktiver Systeme wird durch ein Reporting und K-Fall-Übungen nachgewiesen. Durch die eingerichteten technischen und organisatorischen Maßnahmen wird das Betriebs- und Ausfallrisiko als beherrschbar angesehen und der Datenschutz eingehalten.

Die Unternehmensplanung und das Risikomanagement liefern die Informationen zur Nutzung geschäftlicher Chancen in der operativen als auch in der strategischen Ausrichtung der Ratiodata und unterstützen die Steuerung durch das Management.

Wir stellen durch unser internes Kontrollsystem sicher, dass die Leistungserbringung an unsere Kunden den vertraglichen Vereinbarungen und unseren hohen Qualitätsanforderungen entspricht. Die Einrichtung und Angemessenheit sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wurde durch eine externe Prüfungsgesellschaft nach IDW PS 951 n. F. Typ 2 geprüft und bestätigt. Diese Prüfung ist insbesondere für unsere Kunden von Interesse, die rechnungslegungs- oder aufsichtsrechtlich relevante Dienstleistungen an die Ratiodata ausgelagert haben. Die Prüfung wird jährlich neu vorgenommen.

Rezertifizierungen fanden im Informationssicherheits-Management nach DIN ISO 27001 und im Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001 statt. Eine Erstzertifizierung erfolgte beim Umweltmanagement nach DIN ISO 14001.

Die Risikolage der Ratiodata ist stabil. Bestandsgefährdende oder die Entwicklung des Unternehmens beeinträchtigende Risiken wurden nicht identifiziert und sind nicht erkennbar. Preisänderungs- und Ausfallrisiken sind durch das stabile Umfeld der genossenschaftlichen Kundengruppe begrenzt. Liquiditätsrisiken und wesentliche Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden derzeit nicht gesehen.

D. Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft

1. Organisation und Entwicklung

Durch die im Geschäftsjahr abgeschlossene Zusammenführung der Personal- und ERP-Systeme auf einheitlich genutzte Anwendungen und die getätigten Investitionen in eine einheitliche Netz-, Kommunikations- und Arbeitsplatzinfrastruktur sind wichtige Voraussetzungen für reibungslose Abläufe und Kollaboration im Unternehmen geschaffen.

Der Kauf der Ratiodata Luxemburg S.à r.l. mit wirtschaftlichem Vollzug zum 1. Januar 2018 schafft gute Voraussetzungen, umfassenden Kundenansprüchen über Ländergrenzen hinweg gerecht zu werden und eröffnet weitere Geschäftsmöglichkeit bei Banken und Versicherungen.

Die neue Geschäfts- und Portfoliostruktur infolge der Konzernausrichtung kam in 2018 für ein komplettes Jahr zum Tragen und wird absehbar für das Geschäft der Ratiodata Bestand haben.

Ratiodata gehört damit zu den größten Systemhäusern in Deutschland. Das Leistungsportfolio ist branchenneutral ausgerichtet mit Schwerpunkt im Finanzdienstleistungssektor. Wichtigste Kundengruppe sind die Genossenschaftsbanken und Unternehmen in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Die IT-Produkte, IT-Service- und Projektleistungen werden bundesweit flächendeckend aus einer Hand angeboten. Ablaufprozesse sowohl in operativen als auch in administrativen Vorgängen sollen weiter vereinheitlicht werden, um qualitativ hohe Leistungen bei einer guten Kostenstruktur zu erbringen. Interne Mitarbeiterressourcen und externe Unterstützungsleistungen sind eingeplant.

Perspektivisch werden Synergien erwartet und Einsparpotentiale können gehoben werden.

Im Vordergrund der Ratiodata steht weiterhin die Fokussierung auf die Kerngeschäftsfelder des IT-Systemhauses, ergänzt um die Netz- und Telekommunikationsservices, sowie auf die Scan- & Dokumenten-Services. Durch die Integration und Verzahnung sowie die Diversität der Geschäftsfelder werden die geschäftliche Entwicklung und die wirtschaftliche Stabilität der Ratiodata unterstützt.

In allen Geschäftsfeldern erwartet die Geschäftsführung eine gute operative Umsatz- und Geschäftsentwicklung. Im Mittelpunkt der Leistungserbringung steht weiterhin die Versorgung der Genossenschaftsbanken mit dezentralen IT-Produkten, Lösungen und Services. Die Marktanteile als größtes genossenschaftliches Systemhaus mit Zentralunternehmen der Genossenschaftlichen FinanzGruppe zeichnen sich plangemäß weiterhin auf hohem Niveau ab. Der Geschäftsausbau fokussiert sich auf "regulierte" Märkte mit hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen. Oberste Zielsetzung der Ratiodata ist es, Dienstleistungen und Waren zu wettbewerbsfähigen Konditionen und in einer hohen Qualität für die Kunden zu erbringen.

Eine besondere Bedeutung für die erwartete Geschäftsentwicklung wird die Umstellung der Banken-SB-Geräte auf Windows 10 haben. Hiervon sind sowohl geplante Hardware- als auch Installationsumsätze für Aufrüstungs- und Neuinvestitionen abhängig.

Neue innovative Produkte sowie ein differenziertes Serviceportfolio ergänzt um Netz- und Telekommunikationsleistungen werden marktkonform zur Verfügung gestellt. Ein Schlüssel für maßgeschneiderte Kunden- und Prozesslösungen wird in softwaretechnischer Entwicklung und Bereitstellung solcher Anwendungen gesehen. Hier sind strategische Planungen zur Sicherung von Entwicklungskapazitäten im Gange, wie diese zukünftig kostenoptimal und effizient genutzt werden können.

Im Geschäftsfeld Scan- & Dokumenten-Services soll das Geschäft mit digitalen Scan-Dienstleistungen wie z.B. Scannen und Analysieren der Jahresabschlüsse von Bankkunden weiter ausgebaut werden. In Abhängigkeit einer Kundenbeauftragung wird zur Abwicklung des Scan-Geschäftes ein dritter Produktionsstandort in Süddeutschland geschaffen. Die Nähe zu den Kunden wird Kostenvorteile eröffnen und der neue Standort wird weitere Möglichkeiten zur Rekrutierung von Mitarbeitern bieten und damit zur Bearbeitung des Auftragsvolumens besser beitragen.

Die Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns ist in vertraglicher Vorbereitung. Die Governancestrukturen und Shared Services sollen innerhalb des Konzerns vereinheitlicht werden. Durch die Bündelung von Aufgaben und Arbeitsteilung werden Synergieeffekte und Kostenverbesserungen erwartet.

2. Prognosebericht

Die Geschäftsplanung für 2019 erfolgte auf der Basis der einheitlichen Geschäfts- und Organisationsstruktur des Unternehmens.

Für das Geschäftsjahr 2019 sind Investitionen in Höhe von fast 6 Mio. EUR geplant. Sie betreffen im Wesentlichen geschäftsfeldspezifische Anschaffungen in Software und Hardware sowie Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in Rechenzentrumsausstattungen und Infrastruktur.

Die Ertragslage wird sich in den operativen Bereichen plangemäß weitgehend wie im Jahre 2018 entwickeln. Für das Jahr 2019 erwartet die Geschäftsführung insgesamt eine gleichbleibende Umsatzentwicklung. Umsatzsteigerungen werden aufgrund der Windows 10-Migration bei den Banken-SB-Geräten erwartet. Das Projekt- und Rolloutgeschäft wird aufgrund der besonderen Situation in 2018 niedriger als im Vorjahr ausfallen. Das Ergebnis vor Steuern wird in Höhe von 5,3 Mio. EUR erwartet. Beeinflusst ist das Ergebnis weiterhin durch geplante Harmonisierungsaufwendungen und den Personalaufbau in strategischen Bereichen.

E. Erklärung zur Unternehmensführung

In 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Aufgrund der Rechtsform und als Unternehmen, das der Mitbestimmung unterliegt, hat die Ratiodata Zielgrößen für den Aufsichtsrat, die Geschäftsführung sowie die beiden Führungsebenen darunter festgelegt. Hier wurde für den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung auf Basis des derzeitigen Frauenanteils eine Quote von 0% festgelegt. Eine Erhöhung des Frauenanteils in der Besetzung des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung ist derzeit nicht absehbar und nach einem Beschluss des Aufsichtsrates mittelfristig nicht konkret vorgesehen. In den nachgelagerten Führungsebenen wurde eine Frauenquote für die Führungsebene 2 von 5 % und für die Führungsebene 3 von 11 % festgelegt. Derzeit liegt der Anteil der Frauen in der Führungsebene 2 bei 11,8 % und in der Führungsebene 3 bei 14,2 %.

 

Frankfurt, 1. Februar 2019

Anlage zum Lagebericht

Erklärung zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach § 21 Entgelttransparenzgesetz

Die nach Geschlecht aufgeschlüsselte durchschnittliche Gesamtzahl der Beschäftigten sowie die durchschnittliche Zahl der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten stellen sich wie folgt dar:

männlich weiblich
Gesamtzahl im Durchschnitt 867 323
Vollzeit 853 250
Teilzeit 14 73

Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Mann und Frau und deren Wirkung

Die Ratiodata bietet Home-Office-Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie flexible Arbeitszeitmodelle zur Förderung einer Berufstätigkeit während der Elternzeit und einer Vollzeittätigkeit im Anschluss an die Elternzeit.

Beratungs- und Informationsangebote zur Kinderbetreuung und Pflege unterstützen ebenfalls eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Home-Office-Angebote und flexible Arbeitszeitmodelle werden verstärkt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Verbindung mit Elternzeit in Anspruch genommen.

Dadurch ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich, auch während einer Familienphase durchgängig zumindest teilweise beruflich tätig zu bleiben. Der Wiedereinstieg in die volle Berufstätigkeit nach der Familienphase wird erleichtert.

Maßnahmen zur Förderung der Entgeltgleichheit

Gehaltsstrukturen werden bei der Ratiodata durch das jeweils geltende Vergütungsmodell vorgegeben. Stellen werden nach einem durch das Vergütungsmodell vorgegebene Systematik bewertet und einer Entgeltgruppe zugeordnet. Dabei spielt das Geschlecht des Stelleninhabers keine Rolle. Aus Sicht der Ratiodata gewährleistet das Vergütungsmodell mit hoher Zuverlässigkeit, dass Entgelte vergleichbarer Stellen bzw. Funktionen nicht aufgrund der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht unterschiedlich ausfallen.

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

EUR EUR 31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1.Entgeltlich erworbene Software, gewerbliche Schutzrechte        
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   15.756.964,00   16.518.711,00
2.Vermietete Lizenzen   839.254,00   12.466,00
3.Geschäfts- oder Firmenwert   4.197.612,00   4.722.313,00
4.Geleistete Anzahlungen   802.259,26   -
      21.596.089,26 21.253.490,00
II.Sachanlagen        
1.Mietereinbauten   1.257.763,00   1.353.639,00
2.Technische Anlagen und Maschinen   2.834.487,00   3.099.448,00
3.Vermietvermögen   723.903,00   420.891,00
4.Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   5.518.699,00   2.949.395,00
5.Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   9.977,55   837.407,50
      10.344.829,55 8.660.780,50
III.Finanzanlagen        
1.Anteile an verbundenen Unternehmen   3.230.150,77   150,77
2.Beteiligungen   361.227,67   361.227,67
3.Geschäftsguthaben bei Genossenschaften   9.550,00   9.550,00
4.Sonstige Ausleihungen   1.743,30   1.630,27
      3.602.671,74 372.558,71
Anlagevermögen insgesamt     35.543.590,55 30.286.829,21
B. Umlaufvermögen        
I.Vorräte        
1.Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   -   5.835,79
2.Unfertige Leistungen   125.000,00   403.858,00
3.Fertige Erzeugnisse und Waren   10.351.552,06   10.451.215,67
4.Geleistete Anzahlungen   26.790,50   20,45
      10.503.342,56 10.860.929,91
II.Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1.Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   18.518.666,22   23.355.414,71
2.Forderungen gegen verbundene Unternehmen   2.935.218,21   651.121,84
davon gegen Gesellschafter 2.788.051,65     (-)
3.Sonstige Vermögensgegenstände   2.368.727,98   1.707.821,61
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 271.014,06     (262.595,94)
      23.822.612,41 25.714.358,16
III.Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten     1.814.813,16 8.338.140,12
Umlaufvermögen insgesamt     36.140.768,13 44.913.428,19
C.Rechnungsabgrenzungsposten     2.491.460,65 2.545.118,08
Summe der Aktiva     74.175.819,33 77.745.375,48

Passiva

       
EUR EUR 31.12.2018
EUR
31.12.2017
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital     1.090.000,00 1.090.000,00
II.Kapitalrücklage     10.186.939,29 10.186.939,29
III.Gewinnrücklagen        
Andere Gewinnrücklagen   2.550.000,00   550.000,00
davon aus Bilanzgewinn Vorjahr eingestellt   2.000.000,00   (-)
      2.550.000,00 550.000,00
IV.Bilanzgewinn     4.630.147,28 5.959.149,66
Eigenkapital insgesamt     18.457.086,57 17.786.088,95
B. Rückstellungen        
1.Rückstellungen für Pensionen   6.678.784,00   6.052.762,00
2.Steuerrückstellungen   582.657,55   1.529.977,61
3.Sonstige Rückstellungen   11.031.211,54   12.218.930,84
      18.292.653,09 19.801.670,45
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   16.949.406,44   14.160.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 5.853.406,44     (1.532.000,00)
2.Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   100.000,00   -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 100.000,00     (-)
3.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   12.742.626,10   18.272.703,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 12.742.626,10     (18.272.703,84)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr -     (-)
4.Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   685.273,19   283.665,19
davon gegenüber Gesellschaftern -     (77.392,78)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 685.273,19     (283.665,19)
5. Sonstige Verbindlichkeiten   3.437.614,97   3.498.987,08
davon aus Steuern 3.162.169,29     (3.054.696,45)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 18.242,30     (14.006,09)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 3.437.614,97     (3.498.987,08)
      33.914.920,70 36.215.356,11
D.Rechnungsabgrenzungsposten     851.761,93 687.418,97
E.Passive latente Steuern     2.659.397,04 3.254.841,00
Summe der Passiva     74.175.819,33 77.745.375,48

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

EUR EUR 2018
EUR
2017
EUR
1.Umsatzerlöse   296.142.657,49   266.503.779,80
2.Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen   -278.858,00   228.470,48
3.Sonstige betriebliche Erträge   3.293.010,26   4.745.692,43
      299.156.809,75 271.477.942,71
4.Materialaufwand        
a)Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe und für bezogene Waren   137.498.297,39   111.641.997,53
b)Aufwendungen für bezogene Leistungen   54.349.041,10   55.838.678,68
      191.847.338,49 167.480.676,21
Rohergebnis     107.309.471,26 103.997.266,50
5.Personalaufwand        
a)Löhne und Gehälter   54.884.049,44   52.464.248,76
b)Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   11.613.806,60   11.116.423,51
davon für Altersversorgung 1.513.803,18     (1.508.150,32)
      66.497.856,04 63.580.672,27
6.Abschreibungen        
a)auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   7.064.825,15   6.812.201,42
7.Sonstige betriebliche Aufwendungen   27.718.080,66   25.848.795,84
      34.782.905,81 32.660.997,26
Betriebsergebnis     6.028.709,41 7.755.596,97
8.Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben   9.430,42   9.459,66
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   3,46   -
10.Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   14.812,27   17.021,22
      24.246,15 26.480,88
11.Zinsen und ähnliche Aufwendungen     626.827,19 501.545,03
      -602.581,04 -475.064,15
12.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     2.588.253,72 1.270.368,97
davon aus der Veränderung der passiven latenten Steuern -595.443,96     (-1.992.173,01)
13.Ergebnis nach Steuern     2.837.874,65 6.010.163,85
14.Sonstige Steuern     166.877,03 51.014,19
15.Jahresüberschuss     2.670.997,62 5.959.149,66
16.Gewinnvortrag     1.959.149,66 -
17.Bilanzgewinn     4.630.147,28 5.959.149,66

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

A. Allgemeine Angaben

Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main. Sie ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 106249 geführt.

Die Ratiodata GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Darstellung der Bilanz zum 31. Dezember 2018 erfolgt nach den Vorschriften des HGB unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Sofern Angaben zu Abschlussposten wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, erfolgen diese Angaben im Anhang.

Zur besseren Übersicht werden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung die Leerposten ausgelassen sowie die Postenbezeichnungen dem tatsächlichen Inhalt angepasst.

B. Erläuterung zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände enthalten einen im Zuge der Verschmelzung mit der banqtec AG im Geschäftsjahr 2017 zugegangenen Kundenstamm. Dieser wird aufgrund der langfristigen Kundenbeziehungen über einen planmäßigen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse aus den Kundenbeziehungen, die voraussichtlich über einen Zeitraum von 10 Jahren ausgeschöpft werden. Ein weiterer, zuvor bei der banqtec AG bestehender Kundenstamm von 240 TEUR wird weiterhin über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Aus der Verschmelzung der banqtec AG ergab sich zudem ein Geschäfts- oder Firmenwert, der korrespondierend zum Kundenstamm ebenfalls über eine Laufzeit von 10 Jahren abgeschrieben wird.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer angesetzt.

Die 2018 zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter im Wert bis zu 800,00 EUR werden grundsätzlich im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang gezeigt. Wirtschaftsgüter des Vermietvermögens werden hingegen auch bei Anschaffungskosten unter 800,00 EUR über die Laufzeit des Mietvertrages abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Fertige Erzeugnisse und Waren werden mit dem gewogenen durchschnittlichen Einkaufspreis bewertet. Erforderliche Abwertungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert sind berücksichtigt. Unfertige Leistungen werden mit Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dem allgemeinen Risiko trägt eine Pauschalwertberichtigung Rechnung. Für Forderungen, deren Werthaltigkeit zweifelhaft ist, werden ausreichend Einzelwertberichtigungen gebildet.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis der Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.

Der Bilanzansatz der Liquiden Mittel entspricht dem Nennwert.

Die Aktiven Rechnungsabgrenzungen werden zeitanteilig mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Einzelzusagen und werden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method, PUC Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Sie wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Januar 2019 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 3,21 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurde ein Gehaltstrend von jährlich 2 % und ein Rententrend von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt.

Die Rückstellungen für Pensionen von 6.679 TEUR liegen um 918 TEUR (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für die Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2018 bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte (vgl. Art. 75 Abs. 6 EGHGB).

Bei den Rückstellungen für Übergangsgeld wurde die Projected Unit Credit-Methode (PUC-Methode) unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses von 2,32 % und einem Gehaltstrend von 2 % angewandt.

Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeit wird nach Maßgabe des Blockmodells für zum Bilanzstichtag abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthält Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,98 %, eines Gehaltstrends von 2,0 % und auf der Grundlage der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen.

Die Jubiläumsrückstellungen werden nach der PUC-Methode unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 2 % und im Rahmen der betriebsüblichen Fluktuation bewertet. Der Zinssatz von 2,32 % ist gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB nach der Vereinfachungsregel ermittelt worden.

Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die Passiven Rechnungsabgrenzungen werden zeitanteilig mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Diese sind überwiegend im Zuge der Verschmelzung der banqtec AG entstanden. Weiterhin ergaben sich temporäre aktive Latenzen überwiegend aus Unterschieden in der Bewertung der Rückstellungen. Aktive und passive Latenzen wurden in der Bilanz verrechnet. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. davon-Vermerk ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,1 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,275 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung oder im Falle von Kurssicherungen zum Sicherungskurs erfasst. Bilanzposten (alle kurzfristig) werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

· Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

· Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

C. Erläuterung zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz enthaltenen Posten der Immateriellen Vermögensgegenstände, der Sachanlagen und der Finanzanlagen ergeben sich aus dem im Anhang integrierten Anlagenspiegel.

Bei den Immateriellen Vermögensgegenständen ist hauptsächlich in Anwendungs- und PC-Software investiert worden.

Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen vornehmlich Investitionen in Büroausstattungen sowie Rechner- und PC-Systeme.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100 %-ige Beteiligung an der Ratiodata Luxemburg S.à.r.l. Strassen, Luxemburg. Das Eigenkapital zum 31.12.2017 beträgt 825 TEUR, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 lag bei 122 TEUR.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 2.935 TEUR setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 3.350 TEUR und verrechneten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 415 TEUR zusammen. Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 3.193 TEUR sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 405 TEUR.

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Erstattungsansprüche aus Ertragssteuern von 998 TEUR und antizipative Beträge für noch nicht abziehbare Vorsteuer von 840 TEUR enthalten. Ein Aktivierungswert aus Rückdeckungsversicherung zu Pensionszusagen von 157 TEUR sowie Mietkautionen von 113 TEUR haben eine Laufzeit von über einem Jahr.

In den Aktiven Rechnungsabgrenzungen sind mit 2.487 TEUR im Voraus gezahlte Miete, Softwareservice- und Wartungsverpflichtungen enthalten. Daneben ist ein Disagio in Höhe von 4 TEUR für ein langfristiges Bankdarlehen enthalten.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 1.090.000 EUR und ist voll eingezahlt.

Aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres wurden im Geschäftsjahr 2.000.000,00 EUR den anderen Gewinnrücklagen zugeführt, 2.000.000,00 EUR an die Gesellschafterin ausgeschüttet und der Restbetrag von 1.959.149,66 EUR auf neue Rechnung vorgetragen.

Von den Sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf:

TEUR
nicht genommenen Urlaub und Überstunden 2.547
Jubiläumsverpflichtungen 591
Gewährleistung und Kulanz 1.478
Altersteilzeit 749
Abfindungen und Sozialplanverpflichtungen 308
variable Vergütung 1.881
Ausstehende Rechnungen 2.298

Die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

31.12.2018
in TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
in TEUR
Restlaufzeit über 1 Jahr
in TEUR
Davon mehr als 5 Jahre
in TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.949 5.853 6.128 4.968
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 100 100 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.743 12.743 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 685 685 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 3.438 3.438 - -
Summe 33.915 22.819 6.128 4.968

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ein Darlehen mit einer Restlaufzeit bis März 2027, das ab März 2018 in gleichlaufenden Raten über die Laufzeit getilgt wird. Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber der DZ BANK AG, Frankfurt, bestehen von der Muttergesellschaft Fiducia & GAD gestellte Sicherheiten in Form von Grundschulden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 685 TEUR betreffen verrechnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 60 TEUR sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 745 TEUR.

Bei den Passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um Abgrenzungen von Serviceerweiterungen, die in der Regel mehrere Jahre im Voraus bezahlt werden.

Die passiven latenten Steuern beruhen auf folgenden temporären Differenzen:

in TEUR Temporäre Differenzen Latente Steuern
aktiv Passiv
Kundenstamm -13.417 25 4.198
Anlagevermögen 353 110  
Pensionsrückstellungen 2.719 846  
Sonstige Rückstellungen 1.794 558  
Zwischensumme   1.539 4.198
Passive latente Steuern     2.659

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2018
IT-Systemhaus 228.087
Netze 34.854
Scan & Dokumentenservice 15.226
Workplace & Communications 17.720
Mieterlöse 256
  296.143

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von 2.491 TEUR enthalten, davon 1.785 TEUR aus Auflösung von Rückstellungen und 53 TEUR aus Anlagenabgängen.

Die Abschreibungen betreffen mit 1.687 TEUR den Kundenstamm aus der Verschmelzung der banqtec AG und mit 525 TEUR den Geschäfts- oder Firmenwert.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 325 TEUR enthalten, davon 35 TEUR aus Anlagenabgängen. Aufwendungen aus Währungsumrechnung belaufen sich auf 3 TEUR.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen von 10 TEUR enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von 254 TEUR (Vorjahr 282 TEUR) enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind 9 TEUR Steuererstattungen und 514 Steueraufwendungen für Vorjahre enthalten.

Die Erträge auslatenten Steuern sind mit den Steuern aus Einkommen und vom Ertrag saldiert und belaufen sich auf 595 TEUR. Sie beruhen mit 525 TEUR aus der Auflösung passiver latenter Steuern und mit 70 TEUR aus der Veränderung aktiver latenter Steuern, die mit den passiven latenten Steuern saldiert wurden.

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen/außerbilanzielle Geschäfte

Zur Verbesserung der Bilanzstruktur wurden in den vergangenen Jahren Sale-and Lease-back-Vereinbarungen für Netze und Hardware abgeschlossen, deren Volumen an daraus resultierenden langfristigen Verpflichtungen über Restlaufzeiten von bis zu 5 Jahren insgesamt 39,9 Mio. EUR beträgt. Aus diesen Verpflichtungen entfallen auf das Jahr 2019 13,9 Mio. EUR.

Die übrigen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen mit 29,6 Mio. EUR im Wesentlichen aus Leasing und Immobilienmietverträgen, davon bestehen 0,04 Mio. EUR gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verpflichtung für das Jahr 2019 beträgt 8,1 Mio. EUR, davon 0,02 Mio. EUR gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Zweck und Vorteil dieser Verträge liegt vor allem in der niedrigeren Kapitalbindung gegenüber dem Erwerb.

Die durchschnittliche Zahl Arbeitnehmer (alles Angestellte) betrug 1.132 Personen. Darüber hinaus wurden 15,25 Auszubildende beschäftigt.

Geschäftsführer der Ratiodata GmbH im Geschäftsjahr 2018 waren:

· Martin Greiwe, Sprecher der Geschäftsführung, Dipl. Wirtschaftsinformatiker, Senden

· Klemens Baumgärtel, Jurist, Münster

· Karlheinz Heine, Bankkaufmann, Niedenstein (bis 31. Dezember 2018)

· Dr. Michael Stanka, Dipl. Physiker, Münster (seit 1. Oktober 2018)

Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

Die Gesamtbezüge der früheren Geschäftsführer belaufen sich im Jahr 2018 auf 234 TEUR. Für Pensionszusagen an ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene bestehen Rückstellungen von 4.435 TEUR. Die Bezüge der aktuellen Geschäftsführer belaufen sich auf 1.203 TEUR.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats der Ratiodata GmbH sind:

Jürgen Brinkmann Vorstandsvorsitzender der
Vorsitzender Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg, Braunschweig
Herbert Schillinger Mitglied des Vorstands der Volksbank Stuttgart eG, Stuttgart
Stellv. Vorsitzender  
Donat Asbach Mitglied des Vorstands der Allgäuer Volksbank eG Kempten-Sonthofen, Kempten
Richard Becker Arbeitnehmervertreter der Ratiodata GmbH
Martin Beyer Mitglied des Vorstands der Fiducia & GAD IT AG, Frankfurt am Main
Klaus-Peter Bruns Vorstandsvorsitzender der Fiducia & GAD IT AG, Frankfurt am Main
Andreas Dust Arbeitnehmervertreter der Ratiodata GmbH
Joachim Gertje Arbeitnehmervertreter der Ratiodata GmbH
Holger Möllers Arbeitnehmervertreter der Ratiodata GmbH
Dieter Ohlsen Mitglied des Vorstands der Frankenberger Bank Raiffeisenbank eG, Frankenberg
Martin Weber Mitglied des Vorstands der Norderstedter Bank eG, Norderstedt
Michael Willemse Mitglied des Vorstands der Volksbank Viersen eG, Viersen

Die Aufwandsentschädigungen für die Aufsichtsratsmitglieder betragen 54 TEUR.

Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 berechnete Honorar, ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen, beträgt 136,0 TEUR.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Konzernzugehörigkeit

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Fiducia & GAD IT AG, Frankfurt am Main. Die Konzernabschlüsse der Fiducia & GAD IT AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn von 4.630.147,28 EUR einen Teilbetrag von 3.000.000 EUR an die Gesellschafterin auszuschütten, 600.000,00 EUR in die Gewinnrücklagen einzustellen und 1.030.147,28 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Frankfurt am Main, 1. Februar 2019

Ratiodata GmbH

Baumgärtel

Greiwe

Dr. Stanka

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Software, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.006.800,67 1.742.614,17 10.817,50 349.061,12 24.411.171,22
2. Vermietete Lizenzen 42.341,38 905.945,42 - - 948.286,80
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.247.014,01 - - - 5.247.014,01
4. Geleistete Anzahlungen - 802.259,26 - - 802.259,26
  28.296.156,06 3.450.818,85 10.817,50 349.061,12 31.408.731,29
II.Sachanlagen          
1. Mietereinbauten 2.144.785,61 43.803,70 - 6.403,00 2.182.186,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.813.122,74 850.386,10 187.650,00 8.870,24 7.842.288,60
3. Vermietvermögen 1.820.592,18 753.469,12 - 49.956,73 2.524.104,57
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.019.780,78 4.035.859,82 638.940,00 3.341.528,97 10.353.051,63
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 837.407,50 9.977,55 -837.407,50 - 9.977,55
  20.635.688,81 5.693.496,29 -10.817,50 3.406.758,94 22.911.608,66
III.Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 150,77 3.230.000,00 - - 3.230.150,77
2. Beteiligungen 361.227,67 - - - 361.227,67
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 9.550,00 - - - 9.550,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.630,27 113,03 - - 1.743,30
  372.558,71 3.230.113,03 - - 3.602.671,74
Anlagevermögen insgesamt 49.304.403,58 12.374.428,17 - 3.755.820,06 57.923.011,69
Abschreibungen Buchwerte
01.01.2018
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Software, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.488.089,67 2.515.042,67 348.925,12 8.654.207,22 15.756.964,00 16.518.711,00
2. Vermietete Lizenzen 29.875,38 79.157,42 - 109.032,80 839.254,00 12.466,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 524.701,01 524.701,00 - 1.049.402,01 4.197.612,00 4.722.313,00
4. Geleistete Anzahlungen - - - - 802.259,26 -
  7.042.666,06 3.118.901,09 348.925,12 9.812.642,03 21.596.089,26 21.253.490,00
II.Sachanlagen            
1. Mietereinbauten 791.146,61 139.679,70 6.403,00 924.423,31 1.257.763,00 1.353.639,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.713.674,74 1.301.123,10 6.996,24 5.007.801,60 2.834.487,00 3.099.448,00
3. Vermietvermögen 1.399.701,18 450.330,12 49.829,73 1.800.201,57 723.903,00 420.891,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.070.385,78 2.054.791,14 3.290.824,29 4.834.352,63 5.518.699,00 2.949.395,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -     - 9.977,55 837.407,50
  11.974.908,31 3.945.924,06 3.354.053,26 12.566.779,11 10.344.829,55 8.660.780,50
III.Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - 3.230.150,77 150,77
2. Beteiligungen - - - - 361.227,67 361.227,67
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften - - - - 9.550,00 9.550,00
4. Sonstige Ausleihungen - - - - 1.743,30 1.630,27
  - - - - 3.602.671,74 372.558,71
Anlagevermögen insgesamt 19.017.574,37 7.064.825,15 3.702.978,38 22.379.421,14 35.543.590,55 30.286.829,21

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ratiodata GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ratiodata GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ratiodata GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angabe zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt E des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

· wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

· anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und desLageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, 27. Februar 2019

DGR Deutsche Genossenschafts-Revision
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH

Dorothee Mende, Wirtschaftsprüfer

Thomas Deerberg, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Aktivitäten der Geschäftsführung überwacht und in seinen regelmäßigen Sitzungen im vergangenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz, Gesellschaftsvertrag und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben, sowie die gesetzlich obliegenden Pflichten wahrgenommen.

Der Aufsichtsrat wird in seinen Funktionen durch den Prüfungs- und den Personalausschuss unterstützt.

Geschäftspolitik

Die Ratiodata GmbH partizipierte in 2018 an der guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und insbesondere am Wachstum des deutschen ITK-Marktes (Informationstechnologie und Kommunikation).

Oberste Zielsetzung der Ratiodata GmbH bleibt die nachhaltige Versorgung der Volks- und Raiffeisenbanken mit qualitativ hochwertigen dezentralen Systemen, Lösungen und Leistungen zu wettbewerbsfähigen Konditionen. Die Ratiodata GmbH wird die eingeleitete Digitalisierungsoffensive in der genossenschaftlichen FinanzGruppe unterstützen und daran teilhaben.

Geschäftsbeziehungen zu genossenschaftlichen Zentralunternehmen sind durch Vereinbarungen und Verträge für die nächsten Jahre Gesichert. Anschlussaufträge bestätigen die Ratiodata GmbH als etablierten und verlässlichen Geschäftspartner.

Den Schwerpunkt der Aufsichtsratsaktivitäten 2018 stellten die Themen der geschäftliche Ausrichtung und weiteren Entwicklung der Ratiodata GmbH nach erfolgten Fusionen und der Konzernausrichtung dar.

Im Geschäftsjahr 2018 fanden insgesamt vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt.

Im Wesentlichen wurden nachfolgende Themen beraten und entschieden:

· Strategische Ausrichtung der Ratiodata GmbH

· Geschäftsentwicklung 2018

· Jahresabschluss Ratiodata GmbH 2017

· Jahresplanung 2019

Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern regelmäßig informieren.

Die Geschäftsführung berichtete über die Personalentwicklung des Unternehmens. Die Ratiodata GmbH beschäftigte am Jahresende 2018 1.197 Mitarbeiter. Darunter befinden sich 18 Auszubildende.

Der Aufsichtsrat wurde über die Risikolage der Ratiodata GmbH informiert. Es wurden keine bestandsgefährdenden Risiken festgestellt.

Der Aufsichtsrat befasste sich darüber hinaus mit einer Reihe von Einzelthemen, unter anderem mit:

· Kauf der Ratiodata Luxemburg S.a.r.l.

· Zustimmung zur Abgabe von verschiedenen Angeboten

· Beteiligungen, Kooperationen und Zusammenarbeit mit Lieferanten

· Standortausrichtungen und Standortentwicklungen

· Investitionen

Darüber hinaus behandelte der Aufsichtsrat turnusmäßig die Ergebnisse aus dem AR-Prüfungsausschuss und ließ sich vom AR-Personalausschuss zu Personalangelegenheiten Bericht erstatten.

Im Jahre 2018 fanden 2 Sitzungen des AR-Personalausschusses statt. Aufsichtsrat und Personalausschuss beschäftigten sich intensiv mit der Nachfolgesuche für den langjährigen Geschäftsführer, Herrn Karlheinz Heine, der zum Jahresende 2018, der zum Jahresende aus der Geschäftsführung ausschied und in den Ruhestand wechseln wird. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Heine für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Als Nachfolger wurde Herr Dr. Michael Stanka zum 01. Oktober 2018 bestellt.

der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats tagte im März und November 2018. Die Schwerpunkte dieser Sitzungen lagen in der:

· Behandlung der Prüfungsergebnisse durchgeführter Prüfungen und Status der Prüfungen gemäß Prüfungsplan 2018

· Behandlung des geprüften Jahresabschlusses 2017

· Bewertung der operativen und strategischen Risiken

· Prüfung des Jahresberichts 2018 der Konzernrevision und des Datenschutzberichtes 2018

· Behandlung des Prüfungsplanes 2019.

Jahresplanung

Der Aufsichtsrat befasste sich mit der Jahresplanung 2019 der Ratiodata GmbH. Die Planungsgrundsätze und die mit der Planung verfolgten operativen und strategischen Ziele wurden behandelt.

Inhalt der Jahresplanung ist die Aufgaben-, Investitions- und Personalplanung sowie die Budgetierung der Erlöse und Aufwendungen für das Gesamtunternehmen. Der Aufsichtsrat wurde über die geplante Liquiditätsentwicklung 2019 informiert.

Der Aufsichtsrat stimmte nach ausführlicher Erörterung der vorgelegten Budgetplanung 2019 zu und genehmigte den Investitionsplan.

Jahresabschluss und Lagebericht

In seiner Sitzung am 13. März 2019 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 zusammen mit dem Lagebericht auf der Grundlage der Feststellungen der DGR Deutsche Genossenschafts-Revision Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH, Bonn, mit der Geschäftsführung erörtert.

Jahresabschluss und Lagebericht entsprechen den geltenden Bestimmungen und finden die Zustimmung des Aufsichtsrates.

Die DGR Deutsche Genossenschafts-Revision Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH, Bonn, hat den Jahresabschluss und Lagebericht der Ratiodata GmbH geprüft und mit einem uneingeschränkten Testat versehen.

Besetzung des Aufsichtsrates

Insgesamt besteht der Aufsichtsrat aus 12 Mitgliedern; davon ist ein Drittel durch Arbeitnehmervertreter besetzt.

Dank des Aufsichtsrates

Der Dank des Aufsichtsrates gilt der Geschäftsführung, für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Münster, im März 2019

Jürgen Brinkmann, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Ratiodata GmbH

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses

Der Jahresabschluss 2018 wurde in der Beschlussfassung im schriftlichen Umlaufverfahren am 27. März 2019 festgestellt. Ebenso wurde dem Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung zugestimmt und einstimmig beschlossen.

Nachrichten & Medien

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    Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie

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