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Amtsgericht Kassel HRB 5755
Vorher
ECKD - EDV-Centrum für Kirche und Diakonie Service GmbHECKD EDV-Centrum für Kirche und Diakonie Service GmbH
Eingetragen
4.11.1993
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
Servicedienstleistungen, insbesondere Beratung und Schulung im Bereich der Informationstechnologie, die Entwicklung von Software, der Vertrieb und die Pflege von der Informationstechnologie dienenden Produkten, Leistungen eines Rechenzentrums sowie der Betrieb von Tagungszentren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Mößinger
seit 6.9.2018
Prokura
Michael Otto
seit 10.4.2018
Geschäftsführer
Jürgen Schuh
seit 31.10.2006
Prokura
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ECKD Service GmbH

Kassel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

1.2. Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2. Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1. Geschäftsverlauf

2.2.2. Personalentwicklung

2.2.3. Ertragslage

2.2.4. Finanzlage

2.2.5. Vermögenslage und Kapitalstruktur

2.3. Leistungsindikatoren

2.3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

2.3.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4. Gesamtaussage

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognose

3.2. Chancen

3.3. Risiken

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die ECKD Service GmbH ist als hundertprozentige Tochter der ECKD KIGST GmbH schwerpunktmäßig auf dem Markt Kirche und Wohlfahrt als innovativer IT-Dienstleister und Lösungsanbieter bundesweit tätig.

Der kirchliche, diakonische und caritative Markt kennzeichnet sich durch seine Binnenorientierung und der daraus resultierenden Begrenzung auf das Gebiet der jeweiligen Landeskirchen, Bistümer, Diakonie, Caritasverbände und ihren Organisationsbereichen als Geschäftsmodell für die ECKD Service GmbH von großem Interesse. In dem Maße wie der Durchdringungsgrad mit Informationstechnik (IT) bis in die kleinste Organisationseinheit (Kirchengemeinde / Ehrenamt) vorangeschritten ist, nehmen auch die Anforderungen an Produkten und Dienstleistungen der IT-Services, der Softwareentwicklung und im Bereich Projektmanagement und Consulting sowie im Support kontinuierlich zu.

Aktuelle Anfragen und Aufträge kommen verstärkt aus dem Segment der Serviceautomatisierung und Cloud-Technologie. Parallel wächst durch die neue Gesetzgebung die Sensibilisierung im Datenschutz und in der Datensicherheit.

Die ECKD Service GmbH kann mit ihrem umfassenden Portfolio von IT-Lösungen, Individualberatung, Betreuung, Betrieb, Entwicklung, Projektmanagement und Consulting die Nachfrage aus einer Hand zielgerichtet bedienen und hat sich für den Aufbau einer zentralen offenen Plattform für den gesamten kirchlichen Markt positioniert. Das gilt insbesondere für den strategischen Zukauf von Werkzeugen für die Serviceautomatisierung auf Portalebene.

Die Geschäftsleitung der ECKD Service GmbH erwartet auch weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung des Unternehmens.

Der Hauptsitz der ECKD Service GmbH ist Kassel.

1.2. Forschung und Entwicklung

Die ECKD Service GmbH verfügt über eine eigene Entwicklungsabteilung, in der unter anderem, Lösungen für das Melde- und Finanzwesen, Gemeindemanagement, Fundraising und Portale entwickelt und gewartet werden.

Aktuell entsteht im Hauptbereich Softwareentwicklung aus den platzierten Meldewesenverfahren KirA 2.0 und Mewis NT das strategische Produkt "Meldewesen 5.0", das in Summe die Vorzüge beider Produkte beinhalten wird.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2020 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5,0 % niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 / 2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7 %.

Im Jahr 2020 verzeichnet die IT-Branche ein Umsatzplus zum Vorjahr von 4,1 % im Bereich Software sowie im Bereich IT-Services um 1,1 %. Für 2021 wird ein Umsatz von 98,6 Milliarden Euro und ein Wachstum von 4,2 % prognostiziert. Die IT-Hardware wird in diesem Segment mit voraussichtlich 8,6 Prozent auf 31,6 Milliarden Euro das größte Wachstum verzeichnen. Die IT-Services bilden mit einem Volumen von 40,0 Milliarden Euro auch in 2021 (+1,1 Prozent) noch vor der IT-Hardware den größten Anteil des IT-Markts ab. Die Ausgaben für Software steigen im laufenden Jahr um 4,1 Prozent auf 27,0 Milliarden Euro.

Die Telekommunikation stabilisiert sich in 2021 voraussichtlich wieder langsam mit einem Plus von 1,0 Prozent auf 67,4 Milliarden Euro. Für die Teilmärkte der TK-Endgeräte und TK-Infrastruktur wird ein ähnliches Wachstum von 2,8 bzw. 3,2 Prozent auf 11,6 bzw. 7,1 Milliarden Euro prognostiziert. Die Investitionen in Telekommunikationsdienste steigen in 2021 moderat um 0,3 Prozent auf 48,7 Milliarden Euro (Bitkom e.V.).

Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen sind trotz einer auch in 2020 umkämpften Marktsituation positiv zu bewerten. Die ECKD Service GmbH fungiert als einer der größten kirchlichen IT-Dienstleister im kirchlichen Markt.

2.2. Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1. Geschäftsverlauf

Die ECKD Service GmbH untergliedert sich in die Bereiche IT-Services, Softwareentwicklung, Projektmanagement und Consulting, Marketing und Vertrieb, Event- und Tagungszentrum sowie den Bereich Innovation.

Im Jahre 2020 haben sich die Kerngeschäfte der ECKD Service GmbH weiter positiv entwickelt. Dabei liegt der Schwerpunkt nach wie vor in der Bereitstellung von IT-Systemen, der Projektbegleitung sowie dem Consulting. Erste Kundenaufträge konnten auch in der Serviceautomatisierung abgeschlossen werden.

Hauptbereich IT-Services

Im Bereich IT-Services sind das Serverhosting für verschiedene Anwendungen, die Wartung, Pflege und Weiterentwicklung der eigenen Meldewesenverfahren KirA und Mewis NT sowie der Betrieb einer Server-Farm für die unterschiedlichsten Softwareprodukte, die wesentlichen Schwerpunkte der Dienstleistung der ECKD Service GmbH. Hinzu kommt der Aufbau von gesamten Infrastrukturen, Support und Telekommunikationsleistungen.

Im Hauptbereich wurde der Umbau der IT in Richtung Serviceautomatisierung, Cloud-Integration und Digitalisierung konsequent fortgeführt. Hier sehen wir eines der wesentlichen Geschäftsfelder der Zukunft.

Hauptbereich Softwareentwicklung

Im Hauptbereich Softwareentwicklung liegen nach wie vor die Schwerpunkte auf der Zusammenführung der Eigenprodukte KirA und Mewis NT. Unter dem Motto "das Beste aus zwei Welten" entsteht mit MW 5.0 eine neue Softwarelösung für das kirchliche Meldewesen. Weitere wesentliche Projekte sind die fortführende Entwicklung eines Gemeindeplaners, CRM und Self-Services Funktionen, eines Kundenportals sowie die Umsetzung von Kundenprojekten.

Hauptbereich Projektmanagement und Consulting

Im Hauptbereich Projektmanagement und Consulting haben sich alle Dienstleistungen, trotz Corona, zumindest gefestigt.

Hauptbereich Event- und Tagungszentrum

Pandemiebedingt kam es im Bereich des Event- und Tagungszentrum zur teilweisen Schießung des Tagungsbereichs und zu Umsatzeinbußen, die konträr zu dem sehr guten Geschäftsverlauf der übrigen Bereiche stehen.

Bereich Innovation

Mit der Gründung des Bereichs Innovation in 2018 ist die ECKD Service GmbH einen wichtigen Schritt zur Etablierung neuer Ansätze bspw. einer New-Work-Kultur gegangen mit dem Ziel, nicht nur die bestehenden Prozesse zu konsolidieren, sondern auch diese um innovative Möglichkeiten zu bereichern. Aufgrund der Pandemie konnten zahlreich Projekte und der Aufbau von Epic Fields nicht im geplanten Umfang umgesetzt werden. Mit einzelnen Kunden sowie Fachbereichen der ECKD KIGST GmbH und der ECKD Service GmbH wurden Online-Innovationsworkshops durchgeführt, um mögliches Potential in den Bereichen zu finden und um gemeinsam neue Ideen zu fördern.

Grundsätzlich versucht das Innovations-Team neue Ideen für den Markt von Kirche und Wohlfahrt auf der Basis unserer Kundenkenntnis zu bedienen- Parallel nehmen wir dazu im Einzelfall auch externe Spezialisten in Anspruch.

Informationssicherheitsmanagement / Qualitätsmanagement

In der ECKD Service GmbH wurden in 2020 erfolgreich Überwachungsaudits nach den Normen DIN EN ISO 9001:2015, 14001 und 27001:2013 durchgeführt.

Damit verfolgt die ECKD Service GmbH weiterhin konsequent das Ziel bei der Erbringung aller Dienstleistungen vollumfassend zertifiziert zu sein und stetig an der Erhöhung der Kundenzufriedenheit, der kontinuierlichen Verbesserung von Geschäftsprozessen und der Qualität von Produkten und Leistungen weiterzuarbeiten.

2.2.2. Personalentwicklung

Im Verlauf des Jahres hat die ECKD Service GmbH ihren Personalbestand weiter ausgebaut.

Der durch das Wachstum bestehende zusätzliche Personalbedarf konnte in 2020 in Teilen rekrutiert werden. Die Investition in alternative Personalbeschaffungsmaßnahmen, wie Headhunter und Internetportale machen sich in dem Zusammenhang bezahlt.

Zum Stichtag 31.12.2020 waren an den Standorten Kassel, Köln und Hamburg insgesamt 122 Mitarbeitende beschäftigt.

2.2.3. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft zeigt folgende Entwicklung:

Ertragslage 2020 2020 2019 2019
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 15.359 98,7 14.178 97,0
aktiv. Eigenleistung 104 0,7 402 2,7
sonstige betriebliche Erträge 94 0,6 39 0,3
Gesamtleistung 15.557 100,0 14.619 100,0
Materialaufwand 3.614 23,2 3.570 24,4
Rohergebnis 11.943 76,8 11.049 75,6
Personalaufwand 6.003 38,6 5.326 36,4
Abschreibungen 695 4,5 658 4,5
sonstige betriebl. Aufw. 2.707 17,4 2.431 16,6
Finanzergebnis 6 0,0 19 0,1
Ergebnis vor Steuern 2.545 2.653
Ertragsteuern 682 4,4 1.015 6,9
Sonstige Steuern 2 0 1 0
Jahresergebnis 1.862 12,0 1.598 10,9
Ertragslage Abweichung Abweichung
TEUR %
Umsatzerlöse 1.181 8,3
aktiv. Eigenleistung -298 100,0
sonstige betriebliche Erträge 55 141,0
Gesamtleistung 938 6,4
Materialaufwand 44 1,2
Rohergebnis 894 8,1
Personalaufwand 677 12,7
Abschreibungen 37 5,7
sonstige betriebl. Aufw. 275 11,3
Finanzergebnis -13 100,0
Ergebnis vor Steuern -108
Ertragsteuern -333 -32,8
Sonstige Steuern 0 14,3
Jahresergebnis 251 15,7

Die "Umsatzerlöse" betrugen im Jahre 2020 rund 15.359 TEUR und liegen damit um 8,3 % höher als im Vorjahr.

Der "Materialaufwand" hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 % erhöht. Hier haben sich die Kosten bei der Handelsware erhöht.

Der Anstieg des "Personalaufwandes" von 5.236 TEUR auf 6.003 TEUR im Vergleich zu 2020 beträgt rund 12,7 %. Ursächlich für den Anstieg sind im Wesentlichen neu hinzugekommene Mitarbeitende als Folge des Wachstums in den Geschäftsbereichen sowie Gehaltsanpassungen.

Den Umsatzsteigerungen im IT-Dienstleistungsbereich stehen im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Aufwendungen im "Personalaufwand" und eine leichte Erhöhung des "Materialaufwands" gegenüber.

Die "Abschreibungen" haben sich im Vorjahresvergleich von 658 TEUR wieder auf 695 TEUR leicht erhöht.

Bei den "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" ist der Anstieg um 275 TEUR im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich auf gestiegene Mietkosten durch Erweiterung der Mietfläche in der Niederlassung Köln zurückzuführen.

Das "Jahresergebnis" 2020 beträgt 1.862 TEUR (i. Vj. 1.598 TEUR). Der Steuerbetrag in Höhe von 682 TEUR (i. Vj. 1.015 TEUR) enthält u.a. latente Steuer aus den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 33 TEUR.

Im Übrigen haben die gesamtwirtschaftlichen oder branchenspezifischen Entwicklungen den Geschäftsverlauf nicht entscheidend beeinflusst.

2.2.4. Finanzlage

Eine Übersicht der Mittelherkunft und -verwendung ist aus der nachfolgenden Kapitalflussrechnung ersichtlich.

Finanzlage für die Zeit vom 01.01.2020-31.12.2020

Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2020 Vorjahr
TEUR TEUR
1 + Jahresüberschuss 1.925 1.598
2 + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 695 658
3 - Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 11 0
4 + (Vj.-) Zunahme der Rückstellungen (ohne Steuer-RSt, Vorjahr Abnahme) 71 8
5 + (Vj.-) Abnahme der Vorräte (Vorjahr Zunahme) 21 20
6 - Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 138 492
7 - (Vj.+) Zunahme andere Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (Vorjahr Abnahme) 40 13
8 + (Vj.-) Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr 90 293
9 - (Vj.+) Abnahme anderer Passiva die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (Vorjahr Zunahme) 65 354
10 + (Vj.-) Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (Vorjahr 6 5
11 -(Vj.+) Zinserträge (Vorjahr Aufwendungen) 2 1
12 + Ertragsteueraufwand 618 1.015
13 - Ertragsteuerzahlungen (Auszahlungen) 744 810
14 = Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.426 2.011
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 2020 Vorjahr
TEUR TEUR
15 - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 887 544
16 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 14
17 - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 1.432 278
18 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 94 250
19 - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 502
20 + Erhaltene Zinsen 1 1
21 + Erhaltene Dividenden 2 1
22 = Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -2.222 -1.058
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 2020 Vorjahr
TEUR TEUR
23 - Gezahlte Dividenden 0 3
24 = Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 0 -3
Veränderung Finanzmittelfonds 2020 Vorjahr
TEUR TEUR
+ Finanzmittelfonds am Anfang des Periode 3.750 2.800
+ Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.426 2.011
- Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 2.222 1.058
+ (Vj.-) Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 0 3
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.954 3.750

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.2.5. Vermögenslage und Kapitalstruktur

Vermögenslage 2020 2020 2019 2019
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.448 10,8 648 5,7
Sachanlagen 2.298 17,2 1.473 13,0
Finanzanlagen 643 4,8 732 6,5
Vorräte 1 0,0 22 0,2
Forderungen aus L.u.L. 2.903 21,7 2.765 24,4
Ford. gegen verb. Unternehmen 967 7,2 504 4,5
Sonstige Vermögensgegenstände 236 1,8 335 3,0
Guthaben bei Kreditinstituten 3.954 29,6 3.750 33,1
Rechnungsabgrenzung 923 6,9 1.105 9,7
Summe 13.371 100,0 11.333 100,0
Vermögenslage Abweichung Abweichung
TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 800 123,4
Sachanlagen 825 56,0
Finanzanlagen -89 -12,2
Vorräte -21 -96,7
Forderungen aus L.u.L. 138 5,0
Ford. gegen verb. Unternehmen 462 91,6
Sonstige Vermögensgegenstände -99 -29,4
Guthaben bei Kreditinstituten 204 5,4
Rechnungsabgrenzung -182 -16,5
Summe 2.038 18,0

Die Erhöhung der "immateriellen Vermögensgegenstände" resultieren hauptsächlich aus geleisteten Anzahlungen für das Cloud Serviceautomatisierungsprojekt.

Die Erhöhung der "technischen Anlagen und Maschinen" um 627 TEUR im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus dem Ausbau und Erneuerung der Rechenzentren in Kassel und Köln.

Die Erhöhung der "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" sind um 5,0 % höher im Vergleich zum Vorjahr.

Die "sonstigen Vermögensgegenständen" für das Jahr 2020 beinhalten die neu geleistete Mietkaution für den Standort Köln i. H. v. 87,2 TEUR.

Das "Guthaben bei Kreditinstituten" betrug zum Stichtag 31.12.2020, 3.954 TEUR, bei einem operativen Mittelzufluss in Höhe von 2.426 TEUR und gegenläufigen Auszahlungen für Investitionen in Höhe von 2.222 TEUR sowie Zinszahlungen in Höhe von 0 TEUR.

Kapitalstruktur 2020 2020 2019 2019
TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 350 2,6 350 3,1
Bilanzgewinn/-verlust 11.273 84,3 9.411 83,0
Rückstellungen 459 3,4 418 3,7
Erhaltene Anzahlungen 65 0,5 0 0,0
Verbindl. aus Lief. und Leist. 603 4,5 513 4,5
Verbindl. geg. veb. Unternehmen 359 2,7 412 3,6
Sonstige Verbindlichkeiten 98 0,7 98 0,9
Passive Latente Steuern 164 1,2 131 1,2
Summe 13.371 100,0 11.333 100,0
Kapitalstruktur Abweichung Abweichung
TEUR %
Gezeichnetes Kapital 0 0,0
Bilanzgewinn/-verlust 1.862 19,8
Rückstellungen 41 9,9
Erhaltene Anzahlungen 65 -
Verbindl. aus Lief. und Leist. 90 17,6
Verbindl. geg. veb. Unternehmen -53 -12,9
Sonstige Verbindlichkeiten 0 -0,2
Passive Latente Steuern 33 25,0
Summe 2.038 18,0

Das "gezeichnete Kapital" weist im Vergleich zum Vorjahr keine Änderungen auf.

Der "Bilanzgewinn" zum 31.12.2020 hat sich in Höhe des Jahresergebnisses 2019 um 1.862 TEUR auf 11.273 TEUR erhöht.

Die "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" haben sich stichtagsbedingt um 90 TEUR auf 603 TEUR erhöht.

Die "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" basieren auf innerbetrieblichen Verrechnungen mit der ECKD KIGST GmbH.

Die "Bilanzsumme" ist in Bezug auf das Vorjahr um 2.038 TEUR gestiegen.

2.3. Leistungsindikatoren

2.3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren
der ECKD Service GmbH
2020 in % 2019 in %
Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital 86,92 86,13
Gesamtkapitalrendite = Gewinn + Fremdkapitalzinsen / Gesamtkapital 13,92 14,13
Umsatzrendite = ordentliches Betriebsergebnis / Umsatz 16,53 18,58
Investitionsquote = Investitionen / Anlagevermögen 52,86 46,47
Personalintensität = Personalaufwand / Umsatz 39,08 37,57
EBIT (Earnings before Interests and Taxes) 2.538.781 € 2.634.010 €

2.3.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der ECKD Service GmbH

Personalkennzahlen 2020 2019
Personalfluktuation 11,59% 5,35%
Maßnahmen im Gesundheitsmanagement (Vergabe JobRäder an Mitarbeitende) 27 15
Fort- und Weiterbildungsquote (Soll/IST-Vergleich) 55% 89,00%
Mitarbeitendenzufriedenheit 2020 2019
Zufriedenheit hinsichtlich Arbeitsklima 76,07% 82,30%
Zusammenarbeit innerhalb der Teams 76,69% 77,37%
Verfügbarkeit erforderlicher Arbeitsmittel 78,53% 82,72%
Verfügbarkeit erforderlicher Informationen 69,94% 68,31%
Einschätzung der eigenen Entwicklungsmöglichkeiten 63,19% 67,08%

Hinweis: Die Daten zur Mitarbeitendenzufriedenheit wurden mittels einer unternehmensweiten Mitarbeiterbefragung ermittelt und gelten für beide Unternehmen. Teilnehmerzahl: 163.

Kundenzufriedenheit 2020 2019
Freundlichkeit 98% 99,00%
Fachkompetenz 94% 97,00%
Zuverlässigkeit 87% 94,00%
Erreichbarkeit 76% 97,00%
Reaktions- und Antwortzeiten 69% 94,00%

Hinweis: Die erhoben Zahlen zur Kundenzufriedenheit gelten für die ECKD KIGST GmbH und die ECKD Service GmbH zusammen.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass die anhaltende Corona-Pandemie direkte Auswirklungen auf die nichtfinanziellen Kennzahlen hat. Dies wird deutlich in den rückläufigen Zahlen bei der Fort- und Weiterbildung, sowie bei Mitarbeitenden- und Kundenzufriedenheit.

Die Mitarbeitendenzufriedenheit wurde als Kennzahl aufgenommen, um Tendenzen frühzeitig zu erkennen.

2.4. Gesamtaussage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wird weiterhin als gut eingeschätzt. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsfrist zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

Insgesamt geht die Geschäftsführung von einer stabilen positiven Entwicklung der Gesellschaft aus.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognose

Grundsätzlich sieht das Unternehmen den Erfolg und die zukünftige Entwicklung in Abhängigkeit von sicheren Cloudlösungen und Serviceautomationen. Parallel dazu gilt es bestehende Märkte zu sichern, neue Märkte zu erschließen und Kundeninteressen umzusetzen. Ebenso sind eigene Produktentwicklungen im Bereich der Serviceautomation, Portaltechnik und dem Gemeindemanagement weiter im Fokus aller vertrieblichen Aktivitäten.

Aus diesem Grund ist es nach wie vor erforderlich, die Marktveränderungen im Umfeld der Dienstleistungsangebote der ECKD Service GmbH aufmerksam zu beobachten und eine marktgerechte innovative Produktpalette auf sehr hohem qualitativem Niveau weiterhin anzustreben. Hierzu wurde neben der Innovationskraft des Unternehmens unterstützend der Hauptbereich Marketing und Vertrieb aufgebaut.

Der Schwerpunkt liegt auf der schon erwähnten Serviceautomation. Mit der Investition in Personal und neue Werkzeuge kann ein entscheidender Markt erschlossen werden, der die Basis künftigen Handelns nachhaltig mitbestimmt.

Die Prognose für die folgenden Wirtschaftsjahre wird zumindest noch für das Jahr 2021 dadurch erschwert, dass die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten 12 Monaten, bedingt durch das Coronavirus, nur eingeschränkt einschätzbar ist.

Da unsere Kundenbeziehungen in der Regel langfristig und weitestgehend stabil sind und laufende Verträge eine solide Erlösbasis darstellen, sind die Auswirkungen von SARS-CoV-2, aktuell nur bedingt spürbar. Die Ausnahme bildet das Event- und Tagungszentrum, in dem es voraussichtlich auch in 2020 zu einem größerem Umsatzeinbruch kommen wird.

Im Wirtschaftsplan der ECKD Service GmbH für das Jahr 2021 planen wir Umsatzerlöse in Höhe von rund 16.000 TEUR. Der Wirtschaftsplan berücksichtigt die Auswirkungen der Corona-Pandemie nur bedingt, da die Auswirkungen für das Jahr 2021, zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts, nicht hinreichend verlässlich prognostizierbar sind.

Für die folgenden Wirtschaftsjahre ist mit einer Eintrübung der Marktlage für einzelne Segmente bei unseren Dienstleistungen zu rechnen. Kurz- bis mittelfristig wird, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, von geringeren Kirchensteuereinnahmen bei vielen unserer Kunden auszugehen sein, was in der Folge eine degressivere Ausgabepolitik unserer Kunden impliziert.

Neben der Erschließung neuer Geschäftsbereiche ist auch den gestiegenen Kundenanforderungen im Blick auf Innovation, Beratung und Betreuung besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Insbesondere ist hier auch die Entwicklung auf dem kirchlichen Markt in Bezug auf Standarddienstleistungen weiter zu prüfen. Unabhängig von diesen Maßnahmen sind sinnvolle Kooperationen und Verschmelzungen weiter zu bewerten.

Auch die konsequente Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitenden trägt positive Früchte. Aufgesetzte Talent- und Führungsprogramme können Mitarbeitenden die Möglichkeit geben, sich im Unternehmen positiv zu entwickeln. Erste Maßnahmen dazu wurden zu Beginn des Jahres 2021 eingeleitet.

Auch in Richtung Kunden sowie auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden wurden viele Marketingmaßnahmen eingeleitet, inkl. eines eigenen IT-Kongresses. Diese werden in den kommenden Jahren weiter ausgebaut.

Geplante Investitionen und zusätzliche Investitionen für den Umbau in Richtung Cloudservices und Serviceautomatisierung sind in den Wirtschaftsplänen eingearbeitet.

Die positiven Ertragsentwicklungen im Projektgeschäft sowie die individuelle Kundenbetreuung belegen, dass eine moderate Erweiterung des Kundenstamms und die erfolgreiche Projektarbeit zu einer soliden Unternehmensentwicklung beitragen.

Grundsätzlich erwarten wir auch für 2021 eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz und Ertragslage.

3.2. Chancen

Die Weiterentwicklung des strategischen Geschäftsmodells im Bereich der IT zur Sicherung einer dauerhaft qualitativ hochwertigen Leistung und einer guten Wirtschaftlichkeit wird konzeptionell wie operativ aktiv vorangetrieben.

Die geplanten Investitionen in neue Lösungen, wie der Serviceautomatisierung werden dazu beitragen, die Marktposition des Unternehmens weiter zu stärken.

In Bezug auf Kunden und Interessenten wurden durch den neuen Hauptbereich Marketing und Vertrieb, Kundenbindungs- und -erhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Diese werden in den kommenden Jahren weiter ausgebaut und konsequent beworben.

Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in der Bereitstellung von standardisierten und individuellen Lösungen. Diese Kompetenz kann auch bei weiteren kirchlichen und kirchennahen Kunden genutzt werden. Solche Märkte werden daher kontinuierlich beobachtet und beworben.

Daneben kann die ECKD Service GmbH durch Kundenprojekte zur Umstellung und Neueinführung von IT-Systemen perspektivisch weitere Erträge erzielen.

Auch leisten das Talentprogramm für angehende Führungskräfte und systematische Fort- und Weiterbildung der aktuellen Leitungspositionen einen weiteren Beitrag, das Unternehmen auf dem Markt zu festigen.

Als strategisches Werkzeug rundet die Schaffung eines eigenständigen Innovationsbereichs die positiven Zukunftsaussichten der ECKD Service GmbH ab.

3.3. Risiken

Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das Geschäft mit IT-Dienstleistungen grundsätzlich nicht frei von Risiken. Dazu gehören allgemeine Risikofaktoren, wie Rezessionen, Konjunkturschwankungen, technische Weiterentwicklungen, Marktveränderungen und weitere gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen. Besondere Beachtung findet auch bei der Risikoeinschätzung die Corona-Pandemie, die bis auf die Kompetenzrisiken praktisch alle nachfolgenden Maßnahmen betreffen kann.

Folgende Maßnahmen wurden von der Geschäftsführung ergriffen, um nachstehende Risiken zu minimieren:

Erlösrisiken: Bedingt durch die Corona-Pandemie können auch für das Wirtschaftsjahr 2021 die prognostizierten Erlöse im Event- und Tageszentrum voraussichtlich nicht erreicht werden.y

Preisänderungsrisiken: Die Preisverhandlungen werden in der Regel mit Lieferanten einmal jährlich bzw. bei Investitionen geführt. Die Preise werden soweit wie möglich mindestens für 12 Monate oder länger vereinbart.

Ausfallrisiken: Die Forderungen der Gesellschaft unterliegen einer ständigen Überwachung über offene Postenlisten.

Liquiditätsrisiken / Risiken aus Zahlungsstromschwankungen: Es erfolgt eine Finanzdisposition durch den kaufmännischen Leiter.

Risiken aus Finanzinstrumenten: Das Depot- und Anlagemanagement wurde auf die Hausbank übertragen. Es erfolgt eine konservative Geldanlage.

Projektrisiken: Das Projektmanagement Office (PMO) betreut unternehmensweit sämtliche Projekte und sorgt für ein durchgängiges und transparentes Risikomanagement im Unternehmen.

Produktionsrisiken: Durch die Zertifizierung nach DIN ISO 27001 und regelmäßigen internen und externen Audits sowie ausgelagerten Sicherungssystemen und separaten Brandabschnitten, kann das Ausfallrisiko in der Produktion eingegrenzt und minimiert werden. Die Rechenzentrumstechnik unterliegt einer regelmäßigen Wartung.

Personal- und Kompetenzrisiken: Grundsätzlich ist festzustellen, dass insbesondere in den Hauptbereichen IT-Services und Softwareentwicklung, ein Fachkräftemangel besteht, der direkte Auswirkungen auf Neueinstellungen und die Kundenzufriedenheit hat. Dem entgegnen wir vereinzelt mit der Beauftragung von Personaldienstleistern.

Mit gezielten Weiterbildungs- und Talentprogrammen werden Mitarbeitende ausgebildet und gefördert um u.a. Know-How-Verlusten durch Renteneintritt und evtl. Mitarbeiterverlusten entgegenzutreten. Parallel befindet sich der Bereich der kontinuierlichen Personalbedarfsplanung als Stabsstelle im Aufbau um durch ein gezieltes Recruiting das passende Personal qualitativ zur Verfügung zu stellen.

Festzustellen ist im Raum Kassel bei der Personalbeschaffung für den IT-Bereich, eine verschärfte Konkurrenzsituation, die zu ungewollten Personalabgängen führen kann.

 

Kassel, den 15. Juni 2021

ECKD Service GmbH

gez. Michael Otto, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktivseite

31.12.2020 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.447.476,28 648.040,05
- davon selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5,00 5,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 194.087,00 38.939,00
2. technische Anlagen und Maschinen
1.391.591,00 737.753,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 712.516,00 696.419,00
2.298.194,00 1.473.111,00
III. Finanzanlagen 642.600,00 731.470,00
4.388.270,28 2.852.621,05
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 711,20 21.428,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.105.600,10 3.604.583,83
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 966.584,63 504.428,02
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.953.808,68 3.749.971,61
8.060.119,98 7.375.983,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 922.654,99 1.104.781,31
13.371.045,25 11.333.386,20

Passivseite

31.12.2020 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 350.000,00 350.000,00
II. Bilanzgewinn
11.272.698,27 9.410.947,46
11.622.698,27 9.760.947,46
B. Rückstellungen 459.164,64 417.898,35
C. Verbindlichkeiten
1.125.476,44 1.023.464,46
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 359.065,94 412.319,92
D. Passive latente Steuern 163.705,90 131.075,93
13.371.045,25 11.333.386,20

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2020 - 31.12.2020

2020 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 11.943.102,17 11.049.179,59
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 4.703.790,52 4.158.996,24
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.225.162,95 1.094.318,20
c. Gestellung Personal Nordkirche 73.883,73 72.830,31
6.002.837,20 5.326.144,75
3. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 695.025,54 657.656,57
b. auf Finanzanlagen 0,00 21.330,00
695.025,54 678.986,57
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.706.458,64 2.431.368,27
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.096,50 2.900,41
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.321,45 2.247,30
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 3.156,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 681.781,93 1.015.272,86
9. Ergebnis nach Steuern 1.863.416,81 1.599.398,85
10. sonstige Steuern 1.666,00 1.407,00
11. Jahresüberschuss 1.861.750,81 1.597.991,85
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.410.947,46 7.812.955,61
13. Bilanzgewinn 11.272.698,27 9.410.947,46

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

1. Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Firma: ECKD Service GmbH
Sitz: Kassel
Registergericht: Kassel, HRB 5755

Der Jahresabschluss der ECKD Service GmbH, Kassel, für das Geschäftsjahr 2020 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Dabei wurden auch die Bilanzierungsvorschriften des § 42 GmbHG beachtet.

Gemäß § 267 Abs. 2 HGB ist die Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzuordnen.

Die größenabhängigen Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs nach § 288 Absatz 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 ist nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Erleichterungsmöglichkeit nach § 276 HGB (Zusammenfassung Rohergebnis) wurde nicht in Anspruch genommen.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Aktivseite

Die Position der immateriellen Vermögensgegenstände beinhaltet vornehmlich die Lizenzen des Bereichs IT-Services sowie des Rechenzentrumsbetriebes. Sie werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßig linearer Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 1 S. 1 HGB angesetzt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Schätzung der Nutzungsdauer richtet sich nach der Laufzeit der abgeschlossenen Verträge.

Bei den Sachanlagen handelt es sich im Wesentlichen um die technischen Anlagen des Rechenzentrums. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und wird - soweit abnutzbar - unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen über die Nutzungsdauer angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis netto EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung voll als Betriebsausgaben gebucht. Selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten netto EUR 1.000,00 nicht übersteigen, werden in einem Sammelposten geführt und ab dem Jahr der Anschaffung gleichmäßig mit jeweils 1/5 abgeschrieben - sog. Poolabschreibung (§ 6 Abs. 2a EStG).

Zum Bilanzstichtag vorhandene Wertpapiere des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw. bei langfristig andauernden Kurssenkung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips werden dementsprechend die Finanzanlagen auf dem zum 31.12.2020 niedrigeren Kurswert abgeschrieben. Bei Wertpapieren des Anlagenvermögens, bei denen der Grund für den niedrigeren Ansatz zum Bilanzstichtag nicht mehr bestand, erfolgte eine Wertaufholung zum höheren Kurswert, jedoch bis höchstens zu den ursprünglichen Anschaffungskosten. Somit wurde den Vorschriften des § 253 Absatz 5 HGB Rechnung getragen.

Die Forderungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken wurden in Form einer Einzelwertberichtigung berücksichtigt. Des Weiteren wurden die Forderungen um eine Pauschalwertberichtigung vermindert.

Die übrigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist für Auszahlungen des Berichtsjahres gebildet, die für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag zu Aufwendungen führen.

2.2 Passivseite

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 9.410.947,46 enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr waren im Geschäftsjahr nicht vorhanden.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

3. Erläuterungen zu Posten der Bilanz

3.1 Aktivseite

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen mit ihren historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist in einem Anlagespiegel dargestellt (vgl. Anlage zum Anhang).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.902,7 (i. VJ.: TEUR 2.765,1) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 966,6 (i. VJ.: TEUR 504,4) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Mietkautionen und Mitarbeiterdarlehen in Höhe von TEUR 166,8 (i. VJ.: TEUR 87,8) und haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3.2 Passivseite

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalkostenrückstellungen für Urlaub und Mehrarbeitsstunden.

Sämtliche Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.125,5 (i. VJ.: TEUR 1.023,5) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Sie betragen zum Bilanzstichtag TEUR 359,1 (i. VJ.: TEUR 412,3).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 603,3 (i. VJ.: TEUR 512,9) und die Sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 98,0 (i. VJ.: TEUR 98,2) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 71,7 (i. VJ.: TEUR 75,6) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit mit TEUR 8,8 (i. VJ.: TEUR 6,4) enthalten.

4. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 9,4 (i. VJ.: 8,9 TEUR) enthalten.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 305,2 (i. VJ.: TEUR 269,6) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 15,7 (i. VJ.: TEUR 9,8) enthalten.

Die Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten Zinserträge aus Wertpapieren in Höhe von TEUR 1,8 (i.VJ. TEUR 1,6).

Gemäß der Wertaufholungsgebotes, § 253 Absatz 5 HGB, wurde der Wertansatz einiger Wertpapiere des Finanzanlagevermögens aufgrund der gestiegenen Kurswerte zum Bilanzstichtag korrigiert. Die Zuschreibung beläuft sich auf insgesamt TEUR 11,1 (i. VJ. TEUR 0,0).

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind nicht angefallen (i. VJ.: TEUR 3,1).

5. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2020 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Zu den möglichen Auswirkungen anhaltenden Coronavirus-Pandemie auf das Geschäftsjahr 2021 verweisen wir auf die Darstellungen der Chancen und Risiken im Lagebericht.

6. Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.861.750,81 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 11.272.698,27 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Ergänzende Erläuterungen

7.1. Geschäftsführer

Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Michael Otto, Fuldabrück, Geschäftsführer der ECKD KIGST GmbH.

Vorschüsse und Kredite im Sinne von § 285 Nr. 9c HGB wurden nicht gewährt.

7.2 Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:

Herr Kirchenverwaltungsdirektor Armin Fuhrmann (Vorsitzender),

 

Leiter Haupt- und Personalabteilung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Rotenburg a. d. Fulda;

Herr Oberkirchenrat Wolfgang Heine (Stellv. Vorsitzender),

 

Dipl. Verwaltungswissenschaftler, Dezernent Organisation, Bau und Liegenschaften in der Kirchenverwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Darmstadt;

Herr Regionaldirektor Joachim Beumler,

 

Diplom-Betriebswirt, Regionaldirektor der Evangelischen Bank eG, Kassel;

Herr Dr. Martin Böckel,

 

Direktor Erzbistum Köln, Generalvikariat, Hauptabteilung Verwaltung, Köln;

Frau Oberkirchenrätin Andrea Niemeyer,

 

Referentin für Betriebswirtschaft, IT und Statistik, im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hannover;

Herr Oberkonsistorialrat Dr. Martin Richter,

 

Jurist, Leiter der Abteilung 1 des Konsistoriums der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg- schlesische Oberlausitz, Stellvertreter des Konsistorialpräsidenten, Berlin;

Herr Markus Selzener,

 

Dipl. Mathematiker, Leiter Arbeitsstelle EDV-Landeskirchenamt der Evangelische Lutherische Kirche in Norddeutschland, Scharbeutz;

Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden in 2020 Vergütungen für die geleisteten Tätigkeiten in Höhe von TEUR 3,1 (i. VJ.: TEUR 5,5) gewährt. Vorschüsse und Kredite wurden nicht gewährt.

7.3. Arbeitnehmer

Arbeitnehmer 2020 2019
Männlich 86 80
Weiblich 31 26
Gesamt 117 106

7.4. Angaben gemäß § 268 Abs. 8 HGB (ausschüttungsgesperrte Beträge)

Der Gesamtbetrag der aktivierten Entwicklungskosten beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 1.312,5 (i. VJ 489,0 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 103,9 (i. VJ TEUR 401,9) aktiviert. Der ausschüttungsgesperrte Betrag ergibt sich aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, unter Berücksichtigung der darauf gebildeten passiven Steuern:

Angaben gemäß § 268 Abs. 8 HGB 31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 505,8 401,9
Passive latente Steuern -163,7 -131,0
Summe 342,1 270,9

Es wurde ein Steuersatz von 32,4 % (i. Vj. 32,6 %) zugrunde gelegt.

7,5. Angaben über sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 6.238,4 (i. VJ.: TEUR 5.411,9). Diese bestehen im Wesentlichen aus den verlängerten Mietverträgen sowie der Anmietung neuer Geschäftsräume an den Standorten Kassel und Köln.

 

Kassel, 15.Juni 2021

gez. Michael Otto, Geschäftsführer

Hinweis: Der vorstehende Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 27.07.2021 festgestellt.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2020
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.459.399,67 887.388,12 - - 3.346.787,79
- davon selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte und Werte 16.502,50 - - - 16.502,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 62.983,00 183.901,10 - - 246.884,10
2. Technische Anlagen 4.891.192,06 1.013.017,60 - - 5.904.209,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.520.628,17 235.237,95 - - 1.755.866,12
4. Anlagen im Bau, geleistete Anzahlungen - - - - -
6.474.803,23 1.432.156,65 - - 7.906.959,88
III. Finanzanlagen 752.800,00 - 100.000,00 - 652.800,00
752.800,00 - 100.000,00 - 652.800,00
9.687.002,90 2.319.544,77 100.000,00 - 11.906.547,67
Aufgelaufene Abschreibungen
Stand 01.01.2020 Zugang Abgänge Zuschreibung Stand 31.12.2020
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.811.359,62 87.951,89 - - 1.899.311,51
- davon selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte und Werte 16.497,50 - - - 16.497,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 24.044,00 28.753,10 - - 52.797,10
2. Technische Anlagen 4.153.439,06 359.179,60 - - 4.512.618,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 824.209,17 219.140,95 - - 1.043.350,12
4. Anlagen im Bau, geleistete Anzahlungen - - - - -
5.001.692,23 607.073,65 - - 5.608.765,88
III. Finanzanlagen 21.330,00 - 11.130,00 - 10.200,00
21.330,00 - 11.130,00 - 10.200,00
6.834.381,85 695.025,54 11.130,00 - 7.518.277,39
Buchwert Buchwert
Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.447.476,28 648.040,05
- davon selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte und Werte 5,00 5,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 194.087,00 38.939,00
2. Technische Anlagen 1.391.591,00 737.753,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 712.516,00 696.419,00
4. Anlagen im Bau, geleistete Anzahlungen - -
2.298.194,00 1.473.111,00
III. Finanzanlagen 642.600,00 731.470,00
642.600,00 731.470,00
4.388.270,28 2.852.621,05

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Der zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss und der Lagebericht entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die ECKD Service GmbH, Kassel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ECKD Service GmbH, Kassel - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ECKD Service GmbH, Kassel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates als Aufsichtsorgan für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat als Aufsichtsorgan ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fulda, den 15. Juni 2021

Muth & Co. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Lukas Geiger, Wirtschaftsprüfer

gez. Kurt Abert, Wirtschaftsprüfer

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