Memphis
Electronic GmbH
Bad Homburg
v. d. Höhe (vormals: Oberursel (Taunus))
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
1. Grundlagen der Gesellschaft
1.1. Geschäftsmodell und Struktur
Die Memphis Electronic GmbH, Bad Homburg (im Weiteren:
"Memphis" oder "Gesellschaft") wurde 1991 in Deutschland
gegründet und vertreibt seit 30 Jahren Speicher-ICs und
Speicher-Module, welche Sie im Wesentlichen von namhaften
asiatischen Herstellern sowie von verbundenen Unternehmen der
Neumonda-Gruppe, zu welcher die Gesellschaft als
Tochterunternehmen zählt, bezieht. Mit einem
Herstellerangebot von über 20 Anbietern von DRAM, SRAM
und FLASH Produkten steht Memphis für die Kompetenz im
globalen Speichermarkt. Im Verlauf des Geschäftsjahres
2023 verlagerte die Gesellschaft ihren Sitz aus Oberursel
nach Bad Homburg.
1.2. Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft selbst unterhält keine
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Die von anderen
Gesellschaften der Neumonda-Gruppe durchgeführten
Entwicklungstätigkeiten beziehen sich vor allem auf die
Verbesserung und Optimierung von DRAM, SRAM und
Flash-Speicherkomponenten. Ziel ist insbesondere die
Entwicklung von Produkten, welche sich von denen der auf den
Massenmarkt fokussierten Herstellern in Bezug auf Haltbarkeit
und Lebensdauer, einsetzbare Temperaturbandbreiten,
Langzeit-Lieferfähigkeit sowie Komponentendichte
unterscheiden.
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche Konjunkturentwicklung
Die weltweite konjunkturelle Entwicklung des
Geschäftsjahres 2023 war durch die Auswirkungen des
Inflationsschocks in den wesentlichen globalen
Währungsräumen sowie die darauffolgende massive
Straffung der Geldpolitik geprägt, wenngleich sich der
daraus erwartete weltweite Abschwung nicht das zunächst
befürchtete Ausmaß annahm. Angesichts der
Unsicherheit in Bezug auf die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften
zeichnete sich im Jahresverlauf jedoch auch keine
konjunkturelle Belebung ab. Das Wirtschaftswachstum der
Hauptbeschaffungs- und Absatzmärkte der Neumonda-Gruppe
betrug 2023 für den Euroraum 0,5% (Vorjahr: 3,5%),
für die USA 2,5% (Vorjahr: 1,9%) sowie für China
5,4% (Vorjahr: 3,0%). Der im Jahr 2023 in den
Kernmärkten der Neumonda-Gruppe zu verzeichnende Anstieg
der Verbraucherpreise betrug im Euroraum +5,4% (Vorjahr:
+8,4%), in den USA +4,1% (Vorjahr: +8,0%) sowie in China
+0,2% (Vorjahr: +2,0%).
Branchenbezogene Konjunkturentwicklung
Sowohl bei den Herstellern als auch bei Kunden und
Distributoren war das Jahr 2023 durch hohe Lagerbestände
geprägt. Die Coronavirus-Pandemie und die daraus
resultierenden bzw. drohenden Lieferengpässe hatten
viele Unternehmen dazu veranlasst, größere
Bestände aufzubauen. Industriekunden hatten vor allem in
der ersten Jahreshälfte noch mit Engpässen bei
Microcontrollern (MCU) und ähnlichen Produkten zu
kämpfen, was sich während des 2. Halbjahrs
entspannte, wobei neben der verbesserten Verfügbarkeit
der Ware auch ein kundenseitiges Abflauen der Nachfrage dazu
beitrug. Das Jahr 2023 war für die gesamte Branche mit
einem kombinierten Verlust der Speicherchip-Hersteller von
nahezu 30 Milliarden USD sowie einem branchenweiten, massiven
Preisverfall eines der herausforderndsten für die
MEMORY-Industrie. Diese Entwicklung führte auch dazu,
dass die Anzahl der "Wafer-STARTS" pro Monat deutlich
reduziert und langfristige Kapitalinvestitionen (CAPEX)
verschoben bzw. ebenfalls reduziert wurden. Gegen Ende des
Jahres waren vor allem Produkte in Bezug auf künstliche
Intelligenz (AI) gefragt, was bei ausgewählten
Produktfamilien wie HBM- und DDR5-Speichermodulen zu einer
Erholung der Marktpreise führte. Positive Auswirkungen
auf weitere Branchensegmente waren jedoch nicht zu
beobachten.
2.2. Finanzielle und nicht-finanzielle
Leistungsindikatoren
Die der Steuerung der Gesellschaft zugrunde liegende
interne Finanzberichterstattung basiert wesentlich auf den
folgenden bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren:
- Umsatzerlöse
- EBITDA (Handelsrechtliches Ergebnis nach Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag, abzüglich sonstiger Zinsen und
ähnlicher Erträge, zuzüglich Zinsen und
ähnlicher Aufwendungen, zuzüglich der
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen)
- Cashflow
Darüber hinaus verwendet die
Geschäftsführung zur Steuerung der Gesellschaft den
bedeutsamen nicht-finanziellen Leistungsindikator "Anzahl der
Mitarbeiter".
2.3. Geschäftsverlauf der Gesellschaft
Das Geschäftsjahr 2023 war nach den durch eine
kundenseitig hohe Nachfrage geprägten Jahren 2021 und
2022 konjunkturbedingt durch einen deutlichen
Nachfrageeinbruch gekennzeichnet. Dieser führte im
Vorjahresvergleich zu einem Umsatzrückgang von 19,1%.
Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2023 mit
einem EBITDA von EUR 12,1 Mio. (Vorjahr: EUR 14,2 Mio.) sowie
einem Periodenergebnis vor Gewinnabführung an die
Muttergesellschaft von EUR 11,9 Mio. (Vorjahr: EUR 13,8 Mio.)
ab.
3. Lage der Gesellschaft, einschließlich
Vermögens-, Finanz und Ertragslage
3.1. Ertragslage
Die Ertragslage der Gesellschaft stellte sich im
Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:
- Mio. EUR -
|
2023
|
2022
|
Umsatzerlöse
|
59,5
|
73,6
|
Materialaufwand
|
-42,9
|
-54,2
|
Personalaufwand
|
-3,0
|
-2,8
|
Sonstige betriebliche
Erträge und Aufwendungen
|
-1,5
|
-2,4
|
EBITDA
|
12,1
|
14,2
|
Abschreibungen
|
-0,2
|
-0,1
|
Finanzergebnis und Steuern
|
-0,0
|
-0,3
|
Gewinn vor Gewinnabführung
|
11,9
|
13,8
|
In der Berichtsperiode erzielte die Gesellschaft
Umsatzerlöse von EUR 59,5 Mio. (Vorjahr: EUR 73,6 Mio.).
Dabei erzielte die Gesellschaft die wesentlichen Anteile der
Umsatzerlöse mit EUR 27,8 Mio. (Vorjahr: EUR 36,3 Mio.)
in Deutschland, mit EUR 22,1 Mio. (Vorjahr: EUR 21,9 Mio.) in
den weiteren Ländern der Europäischen Union und mit
EUR 9,6 Mio. (Vorjahr: EUR 15,4 Mio.) in Drittländern.
Der im Geschäftsjahr 2023 realisierte
Umsatzrückgang fiel dabei stärker aus, als im
Prognosebericht des Vorjahres erwartet.
Der Materialaufwand betrug relativ zu den
Umsatzerlösen 72,0% (Vorjahr: 73,7%). Die Gesellschaft
bevorratet Speicherkomponenten in wesentlichem Umfang als
Handelsware, um im Zeitablauf von vorteilhaften
Marktkonditionen zu profitieren. Die erzielte Marge ist daher
maßgeblich durch die Relation der bei Erwerb und
Veräußerung der Ware maßgeblichen
Konditionen geprägt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge der
Gesellschaft stiegen auf EUR 3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 2,8
Mio.). Maßgeblicher Treiber dieser Entwicklung waren
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
(+EUR 1,5 Mio.), nachdem die Notwendigkeit einer in Vorjahren
für einen Rechtsstreit gebildeten Rückstellungen
infolge eines geschlossenen Vergleichs weggefallen war.
Gegenläufig wirkte sich unter anderem der Rückgang
der Kursgewinne aus (-EUR 1,0 Mio.). Die Gesellschaft
unterliegt wesentlichen Effekten aus
Währungsschwankungen, da maßgebliche Teile des
Einkaufs sowie weite Bereiche der Umsatzerlöse in USD
getätigt werden.
Der Anstieg des Personalaufwands ist vor allem durch
die auf 33 gestiegene durchschnittliche Mitarbeiterzahl
(Vorjahr: 31) sowie variable Vergütungsbestandteile,
bedingt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Memphis
waren im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch die
erstmalige Abrechnung einer Management- und
Verwaltungsgebühr seitens ihrer Gesellschafterin
geprägt (+EUR 2,3 Mio.). Gegenläufig wirkten sich
der Rückgang der Aufwendungen aus der
Fremdwährungsumrechnung (-EUR 1,3 Mio.) sowie infolge
des rückläufigen Geschäftsvolumens geringere
weitere sonstige betriebliche Aufwendungen aus.
Insgesamt erzielte die Gesellschaft in der
Berichtsperiode ein EBITDA in Höhe von EUR 12,1 Mio.
(Vorjahr: EUR 14,2 Mio.).
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten
Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Factoring.
Im Geschäftsjahr 2023 fiel ein Periodenergebnis
vor Gewinnabführung von EUR 11,9 Mio. (Vorjahr: EUR 13,8
Mio.) an.
3.2. Vermögenslage
Die Gesellschaft verfügte zum 31. Dezember 2023
über Aktiva von EUR 30,8 Mio. (Vorjahr: EUR 42,1 Mio.),
wovon EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.) auf das
Anlagevermögen entfielen.
Das Vorratsvermögen entfällt mit EUR 19,2
Mio. (Vorjahr: EUR 21,0 Mio.) auf fertige Erzeugnisse und
Waren, welche seitens der Gesellschaft zu Handelszwecken
vorgehalten werden.
Der im Vergleich zum Vorjahresstichtag verzeichnete
Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
auf EUR 4,8 Mio. (Vorjahr: EUR 8,4 Mio.) ist
hauptsächlich auf die vergleichsweise niedrigeren
Umsatzerlöse des vierten Quartals der Berichtsperiode
zurückzuführen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände entfielen
mit EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.) auf noch nicht
abgerufene flüssige Mittel aus Factoringvereinbarungen.
Des Weiteren trugen rückläufige Forderungen aus
Ertragssteuererstattungsansprüchen zum Rückgang des
Postens bei.
Die sonstigen Rückstellungen entfallen vor allem
auf Personalrückstellungen. Der Rückgang zum
Vorjahresstichtag ist vor allem auf die Inanspruchnahme sowie
Auflösung von Rückstellungen für
Prozesskostenrisiken zurückzuführen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen beinhalten zum Abschlussstichtag in Höhe von
EUR 8,9 Mio. (Vorjahr: EUR 13,8 Mio.) Verbindlichkeiten aus
der Gewinnabführung. Die Verbindlichkeiten aus der
Gewinnabführung betragen insgesamt EUR 11,9 Mio., davon
wurden unterjährig bereits EUR 3,0 Mio. beglichen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen mit EUR 2,8
Mio. (Vorjahr: EUR 6,0 Mio.) auf Verbindlichkeiten aus
unechten Factoring-Vereinbarungen.
3.3. Finanzlage
Die profitable Entwicklung der
Geschäftstätigkeit in der Berichtsperiode wirkte
sich auch in hohen operativen Mittelzuflüssen aus.
Des Weiteren ist die Gesellschaft zu wesentlichen
Teilen durch die Gesellschafter ihres Mutterunternehmens, der
Neumonda GmbH, Bad Homburg, finanziert. Zum Bilanzstichtag
betrug die Eigenkapitalquote 40,0% (Vorjahr: 29,1%). Die
Gesellschaft nutzt des Weiteren Factoringvereinbarungen als
Finanzierungsinstrument. Aus der im Vorjahresvergleich
rückläufigen Inanspruchnahme ergaben sich in der
Berichtsperiode Mittelabflüsse von EUR 1,4 Mio.
3.4. Einschätzung der Geschäftsführung zum
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2023 war infolge der weltweiten
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch ein herausforderndes
Marktumfeld geprägt. Der daraus resultierende
Nachfragerückgang führte dazu, dass die
Umsatzentwicklung unter den ursprünglich getroffenen
Erwartungen lag. Trotzdem konnte die Gesellschaft in der
Berichtsperiode weiterhin hohe operative Gewinne erzielen.
Die Geschäftsführung der Gesellschaft beurteilt den
Verlauf des Geschäftsjahres daher als zufriedenstellend.
4. Nachtragsbericht
Wir verweisen diesbezüglich auf die entsprechenden
Ausführungen im Anhang.
5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
5.1. Prognosebericht
Nachdem die weltweite Konjunktur Ende des Jahres 2023
deutlich an Fahrt verloren hatte, war bis Mitte 2024 wiederum
eine raschere Expansion zu verzeichnen. In den
fortgeschrittenen Volkswirtschaften glichen sich die
Entwicklungen dabei zunehmen aneinander an. Während die
zuvor kräftige Konjunktur in den Vereinigten Staaten an
Schwung einbüßte, nahm die wirtschaftliche
Entwicklung in Europa an Fahrt auf. Auch in China war eine
Zunahme der Produktion zu verzeichnen, auch wenn es Anzeichen
dafür gibt, dass die private Nachfrage im Inland dort
bisher wenig Effekte zeigt.
Für den weiteren Verlauf des Jahres 2024 wird
erwartet, dass sich die moderate wirtschaftliche Expansion
weltweit fortsetzt. Vor allem in Europa werden aus
gestiegenen Reallöhnen und daraus resultierend privatem
Konsum positive Impulse erwartet. Auch wird vermutet, dass
die allmähliche Lockerung der Geldpolitik zur positiven
Entwicklung beitragen wird.
Für das Gesamtjahr 2024 stellt sich die für
die Kernmärkte der Gesellschaft erwartete Entwicklung
des Bruttoinlandsprodukts wie folgt dar:
Region
|
2024
|
2023
|
weltweit
|
3,2%
|
3,2%
|
Eurozone
|
0,9%
|
0,6%
|
USA
|
2,2%
|
2,5%
|
China
|
5,2%
|
5,4%
|
Die erwartete Entwicklung der Verbraucherpreise stellt
sich wie folgt dar:
Region
|
2024
|
2023
|
weltweit
|
7,3%
|
8,0%
|
Eurozone
|
2,4%
|
5,4%
|
USA
|
3,2%
|
4,1%
|
China
|
0,9%
|
0,2%
|
Quelle: IfW Kiel, Kieler Konjunkturberichte Nr. 114
2024/Q2 vom 13. Juni 2024.
In Bezug auf die Branchenentwicklung wird auch für
das Jahr 2024 erwartet, dass der Markt sehr stark durch die
Entwicklung sowie Investitionen im Bereich künstlicher
Intelligenz (AI) getrieben sein wird. Zusätzlich
zeichnet sich bei der Nachfrage nach Smartphones als auch PCs
und Notebooks ein leicht positiver Trend ab. Für diverse
andere Branchensegmente, wie zum Beispiel Industrial und
Automotive, wird im Jahr 2024 noch nicht mit einer schnellen
Erholung gerechnet, da hier noch hohe Lagerbestände
vorhanden sind und diese auf Grund der schwachen Nachfrage
auch nur langsam abgebaut werden. Insgesamt wird für das
Jahr 2024 gleichwohl weltweit mit einem deutlich
zweistelligen prozentualen Wachstum des weltweiten Markts
für Speichermedien gerechnet. Jedoch wird dieser hohe
relative Anstieg zu großen Teilen durch die schwache
Nachfrage des Jahres 2023 und der dadurch geringeren
Ausgangsbasis begründet sein.
Infolge der weiterhin schwachen Branchenkonjunktur
prognostiziert die Geschäftsführung der
Gesellschaft für das Jahr 2024 einen deutlichen
Rückgang der Umsatzerlöse auf einen Wert um ca. EUR
40,0 Mio. Infolge des Umsatzrückgangs aber auch infolge
verschiedener Projekte zur Professionalisierung der internen
Strukturen sowie der IT-Infrastruktur erwartet die
Geschäftsführung für das Geschäftsjahr
2024 einen vorübergehend ebenfalls deutlichen
Rückgang des EBITDA auf einen Wert um ca. EUR 5,0 Mio.
Es wird damit gerechnet, dass sich die Entwicklung des EBITDA
in zukünftigen Geschäftsjahren durch positive
Ergebnisbeiträge aus der Umsetzung der Expansions- und
Wachstumsstrategie der Gesellschaft voraussichtlich wieder
umkehren wird.
In Bezug auf die durchschnittliche Anzahl der
Mitarbeiter wird eine Entwicklung auf Vorjahresniveau
prognostiziert.
5.2. Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung
5.2.1. Chancen der zukünftigen Entwicklung
Chancen der zukünftigen Entwicklung ergeben sich
für die Memphis Electronic GmbH insbesondere aus der
hohen Nachfrage nach den durch sie vertriebenen
Speicherkomponenten in Verbindung mit den bestehenden,
langfristig gewachsenen Netzwerken und Beziehungen zu
Lieferanten und Kunden und den sich daraus ergebenden
Ertragspotenzialen.
Darüber hinaus bestehen Chancen in der Entwicklung
neuer oder der Optimierung bestehender Produkte, so dass
diese im Vergleich zu Konkurrenzprodukten bessere
Qualitätseigenschaften haben oder weitergehende
Einsatzmöglichkeiten zulassen. Dies könnte zu
zukünftig steigenden Absatzmengen führen oder aber
die Durchsetzung höhere Preise am Markt erlauben.
Weitere Chancen bieten sich in der Erschließung
neuer geografischer Märkte, welche bisher nicht oder nur
mit wenig intensiven Vertriebsaktivitäten bearbeitet
werden. Die Knüpfung neuer Kundenbeziehungen würde
zu einem entsprechenden Umsatz- und Ertragswachstum
beitragen.
5.2.2. Risiken der zukünftigen Entwicklung
Geostrategische Risiken sowie Risiken der konjunkturellen
Entwicklung
Der nach wie vor anhaltende Ukraine-Krieg und dessen
nachteilige Auswirkungen auf die weltweiten Rohstoff- und
Energiemärkte sowie potenzielle Konflikte in anderen
Weltregionen, wie z.B. in Taiwan, könnten in den
Kernmärkten der Gesellschaft zu einer nachhaltig
rückläufigen Konjunkturentwicklung und damit zu
einer nachlassenden Nachfrage nach den durch die Gesellschaft
vertriebenen Speicherkomponenten führen, was sich
entsprechend nachteilig auf die Umsatzerlöse sowie
Ertragslage auswirken würde.
Darüber hinaus ist das Geschäft der
Gesellschaft einkaufsseitig davon geprägt, dass
Vorräte und Waren gegenüber den Lieferanten direkt
oder mit kurzen Zahlungszielen zu begleichen sind,
während kundenseitige Zahlungseingänge in der Regel
deutlich längeren Fristen unterliegen. Eine
konjunkturbedingt rückläufige Nachfrage könnte
sich daher auch nachteilig auf die Finanzlage der
Gesellschaft auswirken, da die in den Vorräten gebundene
Liquidität erst später durch entsprechende
Umsatzgeschäfte zurück erwirtschaftet würde.
Darüber hinaus führt die Gesellschaft
wesentliche Teile seines Geschäfts in unterschiedlichen
Währungen aus, weshalb sich Wechselkursschwankungen
nachteilig auf die Ergebnissituation der Gesellschaft
auswirken könnten.
Beschaffungsrisiken
Störungen der weltweiten Lieferketten sowie nicht
ausreichende Produktionskapazitäten auf Seiten der
Lieferanten der Gesellschaft könnten zu einer mangelnden
Verfügbarkeit der seitens der Gesellschaft
benötigten Komponenten führen, was sich nachteilig
auf die Lieferfähigkeit gegenüber dessen Kunden und
damit die zukünftige Umsatzentwicklung auswirken
könnte.
Darüber hinaus unterliegt der Markt für die
durch die Gesellschaft eingekauften Speicherkomponenten
regelmäßig starken Preisschwankungen. Der Einkauf
der Gesellschaft begegnet diesen Schwankungen durch den
Aufbau von Vorratsbeständen in Niedrigpreisphasen.
Gleichwohl besteht das Risiko, dass sich einkaufsseitige
Preissteigerungen nicht durch eine entsprechend antizyklische
Bevorratung oder durch die Anpassung der Absatzpreise
kompensieren lassen und sich daher nachteilig auf die
Ertragslage der Gesellschaft auswirken.
Finanzierungsrisiken
Die Muttergesellschaft der Memphis Electronic GmbH
finanziert sich teilweise über mittelfristig zur
Rückzahlung fälliges Fremdkapital. Sollten sich die
weltweiten Rahmenbedingungen für die Kreditvergabe durch
Banken im Zeitpunkt einer notwendigen Anschlussfinanzierung
nachhaltig verschlechtert haben, so könnte sich dies
nachteilig auf die zukünftig zu erwartende
Zinsbelastung, gegebenenfalls zu erbringende Sicherheiten
sowie einzuhaltende Kreditcovenants auswirken.
Personalrisiken
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft
bedingt die Verfügbarkeit und Bindung hoch
qualifizierter und spezialisierter Mitarbeiter. Sollte es
langfristig nicht gelingen, entsprechend dem Bedarf hoch
qualifizierte Mitarbeiter für die Gesellschaft zu
gewinnen oder an diesen zu binden, so könnte sich dies
nachteilig auf die Geschäftstätigkeit und die
Erreichung gesetzter Ziele auswirken.
5.2.3. Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikolage der
Gesellschaft
Die Geschäftsführung der Memphis Electronic
GmbH schätzt die Chancen- und Risikolage der
Gesellschaft insgesamt als beherrschbar ein. Im
Prognosezeitraum sind keine Risiken ersichtlich, denen nicht
durch geeignete Gegenmaßnahmen begegnet werden
könnte oder aus welchen eine potenzielle
Bestandsgefährdung der Gesellschaft droht.
6. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von
Finanzinstrumenten
Die Memphis Electronic GmbH nutzt Finanzinstrumente im
Wesentlichen in Form laufender Forderungen und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche im
Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit anfallen.
Werthaltigkeitsrisiken begegnet die
Geschäftsführung durch die regelmäßige
Überwachung des Saldos sowie der Altersstruktur
ausstehender Forderungen. Im Falle Zweifelhafter
Einbringlichkeit werden entsprechend angemessene
Einzelwertberichtigungen gebildet. Wesentliche
Preisänderungsrisiken oder Risiken aus
Zahlungsstromschwankungen bestehen nicht. Auf sich potenziell
ergebende Liquiditätsrisiken kann die Gesellschaft
infolge der bestehenden Finanzierungsspielräume
jederzeit angemessen reagieren.
Bad Homburg v.d. Höhe,
den 23. Juli 2024
gez.
Prof. Dr. Peter Poechmueller, Geschäftsführer
Marco Mezger, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
381.904,80 |
362.832,63 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
215.622,99 |
288.144,82 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz-
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
215.622,99 |
288.144,82 |
| II.
Sachanlagen |
165.542,16 |
73.948,16 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
165.542,16 |
73.948,16 |
| III.
Finanzanlagen |
739,65 |
739,65 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
739,65 |
739,65 |
| B.
Umlaufvermögen |
30.448.973,96 |
41.791.791,77 |
| I.
Vorräte |
19.225.137,96 |
21.364.602,96 |
| 1.
in Arbeit befindliche Aufträge |
3.486,58 |
391.911,00 |
| 2.
fertige Erzeugnisse und Waren |
19.221.651,38 |
20.972.691,96 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
7.922.184,06 |
15.915.119,23 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
4.823.689,30 |
8.449.728,98 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
545.933,20 |
1.415.354,68 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
2.552.561,56 |
6.050.035,57 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
3.301.651,94 |
4.512.069,58 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
7.867,52 |
8.161,07 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
30.838.746,28 |
42.162.785,47 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
12.261.377,12 |
12.261.377,12 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
2.000.000,00 |
2.000.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
43.020,06 |
43.020,06 |
| III.
Gewinnrücklagen |
200.000,00 |
200.000,00 |
| 1.
andere Gewinnrücklagen |
200.000,00 |
200.000,00 |
| IV.
Bilanzgewinn |
10.018.357,06 |
10.018.357,06 |
| B.
Rückstellungen |
551.734,35 |
2.675.089,11 |
| 1.
sonstige Rückstellungen |
551.734,35 |
2.675.089,11 |
| C.
Verbindlichkeiten |
18.011.509,82 |
27.222.152,58 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
0,00 |
18.867,13 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
2.248.770,26 |
3.632.041,18 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
12.406.935,02 |
16.353.608,16 |
| 4.
sonstige Verbindlichkeiten |
3.355.804,54 |
7.217.636,11 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
14.124,99 |
4.166,66 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
30.838.746,28 |
42.162.785,47 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
59.526.687,17 |
73.567.482,57 |
| 2.
sonstige betriebliche Erträge |
3.930.563,75 |
2.764.405,92 |
| 3.
Materialaufwand |
42.888.427,73 |
54.231.612,92 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
42.216.327,97 |
53.405.801,29 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
672.099,76 |
825.811,63 |
| 4.
Personalaufwand |
3.023.078,28 |
2.830.881,13 |
| a)
Löhne und Gehälter |
2.541.553,16 |
2.406.443,59 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
481.525,12 |
424.437,54 |
| 5.
Abschreibungen |
219.732,77 |
134.765,21 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen |
219.732,77 |
134.765,21 |
| 6.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
5.369.803,84 |
5.047.646,60 |
| 7.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
37.432,95 |
34.105,74 |
| 8.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
47.671,51 |
59.876,23 |
| 9.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
10.923,35 |
294.792,92 |
| 10.
Ergebnis nach Steuern |
11.935.046,39 |
13.766.419,22 |
| 11.
sonstige Steuern |
141,00 |
-157,16 |
| 12.
auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines
Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne |
11.934.905,39 |
13.766.576,38 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
0,00 |
Ergebnisverwendung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
0,00 |
| 2.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
10.018.357,06 |
10.018.357,06 |
| 3.
Bilanzgewinn |
10.018.357,06 |
10.018.357,06 |
Anhang
1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die Memphis Electronic GmbH hat ihren Sitz in Bad
Homburg v. d. Höhe (bis 16.12.2023:
Industriestraße 4-6, 61440 Oberursel). Sie ist im
Handelsregister des Amtsgerichts Bad Homburg v. d. Höhe
unter HRB 15654 eingetragen.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde
grundsätzlich unter Beibehaltung der für den
Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und
Bewertungsgrundsätzen nach den für große
Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des
Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des
GmbH-Gesetzes aufgestellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der
Darstellung im Jahresabschluss zu verbessern, werden die
Davon-Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung
einheitlich im Anhang gemacht.
2. Angaben zur Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Änderungen in den Bewertungsmethoden
einschließlich der Ausübung von Bilanzierungs- und
Bewertungswahlrechten mit Auswirkungen auf die durch den
Jahresabschluss vermittelte Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage ergaben sich im Berichtsjahr nicht.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden maßgebend.
Entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten
angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Anlagezugänge wurden im Jahr der Anschaffung
zeitanteilig abgeschrieben.
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens
bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs
aktiviert und sofort abgeschrieben.
Das Finanzanlagevermögen wurde zu
Anschaffungskosten bewertet.
Die Vorräte wurden zu den durchschnittlichen
Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände, Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
wurde das Ausfallrisiko durch Einzel- sowie
Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.
Die Rückstellungen enthalten alle erkennbaren
Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind ausreichend
bemessen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags angesetzt.
Langfristige Rückstellungen wurden mit dem
laufzeitadäquaten Marktzins nach Maßgabe des
Einzelbewertungsgrundsatzes ermittelt. Die Abzinsung erfolgt
gemäß der Bruttomethode. Künftige Preis- und
Kostensteigerungen wurden anhand von Erfahrungswerten
berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten werden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
sowie Verbindlichkeiten in fremder Währung werden,
sofern deren Restlaufzeit über ein Jahr beträgt,
zum jeweils niedrigeren (Forderungen) bzw. höheren
(Verbindlichkeiten) Stichtags- oder Entstehungskurs
angesetzt.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände
sowie Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit
kürzeren Laufzeiten als ein Jahr werden entsprechend
§ 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am
Bilanzstichtag bewertet.
3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz
Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte
sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Bilanzposten
ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie
im Vorjahr, in voller Höhe eine Restlaufzeit von weniger
als einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten
in Höhe von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 173) Forderungen
gegen Gesellschafter.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten
in Höhe von TEUR 336 (Vorjahr: TEUR 1.243) Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen.
Die in den Forderungen enthaltenen Warenlieferungen
unterliegen den üblichen Eigentums- vorbehalten.
Eigenkapital
Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von
TEUR 10.018 enthalten.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen entfallen im
Wesentlichen auf Personalkosten (TEUR 414).
Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr,
eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Die in den Lieferverbindlichkeiten enthaltenen
Warenlieferungen unterliegen den üblichen
Eigentumsvorbehalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 11.618 (Vorjahr:
TEUR 13.767) Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter. Diese
entfallen per 31. Dezember 2023 auf Verbindlichkeiten aus
Gewinnabführung (TEUR 8.935).
Die Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen
beinhalten in Höhe von TEUR 3.472 (Vorjahr: TEUR 2.587)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe
von TEUR 545 (Vorjahr: TEUR 1.146) Verbindlichkeiten aus
Steuern enthalten. Ferner sind in den sonstigen
Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10)
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit enthalten.
4. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und
Verlustrechnung
Aufgliederung der Umsatzerlöse
Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach
Tätigkeitsbereichen war nicht vorzunehmen, da sich hier
keine wesentlichen Unterschiede ergeben. Die Aufgliederung
der Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 59.527
verteilen sich nach geographischen Märkten wie folgt:
|
Inland: |
TEUR 27.756 EU |
| Ausland: |
TEUR 22.144 |
|
Drittland: |
TEUR 9.627 |
|
Summe:
|
TEUR 59.527
|
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
Gewinne aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR
1.934 (Vorjahr: TEUR 2.645) enthalten.
Personalaufwand
In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung sind in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR
5) Aufwendungen für Altersversorgung enthalten.
Sonstiger betrieblicher Aufwand
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von
TEUR 1.904 (Vorjahr: TEUR 3.235) enthalten.
Zinsen
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen
Erträgen sind in Höhe von TEUR 2
(Vorjahr: TEUR 27) Zinsen von verbundenen
Unternehmen enthalten.
5. Sonstige Pflichtangaben
Geschäftsführung
Herr Prof. Dr. Peter Poechmueller,
Geschäftsführer Herr Marco Mezger,
Geschäftsführer
Gesamtbezüge der Mitglieder des
Geschäftsführungsorgans
Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB
wird Gebrauch gemacht.
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten
Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB
Neben den in der Bilanz aufgeführten
Verbindlichkeiten sind die folgenden
Haftungsverhältnisse zu vermerken:
aus Miet- und Zoll-Bürgschaften TEUR 104 aus
Patronats-Bürgschaften zu Gunsten von verbundenen
Unternehmen (umgerechnet zum Devisenkassamittelkurs) TEUR 995
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
bestehen in Höhe von TEUR 1.963 sonstige finanzielle
Verpflichtungen.
Nach Ihrer Fälligkeit gliedern sich diese wie
folgt:
|
|
|
- bis zu einem Jahr
|
|
TEUR 210
|
- größer
fünf Jahre
|
|
TEUR 923
|
Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen Miet-,
Pacht- und Leasingverträge.
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen
mit einem Betrag von mindestens 20 % der Anteile
Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über
nachstehende Unternehmen berichtet:
Firmenname Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
in 2023 in 2023 per 31.12.2023______
Memphis Electronic Inc. 100% TUSD 985
TUSD 7.314 Houston, Texas, USA
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahrs im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
Zahl
|
angestellte Mitarbeiter
|
33
|
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten
Arbeitnehmer beträgt 33.
Angabe des Mutterunternehmens nach § 285 Nr. 14
HGB
Mutterunternehmen der Memphis Electronic GmbH, Bad
Homburg v.d. Höhe, ist die Neumonda GmbH, Bad Homburg
v.d. Höhe. Die Neumonda GmbH, Bad Homburg v.d.
Höhe, erstellt als oberstes Mutterunternehmen einen
Konzernabschluss. Die Veröffentlichung des
Konzernabschlusses der Neumonda GmbH erfolgt im
elektronischen Bundesanzeiger.
Abschlussprüferhonorar
Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer berechneten
Gesamthonorars wird nach § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da
die Angaben im Konzernabschluss der Neumonda GmbH erfolgen.
Bad Homburg v.d. Höhe,
den 23. Juli 2024
gez.
Prof. Dr. Peter Poechmueller, Geschäftsführer
Marco Mezger, Geschäftsführer
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
Zugänge
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
|
01.01.2023
|
|
31.12.2023
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
3.496.096,61
|
0,00
|
3.496.096,61
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
3.496.096,61
|
0,00
|
3.496.096,61
|
Sachanlagen
|
|
|
|
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
405.311,09
|
238.804,94
|
644.116,03
|
Summe Sachanlagen
|
405.311,09
|
238.804,94
|
644.116,03
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
739,65
|
0,00
|
739,65
|
Summe Finanzanlagen
|
739,65
|
0,00
|
739,65
|
Summe Anlagevermögen
|
3.902.147,35
|
238.804,94
|
4.140.952,29
|
|
kumulierte
Abschreibungen
|
Abschreibungen
Geschäftsjahr
|
kumulierte
Abschreibungen
|
|
01.01.2023
|
|
31.12.2023
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
3.207.951,79
|
72.521,83
|
3.280.473,62
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
3.207.951,79
|
72.521,83
|
3.280.473,62
|
Sachanlagen
|
|
|
|
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
331.362,93
|
147.210,94
|
478.573,87
|
Summe Sachanlagen
|
331.362,93
|
147.210,94
|
478.573,87
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
3.539.314,72
|
219.732,77
|
3.759.047,49
|
|
Buchwert
|
Buchwert
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
Euro
|
Euro
|
Anlagevermögen
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
215.622,99
|
288.144,82
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
215.622,99
|
288.144,82
|
Sachanlagen
|
|
|
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
165.542,16
|
73.948,16
|
Summe Sachanlagen
|
165.542,16
|
73.948,16
|
Finanzanlagen
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
739,65
|
739,65
|
Summe Finanzanlagen
|
739,65
|
739,65
|
Summe Anlagevermögen
|
381.904,80
|
362.832,63
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 20.08.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die
Memphis Electronic GmbH
,
Bad Homburg v.d. Höhe
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Memphis Electronic
GmbH, Bad Homburg v.d. Höhe, - bestehend aus der Bilanz
zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der Memphis Electronic GmbH, Bad Homburg v.d. Höhe,
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 III 1 HGB erklären
wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen
die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und
des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als
Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für
den Jahresabschluss und
den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir
die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die
Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses sowie ob der Jahresabschluss die
zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse
so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die
den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während
unserer Prüfung feststellen.
Neckarsulm, den 23. Juli
2024
Lehleiter + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.,
Wirtschaftsprüfer
gez.
Sandro Scirpoli, Wirtschaftsprüfer
Michael
Humm
Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt
Wir, die Lehleiter + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere
Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der
Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der
Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher
Abschlussprüfungen richtet sich der
Bestätigungsvermerk ausschließlich an die
Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt,
ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als
Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem
Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von
Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt,
Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht
für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu
verwenden.
Unserer Tätigkeit liegt unser
Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der
vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der
"Besonderen Auftragsbedingungen für Prüfungen und
prüfungsnahe Leistungen" in der Fassung vom 1. Januar
2019 sowie der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für
Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1.
Januar 2024 zugrunde.
Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten
gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige
Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem
Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung
geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss
unwirksam wäre.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine
Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich
nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder
Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche
Verpflichtung besteht.
Wer auch immer das in vorstehendem
Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer
Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu
entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis
für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und
durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert
oder aktualisiert. |