kocher - plastik H. Böhmer Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
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Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rommelag SE & Co. KG (vormals: HOLOPACK - Abfüll - GmbH & Co. KG)Sulzbach-LaufenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzern - Lagebericht Geschäftsjahr 2022A: Grundlagen des Konzerns I. Geschäftsmodell Der Grundstein der familiengeführten Rommelag-Gruppe wurde bereits 1952 gelegt. Die Rommelag- Gruppe ist Erfinder der Blow-Fill-Seal-Technologie und mit ihren technischen Lösungen und Anlagen heute in über 80 Ländern der Welt vertreten. Rund 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilen sich auf die Standorte in Deutschland, der Schweiz, den USA, Indien und China. Zudem hält das Unternehmen Vertretungen in weiteren 20 Ländern. Der Konzern untergliedert sich in die vier Divisionen
Die Division Engineering umfasst die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Blow-Fill-Seal-Anlagen (BFS) und Prüfmaschinen. Sie berät ihre Kunden bei der Konzeption und Auslegung der auf ihre speziellen Bedürfnisse angepassten Maschinen und Anlagen. Mit BFS-Anlagen werden Kunststoffbehälter in einem Arbeitsgang hergestellt, mit flüssigen oder pastösen Produkten befüllt und verschlossen. Das Leistungsangebot der Division CDMO umfasst die Lohnabfüllung und -verpackung und unterstützt ihre Kunden bei Zulassungs- und Registrierungsverfahren, insbesondere im regulierten Umfeld. Die Leistungen der Division Service reichen von der Installation und Inbetriebnahme der Anlagen vor Ort beim Kunden über die Wartung und Reparatur der Anlagen durch Maschinenbauspezialisten bis hin zur Schulung der Kunden zu Themen wie Maschinenbedienung oder Prozessoptimierung. Für Kunden in der Pharma-Industrie bietet die Division Service zudem Unterstützung bei der GMP-konformen Qualifizierung der Anlagen und Validierung der Prozesse. Die Division Digital schafft die Voraussetzung für die digitale Transformation sowohl innerhalb der Rommelag-Gruppe als auch für Kunden und erstellt eine neue, standardisierte Plattform für digitale Zusatzprodukte. II. Ziele und Strategien Die Rommelag-Gruppe versteht sich als weltweit führender One-Stop-Partner für die Blow-Fill-Seal-Technologie. Ziel ist es, durch die Bündelung der Kompetenzen der einzelnen Unternehmen und Standorte der Gruppe unter einem Dach und einer einheitlichen Führung die Kunden mit einem Komplettangebot bestehend aus Beratung, leistungsfähigen und innovativen Produkten sowie umfassenden Dienstleistungen zu versorgen. Im strategischen Mittelpunkt der Gruppe stehen Gesundheit und körperliche Unversehrtheit als Schlüsselbereiche. Mit der BFS-Technologie und aseptischen Abfüllanlagen erzeugen die Kunden einzigartige Kunststoff-Packmittel für wertvolle Flüssigkeiten und füllen diese sicher, hygienisch und wirtschaftlich ab. Neben den effizienten bottelpack®-Abfüllanlagen bietet Rommelag hilfreiche Zulassungs- und Lifecycle-Services sowie das Komplettprogramm einer Contract Development and Manufacturing Organization (CDMO). Sämtliche Erfahrungen aus den unterschiedlichen Betätigungsfeldern fließen in gesamtheitlichen Verbesserungen zum Vorteil der Kunden innerhalb kurzer Innovationszyklen ein. Das Anwendungsspektrum der Produkte und technischen Lösungen umfasst die Herstellung kundenspezifischer Kunststoffverpackungen und Abfüllung von Flüssigkeiten, Salben und Gels für die Fokusbranchen Pharma, Kosmetik, Lebensmittel und Chemie. Daneben werden auch technische Produkte abgefüllt, mit besonders anspruchsvollen Produktions- oder Prozessanforderungen. Für Kunden mit kleineren Chargen oder Testabfüllungen bietet Rommelag Lohnabfüllung an und hält für Pharma-Kunden eine eigene, GMP-konforme und den Temperatur- und Hygiene-Anforderungen gerecht werdende Infrastruktur bereit. Im Rahmen von Risikoüberlegungen (2-tier) können Lohnabfüllungen durch Rommelag eine sehr effiziente, redundante Bezugsquelle von eigenen Ressourcen bei Kunden sein. Zudem haben Kunden die Möglichkeit, in eigene Anlagen zu investieren, diese in den Räumlichkeiten der Rommelag-Gruppe aufzustellen und durch Rommelag-Mitarbeiter betreiben zu lassen (Pharma-Suite). Ein weiterer strategischer Schwerpunkt bildet die Ausweitung des Dienstleistungs- und Serviceangebotes. Durch maßgeschneiderte Servicekonzepte für die Kunden leistet Rommelag einen signifikanten Beitrag zur Sicherstellung der Betriebssicherheit der Anlagen und zur Erfüllung der permanent wachsenden regulatorischen Anforderungen an die Abfüllprozesse. Dabei ist es sehr wichtig, wartungsbedingte Produktionsunterbrechungen planbar und innerhalb kürzester Zeit umsetzen zu können. Durch Fokus auf Digitalisierung sowie den Inspektionsbereich tragen wir den Anforderungen Rechnung, für die nicht zuletzt aufgrund behördlicher Auflagen die lückenlose Dokumentation der Produktion einen immer höheren Stellenwert einnimmt. III. Forschung und Entwicklung Rommelag steht im engen Austausch mit seinen Kunden und Märkten und lässt die Erfahrungen der Kunden und der CDMO-Division in die Weiterentwicklung der Anlagen einfließen. Durch permanenten und institutionalisierten Austausch zwischen den Vertriebsorganisationen mit der F&E-Organisation der Herstellerwerke werden wichtige Impulse für Innovationen geliefert. Die BFS-Anlagen der Rommelag-Gruppe sind grundsätzlich sehr langlebig und bieten daher einen langfristigen Schutz der Investitionen seitens der Kunden. Um die Lebenszyklen der bei Kunden im Einsatz befindlichen Anlagen weiter zu verlängern, entwickelt Rommelag entsprechende Anlagen-Updates und -Umbauten. Der Nutzen für den Kunden ist eine weitere Verbesserung des Return-on-Investment in eine Rommelag-Anlage. Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeit konzentriert sich auf die Senkung des Energieverbrauchs der Anlagen sowie die Reduzierung des Materialverbrauchs und die Rückgewinnung von Wärme im Herstellungsprozess; damit leistet Rommelag einen wertvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Nutzung der Anlagen. B: Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die weltwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 war geprägt durch erhebliche Herausforderungen wie den Ausbruch des Ukrainekriegs sowie weltweit steigende Inflationsraten und Zinsen. Infolge steigender Energie- und Rohstoffpreise verteuerten sich zahlreiche Produkte, was die Kaufkraft der Konsumenten stark beeinflusste. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2022 mit 3 % gegenüber Vorjahr demzufolge nicht mehr so stark wie noch 2021. Die Entwicklung der Weltwirtschaft war im Jahresverlauf sehr volatil und durch starke regionale Unterschiede geprägt. Der Ausbruch des Kriegs in der Ukraine, die Erholung von der Corona-Pandemie einerseits und das lange Festhalten an der Null-Covid-Politik in China waren wichtige Einflussfaktoren auf die weltweite Entwicklung. Wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Industriekonjunktur hatten die sprunghaft gestiegenen Energiepreise, allen voran die Gaspreise in Europa und die Preise an den internationalen LNG-Märkten. Die Gesamtnachfrage wurde darüber hinaus durch die in fast allen Ländern stark gestiegenen Inflationsraten und die steigenden Zinsen gedämpft. Der starke US-Dollar trieb die Inflation in allen Ländern, die Waren und Rohstoffe aus dem Dollarraum einführten. Die Entwicklung verlief während des Jahres 2022 wechselhaft und wies deutliche regionale Unterschiede auf. In der EU stieg das BIP um insgesamt 3,6%, jedoch verlief das zweite Halbjahr deutlich schwächer als die ersten sechs Monate. Die USA wuchs infolge eines schwachen ersten Halbjahres nur mit 2,1%. In China und den Schwellenländern Asiens war der Konjunkturverlauf im gesamten Jahr volatil. Maßgeblich war die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in China: Auf einen soliden Jahresauftakt folgte ein Rückgang im zweiten Quartal und nach neuerlicher Erholung im dritten Quartal kam es erneut zu starken Bremseffekten zum Jahresende. Die grundsätzliche Ausgangsposition der für Rommelag enorm bedeutenden Pharmabranche ist nach wie vor als gut zu beurteilen. So konnte im deutschen Pharma-Gesamtmarkt der Umsatz 2022 auf 56,5 Mrd. Euro (Vorjahr (53,6 Mrd. Euro) gesteigert werden (statista.de). Damit hat sich das Volumen des Arzneimittelmarktes in Deutschland in den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelt. Deutschland ist nicht nur der größte europäische Pharmamarkt, sondern mit einem globalen Marktanteil von rund vier Prozent auch der viertgrößte Pharmamarkt überhaupt. Der weltweite Arzneimittelumsatz belief sich in 2022 auf über 1,2 Billionen US-Dollar. Mehr als zwei Drittel entfielen auf die fünf nationalen Märkte: USA, China, Japan und die beiden wichtigsten europäischen Märkte, Deutschland und Frankreich. Mit 575 Milliarden Marktvolumen waren die USA mit Abstand der bedeutendste Pharmamarkt und seine Regulierungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) von globaler Bedeutung. Entwicklungen in großen Wirtschaftsräumen wie dem Euroraum und den USA wirken sich weiterhin auch auf unsere Hauptabsatzmärkte aus. In Deutschland nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 nach bisherigen Erkenntnissen um 1,9 % zu (Destatis). Aufgrund dieser Entwicklungen und Volatilität der Märkte kam es in einigen Ländern bzw. bei ausgewählten Kunden zu Entscheidungsverzögerungen und Projektverschiebungen nach 2023 bzw. 2024. Generell ist erkennbar, dass es aufgrund der Erfahrungen mit Lieferketten im Pharmabereich während und im Nachgang von "Corona" einen mittel- und langfristigen Trend zu regionalen oder gar nationalen Produktionen geben wird. Insgesamt sieht sich die Rommelag-Gruppe gut aufgestellt. Als weltweiter One-Stop-Partner für die BFS-Technologie und Anbieter von Spezial-Verpackungsmaschinen bieten sich zahlreiche Marktchancen. Aufgrund der weiterhin stabilen Lage in der weltweiten Pharmaindustrie, verbunden mit der Zunahme von biologischen Wirkstoffen mit sehr hohen Anforderungen an die aseptische Abfüllung, gehen wir auch in Zukunft von einer guten Marktposition aus. II. Geschäftsverlauf Vorbemerkung Aufgrund der im Geschäftsjahr rückwirkend auf den 01.01.2022 erfolgten Verschmelzung der rommelag-Maschinen GmbH & Co. KG für die Kunststoffverarbeitung sowie der kocher-plastik H. Böhmer GmbH + Co. KG auf die HOLOPACK - Abfüll - GmbH & Co. KG (jetzt: Rommelag SE & Co. KG) ist die Vergleichbarkeit mit den im Konzernabschluss ausgewiesenen Vorjahreszahlen nicht mehr gegeben. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen der verschmolzenen Unternehmen zusammengefasst und in dem Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022 mit den Stichtagswerten und tatsächlichen Vorjahreswerten abgebildet. Die nachfolgenden Vorjahresvergleiche beziehen sich daher auf tatsächliche Vorjahreswerte inklusive Verschmelzungseffekte. Der Konzernumsatz ist in 2022 gegenüber Vorjahr infolge eines in 2021 realisierten einmaligen Großprojekts gesunken. Auch konnten zwei fertiggestellte Projekte nicht mehr vor Geschäftsjahresende ausgeliefert und fakturiert werden. Der Rückgang gegenüber 2021 konnte durch einen Umsatzanstieg in anderen Produktbereichen, im Ersatzteil- und Servicegeschäft sowie im Bereich der Lohnabfüllung jedoch zum Teil kompensiert werden. Demzufolge lag die Gesamtleistung im Jahr 2022 im Bereich der für das Geschäftsjahr 2022 prognostizierten Range. Der Auftragseingang war im Jahresverlauf weiterhin stabil und betrug kumuliert 239,6 Mio. €. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung weiterhin als zufriedenstellend und günstig zu beurteilen. III. Lage 1. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Mio. € auf 267 Mio. € gesunken. Die Bestandsveränderungen betrugen per 31.12.2022 aufgrund von Maschinen und Ersatzteilen, die erst nach dem Bilanzstichtag ausgeliefert werden konnten, sowie aufgrund angearbeiteter Aufträge insgesamt 10 Mio. €. Die Gesamtleistung lag mit 276,9 Mio. € um 6,0 Mio. € über dem Wert per 31.12.2021. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen aufgrund eines positiven Einmaleffekts im Zusammenhang mit der Umschichtung von Finanzanlagen bei 13,3 Mio. € und damit um 7,6 Mio. € über Vorjahr. Die Materialquote bezogen auf die Gesamtleistung lag im Berichtsjahr u.a. infolge der zuvor genannten Bestandsveränderungen sowie aufgrund von inflationsbedingten Preissteigerungen und Verschiebungen im Produktmix um rd. 6 %-Punkte über dem Vorjahreswert und betrug rd. 22 %. Der Rohertrag hat sich infolge des geringeren Umsatzes sowie der gestiegenen Materialquote um 13,1 Mio. € verringert und lag am Ende der Berichtsperiode bei 215,1 Mio. €. Der Personalaufwand ist in 2022 um rd. 4,5 Mio. € gegenüber Vorjahr gestiegen und lag zum Berichtsjahresende bei 122,6 Mio. €. Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung hat sich dementsprechend ggü. Vorjahr um 0,7 %-Punkte leicht verschlechtert und lag bei 44,3 %. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen mit 13,8 Mio. € auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr von 51,2 Mio. € um rd. 0,1 % auf 51,6 Mio. € angestiegen. Das Verhältnis der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bezogen auf die Gesamtleistung verbesserte sich leicht um 0,3 %-Punkte und lag bei 18,6 %. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber 2021 infolge der Umschichtung von Finanzanlagen um rd. 0,9 Mio. € verschlechtert und lag bei rd. -1,0 Mio. €. Das Konzernergebnis im Berichtsjahr verringerte sich gegenüber Vorjahr von 36,6 Mio. € um rd. 16% auf 30,6 Mio. € und lag damit im Bereich der Ergebniserwartungen für 2022. Ursächlich für den Ergebnisrückgang sind neben den bereits aufgeführten Verschiebungen im Produktmix Rückgänge in einzelnen regionalen Märkten sowie der Auslauf bestehender und Übergang zu einer neuen Anlagengeneration. Trotz des Ergebnisrückgangs ist die Ertragslage des Konzerns insgesamt als sehr stabil zu beurteilen. 2. Finanzlage a) Kapitalstruktur Das Eigenkapital ist ggü. Vorjahr um rd. 11,0 Mio. € gestiegen und lag zum Ende des Berichtsjahres bei 328,0 Mio. €; die Eigenkapitalquote betrug damit 64 % bezogen auf die Bilanzsumme von 511,3 Mio. €. Die Pensionsverpflichtungen erhöhten sich um 3,8 Mio. € auf 20,0 Mio. €. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Mio. € gesunken. Die Rückstellungen lagen insgesamt bei 48,7 Mio. €. Die Verbindlichkeiten haben sich zum Vorjahr um rd. 6,3 Mio. € verringert und betrugen per Ende 2022 131,5 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen im Berichtsjahr gegenüber Vorjahr um 3,1 Mio. € ab, die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 3,8 Mio. € verringert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen lagen nahezu unverändert bei rd. 84 Mio. €. b) Investitionen Wie der Kapitalflussrechnung zu entnehmen ist, betrug der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit im laufenden Geschäftsjahr -20,3 Mio. €. Die Investitionstätigkeit konzentrierte sich im Berichtsjahr überwiegend auf die Entwicklung einer neuen Anlagegeneration sowie Investitionen in den Maschinenpark. c) Liquidität Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 53,9 Mio. €. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf -29,3 Mio. €. Im Saldo ergab sich ein Finanzmittelfonds zum Ende der Periode von 114,6 Mio. € gegenüber 7,4 Mio. € zum Ende des Vorjahres. Diese Steigerung enthält Effekte aus der Verschmelzung in Höhe von 100,3 Mio €. Die Finanzlage des Konzerns ist weiterhin nachhaltig als sehr stabil zu beurteilen. Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt des Berichtszeitraums gesichert und der Konzern war jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 3. Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr um 15,0 Mio. € gegenüber Vorjahr erhöht und betrug 218,2 Mio. €; dies entsprach rd. 43 % der Bilanzsumme. Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber Vorjahr um 7,0 Mio. € verringert und lag bei rund 287 Mio. €. Aufgrund des Auftragsvorlaufs und angearbeiteter Aufträge haben sich die Vorräte im Geschäftsjahr um 13,7 Mio. € auf 97,9 Mio. € erhöht; demgegenüber steht ein Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, u.a. auch aufgrund des gegenüber Vorjahr um rd. 4,5 Mio. € niedrigeren Konzernumsatzes, um insgesamt 17,7 Mio. €. Der Bestand an liquiden Mitteln ist im Berichtsjahr gegenüber Vorjahr um 6,9 Mio. € auf 114,6 Mio. € gestiegen. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme betrug per 31.12.2022 rd. 56 %. Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresende um 8,9 Mio. € auf 511,3 Mio. €. Die Vermögenslage des Konzerns stellt sich weiterhin nachhaltig als sehr geordnet dar. Langfristig gebundenes Vermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. 4. Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt wurden 1.656 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit beschäftigt, darunter 866 Angestellte und 790 gewerbliche Mitarbeiter. 5. Umweltschutzbericht Alle bislang eingeleiteten Umweltschutzmaßnahmen werden unverändert fortgeführt. Die Umsetzung des behördlich geforderten neuen Abwasserkonzepts hat begonnen. C: Prognose-, Chancen- und Risikobericht I. Prognosebericht Der Auftragsbestand per Ende 2022 betrug 195,5 Mio. € und lag damit auf dem Niveau wie zum Vorjahresende. Der Geschäftsverlauf in 2023 erwies sich als insgesamt stabil. Auf Basis der noch vorläufigen Zahlen für 2023 wird mit einer um rund 5% unter Vorjahr liegenden Gesamtleistung gerechnet; diese wird sich voraussichtlich zwischen 263 und 266 Mio. € bewegen. Der Rückgang ggü. Vorjahr ist auf Verschiebungen von Aufträgen ins Jahr 2024 zurückzuführen, die in 2023 nicht mehr realisiert werden konnten. Das Konzernergebnis wird sich auf Basis der vorläufigen Zahlen zwischen 30 und 40% des Vorjahreswertes bewegen. Die Ursachen für den Ergebnisrückgang liegen in der vorgenannten Umstellung auf eine neue Anlagengeneration, Investitionen in Produktstandardisierung sowie Umschichtungen zwischen regionalen Märkten, die noch nicht vollständig umgesetzt sind und auch in 2024 noch Auswirkungen haben werden. Die Auslastung der Werke war in 2023 sehr hoch, was sich jedoch aufgrund geringerer Produkt-Deckungsbeiträge nicht im Ertrag bemerkbar machte. In das Jahr 2024 sind wir mit einem überdurchschnittlich hohen Auftragsbestand gestartet, der um rund 50 Mio. € über dem Wert von Anfang 2023 lag. Für 2024 gehen wir in Bezug auf die Gesamtleistung von einem Plus von rund 20% gegenüber Vorjahr aus; für das Konzernergebnis erwarten wir, dass es sich annähernd auf dem Niveau von 2022 bewegen wird. Aufgrund der hohen Akzeptanz der BFS Technologie als nachhaltige Verpackungslösung und der guten Reputation unserer Produkte am Markt, ist die Einschätzung seitens der Geschäftsführung weiterhin verhalten positiv. Die Marktentwicklungen sind nur sehr eingeschränkt prognostizierbar, was auch mit der weiterhin unsicheren politischen Lage bedingt durch den Ukrainekonflikt im Zusammenhang steht. Auch bleibt abzusehen, welche Folgen der Nahost-Konflikt auf die weltweite Konjunktur haben wird. Wir gehen aber von einer weiteren, von positiven Entwicklungen in einzelnen Ländern geprägten Marktbelebung aus, die bereits in 2023 spürbar war. Grundsätzlich sind die Potentiale vorhanden, auch vor dem Hintergrund, dass Projekte im Jahr 2023 nicht umgesetzt wurden. Diese Projekte sind teilweise noch von Zurückhaltung hinsichtlich Umsetzungszeitraum geprägt, so dass der Fokus in den Vertriebsgesellschaften auf der Weiterentwicklung dieser Pipeline liegt. Die im Jahr 2021 begonnenen Aktivitäten im Bereich von Impfstoffen haben sich noch nicht mit der anfänglich erwarteten Dynamik weiterentwickelt, was nicht in der Anlagentechnik, sondern in den pharmazeutischen Zulassungsprozessen für die Endprodukte begründet ist. In der Regel schafft es von rund 10.000 Molekülen, die am Anfang als Wirkstoff in Frage kommen, nach 8 bis 12 Jahren nur durchschnittlich eine Substanz bis zur Zulassung (BPI Pharmadaten 2022). Wir gehen davon aus, dass diese Initiativen weiter Bestand haben, zusätzlich konnten neue Anwendungen im Bereich Kosmetik eröffnet werden. Auch sehen wir die Entwicklung neuer Finanzierungskonzepte für die Projekte unserer Kunden als ein weiteres Element, um unsere Marktattraktivität zu verbessern, hin zu einem Partner, der den Kunden eine Systemlösung anbieten kann. Aufgrund von bereits vorliegenden Kundenaufträgen im Bereich der Abfüll-Dienstleistungen der CDMO-Division erwarten wir für 2023 und 2024 steigende Umsätze, insbesondere aus erfolgreichen Neuprojekten z.B. im Bereich der Augentropfenabfüllung. Um den Kostenanstieg bei der Beschaffung zumindest teilweise zu kompensieren, wurden Preiserhöhungen bei Maschinen, der Abfüllung sowie Ersatzteilen und weiteren Serviceprodukten durchgesetzt. Auf der Kostenseite wird weiter an der Verbesserung der Effizienz der Abläufe gearbeitet; dies wird beispielsweise sichergestellt durch gezielte Mitarbeiterqualifizierung sowie durch Automatisierung in der Fertigungs- und Abfülltechnik und Modernisierung des Maschinenparks zur Lohnabfüllung. II. Sonstige Risiken und Chancen mit besonderem Einfluss Auch für 2023 rechnen wir noch mit Verzögerungen bei einzelnen Projekten. Eine Trendumkehr bei der Nachfrage von Kunden, deren Geschäft durch verschobene Operationen in den Krankenhäusern oder durch rückläufige Umsätze aufgrund geschlossener Abverkaufsstellen gelitten hat, zeichnet sich jedoch weiter ab. Aufgrund der sehr guten Auftragslage in 2024 und darüber hinaus gut gefüllten Vertriebs-Pipeline liegen die Risiken insbesondere in der weltpolitischen Lage und des aus heutiger Sicht ungewissen Ausgangs des Ukrainekriegs und der Konflikte im Nahen Osten. Unsere Geschäftsfelder werden zudem wesentlich von behördlichen Auflagen in den jeweiligen Ländern bzw. Absatzmärkten bestimmt. Dies hat sowohl Einfluss auf die eigenen Produkte und Entwicklungen als auch die bei unseren Kunden im Betrieb befindlichen Anlagen und geplanten Neuinvestitionen. Im Extremfall können behördliche Auflagen zu Stilllegungen von Anlagen bei unseren Kunden sowie zu Vermarktungsverboten einzelner Produkte führen. Drohende Vermögensverluste durch Forderungsausfälle aus geschlossenen Geschäften wurden, soweit erforderlich, einzelwertberichtigt; über diese Risiken hinaus werden keine Forderungsausfälle erwartet. Die weiterhin hohe Inflation, die gestiegenen Energiekosten sowie unsichere politische Lage u.a. durch den Ukraine Krieg führen zu Kostenerhöhungen, die je nach Region unter Umständen nicht ohne weiteres an die Kunden weitergegeben werden können. Eine Unterbrechung der Lieferketten und generelle Beschaffungsengpässe (Edelstahl, Elektronik) und damit verbundene fehlende Verfügbarkeit kritischer Bauteile hat potentiell Auswirkungen auf die Einhaltung der mit dem Kunden vereinbarten Liefertermine der Maschinen. So wird sich auch der seit 2021 vermehrt spürbare Preisdruck insbesondere in Schwellenländern weiter fortsetzen. Die Zunahme von Low-Cost-Anbietern, insbesondere aus China und Indien, verstärkt diese Tendenzen. Rommelag begegnet diesen Entwicklungen durch Innovationen und konsequente Weiterentwicklungen der bestehenden Technologien, um für Kunden einen spürbaren Mehrwert zu bieten und in neue Marktsegmente vorzudringen. Durch konsequente Verteidigung unserer Patente und Schutzrechte versuchen wir, die Eintrittshürden für Nachahmer weiterhin hochzuhalten. Regulierung und Kostendruck werden unser Umfeld weiterhin bestimmen und die Großindustrie veranlassen, Produktion an Zulieferer auszulagern. Davon werden wir profitieren, insbesondere da wir mit unserer Vielfalt technischer Möglichkeiten für Neueinsteiger gute Startvoraussetzungen bieten. Damit können neue Trends, die sich weg bewegen von "Big Pharma", unterstützt werden. Chancen liegen darüber hinaus im Ausbau des Servicegeschäfts und des Dienstleistungsportfolios auf der einen Seite sowie Erweiterung der Flächen und Modernisierung des Maschinenparks für die Auftragsabfüllung auf der anderen Seite. Daneben setzen wir auf Neuentwicklungen im Bereich der bottlepack- und Inspektionsmaschinen sowie Zulassung unserer Verpackungsart durch die FDA.
Sulzbach-Laufen, den 6. März 2024 gez. Gert Hansen gez. Ralf Souffleur gez. Thomas Geiger Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Rommelag SE & Co. KG, Sulzbach-LaufenAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022Rommelag SE & Co. KG, Sulzbach-Laufen
Konzern - EigenkapitalspiegelRommelag SE & Co. KG, Sulzbach-Laufen
Zum Bilanzstichtag stehen von den Kapitalkonten II und III, den anderen Gewinnrücklagen und dem Konzernbilanzgewinn TEUR 198.518,2 zur Ausschüttung zur Verfügung. Es bestehen gesetzliche Ausschüttungssperren in Höhe von TEUR 2.460,3. Des Weiteren bestehen gesellschaftsvertragliche Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 107.248,1. Konzern-KapitalflussrechnungRommelag SE & Co. KG, Sulzbach-Laufen
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Rommelag SE & Co. KGSulzbach - LaufenI. Allgemeine Angaben II. Konsolidierungskreis III. Konsolidierungsgrundsätze IV. Währungsumrechnung V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden VI. Angabepflichten zur Konzernbilanz VII. Angabepflichten zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung VIII. Sonstige Angaben I. Allgemeine Angaben Die Rommelag SE & Co. KG unterliegt der Konzernrechnungslegungspflicht. Die größenabhängigen Befreiungen von § 293 HGB werden zum 31.12.2021 und 31.12.2022 überschritten. Angaben zur Identifikation der Muttergesellschaft laut Registergericht Firma laut Registergericht: Rommelag SE & Co. KG Firmensitz laut Registergericht: Sulzbach-Laufen Registergericht: Stuttgart Registernummer: HRA 570846 Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen Durch die rückwirkend auf den 1. Januar 2022 vollzogene Verschmelzung der kocher-plastik H. Böhmer GmbH + Co. KG und der rommelag-Maschinen GmbH & Co. KG für die Kunststoffverarbeitung auf die HOLOPACK - Abfüll - GmbH & Co. KG (jetzt: Rommelag SE & Co. KG) sowie die Einbringung der kocher-plastik Vermögensverwaltung GbR ist die Vergleichbarkeit der ausgewiesenen Vorjahreszahlen im Konzernabschluss nicht mehr gegeben. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen der verschmolzenen Unternehmen zusammengefasst und mit den Stichtagswerten und tatsächlichen Vorjahreswerten nachstehend abgebildet.
II. Konsolidierungskreis Die Rommelag SE & Co. KG stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, dem sie als Mutterunternehmen angehört. Hinsichtlich der einbezogenen Unternehmen wird auf die Anlage A zu diesem Anhang (Aufstellung Anteilsbesitz) verwiesen. Die Tochtergesellschaft rommelag USA Inc. wurde mit einbezogen. Die Gesellschaft ist aber von untergeordneter Bedeutung, da diese nur kostendeckende Vermittlungsprovisionen bezieht. Die Rommelag Trading (Shanghai) Co., Ltd. wurde ebenfalls in den Konzernabschluss mit einbezogen. Die Gesellschaft ist aber ebenfalls von untergeordneter Bedeutung. Die Gesellschaft Rommelag Engineering Private Limited (Bangalore, Indien) wurde in 2019 gegründet, jedoch gemäß § 296 Abs. 2 HGB aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzern einbezogen. Die in den Konzernabschluss einbezogene ROMMELAG MANAGEMENT SE mit dem Sitz in Sulzbach- Laufen ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Rommelag SE & Co. KG, Sulzbach-Laufen. Die Befreiungsvorschrift des § 264b HGB wird von dem Mutterunternehmen, der Rommelag SE & Co. KG mit Sitz in Sulzbach-Laufen, in Anspruch genommen. Durch die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts ist die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 von der Verpflichtung einen Lagebericht aufzustellen, den Jahresabschluss und den Lagebericht prüfen zu lassen und offenzulegen befreit. III. Konsolidierungsgrundsätze Alle einbezogenen Jahresabschlüsse haben den Stichtag 31.12.2022. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für die einbezogenen Unternehmen nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen. Die Konsolidierung erfolgt auf den Zeitpunkt des Erwerbs der Tochtergesellschaften. Daher werden ab dem Erwerbszeitpunkt angefallene und in die Rücklagen bzw. Gewinnvorträge eingestellte Jahresüberschüsse als Konzernrücklagen bzw. Konzernbilanzgewinn gezeigt. Die in Kapitel I dieses Anhangs beschriebenen Verschmelzungen wurden im Konzern zu Buchwerten ohne Aufdeckung stiller Reserven abgebildet. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konzernverbunds, gegebenenfalls nach Umrechnung in Euro, miteinander verrechnet. Nach der gegebenenfalls notwendigen Umrechnung auf Euro werden konzerninterne Aufwendungen und Erträge im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Zwischenergebnisse in der Unternehmensgruppe wurden, soweit wesentlich, eliminiert. IV. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung der Abschlüsse ausländischer Unternehmen erfolgte nach § 308a HGB. V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften gemäß deutschem HGB aufgestellt. Anlagevermögen Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung orientiert sich an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und erfolgt linear bzw., soweit betriebswirtschaftlich begründet, auch degressiv. Die Finanzanlagen betreffen Anteile an in den Konzernabschluss nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens, Fondsanteile, Forderungen aus langfristigen Darlehen sowie Genossenschaftsanteile. Die Bewertung erfolgte zu den jeweiligen Anschaffungskosten. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Bei den Herstellungskosten von Erzeugnissen wurden entsprechend § 255 Absatz 2 Satz 3 HGB neben den Einzelkosten notwendige Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und der Wertverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt. Nicht gängige Vorräte wurden mit dem entsprechenden beizulegenden Wert bewertet. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Zahlungsbetrag angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen abgedeckt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch einen Pauschalabschlag beim nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand berücksichtigt. Die Bewertung der übrigen Vermögensgegenstände erfolgte zu Nominalwerten. Rückstellungen Die Altersversorgungsverpflichtungen werden gemäß § 253 Absatz 1 und 2 HGB bewertet. Die Abzinsungssätze ergeben sich aus § 253 Absatz 2 HGB mit den von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Sätzen. Die Umbewertungsdifferenzen aus der Neuberechnung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG werden auf einen Zeitraum von 15 Jahren verteilt. Der jährliche Zuführungsbetrag wird als sonstiger Aufwand ausgewiesen. Die aktivierten Rückdeckungsansprüche wurden, soweit sie dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit dem Rückstellungsbetrag saldiert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit deren nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. VI. Angabepflichten zur Konzernbilanz Aktivseite (1) Entwicklung des Anlagevermögens Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 einschließlich der kumulierten Abschreibungen wird auf den Anlagenspiegel (Anlage B zum Anhang) verwiesen. (2) Angaben zu den Restlaufzeiten bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche für 2012 und 2013 aus einer speziellen Finanzanlage in diesen Jahren in Höhe von T€ 8.984 enthalten. Sollte die steuerliche Einstufung dieser Finanzanlage, die zu den ausgewiesenen Erstattungsansprüchen geführt hat, gegenüber dem Finanzamt bzw. im finanzgerichtlichen Verfahren nicht durchgesetzt werden können, wären die zuletzt genannten Beträge als nicht werthaltig einzustufen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beziehen sich auf sonstige Vermögensgegenstände. (3) Latente Steuern § 314 Nr. 21 HGB Latente Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Diese resultieren zum einen aus dem Übergang zum neuen HGB im Jahr 2010, zum anderen aus unterschiedlichen Bilanzierungsansätzen bei Thesaurierungen im Rahmen der Anlagefonds sowie aus abweichenden Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz. Im laufenden Jahr haben die gebildeten aktiven latenten Steuern folgenden Ursprung:
Bei der Bewertung der aktiven latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Dieser errechnet sich gerundet aus dem Körperschaftsteuer-, Gewerbesteuer- und Solidaritätszuschlagssatz. Passivseite (4) Angaben zu Rückstellungen für Pensionen gemäß § 314 Nr. 16 HGB und zur Verrechnung von Deckungsvermögen nach § 314 Nr. 17 HGB 1) Es bestehen vier Versorgungsbereiche: a) Versorgungsbezüge eines Geschäftsführers Die Rückstellungen werden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten der Kölner spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung bewertet. Es wurden dabei folgende Methoden und Annahmen zugrunde gelegt: Berechnungsgrundlagen 31.12.2022 Alters- und Hinterbliebenenversorgung entsprechend einer Quote vom Endgehalt. Bewertungsmethode PUC-Methode (projizierte Einmalbewertungsmethode)
b) Versorgung ehemaliger Geschäftsführer Die Rückstellungen werden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten der Kölner spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung bewertet. Es wurden dabei folgende Methoden und Annahmen zugrunde gelegt: Berechnungsgrundlagen 31.12.2022 Alters- und Hinterbliebenenversorgung entsprechend einer Quote vom Endgehalt. Bewertungsmethode PUC-Methode (projizierte Einmalbewertungsmethode)
c) Hinterbliebenenversorgung eines früheren Geschäftsführers Die Rückstellung wird durch ein versicherungsmathematisches Gutachten der Kölner spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung bewertet. Es wurden dabei folgende Methoden und Annahmen zugrunde gelegt: Berechnungsgrundlagen 31.12.2022 Hinterbliebenenversorgung über einen vorgegebenen Betrag. Bewertungsmethode PUC-Methode (projizierte Einmalbewertungsmethode)
d) Altersversorgung zweier ehemaliger Mitarbeiter Die Rückstellung wird durch ein versicherungsmathematisches Gutachten der Kölner spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung bewertet. Es wurden dabei folgende Methoden und Annahmen zugrunde gelegt: Berechnungsgrundlagen 31.12.2022 Versorgungszusagen über einen vorgegebenen Betrag. Bewertungsmethode PUC-Methode (projizierte Einmalbewertungsmethode)
2) Verrechnung Aktivwerte: Es bestanden Rückdeckungswerte in Form von Fondsanlagen. Im Berichtsjahr wurden die Fondsanlagen veräußert, sodass zum Stichtag 31.12.2022 keine Rückdeckungswerte mehr bestehen. Die Fondsanlagen wurden im Falle von § 253 Absatz 1 Satz 4 HGB mit deren Zeitwert laut Depotauszug bewertet. Rückdeckungsvermögen mit Anschaffungskosten in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 1.260) ist mit dem Zeitwert in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 1.489) entsprechend § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 20.045 (Vorjahr T€ 6.099) verrechnet worden. Die zugehörigen Erträge aus dem verrechneten Vermögen in Höhe von T€ 24 (Vorjahr T€ 130) wurden mit Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von T€ 359 (Vorjahr T€ 116) verrechnet. Der Restbetrag nach Saldierung in Höhe von T€ -335 (Vorjahr T€ 13) ist in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" bzw. im Vorjahr "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. 3) Nicht ausgewiesene Unterdotierung aus dem Unterschiedsbetrag aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG Zum 01.01.2010 ergab sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen eine Unterdotierung in Höhe von T€ 649. Die Gesellschaft hat sich für die Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 (1) EGHGB und eine Verteilung der erforderlichen Zuführung über einen Zeitraum von 15 Jahren entschieden. Zum 31.12.2022 beträgt der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Unterdotierung T€ 87 (Vorjahr T€ 130). 4) Angaben gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB Es besteht eine Ausschüttungssperre im Umfang des Erfüllungsbetrages der Pensionsverpflichtung bei einem Zinssatz auf Basis der letzten 7 Jahre bzw. der letzten 10 Jahre.
(5) Sonstige Rückstellungen Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten (T€ 5.141) wurden gemäß § 246 Absatz 2, Satz 2 HGB als den Altersversorgungsverpflichtungen vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Deckungsvermögen, soweit sie dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist (T€ 4.963), verrechnet. Erträge aus Deckungsvermögen von T€ 40 wurden zulässigerweise mit Personalaufwendungen in dem Posten "Löhne und Gehälter" verrechnet. Bei der Rückstellung betreffend der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten kann davon ausgegangen werden, dass sich zukünftige Kostensteigerungen und die Abzinsung ausgleichen. Die Restlaufzeiten der übrigen Rückstellungen liegen unter einem Jahr. Daher ist eine Anpassung aufgrund von Kosten- oder Preissteigerungen sowie eine Abzinsung nicht erforderlich. (6) Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten ergeben sich aus folgender Übersicht:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen in vollem Umfang sonstige Verbindlichkeiten. (7) Latente Steuern § 314 Nr. 21 HGB Im laufenden Jahr entwickelten sich die passiven latenten Steuern aus einer abweichenden Bewertung folgender Posten:
Bei der Bewertung der passiven latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 13% bzw. 18,5% zugrunde gelegt. Diese errechnen sich gerundet aus den durchschnittlichen Steuersätzen in der Schweiz. (8) Finanzielle Auswirkungen von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB Es bestehen jährlich Zahlungsverpflichtungen aus Miete und Leasing von:
(9) Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten, § 314 Abs. 1 Nr. 19 HGB Für die Konzernverbindlichkeiten gegenüber einem Kreditinstitut hat sich die Konzernmuttergesellschaft gegenüber diesem Kreditinstitut bis zu einer Höhe von T€ 6.000 selbstschuldnerisch verbürgt. Die gesicherten Kreditverbindlichkeiten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 2.700. Des Weiteren besteht eine Konzernbürgschaft gegenüber der Transfergesellschaft für Remanenzkosten der Gesellschaft thermo-pack Kunststoff-Folien-GmbH mit Sitz in Gaildorf. Aufgrund der stabilen finanziellen Lage des Konzerns bzw. der Gesellschaft thermo-pack Kunststoff-Folien-GmbH wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering angesehen. VII. Angabepflichten zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (10) Aufgliederung der Umsatzerlöse Aufgliederung nach Geschäftsbereichen:
Aufgliederung nach Märkten:
(11) Sonstige betriebliche Erträge Dieser Posten umfasst periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 185 (Vorjahr: T€ 41) sowie Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von T€ 8.091 aus dem Verkauf von Finanzanlagen. (12) Sonstige betriebliche Aufwendungen Dieser Posten umfasst periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 374 (Vorjahr: T€ 52). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist 1/15 des Umbewertungsbetrags der Pensionsrückstellung zum 01.01.2010 von T€ 649 mit T€ 43 enthalten. VIII. Sonstige Angaben (13) Arbeitnehmerzahl (Durchschnitt gemäß § 314 Nr. 4 HGB)
(14) Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 314 Ziff. 6a) HGB Für die Geschäftsführer der Muttergesellschaft unterbleibt eine Angabe nach § 314 Abs. 3 HGB. (15) Gesamtbezüge der früheren Organmitglieder und ihrer Hinterbliebenen sowie die dafür gebildeten Rückstellungen gemäß § 314 Ziff. 6b) HGB Gemäß § 314 Abs. 3 HGB unterbleibt eine Angabe. (16) Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers gemäß § 314 Nr.9 HGB Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 202 und schlüsselt sich auf in T€ 138 für Abschlussprüfungsleistungen und T€ 64 für sonstige Leistungen. (17) Angaben zu Fondsanteilen nach § 314 Nr. 18 HGB Die Gesellschaft besitzt fünf Fonds in Höhe von insgesamt T€ 15.638. Bei drei dieser Fonds ist der Buchwert gleich dem Marktwert. Ein anderer Fonds wird mit Anschaffungskosten bewertet. Bei diesem Fonds beträgt der Buchwert TEUR 8.000 und der Marktwert TEUR 8.066. Der verbleibende Fonds enthält Einzelwerte, die einzeln bewertet werden, so dass die Einzelwerte teilweise mit Anschaffungskosten und teilweise mit dem Marktwert bewertet werden. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte keine Ausschüttung. Des Weiteren besitzt die Gesellschaft Anteile an einem Mischfonds von über 10 % der Gesamt- Fondsanteile. Der Buchwert dieser Anteile beträgt T€ 37.000; der Marktwert dieser Anteile zum 31.12.2022 betrug T€ 36.237. Eine Abschreibung des Fonds zum Bilanzstichtag war nicht notwendig, da der aktuelle Marktwert des Fonds nach dem Stichtag über dem Buchwert liegt, so dass die Wertminderung am Stichtag nicht von Dauer war. (18) Ergebnisverwendung Mutterunternehmen (§ 314 Nr. 26 HGB) Das Jahresergebnis des Mutterunternehmens wurde zu Gunsten der Kapitalkonten II und der Darlehenskonten der Gesellschafter verbucht.
Sulzbach-Laufen, den 6. März 2024 Die Geschäftsführung der ROMMELAG MANAGEMENT SE, Sulzbach-Laufen, als Komplementärin der Rommelag SE & Co. KG. gez. Gert Hansen gez. Ralf Souffleur gez. Thomas Geiger Aufstellung Anteilsbesitz zum 31.12.2022
Entwicklung des Konzern-AnlagevermögensRommelag SE & Co. KG, Sulzbach-Laufen
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rommelag SE & Co. KG, Sulzbach-Laufen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Rommelag SE & Co. KG, Sulzbach-Laufen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Rommelag SE & Co. KG, Sulzbach-Laufen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fellbach, den 6. März 2024 KKLB
GmbH
gez. Kay Jöde, Wirtschaftsprüfer gez. Tobias Schirner, Wirtschaftsprüfer |
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