Sattler Premium Print GmbHLiquidiert
32549 Bad Oeynhausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sina Goldschmidt seit 24.1.2024 | Prokura |
Thomas Thönelt seit 24.6.2021 | Prokura |
Marco Dankert seit 24.6.2021 | Prokura |
Martin Koschei seit 4.12.2020 | Geschäftsführer |
Hendrik Struckmeier seit 4.12.2020 | Geschäftsführer |
Rudolf Becker seit 4.12.2020 | Prokura |
Ralf Büttner seit 4.12.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Martin KoscheiSattler Group GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sattler Premium Print GmbH (vormals: Druck Center Drake & Huber GmbH)Bad OeynhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023SATTLER PREMIUM PRINT GMBH (VORMALS: DRUCK CENTER DRAKE & HUBER GMBH), BAD OEYNHAUSEN1. Geschäftsmodell Die Sattler Premium Print GmbH (vormals: Druck Center Drake & Huber GmbH) (im Folgenden auch "SPP") versteht sich als Dienstleister für die Herstellung hochwertiger Kataloge und Magazine. Die Herstellung erfolgt auf Druckmaschinen im Rollen- und Bogenoffsetverfahren mit einer im Prozess dahinter gelagerten Weiterverarbeitung am Standort Bad Oeynhausen sowie einer digitalen Inkjetrolle inkl. Weiterverarbeitung. Der Vertrieb erfolgt bundesweit mit einem regionalen Schwerpunkt in Ostwestfalen. Mit Wirkung zum Beginn des Geschäftsjahres 2023 ist die Color Rollenoffset GmbH & Co. KG (nach erfolgter Einbringung der Kommanditanteile der Color Rollenoffset GmbH & Co. KG in die SPP) auf die Sattler Premium Print GmbH (vormals: Druck Center Drake & Huber GmbH) angewachsen. Zudem ist mit Wirkung zum 2. Januar 2023 die Drake Media GmbH auf die SPP verschmolzen worden. Eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist vor diesem Hintergrund nur eingeschränkt gegeben. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 vor allem weiterhin geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine. Die extremen Energiepreiserhöhungen und damit in Verbindung stehenden Verteuerungen aller Wirtschaftsgüter im Verlauf des Jahres 2022 dämpften die Konjunktur im Jahr 2023 nachhaltig. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 um 0,1 % geringer als im Vorjahr. Erstmals seit dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 war die Entwicklung des BIP negativ. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief dabei unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Bereichen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresbereich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem an Groß- und Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen PKW-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. In der Frühjahrsprojektion geht die Bundesregierung davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf 2024 im Zuge niedrigerer Inflationsraten, geldpolitischer Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmender Impulse von der Außenwirtschaft langsam erholt und wieder an Dynamik gewinnt. Insgesamt wird in der Frühjahrsprojektion für dieses Jahr mit einer Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,3 % gerechnet. Aufgrund eines statistischen Unterhangs aus dem Jahr 2023 unterzeichnet dieser Wert der jahresdurchschnittlichen Veränderung allerdings die zugrunde liegende konjunkturelle Dynamik; die dahinter liegende Verlaufsrate, die den Zuwachs des preis-, saison- und kalenderbereinigten BIP im vierten Quartal zum Vorjahresquartal ausweist, liegt mit knapp 1 % deutlich höher. Im kommenden Jahr dürfte sich die Erholung stabilisieren und die deutsche Wirtschaft im Jahresdurchschnitt mit einer Rate von 1,0 % weiter expandieren. Auch für die deutsche Druck- und Medienindustrie war das Jahr 2023 erneut kein leichtes Jahr. Die massiven Energiepreissteigerungen im Laufe des Jahres 2022, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine, zogen ebenfalls massive Preiserhöhungen bei den Druckerzeugnissen nach sich, welche Ihren Peak im vierten Quartal 2022 erreichten. Durch diesen historischen Preisanstieg in kürzester Zeit und die damit in Verbindung stehende Unplanbarkeit von Budgets, wurden seitens der Abnehmer massenhaft Volumina gestrichen. Tageszeitungen verringerten ihre Umfänge, Verlage strichen eine Vielzahl an Verkaufstiteln, Bücherproduktionen kamen teilweise vollständig zum Erliegen, die Handelskonzerne verkleinerten ihre wöchentlichen Werbungen in Auflage, Format und Seitenzahl, Katalogproduktionen wurden gestrichen, die Reaktionen waren mannigfaltig. Dieser massive Nachfrageeinbruch prägte die Buchungslage in der Druckindustrie innerhalb des ersten Halbjahres 2023. Da sich die massiven Energiepreissteigerungen im Jahr 2022 allerdings auf nahezu jede Industrie des produzierenden Gewerbes im gleichen Maße auswirkten, zeigte sich branchenübergreifend ein ähnliches Bild. In der Folge sank der allgemeine Energiebedarf und somit die Nachfrage. Die Preisrally am Energiemarkt war gestoppt, die Unsicherheit in Wirtschaft und Bevölkerung ob der ausreichenden Versorgung mit Energie fand ihr Ende. Die Preise am Energiemarkt unterliefen einer deutlichen Preiskorrektur innerhalb des 1ten Quartals 2023, welches sich seit dem 2ten Quartal 2023 auf einem bis heute anhaltendem Niveau einpendelte. Einhergehend mit der Preiskorrektur am Energiemarkt, sowie dem dadurch ausgelösten Nachfragerückgang, fielen innerhalb des 1ten Quartals 2023 ebenfalls die Rohstoff- und Erzeugerpreise. Im Gegensatz zu den Energiepreisen vollzogen sich die Korrekturen bei den Rohstoff- und Erzeugerpreisen jedoch mit Verzögerungen und in kleineren Schritten. Der Impuls auf die Belebung der Nachfrage blieb dementsprechend zunächst aus. Die zweite Jahreshälfte hingegen wurde durch zwei wesentliche Effekte eingeleitet, welche den weiteren Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung innerhalb der Druckindustrie maßgeblich bestimmten. Zum einen erreichten die Rohstoff- und Erzeugerpreise das Niveau der tatsächlichen Energiebeschaffungskosten. Zum anderen setzten die zurückgegangen Konsumausgaben die Werbetreibenden unter Druck, mehr Ausgaben in die Kundenkommunikation zu investieren. In der Folge füllten sich die Auftragsbücher der Druckdienstleister, was einen Ausgleichseffekt der ersten schwachen Jahreshälfte nach sich zog. Die seit Jahren stattfindende Strukturanpassung in der deutschen Druck- und Medienwirtschaft war somit auch 2023 nicht abgeschlossen. Die Folgen der sinkenden Auflagen von gedruckten Zeitungen, Zeitschriften und Büchern sowie die Zurückhaltung der Werbeinvestitionen war eine weiterhin rückläufige Produktionstätigkeit innerhalb der Druckindustrie und damit verbunden eine sich stetig vermindernde Anzahl von Druckunternehmen und Beschäftigten. Die Druck- und Medienwirtschaft befindet sich somit erneut in einem schrumpfenden Marktumfeld und ist einem enormen Wettbewerb ausgesetzt, der sich u. a. in Form von sinkenden Erzeugerpreisen für Druckereileistungen sowie einer hohen Anzahl von Insolvenzfällen zeigt. 3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der Sattler Premium Print GmbH (vormals: Druck Center Drake & Huber GmbH) im Geschäftsjahr 2023 war durch die massiven Preissteigerungen (insbes. Papier und Energiekosten) innerhalb des Jahres 2022 stark belastet. In der ersten Jahreshälfte waren wir mit einer schwachen, branchenübergreifenden Nachfrage konfrontiert. Die Verunsicherung der Kundschaft sowie die weiterhin hohen Einkaufspreise führten zur Zurückhaltung, die letztendlich in der zweiten Jahreshälfte abgelegt wurde und wir unsere Produktion deutlich steigern konnten. Da es uns gelungen ist, die Kostensteigerungen zu großen Teilen an unsere Kunden weiterzugeben und eine gute Auslastung im zweiten Halbjahr zu erreichen, ergibt sich in Summe ein Vorsteuerergebnis 2023 in Höhe von +850 TEUR (2022: +787 TEUR). Das Jahresergebnis 2023 nach Steuern beträgt +787 TEUR. Im Jahresergebnis 2023 sind Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (+413 TEUR) und ein Ertrag aus der Anwachsung der Color Rollenoffset GmbH & Co. KG (+708 TEUR) enthalten. Die in den Vorjahren umgesetzten Maßnahmen zur Kostenoptimierung wurden auch im Jahr 2023 konsequent weitergeführt. Insgesamt wurden 2.940 TEUR in Sachanlagen investiert (bei Abgängen i.H.v. 23 TEUR), um zukünftig effizienter und flexibler fertigen zu können. Die Kapazitäten wurden dabei ausgeweitet, um kurzfristige und neue kundenseitige Anforderungen abdecken zu können. Umsatz und Auftragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse von 28,6 Mio. Euro erreicht. Im Vorjahr 2022 verbuchte die Gesellschaft Umsatzerlöse von 17,3 Mio. EUR (ohne die in 2023 angewachsene Color Rollenoffset GmbH & Co. KG und die hineinverschmolzene Drake Media GmbH). Produktion Unsere operative Betriebsleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung) hat sich vor allem durch die Anwachsung der Color Rollenoffset GmbH & Co. KG im Jahr 2023 um 11,4 Mio. Euro auf 28,9 Mio. Euro erhöht, was einer Steigerung von 65,1 % entspricht. Die strukturellen Weiterentwicklungen innerhalb der Gruppe und im Vertrieb wirken sich positiv aus. Beschaffung Die Materialaufwandsquote (vgl. 1)) lag im Geschäftsjahr 2023 bei 57,3 %. Sie ist mit dem Vorjahr nicht vergleichbar, da die Color Rollenoffset GmbH & Co. KG angewachsen ist und die Energiestoffe (auftragsbezogen) ab dem Geschäftsjahr 2023 unter den Materialaufwendungen erfasst werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 4,7 Mio. Euro. Investitionen und Finanzierung Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in einer Gesamtsumme von 3,1 Mio. Euro getätigt. Anlagenabgänge erfolgten in Höhe von netto 0,2 Mio. Euro. Abschreibungen wurden in Höhe von 1,1 Mio. Euro verbucht. Es wurden Tilgungen in Höhe von 1,1 Mio. Euro auf Bank- und Mietkaufverpflichtungen geleistet. Die von Dritten zur Verfügung gestellten Kreditmittel sind weiter uneingeschränkt zugesichert. Unsere Mitarbeiter Zum 31. Dezember 2023 hatte die Sattler Premium Print GmbH (vormals: Druck Center Drake & Huber GmbH) (inkl. Aushilfen und Auszubildende, exkl. Geschäftsführer) 149 Beschäftigte (Vorjahr: 87). Im Jahresdurchschnitt beträgt die Anzahl der Mitarbeiter (exkl. Auszubildende und Geschäftsführer) 142 (Vorjahr: 79). Der Anstieg resultiert vor allem aus der Übernahme der Mitarbeiter durch Anwachsung der Color Rollenoffset GmbH & Co. KG sowie durch Verschmelzung der Drake Media GmbH. Der Personalaufwand betrug im Jahr 2023 TEUR 6.994. Pro Beschäftigten fielen Personalkosten in Höhe von durchschnittlich TEUR 47,3 an (Vorjahr: TEUR 40,6 - nur Druck Center Drake & Huber GmbH). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Pensionszahlungen von TEUR 60,0 verbucht. Wie in den Vorjahren konnten wir wieder verschiedene Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchführen. Im Mittelpunkt standen dabei Maßnahmen zur Qualifikation in den Bereichen Vertrieb, Arbeitsvorbereitung, Finanzbuchhaltung und Technik. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2023 Das Ergebnis nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 744). Das positive Jahresergebnis wurde durch die sonstigen betrieblichen Erträge beeinflusst, die i.H.v. TEUR 413 Erträge aus dem Abgang des Anlagevermögens und i.H.v. TEUR 708 aus der Anwachsung der Color Rollenoffset GmbH & Co. KG enthalten. Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 787 erhöht vor allem das Eigenkapital im Geschäftsjahr 2023. Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 17,4 % (Vorjahr: 16,0 %). Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag 2.440 TEUR (Vorjahr: TEUR 1.605). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 403 auf TEUR 1.070. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Wesentlichen durch die Aufnahme von Mietkaufverbindlichkeiten um TEUR 1.105 auf TEUR 5.878. Die Verbindlichkeiten in Summe erhöhten sich um TEUR 2.823 auf TEUR 11.576. Der Netto-Cash-Flow betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR +424 und setzte sich wie folgt zusammen:
Ergänzt um eine umwandlungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds i.H.v. TEUR -580 ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 ein Rückgang der Zahlungsmittel sowie der jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten um TEUR 156 auf TEUR -376. Die liquiden Mittel waren zum Ende des Geschäftsjahres 2023 mit TEUR 14 nahezu auf gleichem Niveau wie zum Vorjahreszeitpunkt (TEUR 5). Das Eigenkapital hat sich um TEUR 835 auf TEUR 2.440 erhöht; das mittel- und kurzfristige Fremdkapital hat sich um TEUR 3.790 auf TEUR 11.199 erhöht, das langfristige Fremdkapital hat sich um TEUR 638 auf TEUR 377 vermindert. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognose der zukünftigen Entwicklung Der Geschäftsverlauf in 2024 zeigt vom saisonalen Verlauf die Schwankungen wie vor Corona. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich die Nachfrage im 1. Halbjahr etwas erhöht, jedoch bei abgeschwächtem Preisniveau. Für das 2. Halbjahr erwarten wir wieder eine stärkere Nachfrage. Der Effekt aus den effizienzsteigernden Investitionen wird sich zeigen. Für das Jahr 2024 erwarten wir grundsätzlich eine auskömmliche Auslastungssituation. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir insgesamt von einer Auslastungssituation auf starkem Vorjahresniveau aus. Erträgen aus dem Abgang von Anlagevermögen stehen höhere Aufwendungen im Bereich der Abschreibungen und Zinsen gegenüber. Wir erwarten ein positives Jahresergebnis in Höhe von +0,1 bis +0,2 Mio. Euro. Die Planungssicherheit für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres ist aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg als deutlich eingeschränkt zu bezeichnen. Im Vergleich zur Prognose des Vorjahres hat sich das Jahresergebnis 2023 deutlich positiver entwickelt. Dies ist insbesondere auf den Ertrag aus der Anwachsung der Color Rollenoffset GmbH & Co. KG sowie die Erträge aus dem Abgang des Anlagevermögens zurückzuführen. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung Die Gesellschaft hat geeignete Maßnahmen getroffen, um frühzeitig den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen erkennen zu können. Das Unternehmen hat in 2021 das Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 eingeführt. Der effiziente Einsatz von Energie wird weiter vorangetrieben. Aus den jährlichen Budgetplanungen werden Maßnahmen und Ziele entwickelt, die monatlich kontrolliert und analysiert werden. Die Verantwortlichen aller Funktionsbereiche berichten auch während des Monats bei sich abzeichnenden gravierenden Fehlentwicklungen, so dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden können. Dies betrifft insbesondere die Kosten- und Deckungsbeitragsentwicklung. Die Liquidität wird durch eine Wochen- und Jahresplanung gesteuert. Das Forderungsmanagement zur Überwachung von Forderungsausfallrisiken ist durch wöchentliche Aktivitäten straff organisiert. Zinsänderungsrisiken liegen im Bereich der Finanzierung von Anlagevermögen durch entsprechende Vereinbarungen mit den Finanzierern derzeit nicht vor, Zinsänderungsrisiken im kurzfristigen Finanzierungsbereich sind überschaubar und berücksichtigt. Die strategischen Risiken liegen in der Vergleichbarkeit der Wertschöpfung bei den Produkten. Das Unternehmen arbeitet daher mit Nachdruck daran, neue Produktentwicklungen zu generieren und die Wettbewerbsfähigkeit der vorhandenen Druckmaschinen sowie der Weiterverarbeitung durch gezielte Investitionen weiter zu verbessern. Unsere Aktivitäten werden sich auch zukünftig darauf konzentrieren, die Produktivität zu erhöhen, die Produktionsstabilität zu optimieren und die Produktionssteuerung weiterhin zu verbessern. Im Bereich des Vertriebs werden die Qualität und die Kapazität der Beratungsressourcen weiter ausgebaut und geschärft. Durch die Möglichkeiten der Sattler Media Gruppe können praktisch weitestgehend alle Wünsche der Kunden im Bereich Print von der hochvolumigen Auflage, über Premiumprodukte bis hin zu personalisierten Druckartikeln sowie Crossmedia abgedeckt werden. Hier gilt es, die einzelnen Bereiche im Vertrieb weiter miteinander zu verzahnen und die vorhandenen Potentiale zu nutzen. Durch das Spektrum, welches die Unternehmen der Sattler Media Gruppe in der Gesamtheit abdecken können, besteht ein Wettbewerbsvorteil gegenüber den meisten Marktbegleitern. Hiervon kann auch die Gesellschaft profitieren. Weiterhin ist die Gesellschaft in der Lage, Aufträge in der Gruppe dort zu platzieren, wo die wirtschaftlich effizienteste Produktionsmöglichkeit besteht. Die operativen Risiken liegen im Materialeinkauf und der Fremdvergabe. Nach wie vor gilt es, sowohl Volumen zu sichern als auch Preissteigerungen entgegenzuwirken. Diesen Risiken begegnen wir aktuell durch Quartalskontrakte und einer Konzentration auf wenige, wichtige strategische Partner. Das Unternehmen hat sich als wichtiger Partner für große Industrieunternehmen positioniert. Es zeichnet sich durch die langjährige Erfahrung in der Abwicklung komplexer, terminsensibler Aufträge aus. Die Kunden genießen den Vorzug, von einem Dienstleister über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg betreut zu werden. Die Produkte werden in verschieden hohen Auflagen mit vielfältigen Produktionsvarianten industriell gefertigt. Die vielfältigen Produktionsmöglichkeiten verbunden mit einer hohen Produktionstiefe sichern eine attraktive Marktposition. Sofern die umgesetzte Vertriebs-/Produktionsstrategie konsequent und erfolgreich weitergeführt wird, sind Risiken aus der allgemeinen Geschäftsentwicklung, die den üblichen Rahmen übersteigen, derzeit nicht erkennbar. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.440. Unter Berücksichtigung der aktuellen Geschäftsentwicklung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 ein leicht positives Ergebnis und entsprechend eine weitere Verbesserung der Eigenkapitalausstattung. Der Gesamtkontext der umgesetzten Maßnahmen sowie die aktuellen Entwicklungen lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken. 5. Verantwortung für die Umwelt Als ein europaweit tätiges Unternehmen im Bereich der Print-Medien sehen wir uns verpflichtet, im Einklang mit der Umwelt zu produzieren. Der Umweltschutz muss als Prozess von allen Mitarbeitern sowie den Führungskräften dauerhaft gelebt werden und ein Teil der Unternehmensphilosophie sein. Dieser Verpflichtung kommen wir nach, indem wir den aktiven Umweltschutz als eines unserer Unternehmensziele festgeschrieben haben. Mit der Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 im Geschäftsjahr 2021 verleihen wir unseren Bemühungen um einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen weiteren Nachdruck. In diesem Zusammenhang verpflichten wir uns zur Anwendung der besten verfügbaren und wirtschaftlich vertretbaren Technologie. Wir haben die Zertifizierung nach dem FSC-CoC Standard in unsere internen Prozessabläufe eingeführt. Durch die Verwendung von FSC-Papier unterstützen wir eine weltweit verbesserte Bewirtschaftung der Wälder. Das Holz für FSC-zertifizierte Papiere stammt aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Diese wird regelmäßig überprüft und muss umweltgerecht, sozialverträglich und wirtschaftlich tragfähig erfolgen. Durch die Prozesskette der Papierherstellung, Papiertransport, Druck und Auslieferung der Erzeugnisse entstehen Treibhaus-Emissionen. Unseren Kunden bieten wir die vollständige Kompensation dieser Co2-Emissionen durch Förderung von Umweltprojekten an. In diesen Projekten wird u.a. die Gewinnung natürlicher Energiequellen gefördert, die einen Ausgleich zur entstandenen Menge schaffen. Kein neuer Ansatz, jedoch entstehen diese Quellen zusätzlich und nur durch unterschiedliche Projekte in verschiedenen Schwellenländern der Erde. Die Projekte sind zugelassen, TÜV-Zertifiziert und öffentlich einsehbar. Mit den Lösungen von First Climate können Unternehmen Emissionen ausgleichen, die durch die Herstellung, die Nutzung und die Entsorgung bzw. Verwertung ihrer Erzeugnisse entstehen. Das Ergebnis ist ein klimaneutrales Produkt. Der Prozess zum klimaneutralen Produkt verläuft dabei analog zu unserem Angebot klimaneutrales Unternehmen. Weiterführende Informationen finden sich unter www.firstclimate.com. 6. Fazit der Geschäftsleitung Durch erhebliche Anstrengungen konnten wir die Herausforderungen im Geschäftsjahr 2023 meistern. Die Summe der vorgenommenen Maßnahmen führte zu einer positiven Geschäftsentwicklung. Das Eigenkapital wurde deutlich gestärkt. Durch die getätigten Investitionen im Laufe des Jahres 2023 wurde die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Flexibilität und Zuverlässigkeit des Maschinenparks weiter gesteigert.
Bad Oeynhausen, den 8. August 2024 Sattler Premium Print GmbH (vormals: Druck Center Drake & Huber GmbH) Geschäftsführung Martin Koschei Hendrik Struckmeier 1) Materialaufwand / (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung) BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023SATTLER PREMIUM PRINT GMBH (VORMALS: DRUCK CENTER DRAKE & HUBER GMBH), BAD OEYNHAUSENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023SATTLER PREMIUM PRINT GMBH (VORMALS: DRUCK CENTER DRAKE & HUBER GMBH), BAD OEYNHAUSENI. Allgemeine Erläuterungen 1. Allgemeine Angaben Die Sattler Premium Print GmbH (vormals: Druck Center Drake & Huber GmbH) hat ihren Sitz in Bad Oeynhausen und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Oeynhausen unter der Registernummer HRB 1019 eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB und den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) verwendet. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. 2. Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr Mit Wirkung zum Beginn des Geschäftsjahres 2023
Die Vorjahreszahlen in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung sind daher mit dem Berichtsjahr nicht vergleichbar. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um Abschreibungen. Die Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der handels- und steuerrechtlichen Vorschriften ausschließlich nach der linearen Methode vorgenommen. Für die Beurteilung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von Druckmaschinen wird von eigenen Erfahrungswerten und potentiellen Wiederverkaufspreisen und nicht von den Nutzungszeiten aus der besonderen Abschreibungstabelle für Druckereien ausgegangen. Daraus resultieren längere Nutzungsdauern. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des Steuerrechts), die zu einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden wie folgt behandelt:
Umlaufvermögen Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. niedrigeren Marktpreisen am Abschlussstichtag angesetzt. Dabei fand das Barcodesystem zur Lagerverwaltung Anwendung. In den Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse sind Materialkosten, Fertigungskosten sowie evtl. Sonderkosten der Fertigung enthalten. Darüber hinaus werden nach Maßgabe der handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften Gemeinkostenanteile einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung ausreichend Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen. Das übrige Umlaufvermögen (Kassen- und Bankbestände) ist zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Rückstellungen Steuerrückstellungen sind für die Körperschaft- und Gewerbesteuer des Berichtsjahres sowie des Vorjahres gebildet. Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung aller Umstände im Einzelfall gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken in ausreichender Höhe. Die Bewertung erfolgt dabei in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag. Währungsumrechnung Soweit vorhanden, werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gemäß § 256a HGB sind bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden. II. Erläuterungen zum Jahresabschluss 1. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben TEUR 175 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Eigenkapital Das Eigenkapital hat sich um TEUR 835,6 erhöht. Der Anstieg resultiert vor allem aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 i.H.v. TEUR 787,1. Darüber hinaus wurde das Stammkapital im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 2,4 sowie die Kapitalrücklage um TEUR 26 erhöht. Der Gewinnvortrag hat sich zudem aus der Seitwärtsverschmelzung der Drake Media GmbH um TEUR 20,1 erhöht. Verbindlichkeiten Am Bilanzstichtag sind zu den ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende Vermerke anzugeben (Vorjahresbeträge in Klammern):
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Stichtag folgende Sicherheiten:
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 5.128,8 (Vorjahr: TEUR 4.156,0) durch Sicherungsübereignungen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen branchenüblichen Eigentumsvorbehalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten (Leasinggesellschaften) in Höhe von TEUR 5.128,8 (Vorjahr: TEUR 4.156,0) enthalten. 2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung sind mit dem Berichtsjahr nicht vergleichbar. Die Erfolgsrechnung des Berichtsjahres entspricht der Erfolgsrechnung der Sattler Premium Print GmbH (vormals: Druck Center Drake & Huber GmbH), ergänzt um die Erfolgsrechnung des Geschäftsbetriebs der mit Wirkung zum Beginn des Geschäftsjahres 2023 angewachsenen Color Rollenoffset GmbH & Co. KG, Bad Oeynhausen, sowie der ebenfalls mit Wirkung zum Beginn des Geschäftsjahres seitwärtsverschmolzenen Drake Media GmbH, Bad Oeynhausen. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse haben sich im Jahr 2023 um TEUR 11.390,9 auf TEUR 28.667,0 erhöht. Wesentliche Gründe für den Anstieg sind die Zuwächse durch die Anwachsung der Color Rollenoffset GmbH & Co. KG sowie eine gestiegene Produktionsleistung. Personalaufwand Die Personalaufwendungen umfassen Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung. Bei der Auszahlung des Kurzarbeitergeldes an die Arbeitnehmer und dessen Erstattung durch die Bundesagentur für Arbeit handelt es sich um einen durchlaufenden Posten innerhalb der Löhne und Gehälter. Sozialversicherungsbeiträge, die auf Arbeitsausfälle während des Bezugs von Kurzarbeitergeld entfallen und die die Gesellschaft allein zu tragen hatte, wurden von der Bundesagentur für Arbeit gemäß § 2 Abs. 1 KugV erstattet. Die Erträge aus der Erstattung werden im Personalaufwand direkt von den gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen gekürzt. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In der Position sonstige betriebliche Erträge sind Erträge i.H.v. TEUR 412,8 (Vorjahr: TEUR 472,8) aus Sachanlagenverkäufen enthalten. Zudem sind periodenfremde Erträge i.H.v. TEUR 11,9 (Vorjahr: TEUR 1,4) enthalten. Durch das Anwachsen der Color Rollenoffset GmbH & Co. KG ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen ein Anwachsungsergebnis i.H.v. TEUR 707,6 (Vorjahr: TEUR 0,0) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten i.H.v. TEUR 82,6 (Vorjahr: TEUR 14,5) periodenfremde Aufwendungen. III. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht aus der Bilanz ersichtlich sind, bestehen aus: 1.) Miet- und Pachtverträge für Immobilien Der Jahresbetrag aus dem Mietverhältnis Carl-Zeiss-Straße 4 in 32549 Bad Oeynhausen beträgt TEUR 360,0. Es handelt sich hierbei um eine Verpflichtung gegenüber einem verbundenen Unternehmen (Drake Vermögens GmbH, Bad Oeynhausen). Der Mietvertrag wurde unbefristet geschlossen. 2.) Leasingverträge und sonstige Mietverträge Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen und sonstigen Mietverträgen mit einer befristeten Restlaufzeit betragen TEUR 404,3 die sich wie folgt aufteilen:
2. Angaben zur Geschäftsführung Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren: Herr Martin Koschei, Dipl.-Ökonom, Oldenburg Herr Hendrik Struckmeier, Hille Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Geschäftsführungsgehälter wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Personalbestand Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl ohne Geschäftsführer betrug:
4. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Sattler Media Group GmbH, Hornburg. Diese hat als Konzernmutterunternehmen einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht gemäß § 290 Abs. 1 HGB aufzustellen, in welche die Gesellschaft einbezogen und die im elektronischen Unternehmensregister bekannt gemacht werden. 5. Angabe zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der Sattler Media Group GmbH, Hornburg. Auf die Angabe im Jahresabschluss wird daher gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.
Bad Oeynhausen, den 8. August 2024 Sattler Premium Print GmbH (vormals: Druck Center Drake & Huber GmbH) Geschäftsführung Martin Koschei Hendrik Struckmeier
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sattler Premium Print GmbH (vormals: Druck Center Drake & Huber GmbH), Bad Oeynhausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sattler Premium Print GmbH (vormals: Druck Center Drake & Huber GmbH), Bad Oeynhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sattler Premium Print GmbH (vormals: Druck Center Drake & Huber GmbH), Bad Oeynhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen der Sattler Premium Print GmbH (vormals: Druck Center Drake & Huber GmbH), Bad Oeynhausen, unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, den 9. August 2024 Flick
Gocke Schaumburg GmbH
Dr. Ternes, Wirtschaftsprüfer Remig, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 30. August 2024 festgestellt. |
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