Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 6090
Vorher
Reinstmetalle Osterwieck GmbHPPM Pure Metalls GmbH
Eingetragen
28.11.2006
Branche
Herstellung von pulvermetallurgischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenErzeugung und erste Bearbeitung von Edelmetallen
Gegenstand
Betrieb von Seltenmetallanlagen zum Zwecke der Erzeugung und des weiteren Verkaufs von Reinstoffen, deren Verbindungen und Legierungen, insbesondere für elektronische und opitische Zwecke - auch durch Beteiligung an oder durch Gründung oder Übernahme von anderen Gesellschaften und Betrieben - die auf diesem Gebiet tätig sind.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Ulrich Dr. Kammer
seit 8.2.2012
Geschäftsführer
Claudia Theisen
seit 3.12.2010
Prokura
Uwe Haller
seit 10.6.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Recylex Grundstücksverwaltungs GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

PPM Pure Metals GmbH

Osterwieck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

Wirtschaftliche Entwicklung

Das Jahr 2015 war für die globale Metallbranche insgesamt ein schwieriges Jahr; fast alle Metalle erlebten eine Phase starken Preisverfalls. Gründe für diese negative Entwicklung waren eine weltweit gesunkene Nachfrage für Rohstoffe generell, vorhandene Überkapazitäten auf der Produktionsseite sowie gefüllte Lager in der Kette der Weiterverarbeitung der Rohstoffe.

Diese Situation kennzeichnet auch den Nischenmarkt der "Seltenen Metalle" oder auch "Nebenmetalle". Der Preis von Indium z.B. hat sich innerhalb eines Jahres nahezu halbiert (von ca. 580 $/kg auf 260 $/kg) und der Preis des für die Gesellschaft auch wichtigen Metalls Germanium ist im gleichen Zeitraum von 1800 $/kg auf 1300 $/kg zurückgegangen.

Trotz des schwierigen Marktumfeldes während des gesamten Geschäftsjahres 2015 hat die Gesellschaft ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt und damit gegenüber dem Vorjahr eine erhebliche Verbesserung erreicht.

Dieses Ergebnis konnte durch zusätzliche Anstrengungen auf der Vertriebs- und auch auf der Produktionsseite erreicht werden. Wesentlich dazu beigetragen haben strategische Kooperationen auf dem Sektor Germanium, sowohl auf der Beschaffungsseite mit einem chinesischen Partner, als auch auf der Absatzseite mit einem US-amerikanischen Unternehmen.

Hauptanwendungsfeld der Nebenmetalle ist die Elektronik. Hier war die Nachfrage insgesamt gegenüber 2014 stabiler als bei anderen klassischen Metallanwendungen. Der Markt der integrierten Schaltungen im Hochfrequenzmarkt, insbesondere bei den "Smartphones", hat sich 2015 als sehr robust erwiesen. Hochreine Nebenmetalle werden auch als Dotier-Werkstoffe in der Herstellung von Silizium-Wafern eingesetzt. Hier konnte gegenüber dem Vorjahr sogar eine leichte Zunahme der Abnahmemengen erreicht werden.

Sowohl bei der Herstellung von hochreinem Arsen als auch bei hochreinem Gallium lag die globale Herstellungskapazität deutlich über den Verbrauchsmengen, was im Laufe des Jahres 2015 zu einem anhaltend hohen Preisdruck geführt hat. Der Gesellschaft ist es gelungen, im Vertrieb dieser Metalle Unterscheidungsmerkale zu Wettbewerbern herauszuarbeiten, die der Markt honoriert.

Das Recycling von Gallium verlief 2015 wie budgetiert. Hier stehen allerdings für 2016 große Herausforderungen an, da der Preis für das Recycling von Gallium seit dem 4. Quartal 2015 über dem Preis für frisches Gallium liegt.

Die europäische Photovoltaikindustrie konnte sich auch in 2015 nicht wesentlich erholen. Die Umsätze mit Kunden in diesem Sektor stagnierten. Über den Ausbau der Vertriebswege in Asien, insbesondere China, sind Projekte für Cadmiumtellurid (CdTe) bei chinesischen Herstellern für Solarmodule gestartet. Dies sind allerdings nur singuläre Werkstofflösungen, da chinesische Produzenten für Solarmodule überwiegend Silicium-basierende Halbleiter verwenden.

Als neues Projekt wurde der hochreine Verbindungshalbleiter CdTe7N aufgesetzt. Mit diesem Projekt werden neue Geschäftsfelder im Bereich Strahlungs-Sensorik erschlossen.

Spezifische Märkte für Germanium haben sich im Geschäftsjahr für die Gesellschaft positiv entwickelt. Es konnten, wie erwähnt, zwei Kooperationen sowohl auf der Beschaffungsseite wie auch auf der Absatzseite vereinbart werden. Durch diese Kooperationen konnten Kunden im wichtigen Glasfasermarkt zurückgewonnen werden.

Im Geschäftsjahr betrug der Umsatz-Exportanteil 64,0 % (Vorjahr: 65,6 %).

Der Anteil der Vorräte (TEUR 10.341; Vorjahr: TEUR 10.576) an der Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 56,4 % (Vorjahr: 54,6 %). Der Materialaufwand abzüglich der Aufwendungen für bezogene Leistungen sank im Verhältnis zu den Umsatzerlösen einschließlich Bestandsveränderungen von 58,0 % im Vorjahr auf 45,2 %. Das Jahresergebnis 2015 betrug TEUR 30 (Vorjahr: TEUR -1.170). Das Jahresergebnis ist durch Erträge in Höhe von TEUR 350 sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 250 aus der Währungsumrechnung beeinflusst.

Die Gesellschaft weist für 2015 ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) i.H.v. TEUR 235 (Vorjahr: TEUR -912) aus.

Obwohl die Finanzverbindlichkeiten um TEUR 770 auf TEUR 4.240 gegenüber dem Vorjahr abgebaut wurden, ist die Liquiditätssituation weiterhin angespannt. Die Gesellschaft verfügt über Kreditlinien bei der Gesellschafterin (TEUR 2.000) sowie bei der Obergesellschaft (TEUR 5.000).

Zum 31. Dezember 2015 beträgt die Bilanzsumme TEUR 18.344 (Vorjahr: TEUR 19.380). Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt 57,1 % (Vorjahr: 54,0 %).

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen 2015 betrugen TEUR 190 (im Vorjahr: TEUR 560). Dabei handelt es sich um aktivierungsfähige Maschinenerweiterungen sowie um Ersatzinvestitionen.

Der Anteil der Sachanlagen am Vermögen beträgt zum Bilanzstichtag 24,5 % (Vorjahr: 24,9 %).

Forschung und Entwicklung

Auf dem Gebiet der Verbindungshalbleiter sind gemeinsam mit ausgewählten Kunden Entwicklungsprojekte gestartet worden, zunächst mit polykristallinen Gefügestrukturen. Die Gesellschaft ist bestrebt, durch diese Produktentwicklung vom reinen Rohstoff-Lieferanten im Markt auch als Produkt- und Systemlieferant wahrgenommen zu werden.

Weitere Entwicklungen betrafen die Verbesserung der Effizienz von internen Stoffströmen und deren Umsetzung.

Ausblick

Für die Märkte hochreines Arsen wird ein leicht steigender Bedarf in den kommenden Jahren erwartet.

Im Bereich Germanium wird für die kommenden Jahre ein moderates Wachstum bei Germaniumtetrachlorid und ein stärkeres Wachstum bei Germaniumdioxid bei asiatischen Abnehmern erwartet. Die vereinbarten Kooperationen auf dem Gebiet Germanium werden 2016 intensiviert.

Ein stärkeres Wachstum wird für weitere Nebenmetalle wie Antimon (Sb), Indium (In) und In-Verbindungen sowie CdTe erwartet. Hier sind Entwicklungsprojekte mit ausgewählten Kunden gestartet worden.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die forcierten Anstrengungen im Recyclinggeschäft um an weitere Stoffströme im Markt zu gelangen, damit gezielt die entsprechenden Nebenmetalle Gallium und Germanium recycelt werden können, verlaufen nicht so erfolgreich wie erwartet. Die Preisentwicklung bei Gallium gefährdet einen Teil des Recyclinggeschäftes, da sich der Preisverfall in 2016 fortsetzt. Beim Germanium machen sich der Preisverfall, die starke Verringerung des Recyclinggeschäfts durch den Wegfall eines Kunden und geringere Nachfrage stark negativ bemerkbar.

Das wesentliche Risiko der PPM ist ein Verlust von Marktanteilen, falls Hauptkunden in finanzielle Schwierigkeiten geraten oder an den Wettbewerb verloren gehen. Die Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar wirkt sich positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit aus.

Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch eine kontinuierliche Überwachung der Forderungen Rechnung getragen.

Ausfallrisiken wurden zum Abschlussstichtag durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt.

Währungskurssicherungsinstrumente kommen nicht zum Einsatz.

Das Risiko der teilweisen Substitution unserer Produkte wird in den nächsten Jahren nicht gesehen. Die Geschäftsführung erwartet für 2016 gegenüber 2015 um 25% geringere Umsatzerlöse, im Wesentlichen durch die Marktsituation beim Germanium und Gallium begründet.

Die Vorstoffsituation erfordert eine besondere Beachtung, kann aber derzeit als überwiegend zufriedenstellend eingestuft werden.

Der bei der Obergesellschaft geführte Cash Pool, über den sich die Gesellschaft finanziert, soll planmäßig auch zukünftig ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stellen. Die Finanzierungsgespräche der Obergesellschaft zur Erhöhung der Betriebsmittellinien und zur Finanzierung von Investitionsprojekten wurden Ende 2016 positiv abgeschlossen, sodass der Gruppe zusätzliche Mittel zum Ende des Jahres, spätestens zu Beginn des Geschäftsjahres 2017 zur Verfügung stehen werden. Trotz des erwarteten negativen Ergebnisses vor Steuern in Höhe von EUR 2,2 Mio. können die laufenden Ausgaben und Investitionen im Wesentlichen durch die laufenden Einnahmen gedeckt werden. Die Abhängigkeit der Gesellschaft von der Gewährung von gruppeninternen Eigen- und Fremdkapital ist aber weiterhin gegeben. Sollten die geplanten Ergebnisse nicht erzielt werden und sollte eine erhöhte Inanspruchnahme des Cash Pools durch die Gesellschaft notwendig werden, so ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet bzw. von der Gewährung und Aufrechterhaltung der Fremdfinanzierung durch externe Kreditgeber bzw. die Zurverfügungstellung zusätzlichen Eigenkapitals abhängig.

Nach dem Bilanzstichtag haben sich die bereits erwähnten Veränderungen im Markt bei Germanium und Gallium ergeben, denen in der zweiten Jahreshälfte zum Teil mit Kurzarbeit entgegengewirkt werden wird.

 

Osterwieck, 8. Dezember 2016

PPM Pure Metals GmbH, Osterwieck

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

31.12.2015 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 711.333,00 755
II. Sachanlagen 4.499.862,15 4.819
  5.211.195,15 5.574
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 10.340.678,55 10.576
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.850.330,77 1.985
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 26.850,96 404
  12.217.860,28 12.965
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.204,30 2
D. Latente Steuern 910.293,75 839
  18.343.553,48 19.380

Passiva

   
  31.12.2015 Vorjahr
  EUR TEUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Kapitalrücklage 13.619.651,56 13.620
III. Andere Gewinnrücklagen 268.069,00 268
IV. Bilanzverlust -4.404.182,98 -4.434
  10.483.537,58 10.454
B. Rückstellungen 1.786.123,86 1.168
C. Verbindlichkeiten 6.073.892,04 7.758
  18.343.553,48 19.380

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

2015 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis   10.695.618,78 9.734
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 5.476.088,51   5.646
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.166.483,39   1.190
    6.642.571,90 6.836
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   553.350,16 503
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   3.265.415,25 3.307
    234.281,47 -912
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 51.192,51   25
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 309.237,97   315
    -258.045,46 -290
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -23.763,99 -1.202
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -89.284,20 -65
(davon Ertrag aus latenten Steuern: TEUR 71; Vorjahr: TEUR 14)      
9. Sonstige Steuern   36.209,57 33
10. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag   29.310,64 -1.170
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr   -4.433.493,62 -3.264
12. Bilanzverlust   -4.404.182,98 -4.434

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 ist nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden auf der Grundlage ihrer Anschaffungskosten bewertet. Anlagengegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend den steuerrechtlichen AfA-Tabellen nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Bei der Bewertung der Vorräte (Rohstoffe, Unfertige Erzeugnisse, Fertige Erzeugnisse) wurde die Lifo-Verbrauchsfolge zugrunde gelegt. Die Differenz zwischen Buchwert und den höheren Marktpreisen beträgt TEUR 1.172 (Vorjahr: TEUR 1.255).

Auch unter Einbeziehung des Verbrauchsfolgeverfahrens erfolgt die Bewertung der Gegen-stände des Vorratsvermögens zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Unfertige Erzeugnisse sowie Fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet und enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie aktivierungspflichtige Gemeinkosten und Abschreibungen, jedoch keine Fremdkapitalzinsen.

Die Bewertung der Unfertigen Leistungen erfolgt in Höhe der vereinbarten Hüttenlöhne.

Die Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit einem gleitenden Durchschnittspreis bewertet.

Forderungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich gegebenenfalls erforderlicher Einzelwertberichtigungen bilanziert. Darüber hinaus ist für das allgemein bestehende Kredit-risiko eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden bei Einbuchung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren/höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Aus der Aktivierung latenter Steuern ergibt sich ein Betrag von TEUR 911 (Vorjahr: TEUR 839), welcher der Ausschüttungssperre gem. § 268 Absatz 8 HGB unterliegt. Die Aktiven Latenten Steuern in Höhe von TEUR 914 werden mit den passiven Latenten Steuern in Höhe von TEUR 3 saldiert.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) berechnet. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 2,25% p.a. und die jährliche Rentenanpassung mit 2,0% entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 3,89%. Es wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Ansprüche aus der Rückdeckung von Pensionsverpflichtungen werden mit dem Deckungskapital bewertet und mit den Pensionsverpflichtungen nach § 246 Absatz 2 HGB saldiert ausgewiesen. Die Aufwendungen aus der Verringerung des Aktivwerts und der Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsverpflichtungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersteilzeitvereinbarung wurden finanzielle Mittel in Form eines Bankkontos zur Insolvenzsicherung eröffnet. Sie sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Das Guthaben wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz.

Die Berechnung der Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen erfolgte nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Anwendung eines Rechnungszinses von 2,15% bzw. 3,89% gemäß RückAbzinsV.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen zukünftigen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Von dem Wahlrecht zur Unterlassung der Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurde Gebrauch gemacht. Aufwendungen oder Erträge aus der Änderung des Abzinsungszinssatzes oder der Schätzungen der Restlaufzeit werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Rückstellungen

Der steuerliche Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 810 (Vorjahr: TEUR 1.250) wurde mit den Pensionsverpflichtungen (TEUR 1.771; Vorjahr: TEUR 1.539) saldiert. Die Aktivwerte wurden mit den Anschaffungskosten, die den Zeitwerten entsprechen, angesetzt.

Der steuerliche Aktivwert der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitverpflichtungen wurde mit Anschaffungskosten, die den Zeitwerten entsprechen, in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 29) angesetzt und mit den entsprechenden Ansprüchen aus Altersteilzeit in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 110) saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Personalkosten sowie ausstehende Lieferantenrechnungen.

2. Verbindlichkeiten

31.12.2015 31.12.2014
  Restlaufzeit Restlaufzeit
  Insgesamt bis 1 Jahr mehr als 5 Jahre Insgesamt bis 1 Jahr mehr als 5 Jahre
  TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 249 249 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.574 1.574 0 2.497 2.497 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.367 4.367 0 4.900 4.900 0
Sonstige Verbindlichkeiten 133 133 0 112 112 0
(davon aus Steuern) (122) (122) (0) (77) (77) (0)
  6.074 6.074 0 7.758 7.758 0

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 560 (Vorjahr: TEUR 560) gegenüber der Gesellschafterin enthalten.

3. Latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz (TEUR 250; Vorjahr: TEUR 175) sowie aus Verlustvorträgen (TEUR 664; Vorjahr: TEUR: 664), die planmäßig in den nächsten drei Jahren genutzt werden. Die Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten drei Jahren verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt auf Basis eines Steuersatzes von 14,00 % für Gewerbesteuer und 15,825% für Körperschaftsteuer.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die aus einem mit der Gesellschafterin abgeschlossenen Mietvertrag in Höhe von jährlich TEUR 203 resultieren. Der Mietvertrag endet am 31.12.2022. Zudem bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von jährlich TEUR 30 bis zum Jahr 2018. Aus abgeschlossenen Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 177. Diese verteilen sich wie folgt: 2016: TEUR 148, 2017: TEUR 24, 2018: TEUR 5.

5. Haftungsverhältnisse

Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft in Höhe der von den RECYLEX-Gesellschaften in Anspruch genommenen Kreditlinie. Der Gesamtkreditbetrag in Höhe von TEUR 9.000 steht als Barkreditlinie bis zur Höhe von TEUR 7.000 und als Avalkreditlinie bis zur Höhe von TEUR 2.000 zur Verfügung. Die Kreditlinie kann von jeder RECYLEX-Gesellschaft selbständig in Anspruch genommen werden, in der Summe jedoch nur bis zur Höhe des Kreditbetrags der Barkreditlinie sowie der Avalkreditlinie und insgesamt bis zur Höhe des Gesamtkreditvertrags.

Die Inanspruchnahme der Barkreditlinie durch die RECYLEX GmbH beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 5.660; die Avalkreditlinie wurde in Höhe von TEUR 1.605 durch die Weser-Metall GmbH, Harz-Metall GmbH sowie NORZINCO GmbH in Anspruch genommen.

Weiterhin besteht eine gesamtschuldnerische Haftung für eine weitere Kreditlinie der RECYLEX GmbH in Höhe von TEUR 3.000, die zum Bilanzstichtag mit TEUR 2.975 in Anspruch genommen wurde.

Die Geschäftsführung geht aufgrund der Liquiditätsplanung der RECYLEX-Gruppe für die folgenden Geschäftsjahre davon aus, nicht aus der gesamtschuldnerischen Haftung in Anspruch genommen zu werden.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 318) als Ausgleichsposten für den Verbrauch von Rückstellungen sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 350 (Vorjahr: TEUR 320).

2. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

Aufwendungen für Altersversorgung bestehen im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 1).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 123).

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Diese enthalten Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 43). Erträge aus der Veränderung des steuerlichen Aktivwertes der Rückdeckungsversicherung (TEUR 51; Vorjahr: TEUR 25) und Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung (TEUR 218; Vorjahr: TEUR 139) wurden im Finanzergebnis ausgewiesen.

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten enthält erstattete Steuern aus Vorjahren in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 51) sowie latente Steuern in Höhe von TEUR -70.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende)

2015 2014
Gewerbliche Arbeitnehmer 67 67
Angestellte 36 38
Mitarbeiter insgesamt 103 105

Mitglieder der Geschäftsführung

Herr Dr. Andreas Sieverdingbeck, Braunschweig, Sprecher der Geschäftsführung

Herr Dr. Ulrich Kammer, Goslar, Geschäftsführer Bereich Technik

Herr Dr. Thomas Weber, Herzogenrath, Geschäftsführer Bereich Vertrieb

Der Sprecher der Geschäftsführung hat einen Anstellungsvertrag mit der RECYLEX GmbH, Hannover, und erhält von dieser seine Bezüge.

Honorar des Abschlussprüfers

Bei der Gesellschaft sind aus dem Vertragsverhältnis mit dem Abschlussprüfer im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 41 für die Jahresabschlussprüfung sowie Aufwendungen für Steuerberatung in Höhe von TEUR 4 angefallen.

Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der RECYLEX S.A., Paris/Frankreich, einbezogen; dieser Konzernabschluss wird beim Tribunal de Commerce de Créteil/Frankreich, hinterlegt. Darüber hinaus wird die Gesellschaft in den Teilkonzernabschluss der RECYLEX GmbH, Hannover, einbezogen werden.

 

Osterwieck, 8. Dezember 2016

Die Geschäftsführung

In Bezug auf die Offenlegung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 hat die PPM Pure Metals GmbH, Osterwieck, von den größenabhängigen Erleichterungen des HGB Gebrauch gemacht.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss sowie dem Lagebericht hat die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PPM Pure Metals GmbH, Osterwieck, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der PPM Pure Metals GmbH, Osterwieck, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir pflichtgemäß auf die Ausführungen der Geschäftsführung zur Bestandsgefährdung der Gesellschaft im Abschnitt "Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung" im Lagebericht hin. Dort wird ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft bei Nichteintritt der geplanten positiven Ergebnisse von der Finanzierung über verbundene Unternehmen abhängt. Aufgrund geringer eigener Finanzmittel und begrenzt zur Verfügung stehender Kreditlinien ist die Gesellschaft auf die Finanzierung über verbundene Unternehmen angewiesen. Der Fortbestand der Gesellschaft ist aufgrund der angespannten Liquiditätslage von der Auszahlung der zugesagten Finanzmittel aus dem durch die Gesellschaft gemeinsam mit weiteren Konzerngesellschaften am 5. Dezember 2016 abgeschlossenen Kreditvertrag abhängig. Sofern die Gesellschaft ihren Finanzbedarf zukünftig nicht ausreichend decken kann, ist die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit der Fortbestand der Gesellschaft von der Gewährung weiterer Finanzmittel durch Eigenkapital- oder Fremdkapitalgeber abhängig.

 

Hannover, den 13. Dezember 2016

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Engelhardt, Wirtschaftsprüfer

Wilhelms, Wirtschaftsprüfer"

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015

Bruttobuchwerte
Stand am 1.1.2015 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2015
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.100.000,00 0,00 0,00 1.100.000,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.230.969,08 0,00 0,00 16.230.969,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.277.721,73 2.140,82 0,00 20.279.862,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.992.947,74 136.046,34 0,00 3.128.994,08
4. Anlagen im Bau 175.189,46 52.250,68 0,00 227.440,14
  39.676.828,01 190.437,84 0,00 39.867.265,85
  40.776.828,01 190.437,84 0,00 40.967.265,85
Abschreibungen Nettobuchwerte
Stand am 1.1.2015 Zugänge Stand am 31.12.2015 Stand am 31.12.2015 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 344.667,00 44.000,00 388.667,00 711.333,00 755
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.004.548,08 127.236,00 14.131.784,08 2.099.185,00 2.227
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.215.983,73 312.406,82 18.528.390,55 1.751.472,00 2.062
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.637.521,73 69.707,34 2.707.229,07 421.765,01 355
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 227.440,14 175
  34.858.053,54 509.350,16 35.367.403,70 4.499.862,15 4.819
  35.202.720,54 553.350,16 35.756.070,70 5.211.195,15 5.574

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