DS EMOVA GmbHLiquidiert

85748 Garching bei München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 177362
Vorher
OMV Bayern GmbHKreuzmayr Bayern GmbH
Eingetragen
31.3.2004
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Vertrieb von festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen, anderen Mineralölprodukten und damit in Zusammenhang stehenden Produkten im Energie-, Wärme und Mobilitätsbereich sowie Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere Transport, Lagerhaltung und Umschlag solcher Produkte, Beratung, Vermittlung, Bau, Montage, Wartung, Sanierung und Entsorgung von Energie-, Sanitär- und Tankanlagen sowie Weiterentwicklung der Technik in diesen Bereichen. Die Gesellschaft ist zur Vornahme aller Geschäfte berechtigt, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, im In- und Ausland Zweigniederlassungen zu errichten und sich an anderen gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen gleich welcher Rechtsform zu beteiligen, einschließlich der Übernahme der persönlichen Haftung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Helmut Krois
seit 8.12.2023
Prokura
Prokura
Ian Edwin Petri
seit 1.8.2023
Geschäftsführer
Konrad Amann
seit 22.1.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kreuzmayr Beteiligungen GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Kreuzmayr Beteiligungen GmbH
Austria
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
16.67%
14.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kreuzmayr Bayern GmbH

Garching b. München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz

Aktiva

Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 593.206,23 3.255,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.100.961,65 1.074.729,03
3. Geleistete Anzahlungen 108.573,75 642.602,13
1.802.741,63 1.720.586,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.361.960,92 2.479.225,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.274,80 5.077,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 988.950,19 1.066.362,00
4. Geleistete Anzahlungen 26.803,54 5.454,58
3.381.989,45 3.556.118,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.112.531,50 17.201.255,65
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
17.113.532,50 17.202.255,65
22.298.263,58 22.478.960,44
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 8.906.114,05 5.212.523,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 68.211.022,56 44.796.741,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.534.319,53 18.124.223,95
3. Forderungen gegen Gesellschafter 115.000,00 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 310.906,34 567.263,26
93.171.248,43 63.488.228,77
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 26.058.913,89 10.037.738,93
128.136.276,37 78.738.491,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 83.073,26 131.616,10
150.517.613,21 101.349.067,86

Passiva

Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 18.711.392,74 18.292.219,45
18.736.392,74 18.317.219,45
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.563.163,56 422.207,00
2. Sonstige Rückstellungen 6.307.067,31 3.181.500,00
7.870.230,87 3.603.707,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.346.153,80 15.839.805,55
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 296.566,70 261.350,20
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 86.283.224,06 57.434.432,65
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.000.653,07 1.669.086,44
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.984.391,97 4.223.466,57
123.910.989,60 79.428.141,41
150.517.613,21 101.349.067,86

GuV

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.044.821.459,81 763.059.029,49
2. Sonstige betriebliche Erträge 258.843,34 226.567,96
1.045.080.303,15 763.285.597,45
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.026.614.371,54 -749.035.284,23
4. Rohergebnis 18.465.931,61 14.250.313,22
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.048.658,10 -2.790.617,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -504.159,79 -420.814,27
-3.552.817,89 -3.211.432,06
- davon für Altersversorgung EUR 4.884,99 (Vorjahr: EUR 4.676,99)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -802.305,68 -621.012,31
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.118.438,23 -3.420.237,14
8. Betriebsergebnis 9.992.369,81 6.997.631,71
9. Erträge aus Beteiligungen 4.612.654,85 6.385.194,01
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.612.654,85 (Vorjahr: EUR 6.385.194,01)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.915,85 9.681,34
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen -228.723,15 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -85.225,64 -172.987,58
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.081.818,43 -2.391.541,78
14. Jahresüberschuss 11.239.173,29 10.827.977,70
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 18.292.219,45 15.734.241,75
16. Ausschüttung 10.820.000,00 8.270.000,00
17. Bilanzgewinn 18.711.392,74 18.292.219,45

Anlagenspiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 71.038,25 12.586,50 710.602,13 0,00 794.226,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.799.821,56 247.337,93 0,00 0,00 3.047.159,49
3. Geleistete Anzahlungen 642.602,13 176.573,75 -710.602,13 0,00 108.573,75
3.513.461,94 436.498,18 0,00 0,00 3.949.960,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.862.394,30 2.590,00 0,00 0,00 2.864.984,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.217,11 0,00 0,00 0,00 10.217,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.052.550,51 327.335,17 5.454,58 128.412,84 2.256.927,42
4. Geleistete Anzahlungen 5.454,58 26.803,54 -5.454,58 0,00 26.803,54
4.930.616,50 356.728,71 0,00 128.412,84 5.158.932,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.201.255,65 0,00 0,00 0,00 17.201.255,65
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 140.000,00 0,00 0,00 140.000,00
3. Genossenschaftanteile 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
17.202.255,65 140.000,00 0,00 0,00 17.342.255,65
25.646.334,09 933.226,89 0,00 128.412,84 26.451.148,14
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2021 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 67.783,25 133.237,40 0,00 201.020,65
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.725.092,53 221.105,31 0,00 1.946.197,84
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.792.875,78 354.342,71 0,00 0,00 2.147.218,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 383.169,25 119.854,13 0,00 503.023,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.140,11 802,20 0,00 5.942,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 986.188,51 327.306,64 45.517,92 1.267.977,23
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.374.497,87 447.962,97 0,00 45.517,92 1.776.942,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 88.724,15 0,00 0,00 88.724,15
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 139.999,00 0,00 0,00 139.999,00
3. Genossenschaftanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 228.723,15 0,00 0,00 228.723,15
3.167.373,65 1.031.028,83 0,00 45.517,92 4.152.884,56
Buchwerte
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 593.206,23 3.255,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.100.961,65 1.074.729,03
3. Geleistete Anzahlungen 108.573,75 642.602,13
1.802.741,63 1.720.586,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.361.960,92 2.479.225,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.274,80 5.077,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 988.950,19 1.066.362,00
4. Geleistete Anzahlungen 26.803,54 5.454,58
3.381.989,45 3.556.118,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.112.531,50 17.201.255,65
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1,00 0,00
3. Genossenschaftanteile 1.000,00 1.000,00
17.113.532,50 17.202.255,65
22.298.263,58 22.478.960,44

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kreuzmayr Bayern GmbH, Garching b. München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kreuzmayr Bayern GmbH, Garching b. München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kreuzmayr Bayern GmbH, Garching b. München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, 20. April 2022

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Prof. Dr. Dietrich Grashoff, Wirtschaftsprüfer

Frank Schuckenbrock, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Kreuzmayr Bayern GmbH ist das Mutterunternehmen der Kreuzmayr Bayern Gruppe. Die Kreuzmayr Bayern Gruppe zählt zu den größeren Energielieferanten in Deutschland und ist seit vielen Jahren erfolgreich am Energiemarkt positioniert.

Die Kreuzmayr Bayern GmbH handelt insbesondere mit Heizöl und Kraftstoffen. Der Handel erfolgt mit privaten und gewerblichen Endkunden sowie Wiederverkäufern.

Die Kreuzmayr Bayern GmbH ist ein Unternehmen der Diersch & Schröder Gruppe, Bremen.

B. Wirtschaftsbericht

I. Entwicklung des Marktes

Das Heizöljahr 2021 lag gegenüber dem absatzstarken Vorjahr im Bundesschnitt um 28% niedriger. Durch die steigende Nachfrage im vierten Quartal konnte der starke Verlust aus der ersten Jahreshälfte teilweise kompensiert werden. Bis zur Jahresmitte lag der Absatzrückgang noch bei 50%. Im Gesamten betrachtet war das Jahr 2021 ein sehr schwaches Heizöljahr. Massive Absatzschwankungen gab es auch bereits in den Jahren vorher. Die Kraftstoffabsätze stiegen gegenüber dem Vorjahr leicht an, Diesel mit +0,4%, Ottokraftstoffe mit 1,6%.

II. Geschäftsverlauf

Der Heizölabsatz der Kreuzmayr Bayern war vergleichbar mit dem Markt rückläufig gegenüber 2020. Im Dieselbereich konnte der Absatz gegenüber 2020 wiederum gesteigert werden. Absatzrückgänge im Raffineriebereich der Bayernoil konnten durch einen Mehrabsatz der Verkaufsmengen ex Tankläger sowohl beim Heizöl als auch beim Diesel gut kompensiert werden. In einigen Regionen wurde der Absatz strategisch etwas ausgesteuert bzw. zurückgefahren.

Bei den Ottokraftstoffen konnte die Kreuzmayr Bayern GmbH dem Trend folgen und mit einem leichten Plus im einstelligen Prozentbereich bestätigen. Über alle Produkte betrachtet, bewegte sich die Kreuzmayr Bayern GmbH auf einem etwas höherem Mengenniveau wie in den Vorjahren.

Der positive Trend im online - Handel - Endkunden Heizöl hält weiter an und die Prognosen sprechen für eine weitere Zunahme der Onlinebestellungen im Vergleich zu den konventionell abgeschlossenen Verkäufen im Endkundensegment.

Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt der Berichtsperiode 83 Mitarbeiter (Vorjahr: 76 Mitarbeiter). Diese verteilen sich auf die Bereiche Vertrieb (32), Verwaltung (19), Marketing (1) sowie geringfügig Beschäftige (31).

Maßnahmen hinsichtlich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Reduzierung von Risiken durch die Corona Pandemie wurden eingeleitet.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Buchwert des Anlagevermögens verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 181 auf TEUR 22.298. Dabei standen Zugänge in Höhe von TEUR 933 Abgängen mit Restbuchwerten von TEUR 83 und Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.031 gegenüber.

Die Zugänge sind im Wesentlichen zurückzuführen auf den Aufbau eines Onlineshops, den Kauf des Kundenstamms der Firma Huber Heizöl GmbH sowie die Erneuerung der Ausstattung einiger Tankstellen.

Der Bestand an liquiden Mitteln wurde von TEUR 10.038 im Vorjahr auf TEUR 26.059 im Berichtsjahr erhöht.

Das Eigenkapital konnte, trotz einer Bruttodividende an die Gesellschafter in Höhe von TEUR 10.820, auf dem Vorjahresniveau gehalten und sogar weiter ausgebaut werden. Das Eigenkapital zum Stichtag beträgt TEUR 18.736, woraus eine Eigenkapitalquote von 12,46% resultiert.

In den Hauptsegmenten Diesel und Vergaserkraftstoffe konnte der Budgetansatz insbesondere hinsichtlich Mengen aber auch weitgehend bei den Deckungsbeiträgen erreicht werden. Im Heizölbereich war die Ertragslage trotz des Mengenrückganges stabil.

Daraus resultiert ein Jahresüberschuss nach Steueraufwendungen für das Geschäftsjahres 2021 in Höhe von TEUR 11.239 (Vorjahr TEUR 10.828).

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Prognose

Für das kommende Geschäftsjahr wird bei einem etwas defensiverem Budgetansatz mit einer vergleichbaren Ergebnissituation wie im abgelaufenen Berichtsjahr 2021 gerechnet.

II. Risikomanagement

Die Forderungsausfälle konnten erneut auf dem niedrigen Niveau der vorhergehenden Geschäftsjahre gehalten werden. Gravierende Forderungsausfälle mussten nicht verbucht werden.

Aufgrund der längeren Lieferdauer und der damit verbundenen Risiken bei Schwankungen im Produktpreis bei der Beschaffung wird eine konservative Schutzstrategie gewählt. Preisänderungsrisiken in der Produktbeschaffung werden mit relativ geringem Kapitaleinsatz, per CFD's (contract for difference) - Differenzkontrakte, abgesichert.

III. Risiken

Der Krieg in der Ukraine hat den Ölmarkt stark beeinträchtigt. Der Preis an den Börsen für die Tonne Gasöl ist erheblich gestiegen und die Backwardation hat in der Spitze 450 USD/mt alle bisherigen historischen Höchststände übertroffenen. Aktuell wurden keine politischen Sanktionen verhängt, die unser Geschäft einschränken. Wir schätzen die politische Lage so ein, dass es zumindest bis Ende 2022 zu keinen Sanktionen kommen wird, die unser Geschäft einschränken, es sei denn, dass der Krieg in der Ukraine keine andere politische Option zulässt. Auch gehen wir davon aus, dass Russland seinen Lieferverpflichtungen an Rohöl im gesamten Jahr 2022 nachkommen wird. Perspektivisch müssen wir uns auf veränderte Marktbedingungen einstellen.

Im Mineralölbereich werden sich durch die zunehmenden gesetzlichen Änderungen, etwaige Fahrverbote etc., Verschiebungen im Absatz von Diesel zu Gunsten von Benzin ergeben. Aber auch beim Benzinabsatz wird in den kommenden Jahren die Wettbewerbssituation im Inland aufgrund des bestehenden Angebotsüberhanges weiter zunehmen. Die Antriebsarten auf fossiler Kraftstoffbasis werden verstärkt dem Wettbewerb alternativer Kraftstoffe bzw. dem eindeutigen politischen Trend hin zur E-Mobilität ausgesetzt sein.

Die Einschätzung eines stabilen Dieselabsatzes, getragen durch den steigenden Absatz im gewerblichen Bereich, erhielt durch die Corona - Pandemie einen erheblichen Dämpfer in 2020. Noch sind die mittel- und langfristigen Folgen schwierig einzuschätzen. Verstärkte Risiken liegen hier in den Bonitäts- und Liquiditätsgrenzen der Unternehmen im gewerblichen Bereich, wenn sich die Konjunktur nicht in absehbarer Zeit erholen sollte bzw. die "Stützungsinstrumente" nicht die erwartete Wirkung zeigen und Unternehmen zunehmend in Insolvenz geraten sollten. Abzuwarten bleibt weiterhin nach wie vor, wie sich der Dieselabsatz nach dem Dieselskandal langfristig entwickeln wird. Im Weiteren ist anzunehmen, dass sich durch politische Eingriffe bzw. Gesetzesänderungen zu Gunsten anderer Mobilitätsenergien Verschiebungen innerhalb der Produktpalette im Mineralölbereich ergeben können. Im Wärmebereich wird die Substitution des Energieträgers Heizöl vom Gesetzgeber noch weiter vorangetrieben. Kurzfristige Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten, werden nicht gesehen.

Der Mineralölhandel wird weiterhin gezwungen sein zu diversifizieren und durch gezielte Zukäufe die Marktrückgänge zu kompensieren.

IV. Ausblick und Chancen

Weiterhin im strategischen Fokus ist es, das Endkundengeschäft durch Übernahmen von Tankstellen und mittelständischen, familiär geführten Mineralölunternehmen weiter auszubauen und speziell auch Kooperationen und die Integration von Mineralölhändlern im näheren Umfeld der bestehenden Vertriebsgebiete zu forcieren. Mehrere mittelständische, familiär geprägte Unternehmen konnten in den abgelaufenen Geschäftsjahren bereits erfolgreich integriert werden.

Sollten sich größere Akquisitionen auch außerhalb der Grenzen von Bayern anbieten, werden diese auf Machbarkeit und Rentabilität geprüft.

Das Unternehmen verfolgt weiterhin eine gezielte Wachstumsstrategie, die sowohl die Absatzmengen als auch die qualitative Angebotsverbesserung betreffen. Der Vertriebskanal Online - Geschäfte im Heizölbereich hat ein gutes Niveau erreicht und wird weiter vorangetrieben und automatisiert werden.

 

Garching, den 20. April 2022

Norbert Mikulla, Geschäftsführer

Dr. Manfred Madl, Geschäftsführer

Konrad Amann, Geschäftsführer

Anhang für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

A. Allgemeine Angaben

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der Kreuzmayr Bayern GmbH, Garching b. München (Amtsgericht München, HRB 177362), die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen mit Ausnahme der vorgenommenen Ausweisänderungen bei den Steuerrückstellungen sowie den Sonstigen Verbindlichkeiten in der Bilanz sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen betrieblichen Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei den erhaltenen Anzahlungen ergibt sich eine Ausweisänderung des Vorjahres. Forderungen gegen Heizgemeinschaften wurden mit Abschlagszahlungen verrechnet, beide Bilanzpositionen reduzieren sich im Vorjahr um TEUR 261. Die Änderung erfolgte, da es sich nicht um erhaltene Anzahlungen, sondern um beglichene Forderungen handelt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibung bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen, im Zugangsjahr zeitanteilig. Die erworbenen Kundenstämme und Firmenwerte werden planmäßig über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben oder in Ausnahmefällen an die steuerlichen Abschreibungsdauern angepasst.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen ermittelt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in der steuerlich zulässigen Höhe linear vorgenommen.

Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Berichtjahr sofort als Aufwand erfasst.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert bzw. zu Wiederbeschaffungskosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Einzelwertberichtigungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von derzeit 26,2%. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag (ohne Vorjahre und Betriebsprüfung). Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht nach § 274 (1) HGB kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Von dem Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Verbindlichkeiten wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

C. Erläuterungen zur Bilanz

I. AKTIVA

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist.

Die Anlagenzugänge beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 933 und resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb eines Kundenstamms (TEUR 247), der Investition in Tankstellen (TEUR 201), der Erweiterung des Fuhrparks (TEUR 161) sowie der Entwicklung eines Online-Shops (TEUR 126).

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB stellt sich wie folgt dar:

Name, Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis
% EUR EUR
DEKLA Mineralöllogistik GmbH, Garching b. München 100,0 388.752,42 32.135,21
Bischoff & Vielhauer GmbH, Bergisch Gladbach 100,0 17.834.411,15 8.272.210,04
Schmierstoffe Bayern GmbH, Weiden i.d.OPf. 70,0 846.482,74 189.391,44
Spedition Alfons Hauer GmbH & Co. KG, Weiden i.d.OPf. 70,0 5.027.367,18 1.784.545,25
Alfons Hauer Betriebs-Verwaltungs GmbH, Weiden i.d.OPf. 70,0 17.576,54 2.485,83
Gößwein-Autogas GmbH, Osterhofen 55,0 917.507,03 405.860,30

2. Vorräte

Der Vorratsbestand hat zum Stichtag einen Warenwert von TEUR 8.906 (Vorjahr TEUR 5.213). Von der Ausweiserleichterung des § 265 (7) Nr. 1 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Hinsichtlich Lieferungen von Handelswaren bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Steuern, Kautionen, geleistete Anzahlungen für Leistungen sowie Forderungen aus einem Mietvertrag.

Sämtliche Forderungen sind kurzfristig ausgelegt.

II. PASSIVA

1. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Verpflichtungen aus dem Erwerb von Bioquoten (TEUR 2.579; Vorjahr: TEUR 2.300), dem erstmaligen Erwerb von Co2- Zertifikaten (TEUR 2.725) sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich (TEUR 404; Vorjahr: TEUR 423).

2. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten geg. Kreditinstituten 25.346 0 0 25.346
(Vorjahr) 15.494 346 0 15.840
Erhaltene Anzahlungen 297 0 0 297
(Vorjahr) 261 0 0 261
aus Lieferungen und Leistungen 86.283 0 0 86.283
(Vorjahr) 57.434 0 0 57.434
gegenüber verbundenen Unternehmen 7.001 0 0 7.001
(Vorjahr) 1.669 0 0 1.669
Sonstige Verbindlichkeiten 4.984 0 0 4.984
(Vorjahr) 4.223 0 0 4.223
Gesamt 123.911 0 0 123.911
(Vorjahr) 79.082 346 0 79.428

Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern (EUR 4.842.448,15; Vorjahr: EUR 4.195.363,18) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit (EUR 175,43; Vorjahr: 0,00 EUR).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:

2021 2020
TEUR TEUR
Erlöse DK 631.171 479.827
Erlöse OK 266.920 210.857
Erlöse Heizöl 256.586 188.694
Erlöse Pellets 889 838
Sonstige Erlöse 3.666 3.316
Abzüglich Energiesteuer -114.411 -120.473
Gesamt 1.044.821 763.059

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus bereits abgeschriebenen Forderungen (TEUR 14, Vorjahr: TEUR 108), Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 232, Vorjahr: TEUR 9) sowie übrige betriebliche Erträge (TEUR 12, Vorjahr: TEUR 10).

3. Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen in voller Höhe außerplanmäßige Abschreibungen.

E. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanziellen Verpflichtungen in folgender Höhe:

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Miet-, Wartungs- u. Leasingverpflichtungen 584 1.537 1.602
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0

Die Verpflichtungen werden mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB in Höhe von TEUR 3.156. Diese betreffen mit TEUR 3.125 Bürgschaften zur Sicherung von Lieferantenkrediten und der Mineralölsteuer gegenüber Hauptzollämtern sowie mit TEUR 31 Mietkautionen von Niederlassungen. Das Risiko der Inanspruchnahme der Bürgschaften wird als gering eingestuft.

2. Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf insgesamt TEUR 23,5, wobei TEUR 18 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 5,5 auf andere Bestätigungsleistungen entfallen.

3. Derivate

Preisänderungsrisiken in der Produktbeschaffung (Grundgeschäft) werden mit geringem Kapitaleinsatz, per CFD's (contract for difference) - Differenzkontrakte, abgesichert. Die Steuerung erfolgt antizipativ. Unter einem CFD erhält die Kreuzmayr Bayern GmbH für die Dauer des CFD einen garantierten Preis für die Produktbeschaffung. Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß § 255 (4) Satz 1 HGB dem Marktpreis, da für alle CFD-Positionen ein aktiver Markt besteht. Der beizulegende Zeitwert beträgt zum 31.12.2021 TEUR -170. Aufgrund der Absicherung werden die Sicherungsbeziehungen als Bewertungseinheit erfasst. Die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden zum Ende der Sicherungsbeziehung in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

4. Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer sind bestellt

Herr Jens U. Breckwoldt, Kaufmann, Bremen / DE (bis 1. April 2022)

Herr Norbert Mikulla, Betriebswirt, Bremen / DE (ab 1. April 2022)

Herr Dr. Manfred Madl, Betriebswirt, Tulbingerkogl / AT

Herr Konrad Amann, Dipl. Betriebswirt, München / DE

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird nach § 286 (4) HGB verzichtet.

5. Arbeitnehmerschaft

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt der Berichtsperiode 83 Mitarbeiter (Vorjahr: 76 Mitarbeiter). Diese verteilen sich auf die Bereiche Vertrieb (32), Verwaltung (19), Marketing (1) sowie geringfügig Beschäftige (31).

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von EUR 11.239.173,29 an die Gesellschafter auszuschütten.

7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Der Krieg in der Ukraine hat den Ölmarkt stark beeinträchtigt. Der Preis an den Börsen für die Tonne Gasöl ist erheblich gestiegen und die Backwardation hat in der Spitze 450 USD/mt alle bisherigen historischen Höchststände übertroffenen. Aktuell wurden keine politischen Sanktionen verhängt, die unser Geschäft einschränken. Wir schätzen die politische Lage so ein, dass es zumindest bis Ende 2022 zu keinen Sanktionen kommen wird, die unser Geschäft einschränken, es sei denn, dass der Krieg in der Ukraine keine andere politische Option zulässt. Auch gehen wir davon aus, dass Russland seinen Lieferverpflichtungen an Rohöl im gesamten Jahr 2022 nachkommen wird. Perspektivisch müssen wir uns auf veränderte Marktbedingungen einstellen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ergeben.

8. Konzernabschluss

Die Kreuzmayr Bayern GmbH wird mit ihren Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der Diersch & Schröder GmbH & Co. KG, Bremen/DE, einbezogen und wird von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. Die Diersch & Schröder GmbH & Co. KG stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers offengelegt.

 

Garching, den 20. April 2022

Norbert Mikulla, Geschäftsführer

Dr. Manfred Madl, Geschäftsführer

Konrad Amann, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.04.2022 festgestellt.

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