Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 10073
Vorher
SH NewCo GmbHSimon Hegele HighTech Transport & Service GmbHRhenus High Tech Transporte GmbH
Eingetragen
14.12.2017
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
a) logistische Dienstleistungen wie z.B. Lagerung und Transport, b) Serviceleistungen in artverwandten Bereichen wie z.B. Verpackung, Montage, Inbetriebnahme und Wartung und c) Beratungsleistungen im nicht genehmigungspflichtigen Bereich in vorgenannten Leistungsgebieten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carsten Braune
seit 8.8.2025
Geschäftsführer
Frank Spiekermann
seit 18.6.2025
Prokura
Raphael Cordell
seit 26.1.2024
Prokura
Michael Paatz
seit 26.1.2024
Geschäftsführer
Dirk Heisel
seit 5.10.2021
Prokura
Dimitrios Raptis
seit 10.6.2020
Prokura
Sven Markus
seit 10.6.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Rhenus SE & Co. KG
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rhenus High Tech GmbH

Holzwickede

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A Grundlagen der Gesellschaft

Die RHT zählt nach unserer Einschätzung zu den führenden europäischen Spezialisten von Logistik- und Transportdienstleistungen im Hightech-Sektor sowie der Medizintechnik. RHT übernimmt die Positionierung und kundenspezifische Installation von Geräten und Produkten an der finalen Verwendungsstelle, einschließlich vor- und nachgelagerter Transportaufgaben. Die Absatzmärkte der RHT sind West- und Ost-Europa. Hier bedient die Gesellschaft im Wesentlichen die Segmente IT-Equipment, Banking/Kassensysteme, Medizintechnik, Druck- und Kopiermaschinen, Telekommunikationstechnik, Vending/Selbstbedienungsautomaten sowie Spiel- und Fitnessgeräte.

Zur Überwachung des Unternehmens werden folgende wesentliche Kennzahlen ermittelt und permanent analysiert:

Finanzkennzahlen: Deckungsbeitrag III (DB III = operatives Ergebnis, das innerhalb der Rhenus-Gruppe als finanzieller Leistungsindikator für die interne Steuerung dient) absolut und in Prozent von der Wertschöpfung und in Prozent vom Umsatz sowie die Personalkostenquote (Personalkosten in % von der Wertschöpfung).

Nicht finanzielle Kennzahlen: Schadensquote und Liefertreue (Kundenzufriedenheit).

B Wirtschaftsbericht

B. 1 Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

B. 1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland laut ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die wirtschaftliche Erholung von den Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht weiter voranschritt. Obwohl das BIP im Vergleich zum Jahr 2019 um 0,7 % gestiegen ist, stagnierte die Gesamtwirtschaft aufgrund verschiedener Faktoren.

Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verursachten Unsicherheiten bei Produzenten, Investoren und Verbrauchern. Hohe Energiepreise, die infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine im Jahr 2022 stark angestiegen waren, blieben auf einem hohen Niveau und beeinträchtigten besonders die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die günstigen Finanzierungsbedingungen. Neben den hohen Energiepreisen war auch die Materialknappheit ein Problem für Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe. Die Lohnkosten stiegen aufgrund der Tarifabschlüsse, was zu einem weiteren Anstieg der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte führte. Diese Preissteigerungen auf der Erzeugerebene schlugen sich auch in den Verbraucherpreisen nieder, was zu einer verstärkten Konsumzurückhaltung führte und den Kostendruck für Unternehmen erhöhte.

Quelle: Destatis, www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf

B. 1.2 Geschäftsverlauf

B. 1.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz der RHT ist im Geschäftsjahr 2023 um 1.025 T€ (1,6 %) auf 66.460 T€ (Vorjahr: 65.435 T€) gestiegen. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus Neukundengeschäft und aus im Berichtsjahr stattgefundenen Preisanpassungen in Folge von Kostensteigerungen.

Das Sendungsvolumen stieg korrespondierend zum Umsatz um 1,4 %.

Unsere letztjährige Prognose mit einem Umsatzwachstum von 8 % wurde verfehlt. Gründe hierfür waren hauptsächlich geringer als erwartetes Neukundengeschäft sowie eine weiterhin anhaltende wirtschaftlich bedingte geringere Investitionsbereitschaft bei den Endkunden.

B. 1.2.2 Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 2.235 T€ (Vorjahr: 2.282 T€) getätigt. Es wurden Abschreibungen in Höhe von 698 T€ (Vorjahr: 632 T€) vorgenommen.

Die Investitionen erfolgten primär in Einbauten und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung für die neue am 01.05.2023 eröffnete Trainingsakademie (TTC - Technical Training Center) am Standort Niederaula. Zudem wurden Investitionen in den Fuhrpark vorgenommen.

Den Investitionen standen Anlagenabgänge mit historischen Anschaffungskosten in Höhe von 397 T€ (Vorjahr: 594 T€) gegenüber, welche im Wesentlichen aus Fuhrparkverkäufen resultierten.

B. 1.2.3 Finanzierungsmaßnahmen

Die RHT ist an den Cash-Pool der Rhenus SE & Co. KG angebunden. Zum Bilanzstichtag bestehen Cash-Pool-Forderungen in Höhe von 1.136 T€ (Vorjahr: 918 T€).

Darüber hinaus verkauft die RHT Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed Securitization Transaktion in Höhe von 3.737 T€ (Vorjahr: 4.111 T€). Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Risiken könnten sich aus Kündigungsrechten ergeben.

B. 1.2.4 Personal

Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter:innen hat unverändert höchste Priorität. Insgesamt wurden geeignete Maßnahmen ergriffen, die Gesundheit eines jeden Einzelnen zu schützen, den Fortbestand unseres Unternehmens zu gewährleisten und somit die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter:innen dauerhaft zu sichern.

Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter:innen reduzierte sich im Berichtsjahr um 20 Mitarbeiter:innen (- 4,5 %) auf durchschnittlich 423Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 443). Davon waren 167 kaufmännische Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 184), 206 gewerbliche Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 214), 28 Aushilfen (Vorjahr: 26) und 22 Auszubildende (Vorjahr: 19) im Unternehmen beschäftigt. Der Personalaufwand in Höhe von 19.322 T€ lag mit 6,2 % unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 20.600 T€) aufgrund der reduzierten Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter:innen und einer gegenüber Vorjahr geringerer Zuführung in die Pensionsrückstellung.

Im Berichtsjahr wurden drei weitere Betriebsvereinbarungen (BV) geschlossen: Über die Einführung und den Betrieb einer einheitlichen Erfassung von Urlaubsanträgen über das System Atoss; eine BV zur Regelung von Grundurlaub sowie eine BV zum betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM).

B. 1.2.5 Qualität- und Umweltmanagement

Die Rhenus High Tech GmbH ist nach ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagement), ISO 14001:2015 (Umweltmanagement) und ISO 50001:2018 (Energiemanagement) zertifiziert. Die Standorte der (ehemaligen) RHTT wurden in 2022 nach erfolgreicher Auditierung durch die TÜV NORD CERT GmbH in das Matrixzertifikat der Rhenus Gruppe integriert und gemäß ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagement) sowie ISO 50001:2018 (Energiemanagement) zertifiziert. Die Zertifizierung der Standorte Leipzig und Nürnberg gemäß ISO 14001:2015 (Umweltmanagement) wurde für das Jahr 2023 zurückgestellt und ist für das Geschäftsjahr 2024 geplant.

Alle RHT Standorte beziehen CO 2 neutralen Strom / Ökostrom. In 2024 wird eine große E-Ladesäule in Stuttgart neben den bereits bestehenden 4 E-Ladesäulen in Niederaula installiert. Die Umrüstung auf Pool-Elektrofahrzeuge schreitet weiter voran, wobei Leipzig und Bochum bereits 2023 mit einem Fahrzeug ausgestattet wurden, während Nürnberg dieses in 2024 erhält. In Bochum wird das Pool-Elektrofahrzeug mit Krefeld geteilt, in Groß-Gerau wurde hierfür eine Bestellung getätigt, zudem ist dort die Installation von zwei Wallboxen geplant.

Die Testphase für den Elektro-LKW in Stuttgart wurde bestätigt, was einen Start im Jahr 2024 ermöglicht. Es ist geplant, von Krefeld nach Hilden umzuziehen, wodurch der Zugang zu Strom aus einer PV-Anlage gewährleistet wird. Zudem sollen dann in Hilden zu den bereits bestehenden 7 E-Ladesäulen noch weitere 6 E-Ladesäulen installiert und angeschlossen werden.

Eine Erweiterung der Erfassung der CO 2 -Emissionen in Cozero (Tool zur Erfassung und Management von Emissionen) ist geplant, um auch Dienstreisen mit PKW, Flugzeug und Bahn sowie entsorgte Verpackungsabfälle zu erfassen.

Die Strom- und Gasverbräuche der RHT haben sich reduziert, wobei der Stromverbrauch um 8,2 % und der Gasverbrauch um 0,7 % gesunken ist.

Weitere Energieeinsparmaßnahmen sind gemäß EnSimiMaV (Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über mittelfristig wirksame Maßnahmen) für 2024 in Vorbereitung. Wie die Rhenus Gruppe insgesamt hat auch die RHT das Ziel, ihre Dienstleistungen spätestens ab 2045 CO 2 neutral zu erbringen. Die CO 2 -Emissionen werden entsprechend gemessen und Maßnahmen zur stetigen Verringerung entwickelt. Den Auftraggebern bietet die RHT Auswertungen zu sendungsbezogenen CO 2 Emissionen durch sog. Customer Dashboards an.

Das mobile Arbeiten begünstigt positiv die Auswirkungen ökologischer Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes im Betrieb. Zudem forciert die RHT die Digitalisierung und leistet hierdurch einen weiteren positiven Beitrag zum Umweltschutz in Form von Einsparung von Ressourcen.

B. 1.2.6 Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Der RHT Standort in Dortmund wurde im Januar 2023 geschlossen. Die operativen Aktivitäten werden seit Februar 2023 am neuen RHT Standort in Bochum ausgeführt.

In 2023 wurde die Trainingsakademie (TTC - Technical Training Center) in Niederaula fertiggestellt und am 01.05.2023 eröffnet. Das TTC bietet auf 1.000 qm Schulungs- & Aufenthaltsfläche, in der jährlich mehrere Hundert Monteure und Techniker geschult werden können. Insbesondere im Hightech-Sektor und der Medizintechnik ist eine umfangreiche und regelmäßige Schulung der Fahrerteams erforderlich, um den Umgang mit den technisch anspruchsvollen Gütern in höchster Qualität zu gewährleisten. Die RHT setzt damit konsequent den strategischen Fokus auf die Themen Kompetenz und Qualitätsführerschaft fort.

B. 2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

B. 2.1 Vermögens- und Finanzlage

Die Gesellschaft hat nach einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -3.348 T€ im Vorjahr im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 477 T€ erzielt, wodurch sich das Eigenkapital zum Bilanzstichtag auf 3.619 T€ (Vorjahr: 3.143 T€) erhöhte. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 22,4 % (Vorjahr: 19,3 %).

Das Anlagevermögen beträgt zum Stichtag 5.683 T€ (Vorjahr: 5.152 T€) und setzt sich im Wesentlichen aus Sachanlagevermögen in Höhe von 3.813 T€ (Vorjahr: 2.282 T€) und Finanzanlagen in Höhe von 1.870 T€ (Vorjahr: 2.870 T€) zusammen. Die Zunahme des Sachanlagevermögens um 1.532 T€ resultiert hauptsächlich aus Investitionen in die neue Trainingsakademie (TTC - Technical Training Center) am Standort Niederaula sowie Investitionen in den Fuhrpark. Die Finanzanlagen betreffen vor allem Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 1.700 T€ (Vorjahr: 2.700 T€). Im Berichtsjahr fand hier eine Tilgung in Höhe von 1.000 T€ statt. Zudem enthalten die Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 170 T€ (Vorjahr: 170 T€).

Das Umlaufvermögen in Höhe von 7.802 T€ (Vorjahr: 7.922 T€) beinhaltet primär Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (4.753 T€; Vorjahr: 5.205 T€), Forderungen gegen verbundene Unternehmen (1.177 T€; Vorjahr: 921 T€), Forderungen gegen Gesellschafter (1.136 T€; Vorjahr: 918 T€) und sonstige Vermögensgegenstände (735 T€; Vorjahr: 815 T€). Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert aus einer Verbesserung des Zahlungsverhaltens der Kunden. Ursache für den Anstieg der Forderungen gegen Gesellschafter, die ausschließlich aus Cash-Pool-Forderungen bestehen, ist im Wesentlichen der aufgrund der reduzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verbesserte Cash-Flow.

Die langfristigen Fremdmittel bestehen aus zurückgestellten Pensionsverpflichtungen in Höhe von 4.143 T€ (Vorjahr: 4.185 T€).

Die kurzfristigen Fremdmittel bestehen vor allem aus sonstigen Rückstellungen in Höhe von 4.754 T€ (Vorjahr: 4.377 T€) und Verbindlichkeiten in Höhe von 3.654 T€ (Vorjahr: 4.419 T€), davon hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.225 T€ (Vorjahr: 2.199 T€), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 719 T€ (Vorjahr: 1.381 T€) und sonstige Verbindlichkeiten 604 T€ (Vorjahr: 715 T€).

2023 2022
Bilanzsumme (in T€) 16.172 16.264
EBITDA (in T€) 1.703 -1.112
Cashflow (in T€) 1.660 -1.174
Cashflow-Rate (Cashflow / Umsatzerlöse) 2,5% -1,8 %

Das EBITDA stieg im Zuge der Ergebnisverbesserung auf 1.703 T€ (Vorjahr: -1.112 T€). Der vereinfacht berechnete Cashflow, als Ergebnis vor Steuern plus Abschreibungen, verbesserte sich dadurch auf 1.660 T€. Die Cashflow-Rate stieg auf dieser Basis auf 2,5 %.

2023 2022
Liquidität 1. Grades 0,1 0,1
Liquidität 2. Grades 0,9 0,9
Liquidität 3. Grades 0,9 0,9

Die liquiden Mittel sind zwar leicht gestiegen, jedoch haben sich sowohl die kurzfristigen Forderungen als auch kurzfristigen Verbindlichkeiten reduziert, so dass sich die Liquiditätskennzahlen nicht verändert haben.

B.2.2 Ertragslage

2023 2022
Jahresfehlbetrag / -überschuss (in T€) 477 -3.348
Wertschöpfung (Umsatz ./. Materialaufwand, in T€) 36.805 36.158
Wertschöpfungsquote (Wertschöpfung/Umsatz, in %) 55,4 55,3
Personalkostenquote (in % von der Wertschöpfung) 52,5 57,0
Umsatzrentabilität (in %) 0,7 -5,1
DB III (in T€ 1 ) 975 -1.125
DB III (in % von der Wertschöpfung) 2,6 -3,1
DB III (in % vom Umsatz) 1,5 -1,7

Das Jahresergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2023 um 3.825 T€ auf 477 T€ und ist wie letztjährig prognostiziert deutlich über Vorjahresniveau. Die außerplanmäßige Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von -1.970 T€ hat das Jahresergebnis im Vorjahr wesentlich belastet.

Die Wertschöpfung in Höhe von 36.805 T€ lag zwar leicht über Vorjahreswert (Vorjahr: 36.158 T€), konnte jedoch nicht, wie erwartet, um 15 % gesteigert werden. Wesentliche Ursachen hierfür waren geringer als erwartetes Neukundengeschäft sowie noch anhaltende wirtschaftlich bedingte geringere Investitionsbereitschaft bei den Endkunden im Bestandsgeschäft. Die Fremdleistungen, welche ebenso aufgrund von Preisanpassungen gestiegen sind, haben sich proportional zu der Entwicklung der Sendungsmengen und des Umsatzes verhalten, so dass sich die Wertschöpfungsquote in Höhe von 55,4 % auf Vorjahresniveau (55,3 %) belief.

Die Personalkostenquote verbesserte sich im Berichtsjahr erwartungsgemäß nennenswert auf 52,5 % (Vorjahr: 57,0 %). Ursache hierfür ist bei einer nur leicht gestiegenen Wertschöpfung der deutlich reduzierte Personalaufwand. Der Rückgang im Personalaufwand erklärt sich durch die reduzierte Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter:innen (-4,5 %) und eine gegenüber Vorjahr geringere Zuführung in die Pensionsrückstellung.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der DB III um 2.100 T€ auf 975 T€ gestiegen (Vorjahr: -1.125 T€) und lag somit auf Budgetkurs. Dementsprechend verbesserte sich die DB III Rendite gemessen am Umsatz auf 1,5 % und gemessen an der Wertschöpfung auf 2,6 %.

Wesentliche Ursachen sowohl für die Verbesserung des Jahresergebnisses als auch der Kennzahlen und Renditen gegenüber dem Vorjahr waren im Berichtsjahr der Anstieg der Wertschöpfung aufgrund leicht gestiegener Auftragslage, die oben erwähnte Reduktion der Personalaufwendungen sowie Einsparungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere Kfz-Kosten, Mieten, Reisekosten und geringere Inanspruchnahme konzerninterner Dienstleistungen sowie der Entfall der außerplanmäßigen Abschreibung.

Nicht finanzielle Kennzahlen

2023 2022
Liefertreue in % 95,6 96,6
Schäden per Sendung in % 0,40 0,41

Die Liefertreue hat sich geringfügig auf 95,6 % (Vorjahr: 96,6 %) verringert. Die Schadensquote hat sich hingegen gegenüber Vorjahr auf 0,40 % (Vorjahr: 0,41%) leicht verbessert. Ursachen hierfür sind primär Prozessveränderungen bei der operativen Zusammenführung der beiden Gesellschaften RHT und RHTT (Verschmelzung in 2022).

B.3 Gesamtbeurteilung der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr

Wenngleich sich Umsatz und Wertschöpfung gegenüber Vorjahr verbessert haben, konnten die für das Berichtsjahr prognostizierten Umsatz- und Wertschöpfungsziele nicht erreicht werden. Ursachen hierfür waren im Wesentlichen geringes Neukundengeschäft sowie noch anhaltende wirtschaftlich bedingte geringere Investitionsbereitschaft bei den Endkunden. Die Wertschöpfungsquote konnte trotz Kostensteigerungen durch Vergütungsanpassungen bei den Subunternehmern/Netzwerkpartnern leicht gegenüber Vorjahr gesteigert werden.

Während Energie- und Treibstoffkosten auf einem hohen Niveau blieben, konnten durch konsequentes Kostenmanagement erhebliche Einsparungen im Lohn- und Gehaltsbereich sowie bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erzielt werden, so dass das Jahresergebnis gegenüber Vorjahr wesentlich verbessert wurde.

Zusammenfassend hat sich die RHT unter den allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen wie anhaltender Fachkräftemangel, hohe Inflationsraten und damit verbundene Kaufzurückhaltung bei den Endkunden im Berichtsjahr aus Sicht der Geschäftsführung zufriedenstellend entwickelt.

C Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

C.1 Risikomanagement

Die Gesellschaft ist ein Unternehmen der Rhenus-Gruppe. Das Risikomanagement ist gruppenweit implementiert, in dessen Rahmen in Workshops und durch regelmäßige Berichterstattung Risiken gezielt erfasst, systematisch bewertet und vorhandene sowie zukünftige Bewältigungsstrategien geprüft werden.

C.2 Bestehende Niederlassungen

Die Rhenus High Tech GmbH mit Sitz in Holzwickede verfügt über eigene Niederlassungen in Augsburg, Dortmund (bis 01/2023, danach Umzug nach Bochum), Bochum (seit 02/2023), Frankfurt, Hannover, Krefeld, Leipzig, Niederaula, Nürnberg und Stuttgart.

D Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

D.1 Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

D.1.1 Chancen

Nach erfolgter Abwärtsverschmelzung der alten Rhenus High Tech GmbH auf die Rhenus High Tech Transporte GmbH (RHTT, nunmehr Rhenus High Tech GmbH) im dritten Quartal 2022 wurde die Voraussetzung für eine noch engere Zusammenführung der sowohl operativen als auch administrativen Prozesse der beiden vorher getrennten Gesellschaften geschaffen. Zusätzliche Synergien und Produktivitätsvorteile in allen Bereichen, insbesondere durch weitere Netzwerkverdichtungen, werden zukünftig erwartet. Zudem wurde durch die Verschmelzung der Marktauftritt gegenüber Kunden und Dienstleistern vereinheitlicht und der Zusammenhalt der Belegschaft beider Gesellschaften gestärkt.

Die von der ehemaligen RHTT schon vor der Verschmelzung gehaltene Beteiligung an der TENESO Europe SE ermöglicht der RHT als auch den Gesellschaften innerhalb der Rhenus-High-Tech-Gruppe den Zugang zum TENESO-Netzwerk (europäischer Netzwerkverbund für speditionelle High Tech Dienstleistungen), wodurch die europäische Präsenz weiter ausgebaut werden kann.

Die RHT nutzt die fortlaufende Digitalisierung, um die logistischen Prozesse bei der Lagerverwaltung, beim Transport oder bei dem Kommunikations- und Datenaustausch mit den Kunden und Endkunden kontinuierlich zu verbessern, wodurch Synergieeffekte für die Gesellschaft und Mehrwerte für die Kunden entstehen.

Darüber hinaus sieht die Geschäftsführung durch den weiter fortschreitenden technologischen Wandel sowie das Umdenken im Segment der erneuerbaren Energien und der E-Mobilität gute Möglichkeiten zum zukünftigen Ausbau der Geschäftsaktivitäten bzw. Dienstleistungsbereiche für die Gesellschaft.

Dadurch wird sich die RHT voraussichtlich weiter vom Wettbewerb differenzieren und weist so aus Sicht der Geschäftsführung nachhaltig ein sehr gutes Wachstumspotenzial auf.

D.1.2 Risiken

Die Gesellschaft erwirtschaftete 2023 mit den TOP 15 Kunden 43,8 % (Vorjahr 43,5 %) des Gesamtumsatzes, der überwiegend mit einem hohen Anteil von Subunternehmern ausgeführt wird, so dass die RHT bei Auftragsrückgängen oder Kundenverlusten flexibel reagieren kann. Diese Risikostreuung führt zu einer geringen und überschaubaren Kundenabhängigkeit.

Auch im Berichtsjahr wurden in der Ukraine und in Russland keine unmittelbaren Auftragsrückgänge erwartet, da in dieser Region kein Umsatz von der RHT erwirtschaftet wird. Allerdings beziehen einige unserer Kunden Rohstoffe und Vorprodukte für die Herstellung ihrer Produkte aus der Ukraine und Russland. Die Materialengpässe und Rohstoffknappheit, die daraus resultieren, könnten teilweise zu Produktionsausfällen bei unseren Kunden führen. Dies wiederrum würde sich negativ auf das Sendungsvolumen der RHT auswirken.

Gleiches gilt für die hohe Abhängigkeit zu China bei bestimmten Produktgruppen, wie u.a. IT-Hardware, Platinen und Leiterplatten. Verbunden mit der politisch angespannten Situation, sind Lieferengpässe und Produktionsrückgänge ein latentes Risiko.

Allgemeine Risiken sind abhängig von der Entwicklung des Ölpreises und der des Euro. Der Ukraine-Krieg hat im Jahr 2022 zu erheblichen Kostensteigerungen bei Kraftstoffen und sonstigen Energiekosten geführt. Auch wenn der Markt derzeit Anzeichen einer Entspannung zeigt, verbleiben die Kraftstoffkosten auf einem sehr hohen Niveau. Um Kostensteigerungen auszugleichen, werden Preisanpassungen (Diesel-Floater) vorgenommen und intensive Verhandlungen mit Kunden und Subunternehmern geführt.

Der anhaltende Fachkräftemangel, insbesondere im Fahrbereich und in der Disposition, bleibt eine der bedeutendsten Herausforderungen für die Logistikbranche. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wurden Förderprogramme für Nachwuchs- und Führungskräfte in einer Vielzahl von Fachbereichen implementiert. Zusätzlich dazu verzeichnet das Unternehmen eine konstant hohe Ausbildungsquote und investiert in kontinuierliche Schulungen für Mitarbeiter:innen, um Risiken in den Arbeitsabläufen zu minimieren.

Ausfallrisiken bei den Forderungen sind durch permanentes Monitoring der Außenstände nur zu einem geringen, marktüblichen Maße gegeben. Zudem sind eine Vielzahl der größten Kunden über eine Warenkreditversicherung versichert.

Der fortlaufende Klimawandel könnte Restriktionen durch politische Maßnahmen im Umweltschutz nach sich ziehen, insbesondere durch die Einrichtung von Umweltzonen in städtischen Gebieten auf der letzten Meile.

Zur Reduzierung von Cyber- und IT-Risiken ist die Gesellschaft in das konzernweite Risikomanagement der Rhenus SE & Co. KG eingebunden. Darüber hinaus werden Datenschutzrisiken durch die Beauftragung eines Datenschutzbeauftragten reduziert. Im Berichtsjahr gab es zu den vorstehenden Risiken keine nennenswerten Vorkommnisse.

Durch die Anbindung an den Cash-Pool der Rhenus SE & Co. KG ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit sichergestellt. Den Geschäftsführern der RHT sind zurzeit keine Risiken bekannt, die den Bestand der Gesellschaft insgesamt gefährden könnten.

D.2 Prognosebericht

Das ifo Institut hat seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 von 1,4 % auf 0,9 % gesenkt. Für 2025 wird eine leichte Beschleunigung auf 1,3 % erwartet, im Vergleich zu bisherigen Vorhersagen von 1,2 %. Erklärung hierfür ist die schwächere Entwicklung im letzten Quartal 2023, was sich auch auf das kommende Jahr auswirken wird. Die derzeitige Unsicherheit verzögert die wirtschaftliche Erholung, da sie die Sparneigung der Verbraucher erhöht und die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und Haushalten verringert.

Die unklare Situation bezüglich des Bundeshaushalts nach dem Urteil des Verfassungsgerichts verstärkt diese Verzögerung. Trotzdem sind die Weichen grundsätzlich auf Erholung gestellt, da die Löhne kräftig steigen und die Beschäftigung auf einem Rekordniveau liegt, was zu einer Wiederbelebung der Kaufkraft und der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage führen sollte. Zudem haben wir die Höchststände beim Zinsniveau hinter uns gelassen.

Der Preisauftrieb verlangsamt sich, und es wird erwartet, dass die Inflationsrate im zweiten Halbjahr 2 % erreicht, hauptsächlich aufgrund sinkender Energiepreise. Allerdings wird die Inflation bei konsumnahen Dienstleistungen noch eine Weile deutlich über 3 % liegen, da hier kräftige Lohnsteigerungen zu verzeichnen sind.

Quelle: www.ifo.de/pressemitteilung/2023-12-14/ifo-institut-kuerzt-prognose-fuers-wachstum-2024-auf-09-prozent

Die Geschäftsführung der RHT rechnet für das Geschäftsjahr 2024 mit einer zufriedenstellenden Entwicklung. Das Umsatzwachstum gegenüber 2023 wird in Höhe von 7,5 % prognostiziert. In der Umsatzprognose sind sowohl Wachstum mit Bestandskunden und Neukundenumsatz als auch Preiserhöhungen eingeflossen. Kostensteigerungen bei dem Fremdleistungseinkauf, den Kraftstoffen, Personalkosten und sonstigen Energie- und operativen Kosten (inklusive Mautkostenerhöhung) werden sich in der Steigerung des Umsatzes durch Preisanpassungen widerspiegeln. Für die Wertschöpfung wird eine Steigerung von 12 % gegenüber dem Berichtsjahr erwartet. Auch für die Wertschöpfungsquote wird für 2024 ein leichter Anstieg gegenüber dem Berichtsjahr prognostiziert. Gründe hierfür sind ein veränderter Kundenmix sowie Preiserhöhungen. Die Personalkostenquote wird sich gegenüber dem Berichtsjahr leicht erhöhen. Gründe hierfür sind im Wesentlichen der geplante Aufbau zusätzlicher Stellen im Fahrerbereich und der Montage, geplante Lohn- und Gehaltsanpassungen sowie Auszahlungen von Inflationsausgleichsprämien. Unter Berücksichtigung der zu erwartenden Wertschöpfung sowie Kostensteigerungen prognostiziert die Geschäftsführung für das Jahr 2024 einen DB III und ein Jahresergebnis sowie Renditen gegenüber Wertschöpfung und Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres.

Um die Schadensentwicklung und die Liefertreue weiterhin moderat zu verbessern, werden verbesserte Lagerorganisation, kontinuierliche Schulungs- und Trainingsmaßnahmen sowie regelmäßige Audits in den Niederlassungen umgesetzt, was letztendlich zu einer höheren Kundenzufriedenheit und einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit führen soll.

 

Holzwickede, den 19. März 2024

Rhenus High Tech GmbH

Geschäftsführung

Patrick Renziehausen

Sven Markus

Michael Paatz

1 DB III in T€ = Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag zzgl. Steuern vom Einkommen und Ertrag zzgl. außerordentlicher und neutraler Aufwendungen, Pensionsaufwendungen abzgl. außerordentlicher Erträge, neutraler Erträge und Beteiligungserträge, kalkulatorischer Zentralumlage multipliziert mit kalkulatorischen Steuern i.H.v. 34 % .

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 84,00
0,00 84,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.091.830,00 281.214,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.858,00 865,00
3. Fuhrpark 690.765,00 336.033,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.332.656,00 1.443.230,00
5. Anlagen im Bau 664.076,00 220.314,22
3.813.185,00 2.281.656,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 170.000,00 170.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.700.000,00 2.700.000,00
3. Beteiligungen 1,00 1,00
1.870.001,00 2.870.001,00
5.683.186,00 5.151.741,22
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 62.543,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.753.245,62 5.204.963,47
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.176.705,26 920.500,97
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.136.299,17 917.897,59
4. Sonstige Vermögensgegenstände 734.570,15 814.555,44
7.800.820,20 7.857.917,47
III. Kassenbestand 1.185,99 1.507,86
7.802.006,19 7.921.968,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.861,89 27.251,51
D. Aktive latente Steuern 2.667.056,32 3.162.907,62
16.172.110,40 16.263.868,98

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 8.784.212,90 8.784.212,90
III. Gewinnvortrag -5.666.487,91 -2.318.502,53
IV. Jahresüberschuss (Vorjahr Jahresfehlbetrag) 476.668,93 -3.347.985,38
3.619.393,92 3.142.724,99
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.142.906,27 4.185.444,27
2. Steuerrückstellungen 2.375,94 139.620,60
3. Sonstige Rückstellungen 4.753.781,32 4.377.113,84
8.899.063,53 8.702.178,71
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.500,00 3.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.224.751,90 2.199.438,77
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 718.593,79 1.380.835,50
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 104.359,93 121.073,25
5. Sonstige Verbindlichkeiten 604.447,33 714.617,76
(davon aus Steuern € 391.573,41; Vorjahr € 306.459,43)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00; Vorjahr € 3.008,37)
3.653.652,95 4.418.965,28
16.172.110,40 16.263.868,98

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 66.459.999,47 65.435.239,88
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.775.638,74 1.574.406,67
3. Gesamtleistung 68.235.638,21 67.009.646,55
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogenen Waren -1.643.506,36 -1.921.647,11
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -28.011.184,12 -27.355.987,69
-29.654.690,48 -29.277.634,80
5. Rohergebnis 38.580.947,73 37.732.011,75
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.846.780,82 -16.636.237,33
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.475.404,35 -3.964.171,30
(davon für Altersversorgung € 64.764,25; Vorjahr € 418.305,10)
-19.322.185,17 -20.600.408,63
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -697.996,65 -631.740,83
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -17.555.832,77 -18.244.025,10
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 81.723,10 44.420,85
(davon aus verbundenen Unternehmen € 81.723,10; Vorjahr € 44.420,85)
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.263,04 1.000,53
(davon aus verbundenen Unternehmen € 32.263,04; Vorjahr 474,73)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -1.969.899,75
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -156.698,74 -106.708,06
(davon an verbundene Unternehmen € 6.990,76; Vorjahr € 16.824,57)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 38.954,21; Vorjahr € 94.300,10)
13. Ergebnis vor Steuern 962.220,54 -3.775.349,24
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -485.551,61 427.363,86
(davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern 495.851,30 €; Vorjahr Ertrag 426.296,20 €)
15. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss (Vorjahr Jahresfehlbetrag) 476.668,93 -3.347.985,38

Anhang für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023

Rhenus High Tech GmbH, Holzwickede

Amtsgericht Hamm HRB 10073

I. GRUNDLAGEN

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte gemäß § 267 Abs. 3 und 4 HGB nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften, der weiteren rechtsformspezifischen Vorgaben, etwaigen gesellschaftsindividuellen Vorgaben sowie der Rethmann-Bilanzierungsrichtlinien.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEIS-METHODEN

Die Gliederungsschemata gemäß §§ 266 und 275 HGB wurden zur verbesserten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage um folgende Positionen geändert:

In der Bilanz:

gesonderter Ausweis des Fuhrparks innerhalb der Sachanlagen;

gesonderter Ausweis der Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

In der Gewinn- und Verlustrechnung:

Eingefügte Zwischensummen: Gesamtleistung, Rohergebnis, Ergebnis vor Steuern

Wegfall des Ausweises der sonstigen Steuern.

Die sonstigen Steuern werden zwecks Anpassung an international übliche Darstellungsmethoden nicht als eigenständige Position nach dem Ergebnis nach Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Diese sind in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils die entsprechenden Vorjahresbeträge angegeben.

Aktiva:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Der in 2011 erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde über 5 Jahre abgeschrieben, im Zugangsjahr zeitanteilig. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet.

Die Abschreibung erfolgt näherungsweise dem tatsächlichen Nutzungsverlauf. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Lediglich im Bereich der Fahrzeuge wird degressiv abgeschrieben, da dies dem tatsächlichen Entwertungsverlauf entspricht. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:

Bauten auf fremden Grundstücken 10-20 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 6-20 Jahre
Fuhrpark 6-11 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre

Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Dem Vermögensgegenstand direkt zurechenbare Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und den aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens verbucht.

Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 250 € (bis 2017: 150 €) werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € (bis 2017: 150 €) und 800 € (bis 2017: 410 €) werden aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben. Im Anlagengitter wird ein Totalabgang nach Ablauf von 6 Jahren unterstellt.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet, in Einzelfällen mit dauerhafter Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bewertet.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge Rechnung getragen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren wird die Durchschnittsmethode angewandt.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) vorgenommen.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

Die Rückdeckungsversicherungsansprüche werden aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem Deckungskapital bewertet.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen worden, die dem Zugriff anderer Gläubiger dauerhaft entzogen sind. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrags zzgl. eines vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückstellungen entspricht. Dieser wird mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Vermögenswert die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, sofern sie sich in einem Zeitraum von 5 Jahren voraussichtlich realisieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt. Der Ausweis erfolgt dann unter den aktiven latenten Steuern.

Passiva:

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung der Heubeck Richttafeln 2018 G und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,69 % p.a. (Vorjahr: 1,62 % p.a.) bewertet. Es handelt sich um eine Prognose des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine Restlaufzeit wie im Vorjahr von 12 Jahren, die der zu erwartenden durchschnittlichen Duration der Verpflichtung entspricht. Bei Löhnen und Gehältern wird eine dynamische Entwicklung von 3,10 % p.a. (Vorjahr: 2,90 %) angenommen. Weiterhin wird eine dynamische Entwicklung der Renten in Höhe von 2,60 % p.a. (Vorjahr: 2,40 %) sowie eine Fluktuation wie im Vorjahr von 2,0 % p.a. unterstellt.

Bei der Bildung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.

Sonstige langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird, abgezinst.

Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Währungsumrechnung:

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr in fremder Währung werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Entstehende Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen:

Das Anlagengitter gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist dem Anhang als Anlage I beigefügt.

Eine Übersicht über die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) nach § 271 Abs. 1 HGB, ist dem Anhang als Anlage II beigefügt.

Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderungen wurden in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 1.970 T€) bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.177 T€ (Vorjahr: 921 T€).

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin Rhenus SE & Co. KG bestehen wie im Vorjahr aus dem Cash-Pooling in Höhe von 1.136 T€ (Vorjahr: 918 T€). Es handelt sich wie im Vorjahr um Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Aktive Latente Steuern:

Der in der Bilanz gem. § 274 Abs. 1 HGB gesondert ausgewiesene aktive Abgrenzungsposten für latente Steuern setzt sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Geschäfts- oder Firmenwerte, des Sachanlagevermögens, der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen zusammen. Weiterhin sind realisierbare Verlustvorträge berücksichtigt worden. Die Bewertung der temporären Differenzen und der steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz für KSt und GewSt von 30,76 % (Vorjahr: 30,59 %).

Eigenkapital:

Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 25 T€.

Im Eigenkapital ist ein Betrag von 2.667 T€ (Vorjahr: 3.163 T€) aus der Aktivierung latenter Steuern sowie ein Betrag von 34 T€ (Vorjahr: 189 T€) aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen zur Ausschüttung gesperrt.

Pensionsrückstellungen:

Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag setzt sich zusammen aus Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von 338 T€ (ursprüngliche Anschaffungskosten 338 T€) sowie Pensionsrückstellungen in Höhe von 4.481 T€ (Vorjahr: 4.522 T€). Aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen resultiert zum 31.12.2023 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 34 T€.

Rückstellungen:

Die sonstigen Rückstellungen wurden vor allem für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, ausstehende Eingangsrechnungen, Schadensersatz- und Abrissverpflichtungen gebildet.

Verbindlichkeiten:

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 719 T€ (Vorjahr: 1.381 T€).

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Rhenus SE & Co. KG in Höhe 104 T€ (Vorjahr: 121 T€) handelt es sich wie im Vorjahr um Verbindlichkeiten auf Lieferungen und Leistungen. Es handelt sich hierbei wie im Vorjahr um Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen.

Weitere Angaben zur Bilanz:

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von 477 T€ soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse:

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:

2023
T€
2022
T€
Contract Logistics 64.896 63.001
Handelserlöse 7 549
sonstige Erlöse 1.557 1.885
66.460 65.435

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach den geografischen Märkten auf:

2023
T€
2022
T€
Deutschland 51.188 51.214
EU außer Deutschland 12.512 11.700
Übriges Ausland 2.760 2.251
66.460 65.435

Sonstige betriebliche Erträge:

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Wechselkurseffekte wie im Vorjahr in Höhe von 1 T€ (Vorjahr 1 T€).

Periodenfremde Erträge:

In der Position sonstige betriebliche Erträge der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde Erträge enthalten: Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen 16 T€ (Vorjahr: 33 T€), Erträge aus der Auflösung von Pauschalwertberichtigungen 0 T€ (Vorjahr: 2 T€), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.024 T€ (Vorjahr: 943 T€), Buchgewinne aus Anlagenabgängen in Höhe von 75 T€ (Vorjahr: 55 T€) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 16 T€ (Vorjahr: 49 T€).

Sonstige betriebliche Aufwendungen:

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Wechselkurseffekte wie im Vorjahr in Höhe von 1 T€ sowie sonstige Steuern in Höhe von 63 T€ (Vorjahr: 56 T€).

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen:

Es wurden Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 1 T€ (Vorjahr: 10 T€) mit Aufzinsungen auf Pensionsrückstellungen in Höhe von 28 T€ (Vorjahr: 74 T€) saldiert.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag:

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen aus latenter Körperschaftsteuer in Höhe von 224 T€ (Vorjahr Ertrag: 282 T€) und latenter Gewerbesteuer in Höhe von 272 T€ (Vorjahr Ertrag: 144 T€) enthalten.

V. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES

Zwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

VI. ERGÄNZENDE ANGABEN

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte:

Eine abgeschlossene Asset-Backed-Securities-Vereinbarung stellt einen echten revolvierenden Forderungsverkauf dar und bewirkt auf der Aktivseite der Bilanz eine Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und eine Zunahme der liquiden Mittel. Da das Hauptkonto der Gesellschaft in den Cash-Pool der Rhenus SE & Co. KG einbezogen ist, schlägt sich dies in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen nieder. Der Saldo der verkauften Forderungen beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 3.737 T€ (Vorjahr: 4.111 T€). Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen gegen die Finanzierungsgesellschaft aus vorläufig einbehaltenen Zins- und Risikoabschlägen (Loss-, Dilution und Yield-Reserve) belaufen sich auf 337 T€ (Vorjahr: 378 T€). Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Risiken könnten sich aus Kündigungsrechten ergeben.

Arbeitnehmerzahlen:

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 167 184
gewerbliche Mitarbeiter 206 214
Aushilfen 28 26
Summe Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB 401 424
Auszubildende 22 19
Gesamtsumme 423 443

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:

Restlaufzeiten
Gesamt
T€
≤ 1 Jahr
T€
> 1 Jahr
T€
davon > 5 Jahre
T€
aus Miet- und Pachtverträgen 9.391 2.720 5.948 723
davon mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
aus Leasingverträgen 1.601 696 905 0
davon mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
10.992 3.416 6.853 723

Gesamthonorar des Abschlussprüfers:

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:

Honorar für T€
Abschlussprüfungsleistungen 45
Steuerberatungsleistungen 8
Summe 53

VII. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN

Mitgliedschaft im Konzern:

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Rhenus SE & Co. KG mit Sitz in Holzwickede, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG mit Sitz in Selm, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG ist der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister zu übermitteln.

Die Gesellschaft nimmt die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gem. § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch.

VIII. ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANEN

Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehören an:

 

Sven Markus, Augsburg

Geschäftsführer der Rhenus High Tech GmbH

 

Patrick Renziehausen, Salzhemmendorf

Geschäftsführer der Rhenus Special Delivery GmbH & Co. KG

 

Michael Paatz, Lüdinghausen

Geschäftsführer der Rhenus Overland Services GmbH (ab 11.12.2023)

Auf die Angabe der Vergütung für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Holzwickede, den 19. März 2024

Rhenus High Tech GmbH

Die Geschäftsführung

Sven Markus

Patrick Renziehausen

Michael Paatz

Anlagengitter für das Geschäftsjahr 2023

Anlage I zum Anhang

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 107.581,85 0,00 0,00 0,00 107.581,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.889.753,47 0,00 0,00 0,00 9.889.753,47
9.997.335,32 0,00 0,00 0,00 9.997.335,32
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 519.389,42 746.480,00 220.314,22 0,00 1.486.183,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.088,86 35.826,42 0,00 0,00 44.915,28
3. Fuhrpark 1.790.405,46 504.773,18 0,00 303.283,02 1.991.895,62
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.301.415,20 283.555,83 0,00 94.215,02 4.490.756,01
5. Anlagen im Bau 220.314,22 664.076,00 -220.314,22 0,00 664.076,00
6.840.613,16 2.234.711,43 0,00 397.498,04 8.677.826,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.601.899,75 0,00 0,00 0,00 2.601.899,75
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.700.000,00 0,00 0,00 1.000.000,00 1.700.000,00
3. Beteiligungen 1,00 0,00 0,00 0,00 1,00
5.301.900,75 0,00 0,00 1.000.000,00 4.301.900,75
22.139.849,23 2.234.711,43 0,00 1.397.498,04 22.977.062,62
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 107.497,85 84,00 0,00 107.581,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.889.753,47 0,00 0,00 9.889.753,47
9.997.251,32 84,00 0,00 9.997.335,32
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 238.175,42 156.178,22 0,00 394.353,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.223,86 2.833,42 0,00 11.057,28
3. Fuhrpark 1.454.372,46 150.041,18 303.283,02 1.301.130,62
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.858.185,20 388.859,83 88.945,02 3.158.100,01
5. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.558.956,94 697.912,65 392.228,04 4.864.641,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.431.899,75 0,00 0,00 2.431.899,75
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.431.899,75 0,00 0,00 2.431.899,75
16.988.108,01 697.996,65 392.228,04 17.293.876,62
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 84,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 84,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.091.830,00 281.214,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.858,00 865,00
3. Fuhrpark 690.765,00 336.033,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.332.656,00 1.443.230,00
5. Anlagen im Bau 664.076,00 220.314,22
3.813.185,00 2.281.656,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 170.000,00 170.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.700.000,00 2.700.000,00
3. Beteiligungen 1,00 1,00
1.870.001,00 2.870.001,00
5.683.186,00 5.151.741,22

Anteile an verbundenen Unternehmen

Anlage II zum Anhang

Name/ Sitz Anteil
in %
Eigenkapital
in T€
Ergebnis
in T€
Jahr
Unmittelbare Beteiligungen
- Verbundene Unternehmen
HeBo GmbH Innovative Transportlogistik, Krefeld 100,00 167 3 2023
MTS Medizinischer Transport-Service GmbH, Willich 100,00 -65 1.143 2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Rhenus High Tech GmbH, Holzwickede

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rhenus High Tech GmbH, Holzwickede, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rhenus High Tech GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 26. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Oliver Zielewski, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 03.06.2024 festgestellt.

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