KRW Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ronald Binder seit 17.7.2012 | Geschäftsführer |
Regina Stoll seit 17.7.2012 | Geschäftsführer |
Andreas Blumenschein seit 8.11.2005 | Prokura |
Richard Stoll seit 4.2.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 20.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SRS-Stahl GmbHAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023SRS-Stahl GmbH, Augsburg1. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen des UnternehmensDie SRS- Stahl GmbH ist im Handelsregister unter HRB 20362, Amtsgericht Augsburg eingetragen. Der Gegenstand des Unternehmens ist der Handel, der Zuschnitt und die Anarbeitung von metallischen Halbzeugen. Sie unterhält am Firmensitz in Augsburg ihre einzige Produktionsstätte. Das Unternehmen besteht seit 1997 und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Bilanzstichtag 20 Angestellte (inkl. Geschäftsleitung) und 36 Arbeiter beschäftigt, davon 3 Leiharbeitnehmer. Die SRS-Stahl GmbH versteht sich als Spezialist im Stahlhandel, der sich mittels firmeneigenem Säge-, Fräs-, und Schleifzentrum inklusive vollautomatischem Hochregallager als höchst kompetenter und verlässlicher Partner der stahl- und metallverarbeitenden Industrie auszeichnet. Die Bevorratung von über 1.400 Tonnen verschiedenster Metalle (z.B. Edelstahl, Qualitätsstahl, pulvermetallurgischer Stahl, Werkzeugstahl u.v.m.) in über 80 Metallgütern ermöglicht eine just-in-time Bereitstellung der Produkte beim Industriekunden. Die individuelle metallurgische Fachberatung zur richtigen Werkstoffwahl und die Beratung bei Prozessoptimierung z.B. durch Outsourcing zeit- und materialintensiver Arbeitsschritte (beispielsweise Materialhandling, Schrupparbeiten etc.) zur Reduzierung von Fixkosten im Bereich Lager- und Produktionsflächen runden das Leistungsspektrum ab. Die Nähe zum Kunden genießt im Unternehmen einen hohen Stellenwert, und so steht vom Moment der Anfrage über die Auftragsannahme bis hin zur termingerechten Auslieferung ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung, um mit kurzer Reaktionszeit unter anderem auf Änderungswünsche, Anpassungen und Ergänzungen bei laufenden Aufträgen reagieren zu können. Die Ware wird dabei mittels firmeneigenen Fuhrparks, per Spedition und UPS kurzfristig an die Kunden ausgeliefert. Besonders eilige Aufträge, wie z.B. bei Werkzeugbruch, werden darüber hinaus mit dem SRS-Stahl-Express-Service bedient. 2. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf einschließlich Darstellung des Geschäftsergebnisses2.1. Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in DeutschlandDas preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft geriet damit im krisengeprägten Umfeld ins Stocken, was nicht zuletzt auf die immer noch hohen inflationsgetriebenen Preise auf allen Wirtschaftsebenen zurückzuführen ist. Das Statistische Bundesamt konstatiert in seiner Pressemitteilung (Nr. 019 vom 15.01.2024): "Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland geriet im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die - trotz der zuletzt erfolgten Rückgänge - nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland erschweren den Aufschwung. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. 2.2. Entwicklung der Branche im abgelaufenen GeschäftsjahrDie SRS-Stahl GmbH ist und versteht sich als Händler verschiedenster metallurgischer Produkte unterschiedlicher Anarbeitungsgrade und damit zusammenhängender Dienstleistungen. Als Händler belieferte das Unternehmen branchenübergreifend in 2023 über 1.200 Kunden unterschiedlichster Wirtschaftsbereiche, womit ein hoher Diversifizierungsgrad im Kundenstamm (nach Branchen) erreicht wurde. Generell ist das produzierende Gewerbe als Hauptabnehmer zu benennen. Kalenderbereinigt errechnet sich für 2023 ein Rückgang des BIP um 1,5% im Vergleich zum Vorjahr 2022. Dabei sank die Produktion in der Industrie um 0,7 %, in der Energieerzeugung um 15,0 % und im Baugewerbe um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr. Während die Produktion insgesamt bis Mai 2023 vergleichsweise stabil blieb, sank sie in den Folgemonaten abgesehen von einer Stagnation im August 2023 im saison- und kalenderbereinigten Vormonatsvergleich durchgängig. In der Industrie ging im Jahr 2023 vor allem die Produktion der energieintensiven Industriezweige (-10,2 % zum Vorjahr) zurück. Dazu gehört als größte Branche die chemische Industrie, deren Produktion im Jahr 2023 um 10,6 % niedriger lag als im Vorjahr. Hier war die Produktion bereits im Jahr 2022 infolge der gestiegenen Energiepreise stark gesunken. Im Jahresverlauf 2023 war dann bis zum deutlichen Rückgang im Dezember tendenziell eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau zu beobachten. Letztlich sank die Produktion in der chemischen Industrie im Jahr 2023 auf den niedrigsten Wert seit 1995. Im ebenfalls energieintensiven Bereich "Herstellung von Glas, Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden" war die Produktion im Jahr 2023 um 14,1 % niedriger als im Vorjahr. Hier setzte sich der Produktionsrückgang des Jahres 2022 weiter fort. Ähnlich war die Entwicklung in der Metallerzeugung und -bearbeitung, deren Produktion im Jahr 2023 um 3,5 % zum Vorjahr sank. Wesentlich beeinflusst wurde das Gesamtergebnis für die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Jahr 2023 auch durch den Rückgang in der Energieerzeugung. Diese war besonders um die Jahresmitte 2023 zeitweise auf ein sehr niedriges Niveau gesunken. Gründe hierfür dürften unter anderem ein niedriger Energiebedarf der Industrie und günstige Stromimportmöglichkeiten gewesen sein. In Deutschland ging vor allem die Stromerzeugung aus Kohle zurück. Auch die Abschaltung der letzten Atomkraftwerke Mitte April 2023 trug zum Rückgang bei. Positiv entwickelte sich dagegen die Stromerzeugung aus Windkraft, die 2023 ihren bisher höchsten Wert erreichte. Einen positiven Einfluss auf die Industrieproduktion hatte die Produktionsausweitung in der Automobilindustrie (+11,5 %). Die Hersteller von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen arbeiteten im Jahr 2023 einen Teil des zu Jahresbeginn noch sehr hohen Auftragsbestands ab, während die Neuaufträge im Jahr 2023 deutlich niedriger ausfielen als im Vorjahr. Trotz des Rückgangs im Jahresverlauf waren die Auftragsbestände in der Automobilindustrie im November 2023 in der längerfristigen Betrachtung aber noch auf einem hohen Niveau. 2.3 Entwicklung der SRS-Stahl GmbH im abgelaufenen GeschäftsjahrDie SRS-Stahl GmbH verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der sich ab dem II. Quartal 2023 zunehmend eintrübenden Konjunktur einen Umsatzrückgang in Höhe von 18,5% im Vergleich zum Vorjahr und erreichte absolut ein Jahresumsatzvolumen in Höhe von TEUR 17.483. Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf TEUR 1.075 (Vorjahr: TEUR 2.965), was einer Verminderung von 63,7% entspricht. Das Ergebnis vor Steuern lag bei TEUR 1.027, womit zum Vorjahresvergleich ein Rückgang, um ca. 65,0% zu verzeichnen war. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 59.486 Auftragspositionen abgewickelt (Vorjahr 57.108) und eine durchschnittliche Ausbringungsmenge pro Tag von 240,8 Positionen (Vorjahr: 229,4) erreicht. Die Anzahl der gewonnenen/verkauften Aufträge p.a. (man beachte: es handelt sich hier nicht um die bereits abgerechneten und im Umsatz enthaltenen Aufträge) erhöhte sich von 20.052 im Vorjahr zu 20.348 im Geschäftsjahr leicht, wobei zu beachten gilt, dass der durchschnittliche Auftragswert deutlich von EUR 1.059,98 auf EUR 851,80 sank. Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer/innen (nach HGB) reduzierte sich von 53 auf 50. 3. Darstellung der Lage3.1 Ertragslage
Der Umsatz der SRS-Stahl GmbH sank im abgelaufenen Geschäftsjahr um ca. 18,5%, was auf die deutliche Reduzierung der, im Vorjahr kriegsbedingt (Stichwort: Ukraine) sprunghaft gestiegenen Beschaffungspreise zurückzuführen ist. Gleichzeitig war eine von 56,5% auf 55,5% im Vergleich zum Vorjahr leicht sinkende Materialaufwandsquote zu verzeichnen. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich im Geschäftsjahr auf 18,0% (VJ 15,6%). Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg von 14,0% auf 17,0% an. Generell bleibt festzuhalten, dass mit den im Vergleich zum Vorjahr spürbar fallenden Beschaffungspreise ein ebenso spürbarer Umsatzrückgang bei jedoch nur leicht verminderter Produktionsmenge einherging. Die positiven Effekte der Fixkostendegression (Skaleneffekte) reduzierten sich in der Folge merklich, im Gegenzug kam durch die signifikante Teuerung vor allem der Kostenblöcke Personal und Energie ein zusätzlich negativer Gegenimpuls hinzu. Insgesamt stieg damit der Kostenanteil für rein operative Aufwendungen von 31,2% im Jahr 2022 auf 36,9% im Berichtsjahr. Das Ergebnis vor Steuern mit T€ 1.027 (VJ T€ 2.936) reduzierte sich deutlich um 65,0%, der Jahresüberschuss nach Steuern ebenso spürbar um 65,0%. 3.2 Vermögens- und Finanzlage
Die Eigenkapitalquote der SRS-Stahl GmbH belief sich mit Ablauf des Geschäftsjahres 2023 auf 54,0% (VJ 55,0%). Die Bilanzsumme stieg von T€ 7.745 um T€ 495 auf T€ 8.240. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen durch die Erweiterung der Automation "RoboT-Line", sowie Zusatz- und Ersatzbeschaffungen im Bereich Blockbandsägen. Das Umlaufvermögen reduzierte sich von T€ 5.922 im Vorjahr auf T€ 5.529. Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten betrugen im Berichtsjahr T€ 294 (Vorjahr T€ 263). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 787 (Vorjahr T€ 927). Die Summe der Verbindlichkeiten stieg von T€ 2.865 auf T€ 3.409, hauptursächlich resultierend aus der Finanzierung oben genannter Investitionen in das Sachanlagevermögen. Im Ergebnis lässt sich feststellen, dass sich die Vermögens- und Ertragslage - trotz großer Herausforderungen durch die weltweite geopolitisch und wirtschaftliche Lage - weiterhin positiv darstellt. Die Finanzlage ist stabil, bestehende Kontokorrentlinien in Höhe von insgesamt T€ 850 waren zum Bilanzstichtag völlig ungenutzt. Beinahe alle Lieferantenverbindlichkeiten wurden innerhalb der Skontofrist beglichen. Die Zahlungsfähigkeit war während des Berichtsjahres und zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung jederzeit gegeben. Ferner blieb die wirtschaftliche Situation zum Aufstellungszeit der Bilanz im Vergleich zum Bilanzstichtag nahezu unverändert. 4. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Prognosebericht)4.1 Zukünftige EntwicklungDie Auftragslage zeigte sich im IV. Quartal 2023 spürbar verhalten. Über den Jahreswechsel hinweg konnte jedoch eine leicht positive Entwicklung hinsichtlich der Auftragseingänge, wie auch der Auftragsvolumina verzeichnet werden, welche sich allerdings bei nahezu unveränderten Konjunkturparametern (wie z.B. das Leitzinsniveau) gegen Ende des I. Quartal 2024 wieder leicht eintrübte. Die geopolitische Lage zeigt sich mehr denn je als äußerst unberechenbar. Sollten jedoch keine schwerwiegenden Ereignisse eintreten, wird das Unternehmen im Jahr 2024 das Vorjahresniveau annähernd erreichen bzw. übertreffen. In der Vergangenheit wurden frühzeitig die richtigen Weichen gestellt. Digitalisierung wird im Unternehmen sowohl in den Vertriebs- und Verwaltungs-, als auch Produktionsprozessen gelebt. Die geplanten Automatisierungen wurden erfolgreich im Bereich Sägen als auch Fräsen etabliert, und liefern stabile Produktionskapazitäten bei deutlich niedrigerem Personaleinsatz. Weiterhin erweist sich der Trend weg von nachweislich anfälligen internationalen Lieferketten hin zum nationalen und regionalen Lieferanten für das Unternehmen weiterhin als vorteilhaft. Die unter Vorsicht angesetzte Umsatzerwartung für 2024 liegt zwischen 17,0 und 19,0 Mio. €. Der Jahresüberschuss dürfte sich aufgrund verhalten positiver konjunktureller Erwartungen innerhalb eines Bereiches von T€ 450 und T€ 750 bewegen. 4.2 ChancenIn Zeiten schwächelnder Konjunktur setzt die Unternehmensleitung weiterhin auf eine klare Abgrenzung zum Wettbewerb und höhere Marktdurchdringung durch die Gewinnung weiterer Marktanteile. Dies gelingt durch die Stärkung der serviceorientierten Leistungen im Geschäftsmodell und die Etablierung einer Strategie zur Neukundengewinnung mit Erweiterung des geografischen Vertriebsgebietes unter erstmaligen Einsatz von Social-Media im Rahmen eines gezielt entwickelten Marketingkonzeptes. Aus geografischer Sicht besteht erheblicher Expansionsspielraum. Die Automationslinie im Produktbereich "Sägen" wurde weiter ausgebaut und die Automation im Produktbereich "Fräsen" erfolgreich in Betrieb genommen, womit eine deutliche Steigerung und Flexibilisierung der Produktionskapazitäten einherging, bei gleichzeitiger Reduzierung der Personalintensität und -abhängigkeit. Um den Onlinehandel zusätzlich zu stärken, wurde ein dynamisches Preistool entwickelt, das die Preissensitivität jedes einzelnen Kunden in Anhängigkeit seiner Kauffrequenz, Produktgruppe, Angebotsrate im Onlineshop etc. automatisch berücksichtigt, unter Beachtung der gesetzten Rentabilitätsziele, unterschieden nach Neu-, Gelegenheits- und Stammkunden im jeweiligen Produktbereich. 4.3 RisikenDie aktuellen geopolitischen Unsicherheiten in Kombination mit einhergehenden überdurchschnittlichen Kostensteigerungen und einem vergleichsweise hohen Refinanzierungssatz sorgen prinzipiell für trübe Umsatz- und Ertragserwartungen. Politisch notwendige Entscheidungen und Impulse lassen hingegen auf sich warten. In der Vergangenheit hat das Unternehmen wiederholt seine Resilienz und Anpassungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Nicht zuletzt aufgrund seiner hohen Branchendiversifikation im großen weiterwachsenden Kundenstamm und die gleichzeitig geringe Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht eine solide Ausgangsbasis, wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten. Hinsichtlich Preisänderungsrisiken im Bereich Materialbeschaffung ist das Unternehmen grundsätzlich von der Entwicklung des Weltmarktes abhängig. Einkaufsseitig kann allerdings auf ein umfassendes Netzwerk an Lieferanten zurückgegriffen werden, dass sich im Zuge der europäischen Energieverteuerung inzwischen auch auf die Türkei und China erstreckt. Auf diesem Wege wird versucht, den vor allem innerdeutschen Teuerungsraten am Stahlmarkt entgegenzuwirken, verbunden mit einem leicht steigenden Restrisiko, was die generelle Materialqualität anbetrifft. Zum Berichtserstellungszeitpunkt kann darüber hinaus festgestellt werden, dass das Unternehmen nach erfolgreich gemeisterter Coronakrise auch mit dem Ukrainekrieg, der gestiegenen Inflation und dem geänderten Zinsumfeld umzugehen weiß. Auch zusätzliche bürokratische Hürden, wie das Lieferkettengesetz oder das CBAM werden konstruktiv und pragmatisch angegangen. Nach wie vor ist das Unternehmen gegen Forderungsausfälle versichert: Alle Kunden unterliegen einer externen Bonitätsprüfung über Creditreform bzw. Atradius vor erstmaligen Vertragsabschluss (> € 1.000,00 Auftragswert), wodurch lediglich ein sehr geringes Ausfallrisiko verbleibt. Gesamtwirtschaftlichen Schwächeperioden sowie außergewöhnlichen Effekten setzt das Unternehmen eine hohe Anpassungsfähigkeit und eine hohe Agilität innerhalb der Unternehmensstruktur und Unternehmenskultur entgegen. Risiken der künftigen Entwicklung, die für sich genommen oder in Zusammenwirkung mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. 5. Sonstige Angaben / Angaben nach § 289 Abs. 2 HGBDas Unternehmen nutzt eine dynamische Prozesskostenrechnung auf Einzelpositionsbasis zur täglichen Auftragskalkulation. Des Weiteren sind diverse finanzwirtschaftliche, aber auch prozessabhängige Kennzahlen definiert, die täglich, wöchentlich oder monatlich bewertet und zur Ableitung von Handlungsstrategien genutzt werden. Beispielhaft zu nennen: Täglicher Deckungsbeitragsabgleich, wöchentliche Soll-/Ist-Analyse Vertriebskennzahlen, Produktivitätskennzahlen der Automationslinien, monatlicher Soll-/Ist-Vergleich mit Cash-Flow-Rechnung, Berechnung von Durchlaufzeiten, Warenbestandscontrolling, Auftragsstrukturanalyse, diverse weitere operative Kennzahlen zum Forderungs- und Working-Capitalmanagement. Das Preisänderungsrisiko bezüglich des Vorratsvermögens wird seitens der Unternehmensleitung - aufgrund eines Vorratsumschlags p.a. in 2023 von 4,5 - als eher gering eingestuft. Darüber hinaus unterliegen nahezu 100% aller Forderungen gegenüber Kunden dem Schutz der Warenkreditversicherung von Atradius. Das Inhouse-Factoring wurde im Berichtsjahr aufgrund des fehlenden Bedarfes zum 30.11.2023 beendet. Im Bereich Investition in Maschinen und Anlagen greift das Unternehmen vornehmlich auf die liquiditätsschonenden Finanzierungsinstrumente Leasing und Mietkauf zurück. Generell wird das Unternehmen auch zukünftig weitere Anstrengungen zur Steigerung des Automatisierungs-/ und Digitalisierungsgrades eingehen, um zum einen dem Fachkräftemangel, und zum anderen der stetig erforderlichen Prozessoptimierung Rechnung zu tragen.
Augsburg, 31.07.2024 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen linear mit einer betrieblichen Nutzungsdauer von fünf Jahren vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear gemäß ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 17 Jahren vorgenommen. Die Vorräte sind nach den folgenden Grundsätzen aktiviert worden: Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Einzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen. Fremdkapitalzinsen sind nicht berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nennwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Kassenbestände sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten werden mit ihren Nominalbeträgen angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gem. § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgte zum Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden - sofern vorhanden - zum Anschaffungskurs oder niedrigerem bzw. höheren Kurs am Abschlussstichtag bewertet. Maßgebend ist der jeweilige Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem beiliegendem Anlagenspiegel zu entnehmen, der Bestandteil dieses Anhangs ist. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben eine Restlaufzeit größer einem Jahr: EUR 69.175,44 (Vorjahr: EUR 66.196,59). Dieser Betrag betrifft ausschließlich die sonstigen Vermögensgegenstände. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Herrn Richard Stoll, der über die ihm zu 100% gehörende SRS-Holding GmbH 100% an der SRS-Stahl GmbH hält (mittelbarer Gesellschafter) beläuft sich auf 69.175,44 EUR (Vorjahr: 66.196,59 EUR). Der Ausweis ist in den sonstigen Vermögensgegenständen enthalten. Angaben und Erläuterungen zum Rechnungsabgrenzungsposten Bei der aktiven Rechnungsabgrenzung handelt es sich um Aufwendungen (Versicherungen, Zinsen, Auslagen für Reisekosten und Software-Wartung) für das Folgejahr. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die übrigen Rückstellungen werden so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung aller erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten (TEUR 70, im Vj. TEUR 175), Tantiemen gegenüber dem Gesellschafter (TEUR 124, im Vj. TEUR 0), Urlaubsrückstellungen (TEUR 56, im Vj. TEUR 36), sowie Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten (TEUR 25, im Vj. TEUR 8). Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit und Sicherungsrechte Im Vorjahresabschluss wurde die Tantieme gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 124 unter den Verbindlichkeiten ggü. Gesellschafter ausgewiesen. Nachdem die Tantieme eine ungewisse Verbindlichkeit darstellt, erfolgt der Ausweis (im Berichtsjahr) unter den sonstigen Rückstellungen. Der Jahresabschluss ist mit dem Vorjahresabschluss diesbzgl. nur eingeschränkt vergleichbar.
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt damit insgesamt EUR 1.568.060,08 (Vorjahr: EUR 1.640.040,80). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 1.840.530,45 (Vorjahr: EUR 1.225.117,68), davon größer fünf Jahren EUR 308.776,54 (Vorjahr: EUR 207.843,47). Angaben nach § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen bestanden in Höhe von EUR 547.291,44 (bis 1 Jahr) und EUR 1.111.763,44 (über 1 Jahr). Die Gesellschaft tätigt Leasinggeschäfte, Sale und lease back-Geschäfte sowie Sale und buy-back-Geschäfte und Factoring. Der Zweck und damit verbundener Vorteil ist eine bessere Unternehmenssteuerung und die Generierung liquider Mittel. Risiken können sich durch außerordentliche Wertverluste der betreffenden Vermögensgegenstände sowie etwas höheren laufenden Kosten ergeben. Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben des Anlagevermögens bestehen in Höhe von rd. EUR 57.477,00 (Bestellobligo - Investitionsrestbetrag der noch nicht bilanzierten, bestellten Investitionen). Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 12.279,51 (Vorjahr: EUR 329.625,03) ggü. dem indirekten Gesellschafter Richard Stoll. Im Jahr 2020 hielt Herr Richard Stoll bis zur Aufnahme seines Einzelunternehmens durch die SRS-Holding GmbH sämtliche Anteile an der SRS-Stahl GmbH; seit Aufnahme der Einzelunternehmung im Jahr 2020 und im Geschäftsjahr hält sämtliche Anteile an der SRS-Stahl GmbH durchgehend die SRS-Holding GmbH. Im Vorjahr und im Geschäftsjahr hielt Herr Richard Stoll durchgehend 100 % der Anteile an der SRS-Holding GmbH. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind Haftungsverhältnisse in Höhe von 165.352,10 EUR zu vermerken. Das Avalkonto dient zur zusätzlichen Absicherung der Risiken von Waren-/Materialimporten aus China, über sogenannte Importakkreditive. Die VR-Bank hat neben der bestehenden Besicherung eine selbstschuldnerische Bürgschaft von Herrn Stoll gefordert. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 0,00 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Außergewöhnliche Größenordnung (Erträge und Aufwendungen) Alle Erträge (EUR 0,00) (Vorjahr: EUR 111.000,00) und ein Großteil des Aufwands (EUR 2.410,00) (Vorjahr: EUR 111.000,00) die von außergewöhnlicher Bedeutung sind, resultieren im Vorjahr 2022 aus dem Erwerbsvorgang der SHERPA-Roboter-Automation für Serien-Frästeile. Diese wurde im Rahmen eines sog. "Sale-and-Mietkauf-back-Geschäftes" finanziert, was bedeutet, dass die Automation regelkonform zunächst von uns gekauft, dann an den Finanzierungspartner weiter veräußert und per Mietkauf zurückgekauft wurde. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung die Aufwendungen aus dem Dienstleistungsvertrag mit der SRS-Holding (EUR 412.917,92) (Vorjahr: EUR 503.827,41), die Miete mit Nebenkosten (EUR 690.584,45) (Vorjahr: EUR 550.086,00) sowie die Leasing- und Mietkaufaufwendungen (EUR 318.831,74) (Vorjahr: EUR 327.957,14) Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 50 (Vorjahr: 53). Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB werden aufgrund § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. An Herrn Richard Stoll wurden folgende Darlehen gewährt bzw. bestehen folgende Forderungen:
Mutterunternehmen ist die SRS-Holding GmbH mit Sitz in Augsburg. Sie hält 100% an der SRS-Stahl GmbH. Es besteht ein Dienstleistungsvertrag zwischen der SRS-Stahl GmbH und der SRS-Holding GmbH. Wesentliche Komponente ist die entgeltliche Gestellung des Ersten Geschäftsführers, Herrn Richard Stoll, an die SRS-Stahl GmbH. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt EUR 693.117,28 und wird in den bestehenden Gewinnvortrag von EUR 3.631.867,60 eingestellt und mit diesem zusammen in Höhe von insgesamt EUR 4.324.984,88 auf neue Rechnung vorgetragen. sonstige Berichtsbestandteile
Unterschrift der Geschäftsführung
Augsburg, den 17. Mai 2024 gezeichnet Richard Stoll, Geschäftsführer gezeichnet Ronald Binder, Geschäftsführer gezeichnet Regina Stoll, Geschäftsführerin Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 17.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SRS-Stahl GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der SRS-Stahl GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der SRS-Stahl GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Neusäß, den 06. August 2024 Dipl.-Kfm. Gunther Eppinger, Wirtschaftsprüfer |
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