AJH Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
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Sasol Chemical Holdings GmbH & Co KGHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022Inhaltsverzeichnis Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 Konzernabschluss (IFRS) für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022Inhaltsverzeichnis A. Wirtschaftliches Umfeld B. Darstellung des Geschäftsverlaufs I. Lage des Konzerns II. Vermögens- und Finanzlage III. Ertragslage C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Konzerngeschäftsjahres D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung I. Chancen der Unternehmensgruppe II. Risikomanagementsystem III. Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken IV. Produktions- und Beschaffungsrisiken V. Risikomanagement im Bereich Umweltschutz und Sicherheit VI. Finanzwirtschaftliche Risiken a) Liquiditätsrisiko b) Kreditrisiko c) Währungsrisiko d) Zinsrisiko e) Rohstoff- und Produktpreisrisiko E. Forschung und Entwicklung F. Ausblick I. Entwicklung Wirtschaftslage II. Zielsetzungen 2021/2022 A. Wirtschaftliches Umfeld Gemäß dem Quartalsbericht Q2 2022 des Verbands der Chemischen Industrie e.V. (VCI) "hat die chemisch-pharmazeutische Industrie im zweiten Quartal des Jahres sehr deutlich die Konsequenzen des Krieges in der Ukraine gespürt: astronomische Energiepreise, stark gestiegene Rohstoffkosten und anhaltende Lieferengpässe. In allen Sparten ist die Produktion eingebrochen. Durch hohe Erzeugerpreise stiegen die Umsätze zwar noch einmal leicht. Bei vielen Unternehmen gingen die Erlöse aber zurück. Es fiel den Betrieben immer schwerer, die hohen Energie- und Rohstoffkosten an ihre Kunden weiterzugeben. Dazu kommt die Unsicherheit, ob im Winter eine Rationierung des Gases nötig sein wird. Die Vorbereitungen für eine Mangellage laufen auf Hochtouren. Die Ängste vor einer Rezession sind groß, die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate im Keller." Prognose: Angesichts der dramatischen Entwicklungen an den Gas- und Strommärkten korrigiert der VCI seine Jahresprognose nach unten und rechnet mit einem Rückgang der Produktion in der Branche insgesamt in Höhe von 5,5 Prozent. Die Chemieproduktion (ohne Pharma) sinkt sogar um 8,5 Prozent. Produktion: Die aktuellen Herausforderungen zwangen die Chemie- und Pharmaunternehmen die Produktion kräftig zu drosseln. Sie verzeichnete im zweiten Quartal ein deutliches Minus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Kapazitätsauslastung der Branche lag mit 81,4 Prozent weiterhin unter der Normalauslastung. Erzeugerpreise: Die Preise für Chemieprodukte verteuerten sich erneut mit einem Plus von fast 8 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Umsatz: Das Minus in der Produktion hemmte die Umsatzentwicklung. Durch die stark gestiegenen Erzeugerpreise erhöhten sich die Umsätze von April bis Juni zwar um 3,4 Prozent auf insgesamt 64,9 Milliarden Euro. Das Plus fiel aber deutlich kleiner aus als im Vorquartal. Beschäftigung: Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist auch im zweiten Quartal des Jahres konstant geblieben. Mehr als 473.000 Menschen arbeiten aktuell in der Chemie- und Pharmabranche. B. Darstellung des Geschäftsverlaufs I. Lage des Konzerns Die Geschäftstätigkeit der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG und ihrer Tochterunternehmen erstreckt sich im Wesentlichen auf die Produktion bzw. den Vertrieb von hochwertigen Tensiden, Fettalkoholen, Co-Monomeren, Ethylenoxiden und anorganischen Spezialitäten wie hochreinen und ultra-hochreinen Tonerden (Geschäftsbereiche Advanced Materials, Essential Care Chemicals und Performance Solutions). Weiterer Bestandteil der Geschäftstätigkeit ist der Vertrieb von qualitativ hochwertigen Lösemitteln und sonstigen Chemikalien (Geschäftsbereiche Base Chemicals und Performance Solutions) mit jedoch geringerem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Geschäftsverlauf der Sasol Germany, der im Wesentlichen das Geschäft des Konzerns widerspiegelt, zeigt ein kumuliertes Betriebsergebnis leicht über dem Vorjahr und deutlich oberhalb der Erwartungen. Insgesamt liegen die Verkaufsmengen leicht unterhalb des Vorjahres. Verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingen verbunden mit deutlich robusterer Nachfrage kennzeichnen den Beginn des Geschäftsjahres. Einflüsse aus der COVID-19 Pandemie sind nach wie vor sichtbar. Deutlich steigende Rohstoff- und Energiepreise belasten die Ergebnisse des 2. Quartals; diese werden durch damit einhergehenden Bestandsaufwertungen vorerst kompensiert. Das 3. und 4. Quartal zeigen eine Fortsetzung der steigenden Rohstoff- und Energiepreise und entsprechende Bestandsaufwertungen. Hinzu kommen verstärkte Unsicherheiten bei den makroökonomischen Rahmenbedingungen und hieraus sichtbare Reduzierungen der Absatzmengen. Das Geschäft der Sasol Germany umfasst seit März 2022 das Handelsgeschäft mit FT Hard Wax. Dieses wurde von der Sasol Wax GmbH im Zuge einer Umwandlung durch Abspaltung übernommen. Bei der Sasol Germany liegen sowohl die Nachfrage als auch die Margen je verkaufter Mengeneinheit insgesamt unterhalb des Vorjahres. Den größten Ergebnisbeitrag innerhalb der Sasol Germany liefert der Geschäftsbereich Essential Care Chemicals. Hier konnten leicht rückläufige Verkaufsmengen und gestiegene variable Kosten durch Verkaufspreiserhöhungen überkompensiert werden. Hervorzuheben ist das Ergebnis mit Amin-Produkten aufgrund eines temporär engen Marktumfeldes. Der Bereich Alumina zeigt hingegen höhere Verkaufsmengen, jedoch weiterhin deutlich unterhalb des Vorkrisenniveaus verbunden mit deutlich geringeren Margen. Hier vor allem hervorgerufen durch die energieintensive Produktion. Das Ergebnis des Handelswarengeschäftes der Sasol Germany ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Neben den Ergebnisbeiträgen der Sasol Germany hat in diesem Geschäftsjahr auch ein wie im Vorjahr ertragstarkes Butanol-Geschäft zum Gesamtergebnis beigetragen, das sich im stabilen Ergebnis der Sasol Solvents Germany widerspiegelt und auf einem temporär positiven Marktumfeld beruht. Das Handelswarengeschäft der Sasol Chemie KG ist ggü. dem Vorjahr im Umsatz gestiegen. Die Reduzierung der gesamten Verkaufsmengen liegt bei etwas über 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (bereinigt um das übernommene FTHW Geschäft bei etwa 4 Prozent). Die genannten Volumenentwicklungen in Kombination mit geringerer Marge je Mengeneinheit wurden im Wesentlichen überkompensiert durch positive Bestandsbewertungen. Die Fixkosten für das Geschäftsjahr 2021/22 liegen oberhalb des Vorjahres. Die Fixkosteneinsparungsziele im Rahmen der Sasol-weiten Kosteneinsparungsmaßnahmen wurden erreicht. Diese wurden überkompensiert durch moderate Kostenanstiege bei Lohn- und Gehaltskosten. Die Mitarbeiterzahl liegt oberhalb des Vorjahres und enthält nun zusätzlich die passiven Mitarbeiter. Die Summe aktiver und passiver permanenter Mitarbeiter liegt bei 1.728. Der Vorjahresvergleichswert liegt bei 1.678. Dies entspricht einer Steigerung von 3 Prozent. Das Ziel einer Verbesserung der Unfallrate gegenüber dem Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2021/22 erreicht, da sich die Unfallrate von 0,39 im Vorjahr auf 0,17 im Geschäftsjahr 2021/22 verringert hat. Ausgewählte Kennziffern stellen sich für die Sasol Germany für das Geschäftsjahr bzw. das Vorjahr zum Stichtag wie folgt dar:
Im Zusammenhang mit einer überarbeiteten Definition der Anzahl der permanenten Mitarbeiter, die nun auch den Einbezug der passiven permanenten Mitarbeiter (z.B. in Elternzeit befindliche) vorsieht, wurde die Vorjahreszahl von 1616 auf 1678 angepasst. II. Vermögens- und Finanzlage In den nachstehenden Erläuterungen zur Vermögens- und Finanzlage sind die zusammengefassten Zahlen der Konzernbilanz nach Fristigkeiten und wirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert. Dabei wurde als kurzfristig ein Zeitraum bis zu einem Jahr unterstellt. Danach ergibt sich zum 30. Juni 2022 und 30. Juni 2021 folgendes Bild der Vermögens- und Kapitalstruktur:
Die gegenüber dem Vorjahr erhöhte Bilanzsumme resultiert insbesondere aus der Erhöhung der Bilanzposten Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe hierzu auch Erläuterungen unter Geschäftsverlauf der Sasol Germany) sowie aus den stichtagsbedingten Veränderungen der einzelnen Aktiv- und Passivposten. Für weitere Erläuterungen zu den Veränderungen der Bilanzposten verweisen wir auf den Konzernanhang. Aus der Vermögens- und Kapitalstruktur ergibt sich folgender finanzieller Aufbau der Unternehmensgruppe:
Die Übersichten zeigen, dass zu den Bilanzstichtagen einerseits das langfristig gebundene Vermögen durch langfristig verfügbare Mittel finanziert war und andererseits die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch kurzfristig zur Verfügung stehende Mittel gedeckt werden konnten. Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Zum Bilanzstichtag standen dem Konzern nicht ausgenutzte Sasol konzerninterne sowie externe Kreditlinien in Höhe von insgesamt € 360,3 Mio zur Verfügung. III. Ertragslage Die Ertragslage der Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 lässt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt darstellen.
Die im Jahresvergleich gestiegenen Umsatzerlöse resultieren vor allem aus den verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbunden mit deutlich robusterer Nachfrage zu Beginn des Geschäftsjahres, gehen allerdings im Laufe des Jahres mit deutlich steigenden Rohstoff- und Energiepreisen, vor allem ab dem 2. Quartal, einher. Zu den weiteren Ergebniseinflüssen verweisen wir auf die Darstellungen unter I. Lage des Konzerns. Nach Verrechnung der operativen Aufwendungen verbleibt ein operatives Ergebnis von € 187,5 Mio, welches vor allem in Höhe von € 134,3 Mio der Sasol Germany und in Höhe von € 40,8 Mio der Sasol Solvents zuzurechnen ist. Nach Berücksichtigung des Beteiligungs- und Zinsergebnisses sowie der Ertragsteuern ergibt sich ein vom Konzern erwirtschaftetes Ergebnis von € 154,5 Mio. C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Konzerngeschäftsjahres Nach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2022 sind keine neuen Ereignisse eingetreten, die für den Sasol Chemical Holdings Konzern von wesentlicher Bedeutung sind. D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung I. Chancen der Unternehmensgruppe Um profitabel zu wachsen, arbeitet die Unternehmensgruppe eng mit ihren Kunden zusammen. In Zusammenarbeit mit den Kunden werden deren spezielle Anforderungen identifiziert und passende Lösungen entwickelt. Um die besten Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und zu halten, setzt die Unternehmensgruppe auf attraktive Entwicklungsmöglichkeiten sowie auf leistungsorientierte und am Erfolg des Unternehmens ausgerichtete Entgeltsysteme. Personalentwicklung, Fort- und Weiterbildung sowie die Vorbildfunktion der Führungskräfte sind für die Unternehmensgruppe wichtig. Des Weiteren werden von der Unternehmensgruppe systematisch Nachhaltigkeitsthemen identifiziert und hinsichtlich möglicher Chancen und Risiken analysiert. Die Nachhaltigkeitsstrategie hat zum Ziel, Risiken zu vermeiden, das bestehende Geschäft zu fördern und neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen. Die wesentlichen Chancen und Herausforderungen des Konzerns ergeben sich unter anderem aus der weiteren Optimierung des Produktportfolios der Sasol Germany und einer erfolgreichen Umsetzung bzw. Fortsetzung von strategischen Wachstums- und Optimierungsinitiativen in Abstimmung mit den Planungen des Sasol Mutter-Konzerns. II. Risikomanagementsystem Die Unternehmensgruppe hat geeignete Maßnahmen getroffen, um die wesentlichen Risiken aufgrund ihrer speziellen Geschäftstätigkeit angemessen zu überwachen. Das Risikomanagement ist dabei sowohl auf zentraler Ebene als auch dezentral in den Unternehmens- und Funktionsbereichen angesiedelt und besteht insbesondere aus folgenden Bestandteilen:
Bestandsgefährdende Risiken sind uns derzeit aus keinem dieser Bereiche bekannt. III. Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken Die europäische als auch die weltweite konjunkturelle Lage beeinflusst auch das Jahresergebnis unserer Unternehmensgruppe maßgeblich und erhöht den Wettbewerb auf einigen Produktmärkten. Durch die Entwicklung konjunkturrobuster Produkte, einer hohen Produktqualität, der Präsenz auf allen relevanten Märkten sowie der Weiterentwicklung unseres Kostenmanagements können wir unsere Wettbewerbsfähigkeit erhalten und verbessern. Allerdings besteht aufgrund der aktuellen makroökomischen und politischen Entwicklungen noch immer ein gewisses Risiko für die Entwicklung der weltweiten Konjunktur und damit auch für die wesentlichen Absatz- und Beschaffungsmärkte des Konzerns. Eine präzise Beurteilung der entsprechenden Risiken ist aufgrund der hohen Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung nur eingeschränkt möglich. Für eine entsprechende Einschätzung der Auswirkungen auf die künftige Entwicklung des Konzerns wird auf den Ausblick und die Darstellung der Zielsetzung für das Jahr 2022/23 auf Seite 17 dieses Konzernlageberichtes verwiesen. IV. Produktions- und Beschaffungsrisiken Unsere Produktion bedient sich einer Vielzahl von Verfahren mit komplexer Technik. Der etwaige Ausfall von Anlagen könnte zu Umweltbelastungen und Produktionseinbußen führen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung vorbeugender Wartungs- und Sicherheitssysteme sowie die regelmäßige interne und externe Überprüfung der Produktionsprozesse kontrollieren diese Risiken. Beschaffungsrisiken bestehen insbesondere in der Verfügbarkeit von Rohstoffen, Energie sowie Vor- und Zwischenprodukten. In diesem Zusammenhang zu berücksichtigen ist aktuell auch das Risiko der Stabilität und der Verfügbarkeit von globalen Lieferketten. Langfristige Bezugsverträge sowie die Herstellung von Grund- und Zwischenprodukten in eigenen Produktionsanlagen ermöglichen eine teilweise Abkopplung von Risiken des externen Beschaffungsmarktes. V. Risikomanagement im Bereich Umweltschutz und Sicherheit Die Unternehmensgruppe ist auf langfristigen Erfolg ausgerichtet und bekennt sich zum Ziel der Nachhaltigkeit. Das Erreichen höchster Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltstandards wird dabei als Führungsaufgabe verstanden und geht über die Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen hinaus. Neben den wirtschaftlichen Zielen stellt die kontinuierliche Verbesserung auf den Feldern Sicherheit, Umwelt- und Gesundheitsschutz eine zentrale Erfolgsgröße der Unternehmensgruppe dar. So sind die internationalen Standards ISO 9001 (Qualität), ISO 14001 und EMAS II (Umwelt) und OHSAS 18001 (Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz) implementiert. Zudem beteiligen sich die Gesellschaften aktiv an der internationalen Responsible Care Initiative der Chemischen Industrie. Risiken in den Bereichen Sicherheit, Umwelt- und Verbraucherschutz werden im Rahmen der Managementsysteme kontinuierlich bewertet, um zu erwartende finanzielle Belastungen zu antizipieren. VI. Finanzwirtschaftliche Risiken a) Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko wird durch die laufende Liquiditäts- und Finanzplanung und insbesondere die Überwachung des "working capital" und der "cash flows" gesteuert. Des Weiteren ist das Vermögen der Unternehmensgruppe durch fristenkongruentes Fremd- und Eigenkapital finanziert. Darüber hinaus stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung, die für einen kurzfristigen Bedarf an flüssigen Mitteln genutzt werden könnten. Weitere Ausführungen zum Liquiditätsrisiko sind im Anhang, Kapitel "Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente", enthalten. b) Kreditrisiko Ein potenzielles Kreditrisiko besteht auf Grund von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurz- und mittelfristigen Geldanlagen. Das Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird laufend überwacht und in bestimmten Fällen durch Kreditversicherungen abgedeckt. Für zweifelhafte Forderungen oder erwartete Ausfälle wurden entsprechende Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag vorgenommen. Darüber hinaus sind für die einzelnen Kunden bestimmte Kreditlinien vorgesehen, die von den verantwortlichen Unternehmensbereichen kontrolliert werden. Weitere Ausführungen zum Kreditrisiko sind im Anhang, Kapitel "Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente", enthalten. c) Währungsrisiko Aus den internationalen Geschäftsaktivitäten der Gruppe entstehen im Wesentlichen Währungsrisiken in US-Dollar, die aus operativ getätigten Transaktionen resultieren. Die Erfassung und Steuerung dieser Fremdwährungsrisiken erfolgt im Rahmen genehmigter Richtlinien. Weitere Ausführungen zum Währungsrisiko sind im Anhang, Kapitel "Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente", enthalten. d) Zinsrisiko Die Aufwands- und Ertragspositionen sowie die Zahlungsströme aus operativer Tätigkeit sind weitestgehend unabhängig von Veränderungen der Kapitalmarktzinsen. Es bestehen keine signifikanten vom Marktzins abhängigen Bilanzposten mit Ausnahme der flüssigen Mittel und Finanzforderungen und -verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sowie Finanzinstituten. Weitere Ausführungen zum Zinsrisiko sind im Anhang, Kapitel "Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente", enthalten. e) Rohstoff- und Produktpreisrisiko Die Marktpreise für Rohstoffe und Chemieprodukte unterliegen konjunkturabhängigen Preisschwankungen. Aktuell ist zu berücksichtigen, dass ein erhöhtes Preisrisiko bei Rohstoffen, Energien und Frachten besteht. Die Gruppe setzt derzeit keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Schwankungen der Rohstoffpreise ein. E. Forschung und Entwicklung Neben der Optimierung unseres Produktportfolios und unserer Produktionsprozesse kommt im Zusammenhang mit der Erschließung neuer Wachstumsfelder auch der gemeinsam mit Kunden betriebenen Definition von neuen das Kerngeschäft stärkenden Produkten besondere Bedeutung zu. Die Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist uns besonders wichtig. Gemeinsam mit ihnen suchen wir Lösungen für ihre spezifischen Fragestellungen und Wünsche. F. Ausblick I. Entwicklung Wirtschaftslage Gemäß dem aktuellen Konjunkturbericht des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) ergeben sich die folgenden Prognosen zur allgemeinen Wirtschaftslage für die unterschiedlichen Wirtschaftsräume: Euroraum und Weltwirtschaft: Laut dem IfW Kiel "driftet der Euroraum in eine Rezession mit rückläufigen Raten für die Wirtschaftsleistung im laufenden und in den kommenden Quartalen. Das BIP dürfte 2022 um 2,8 Prozent zulegen und 2023 nahezu stagnieren, 2024 dann moderat um 1,6 Prozent zulegen. Die Euroraum- Inflation steigt im laufenden Jahr voraussichtlich auf 8,1 Prozent und ist damit so hoch wie nie zuvor seit Bestehen der Währungsunion. 2023 wird die Teuerungsrate mit 7,2 Prozent wohl nur wenig sinken und erst 2024, mit dem erwarteten allmählichen Rückgang der Energiepreise, wieder moderater ausfallen. Die Aussichten für die Weltkonjunktur haben sich ebenfalls deutlich eingetrübt, die Weltwirtschaft dürfte dieses Jahr nur noch um 2,9 Prozent und nächstes Jahr um 2,2 Prozent zulegen. Ein Grund ist auch, dass Chinas Wirtschaft aufgrund der strikten Null-Covid-Politik und Problemen im Immobiliensektor schwächelt." Deutsche Konjunktur: Laut dem IfW Kiel "wird der Aufschwung der deutschen Wirtschaft durch die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine jäh unterbrochen. Im laufenden Jahr dürfte das BIP noch um 1,4 Prozent zulegen, 0,7 Punkte weniger als in der Sommerprognose erwartet. Für das nächste Jahr revidiert das IfW Kiel seine Prognose um 4 Prozentpunkte nach unten -statt einem kräftigen Plus hat die deutsche Wirtschaft ein Minus von 0,7 Prozent zu erwarten. Die Teuerung dürfte im nächsten Jahr mit 8,7 Prozent noch stärker ausfallen als dieses Jahr mit 8 Prozent. Die Einhaltung der Schuldenbremse dürfte 2023 zwar möglich sein, im Jahr 2024 aber eng werden. Die deutsche Energieimportrechnung steigt voraussichtlich um 123 Mrd. Euro in diesem Jahr und um weitere 136 Mrd. Euro im nächsten Jahr. Das Geld fehlt im Inland für Konsum und schmälert die Rentabilität energieintensiver Unternehmen. In der Folge sinkt Deutschlands Wirtschaftskraft erheblich und liegt im nächsten Jahr 130 Milliarden Euro niedriger als bislang vom IfW Kiel erwartet. Die Kaufkraft der privaten Haushalte dürfte im kommenden Jahr mit 4,1 Prozent so stark einbrechen wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Die Wertschöpfung in Deutschland dürfte nun bis in das kommende Jahr hinein rückläufig sein und erst im dritten Quartal 2023 wieder leicht ins Plus drehen. Für 2024 erwartet das IfW Kiel dann einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,7 Prozent." Laut dem Verband der chemischen Industrie (VCI) "sind die Aussichten für alle Regionen verhalten. Das globale Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr mit einer Rate von deutlich unter drei Prozent wachsen. Für nächstes Jahr geht der VCI weltweit von einer weiteren Abschwächung aus. Die Energiekrise, der Mangel an Chips und Material sowie die hohen Rohstoffkosten werden die Produktionsmöglichkeiten einschränken. Die Inflation, steigende Zinsen und eine insgesamt unsichere Lage bremsen Konsum und Investitionen. Hinzu kommen die gestiegenen geopolitischen Risiken. In Summe dürften diese Entwicklungen zu deutlich geringeren Wachstumsraten der Gesamtwirtschaft und zu einer insgesamt schwachen Industrieproduktion führen." II. Zielsetzungen 2022/2023 Die Geschäftsentwicklung des Konzerns der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG wird wie folgt geplant: Der Ausblick des Konzerns auf das neue Geschäftsjahr ist gekennzeichnet von einer signifikant geringeren Ergebniserwartung aufgrund herausfordernder makroökonomischer Rahmenbedingungen, insbesondere durch die erheblich gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise. Wirtschafts- und geopolitische Unsicherheiten beeinflussen die Ergebniserwartung zusätzlich stark negativ. Erwartete niedrigere Absatzmengen sowie höhere variable Kosten führen zu einer deutlichen Reduzierung der Gesamtmarge. Die Planung beinhaltet einen nennenswerten Anstieg der Fixkosten, in Verbindung mit einem Anstieg der Mitarbeiterzahl. Kernbestandteil der jährlichen Zielsetzungen ist weiterhin die Unfallrate nachhaltig auf Null ("zero harm") zu reduzieren. Für den Konzern spiegelt sich die Summe an Erwartungen in einem prognostizierten operativen Ergebnis deutlich unterhalb des Vorjahresergebnisses wider.
Hamburg, den 30. September 2022 Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH Francois Conradie Inhaltsverzeichnis Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Entwicklung des Konzerneigenkapitals Konzernanhang Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Konzernbilanz zum 30. Juni 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 30. Juni 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022Einleitung Die Geschäftstätigkeit der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden "Sasol Chemical Holdings Konzern" oder "Konzern") erstreckt sich im Wesentlichen auf die Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Tensiden, Fettalkoholen, Co-Monomeren, Ethylenoxiden und anorganischen Spezialitäten wie hochreinen und ultra-hochreinen Tonerden (Geschäftsbereiche Advanced Materials, Essential Care Chemicals und Performance Solutions) sowie den Vertrieb von qualitativ hochwertigen Lösemitteln (Geschäftsbereich Base Chemicals). Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in 20537 Hamburg, Anckelmannsplatz 1 und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRA 95495 geführt. Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG wird mit ihren Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Sasol Ltd., Johannesburg, Südafrika, einbezogen. Das Geschäftsjahr des Konzerns erstreckt sich vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022. Entsprechend betreffen die Vergleichszahlen des Vorjahres den Zeitraum 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021. Mit Eintragung im Handelsregister am 28. Februar 2022 hat die Sasol Germany GmbH im Wege einer Umwandlung durch Abspaltung von ihren Schwestergesellschaften Sasol Wax GmbH und Hamburger Wachs-Industrie GmbH Pensionsverbindlichkeiten und die damit zusammenhängenden Vermögenswerte und Rechtsbeziehungen sowie das Fischer-Tropsch Hard Wax Business und die damit verbundenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten übernommen. Die Abspaltung wurde durch das Gesellschaftsverhältnis mit der übergeordneten Konzernmuttergesellschaft Sasol Ltd. veranlasst und somit wurde der übernommene negative Vermögenssaldo von der Sasol Germany GmbH in Einklang mit den anzuwendenden IFRS im Eigenkapital erfasst. Für weitere Informationen wird auf die Darstellung der Entwicklung des Konzerneigenkapitals sowie auf Punkt 26 dieses Konzernanhangs verwiesen. Ein Verzeichnis der Konzerngesellschaften sowie deren Abkürzungen befindet sich unter Punkt 40 dieses Konzernanhangs. Grundlagen Der Konzernabschluss der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG zum 30. Juni 2022 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den dazugehörigen Interpretationen, wie sie vom International Accounting Standards Board, London (IASB), herausgegeben und im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens (EU-Endorsement durch die EU) angenommen wurden, aufgestellt. Darüber hinaus wurden die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) beachtet. Die Anforderungen der IFRS wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Konzernabschluss enthält zusätzlich die nach dem deutschen Handelsrecht geforderten Angaben und ist somit gemäß §§ 290, 315e HGB ein befreiender Konzernabschluss. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind einige Posten der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns komprimiert dargestellt. Für diese Posten befinden sich in diesem Konzernanhang separate Erklärungen. Die Darstellung der Werte erfolgt insbesondere in tausend Euro (T€), die Rundungsdifferenzen aufweisen können. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemacht. Die folgenden Unternehmen sind im Rahmen der Bestimmungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB, § 264a HGB, § 264b HGB, § 11 PubIG sowie §291 HGB u.a. von der Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse bzw. Konzernabschlüsse befreit:
Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG, Hamburg, nutzt die Erleichterungen des § 264b HGB. Die bei der Aufstellung dieses Konzernabschlusses angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denjenigen, die im Abschluss zum 30. Juni 2021 angewendet wurden. Noch nicht anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen bestehender Standards Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen" Die Änderungen untersagen die Minderung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einer Sachanlage um Einnahmen aus dem Verkauf von Gegenständen, welche hergestellt wurden, während der Vermögenswert noch an seinen Standort und in den betriebsbereiten Zustand gebracht wurde. Stattdessen sind die Einnahmen aus dem Verkauf solcher Gegenstände künftig zusammen mit den Kosten für deren Herstellung direkt erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Die Änderungen sind für den Konzern auf Geschäftsjahre ab dem 1. Juli 2022 anwendbar und werden retrospektiv umgesetzt. Die retrospektive Anwendung betrifft nur Sachanlagen, die am oder nach Beginn der frühesten im Abschluss dargestellten Periode noch an ihren Standort und in den betriebsbereiten Zustand gebracht wurden. Es wird nicht erwartet, dass die Änderungen für den Konzern wesentliche Anpassungen in den Vorperioden erfordern. Änderungen an IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" Die Änderungen stellen klar, welche Kosten bei der Bestimmung eines belastenden Vertrags zu berücksichtigen sind. Gemäß den Änderungen erfolgt diese Bestimmung auf Basis der unmittelbar zurechenbaren Kosten. Die Kosten, die unmittelbar der Erfüllung eines Vertrags zurechenbar sind, umfassen sowohl die durch die Erfüllung dieses Vertrags verursachten zusätzlichen Kosten (z.B. direkte Lohn- und Materialkosten) als auch der Vertragserfüllung direkt zurechenbare Kosten (z.B. die anteilige Abschreibung einer zur Vertragserfüllung genutzten Sachanlage). Die Änderungen sind für den Konzern auf Geschäftsjahre ab dem 1. Juli 2022 anwendbar. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der Änderungen auf den Konzern erwartet. Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" Die Änderungen betreffen die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig und somit den Ausweis von Schulden in der Bilanz, aber sie haben keine Auswirkungen auf den Betrag oder den Zeitpunkt der Erfassung von Vermögenswerten, Schulden, Erträgen oder Aufwendungen oder auf die Angaben, die zu diesen Posten zu machen sind. Die Änderungen stellen klar, dass die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig auf den Rechten basieren muss, die zum Bilanzstichtag vorliegen und die dem Unternehmen eine Aufschiebung der Erfüllung einer Verpflichtung um mindestens zwölf Monate ermöglichen. Darüber hinaus wird klargestellt, dass die Klassifizierung nicht von den Erwartungen abhängt, ob ein Unternehmen von seinem Recht Gebrauch macht, die Erfüllung einer Verpflichtung aufzuschieben. Die Änderungen sind für den Konzern ab dem 1. Juli 2023 anwendbar und werden retrospektiv umgesetzt. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern erwartet. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Sasol Chemical Holdings sind alle Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Sasol Chemical Holdings direkt oder indirekt die Möglichkeit zur Beherrschung der Finanz- und Geschäftspolitik dieser Gesellschaften hat. Ein derart beherrschender Einfluss im Sinne des IFRS 10 ist dann gegeben, sofern gleichzeitig drei Kriterien erfüllt sind:
Neben der Muttergesellschaft Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG wurden 4 weitere Gesellschaften (Vorjahr: 4) im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Entsprechend dem Vorjahr hat keine dieser Gesellschaften ihren Sitz im Ausland. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden a. Grundlagen zur Aufstellung des Konzernabschlusses Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt, soweit nicht anders in diesem Konzernanhang angegeben, auf Basis der Bilanzierung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Davon ausgenommen sind originäre, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, derivative Finanzinstrumente und Verbindlichkeiten aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen hinsichtlich aktienbasierter Vergütungen, die jeweils am Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden. Die Aufstellung des Konzernabschlusses basiert auf der Annahme der Unternehmensfortführung ("going-concern"). Sofern nicht anderweitig angegeben, entsprechen die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Geschäftsjahres denen des Vorjahres. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden einheitlich im Konzern angewendet. Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Konzernabschluss und Lagebericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. b. Grundsätze der Konsolidierung Der Konzernabschluss spiegelt die finanziellen Ergebnisse des Konzerns wider. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen werden vollkonsolidiert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Ein einbezogenes Unternehmen kann eine Kapitalgesellschaft, eine Gruppe von Personen oder eine personenbezogene Gesellschaft einschließlich der betrieblichen Vermögenswerte und der damit verbundenen Verbindlichkeiten sein. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind zum Erwerbszeitpunkt zu ihren beizulegenden Zeitwerten zu bewerten. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden marktpreisorientierte Verfahren, oder wenn nicht anwendbar, kapitalmarktorientierte Verfahren angewendet. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses dienen zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte aller identifizierbaren Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Marktwerte oder, wenn nicht verfügbar, Barwerte der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der aktuellen Zinssätze. Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Unterschiedsbetrag der entrichteten Gegenleistung über den beizulegenden Zeitwert der übernommenen Nettovermögenswerte des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf seine Werthaltigkeit überprüft. Ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang oder der Liquidation eines Tochterunternehmens wird unter Berücksichtigung des diesem Teil zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Liegen für kurzfristige Vermögenswerte Hinweise auf niedrigere erzielbare Veräußerungspreise und für langfristige Vermögenswerte auf Wertminderungen ("impairment") vor, werden diese Verluste erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Die Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt der Akquisition bis zum Kontrollverlust konsolidiert. Konzerninterne Umsätze, Erträge und Aufwendungen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Gewinne und Verluste (Zwischenergebnisse, soweit wesentlich) werden eliminiert. c. Währungsumrechnung Die Jahresabschlüsse der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden in der funktionalen Währung der Unternehmen aufgestellt. Der Konzernabschluss ist in Euro, auf Tausend gerundet, dargestellt, der für den Sasol Chemical Holdings Konzern die funktionale und Berichtswährung ist. Erträge und Aufwendungen in fremder Währung werden zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung des Unternehmens umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit dem Wechselkurs am Bilanzstichtag in die funktionale Währung des Unternehmens umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung und Abwicklung von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf "cash flow hedge" Aktivitäten. d. Sachanlagen Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und ggf. anfallender Wertminderungsaufwendungen (impairment"), bilanziert. Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen Aufwendungen für Material, direkte Lohnkosten und angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die Herstellungskosten umfassen auch geschätzte Kosten der Demontage, der Beseitigung sowie der Wiederherstellung, soweit diese sich auf den Bau der Anlage beziehen. Sofern regelmäßig wiederkehrende Großinspektionen Bedingung zur Fortführung des Betrieb von Sachanlagen sind, sind die Kosten als nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zu aktivieren. Die Kosten für die Entwicklung, Erweiterung und wesentliche Verbesserung der Sachanlagen und der Anlagen im Bau werden ebenfalls aktiviert. Direkt zurechenbare Finanzierungskosten werden, soweit wesentlich, auf Sachanlagen, deren Herstellung sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, für den Zeitraum bis zur Fertigstellung aktiviert. Bestehen Maschinen und technische Anlagen aus Hauptkomponenten mit unterschiedlichen Nutzungsdauern, werden diese Komponenten separat abgeschrieben. Aufwendungen aus der Ersatzbeschaffung oder Verbesserung wesentlicher Bestandteile der Anlage werden aktiviert und separat über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Ein aus der vorhergehenden Ersatzbeschaffung bestehender Restbuchwert wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgebucht. Alle anderen Erhaltungsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sachanlagen werden planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer, wie auf Seite 45 dieses Konzernanhangs dargestellt, abgeschrieben. Die Abschreibungsmethode, die geschätzte verbleibende Nutzungsdauer und die Restbuchwerte werden jährlich überprüft. Der Buchwert von Sachanlagen wird bei Abgang oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus dem Gebrauch der Sachanlagen erwartet wird, ausgebucht. Gewinne und Verluste aus dem Abgang einer Sachanlage werden durch Ermittlung der Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und Restbuchwert der Sachanlage bestimmt und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. e. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen des Geschäfts- oder Firmenwertes, werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und ggf. anfallender Wertminderungsaufwendungen ("impairment") bilanziert. Immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen künftige wirtschaftliche Vorteile aus den immateriellen Vermögenswerten zufließen und die Kosten für die immateriellen Vermögenswerte verlässlich ermittelt werden können. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsmethode und die geschätzte verbleibende Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich überprüft. Die den sonstigen immateriellen Vermögenswerten zu Grunde gelegten Nutzungsdauern sind auf Seite 45 dieses Konzernanhangs zusammengefasst. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern zu jedem Bilanzstichtag auf Wertminderungen ("impairment") überprüft. Die Einschätzung, dass die geschätzte Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte unbestimmt ist, wird einmal jährlich überprüft. Nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden auf die bestehenden Vermögenswerte nur aktiviert, wenn diesen ein wirtschaftlicher Nutzen zugrunde liegt. Alle anderen Ausgaben werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen bezogen auf die Gewinnung neuer technischer Erkenntnisse, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungsaufwendungen für die Produktion neuer oder wesentlich verbesserter Produkte oder Prozesse werden aktiviert, wenn die Kosten verlässlich ermittelt werden können, die Produkte oder Prozesse technisch und wirtschaftlich realisierbar sind, ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist, und der Konzern beabsichtigt und über ausreichende Ressourcen verfügt, um die Entwicklung und Nutzung oder den Verkauf des Vermögenswertes zu realisieren. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Die Aufwendungen umfassen die Ausgaben für Materialien, direkte Lohnkosten und den Projekten zuordenbare angemessene Gemeinkosten. Kosten für erworbene Software sowie direkte Kosten im Zusammenhang mit der Anpassung und der Installierung werden aktiviert. Ausgaben für selbstgeschaffene Software werden aktiviert, sofern die Kriterien zur Aktivierung erfüllt sind. Alle anderen Softwareentwicklungsaufwendungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aufwendungen für bezogene Patente und Marken werden aktiviert. Aufwendungen für die Erweiterung der Patente oder Marken werden ebenfalls aktiviert. Alle anderen Aufwendungen in diesem Zusammenhang werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Von einer Regierung oder einer staatlichen Behörde erhaltene Emissionsrechte (Zertifikate) und Ausgaben für den Erwerb der Zertifikate werden als sonstige immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer mit dem Marktpreis zum Erwerbszeitpunkt aktiviert und jährlich auf Wertminderung überprüft. Registrierungsaufwendungen im Rahmen des europäischen Zulassungsverfahrens für chemische Stoffe REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) werden aktiviert und mit Erteilung der Zulassung über die entsprechende Nutzungsdauer abgeschrieben. f. Wertminderung auf nicht-finanzielle Vermögenswerte Die nicht-finanziellen Vermögenswerte des Konzerns werden, mit Ausnahme von Vorräten und aktiven latenten Steuern, zu jedem Bilanzstichtag oder wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert nicht mehr werthaltig ist, auf das Vorliegen einer Wertminderung überprüft ("impairment" Test). Ein "impairment" Test ist für Geschäfts- oder Firmenwerte, noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte und für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer zu jedem Bilanzstichtag vorzunehmen. Der Wertminderungsaufwand ("impairment") in der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag wird für einzelne Vermögenswerte basierend auf Annahmen ermittelt. Falls die Ermittlung des erzielbaren Betrags für einzelne Vermögenswerte nicht möglich ist, wird der erzielbare Betrag für die nächst höhere zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt, zu der der Vermögenswert gehört. Gemeinschaftliche Vermögenswerte erzeugen keine gesonderten Mittelzuflüsse. Wenn daher Anzeichen vorliegen, dass ein gemeinschaftlicher Vermögenswert wertgemindert sein könnte, wird der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt, zu der der gemeinschaftliche Vermögenswert gehört. Bezogen auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden Wertminderungen zuerst auf den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes, der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet ist und dann anteilig auf die anderen Vermögenswerte der Einheit verteilt. Mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten wird eine früher erfasste Wertminderung zurückgenommen, sofern sich die Schätzungen aufgrund des Eintretens eines Vorfalls, nach der die Wertminderung festgestellt wurde, geändert haben. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertminderung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die Zuschreibung wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. g. Finanzielle Vermögenswerte Der Konzern klassifiziert und bewertet finanzielle Vermögenswerte in den folgenden Kategorien:
Die Klassifizierung basiert auf dem Geschäftsmodell, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird. Der Konzern bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung und überprüft die Klassifizierung mindestens zu jedem Bilanzstichtag um zu beurteilen, ob sich das Geschäftsmodell geändert hat. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der Konzern verwaltet diese Investitionen und nimmt Kauf- und Verkaufsentscheidungen gemäß den beizulegenden Zeitwerten vor. Finanzielle Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzielle Vermögenswerte werden bilanziert, sobald der Konzern Vertragspartei wird und die Rechte auf die wirtschaftlichen Vorteile erhält. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn diese Rechte nicht mehr bestehen oder übertragen worden sind. Der Konzern bewertet finanzielle Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert einschließlich anfallender Transaktionskosten, welche direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Sofern der finanzielle Vermögenswert erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, werden die Transaktionskosten als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zinserträge von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt. Gemäß IFRS 9 kann in Abhängigkeit der Art und der Absicht des Haltens eines Eigenkapitalinstruments ein Unternehmen entscheiden einen finanziellen Vermögenswert als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet zu designieren. Wenn ein Unternehmen die Option zur Designierung eines Investments in ein Eigenkapitalinstrument als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet ausübt, ist eine Reklassifizierung des kumulierten Effektes aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes des Eigenkapitalinstruments in die Gewinn- und Verlustrechnung nicht zulässig. Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte basieren auf Börsen- bzw. Marktpreisen oder auf mit Hilfe eines diskontierten Cash-Flow-Modells abgeleiteten Werten. Der beizulegende Zeitwert von nicht börsennotierten Anteilen ist mit Methoden geschätzt, die den spezifischen wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligungen, die den Marktwert dieser Anteile beeinflussen, entsprechen. Auf- oder Abschläge, die sich aus der Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes und der Forderung am Fälligkeitstag ergeben, werden nach der Effektivzinssatzmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt die Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Diese Ermittlung berücksichtigt Anzeichen, ob ein Schuldner oder eine Gruppe von Schuldnern in finanziellen Schwierigkeiten ist, den Ausfall oder die Verzögerung von Zahlungen, die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz des Schuldners sowie weitere zukunftsgerichtete, beobachtbare Daten, welche auf eine messbare Verringerung der erwarteten zukünftigen "cash flows" hindeuten. Der erwartete Kreditverlust wird auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der Forderungshöhe bei Ausfall ermittelt. Auf Grundlage von externen und internen Informationen erfolgt die Zuordnung der Ausfallwahrscheinlichkeiten. Kredite und Forderung werden abgeschrieben, wenn es keine realistische Erwartung bezüglich ihrer zukünftigen Einbringlichkeit gibt. Die Höhe der Wertminderung für einen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswert ergibt sich als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes. Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und der Buchwert der Kredite und Forderungen wird entsprechend vermindert. Wenn nachfolgend ein Ereignis eine Reduzierung der Wertminderung begründet, wird die Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung zurückgenommen. h. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu dem Zeitpunkt bilanziert, sobald der Konzern Vertragspartei wird und dadurch eine vertragliche Verpflichtung hat. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn diese Verpflichtungen abgeführt, aufgehoben oder erloschen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert einschließlich angefallener Transaktionskosten angesetzt. In der Folgebewertung werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden verrechnet und als Nettobetrag dargestellt, wenn der Konzern einen Rechtsanspruch zur Aufrechnung hat und beabsichtigt, entweder auf einer Nettobasis zu zahlen oder den Vermögenswert zu realisieren und gleichzeitig die Verbindlichkeit auszugleichen. i. Vorräte Vorräte sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungspreis bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten umfassen Aufwendungen für den Erwerb und die Herstellung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten umfassen auch einen Anteil der direkt zurechenbaren produktionsbezogenen Gemeinkosten. Die Verteilung der Gemeinkosten erfolgt auf der Grundlage der Normalkapazität oder einer tatsächlich höheren Produktionsauslastung. Aufwendungen aus einer etwaigen Ineffizienz in der Produktion werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden wie folgt bewertet:
Der Nettoveräußerungspreis ist der geschätzte erzielbare Verkaufspreis im normalen Geschäftsverlauf abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. j. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, welcher dem Transaktionspreis entspricht, angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode, abzüglich etwaiger Wertminderungen, bilanziert. Eine vereinfachte Methode zur Bemessung des erwarteten Kreditverlustes wird für den Ansatz und die Bewertung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angewendet, bei der zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste und die Veränderungen der Wertberichtigung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte werden abgeschrieben, wenn keine berechtigte Erwartung für die Rückforderung fälliger Beträge besteht. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten keine signifikante Finanzierungskomponente. k. Flüssige Mittel Flüssige Mittel umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie beschränkt verfügbare flüssige Mittel. Flüssige Mittel sind zum Nennwert, der dem beizulegenden Zeitwert entspricht, bilanziert. Beschränkt verfügbare flüssige Mittel, sind gesondert im Konzernanhang in Höhe ihres Nennwertes dargestellt. I. Eigenkapital Die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika, ist alleinige Kommanditistin der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG und gemäß Gesellschaftsvertrag vom 13. Februar 2001 (zuletzt geändert am 24. Juni 2010) allein stimmberechtigt. Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG ist als Konzernobergesellschaft in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft organisiert, bei der die Gesellschafterin durch Ausübung eines gesetzlichen Kündigungsrechtes, das durch den Gesellschaftsvertrag nicht ausgeschlossen werden kann, die Gesellschaft zur Auszahlung der Kapitaleinlagen und der auf sie entfallenden Gewinnanteile verpflichten kann. Gemäß den Vorgaben des im Jahr 2008 überarbeiteten IAS 32 sind kündbare Finanzinstrumente bei Erfüllung bestimmter Bedingungen als Eigenkapital zu klassifizieren. Diese Bedingungen sind für die Kapitaleinlagen der Kommanditistin bei der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG aufgrund der gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen gegeben, so dass diese im Konzern-Eigenkapital ausgewiesen werden. Die Gewinnentnahmen der Kommanditistin werden dementsprechend in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals als Gesellschaftertransaktion ausgewiesen. m. Schulden Schulden, die eine finanzielle Verbindlichkeit darstellen, werden in kurz- und langfristig klassifiziert. Schulden werden bei erstmaligem Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert, abzüglich der angefallenen Transaktionskosten angesetzt und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn der Konzern die Verpflichtung zur Rückzahlung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag hat. Eine Schuld wird ausgebucht, wenn die Verpflichtung bezahlt, gemäß Vertrag erlassen wird oder abgelaufen ist. Gewinne oder Verluste aus Auf- oder Abschlägen, die sich aus der Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert der Schuld und dem Erfüllungsbetrag bei Fälligkeit ergeben, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Finanzaufwendungen nach der Effektivzinsmethode erfasst. Der Netto-Gewinn oder -Verlust aus der Änderung einer Schuld wird unmittelbar erfasst, wenn die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuld geändert wird. n. Leasing Verträge werden zu Vertragsbeginn beurteilt, um zu bestimmen, ob diese ein Leasingverhältnis begründen oder beinhalten. Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern Leasingverbindlichkeiten bewertet zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen. Die Leasingzahlungen umfassen:
Variable Leasingzahlungen, die nicht an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, werden als Aufwendungen in der Periode erfasst, in der das auslösende Ereignis oder die auslösende Bedingung die entsprechende Zahlung veranlasst, es sei denn diese Zahlungen werden als Bestandteil der Vorräte oder der Anlagen im Bau aktiviert. Bei der Bestimmung des Barwerts der Leasingzahlungen verwendet der Konzern den Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers zum Bereitstellungsdatum, da der dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz im Allgemeinen nicht ohne Weiteres ermittelbar ist. Der Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns ist der Zinssatz, den der Konzerns zahlen müsste, wenn er für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit die Mittel aufnehmen würde, die er in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld für einen Vermögenswert mit einem dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert benötigen würde. Nach dem Bereitstellungsdatum werden Finanzierungsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, sodass ein über die Perioden konstanter Zinsaufwand auf die verbleibende Leasingverbindlichkeit für jede Periode entsteht. Der Buchwert der Leasingverbindlichkeit wird neu bewertet bei einer Änderung des Leasingverhältnisses, bei einer Änderung der Laufzeit des Leasingverhältnisses, bei einer Änderung der künftigen Leasingzahlungen (zum Beispiel bedingt durch eine Veränderung des zur Bestimmung dieser Zahlungen verwendeten Indexes oder Zinssatzes) oder bei einer Änderung der Beurteilung einer Kaufoption für den zugrunde liegenden Vermögenswert. Der Konzern wendet die Regelungen zur Freistellung vom Ansatz für kurzfristige Leasingverhältnisse (Leasingverhältnisse, deren Laufzeit am Bereitstellungsdatum maximal zwölf Monate beträgt und die keine Kaufoption beinhalten) und für Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, an. Die entsprechenden Leasingzahlungen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und gegebenenfalls anfallender Wertminderungsaufwendungen, sowie berichtigt um Neubewertungen von Leasingverbindlichkeiten. Die Kosten des Nutzungsrechts umfassen:
Nutzungsrechte werden planmäßig linear bis zum Ende der Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts oder - sollte dies früher eintreten - bis zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Sofern die Ausübung einer Kaufoption durch den Konzern hinreichend sicher ist, wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende der Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts abgeschrieben. Die Aufwendungen für Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn sie werden als Bestandteil der Vorräte oder der Anlagen im Bau aktiviert Des Weiteren unterliegen Nutzungsrechte einer Wertminderungsprüfung ("impairment" Test). o. Rückstellungen Rückstellungen werden bilanziert, wenn für den Konzern eine gegenwärtig rechtliche oder faktische Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, ein Mittelabfluss wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe des Betrags möglich ist. Insbesondere für die Ermittlung der langfristigen Rückstellungen trifft das Management verschiedene Ermessensentscheidungen, da Schätzungen für die Bestimmung der zukünftig zu erwartenden Kosten zur Begleichung der entsprechenden Verpflichtungen erforderlich sind. Für die Bewertung langfristiger Rückstellungen werden die erwarteten zukünftigen Auszahlungen auf den Barwert abgezinst. Die Zuführungen aufgrund der Aufzinsung werden als Zinsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Langfristige Rückstellungen für Umwelt und Rückbau betreffen aufgrund von Umweltgesetzen geschätzte Verpflichtungen zur Einhaltung behördlicher Auflagen, Wiederherstellungsverpflichtungen und mit der Stilllegung von Anlagen im Zusammenhang stehende Sachverhalte, basierend auf der Umweltpolitik des Konzerns unter Berücksichtigung der aktuellen technologischen, ökologischen und rechtlichen Anforderungen. Eine Rückstellung für Rückbau wird bilanziert, sobald die Umweltverpflichtung entstanden ist. In dem Umfang, in denen die Verpflichtungen den Rückbau einer Anlage betreffen, werden diese als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes aktiviert. Spätere Änderungen der für die Schätzung der Verpflichtung zugrunde gelegten Annahmen, werden als Anpassung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes bilanziert. Nachträgliche Änderungen der Verpflichtungen, die keinen Bezug zur Herstellung des Vermögenswertes haben, sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Eine Erhöhung der diskontierten langfristige Rückstellungen infolge des Zeitablaufs wird als Finanzierungsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Kosten für die Stilllegung von Anlagen und Maschinen werden als geschätzter Barwert der künftigen Stilllegungskosten unter Berücksichtigung der aktuellen ökologischen und rechtlichen Bestimmungen als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlagen aktiviert, soweit sie mit dem Bau der Anlage im Zusammenhang stehen und als Verpflichtung entstanden sind. Diese Schätzungen werden mindestens einmal jährlich überprüft. Die Auswirkungen von späteren Änderungen der für die Schätzung der Verpflichtung zugrunde gelegten Annahmen, werden als Anpassung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes bilanziert. Nachträgliche Änderungen der Verpflichtungen, die keinen Bezug zur ursprünglichen Konstruktion des Vermögenswertes haben, sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Laufende Ausgaben für Umweltsanierungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. p. Leistungen an Arbeitnehmer Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer sind solche, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Geschäftsjahr, in dem die Dienstleistungen erbracht wurden, gezahlt werden. Vergütungen der Mitarbeiter werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Für nicht genommenen Urlaub, Incentive Bonus und andere kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer werden Abgrenzungen ("accruals") unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Der Konzern hält leistungsorientierte Versorgungszusagen für seine Mitarbeiter, die über Rückstellungen finanziert sind. Darüber hinaus bestehen beitragsorientierte Altersversorgungssysteme. Die Höhe der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird jährlich auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Die leistungsorientierten Versorgungszusagen werden durch die Bewertung der in der laufenden Periode und in früheren Perioden erdienten Leistungen, auf der Grundlage der erbrachten Leistungen der Arbeitnehmer ermittelt. Zur Bestimmung des Barwerts der zukünftigen Ansprüche werden die erwarteten Auszahlungen abgezinst. Die jährliche Bewertung durch versicherungsmathematische Gutachter wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") durchgeführt. In Übereinstimmung mit IAS 19 (rev. 2011) wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand im Zeitpunkt der Planänderung erfolgswirksam als Teil des Jahresergebnisses berücksichtigt. In Übereinstimmung mit IAS 19 (rev. 2011) werden versicherungsmathematische Bewertungsanpassungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) erfolgsneutral als sonstiger Ergebnisbestandteil verrechnet. Bei beitragsorientierten Altersversorgungssystemen (z. B. Direktversicherungen, Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung) werden die einzahlungspflichtigen Beiträge unmittelbar als Aufwand erfasst. Rückstellungen werden dafür nicht gebildet, da der Konzern in diesen Fällen neben der Verpflichtung zur Beitragszahlung keiner zusätzlichen Verpflichtung unterliegt. Sasol Ltd., die oberste Konzernmuttergesellschaft, hat Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, aktienbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ("equity-settled") aufgelegt. Im Fall von "equity-settled"-Vergütungen ermöglicht der Ausgleich mit Eigenkapitalinstrumenten bestimmten Mitarbeitern über einen festgelegten Zeitraum, Aktien der Sasol Ltd. zu erwerben. Solche aktienbasierten Vergütungen werden zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung bilanziert. Der Zeitwert am Gewährungsstichtag der auf Eigenkapitalinstrumenten basierenden Vergütungen wird als Personalaufwand und korrespondierend als Anstieg der im Eigenkapital ausgewiesenen Rücklage für das Aktienprogramm erfasst. Die Erfassung wird linear über den Erdienungszeitraum verteilt bis der Mitarbeiter bedingungslos anspruchsberechtigt wird und die gewährten Aktien verkaufen kann. Hierzu sind Schätzungen der Geschäftsführung zum Umfang der bezogenen Aktien, unter Berücksichtigung von nicht marktbasierten Ausübungsbedingungen, erforderlich. Der beizulegende Zeitwert dieser Rechte wird mit Hilfe von stochastischen Modellen berechnet. Die erwarteten Laufzeiten, die in den Modellen unterstellt wurden, basieren auf Schätzungen der Geschäftsführung, die die Auswirkungen der Ausübungsbeschränkungen, Fluktuation, Volatilität, Dividendenrendite und Erdienungszeitraum berücksichtigen. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt die Bedingungen, unter denen diese Vergütungen gewährt werden und das Ausmaß der von den Mitarbeitern zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen. Abfindungen werden als Verbindlichkeit bilanziert, wenn der Konzern nachweislich einen detaillierten Plan zur vorzeitigen freiwilligen Kündigung, vor dem Zeitpunkt der regulären Pensionierung oder Kündigung des Arbeitsverhältnisses, ohne realistische Möglichkeit des Rücktritts anerkannt hat oder wenn der Konzern Abfindungen aufgrund eines Angebots zur Förderung eines freiwilligen vorzeitigen Ausscheiden gewährt hat. Im Falle eines Angebots zum freiwilligen Ausscheiden werden die Abfindungen auf der Grundlage der erwarteten Zahl der Beschäftigten gemessen, die das Angebot voraussichtlich annehmen. Abfindungen, die voraussichtlich erst mehr als 12 Monate nach Ende des Berichtszeitraums ausgezahlt werden, werden auf ihren Barwert abgezinst. q. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Erhaltene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden planmäßig über die Zeiträume in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, die erforderlich sind, um sie mit den anfallenden Kosten, für die sie gewährt wurden, zu verrechnen. Zuwendungen im Zusammenhang mit langfristigen Vermögenswerten werden in der Bilanz entsprechend als langfristige Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und auf der Grundlage der unterstellten Nutzungsdauer der Vermögenswerte erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Einnahmen vor Auslieferung oder vor Erbringung einer Dienstleistung werden in der Bilanz als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und erst in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die unter Punkt u. "Erlöse" erläuterten Ansatzkriterien erfüllt sind. r. Steuern Ertragsteuern werden auf der Grundlage des Jahresüberschusses vor Steuern für das Jahr berechnet. Sie betreffen laufende und latente Steuern. Laufende Steuern werden auf das zu versteuernde Einkommen für das Jahr mit verabschiedeten Steuersätzen berechnet und berücksichtigen zusätzlich etwaige Anpassungen auf Steuerverbindlichkeiten der Vorjahre. Zwischen der Sasol Chemie KG (Organträgerin), der Sasol Solvents Germany GmbH, der Sasol Chemicals GmbH sowie der Sasol Germany GmbH (Organgesellschaften) besteht eine steuerliche Organschaft (einschließlich Ergebnisübernahmevereinbarung) hinsichtlich der Körperschaft- und Gewerbesteuer einerseits und der Umsatzsteuer andererseits. In diesem Zusammenhang und aufgrund der Besteuerung der Sasol Chemie KG als Personengesellschaft trägt diese in Deutschland nur die Gewerbesteuer. Die Sasol Chemical Holdings als Kommanditistin der Sasol Chemie KG trägt in Deutschland ebenfalls nur die Gewerbesteuer, da auch die Sasol Chemical Holdings eine Personengesellschaft ist. Die deutschen Körperschaftsteuern und Solidaritätszuschläge auf die Gewinne der betreffenden Gesellschaften trägt die Kommanditistin der Sasol Chemical Holdings, die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., eine Tochtergesellschaft der obersten Sasol Muttergesellschaft, Sasol Ltd. Latente Steuern werden unter Anwendung der bilanzorientierten Methode auf alle temporären Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten und den Steuerbilanzwerten sowie auf etwaige steuerliche Verlustvorträge gerechnet. Auf die folgenden temporären Differenzen werden keine latenten Steuern berechnet:
Die latente Steuer wird unter Verwendung verabschiedeter bzw. angekündigter Steuersätze am Bilanzstichtag berechnet, die voraussichtlich zur Anwendung kommen, wenn der Vermögenswert realisiert oder die Verbindlichkeit ausgeglichen wird. Ein latenter Steueranspruch wird in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das der latente Steueranspruch verbraucht werden kann. Die bilanzierten latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten spiegeln die steuerlichen Konsequenzen aus der erwarteten Realisierung oder Abrechnung der Buchwerte der Aktiva und Passiva wider. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn sie sich auf dieselbe Fiskalbehörde beziehen und die Möglichkeit der Aufrechnung besteht. s. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zum Erfüllungsbetrag bewertet. t. Erlöse Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn durch die Erfüllung einer Leistungsverpflichtung die Verfügungsgewalt an Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden übertragen worden ist. Eine Leistungsverpflichtung kann zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden. Der Konzern erfüllt seine Leistungsverpflichtungen im Wesentlichen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die erfassten Erlöse entsprechen der Gegenleistung, die der Konzern für jede eigenständig abgrenzbare Leistungsverpflichtung nach Abzug von indirekten Steuern, Rabatten und Preisnachlässen voraussichtlich erhalten wird und bestehen im Wesentlichen aus dem Verkauf von chemischen Produkten. Zur Bestimmung der Erlöse erfolgt die Aufteilung auf Basis der Einzelveräußerungspreise. Der Konzern tätigt Tauschgeschäfte mit den gleichen Vertragspartnern über den Kauf und Verkauf von Vorräten, die im gegenseitigen Einverständnis eingegangen werden. Sofern gleichartige Einheiten getauscht werden, werden diese Transaktionen zusammengefasst und als ein Tauschgeschäft berücksichtigt. Der Tausch wird auf Basis des Buchwertes der zugrundeliegenden Vorräte erfasst. Die Zeitspanne zwischen der Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung auf den Kunden und der Bezahlung durch den Kunden überschreitet 12 Monate nicht und es erfolgt keine Anpassung für den Zeitwert des Geldes durch den Konzern. Der Konzern erfüllt seine Leistungsverpflichtung beim Übergang der Verfügungsgewalt an den chemischen Produkten auf den Kunden. Als Lieferbedingungen werden hauptsächlich die Incoterms FCA (frei Frachtführer) und CPT (frachtfrei) vereinbart, sodass der Übergang der Verfügungsgewalt auf den Kunden erfolgt, sobald die Ware an einen vereinbarten Ort oder an den Frachtführer geliefert worden ist. u. Finanzierungsaufwendungen Wesentliche Finanzierungsaufwendungen für Sachanlagen werden im Zusammenhang mit qualifizierten Vermögenswerten aktiviert. Diese Finanzierungsaufwendungen werden über den Zeitraum, in dem der Vermögenswert erworben oder hergestellt wird und Fremdkapital aufgenommen wurde, aktiviert. Die Aktivierung wird beendet, wenn der Bau des Vermögenswertes über einen längeren Zeitraum unterbrochen oder weitgehend abgeschlossen ist. Zukünftige Finanzierungsaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In dem Umfang, in dem der Konzern Fremdmittel speziell für die Beschaffung oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts aufnimmt, wird der Betrag der aktivierbaren Fremdkapitalkosten als tatsächlich angefallene Fremdkapitalkosten abzüglich etwaiger Anlageerträge aus der vorübergehenden Zwischenanlage dieser Mittel bestimmt. In dem Umfang, in dem der Konzern Fremdkapital allgemein aufgenommen und für die Beschaffung oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes verwendet hat, wird der Betrag der aktivierbaren Fremdkapitalkosten durch Anwendung eines Finanzierungskostensatzes auf die Ausgaben für diesen Vermögenswert bestimmt. Als Finanzierungskostensatz wird der gewogene Durchschnitt der Fremdkapitalkosten für solche Kredite des Konzerns zugrunde gelegt, die während der Periode bestanden haben, einschließlich des speziell für die Beschaffung oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts aufgenommenen Fremdkapitals, sobald der entsprechende Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch oder Verkauf fertig gestellt worden ist. Der Betrag der während einer Periode aktivierten Fremdkapitalkosten darf die in der betreffenden Periode insgesamt angefallenen Fremdkapitalkosten nicht übersteigen. v. Kritische Schätzungen und Annahmen Die Geschäftsführung des Konzerns nimmt Schätzungen und Annahmen im Hinblick auf die Zukunft bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vor. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Beträgen, die sich aus Schätzungen und Annahmen ergeben, abweichen. Im Konzernanhang werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie Angaben über sonstige am Abschlussstichtag wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, angegeben. Wesentliche Schätzungen und Annahmen wurden insbesondere bei den folgenden Sachverhalten vorgenommen:
Die Geschäftsführung analysiert in regelmäßigen Abständen ihre Schätzungen und Annahmen, basierend auf Erfahrungen und sonstigen Faktoren, einschließlich der Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse. Änderungen werden in der Periode vorgenommen, in der die Schätzungen überprüft werden. Auswirkungen auf Folgeperioden werden entsprechend berücksichtigt. w. Anpassungen der Vergleichsinformationen (Vorjahreszahlen) Teilweise wurden für das Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr zusätzliche Informationen bereitgestellt. Soweit dies möglich war, wurden für das Vorjahr entsprechende Informationen ergänzt. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach den Geschäftsbereichen des Konzerns:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Berichtsjahr im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattungen von nahestehenden Unternehmen in Höhe von € 65,7 Mio (30. Juni 2021: € 62,6 Mio). Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Berichtsjahr Währungsgewinne in Höhe von T€ 1.638 berücksichtigt. 3. Material- und Energieaufwand
4. Personalaufwand
Zum Bilanzstichtag waren im Konzern insgesamt 1.741 Mitarbeiter (30. Juni 2021: 1.634) in unbefristeten Arbeitsverhältnissen (Permanente Mitarbeiter) beschäftigt. Im Zusammenhang mit einer überarbeiteten Definition der Anzahl der permanenten Mitarbeiter, die nun auch den Einbezug der passiven permanenten Mitarbeiter (z.B. in Elternzeit befindliche) vorsieht, ist auf eine eingeschränkte Vergleichbarkeit mit der Vorjahreszahl hinzuweisen. Im Durchschnitt wurden im Berichtsjahr insgesamt 1.687 (30. Juni 2021: 1.649) Mitarbeiter beschäftigt. Die für obige Zwecke ermittelte Anzahl der Beschäftigten teilt sich wie folgt auf die Funktionsbereiche auf:
5. Vertriebskosten In den Vertriebskosten sind alle Kosten enthalten, die durch den Verkauf und Vertrieb der Produkte an den Kunden entstehen. Dazu gehören vor allem Logistikkosten, Frachtkosten, spezielle Versicherungen für den Versand der Waren, Zölle, Verbrauchssteuern und Kommissionen an die Agenten. 6. Instandhaltungsaufwand Die Position berücksichtigt alle Aufwendungen, die dem Erhalt der Vermögenswerte, insbesondere der Produktionsanlagen, dienen. 7. Abschreibungen Die Abschreibungen, unterteilt nach planmäßigen Abschreibungen und außerplanmäßigen Abschreibungen ("impairment" Abschreibungen), betreffen das Konzernanlagevermögen wie folgt:
Im Geschäftsjahr wurden "impairment" Tests durchgeführt, welche jedoch zu keinen "impairment" Abschreibungen für die entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten führten. Das im Vorjahr erfasste "impairment" auf Sachanlangen in Höhe von T€ 1.543 betraf ein spezifisches Produktionsgebäude, welches für den Konzern zum 30. Juni 2021 keine künftige Verwendung hatte. 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Prüfungskosten betreffen Leistungen des Jahresabschlussprüfers für die Prüfung der Jahresabschlüsse der in diesen Konzernabschluss vollkonsolidierten Gesellschaften in Höhe von T€ 613 (30. Juni 2021: T€ 554). Darüber hinaus enthielten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vorjahr Währungskursverluste in Höhe von insgesamt T€ 498. 9. Währungsgewinne und -verluste Währungskursgewinne und -verluste werden zum Stichtag saldiert und entsprechend unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Folgende Tabelle veranschaulicht die Zusammensetzung des Währungskursergebnisses:
Die Währungsgewinne auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrafen im Geschäftsjahr insbesondere USD-Forderungen. 10. Betriebsaufwendungen und -erträge Die betrieblichen Aufwendungen und Erträge, aufgeteilt nach externen und nahestehende Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Die internen und externen Aufwendungen für Forschung betrugen im Berichtsjahr € 15,1 Mio (30. Juni 2021: € 15,1 Mio). 11. Zinsen und ähnliche Erträge Im Geschäftsjahr wurden Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von insgesamt T€ 186 (30. Juni 2021: T€ 204) erwirtschaftet. Davon betreffen wie im Vorjahr T€ 0 Zinserträge von nahestehenden Unternehmen. 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand gliedert sich wie folgt:
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag lassen sich auf den fiktiven Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Konzernobergesellschaft Sasol Chemical Holdings in Höhe von 16,45 % (30. Juni 2021: 16,45 %) auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, wie folgt überleiten:
14. Konzern-Gesamtergebnisrechnung Das Konzerngesamtergebnis betrifft die folgenden sonstigen Ergebnisbestandteile:
Die in den sonstigen Ergebnisbestandteilen des Konzerngesamtergebnisses enthaltenen Steuereffekte betreffen die folgenden Posten:
Erläuterungen zur Konzernbilanz 15. Sachanlagen, Nutzungsrechte, sonstige immaterielle Vermögenswerte Die Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens wird in den Anlagespiegeln auf den folgenden Seiten dargestellt. Die den Sachanlagen zu Grunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Die den immateriellen Vermögenswerten zu Grunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Entwicklung des Konzernanlagevermögens vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022
Entwicklung des Konzernanlagevermögens vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021
Die Investitionen in Sachanlagen lassen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammenfassen:
Die Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten betreffen zum 30. Juni 2022 mit einem Buchwert von T€ 20.599 auch Emissionsrechte. Zum 30. Juni 2021 waren Rechte auf die Zuteilung von Emissionsrechten für das Kalenderjahr 2021 mit einem Buchwert von T€ 12.049 bilanziert, da die offizielle Zuteilung dieser Emissionsrechte erst nach dem 30. Juni 2021 erfolgt war. Emissionsrechte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Anschaffungskosten am Zuteilungstag der Emissionsrechte betragen zum 30. Juni 2022 T€ 20.599. Im Vorjahr basierten die Anschaffungskosten auf der erwarteten Zuteilung der Emissionsrechte für das Kalenderjahr 2021 und betrugen zum 30. Juni 2021 T€ 12.049. 16. Impairment und Wertaufholungen auf Sachanlagen und Nutzungsrechte sowie auf sonstige immaterielle Vermögenswerte Im Geschäftsjahr wurden auf Sachanlagen und auf sonstige immaterielle Vermögenswerte keine "impairments" erfasst. Im Vorjahr wurde auf Sachanlagen ein "impairment" in Höhe von T€ 1.543 erfasst. Dieses "impairment" auf Sachanlagen betraf ein spezifisches Produktionsgebäude, welches für den Konzern zum 30. Juni 2021 keine künftige Verwendung mehr hatte. 17. Finanzanlagen Die Finanzanlagen des Konzerns in Höhe von T€ 29.162 (31. Juni 2021:T€ 27.515) betreffen im Wesentlichen als "at fair value through OCI" klassifizierte Anteile des Allianz Global Investmentfonds (AGI Investmentfonds). Zum Bilanzstichtag wurden Kursverluste, vor Steuereffekten, in Höhe von T€ 3.436 (30. Juni 2021: Kursgewinne, vor Steuereffekten, in Höhe von T€ 2.608) berücksichtigt. Diese wurden erfolgsneutral gegen die Rücklage aus Neubewertungen gebucht. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr mit Eintragung im Handelsregister am 31. Mai 2022 die Gesellschaft Concrete Chemicals GmbH mit einer Kapitalbeteiligung von 33,33 % durch die Sasol Germany gegründet. Die Gesellschaft wurde zum 30. Juni 2022 nicht in den Konzern einbezogen, sondern als Finanzanlage in Höhe von T€ 10 ausgewiesen. Die im Konzern ausgewiesenen Finanzanlagen der Kategorie "at fair value through OCI" betreffen als Residualgröße Finanzinstrumente, die nicht anderen Kategorien zugeordnet sind. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 18. Sonstige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
Die kurzfristigen Kreditforderungen gegen nahestehende Unternehmen betreffen Geldanlagen bei der Sasol Financing International Ltd., Johannesburg, Südafrika. Die Forderungen aus vertraglich begründeten Ansprüchen betreffen zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von T€ 20.391 (30. Juni 2021: T€ 18.019) abzüglich einer Risikovorsorge in Höhe von T€ 13.030 (30. Juni 2021: T€ 12.166). Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten und Einzelheiten zu der Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes für finanzielle Vermögenswerte befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 19. Forderungen (langfristig) Die langfristigen Forderungen in Höhe von insgesamt T€ 38.140 (30. Juni 2021: T€ 12.865) betreffen in Höhe von T€ 7.881 (30. Juni 2021: T€ 12.865) Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen. Das sich auf diese Forderungen ergebende versicherungsmathematische Bewertungsergebnis in Höhe von € -5,1 Mio (30. Juni 2021: € -1,2 Mio) wurde entsprechend der Regelungen des IAS 19 (rev. 2011) in den sonstigen Ergebnisbestandteilen berücksichtigt. Darüber hinaus enthält der Posten zum 30. Juni 2022 erstmalig in Höhe von € 30,3 Mio langfristige Forderungen gegen Rückdeckungsversicherungen die nicht an Pensionsberechtigte abgetreten wurden. Diese wurden im Zusammenhang mit der Umwandlung durch Abspaltung übernommen. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Forderungen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 38.140 (30. Juni 2021: T€ 12.865). Die langfristigen Forderungen haben zu den Bilanzstichtagen die folgenden Restlaufzeiten:
20. Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Die Vorräte enthalten Bestände mit einem Buchwert in Höhe von T€ 45.595 (30. Juni 2021: T€ 15.185), die zum Bilanzstichtag mit dem geringerem Nettoveräußerungswert bilanziert werden. Die entsprechenden Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert betragen im Geschäftsjahr T€ 15.358 (30. Juni 2021: T€ 4.340). 21. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Einzelheiten zu der Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes für finanzielle Vermögenswerte befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 22. Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen Forderungen gegen nahestehende Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten und Einzelheiten zu der Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 23. Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten betrifft im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungsposten für Lohnverarbeitung, Mieten und Wartungen. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind innerhalb eines Jahres fällig. Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. 24. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel betreffen:
Die beschränkt verfügbaren flüssigen Mittel betreffen Barhinterlegungen für Zölle und Verbrauchsteuern. Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der flüssigen Mittel dem beizulegenden Zeitwert. Zudem sind langfristig beschränkt verfügbare flüssige Mittel in Höhe von T€ 1.005 im Geschäftsjahr erstmalig im Bilanzposten Finanzanlagen ausgewiesen. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 25. Eigenkapital Unter dem Eigenkapital werden gemäß IAS 32 auch das Kommanditkapital und die Rücklagen der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG ausgewiesen. Das Kommanditkapital der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG beträgt zum 30. Juni 2022, im Vergleich zum Vorjahr unverändert, € 5,0 Mio. Im Berichtsjahr erfolgte eine Entnahme aus dem vom Konzern erwirtschafteten Kapital in Höhe von € 54,5 Mio. Die sonstigen Rücklagen betragen zum 30. Juni 2022, im Vergleich zum Vorjahr unverändert, € 172,8 Mio. Das erwirtschaftete Konzernkapital beträgt zum 30. Juni 2022 € 596,8 Mio. Die Kapitaleinlagen in die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG sind gemäß IAS 32 als kündbare Finanzinstrumente zu klassifizieren. Aufgrund der herrschenden Gesellschafterstellung der Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika, ist mit der vollständigen Rückzahlung der kündbaren Finanzinstrumente grundsätzlich nicht zu rechnen. Die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika, ist alleinige Kommanditistin der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG und gemäß Gesellschaftsvertrag allein stimmberechtigt. Mangels entsprechender Markttransaktionen ist aufgrund der besonderen Geschäftstätigkeit des Konzerns die Bestimmung des Zeitwerts der kündbaren Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag nicht verlässlich möglich. Zu einer detaillierten Darstellung verweisen wir auf die Übersicht "Entwicklung des Konzerneigenkapitals" als Bestandteil dieses Konzernabschlusses. 26. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen erworbene Ansprüche der aktiv beschäftigten Arbeitnehmer sowie der ehemaligen Arbeitnehmer und deren Angehörige. Die Ausgestaltung der Versorgungsleistungen richtet sich nach den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in Deutschland und umfasst leistungsorientierte Versorgungssysteme ("defined benefit plans"). Die leistungsorientierten Versorgungssysteme bestehen im Sasol Chemical Holdings Konzern aus rückstellungsfinanzierten Zusagen ("unfunded plans"). Darüber hinaus wurden im Rahmen der Umwandlung durch Abspaltung auch rückdeckungsfinanzierte Pensionsverpflichtungen übernommen. Die Rückdeckungen sind im Wesentlichen unverpfändet und stellen daher kein Planvermögen im Sinne des IAS 19 (rev.2011) dar. In Deutschland werden unterschiedliche Pläne durchgeführt. Im Allgemeinen wird die Höhe der Leistungszusagen anhand der Betriebszugehörigkeit und des Gehaltes bei Rentenantritt ermittelt, daneben gibt es aber auch Zusagen, die sich nach der Betriebszugehörigkeit und einem festen EUR-Wert bemessen. Für Neuzugänge ab dem 1. März 2001 (Sasol Germany) bzw. 1. Januar 2006 (Sasol Solvents Germany) wurde ein "cash-balance-plan" eingeführt. Demnach leisten der Arbeitgeber und der Mitarbeiter Beiträge zum Plan. Alle Pläne sind rückstellungsfinanziert und die Auszahlungen der Pensionen erfolgen durch den Arbeitgeber. Aus den oben beschriebenen Plänen ergeben sich keine außergewöhnlichen Risiken i.S. von IAS 19.139 b) (rev.2011). Die wesentlichen Bewertungsparameter lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen stellen sich folgendermaßen dar:
Die Pensionsverpflichtungen betreffen die Tochtergesellschaften Sasol Germany und Sasol Solvents Germany und entwickelten sich zum Bilanzstichtag wie folgt:
Die ergebniswirksamen Effekte einschließlich der ergebnisneutralen OCI-Effekte gem. IAS 19 (rev.2011) (Bewertungsergebnis) lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:
Die für das Geschäftsjahr 2022/2023 erwarteten Aufwendungen für die rückstellungsfinanzierten leistungsorientierten Versorgungspläne bemessen sich nach Angaben der versicherungsmathematischen Gutachten auf insgesamt T€ 20.087. Das Fälligkeitsprofil der erwarteten Auszahlungen stellt sich auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten folgendermaßen dar:
Eine Veränderung der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen i.S. einer Sensitivitätsanalyse um jeweils etwa 1 %-Punkte nach oben und nach unten führt auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten zu den folgenden Veränderungen der Leistungsverpflichtungen:
Eine Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen bezüglich einer um jeweils 1 Jahr verlängerten oder verkürzten Lebenserwartung führt gemäß Heubeck Richttafeln 2018G auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten zu einer Erhöhung von € 19,0 Mio bzw. Minderung von € -19,3 Mio der Leistungsverpflichtung. 27. Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen haben die folgende Fälligkeitsstruktur:
Langfristige sonstige Rückstellungen werden in Abhängigkeit von der Fälligkeitsstruktur mit Zinssätzen bis 3,1 % p.a. abgezinst. Die im Vergleich zum Vorjahr zu berücksichtigende Zinsanpassung betragen T€ - 3.320 (30. Juni 2021: T€ 20) und sind unter den Aufösungen ausgewiesen. Vor Abzinsung betragen die sonstigen Rückstellungen zum 30. Juni 2022 insgesamt € 40,9 Mio (30. Juni 2021: € 37,6 Mio). Die ausgewiesenen Personalrückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit Altersteilzeitprogrammen und Jubiläumsgratifikationen. Die Rückstellung für Umwelt und Rückbau betrifft Verpflichtungen zur Beseitigung von Umweltverunreinigungen sowie die Verpflichtung zum Rückbau bestehender Anlagen nach Ende der Nutzung dieser Anlagen. Die Rückstellung für Rabatte und Boni betrifft im Wesentlichen erwartete Erlösschmälerungen. Die Ermittlung der Rückstellungshöhe für Kundenabzüge erfolgt auf der Basis spezifischer Kundenvereinbarungen. 28. Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen betreffen Vereinbarungen mit diversen Sasol-Konzerngesellschaften, jederzeit liquide Mittel im Sasol Chemical Holdings Konzern anzulegen. Die Vereinbarungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verzinsung ist variabel und basiert auf kurzfristigen Referenzzinssätzen abzüglich einer Marge, bei negativem Zins minimal null. Aufgrund der variablen Verzinsung dieser Finanzverbindlichkeiten sowie des konstanten Risikoprofils der Unternehmensgruppe im Zusammenhang mit Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen entspricht der beizulegende Zeitwert dem Buchwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 29. Sonstige Finanzverbindlichkeiten Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten betreffen ein von der IKB Deutsche Kreditbank AG, Düsseldorf, gewährtes Darlehen. Das festverzinsliche Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026 und dient der Finanzierung des Neubaus einer Gasturbine am Standort Brunsbüttel. Der vereinbarte Zinssatz beträgt 1,95 % p.a. Die Fälligkeitsstruktur der sonstigen Finanzverbindlichkeiten ist wie folgt:
Der beizulegende Zeitwert der sonstigen Finanzverbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag T€ 8.596 (30. Juni 2021: T€ 11.234). Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 30. Leasingverbindlichkeiten Die Leasingverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr ergaben sich aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von insgesamt € 20,4 Mio (30. Juni 2021: € 19,6 Mio), welche Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von € 1,6 Mio (30. Juni 2021: € 1,7 Mio). umfassen. Darüber hinaus erfolgten Auszahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse in Höhe von T€ 66 (30. Juni 2021: T€ 4) und für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte in Höhe von T€ 1.013 (30. Juni 2021: T€ 1.872). Weitere Angaben zu den Leasingverbindlichkeiten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 31. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Aufgrund der im Wesentlichen kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 32. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 33. Rechnungsabgrenzungsposten (passiv) Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Zuwendungen für das Anlagevermögen, die in einem Posten auf der Passivseite der Bilanz gesondert von den Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten (Emissionsrechten) ausgewiesen werden, für die die Zuwendungen bestimmt sind.
34. Forderungen aus Steuern Die Forderungen aus Steuern lassen sich wie folgt darstellen:
35. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen zum 30. Juni 2022 u.a. erhaltene Anzahlungen in Höhe von T€ 4.792 (30. Juni 2021 T€ 6.046). Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der sonstigen Verbindlichkeiten dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 36. Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn sie sich auf dieselbe Fiskalbehörde beziehen und die Möglichkeit der Aufrechnung besteht. Die Veränderungen der saldierten latenten Steuern gliedern sich wie folgt:
Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen wie folgt:
Die latenten Steuern beinhalten in Höhe von € -24,5 Mio (30. Juni 2021: € -12,2 Mio) Verbindlichkeiten, die innerhalb eines Jahres realisiert werden. Die latenten Steuern werden im Regelfall ergebniswirksam gebildet. Die im Eigenkapital ergebnisneutral erfassten aktiven und passiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen aktive latente Steuern aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 18,2 Mio (30. Juni 2021: € 31,2 Mio). Aktive latente Steuern werden auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt, sofern deren Realisierung in der näheren Zukunft wahrscheinlich ist. Der Konzern kalkuliert zum 30. Juni 2022 aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 92. Die nicht angesetzten steuerlichen Verlustvorträge betragen zum 30. Juni 2022 T€ 0 (30. Juni 2021: T€ 1.125) und sind nach derzeit geltender Rechtsgrundlage unbegrenzt vortragsfähig. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung 37. Veränderungen "working capital" Die Veränderungen im "working capital" stellen sich wie folgt dar:
Übrige Angaben 38. Mitarbeiterbeteiligungsprogramme Derzeit gewährt Sasol Ltd. ausgewählten Führungskräften des Sasol Chemical Holdings Konzerns das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Sasol "long term incentive scheme", welches nachfolgend erläutert wird. Darüber hinaus sind im Geschäftsjahr für das bereits beendete und noch bis zum 30. Juni 2021 bestehende Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Sasol "share appreciation rights scheme" (mit und ohne Berücksichtigung von mittelfristigen Unternehmenszielen) die noch verbliebenen erdienten Rechte der Mitarbeiter durch Zahlung abgegolten worden. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogram Sasol "long term incentive scheme" (LTI) ist von der Muttergesellschaft Sasol Ltd. aufgelegt und wird gegenüber den Führungskräften auf Basis des südafrikanischen Rand (ZAR) abgerechnet. Die folgenden Darstellungen betreffen die von der Sasol Ltd. zur Verfügung gestellten Informationen mit Bezug auf dieses Mitarbeiterbeteiligungsprogram (in ZAR). Der im Berichtsjahr anzuwendende Umrechnungskurs beträgt 1 € = 17,1547 ZAR (30. Juni 2021: 1 € = 18,3831 ZAR). Zu den Erträgen/Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme wird auf Punkt 4 dieses Konzernanhangs verwiesen. Des Weiteren sind die bilanziellen Auswirkungen in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals unter der Rücklage für das Mitarbeiter Aktienprogramm sowie in den Personalrückstellungen unter den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Zum 30. Juni lässt sich für den Sasol Chemical Holdings Konzern die Anzahl der jeweiligen gewährten Rechte wie folgt zusammenfassen:
Das LTI Programm, das "equity-settled" ist, bietet bestimmten leitenden Angestellten eine zusätzliche Vergütung, die an bestimmte "corporate performance targets" (CPTs) gekoppelt sind. Zuteilungen der LTIs sind mit der Leistung verbunden - sowohl die der Sasol Gruppe als auch die des Einzelnen. Bei Kündigung durch den Arbeitnehmer verfallen nicht ausgeübte LTIs. Im Todesfall werden die LTIs sofort ausgeübt und an den Nachlassverwalter des Verstorbenen ausgezahlt. Bei der Berechnung der Höhe wird erwartet, dass die CPTs erfüllt sind. Im Falle des Ruhestands oder von Entlassungen werden die LTIs sofort ausgeübt. Die Höhe muss innerhalb von 40 Tagen nach Kündigung festgelegt werden. Dabei werden die erwarteten CPTs berücksichtigt. Es gibt keinen verkürzten Erdienungszeitraum für das Top Management. Die für die Bewertung der aktienbasierten Vergütungen getroffenen Annahmen stellen sich wie folgt dar:
Der Zinssatz für risikolose Anlagen für die Zeiträume innerhalb der Vertragslaufzeit der Rechte basiert auf der ZAR- und USD "swap curve" zum Zeitpunkt der Bewertung der gewährten Rechte. Die erwartete Volatilität des Wertes der gewährten Rechte wird anhand der historischen Volatilität des Sasol-Aktienpreises bewertet. Die erwartete Dividendenrendite der eingeräumten Rechte wird anhand der erwarteten Dividendenzahlungen der Sasol Stammaktien bewertet. Die Bewertung der aktienbasierten Vergütungsaufwendungen erfordert ein hohes Maß an Schätzungen durch das Management. 39. Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente Die Aktivitäten der Gruppe sind mit den Effekten aus Marktpreisschwankungen an den Kapitalmärkten, Schwankungen der Fremdwährungskurse und der Zinssätze einer Vielzahl von Finanzrisikofaktoren ausgesetzt. Darüber hinaus unterliegen die Marktpreise für Rohstoffe und Chemieprodukte konjunkturabhängigen Preisschwankungen. Das Finanz-Risikomanagement wird von den Finanzabteilungen der Konzerngesellschaften unter enger Abstimmung der Risikopolitik mit den Geschäftsleitungen und zuständigen Managementkomitees durchgeführt. Die Finanzabteilungen der Konzerngesellschaften identifizieren, evaluieren und sichern Finanzrisiken in enger Kooperation mit den operativen Geschäftsbereichen im Konzern. Die Geschäftsleitung gibt schriftlich enge Grenzen für das Risikomanagement-Programm vor und erteilt Anweisungen zu bestimmten Risikogebieten, wie dem Fremdwährungswechselkursrisiko, dem Zinssatzrisiko, dem Kreditrisiko sowie zur Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten und der Anlage von überschüssiger Liquidität. Risikofaktoren Das Risikomanagement der Gruppe ist auf die Risiken der Finanzmärkte fokussiert und bestrebt, die negativen Effekte für die Gruppe zu minimieren. Kapitalrisikomanagement Das Kapitalmanagement des Konzerns umfasst die Rücklagen, die Kreditaufnahmen, das "working capital", die flüssigen Mittel und die Zahlungsmitteläquivalente. Eine flexible Kapitalstruktur soll die Kapitalkosten auf ein akzeptables Risikoniveau reduzieren und die Unternehmensfortführung unter Nutzung strategischer Chancen sichern. Der Konzern überwacht seine Kapitalstruktur und passt diese an die Marktveränderungen und die besonderen Risiken der Vermögenswerte an. Entsprechend werden Einlagen/Entnahmen der Gesellschafterin und Kreditaufnahmen/-rückzahlungen durchgeführt. Liquiditätsrisiko Ein umsichtiges Liquiditätsmanagement sichert die jederzeitige Verfügbarkeit von ausreichend flüssigen Mitteln und angemessenen Kreditlinien um jederzeit fällige Verbindlichkeiten begleichen zu können. Vor dem Hintergrund der Volatilität des zu Grunde liegenden Geschäfts hält der Konzern ausreichende, kurzfristig abrufbare interne und externe Kreditlinien vor, um potenzielle Engpässe in den flüssigen Mitteln zu finanzieren. Zum Bilanzstichtag standen dem Konzern nicht ausgenutzte externe und konzerninterne Kreditlinien in Höhe von insgesamt € 360,3 Mio (30. Juni 2021: € 372,3 Mio) zur Verfügung. Das Liquiditätsrisiko aus Finanzinstrumenten stellt sich wie folgt dar:
In der Tabelle dargestellte als "Fair Value through OCI -" klassifizierte Finanzanlagen wurden in Höhe von € 28,2 Mio (30. Juni 2021: € 27,5 Mio) gemäß der Hierarchiestufe 1 bewertet. Für sämtliche übrige Finanzinstrumente entspricht insbesondere aufgrund der kurzfristigen Laufzeit sowie der vereinbarten variablen Verzinsung der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthalten die folgenden Effekte aus Finanzinstrumenten:
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 7 nach der Quelle der Bewertung unter Anwendung der ersten Hierarchiestufe dargestellt. Auf Stufe 1 werden an aktiven Märkten gehandelte Finanzanlagen zum Bilanzstichtag zum öffentlich notierten Marktpreis bewertet. Kreditrisiko Im Konzern bestehen mögliche Ausfallrisiken auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und flüssige Mittel. Es besteht keine signifikante Konzentration von Ausfallrisiken. Vorschriften und Anweisungen stellen innerhalb des Konzerns sicher, dass Verkäufe von Produkten und Serviceleistungen nur an Kunden mit angemessener Kreditwürdigkeit getätigt werden. Als Gegenpartei für flüssige Mittel fungieren ausnahmslos renommierte Finanzinstitute. Aufgrund einer breiten Kundenbasis ist das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begrenzt. Das immanente Risiko eines einzelnen Kunden ist gering in Relation zur gesamten Anzahl aller Kunden. Die eingerichteten Kreditlinien werden regelmäßig von den jeweiligen Geschäftsleitungen der entsprechenden Konzerngesellschaften überprüft. In einigen Fällen werden Forderungen durch Sicherheiten wie Warenkreditversicherungen bzw. Garantien besichert. Gemäß den Vorgaben des IFRS 9 wird der erwartete Kreditverlust auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der Forderungshöhe bei Ausfall unter Berücksichtigung bestehender Besicherungen ermittelt. Auf Grundlage von externen und internen Informationen erfolgt die Zuordnung der Ausfallwahrscheinlichkeiten. Ein Großteil der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte besteht aus Forderungen gegen Kunden, für die ein externes Rating verfügbar ist und der Konzern verwendet den Durchschnitt der von Moody's, Fitch sowie S&P für diese Unternehmen ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten. Für Kunden bzw. Schuldner, die nicht von einer Rating-Agentur gerated werden, verwendet der Konzern interne Bonitätsratings und Ausfallwahrscheinlichkeiten basierend auf zukunftsorientierten Informationen sowie dem entsprechenden Schuldnerprofil und Finanzstatus. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für sonstige finanzielle Vermögenswerte, werden die über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste ermittelt. In Anlehnung an die Umsatzerlöse verteilt sich das Kreditrisiko nach Regionen wie folgt:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 279,6 Mio (30. Juni 2021: € 242,3 Mio) betreffen u.a. Großkunden aus Produktion und Handel. Die Altersstruktur der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kann wie folgt dargestellt werden:
Das potentielle Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine regelmäßige Bonitätsprüfung aller Kunden minimiert. Darüber hinaus hat der Konzern Sicherheiten u.a. in Form von Kreditversicherungen und Garantie- oder Patronatserklärungen in Höhe von € 396,9 Mio (30. Juni 2021: € 299,0 Mio) erhalten, die zum Bilanzstichtag offene Forderungen in Höhe von € 133,8 Mio (30. Juni 2021: € 106,1 Mio) absichern. Die oben dargestellten Wertberichtigungen auf kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen in Höhe von € 0,2 Mio (30. Juni 2021: € 0,2 Mio) die über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste sowie in Höhe von € 1,3 Mio (30. Juni 2021: € 1,3 Mio) Einzelwertberichtigungen auf spezifische Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Wertberichtigungen auf kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickeln sich wie folgt:
Das potentielle Ausfallrisiko von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird auf der Basis gutachterlicher Stellungnahmen zur individuellen Ausfallwahrscheinlichkeit der jeweils betroffenen Forderung berücksichtigt. Für weiteren Erläuterungen zu den sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird auf Punkt 18 dieses Konzernanhangs verwiesen. Währungsrisiko Aus den internationalen Geschäftsaktivitäten der Gruppe entstehen im Wesentlichen Währungsrisiken in US-Dollar, die aus operativ getätigten Transaktionen resultieren. Die Erfassung und Steuerung dieser Fremdwährungsrisiken erfolgten dezentral im Rahmen genehmigter Richtlinien. Die zum Bilanzstichtag durch den Konzern gehaltenen Finanzinstrumente lassen sich wie folgt aufgliedern:
IFRS 7 fordert eine Sensitivitätsanalyse, welche Auswirkungen von hypothetischen Änderungen der Wechselkurse am Bilanzstichtag auf die Gewinn- und Verlustrechnung und das Eigenkapital untersucht. Dabei werden die hypothetischen Wechselkursänderungen auf den Bestand der Finanzinstrumente, welche nicht in ihrer funktionalen Währung, sondern in Fremdwährung, und monetärer Art sind, bezogen. Es wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Folgende Annahmen werden der Sensitivitätsanalyse zugrunde gelegt: Hypothetische Wechselkursänderungen haben einen erfolgswirksamen Einfluss auf die Fremdwährungsergebnisse aus der Stichtagsbewertung der auf fremde Währung lautenden Salden von externen Bankkonten sowie internen und externen Darlehen. Zusätzlich unterstellt die Sensitivitätsanalyse, dass alle anderen Variablen konstant bleiben. Bezogen auf das Fremdwährungsrisiko aus externen Finanzinstrumenten hätte eine Aufwertung des EURO gegenüber sämtlichen Währungen zum 30. Juni 2022 um 10 % einen Rückgang des Ergebnisses um € 2,2 Mio (30. Juni 2021: € 2,4 Mio) zur Folge gehabt. Eine Abwertung des EURO würde zu exakt gegenläufigen Sensitivitäten führen. Für die wesentlichen Währungsumrechnungen wurden folgende Kurse zu Grunde gelegt:
Zinsrisiko Die Aufwands- und Ertragsposten sowie die Zahlungsströme aus operativer Tätigkeit sind weitestgehend unabhängig von Veränderungen der Kapitalmarktzinsen. Es bestehen keine signifikanten vom Marktzins abhängigen Bilanzposten mit Ausnahme der flüssigen Mittel und Finanzforderungen und -verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sowie Finanzinstituten. Zum Bilanzstichtag besteht ein langfristiges, festverzinsliches Darlehen gegenüber der IKB Deutsche Kreditbank AG. Für weiteren Erläuterungen zu diesem Darlehn wird auf Punkt 29 dieses Konzernanhangs verwiesen. Zur Erläuterung des Zinsrisikos werden die verzinslichen Bilanzposten wie folgt zusammengefasst:
Dem Teilkonzern stehen Kreditlinien bei Sasol Financing International Limited, Johannesburg, Südafrika, und externen Kreditinstituten zur Verfügung. Die Verzinsung dieser Darlehen ist variabel und basiert auf kurzfristigen Referenzzinssätzen zuzüglich einer Marge mit einer Zinsuntergrenze von 0 %. Darüber hinaus bietet der Sasol Chemical Holdings Konzern anderen Sasol-Konzerngesellschaften aus dem europäischen Ausland die Möglichkeit der kurzfristigen Anlage überschüssiger Finanzmittel. Die Verzinsung dieser Verbindlichkeit ist variabel und basiert auf kurzfristigen Referenzzinssätzen abzüglich einer Marge mit einer Zinsuntergrenze von 0 %. Des Weiteren steht dem Teilkonzern die Möglichkeit der kurzfristigen Anlage von Finanzmitteln bei der Sasol Financing International Limited, Johannesburg, Südafrika, zur Verfügung. Die Verzinsung dieser Anlage ist variabel und basiert auf kurzfristigen Referenzzinssätzen abzüglich einer Marge mit einer Zinsuntergrenze von 0 %. Das Zinsänderungsrisiko aller kurzfristigen Positionen wird nicht abgesichert. Die angewandten Zinssätze können wie folgt dargestellt werden:
Eine Änderung der Zinssätze um 100 Basispunkte hätte im Geschäftsjahr, bezogen auf die variabel verzinslichen Finanzinstrumente, zu einer Verminderung/Erhöhung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von € 2,3 Mio (30. Juni 2021: € 2,3 Mio) geführt. Die Analyse unterstellt, dass alle weiteren Variablen unverändert bleiben. Die Annahme gilt analog für das Vorjahr. Rohstoff- und Produktpreisrisiko Die Marktpreise für Rohstoffe und Chemieprodukte unterliegen konjunkturabhängigen Preisschwankungen. Die Gruppe setzt derzeit keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Schwankungen der Rohstoffpreise ein. 40. Konzernunternehmen und Anteilseigner Im Folgenden sind die Gesellschaften des Sasol Chemical Holdings Konzerns zusammengefasst. Die Holdinggesellschaft des übergeordneten Konzerns in Südafrika ist die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika (SCHI).
41. Investitionsverpflichtungen Die Investitionsverpflichtungen lassen sich zum Bilanzstichtag wie folgt darstellen:
42. Kaufverpflichtungen Zum 30. Juni 2022 hat der Konzern verschiedene ausstehende Verpflichtungen, hauptsächlich aus dem Einkauf von Rohstoffen, Utilities und Dienstleistungen. Diese Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Vereinbarungen mit Lieferanten. Grundsätzlich werden diese Vereinbarungen zu Marktpreisen abgeschlossen. Die Gesamtverpflichtungen stellen sich zum 30. Juni 2022 bzw. zum Vorjahresstichtag folgendermaßen dar:
43. Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten Zum 30. Juni 2022 hat der Konzern, wie im Vorjahr, nicht bilanzierungspflichtige Bürgschaften und Garantien in Höhe von insgesamt € 1,7 Mio herausgegeben. Darüber hinaus ist der Konzern in verschiedene offene Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultieren. Da diese Fälle noch nicht abgeschlossen sind, kann der Aufwand aus einer etwaigen Inanspruchnahme noch nicht mit hinreichender Sicherheit vorhergesagt werden. 44. Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH, Hamburg, mit einem gezeichneten Kapital von T€ 26. Einziges Organ der persönlich haftenden Gesellschafterin ist die Geschäftsführung. Im Geschäftsjahr war Herr Francois Conradie, Kaufmann, Pinneberg, zum Geschäftsführer der Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH bestellt. 45. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2022 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für den Sasol Chemical Holdings Konzern von wesentlicher Bedeutung sind. 46. Beziehungen zu nahestehenden Personen Die Gesamtbezüge mit Ausnahme der Aufwendungen für Altersvorsorge für die zum Management in Schlüsselpositionen zählenden Personen, die aus dem Konzern der Sasol Chemical Holdings bezahlt wurden, betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 4.630 (30. Juni 2021: T€ 3.975). Darüber hinaus wurden für den betreffenden Personenkreis Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von T€ 283 (30. Juni 2021: T€ 383) erfasst. Der zum Management in Schlüsselpositionen gehörende Personenkreis setzt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr aus 12 Personen und für das Vorjahr aus 13 Personen zusammen, die für die Steuerung der der Sasol Chemical Holdings Gruppe zuzurechnenden Geschäftsbereiche verantwortlich sind, einschließlich der Mitglieder der Geschäftsführung. 47. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG wird beherrscht durch die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika, welche sämtliche Kommanditanteile der KG besitzt. Komplementärin ohne Gesellschafteranteile ist die Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH, Hamburg, Deutschland. Die oberste Muttergesellschaft der Sasol-Gruppe ist die Sasol Ltd., Johannesburg, Südafrika. Während des Berichtszeitraumes tätigten die Konzerngesellschaften diverse Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen aus der weltweiten Sasol-Gruppe, Joint-Operations sowie Joint-Ventures. Diese Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen erfolgten unter Bedingungen, wie sie mit fremden Dritten getätigt werden ("at arms length"). Für die Darstellung der wesentlichen Erträge und Aufwendungen verweisen wir auf die tabellarische Darstellung unter den Punkten 1 und 10 dieses Konzernanhangs. Die wesentlichen Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus diesen Transaktionen sind unter den Punkten 18, 22, 28 und 32 dieses Konzernanhangs erläutert.
Hamburg, den 30. September 2022 Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH Francois Conradie BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern- Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 6. Januar 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marko Schipper, Wirtschaftsprüfer ppa. Axel Bott, Wirtschaftsprüfer |
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