Sasol Chemicals GmbHLiquidiert

20537 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 78474
Vorher
Sasol Olefins & Surfactants GmbHSasol Performance Chemicals GmbH
Eingetragen
11.1.2001
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen aller Art im In- und Ausland, insbesondere von Beteiligungen aller Art im Konzern der Sasol Limited, Republik Südafrika.

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Sasol Chemical Holdings GmbH & Co KG

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022

Inhaltsverzeichnis

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

Konzernabschluss (IFRS) für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

Inhaltsverzeichnis

A. Wirtschaftliches Umfeld

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

I. Lage des Konzerns

II. Vermögens- und Finanzlage

III. Ertragslage

C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Konzerngeschäftsjahres

D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

I. Chancen der Unternehmensgruppe

II. Risikomanagementsystem

III. Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken

IV. Produktions- und Beschaffungsrisiken

V. Risikomanagement im Bereich Umweltschutz und Sicherheit

VI. Finanzwirtschaftliche Risiken

a) Liquiditätsrisiko

b) Kreditrisiko

c) Währungsrisiko

d) Zinsrisiko

e) Rohstoff- und Produktpreisrisiko

E. Forschung und Entwicklung

F. Ausblick

I. Entwicklung Wirtschaftslage

II. Zielsetzungen 2021/2022

A. Wirtschaftliches Umfeld

Gemäß dem Quartalsbericht Q2 2022 des Verbands der Chemischen Industrie e.V. (VCI) "hat die chemisch-pharmazeutische Industrie im zweiten Quartal des Jahres sehr deutlich die Konsequenzen des Krieges in der Ukraine gespürt: astronomische Energiepreise, stark gestiegene Rohstoffkosten und anhaltende Lieferengpässe. In allen Sparten ist die Produktion eingebrochen. Durch hohe Erzeugerpreise stiegen die Umsätze zwar noch einmal leicht. Bei vielen Unternehmen gingen die Erlöse aber zurück. Es fiel den Betrieben immer schwerer, die hohen Energie- und Rohstoffkosten an ihre Kunden weiterzugeben.

Dazu kommt die Unsicherheit, ob im Winter eine Rationierung des Gases nötig sein wird. Die Vorbereitungen für eine Mangellage laufen auf Hochtouren. Die Ängste vor einer Rezession sind groß, die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate im Keller."

Prognose: Angesichts der dramatischen Entwicklungen an den Gas- und Strommärkten korrigiert der VCI seine Jahresprognose nach unten und rechnet mit einem Rückgang der Produktion in der Branche insgesamt in Höhe von 5,5 Prozent. Die Chemieproduktion (ohne Pharma) sinkt sogar um 8,5 Prozent.

Produktion: Die aktuellen Herausforderungen zwangen die Chemie- und Pharmaunternehmen die Produktion kräftig zu drosseln. Sie verzeichnete im zweiten Quartal ein deutliches Minus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Kapazitätsauslastung der Branche lag mit 81,4 Prozent weiterhin unter der Normalauslastung.

Erzeugerpreise: Die Preise für Chemieprodukte verteuerten sich erneut mit einem Plus von fast 8 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Umsatz: Das Minus in der Produktion hemmte die Umsatzentwicklung. Durch die stark gestiegenen Erzeugerpreise erhöhten sich die Umsätze von April bis Juni zwar um 3,4 Prozent auf insgesamt 64,9 Milliarden Euro. Das Plus fiel aber deutlich kleiner aus als im Vorquartal.

Beschäftigung: Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist auch im zweiten Quartal des Jahres konstant geblieben. Mehr als 473.000 Menschen arbeiten aktuell in der Chemie- und Pharmabranche.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

I. Lage des Konzerns

Die Geschäftstätigkeit der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG und ihrer Tochterunternehmen erstreckt sich im Wesentlichen auf die Produktion bzw. den Vertrieb von hochwertigen Tensiden, Fettalkoholen, Co-Monomeren, Ethylenoxiden und anorganischen Spezialitäten wie hochreinen und ultra-hochreinen Tonerden (Geschäftsbereiche Advanced Materials, Essential Care Chemicals und Performance Solutions). Weiterer Bestandteil der Geschäftstätigkeit ist der Vertrieb von qualitativ hochwertigen Lösemitteln und sonstigen Chemikalien (Geschäftsbereiche Base Chemicals und Performance Solutions) mit jedoch geringerem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der Geschäftsverlauf der Sasol Germany, der im Wesentlichen das Geschäft des Konzerns widerspiegelt, zeigt ein kumuliertes Betriebsergebnis leicht über dem Vorjahr und deutlich oberhalb der Erwartungen. Insgesamt liegen die Verkaufsmengen leicht unterhalb des Vorjahres. Verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingen verbunden mit deutlich robusterer Nachfrage kennzeichnen den Beginn des Geschäftsjahres. Einflüsse aus der COVID-19 Pandemie sind nach wie vor sichtbar. Deutlich steigende Rohstoff- und Energiepreise belasten die Ergebnisse des 2. Quartals; diese werden durch damit einhergehenden Bestandsaufwertungen vorerst kompensiert. Das 3. und 4. Quartal zeigen eine Fortsetzung der steigenden Rohstoff- und Energiepreise und entsprechende Bestandsaufwertungen. Hinzu kommen verstärkte Unsicherheiten bei den makroökonomischen Rahmenbedingungen und hieraus sichtbare Reduzierungen der Absatzmengen. Das Geschäft der Sasol Germany umfasst seit März 2022 das Handelsgeschäft mit FT Hard Wax. Dieses wurde von der Sasol Wax GmbH im Zuge einer Umwandlung durch Abspaltung übernommen.

Bei der Sasol Germany liegen sowohl die Nachfrage als auch die Margen je verkaufter Mengeneinheit insgesamt unterhalb des Vorjahres. Den größten Ergebnisbeitrag innerhalb der Sasol Germany liefert der Geschäftsbereich Essential Care Chemicals. Hier konnten leicht rückläufige Verkaufsmengen und gestiegene variable Kosten durch Verkaufspreiserhöhungen überkompensiert werden. Hervorzuheben ist das Ergebnis mit Amin-Produkten aufgrund eines temporär engen Marktumfeldes. Der Bereich Alumina zeigt hingegen höhere Verkaufsmengen, jedoch weiterhin deutlich unterhalb des Vorkrisenniveaus verbunden mit deutlich geringeren Margen. Hier vor allem hervorgerufen durch die energieintensive Produktion. Das Ergebnis des Handelswarengeschäftes der Sasol Germany ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Neben den Ergebnisbeiträgen der Sasol Germany hat in diesem Geschäftsjahr auch ein wie im Vorjahr ertragstarkes Butanol-Geschäft zum Gesamtergebnis beigetragen, das sich im stabilen Ergebnis der Sasol Solvents Germany widerspiegelt und auf einem temporär positiven Marktumfeld beruht. Das Handelswarengeschäft der Sasol Chemie KG ist ggü. dem Vorjahr im Umsatz gestiegen.

Die Reduzierung der gesamten Verkaufsmengen liegt bei etwas über 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (bereinigt um das übernommene FTHW Geschäft bei etwa 4 Prozent). Die genannten Volumenentwicklungen in Kombination mit geringerer Marge je Mengeneinheit wurden im Wesentlichen überkompensiert durch positive Bestandsbewertungen. Die Fixkosten für das Geschäftsjahr 2021/22 liegen oberhalb des Vorjahres. Die Fixkosteneinsparungsziele im Rahmen der Sasol-weiten Kosteneinsparungsmaßnahmen wurden erreicht. Diese wurden überkompensiert durch moderate Kostenanstiege bei Lohn- und Gehaltskosten. Die Mitarbeiterzahl liegt oberhalb des Vorjahres und enthält nun zusätzlich die passiven Mitarbeiter. Die Summe aktiver und passiver permanenter Mitarbeiter liegt bei 1.728. Der Vorjahresvergleichswert liegt bei 1.678. Dies entspricht einer Steigerung von 3 Prozent.

Das Ziel einer Verbesserung der Unfallrate gegenüber dem Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2021/22 erreicht, da sich die Unfallrate von 0,39 im Vorjahr auf 0,17 im Geschäftsjahr 2021/22 verringert hat.

Ausgewählte Kennziffern stellen sich für die Sasol Germany für das Geschäftsjahr bzw. das Vorjahr zum Stichtag wie folgt dar:

Veränderung 1. Juli 2021
30. Juni 2022
1. Juli 2020
30. Juni 2021
Operatives Ergebnis (Betriebsergebnis) Mio € 2,6% 134,3 130,9
Gesamt Verkäufe Tsd. t -2,3% 871,7 892,1
Gesamt Produktion Tsd. t 2,2% 767,4 750,7
Permanente Mitarbeiter (zum Stichtag) 3,0% 1.728 1.678
Unfallrate (recordable case rate - "RCR") RCR -56,4% 0,17 0,39

Im Zusammenhang mit einer überarbeiteten Definition der Anzahl der permanenten Mitarbeiter, die nun auch den Einbezug der passiven permanenten Mitarbeiter (z.B. in Elternzeit befindliche) vorsieht, wurde die Vorjahreszahl von 1616 auf 1678 angepasst.

II. Vermögens- und Finanzlage

In den nachstehenden Erläuterungen zur Vermögens- und Finanzlage sind die zusammengefassten Zahlen der Konzernbilanz nach Fristigkeiten und wirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert. Dabei wurde als kurzfristig ein Zeitraum bis zu einem Jahr unterstellt. Danach ergibt sich zum 30. Juni 2022 und 30. Juni 2021 folgendes Bild der Vermögens- und Kapitalstruktur:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
Mio € % Mio € %
Vermögensstruktur
Langfristig gebundenes Vermögen
Sachanlagevermögen 483,9 29,5 478,8 33,2
Nutzungsrechte 70,5 4,3 72,5 5,0
Immaterielle Vermögenswerte 29,5 1,8 22,1 1,5
Übrige 67,3 4,1 40,4 2,8
651,2 39,7 613,8 42,5
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 391,7 23,9 278,7 19,3
Übriges Umlaufvermögen und übrige kurzfristige Aktiva 563,0 34,3 532,7 36,9
Flüssige Mittel 35,7 2,2 17,9 1,2
990,4 60,3 829,3 57,4
Latente Steuern 0,0 0,0 0,6 0,0
1.641,6 100,0 1.443,7 100,0
Kapitalstruktur
Langfristige Mittel
Eigenkapital 690,5 42,1 520,3 36,0
Rückstellungen für Pensionen (langfristig) 373,6 22,8 423,2 29,3
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 6,7 0,4 9,0 0,6
Leasingverbindlichkeiten 56,1 3,4 59,3 4,1
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 21,5 1,3 24,7 1,7
1.148,4 70,0 1.036,5 71,8
Kurzfristige Mittel
Leasingverbindlichkeiten 18,0 1,1 16,6 1,2
Übrige Rückstellungen 36,6 2,2 30,0 2,1
Übrige Verbindlichkeiten 409,4 24,9 360,6 25,0
464,0 28,3 407,2 28,2
Latente Steuern 29,2 1,8 0,0 0,0
1.641,6 100,0 1.443,7 100,0

Die gegenüber dem Vorjahr erhöhte Bilanzsumme resultiert insbesondere aus der Erhöhung der Bilanzposten Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe hierzu auch Erläuterungen unter Geschäftsverlauf der Sasol Germany) sowie aus den stichtagsbedingten Veränderungen der einzelnen Aktiv- und Passivposten. Für weitere Erläuterungen zu den Veränderungen der Bilanzposten verweisen wir auf den Konzernanhang.

Aus der Vermögens- und Kapitalstruktur ergibt sich folgender finanzieller Aufbau der Unternehmensgruppe:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
Mio € % Mio € %
Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital 1.148,4 176,4 1.036,5 168,9
Langfristig gebundenes Vermögen 651,2 100,0 613,8 100,0
Überdeckung 497,2 76,4 422,7 68,9
30. Juni 2022 30. Juni 2021
Mio € % Mio € %
Kurzfristiges Fremdkapital 464,0 100,0 407,2 100,0
Flüssige Mittel 35,7 7,7 17,9 4,4
428,3 92,3 389,3 95,6
Übriges kurzfristig gebundenes Vermögen einschließlich Vorräte 954,7 205,8 811,4 199,3
526,4 113,4 422,1 103,7
Latente Steuern -29,2 6,3 0,6 0,1
Überdeckung 497,2 107,2 422,7 103,8

Die Übersichten zeigen, dass zu den Bilanzstichtagen einerseits das langfristig gebundene Vermögen durch langfristig verfügbare Mittel finanziert war und andererseits die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch kurzfristig zur Verfügung stehende Mittel gedeckt werden konnten. Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Zum Bilanzstichtag standen dem Konzern nicht ausgenutzte Sasol konzerninterne sowie externe Kreditlinien in Höhe von insgesamt € 360,3 Mio zur Verfügung.

III. Ertragslage

Die Ertragslage der Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 lässt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt darstellen.

1. Juli 2021 - 30. Juni 2022 1. Juli 2020 - 30. Juni 2021
Mio € % Mio € %
Umsatzerlöse 2.270,3 100,0 1.794,7 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 99,6 4,4 85,9 4,8
Summe betriebliche Erträge 2.369,9 104,4 1.880,6 104,8
Material-, Energieaufwand und Bestandsveränderung -1.670,7 -73,6 -1.215,8 -67,7
Personalaufwand -207,0 -9,1 -199,0 -11,1
Vertriebskosten -90,3 -4,0 -71,0 -4,0
Instandhaltungskosten -38,5 -1,7 -35,2 -2,0
Abschreibungen -61,4 -2,7 -62,8 -3,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -114,4 -5,0 -116,9 -6,5
Operatives Ergebnis 187,5 8,3 179,9 10,0
Dividendenerträge 0,0 0,0 -0,1 0,0
Zinsen und ähnliche Erträge 0,2 0,0 0,2 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2,5 -0,1 -2,1 -0,1
Geschäftsergebnis 185,2 8,2 177,9 9,9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -30,8 -1,4 -28,2 -1,6
Vom Konzern erwirtschaftetes Ergebnis 154,5 6,9 149,7 8,4

Die im Jahresvergleich gestiegenen Umsatzerlöse resultieren vor allem aus den verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbunden mit deutlich robusterer Nachfrage zu Beginn des Geschäftsjahres, gehen allerdings im Laufe des Jahres mit deutlich steigenden Rohstoff- und Energiepreisen, vor allem ab dem 2. Quartal, einher. Zu den weiteren Ergebniseinflüssen verweisen wir auf die Darstellungen unter I. Lage des Konzerns.

Nach Verrechnung der operativen Aufwendungen verbleibt ein operatives Ergebnis von € 187,5 Mio, welches vor allem in Höhe von € 134,3 Mio der Sasol Germany und in Höhe von € 40,8 Mio der Sasol Solvents zuzurechnen ist. Nach Berücksichtigung des Beteiligungs- und Zinsergebnisses sowie der Ertragsteuern ergibt sich ein vom Konzern erwirtschaftetes Ergebnis von € 154,5 Mio.

C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Konzerngeschäftsjahres

Nach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2022 sind keine neuen Ereignisse eingetreten, die für den Sasol Chemical Holdings Konzern von wesentlicher Bedeutung sind.

D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

I. Chancen der Unternehmensgruppe

Um profitabel zu wachsen, arbeitet die Unternehmensgruppe eng mit ihren Kunden zusammen. In Zusammenarbeit mit den Kunden werden deren spezielle Anforderungen identifiziert und passende Lösungen entwickelt.

Um die besten Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und zu halten, setzt die Unternehmensgruppe auf attraktive Entwicklungsmöglichkeiten sowie auf leistungsorientierte und am Erfolg des Unternehmens ausgerichtete Entgeltsysteme. Personalentwicklung, Fort- und Weiterbildung sowie die Vorbildfunktion der Führungskräfte sind für die Unternehmensgruppe wichtig.

Des Weiteren werden von der Unternehmensgruppe systematisch Nachhaltigkeitsthemen identifiziert und hinsichtlich möglicher Chancen und Risiken analysiert. Die Nachhaltigkeitsstrategie hat zum Ziel, Risiken zu vermeiden, das bestehende Geschäft zu fördern und neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen.

Die wesentlichen Chancen und Herausforderungen des Konzerns ergeben sich unter anderem aus der weiteren Optimierung des Produktportfolios der Sasol Germany und einer erfolgreichen Umsetzung bzw. Fortsetzung von strategischen Wachstums- und Optimierungsinitiativen in Abstimmung mit den Planungen des Sasol Mutter-Konzerns.

II. Risikomanagementsystem

Die Unternehmensgruppe hat geeignete Maßnahmen getroffen, um die wesentlichen Risiken aufgrund ihrer speziellen Geschäftstätigkeit angemessen zu überwachen. Das Risikomanagement ist dabei sowohl auf zentraler Ebene als auch dezentral in den Unternehmens- und Funktionsbereichen angesiedelt und besteht insbesondere aus folgenden Bestandteilen:

Controlling

Interne Revision

Finanzmanagement (Treasury, Credit Risk Management)

Sicherheits- und Umwelt-Management

IT-Sicherheit

Bestandsgefährdende Risiken sind uns derzeit aus keinem dieser Bereiche bekannt.

III. Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken

Die europäische als auch die weltweite konjunkturelle Lage beeinflusst auch das Jahresergebnis unserer Unternehmensgruppe maßgeblich und erhöht den Wettbewerb auf einigen Produktmärkten. Durch die Entwicklung konjunkturrobuster Produkte, einer hohen Produktqualität, der Präsenz auf allen relevanten Märkten sowie der Weiterentwicklung unseres Kostenmanagements können wir unsere Wettbewerbsfähigkeit erhalten und verbessern. Allerdings besteht aufgrund der aktuellen makroökomischen und politischen Entwicklungen noch immer ein gewisses Risiko für die Entwicklung der weltweiten Konjunktur und damit auch für die wesentlichen Absatz- und Beschaffungsmärkte des Konzerns. Eine präzise Beurteilung der entsprechenden Risiken ist aufgrund der hohen Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung nur eingeschränkt möglich. Für eine entsprechende Einschätzung der Auswirkungen auf die künftige Entwicklung des Konzerns wird auf den Ausblick und die Darstellung der Zielsetzung für das Jahr 2022/23 auf Seite 17 dieses Konzernlageberichtes verwiesen.

IV. Produktions- und Beschaffungsrisiken

Unsere Produktion bedient sich einer Vielzahl von Verfahren mit komplexer Technik. Der etwaige Ausfall von Anlagen könnte zu Umweltbelastungen und Produktionseinbußen führen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung vorbeugender Wartungs- und Sicherheitssysteme sowie die regelmäßige interne und externe Überprüfung der Produktionsprozesse kontrollieren diese Risiken. Beschaffungsrisiken bestehen insbesondere in der Verfügbarkeit von Rohstoffen, Energie sowie Vor- und Zwischenprodukten. In diesem Zusammenhang zu berücksichtigen ist aktuell auch das Risiko der Stabilität und der Verfügbarkeit von globalen Lieferketten. Langfristige Bezugsverträge sowie die Herstellung von Grund- und Zwischenprodukten in eigenen Produktionsanlagen ermöglichen eine teilweise Abkopplung von Risiken des externen Beschaffungsmarktes.

V. Risikomanagement im Bereich Umweltschutz und Sicherheit

Die Unternehmensgruppe ist auf langfristigen Erfolg ausgerichtet und bekennt sich zum Ziel der Nachhaltigkeit. Das Erreichen höchster Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltstandards wird dabei als Führungsaufgabe verstanden und geht über die Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen hinaus. Neben den wirtschaftlichen Zielen stellt die kontinuierliche Verbesserung auf den Feldern Sicherheit, Umwelt- und Gesundheitsschutz eine zentrale Erfolgsgröße der Unternehmensgruppe dar. So sind die internationalen Standards ISO 9001 (Qualität), ISO 14001 und EMAS II (Umwelt) und OHSAS 18001 (Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz) implementiert. Zudem beteiligen sich die Gesellschaften aktiv an der internationalen Responsible Care Initiative der Chemischen Industrie. Risiken in den Bereichen Sicherheit, Umwelt- und Verbraucherschutz werden im Rahmen der Managementsysteme kontinuierlich bewertet, um zu erwartende finanzielle Belastungen zu antizipieren.

VI. Finanzwirtschaftliche Risiken

a) Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko wird durch die laufende Liquiditäts- und Finanzplanung und insbesondere die Überwachung des "working capital" und der "cash flows" gesteuert. Des Weiteren ist das Vermögen der Unternehmensgruppe durch fristenkongruentes Fremd- und Eigenkapital finanziert. Darüber hinaus stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung, die für einen kurzfristigen Bedarf an flüssigen Mitteln genutzt werden könnten.

Weitere Ausführungen zum Liquiditätsrisiko sind im Anhang, Kapitel "Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente", enthalten.

b) Kreditrisiko

Ein potenzielles Kreditrisiko besteht auf Grund von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurz- und mittelfristigen Geldanlagen. Das Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird laufend überwacht und in bestimmten Fällen durch Kreditversicherungen abgedeckt. Für zweifelhafte Forderungen oder erwartete Ausfälle wurden entsprechende Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag vorgenommen. Darüber hinaus sind für die einzelnen Kunden bestimmte Kreditlinien vorgesehen, die von den verantwortlichen Unternehmensbereichen kontrolliert werden. Weitere Ausführungen zum Kreditrisiko sind im Anhang, Kapitel "Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente", enthalten.

c) Währungsrisiko

Aus den internationalen Geschäftsaktivitäten der Gruppe entstehen im Wesentlichen Währungsrisiken in US-Dollar, die aus operativ getätigten Transaktionen resultieren. Die Erfassung und Steuerung dieser Fremdwährungsrisiken erfolgt im Rahmen genehmigter Richtlinien. Weitere Ausführungen zum Währungsrisiko sind im Anhang, Kapitel "Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente", enthalten.

d) Zinsrisiko

Die Aufwands- und Ertragspositionen sowie die Zahlungsströme aus operativer Tätigkeit sind weitestgehend unabhängig von Veränderungen der Kapitalmarktzinsen. Es bestehen keine signifikanten vom Marktzins abhängigen Bilanzposten mit Ausnahme der flüssigen Mittel und Finanzforderungen und -verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sowie Finanzinstituten. Weitere Ausführungen zum Zinsrisiko sind im Anhang, Kapitel "Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente", enthalten.

e) Rohstoff- und Produktpreisrisiko

Die Marktpreise für Rohstoffe und Chemieprodukte unterliegen konjunkturabhängigen Preisschwankungen. Aktuell ist zu berücksichtigen, dass ein erhöhtes Preisrisiko bei Rohstoffen, Energien und Frachten besteht. Die Gruppe setzt derzeit keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Schwankungen der Rohstoffpreise ein.

E. Forschung und Entwicklung

Neben der Optimierung unseres Produktportfolios und unserer Produktionsprozesse kommt im Zusammenhang mit der Erschließung neuer Wachstumsfelder auch der gemeinsam mit Kunden betriebenen Definition von neuen das Kerngeschäft stärkenden Produkten besondere Bedeutung zu.

Die Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist uns besonders wichtig. Gemeinsam mit ihnen suchen wir Lösungen für ihre spezifischen Fragestellungen und Wünsche.

F. Ausblick

I. Entwicklung Wirtschaftslage

Gemäß dem aktuellen Konjunkturbericht des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) ergeben sich die folgenden Prognosen zur allgemeinen Wirtschaftslage für die unterschiedlichen Wirtschaftsräume:

Euroraum und Weltwirtschaft: Laut dem IfW Kiel "driftet der Euroraum in eine Rezession mit rückläufigen Raten für die Wirtschaftsleistung im laufenden und in den kommenden Quartalen. Das BIP dürfte 2022 um 2,8 Prozent zulegen und 2023 nahezu stagnieren, 2024 dann moderat um 1,6 Prozent zulegen. Die Euroraum- Inflation steigt im laufenden Jahr voraussichtlich auf 8,1 Prozent und ist damit so hoch wie nie zuvor seit Bestehen der Währungsunion. 2023 wird die Teuerungsrate mit 7,2 Prozent wohl nur wenig sinken und erst 2024, mit dem erwarteten allmählichen Rückgang der Energiepreise, wieder moderater ausfallen.

Die Aussichten für die Weltkonjunktur haben sich ebenfalls deutlich eingetrübt, die Weltwirtschaft dürfte dieses Jahr nur noch um 2,9 Prozent und nächstes Jahr um 2,2 Prozent zulegen. Ein Grund ist auch, dass Chinas Wirtschaft aufgrund der strikten Null-Covid-Politik und Problemen im Immobiliensektor schwächelt."

Deutsche Konjunktur: Laut dem IfW Kiel "wird der Aufschwung der deutschen Wirtschaft durch die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine jäh unterbrochen. Im laufenden Jahr dürfte das BIP noch um 1,4 Prozent zulegen, 0,7 Punkte weniger als in der Sommerprognose erwartet. Für das nächste Jahr revidiert das IfW Kiel seine Prognose um 4 Prozentpunkte nach unten -statt einem kräftigen Plus hat die deutsche Wirtschaft ein Minus von 0,7 Prozent zu erwarten. Die Teuerung dürfte im nächsten Jahr mit 8,7 Prozent noch stärker ausfallen als dieses Jahr mit 8 Prozent. Die Einhaltung der Schuldenbremse dürfte 2023 zwar möglich sein, im Jahr 2024 aber eng werden. Die deutsche Energieimportrechnung steigt voraussichtlich um 123 Mrd. Euro in diesem Jahr und um weitere 136 Mrd. Euro im nächsten Jahr. Das Geld fehlt im Inland für Konsum und schmälert die Rentabilität energieintensiver Unternehmen. In der Folge sinkt Deutschlands Wirtschaftskraft erheblich und liegt im nächsten Jahr 130 Milliarden Euro niedriger als bislang vom IfW Kiel erwartet. Die Kaufkraft der privaten Haushalte dürfte im kommenden Jahr mit 4,1 Prozent so stark einbrechen wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Die Wertschöpfung in Deutschland dürfte nun bis in das kommende Jahr hinein rückläufig sein und erst im dritten Quartal 2023 wieder leicht ins Plus drehen. Für 2024 erwartet das IfW Kiel dann einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,7 Prozent."

Laut dem Verband der chemischen Industrie (VCI) "sind die Aussichten für alle Regionen verhalten. Das globale Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr mit einer Rate von deutlich unter drei Prozent wachsen. Für nächstes Jahr geht der VCI weltweit von einer weiteren Abschwächung aus. Die Energiekrise, der Mangel an Chips und Material sowie die hohen Rohstoffkosten werden die Produktionsmöglichkeiten einschränken. Die Inflation, steigende Zinsen und eine insgesamt unsichere Lage bremsen Konsum und Investitionen. Hinzu kommen die gestiegenen geopolitischen Risiken. In Summe dürften diese Entwicklungen zu deutlich geringeren Wachstumsraten der Gesamtwirtschaft und zu einer insgesamt schwachen Industrieproduktion führen."

II. Zielsetzungen 2022/2023

Die Geschäftsentwicklung des Konzerns der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG wird wie folgt geplant:

Der Ausblick des Konzerns auf das neue Geschäftsjahr ist gekennzeichnet von einer signifikant geringeren Ergebniserwartung aufgrund herausfordernder makroökonomischer Rahmenbedingungen, insbesondere durch die erheblich gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise. Wirtschafts- und geopolitische Unsicherheiten beeinflussen die Ergebniserwartung zusätzlich stark negativ. Erwartete niedrigere Absatzmengen sowie höhere variable Kosten führen zu einer deutlichen Reduzierung der Gesamtmarge. Die Planung beinhaltet einen nennenswerten Anstieg der Fixkosten, in Verbindung mit einem Anstieg der Mitarbeiterzahl.

Kernbestandteil der jährlichen Zielsetzungen ist weiterhin die Unfallrate nachhaltig auf Null ("zero harm") zu reduzieren.

Für den Konzern spiegelt sich die Summe an Erwartungen in einem prognostizierten operativen Ergebnis deutlich unterhalb des Vorjahresergebnisses wider.

 

Hamburg, den 30. September 2022

Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH

Francois Conradie

Inhaltsverzeichnis

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzernbilanz

Konzern-Kapitalflussrechnung

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Konzernanhang

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

Anhang 1. Juli 2021 - 30. Juni 2022 1. Juli 2020 - 30. Juni 2021
T€ T€
Umsatzerlöse 1. 2.270.240 1.794.656
Sonstige betriebliche Erträge 2. 99.610 85.937
Summe betriebliche Erträge 2.369.850 1.880.593
Material- und Energieaufwand 3. -1.670.641 -1.215.644
Personalaufwand 4. -207.046 -199.047
Vertriebskosten 5. -90.264 -71.025
Instandhaltungsaufwand 6. -38.539 -35.243
Abschreibungen 7. -61.417 -62.831
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8. -114.425 -116.894
Betriebsergebnis 187.518 179.909
Zinsen und ähnliche Erträge 11. 186 204
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12. -2.477 -2.228
Ergebnis vor Ertragsteuern 185.227 177.885
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13. -30.777 -28.146
Ergebnis nach Steuern 154.450 149.739

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

Anhang 1. Juli 2021 - 30. Juni 2022 1. Juli 2020 - 30. Juni 2021
T€ T€
Ergebnis nach Steuern 154.450 149.739
Effekte, die später nicht in die GuV reklassifiziert werden -2.885 -380
- Effekte aus der Neubewertung von Finanzanlagen "at fair value through OCI" -3.436 -455
- Steuereffekte 551 75
102.951 8.437
- Effekte aus der Neubewertung von
leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen 122.718 10.100
- Steuereffekte -19.767 -1.663
Sonstige Ergebnisbestandteile 14. 100.066 8.057
Summe aus Ergebnis nach Steuern und der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen (Konzerngesamtergebnis) 254.516 157.796
davon entfielen auf Anteilseigner (Konzernergebnis) 254.516 157.796
davon entfielen auf nicht beherrschende Anteile - -

Konzernbilanz zum 30. Juni 2022

Aktiva

Anhang 30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Sachanlagen 15. 399.014 404.316
Anlagen im Bau 15. 84.917 74.582
Nutzungsrechte 15. 70.495 72.526
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 15. 29.471 22.080
Finanzanlagen 17. 29.162 27.515
Forderungen 19. 38.140 12.865
Latente Steuern 36. - 560
Langfristige Vermögenswerte 651.199 614.444
Vorräte 20. 391.739 278.747
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21. 291.215 250.643
Forderungen gegen nahestehende Personen u. Unternehmen 22. 55.875 56.169
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 18. 207.491 221.958
Rechnungsabgrenzungsposten 23. 2.876 2.072
Forderungen aus Steuern 34. 5.509 1.838
Flüssige Mittel 24. 35.694 17.862
Kurzfristige Vermögenswerte 990.399 829.289
Summe Aktiva 1.641.598 1.443.733

Passiva

T€ T€
Kommanditkapital 5.000 5.000
Rücklagen 685.549 515.350
Eigenkapital 25. 690.549 520.350
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 26. 373.620 423.206
Sonstige Rückstellungen 27. 13.314 15.456
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 29. 6.671 9.004
Leasingverbindlichkeiten 30. 56.076 59.283
Rechnungsabgrenzungsposten 33. 8.154 9.200
Latente Steuern 36. 29.239 -
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 487.074 516.149
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 26. 13.730 9.288
Sonstige Rückstellungen 27. 22.828 20.692
Finanzverbindlichkeiten ggü. nahestehenden Personen u. Unternehmen 28. 2.919 2.969
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 29. 2.333 2.333
Leasingverbindlichkeiten 30. 18.021 16.624
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31. 227.423 160.366
Verbindlichkeiten ggü. nahestehenden Personen u. Unternehmen 32. 118.386 127.756
Rechnungsabgrenzungsposten 33. 7.949 5.548
Sonstige Verbindlichkeiten 35. 50.386 61.658
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 463.975 407.234
Summe Rückstellungen und Verbindlichkeiten 951.049 923.383
Summe Passiva 1.641.598 1.443.733

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

Anhang 1. Juli 2021 - 30. Juni 2022 1. Juli 2020 - 30. Juni 2021
T€ T€
Betriebsergebnis 187.518 179.909
Anpassungen für:
Abschreibung auf sonstige immaterielle Vermögenswerte 7. 1.235 1.399
Abschreibung auf Sachanlagen 7. 41.135 41.184
Abschreibung auf Nutzungsrechte 7. 19.047 18.705
Impairment Abschreibungen auf Sachanlagen 7. - 1.543
Buchverluste/(-erträge) aus dem Abgang von Anlagevermögen 795 202
Buchverluste/(-erträge) aus der Beendigung/Anpassung Leasingverträgen - -150
Veränderung passiver Rechnungsabgrenzungsposten -1.226 -3.913
Veränderung aktiver Abgrenzungsposten -804 -75
Veränderung der Wertberichtigungen auf Forderungen 905 515
Veränderung in sonstigen Rückstellungen -108 10.455
Veränderung in Pensionsrückstellungen 6.841 9.134
Veränderung der Rücklage Aktienprogramm 3.705 1.760
Wertberichtigungen auf Vorräte 15.358 4.340
Veränderung working capital 37. -118.097 -40.043
Cash flow aus operativer Geschäftstätigkeit 156.304 224.965
Erhaltene Zinsen 186 204
Gezahlte Zinsen -910 -708
Gezahlte Ertragsteuern 34. -17.216 -21.889
Netto-Cash flow aus operativer Geschäftstätigkeit 138.364 202.572
Zugänge zu langfristigen Vermögenswerten
Zugänge Sachanlagen -15.403 -29.261
Zugänge Anlagen im Bau -31.635 -37.599
Zugänge sonstige immaterielle Vermögenswerte -5.938 -472
Einzahlungen aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten - 17.600
Veränderung übriger langfristiger Vermögenswerte 492 -191
Zugänge zu Finanzanlagen -4.010 -3.861
Cash flow aus der Investitionstätigkeit -56.494 -53.784
Veränderung Finanzforderungen/-verbindlichkeiten 14.154 -53.694
Aus- / Einzahlungen aus Tilgung / Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten -2.333 -2.663
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -20.391 -19.588
Auszahlungen an Gesellschafterin -54.463 -87.897
Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit -63.033 -163.842
Veränderung beschränkt verfügbare flüssige Mittel -251 456
Veränderung Finanzmittelfonds 18.586 -14.598
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 16.788 31.386
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 24. 35.374 16.788

Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 30. Juni 2022

Rücklagen
Kommandit-Kapitaleinlage Rücklagen Rücklage Mitarbeiter Aktienprogramm Rücklage aus Neubewertungen Rücklage aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
T€ T€ T€ T€ T€
30. Juni 2020 5.000 172.832 6.860 5.137 -176.416
Gesamtergebnis
Gewinn - - - - -
Sonstiges Ergebnis - - - -380 8.437
Gesamtergebnis - - - -380 8.437
Gewährte Rechte - - 4.958 - -
Ausgeübte Rechte - - -3.198 - -
Abgang von Finanzanlagen - - - -1.433 -
Latente Steuereffekte Abgang Finanzanlagen - - - - -
Entnahme von Gewinnen - - - - -
30. Juni 2021 5.000 172.832 8.620 3.324 -167.979
Gesamtergebnis
Gewinn - - - - -
Sonstiges Ergebnis - - - -2.885 102.951
Gesamtergebnis - - - -2.885 102.951
Gewährte Rechte - - 5.255 - -
Ausgeübte Rechte - - -4.602 - -
Zahlung sog. "long term incentives" - - - - -
Abgang von Finanzanlagen - - - - -
Latente Steuereffekte Abgang Finanzanlagen - - - - -
Entnahme von Gewinnen - - - - -
Effekte aus Umwandlung durch Abspaltung - - 68 - -28.789
30. Juni 2022 5.000 172.832 9.341 439 -93.817
Rücklagen Summe
Erwirtschaftetes Konzernkapital Zwischensumme
T€ T€ T€
30. Juni 2020 432.921 441.334 446.334
Gesamtergebnis
Gewinn 149.739 149.739 149.739
Sonstiges Ergebnis - 8.057 8.057
Gesamtergebnis 149.739 157.796 157.796
Gewährte Rechte - 4.958 4.958
Ausgeübte Rechte - -3.198 -3.198
Abgang von Finanzanlagen 1.433 - -
Latente Steuereffekte Abgang Finanzanlagen 2.357 2.357 2.357
Entnahme von Gewinnen -87.897 -87.897 -87.897
30. Juni 2021 498.553 515.350 520.350
Gesamtergebnis
Gewinn 154.450 154.450 154.450
Sonstiges Ergebnis - 100.066 100.066
Gesamtergebnis 154.450 254.516 254.516
Gewährte Rechte - 5.255 5.255
Ausgeübte Rechte 4.602 *) - -
Zahlung sog. "long term incentives" -1.550 *) -1.550 -1.550
Abgang von Finanzanlagen - - -
Latente Steuereffekte Abgang Finanzanlagen - - -
Entnahme von Gewinnen -54.463 -54.463 -54.463
Effekte aus Umwandlung durch Abspaltung -4.838 -33.559 -33.559
30. Juni 2022 596.754 685.549 690.549

*) Im Berichtsjahr w erden Ergebniseffekte aus ausgeübten Aktienoptionen u. tatsächlichen Zahlungen direkt im erwirtschafteten Konzernkapital gezeigt.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

Einleitung

Die Geschäftstätigkeit der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden "Sasol Chemical Holdings Konzern" oder "Konzern") erstreckt sich im Wesentlichen auf die Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Tensiden, Fettalkoholen, Co-Monomeren, Ethylenoxiden und anorganischen Spezialitäten wie hochreinen und ultra-hochreinen Tonerden (Geschäftsbereiche Advanced Materials, Essential Care Chemicals und Performance Solutions) sowie den Vertrieb von qualitativ hochwertigen Lösemitteln (Geschäftsbereich Base Chemicals).

Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in 20537 Hamburg, Anckelmannsplatz 1 und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRA 95495 geführt. Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG wird mit ihren Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Sasol Ltd., Johannesburg, Südafrika, einbezogen.

Das Geschäftsjahr des Konzerns erstreckt sich vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022. Entsprechend betreffen die Vergleichszahlen des Vorjahres den Zeitraum 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021.

Mit Eintragung im Handelsregister am 28. Februar 2022 hat die Sasol Germany GmbH im Wege einer Umwandlung durch Abspaltung von ihren Schwestergesellschaften Sasol Wax GmbH und Hamburger Wachs-Industrie GmbH Pensionsverbindlichkeiten und die damit zusammenhängenden Vermögenswerte und Rechtsbeziehungen sowie das Fischer-Tropsch Hard Wax Business und die damit verbundenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten übernommen. Die Abspaltung wurde durch das Gesellschaftsverhältnis mit der übergeordneten Konzernmuttergesellschaft Sasol Ltd. veranlasst und somit wurde der übernommene negative Vermögenssaldo von der Sasol Germany GmbH in Einklang mit den anzuwendenden IFRS im Eigenkapital erfasst. Für weitere Informationen wird auf die Darstellung der Entwicklung des Konzerneigenkapitals sowie auf Punkt 26 dieses Konzernanhangs verwiesen.

Ein Verzeichnis der Konzerngesellschaften sowie deren Abkürzungen befindet sich unter Punkt 40 dieses Konzernanhangs.

Grundlagen

Der Konzernabschluss der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG zum 30. Juni 2022 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den dazugehörigen Interpretationen, wie sie vom International Accounting Standards Board, London (IASB), herausgegeben und im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens (EU-Endorsement durch die EU) angenommen wurden, aufgestellt. Darüber hinaus wurden die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) beachtet.

Die Anforderungen der IFRS wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Konzernabschluss enthält zusätzlich die nach dem deutschen Handelsrecht geforderten Angaben und ist somit gemäß §§ 290, 315e HGB ein befreiender Konzernabschluss.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind einige Posten der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns komprimiert dargestellt. Für diese Posten befinden sich in diesem Konzernanhang separate Erklärungen. Die Darstellung der Werte erfolgt insbesondere in tausend Euro (T€), die Rundungsdifferenzen aufweisen können.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemacht. Die folgenden Unternehmen sind im Rahmen der Bestimmungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB, § 264a HGB, § 264b HGB, § 11 PubIG sowie §291 HGB u.a. von der Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse bzw. Konzernabschlüsse befreit:

Sasol Chemie GmbH & Co. KG, Hamburg

Sasol Germany GmbH, Hamburg

Sasol Chemicals GmbH, Hamburg

Sasol Solvents Germany GmbH, Hamburg

Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG, Hamburg, nutzt die Erleichterungen des § 264b HGB.

Die bei der Aufstellung dieses Konzernabschlusses angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denjenigen, die im Abschluss zum 30. Juni 2021 angewendet wurden.

Noch nicht anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen bestehender Standards

Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen"

Die Änderungen untersagen die Minderung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einer Sachanlage um Einnahmen aus dem Verkauf von Gegenständen, welche hergestellt wurden, während der Vermögenswert noch an seinen Standort und in den betriebsbereiten Zustand gebracht wurde. Stattdessen sind die Einnahmen aus dem Verkauf solcher Gegenstände künftig zusammen mit den Kosten für deren Herstellung direkt erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Die Änderungen sind für den Konzern auf Geschäftsjahre ab dem 1. Juli 2022 anwendbar und werden retrospektiv umgesetzt. Die retrospektive Anwendung betrifft nur Sachanlagen, die am oder nach Beginn der frühesten im Abschluss dargestellten Periode noch an ihren Standort und in den betriebsbereiten Zustand gebracht wurden. Es wird nicht erwartet, dass die Änderungen für den Konzern wesentliche Anpassungen in den Vorperioden erfordern.

Änderungen an IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen"

Die Änderungen stellen klar, welche Kosten bei der Bestimmung eines belastenden Vertrags zu berücksichtigen sind. Gemäß den Änderungen erfolgt diese Bestimmung auf Basis der unmittelbar zurechenbaren Kosten. Die Kosten, die unmittelbar der Erfüllung eines Vertrags zurechenbar sind, umfassen sowohl die durch die Erfüllung dieses Vertrags verursachten zusätzlichen Kosten (z.B. direkte Lohn- und Materialkosten) als auch der Vertragserfüllung direkt zurechenbare Kosten (z.B. die anteilige Abschreibung einer zur Vertragserfüllung genutzten Sachanlage). Die Änderungen sind für den Konzern auf Geschäftsjahre ab dem 1. Juli 2022 anwendbar. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der Änderungen auf den Konzern erwartet.

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"

Die Änderungen betreffen die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig und somit den Ausweis von Schulden in der Bilanz, aber sie haben keine Auswirkungen auf den Betrag oder den Zeitpunkt der Erfassung von Vermögenswerten, Schulden, Erträgen oder Aufwendungen oder auf die Angaben, die zu diesen Posten zu machen sind. Die Änderungen stellen klar, dass die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig auf den Rechten basieren muss, die zum Bilanzstichtag vorliegen und die dem Unternehmen eine Aufschiebung der Erfüllung einer Verpflichtung um mindestens zwölf Monate ermöglichen. Darüber hinaus wird klargestellt, dass die Klassifizierung nicht von den Erwartungen abhängt, ob ein Unternehmen von seinem Recht Gebrauch macht, die Erfüllung einer Verpflichtung aufzuschieben. Die Änderungen sind für den Konzern ab dem 1. Juli 2023 anwendbar und werden retrospektiv umgesetzt. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern erwartet.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Sasol Chemical Holdings sind alle Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Sasol Chemical Holdings direkt oder indirekt die Möglichkeit zur Beherrschung der Finanz- und Geschäftspolitik dieser Gesellschaften hat.

Ein derart beherrschender Einfluss im Sinne des IFRS 10 ist dann gegeben, sofern gleichzeitig drei Kriterien erfüllt sind:

Entscheidungsmacht des Mutterunternehmens über die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens

Variable Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen gehen dem Mutterunternehmen zu

Gegenwärtige Fähigkeit des Mutterunternehmens, seine Entscheidungsmacht zur Beeinflussung der variablen Rückflüsse einsetzen zu können

Neben der Muttergesellschaft Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG wurden 4 weitere Gesellschaften (Vorjahr: 4) im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Entsprechend dem Vorjahr hat keine dieser Gesellschaften ihren Sitz im Ausland.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a. Grundlagen zur Aufstellung des Konzernabschlusses

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt, soweit nicht anders in diesem Konzernanhang angegeben, auf Basis der Bilanzierung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Davon ausgenommen sind originäre, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, derivative Finanzinstrumente und Verbindlichkeiten aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen hinsichtlich aktienbasierter Vergütungen, die jeweils am Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses basiert auf der Annahme der Unternehmensfortführung ("going-concern").

Sofern nicht anderweitig angegeben, entsprechen die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Geschäftsjahres denen des Vorjahres.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden einheitlich im Konzern angewendet.

Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Konzernabschluss und Lagebericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

b. Grundsätze der Konsolidierung

Der Konzernabschluss spiegelt die finanziellen Ergebnisse des Konzerns wider. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen werden vollkonsolidiert.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Ein einbezogenes Unternehmen kann eine Kapitalgesellschaft, eine Gruppe von Personen oder eine personenbezogene Gesellschaft einschließlich der betrieblichen Vermögenswerte und der damit verbundenen Verbindlichkeiten sein.

Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind zum Erwerbszeitpunkt zu ihren beizulegenden Zeitwerten zu bewerten. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden marktpreisorientierte Verfahren, oder wenn nicht anwendbar, kapitalmarktorientierte Verfahren angewendet.

Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses dienen zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte aller identifizierbaren Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Marktwerte oder, wenn nicht verfügbar, Barwerte der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der aktuellen Zinssätze.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Unterschiedsbetrag der entrichteten Gegenleistung über den beizulegenden Zeitwert der übernommenen Nettovermögenswerte des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf seine Werthaltigkeit überprüft.

Ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang oder der Liquidation eines Tochterunternehmens wird unter Berücksichtigung des diesem Teil zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Liegen für kurzfristige Vermögenswerte Hinweise auf niedrigere erzielbare Veräußerungspreise und für langfristige Vermögenswerte auf Wertminderungen ("impairment") vor, werden diese Verluste erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Die Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt der Akquisition bis zum Kontrollverlust konsolidiert. Konzerninterne Umsätze, Erträge und Aufwendungen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Gewinne und Verluste (Zwischenergebnisse, soweit wesentlich) werden eliminiert.

c. Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden in der funktionalen Währung der Unternehmen aufgestellt. Der Konzernabschluss ist in Euro, auf Tausend gerundet, dargestellt, der für den Sasol Chemical Holdings Konzern die funktionale und Berichtswährung ist.

Erträge und Aufwendungen in fremder Währung werden zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung des Unternehmens umgerechnet.

Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit dem Wechselkurs am Bilanzstichtag in die funktionale Währung des Unternehmens umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung und Abwicklung von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf "cash flow hedge" Aktivitäten.

d. Sachanlagen

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und ggf. anfallender Wertminderungsaufwendungen (impairment"), bilanziert. Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen Aufwendungen für Material, direkte Lohnkosten und angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die Herstellungskosten umfassen auch geschätzte Kosten der Demontage, der Beseitigung sowie der Wiederherstellung, soweit diese sich auf den Bau der Anlage beziehen. Sofern regelmäßig wiederkehrende Großinspektionen Bedingung zur Fortführung des Betrieb von Sachanlagen sind, sind die Kosten als nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zu aktivieren. Die Kosten für die Entwicklung, Erweiterung und wesentliche Verbesserung der Sachanlagen und der Anlagen im Bau werden ebenfalls aktiviert.

Direkt zurechenbare Finanzierungskosten werden, soweit wesentlich, auf Sachanlagen, deren Herstellung sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, für den Zeitraum bis zur Fertigstellung aktiviert.

Bestehen Maschinen und technische Anlagen aus Hauptkomponenten mit unterschiedlichen Nutzungsdauern, werden diese Komponenten separat abgeschrieben. Aufwendungen aus der Ersatzbeschaffung oder Verbesserung wesentlicher Bestandteile der Anlage werden aktiviert und separat über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Ein aus der vorhergehenden Ersatzbeschaffung bestehender Restbuchwert wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgebucht. Alle anderen Erhaltungsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Sachanlagen werden planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer, wie auf Seite 45 dieses Konzernanhangs dargestellt, abgeschrieben. Die Abschreibungsmethode, die geschätzte verbleibende Nutzungsdauer und die Restbuchwerte werden jährlich überprüft.

Der Buchwert von Sachanlagen wird bei Abgang oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus dem Gebrauch der Sachanlagen erwartet wird, ausgebucht. Gewinne und Verluste aus dem Abgang einer Sachanlage werden durch Ermittlung der Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und Restbuchwert der Sachanlage bestimmt und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

e. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen des Geschäfts- oder Firmenwertes, werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und ggf. anfallender Wertminderungsaufwendungen ("impairment") bilanziert.

Immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen künftige wirtschaftliche Vorteile aus den immateriellen Vermögenswerten zufließen und die Kosten für die immateriellen Vermögenswerte verlässlich ermittelt werden können.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsmethode und die geschätzte verbleibende Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich überprüft. Die den sonstigen immateriellen Vermögenswerten zu Grunde gelegten Nutzungsdauern sind auf Seite 45 dieses Konzernanhangs zusammengefasst.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern zu jedem Bilanzstichtag auf Wertminderungen ("impairment") überprüft. Die Einschätzung, dass die geschätzte Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte unbestimmt ist, wird einmal jährlich überprüft.

Nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden auf die bestehenden Vermögenswerte nur aktiviert, wenn diesen ein wirtschaftlicher Nutzen zugrunde liegt. Alle anderen Ausgaben werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen bezogen auf die Gewinnung neuer technischer Erkenntnisse, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

Entwicklungsaufwendungen für die Produktion neuer oder wesentlich verbesserter Produkte oder Prozesse werden aktiviert, wenn die Kosten verlässlich ermittelt werden können, die Produkte oder Prozesse technisch und wirtschaftlich realisierbar sind, ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist, und der Konzern beabsichtigt und über ausreichende Ressourcen verfügt, um die Entwicklung und Nutzung oder den Verkauf des Vermögenswertes zu realisieren. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

Die Aufwendungen umfassen die Ausgaben für Materialien, direkte Lohnkosten und den Projekten zuordenbare angemessene Gemeinkosten.

Kosten für erworbene Software sowie direkte Kosten im Zusammenhang mit der Anpassung und der Installierung werden aktiviert. Ausgaben für selbstgeschaffene Software werden aktiviert, sofern die Kriterien zur Aktivierung erfüllt sind. Alle anderen Softwareentwicklungsaufwendungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Aufwendungen für bezogene Patente und Marken werden aktiviert. Aufwendungen für die Erweiterung der Patente oder Marken werden ebenfalls aktiviert. Alle anderen Aufwendungen in diesem Zusammenhang werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Von einer Regierung oder einer staatlichen Behörde erhaltene Emissionsrechte (Zertifikate) und Ausgaben für den Erwerb der Zertifikate werden als sonstige immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer mit dem Marktpreis zum Erwerbszeitpunkt aktiviert und jährlich auf Wertminderung überprüft.

Registrierungsaufwendungen im Rahmen des europäischen Zulassungsverfahrens für chemische Stoffe REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) werden aktiviert und mit Erteilung der Zulassung über die entsprechende Nutzungsdauer abgeschrieben.

f. Wertminderung auf nicht-finanzielle Vermögenswerte

Die nicht-finanziellen Vermögenswerte des Konzerns werden, mit Ausnahme von Vorräten und aktiven latenten Steuern, zu jedem Bilanzstichtag oder wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert nicht mehr werthaltig ist, auf das Vorliegen einer Wertminderung überprüft ("impairment" Test). Ein "impairment" Test ist für Geschäfts- oder Firmenwerte, noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte und für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer zu jedem Bilanzstichtag vorzunehmen.

Der Wertminderungsaufwand ("impairment") in der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag wird für einzelne Vermögenswerte basierend auf Annahmen ermittelt. Falls die Ermittlung des erzielbaren Betrags für einzelne Vermögenswerte nicht möglich ist, wird der erzielbare Betrag für die nächst höhere zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt, zu der der Vermögenswert gehört. Gemeinschaftliche Vermögenswerte erzeugen keine gesonderten Mittelzuflüsse. Wenn daher Anzeichen vorliegen, dass ein gemeinschaftlicher Vermögenswert wertgemindert sein könnte, wird der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt, zu der der gemeinschaftliche Vermögenswert gehört.

Bezogen auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden Wertminderungen zuerst auf den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes, der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet ist und dann anteilig auf die anderen Vermögenswerte der Einheit verteilt.

Mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten wird eine früher erfasste Wertminderung zurückgenommen, sofern sich die Schätzungen aufgrund des Eintretens eines Vorfalls, nach der die Wertminderung festgestellt wurde, geändert haben. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertminderung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die Zuschreibung wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

g. Finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern klassifiziert und bewertet finanzielle Vermögenswerte in den folgenden Kategorien:

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (at amortised cost),

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (at fair value through profit or loss),

erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet (at fair value through other comprehensive income ("OCI")).

Die Klassifizierung basiert auf dem Geschäftsmodell, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird. Der Konzern bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung und überprüft die Klassifizierung mindestens zu jedem Bilanzstichtag um zu beurteilen, ob sich das Geschäftsmodell geändert hat.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der Konzern verwaltet diese Investitionen und nimmt Kauf- und Verkaufsentscheidungen gemäß den beizulegenden Zeitwerten vor. Finanzielle Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte werden bilanziert, sobald der Konzern Vertragspartei wird und die Rechte auf die wirtschaftlichen Vorteile erhält. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn diese Rechte nicht mehr bestehen oder übertragen worden sind.

Der Konzern bewertet finanzielle Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert einschließlich anfallender Transaktionskosten, welche direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Sofern der finanzielle Vermögenswert erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, werden die Transaktionskosten als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zinserträge von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt.

Gemäß IFRS 9 kann in Abhängigkeit der Art und der Absicht des Haltens eines Eigenkapitalinstruments ein Unternehmen entscheiden einen finanziellen Vermögenswert als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet zu designieren. Wenn ein Unternehmen die Option zur Designierung eines Investments in ein Eigenkapitalinstrument als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet ausübt, ist eine Reklassifizierung des kumulierten Effektes aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes des Eigenkapitalinstruments in die Gewinn- und Verlustrechnung nicht zulässig.

Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte basieren auf Börsen- bzw. Marktpreisen oder auf mit Hilfe eines diskontierten Cash-Flow-Modells abgeleiteten Werten. Der beizulegende Zeitwert von nicht börsennotierten Anteilen ist mit Methoden geschätzt, die den spezifischen wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligungen, die den Marktwert dieser Anteile beeinflussen, entsprechen.

Auf- oder Abschläge, die sich aus der Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes und der Forderung am Fälligkeitstag ergeben, werden nach der Effektivzinssatzmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt die Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Diese Ermittlung berücksichtigt Anzeichen, ob ein Schuldner oder eine Gruppe von Schuldnern in finanziellen Schwierigkeiten ist, den Ausfall oder die Verzögerung von Zahlungen, die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz des Schuldners sowie weitere zukunftsgerichtete, beobachtbare Daten, welche auf eine messbare Verringerung der erwarteten zukünftigen "cash flows" hindeuten. Der erwartete Kreditverlust wird auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der Forderungshöhe bei Ausfall ermittelt. Auf Grundlage von externen und internen Informationen erfolgt die Zuordnung der Ausfallwahrscheinlichkeiten. Kredite und Forderung werden abgeschrieben, wenn es keine realistische Erwartung bezüglich ihrer zukünftigen Einbringlichkeit gibt. Die Höhe der Wertminderung für einen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswert ergibt sich als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes. Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und der Buchwert der Kredite und Forderungen wird entsprechend vermindert. Wenn nachfolgend ein Ereignis eine Reduzierung der Wertminderung begründet, wird die Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung zurückgenommen.

h. Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu dem Zeitpunkt bilanziert, sobald der Konzern Vertragspartei wird und dadurch eine vertragliche Verpflichtung hat. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn diese Verpflichtungen abgeführt, aufgehoben oder erloschen sind.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert einschließlich angefallener Transaktionskosten angesetzt. In der Folgebewertung werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden verrechnet und als Nettobetrag dargestellt, wenn der Konzern einen Rechtsanspruch zur Aufrechnung hat und beabsichtigt, entweder auf einer Nettobasis zu zahlen oder den Vermögenswert zu realisieren und gleichzeitig die Verbindlichkeit auszugleichen.

i. Vorräte

Vorräte sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungspreis bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten umfassen Aufwendungen für den Erwerb und die Herstellung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten umfassen auch einen Anteil der direkt zurechenbaren produktionsbezogenen Gemeinkosten. Die Verteilung der Gemeinkosten erfolgt auf der Grundlage der Normalkapazität oder einer tatsächlich höheren Produktionsauslastung. Aufwendungen aus einer etwaigen Ineffizienz in der Produktion werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden wie folgt bewertet:

• Rohstoffe nach der First-in-first-out-Methode (FIFO)
• Hilfs- und Betriebsstoffe nach der Durchschnittsmethode
• Unfertige Erzeugnisse zu Herstellungskosten
• Fertige Erzeugnisse und Waren zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten nach FIFO

Der Nettoveräußerungspreis ist der geschätzte erzielbare Verkaufspreis im normalen Geschäftsverlauf abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

j. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, welcher dem Transaktionspreis entspricht, angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode, abzüglich etwaiger Wertminderungen, bilanziert. Eine vereinfachte Methode zur Bemessung des erwarteten Kreditverlustes wird für den Ansatz und die Bewertung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angewendet, bei der zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste und die Veränderungen der Wertberichtigung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte werden abgeschrieben, wenn keine berechtigte Erwartung für die Rückforderung fälliger Beträge besteht. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten keine signifikante Finanzierungskomponente.

k. Flüssige Mittel

Flüssige Mittel umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie beschränkt verfügbare flüssige Mittel. Flüssige Mittel sind zum Nennwert, der dem beizulegenden Zeitwert entspricht, bilanziert.

Beschränkt verfügbare flüssige Mittel, sind gesondert im Konzernanhang in Höhe ihres Nennwertes dargestellt.

I. Eigenkapital

Die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika, ist alleinige Kommanditistin der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG und gemäß Gesellschaftsvertrag vom 13. Februar 2001 (zuletzt geändert am 24. Juni 2010) allein stimmberechtigt.

Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG ist als Konzernobergesellschaft in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft organisiert, bei der die Gesellschafterin durch Ausübung eines gesetzlichen Kündigungsrechtes, das durch den Gesellschaftsvertrag nicht ausgeschlossen werden kann, die Gesellschaft zur Auszahlung der Kapitaleinlagen und der auf sie entfallenden Gewinnanteile verpflichten kann.

Gemäß den Vorgaben des im Jahr 2008 überarbeiteten IAS 32 sind kündbare Finanzinstrumente bei Erfüllung bestimmter Bedingungen als Eigenkapital zu klassifizieren. Diese Bedingungen sind für die Kapitaleinlagen der Kommanditistin bei der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG aufgrund der gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen gegeben, so dass diese im Konzern-Eigenkapital ausgewiesen werden. Die Gewinnentnahmen der Kommanditistin werden dementsprechend in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals als Gesellschaftertransaktion ausgewiesen.

m. Schulden

Schulden, die eine finanzielle Verbindlichkeit darstellen, werden in kurz- und langfristig klassifiziert. Schulden werden bei erstmaligem Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert, abzüglich der angefallenen Transaktionskosten angesetzt und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn der Konzern die Verpflichtung zur Rückzahlung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag hat. Eine Schuld wird ausgebucht, wenn die Verpflichtung bezahlt, gemäß Vertrag erlassen wird oder abgelaufen ist. Gewinne oder Verluste aus Auf- oder Abschlägen, die sich aus der Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert der Schuld und dem Erfüllungsbetrag bei Fälligkeit ergeben, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Finanzaufwendungen nach der Effektivzinsmethode erfasst. Der Netto-Gewinn oder -Verlust aus der Änderung einer Schuld wird unmittelbar erfasst, wenn die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuld geändert wird.

n. Leasing

Verträge werden zu Vertragsbeginn beurteilt, um zu bestimmen, ob diese ein Leasingverhältnis begründen oder beinhalten. Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern Leasingverbindlichkeiten bewertet zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen. Die Leasingzahlungen umfassen:

feste Zahlungen (einschließlich de facto festen Zahlungen) abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize,

variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind;

Beträge, die im Rahmen von Restwertgarantien voraussichtlich entrichtet werden müssen,

den Ausübungspreis einer Kaufoption, deren Ausübung hinreichend sicher ist,

Strafzahlungen für Kündigungen, wenn in der Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses berücksichtigt ist, dass der Konzern diese Kündigungsoption wahrnehmen wird und

Leasingzahlungen, die nach der hinreichend sicheren Ausübung einer Verlängerungsoption zu leisten sind.

Variable Leasingzahlungen, die nicht an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, werden als Aufwendungen in der Periode erfasst, in der das auslösende Ereignis oder die auslösende Bedingung die entsprechende Zahlung veranlasst, es sei denn diese Zahlungen werden als Bestandteil der Vorräte oder der Anlagen im Bau aktiviert.

Bei der Bestimmung des Barwerts der Leasingzahlungen verwendet der Konzern den Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers zum Bereitstellungsdatum, da der dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz im Allgemeinen nicht ohne Weiteres ermittelbar ist. Der Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns ist der Zinssatz, den der Konzerns zahlen müsste, wenn er für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit die Mittel aufnehmen würde, die er in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld für einen Vermögenswert mit einem dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert benötigen würde.

Nach dem Bereitstellungsdatum werden Finanzierungsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, sodass ein über die Perioden konstanter Zinsaufwand auf die verbleibende Leasingverbindlichkeit für jede Periode entsteht.

Der Buchwert der Leasingverbindlichkeit wird neu bewertet bei einer Änderung des Leasingverhältnisses, bei einer Änderung der Laufzeit des Leasingverhältnisses, bei einer Änderung der künftigen Leasingzahlungen (zum Beispiel bedingt durch eine Veränderung des zur Bestimmung dieser Zahlungen verwendeten Indexes oder Zinssatzes) oder bei einer Änderung der Beurteilung einer Kaufoption für den zugrunde liegenden Vermögenswert.

Der Konzern wendet die Regelungen zur Freistellung vom Ansatz für kurzfristige Leasingverhältnisse (Leasingverhältnisse, deren Laufzeit am Bereitstellungsdatum maximal zwölf Monate beträgt und die keine Kaufoption beinhalten) und für Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, an. Die entsprechenden Leasingzahlungen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und gegebenenfalls anfallender Wertminderungsaufwendungen, sowie berichtigt um Neubewertungen von Leasingverbindlichkeiten. Die Kosten des Nutzungsrechts umfassen:

den Betrag der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit

alle bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich aller etwaigen erhaltenen Leasinganreize

alle anfänglichen direkten Kosten

Wiederherstellungskosten

Nutzungsrechte werden planmäßig linear bis zum Ende der Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts oder - sollte dies früher eintreten - bis zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Sofern die Ausübung einer Kaufoption durch den Konzern hinreichend sicher ist, wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende der Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts abgeschrieben. Die Aufwendungen für Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn sie werden als Bestandteil der Vorräte oder der Anlagen im Bau aktiviert Des Weiteren unterliegen Nutzungsrechte einer Wertminderungsprüfung ("impairment" Test).

o. Rückstellungen

Rückstellungen werden bilanziert, wenn für den Konzern eine gegenwärtig rechtliche oder faktische Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, ein Mittelabfluss wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe des Betrags möglich ist. Insbesondere für die Ermittlung der langfristigen Rückstellungen trifft das Management verschiedene Ermessensentscheidungen, da Schätzungen für die Bestimmung der zukünftig zu erwartenden Kosten zur Begleichung der entsprechenden Verpflichtungen erforderlich sind.

Für die Bewertung langfristiger Rückstellungen werden die erwarteten zukünftigen Auszahlungen auf den Barwert abgezinst. Die Zuführungen aufgrund der Aufzinsung werden als Zinsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Langfristige Rückstellungen für Umwelt und Rückbau betreffen aufgrund von Umweltgesetzen geschätzte Verpflichtungen zur Einhaltung behördlicher Auflagen, Wiederherstellungsverpflichtungen und mit der Stilllegung von Anlagen im Zusammenhang stehende Sachverhalte, basierend auf der Umweltpolitik des Konzerns unter Berücksichtigung der aktuellen technologischen, ökologischen und rechtlichen Anforderungen. Eine Rückstellung für Rückbau wird bilanziert, sobald die Umweltverpflichtung entstanden ist. In dem Umfang, in denen die Verpflichtungen den Rückbau einer Anlage betreffen, werden diese als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes aktiviert. Spätere Änderungen der für die Schätzung der Verpflichtung zugrunde gelegten Annahmen, werden als Anpassung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes bilanziert. Nachträgliche Änderungen der Verpflichtungen, die keinen Bezug zur Herstellung des Vermögenswertes haben, sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Eine Erhöhung der diskontierten langfristige Rückstellungen infolge des Zeitablaufs wird als Finanzierungsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Kosten für die Stilllegung von Anlagen und Maschinen werden als geschätzter Barwert der künftigen Stilllegungskosten unter Berücksichtigung der aktuellen ökologischen und rechtlichen Bestimmungen als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlagen aktiviert, soweit sie mit dem Bau der Anlage im Zusammenhang stehen und als Verpflichtung entstanden sind. Diese Schätzungen werden mindestens einmal jährlich überprüft. Die Auswirkungen von späteren Änderungen der für die Schätzung der Verpflichtung zugrunde gelegten Annahmen, werden als Anpassung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes bilanziert. Nachträgliche Änderungen der Verpflichtungen, die keinen Bezug zur ursprünglichen Konstruktion des Vermögenswertes haben, sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Laufende Ausgaben für Umweltsanierungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

p. Leistungen an Arbeitnehmer

Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer sind solche, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Geschäftsjahr, in dem die Dienstleistungen erbracht wurden, gezahlt werden. Vergütungen der Mitarbeiter werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Für nicht genommenen Urlaub, Incentive Bonus und andere kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer werden Abgrenzungen ("accruals") unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Der Konzern hält leistungsorientierte Versorgungszusagen für seine Mitarbeiter, die über Rückstellungen finanziert sind. Darüber hinaus bestehen beitragsorientierte Altersversorgungssysteme. Die Höhe der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird jährlich auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt.

Die leistungsorientierten Versorgungszusagen werden durch die Bewertung der in der laufenden Periode und in früheren Perioden erdienten Leistungen, auf der Grundlage der erbrachten Leistungen der Arbeitnehmer ermittelt.

Zur Bestimmung des Barwerts der zukünftigen Ansprüche werden die erwarteten Auszahlungen abgezinst. Die jährliche Bewertung durch versicherungsmathematische Gutachter wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") durchgeführt.

In Übereinstimmung mit IAS 19 (rev. 2011) wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand im Zeitpunkt der Planänderung erfolgswirksam als Teil des Jahresergebnisses berücksichtigt.

In Übereinstimmung mit IAS 19 (rev. 2011) werden versicherungsmathematische Bewertungsanpassungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) erfolgsneutral als sonstiger Ergebnisbestandteil verrechnet.

Bei beitragsorientierten Altersversorgungssystemen (z. B. Direktversicherungen, Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung) werden die einzahlungspflichtigen Beiträge unmittelbar als Aufwand erfasst. Rückstellungen werden dafür nicht gebildet, da der Konzern in diesen Fällen neben der Verpflichtung zur Beitragszahlung keiner zusätzlichen Verpflichtung unterliegt.

Sasol Ltd., die oberste Konzernmuttergesellschaft, hat Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, aktienbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ("equity-settled") aufgelegt. Im Fall von "equity-settled"-Vergütungen ermöglicht der Ausgleich mit Eigenkapitalinstrumenten bestimmten Mitarbeitern über einen festgelegten Zeitraum, Aktien der Sasol Ltd. zu erwerben. Solche aktienbasierten Vergütungen werden zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung bilanziert. Der Zeitwert am Gewährungsstichtag der auf Eigenkapitalinstrumenten basierenden Vergütungen wird als Personalaufwand und korrespondierend als Anstieg der im Eigenkapital ausgewiesenen Rücklage für das Aktienprogramm erfasst. Die Erfassung wird linear über den Erdienungszeitraum verteilt bis der Mitarbeiter bedingungslos anspruchsberechtigt wird und die gewährten Aktien verkaufen kann. Hierzu sind Schätzungen der Geschäftsführung zum Umfang der bezogenen Aktien, unter Berücksichtigung von nicht marktbasierten Ausübungsbedingungen, erforderlich.

Der beizulegende Zeitwert dieser Rechte wird mit Hilfe von stochastischen Modellen berechnet. Die erwarteten Laufzeiten, die in den Modellen unterstellt wurden, basieren auf Schätzungen der Geschäftsführung, die die Auswirkungen der Ausübungsbeschränkungen, Fluktuation, Volatilität, Dividendenrendite und Erdienungszeitraum berücksichtigen. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt die Bedingungen, unter denen diese Vergütungen gewährt werden und das Ausmaß der von den Mitarbeitern zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen.

Abfindungen werden als Verbindlichkeit bilanziert, wenn der Konzern nachweislich einen detaillierten Plan zur vorzeitigen freiwilligen Kündigung, vor dem Zeitpunkt der regulären Pensionierung oder Kündigung des Arbeitsverhältnisses, ohne realistische Möglichkeit des Rücktritts anerkannt hat oder wenn der Konzern Abfindungen aufgrund eines Angebots zur Förderung eines freiwilligen vorzeitigen Ausscheiden gewährt hat. Im Falle eines Angebots zum freiwilligen Ausscheiden werden die Abfindungen auf der Grundlage der erwarteten Zahl der Beschäftigten gemessen, die das Angebot voraussichtlich annehmen. Abfindungen, die voraussichtlich erst mehr als 12 Monate nach Ende des Berichtszeitraums ausgezahlt werden, werden auf ihren Barwert abgezinst.

q. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Erhaltene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden planmäßig über die Zeiträume in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, die erforderlich sind, um sie mit den anfallenden Kosten, für die sie gewährt wurden, zu verrechnen. Zuwendungen im Zusammenhang mit langfristigen Vermögenswerten werden in der Bilanz entsprechend als langfristige Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und auf der Grundlage der unterstellten Nutzungsdauer der Vermögenswerte erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Einnahmen vor Auslieferung oder vor Erbringung einer Dienstleistung werden in der Bilanz als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und erst in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die unter Punkt u. "Erlöse" erläuterten Ansatzkriterien erfüllt sind.

r. Steuern

Ertragsteuern werden auf der Grundlage des Jahresüberschusses vor Steuern für das Jahr berechnet. Sie betreffen laufende und latente Steuern.

Laufende Steuern werden auf das zu versteuernde Einkommen für das Jahr mit verabschiedeten Steuersätzen berechnet und berücksichtigen zusätzlich etwaige Anpassungen auf Steuerverbindlichkeiten der Vorjahre.

Zwischen der Sasol Chemie KG (Organträgerin), der Sasol Solvents Germany GmbH, der Sasol Chemicals GmbH sowie der Sasol Germany GmbH (Organgesellschaften) besteht eine steuerliche Organschaft (einschließlich Ergebnisübernahmevereinbarung) hinsichtlich der Körperschaft- und Gewerbesteuer einerseits und der Umsatzsteuer andererseits. In diesem Zusammenhang und aufgrund der Besteuerung der Sasol Chemie KG als Personengesellschaft trägt diese in Deutschland nur die Gewerbesteuer.

Die Sasol Chemical Holdings als Kommanditistin der Sasol Chemie KG trägt in Deutschland ebenfalls nur die Gewerbesteuer, da auch die Sasol Chemical Holdings eine Personengesellschaft ist. Die deutschen Körperschaftsteuern und Solidaritätszuschläge auf die Gewinne der betreffenden Gesellschaften trägt die Kommanditistin der Sasol Chemical Holdings, die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., eine Tochtergesellschaft der obersten Sasol Muttergesellschaft, Sasol Ltd.

Latente Steuern werden unter Anwendung der bilanzorientierten Methode auf alle temporären Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten und den Steuerbilanzwerten sowie auf etwaige steuerliche Verlustvorträge gerechnet.

Auf die folgenden temporären Differenzen werden keine latenten Steuern berechnet:

den erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts;

den erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst; und

Investitionen in Tochtergesellschaften, soweit sie sich wahrscheinlich nicht in absehbarer Zeit umkehren.

Die latente Steuer wird unter Verwendung verabschiedeter bzw. angekündigter Steuersätze am Bilanzstichtag berechnet, die voraussichtlich zur Anwendung kommen, wenn der Vermögenswert realisiert oder die Verbindlichkeit ausgeglichen wird. Ein latenter Steueranspruch wird in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das der latente Steueranspruch verbraucht werden kann.

Die bilanzierten latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten spiegeln die steuerlichen Konsequenzen aus der erwarteten Realisierung oder Abrechnung der Buchwerte der Aktiva und Passiva wider.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn sie sich auf dieselbe Fiskalbehörde beziehen und die Möglichkeit der Aufrechnung besteht.

s. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zum Erfüllungsbetrag bewertet.

t. Erlöse

Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn durch die Erfüllung einer Leistungsverpflichtung die Verfügungsgewalt an Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden übertragen worden ist. Eine Leistungsverpflichtung kann zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden. Der Konzern erfüllt seine Leistungsverpflichtungen im Wesentlichen zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Die erfassten Erlöse entsprechen der Gegenleistung, die der Konzern für jede eigenständig abgrenzbare Leistungsverpflichtung nach Abzug von indirekten Steuern, Rabatten und Preisnachlässen voraussichtlich erhalten wird und bestehen im Wesentlichen aus dem Verkauf von chemischen Produkten. Zur Bestimmung der Erlöse erfolgt die Aufteilung auf Basis der Einzelveräußerungspreise.

Der Konzern tätigt Tauschgeschäfte mit den gleichen Vertragspartnern über den Kauf und Verkauf von Vorräten, die im gegenseitigen Einverständnis eingegangen werden. Sofern gleichartige Einheiten getauscht werden, werden diese Transaktionen zusammengefasst und als ein Tauschgeschäft berücksichtigt. Der Tausch wird auf Basis des Buchwertes der zugrundeliegenden Vorräte erfasst.

Die Zeitspanne zwischen der Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung auf den Kunden und der Bezahlung durch den Kunden überschreitet 12 Monate nicht und es erfolgt keine Anpassung für den Zeitwert des Geldes durch den Konzern.

Der Konzern erfüllt seine Leistungsverpflichtung beim Übergang der Verfügungsgewalt an den chemischen Produkten auf den Kunden. Als Lieferbedingungen werden hauptsächlich die Incoterms FCA (frei Frachtführer) und CPT (frachtfrei) vereinbart, sodass der Übergang der Verfügungsgewalt auf den Kunden erfolgt, sobald die Ware an einen vereinbarten Ort oder an den Frachtführer geliefert worden ist.

u. Finanzierungsaufwendungen

Wesentliche Finanzierungsaufwendungen für Sachanlagen werden im Zusammenhang mit qualifizierten Vermögenswerten aktiviert. Diese Finanzierungsaufwendungen werden über den Zeitraum, in dem der Vermögenswert erworben oder hergestellt wird und Fremdkapital aufgenommen wurde, aktiviert. Die Aktivierung wird beendet, wenn der Bau des Vermögenswertes über einen längeren Zeitraum unterbrochen oder weitgehend abgeschlossen ist. Zukünftige Finanzierungsaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

In dem Umfang, in dem der Konzern Fremdmittel speziell für die Beschaffung oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts aufnimmt, wird der Betrag der aktivierbaren Fremdkapitalkosten als tatsächlich angefallene Fremdkapitalkosten abzüglich etwaiger Anlageerträge aus der vorübergehenden Zwischenanlage dieser Mittel bestimmt.

In dem Umfang, in dem der Konzern Fremdkapital allgemein aufgenommen und für die Beschaffung oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes verwendet hat, wird der Betrag der aktivierbaren Fremdkapitalkosten durch Anwendung eines Finanzierungskostensatzes auf die Ausgaben für diesen Vermögenswert bestimmt. Als Finanzierungskostensatz wird der gewogene Durchschnitt der Fremdkapitalkosten für solche Kredite des Konzerns zugrunde gelegt, die während der Periode bestanden haben, einschließlich des speziell für die Beschaffung oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts aufgenommenen Fremdkapitals, sobald der entsprechende Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch oder Verkauf fertig gestellt worden ist. Der Betrag der während einer Periode aktivierten Fremdkapitalkosten darf die in der betreffenden Periode insgesamt angefallenen Fremdkapitalkosten nicht übersteigen.

v. Kritische Schätzungen und Annahmen

Die Geschäftsführung des Konzerns nimmt Schätzungen und Annahmen im Hinblick auf die Zukunft bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vor. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Beträgen, die sich aus Schätzungen und Annahmen ergeben, abweichen. Im Konzernanhang werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie Angaben über sonstige am Abschlussstichtag wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, angegeben.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen wurden insbesondere bei den folgenden Sachverhalten vorgenommen:

Anhang
Festlegung der konzerneinheitlichen Abschreibungsdauern 15.
Wertberichtigungen auf Forderungen 39.
Wertberichtgungen auf Vorräte 20.
Bewertung Pensionsrückstellungen 26.
Bewertung sonstige Rückstellungen 27.

Die Geschäftsführung analysiert in regelmäßigen Abständen ihre Schätzungen und Annahmen, basierend auf Erfahrungen und sonstigen Faktoren, einschließlich der Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse. Änderungen werden in der Periode vorgenommen, in der die Schätzungen überprüft werden. Auswirkungen auf Folgeperioden werden entsprechend berücksichtigt.

w. Anpassungen der Vergleichsinformationen (Vorjahreszahlen)

Teilweise wurden für das Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr zusätzliche Informationen bereitgestellt. Soweit dies möglich war, wurden für das Vorjahr entsprechende Informationen ergänzt.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

1. Juli 2021
30. Juni 2022
1. Juli 2020
30. Juni 2021
T€ T€
Verkauf von Produkten an Externe 2.038.370 1.610.905
Dienstleistungen an Externe 1.899 1.274
Sonstige Umsatzerlöse mit Externen 1.594 578
Verkäufe an Externe 2.041.863 1.612.757
Verkauf von Produkten an nahestehende Unternehmen 227.930 181.468
Sonstige Umsatzerlöse mit nahestehende Unternehmen 447 431
Verkäufe an nahestehende Unternehmen 228.377 181.899
2.270.240 1.794.656

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach den Geschäftsbereichen des Konzerns:

1. Juli 2021 - 30. Juni 2022 1. Juli 2020 - 30. Juni 2021
T€ T€
Essential Care Chemicals 1.316.419 963.137
Performance Solutions 657.686 536.095
Advanced Materials 265.376 210.755
Base Chemicals 30.759 84.669
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 2.270.240 1.794.666
Erlöse aus anderen Verträgen - -
2.270.240 1.794.656

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Berichtsjahr im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattungen von nahestehenden Unternehmen in Höhe von € 65,7 Mio (30. Juni 2021: € 62,6 Mio). Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Berichtsjahr Währungsgewinne in Höhe von T€ 1.638 berücksichtigt.

3. Material- und Energieaufwand

1. Juli 2021
30. Juni 2022
1. Juli 2020
30. Juni 2021
T€ T€
Materialaufwand -1.523.877 -1.146.975
Energieaufwand für Strom -19.345 -18.948
Hilfs- und Verbrauchsstoffe -127.419 -49.721
Material- und Energieaufwand -1.670.641 -1.215.644

4. Personalaufwand

1. Juli 2021 - 30. Juni 2022 1. Juli 2020 - 30. Juni 2021
T€ T€
Entgelte (Löhne u. Gehälter u. sonst. Personalaufwand) -158.520 -150.699
Soziale Abgaben -24.355 -24.062
Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung -18.991 -19.331
Aktienbasierte Vergütung -5.180 -4.955
-207.046 -199.047

Zum Bilanzstichtag waren im Konzern insgesamt 1.741 Mitarbeiter (30. Juni 2021: 1.634) in unbefristeten Arbeitsverhältnissen (Permanente Mitarbeiter) beschäftigt. Im Zusammenhang mit einer überarbeiteten Definition der Anzahl der permanenten Mitarbeiter, die nun auch den Einbezug der passiven permanenten Mitarbeiter (z.B. in Elternzeit befindliche) vorsieht, ist auf eine eingeschränkte Vergleichbarkeit mit der Vorjahreszahl hinzuweisen. Im Durchschnitt wurden im Berichtsjahr insgesamt 1.687 (30. Juni 2021: 1.649) Mitarbeiter beschäftigt.

Die für obige Zwecke ermittelte Anzahl der Beschäftigten teilt sich wie folgt auf die Funktionsbereiche auf:

Funktionsbereich 30. Juni 2022 30. Juni 2021
Produktion 1.220 1.184
Technologie 136 129
Vertrieb 141 109
Verwaltung 209 168
Strategie & nachhaltiges Wachstum 25 26
Sonstige 10 18
Gesamt 1.741 1.634

5. Vertriebskosten

In den Vertriebskosten sind alle Kosten enthalten, die durch den Verkauf und Vertrieb der Produkte an den Kunden entstehen. Dazu gehören vor allem Logistikkosten, Frachtkosten, spezielle Versicherungen für den Versand der Waren, Zölle, Verbrauchssteuern und Kommissionen an die Agenten.

6. Instandhaltungsaufwand

Die Position berücksichtigt alle Aufwendungen, die dem Erhalt der Vermögenswerte, insbesondere der Produktionsanlagen, dienen.

7. Abschreibungen

Die Abschreibungen, unterteilt nach planmäßigen Abschreibungen und außerplanmäßigen Abschreibungen ("impairment" Abschreibungen), betreffen das Konzernanlagevermögen wie folgt:

1. Juli 2021 - 30. Juni 2022 1. Juli 2020-30. Juni 2021
T€ T€
Abschreibungen auf Sachanlagen -41.135 -41.184
Impairment auf Sachanlagen - -1.543
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte -1.235 -1.399
Abschreibungen auf Nutzungsrechte -19.047 -18.705
Abschreibungen -61.417 -62.831

Im Geschäftsjahr wurden "impairment" Tests durchgeführt, welche jedoch zu keinen "impairment" Abschreibungen für die entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten führten. Das im Vorjahr erfasste "impairment" auf Sachanlangen in Höhe von T€ 1.543 betraf ein spezifisches Produktionsgebäude, welches für den Konzern zum 30. Juni 2021 keine künftige Verwendung hatte.

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

1. Juli 2021 - 30. Juni 2022 1. Juli 2020 - 30. Juni 2021
T€ T€
Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten -795 -202
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse -66 -4
Aufwendungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte -715 -716
Versicherungen -1.669 -1.609
IT-Kosten -17.592 -15.489
Umweltschutz- u. Sicherheitsmaßnahmen, Abbruch-, Entsorgungs- u. nicht aktivierungspflichtige Planungskosten für Investitionsprojekte -1.075 -707
Leiharbeit / Lohnarbeit -1.190 -400
Prüfungskosten -613 -554
Beratungskosten -13.692 -16.167
Sonstige Verwaltungskosten -77.018 -81.046
Sonstige betriebliche Aufwendungen -114.425 -116.894

Die Prüfungskosten betreffen Leistungen des Jahresabschlussprüfers für die Prüfung der Jahresabschlüsse der in diesen Konzernabschluss vollkonsolidierten Gesellschaften in Höhe von T€ 613 (30. Juni 2021: T€ 554). Darüber hinaus enthielten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vorjahr Währungskursverluste in Höhe von insgesamt T€ 498.

9. Währungsgewinne und -verluste

Währungskursgewinne und -verluste werden zum Stichtag saldiert und entsprechend unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Folgende Tabelle veranschaulicht die Zusammensetzung des Währungskursergebnisses:

1. Juli 2021 - 30. Juni 2022 1. Juli 2020 - 30. Juni 2021
T€ T€
Realisierte u. nicht realisierte Währungskursgewinne/-verluste 1.638 -498
Die Währungskursgewinne/-verluste betreffen:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.640 -1.244
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -2.295 955
Sonstige 293 -209
1.638 -498

Die Währungsgewinne auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrafen im Geschäftsjahr insbesondere USD-Forderungen.

10. Betriebsaufwendungen und -erträge

Die betrieblichen Aufwendungen und Erträge, aufgeteilt nach externen und nahestehende Unternehmen gliedern sich wie folgt:

1. Juli 2021 - 30. Juni 2022 1. Juli 2020 - 30. Juni 2021
T€ T€
Sonstige betriebliche Erträge, extern 33.926 23.180
Material- und Energieaufwand, extern -1.129.710 -715.980
Personalaufwand, extern -207.046 -199.047
Vertriebskosten, extern -80.851 -64.363
Instandhaltungsaufwand, extern -38.539 -35.243
Abschreibungen, extern -61.417 -62.831
Sonstige betriebliche Aufwendungen, extern -60.748 -68.290
Betriebsaufwendungen und -erträge, extern -1.544.385 -1.122.574
Sonstige betriebliche Erträge, nahestehende Unternehmen 65.684 62.757
Material- und Energieaufwand, nahestehende Unternehmen -540.931 -499.664
Vertriebskosten, nahestehende Unternehmen -9.413 -6.662
Sonstige betriebliche Aufwendungen, nahestehende Unternehmen -53.677 -48.604
Betriebsaufwendungen und -erträge, nahestehende Unternehmen -538.337 -492.173
Betriebsaufwendungen und -erträge -2.082.722 -1.614.747

Die internen und externen Aufwendungen für Forschung betrugen im Berichtsjahr € 15,1 Mio (30. Juni 2021: € 15,1 Mio).

11. Zinsen und ähnliche Erträge

Im Geschäftsjahr wurden Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von insgesamt T€ 186 (30. Juni 2021: T€ 204) erwirtschaftet. Davon betreffen wie im Vorjahr T€ 0 Zinserträge von nahestehenden Unternehmen.

12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

1. Juli 2021
30. Juni 2022
1. Juli 2020
30. Juni 2021
T€ T€
Zinsen und ähnliche Aufwendungen, externe -911 -708
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
an nahestehende Unternehmen 0 -
Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten -1.565 -1.654
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung
langfristiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen -1 -25
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.477 -2.387
Davon aktivierte Zinsen 0 159
-2.477 -2.228

13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand gliedert sich wie folgt:

1. Juli 2021 - 30. Juni 2022 1. Juli 2020 - 30. Juni 2021
T€ T€
Laufender Steueraufwand/-ertrag (-)/(+)
Geschäftsjahr -12.383 -19.546
Vorjahre -954 80
Laufender Steueraufwand/-ertrag (-)/(+) -13.337 -19.466
Latenter Steueraufwand/-ertrag (-)/(+)
Geschäftsjahr -16.767 -8.678
- davon auf temporäre Differenzen -16.767 -8.678
Vorjahre -673 -2
- davon auf temporäre Differenzen -673 -2
Latenter Steueraufwand/-ertrag (-)/(+) -17.440 -8.680
-30.777 -28.146

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag lassen sich auf den fiktiven Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Konzernobergesellschaft Sasol Chemical Holdings in Höhe von 16,45 % (30. Juni 2021: 16,45 %) auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, wie folgt überleiten:

1. Juli 2021 - 30. Juni 2022 1. Juli 2020 - 30. Juni 2021
T€ T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 185.227 177.885
Erwartete Steuerbelastung auf Basis des
Steuersatzes der Konzernobergesellschaft von 16,45 % (30. Juni 2021: 16,45 %) 30.470 29.262
Abweichungen von der erwarteten Steuerlast resultieren aus:
Abweichende Steuersätze in den jeweiligen Bundesländern der Konzerngesellschaften -316 -476
Nicht abziehbare Betriebsausgaben 207 219
Steuersatzänderungen -19 -58
Steuerfreie Erträge -311 -78
Steuereffekte aus erstmaligem Ansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aus Vorjahren -182 -
Anpassungen für Vorjahre 1.627 -78
Übrige -699 -645
Tatsächliche Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 30.777 28.146

14. Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Das Konzerngesamtergebnis betrifft die folgenden sonstigen Ergebnisbestandteile:

1. Juli 2021 - 30. Juni 2022 1. Juli 2020 - 30. Juni 2021
T€ T€
Effekte aus der Neubewertung von Finanzanlagen "at fair value through OCI" -3.436 -455
Effekte aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen 122.718 10.100
Steuereffekte in sonstigen Ergebnisbestandteilen -19.216 -1.588
Sonstige Ergebnisbestandteile des Konzerngesamtergebnisses 100.066 8.057

Die in den sonstigen Ergebnisbestandteilen des Konzerngesamtergebnisses enthaltenen Steuereffekte betreffen die folgenden Posten:

Brutto Steuern Netto
T€ T€ T€
1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Effekte aus der Neubewertung von Finanzanlagen "at fair value through OCI" -3.436 551 -2.885
Effekte aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen 122.718 -19.767 102.951
Sonstige Ergebnisbestandteile des Konzerngesamtergebnisses 119.282 -19.216 100.066
1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021
Effekte aus der Neubewertung von Finanzanlagen "at fair value through OCI" -455 75 -380
Effekte aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen 10.100 -1.663 8.437
Sonstige Ergebnisbestandteile des Konzerngesamtergebnisses 9.645 -1.588 8.057

Erläuterungen zur Konzernbilanz

15. Sachanlagen, Nutzungsrechte, sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens wird in den Anlagespiegeln auf den folgenden Seiten dargestellt.

Die den Sachanlagen zu Grunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Nutzungsdauer in Jahren
Gebäude 10-33
Maschinen und technische Anlagen 3-25
Sonstiges 5-13

Die den immateriellen Vermögenswerten zu Grunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Nutzungsdauer in Jahren
Lizenzen und andere Rechte 2 - 20
Software 5

Entwicklung des Konzernanlagevermögens vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Juli 2021 Zugänge * Umbuchungen Abgänge 30. Juni 2022
T€ T€ T€ T€ T€
Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 102.191 881 9.897 -1 112.968
2. Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 844.802 14.112 11.324 -18.419 851.819
946.993 14.993 21.221 -18.420 964.787
Anlagen im Bau
1. Sachanlagen 74.438 32.048 -21.221 -647 84.618
2. Immaterielle Vermögenswerte 144 234 -79 - 299
74.582 32.282 -21.300 -647 84.917
Nutzungsrechte
1. Grundstücke und Gebäude 39.218 5.334 - -317 44.235
2. Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65.468 14.263 - -4.959 74.772
104.686 19.597 - -5.276 119.007
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.371 24.671 79 -15.984 47.137
Abschreibungen
1. Juli 2021 Zugänge * Abgänge 30. Juni 2022
T€ T€ T€ T€
Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 57.903 2.698 -1 60.600
2. Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 484.774 38.569 -18.170 505.173
542.677 41.267 -18.171 565.773
Anlagen im Bau
1. Sachanlagen - - - -
2. Immaterielle Vermögenswerte - - - -
- - - -
Nutzungsrechte
1. Grundstücke und Gebäude 5.477 3.231 - 8.708
2. Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.683 15.816 -2.695 39.804
32.160 19.047 -2.695 48.512
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.291 1.375 - 17.666
Buchwerte
30. Juni 2022 1. Juli 2021
T€ T€
Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 52.368 44.288
2. Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 346.646 360.028
399.014 404.316
Anlagen im Bau
1. Sachanlagen 84.618 74.438
2. Immaterielle Vermögenswerte 299 144
84.917 74.582
Nutzungsrechte
1. Grundstücke und Gebäude 35.527 33.741
2. Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.968 38.785
70.495 72.526
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.471 22.080

* Die Zugänge zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten und zu den Abschreibungen umfassen Zugänge aufgrund der Umwandlung durch Abspaltung.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Juli 2020 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30. Juni 2021
T€ T€ T€ T€ T€
Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 101.492 373 395 -69 102.191
2. Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 780.147 28.924 40.891 -5.160 844.802
881.639 29.297 41.286 -5.229 946.993
Anlagen im Bau
1. Sachanlagen 78.110 37.640 -41.286 -26 74.438
2. Immaterielle Vermögenswerte - 144 - - 144
78.110 37.784 -41.286 -26 74.582
Nutzungsrechte
1. Grundstücke und Gebäude 38.449 5.571 - -4.802 39.218
2. Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.414 20.444 - -7.390 65.468
90.863 26.015 - -12.192 104.686
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.319 12.522 - -5.470 38.371
Abschreibungen
1. Juli 2020 Zugänge Impairment (IAS 36) Abgänge 30. Juni 2021
T€ T€ T€ T€ T€
Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 53.622 2.738 1.543 - 57.903
2. Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 451.319 38.446 - -4.991 484.774
504.941 41.184 1.543 -4.991 542.677
Anlagen im Bau
1. Sachanlagen - - - - -
2. Immaterielle Vermögenswerte - - - - -
- - - - -
Nutzungsrechte
1. Grundstücke und Gebäude 2.749 2.899 - -171 5.477
2. Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.297 15.806 - -1.420 26.683
15.046 18.705 - -1.591 32.160
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.892 1.399 - - 16.291
Buchwerte
30. Juni 2021 1. Juli 2020
T€ T€
Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 44.288 47.870
2. Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 360.028 328.828
404.316 376.698
Anlagen im Bau
1. Sachanlagen 74.438 78.110
2. Immaterielle Vermögenswerte 144 -
74.582 78.110
Nutzungsrechte
1. Grundstücke und Gebäude 33.741 35.700
2. Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.785 40.117
72.526 75.817
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.080 16.428

Die Investitionen in Sachanlagen lassen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammenfassen:

1. Juli 2021 - 30. Juni 2022
T€
Gasturbine, Brunsbüttel, Sasol Germany 758
TAM-Anlage, Brunsbüttel, Sasol Germany 76
Übrige Zugänge zur Erweiterung bestehender Anlagen und Neuerrichtungen 2.485
Summe Erweiterung bestehender Anlagen und Neuerrichtungen 3.319
SO3 Produktionseinheit, Marl, Sasol Germany 12.995
Generalüberholung Ziegleranlage, Brunsbüttel, Sasol Germany 7.148
Katalysatorwechsel Ethylen Oxid Anlage, Marl, Sasol Germany 2.447
EO Katalysator, Marl, Sasol Germany 1.843
Ausbau Labor, Brunsbüttel, Sasol Germany 1.595
SUL Anlage neue E-Filter, Marl, Sasol Germany 1.283
Übrige Investitionen in bestehende Anlagen 16.411
Summe Investitionen in bestehende Anlagen 43.722
Gesamtsumme Investitionen in Sachanlagen 47.041

Die Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten betreffen zum 30. Juni 2022 mit einem Buchwert von T€ 20.599 auch Emissionsrechte. Zum 30. Juni 2021 waren Rechte auf die Zuteilung von Emissionsrechten für das Kalenderjahr 2021 mit einem Buchwert von T€ 12.049 bilanziert, da die offizielle Zuteilung dieser Emissionsrechte erst nach dem 30. Juni 2021 erfolgt war. Emissionsrechte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Anschaffungskosten am Zuteilungstag der Emissionsrechte betragen zum 30. Juni 2022 T€ 20.599. Im Vorjahr basierten die Anschaffungskosten auf der erwarteten Zuteilung der Emissionsrechte für das Kalenderjahr 2021 und betrugen zum 30. Juni 2021 T€ 12.049.

16. Impairment und Wertaufholungen auf Sachanlagen und Nutzungsrechte sowie auf sonstige immaterielle Vermögenswerte

Im Geschäftsjahr wurden auf Sachanlagen und auf sonstige immaterielle Vermögenswerte keine "impairments" erfasst. Im Vorjahr wurde auf Sachanlagen ein "impairment" in Höhe von T€ 1.543 erfasst. Dieses "impairment" auf Sachanlagen betraf ein spezifisches Produktionsgebäude, welches für den Konzern zum 30. Juni 2021 keine künftige Verwendung mehr hatte.

17. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen des Konzerns in Höhe von T€ 29.162 (31. Juni 2021:T€ 27.515) betreffen im Wesentlichen als "at fair value through OCI" klassifizierte Anteile des Allianz Global Investmentfonds (AGI Investmentfonds). Zum Bilanzstichtag wurden Kursverluste, vor Steuereffekten, in Höhe von T€ 3.436 (30. Juni 2021: Kursgewinne, vor Steuereffekten, in Höhe von T€ 2.608) berücksichtigt. Diese wurden erfolgsneutral gegen die Rücklage aus Neubewertungen gebucht.

Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr mit Eintragung im Handelsregister am 31. Mai 2022 die Gesellschaft Concrete Chemicals GmbH mit einer Kapitalbeteiligung von 33,33 % durch die Sasol Germany gegründet. Die Gesellschaft wurde zum 30. Juni 2022 nicht in den Konzern einbezogen, sondern als Finanzanlage in Höhe von T€ 10 ausgewiesen.

Die im Konzern ausgewiesenen Finanzanlagen der Kategorie "at fair value through OCI" betreffen als Residualgröße Finanzinstrumente, die nicht anderen Kategorien zugeordnet sind.

Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs.

18. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Kreditforderungen gegen nahestehende Unternehmen 193.335 210.570
Forderungen aus vertraglich begründeten Ansprüchen 7.361 5.853
Debitorische Kreditoren 5.123 4.726
Personalforderungen 1.449 738
Sonstige 223 71
207.491 221.958
Davon kurzfristig 207.491 221.958
Davon langfristig - -

Die kurzfristigen Kreditforderungen gegen nahestehende Unternehmen betreffen Geldanlagen bei der Sasol Financing International Ltd., Johannesburg, Südafrika. Die Forderungen aus vertraglich begründeten Ansprüchen betreffen zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von T€ 20.391 (30. Juni 2021: T€ 18.019) abzüglich einer Risikovorsorge in Höhe von T€ 13.030 (30. Juni 2021: T€ 12.166). Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten und Einzelheiten zu der Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes für finanzielle Vermögenswerte befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs.

19. Forderungen (langfristig)

Die langfristigen Forderungen in Höhe von insgesamt T€ 38.140 (30. Juni 2021: T€ 12.865) betreffen in Höhe von T€ 7.881 (30. Juni 2021: T€ 12.865) Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen. Das sich auf diese Forderungen ergebende versicherungsmathematische Bewertungsergebnis in Höhe von € -5,1 Mio (30. Juni 2021: € -1,2 Mio) wurde entsprechend der Regelungen des IAS 19 (rev. 2011) in den sonstigen Ergebnisbestandteilen berücksichtigt. Darüber hinaus enthält der Posten zum 30. Juni 2022 erstmalig in Höhe von € 30,3 Mio langfristige Forderungen gegen Rückdeckungsversicherungen die nicht an Pensionsberechtigte abgetreten wurden. Diese wurden im Zusammenhang mit der Umwandlung durch Abspaltung übernommen. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Forderungen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 38.140 (30. Juni 2021: T€ 12.865).

Die langfristigen Forderungen haben zu den Bilanzstichtagen die folgenden Restlaufzeiten:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
Restlaufzeit T€ T€
bis zu einem Jahr 412 -
von mehr als einem bis zu fünf Jahren 2.053 -
von mehr als fünf Jahren 36.087 12.865
38.552 12.865

20. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 78.881 54.264
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 24.828 20.334
Fertige Erzeugnisse und Waren 288.030 204.149
391.739 278.747

Die Vorräte enthalten Bestände mit einem Buchwert in Höhe von T€ 45.595 (30. Juni 2021: T€ 15.185), die zum Bilanzstichtag mit dem geringerem Nettoveräußerungswert bilanziert werden. Die entsprechenden Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert betragen im Geschäftsjahr T€ 15.358 (30. Juni 2021: T€ 4.340).

21. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) 281.086 243.794
Wertberichtigungen -1.530 -1.489
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) 279.556 242.305
Umsatzsteuerforderungen 11.659 8.338
291.215 250.643

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Einzelheiten zu der Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes für finanzielle Vermögenswerte befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs.

Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs.

22. Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen

Forderungen gegen nahestehende Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd, Johannesburg, Südafrika 14.008 14.843
Sasol South Africa (Pty) Ltd, Johannesburg, Südafrika 4.353 14.118
Sasol Italy S.p.A., Mailand, Italien 11.299 6.864
Sasol Chemicals Japan KK, Tokyo, Japan 3.926 8.308
Sasol Chemicals (USA) LLC, Houston, USA 12.046 5.721
Sasol (China) Chemical Co. Ltd., Nanjing, China 4.443 5.344
SLOVECA Sasol Slovakia spol.s.r.o., Bratislava, Slovakia 4.104 749
Übrige 1.696 222
55.875 56.169

Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten und Einzelheiten zu der Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs.

23. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten betrifft im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungsposten für Lohnverarbeitung, Mieten und Wartungen. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind innerhalb eines Jahres fällig. Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

24. Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel betreffen:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Bankguthaben und Kasse 35.374 16.788
Frei verfügbare flüssige Mittel (Finanzmittelfonds) 35.374 16.788
Kurzfristige flüssige Mittel als Sicherheiten (Beschränkt verfügbar) 320 1.074
Flüssige Mittel 35.694 17.862

Die beschränkt verfügbaren flüssigen Mittel betreffen Barhinterlegungen für Zölle und Verbrauchsteuern. Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der flüssigen Mittel dem beizulegenden Zeitwert. Zudem sind langfristig beschränkt verfügbare flüssige Mittel in Höhe von T€ 1.005 im Geschäftsjahr erstmalig im Bilanzposten Finanzanlagen ausgewiesen. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs.

25. Eigenkapital

Unter dem Eigenkapital werden gemäß IAS 32 auch das Kommanditkapital und die Rücklagen der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG ausgewiesen. Das Kommanditkapital der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG beträgt zum 30. Juni 2022, im Vergleich zum Vorjahr unverändert, € 5,0 Mio. Im Berichtsjahr erfolgte eine Entnahme aus dem vom Konzern erwirtschafteten Kapital in Höhe von € 54,5 Mio. Die sonstigen Rücklagen betragen zum 30. Juni 2022, im Vergleich zum Vorjahr unverändert, € 172,8 Mio. Das erwirtschaftete Konzernkapital beträgt zum 30. Juni 2022 € 596,8 Mio.

Die Kapitaleinlagen in die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG sind gemäß IAS 32 als kündbare Finanzinstrumente zu klassifizieren.

Aufgrund der herrschenden Gesellschafterstellung der Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika, ist mit der vollständigen Rückzahlung der kündbaren Finanzinstrumente grundsätzlich nicht zu rechnen. Die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika, ist alleinige Kommanditistin der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG und gemäß Gesellschaftsvertrag allein stimmberechtigt.

Mangels entsprechender Markttransaktionen ist aufgrund der besonderen Geschäftstätigkeit des Konzerns die Bestimmung des Zeitwerts der kündbaren Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag nicht verlässlich möglich.

Zu einer detaillierten Darstellung verweisen wir auf die Übersicht "Entwicklung des Konzerneigenkapitals" als Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

26. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen erworbene Ansprüche der aktiv beschäftigten Arbeitnehmer sowie der ehemaligen Arbeitnehmer und deren Angehörige.

Die Ausgestaltung der Versorgungsleistungen richtet sich nach den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in Deutschland und umfasst leistungsorientierte Versorgungssysteme ("defined benefit plans"). Die leistungsorientierten Versorgungssysteme bestehen im Sasol Chemical Holdings Konzern aus rückstellungsfinanzierten Zusagen ("unfunded plans"). Darüber hinaus wurden im Rahmen der Umwandlung durch Abspaltung auch rückdeckungsfinanzierte Pensionsverpflichtungen übernommen. Die Rückdeckungen sind im Wesentlichen unverpfändet und stellen daher kein Planvermögen im Sinne des IAS 19 (rev.2011) dar. In Deutschland werden unterschiedliche Pläne durchgeführt. Im Allgemeinen wird die Höhe der Leistungszusagen anhand der Betriebszugehörigkeit und des Gehaltes bei Rentenantritt ermittelt, daneben gibt es aber auch Zusagen, die sich nach der Betriebszugehörigkeit und einem festen EUR-Wert bemessen. Für Neuzugänge ab dem 1. März 2001 (Sasol Germany) bzw. 1. Januar 2006 (Sasol Solvents Germany) wurde ein "cash-balance-plan" eingeführt. Demnach leisten der Arbeitgeber und der Mitarbeiter Beiträge zum Plan. Alle Pläne sind rückstellungsfinanziert und die Auszahlungen der Pensionen erfolgen durch den Arbeitgeber.

Aus den oben beschriebenen Plänen ergeben sich keine außergewöhnlichen Risiken i.S. von IAS 19.139 b) (rev.2011).

Die wesentlichen Bewertungsparameter lassen sich wie folgt zusammenfassen:

2021/2022 2020/2021
% %
Rechnungszinsfuß 3,3 1,1
Erwartete zukünftige Pensionssteigerung 2,2 1,8
Erwartete zukünftige Gehaltssteigerung 3,2 2,8

Die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen stellen sich folgendermaßen dar:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Langfristige Pensionsverpflichtungen
Rückstellungsfinanzierte Pläne ("unfunded plans") 387.350 432.494
davon kurzfristiger Anteil -13.730 -9.288
373.620 423.206

Die Pensionsverpflichtungen betreffen die Tochtergesellschaften Sasol Germany und Sasol Solvents Germany und entwickelten sich zum Bilanzstichtag wie folgt:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Eröffnungsbilanzwert 432.494 434.655
Dienstzeitaufwand 10.795 10.730
Zinsaufwand 5.287 5.903
Bewertungsergebnis -127.851 -11.295
Auszahlungen -9.240 -7.499
Zusageübernahmen aus aufnehmender Spaltung 75.865 -
Schlussbilanzwert 387.350 432.494

Die ergebniswirksamen Effekte einschließlich der ergebnisneutralen OCI-Effekte gem. IAS 19 (rev.2011) (Bewertungsergebnis) lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Dienstzeitaufwand 10.795 10.730
Zinsaufwand 5.287 5.903
Bewertungsergebnis -127.851 -11.295
Summe -111.769 5.338

Die für das Geschäftsjahr 2022/2023 erwarteten Aufwendungen für die rückstellungsfinanzierten leistungsorientierten Versorgungspläne bemessen sich nach Angaben der versicherungsmathematischen Gutachten auf insgesamt T€ 20.087.

Das Fälligkeitsprofil der erwarteten Auszahlungen stellt sich auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten folgendermaßen dar:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
Restlaufzeit T€ T€
bis zu einem Jahr 13.730 9.288
von mehr als einem bis zu fünf Jahren 45.413 42.909
von mehr als fünf Jahren 328.207 380.297
387.350 432.494

Eine Veränderung der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen i.S. einer Sensitivitätsanalyse um jeweils etwa 1 %-Punkte nach oben und nach unten führt auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten zu den folgenden Veränderungen der Leistungsverpflichtungen:

+1 % -1 %
Mio € Mio €
Rechnungszinsfuß -58.390 75.003
Rententrend 54.416 -45.198
Lohn-/Gehaltstrend 11.063 -10.136

Eine Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen bezüglich einer um jeweils 1 Jahr verlängerten oder verkürzten Lebenserwartung führt gemäß Heubeck Richttafeln 2018G auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten zu einer Erhöhung von € 19,0 Mio bzw. Minderung von € -19,3 Mio der Leistungsverpflichtung.

27. Sonstige Rückstellungen

30. Juni 2021 Verbrauch
T€ T€
Personalrückstellungen 15.739 -883
Umwelt/Rückbau 11.953 -8.304
Rabatte/Boni 1.881 -872
Übrige 6.575 -4.587
36.148 -14.646
Davon kurzfristig 20.692
Davon langfristig 15.456
Auflösung Zinsen Zuführung 30. Juni 2022
T€ T€ T€ T€
Personalrückstellungen -3.296 -3 1.854 13.411
Umwelt/Rückbau -132 1 14.060 17.578
Rabatte/Boni -946 - 1.386 1.449
Übrige -1.297 - 3.013 3.704
-5.671 -2 20.313 36.142
Davon kurzfristig 22.828
Davon langfristig 13.314

Die Rückstellungen haben die folgende Fälligkeitsstruktur:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
Restlaufzeit T€ T€
bis zu einem Jahr 22.828 20.692
von mehr als einem bis zu fünf Jahren 5.289 4.654
von mehr als fünf Jahren 8.025 10.802
36.142 36.148

Langfristige sonstige Rückstellungen werden in Abhängigkeit von der Fälligkeitsstruktur mit Zinssätzen bis 3,1 % p.a. abgezinst. Die im Vergleich zum Vorjahr zu berücksichtigende Zinsanpassung betragen T€ - 3.320 (30. Juni 2021: T€ 20) und sind unter den Aufösungen ausgewiesen. Vor Abzinsung betragen die sonstigen Rückstellungen zum 30. Juni 2022 insgesamt € 40,9 Mio (30. Juni 2021: € 37,6 Mio).

Die ausgewiesenen Personalrückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit Altersteilzeitprogrammen und Jubiläumsgratifikationen.

Die Rückstellung für Umwelt und Rückbau betrifft Verpflichtungen zur Beseitigung von Umweltverunreinigungen sowie die Verpflichtung zum Rückbau bestehender Anlagen nach Ende der Nutzung dieser Anlagen.

Die Rückstellung für Rabatte und Boni betrifft im Wesentlichen erwartete Erlösschmälerungen. Die Ermittlung der Rückstellungshöhe für Kundenabzüge erfolgt auf der Basis spezifischer Kundenvereinbarungen.

28. Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen

Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen betreffen Vereinbarungen mit diversen Sasol-Konzerngesellschaften, jederzeit liquide Mittel im Sasol Chemical Holdings Konzern anzulegen. Die Vereinbarungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verzinsung ist variabel und basiert auf kurzfristigen Referenzzinssätzen abzüglich einer Marge, bei negativem Zins minimal null.

Aufgrund der variablen Verzinsung dieser Finanzverbindlichkeiten sowie des konstanten Risikoprofils der Unternehmensgruppe im Zusammenhang mit Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen entspricht der beizulegende Zeitwert dem Buchwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs.

29. Sonstige Finanzverbindlichkeiten

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten betreffen ein von der IKB Deutsche Kreditbank AG, Düsseldorf, gewährtes Darlehen. Das festverzinsliche Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026 und dient der Finanzierung des Neubaus einer Gasturbine am Standort Brunsbüttel. Der vereinbarte Zinssatz beträgt 1,95 % p.a.

Die Fälligkeitsstruktur der sonstigen Finanzverbindlichkeiten ist wie folgt:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
Restlaufzeit T€ T€
bis zu einem Jahr 2.333 2.333
von mehr als einem bis zu fünf Jahren 6.671 9.004
von mehr als fünf Jahren - -
9.004 11.337

Der beizulegende Zeitwert der sonstigen Finanzverbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag T€ 8.596 (30. Juni 2021: T€ 11.234). Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs.

30. Leasingverbindlichkeiten

Die Leasingverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Leasingverbindlichkeiten 74.097 75.907
davon als kurzfristig ausgewiesen 18.021 16.624
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 56.076 59.283

Im Geschäftsjahr ergaben sich aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von insgesamt € 20,4 Mio (30. Juni 2021: € 19,6 Mio), welche Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von € 1,6 Mio (30. Juni 2021: € 1,7 Mio). umfassen. Darüber hinaus erfolgten Auszahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse in Höhe von T€ 66 (30. Juni 2021: T€ 4) und für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte in Höhe von T€ 1.013 (30. Juni 2021: T€ 1.872).

Weitere Angaben zu den Leasingverbindlichkeiten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs.

31. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und ausstehende Rechnungen 227.423 160.356
Umsatzsteuerverbindlichkeiten - 10
227.423 160.366

Aufgrund der im Wesentlichen kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs.

32. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen

Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Sasol South Africa (Pty) Ltd, Johannesburg, Südafrika 89.931 97.602
Sasol Italy S.p.A., Mailand, Italien 11.703 7.980
Sasol Chemicals (USA) LLC., Houston, USA 5.283 4.686
Sasol Chemicals North America LLC., Houston, USA 9.774 14.793
Übrige 1.695 2.695
118.386 127.756

Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs.

33. Rechnungsabgrenzungsposten (passiv)

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Zuwendungen für das Anlagevermögen, die in einem Posten auf der Passivseite der Bilanz gesondert von den Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten (Emissionsrechten) ausgewiesen werden, für die die Zuwendungen bestimmt sind.

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Rechnungsabgrenzungs posten 16.103 14.748
davon als kurzfristig ausgewiesen -7.949 -5.548
Langfristige Rechnungsabgrenzungsposten 8.154 9.200

34. Forderungen aus Steuern

Die Forderungen aus Steuern lassen sich wie folgt darstellen:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Eröffnungssaldo 1.838 -557
Laufender Ertragsteueraufwand, inkl. Zinsen -13.545 -19.494
Gezahlte Ertragsteuern, inkl. Zinsen 17.216 21.889
Forderungen/(Verbindlichkeiten) aus Steuern 5.509 1.838

35. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 40.987 39.121
Verbindlichkeiten aus kaufvertraglich begründeten
Verpflichtungen 3.154 15.325
Übrige Verbindlichkeiten 6.245 7.212
50.386 61.658

Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen zum 30. Juni 2022 u.a. erhaltene Anzahlungen in Höhe von T€ 4.792 (30. Juni 2021 T€ 6.046).

Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der sonstigen Verbindlichkeiten dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs.

36. Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn sie sich auf dieselbe Fiskalbehörde beziehen und die Möglichkeit der Aufrechnung besteht.

Die Veränderungen der saldierten latenten Steuern gliedern sich wie folgt:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Eröffnungssaldo 560 8.443
Erfolgswirksame Veränderungen der latenten Steuern -17.439 -8.680
- Ertrag bzw. Aufwand der laufenden Periode -16.785 -8.736
- Auswirkungen von Änderungen der Steuersätze 19 58
- Anpassungen aus Vorjahren -673 -2
Erfolgsneutrale Veränderungen der latenten Steuern -12.360 797
- Versicherungs mathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen -19.767 -1.663
- Neubewertung von Finanzanlagen "at fair value through OCI" 551 75
- Effekte aus dem Abgang von Finanzanlagen "at fair value through OCI" - 2.357
- Effekte aus Umwandlung durch Abspaltung 6.856 -
- Anpassungen aus Vorjahren - 28
-29.239 560

Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen wie folgt:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Langfristige Vermögenswerte -45.081 -42.456
Vorräte -24.808 -12.513
Langfristige Verbindlichkeiten 11.888 12.187
Rückstellungen 29.788 46.028
Kurzfristige Verbindlichkeiten 275 264
Steuerliche Verlustvorträge 92 -
Übrige -1.393 -2.950
-29.239 560

Die latenten Steuern beinhalten in Höhe von € -24,5 Mio (30. Juni 2021: € -12,2 Mio) Verbindlichkeiten, die innerhalb eines Jahres realisiert werden.

Die latenten Steuern werden im Regelfall ergebniswirksam gebildet. Die im Eigenkapital ergebnisneutral erfassten aktiven und passiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen aktive latente Steuern aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 18,2 Mio (30. Juni 2021: € 31,2 Mio).

Aktive latente Steuern werden auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt, sofern deren Realisierung in der näheren Zukunft wahrscheinlich ist. Der Konzern kalkuliert zum 30. Juni 2022 aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 92. Die nicht angesetzten steuerlichen Verlustvorträge betragen zum 30. Juni 2022 T€ 0 (30. Juni 2021: T€ 1.125) und sind nach derzeit geltender Rechtsgrundlage unbegrenzt vortragsfähig.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

37. Veränderungen "working capital"

Die Veränderungen im "working capital" stellen sich wie folgt dar:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
(Anstieg)/Rückgang der Vorräte
Bilanzveränderung zum Vorjahr -112.992 -36.362
Veränderungen aus Umwandlung durch Abspaltung 13.431 -
Wertberichtigungen auf den niedrigeren Marktwert -15.358 -4.340
-114.919 -40.702
(Anstieg)/Rückgang der Forderungen
Bilanzveränderung zum Vorjahr -40.278 -111.219
Veränderungen aus Umwandlung durch Abspaltung 12.054 -
Veränderung Einzelwertberichtigungen auf Forderungen -41 -331
-28.265 -111.550
Anstieg/(Rückgang) der Verbindlichkeiten
Bilanzveränderung zum Vorjahr 57.687 95.500
Veränderungen aus Umwandlung durch Abspaltung -545 -
57.142 95.500
Anstieg/(Rückgang) der sonstigen Verbindlichkeiten
Bilanzveränderung zum Vorjahr -11.300 16.709
Veränderungen aus Umwandlung durch Abspaltung -20.755 -
-32.055 16.709
-118.097 -40.043

Übrige Angaben

38. Mitarbeiterbeteiligungsprogramme

Derzeit gewährt Sasol Ltd. ausgewählten Führungskräften des Sasol Chemical Holdings Konzerns das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Sasol "long term incentive scheme", welches nachfolgend erläutert wird. Darüber hinaus sind im Geschäftsjahr für das bereits beendete und noch bis zum 30. Juni 2021 bestehende Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Sasol "share appreciation rights scheme" (mit und ohne Berücksichtigung von mittelfristigen Unternehmenszielen) die noch verbliebenen erdienten Rechte der Mitarbeiter durch Zahlung abgegolten worden.

Das Mitarbeiterbeteiligungsprogram Sasol "long term incentive scheme" (LTI) ist von der Muttergesellschaft Sasol Ltd. aufgelegt und wird gegenüber den Führungskräften auf Basis des südafrikanischen Rand (ZAR) abgerechnet. Die folgenden Darstellungen betreffen die von der Sasol Ltd. zur Verfügung gestellten Informationen mit Bezug auf dieses Mitarbeiterbeteiligungsprogram (in ZAR). Der im Berichtsjahr anzuwendende Umrechnungskurs beträgt 1 € = 17,1547 ZAR (30. Juni 2021: 1 € = 18,3831 ZAR).

Zu den Erträgen/Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme wird auf Punkt 4 dieses Konzernanhangs verwiesen. Des Weiteren sind die bilanziellen Auswirkungen in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals unter der Rücklage für das Mitarbeiter Aktienprogramm sowie in den Personalrückstellungen unter den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.

Zum 30. Juni lässt sich für den Sasol Chemical Holdings Konzern die Anzahl der jeweiligen gewährten Rechte wie folgt zusammenfassen:

für das Geschäftsjahr zum 30. Juni 2022 2021
Anzahl Anzahl
Share Appreciation Rights (SARs) - 110.586
Long-Term Incentive Scheme (LTI) 1.370.396 1.138.957
1.370.396 1.249.543

Das LTI Programm, das "equity-settled" ist, bietet bestimmten leitenden Angestellten eine zusätzliche Vergütung, die an bestimmte "corporate performance targets" (CPTs) gekoppelt sind. Zuteilungen der LTIs sind mit der Leistung verbunden - sowohl die der Sasol Gruppe als auch die des Einzelnen. Bei Kündigung durch den Arbeitnehmer verfallen nicht ausgeübte LTIs. Im Todesfall werden die LTIs sofort ausgeübt und an den Nachlassverwalter des Verstorbenen ausgezahlt. Bei der Berechnung der Höhe wird erwartet, dass die CPTs erfüllt sind. Im Falle des Ruhestands oder von Entlassungen werden die LTIs sofort ausgeübt. Die Höhe muss innerhalb von 40 Tagen nach Kündigung festgelegt werden. Dabei werden die erwarteten CPTs berücksichtigt. Es gibt keinen verkürzten Erdienungszeitraum für das Top Management.

Die für die Bewertung der aktienbasierten Vergütungen getroffenen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

für das Geschäftsjahr 2022 2021
LTIs SARs mit CPTs LTIs
Bewertungsmodell Monte Carlo Binomial tree Monte Carlo
Zinssatz für risikolose Anlagen - ZAR (%) 4,96-7,28 3,58 - 3,88 3,99-5,90
Zinssatz für risikolose Anlagen - USD (%) 0,32-1,45 - 0,17-0,28
Erwartete Volatilität (%) 78,67 135,76 98,34
Erwartete Dividendenrendite (%) 2,90 0,06 3,49
Laufzeit bis Fälligkeit LTIs Jahre 3-5 - 3-5

Der Zinssatz für risikolose Anlagen für die Zeiträume innerhalb der Vertragslaufzeit der Rechte basiert auf der ZAR- und USD "swap curve" zum Zeitpunkt der Bewertung der gewährten Rechte.

Die erwartete Volatilität des Wertes der gewährten Rechte wird anhand der historischen Volatilität des Sasol-Aktienpreises bewertet.

Die erwartete Dividendenrendite der eingeräumten Rechte wird anhand der erwarteten Dividendenzahlungen der Sasol Stammaktien bewertet.

Die Bewertung der aktienbasierten Vergütungsaufwendungen erfordert ein hohes Maß an Schätzungen durch das Management.

39. Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente

Die Aktivitäten der Gruppe sind mit den Effekten aus Marktpreisschwankungen an den Kapitalmärkten, Schwankungen der Fremdwährungskurse und der Zinssätze einer Vielzahl von Finanzrisikofaktoren ausgesetzt. Darüber hinaus unterliegen die Marktpreise für Rohstoffe und Chemieprodukte konjunkturabhängigen Preisschwankungen. Das Finanz-Risikomanagement wird von den Finanzabteilungen der Konzerngesellschaften unter enger Abstimmung der Risikopolitik mit den Geschäftsleitungen und zuständigen Managementkomitees durchgeführt. Die Finanzabteilungen der Konzerngesellschaften identifizieren, evaluieren und sichern Finanzrisiken in enger Kooperation mit den operativen Geschäftsbereichen im Konzern. Die Geschäftsleitung gibt schriftlich enge Grenzen für das Risikomanagement-Programm vor und erteilt Anweisungen zu bestimmten Risikogebieten, wie dem Fremdwährungswechselkursrisiko, dem Zinssatzrisiko, dem Kreditrisiko sowie zur Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten und der Anlage von überschüssiger Liquidität.

Risikofaktoren

Das Risikomanagement der Gruppe ist auf die Risiken der Finanzmärkte fokussiert und bestrebt, die negativen Effekte für die Gruppe zu minimieren.

Kapitalrisikomanagement

Das Kapitalmanagement des Konzerns umfasst die Rücklagen, die Kreditaufnahmen, das "working capital", die flüssigen Mittel und die Zahlungsmitteläquivalente. Eine flexible Kapitalstruktur soll die Kapitalkosten auf ein akzeptables Risikoniveau reduzieren und die Unternehmensfortführung unter Nutzung strategischer Chancen sichern.

Der Konzern überwacht seine Kapitalstruktur und passt diese an die Marktveränderungen und die besonderen Risiken der Vermögenswerte an. Entsprechend werden Einlagen/Entnahmen der Gesellschafterin und Kreditaufnahmen/-rückzahlungen durchgeführt.

Liquiditätsrisiko

Ein umsichtiges Liquiditätsmanagement sichert die jederzeitige Verfügbarkeit von ausreichend flüssigen Mitteln und angemessenen Kreditlinien um jederzeit fällige Verbindlichkeiten begleichen zu können. Vor dem Hintergrund der Volatilität des zu Grunde liegenden Geschäfts hält der Konzern ausreichende, kurzfristig abrufbare interne und externe Kreditlinien vor, um potenzielle Engpässe in den flüssigen Mitteln zu finanzieren. Zum Bilanzstichtag standen dem Konzern nicht ausgenutzte externe und konzerninterne Kreditlinien in Höhe von insgesamt € 360,3 Mio (30. Juni 2021: € 372,3 Mio) zur Verfügung.

Das Liquiditätsrisiko aus Finanzinstrumenten stellt sich wie folgt dar:

30. Juni 2022 Buchwert Vertraglicher Auszahlungsbetrag bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€ T€
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristig beschränkt verfügbare flüssige Mittel * 1.005 1.005 - 1.005 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Umsatzsteuerforderungen) 279.556 279.556 279.556 - -
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 55.875 55.875 55.875 - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 207.491 207.491 207.491 - -
Flüssige Mittel 35,694 35.694 35.694 - -
Darlehen und Forderungen 579.621 579.621 578.616 1.005 -
Finanzanlagen - Fair Value through OCI - 28.147 28.147 - - 28.147
Nicht-derivative Finanzinstrumente 607.768 607.768 578.616 1.005 28.147
Derivative Finanzinstrumente Devisentermingeschäfte - - - - -
607.768 607.768 578.616 1.005 28.147
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten ggü. nahestehenden Personen und Unternehmen 2.919 2.919 2.919 - -
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 9.004 9.365 2.492 6.873 -
Leasingverbindlichkeiten 74.097 76.457 16.844 28.973 30.640
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen (ohne Umsatzsteuerverbindlichkeiten) 227.423 227.423 227.423 - -
Verbindlichkeiten ggü nahestehenden Personen und Unternehmen 118.386 118.386 118.386 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 50.386 50.386 50.386 - -
Nicht-derivative Finanzinstrumente 482.215 484.936 418.450 35.847 30.640
Derivative Finanzinstrumente
Devisentermingeschäfte - - - - -
482.215 484.936 418.450 35.847 30.640

* Langfristig beschränkt verfügbare flüssige Mittel sind Im Geschäftsjahr erstmalig im Bilanzposten Finanzanlagen ausgewiesen

30. Juni 2021 Buchwert Vertraglicher Auszahlungsbetrag bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€ T€
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Umsatzsteuerforderungen) 242.305 242.305 242.305 - -
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 56.169 56.169 56.169 - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 221.958 221.958 221.958 - -
Flüssige Mittel 17.862 17.862 17.862 - -
Darlehen und Forderungen 538.294 538.294 538.294 - -
Finanzanlagen - Fair Value through OCI - 27.515 27.515 - - 27.515
Nicht-derivative Finanzinstrumente 565.809 565.809 538.294 - 27.515
Derivative Finanzinstrumente
Devisentermingeschäfte - - - - -
565.809 565.809 538.294 - 27.515
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten ggü. nahestehenden Personen und Unternehmen -2.969 -2.969 -2.969 - -
Sonstige Finanzverbindlichkeiten -11.337 -11.902 -2.537 -9.365 -
Leasingverbindlichkeiten -75.907 -90.591 -18.517 -35.095 -36.979
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen (ohne Umsatzsteuerverbindlichkeiten) -160.356 -160.356 -160.356 - -
Verbindlichkeiten ggü. nahestehenden Personen und Unternehmen -127.756 -127.756 -127.756 - -
Sonstige Verbindlichkeiten -61.658 -61.658 -61.658 - -
Nicht-derivative Finanzinstrumente -439.983 -455.232 -373.793 -44.460 -36.979
Derivative Finanzinstrumente
Devisentermingeschäfte - - - - -
-439.983 -455.232 -373.793 -44.460 -36.979

In der Tabelle dargestellte als "Fair Value through OCI -" klassifizierte Finanzanlagen wurden in Höhe von € 28,2 Mio (30. Juni 2021: € 27,5 Mio) gemäß der Hierarchiestufe 1 bewertet.

Für sämtliche übrige Finanzinstrumente entspricht insbesondere aufgrund der kurzfristigen Laufzeit sowie der vereinbarten variablen Verzinsung der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthalten die folgenden Effekte aus Finanzinstrumenten:

30. Juni 2022
erfolgswirksam erfolgsneutral Summe
T€ T€ T€
Darlehen und Forderungen 2.921 - 2.921
Finanzanlagen - Fair Value through OCI - Zu fortgeführten Anschaffungskosten - -3.436 -3.436
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -3.206 - -3.206
30. Juni 2021
erfolgswirksam erfolgsneutral Summe
T€ T€ T€
Darlehen und Forderungen -1.554 - -1.554
Finanzanlagen - Fair Value through OCI - Zu fortgeführten Anschaffungskosten - -455 -455
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 247 - 247

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 7 nach der Quelle der Bewertung unter Anwendung der ersten Hierarchiestufe dargestellt. Auf Stufe 1 werden an aktiven Märkten gehandelte Finanzanlagen zum Bilanzstichtag zum öffentlich notierten Marktpreis bewertet.

Kreditrisiko

Im Konzern bestehen mögliche Ausfallrisiken auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und flüssige Mittel. Es besteht keine signifikante Konzentration von Ausfallrisiken. Vorschriften und Anweisungen stellen innerhalb des Konzerns sicher, dass Verkäufe von Produkten und Serviceleistungen nur an Kunden mit angemessener Kreditwürdigkeit getätigt werden.

Als Gegenpartei für flüssige Mittel fungieren ausnahmslos renommierte Finanzinstitute.

Aufgrund einer breiten Kundenbasis ist das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begrenzt. Das immanente Risiko eines einzelnen Kunden ist gering in Relation zur gesamten Anzahl aller Kunden. Die eingerichteten Kreditlinien werden regelmäßig von den jeweiligen Geschäftsleitungen der entsprechenden Konzerngesellschaften überprüft. In einigen Fällen werden Forderungen durch Sicherheiten wie Warenkreditversicherungen bzw. Garantien besichert.

Gemäß den Vorgaben des IFRS 9 wird der erwartete Kreditverlust auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der Forderungshöhe bei Ausfall unter Berücksichtigung bestehender Besicherungen ermittelt. Auf Grundlage von externen und internen Informationen erfolgt die Zuordnung der Ausfallwahrscheinlichkeiten. Ein Großteil der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte besteht aus Forderungen gegen Kunden, für die ein externes Rating verfügbar ist und der Konzern verwendet den Durchschnitt der von Moody's, Fitch sowie S&P für diese Unternehmen ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten. Für Kunden bzw. Schuldner, die nicht von einer Rating-Agentur gerated werden, verwendet der Konzern interne Bonitätsratings und Ausfallwahrscheinlichkeiten basierend auf zukunftsorientierten Informationen sowie dem entsprechenden Schuldnerprofil und Finanzstatus. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für sonstige finanzielle Vermögenswerte, werden die über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste ermittelt.

In Anlehnung an die Umsatzerlöse verteilt sich das Kreditrisiko nach Regionen wie folgt:

1. Juli 2021
30. Juni 2022
1. Juli 2020
30. Juni 2021
% %
Europa 84,2 83,6
Nordamerika 5,7 4,8
Ferner Osten 5,5 6,3
Mittlerer Osten 1,6 2,2
Südamerika 1,0 0,9
Republik Südafrika 1,2 1,5
Australien/Südostasien 0,6 0,6
Übriges Afrika 0,2 0,1
100,0 100,0

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 279,6 Mio (30. Juni 2021: € 242,3 Mio) betreffen u.a. Großkunden aus Produktion und Handel.

Die Altersstruktur der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kann wie folgt dargestellt werden:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
Bruttowert Wertberichtigung Bruttowert Wertberichtigung
T€ T€ T€ T€
Nicht überfällig 257.295 196 221.660 241
Überfällig 0 bis 30 Tage 18.095 18.817 -
Überfällig (inkl. verrechneter Gutschriften) mehr als 31 Tage 5.696 1.334 3.317 1.248
281.086 1.530 243.794 1.489

Das potentielle Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine regelmäßige Bonitätsprüfung aller Kunden minimiert.

Darüber hinaus hat der Konzern Sicherheiten u.a. in Form von Kreditversicherungen und Garantie- oder Patronatserklärungen in Höhe von € 396,9 Mio (30. Juni 2021: € 299,0 Mio) erhalten, die zum Bilanzstichtag offene Forderungen in Höhe von € 133,8 Mio (30. Juni 2021: € 106,1 Mio) absichern. Die oben dargestellten Wertberichtigungen auf kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen in Höhe von € 0,2 Mio (30. Juni 2021: € 0,2 Mio) die über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste sowie in Höhe von € 1,3 Mio (30. Juni 2021: € 1,3 Mio) Einzelwertberichtigungen auf spezifische Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Wertberichtigungen auf kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickeln sich wie folgt:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Eröffnungssaldo 1.489 1.158
Verbrauch - -
Auflösung -241 -140
Zuführung 282 471
1.530 1.489

Das potentielle Ausfallrisiko von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird auf der Basis gutachterlicher Stellungnahmen zur individuellen Ausfallwahrscheinlichkeit der jeweils betroffenen Forderung berücksichtigt. Für weiteren Erläuterungen zu den sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird auf Punkt 18 dieses Konzernanhangs verwiesen.

Währungsrisiko

Aus den internationalen Geschäftsaktivitäten der Gruppe entstehen im Wesentlichen Währungsrisiken in US-Dollar, die aus operativ getätigten Transaktionen resultieren. Die Erfassung und Steuerung dieser Fremdwährungsrisiken erfolgten dezentral im Rahmen genehmigter Richtlinien.

Die zum Bilanzstichtag durch den Konzern gehaltenen Finanzinstrumente lassen sich wie folgt aufgliedern:

30. Juni 2022 Summe USD ZAR Sonstige
T€ T€ T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.325 21.689 - 1.636
Sonstige Vermögenswerte 10.507 10.507 - -
Flüssige Mittel 1.684 1.320 41 323
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen -13.238 -13.200 - -38
Sonstige Verbindlichkeiten - - - -
Risiko aus externen Finanzinstrumenten 22.278 20.316 41 1.921
Nettorisiko aus konzerninternen Finanzinstrumenten -15.050 -2.254 -9.496 -3.299
Risiko aus nicht-derivativen Finanzinstrumenten 7.228 18.062 -9.455 -1.379
Devisentermingeschäfte - - - -
Gesamtfremdwährungsrisiko 7.228 18.062 -9.455 -1.379
30. Juni 2021 Summe USD ZAR Sonstige
T€ T€ T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.424 26.571 - 1.853
Sonstige Vermögenswerte 8.282 8.282 - -
Flüssige Mittel 2.879 2.369 80 430
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen -15.166 -15.145 -17 -4
Sonstige Verbindlichkeiten -45 -45 - -
Risiko aus externen Finanzinstrumenten 24.374 22.032 63 2.279
Nettorisiko aus konzerninternen Finanzinstrumenten -8.374 -13.178 -1.499 6.303
Risiko aus nicht-derivativen Finanzinstrumenten 16.000 8.854 -1.436 8.582
Devisentermingeschäfte - - - -
Gesamtfremdwährungsrisiko 16.000 8.854 -1.436 8.582

IFRS 7 fordert eine Sensitivitätsanalyse, welche Auswirkungen von hypothetischen Änderungen der Wechselkurse am Bilanzstichtag auf die Gewinn- und Verlustrechnung und das Eigenkapital untersucht. Dabei werden die hypothetischen Wechselkursänderungen auf den Bestand der Finanzinstrumente, welche nicht in ihrer funktionalen Währung, sondern in Fremdwährung, und monetärer Art sind, bezogen. Es wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Folgende Annahmen werden der Sensitivitätsanalyse zugrunde gelegt:

Hypothetische Wechselkursänderungen haben einen erfolgswirksamen Einfluss auf die Fremdwährungsergebnisse aus der Stichtagsbewertung der auf fremde Währung lautenden Salden von externen Bankkonten sowie internen und externen Darlehen. Zusätzlich unterstellt die Sensitivitätsanalyse, dass alle anderen Variablen konstant bleiben.

Bezogen auf das Fremdwährungsrisiko aus externen Finanzinstrumenten hätte eine Aufwertung des EURO gegenüber sämtlichen Währungen zum 30. Juni 2022 um 10 % einen Rückgang des Ergebnisses um € 2,2 Mio (30. Juni 2021: € 2,4 Mio) zur Folge gehabt. Eine Abwertung des EURO würde zu exakt gegenläufigen Sensitivitäten führen.

Für die wesentlichen Währungsumrechnungen wurden folgende Kurse zu Grunde gelegt:

Fremdwährung für 1 €
2021/2022 2020/2021
Durchschnitt Stichtag Durchschnitt Stichtag
USD 1,1276 1,0484 1,1935 1,1857
GBP 0,8470 0,8609 0,8854 0,8574
ZAR 17,1547 17,0666 18,3831 16,9253

Zinsrisiko

Die Aufwands- und Ertragsposten sowie die Zahlungsströme aus operativer Tätigkeit sind weitestgehend unabhängig von Veränderungen der Kapitalmarktzinsen. Es bestehen keine signifikanten vom Marktzins abhängigen Bilanzposten mit Ausnahme der flüssigen Mittel und Finanzforderungen und -verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sowie Finanzinstituten. Zum Bilanzstichtag besteht ein langfristiges, festverzinsliches Darlehen gegenüber der IKB Deutsche Kreditbank AG. Für weiteren Erläuterungen zu diesem Darlehn wird auf Punkt 29 dieses Konzernanhangs verwiesen.

Zur Erläuterung des Zinsrisikos werden die verzinslichen Bilanzposten wie folgt zusammengefasst:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Variabel verzinsliche Finanzinstrumente
Langfristig beschränkt verfügbare flüssige Mittel * 1.005 -
Kreditforderungen gegen nahestehende Unternehmen 193.335 210.570
Flüssige Mittel 35.694 17.862
Finanzverbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen -2.919 -2.969
227.115 225.463
Fest verzinsliche Finanzinstrumente
Finanzverbindlichkeiten -9.004 -11.337
218.111 214.126

* Langfristig beschränkt verfügbare flüssige Mittel sind im Geschäftsjahr erstmalig im Bilanzposten Finanzanlagen ausgewiesen

Dem Teilkonzern stehen Kreditlinien bei Sasol Financing International Limited, Johannesburg, Südafrika, und externen Kreditinstituten zur Verfügung. Die Verzinsung dieser Darlehen ist variabel und basiert auf kurzfristigen Referenzzinssätzen zuzüglich einer Marge mit einer Zinsuntergrenze von 0 %. Darüber hinaus bietet der Sasol Chemical Holdings Konzern anderen Sasol-Konzerngesellschaften aus dem europäischen Ausland die Möglichkeit der kurzfristigen Anlage überschüssiger Finanzmittel. Die Verzinsung dieser Verbindlichkeit ist variabel und basiert auf kurzfristigen Referenzzinssätzen abzüglich einer Marge mit einer Zinsuntergrenze von 0 %. Des Weiteren steht dem Teilkonzern die Möglichkeit der kurzfristigen Anlage von Finanzmitteln bei der Sasol Financing International Limited, Johannesburg, Südafrika, zur Verfügung. Die Verzinsung dieser Anlage ist variabel und basiert auf kurzfristigen Referenzzinssätzen abzüglich einer Marge mit einer Zinsuntergrenze von 0 %. Das Zinsänderungsrisiko aller kurzfristigen Positionen wird nicht abgesichert.

Die angewandten Zinssätze können wie folgt dargestellt werden:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (in €) 0,0 - 0,85 % 0,0 - 0,85 %
Kurzfristige Finanzanlagen (in €) 0,0 % 0,0 %
Leasingverbindlichkeiten 0,38 % - 11,16 % 0,38 % - 11,16 %

Eine Änderung der Zinssätze um 100 Basispunkte hätte im Geschäftsjahr, bezogen auf die variabel verzinslichen Finanzinstrumente, zu einer Verminderung/Erhöhung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von € 2,3 Mio (30. Juni 2021: € 2,3 Mio) geführt. Die Analyse unterstellt, dass alle weiteren Variablen unverändert bleiben. Die Annahme gilt analog für das Vorjahr.

Rohstoff- und Produktpreisrisiko

Die Marktpreise für Rohstoffe und Chemieprodukte unterliegen konjunkturabhängigen Preisschwankungen. Die Gruppe setzt derzeit keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Schwankungen der Rohstoffpreise ein.

40. Konzernunternehmen und Anteilseigner

Im Folgenden sind die Gesellschaften des Sasol Chemical Holdings Konzerns zusammengefasst. Die Holdinggesellschaft des übergeordneten Konzerns in Südafrika ist die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika (SCHI).

Vollkonsolidierte Gesellschaften
Abkürzung Gesellschaft Anteilseigner Anteil in %
Sasol Chemical Holdings Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland SCHI 100,0
Sasol Chemie KG Sasol Chemie GmbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland Sasol Chemical Holdings 100,0
Sasol Germany Sasol Germany GmbH, Hamburg, Deutschland Sasol Chemicals 100,0
Sasol Chemicals Sasol Chemicals GmbH, Hamburg, Deutschland Sasol Chemie KG 100,0
Sasol Solvents Germany Sasol Solvents Germany GmbH, Hamburg, Deutschland Sasol Chemie KG 100,0
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Komplementär GmbH
Abkürzung Gesellschaft Anteilseigner Anteil in %
Chemical Verwaltungs GmbH Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH, Hamburg, Deutschland SCHI 100,0
Chemie Verwaltungs GmbH Sasol Chemie Verwaltungs GmbH, Hamburg, Deutschland SCHI 100,0

41. Investitionsverpflichtungen

Die Investitionsverpflichtungen lassen sich zum Bilanzstichtag wie folgt darstellen:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
Sachanlagen
Vertraglich vereinbart zum Bilanzstichtag 105.869 93.370
Minus erbrachte Leistungen zum Bilanzstichtag -84.555 -74.438
Vertragliche Verpflichtungen 21.314 18.932

42. Kaufverpflichtungen

Zum 30. Juni 2022 hat der Konzern verschiedene ausstehende Verpflichtungen, hauptsächlich aus dem Einkauf von Rohstoffen, Utilities und Dienstleistungen. Diese Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Vereinbarungen mit Lieferanten. Grundsätzlich werden diese Vereinbarungen zu Marktpreisen abgeschlossen.

Die Gesamtverpflichtungen stellen sich zum 30. Juni 2022 bzw. zum Vorjahresstichtag folgendermaßen dar:

30. Juni 2022 30. Juni 2021
T€ T€
innerhalb eines Jahres 525.067 339.867
ein bis fünf Jahre 750.751 529.782
mehr als fünf Jahre 54.063 70.262
1.329.881 939.911

43. Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

Zum 30. Juni 2022 hat der Konzern, wie im Vorjahr, nicht bilanzierungspflichtige Bürgschaften und Garantien in Höhe von insgesamt € 1,7 Mio herausgegeben.

Darüber hinaus ist der Konzern in verschiedene offene Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultieren. Da diese Fälle noch nicht abgeschlossen sind, kann der Aufwand aus einer etwaigen Inanspruchnahme noch nicht mit hinreichender Sicherheit vorhergesagt werden.

44. Persönlich haftende Gesellschafterin

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH, Hamburg, mit einem gezeichneten Kapital von T€ 26. Einziges Organ der persönlich haftenden Gesellschafterin ist die Geschäftsführung. Im Geschäftsjahr war Herr Francois Conradie, Kaufmann, Pinneberg, zum Geschäftsführer der Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH bestellt.

45. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2022 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für den Sasol Chemical Holdings Konzern von wesentlicher Bedeutung sind.

46. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Die Gesamtbezüge mit Ausnahme der Aufwendungen für Altersvorsorge für die zum Management in Schlüsselpositionen zählenden Personen, die aus dem Konzern der Sasol Chemical Holdings bezahlt wurden, betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 4.630 (30. Juni 2021: T€ 3.975).

Darüber hinaus wurden für den betreffenden Personenkreis Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von T€ 283 (30. Juni 2021: T€ 383) erfasst.

Der zum Management in Schlüsselpositionen gehörende Personenkreis setzt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr aus 12 Personen und für das Vorjahr aus 13 Personen zusammen, die für die Steuerung der der Sasol Chemical Holdings Gruppe zuzurechnenden Geschäftsbereiche verantwortlich sind, einschließlich der Mitglieder der Geschäftsführung.

47. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen

Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG wird beherrscht durch die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika, welche sämtliche Kommanditanteile der KG besitzt. Komplementärin ohne Gesellschafteranteile ist die Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH, Hamburg, Deutschland. Die oberste Muttergesellschaft der Sasol-Gruppe ist die Sasol Ltd., Johannesburg, Südafrika.

Während des Berichtszeitraumes tätigten die Konzerngesellschaften diverse Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen aus der weltweiten Sasol-Gruppe, Joint-Operations sowie Joint-Ventures. Diese Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen erfolgten unter Bedingungen, wie sie mit fremden Dritten getätigt werden ("at arms length").

Für die Darstellung der wesentlichen Erträge und Aufwendungen verweisen wir auf die tabellarische Darstellung unter den Punkten 1 und 10 dieses Konzernanhangs. Die wesentlichen Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus diesen Transaktionen sind unter den Punkten 18, 22, 28 und 32 dieses Konzernanhangs erläutert.

 

Hamburg, den 30. September 2022

Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH

Francois Conradie

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern- Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. Juni 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fälligkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie der IFRS insgesamt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 6. Januar 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marko Schipper, Wirtschaftsprüfer

ppa. Axel Bott, Wirtschaftsprüfer

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