BPI Asset Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Rohowski seit 12.3.2018 | Geschäftsführer |
Gebhard von Trotha seit 28.2.2013 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Burda Gesellschaft mit beschränkter HaftungOffenburgKonzernabschluss zum 31. Dezember 2016Zusammengefasster Lagebericht 2016Dieser Bericht fasst den Teilkonzernlagebericht der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden auch "Burda") sowie den Lagebericht der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden auch "Burda GmbH") zusammen. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Informationen sowohl auf den Teilkonzern Burda als auch auf die Burda GmbH. 1. Grundlagen des TeilkonzernsDer Teilkonzern der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden auch "Burda") ist ein international agierendes Medien- und Technologieunternehmen. Burda konzentriert sich zunehmend auf Plattformgeschäfte (auf einer bestimmten thematischen Plattform wie etwa Berufsleben, Mode oder Wohnen & Garten werden sowohl klassische als auch digitale Geschäftsmodelle betrieben) mit dem Anspruch, in den jeweiligen Märkten die Marktführerschaft zu übernehmen bzw. auszubauen. Um dieses Ziel erreichen zu können, investierte Burda 2016 erheblich in technologische Innovation - sowohl bei den eigenen Unternehmen wie auch durch Zukäufe von und Beteiligungen an bereits erfolgreichen Medien- und Digitalunternehmen. Ziel aller unternehmerischen Aktivitäten ist es, neue Märkte und Konsumenten zu gewinnen, durch starke Medienmarken entstandene Konsumentenbeziehungen auszubauen und für zusätzliche Angebote zu nutzen. Alle Produkte Burdas richten sich an den Bedürfnissen der Konsumenten aus und sollen diese in ihren Lebenswelten und bei der Verwirklichung ihrer persönlichen Ziele unterstützen. In das Portfolio Burdas gehörten 2016 rund 550 Produkte in Deutschland und 20 weiteren Ländern. Wesentliche Erlösquellen des Teilkonzerns auf den verschiedenen Plattformen sind Vertrieb über Einzelverkäufe (einzelne Zeitschriften und andere einzeln erhältliche Produkte wie z. B. Konferenztickets) und Abonnements (Zeitschriften-Abos, im Digitalen "subscriptions" wie z. B. bei XING), Werbung, Provisionen, Handel und Druck. Burda versteht sich als "Unternehmen für Unternehmer" und ist daher in einer dezentralen Profitcenter-Struktur organisiert. Diese Struktur ermöglicht den Burda-Unternehmen den für ihr Wachstum erforderlichen unternehmerischen Freiraum. Gleichzeitig können die Unternehmen in mehreren Querschnittsdisziplinen vom Größenvorteil des Teilkonzerns profitieren und jederzeit auf das starke Netzwerk Burdas zugreifen, um die eigenen Geschäfte voranzubringen. Mit den hochdynamischen Veränderungen der Medienwirtschaft will Burda nicht nur Schritt halten, sondern sie auch selbst aktiv mitgestalten. Dazu werden konsequent technologische und unternehmerische Fähigkeiten in allen operativen Geschäftsbereichen gestärkt. Hilfreich sind dabei die starken internationalen Netzwerke, die unter anderem durch die weltweit anerkannten DLD-Konferenzen geschaffen wurden. Eine entscheidende Voraussetzung für die erfolgreiche Zukunft des Unternehmens liegt darin, dass bestehendes Personal sich weiterentwickeln kann und qualifizierte neue Mitarbeiter (vor allen auf den Gebieten digitale Entwicklung und Programmierung sowie Management von digitalen Produkten) rekrutiert und an das Unternehmen gebunden werden können. Hierzu wurden im Geschäftsjahr 2016 diverse Maßnahmen ergriffen, die ab 2017 wirken sollen. Zum Konsolidierungskreis gehörten am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs insgesamt 220 selbstständig agierende Gesellschaften, davon 127 in Deutschland und 93 im Ausland. Zum Jahresende waren im Teilkonzern 10.290 Mitarbeiter beschäftigt . Der Teilkonzern ist in vier operative Unternehmensbereiche gegliedert: Digitalmarken National, Medienmarken National, Medienmarken International sowie Druck. Daneben wurde 2016 die Burdaeigene Investmentgesellschaft Burda Principal Investments aufgebaut mit dem Ziel, bevorzugt in den USA, Großbritannien und Asien in technologisch innovative Consumer-Internet-Unternehmen zu investieren und damit neue Unternehmenswerte zu schaffen. 2016 wurden in dieser Unit eine Reihe neuer internationaler Beteiligungen getätigt (Notonthehighstreet, Priceza, Nebenan.de; Ende 2015 wurde bereits in Blitsy, Baublebar und Vinted investiert). Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der Teilkonzern einen Außenumsatz von 2,25 Milliarden Euro und liegt damit wie prognostiziert deutlich über dem Vorjahr. Während die beiden größten Bereiche Digitalmarken National und Medienmarken National wachsen konnten, war das Tiefdruckgeschäft hingegen leicht rückläufig. Aufgrund der erstmalig ganzjährigen Einbeziehung der Burda Verlag Osteuropa GmbH (inkl. ihrer Tochtergesellschaften) kam es bei den Medienmarken International zu dem erwartet hohen Anstieg der Umsatzerlöse. Die vier Unternehmensbereiche verfolgten 2016 konsequent ihre Aus- und Umbaupläne. Der Geschäftsbereich Digitalmarken National konnte im Geschäftsjahr 2016 bei einigen seiner Unternehmen ein starkes Wachstum erzielen, wie etwa bei XING, beim digitalen Publisher BurdaForward oder der Ärztebewertungsplattform Jameda. Die Anteile an Jameda waren mit Wirkung zum 1.1.2016 vollständig von der damaligen TOMORROW FOCUS AG übernommen worden. Diese benannte sich 2016 in HolidayCheck Group AG um und vollzog damit auch im Namen die strategische Neuausrichtung auf das Geschäftsfeld Travel. Mit eigenen Produkten weiter in die Kerntechnologien des Internets - Browser und Search - vorzudringen war ein weiterer Schwerpunkt im Ausbau der digitalen Aktivitäten. Einen erheblichen Wettbewerbsvorteil verschaffte sich das Browser- und Search-Angebot Cliqz durch die Beteiligung von Mozilla, dem Betreiber des in Deutschland marktführenden Browsers Firefox. Cliqz kann durch die Partnerschaft von der Marktdurchdringung von Firefox profitieren und Mozilla von den weltweit einzigartigen technologischen Entwicklungen von Cliqz, durch die jeder Konsument die ungewollte Weitergabe seiner persönlichen Daten unterbinden kann. Im deutschen Magazingeschäft (Geschäftsbereich Medienmarken National) wurden digitale Produkte rund um die starken Printmarken auf den Markt gebracht und neue Geschäftsmodelle erfolgreich getestet. Ziel ist es, neben den weiterhin rückläufigen Erlösen aus Anzeigen möglichst viele neue Erlösströme zu finden und zu stabilisieren. Besonderes Wachstum verzeichneten die beiden Unternehmen Blue Ocean mit Kindermedien und das internationale Content-Marketing-Unternehmen C3, das 2016 u. a. den britischen Dienstleister Seven Publishing vollständig erwarb. Darüber hinaus wurde konsequent an der langfristigen Absicherung der Profitabilität gearbeitet, u. a. durch Implementierung modernster Produktionsmethoden und schlanker interner Prozesse. Ein starkes neues Standbein in Großbritannien schaffte Burda sich durch die Unternehmensgruppe von Immediate Media, die Anfang 2017 zu 100 Prozent erworben wurde. Das Unternehmen ist kerngesund und betreibt ein magazinbasiertes Multiplattform-Geschäft mit einem starken digitalen Anteil sowie diversifizierten Erlösströmen und Geschäftsmodellen. In Osteuropa blieb das Mediengeschäft hingegen stark unter Druck, die beiden Kernmärkte in Russland und in der Ukraine verzeichnen weiterhin stark sinkende Umsätze. Sehr erfreulich dagegen entwickelt sich das Druckgeschäft in Indien, das seit 2016 nicht mehr bei Burda Druck, sondern im Segment der Medienmarken International beheimatet ist. Eine niedrigere Auslastung als im Vorjahr sorgte im Bereich Druck für einen Rückgang der Umsatzerlöse. Um schnellstmöglich auf die sich verändernde Mediennutzung reagieren zu können, hat Burda die Entwicklung neuer Produkte - anders als klassische Industrieunternehmen - nicht in einer zentralen F&E-Abteilung gebündelt, sondern betreibt diese Aktivitäten dezentral in den einzelnen Profitcentern bzw. den aufgeführten Geschäftsbereichen. In Summe schloss der Teilkonzern auch das Geschäftsjahr 2016 erfolgreich ab: die stabile Vermögens- und Finanzlage konnte gefestigt werden. Aus der soliden finanzwirtschaftlichen Lage ergibt sich die Handlungsfreiheit des Unternehmens, weiterhin massiv in die Entwicklung der eigenen Unternehmen zu investieren sowie neue Beteiligungen zu erwerben. Burda ist ein Unternehmen im Gleichgewicht, das im Hinblick auf Märkte, Produkte und Geschäftsmodelle sehr breit und dadurch stabil aufgestellt ist. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenInternationalInsgesamt befindet sich die Weltwirtschaft weiterhin in einer Phase der Stagnation und bleibt im Wachstum hinter den Erwartungen zurück. Zahlreiche geopolitische Risikoherde und drohende Konflikte trüben die Aussichten ein. Diese Entwicklung wirkt sich wiederum negativ auf Handel, Investitionsbereitschaft, Produktivität und das Gehaltsniveau aus. Für das globale Wirtschaftswachstum stellt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 2016 mit 2,9 Prozent einen leichten Wachstumsrückgang gegenüber 2015 fest und prognostiziert auch für 2017 lediglich einen leichten Anstieg der Wachstumsrate auf 3,2 Prozent. Im Hinblick auf die fortgeschrittenen Volkswirtschaften gründet sich diese verhaltene Prognose hauptsächlich auf dem im Juni 2016 abgehaltenen Referendum für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie auf den unerwartet schwachen Wachstumszahlen aus den USA. Diese Entwicklungen werden voraussichtlich den Abwärtstrend des weltweiten Zinsniveaus weiter verschärfen. Als größte Unsicherheitsfaktoren gelten die noch immer unklaren Austrittsbedingungen Großbritanniens und die noch zu gestaltenden, zukünftigen Handelsbeziehungen mit der EU. Positive Auswirkungen haben in diesem Zusammenhang die inzwischen als besser eingeschätzten Erfolgsaussichten der chinesischen Wachstumspolitik, die tendenziell positiven makroökonomischen Nachrichten der vergangenen Monate aus den aufstrebenden Märkten sowie eine Erholung der Rohstoffpreise. Im Vergleich zum Jahr 2016 wird für die Euro-Zone eine schleppende Erholung des Wirtschaftswachstums 2017 erwartet. Einerseits werden die noch immer niedrigeren Ölpreise, die nur begrenzt mögliche finanzpolitische Expansion und die lockere Geldpolitik zum Wachstum beitragen, anderseits ist jedoch das Vertrauen der Investoren infolge der Brexit-Entscheidung eingeschränkt, was das Investitionsverhalten negativ beeinflussen wird. Die Wachstumsrate sank 2016 auf 1,7 Prozent, für 2017 sollen es 1,6 Prozent werden (Quelle: IWF). Die OECD prognostiziert für die USA nach der Präsidentschaftswahl im November 2016, die zu einem Regierungswechsel geführt hat, auch einen makroökonomischen Kurswechsel. Welche der haushaltspolitischen Wahlkampfversprechen tatsächlich umgesetzt werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Allgemein wird jedoch mit einer fiskalpolitischen Lockerung gerechnet, die Auswirkungen auf das Wachstum und die Inflationsrate inner- und außerhalb der Vereinigten Staaten haben würde (Quelle: OECD). Die russische Wirtschaft zeigt nach einer zweijährigen Rezessionsphase infolge der internationalen Sanktionen und des fallenden Ölpreises erste Anzeichen einer Stabilisierung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet im Jahr 2017 ein Wachstum um 1,1 Prozent. 2016 ging die russische Wirtschaft noch um 3,7 Prozent zurück (Quelle: IWF). Indien profitiert weiterhin von den politischen Reformen sowie von einer ansteigenden Investitionstätigkeit. Laut OECD wird das Land mit einem projizierten jährlichen Wachstum von 7,5 Prozent in den Jahren bis 2018 die G-20-Volkswirtschaft mit der höchsten Wachstumsrate bleiben. Für China prognostiziert die OECD trotz diverser staatlicher Förderungsmaßnahmen eine Konjunkturverlangsamung für die kommenden Jahre. In 2017 wird ein Rückgang des chinesischen BIP-Wachstums von 6,7 Prozent in 2016 auf 6,4 Prozent erwartet. Der IWF nimmt an, dass die chinesische Wirtschaft mittelfristig weiterhin auf einen ausgleichenden Kurs in Bezug auf Investitionen und Konsumwachstum setzt. So müsse die Abhängigkeit von Krediten und staatlichen Investitionen verringert werden. Die kommunistische Regierung will weg von der reinen Exportorientierung und den Konsum im Inland stärken. Das geht aber seit längerer Zeit mit einem geringeren Wirtschaftswachstum einher. Reformen im Bereich der sozialen Sicherheit sowie Maßnahmen zur Deregulierung des Dienstleistungssektors sollen positive Impulse setzen. Eingetrübt werden diese Aussichten jedoch von steigenden Schulden und einer zunehmenden Fehlallokation von staatlichen Ressourcen. Trotz eines eher schwachen globalen Umfelds und regionaler Schocks hat sich Afrikas Wirtschaft im vergangenen Jahr solide entwickelt. Der Kontinent bleibt nach Ostasien die Region mit den höchsten Wachstumsraten. Für das Jahr 2016 wird in Afrika ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent erwartet, das 2017 auf 4,5 Prozent steigen könnte, sofern die Weltwirtschaft sich stabilisiert und die Rohstoffpreise allmählich wieder steigen. Im Jahr 2050 werden zwei Drittel der Afrikaner in Städten leben. Der Verlauf der Urbanisierung in Afrika wird deshalb entscheidend das Wachstum und die Entwicklung auf dem Kontinent prägen. Die Verstädterung in Afrika vollzieht sich im historischen Vergleich ungewöhnlich schnell und ist gepaart mit einem starken Bevölkerungswachstum. So hat sich zwischen 1995 und 2015 die städtische Bevölkerung in Afrika auf 472 Millionen verdoppelt. DeutschlandDie deutsche Wirtschaft befindet sich noch immer auf einem soliden Wachstumskurs. Dieser positive Trend resultiert vor allem aus der florierenden Binnenwirtschaft und den guten Entwicklungen am Arbeitsmarkt. Für den Außenhandel werden wegen der schwachen Weltkonjunktur und nicht zuletzt durch die Brexit-Entscheidung sowie durch den Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA keine positiven Impulse erwartet. Es wird für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2016 eine Zunahme von 1,8 Prozent erwartet. Für die Jahre 2017 und 2018 wird ein durchschnittliches Wachstum von 1,6 Prozent vorhergesagt (Quelle: Herbstprojektion Bundesregierung). Die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt werden sich im selben Zeitraum voraussichtlich fortsetzen. Bis zum Jahr 2018 soll die Zahl der Erwerbstätigen auf 44,3 Millionen ansteigen. Laut Statistischem Bundesamt wurde die Wirtschaftsleistung im Jahr 2016 von knapp 43,5 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht. Das waren nach vorläufigen Berechnungen 429.000 Personen oder 1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die MedienbrancheDie globale Medienindustrie befindet sich nach wie vor unter dem massiven Einfluss der immer schneller voranschreitenden Digitalisierung. Der wichtigste Trend in diesem Zusammenhang ist der rasch wachsende Zugang zum Internet über mobile Endgeräte. Laut Internationaler Fernmeldeunion konnten, bedingt durch sich schnell ausbreitende mobile Netzwerke und fallende Preise, Ende des Jahres 2016 bereits 3,5 Milliarden Menschen weltweit das Internet nutzen. Schon jetzt überwiegt der mobile Internet-Zugang im Vergleich zum stationären Internet-Anschluss in einem Verhältnis von 3:1. In den kommenden Jahren bis 2020 werden in mehr als dreiviertel aller Länder über 50 Prozent der Bevölkerung einen mobilen Internet-Zugang nutzen. Im vergangenen Jahr nutzten 65 Prozent der Deutschen ein Smartphone und 40 Prozent ein Tablet - Tendenz steigend. Für Konsumenten ist die zeit- und ortsunabhängige Mediennutzung von essenzieller Bedeutung (Quelle: PWC - German Entertainment and Media Outlook 2016-2020). Mit der strategischen Ausrichtung von Hubert Burda Media hin zu der verstärkten Entwicklung digitaler und insbesondere mobiler Produkte passt sich das Unternehmen an die veränderten Nutzungsbedingungen der Konsumenten an, um ihnen auch in Zukunft maßgeschneiderte Angebote bieten zu können. Während die gesamte Branche der Publikumszeitschriften von sinkenden Werbeeinnahmen und Verkaufszahlen gekennzeichnet ist, entwickelten sich die Digitalerlöse der Magazine mit einer Steigerung von 32,1 Prozent im Jahr 2016 positiv. Da diese Erlöse jedoch nur einen Anteil von knapp 9 Prozent an den Gesamterlösen des Zeitschriftensegments ausmachen, stehen die Verlage weiterhin vor der Herausforderung, ihre Digitalaktivitäten dergestalt zu monetarisieren, dass die sinkenden Werbeeinnahmen im Printbereich ausgeglichen werden können. Gleichzeitig haben insbesondere die großen US-Digitalunternehmen wie Google, Facebook und Amazon ihr Angebot an medialen Inhalten weiter ausgebaut und dominieren nach wie vor den digitalen Werbemarkt. Herausfordernd für klassische Medienunternehmen ist diese Entwicklung insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass der Zugang zu Konsumenten und zu Daten für das erfolgreiche Bestehen eines Unternehmens in der Consumer-Internet-Industrie inzwischen unerlässlich ist. Da das Internet die Monopolstellung einzelner Unternehmen begünstigt, sind die Markteintrittsbarrieren für konkurrierende Unternehmen extrem hoch (Quelle: "Süddeutsche Zeitung"). Durch die kontinuierliche Expansion der monopolistischen Unternehmen in angrenzende Geschäftsfelder ist zusätzlich die Gefahr von Marktmachtübertragungen gegeben (Quelle: cep-Studie). Die Politik bemüht sich inzwischen verstärkt darum, für Europa ein Level-Playing-Field zu etablieren, das für alle Wettbewerber die gleichen Rahmenbedingungen schafft und die Ungleichbehandlung in Bezug auf Unternehmensbesteuerung, Datenschutz oder kartellrechtliche Fragen innerhalb der EU-Mitgliedstaaten, von der insbesondere Digitalunternehmen aus den USA profitieren, beendet. In diesem Prozess hat die europäische Wettbewerbskommissarin bereits erste wichtige Schritte eingeleitet. Im August 2016 veröffentlichte die Europäische Kommission die Erkenntnisse einer zweijährigen Überprüfung der Steuerpraxis des Unternehmens Apple in Irland mit dem Ergebnis, dass Irland Apple womöglich unrechtmäßige Steuervergünstigungen von bis zu 13 Milliarden Euro gewährt hat. Nach den EU-Beihilfevorschriften ist diese Praxis unzulässig, weil Apple dadurch wesentlich weniger Steuern zahlen musste als andere Unternehmen. Da sich Irland jedoch weigert, die rechtswidrige Beihilfe zurückzufordern, kann noch keine Prognose zu den langfristigen Erfolgen des Kurses der Kommission in Bezug auf Steuervermeidungspraktiken abgegeben werden. Das ebenfalls von der EU-Wettbewerbskommissarin geführte Kartellverfahren gegen Google, wobei dem Unternehmen in mehreren Fällen Missbrauch einer dominanten Marktposition vorgeworfen wurde, ist weiterhin offen. Google wies offiziell die Vorwürfe der Europäischen Kommission zurück, nach denen der Konzern mit seiner Android-Geschäftspolitik und der Shopping-Suche Wettbewerber benachteilige. Die Kommission wägt derzeit ihren nächsten Schritt ab. Ein Ergebnis des Verfahrens ist noch nicht absehbar. Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem gerechteren Wettbewerb für Zeitschriften- und Zeitungsverleger ist die im September 2016 vorgestellte Reform der Urheberrechtsrichtlinie, die unter anderem auch die Einführung eines Schutzrechtes für Verleger vorsieht. Die EU-Kommission erkennt mit diesem Vorschlag die wichtige Rolle der Presseverleger in demokratischen Gesellschaften an, die sie durch ihre Investitionen in journalistische Inhalte und damit in den Erhalt der Meinungs- und Informationsvielfalt haben. Verleger sollen mithilfe des neuen Rechtes in die Lage versetzt werden, Piraterie zu bekämpfen und über die Verwendung ihrer Inhalte insbesondere mit Online-Diensten verhandeln zu können. Der Gesetzesvorschlag liegt derzeit dem Parlament vor, das voraussichtlich im Juni 2017 darüber abstimmen wird. Auf nationaler Ebene hat die Bundesregierung im September 2016 den Gesetzentwurf eines Neunten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (Regierungsentwurf zur 9. GWB-Novelle) veröffentlicht. Bereits im Koalitionsvertrag der Bundesregierung war diese Reform des Kartellrechts vorgesehen und wird nun umgesetzt. Das Gesetz soll eine betriebswirtschaftliche Zusammenarbeit von Verlagen unterhalb der redaktionellen Ebene, wie z. B. bei der Anzeigenvermarktung, erleichtern (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie). WerbemarktWachstum durch Mobile ShiftDer globale Werbemarkt wächst kontinuierlich mit der weltweit steigenden Mediennutzung. Der Medienkonsum ist auch 2016 erneut gestiegen: Laut des Media Consumption Forecast 2016 von ZenithOptimedia verbrachten Menschen in aller Welt durchschnittlich 440 Minuten am Tag mit der Nutzung medialer Inhalte. Dementsprechend sagte die Prognose für Werbespendings 2016 weltweit eine Steigerung um 4,4 Prozent voraus. Größter Wachstumstreiber und gleichzeitig die größte Herausforderung bleiben dabei für die globale Werbeindustrie die alles durchdringende digitale Transformation und die rasante Technologisierung der Werbung. Hauptverantwortlich für den Anstieg der Mediennutzung ist vor allem die weiterhin rasante Verbreitung von Mobilgeräten. Bereits 2018 werden voraussichtlich 75 Prozent der globalen Internet-Nutzung auf mobile Geräte entfallen. Die Mediennutzung über mobile Endgeräte führt u. a. zum Rückgang der Anteile von Bannerwerbung zugunsten von Online-Video-, Suchmaschinen- und Social-Media-Werbung - Werbeformen, die von den Nutzern mobil besser angenommen werden. Bei der Online-Werbung fließen die Erlöse zum Großteil über Search und Social Media an die dominanten Player Google und Facebook. Suchmaschinenwerbung wird nach den Schätzungen von Zenith mit 13 Prozent pro Jahr weiterhin wachsen - getrieben von Innovationen in den Bereichen Personalisierte Suche, Automatisch passende Suchbegriffe, die auf Inhalte auf den Websites der Werbetreibenden verweisen, und Local- und Real-Time-Suche. Das größere Wachstumspotenzial hat jedoch Werbung in Social Media. Online-Video-Werbung soll bis 2018 durchschnittlich um 20 Prozent pro Jahr weiter wachsen, Social-Media-Werbung gar um 27 Prozent. Innerhalb dieser Sparte hat Social Video 2016 - insbesondere begünstigt durch den Bewegtbild-Boom bei Facebook - stark zugelegt und vereinigt bereits 15 Prozent der Social-Media-Spendings auf sich. Automatisierung durch DatennutzungDas beschriebene Wachstum der globalen Werbemärkte ist technologiegetrieben, insbesondere durch Programmatic Advertising, das den automatisierten Einkauf von Werbeflächen sowie das an Zielgruppen orientierte, automatisierte Ausspielen von Werbung umfasst. Laut den von Zenith Optimedia veröffentlichten Programmatic Marketing Forecasts wurden 2016 mit Programmatic Advertising bereits mehr als die Hälfte aller digitalen Werbeformate umgesetzt. Programmatisches Marketing beginnt sich auch in den traditionellen Medien zu verbreiten. Einige TV-, Radio- und Out-of-Home-Plattformen bieten bereits den Einkauf von Werbekontakten über automatisierte und datengesteuerte Aktionen. Daten sind WährungDie rasche Veränderung der Mediennutzung zwingt die Werbeindustrie zu einer immer schnelleren Anpassung an die Bedürfnisse des Verbrauchers und zu neuen Kommunikationsformen mit diesem. Die steigende Anzahl der Kanäle, Devices, Inhalte und Nutzungssituationen stellt Werbungtreibende vor enorme Herausforderungen und macht es zunehmend komplex, den richtigen Weg zum einzelnen Konsumenten zu finden. Ergebnisse sind immer feinere Targeting-Optionen und Möglichkeiten, Markenbotschaften zu personalisieren. Entscheidende Voraussetzung für automatisierte Buchungen und zielgerechte Ausspielung sind - ganz gleich für welchen Kanal - Nutzerdaten. Folglich werden die Unternehmen, die über möglichst viele und präzise Konsumentendaten verfügen und diese über Werbetechnologien zugänglich machen, langfristig die Werbemärkte dominieren. Social und NativeMit der mobilen Internet-Nutzung gewinnen soziale Netzwerke weiter an Bedeutung. Social-Media-Plattformen profitieren dabei von der immer stärkeren Akzeptanz mobiler Technologien und deren Integration in den Alltag. Viele Nutzer sehen soziale Medien nicht nur als Dreh- und Angelpunkt ihres sozialen Lebens, sondern auch als wichtigste Informationsquelle für Inhalte aller Art, auch jene von professionellen Publishern. Während Werbung in sozialen Medien Anteile am Gesamtmarkt hinzugewinnt, wird der Display-Markt durch steigende Adblocking-Raten gehemmt, was die Refinanzierung von professionell erstellten journalistischen Inhalten vor große Herausforderungen stellt. Gegen Ende des Jahres konnte zwar erstmals ein leichter Rückgang an Werbeblocker-Nutzung festgestellt werden. Dennoch investiert die Medienbranche zunehmend in Werbeformen wie Native Advertising, welches die eigene inhaltliche Kompetenz mit werblichen Botschaften verknüpft und damit nahtlos ins redaktionelle Angebot eingebaut werden kann. E-CommerceDer E-Commerce-Umsatz in Deutschland hat auch 2016 deutlich zugelegt, und zwar um 12,5 Prozent. Der gesamte Online- und Versandhandel erzielte erstmals mehr als 70 Milliarden Euro Brutto-Umsatz und macht inzwischen fast 13 Prozent des gesamten Einzelhandelsvolumens aus. Mit einem Umsatzwachstum von 20 Prozent heißt der Gewinner im deutschen Online-Handel erneut Amazon. Trotz Wachstum der restlichen neun Anbieter in den deutschen Top Ten liegt der Umsatzanteil des US-Riesen im Spitzensegment des deutschen Online-Handels bei 55 Prozent. Das sind drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Gemessen am Gesamtumsatz der Branche wuchs Amazons Marktanteil von knapp 13,8 Prozent im Vorjahr auf aktuell 14,8 Prozent. Das Geschäftsjahr 2016 hat dem E-Commerce stabile Umsätze in traditionell starken Warengruppen wie Bekleidung (11,16 Milliarden Euro), Elektronikartikel und Telekommunikation (8,74 Milliarden Euro), Computer, Zubehör, Spiele und Software (ca. 3,68 Milliarden Euro), Schuhe (3,58 Milliarden Euro) oder auch im Gesamtbereich Möbel, Lampen und Dekoration (3,19 Milliarden Euro) beschert. Diese Bereiche sind nach wie vor die umsatzstärksten. Deutliches Wachstum weisen aber auch bisher eher umsatzschwächere Warensegmente auf wie der Bereich Lebensmittel bzw. Waren des täglichen Bedarfs. Hier schlägt 2016 ein Umsatzplus von 26,7 Prozent zu Buche. 2.2 Geschäftsverlauf2.2.1 Digitalmarken NationalIm Geschäftsbereich Digitalmarken National vereint Burda die Internet-Aktivitäten des Teilkonzerns, die vorwiegend auf dem deutschsprachigen Markt angesiedelt sind. Das Business-to-Consumer-Portfolio umfasst führende Endkundenmarken in den Bereichen E-Commerce, Social Networks, Online Travel sowie Publishing und Subscription. Daneben befinden sich Business-to-Business-Dienstleistungen für Unternehmen in den Bereichen Abonnement-, Commerce- und IT-Services im Angebot des Geschäftsbereichs. DLD ist die internationale Konferenz- und Innovationsplattform von Hubert Burda Media. Zu den digitalen Aktivitäten zählen zudem Minderheitsbeteiligungen aus dem Corporate-Venture-Beteiligungsgeschäft von Burda. Der Bereich Digitalmarken National erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von 1.174,3 Millionen Euro und erwirtschaftete damit 52,1 Prozent vom Teilkonzernumsatz (2015: 1.128,7 Millionen Euro und 55,5 Prozent). Dies entspricht der im Vorjahr prognostizierten Entwicklung. Der Bereich Digitalmarken National gliedert sich derzeit in die folgenden Teilbereiche: BurdaTechZu BurdaTech gehören die E-Commerce-Beteiligungen Cyberport GmbH und computeruniverse GmbH. Die europaweit agierende Cyberport GmbH, deren Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum liegt, gehört zu den größten E-Commerce-Unternehmen Deutschlands und präsentiert unter www.cyberport.de mehr als 45.000 Markenartikel aus den Bereichen IT und Consumer Electronics. Durch die Verknüpfung des Online-Shops mit den 15 stationären Verkaufsfilialen (2015: 15 Filialen) hat sich Cyberport zum Omnichannel-Unternehmen entwickelt. Trotz eines unverändert hohen Wettbewerbsdrucks konnte das Unternehmen im Kerngeschäft ein stabiles Umsatzwachstum erreichen. Burda investiert zur weiteren Stärkung von Cyberport in die IT-Unit in München, in der E-Commerce-Technologie und -Prozesse entwickelt werden. Das ebenfalls europaweit agierende Handelsunternehmen computeruniverse GmbH betreibt unter www.computeruniverse.net einen Online-Shop, der mehr als 100.000 (Vorjahr: 140.000) Artikel für Hardware, Software, Unterhaltungs- und Haushaltselektronik umfasst. Computeruniverse konnte 2016 ebenfalls nach Umsätzen wachsen. BurdaForwardDas digitale Publishing-Haus BurdaForward veröffentlicht die journalistischen Portale Focus Online, Chip, Finanzen100, Huffington Post, NetMoms und The Weather Channel. Mit diesem Portfolio ist BurdaForward einer der führenden digitalen Publisher in Deutschland. Mit 33 Millionen Unique Usern (AGOF digital facts 2016-11) erreicht das umfangreiche Netzwerk der BurdaForward mehr als 60 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland. Vermarktet werden alle Portale von einer eigenen Vermarktungseinheit, zu deren Kunden-Portfolio unter anderem auch TV Spielfilm, Xing und HolidayCheck zählen. BurdaForward ist damit auch einer der führenden digitalen Vermarkter in Deutschland (AGOF digital facts 2016-11) und versteht sich als Vorreiter im Video und Native Advertising. Neben Advertising bilden Transaktionen ein weiteres Standbein von BurdaForward. So wurde in 2016 mit dem Portal BestCheck eine eigene (Preis-)Vergleichsplattform ins Leben gerufen. Die Print-Sparte mit dem Chip-Magazin sowie mehreren Titeln im Foto-Bereich konnte im Jahr 2016 trotz des weiter stark rückläufigen Marktumfelds (ma 2016 Pressemedien I) die Rentabilität steigern und so den Gewinn stabil halten. Dazu trugen das starke Anzeigengeschäft (über Vorjahr) und der Ausbau des Bereichs Customized Publishing bei. Der neue Unternehmensstandort "Sunyard" in der Münchner Sankt-Martin-Straße wurde im Dezember 2016 eingeweiht und ist auf eine starke Vernetzung der über 500 Mitarbeiter und einen anhaltenden Wachstumskurs ausgelegt. XING AGSeit 2012 ist Burda mehrheitlich an Deutschlands größtem beruflichem Online-Netzwerk XING beteiligt. Über 11,4 Millionen Mitglieder in der D-A-CH-Region (2015: 9,6 Millionen Mitglieder) nutzten 2016 die Internet-Plattform für Geschäft, Job und Karriere, davon sind mehr als 929.000 Menschen zahlende Nutzer des Premiumangebots (2015: 880.000 Premium-Kunden). Daneben setzt XING auf B2B-E-Recruiting. Dieses Segment weist die Verkaufserlöse von Produkten und Services aus, die XING Unternehmen verkauft, damit diese sich im immer stärker herausfordernden "War for Talents" behaupten können. Diesem Segment sind die Teilbereiche Employer Branding (kostenpflichtige Unternehmensprofile), Active Sourcing und Passive Recruiting zuzuordnen. Des Weiteren gehört auch der Xing-Stellenmarkt dazu, der über 2 Millionen offene Stellen im deutschsprachigen Raum bietet. Ebenfalls zu XING gehört Kununu, die größte Arbeitgeber-Bewertungsplattform im deutschsprachigen Raum. Zum dritten Segment Advertising & Events zählt die Marke Xing-Events, die Eventmanagement-Lösungen anbietet und damit eine Brücke zwischen Online- und Offline-Welt schafft. In allen Bereichen konnte XING im Geschäftsjahr 2016 deutliche Zuwächse erzielen und Gesamtumsatz (+21 Prozent auf 148,5 Millionen Euro, Vorjahr: 122,9 Millionen Euro), EBITDA (+31 Prozent auf 47,9 Millionen Euro, Vorjahr: 36,6 Millionen Euro sowie Gewinn (+34 Prozent auf 23,6 Millionen Euro, Vorjahr: 17,6 Millionen Euro) jeweils steigern. XING-Mitglieder können sich mit den News-Angeboten des Unternehmens auf dem Laufenden halten und mitdiskutieren oder sich auf dem Themenportal Xing-Spielraum über Veränderungen und Trends der neuen Arbeitswelt informieren - mit diesem attraktiven Content-Angebot erhöht das Netzwerk seine Attraktivität für bestehende und neue Mitglieder. HolidayCheck Group AGIm Juni firmierte die börsennotierte TOMORROW FOCUS AG zur HolidayCheck Group AG um. Die erfolgreich vollzogene Fokussierung der Gesellschaft auf ihre Urlaubsmarken, allen voran HolidayCheck, spiegelt sich damit auch im Firmennamen wider. Im Rahmen einer strategischen Konzentration auf die Aktivitäten des Travel-Segments hatte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 alle wesentlichen Non-Travel-Beteiligungen veräußert. Die HolidayCheck Group AG ist eines der führenden europäischen Digitalunternehmen für Urlauber. Die rund 400 Mitarbeiter zählende Gruppe vereint unter ihrem Dach die HolidayCheck AG als Betreiberin der gleichnamigen Hotelbewertungs- und Reisebuchungsportale und des Mietwagenportals MietwagenCheck sowie die WebAssets B.V. als Betreiberin der Zoover-Hotelbewertungsportale und der Meteovista-/Weeronline-Wetterportale. Die HolidayCheck AG führt ein eigenes TÜV-zertifiziertes Online-Reisebüro und arbeitet mit allen namhaften Reiseveranstaltern zusammen. Von der ersten Recherche bis hin zur Reisebuchung bietet HolidayCheck Service aus einer Hand. HolidayCheck.de ist das größte deutschsprachige Meinungsportal für Reise und Urlaub im Internet (AGOF digital facts 2016-10). Die HolidayCheck Group AG behauptete sich 2016 in einem schwachen Branchenumfeld. So gelang es der HolidayCheck AG, im größten Geschäftsfeld Pauschalreise im deutschsprachigen Markt Anteile hinzuzugewinnen. Nachdem das Marktsegment Pauschalreise im ersten Halbjahr 2016 einen Umsatzrückgang zwischen 5 und 10 Prozent verzeichnete, setzte sich diese Entwicklung im dritten Quartal 2016 unter anderem infolge des Putschversuchs in der Türkei zunächst fort. Im weiteren Verlauf zeigte sich eine Normalisierung der Rahmenbedingungen, einhergehend mit einer deutlichen Belebung der Buchungsnachfrage. Dieser positive Trend setzte sich ab Oktober fort. Auch der Umsatz der niederländischen WebAssets B.V. stieg, blieb aber aufgrund des Ende 2015 vollzogenen Verkaufs der Reisebüroaktivitäten von Zoover und Tjingo sowie aufgrund der weitgehenden Beendigung der B2B-Aktivitäten von WeerOnline planmäßig leicht unter den Vergleichszahlen des Vorjahres (Kennzahlenbericht HolidayCheck Group AG Q3-2016). Die Vision der HolidayCheck Group ist, das urlauberfreundlichste Unternehmen der Welt aufzubauen. Daher wird das Hauptaugenmerk weiterhin auf intensivierten Investitionen in die Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen der Urlaubsmarken der HolidayCheck Group liegen. Darüber hinaus werden gezielte Übernahmen digitaler Reiseunternehmen nicht ausgeschlossen, um das bestehende Produktportfolio sinnvoll zu ergänzen. BurdaDirectBurdaDirect gehört zu den führenden Unternehmen rund um Dienstleistungen in den Bereichen Kundenmanagement, Abo-Service und E-Commerce. Das Unternehmen vereint Vertrieb, Marketing und Technologie zu einer Full-Service-Dienstleistung für Online- und Offline-Geschäftsmodelle. Das Kerngeschäft von BurdaDirect gliedert sich in drei Geschäftsbereiche: Im Bereich Abonnement-Services bietet BurdaDirect neben dem eigenen Zeitschriftenvertrieb über die Neue Verlagsgesellschaft umfassende Dienstleistungen wie Dialogmarketing, Kundenbindung sowie Anzeigenvermarktung. Der zweite Bereich umfasst alle Commerce-Services. Der Fokus liegt auf der Vermarktung hochwertiger B2C-Produkte mit wiederkehrendem Bedarf wie bei Daydreams, Silkes Weinkeller und Valentins. Dies wird ergänzt um B2B-Dienstleistungen zur Optimierung von Marketing-/Vertriebsprozessen, z. B. durch die Direct Interactive, eine Full-Service-Agentur für Performance-Marketing, PaketPlus, dem führenden Netzwerk für Paketbeilagen in Deutschland und der Debitor Inkasso als Spezialist für Forderungsmanagement. Die IT-Services von BurdaSolutions bilden den dritten Bereich. Als "Business Enabler" sorgt BurdaSolutions dafür, dass Mitarbeitern eine moderne IT-Arbeitsplatzausstattung mit dem dazugehörigen Support für Windows und Mac zur Verfügung steht. Die Beratung, Entwicklung und der sichere Betrieb von Anwendungen ist Bestandteil des Leistungskatalogs. BurdaSolutions bietet seinen Kunden Fachwissen und langjährige Erfahrung in den Themengebieten Business Intelligence, CRM, ERP und mobile Applikationen. BurdaDirect blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück. Mit dem Verkauf des 49-Prozent-Anteils an den Logistikunternehmen der Güll Gruppe und der Erhöhung der Anteile an Silkes Weinkeller auf nunmehr 100 Prozent konnte das Portfolio der BurdaDirect weiter gestärkt und strategisch fokussiert werden. Die Abonnement-Services sind 2016, bereinigt um die Umsätze der Güll Gruppe, entgegen dem Markttrend gewachsen, und auch die Commerce-Services-Bereiche haben ihren Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt. Die IT-Services der BurdaSolutions haben durch Übernahme zusätzlicher Services, Durchführung strategischer Projekte und Weitergabe von Kostenvorteilen die Geschäftsentwicklung ihrer Kunden maßgeblich unterstützt. JamedaDas 2007 gegründete Unternehmen ist Betreiber des gleichnamigen größten deutschen Arztempfehlungsportals, das heute mehr als 5 Millionen Patienten jeden Monat nutzen, die hier auch die Möglichkeit haben, Arzttermine zu buchen. Ärzte können auf Jameda ihre Praxis vorstellen und umfassend über ihr Leistungsspektrum informieren. Im Jahr 2016 hat sich die positive Entwicklung des Unternehmens fortgesetzt, die sich auch in steigenden Nutzerzahlen widerspiegelt. Zum 31.12.2016 übernahm die Jameda GmbH das auf Telemedizin spezialisierte Unternehmen Patientus zu 100 Prozent. Vor dem Hintergrund sich verändernder Gesetze im Gesundheitsmarkt (Videosprechstunden werden ab Juli 2017 von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt) stellt diese Produkterweiterung eine sinnvolle strategische Maßnahme dar und führt dazu, dass Jameda seine Position als führender digitaler Mittler zwischen Arzt und Patient in Deutschland weiter ausbaut. Ab 2017 können die Patienten bei Jameda nicht nur Ärztebewertungen lesen und Termine online vereinbaren, sondern auch eine Videosprechstunde buchen. DLD MediaHubert Burda Media betreibt seit 2005 die international renommierte Konferenz- und Innovationsplattform DLD Media. 2016 hat DLD Media seine Aktivitäten weiter verstärkt und neben den Leitkonferenzen DLD in München, New York City und Tel Aviv zum ersten Mal die zweitägige Konferenz DLD Europe in Brüssel veranstaltet. DLD Salons fanden darüber hinaus in Palo Alto, New York, London sowie zum ersten Mal in Tokio statt. StrategieIm Jahr 2016 hat sich das digitale Marktumfeld weiter extrem dynamisch entwickelt. Die weiterhin steigende Internet-Penetration und -Nutzung in Deutschland sowie die zunehmende Durchdringung des Marktes durch Smartphones trugen zum starken Wachstum der Digitalmarken bei. Vor allem auf den mobilen Kanälen konnten hohe Wachstumsraten verzeichnet werden. Gleichzeitig hat sich der Wettbewerb verschärft, und die Konsolidierung von Märkten hat weiter zugenommen. Die Internet-Unternehmen der Burda-Gruppe verfolgen das strategische Ziel, ihre Wettbewerbsposition auch unter verschärften Wettbewerbsbedingungen weiter auszubauen. Alle digitalen Publishing-Angebote verzeichneten steigende Nutzerzahlen. XING konnte durch seine klare Plattformstrategie im ganzheitlich bearbeiteten Themenfeld "Berufsleben" nach Nutzerzahlen und Umsätzen 2016 deutlich wachsen und soll auch 2017 weitere Marktanteile und Mitglieder gewinnen. Der Wechsel von Desktop- zu mobiler Nutzung digitaler Angebote ist eine Herausforderung, der sich sämtliche digitalen Marken stellen und sie ihre Angebote darauf ausrichten müssen. Insbesondere das digitale Advertising-Geschäft ist davon betroffen, das zudem zunehmend automatisiert und datengetrieben abgewickelt wird. Die digitalen Publishing-Plattformen Burdas konzentrieren sich weiterhin auf innovative Formate wie Video- und Native Advertising. Durch gezielte Investitionen in Wachstumsfelder und in die Entwicklung eigener Technologien wurde die Grundlage für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung gelegt. Dabei konnte gleichzeitig die Profitabilität des Bereichs insgesamt gesteigert werden. Die beiden E-Commerce-Unternehmen in der Sparte Elektronik und Technik (Cyberport und computeruniverse) arbeiten weiter am strategischen Ziel, sich durch Technologie, Customer Journey, individuelle Beratung und Services besser zu differenzieren. Die Gründung einer zentralen IT-Unit in München, des sogenannten E-Commerce Hub, ist Ausgangspunkt, um in E-Commerce-Technologie und -Prozessen eine führende Position einzunehmen. BurdaDirect wird seine bestehenden Kompetenzen in den Feldern digitales Direktmarketing und technische Shop-Lösungen weiter ausbauen. Strategisches Ziel ist, weitere E-Commerce-Unternehmen mit Potenzial zuzukaufen und diesen durch die genannten Kompetenzen zu Wachstum und Gewinn von Marktanteilen zu verhelfen. PrognoseFür das Jahr 2017 wird erwartet, dass sich die beschriebene Marktentwicklung (extrem dynamisches Wachstum digitaler Geschäftsfelder; Mobile Shift; Dominanz der Global Player; große Wachstumschancen für Plattformen) fortsetzen wird. Da Burdas Digitalunternehmen sich seit Langem auf diese Entwicklungen eingestellt haben und ihre Geschäfte aktiv vorantreiben, sind die Wachstumsaussichten daher grundsätzlich positiv. Weitere Akquisitionen, die das bestehende Geschäft sinnvoll ergänzen, sind für 2017 geplant. Der Geschäftsbereich Digitalmarken National geht daher für 2017 von einem weiteren moderaten Umsatzwachstum aus. Risiken des BereichsDie digitalen Geschäftsaktivitäten stehen im Wettbewerb zu sehr viel größeren US-Digitalunternehmen, die z. T. den Markt dominieren. Aufgrund der Skalen- und Netzwerkeffekte besteht hier ein besonderes Risiko der Monopolbildung. Hinzu kommen Risiken der schnellen Veränderung digitaler Geschäftsmodelle. Unternehmen, die im Internet Handel treiben, sind durch die globale Preistransparenz und extrem schnelle technologische Entwicklungen einem hohen Risiko der Schwächung der Marktposition mit einem entsprechenden Wertverfall ausgesetzt. Hubert Burda Media wählt seine Beteiligungen in digitalen Geschäftsbereichen daher unter Berücksichtigung dieser Risiken sehr sorgfältig aus und versucht durch den Aufbau eigener technologischer Kompetenz, Veränderungen in den betroffenen Geschäftsmodellen und Märkten sehr frühzeitig zu erkennen. Im Übrigen sind die digitalen Aktivitäten in sehr unterschiedlichen Geschäftsfeldern breit gestreut, wodurch Klumpenrisiken vermieden werden. 2.2.2 Medienmarken NationalDer deutsche Werbemarkt entwickelt sich laut der Nielsen-Bruttowerbemarktanalyse für das Jahr 2016 positiv gegenüber dem Vorjahr mit einer Steigerung um 4,95 Prozent auf 30,9 Milliarden Euro (Quelle: Nielsen). Der Magazinmarkt ist allerdings in den klassischen Print-Erlösquellen Werbung und Vertrieb leicht rückläufig. Die Publikumszeitschriften schlossen 2016 mit einem leichten Minus von 1,8 Prozent auf 3,42 Milliarden Euro Brutto-Werbeumsatz ab (2015: 3,49 Milliarden, Quelle: Nielsen). Dagegen stiegen die Brutto-Werbeaufwendungen im Bereich Digital um 2,7 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro an (Quelle: Nielsen; Internet und Mobile, ohne Facebook/Google). Die Pressevertriebsumsätze 2016 gesamt zu Netto-Abgabepreisen an den Einzelhandel lagen bei 2,09 Milliarden Euro (2015: 2,18 Milliarden Euro). Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2016 rund 1,71 Milliarden Presseexemplare verkauft (2015: 1,85 Milliarden; Quelle: Grossoverband). Im Marktumfeld der Publikumszeitschriften verfolgte der Geschäftsbereich Medienmarken National 2016 weiterhin die zwei strategischen Schwerpunkte Transformation und Wachstum. Das darauf ausgerichtete Programm "GROW!" folgt auf die seit 2009 erfolgreich umgesetzten Programme "Change" und "S.P.E.E.D". Ziel von "GROW!" ist, sich aus den beiden traditionellen Erlösquellen im Anzeigen- und Vertriebsmarkt zu lösen und neue Erlösströme im Geschäft mit journalistischen Inhalten und Marken zu erschließen. Strategischer Ansatz ist, den Konsumenten und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt von Produkt und Geschäftsmodell zu stellen. Darüber hinaus dient das Programm der weiteren Optimierung der Produktionsprozesse und des Kostenmanagements. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich auf 660,8 Millionen Euro und liegen um 5,7 Prozent über den Vergleichswerten des Geschäftsjahres 2015. Bereinigt man das Vorjahr um die im Geschäftsjahr erstmalig ganzjährig einbezogene Super Illu Verlag GmbH & Co. KG, so verbleibt, wie prognostiziert, weiterhin ein leichtes Umsatzwachstum von 1,2 Prozent. Die Anzahl der regelmäßig publizierten Zeitschriften lag 2016 - inklusive der Blue Ocean Entertainment - bei 142 Titeln (2015: 164). Die Verlagsgruppen BurdaNews, BurdaStyle, BurdaLife und BurdaHome verlegten gemeinsam 86 Zeitschriftentitel (2015: 80), erzielten eine verkaufte Auflage von rund 279 Millionen Zeitschriften (2015: 292 Millionen; Quelle: IVW) und erreichen mit mehr als 50 Millionen Menschen (2015: 51 Millionen) weiterhin rund 73 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren (Quelle: ma 2016 II). Der Bereich Medienmarken National hat die Leistungskraft seiner Marken auch 2016 multimedial signifikant gesteigert. Die Gesamtreichweite aller hier beheimateten digitalen Plattformen stieg im letzten Geschäftsjahr um 11,2 Prozent auf 1,29 Milliarden kumulierte Visits (IVW 12/2015); bei den Unique Usern verzeichnete der Geschäftsbereich 2016 einen Zuwachs um 6,6 Prozent auf 16,25 Millionen (AGOF, 2016-10). In den sozialen Netzwerken verzeichnen die Marken derzeit mehr als acht Millionen Fans und Follower. Weitere dem Teilkonzernbereich der Medienmarken National zugehörige Unternehmen sind der Kinderzeitschriftenverlag Blue Ocean Entertainment, das Content-Marketing-Unternehmen C3, der zentrale Werbevermarkter BCN, das Forschungsinstitut Media Market Insights (MMI) und die Inhouse-Lizenzagentur Brand Licensing. Der Zeitschriftenvertrieb für Burda wird in Deutschland über den Modernen Zeitschriften Vertrieb (MZV) organisiert. BurdaLifeBurdaLife ist eine nationale Verlagseinheit von Hubert Burda Media mit dem Schwerpunkt auf General-Interest-Medien und einer besonders großen Kompetenz für Zielgruppen 50+ sowie im Themenspektrum "Health". BurdaLife publiziert rund 15 Zeitschriften in den Entertainment- und Women-Segmenten, die überwiegend wöchentlich erscheinen, mit einer Gesamtreichweite allein bei den in der Media-Analyse gelisteten Titeln von über 8,5 Millionen Lesern (ma 2016 II). Dazu zählen u. a. die Freizeit Revue als Nummer eins im Feld der unterhaltenden wöchentlichen Frauenzeitschriften, Super lllu, Freizeit Spaß, Lisa oder auch Frau im Trend. Hinzu kommen Neuerscheinungen wie Lust auf mehr und diverse Sonderpublikationen. Die Health-Agency, eine Zentralredaktion für Medizin & Gesundheit, das Health-Portal Mylife.de, Printtitel wie Ma Vie - Gesund leben oder auch das Branchen-Event "Health Lab by Burda" stehen für die besondere Expertise von BurdaLife in diesem Bereich. Außerdem publiziert die Verlagsgruppe rund ein Dutzend periodisch erscheinender Rätsel-Magazine sowie digitale Rätsel-Angebote, u. a. unter dem Markendach der Freizeit Revue. BurdaLife verleiht mit der Goldenen Henne von Super Illu Deutschlands größten Publikumspreis. Die Verlagseinheit arbeitet kontinuierlich an neuen medialen Produkten und Geschäftsmodellen, baut ihre Kompetenzen auf vielfältiger Ebene aus und vernetzt auf innovative Weise seine Redaktionsstrukturen auch in Kooperation mit BurdaHome, um den bestmöglichen, qualitativ hochwertigen Content für die Burda-Life-Medienmarken zu produzieren. BurdaHomeBei BurdaHome liegt von den vier nationalen Verlagsgruppen von Hubert Burda Media die Special-Interest-Expertise. Hier werden rund 25 Medienmarken aus den Segmenten Food, Living, Garten und Land publiziert mit einer Gesamtreichweite von über 6,7 Millionen Lesern (ma 2016 II). BurdaHome ist im Bereich Food Printmarktführer in Auflage (IVW IV/2016) und Reichweite (ma 2016 II). Zum Medien-Portfolio gehören u. a. Deutschlands erste Food- und Genusszeitschrift Meine Familie & ich (seit 1966), Lust auf Genuss, Slowly Veggie, Sweet Dreams, Neuerscheinungen wie Foodboom oder auch die Rezepte-Plattform Daskochrezept.de. BurdaHome ist Marktführer nach Auflage (IVW IV/2016) und Reichweite (ma 2016 II) im Garten-Segment, u. a. mit der Premium-Marke Mein schöner Garten, Gartenspaß oder Lisa Blumen & Pflanzen. Im Land-Bereich hat sich die Markenfamilie um Mein schönes Land erfolgreich weiterentwickelt und beinhaltet derzeit fünf periodisch erscheinende Magazine sowie Sonderpublikationen. Auch bei den Living-Titeln bringt BurdaHome überdurchschnittliche Leistungen mit einem breit aufgestellten Portfolio, u. a. dem Auflagen-Marktführer Wohnen & Garten (IVW-Schnitt I-IV 2016), Lisa Wohnen & Dekorieren, Das Haus oder Home & Style. Mit hoher Innovationskraft werden kontinuierlich neue Medienprodukte und Erlösmodelle entwickelt sowie zusätzliche Kommunikationskanäle erschlossen, stets fokussiert auf eine 360°-Erlebbarkeit der Marken für den Konsumenten. Dazu zählen u. a. attraktive Kunden- und Branchen-Events (Plaza Culinaria, Menschen & Märkte mit der Wahl zum Supermarkt des Jahres), Online-Shop-Konzepte, Merchandising-Produkte oder auch Handelskooperationen. Zu BurdaHome gehört zudem als 100-prozentige Tochter StockFood, eine der größten Bildagenturen Deutschlands und einer der weltweit führenden Vermarkter im Bereich Food-Fotografie. BurdaStyleBurdaStyle ist das größte deutsche Medienunternehmen im Bereich Lifestyle, Fashion, Beauty und Entertainment und erreicht mit seinem Portfolio exklusiver Medienmarken 7,79 Millionen Konsumenten (ma 2016 II; ma 2015 II: 7,54 Millionen). Mit den Luxusmarken Elle, Elle Decoration, InStyle, InStyle Men und Harper's Bazaar sowie den Premiummarken Bunte, Freundin und Donna umfasst das Portfolio Angebote für die verschiedenen Lebensphasen vorwiegend weiblicher Konsumenten. Die Marken der BurdaStyle werden auf Online-Portalen, über Social Media, Mobile, im Bewegtbild und mit Veranstaltungen wie dem New Faces Award von Bunte inszeniert. Positive Entwicklungen konnte der Vertriebsmarkt 2016 vor allem bei den Marken Bunte und InStyle vorweisen. Das konstant hohe Niveau der verkauften Auflage wurde, unter jeweils neuer Chefredaktion, noch weiter ausgebaut. InStyle konnte ein sehr gutes drittes Quartal verzeichnen: Mit einem Zuwachs von 5,1 Prozent im Einzelverkauf beweist das Fashion-Magazin die hohe Akzeptanz im Lesermarkt. Insgesamt 367.561 Magazine verkauft InStyle jeden Monat und ist damit weiterhin die Nummer eins im Segment der monatlichen Frauenzeitschriften (IVW III/2016). Bunte verkauft jede Woche eine halbe Million Exemplare (501.812; IVW III/2016; Vorjahreswert: 524.297; IVW III/2015) und steht damit unangefochten an der Spitze des People-Segments. BurdaStyle hat 2016 in zahlreiche Sonderhefte investiert - und besetzt damit weitere Themenfelder in den Lebenswelten ihrer Zielgruppe. Als neues Magazin aus der Elle-Familie ist im März erstmalig Elle Hochzeit erschienen, das ab 2017 als neue Line-Extension in Serie geht. Bunte Gesundheit erschien 2016 bereits zum dritten Mal und ist künftig zweimal jährlich geplant. Erstmals ist 2016 Bunte Reise erschienen - das Sonderheft zeigt die schönsten Urlaubsziele der Prominenz. Die Medienmarke Freundin hat ebenfalls zwei Sonderhefte an den Kiosk gebracht: Freundin Wellfit und Freundin Detox. BurdaNewsBurdaNews ist Anbieter gedruckter und digitaler Medienangebote, die sich überwiegend an männliche Zielgruppen richten. Als integriertes Medienhaus bereitet BurdaNews journalistische Inhalte multimedial auf und gruppiert um sie herum diverse Geschäftsmodelle. Auf Basis seiner starken Print-Marken konnte BurdaNews 2016 somit insbesondere mobile und digitale Angebote weiterentwickeln sowie neue Erlösquellen erschließen. Das Mediengeschäft ist gegliedert in die Bereiche News & Style sowie Screens. Die Marken erreichen mit ihren Zeitschriften regelmäßig mehr als 12,3 Millionen Menschen (ma 2016 II, Gesamt-Nettoreichweite; 2015: 12,7 Millionen). Mit seinen digitalen Angeboten erreicht BurdaNews 8,87 Millionen Online-Nutzer (AGOF digital facts 2016-10). Das Nachrichtenmagazin Focus verzeichnete mit einem Rückgang von 4,16 Prozent der verkauften Auflage eine im Marktvergleich stabile Auflagenentwicklung; die verkaufte Auflage sank von 501.187 auf 480.339 Exemplare pro Woche (IVW IV/2015; IVW IV/2016). Der Auflagenbestandteil digitaler Ausgaben wuchs hingegen um 11,1 Prozent an, von 26.611 auf 29.569 Exemplare (ebd.). Die digitalen Auftritte der Marke TV Spielfilm sind in ihrem Segment deutlich marktführend (vgl. AGOF digital facts 2016-10). Mit dem Live-Streaming-Angebot von TV Spielfilm können Konsumenten über ihr Device mehr als 70 Fernsehsender abspielen - zu Hause auf dem Big Screen und jederzeit von unterwegs. TV Spielfilm erzielt dabei mithilfe eines sogenannten Freemium-Modells (manche Services sind kostenlos, weitere kostenpflichtig) Werbeeinnahmen, durch das Premium-Modell kommen Abonnement-Einnahmen hinzu. Bis zum Jahreswechsel verzeichnete das Angebot über 1,6 Millionen registrierte Nutzer. Im Juni 2016 ging TV Spielfilm eine strategische Partnerschaft mit Deutschlands größtem Mobilfunkanbieter Telefónica Deutschland ein. Über gedruckte wie digitale Angebote erreicht die Medienmarke mittlerweile 13,08 Millionen Konsumenten (2015: 12,95; vgl. b4p 2016; b4p 2015 III). Die systematische Anbahnung von Neugeschäft und Erlösformen jenseits der klassischen Umsatzquellen Anzeigenvermarktung und Vertrieb erfolgt durch die The Enabling Company GmbH. Hierzu zählt bereits die Marke Select, mit der Focus und andere Medienmarken transaktionsbasierte Kooperationen durchführen, zum Beispiel über den Vertrieb von Wein durch das Unternehmen Vicampo, an dem Burda seit Juni 2016 beteiligt ist. Zahlreiche weitere Kooperationsansätze und neue Erlösformen wurden 2016 verwirklicht. Fit for Fun verfügt mittlerweile über mehr als 20 aktive Lizenzpartnerschaften, über die mehr als 200 Produkte vertrieben werden - zum Beispiel in den Bereichen Food, Sport Equipment und Entertainment. Cinema hat in Kooperation mit dem Fernsehsender Sky bereits zum dritten Mal in Folge ein Serien-Special sowie einen Serienkalender auf den Markt gebracht. Playboy konnte die digitale Auflage im Laufe des Jahres mehr als versechsfachen und von rund 2.500 auf über 15.000 (IVW IV/2015; IVW IV/2016) steigern. Die Kernleserschaft ist entgegen dem Markttrend im vergangenen Jahr sogar um knapp sieben Prozent (IVW IV/2015; IVW IV/2016) gestiegen. Gegen Ende des Jahres wurde Playboy inhaltlich und optisch weiterentwickelt. Der neu gestaltete Playboy kam im Dezember (Ausgabe 01/2017) auf den Markt. Brand LicensingBrand Licensing by Burda ist die Inhouse-Lizenzagentur für die Entwicklung und Umsetzung von Lizenzprodukten und Kooperationen für die nationalen Medienmarken. Der Bereich nutzt die Reichweite der Burda-Marken, um neue Erlösfelder zu erschließen und die Marken mit diversen Konzepten in Kontakt mit Konsumenten zu bringen. Gemeinsam mit Partnern aus unterschiedlichen Branchen wie Entertainment, Fashion und Food werden Lizenzprodukte auf den Markt gebracht, welche die Magazinmarken individuell in Szene setzen. Im Jahr 2016 hat Brand Licensing by Burda 90 Lizenzkooperationen geschlossen, darunter etwa die strategische Partnerschaft zwischen Marken der Burda-Mediengruppen und dem Mobilfunkanbieter Tarifhaus AG für faire und wettbewerbsfähige Tarife sowie die Lizenzkooperation zwischen Marken wie Fit for Fun und dem Einzelhandel Rewe, der von der Marke gebrandete Produkte verkauft. Mit den Live-Entertainment-Partnerschaften zwischen Künstlern und den Medienmarken, die eine Beteiligung am Ticket-Erlös für Shows und Musicals einschließt, konnte der Lizenzbereich von Burda bereits mehr als zwei Millionen Konzerttickets verkaufen. BurdaStudiosBurdaStudios ist auf die Produktion und das Publizieren digitaler Inhalte spezialisiert und steht für journalistische Erzählformen und verlegerische Erlösmodelle jenseits der Magazine. Hierunter fällt u. a. das "Digital Publishing", z. B. die Entertainment-Marke Bunte.de, deren Auftritt neu gestaltet wurde und die ihre Reichweite kontinuierlich steigern konnte (6,56 Millionen Unique User, AGOF digital facts 2016-09, Vorjahr: 4,28 Millionen, AGOF digital facts 2015-09). Die ebenfalls zugehörige "Digital Production" umfasst u. a. Focus TV, das hochwertige Reportagen, Dokumentationen und Magazine für private und öffentlich-rechtliche TV-Stationen produziert, den Food-Channel BonGusto TV sowie die Produktionseinheit Video-Factory. Ferner gehört die StarnetOne unter das Dach von BurdaStudios, die sich von Berlin aus der Produktion und der Vermarktung von Events widmet. Bei BurdaStudios werden wachsende Potenziale in der Vermarktung von Video und Bewegtbild auf den digitalen Kanälen genutzt und diese strategisch wichtigen Erlösfelder erschlossen. Blue Ocean Entertainment AGSeit 2014 ist Burda mehrheitlich an dem Stuttgarter Kinderzeitschriftenverlag Blue Ocean Entertainment AG beteiligt. Anfang 2016 hat Burda die Beteiligung auf über 90 Prozent aufgestockt. Der 2005 gegründete Verlag verlegt hochwertige Medienprodukte für Kinder und Jugendliche. Als Anbieter von Kindermedien ist der Verlag weitgehend unabhängig von den klassischen Anzeigenmärkten und finanziert sich vor allem aus Vertriebserlösen. 2016 erschienen bei Blue Ocean Entertainment 57 regelmäßig erscheinende Magazine und 42 Sonderpublikationen (2015: 69 regelmäßige und 34 Sonderpublikationen). Durch die gezielte Portfolio-Optimierung konnte Blue Ocean Entertainment 2016 den Gesamtverkauf von 9,6 Millionen (2015) auf 10,75 Millionen verkaufte Exemplare (2016) steigern (basierend auf den IVW-gemeldeten Magazinen: IVW I-IV/2015: 23 gemeldete Publikationen; I-IV/2016: 25 gemeldete Publikationen). Blue Ocean Entertainment baut auch sein Digitalangebot stetig aus: 2016 entwickelte das Unternehmen vier neue Spiele-Apps und sieben E-Books, die 480.000-mal heruntergeladen wurden. Zu einem weiteren wichtigen Standbein hat sich das Auslandsgeschäft entwickelt. Blue Ocean fungiert als Bindeglied zwischen Lizenzgebern und aktuell 22 Partnerverlagen in 19 Ländern, darunter in Frankreich, Polen, Russland, Niederlande, Italien, Spanien, Tschechien und UK. Das Unternehmen verwertet somit die für Deutschland kreierten Inhalte für über 593 ausländische Magazinausgaben. Ende 2016 begann Blue Ocean mit der Lizenzierung von LEGO-Titeln an einen chinesischen Verlag. Da es sich bei vielen Lizenznehmern um Gesellschaften der BurdaInternational handelt, ist der Teilkonzern somit auch im Ausland mit Titeln der Blue Ocean verlegerisch tätig. Auf diese Weise konnte der Teilkonzern im Geschäftsjahr 2016 weltweit (außer Deutschland, Österreich, Schweiz) insgesamt 837.000 Exemplare aus diesem Titelportfolio verkaufen (2015: 313.000). C3C3 hat seine führende Position im deutschen Content-Marketing-Markt weiter gestärkt und 2016 seinen Wachstumskurs fortgesetzt. C3 war aus dem Zusammenschluss von KircherBurkhardt GmbH mit BurdaCreative Ende des Jahres 2014 hervorgegangen. Zu C3 gehört auch die digitale Redaktionsagentur wunder media production. Im Jahr 2016 setzte C3 verstärkt auf Internationalisierung: Im Januar 2016 gelang der Agentur die hundertprozentige Übernahme der Londoner Content-Marketing-Agentur Seven Publishing und damit eine entscheidende Maßnahme zur Internationalisierung des Geschäfts. Durch die Partnerschaft mit der lateinamerikanischen Agentur EME nahm der Content Marketeer auch Lateinamerika ins Visier. Im Juni 2016 übernahm C3 die führende slowenische Agentur PM, poslovni mediji und gründete im Mai ein weiteres Büro in Prag. Ende des Jahres vermeldete C3 eine Kooperation mit meredith xcelerated marketing (MXM), der führenden Content-Marketing-Agentur in den USA, sowie eine weitere mit Edge in Australien. Inzwischen gehört C3 auch weltweit zu den größten Content-Marketing-Agenturen. Bei den wichtigen internationalen Content Marketing Awards auf der Content Marketing World 2016 in Cleveland setzte sich die Agentur unter 1.300 Bewerbern durch und ging als beste Content-Marketing-Agentur der Welt hervor. Der internationale Player beschäftigt über 600 Mitarbeiter an den Standorten Berlin, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart, London, Ljubljana, Prag und Zürich. BCNBCN (Burda Community Network GmbH und Burda Community Network International GmbH) ist der Multichannel-Vermarkter von Hubert Burda Media und führender Publikumszeitschriften(PZ)-Vermarkter in Deutschland. 2016 lag der Marktanteil von Burda in einem insgesamt leicht rückläufigen PZ-Werbemarkt bei 15,3 Prozent (2015: 16,8 Prozent, Quelle: Nielsen, beides ohne Medienwerbung). Das BCN-Portfolio umfasst neben den Burda-Titeln auch Plattformen externer Partner, wie z. B. die "ADAC Motorwelt". Seit Januar 2016 schließt das Portfolio auch alle digitalen Plattformen von BurdaStyle, BurdaLife und BurdaHome sowie Bunte.de ein. BCN ist spezialisiert auf die 360°-Vermarktung auf allen Kanälen - entsprechend dem mittlerweile holistischen Medienkonsum von Lesern, Nutzern und Käufern. Um den Trends Individualisierung und Automatisierung Rechnung zu tragen, setzt BCN auf die Entwicklung integrierter, kreativer und effizienter Kommunikationskonzepte sowie auf den weiteren Ausbau der eigenen Digital- und Technologiekompetenz. BCN hat Anfang 2016 seinen gesamten After-Sales-Bereich (insbesondere das kaufmännische Auftragsmanagement, die Disposition, das Heftstrukturmanagement sowie die Entwicklung von Ad-Specials) in die zu Beginn des Jahres gegründete AdTech Factory GmbH & Co. KG ausgegliedert. MedienforschungMedia Market Insights (MMI) ist die zentrale Forschungsabteilung von Hubert Burda Media. Der Schwerpunkt der MMI liegt in der Verlagsmarken- und Konsumentenforschung; so betreut die Einheit sämtliche Forschungsprojekte für alle Verlags-Profitcenter und Marken Burdas. 2016 hat MMI für die deutsche Medienlandschaft grundlegende Kooperationsprojekte weiter vorangetrieben. Unter dem Dach der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK), hinter der Hubert Burda Media, Axel Springer, Bauer Media Group und Gruner + Jahr sowie die FUNKE MEDIENGRUPPE stehen, erschien die vierte Ausgabe der Markt-Media-Studie "best for planning" (b4p) unter dem Motto "Die Zukunft gehört den Mutigen". Damit bot die Studie neue Möglichkeiten zur Beschreibung von Zielgruppen und Konsumgewohnheiten. Erstmals wurden auch Bekanntheit, Nutzung und Kaufabsicht für drei Bereiche neuer, digitaler Technologien rund um den Komplex "Internet of Things" ausgewiesen: "Wearables", "Smart Home" und "Connected Cars". Außerdem ist die GIK seit 2015 mit der Studie "best for tracking" auch im Feld der gattungsübergreifenden Wirkungsforschung aktiv. Die Studie erlaubt die Untersuchung der Kampagnen auf ihre Wirksamkeit und Effizienz. 2016 veröffentlichte die GIK erstmals den "b4t Brand Relevance Score", einen vierteljährlichen Kompass zur Markenentwicklung über alle Branchen hinweg. Der Kompass verdichtet Daten aus dem b4t Markentracking und stellt dem Markt künftig für jede erhobene Marke eine Kennzahl zur Markenstärke zur Verfügung. Zum Austausch mit den Marktpartnern hat die GIK 2016 erneut Vertreter der Marken-, Agentur- und Medienbranche zusammengebracht. Dieses Treffen unter dem Titel "best4 - DAS EVENT" wird auch in den kommenden Jahren regelmäßig weitergeführt. VertriebDas Unternehmen MZV, ein Joint Venture mit der FUNKE MEDIENGRUPPE, ist 2016 mit einem Umsatzanteil von 27 Prozent die Nummer eins im deutschen Pressevertriebsmarkt. MZV arbeitet heute für mehr als 100 Verlage und vertreibt über 850 Titel. Neben einer selbstbewussten Copypreis-Politik setzt sich Burda für eine hervorgehobene Platzierung der umsatzstarken Top-Marken ein, 2016 führte MZV mit "MyMZV" ein neues Online-Vertriebstool ein, das alle relevanten Vertriebsinformationen enthält, die für die Steuerung und Analyse des Vertriebsgeschäfts notwendig sind. Burda verkauft jährlich 271 (285 inkl. Blue Ocean) Millionen Zeitschriften, die im Grosso einen Zeitschriftenmarktanteil von 17 Prozent einnehmen. Die Top-100-Titel in Deutschland generieren etwa 50 Prozent des gesamten Grosso-Umsatzes, rund ein Viertel (23 Titel) davon stellt Burda. Mit durchschnittlich 6,4 Millionen (inkl. Blue Ocean) verkauften Exemplaren pro Heftfolge im Einzelverkauf (Quelle: IVW I-IV/2016; 2015: 6,8 Millionen inkl. Blue Ocean) ist Burda im Vertrieb weiterhin stabil. StrategieDer Geschäftsbereich der Medienmarken National führt die Umsetzung des Transformations- und Wachstumsprogramms "GROW!" im Geschäftsjahr 2017 fort und verfolgt dessen zentrale strategische Ziele weiterhin: die innovative Weiterentwicklung des Kerngeschäfts, das nachhaltige Erschließen neuer Erlösfelder sowie der kontinuierliche Ausbau digitaler Medienangebote und Erlösmodelle. "GROW!" setzt damit den 2009 begonnenen Prozess erfolgreich fort, Strukturen, Prozesse und das Produktportfolio der Medienmarken National nachhaltig für die Zukunft aufzustellen. Ein Ziel von "GROW!" ist es, über alle Plattformen hinweg die Nähe zu den Konsumenten weiter auszubauen und mehr über ihre Bedürfnisse zu erfahren. Eine Maßnahme zum Erreichen des Ziels ist etwa ein Ausbau der Marken- und Chefredakteurs-Newsletter, die rund eine Million Menschen erreichen. Auf Basis von Markt- und Konsumentendaten sollen bestehende Produkte optimiert und weitere Produktinnovationen entwickelt werden, um so neue Erlösquellen in der direkten Interaktion mit den Konsumenten zu erschließen. Inhalt und Technologie wachsen bei Medien immer enger zusammen. Burda verfolgt daher das Ziel, die journalistische Qualität um Technologie zu ergänzen. 2016 entwickelte Burda mit Thunder ein hochmodernes Open-Source-Content-Management-System für die Verlagsbranche und investierte damit in die technologische Kompetenz und Infrastruktur des Medienunternehmens. Das freie Redaktionssystem steht im Netz für die kostenlose Nutzung und Weiterentwicklung zur Verfügung. Burda plant für 2017 die Optimierung der Strukturen in den Redaktionen, die zukünftig plattform- und technologieübergreifend arbeiten sollen. Unter dem Dach von "GROW!" werden daher die digitalen undtechnologischen Möglichkeiten genutzt und Arbeitsprozesse sowie Strukturen in den Redaktionen durch Einführung von IT-Systemen modernisiert und automatisiert. PrognoseDie strukturellen Herausforderungen bleiben groß, aber der Geschäftsbereich Medienmarken National sieht positiv in die Zukunft und verfolgt seine Wachstumsziele weiterhin optimistisch. Die Medienmarken National sind mit ihrer hohen journalistischen Qualität, ihrer starken Strahlkraft und Glaubwürdigkeit deutschlandweit fest in den Lebenswelten von 50 Millionen Lesern verankert (Quelle: ma 2016 II; 2015: 51 Millionen). Die Maßnahmen, die im Rahmen des Transformationsprogramms "GROW!" festgelegt und umgesetzt werden, werden die Wirtschaftlichkeit des Geschäftsbereichs weiterhin positiv beeinflussen. Die Anzahl der verlegten Zeitschriften wird 2017 voraussichtlich konstant bleiben. Auch die Anzahl der Digitalprodukte wird stabil bleiben. Der Geschäftsbereich Medienmarken National rechnet 2017 mit einer leichten Umsatzsteigerung. Risiken des BereichsDie wachsende Nutzung digitaler Informations- und Unterhaltungsangebote durch die Konsumenten und das immer noch zunehmende Überangebot an Werbeflächen führen mit hoher Wahrscheinlichkeit über den zunehmenden Preisverfall im Werbemarkt zu geringeren Erlösen bei den klassischen Printmedien. Diesem Risiko wird durch den Aufbau neuer Erlösströme außerhalb des klassischen Anzeigen- und Vertriebsgeschäfts begegnet. Abwärtstendenzen im Zeitschriftenvertrieb begegnet Burda mit konsumentenzentrierten Marketingmaßnahmen am Point of Sale und digital. 2.2.3 Medienmarken InternationalHubert Burda Media bündelt seine ausländischen Verlagsaktivitäten unter operativer Führung von BurdaInternational. Wichtige Märkte sind weiterhin Zentral- und Osteuropa, Westeuropa und Asien. Anfang 2017 wurde Großbritannien durch den Kauf des Unternehmens Immediate Media aus dem Stand zum zweitwichtigsten Markt Burdas nach Deutschland. Insgesamt ist BurdaInternational in 21 Ländern aktiv (2015: 20 Länder). Burda und seine Partnerverlage publizierten 2016 im Ausland 313 Titel (2015: 308 Titel), Zentral- und Osteuropa sind mit 207 Titeln (2015: 220 Titel) dabei nach wie vor die wichtigsten Regionen. Der Außenumsatz von BurdaInternational betrug 2016 insgesamt 272,3 Millionen Euro (2015: 111,7 Millionen Euro) und liegt somit, wie prognostiziert, deutlich über dem Vorjahr. Bereinigt man das Vorjahr um die im Geschäftsjahr erstmalig ganzjährig einbezogene Burda Verlag Osteuropa GmbH (inkl. ihrer Tochtergesellschaften), so verbleibt ein leichtes Umsatzwachstum von 2,8 Prozent. Der (bereinigte) Zuwachs ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass BurdaInternational zu Beginn des Jahres 2016 die Betreuung der Druckaktivitäten von Hubert Burda Media außerhalb von Europa übernommen hat. Dazu gehören die Tiefdruckerei in Indien sowie die Beteiligung an einer lokalen Druckerei in Ruanda, die im Sommer 2016 erworben wurde und unter anderem im Schulbuchbereich aktiv ist. In Osteuropa (Russland, Ukraine, Kasachstan) liegt der Schwerpunkt des Zeitschriftenportfolios weiterhin in den Segmenten Women (Fashion & Style), Ratgeber, Food, Living, Ratgeber, Garden, Men (Lifestyle, Cars, Computer), People, interaktive Zeitschriften (Leser schreiben für Leser) und Kreuzworträtsel. In Russland wurde zu Beginn des Jahres 2016 die Anpassung der Unternehmensstrukturen an das neue Mediengesetz abgeschlossen. In Zentral-, West- und Nordeuropa (Tschechien, Rumänien, Polen, Frankreich, Portugal/Spanien, Großbritannien, Skandinavien) werden über das in den oben genannten Bereichen starke eigene Markenportfolio hinaus auch internationale Titel wie Elle, Glamour, InStyle, Marie Claire oder Harper's Bazaar in Lizenz herausgegeben. In der Türkei führt Hubert Burda Media gemeinsam mit der Dogan-Media-Gruppe die größte türkische Zeitschriftengruppe Dogan-Burda mit 37 Zeitschriftentiteln (Vorjahr: 39 Titel). In den asiatischen Märkten (China, Thailand, Singapur, Hongkong, Malaysia, Taiwan und Indien) bildet das Luxussegment mit Marken wie Prestige unverändert den Schwerpunkt. Die im Jahr 2016 erfolgte Übernahme von Südostasiens führender Luxury-Lifestyle-Website www.lifestyleasia.com eröffnet zusätzliche Chancen im Digital- und Event-Business in der Region. In den USA, Portugal und Brasilien besteht die Markenwelt rund um Burda Style unter anderem aus Nähkursen, Handarbeitsmessen und E-Learning-Angeboten. Immediate Media in Großbritannien das Anfang 2017 zu 100 Prozent erworben wurde, ist eine Gruppe von Magazin- und Plattformunternehmen, die zahlreiche renommierte Zeitschriften publiziert wie z. B. Radio Times und BBC-Titel wie z. B. Top Gear, Top of the Pops und CBeebies. Immediate Media weist seit fünf Jahren beständiges Wachstum auf, sowohl im klassischen Print- als auch im stetig wachsenden Digitalgeschäft, u. a. durch die Hochzeitsplattform Hitched.co.uk oder das Kunsthandwerkportal Jewellerymaker.com. StrategieBurdaInternational befand sich im Jahr 2016 in einer Übergangsphase. Das Unternehmen stellte sich dabei auf die sich verändernden Gegebenheiten in den Märkten ein. Gemeint sind dabei politische Einflussfaktoren wie die Mediengesetzgebung in Russland, die Sicherheitslage in Teilen der Ukraine oder die politische Neuausrichtung in der Türkei, aber auch die lange Trauerphase nach dem Tod des thailändischen Monarchen. Weiterhin gehören die sich weltweit vollziehenden Veränderungen der Märkte dazu, vor allem die allgemein zurückgehenden Anzeigenumsätze. Drittens entwickelt sich das Mediennutzungsverhalten der Menschen zunehmend hin zu mobilen Endgeräten, wie in anderen Kapiteln bereits ausführlich dargestellt. BurdaInternational begegnete diesen Entwicklungen mit unternehmerischer Flexibilität. So gelang in Russland eine schnelle Anpassung an die neuen rechtlichen Anforderungen und die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. In allen Märkten wurden ein medienübergreifender Umbau und eine Neuausrichtung der Produktportfolios eingeleitet, das Handeln von BurdaInternational war 2016 von der Arbeit an den Titeln, Restrukturierungen und Kostensenkungsmaßnahmen in allen Bereichen geprägt. Print bleibt dabei für BurdaInternational eine stabile Basis für Ertrag und Ergebnis. Trotz eines veränderten Mediennutzungsverhaltens sind gut gemachte, qualitativ hochwertige und ansprechende Printmarken in ihren Zielgruppen fest verankert. Rund um die starken Magazinmarken der Hubert Burda Media werden zusätzliche Aktivitäten im Digitalbereich (z. B. rund um die Marke Burda Style in Brasilien) und im Event-Business (wie z. B. Ereignisse der Marke Marianne in Tschechien) ausgebaut. PrognoseAm Ende der aktuell noch andauernden Übergangsphase wird BurdaInternational vergleichsweise krisenfest aufgestellt sein und in einem weiterhin schwierigen Umfeld die Ertragsmöglichkeiten im Mediengeschäft nutzen. Der Bereich rechnet in den bereits seit Längerem betreuten Märkten mit einem stabilen Umsatz. Durch die Übernahme von Immediate Media in Großbritannien wird sich der Gesamtumsatz von BurdaInternational im Geschäftsjahr 2017 deutlich erhöhen. Risiken des BereichsDas Geschäft von BurdaInternational befindet sich in einer Übergangsphase, die von drei wesentlichen Risikofaktoren geprägt ist. Die anhaltenden politischen Krisenlagen in wichtigen Märkten wie Russland, Ukraine, Türkei und Thailand führen zu Unsicherheiten, was Wechselkursentwicklungen, Umsatz- und Ergebnisentwicklung betrifft. Generell rückläufige Marktentwicklungen, geprägt von schwachem Anzeigengeschäft aufgrund wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten, denen sich alle international agierenden Anzeigenkunden ausgesetzt sehen, verstärken den Ergebnisdruck. Der fortlaufende Wandel der Mediennutzung weltweit hin zu mobilen digitalen Quellen und Social-Media-Plattformen und damit weg vom klassischen Print-Konsum führt zur Gefahr einer weiteren Erosion der Vertriebserlöse. BurdaInternational begegnet diesen Risiken im Auslandsgeschäft durch eine gezielte Erhöhung der unternehmerischen Flexibilität. So gelang eine schnelle Anpassung an neue politische Rahmenbedingungen in Russland, wo infolge eines neuen Mediengesetzes die Beteiligung auf unter 20 Prozent reduziert wurde. In allen Märkten sind ein medienübergreifender Umbau und eine Neuausrichtung der länderspezifischen Portfolios eingeleitet. Dabei schaffen spezifisch auf Leser- bzw. Nutzerinteressen abgestimmte Inhalte zusätzliche Vertriebs- und Transaktionserlöse und in der Folge mittelfristig auch eine solide Basis für das zukünftige Anzeigengeschäft. Umfassende Restrukturierungen in allen operativen Einheiten, insbesondere in den Anzeigenabteilungen, Redaktionen und Management-Overheads, führen zu effizienten und skalierbaren Strukturen. Diese ermöglichen die Abfederung zukünftiger Risiken - und die konsequente Nutzung von Chancen in Erholungsphasen. 2.2.4 DruckBurdaDruck ist auf die Herstellung hochwertiger Zeitschriften, Kataloge und Werbedrucke im hochauflagigen Tiefdruck sowie auf alle dafür notwendigen Dienstleistungen spezialisiert. Zu den Auftraggebern zählen neben den Verlagen von Hubert Burda Media auch konzernfremde Verlags- und Akzidenzkunden aus verschiedenen Branchen. Die BurdaDruck-Gruppe ist mit Standorten in Offenburg (zwei Werke), Nürnberg sowie im französischen Vieux-Thann eines der größten Druckunternehmen Europas. 2016 betrug der Außenumsatz 133,9 Millionen Euro (2015: 163,3 Millionen). Die operative Verantwortung für die Burda Druck India wurde im Laufe des Geschäftsjahres an BurdaInternational übertragen. Während in den ersten Jahren der Gesellschaft technologische Aspekte im Vordergrund standen (Aufbau und Betrieb einer Druckerei in Indien), liegt jetzt der Fokus auf der Akquisition von Aufträgen für diese Druckerei. Da der Markt hierfür ausschließlich in Afrika und Asien zu finden ist, war es aus Teilkonzernsicht folgerichtig, die Verantwortung für diese Gesellschaft dem Geschäftsbereich BurdaInternational zu übertragen. Bereinigt man die Umsatzerlöse des Vorjahres so, als wäre Burda Druck India bereits 2015 Teil des Bereiches Medienmarken International gewesen und auch die Super Illu Verlag GmbH & Co. KG bereits in den Teilkonzern einbezogen worden, dann ergäbe sich für den Bereich Druck, anders als im Vorjahr prognostiziert, lediglich ein leichter Umsatzrückgang von 4,8 Prozent. Burda Druck bewegt sich in einer seit Jahren rückläufigen und von Überkapazitäten geprägten Branche. Zwar gehen regelmäßig Druckkapazitäten aus dem Markt, gleichzeitig sinkt aber in ähnlichem Umfang die Nachfrage. Der harte, über den Preis geführte Verdrängungswettbewerb hält folglich an. Zudem dringen nach wie vor die großen Maschinen des Rollenoffset in die bisherige Domäne des Tiefdrucks ein. DetailsDie verdruckte Tonnage entwickelte sich schlechter als geplant: Von rund 339.500 Tonnen im Jahr 2015 fiel sie 2016 auf rund 328.000 Tonnen. Wesentliche Gründe hierfür waren deutlich geringere Auftragseingänge aus dem französischen Markt sowie rückläufige Auflagen und Umfänge über alle Produktsegmente hinweg. 2016 gelang es zwar, die Gesamtkosten weiter zu senken. Dies reichte jedoch nicht aus, um die Rückgänge auf der Erlösseite zu kompensieren. Die Rohstoffpreise (Papier und Farbe) haben sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegt. Die Preise für Energie gleichfalls. StrategieBurdaDruck wird in allen beeinflussbaren Segmenten auch weiterhin konsequentes Kostenmanagement betreiben und alle möglichen und sinnvollen Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ergreifen. Am Standort Nürnberg wurde 2016 das Joint Venture mit Heist zur Verbesserung der Fertigungstiefe und zur Reduzierung der Logistikkosten weiter ausgebaut. Es wird 2017 mit vier Sammelheftanlagen die geplante Größe erreichen. Um Kunden wettbewerbsfähige Preise anbieten zu können, werden Repro-Arbeiten ab 2017 ausgelagert. Dies hat 2017 die Schließung der Gesellschaft Medienpartner International, die alle Arbeitsschritte der Druckvorstufe verantwortet, zur Folge. Es wird auf der Nachfrageseite weiterhin intensiv geprüft, ob andere Produktionsverfahren komplementär zum Tiefdruckverfahren, das zurzeit von BurdaDruck ausschließlich betrieben wird, hinzutreten sollten. Hier spielt insbesondere der Digitaldruck eine Rolle. PrognoseDer harte, über den Preis geführte Verdrängungswettbewerb im europäischen Druckmarkt wird anhalten. Insgesamt kann im europäischen Druckmarkt weiterhin von einem sich langsam abschwächenden Nachfragerückgang ausgegangen werden. Bei den Rohstoffen dürfte es 2017 unterschiedliche Preisentwicklungen geben. Während Papier kaum teurer werden sollte, dürften die Farbpreise nicht unerheblich steigen. Bei Energie sollten die Preise sinken. Trotz des sich weiter abschwächenden Marktumfelds wird BurdaDruck, bedingt durch ein zusätzliches Auftragsvolumen, im Geschäftsjahr 2017 voraussichtlich mehr als 350.000 Tonnen Papier verdrucken und damit den Wert des Jahres 2016 deutlich übertreffen. Die Umsatzerlöse 2017 werden voraussichtlich das Niveau des Vorjahres erreichen. Risiken des BereichsAufgrund rückläufiger Auflagen und Umfänge bei Zeitschriften und Katalogen ist die Veränderung im Auftragsmix wie erwartet eingetreten. Diese Entwicklung wird sich auch 2017 fortsetzen. Das kommende Jahr wird zudem von einem weiteren Preisdruck in allen Produktsegmenten gekennzeichnet sein. Mit einem stringenten Kostenmanagement soll dieser Situation entgegengewirkt werden. Die Aktivitäten im Digitaldruck wurden in 2016 aufgesetzt und werden 2017 weiter ausgebaut. Der europäische Tiefdruckmarkt wird intensiv beobachtet und bearbeitet. Um Forderungsausfällen entgegenzuwirken, wird die Bonität der Kunden regelmäßig überprüft und das Auftragsvolumen mittels Kreditversicherungen weitestgehend abgesichert. 2.3 Umsatzentwicklung, Vermögens- und FinanzlageDer konsolidierte Außenumsatz des Teilkonzerns - neben dem Ergebnis vor Steuern eine zentrale Steuerungsgröße des Teilkonzerns (im Vorjahr: Ergebnis der gewöhnlichen Konzerntätigkeit) - stieg um rund 10,8 Prozent auf 2.254,0 Millionen Euro (2015: 2.034,3 Millionen Euro). Sowohl die Bereiche Digitalmarken National als auch Medienmarken National konnten entsprechend der Prognose des Vorjahres ein leichtes Umsatzwachstum erzielen. Während der Anstieg der Umsatzerlöse im Digitalbereich im Wesentlichen aus der XING AG, der computeruniverse und der Burd-Forward resultieren, ist der Anstieg im Bereich Medienmarken National maßgeblich auf das Wachstum der C3-Gruppe und der Blue Ocean Entertainment sowie auf die erstmalig ganzjährige Einbeziehung der Super Illu zurückzuführen. Auch die anderen beiden operativen Geschäftsbereiche - Medienmarken International und Druck -haben sich, auf bereinigter Basis, weitgehend entsprechend der Prognose des Vorjahres entwickelt. Bereinigt man die Umsatzerlöse des Vorjahres dieser beiden Geschäftsbereiche so, als wäre die Burda Druck India bereits 2015 Teil der Medienmarken International gewesen und die Burda Verlag Osteuropa GmbH (inkl. ihrer Tochtergesellschaften) ganzjährig einbezogen worden, dann ergäbe sich für die Medienmarken International ein Rückgang der Umsatzerlöse um 3,7 Prozent. Für den Druckbereich wäre hingegen ein Umsatzrückgang von 4,8 Prozent auszuweisen. Die Betriebsleistung (aggregierte unkonsolidierte Umsatzerlöse) konnte um 11,1 Prozent auf 2.793,9 Millionen Euro (2015: 2.513,7 Millionen Euro) gesteigert werden. Im Detail entwickelten sich die konsolidierten Umsatzerlöse der Bereiche wie folgt:
Die Teilkonzernbilanzsumme stieg um 68,0 Millionen Euro auf 1.568,3 Millionen Euro an (2015: 1.500,3 Millionen Euro). Auf der Aktivseite der Bilanz ist dieser Anstieg im Wesentlichen auf ein um 69,6 Millionen Euro auf 260,4 Millionen Euro gestiegenes Finanzanlagevermögen zurückzuführen (2015: 190,8 Millionen Euro). Das weitere Anlagevermögen (immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen) liegt mit 554,0 Millionen Euro leicht über dem Vorjahr (2015: 537,0 Millionen Euro). Hierin enthalten ist auch die Position der Geschäfts- oder Firmenwerte, die sich trotz hoher planmäßiger Abschreibungen ebenfalls auf Vorjahresniveau befindet. Dies, sowie der bereits genannte Anstieg des Finanzanlagevermögens, unterstreicht die erneut hohen Investitionen in das Beteiligungsportfolio. Die Zugänge ins Anlagevermögen betrugen gemäß Anlagenspiegel 256,2 Millionen Euro (2015: 238,5 Millionen Euro), davon entfiel der Großteil auf Investitionen in das Beteiligungsportfolio der Burda Principal Investments sowie auf Wertpapiere des Anlagevermögens. Die gesamten zahlungswirksamen Investitionen lagen im Geschäftsjahr bei 203,5 Millionen Euro (2015: 160,0 Millionen Euro). Im Gegensatz zum Anstieg des Anlagevermögens war beim Umlaufvermögen ein Rückgang um 21,4 Millionen Euro auf 739,5 Millionen Euro zu verzeichnen (2015: 760,9 Millionen Euro). Besonders hervorzuheben ist hierbei der Rückgang der liquiden Mittel um 33,9 Millionen Euro auf 245,3 Millionen Euro (2015: 279,2 Millionen Euro), die insbesondere für die bereits genannten Investitionen in das Anlagevermögen verwendet wurden. Während das Vorratsvermögen mit 136,3 Millionen Euro (2015: 143,6 Millionen Euro) ebenfalls rückläufig war, kam es bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen hingegen zu einem Anstieg um 19,8 Millionen Euro auf 357,9 Millionen Euro (2015: 338,1 Millionen Euro). Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Anstieg von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem wachsenden Projektgeschäft im Druckbereich. Auf der Passivseite war insbesondere ein Anstieg der Bankverbindlichkeiten sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu verzeichnen. Bei den beiden Bilanzposten kam es zu einem Anstieg um 53,9 Millionen Euro auf 258,6 Millionen Euro bzw. um 15,2 Millionen Euro auf 229,1 Millionen Euro. Während die Aufnahme neuer Bankverbindlichkeiten im Wesentlichen der Finanzierung neuer Beteiligungen diente, resultiert der Anstieg von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen überwiegend aus einer gestiegenen Geschäftstätigkeit im E-Commerce. Während es ferner noch zu einem Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungspostens - bedingt durch steigende Subskriptionserlöse - um 10,9 Millionen Euro auf 101,0 Millionen Euro kam, lagen die Rückstellungen mit 399,8 Millionen Euro (2015: 409,8 Millionen Euro) sowie die anderen Verbindlichkeiten mit 131,2 Millionen Euro (2015: 139,4 Millionen Euro) zum Bilanzstichtag jeweils leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten zzgl. weiterer - in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen - Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und abzüglich der sonstigen Wertpapiere) lag zum Bilanzstichtag bei 63,3 Millionen Euro. Trotz eines positiven operativen Cashflows -bedingt durch hohe Investitionen in das Anlagevermögen - ergab sich, anders als zum Stichtag des Vorjahres (Nettoguthaben in Höhe von 24,5 Millionen Euro), eine Nettoverschuldung, die allerdings noch deutlich unter den entsprechenden Werten der Geschäftsjahre vor 2015 liegt. Die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien lag zum Bilanzstichtag erneut unter 50 Prozent. Die per 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten sowie die weiteren Finanzverbindlichkeiten werden marktüblich verzinst. Der Anteil mit Restlaufzeiten von mehr als 5 Jahren lag zum Stichtag bei diesen beiden Positionen bei nahezu 50 Prozent. Aufgrund dieser Finanzierungsstruktur war der Teilkonzern im Geschäftsjahr stets und jederzeit in der Lage, fällige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Zur Finanzierung des Kaufpreises für die Immediate Media-Gruppe wurden seit dem Bilanzstichtag weitere mittel- und langfristige Bankverbindlichkeiten aufgenommen. Das mittel- und langfristige Kapital, bestehend aus Eigenkapital, mittel- und langfristigen Rückstellungen sowie mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten, ist um 48,3 Millionen Euro auf 872,6 Millionen Euro (2015: 824,3 Millionen Euro) gestiegen. Das Eigenkapital ist leicht um 0,2 Millionen Euro auf 429,2 Millionen Euro gestiegen, was angesichts der gestiegenen Bilanzsumme dennoch einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 28,6 Prozent auf 27,4 Prozent zur Folge hatte. Das Anlagevermögen des Burda-Teilkonzerns ist weiterhin komplett durch mittel- und langfristiges Kapital gedeckt. Der deutliche Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 111,5 Millionen Euro auf 130,9 Millionen Euro ist überwiegend auf gesunkene Erträge aus Beteiligungsverkäufen zurückzuführen. Der Materialaufwand ist hingegen, im Wesentlichen bedingt durch die erstmalig ganzjährige Einbeziehung der Burda Verlag Osteuropa GmbH (inkl. ihrer Tochtergesellschaften), um 10,9 Prozent auf 1.174,6 Millionen Euro gestiegen. Aufgrund des vergleichbaren relativen Anstiegs der Umsatzerlöse liegt die Materialaufwandsquote für 2016 weiterhin bei rund 52,1 Prozent. Auch der Anstieg des Personalaufwands um 28,2 Millionen Euro auf 513,0 Millionen Euro ist maßgeblich auf die zum Jahresende 2015 erfolgten Einbringungen zurückzuführen. Gegenläufig wirkten hingegen die im Vorjahr eingeleiteten und GuV-wirksam erfassten Restrukturierungsmaßnahmen sowie der Übergang auf den 10-Jahres-Durchschnittszinssatz bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen. Der Anstieg der Abschreibungen um 1,9 Millionen Euro auf 81,4 Millionen Euro sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 35,3 Millionen Euro auf 533,9 Millionen Euro lässt sich ebenfalls überwiegend mit den bereits genannten Einbringungen erklären (sonstige betriebliche Aufwendungen der BVO-Gruppe bzw. Super Illu im Geschäftsjahr 2016: 35,2 Millionen Euro bzw. 9,0 Millionen Euro). Bei den bereits im Vorjahr ganzjährig einbezogenen Gesellschaften kam es im Geschäftsjahr hingegen zu einem Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen - Grund hierfür sind im Wesentlichen geringere Wertberichtigungen auf Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen sowie Einsparungen in den Verwaltungs- und sonstigen Betriebskosten. Nach der außergewöhnlich hohen Belastung des Finanzergebnisses im Vorjahr aufgrund von Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen, lag dieses im Berichtsjahr bei -25,7 Millionen Euro (2015: -98,7 Millionen Euro). Mit 19,2 Millionen Euro (2015: 97,5 Millionen Euro) stellen die Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen weiterhin eine bedeutende, wenngleich zahlungsunwirksame, Belastung des Finanzergebnisses dar. Trotz des oben bereits erwähnten Umschlagens von einem Nettoguthaben in eine Nettoverschuldung konnte das Zinsergebnis leicht um 0,3 Millionen Euro auf -18,0 Millionen Euro verbessert werden. Mit 57,6 Millionen Euro lag das Ergebnis vor Steuern um rund 0,6 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Der im Vorjahr prognostizierte leichte Ergebnisanstieg ist, aufgrund von Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen, die auch im Geschäftsjahr stärker ausfielen als erwartet, nicht eingetreten. Der Teilkonzernjahresüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen lag im Geschäftsjahr bei 19,1 Millionen Euro. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2016 mit 34,1 Millionen Euro insgesamt um 1,2 Millionen Euro über dem Vorjahr (2015: 32,9 Millionen Euro). Dieser Anstieg ist insbesondere erfreulich vor dem Hintergrund einer gegenüber dem Vorjahr höheren Kapitalbindung im Umlaufvermögen und unterstreicht die hohe Ertragskraft des Teilkonzerns. Während der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Vorjahr durch die Verkäufe der restlichen Anteile an der zooplus AG geprägt war und sich somit ein positiver Saldo ergab, standen 2016 wieder stärker Neuinvestitionen in Minderheitsbeteiligungen sowie in vollkonsolidierte Gesellschaften im Vordergrund. Folgerichtig kam es im Saldo zu einem Abfluss von Zahlungsmitteln in Höhe von 78,9 Millionen Euro (2015: Zufluss in Höhe von 112,1 Millionen Euro). Zur Finanzierung dieser Akquisitionen wurden im Berichtsjahr bestehende mittelfristige Kreditlinien mit 45,5 Millionen Euro stärker in Anspruch genommen (2015: Tilgung in Höhe von 46,4 Millionen Euro). Unter Berücksichtigung von gezahlten Zinsen sowie zahlungswirksamen Veränderungen im Eigenkapital ergab sich somit ein positiver Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 2,7 Millionen Euro (2015: Abfluss in Höhe von 104,5 Millionen Euro). Mit einem Finanzmittelfonds (Kassen- und Bankguthaben zuzüglich sonstiger Wertpapiere abzüglich kurzfristiger Bankverbindlichkeiten) in Höhe von 185,1 Millionen Euro zum Jahresende 2016 (2015: 227,4 Millionen Euro) ist die Finanzlage des Teilkonzerns äußerst solide. Auch vor dem Hintergrund der verfügbaren Kreditlinien besteht ausreichend Spielraum für weitere Investitionsmöglichkeiten in der Zukunft. Der Teilkonzern hat sich insgesamt - soweit vorhersehbar - im Erwartungskorridor entwickelt und zeigt unverändert solide bilanzielle Verhältnisse. Die Finanzierung bietet genügend Flexibilität und Potenzial für das weitere Wachstum. 3. Human ResourcesBurda befindet sich in der Transformation von einem reinen Medien- zu einem Medien- und Technologieunternehmen. Dem Bereich Human Resources (HR) kommt in diesem Prozess eine tragende Rolle zu, denn durch geeignete Personalmarketing- und Rekrutierungsmaßnahmen gewinnt das Unternehmen die für die digitale Transformation so wichtigen Fachkräfte. Durch gezielte Nachwuchsförderung baut Burda zudem intern Fachpersonal auf. Bestehende Mitarbeiter werden anhand von Weiterbildungsmaßnahmen und Fach- und Führungsprogrammen weiterqualifiziert. Um Mitarbeiter dauerhaft an das Unternehmen zu binden sowie ihre Produktivität, Motivation und Leistungsfähigkeit zu erhalten, werden verschiedene, teils neue Methoden in Personalführung und Personalmanagement eingesetzt. Die Qualität und Effizienz der Arbeit von HR wird durch verschiedene in den letzten Jahren eingeführte digitale Personalmanagement-Tools sichergestellt. Zum Jahreswechsel werden die Personaldienstleistungen auf dann zwei getrennt voneinander arbeitende Unternehmenseinheiten aufgeteilt. Die zentrale Shared-Services-Abteilung übernimmt alle administrativen Aufgaben wie z. B. Gehaltsabrechnung und Vertragsmanagement. Die jetzige HR-Abteilung konzentriert sich auf die zentralen Themen Employer Branding, Personalmarketing, Personalentwicklung und Beratung der Profitcenter. Beide Burda-Units betreuen operativ eine Vielzahl von Gesellschaften in München und Offenburg samt ihren Satelliten an weiteren Standorten wie z. B. Hamburg und Berlin. Diverse deutsche Teilkonzern-Gesellschaften wie z. B. XING, Cyberport oder die HolidayCheck Group AG unterhalten eigene HR-Abteilungen, die im engen Austausch mit den Kollegen der zentralen HR-Abteilung stehen. Auch die ausländischen Gesellschaften organisieren ihre operative HR-Arbeit autark, stehen aber besonders in Bezug auf strategische Fragen im regelmäßigen Austausch mit der in Deutschland ansässigen HR-Abteilung. MitarbeiterstrukturDie Anzahl der Beschäftigten ist zum Jahresende 2016 mit 10.290 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres geblieben (2015: 10.254). Die Unternehmen des Teilkonzerns sind in Deutschland an mehr als 18 Standorten vertreten, die wichtigsten davon sind München mit 1.980 Mitarbeitern, Offenburg mit 1.606 Mitarbeitern und Hamburg mit 1.227 Mitarbeitern. Außerhalb Deutschlands befinden sich die größten Länderstandorte in Russland, Indien, Polen und Rumänien. Das durchschnittliche Alter der Mitarbeiter innen und Mitarbeiter im Teilkonzern liegt bei 40 Jahren. Der Frauenanteil liegt bei 52,8 Prozent, von allen Führungskräften sind 35,2 Prozent weiblich. AusbildungAnhand verschiedener Einstiegsprogramme baut Burda Nachwuchskräfte intern auf. 2016 sind fünf Talente mit Masterabschluss in das 18-monatige Nachwuchsführungskräfteprogramm "Management Graduate Programme" gestartet. Das "Professional Graduate Programme" wurde 2016 überarbeitet und richtet sich als "Bachelor Traineeprogramm" an diesen spezifischen Absolventenkreis mit dem Ziel, sie zu Nachwuchskräften mit einem definierten fachlichen Schwerpunkt zu entwickeln. 20 Journalistenschüler begannen im Herbst 2016 ihr Volontariat an der Burda Journalistenschule (2015: 20), die mit ihrer multimedial ausgerichteten Ausbildung den sich verändernden Anforderungen an den Journalistenberuf in der digitalen Welt Rechnung trägt. Darüber hinaus bildet Burda bundesweit in insgesamt 12 Berufsbildern aus. 20 Auszubildende starteten im Herbst 2016 in ihre Ausbildung bei Burda, damit sind es - alle Ausbildungsjahrgänge zusammengezählt - 112 Auszubildende an den Standorten München und Offenburg. Burda bietet mit den Hochschulen in Ravensburg, Mannheim, Lörrach und Karlsruhe ein duales Studienmodell an, das eine Kombination aus wissenschaftlicher und berufspraktischer Ausbildung ermöglicht. So absolvieren derzeit 13 Studenten bei Burda an deutschen Standorten ein duales Studium (2015: 12). Trotz der Einführung des Mindestlohns und der damit verbundenen regulatorischen Einschränkungen erhielten 2016 rund 574 Nachwuchskräfte die Möglichkeit, als Praktikanten Praxiserfahrung in einem Medien- und Technologieunternehmen zu sammeln. Systematische MitarbeiterentwicklungBurda bereitet seine Mitarbeiter durch verschiedene Entwicklungsmaßnahmen auf die herausfordernden Aufgaben vor, die mit der digitalen Transformation einhergehen. 2016 wurden die drei bewährten Fach- und Führungskräfteprogramme um ein viertes Programm namens "GUIDE! - Guiding teams" erweitert. Insgesamt nahmen an den auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnittenen, mehrmoduligen Programmen 107 Mitarbeiter teil. Das Weiterbildungsangebot von Burda in Deutschland umfasste im Jahr 2016 insgesamt 340 verschiedene Seminare, Vorträge und Trainings (2015: 421), die von insgesamt 1.679 Mitarbeitern (2015: 2.174) in Anspruch genommen wurden. 2016 wurde ein Learning-Management-System entwickelt, das die Planung und Umsetzung von Weiterbildungsmaßnahmen erleichtert. Das Tool wird Anfang 2017 in Betrieb gehen. Arbeitgeberattraktivität, Personalmarketing und PersonalbeschaffungBurda hat seine Arbeitgebermarke 2016 weiterentwickelt und seine Wahrnehmung als attraktives Medien- und Technologieunternehmen gestärkt. Außerdem hat das Unternehmen seine Personalmarketing-Maßnahmen und Hochschulkooperationen ausgeweitet. Im Fokus standen dabei insbesondere die auf dem Arbeitsmarkt stark umworbenen IT-Spezialisten und Digitalexperten. Als zentrales Element des Arbeitgeberauftritts wurde eine neue Karrierewebsite konzipiert und fertiggestellt. Mit dem neu eingeführten "Talent Relationship Management Tool" wird aktiv Kontakt zu erstklassigen ehemaligen Praktikanten und Trainees gehalten. Die Aufstellung des Recruiting-Centers wurde 2016 leicht modifiziert. Seit Mitte des Jahres wird das Team durch einen erfahrenen Tech-Recruiter verstärkt. Die Recruiter, die IT-Spezialisten einstellen, sind nun jeweils auf bestimmte IT-Zielgruppen spezialisiert. FührungsinstrumenteAuf Führungskräfteebene wurde 2016 ein strukturiertes Talentmanagement eingeführt, um die Nachfolgeplanung im Teilkonzern zu verbessern. Sowohl national als auch bei den internationalen Tochterunternehmen ist das Mitarbeitergespräch als Führungsinstrument etabliert. In den Einheiten des Bereichs Digitalmarken National wird das Tool durch das "Burda Digital Kompetenzmodell" ergänzt. Vereinbarkeit von Beruf und FamilieBurda unterstützt Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und steigert damit auch seine Attraktivität als Arbeitgeber. In den vergangenen Jahren wurde Burda bereits mehrfach mit dem Zertifikat "Familie und Beruf" der gemeinnützigen Hertie-Stiftung für die Standorte München und Offenburg ausgezeichnet. 2016 erhielt das Unternehmen nach erneuter erfolgreicher Auditierung eine dauerhafte Zertifizierung für beide Standorte. In der betriebsnahen Kindertagesstätte Burda Bande in München wurden Ende 2016 insgesamt 75 Kinder in einer Krippen- und zwei Kindergartengruppen sowie einer Hortgruppe betreut (2015: 68 Kinder). In der betriebsnahen Kinderbetreuungseinrichtung Burda Bambini in Offenburg waren Ende 2016 sieben Krippenkinder und acht Kindergartenkinder von Burda-Mitarbeitern untergebracht (2015: 25 Kinder). Beide Einrichtungen bieten zudem eine Kinderferienbetreuung an. Betriebliches GesundheitsmanagementDas 2015 unter dem Namen TAKE CARE eingeführte betriebliche Gesundheitsmanagement wurde 2016 weiter ausgerollt und professionalisiert. Zu den 2016 umgesetzten Maßnahmen gehörten u. a. eine Darmkrebs- sowie Hautkrebsvorsorgeaktion und das Angebot von Gesundheitskursen. In Kooperation mit dem Fürstenberg Institut, einem systemischen Beratungsunternehmen, wurde eine Mitarbeiter- und Führungskräfteberatung implementiert. Außerdem wurde "PreSys" eingeführt, ein Tool des betriebsärztlichen Dienstleisters B.A.D, das alle relevanten Prozesse zum Thema Arbeitsschutz abbildet. Ziele des beruflichen Gesundheitsmanagements sind, die Gesundheit der Mitarbeiter zu bewahren, die Bindung an das Unternehmen zu stärken sowie die Attraktivität Burdas als Arbeitgeber zu steigern. AusblickEmployer Branding und die Gewinnung sowie Bindung qualifizierten Personals rücken 2017 noch stärker in den Fokus der HR-Abteilung. Um die stark nachgefragten IT-Spezialisten und Digitalexperten noch besser zu erreichen, soll das Netzwerk um die Tech-Community erweitert und gepflegt werden. Durch die Teilnahme an Fachveranstaltungen möchte sich Burda bei diesen Zielgruppen positionieren. Geplant ist außerdem, mehr Nachwuchsförderung im Digitalbereich zu betreiben und die eigenen Mitarbeiter stärker als Markenbotschafter zu nutzen. Burda baut 2017 außerdem sein betriebliches Gesundheitsmanagement weiter aus. Geplant sind u. a. die Auditierung des betrieblichen Gesundheitsmanagements (Corporate Health Award Audit), die Durchführung einer psychischen Gefährdungsbeurteilung sowie ein strukturiertes betriebliches Eingliederungsmanagement zu implementieren. 4. Corporate Social ResponsibilityHubert Burda Media engagiert sich vor allem auf den Gebieten Kunst, Literatur und Bildung sowie Forschung, Wissenschaft und Gesundheit. Auch seine mediale Stärke setzt Burda gezielt für den guten Zweck ein. So erhalten Hilfsorganisationen oder besondere Persönlichkeiten bei großen Events wie der ßambi-Verleihung Aufmerksamkeit und Unterstützung für ihr soziales Engagement. Hubert Burda StiftungDie Hubert Burda Stiftung wurde 1999 gegründet. Zu den Förderaktivitäten aus den Bereichen Wissenschaft, Bildung, Krebsvorsorge, Kunst und Geisteswissenschaften gehören unter anderem die Felix Burda Stiftung, der Europäische Übersetzerpreis sowie der Senator-Ehrenamtspreis. Felix Burda StiftungSeit 2001 engagiert sich die Felix Burda Stiftung für die Darmkrebsvorsorge. Ihr Ziel: die Häufigkeit von und die Sterblichkeit durch Darmkrebs mittels rechtzeitiger Vorsorge drastisch zu reduzieren. Hierfür klärt sie die Bevölkerung durch konzertierte und kreative Kommunikations- und Marketingmaßnahmen über die Chancen der Darmkrebsvorsorge auf. So wurden im Rahmen der Werbekampagne zum bundesweiten Darmkrebsmonat März 2016 über 4.500 TV- und rund 4.700 Radio-Spots geschaltet, und in Print wurde eine Reichweite von mehr als 293 Millionen Kontakten generiert (Quelle: Felix Burda Stiftung). Mit dem Felix Burda Award - der 2016 eine nationale Reichweite von über 2,2 Milliarden Kontakten erreichte - zeichnet die Stiftung jährlich herausragende Projekte und Leistungen auf dem Gebiet der Darmkrebsvorsorge aus. Diese und weitere Stiftungsaktivitäten haben erheblich dazu beigetragen, dass die Häufigkeit von und die Sterblichkeit durch Darmkrebs seit Jahren sinken. Bis heute haben an der 2002 eingeführten Vorsorgedarmspiegelung, an deren Durchsetzung bei den Krankenkassen die Felix Burda Stiftung einen entscheidenden Anteil hatte, rund 6 Millionen Menschen teilgenommen, wodurch über 200.000 Neuerkrankungen und 100.000 Todesfälle von Darmkrebs verhindert wurden (Quelle: Felix Burda Stiftung). Tribute to Bambi StiftungSeit 2006 fördert die Tribute to Bambi Stiftung ganzjährig Kinder- und Jugendhilfsprojekte in Deutschland und macht auf Schicksale und gesellschaftliche Missstände aufmerksam. Ziel ist es, notleidenden Kindern konkret und nachhaltig zu helfen und dazu beizutragen, dass sich ihre Situation langfristig verbessert. Die Stiftung ist Träger des DZI-Spendensiegels und steht für Vertrauen und Transparenz. Beim jährlich stattfindenden Charity-Ereignis Tribute to Bambi - Hilfe für Kinder in Not werden mit Unterstützung von prominenten Persönlichkeiten sowie Partnern aus Wirtschaft und Medien Spenden gesammelt, die der Tribute to Bambi-Stiftung zugutekommen. Gäste und Prominente engagieren sich für hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche in Deutschland und können durch verschiedene Partneraktionen spenden, u. a. durch die Teilnahme an einer Tombola. In den vergangenen 16 Jahren konnten mehr als 100 gemeinnützige Organisationen - einige davon mehrfach - unterstützt und über 7 Millionen Euro an Spenden gesammelt werden (Quelle: Tribute to Bambi Stiftung). 5. Umwelt und NachhaltigkeitUnternehmerisches Handeln erfordert gesellschaftliche Verantwortung. Burda strebt daher besonders bei den produzierenden Einheiten nach einer nachhaltigen Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden. In der Produktion werden daher modernste Technologien genutzt, um wirtschaftliches Wachstum mit der Erhaltung einer intakten Umwelt in Einklang zu bringen. Energiemanagement und KlimaschutzBurdaDruck beteiligt sich an den Standorten Offenburg und Nürnberg freiwillig am Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (Öko-Audit). Als wesentliches Element dieser Teilnahme veröffentlicht BurdaDruck alle drei Jahre eine Umwelterklärung und jährlich eine aktualisierte Kurzfassung. Damit werden alle Interessierten über die Produktionstätigkeit, die damit verbundenen umweltrelevanten Themen und Maßnahmen zum effizienten und nachhaltigen Schutz der Umwelt informiert. Wesentlicher Bestandteil der Umwelterklärung sind Umweltkennzahlen (sogenannte Kernindikatoren), die die Entwicklung der Umweltleistung über die zurückliegenden Jahre aufzeigen, sowie das Umweltprogramm, in dem die Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung beschrieben sind. Die Umwelterklärung wird durch einen akkreditierten Umweltgutachter verifiziert und ist im Internet unter www.burda-druck.de der Öffentlichkeit zugänglich. Durch die Teilnahme an der Klimainitiative des Bundesverbands Druck und Medien kann BurdaDruck den vom Bundesverband entwickelten und in Fachkreisen anerkannten CO 2 -Rechner nutzen und den Kunden eine CO 2 -Bilanz für ihre Druckaufträge erstellen. Die Ermittlung basiert auf den eingesetzten Papiermengen und den standortbezogenen Emissionen. Nachhaltige PapierwertschöpfungNeben Preis, Qualität und Verfügbarkeit ist die Umweltqualität der Rohstoffe wichtig für die Akzeptanz von Druckerzeugnissen. Angefangen bei der Gewinnung der Papierrohstoffe im Wald, strebt Burda-Druck eine vollständige Transparenz der Prozesse in der Papierkette an. Produktkettenzertifikate sollen Kunden darüber informieren, dass die verwendeten Rohstoffe aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern stammen. Die derzeit im Bereich Druckindustrie relevanten Zertifizierungssysteme sind FSC (Forest Stewardship Council) und PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes). Die Tiefdruckereien von BurdaDruck an den Standorten Offenburg, Vieux-Thann und Nürnberg haben Zertifikate und können Druckkunden die Verwendung zertifizierter Rohstoffe bestätigen oder Druckerzeugnisse auf zertifiziertem Papier selbst mit einer entsprechenden Produktkennzeichnung versehen. 6. Prognose-, Chancen- und Risikobericht6.1 ChancenberichtAus der Transformation des gesamten Medienmarktes ergeben sich für den Teilkonzern große Entwicklungsmöglichkeiten, die das Unternehmen in seiner Gesamtheit aktiv nutzen will. Besonders die weiterhin stark wachsende Bedeutung des Consumer-Internets als Medien-, Werbe- und Transaktionskanal, das Zusammenwachsen von Inhalt und Technologie und die stetig steigende Nutzung von medialen, vor allem mobil vermittelten Inhalten eröffnen dem Unternehmen große Chancen. Verschiedene Faktoren kommen dem Unternehmen dabei zugute. Grundsätzlich positiv wirkt sich bei Burda die dezentrale Profitcenter-Struktur aus, durch die jedes Unternehmen flexibel und von Teilkonzernstrukturen weitgehend unabhängig und eigenverantwortlich auf seinen Märkten agieren kann. Chancen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung ergeben sich auf der einen Seite durch die hohe Diversifikation in Bezug auf Produkte und Geschäftsmodelle innerhalb des Teilkonzerns; auf der anderen Seite werden Synergiepotenziale unter den einzelnen Gesellschaften zunehmend genutzt. Burda ist durch sehr gute finanzwirtschaftliche Voraussetzungen in der Lage, kontinuierlich in die Entwicklung seiner bestehenden Produkte zu investieren, Unternehmen weiterzuentwickeln und als Investor zunehmend auch in technologisch führende Unternehmen mit international skalierbaren Geschäftsmodellen einzusteigen. Mit dem Ziel, weitere internationale Investments zu tätigen und weitere Unternehmenswerte zu schaffen, untersucht die dafür geschaffene teilkonzerneigene Einheit Burda Principal Investments Beteiligungsoptionen für Burda. 2016 wurden mehrere solcher Investments getätigt, weitere werden in den nächsten Jahren folgen. Der Fokus liegt dabei auf den USA, Westeuropa und Asien. Besondere Chancen liegen darin, über das eigene Medienportfolio die Produkte und Services dieser Beteiligungen, insbesondere in Deutschland, bekannt zu machen. Über alle Geschäfte hinweg strebt Burda an, neueste technische Trends frühzeitig zu erkennen und zu integrieren bzw. bevorzugt Technologie selbst zu entwickeln. Beispielhaft ist dies in der Unternehmenseinheit Cliqz gelungen, in der Entwickler, Programmierer und User-Experience-Experten an neuen digitalen Produkten arbeiten. Anspruch dieser explorativ arbeitenden Einheit ist es, neueste Technologie zu kreieren und auf neuen Wegen zu monetarisieren. Der selbst entwickelte Cliqz-Browser mit innovativer Search-Funktion ist seit Anfang 2016 auf dem Markt. Besondere Chancen eröffnet dabei die Zusammenarbeit mit Mozilla, dem Betreiber des Browsers Firefox mit einem Marktanteil von 34 Prozent in Deutschland und 8,5 Prozent weltweit sowie der damit verbundene Zugang zu Millionen von Internet-Nutzern. Wettbewerbsvorteil für Cliqz ist die Tatsache, dass immer mehr Menschen ihre persönlichen Daten im Internet vor Datenhändlern schützen wollen. Dafür hat Cliqz als einziger Browser weltweit die entsprechende Technologie am Markt. Cliqz beginnt 2017 über ein neuartiges Werbemodell mit der Monetarisierung seiner Angebote. Nennenswert sind auch die regelmäßigen Veranstaltungen der "Burda Hackdays", bei denen neue Formen des Datenjournalismus erarbeitet werden. Durch daran anschließende "Burda Bootcamps" soll über mehrere Monate hinweg das neu gewonnene Know-how unmittelbar bei den journalistisch arbeitenden Einheiten des Teilkonzerns implementiert werden. Auf diese Weise sollen auf Basis der vertrauten Printmarken neue digitale Produkte entstehen und am Markt getestet werden. Die Zuständigkeit für das "Burda Bootcamp" wurde 2016 auf die zentrale HR-Abteilung übertragen. Das untermauert die zunehmende Bedeutung von Datenjournalismus und Technologie in den journalistischen Einheiten von Burda. Auch die Weiterentwicklung von neuen Produkten und Geschäftsmodellen eröffnet gute Chancen für Wachstum. Beispielhaft genannt sei Deutschlands größter digitaler Publisher BurdaForward, der über seine Portale 35 Millionen deutsche Internet-Nutzer erreicht und immer wieder neue Wege testet, die enorme Reichweite zu monetarisieren. Auch das Ärztebewertungsportal Jameda hat sich einen weiteren Vorsprung in der digitalen Arzt-Patienten-Kommunikation erarbeitet und nutzt diesen zunehmend für den Ausbau der Geschäfte: Mit vielen Millionen Nutzern hat sich das Unternehmen auf dem Gebiet der digitalen Arzt-Patienten-Kommunikation sehr gut positioniert und will diese für weitere Produkte und Services nutzen, wie etwa Videosprechstunden über die Akquisition des darauf spezialisierten Unternehmens Patientus. Die Vernetzung mit dem Medienportfolio Burdas kann für weitere Bekanntheit und steigende Nutzerzahlen sorgen. Besonders Verlinkungen von und auf reichweitenstarke(n) journalistische(n) Angebote wie etwa Focus Online können für die Traffic-Generierung für diese und andere Services des Hauses sehr nützlich sein. Bei den Zeitschriften eröffnen sich zusätzliche Erlöschancen durch die Ausweitung der Zeitschriftenmarken auf angrenzende Produktbereiche, zum Beispiel Commerce, Events oder Merchandising. Mit ihrer hohen journalistischen Qualität und ihrer Stärke und Glaubwürdigkeit genießen die nationalen Medienmarken ein hohes Vertrauen bei den Konsumenten. Aus dieser Nähe zu den Menschen ergeben sich viele Chancen für Hubert Burda Media, um neue Erlösquellen in der direkten Interaktion mit den Konsumenten zu erschließen. Ein Beispiel hierfür ist das auf einem Abo-Modell beruhende TV-Streaming-Angebot von TV Spielfilm, das den Konsumenten ermöglicht, jederzeit und von jedem Ort über das mobile Gerät auf das TV-Programm in Echtzeit oder "on demand" zuzugreifen. Gegenüber anderen Anbietern solcher Services hebt TV Spielfilm sich durch starke redaktionelle Kompetenz in der Bewertung des TV-Programms sowie durch individuelle Programmempfehlungen ab. In der Vermarktung von Zeitschriften kann das Unternehmen von der Ausweitung digitaler Vermarktungsoptionen und der zunehmenden Fokussierung auf maßgeschneiderte Werbelösungen für werbende Unternehmen profitieren. Weitere Chancen liegen im Wachstumsmarkt Content-Marketing. Hier ist der Teilkonzern mit C3 bereits gut positioniert. Im Ausland kann sich Burda durch wachsenden Wohlstand in ehemaligen Dritte-Welt- und Schwellenländern gute Wachstumschancen erarbeiten, da der Bedarf an gedruckten und digitalen Medienangeboten wie auch der Bedarf an Druckerzeugnissen im Allgemeinen voraussichtlich steigen wird. In Russland wurden die erforderlichen Schritte eingeleitet, dass die Geschäftstätigkeit den seit 2016 geltenden russischen Rechtsvorschriften für ausländische Medienunternehmen entspricht und weiter betrieben werden kann. Mit dem Erwerb der Mediengruppe Immediate Media Anfang 2017 hat Burda sich in Großbritannien gut in Position gebracht. Die Gruppe wächst in Umsatz und Ergebnis seit fünf Jahren stetig und treibt ihre Magazin- und Plattformgeschäfte konstruktiv voran. Zu Burdas Medienportfolio in Deutschland weist das von Immediate Media hohes Synergiepotenzial auf. Die fortschreitende Digitalisierung auf der ganzen Welt sowie das in einigen großen Ländern steigende Wohlstands- und Bildungsniveau schaffen Chancen für digitale Geschäftsmodelle sowie die Erschließung neuer Märkte mit Medienprodukten. Burda wird die sich bietenden Chancen weiterhin konsequent nutzen und die wirtschaftliche Entwicklung des Teilkonzerns positiv fortführen. 6.2 RisikoberichtÜber die zu den einzelnen Geschäftsbereichen bereits geschilderten und als gering klassifizierten Risiken hinaus ist Hubert Burda Media weiteren Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Hubert Burda Media begegnet den verschiedenen Geschäftsrisiken durch ein effizientes und effektives Risikomanagementsystem, das sich an den Grundsätzen und dem Rahmenwerk des international anerkannten Risikomanagementstandards ISO 31000 ausrichtet. RisikomanagementAuch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das seit Jahren bestehende Verfahren zur Risikoerhebung und -bewertung weiter optimiert. Mögliche Risiken werden, einem einheitlichen Risikokatalog folgend, systematisch von der Unternehmensleitung identifiziert, analysiert und bewertet. Der Risikokatalog umfasst neben strategischen, operativen und finanziellen Risiken auch Compliance-Risikofelder. Auf dieser Basis ergreifen die jeweils verantwortlichen Geschäftsführer und leitenden Angestellten geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung. Der Risikomanagementprozess wird durch eine Standardsoftware effizient unterstützt. Zentrale und dezentrale Controlling-Funktionen sowie eine unabhängige interne Revision überwachen seine Wirksamkeit, um sicherzustellen, dass Risiken frühzeitig erkannt, korrekt beurteilt und kontinuierlich kontrolliert werden. Risikomanagement im Hinblick auf die FinanzberichterstattungDie Anforderungen an die Überwachung einer ordnungsgemäßen und verlässlichen Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sind hoch. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem sorgt dafür, dass alle Anforderungen erfüllt werden. Es ist so ausgestaltet, dass mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist, dass die Finanzberichterstattung zuverlässig ist und die Erstellung des Teilkonzernabschlusses in Übereinstimmung mit Gesetzen und Normen steht. Die Vollständigkeit der Finanzberichterstattung, das Prinzip der Funktionstrennung und die Einhaltung des Vieraugenprinzips im Rahmen der Abschlusserstellung stellen sicher, dass sämtliche Transaktionen zeitnah und termingerecht erfasst werden, um eine planmäßige Abschlusserstellung zu gewährleisten. Teilkonzerninterne Transaktionen werden vollständig erfasst, abgestimmt und eliminiert. Bilanzierungsrelevante und angabepflichtige Sachverhalte aus getroffenen Vereinbarungen werden identifiziert und korrekt im Abschluss abgebildet. Wesentlich dabei ist der Einsatz eines teilkonzerninternen Shared-Service-Centers. Es erstellt die handelsrechtlichen Abschlüsse der meisten konsolidierten deutschen Teilkonzerngesellschaften. Die Durchführung der Konsolidierungsarbeiten und der Konzernabschlusserstellung erfolgt auf Ebene der Konzernobergesellschaft. Die einheitliche Bilanzierung wird durch teilkonzernweite Vorgaben und Verfahren, angemessene Prüfungen der angelieferten Daten und den Einsatz von SAP-Software-Anwendungen sichergestellt. InvestitionsrisikenRisiken aus wesentlichen Investitionen, Projekten und Akquisitionen werden durch Investitionsprüfungen identifiziert, bewertet und durch interne Freigabekontrollen autorisiert. Größere Einzelinvestitionen werden im Rahmen einer Ausgabegenehmigungsrichtlinie beantragt und entschieden. Auftretende Risiken in Sach- und Finanzinvestitionen können zu Abwertungen führen, welche die Ertragssituation je nach Höhe der Investition unterschiedlich stark belasten würden. Beteiligungsrisiken ergeben sich vor allem aus der Gefahr einer erheblich verschlechterten Situation der betreffenden Unternehmen bis hin zur Insolvenz; sie werden durch ein angemessenes Beteiligungscontrolling überwacht. Wenngleich einzelne Abwertungen signifikante Auswirkungen auf das Teilkonzernergebnis haben könnten, so schätzt der Konzern - nicht zuletzt aufgrund einer geringen Einzeleintrittswahrscheinlichkeit - dieses Risiko insgesamt für das breit angelegte Portfolio als gering ein. Rohstoff-, Beschaffungs- und LieferantenrisikenFür die leistungswirtschaftlichen Prozesse werden in allen Teilkonzernbereichen Güter und Dienstleistungen auf verschiedenen Beschaffungsmärkten im In- und Ausland eingekauft. Der strategische Einkauf zur Versorgung der Verlage und Tiefdruck-Druckbetriebe mit den wichtigsten Rohstoffen Papier und Farbe erfolgt unter den Gesichtspunkten des Lieferanten-, Qualitäts- und- Risikomanagements. Dadurch wird sichergestellt, dass Marktveränderungen frühzeitig erkannt sowie darauf reagiert und damit die Versorgungssicherheit zu marktfähigen Preisen gewahrt werden kann. Resultierend aus der finanziell angespannten Lage der Papier- und Farbhersteller gibt es die nachfolgend beispielhaft aufgeführten Risiken:
Da dem Einkauf von Papier und Farbe das insgesamt höchste Einzelrisiko beigemessen wird, erfolgt der Einkauf dieser Güter bereits seit vielen Jahren zentral im Burda-Teilkonzern. Im Geschäftsjahr wurde damit begonnen, den Gedanken an Zentralisierung auch auf weitere Warengruppen auszudehnen, sodass die mit diesen Gütern oder Dienstleistungen verbundenen (geringen) Risiken weiter minimiert werden konnten. Die neuen Beschaffungsgrundsätze werden aktuell in einer entsprechenden Konzernrichtlinie dokumentiert. Finanz- und LiquiditätsrisikenWechselkurs- sowie Zinsänderungen und andere finanzielle Risiken werden laufend überwacht, effektiv gesteuert und teilweise durch Sicherungsgeschäfte reduziert. Eine Treasury-Richtlinie definiert die Handlungsoptionen für das Eingehen von Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken und zentralisiert die notwendigen Absicherungen. Zins- und Devisenabsicherungsgeschäfte werden nur eingegangen, wenn dadurch Änderungsrisiken bei entsprechenden Grundgeschäften minimiert werden können. Wechselkursrisiken werden regelmäßig auf der Grundlage eines teilkonzernweiten Reportings der für Burda bedeutsamen Währungen analysiert. Zwischen mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Einkaufs- und Verkaufstransaktionen in Fremdwährung als Grundgeschäften und Sicherungsgeschäften in Form von Devisenterminkontrakten werden so weit wie möglich - auch für die Bilanzierung relevante - Bewertungseinheiten gebildet. Die Absicherung erfolgt auf der Basis von Micro- und Portfolio-Hedges zum Ausgleich künftiger Zahlungsstromschwankungen, welche durch Wechselkursänderungen verursacht werden. Im Falle einer Absicherung werden derzeit ausschließlich Devisentermingeschäfte oder -optionsgeschäfte abgeschlossen. Bei zum Bilanzstichtag noch offenen Sicherungsgeschäften wird die Effektivität der Bewertungseinheiten mittels der kumulierten Dollar-Offset-Methode untersucht. Außerhalb bestehender Sicherungsbeziehungen werden unverändert signifikante Währungsänderungsrisiken derzeit aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Situation beim russischen Rubel, britischen Pfund sowie der indischen Rupie gesehen. Diese Währungen werden permanent analysiert und Sicherungsmöglichkeiten laufend überprüft. Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis sind jederzeit kalkulierbar. Falls ökonomisch sinnvoll, werden zur Herstellung von natürlichen Sicherungsbeziehungen auch Bankverbindlichkeiten in Fremdwährung aufgenommen. Auch die Zinsrisiken werden kontinuierlich zentral überwacht und, wo sinnvoll, durch Micro-Hedges gesichert. Ziel einer solchen Absicherung ist es, mögliche negative Zahlungsstromschwankungen aufgrund variabel verzinslicher Bankverbindlichkeiten zu vermeiden. Die Überprüfung der Effektivität erfolgt unter Anwendung der Critical-Term-Match-Methode unter Beachtung der Bonität des Hedge-Partners. Bei variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten, für die keine Sicherungsgeschäfte eingegangen wurden, gehen wir derzeit von keinem signifikanten Zinsänderungsrisiko aus. Mittels ausreichend hoher Kreditlinien und eines durchweg positiven Cashflows ist Hubert Burda Media stets mit ausreichend Liquidität versorgt. Das Finanz- und Liquiditätsrisiko wird somit als gering eingeschätzt. IT- und DatenschutzrisikenDatenverluste oder der Ausfall von IT-Systemen sowie Hackerangriffe bergen je nach Geschäftsmodell und dessen Abhängigkeit von IT-Systemen teilweise hohe Erlös- und Reputationsrisiken. Der Trend zur digitalen Transformation in allen Geschäftsbereichen, verbunden mit einer stetig wachsenden unternehmensübergreifenden Vernetzung sowie der Tatsache, dass immer gezieltere Angriffe auf die IT-Infrastruktur und Daten von Privatunternehmen durchgeführt werden, hat sich auch im vergangenen Jahr weiter fortgesetzt. Mithilfe eines Informations-Sicherheitsmanagementsystems (ISMS), das sich an dem international anerkannten Standard ISO 27001 ausrichtet, werden IT-Risiken kontinuierlich erhoben, bewertet und durch geeignete Maßnahmen gemindert bzw. vermieden. Durch die Sicherheitsorganisation werden Informationssicherheitsanforderungen in die jeweiligen Geschäftsprozesse integriert und deren Einhaltung mithilfe eines kontinuierlichen Monitorings kontrolliert und verbessert. Zur Vermeidung oder Minderung von IT-Risiken verfügt Hubert Burda Media über stetig weiterentwickelte Schutzmaßnahmen, welche unter anderem Vorkehrungen gegen Denial-of-Service-Attacken, Back-up- und Recovery-Verfahren sowie Maßnahmen zum Viren- und Zugangsschutz beinhalten. Gezielte Notfalltests verringern die Gefahren längerer Systemausfälle zusätzlich. Die Beachtung datenschutzrechtlicher Rahmenbedingungen ist für die Geschäftsaktivitäten von Hubert Burda Media höchst bedeutend. Deshalb wird der Schutz von Daten bereits bei der Konzeption neuer Verfahren (Privacy by design) berücksichtigt und durch unabhängige und kompetente Datenschutzbeauftragte intensiv überwacht. Aufgrund der oben dargestellten Maßnahmen schätzt der Teilkonzern sowohl die IT- als auch die Datenschutzrisiken insgesamt als gering ein - wenngleich unberechtigte Datenabflüsse oder längere Serverausfallzeiten signifikante Auswirkungen auf einzelne Geschäfte haben können. Strategische PersonalrisikenDie individuellen Fähigkeiten und fachlichen Kompetenzen von Mitarbeitern und Führungskräften sind ein entscheidender und kritischer Bestandteil der Weiterentwicklung des Unternehmens und des Unternehmenserfolgs. Dem potenziellen Risiko des Verlusts dieser Kompetenzen und Einsatzbereitschaft wird mit gezielten Maßnahmen des HR Managements begegnet. Dies erfolgt durch systematische Aus- und Weiterbildung in allen Bereichen, gezielter Förderung von Führungskräften sowie übergreifendem Talent-Management für Fach- und Führungskräfte. Die nachhaltige Einsatzbereitschaft und -fähigkeit wird durch ein umfassendes TAKE CARE-Programm unterstützt, das nicht nur der Gesundheitsförderung dient, sondern mit flexiblen Arbeitsbedingungen auf die demografisch bedingt sehr unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Mitarbeitergenerationen reagiert. Darüber hinaus stellt auch die erschwerte Situation bei der Rekrutierung von Nachwuchs- als auch potenziellen Führungskräften ein wachsendes Risiko dar. Infolge des demografischen Wandels und des zunehmenden Wettbewerbs auf dem Personalmarkt ist es immer schwieriger, qualifiziertes Personal rechtzeitig zu gewinnen. Insbesondere im Hinblick auf die steigende Digitalisierung der Geschäftsmodelle werden IT-Fachkräfte immer stärker nachgefragt. Eine zentrale Rolle bei der Rekrutierung von Mitarbeitern und somit bei der Risikosteuerung spielt das Employer Branding. Analog zur Transformation zu einen Tech- und Mediaunternehmen wurde damit begonnen, die Arbeitgeberattraktivität von den klassischen Geschäftsfeldern auch auf die innovativen digitalen Bereiche von Hubert Burda Media auszudehnen. Eine unternehmensweite Tech-Recruiting-Initiative erarbeitet aktuell weitere Lösungen, um auch zukünftig den Bedarf an qualifiziertem technologieaffinem Nachwuchs zu decken. Das Risiko in diesem Bereich wird insgesamt als gering eingestuft. Rechtliche RisikenZivil-, gesellschafts- und steuerrechtliche Risiken aus bestehenden Verträgen oder laufenden Verfahren werden, soweit geboten, durch die Bildung von Rückstellungen abgedeckt. Einschlägige Gerichtsentscheidungen und Gesetzesänderungen in Deutschland oder auf europäischer Ebene werden laufend analysiert, um daraus resultierende Risiken oder Beschränkungen für die Geschäftstätigkeit der Teilkonzerngesellschaften frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können. Im Rahmen des Compliance-Management-Systems werden die Risiken für die einzelnen Geschäftsbereiche analysiert und priorisiert mit dem Ziel, Compliance-Verstöße durch vorbeugende Aufklärung und verfahrensrechtliche Regelungen zu vermeiden. Dazu dienen zum einen Konzernrichtlinien für eine Vielzahl von Compliance-relevanten Themenfeldern, zum anderen regelmäßige Schulungen. Im Übrigen sieht das Compliance-Management-System klare Berichtswege vor für die Meldung, Aufklärung und Sanktionierung etwaiger Verstöße. Für Hubert Burda Media als Technologie- und Medienunternehmen haben im Übrigen der Markenschutz, der Schutz geistigen Eigentums und das Datenschutzrecht eine große Bedeutung, weshalb auch in diesen Bereichen alle relevanten Entwicklungen intensiv beobachtet und ausgewertet werden. Gesetzliche Änderungen in den oben aufgeführten Rechtsgebieten können signifikante Auswirkungen auf einzelne Geschäftsmodelle haben. Für den Teilkonzern insgesamt werden die Risiken in diesem Bereich jedoch als gering eingestuft. 6.3 PrognoseberichtDas vor allem von der Binnennachfrage getragene Wachstum in Deutschland wird sich nach Einschätzung der Bundesbank 2017 weiter fortsetzen. In ihrer Halbjahresprognose vom Dezember 2016 erwarten die Bundesbank-Ökonomen für 2017 ein reales Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent. Für 2018 erwarten sie einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,7 Prozent. Die anhaltende Konsumbereitschaft der Deutschen und die hohe Beschäftigungsquote schaffen weiterhin gute Voraussetzungen für die Geschäftstätigkeit Burdas in Deutschland, das allgemeine Konsumklima in Deutschland beeinflusst Burdas Absatzmärkte grundsätzlich positiv. Deutschlands gute wirtschaftliche Position in Europa kann aber durch die diversen Krisenszenarien (Bankenkrise, politische und kulturelle Konflikte, Flüchtlingskrise) gefährdet sein, wenn für sie keine nachhaltigen Lösungen gefunden werden. Der Brexit, die Anfang 2017 angetretene neue Administration in den USA, die anhaltende Flüchtlingsproblematik und das Aufleben populistischer Parteien in Deutschland wie in ganz Europa erzeugen, gemeinsam mit diversen Konfliktherden weltweit, Ungewissheit über die weitere gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Die dezentralen Strukturen von Hubert Burda Media, die permanent vorangetriebene Diversifikation in Bezug auf Produkte und Geschäftsmodelle sowie der damit verbundene Risikoausgleich schaffen die Voraussetzungen, dass Burda sich auch unter krisenhaften Bedingungen weiterhin gut behaupten wird. Sowohl die Vermögens- als auch die Finanzlage konnte über die vergangenen Jahre konsequent verbessert werden. Finanzielle Unabhängigkeit sowie die unternehmerische Freiheit, jederzeit attraktive Investitionsmöglichkeiten ergreifen zu können, bilden somit die Grundlage für die erfolgreiche Weiterentwicklung Burdas. Die gute strategische Position Burdas resultiert aus marktstarken medialen Plattformen, die auf stabilen und intensiven Beziehungen zu den Konsumenten basieren. Burda investiert fortwährend und in erheblichem Ausmaß in neue Unternehmen und eigene Innovationen. Der Teilkonzern ist weder wirtschaftlich noch strukturell von einem einzelnen Geschäft abhängig und unternehmerisch als dynamischer "Flottenverband" organisiert. Burda hat sich ein tiefes Verständnis digitaler Technologien erarbeitet und entwickelt dieses permanent weiter. Ebenfalls förderlich für die Unternehmensentwicklung wirkt sich der Zugang zu internationalen Netzwerken (z. B. DLD) aus. Das Consumer-Internet gewinnt weiterhin als Transaktions- und Werbekanal an Bedeutung, im Besonderen trifft das auf mobile Anwendungen zu. Die weltweit rasant ansteigende Nutzung mobiler Endgeräte bewirkt, dass rein desktopbasierte Angebote zunehmend von mobilen Angeboten bedrängt werden. Diverse digitale Marken Burdas verfolgen daher eine "Mobile First"-Strategie. Für 2017 wird weiterhin von einer steigenden Nutzung dieser Angebote durch die Konsumenten ausgegangen. Hohe Reichweiten und loyale Nutzer ermöglichen Burda den An- und Ausbau neuer Geschäftsmodelle, z. B. auf Basis von Transaktionen oder Provisionen. Auch die zunehmende Fokussierung auf native Werbeformate sowie Videovermarktung schaffen eine gute Chance, die weiter sinkenden Preise von reichweitenbasierter Display-Werbung zu kompensieren. Insbesondere werden von den Digitalgesellschaften BurdaForward, XING und BurdaDirect stark wachsende Umsatzbeiträge erwartet. In die Commerce-Unternehmen Cyberport und computeruniverse investiert Burda weiterhin stark, um sie wettbewerbsfähig gegen mächtige Player wie Amazon zu machen. Die HolidayCheck Group fokussiert sich auf die Wünsche der Reisenden mit dem Ziel, für sie das bestmögliche Reiseerlebnis zu schaffen. Auf der technologischen und der Produktseite zeigt das Unternehmen ein hohes Innovationstempo, was erwarten lässt, dass das Unternehmen auch kommerziell wieder erfolgreich sein wird. Burda wird auch 2017 verstärkt in internationale Unternehmen investieren. Gegenüber den Beteiligungsunternehmen versteht sich Burda als verlässlicher, langfristiger Partner, der mit seinen Markt- und Technologiekenntnissen das Wachstum der Partnerunternehmen beschleunigen will. Auch im Geschäftsbereich Medienmarken National geht Burda trotz großer struktureller Herausforderungen für 2017 von einem leichten Umsatzwachstum aus. Grundlage hierfür sind die Strahlkraft und Glaubwürdigkeit der Marken, auf deren Basis neue Produkte und Geschäftsmodelle entwickelt werden. Den Rückgang der klassischen Werbung in Print und Online wird Burda u. a. über das Wachstumsfeld Content-Marketing kompensieren. Die Agentur C3 ist hier sehr gut positioniert und strebt ein zügiges internationales Wachstum an mit dem Ziel, nicht nur europäischer Marktführer, sondern ein Global Player zu werden. Weiteres Wachstum wird sich auch 2017 vorwiegend aus den unmittelbaren Geschäften mit Konsumenten speisen, der Geschäftsbereich befreit sich sukzessive aus der Abhängigkeit vom Werbegeschäft ("Display"). Der Erfolg durch die über mehrere Jahre vollzogene Transformation hat bewiesen, dass das Verlagsgeschäft nachhaltig, profitabel und wachstumsorientiert zu führen ist. Expansionschancen wird Burda daher tatkräftig nutzen, weiterhin an neuen Erlösmodellen arbeiten und die Stärke seiner Marken dafür nutzen. Im internationalen Geschäftsfeld findet Burda 2017 zurück zu alter Stärke und wird hier seine Umsätze signifikant ausbauen. Die anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Krisen in Russland, der Ukraine und der Türkei sorgen in diesen Ländern zwar weiterhin für schwache Umsätze. Der Geschäftsbereich Medienmarken International wird von dieser Entwicklung in seinen früheren ausländischen Kernmärkten, an deren Stelle nun Großbritannien getreten ist, weiterhin getroffen sein. Im Jahr 2017 wird jedoch Wachstum auch in den geschwächten Landesgesellschaften angestrebt. Portfoliobereinigungen und stringente Kostensenkungsprogramme in allen Ländergesellschaften schufen 2016 hierfür gute Voraussetzungen. Weiteres Wachstum und ein signifikanter Umsatzbeitrag im Auslandsgeschäft wird von der Neuakquisition Immediate Media Anfang 2017 in Großbritannien erwartet. Der Bereich Druck wird seine Stellung im europäischen Markt weiterhin durch konsequentes Kosten- und Qualitätsmanagement behaupten. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass die langjährige Konsolidierung der Branche sich langsam ihrem Ende nähert. BurdaDruck geht gestärkt aus dieser Marktbereinigung hervor. Auf Teilkonzernebene erwartet Burda für das Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlöse deutlich über dem Niveau von 2016. Das Erlöswachstum der Bereiche Medienmarken National sowie Digitalmarken National wird ergänzt durch das neu erworbene und dem Bereich Medienmarken International angehörende Mediengeschäft in Großbritannien. Für den Bereich Druck werden Umsatzerlöse auf dem Niveau von 2016 erwartet. Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet der Teilkonzern mit einem gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 moderat rückläufigen Ergebnis vor Steuern - bei einer deutlichen Ergebnisverbesserung im Bereich Medienmarken International. Bereinigt um planmäßige Abschreibungen aus Akquisitionsvorgängen ist hingegen von einem deutlichen Anstieg des Konzernergebnisses vor Steuern auszugehen. Burda arbeitet weiter konsequent an der digitalen Transformation und erwartet auch für 2017 ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die Architektur des Unternehmens schafft dafür gute Voraussetzungen, weil Burda eine gute Balance im Ausgleich der Märkte, Risiken und Geschäftsmodelle geschaffen hat. Das Unternehmen betreibt stabile und ausgewogene cashflowstarke Geschäfte, aus denen sich die Kraft für weitere Innovationen und Investitionen speist. 7. Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg (ergänzende Informationen)Grundlagen des UnternehmensDie Burda GmbH ist die Obergesellschaft einer Gruppe von Medien- und Technologieunternehmen, die sich zum Ziel gesetzt haben, durch hohe Innovationsbereitschaft neue Märkte und Konsumenten zu gewinnen und gleichzeitig bestehende Konsumentenbeziehungen auszubauen. Sie steuert die unternehmerischen Aktivitäten des Burda Teilkonzerns während die Elemente des operativen Geschäfts in den Tochtergesellschaften angesiedelt sind. Die wirtschaftliche Entwicklung der Burda GmbH ist daher in großem Maße von der zuvor beschriebenen Entwicklung der Gruppe abhängig. Sie hält dabei Anteile an Gesellschaften, die in den Geschäftsbereichen Digitalmarken National, Medienmarken National, Medienmarken International und Druck operativ tätig sind. Daneben ist sie Generalmieter für angemietete Büroflächen und Grundstücke, die sie anschließend an ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften untervermietet. Sie ist Cash-Pool-Führerin des Cash-Pools der Hubert Burda Media-Gruppe und erbringt Finanzierungsleistungen an ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Dies sind auch die wesentlichen Ertragsquellen der Gesellschaft. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageZur Unternehmensteuerung wird das Finanzergebnis sowie die Erlöse aus der Vermietung herangezogen. Das Finanzergebnis ist überwiegend geprägt vom wirtschaftlichen Erfolg der Tochtergesellschaften. Die Gesellschaft weist im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum solide Verhältnisse auf. Die Bilanzsumme lag mit 1.437,0 Millionen Euro um 1,3 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 1.435,7 Millionen Euro. Der Anteil des Anlagevermögens betrug 89,3 Prozent (Vorjahr: 79,3 Prozent) der Bilanzsumme. Die Zugänge ins Anlagevermögen betrugen gemäß Anlagenspiegel 220,1 Millionen Euro (Vorjahr: 331,3 Millionen Euro). Davon entfiel der überwiegende Teil auf Investitionen in das Beteiligungsportfolio der Burda Principal Investments sowie auf Wertpapiere des Anlagevermögens. Das Umlaufvermögen verringerte sich um 143,7 Millionen Euro auf 151,7 Millionen Euro. Die Veränderung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 191,6 Millionen Euro auf 66,4 Millionen Euro. Der Rückgang resultiert überwiegend aus der Rückführung von Cash-Pool Linien der Tochtergesellschaften. Bei kumulierter Betrachtung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ergab sich ein Gesamtsaldo zu Lasten der Gesellschaft von 193,9 Millionen Euro gegenüber 135,7 Millionen Euro im Vorjahr. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf höhere Verlustübernahmen von Tochtergesellschaften zurückzuführen, bei denen wiederum höhere - nicht zahlungswirksame - Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen vorzunehmen waren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich, resultierend aus der Inanspruchnahme von kurz- und mittelfristigen Kreditlinien, gegenüber dem Vorjahr um 74,1 Millionen Euro auf 201,5 Millionen Euro. Die Darlehensverbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt. Die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien lag zum Bilanzstichtag erneut unter 50 Prozent. Die per 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten sowie die weiteren Finanzverbindlichkeiten werden marktüblich verzinst. Der Anteil mit Restlaufzeiten von mehr als 5 Jahren lag bei diesen beiden Positionen zum Stichtag bei nahezu 50 Prozent. Die Finanzierungsstruktur bietet der Gesellschaft genügend Flexibilität für eine weitere positive Entwicklung. Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultiert überwiegend aus der Verschmelzung der Burda News Druck GmbH, Darmstadt zum 1.1.2016. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um 14,6 Millionen Euro auf 52,5 Millionen Euro. Die Veränderung resultiert aus einer geringeren Steuerverbindlichkeit zum Jahresende. Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten zuzüglich weiterer Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und abzüglich der sonstigen Wertpapiere) betrug 180,9 Millionen Euro und lag damit um 95,7 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Mit Beschluss vom 20. Dezember 2016 beschloss die Gesellschafterin eine Ausschüttung von 26,0 Millionen Euro aus dem Bilanzgewinn. Die Auszahlung erfolgte am 28. Dezember 2016. In Folge des positiven Jahresergebnisses sowie der Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn verminderte sich das Eigenkapital um 5,6 Millionen Euro auf 723,4 Millionen Euro, was bei einer um 0,1 Prozent höheren Bilanzsumme zu einer geringfügigen Reduzierung der Eigenkapitalquote von 50,8 Prozent auf 50,3 Prozent führte. Das langfristige Kapital, bestehend aus Eigenkapital, langfristigen Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten, betrug 1.016,3 Millionen Euro (Vorjahr: 1.007,1 Millionen Euro) und erreichte damit 70,7 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr: 70,1 Prozent). Das Anlagevermögen beläuft sich auf 1.282,8 Millionen Euro und ist im Geschäftsjahr zu 86,6 Prozent (Vorjahr: 92,4 Prozent) durch mittel- und langfristiges Kapital gedeckt, was die solide Finanzierungsstruktur der Gesellschaft verdeutlicht. Sowohl das betriebliche als auch das Finanzergebnis der Gesellschaft werden maßgeblich durch die Beziehungen zu den Tochtergesellschaften geprägt. Die Erlöse aus Vermietung werden maßgeblich durch die Beziehungen zu den Tochtergesellschaften geprägt und haben sich von 24,5 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr - entgegen den Erwartungen - leicht um 1,3 Millionen Euro erhöht. Das betriebliche Ergebnis lag dabei mit 12,6 Millionen Euro um 23,0 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau. Das Rohergebnis stieg leicht um 1,0 Millionen Euro von 55,3 Millionen Euro auf 56,3 Millionen Euro. Darin enthalten ist ein Ertrag in Höhe von 28,5 Millionen Euro resultierend aus einer konzerninternen Umstrukturierung. Die betrieblichen Aufwendungen, bestehend aus Personalaufwand, Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen, verringerten sich um 22,1 Millionen Euro auf 43,7 Millionen Euro. Die Personalaufwendungen verringerten sich um 14,8 Millionen Euro von 19,4 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro. Ausschlaggebend hierfür sind sinkende Aufwendungen für Altersvorsorge. Der Rückgang ist damit zu begründen, dass beim Ansatz von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen anstatt dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren nun der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren anzuwenden ist. Ferner ist der Rückgang der Personalaufwendungen auch dadurch zu begründen, dass die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgrund Verlagerung in andere Konzerngesellschaften zum Stichtag mit 64 unter der Vorjahreszahl (93) lag. Der Anteil der Personalaufwendungen an den betrieblichen Aufwendungen hat sich gegenüber dem Vorjahr von 29,5 Prozent auf 10,5 Prozent vermindert. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 44,0 Millionen Euro im Vorjahr um 7,2 Millionen Euro resultiert aus dem Übergang einzelner Funktionen in andere Konzerngesellschaften und der damit einhergehenden geringeren Belastung durch Umlagen von Konzerngesellschaften. Ferner kam es dadurch auch zu geringeren externen Verwaltungs- und Beratungskosten. Das Finanzergebnis verminderte sich, anders als im Vorjahr prognostiziert, um 23,9 Millionen Euro von 31,8 Millionen Euro auf 7,9 Millionen Euro. Grund hierfür ist der Rückgang der Erträge aus Gewinnabführungsverträgen um 54,7 Millionen Euro sowie eine Erhöhung der Aufwendungen aus Verlustübernahme um 41,1 Millionen Euro. Bei diesen Gesellschaften wiederum ist der Ergebnisrückgang auf höhere Abschreibungen auf Finanzanlagen zurückzuführen. Im Gegenzug kam es jedoch bei der Gesellschaft selbst zu einem Rückgang der Abschreibungen auf Finanzanlagen um 79,3 Millionen Euro. Die Zinsaufwendungen und -erträge sind gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verminderte sich um 4,8 Millionen Euro auf 0,3 Millionen Euro, was auf geringere Steuern für das Geschäftsjahr sowie Steuererstattungen früherer Perioden zurückzuführen ist. Im Ergebnis erhöhte sich der Jahresüberschuss um 4,3 Millionen Euro von 16,1 Millionen Euro auf 20,4 Millionen Euro. Die Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Sicht der Geschäftsführung unter Berücksichtigung der beschriebenen Faktoren zufriedenstellend entwickelt und zeigt solide bilanzielle Verhältnisse. Chancen- und RisikoberichtAufgrund der Tatsache, dass die Entwicklung der Burda GmbH stark an die Entwicklung des Teilkonzerns geknüpft ist, gelten die oben beschriebenen Grundzüge des Risikomanagementsystems, einschließlich der beschriebenen Risiken und Chancen, sowohl für den Teilkonzern als auch für die Burda GmbH. Aus Sicht des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens bestehen die unter Berücksichtigung der Funktionen als Holding und Cash-Pool-Führerin typischen Chancen und Risiken aus einer möglichen Verbesserung bzw. Verschlechterung der Ertragskraft der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, die teilweise über Ergebnisabführungsverträge verbunden sind. Dies stellt für den Einzelabschluss das höchste Einzelrisiko dar, das - trotz möglicher signifikanter Auswirkungen von Abwertungen oder sinkender Ertragskräfte einzelner Geschäftsbereiche - aufgrund einer geringen Einzeleintrittswahrscheinlichkeit insgesamt für das breit angelegte Portfolio als gering bis moderat eingeschätzt wird. Beteiligungsrisiken werden durch ein angemessenes Beteiligungscontrolling überwacht. Dies schließt auch Investitionsprüfungen für wesentliche Investitionen und Akquisitionen mit ein, in deren Rahmen die Risiken evaluiert werden und Investitionen durch interne Freigabekontrollen autorisiert werden. Das Risiko aus Untervermietung von Immobilien an Tochter- und Beteiligungsunternehmen wird als gering eingestuft. PrognoseberichtFür das kommende Jahr 2017 geht die Gesellschaft von leicht sinkenden Vermietungserlösen aus. Aus den Geschäftsbereichen, in die sich die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften einordnen, erwartet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2017, insbesondere aufgrund geringerer Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen, eine deutliche Ergebnisverbesserung. Somit ist auch davon auszugehen, dass das Finanzergebnis der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 deutlich über dem Niveau von 2016 liegen wird. Teilkonzern-Bilanz zum 31. Dezember 2016AKTIVA
Die Nummern in Klammern weisen auf die Angaben im Anhang hin. Teilkonzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Die Nummern in Klammern weisen auf die Angaben im Anhang hin. Teilkonzern-Anhang 2016(1) Allgemeine AngabenDie Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (künftig: Burda GmbH) hat ihren Sitz in Offenburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg i. Br. (Reg.Nr. HRB 470356). Die Erstellung des Teilkonzern-Abschlusses zum 31. Dezember 2016 erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG). Aus der erstmaligen Anwendung des BilRUG ergeben sich Auswirkungen auf den Ausweis in und die Darstellung der Teilkonzern- Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Anhangsangaben. Eine Vergleichbarkeit der Teilkonzern- Gewinn- und Verlustrechnung mit den Vorjahreszahlen ist daher nur eingeschränkt gegeben. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung des Teilkonzerns erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. (2) KonsolidierungskreisAnzahl der konsolidierten Unternehmen:
Bei den voll konsolidierten Unternehmen werden für 52 Unternehmen nicht beherrschende Anteile ausgewiesen (2015: 51). 27 Unternehmen mit geringem Geschäftsvolumen bzw. ohne Geschäftstätigkeit wurden nicht konsolidiert bzw. nicht als assoziiertes Unternehmen im Sinne des § 311 HGB bilanziert, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, deren Anteile lediglich zum Zwecke der Weiterveräußerung gehalten werden oder bei denen kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (2015: 20). Die anteilsmäßige Konsolidierung nach § 310 HGB kommt zur Anwendung bei Gesellschaften, bei denen eine gemeinschaftliche Führung mit in der Regel nur einem konzernfremden Partner vorliegt. Die einbezogenen Unternehmen sind in einer Anlage zum Anhang nach § 313 Abs. 2 HGB aufgeführt. Bei den Gesellschaften ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt BURDA Medien Park KG, Düsseldorf, sowie ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt BURDA Offenburg KG, Düsseldorf, erfolgt die Konzerneinbeziehung aufgrund von § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die folgenden Unternehmen wurden im Berichtsjahr erstmalig in den Teilkonzernabschluss einbezogen:
1) mittelbare Beteiligung der XING AG
(3) KonsolidierungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich zum Stichtag des Teilkonzern-Abschlusses 31. Dezember 2016 erstellt. Bei drei Unternehmen wurden zum Zweck der Konzerneinbeziehung Zwischenabschlüsse zum 31. Dezember 2016 erstellt. Der Einbeziehung der assoziierten Unternehmen wurden die Abschlüsse dieser Unternehmen zum 31. Dezember 2016 zugrunde gelegt. Die ergänzenden Regelungen der Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) kamen grundsätzlich zur Anwendung. Die Kapitalkonsolidierung der im Rahmen der Vollkonsolidierung sowie der anteilsmäßigen Konsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen wurde für Erwerbe bis zum Ende des Geschäftsjahres 2009 nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. durchgeführt. Dabei wurden die Buchwerte der Beteiligungen dem konsolidierungspflichtigen Kapital zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile oder der erstmaligen Einbeziehung in den Teilkonzern-Abschluss gegenübergestellt. Für Erwerbe seit dem Beginn des Geschäftsjahres 2010 findet die Neubewertungsmethode nach § 301 Abs. 1 HGB Anwendung. Hierbei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an dem betreffenden Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet, das dem Zeitwert der in den Teilkonzern-Abschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Rückstellungen werden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 sowie Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB bewertet. Die Verrechnung erfolgt dabei auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt, zu dem das betreffende Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei zum Bilanzstichtag zugegangenen Tochterunternehmen erfolgte gemäß DRS 4 Tz. 10a lediglich eine vorläufige Erstkonsolidierung, d.h. das Reinvermögen dieser Tochterunternehmen wurde zunächst noch zu Buchwerten angesetzt. Eine finale Zeitwertermittlung wird gemäß DRS 4 Tz. 10a im Geschäftsjahr 2017 vorgenommen. Aus der Kapitalkonsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Erwerben bis zum Ende des Geschäftsjahres 2009 resultierten, wurden aktiviert und mit dem Eigenkapital verrechnet. Diese Behandlung wurde für die betreffenden Geschäfts- oder Firmenwerte beibehalten und in Geschäftsjahren, die nach dem 31. Dezember 2009 beginnen, fortgesetzt. Im Geschäftsjahr 2016 wurden 13.012 Tausend Euro aus diesem Altbestand neu verrechnet (2015: 20.694 Tausend Euro). Geschäfts- oder Firmenwerte aus Erwerben ab dem 1. Januar 2010 werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer ergebniswirksam abgeschrieben. Die Erfassung der assoziierten Unternehmen erfolgte für Erwerbe bis zum Ende des Geschäftsjahres 2009 im Wege der Kapitalanteilsmethode nach § 312 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HGB a.F. unter Durchführung der Kapitalkonsolidierung zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die sich hieraus in der Vergangenheit ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte wurden fortgeführt und im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 1.196 Tausend Euro mit dem Eigenkapital verrechnet (2015: 1.196 Tausend Euro). Ab dem Geschäftsjahr 2010 wurden die Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen in der Teilkonzern-Bilanz mit dem Buchwert angesetzt. Der Buchwert sowie ein etwaiger Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital werden zu demjenigen Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Der Unterschiedsbetrag dieser Neuzugänge wird dabei nach § 312 Abs. 2 HGB errechnet, fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Die sich aus den Vorjahren ergebenden und im gleichlautenden Bilanzposten ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden bereits im Geschäftsjahr 2010 auf den Beteiligungsbuchwert der betreffenden assoziierten Unternehmen umgebucht. Die Abschreibungen auf Firmenwerte assoziierter Unternehmen werden in der Teilkonzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Ergebnis aus assoziierten Unternehmen" ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen betrug zum Bilanzstichtag 58.738 Tausend Euro; der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert belief sich auf 36.755 Tausend Euro. Den Geschäfts- oder Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich Nutzungsdauern zwischen 5 und 15 Jahren beigelegt. Nutzungsdauern oberhalb von fünf Jahren ergeben sich aus dem Geschäftsmodell oder der Mitarbeiterfluktuation des betreffenden Unternehmens. Handelt es sich dabei um ein dem Abonnement-Geschäft ähnlichem Geschäftsmodell, so stützt sich der Teilkonzern auf - auch für die Zukunft erwartete - Erfahrungswerte aus der Entwicklung bzw. Bestandsdauer vergleichbarer Kundenstämme aus dem Verlagsgeschäft. Analog gilt dies für vertriebsorientierte Geschäftsmodelle, da auch hier Erfahrungen (z.B. aus vergleichbaren Produktlebenszyklen) vorliegen, die eine entsprechend lange Nutzungsdauer rechtfertigen. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird auf der Passivseite der Bilanz als separater Bilanzposten nach dem Eigenkapital gezeigt. Seine Auflösung erfolgt nach § 309 Abs. 2 HGB. Zum Bilanzstichtag lagen keine passiven Unterschiedsbeträge vor. Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten, zwischen den in den Teilkonzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten werden konsolidiert. Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. (4) WährungsumrechnungForderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten, die auf Währungen von Ländern außerhalb der Europäischen Währungsunion lauten, sind zu den an den Entstehungstagen geltenden Kursen oder den höheren bzw. niedrigeren Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgte die Bewertung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs vom Bilanzstichtag. Für die konsolidierten Gesellschaften außerhalb der europäischen Währungsunion erfolgte die Umrechnung des Eigenkapitals mit den fortgeschriebenen historischen Wechselkursen. Die übrigen Bilanzposten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Sich hieraus ergebende Umrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. (5) Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG wurden beachtet. Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips und entsprechend den beim Mutterunternehmen angewandten Methoden bewertet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände - mit Ausnahme von Abobeständen, deren Abschreibung sich am tatsächlichen Verbrauch bemisst - wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit notwendig wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Für die Verrechnung bzw. Abschreibung von Geschäfts- oder Firmenwerten wurde die dem Geschäftsmodell des betreffenden Unternehmens entsprechende voraussichtliche Nutzungsdauer von bis zu 15 Jahren zugrunde gelegt. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige und, falls erforderlich, um außerplanmäßige Abschreibungen. In die Herstellungskosten wurden neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Bewegliche abnutzbare Anlagegüter wurden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear oder, bei vor dem 1. Januar 2010 zugegangenen Anlagegütern, aus steuerlichen Gründen degressiv abgeschrieben. In diesen Altfällen erfolgt ein Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führt. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Teilkonzernanlagespiegel als Abgang behandelt, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 410,00 Euro nicht überstiegen (geringwertige Anlagegüter). Lagen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten darüber, wurden die betreffenden Gegenstände aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. Verzinsliche Ausleihungen wurden mit ihren Nennwerten bewertet. Unter- und unverzinsliche Darlehen wurden entsprechend den Restlaufzeiten abgezinst, soweit die Zinslosigkeit nicht durch immanente Vorteile kompensiert wird. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren wurden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Niedrigere Wiederbeschaffungskosten bzw. Marktpreise am Bilanzstichtag kamen bei der Bewertung zur Anwendung. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Wert aktiviert. In die Herstellungskosten wurden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen einbezogen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten angesetzt. Sie wurden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine angemessene Pauschalabwertung vorgenommen. Bei un- oder unterverzinslichen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt der Ansatz mit dem Barwert. Dies trifft auch auf die unter den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 Abs. 5 KStG zu. Vorsteuerbeträge für Verbindlichkeiten aus empfangenen Leistungen, für die zum Bilanzstichtag noch keine Rechnungen vorliegen, werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Sonstige Forderungen aus Ansprüchen auf Erstattung von Steuern vom Einkommen und Ertrag, die sich aus der Abrechnung von höheren Vorauszahlungen mit tatsächlich entstandenen niedrigeren Steuerschulden ergeben, werden bereits in dem Geschäftsjahr aktiviert, dem sie wirtschaftlich zuzuordnen sind. Der Ansatz erfolgt mit dem Nennwert. Sonstige Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag bilanziert. Abgänge erfolgen zu durchschnittlichen Konzern-Restbuchwerten. Liquide Mittel wurden zu Nennwerten ausgewiesen. Wurden in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen vorgenommen oder Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens mit einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Dies gilt nicht für eine etwaige in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abwertung eines Geschäfts- oder Firmenwerts. Rückstellungen für Pensionen, für Altersteilzeit, für Jubiläen und für Leistungen im Todesfall werden zum 31. Oktober des Geschäftsjahres inventarisiert. Diese Rückstellungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Heranziehung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) unter Zugrundelegung der folgenden grundsätzlichen, zum 31. Oktober 2016 bestehenden, Annahmen ermittelt:
Für die Bewertung der Pensionsrückstellung wird grundsätzlich der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Im Vorjahr war der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre zu verwenden. Für den 31. Dezember 2016 wurde am 31. Oktober 2016 ein Zinssatz in Höhe von 4,01 Prozent per annum prognostiziert und der Bewertung zugrunde gelegt. Zinsänderungseffekte werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. In Fällen deutlich kürzerer oder deutlich längerer Restlaufzeiten als 15 Jahre wurden die tatsächlichen Restlaufzeiten und der entsprechende prognostizierte Zinssatz angesetzt. Da der deutlich überwiegende Teil der Pensionsverpflichtungen auf einer für Neueintritte ab September 1993 geschlossenen Versorgungsordnung beruht und die pensionsberechtigten noch aktiven Mitarbeiter zum Bilanzstichtag daher bereits eine lange Betriebszugehörigkeit aufweisen, wurde eine betriebsindividuelle Fluktuation wegen ihrer unwesentlichen Auswirkungen nicht einberechnet. Bei den Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und für Leistungen im Todesfall wurde in den ersten zehn Dienstjahren eine durchschnittliche jährliche Fluktuation von drei Prozent per annum unterstellt. Eine betriebsindividuelle Fluktuation wurde wegen unwesentlicher Auswirkungen ab dem elften Dienstjahr nicht mehr berücksichtigt. Im Rahmen des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) hat sich die Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen geändert. Der sich durch die geänderte Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Unterschiedsbetrag wird über 15 Jahre verteilt zugeführt. Der noch nicht verteilte Betrag im Sinne von Artikel 67 Abs. 2 EGHGB beträgt zum Bilanzstichtag 22.337 Tausend Euro. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren beträgt 15.735 Tausend Euro. Rückdeckungsversicherungswerte, die ansonsten unter den sonstigen Vermögensgegenständen auszuweisen gewesen wären, wurden mit den Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 3.708 Tausend Euro verrechnet, zu deren Abdeckung die betreffenden Versicherungen abgeschlossen worden sind. Diese Werte entsprechen sowohl dem beizulegenden Zeitwert als auch den fortgeführten Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände sowie dem Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden. Die Rückdeckungsversicherungswerte wurden von dem jeweiligen Versicherungsunternehmen bestätigt. Ihre Bewertung erfolgte mit dem Betrag, der von dem Versicherungsunternehmen aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet wurde, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufwert. Zur Absicherung der aus den Rückstellungen für Altersteilzeit resultierenden Verpflichtungen wurden von den Arbeitgeberunternehmen Bankbürgschaften zugunsten der Berechtigten gestellt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen enthalten entsprechend dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip alle dem Grunde nach zum Zeitpunkt der Aufstellung des Teilkonzernabschlusses erkennbaren Verpflichtungen und Risiken. Sie werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird. Der Ansatz der Verbindlichkeiten entspricht den Erfüllungsbeträgen. Sofern zur Sicherung der Devisenkurse Sicherungsgeschäfte vorgenommen werden, kommen grundsätzlich die Absicherungskurse bei der Bewertung der betreffenden Forderungen und Verbindlichkeiten zum Ansatz. Für etwaige Verlustüberhänge aus Kurssicherungsgeschäften werden Drohverlustrückstellungen gebildet. Soweit Bewertungseinheiten gebildet werden, werden diese unter Anwendung der Einfrierungsmethode bilanziert. (6) Teilkonzern-AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Teilkonzern-Anlagevermögens ist in einem Teilkonzern-Anlagespiegel dargestellt. Dieser wird dem Teilkonzern-Anhang als Anlage beigefügt. Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren im Wesentlichen aus Kapitalerstkonsolidierungen. Folglich sind auch die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr auf Erstkonsolidierungen des Geschäftsjahres (siehe Tz. 2) sowie auf plan- und außerplanmäßige Abschreibungen zurückzuführen. In der Position Beteiligungen sind zur Weiterveräußerung bestimmte Anteile an voll konsolidierten Tochterunternehmen mit 155 Tausend Euro enthalten. (7) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeVon den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 37 Tausend Euro (2015: 0 Tausend Euro) und von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 10.907 Tausend Euro (2015: 6.045 Tausend Euro) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises wären die Forderungen gegen verbundene Unternehmen nahezu vollständig unter den sonstigen Vermögensgegenständen auszuweisen. Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen 41.934 Tausend Euro Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 4.694 Tausend Euro sonstige Vermögensgegenstände. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 Abs. 5 KStG mit 1.243 Tausend Euro. Ferner enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von 3.074 Tausend Euro, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden sind. (8) Aktive RechnungsabgrenzungspostenDie auf der Aktivseite der Teilkonzern-Bilanz ausgewiesenen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten ein Disagio im Sinne von § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von 40 Tausend Euro (2015: 54 Tausend Euro). (9) Angaben zum Teilkonzern-EigenkapitalspiegelWegen der Zusammensetzung und Entwicklung des Teilkonzern-Eigenkapitals wird auf den Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel gemäß § 297 Abs. 1 HGB verwiesen. Der Teilkonzern-Gewinnvortrag beträgt 281.796 Tausend Euro (2015: 299.016 Tausend Euro). Die Teilkonzernrücklagen in Höhe von 327.299 Tausend Euro (2015: 329.427 Tausend Euro) beinhalten gesetzliche Rücklagen bzw. satzungsmäßige Rücklagen bei Tochterunternehmen in Höhe von 3.286 Tausend Euro bzw. 16 Tausend Euro (2015: 3.234 Tausend Euro bzw. 16 Tausend Euro). Die verbleibenden Beträge im Geschäftsjahr und Vorjahr bestehen aus anderen Gewinnrücklagen sowie dem Teilkonzernbilanzgewinn. Unter den nicht beherrschenden Anteilen wurden sowohl positive als auch negative Anteile am Teilkonzern-Eigenkapital von Tochtergesellschaften saldiert. Die negativen Kapitalanteile belaufen sich auf 3.021 Tausend Euro. Der Anteil aufwandswirksam berücksichtigter nicht beherrschender Anteile am Teilkonzern-Ergebnis beträgt 19.405 Tausend Euro. (10) SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen im Jahr 2017 abzuführende Beträge sowie Beträge für Risiken aus steuerlichen Prüfungen. (11) Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für ausstehende Rechnungen, Urlaubsansprüche, sonstige Personalaufwendungen, Remittenden, Rabatt- und Bonusgutschriften, Prozessrisiken und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. (12) Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 25.510 Tausend Euro durch Grundpfandrechte sowie 4.328 Tausend Euro durch Sicherungsübereignung von Maschinen gesichert. Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises wären die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nahezu vollständig unter den sonstigen Verbindlichkeiten auszuweisen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin von 3.824 Tausend Euro (2015: 5.251 Tausend Euro); diese haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wären - vorbehaltlich des gesonderten Ausweises - ebenfalls nahezu vollständig unter den sonstigen Verbindlichkeiten auszuweisen gewesen. (13) Latente SteuernAus § 274 HGB resultierende passive latente Steuern ergeben sich überwiegend aus niedrigeren steuerlichen Wertansätzen im Sach- und Finanzanlagevermögen. Diese wurden verrechnet mit aktiven latenten Steuern, die sich größtenteils aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen ergeben. Des Weiteren wurden aktive latente Steuern aus solchen Verlustvorträgen in die Verrechnung einbezogen, deren Nutzung innerhalb der nächsten fünf Jahre wahrscheinlich ist. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB nicht aktiviert. Die ausgewiesenen latenten Steuern resultieren somit vollumfänglich aus der Anwendung des § 306 HGB. Dem bilanzierten Betrag liegen Differenzen aus der Zwischengewinneliminierung, der Schuldenkonsolidierung sowie aus der Aufdeckung von stillen Reserven und Lasten im Rahmen der Kapitalkonsolidierung zugrunde. Der Berechnung der latenten Steuern auf Vorgänge der Kapitalkonsolidierung wird ab dem Geschäftsjahr der Gesamtsteuersatz zugrunde gelegt. Die Entwicklung der saldierten latenten Steuern wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Bei der Bewertung kamen grundsätzlich die Steuersätze der jeweiligen Konzerneinheiten zur Anwendung, diese lagen zwischen rund 10,0 und 34,1 Prozent. (14) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr 2016 entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst und gliedern sich wie folgt.
Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nur eingeschränkt vergleichbar. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 2.046.743 Tausend Euro ergeben. (15) Sonstige betriebliche ErträgeEnthalten sind periodenfremde Erträge mit 36.223 Tausend Euro. Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattungen und Dienstleistungen für Vorjahre, Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen und der Auflösung von Rückstellungen. Ebenfalls enthalten sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3.158 Tausend Euro (2015: 1.360 Tausend Euro). (16) MaterialaufwandHätte man die Neudefinition der Umsatzerlöse gemäß § 277 Abs. 1 HGB aufgrund BilRUG bereits im Vorjahresabschluss angewandt, so hätten sich - bedingt durch den oben beschriebenen Anstieg der Umsatzerlöse - die diesen Umsätzen zuzuordnenden Materialaufwendungen des Vorjahres erhöht. Analog hätte sich der Vorjahresbetrag der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in diesem Umfang vermindert. (17) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für UnterstützungDie Position enthält Aufwendungen für Altersversorgung von 6.193 Tausend Euro (2015: 18.289 Tausend Euro). Der Zinsanteil aus der Zuführung zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist im Finanzergebnis ausgewiesen. (18) Abschreibungen auf das AnlagevermögenIm Geschäftsjahr wurden auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie auf Sachanlagen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 5.536 Tausend Euro vorgenommen (2015: 9.854 Tausend Euro). Darin sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vollkonsolidierter Unternehmen mit 632 Tausend Euro (2015: 6.133 Tausend Euro) und quotal konsolidierter Unternehmen mit 101 Tausend Euro (2015: 0 Tausend Euro) enthalten. (19) Sonstige betriebliche AufwendungenDer Posten enthält periodenfremde Aufwendungen mit 19.209 Tausend Euro. Diese betreffen im Wesentlichen Kostenbelastungen für Vorjahre. Ferner sind Beträge aus Forderungsausfällen und Wertberichtigungen sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung mit 1.470 Tausend Euro enthalten (2015: 1.321 Tausend Euro). Des weiteren sind Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB in Höhe von 3.030 Tausend Euro (2015: 3.031 Tausend Euro) enthalten. (20) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche AufwendungenIm Geschäftsjahr sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen von 130 Tausend Euro (2015: 1.068 Tausend Euro) sowie Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen von 5 Tausend Euro (2015: 117 Tausend Euro) angefallen. Enthalten sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit 8.278 Tausend Euro (2015: 8.990 Tausend Euro) sowie Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen von acht Tausend Euro. Der Aufwand aus der Abzinsung beinhaltet auch den Zinsanteil aus der Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen. (21) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des UmlaufvermögensDie außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen betragen 19.216 Tausend Euro (2015: 97.104 Tausend Euro). (22) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer ausgewiesene Aufwand enthält im Wesentlichen den für das Geschäftsjahr 2016 erwarteten Ertragsteueraufwand der konsolidierten Gesellschaften. Hierin enthalten ist ein periodenfremder Ertragsteueraufwand von 2.040 Tsd. € (2015: 827 Tsd. €). Der latente Steuerertrag beträgt 3.301 Tausend Euro (2015: 1.885 Tausend Euro). (23) Nicht beherrschender Anteile am Teilkonzern-ErgebnisIm dieser Position sind nicht wiederkehrende Sondereffekte in Höhe von 7.642 Tausend Euro enthalten. (24) Wesentliche Veränderungen des KonsolidierungskreisesDie Gesellschafterin der Burda GmbH hatte mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2015 Anteile an der Burda Verlag Osteuropa GmbH in die Burda GmbH eingebracht. Aufgrund der erstmaligen Einbeziehung zum 31. Dezember des Vorjahres ergeben sich aus dieser Einbringung keine weiteren Auswirkungen auf die Teilkonzernbilanz. Die Konsolidierung der Gewinn- und Verlustrechnungen der Burda Verlag Osteuropa GmbH und deren Tochterunternehmen ab dem 1. Januar des Geschäftsjahres wirkte sich allerdings auf die Vergleichbarkeit der Teilkonzern-Gewinn- und Verlustrechnung aus. Die Burda Verlag Osteuropa-Gruppe trug demnach zu einem Anstieg der Umsatzerlöse im Bereich Medienmarken International des Teilkonzerns in Höhe von 115.585 Tausend Euro bei. Auf die Materialaufwendungen des Teilkonzerns bzw. auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen hatte die erstmalige Einbeziehung der Gruppe Auswirkungen in Höhe von 76.177 Tausend Euro bzw. 35.169 Tausend Euro. (25) BewertungseinheitenDer Teilkonzern hat zukünftige Zinsrisiken, welche durch die Aufnahme variabel verzinslicher Bankverbindlichkeiten entstanden sind, durch laufzeitkongruente Zinsswaps abgesichert. Zwischen den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als Grundgeschäfte und den Sicherungsgeschäften in Form von Zinsswaps werden Bewertungseinheiten gebildet. Die Absicherung erfolgt auf der Grundlage von Micro-Hedges zum Ausgleich künftiger Zahlungsstrom-Schwankungen aufgrund variabler Zinsen. Die im Rahmen von Bewertungseinheiten einbezogenen Zinsswaps weisen Nominalbeträge von 6.046 Tausend Euro und negative Zeitwerte von 276 Tausend Euro auf. Die Nominalbeträge der Grundgeschäfte betragen ebenfalls 6.046 Tausend Euro. Der Sicherungsumfang beträgt 100,0 Prozent. Zur Bestimmung der Zeitwerte der Zinsswaps wird die Barwertmethode angewandt. Diese ermittelt die Barwerte der künftigen Zahlungen bis zum Vertragsende unter Zugrundelegung der auf Basis der Zinsstrukturkurve errechneten Terminsätze. Die Absicherungseffektivität hinsichtlich des Zinsänderungsrisikos wurde prospektiv durch Anwendung der critical term match-Methode gemessen, da alle bewertungsrelevanten Parameter übereinstimmen. Die Bewertungseinheiten sind zu 100,0 Prozent effektiv. Die Zinsswaps weisen die nachfolgend dargestellten Nominalwerte und Laufzeiten auf:
(26) HaftungsverhältnisseBei den Gesellschaften des Teilkonzerns bestanden zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse, die im Wesentlichen aus Bürgschaften gegenüber Dritten in Höhe von 5.018 Tausend Euro resultieren. Darüber hinaus bestand eine Patronatserklärung gegenüber einem nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte für eine mögliche Inanspruchnahme vor, da die zugrundeliegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften mit hinreichend hoher Wahrscheinlichkeit erfüllt werden. (27) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Gesellschaften des Teilkonzerns schließen zur Sicherstellung ihres Betriebs mittel- und langfristige Mietverträge ab. Hieraus sowie aus weiteren Verträgen resultierende bedeutsame sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Stichtag in der nachfolgenden Höhe und Fälligkeit:
Daneben bestanden zum Stichtag Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben in das Sachanlagevermögen in Höhe von 3.526 Tausend Euro, sowie übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 204.567 Tausend Euro aus zugesagten Zahlungen, deren Verpflichtungen zum Bilanzstichtag jedoch noch nicht entstanden waren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen von 190.803 Tausend Euro haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr, die restlichen Verpflichtungen sind unbefristet. (28) Mitarbeiter
(29) Geschäftsführer sowie Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGBIm Geschäftsjahr 2016 waren folgende Personen zu Geschäftsführern bestellt:
Die ehemaligen Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebene erhielten Bezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Bst. b von 1.209 Tausend Euro; für diese Personengruppe bestanden zum Konzernbilanzstichtag Rückstellungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Bst. b Satz 2 HGB in Höhe von 14.161 Tausend Euro. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Bst. a HGB wird aufgrund der Anstellungsverhältnisse unter Inanspruchnahme von § 314 Abs. 3 S. 2 HGB verzichtet. (30) KonzernverhältnisseDie Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, Offenburg, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und zugleich auch den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, dem die Burda GmbH als Tochterunternehmen angehört. Der Konzernabschluss der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers zur Veröffentlichung eingereicht. (31) Gesamthonorar des Teilkonzern-Abschlussprüfers
(32) Sonstige AngabenDie folgenden in den Teilkonzern-Abschluss 2016 einbezogenen Tochterunternehmen sind nach § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Anhangs und eines Lageberichts sowie von der Prüfung und Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse und Lageberichte zum 31. Dezember 2016 befreit:
In entsprechendem Umfang wurden die nachfolgend genannten, in den Teilkonzern-Abschluss einbezogenen, Gesellschaften nach § 264b HGB befreit:
Der Teilkonzern-Abschluss der Burda GmbH hat ferner befreiende Wirkung nach § 291 HGB für die in dieser Textziffer aufgeführten Tochtergesellschaften sowie weitere Gesellschaften, die zugleich Mutterunternehmen sind und ohne diese Befreiung zur Aufstellung eines Teilkonzern-Abschlusses und eines Teilkonzern-Lageberichtes nach §§ 290 ff. HGB oder den jeweiligen lokalen Vorschriften verpflichtet wären. Die Vorstände und Aufsichtsräte der in den Teilkonzernabschluss einbezogenen börsennotierten Tochtergesellschaften HolidayCheck Group AG, München, sowie XING AG, Hamburg, haben im November 2016 und Februar 2016 die Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG auf den Investor Relations-Seiten von www.tomorrow-focus.de sowie www.xing.com den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. (33) Angaben zur Teilkonzern-KapitalflussrechnungDer Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung enthält als Liquiditätsreserve verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Wertpapiere) mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten, korrigiert um kurzfristige Bankverbindlichkeiten und wechselkurs- sowie bewertungsbedingte Fondsveränderungen. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
(34) Ergebnisverwendung der Burda GmbHDie Geschäftsführer schlagen der Gesellschafterversammlung der Burda GmbH vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres von 20.377 Tsd. € zusammen mit dem Gewinnvortrag von 429.557 Tsd. € abzüglich der im Geschäftsjahr durchgeführten Ausschüttung von 26.000 Tsd. € als Bilanzgewinn von 423.934 Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen. (35) Ereignisse nach dem BilanzstichtagIm Januar 2017 wurden 100% der Anteile an der Vancouver Topco Ltd., der Obergesellschaft der Immediate Media-Gruppe, gekauft. Dies wird konsolidierungsbedingt zu einem deutlichen Anstieg des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017 führen. Zur Finanzierung des Kaufpreises wurden mittel- und langfristige Bankverbindlichkeiten aufgenommen. Die Ertragskraft des Teilkonzerns wird durch diese Akquisition langfristig gestärkt.
Offenburg, den 31. März 2017 Die Geschäftsführer Dr. Paul-Bernhard Kallen, Vorsitzender Holger Eckstein Dr. Andreas Rittstieg Philipp Welte Stefan Winners Anlage zum AnhangEntwicklung des Konzernanlagevermögens
Entwicklung des Konzernanlagevermögens
Teilkonzern-Kapitalflussrechnung
Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel
Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel
Anlage zum Anhang des Teilkonzernabschlusses zum 31.12.2016 der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, OffenburgBeteiligungsverhältnisse nach § 313 Abs. 2 HGB
1) mittelbare Beteiligung der Xing AG
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg, aufgestellten Teilkonzernabschluss - bestehend aus Teilkonzernbilanz, Teilkonzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Teilkonzernanhang, Teilkonzernkapitalflussrechnung und Teilkonzerneigenkapitalspiegel - sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Teilkonzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Teilkonzernabschluss und den zusammengefassten Lagerbericht abzugeben. Wir haben unsere Teilkonzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Teilkonzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Teilkonzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Teilkonzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Teilkonzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Teilkonzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Teilkonzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Teilkonzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Teilkonzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Teilkonzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 7. April 2017 KPMG
AG
Hagner, Wirtschaftsprüfer Kaltenegger, Wirtschaftsprüferin Der Teilkonzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde in der Gesellschafterversammlung der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung vom 04. Mai 2017 von der Gesellschafterin gebilligt. |
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