Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
ProtaGene GmbH
Inselwiesenstraße 10, 74076 Heilbronn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
André Dr. Abts seit 9.4.2025 | Prokura |
Michael Stump seit 13.9.2024 | Geschäftsführer |
Richard Charles Vaillant seit 13.9.2024 | Geschäftsführer |
Roland Dr. Moussa seit 7.2.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
C******* v** K**** | 1.07% |
| 0.00% |
Ungelöste Beteiligungen (4)
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ProtaGene GmbHHeilbronnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Rechnungslegungsgrundsätze Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der ProtaGene GmbH (PGN), Heilbronn (Amtsgericht Stuttgart, HRB 382627), die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. 20 Jahren vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen einem und neunzehn Jahren. Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Die geringwertigen Anlagegüter mit Einzelanschaffungspreisen von nicht mehr als EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Werthaltigkeit der Beteiligungen in Höhe von TEUR 15.055 sowie Ausleihungen in Höhe von TEUR 2.000 an den US-Tochtergesellschaften setzen voraus, dass die Ertragslage der Gesellschaften wie geplant in den nächsten Jahren verbessert werden kann. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die unfertigen Leistungen wurden mit den Herstellungskosten bewertet, die mittels der retrograden Methode ermittelt wurden. Die Herstellungskosten umfassen die Material-, Personal-, Sach- und sonstige Kosten, die zur Leistungserbringung notwendig sind. Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet. Die liquiden Mittel, die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten und die Posten des Eigenkapitals sind zum Nominalwert bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Zum Stichtag bestand ein Darlehen gegenüber einer Tochtergesellschaft über TEUR 2.000, die am 30. Juni 2027 vollständig zurückzuzahlen ist. 2. Verbindlichkeiten Zum Stichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zum Stichtag bestand in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeit gegenüber der alleinigen Gesellschafterin der Gesellschaft in Höhe von EUR 3.489.305,20 (i. V. EUR 4.632.343,99), davon ist ein Darlehen über TEUR 600 (i. V. TEUR 1.000), die am 30. September 2028 vollständig zurückzuzahlen ist. Zum Stichtag bestand im selben Bilanzposten eine Verbindlichkeit gegenüber einer Tochtergesellschaft über TEUR 536 (i. V. TEUR 689), die am 30. September 2028 vollständig zurückzuzahlen ist. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 89 (i. V. TEUR 85) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 3 (i. V. TEUR 3). II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 12 (i. V. TEUR 123). 2. Personalaufwand Der Posten enthält Aufwendungen für Altersversorgung i. H. v. TEUR 39 (i. V. TEUR 42). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 26 (i. V. TEUR 20). 4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Der Posten enthält Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 52 (i. V. TEUR 52). 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Es sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 92 (i. V. TEUR 128) enthalten. C. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:
Eigenkapital und Jahresergebnis beziehen sich auf die Werte der Jahresabschlüsse 2023. Die Anteile an der ProtaGene US Inc. werden mittelbar über die PGN US Holding Inc. gehalten. Es bestehen seit 01.01.2022 Gewinnabführungsverträge zwischen ProtaGene CGT GmbH und ProtaGene GmbH. 2. Personal Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 136 Angestellte beschäftigt. 3. Haftungsverhältnisse Am 27.9.21 trat die Gesellschaft, sowie ihre Tochtergesellschaften als Garantiegeberin in eine Kreditvereinbarung über EUR 50 Mio. ein, die die PGN Holding GmbH am gleichen Tag abschloss. Demnach garantiert die Gesellschaft als selbständiges Zahlungsversprechen die Zahlung von Hauptschuld, Zinsen und Kosten in Verbindung mit der Kreditvereinbarung, zugunsten der PGN Holding GmbH gegenüber der Darlehensgeberin. Im Rahmen der Transaktion wurden alle Anteile der Gesellschaft und Ihrer Tochtergesellschaften sowie Guthaben Bareinlagen und Bankguthaben, Versicherungsansprüche, Forderungen gegenüber Dritten sowie gegenüber verbundenen Unternehmen verpfändet. Die verbleibende Schuld (inkl. offener Zinsen) beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 15.554. Gemäß Kreditvereinbarung hat sich PGN Holding GmbH zur Einhaltung bestimmter Kennzahlen (Covenants) durch die Unternehmensgruppe verpflichtet. Aufgrund der Liquiditätsausstattung der Gruppe wird aktuell nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen. Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die Ertrags- und Umsatzsteuern des Organträgers. Aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Organträgers ist das Risiko einer Inanspruchnahme als gering einzustufen. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mieten, operativem Leasing und Bestellungen:
5. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer der Gesellschaft sind:
6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. 7. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsleitung empfiehlt den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 14.844.587,16 vollständig auf neue Rechnung vorzutragen. Das Jahresergebnis wurde gemäß des Gewinnabführungsvertrags vollständig abgeführt.
Heilbronn, 28. August 2024 ProtaGene GmbH Geschäftsführung Dr. Roland Moussa Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Die ProtaGene GmbH (PGN) ist als ein biopharmazeutisches Analytik-Unternehmen im Auftrag für pharmazeutische Unternehmen weltweit tätig. Die erbrachten Dienstleistungen dienen der Forschung und Entwicklung von therapeutischen, biotechnologisch hergestellter Proteinmolekülen (Biopharmazeutika), wie etwa monoklonale Antikörper, sowie der Qualitätssicherung bereits zugelassener Arzneiprodukte. Die PGN wird als hochspezialisierter Dienstleister häufig den Branchen- und Aktivitätsbezeichnungen Contract Research Organisation (CRO) und Chemistry, Manufacturing & Controls (CMC) zugeordnet. Die Analytik- und Serviceleistungen der PGN werden von zwei GMP-zertifizierten Standorten (GMP - Good Manufacturing Practices) in Dortmund und Heilbronn erbracht und orientieren sich an den hohen gesetzlichen Qualitätsanforderungen zur Herstellung von Arzneimitteln. Die Tochtergesellschaft ProtaGene CGT GmbH bietet Analyseleistungen an, die insbesondere zur regulatorischen Sicherheitsbeurteilung von zell- und gentherapeutischen Verfahren eingesetzt werden. Das Unternehmen betreibt ein Labor am Standort Heidelberg und bedient einen internationalen Kundenstamm mit Schwerpunkt auf Nordamerika. Die erbrachten Leistungen sind nach ISO 9001:2015 zertifiziert und nach den Good Clinical Practice (GCP) sowie Good Clinical Laboratory Practice (GCLP) Qualitätssystemen ausgerichtet. Die mittelbare Tochtergesellschaft ProtaGene US, Inc. erbringt eine Mischung der Leistungen aller deutschen Standorte an ihrem Standort in Burlington, Massachusetts, USA, allerdings hauptsächlich für den US-amerikanischen Markt. Markt- und Absatzentwicklung Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Nachfrage nach Auftragsanalysen für Biotherapeutika auch nach einem Konsolidierungsprozess des Marktes nach Covid anhalten wird. Der Umsatz im Jahr 2023 ist aufgrund dieses Konsolidierungsprozesses nicht angestiegen. Aus Marktforschungsberichten entnehmen wir, dass aktuell die Anzahl von Therapeutika-Kandidaten weltweit weiter ansteigt, wovon rund die Hälfte einem biotechnologischen Herstellungsverfahren unterliegt. Der Bereich der Gen- und Zelltherapeutika rückt dominanter in den Fokus. Ins-gesamt wurden beispielsweise die mRNA-Technologien durch die Coronapandemie stark befeuert, was den Analytikbedarf im Bereich Vektorsicherheit, Charakterisierung und Funktionsanalyse von Gen-Therapeutika steigert. Die ProtaGene Group stellt ein attraktives Rundum-Service Kundenangebot dar. Die analytische Kompetenz der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen, der Erfahrung im Projektmanagement komplexer F&E Projekte sowie die eingesetzten Qualitätsmanagementsysteme bieten viele Einsatzmöglichkeiten für Leistungen der ProtaGene Group im Pharma/ F&E Kontinuum an. Die Leistungen werden von der präklinischen Entwicklung, der Durchführung klinischer Studien, Erlangung der Marktzulassung von Arzneimitteln bis hin zur Chargenfreigabeanalytik und laufender Qualitätskontrolle von Therapeutika eingesetzt. Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr Die PGN erzielt ihren Umsatz überwiegend aus der Durchführung von Auftragsanalysen aus Kundenprojekten mit anschließender Berichterstattung. Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Großteil des Umsatzes der PGN mit europäischen Kunden sowie weiteren internationalen Kunden erzielt. Ein Umsatzanteil von 8 % konnte mit Aufträgen, die durch das Tochterunternehmen in den USA vermittelt wurden, erzielt werden. Im Geschäftsjahr 2023 war der Umsatz um 7 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das Jahr war von operativen Herausforderungen geprägt, die sich aus der weltweiten politischen und wirtschaftlichen Instabilität ergaben. Im Geschäftsjahr 2023 wurden wichtige Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 541) und Sachanlagen (TEUR 1.257) getätigt. Diese Investitionen reflektieren das Engagement der ProtaGene GmbH für die ständige Modernisierung der Laborausstattung und der neuesten Technologien. Die Summe der Investitionen in das Anlagevermögen (TEUR 1.798) entspricht einer Investitionsquote im Verhältnis zu den Umsatzerlöse von 11,9 %. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ProtaGene GmbH an den Standorten Dortmund und Heilbronn veränderte sich im Geschäftsjahr 2023 von 134 auf 132 Personen zum Jahresende. Im Personalbereich war das Geschäftsjahr geprägt durch die Umsetzung verschiedener präventiven Gesundheitsmaßnahmen, der Weiterbildung der Mitarbeiter, der internen ESG- Regelungen sowie der Harmonisierung und Integration der sich vergrößernden Unternehmensgruppe. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurde das nach den GMP-Grundsätzen ausgerichtete Qualitätswesen der PGN kontinuierlich ausgebaut und regelmäßigen Audits unterworfen, die mit sehr guten Beurteilungen abgeschlossen wurden. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Personalaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 750 bzw. 10,0 % durch allgemeine Gehaltssteigerungen sowie die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich an um TEUR 1.381 bzw. 30,8%. Der Anstieg war insbesondere durch höhere Konzernumlagen (TEUR +522) sowie Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR +675) begründet. Das Betriebsergebnis sank im abgeschlossenen Geschäftsjahr von TEUR 1.929 im Vorjahr auf TEUR -1.171. Umsatz und Ergebnis lagen damit unter der Planung auf einem nicht zufriedenstellenden Niveau. Zum 31.12.2023 sank die Bilanzsumme der ProtaGene GmbH um TEUR 1.107 auf TEUR 33.320. Der Liquiditätsbestand zum Jahresende reduzierte sich von einem Vorjahreswert von TEUR 2.515 auf TEUR 791. Das Eigenkapital bleibt durch den Ergebnisabführungsvertrag unverändert gegenüber dem Vorjahr. Chancen Mit ihren Standorten in Deutschland und den USA und einem wachsenden, hochqualitativen Service-Portfolio baut die Gesellschaft mit ihren Tochtergesellschaften ihren Zugang zu den zwei größten Pharmamärkten weltweit (bemessen an der geographischen Zuständigkeit der Regulierungsbehörden FDA und EMA) kontinuierlich aus. Befördert durch eine auf hohem Niveau steigende F&E Aktivität im biopharmazeutischen Umfeld erwartet die Geschäftsführung bedeutende Wachstumspotentiale. Hierzu werden insbesondere die Laborkapazitäten in den USA erweitert, wobei ein neues Zell- und Genanalysezentrum in der Nähe von Boston voraussichtlich im Laufe von 2023 in Betrieb genommen wird. Die Gruppe konzentriert sich auf die Erweiterung ihres Angebots auf dem nordamerikanischen Markt. Im Jahr 2024 wird sich die ProtaGene GmbH darauf konzentrieren, ihr analytisches Portfolio um zellbasierte Assays zu erweitern. Risiken Die vorgesehenen Investitionen der ProtaGene Group in Sach- und Personalkapazität, insbesondere zum Ausbau eines neuen US-Standortes, werden weiterhin den Cash-Flow der Gesellschaft in 2024 in hohem Maße beanspruchen. In den letzten Jahren konnte das Geschäft nicht wie zunächst geplant ausgebaut werden. Die Geschäftsführung erwartet, dass die ProtaGene Gruppe durch vorhandene Liquiditätsreserven sowie zugesagte Finanzierungsrahmen in ausreichendem Maße über die erforderlichen Finanzierungsmittel verfügt. Die Arzneimittelkandidaten, die die PGN GmbH im Kundenauftrag analysiert, unterliegen hohen Erfolgs- und Budgetrisiken. Es besteht das Risiko, dass ein Projekt aus wissenschaftlichen, technologischen, regulatorischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht fortgeführt wird. Auch bestehen durch die jüngsten globalen Krisen (Energiekrise, Ukraine- und Nahostkrieg, anbahnender Handelskrieg mit China) und den damit verbunden Kostensteigerungen im Bereich Energie oder Materialverfügbarkeit Druck auf Seiten der herstellenden Unternehmen, was in einer Reduktion von Molekülprogrammen gipfeln kann. Die genannten globalen Wirtschaftskrisen können sich u.U. auch auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden auswirken. Es ist nicht auszuschließen, dass die Zahlung von Rechnungen aus Regionen wie Südamerika, Asien, Afrika oder Osteuropa erschwert werden könnten. Die steigende Inflation und die damit verbundenen Zinssätze haben die Verfügbarkeit von venture capital für die biotechnologische Szene reduziert. Zahlreiche Unternehmen mussten schließen, Massenentlassungen im Biotech- und Pharmabereich nahmen stark zu. Es ist denkbar, dass Firmen externe Kosten reduzieren, Programme reduzieren und somit weniger Dienstleistungen bei Anbietern wie der ProtaGene beauftragen. Trotz aller Bestrebungen nach wissenschaftlicher Genauigkeit und Objektivität sind operative Fehler oder für Kunden unbefriedigende Analyseergebnisse trotz eines fokussierten Kontroll- und Qualitätssystems ebenfalls nicht vollständig auszuschließen. Dieses Risiko wird durch regelmäßigen und intensiven Kundenaustausch sowie stetige Prozessoptimierung streng kontrolliert. Die Gesellschaft geht bewusst mit den betriebsinhärenten Risiken um. Hierzu sind Markt- und Haftungsrisiken, bilanzielle Risiken, Betriebs- und Rechtsrisiken ebenso wie die intensive Konkurrenz im Absatz- sowie im Arbeitsmarkt für hochqualifizierte Kräfte zu zählen. Diese Risiken sollen durch eine stete Ausrichtung auf operative Exzellenz und Qualität mit einem entsprechend ausgerichteten Mitarbeiterentlohnungssystem, der Wartung und Instandhaltung der technischen Anlagen auf höchstem Niveau sowie einen konservativen Umgang mit Technologie- und Finanzrisiken im Kern reduziert werden. Zum Zeitpunkt dieser Berichtserstattung sind keine bestandsgefährdenden oder die Unternehmensentwicklung beeinträchtigenden Tatsachen bekannt. Ausblick Als Maßnahme der Risikoreduktion werden in 2024 die Businesslinien Bioanalytik (Burlington/Heidelberg) und CMC-Analytik (Dortmund/Heilbronn) inhaltlich und kostentechnisch getrennt. Jede Entität soll somit kostendeckend arbeiten und die wirtschaftlichen Chancen und Risiken weitestgehend unabhängig tragen. Im Fokus der Gruppe steht der Ausbau des Angebots im nordamerikanischen Markt. ProtaGene GmbH wird in 2024 die Erweiterung des analytischen Portfolios hin zu zellbasierten Assays stehen. Das Schließen dieser Portfoliolücke ermöglicht es der ProtaGene GmbH in Zukunft inhouse Struktur- und Funktionsbeziehungen herzustellen. Die Geschäftsführung der ProtaGene GmbH wurde für 2024 stark reduziert, so dass es für die ProtaGene GmbH einen alleinigen Geschäftsführer geben wird; Dr. Roland Moussa. Die Geschäftsführung der ProtaGene GmbH erwartet im Jahre 2024 kaum steigende Umsatzerlöse und ein leicht steigendes Betriebsergebnis. Die enge Überwachung der Investitionsvorhaben und deren einhergehende Finanzierung werden dabei im besonderen Fokus stehen.
Heilbronn, 28. August 2024 ProtaGene GmbH Geschäftsführung Dr. Roland Moussa Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ProtaGene GmbH, Heilbronn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ProtaGene GmbH, Heilbronn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ProtaGene GmbH, Heilbronn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 28. August 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Dominik Renz, Wirtschaftsprüfer Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer Feststellung Der Jahresüberschuss zum 31.12.2023 wurde bei der Gesellschafterversammlung am 23. April 2025 festgestellt. |
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