Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 23871
Vorher
IMPAC infrared GmbH
Eingetragen
30.9.2004
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Die Produktion, der Import, der Export von und der Handel mit technischen Geräten insbesondere von Temperaturmeßgeräten sowie die Verwaltung von Beteiligungen, Lizenzen und Know-how.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Elizabeth Vonne
seit 24.10.2023
Geschäftsführer
Andreas Breitkopf
seit 3.8.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AE Power Singapore Pte. Ltd.SGP
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

LumaSense Europe GmbH
Germany
52.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LumaSense Technologies GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

(gemäß § 327 HGB)

Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 371.414,10 146520,1
II. Sachanlagen 976.477,03 957437,83
III. Finanzanlagen 2,00 2,00
1.347.893,13 1.103.959,93
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.168.592,50 4180107,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.970.154,25 3947660,36
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.374.308,36 2.919.320,46
9.513.055,11 11.047.088,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 8.155,11
10.860.948,24 12.159.203,50

Passivseite

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 818.500,00 818.500,00
II. Kapitalrücklage 77.644,47 77.644,47
III. Gewinnrücklagen:
Andere Gewinnrücklagen 181.616,43 181.616,43
IV. Gewinnvortrag 450.113,17 450.113,17
V. Jahresüberschuss 0,00 0,00
1.527.874,07 1.527.874,07
B. Rückstellungen 1.346.063,98 1.524.916,83
C. Verbindlichkeiten 7.981.014,18 9.070.124,67
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.996,01 36.287,93
10.860.948,24 12.159.203,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

(gemäß § 327 HGB)

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 12.400.312,24 11.896.172,31
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 3.981.916,75 3.730.848,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 871.148,10 676.960,80
- davon für Altersversorgung EUR 134.463,91 (i.Vj. EUR 12.882,95)
4.853.064,85 4.407.809,15
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen 356.414,40 348.169,30
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 153.274,93 232.057,66
- übrige 4.460.670,05 3.765.106,54
4.613.944,98 3.997.164,20
2.576.888,01 3.143.029,66
5. Erträge aus Gewinnabführung (i.Vj. Aufwendungen aus Verlustübernahme) 8.574,95 -938,82
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 277,12 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- Aufwendungen aus der Abzinsung 9.958,00 17.874,00
- übrige 960,88 16.382,85
10.918,88 34.256,85
-2.066,81 -35.195,67
8. Ergebnis nach Steuern 2.574.821,20 3.107.833,99
9. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -2.574.821,20 -3.107.833,99
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum 31. Dezember 2023

(gemäß § 327 HGB)

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der vorliegende Jahresabschluss der LumaSense Technologies GmbH, Frankfurt am Main ("Gesellschaft"), wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches HGB (§§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB) und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Der Jahresabschluss wurde in Euro erstellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Mit der Muttergesellschaft LumaSense Europe GmbH, Frankfurt am Main, sowie mit der Tochtergesellschaft LumaSense Sensor GmbH, Magdeburg, bestanden im Geschäftsjahr 2023 wie im Vorjahr Gewinnabführungsverträge.

Die LumaSense Technologies GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist unter HRB 23871 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrundegelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum ergibt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 3 - 14 Jahre. Die Nutzungsdauer bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung reicht von 3 Jahren für Computer-Equipment bis zu 13 Jahren für Büroausstattung. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Handels- und Steuerbilanz enthalten damit identische Herstellungskosten.

Für bewegliche Anlagegüter wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter unter EUR 800 werden sofort abgeschrieben, wobei der Abgang im Folgejahr unterstellt wird.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Vermögensgegenstände des Anlagevermögens außerplanmäßig auf den beizulegenden Wert am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Neben den direkt zurechenbaren Aufwendungen werden auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen in die Herstellungskosten einbezogen. Risiken des Wertverlusts in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie in den fertigen Erzeugnissen werden durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung findet aufgrund der bestehenden Organschaft keine Anwendung.

Bei den Pensionsverpflichtungen handelt es sich um ein geschlossenes Versorgungswerk gemäß den bestehenden Betriebsvereinbarungen. Als Berechnungsgrundlage für die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck gewählt. Die Verpflichtungen wurden nach der Berechnungsmethode "Projected Unit Credit Method" mit einem Gehalts- und Rententrend von 2,1 % ermittelt und zurückgestellt. Gemäß Vereinfachungsregel des § 253 (2) S. 2 HGB wurden die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren in Höhe von 1,82 % (VJ: 1,78 %) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Auf Grundlage des durchschnittlichen Marktzinses der letzten sieben Jahre ergäbe sich eine um TEUR 3 (VJ: TEUR 15) höhere Rückstellung.

Seit 31. Dezember 2022 erfolgt in Anwendung des Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 bei nicht versicherungsgebundenen, rückgedeckten Pensionszusagen eine kongruente Bewertung von Pensionsrückstellung und Rückdeckungsversicherungsanspruch, soweit diese leistungskongruent sind. Dabei wird, soweit Finanzierungs- und Erdienenskongruenz besteht, der Anspruch aus der Rückdeckungsversicherung mit dem (nach der versicherungsmathematischen Ansammlungsmethode und in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 2 HGB ermittelten) Barwert der kongruenten Zahlungen gemäß der Zusage angesetzt (Passivprimat).

Die Jubiläumsrückstellungen werden analog zu den Pensionsverpflichtungen ermittelt. Hierbei wird jedoch abweichend der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,74% (i.Vj. 1,44%) zu Grunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Nachfolgend werden die in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführten Posten gesondert erläutert. Soweit nicht anders vermerkt, sind die Werte in den tabellarischen Aufgliederungen in TEUR angegeben.

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel.

Finanzanlagen

Folgende Beteiligungen i.S.v. § 271 Abs. 1 HGB befinden sich zum 31. Dezember 2023 zu 100 % in unmittelbarem Anteilsbesitz:

Firma, Sitz Geschäftsjahres-ergebnis 2023 Eigenkapital 31.12.2023
TEUR TEUR
LumaSense Sensor GmbH, Magdeburg ( * nach Gewinnabführung) 0 * 426
LumaSense Technologies SARL, Erstein, Frankreich -169 460

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich insgesamt auf TEUR 1.578 (VJ: TEUR 1.253). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen TEUR 53 (VJ. TEUR -) gegen die Gesellschafterin LumaSense Europe GmbH.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 778 (VJ: TEUR 856) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Hierbei handelt es sich um Mietkautionen und das Deckungskapital für Rentenzusagen gegenüber aktiven und ehemaligen Mitarbeitern.

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Restlaufzeit Gesamtbetrag 31.12.2023
bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.456.168,60 0,00 7.456.168,60
(i.Vj. TEUR 8.081) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 8.081)
Übrige Verbindlichkeiten 524.845,58 0,00 524.845,58
(i.Vj. TEUR 989) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 989)
7.981.014,18 0,00 0,00 7.981.014,18
(i.Vj. TEUR 9.070) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR - ) (i.Vj. TEUR 9.070)
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert Art u. Form der Sicherheit
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Übrige Verbindlichkeiten
Übliche Eigentumsvorbehalte

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen TEUR 4.480 (VJ. TEUR 5.659) gegenüber der Gesellschafterin LumaSense Europe GmbH.

IV. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen folgende befristete finanzielle Verpflichtungen:

Jahr Kraftfahrzeuge Mieten Büroausstattung Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
2024 42 764 8 814
2025 36 759 8 803
2026 18 702 2 722
2027 2 691 693
2028 691 691
2029-2030 1.037 1.037
4.760

Mutterunternehmen, Konzernzugehörigkeit

Oberstes Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB ist die Advanced Energy Industries, Inc., Denver, CO/USA. Diese erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die LumaSense Technologies GmbH, Frankfurt am Main, einbezogen wird. Der Konzernabschluss kann bei den dortigen SEC-Behörden sowie auf der Homepage der Advanced Energy Industries, Inc. eingesehen werden.

Geschäftsführung

Andreas Breitkopf, General Manager;

Elizabeth Vonne, Executive Vice President, General Counsel and Corporate Secretary der Advanced Energy Industries, Inc., Denver, USA (ab 23. März 2023);

Cindy Pitrat, Director, Global Trade & Corporate Attorney der Advanced Energy Industries, Inc., Denver, USA (von 13. Juni 2022 bis 23. März 2023).

Organbezüge

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 42.

Für Hinterbliebene früherer Geschäftsführungsmitglieder sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 255 (VJ: TEUR 272) gebildet worden.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 57 Arbeitnehmer (VJ: 52) beschäftigt.

Diese unterteilen sich in folgende Gruppen:

2023
Service 5
Sales & Marketing 9
R&D 10
Administration 4
Operations 29
Gesamt 57

 

11. Oktober 2024

LumaSense Technologies GmbH

Die Geschäftsführung

Andreas Breitkopf, Geschäftsführer

Elizabeth Vonne, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

(gemäß § 327 HGB)

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 167.533,42 238.000,00 0,00 0,00 405.533,42
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 270.051,91 180.211,94 0,00 6.380,00 456.643,85
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.244.289,40 140.938,37 0,00 9.103,47 1.394.331,24
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.483,47 41.197,29 0,00 -15.483,47 41.197,29
1.529.824,78 362.347,60 0,00 0,00 1.892.172,38
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 441.168,53 0,00 0,00 0,00 441.168,53
441.168,53 0,00 0,00 0,00 441.168,53
2.138.526,73 600.347,60 0,00 0,00 2.738.874,33
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Änderungen der Abschreibungen i.Zsg. mit Abgängen Änderungen der Abschreibungen i.Zsg. mit Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 21.013,32 13.106,00 0,00 0,00 34.119,32
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 103.372,51 60.709,24 0,00 957,01 165.038,76
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 469.014,44 282.599,16 0,00 -957,01 750.656,59
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
572.386,95 343.308,40 0,00 0,00 915.695,35
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 441.166,53 0,00 0,00 0,00 441.166,53
441.166,53 0,00 0,00 0,00 441.166,53
1.034.566,80 356.414,40 0,00 0,00 1.390.981,20
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 371.414,10 146.520,10
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 291.605,09 166.679,40
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 643.674,65 775.274,96
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.197,29 15.483,47
976.477,03 957.437,83
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2,00 2,00
2,00 2,00
1.347.893,13 1.103.959,93

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die LumaSense Technologies GmbH entwickelt, produziert und vertreibt seit über 50 Jahren weltweit hochwertige Messgeräte für berührungslose Temperaturmessaufgaben von -50 bis 4.000°C, die unter schwierigen industriellen Bedingungen dauerhaft leistungsfähig sind. Die Gesellschaft ist aus der BRAUN AG hervorgegangen, welche 1958 mit der Produktion von Präzisionsmessgeräten begann.

Die Fokussierung auf die Anforderungen unserer Kunden und eine hohe Qualität der Geräte haben die Gesellschaft zu einem führenden, weltweit präsenten Pyrometerhersteller werden lassen. Um den hohen Qualitätsanforderungen gerecht zu werden, wird besonderer Wert auf die Einhaltung entsprechender Standards sowohl bei den Produkten als auch den internen Prozessen gelegt. Dies wird unter anderem durch die regelmäßige Zertifizierung nach ISO 9001 dokumentiert.

Das aktuelle Produktportfolio umfasst Temperaturmessgeräte für nahezu jede Anwendung. Die Produktreihen erstrecken sich vom einfachen Temperatursensor bis hin zum hochwertigen Strahlungspyrometer. Weiterhin werden Thermographie-Kameras, Kalibrierstrahler (Schwarzkörper) sowie berührende glasfaseroptische Thermometer und Sensoren bzw. Sensormodule zur Messung von Gaskonzentrationen vertrieben.

Die Gesellschaft kann der Branche für Sensorik und Messtechniken zugerechnet werden. Die Sensorik und Messtechniken haben als Schlüsseltechnologie entscheidende Bedeutung in nahezu allen Bereichen des modernen Lebens gewonnen. Es gibt kaum einen industriellen Bereich, in dem nicht elektronisch geprüft oder überwacht wird. Die Erwartungen an diese Technologie und die damit verbundenen Produkte sind hoch und nehmen an Bedeutung zu.

Die LumaSense Technologies GmbH ist mit ihrer europäischen Tochtergesellschaft in Frankreich sowie der deutschen Tochtergesellschaft LumaSense Sensor GmbH über die LumaSense Europe GmbH, als deutscher Konzernobergesellschaft, in die Advanced Energy Industries, Inc., Denver, CO/USA, eingebunden.

Mit der Muttergesellschaft LumaSense Europe GmbH, Frankfurt am Main, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Weiterhin besteht im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft LumaSense Sensor GmbH, Magdeburg.

I.2. Forschung und Entwicklung

Unsere Entwicklungstätigkeit orientiert sich generell am Lebenszyklus der Produkte und führt für unsere Kunden zu praxisgerechten, wirtschaftlich sinnvollen Lösungen. Der Fokus liegt hierbei auf der Optimierung unserer Produkte und Komponenten. In kundenspezifischen Projekten werden neue Anwendungsbereiche erschlossen, die unsere Kunden im Bereich der Produktqualität, der Energieeffizienz und Schadstoffverringerung unterstützen. Die Aufwendungen für Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 1.495 (VJ: TEUR 1.004).

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem für Deutschland eine verhaltene Konjunkturprognose für 2023 von 1,0% realem BIP 1 (ECB März 2023) aufgewiesen wurde, wurde inzwischen der tatsächliche Rückgang des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts 2023 mit 0,3% im Vergleich zum Vorjahr ermittelt 2 (destatis 15.01.2024). Nach einer Schätzung der Jahreswachstumsrate für 2023 stieg das BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU um 0,5% 3 (eurostat 14.02.2024). Die OECD verzeichnet ein Wachstum der Weltwirtschaft 2023 um 3,1% 4 (OECD Mai 2024). Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht. Die Inflationsrate lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022 aber weiterhin auf einem hohen Stand. Ausschlaggebend waren vor allem der extreme Preisanstieg für Nahrungsmittel 5 (destatis 16.01.2024).

1 Economic Bulletin Issue 2, 2023 (europa.eu)

2 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken (destatis.de)

3 bcbe5116-b73f-a433-f528-4019e44e0b07 (europa.eu)

4 OECD Economic Outlook, Volume 2024 Issue 1 : An unfolding recovery | OECD Economic Outlook | OECD iLibrary (oecd-ilibrary.org) , 69a0c310-en.pdf (oecd-ilibrary.org)

5 Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

Die Gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengprägten Umfeld mit nach wie vor hohen Preisen ins Stocken. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Private und staatliche Konsumausgaben sanken, während Ausrüstungsinvestitionen positive Signale sendeten. Der Staat verringerte sein Finanzierungsdefizit erneut, da Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie größtenteils entfielen. (destatis 15.01.2024).

In den USA ist 2023 das Wirtschaftswachstum auf 2,5% von 1,9% im Vorjahr gestiegen. Das Wachstum besonders im vierten Quartal sei besonders durch Zuwächse bei den privaten Konsumausgaben angetrieben worden. Zudem legten Export um mehr als sechs Prozent zu, die Investitionen der Unternehmen trotz der hohen Zinsen um 1,0 Prozent. Auch die Staatsausgaben zogen an 6 (tageschau online 25.01.2024) .

6 US-Wirtschaft wächst zum Jahresende überraschend kräftig | tagesschau.de

Das Bruttoinlandsprodukt in China verzeichnete 2023 eine Wachstumsrate von rund 5,2% (Vorjahr 3,0%). Doch Chinas Krise im Immobiliensektors hat sich verschärft; die Preise für Neubauten gingen in 2023 so stark zurück wie vor neun Jahren. Hinzu kommt die Verschuldung vieler chinesischer Regionalregierungen sowie deflationäre Tendenzen, die die Konsumzurückhaltung begünstigen. Desweiteren hat China mit einer schwächeren Nachfrage nach chinesischen Exporten, mit einer schwacher Produktivität und Bevölkerungsalterung zu kämpfen 7 (tagesschau 05.03.2024).

7 Chinas Wachstumspläne: Große Ziele, große Probleme | tagesschau.de

Nach Informationen des AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. wurde im Jahr 2023 ein Umsatzwachstum von 6 % erwirtschaftet. Die Exportquote der Branche lag bei 48 % und damit 17 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Bei den Mitgliedern des Fachverbands wies das Jahr 2023 ein Auf und Ab bei Umsatz und Auftragseingang auf. Die Umsätze stiegen im ersten Quartal im Jahr 2023 um 7%, im zweiten Quartal verzeichneten sie einen Rückgang von -3%, im dritten Quartal wieder einen Umsatzwachstum von 4% und im vierten Quartal wieder einen Umsatzrückgang von -6%, jeweils verglichen zum Vorquartal. Die Auftragseingänge im ersten Quartal 2023 stiegen um 6%, im zweiten Quartal verzeichneten sie ein Rückgang von -5%, im dritten Quartal wieder einen Anstieg von 1% und im vierten Quartal wieder einen Rückgang von -3% jeweils verglichen zum Vorquartal. 8 (AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. Branchenstatistik 2023 & 2024)

8 Statistik der Sensorik udn Messtechnik 2023 | AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. (ama-sensorik.de) ; Branchenstatistik 2024 | AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. (ama-sensorik.de)

II.2. Geschäftsverlauf

Der operative Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 war zufriedenstellend. Die Erholung der meisten Märkte des Unternehmens führte dazu, dass der tatsächliche Umsatz 2023 im Vergleich zu 2022 um TEUR +2.064 auf TEUR 20.791 anstieg (+11,0%). Unterproportional zur positiven Entwicklung des Umsatzes ist der Rohertrag in 2023 um TEUR +631 auf TEUR 12.266 angestiegen (+5,4%). Der Hauptgrund für die im Vorjahresvergleich reduzierte Marge ist der im Vergleich zur Gesamtleistung überproportional angestiegene Materialaufwand (+11,0%).

Das Jahresergebnis 2023 hat sich gegenüber 2022 auf einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von TEUR 2.575 verschlechtert (i.Vj. TEUR 3.108). Der Gewinnrückgang im Geschäftsjahr 2023 ist hauptsächlich auf erhöhte sonstige betriebliche und Personalaufwendungen zurückzuführen.

Insgesamt war der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2023 zufriedenstellend. Die im Vorjahreslagebericht prognostizierten Steigerungen bei den Umsatzerlösen wurden um 3 Prozentpunkte überschritten (+11,0% ggü. prognostiziert +8%). Beim Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) wurde der prognostizierte "leichte Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich" nicht erreicht.

II.3. Lage

II.3.1. Ertragslage

2023 2022
Umsatzerlöse TEUR 20.791 18.727
Materialaufwand TEUR 8.575 7.729
Rohertrag TEUR 12.266 11.635
Betriebsergebnis lt. Gewinn- und Verlustrechnung TEUR 2.577 3.143
Finanzergebnis TEUR -2 -35
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung TEUR 2.575 3.108

Die Umsatzerlöse 2023 beliefen sich auf TEUR 20.791 (VJ: TEUR 18.727). Dies entspricht einem Anstieg von 11,0 % und lag damit deutlich über unseren Erwartungen. Hiervon entfallen 38,2 % auf das Inland (+4,6 %), 12,2 % auf die EU (+13,2 %) und 49,6 % auf das restliche Ausland (+16,0 %). Die Umsatzerlöse wurden durch den Verkauf von Produkten (TEUR 19.897; VJ. TEUR 17.677) sowie durch die Erbringung von Dienstleistungen (TEUR 894; VJ. TEUR 1.050) erwirtschaftet. Die Materialquote 2023 bezogen auf die Gesamtleistung belief sich auf 41,1 % (VJ: 39,9 %). Die leichte Veränderung der Materialaufwandsquote gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der relativen Veränderung der Bestandsveränderung um -92,0 %, was auch zur unterproportionalen Steigerung des Rohertrages 2023 bezogen auf die Gesamtleistung um 5,4 % führte.

Der Personalaufwand erhöhte sich in 2023 um 10,1 % von TEUR 4.408 im Vorjahr auf TEUR 4.853. Der Anstieg um TEUR 445 resultiert neben einer gestiegenen Mitarbeiteranzahl im Wesentlichen auf Entgeltsteigerungen sowie höheren Pensionsaufwendungen (TEUR +122). Im Durchschnitt wurden im Geschäftsjahr 2023 57 Mitarbeiter beschäftigt (VJ: 52); bezogen auf die Gesamtleistung stieg die Personaleinsatzquote 2023 geringfügig auf 23,3 % (VJ: 22,8 %).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen des Geschäftsjahres 2023 sind im Vergleich zu 2022 um 2,3 % (bzw. TEUR 8) auf TEUR 356 gestiegen, spielen jedoch mit 1,7 % der Gesamtleistung (VJ: 1,8 %) keine nennenswerte Rolle.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2023 in Höhe von TEUR 4.614 (VJ: TEUR 3.997) liegen bei 22,1 % der Gesamtleistung (VJ: 20,6 %). Der Grund für die absolute Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2023 um TEUR 617 gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen der Anstieg der Konzernweiterbelastungen (TEUR +416), aber auch technische Beraterkosten (TEUR +212).

Das in der Gewinn- und Verlustrechnung 2023 ausgewiesene Betriebsergebnis beträgt TEUR 2.577 (i. Vj. TEUR 3.143; -18,0 %).

Das Finanzergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR -2 um TEUR 33 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Das Finanzergebnis resultiert aus Erträgen (VJ. Aufwendungen) aus Gewinnabführungsverträgen, Aufwendungen für die Pensionsfinanzierung und aus sonstigen Zinsaufwendungen. Aus der Ergebnisabführung der Tochtergesellschaft LumaSense Sensor GmbH ergab sich 2023 ein Ertrag von EUR 8.575 (VJ: Aufwand EUR 939). Die Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen waren 2023 mit TEUR 10 um TEUR 8 geringer als im Vorjahr. Die Zinsaufwendungen bei Banken haben sich in 2023 um TEUR 15 verringert, da die negativen Zinsen von 2022 weggefallen sind.

Das Ergebnis 2023 vor Ergebnisabführung betrug TEUR 2.575 (VJ. TEUR 3.108), was 12,4 % der Gesamtleistung entspricht (VJ. 16,0 %). Aufgrund des Gewinnabführungsvertrags ist der Jahresüberschuss 2023 wie in den Vorjahren Null.

II.3.2. Finanzlage

in TEUR 2023 2022
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 235 921
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -600 -393
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.180 -3.108
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -1.545 -2.580
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 1.374 2.919

Die Kapitalstruktur stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar: Die Gesellschaft finanziert sich wie im Vorjahr neben dem Eigenkapital hauptsächlich aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus nicht ausgezahlten Ergebnisabführungen gegenüber der Gesellschafterin LumaSense Europe GmbH und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzerngesellschaften. Die Finanzierungsquote aus Konzerngesellschaften (Fremdkapital) beläuft sich zum Jahresende 2023 auf 68,6 % (VJ. 66,5 %).

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und Software betrugen 2023 TEUR 600 (VJ: TEUR 393) und betrafen im Wesentlichen Investitionen in das Produktionsequipment in Raunheim in Höhe von TEUR 362, in Software-Rechte in Höhe von TEUR 210 sowie geleistete Anzahlungen für Software in Höhe von TEUR 28.

Die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherstellung der laufenden Zahlungsverpflichtungen und die langfristige Sicherstellung der Liquidität bzw. das rechtzeitige Erkennen von Liquiditätsengpässen und deren Verhinderung.

Die Finanzlage des Unternehmens ist zum 31. Dezember 2023 gut, wenngleich die liquiden Mittel gegenüber den Jahresenden 2022 und 2021 deutlich abnahmen. Die liquiden Mittel betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.374 (VJ. TEUR 2.919) und damit 12,7 % der Bilanzsumme (VJ. 24,0 %). Bankverbindlichkeiten bestehen wie zum Vorjahresstichtag keine. Der Mittelabfluss von TEUR 1.545 im Geschäftsjahr 2023 setzt sich zusammen aus dem positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 235, einem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEUR 600 und einem negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 1.180. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich unter Anwendung der indirekten Methode im Wesentlichen aus den Abschreibungen (TEUR 356) zuzüglich der Veränderung der Rückstellungen (TEUR -179) abzüglich der Veränderung der Vorräte und Forderungen bzw. sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR -3) sowie der Zunahme der operativen Verbindlichkeiten (TEUR +61). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet die Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen abzüglich Einzahlungen aus Anlageabgängen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Veränderung der nicht operativen Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin (i.W. aus noch nicht gezahlten Ergebnisabführungen).

II.3.3. Vermögenslage

2023 2022
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen TEUR 1.348 1.104
Umlaufvermögen TEUR 9.513 11.047
Eigenkapital TEUR 1.528 1.528
Rückstellungen TEUR 1.346 1.525
Kurzfristige Verbindlichkeiten TEUR 7.981 9.070
Bilanzsumme TEUR 10.861 12.159
Eigenkapitalquote % 14,1 12,6

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahresstichtag verändert, die Bilanzsumme der Gesellschaft reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 1.298 (10,7 %) auf TEUR 10.861. Das Eigenkapital bleibt dabei aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags identisch. Die Eigenkapitalquote stieg jedoch aufgrund der geringeren Bilanzsumme auf 14,1 % (VJ. 12,6 %).

Das immaterielle und Sachanlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 244 erhöht; ursächlich hierfür sind Investitionen in Höhe von TEUR 600. Gegenläufig wirkten sich die Abschreibungen in Höhe von TEUR 356 aus. Die Finanzanlagen sind in Folge der Abschreibungen der Geschäftsanteile an den beiden Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2021 auch zum Bilanzstichtag 2023 bei TEUR 0 (VJ. TEUR 0) geblieben.

Das Umlaufvermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 1.534 auf nunmehr TEUR 9.513 verringert. Dies resultierte hauptsächlich aus dem Rückgang der liquiden Mittel um TEUR 1.545, dem Abbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 212 und dem Anstieg von Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 325. Auf der Passivseite ergibt sich die Veränderung hauptsächlich aus dem Rückgang der Rückstellungen um TEUR 179, dem Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 217 sowie dem Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 625. Die Nettoverbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 5.878 (VJ. TEUR 6.828).

Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 179 auf den Stand von TEUR 1.346 verringert (VJ. TEUR 1.525). Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus einer Abnahme der Rückstellung im Zusammenhang mit Lohn und Gehalt (TEUR -110), der Abnahme der Rückstellungen für Bonuszahlungen (TEUR -84) sowie der Abnahme der Pensionsrückstellung (TEUR -53) einerseits und dem Anstieg der Rückstellung für Rückbauverpflichtungen (TEUR +39) sowie für Honorare (TEUR +28) andererseits.

Die Verbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR -1.089 auf den Stand von TEUR 7.981 verringert (i. Vj. TEUR 9.070). Dies resultiert aus der Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR -625; -7,7%), der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR -275; -78,7%) sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -217; -38,7%). Demgegenüber haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR +28; +35,4 %) erhöht.

Der Anlagendeckungsgrad durch Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 113,4 % (VJ. 138,4%), damit ist das langfristig gebundene Vermögen zum 31. Dezember 2023 vollständig langfristig finanziert.

II.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen Leistungsindikatoren der LumaSense Technologies GmbH stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:

2023 2022
Umsatzerlöse TEUR 20.791 18.727
Jahresergebnis vor Gewinnabführung TEUR 2.575 3.108
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 57 52

III. NACHTRAGSBERICHT

Der Geschäftsführung sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt.

IV. PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHT

IV.1. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im 1. Quartal 2024 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2% zum Vorquartal gestiegen, im 2. Quartal um 0,1% zurückgegangen 9 (destatis 30.04.2024, 27.8.2024). Für Deutschland gehen die Prognosen für das deutsche BIP im Jahr 2024 von einer Stagnation aus. So erwartet die EU-Kommission ein Wachstum von 0,1% 10 (Europäische Kommission 15.05.2024), das ifo-Institut ein Wachstum von 0,2% laut Konjunkturprognose Frühjahr und ein Wachstum von 0,4% laut Konjunkturprognose Sommer 11 (ifo-Institut 04.03.2024 bzw. 20.06.2024), während die Bundesregierung mit 0,3% Wachstum rechnet 12 (tagesschau 24.04.2024).

9 Bruttoinlandsprodukt im 1. Quartal 2024 um 0,2 % höher als im Vorquartal - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

10 Frühjahrsprognose 2024: allmähliche Expansion unter hohen geopolitischen Risiken - Europäische Kommission (europa.eu)

11 https://www.ifo.de/publikationen/2024/aufsatz-zeitschrift/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024 ;ifo Konjunkturprognose Sommer 2024: Neue Hoffnung, aber (noch) kein Sommermärchen - Deutsche Wirtschaft arbeitet sich langsam aus der Krise | Fakten | ifo Institut

12 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/fruehjahrsprognose-bundesregierung-wachstum-100.html

Gemäß der Konjunkturprognose des IWF von April 2024 wird sich das globale Wachstum in diesem Jahr auf 3,2% belaufen; noch im Januar 2024 war der Währungsfonds von einem weltweiten Wachstum von 3,1% ausgegangen 13 (IWF April 2024 bzw. IWF Januar 2024). Die OECD prognostiziert ein Wachstum 2024 der Weltwirtschaft um 3,1% 14 (OECD 02.05.2024). Das prognostizierte Wirtschaftswachstum 2024 für den Euro-Raum wird sich laut IWF auf 0,8% und von der EU-Kommission auf 0,8% (ganze EU 1%) belaufen (IWF April 2024; Europäische Kommission 15.05.2024).

13 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/04/16/world-economic-outlook-april-2024 ;World Economic Outlook Update, January 2024: Moderating Inflation and Steady Growth Open Path to Soft Landing (imf.org)

14 https://t4.oecd.org/economy/economic-outlook-steady-global-growth-expected-for-2024-and-2025.htm

Die Inflation, die wegen hoher Energiepreise und Lieferschwierigkeiten in vielen Branchen in 2022 sprunghaft gestiegen ist und in 2023 anhielt, wird im Jahr 2024 in Deutschland zurückgehen, lt. Einschätzung Bundesregierung auf 2,8%, lt. Einschätzung ifo-Institut mit 2,2% 15 (Jahreswirtschaftbericht 22.02.2024; info-Institut 20.06.2024). Für die Euro-Zone wird eine Inflation 2024 von 2,7% (Europäische Kommission 15.05.2024) erwartet und für die Welt von 5,9% (IWF Januar 2024). Im Juni 2024 senkte die Europäische Zentralbank erstmals seit 2019 die Zinsen um 25 Basispunkte auf 4,25 %; weitere Zinssenkungen in 2024 werden erwartet. 16 (ftd.de 02.07.2024)

15 https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/jahreswirtschafsbericht-2024-2261242

16 https://www.ftd.de/finanzen/eurozone-inflation-heute-rate-im-juni-2024-und-zins-prognose/

Der US-Dollar blieb bisher im Jahr 2024 unter der Parität des Eurokurses zum USD.

Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland ist im Sinkflug. Der ifo Geschäftsklimaindex fiel im August 2024 auf 86,6 Punkte, nach 87,0 Punkten im Juli. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage schlechter. Zudem fielen die Erwartungen pessimistischer aus. Die deutsche Wirtschaft gerät zunehmend in die Krise. Im Verarbeitenden Gewerbe hat der Index merklich nachgegeben. Die Unternehmen waren deutlich unzufriedener mit den laufenden Geschäften. Die Erwartungen fielen auf den niedrigsten Wert seit Februar. Die Unternehmen klagten erneut über rückläufige Auftragsbestände. Insbesondere die Investitionsgüterhersteller sind in einer schwierigen Lage. Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verschlechtert. Dies war insbesondere auf skeptischere Erwartungen zurückzuführen. Zudem verschlechterte sich die aktuelle Lage etwas. Im Handel ist das Geschäftsklima nach zwei Rückgängen in Folge wieder leicht gestiegen. Grund dafür waren die etwas weniger pessimistischen Erwartungen. Mit den laufenden Geschäften zeigten sich die Händler hingegen unzufriedener. Im Bauhauptgewerbe ist der Index unverändert geblieben. Auf der einen Seite waren die Unternehmen etwas weniger unzufrieden mit der aktuellen Lage. Auf der anderen Seite trübten sich ihre Erwartungen leicht ein (ifo-Institut 26.08.2024).

Branchenentwicklung und zukünftige Entwicklung der Gesellschaft:

Nach Informationen des AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. sind die Aussichten der Branche für das Jahr 2024 verhalten optimistisch, wobei die geplante Steigerung der Investitionen von 13% die Innovationskraft und die Relevanz der Sensorik und Messtechnik für die Industrie unterstreicht. Im ersten Quartal 2024 lag der Umsatz der Sensorbranche um 2,0% über dem des letzten Quartals 2023. Ebenso gab es bei den Auftragseingängen im ersten Quartal 2024 einen Anstieg von 9,0% im Vergleich zum letzten Quartal 2023. Im Jahr 2023 verringerten sich die Beschaffungsschwierigkeiten spürbar für die Branche. Die Exportquote ins mitteleuropäische Ausland blieb 2023 stabil, während die Exportquote außerhalb Europas deutlich nachließ. Die Aussichten sind positiv; für das Jahr 2024 wird mit einem Umsatzplus von +2,0% im Vergleich zum Vorjahr gerechnet (AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. Branchenstatistik 9.7.2024).

Im Geschäftsjahr 2024 konnte die Gesellschaft in den ersten 2 Quartalen einen Umsatz in Höhe von TEUR 8.064 erreichen. Dieser liegt mit -23,4 % deutlich unter dem Vorjahresniveau der ersten 2 Quartale 2023 (TEUR 10.529) und liegt auch deutlich unter dem Branchenwachstum (+2 % im 1. Quartal 2024) und einem Wachstum von 2% als Umsatzprognose für das gesamte Kalenderjahr 2024 (AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. Branchenstatistik 9.7.2024). Dies deutet bereits auf ein umsatzseitig schwächeres Geschäftsjahr 2024 auch vor dem Hintergrund der zuvor erläuterten makroökonomischen Schwierigkeiten hin. Die LumaSense Technologies GmbH ist von zum Teil hohen Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen betroffen, wodurch eine Abschätzung des voraussichtlich zu erzielenden Jahresergebnisses nur schwer möglich ist. Sollte der negative Wachstumstrend bei den Umsatzerlösen anhalten, wird der Umsatz 2024 um ca. -23 % unter demjenigen des Geschäftsjahres 2023 liegen. Insgesamt rechnet das Management mit einem Rückgang des Jahresergebnisses 2024 (vor Gewinnabführung) im mittleren zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023. Dabei wird mit einer leicht rückgängigen Mitarbeiterzahl geplant.

Der Service- und Dienstleistungsbereich sowie eine stetige Weiterentwicklung der Produkte werden weiterhin im Fokus stehen. In diesem Zusammenhang streben wir weitere umfangreiche Investitionen in die Forschung und Produktentwicklung an. Die Gesellschaft wird neben dem Verkauf der eigenen Produkte nach wie vor den Vertrieb von Konzernprodukten ausbauen, um den Kunden eine umfassende Produktpalette von Messinstrumenten anbieten zu können.

IV.2. Risikobericht

Zu den Risiken im allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld resultierend aus der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung insbesondere in Deutschland und Europa wird auf vorstehenden Punkt IV.1. (Prognosebericht) verwiesen. Der Krieg in Gaza hat keinen direkten oder einen negativen Einfluss auf die Gesellschaft und wird derzeit nicht als Risiko angesehen. Daneben bestehen weiterhin folgende Risiken:

Die Gesellschaft verfügt über ein permanentes Risikomanagementsystem, das die regelmäßige Identifikation, Analyse und Bewertung der wesentlichen unternehmensspezifischen Risiken, wie Absatzmarktrisiken, Absatzpreisrisiken und Kundenrisiken sicherstellt.

Das monatliche Berichtswesen beinhaltet Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, die zeitnah Abweichungen vom erstellten Jahresbudget bzw. den laufend erfolgenden Vorschauanpassungen ausweist. Betriebliche Aufwendungen werden je Kostenstelle durch Soll /Ist-Vergleiche monatlich analysiert. Auftragseingang und Umsatz werden täglich über das IT-System erfasst und wöchentlich mit Plan- und Vorjahreszahlen verglichen.

Generell ist die Gesellschaft von der weltweiten, insbesondere aber der deutschen und europäischen Konjunktur- und Branchenentwicklung abhängig. Ein Abschwächen dieser Faktoren würde die Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflussen. Das Unternehmen tritt der beschriebenen wirtschaftlichen Situation mittel- und langfristig durch lokale, kundenorientierte Entwicklung von Produkten und Produktderivaten entgegen.

Die Gesellschaft ist zu 100 % in den weltweiten Advanced-Energy-Konzern eingebunden und damit unmittelbar von den strategischen Entscheidungen und der wirtschaftlichen Entwicklung des weltweiten Konzerns abhängig. Die positive Entwicklung der LumaSense Technologies GmbH setzt voraus, dass auch künftig eine technologisch führende Rolle in den Geschäftsfeldern der Gesellschaft besetzt werden kann. Hierzu ist neben dem Erkennen zukünftiger Tätigkeitsschwerpunkte (insbesondere durch den Konzern) auch das Halten und Gewinnen von hervorragenden Mitarbeitern eine wichtige Voraussetzung.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass für die LumaSense Technologies GmbH und die mit ihr verbundenen Unternehmen potentielle Risiken und Chancen aus der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der von der Gesellschaft bearbeiteten Märkte bestehen. Es handelt sich insbesondere um Risiken und Chancen der konjunkturellen Entwicklung der Branchen und Märkte sowie aus dem Verhalten und der Entwicklung von Wettbewerbern.

Auf der Grundlage des derzeitigen Kenntnisstandes sind keine Risiken bekannt, die die Entwicklung der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen könnten oder deren Bestand gefährden.

IV.3 Chancenbericht

Neben den im Risikobericht aufgeführten Risiken sieht das Unternehmen folgende Chancen, wobei von keinen weiteren negativen Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg und dem Gaza-Krieg ausgegangen wird.

Der Service- und Dienstleistungsbereich sowie eine stetige Weiterentwicklung der Produkte werden weiterhin im Fokus stehen. Die Gesellschaft wird neben dem Verkauf der eigenen Produkte nach wie vor den Vertrieb von Konzernprodukten ausbauen, um den Kunden eine umfassende Produktpalette von Messinstrumenten anbieten zu können.

Aufgrund von Konzentrationsprozessen bei Herstellern im Bereich Infrarot-Messgeräte ist mit sich ändernden Wettbewerbssituationen zu rechnen. Diese können sich sowohl vorteilhaft als auch nachteilig auf uns auswirken. Durch die Einbindung in die Advanced Energy Industries-Gruppe, Denver, Colorado/USA, sollten wir hier eine deutlich bessere Ausgangsposition haben.

Dem Risiko der technischen Alterung ihrer Produkte trägt die Gesellschaft durch die Entwicklung neuer Produkte und die systematische Weiterentwicklung von Produkten aus dem Produktportfolio in Zusammenarbeit mit unseren Kunden und in Übereinstimmung mit unserer langfristigen Entwicklungsstrategie Rechnung. Mit neuen Produkten sollen weitere Anwendungsgebiete erschlossen und unsere Marktposition ausgebaut werden.

Währungskursrisiken bei Umsätzen in Märkten außerhalb des Euro-Raumes können durch eine teilweise Rechnungsstellung in US-Dollar nicht ganz ausgeschlossen werden. Steigende Eurokurse im Vergleich zu anderen Währungen, vor allem dem US-Dollar, können unsere Produkte in diesen Märkten verteuern und langfristig zu Umsatzeinbußen oder Margenverlusten führen. Fallende Kurse würden dementgegen zu einer Verbilligung unsere Produkte führen und Umsatzgewinne und steigende Margen ermöglichen.

V. RISIKOBERICHTERSTATTUNG IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind.

Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren.

Die Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen Unternehmen, die sich durch positives Zahlungsverhalten über mehrere Jahre eine sehr gute Reputation erarbeitet haben. Weiterhin sichert das Unternehmen Forderungen durch Vorkassenvereinbarungen, Akkreditive und Dokumenten-Inkasso ab. Damit wird das Ausfallrisiko als gering eingeschätzt.

Aus dem Einkauf von Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren bei Konzernunternehmen im Ausland entstehen Fremdwährungsverbindlichkeiten in US-Dollar. Unsere Verkäufe sind in Euro und US-Dollar. Das Währungsrisiko sichert der Mutterkonzern durch Hedgingprozesse ab, deshalb ist das Währungsrisiko als gering einzuschätzen. Durch monatliche Gegenüberstellung der Fremdwährungspositionen und Auswertung der Trends werden geeignete Maßnahmen getroffen, um das Währungsrisiko unter Kontrolle zu halten. Lokale Devisentermingeschäfte oder andere Währungssicherungen sind daher nicht erforderlich.

 

11. Oktober 2024

LumaSense Technologies GmbH
Die Geschäftsführung

Andreas Breitkopf, Geschäftsführer

Elizabeth Vonne, Geschäftsführerin

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LumaSense Technologies GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LumaSense Technologies GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LumaSense Technologies GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 11. Oktober 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hämmerle, Wirtschaftsprüfer

Maisch, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss wurde am 19. November 2024 festgestellt.

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