m+c Asset Allocation GmbH
Selbe AdresseUnternehmensberatung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Möhrle seit 26.3.2025 | Geschäftsführer |
Stefan Albert Mayerhofer seit 14.9.2023 | Geschäftsführer |
Claus Weber seit 20.4.2023 | Geschäftsführer |
Christian Gruben seit 7.5.2019 | Prokura |
Jürgen Böhlen seit 27.5.2011 | Prokura |
Claudia Lehmair seit 11.2.2010 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MFI Asset Management GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Geschäftsmodell der MFI Asset Management GmbH Die MFI Asset Management GmbH gehört zu den erfolgreichen und bankenunabhängigen Vermögensverwaltern. Wir verfolgen eine klare Unternehmensstrategie, welche laufend durch die Geschäftsleitung überprüft wird: Eine vollumfängliche, unabhängige und langfristige Beratung und Betreuung von institutionellen Kunden, schwerpunktmäßig in Publikums- und Spezialfonds. Bei der Beratung unserer Kunden setzen wir konsequent auf langfristige Beziehungen und stellen den Kunden und seine individuellen Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Aufsichtsrechtliche Grundlagen Der MFI Asset Management GmbH wurde seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Erlaubnis zum Betreiben von Finanzdienstleistungsgeschäften i. S. v. § 2 Abs. 2 Nr. 3, 4, 5 und 9 WpIG erteilt. Die Erlaubnisse wurden seinerzeit nach dem Kreditwesengesetz erteilt und gelten gemäß § 86 Abs. 1 WpIG als Erlaubnisse nach dem Wertpapierinstitutsgesetz ohne weitere Anforderungen für die Gesellschaft fort. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen und auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten zu handeln. Ziele und Strategien Unternehmenssteuerung Zur Sicherung der primären Unternehmensziele der Stärkung der Ertragskraft und der Sicherung zukünftiger Entwicklung steuert die Geschäftsführung der MFI Asset Management GmbH das Unternehmen unter Berücksichtigung aller wesentlichen Chancen und Risiken. Die Anpassung der Unternehmensstrategie wird laufend in Meetings der Geschäftsleitung überprüft und bei Notwendigkeit auf die veränderten Marktgegebenheiten angepasst. Die systematische Risikoidentifikation und -bewertung, die Prüfung der Handlungsalternativen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung der Risiken sowie ein fortlaufend effizientes Controlling und Berichtswesen sind integraler Bestandteil der strategischen Gesamtsteuerung des Unternehmens. Auswertungen und Berichte über den Geschäftsverlauf werden der Geschäftsführung regelmäßig oder anlassbezogen zur Verfügung gestellt. Abweichungen bzw. sich abzeichnende Risiken werden durch eine Vorschaurechnung zum Jahresende frühzeitig aufgezeigt und ggf. entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen und Korrekturen eingeleitet. Im Rahmen der Kosten- und Erlössteuerung steht der Geschäftsführung tagesaktuell die Erlössituation zur Verfügung. Die zentral erfassten Ergebnisse werden dabei regelmäßig überwacht. Als wesentliche unternehmensweite Bezugsgrößen für die strategische Steuerung des Unternehmens und den unternehmerischen Erfolg sind im Rahmen des strategischen Controllings die Kenngrößen der "Assets under Management"(AuM) und der Bruttoprovisionserlöse. Einfluss auf die Geschäftsentwicklung Die Geschäftsentwicklung der MFI Asset Management wird wesentlich beeinflusst durch die Entwicklung des Branchenumfeldes sowie der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Wesentliche Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung hatte die in 2023 vollständig - aufgrund einer im Q4 2022 erfolgten Verschmelzung - integrierte Selection Asset Management GmbH. Die Investitionsbereitschaft der Kunden setzt ein solides Zukunftsvertrauen voraus. Wichtige Indikatoren stellen dabei das Wirtschaftswachstum sowie die Entwicklung auf den internationalen Geld- und Kapitalmärkten dar. Prägend war in diesem Jahr für die MFI Asset Management GmbH auch der Förderung der Mitarbeiter, welche die Firma mit spezifischen Fähigkeiten ergänzen sollen, damit man dem Wachstum des Unternehmens und den Kunden auch in Zukunft gerecht werden kann. Ebenso sind somit Nachfolgeregelungen in der Kundenbetreuung strategisch vorbereitet. Strategische Ausrichtung Bereits mit Wirkung zum 08. Dezember 2022 wurde die LAIQON AG (vormals Lloyd Fond AG) mit Sitz in Hamburg ein direkter, 100%iger Mehrheitsgesellschafter der MFI Asset Management GmbH. Die MFI Asset Management GmbH wurde in den LAIQON-Konzern als Tochtergesellschaft der LAIQON eingebunden. In dem erweiterten Konzernumfeld ist es möglich Synergien zu nutzen und Ressourcen effizient zu allokieren. Ausgehend von der neuen Gesellschaftsstruktur haben sich effizientere Lösungen ergeben, indem einige Teile der MFI Asset Management GmbH auf andere Unternehmen des Konzerns ausgelagert wurden. Im Zuge dessen wurde verschiedene Service Level Agreements abgeschlossen. Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld Entwicklung der Weltwirtschaft & entscheidende Themen Das Jahr 2023 war insgesamt geprägt von einer weiterhin restriktiven Geldpolitik der westlichen Notenbanken mit dem Ziel, die hohen Inflationsraten des Vorjahres in Richtung des langfristigen Inflationsziels von 2% zu reduzieren. Damit einhergehend schwächten sich die reale Wirtschaftsentwicklung global deutlich ab. Die USA verzeichneten hierbei durch eine expansive Fiskalpolitik, welche im Kontrast zur restriktiven Notenbankpolitik steht, relativ zur Eurozone eine Resilienz. Auch die Inflationsraten schwächten sich im Vergleich zu 2022 deutlich ab. Zum Großteil ist die Entspannung in der Preisentwicklung darauf zurückzuführen, dass sich die Angebots-bedingten Faktoren ("Supply-Driven-Inflation") im Zuge der Corona-Pandemie entspannt haben, zum anderen konnten die Notenbanken mit den späten aber dann deutlichen Zinserhöhungen die mittel- bis langfristigen Inflationserwartungen im Zaum halten. In den USA zeigten sich die ersten negativen Spuren der restriktiven Zinspolitik im März 2023 durch die Pleite der Silicon Valley Bank und weiterer Institute aus dem Regionalbanken-Bereich, welche mit einer Kombination aus abgewerteten Anleihebeständen bei gleichzeitig hohen Abflüssen (Bankrun) zu kämpfen hatten. Ruhe in die (Regional)-Bankenkrise, welche in Europa in der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS mündete, kehrte dadurch ein, dass die Fed durch das "Bank Term Funding Programm" Liquidität gegen hohe Sicherheiten zum Nominalwert zur Verfügung stellte und schwächelnde Banken nicht mehr zur Realisation von Marktwertverlusten gezwungen waren. Nachdem in den USA gegen Ende 2023 zunehmend ersichtlich war, dass die Inflation sich stetig in Richtung des Zielkorridors der Fed bewegt, deutete die Fed im Rahmen der Dezember-Sitzung eine Zinswende für 2024 an. Europa und die Eurozone stehen durch den Krieg in der Ukraine unter einem besonderen geopolitischen Druck. Die damit einhergehenden Anpassungsprozesse - insbesondere im Energiebereich - führen gerade für Deutschland zu stagflationären Tendenzen und bedingen eine mögliche Stagnation. Gleichzeitig besteht die Gefahr einer "Re-Globalisierung" in Kombination mit einem "Inflation Reduction Act" in den USA zu einer Verlagerung von Industrieproduktion und Direktinvestitionen von Europa (und Deutschland) in Richtung der USA. China als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt enttäuschte die Erwartungen in 2023 im Kontext der "Öffnung" nach den Corona-bedingten Lock-Downs. Ein deutlich positiver Nachfrageimpuls blieb aus, da insbesondere der Konsument weiterhin verunsichert ist und die Probleme am Immobilienmarkt weiterhin das Wachstum bremsen. Überraschenderweise konnten sich viele Schwellenländer trotz der restriktiven US Zinspolitik robust entwickeln - eine Kapitalflucht wie in den 90er Jahren stellte sich in dieser Region nicht ein. Geopolitisch konnte trotz der terroristischen Attacke der Hamas in Israel und der daraufhin folgenden militärischen Intervention Israels im Gazastreifen ein Flächenbrand bis Ende 2023 verhindert werden. Auch wenn der Pessimismus zu Jahresbeginn 2023 noch groß war und die Mehrheit der Marktteilnehmer von einem schwierigen Kapitalmarktumfeld ausging - die Erwartungshaltung für eine deutliche US Rezession war sehr ausgeprägt - zeigten sich sowohl die Aktien- als auch die Rentenmärkte weniger volatil als im Vorjahr. Trotzdem war das Jahr geprägt von zwischenzeitlich hohen Schwankungen - größtenteils ausgelöst durch die starken Bewegungen am Zinsmarkt. Im März 2023 sorgte die Bankenkrise in den USA (und Europa) für kurzzeitige Verwerfungen, welche jedoch durch ein Eingreifen der Notenbanken und der Politik schnell beendet werden konnten. Am Immobilienmarkt waren deutliche Verwerfungen - gerade im Commercial Real Estate Bereich in den USA, aber auch im Finanzierungsmarkt in Deutschland - zu erkennen, welche auch per Ende 2023 noch zu spüren waren. Ein größeres Schock-Ereignis ergab sich jedoch nicht, so dass sich der VIX (Volatilitätsindex des S&P 500) stetig ab Q2 2023 unterhalb der 20er Marke bewegte. Nachdem die letzte Zinsanhebung der Fed im Juli erfolgte und die Märkte bereits auf eine baldige Zinswende setzten, testete die 10-jährige US Treasury Rendite das Niveau bei 5% im Oktober 2023 um danach den Rückwärtsgang einzulegen und schloss das Jahr bei 3,88%. Ein ähnliches Muster zeigte die 10-jährige Bund-Rendite, welche in der Spitze im Oktober 2023 ein Niveau bei knapp unter 3% erreichte und das Jahr auf einem Niveau bei 2,02% beendete. 1 Die Aktienmärkte konnten sich im Jahresverlauf deutlich positiv entwickeln, wobei zwischen August und Oktober eine längere Korrektur einsetzte. Mit den rückläufigen Renditen am Zinsmarkt, getrieben durch die Hoffnung auf eine baldige Zinswende, und dem Ausbleiben von neuen inflationären Schocks, setzte eine beeindruckende Jahresendrallye ein. Als Haupttreiber der positiven Aktienentwicklung in 2023 gilt es die "Magnificient 7" Aktien in den USA (ehemals US BIG TECH) zu erwähnen, welche zu einem Großteil der positiven S&P 500 Performance beitrugen. Gerade NVIDIA konnte von der Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz positiv profitieren. Im Zuge der Jahresendrallye konnten insbesondere die europäischen Aktienmärkte überzeugen. Der S&P 500 beendete das Jahr mit +22% (in EUR), der DAX lag knapp dahinter mit +20,31%. 1 Die Credit-Märkte zeigten sich ebenfalls insgesamt freundlich, da sich die Risikoaufschläge (Spreads) in 2023 deutlich einengen konnten und zum Jahresende der Rückgang in den Staatsanleihe-Renditen aus Durationssicht positiv unterstützten. Trotz der seit Ende 2022 spürbar angestiegenen Ausfallraten blieben größere Verwerfungen im Credit-Bereich aus. Mit EUR Investment Grade Anleihen konnte eine Performance von >8% erzielt werden. Der Bereich EUR High Yield lieferte eine Performance von 12% ab. Im Vergleich zu Deutschen Staatsanleihen (1-10 Jahre), deren Performance bei 4,5% im positiven Bereich abschloss, bedeutet dies eine deutliche Outperformance. 1 Aus Multi Asset Sicht gilt es zu erwähnen, dass über fast alle Assetklassen positive Performances erzielt werden konnten. So lag Gold bei einer Performance Ende 2023 von fast 10%. Einzig enttäuschend schlossen Rohstoffmärkte ab, welche bei ca. -10% (hedged in EUR) das Jahr beendeten. 1
1 Quelle: Morningstar, eigene Berechnung
Regulatorisches Umfeld Wesentliche Bedeutung für die Finanzportfolioverwaltung hat in der jüngeren Vergangenheit der Nachhaltigkeitsaspekt von Finanzanlagen erlangt. Die Definition von Nachhaltigkeitskriterien und der Nachweis von deren Einhaltung nehmen inzwischen auch erheblichen Raum in den regulatorischen Vorgaben ein. Seit dem Inkrafttreten des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) am 26. Juni 2021 gilt die MFI Asset Management als Wertpapierinstitut, dessen Rechtspflichten zur Ausübung der Geschäftstätigkeit sich aus dem WpIG ergeben. Gemäß § 2 Abs. 16 WpIG in Verbindung mit Art. 12 der Verordnung (EU) 2019/2033 (Investment Firm Regulation - IFR) gilt die MFI Asset Management GmbH als kleine und nicht verflochtene Wertpapierfirma. Wesentliche Änderungen der Berichtspflichten oder der Intensität der Beaufsichtigung durch Aufsichtsbehörden ergeben sich nach Wahrnehmung der MFI Asset Management GmbH aus dem Inkrafttreten des WpIG nicht. Am 11.12.2023 wurde seitens der BaFin im Bundesgesetzblatt (2023 Nr. 349) die Wertpapierinstituts-Anzeigeverordnung, kurz Wpl-AnzV veröffentlicht. Diese hat ab dem 12.12.2023 Gültigkeit. Dabei haben sich die Anzeigenpflichten bei Auslagerungsfortbeständen nach §64 Abs. 1 Nr. 13 WpIG für kleine Wertpapierinstitute und damit relevant für die MFI Asset Management GmbH, gemäß §13 Abs. 5 Wplg-AnzV, geändert. Allgemein geht die Gesellschaft davon aus, dass auch zukünftig die Regelungsdichte für Finanzportfolioverwalter nicht abnehmen wird. Angesichts des tendenziellen Anwachsens der sich aus regulatorischen Vorgaben ergebenden Verpflichtungen ist es für die MFI Asset Management GmbH von umso größerer Bedeutung, weiterhin Effizienzgewinne, die sich aus dem Zusammenschluss mit der LAIQON-Unternehmensgruppe ergeben, zu realisieren. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von der restriktiven Geldpolitik von Seiten der EZB und FED. Die Integration des Unternehmens in das Konzernumfeld der LAIQON AG (ehemals Lloyd Fonds AG), ist im Jahr 2023 weiter vorangeschritten. Daneben wurde der Geschäftsverlauf maßgeblich von der Verschmelzung der Selection Asset Management mit der MFI Asset Management GmbH (aufnehmende Gesellschaft) geprägt. Diese erfolgte bereits im Q4 2022, ist jedoch erstmals im gesamten Geschäftsjahr abgebildet. Eine Anpassung der Aufbau- und Ablauforganisation an die betrieblichen Notwendigkeiten innerhalb der MFI wurde nurmehr im Bereich der Harmonisierung vorgenommen, Automatisierung und Digitalisierung der Prozesse und des Workflows, insbesondere im Bereich der Orderbearbeitung. Dies wird im Jahr 2024 zu weiteren Verbesserungen und Vereinfachungen im Work Flow der Gesellschaft führen. Die Mitarbeiteranzahl der MFI betrug Ende des Jahres 15 Personen. Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die in den Fonds und Mandaten umgesetzten Strategien insgesamt trotz des anspruchsvollen Marktumfeldes positiv. So konnten beispielsweise trotz Anfang des Berichtsjahres einbrechender Renten- und Aktienmärkte erfolgsorientierte Vergütungen (Performancefees) vereinnahmt werden. Dies waren jedoch im Vergleich zum Vorjahr dennoch rückläufig. Vereinnahmt wurden 534 T€ im Vergleich zu 786 T€ im Vorjahr. Die entsprechende Kundenzufriedenheit mit den Ergebnissen der von der MFI Asset Management GmbH verantworteten Fonds und Mandaten führte unter anderem zu Aufstockungen bestehender Fonds und auch Neuauflagen in anderen von der MFI angebotenen Strategien im mittleren neunstelligen Bereich. Es gab im Berichtsjahr keine Erträge aus dem Verkauf immaterieller Vermögengegenständen, was zu einem insgesamt deutlich niedrigeren Ergebnis führte. Im vorherigem Jahr 2022 wurden durch den Verkauf 1.315 T€ eingenommen. 2. Ergebnisverlauf Als wesentliche Leistungsindikatoren sehen wir das von uns verwaltete Kundenvolumen Assets under Management (AuM) und die aus diesen gewonnen Provisionserträge. Im Geschäftsjahr 2023 konnte das insgesamt betreute Kundenvolumen von 1,9 Mrd. € Ende 2022 auf 2,6 Mrd. € stark gesteigert werden und lag damit nur leicht unter den erwarteten 2,5 Mrd. €. Die Gesellschaft betreute zum Jahresende 2023 Spezialfonds, Publikumsfonds, sowie Mandate für ausschließlich institutionelle Kunden. Stiftungen, kirchliche Einrichtungen, Pensionskassen, öffentlichrechtliche Unternehmen und Privatunternehmen, Family Offices und Versicherungen sind dabei die Kundensegmente, aus denen sich bei den Spezialfonds und Mandaten die Beneficial Owner zusammensetzen. Im Geschäftsjahr stiegen die Provisionserträge aufgrund der höheren Assets under Management auf 6,1 Mio. €, deutlich über den erwarteten 4,8 Mio. € und auch stark gegenüber dem Vorjahreswert von 4,4 Mio. €. Gleichzeitig stiegen die Provisionsaufwendung in Relation noch stärker von 0,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr, auf 2,2 Mio. € in der Berichtsperiode und verringerten so das Endergebnis um 2.202 T€. Im Vorjahr beliefen sich die Provisionsaufwendungen noch auf 744 T€. Im Geschäftsjahr hinzugekommene Mandate haben in einem deutlich höherem Umfang weiterzugebende Provisionen als bestehende Mandate. Finanzlage Das Finanzmanagement wird zentral in Zusammenarbeit mit den Bereichen Rechnungswesen und Controlling durchgeführt und eng von der Geschäftsführung überwacht. Primäres Ziel ist hierbei, die Zahlungsbereitschaft des Unternehmens jederzeit zu gewährleisten. Die MFI Asset Management GmbH ist solide finanziert, erkennbar an ihrem hohen Eigenkapitalanteil. Das notwendige Anlagevermögen des Unternehmens ist in vollem Umfang eigenkapitalfinanziert. Das operative Geschäft der MFI Asset Management GmbH ist aufgrund des Geschäftsmodells zudem wenig kapitalintensiv, da wesentliche Teile des Hauptkostenblocks "Gehälter" sowie Provisionszahlungen an externe Vermittler in Abhängigkeit von eingenommen Provisionserträgen. Zur langfristigen Finanzierung des Unternehmens werden keine Fremdmittel in Form von Darlehen benötigt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich überwiegend aus noch zu zahlenden Vergütungen an Vertriebspartnern zusammen. Den Gesamtverbindlichkeiten von 777 T€ stehen täglich fällige Forderungen gegenüber Banken und Kunden in Höhe von 2.514 T€ gegenüber. Die "Sonstigen Verbindlichkeiten" in Höhe von 723 T€ (Vorjahr: 2.381 T€) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 465 T€ (Vorjahr: 2.295 T€) und Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt von 202 T€. Die Verringerung gegenüber dem Vorjahr begründet sich fast ausschließlich durch die Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber dem Mutterkonzern, was aus dem geschlossenen Ergebnisabführvertrag hervorgeht und in diesem Berichtsjahr geringer zu Tragen kam. Gegenläufig dazu haben sich die Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt von 0 € in 2022 auf 202 T€ 2023 erhöht. Diese Verbindlichkeit ergab sich aus der variablen Vergütungen an Mitarbeiter, welche zum Bilanzstichtag noch nicht ausbezahlt waren. Die Rückstellungen haben sich von 1.993 T€ auf 1.144 T€ auf Grund geringerer Steuerrückstellungen aufgrund der Organschaft verringert. Die Eigenkapitalausstattung der MFI Asset Management GmbH hat sich in der Berichtsperiode nur geringfügig auf 3.350 T€ reduziert. Die Eigenkapitalquote beträgt 57,3% der Bilanzsumme. Was alle Anforderungen an die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelquoten über die gesetzlichen Vorgaben hinaus erfüllt und als Sicherheit für zukünftige Entwicklungen dient. Das Unternehmen ist damit gut auf wirtschaftliche Veränderungen im Umfeld vorbereitet. Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen in Euro. Absicherungen von Nettopositionen in Fremdwährung und derivative Finanzinstrumente wurden nicht eingesetzt. Mit einer Liquidität in Höhe von 728 T€ ist die Gesellschaft zudem in der Lage, flexibel Chancen wahrzunehmen und etwaige Liquiditätsrisiken aufzufangen. Damit ist insgesamt die Vermögenslage der Gesellschaft geordnet und mit einer Rückstellung für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 550 T€ ist die MFI auch gegen etwaige, unvorhergesehene Belastungen gut gewappnet. Die MFI Asset Management GmbH war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Das positive Ergebnis des Geschäftsjahres 2023, ist vollständig an die Muttergesellschaft abzuführen, was durch einen Gewinnabführungsvertrag formell geregelt ist. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme der MFI Asset Management GmbH beläuft sich zum 31.12.2023 auf 5.842 T€, nach 8.411 T€ zum 31.12.2022. Kunden und Bankenforderungen Unter Risikogesichtspunkten wurden die liquiden Mittel im Rahmen der Disposition weiterhin als kurzfristige Bankengelder angelegt. Die Forderungen an Kunden bestehen aus Forderungen aus Verwaltungsvergütungen. Der Anteil der Forderungen an Kunden und Banken gemessen an der Bilanzsumme beträgt zum Jahresende 43,03% (Vorjahr 48,4%) und ist damit nur geringfügig rückläufig. Akuten bzw. latenten Risiken aus dem Forderungsbestand wurde durch Bildung von Wertberichtigungen in ausreichendem Umfang Rechnung getragen. Sonstige Vermögenswerte Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus dem Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.652 T€ (Vorjahr: 3.221 T€). Dieser wurde aufgrund einer Reduzierung von variablen Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 265 T€ außerplanmäßig abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 659 T€ (Vorjahr: 1.092 T€) und beinhalten im Wesentlichen einen Kredit gegenüber dem Mutterunternehmen, Körperschaftssteuerrückforderungen und Forderungen aus Gewerbesteuerüberzahlungen. Die Kredite, welche dem Mutterunternehmen im vergangenem Berichtsjahr ausgegeben wurden, sind planmäßig zurückgezahlt worden und führten zu einer Reduktion von 434 T€ an Forderungen an verbundenen Unternehmen. Zusammenfassende Beurteilung der Lage Insgesamt war die Geschäftsentwicklung 2023 vor dem Hintergrund der Entwicklung der AuM und Provisionserträge aus Sicht der Geschäftsleitung zufriedenstellend. 7. Risikobericht Risikomanagementsystem Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das Finanzdienstleistungsgeschäft nicht frei von Risiken. Neben allgemeinen Risikofaktoren - wie Konjunkturschwankungen, neue Technologien und Wettbewerbssituationen oder sonstige sich verändernde Rahmenbedingungen - bestehen spezifische Geschäftsrisiken, die sich neben Liquiditäts-, Betriebs- und Rechtsrisiken insbesondere in Form von Marktrisiken zeigen. Die Beherrschung der Risiken ist daher ein entscheidender Faktor für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Zur systematischen Auseinandersetzung mit diesen Risiken haben wir organisatorische Regelungen getroffen, die die Risikoerkennung, -kommunikation, -steuerung und -kontrolle sicherstellen. Verantwortlich für die Umsetzung der Risikoüberwachungssysteme sind die Geschäftsleiter der Gesellschaft. Risikostrategie Den Rahmen für das Risikomanagement bildet die von der Geschäftsleitung verabschiedete Risikostrategie. Auf der Basis des vierteljährlichen Risikoberichtes sowie der Planungsrechnung wer-den bei Bedarf rechtzeitig Maßnahmen eingeleitet, die zu einer frühzeitigen Risikoreduzierung führen. Risikoidentifikation Auf der Basis der Identifikation aller auf das Unternehmen einwirkenden Risiken (Risikoinventur) wird geprüft, welche Risiken wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-, Liquiditäts- oder Ertragslage haben können. Die Risikoidentifikation liegt in der Verantwortung der für den jeweiligen Geschäftsbereich zuständigen Verantwortlichen und wird gesteuert durch das Risikocontrolling. Einzelrisiken werden in den Risikobericht aufgenommen, sofern das Risiko zu einer potenziellen aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalbelastung führen könnte. Risikomessung Zur angemessenen Bestimmung des Risikoprofils werden grundsätzlich quantitative Methoden eingesetzt. Nur qualitativ ermittelbare Einzelrisiken (z. B. Reputationsrisiko) werden im Rahmen von Erwartungswerten über die Betrachtung einer Eintrittswahrscheinlichkeit in einen quantitativ messbaren potenziellen Schaden überführt. Darüber hinaus erfolgen im Rahmen der Geschäftstätigkeit des Unternehmens auch Stresstestrechnungen, die aus dem Ertragsrisiko berechnet werden. Risikodeckungspotential Die Risikotragfähigkeit beschreibt die maximal mögliche Vermögensreduktion des Unternehmens bevor eine Existenzgefährdung eintreten kann. Das Gesamtrisiko darf diese maximale Risikotragfähigkeit nicht überschreiten. Das Risikodeckungspotential entspricht der gesamten Risikotragfähigkeit des Unternehmens und stellt das Gesamtlimit der zugelassenen Risikopositionen dar. Risikosteuerung, Risikoüberwachung und Risikoreporting Die Festlegung adäquater Steuerungsinstrumente für Einzelrisiken, die Risikoüberwachung sowie das -reporting erfolgt IT-gestützt mittels "Risk-Manager", mit dessen Unterstützung einerseits die Zuordnung der Instrumente und die Überwachung der Limitauslastung dokumentiert und anderseits sich daraus evtl. ergebender Handlungsbedarf abgeleitet werden kann. Die Risikosteuerung ist Aufgabe aller betroffenen Verantwortlichen während die Risikoüberwachung grundsätzlich im Zuständigkeitsbereich des Risikocontrollings liegt. Die Geschäftsleitung als Entscheidungsträger wird zeitnah durch das Risikocontrolling mit allen risikorelevanten Informationen versorgt. 7.1. Marktpreisrisiken Bedingt durch das Geschäftsmodell hat die Entwicklung auf den Zins- und Kapitalmärkten einen bedeutenden Einfluss auf die Ertragslage. Sämtliche Verwaltungsvergütungen sind volumenbasiert und damit stark abhängig von der Entwicklung der betreuten Kundenvolumen, welche bei positiven Entwicklungen an den Zins- und Kapitalmärkten sowohl stark steigen als auch stark fallen können. Auch bei den erfolgsorientierten Vereinbarungen (Performancefee) führen Kursrückgänge zu verminderten Einnahmen 7.2. Liquiditätsrisiken Das liquide Vermögen der Gesellschaft bestand zum Geschäftsjahresende 2023 aus Sichteinlagen und Tagesgeldern in Höhe von 728 T€. Die Liquidität hat sich im Geschäftsjahr entsprechend dem Liquiditätsplan der Gesellschaft entwickelt. Ungeplante Liquiditätsabflüsse fanden während des Geschäftsjahres nicht statt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war während des Geschäftsjahres jederzeit sichergestellt. Mit der Liquidität zum 31.12.2023 können sämtliche anstehende, auch außerordentliche, Liquiditätsabflüsse problemlos bedient werden. Das operative Geschäft liefert auf Quartalsbasis einen positiven Cash-Flow und kann damit ohne Liquiditätsengpässe betrieben werden. Die unterjährige Überschussliquidität wird weiter in Form von Sichteinlagen oder Tagesgeldern gehalten. 7.3. Adressausfallrisiko Aufgrund der speziellen Forderungsstruktur der Gesellschaft gehen wir von keinem erkennbaren Ausfallrisiko für die Gesellschaft aus. Die Kundenforderungen beziehen sich im Wesentlichen auf Sondervermögen (Spezial- und Publikumsfonds). Die Sichteinlagen und Termingelder liegen bei den Kooperationsbanken werden hinsichtlich des Ausfallrisikos als sicher angesehen werden und ein an die Muttergesellschaft LAIQON AG vergebener Kredit in Höhe von 0,9 Mio. € wurde zu Marktkonditionen verzinst, teilweise zurückgezahlt und mit noch 0,2 Mio. € als Forderung bilanziert. 7.4. Personalrisiken Das Risiko der Mitarbeiterfluktuation ist im jetzigen Umfeld der LAIQON AG etwas gesunken, da einige Bereiche der MFI an die LAIQON AG ausgelagert worden sind Bereichen (z. B. Compliance, Geldwäsche, Personalwesen sowie IT). Dennoch ist das Risiko omnipräsent und um diesem entgegenzuwirken, steht die Geschäftsführung im stetigen Austausch mit jedem einzelnen Mitarbeiter, um weiter eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit zu gewährleisten. Die derzeitigen personellen Kapazitäten der Gesellschaft sind ausreichend, um das operative Geschäft ohne jegliche Einschränkungen umsetzen zu können. Es fanden Mitarbeiterschulungen in den Bereichen Geldwäsche, Datenschutz und Compliance statt. Außerdem wurden Mitarbeiter individuell durch Seminare und Fortbildungsveranstaltungen weitergebildet. Krankheitsbedingte Ausfälle waren im abgelaufenen Kalenderjahr im Rahmen des Üblichen zu verzeichnen und wurden durch festgelegte Vertretungsverantwortlichkeiten aufgefangen und geregelt. 7.5. Operationelle Risiken Die operationellen Risiken der Gesellschaft sind durch die in den Arbeitsanweisungen festgelegten Regeln für die internen Work Flows minimiert worden. Kontrolliert wird die Einhaltung dieser Regeln und Anweisungen durch die Interne Revision sowie den Compliance-Beauftragten und das Risiko-Management der Gesellschaft. Risiken, die sich aus einer fehlenden Verfügbarkeit der IT-Systeme ergeben könnten, werden durch regelmäßige Prüfung der Systeme und Notfallmaßnahmen eingeschränkt. Für die weitere Entwicklung sind keine bestandsgefährdenden bzw. sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erkennen. Zusätzlich gehen wir davon aus, dass im Rahmen der weiteren Integration eine Verbesserung der bisherigen Prozesse ermöglicht wird. Insgesamt sehen wir uns aufgrund der finanziellen Ausstattung und der aktuellen Risikosituation für die kommenden Jahre gut aufgestellt. 7.6. Reputationsrisiken Mögliche Reputationsrisiken ergeben sich aus einem dauerhaften Nicht-Erfüllen der Anforderungen und Erwartungen gegenüber der Kunden der Gesellschaft. Mit den zur Verfügung stehenden Investmentansätzen der Gesellschaft sollte ein hoher Grad an Kundenzufriedenheit erreicht werden. Die persönliche Betreuung der Kunden durch die Mitarbeiter fördert das Vertrauen in die Gesellschaft und signalisiert den Kunden, dass bei der Zielerreichung für die Kunden mit hoher Kompetenz vorgegangen wird. Voraussetzung für den weiteren Erfolg der Gesellschaft ist die Umsetzung der Investmentansätze in den Fonds und Mandaten. Mit der derzeitigen Personal- und Sachausstattung ist die Gesellschaft dazu in der Lage. Reputationsschäden, die sich aus einem möglichen bewussten Fehlverhalten eines Mitarbeiters ergeben könnten, wird durch die laufende Kontrolle der Compliance-Stelle entgegengewirkt. Mit der derzeitigen Struktur, System- und Personalausstattung kann die Gesellschaft die beschriebenen Risiken ausreichend kontrollieren. 8. Chancen unseres Unternehmens Chancen ergeben sich auf der einen Seiten aus sich erholenden Kapitalmärkten, welche unsere Assets under Management steigen lassen und ermöglichen performanceabhängige Vergütungen zu erwirtschaften. Auf der anderen Seite ergibt sich aus der neuen Gruppenstruktur der LAIQON AG eine verstärkte Marktpräsenz. Des Weiteren können sich neue Akquise-Möglichkeiten für die MFI Asset Management GmbH ergeben, welche ebenfalls die Marktpräsenz erhöhen werden. Die Selection Asset Management wurde im Vorjahr vollständig integriert. Dies sorgte bereits 2023 für Skaleneffekte und wird auch im kommendem Jahr positiven Einfluss auf die Ertragslage haben. 9. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 Die schwierige Entwicklung am Kapitalmarkt im Jahr 2023 hat sich dämpfend auf das Gesamtergebnis der Gesellschaft ausgewirkt. Dennoch konnte das Geschäftsjahr mit einem positivem Ergebnis abgeschlossen werden. Trotz der aktuell problematischen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stehen die künftigen Geschäftsjahre unter der Zielsetzung der Stärkung der Ertragskraft. Für 2024 antizipieren wir Neumandate sowie Aufstockungen bestehender Mandate, getrieben durch diese gehen wir von einer Steigerung der AuM auf ca. 2,84 Mrd. € bis Jahresenden 2024 aus. Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes gehen wir derzeit nicht von Performancefees aus. Auf Basis unserer AuM-Erwartungen rechnen wir für 2024 mit Bruttoprovisionserträgen von ca. 6,1 Mio. €. Aufgrund des mit der Muttergesellschaft abgeschlossen Ergebnisabführungsvertrages (Gewinn- und Verlustabführvertrag) wird das Jahresergebnis der Gesellschaft auch für die Folgejahre 0 € betragen. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit weiteren positiven Skalen- und Synergieeffekten durch die Integration in die LAIQON Gruppe. 10. Zweigniederlassungen Es bestehen keine selbstständigen Zweigniederlassungen.
München, 28.11.2024 MFI Asset Management GmbH Die Geschäftsleitung Claus Weber, Geschäftsführer Stefan Mayerhofer, Geschäftsführer Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 04.12.2024 festgestellt. BILANZ zum 31. Dezember 2023MFI Asset Management GmbHMünchenAKTIVA
PASSIVA
1. Eventualverbindlichkeiten Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten EUR 0,00 (EUR 2.180.282,64) GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023MFI Asset Management GmbHMünchen
AnhangAllgemeine Angaben • Vorbemerkung Die MFI Asset Management GmbH mit Sitz in Oberanger 43, 80331 München ist im Handelsregister München unter Abteilung B, HRB Nr. 103780 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB, den für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorschriften des HGB (§§ 340 ff. HGB) und des WpIG sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes in Euro aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Absatz 1 HGB. Es gelten gemäß § 340 a Abs. 1 HGB jedoch die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach Formblatt 1 der RechKredV. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach Formblatt 3 der RechKredV (Gewinn- und Verlustrechnung nach der Staffelform) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung des Kassenbestandes erfolgte zum Nennwert. Die Forderungen sind zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Einzelrisiken lagen nicht vor. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Auf die Bildung passiver latenter Steuern im Zusammenhang mit dem verschmelzungsbedingtem Firmenwert wurde gemäß analoger Anwendung des § 306 Satz 3 HGB verzichtet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anschaffungskosten beinhalten die Anschaffungsnebenkosten, Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear. Zu- und Abgänge werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 800,00 € wurden im Berichtsjahr in voller Höhe abgesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Die Verbindlichkeiten wurden generell mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in € umgerechnet wurden. Die Erfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet; ergab sich zum Bilanzstichtag ein höherer Umrechnungskurs, erfolgte bei einer Restlaufzeit von unter einem Jahr der Ansatz des niedrigeren Stichtagskurses. Bei einem höheren Umrechnungskurs erfolgte bei Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr die Bewertung mit dem höheren Devissenkassamittelkurs. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenänderungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem restlaufzeitentsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten. Erläuterungen zur Bilanz • Fristengliederung nach Restlaufzeiten (§ 340 d HGB i.V.m. § 9 RechKredV)
• Forderungen an Kunden Die Forderungen gegen Kunden betreffen Forderungen aus Verwaltungsvergütungen. • Sonstige Vermögensgegenstände
• Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
• Sonstige Verbindlichkeiten
• andere Rückstellungen
• Entwicklung des Anlagevermögens
Sämtliche darin aufgeführte Positionen des Sachanlagevermögens werden von der Gesellschaft im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzt.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Position sonstige betriebliche Erträge enthält u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 294 T€ und aus Erstattungen AufwendungsausgleichsG in Höhe von 14 T€. Die Provisionsaufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen i.H.v. 63,9 T€. In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i.H.v 21,1 T€ enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. 294 T€. In den Provisionserträgen sind Erlöse aus dem Vorjahr i.H.v. 4,2 T€ enthalten. Sonstige Angaben Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der LAIQON AG, Hamburg, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist Bestandteil des Geschäftsberichts der LAIQON AG. Der Geschäftsbericht der LAIQON AG ist auf der Internetseite der LAIQON AG unter www.laiqon.ag abrufbar und unter der Geschäftsadresse der LAIQON AG, An der Alster 42, D-20099 Hamburg, erhältlich. • sonstige finanzielle Verpflichtungen
• Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
• Honorar Abschlussprüfer
• Firmenwert Mit notarieller Urkunde vom 05.07.2022 übernahm die Gesellschaft 55,16% des Stammkapitals an der Selection Asset Management GmbH mit Sitz in München. Die restlichen 44,84% übernahm die Gesellschaft aufgrund einer notariellen Urkunde vom 12.12.2022. Am 12.12.2022 wurde durch notarielle Urkunde die Selection Asset Management GmbH auf die MFI Asset Management durch Aufnahme verschmolzen. Eine Kapitalerhöhung erfolgte nicht. ("Mutter-Tochter-Verschmelzung") Die Verschmelzung erfolgte im Innenverhältnis mit Wirkung zum 30.09.2022. Der im Rahmen der Verschmelzung handelsrechtlich aufgedeckte Firmenwert i.H.v. 3.302 T € wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurde eine ausserplanmäßige Abschreibung wegen einer vorraussichtlich dauernden Wertminderung in Höhe von € 264.562,00 vorgenommen. Hierbei handelt es sich außerdem um einen außerordentlichen Aufwand i. S. des § 285 Nr. 31 HGB. Steuerlich erfolgte die Verschmelzung zu Buchwerten. • Geschäftsführung
Die Angabe der Geschäftsführungsbezüge der Höhe nach unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB. Vorschüsse (mit Ausnahme der Reisekosten-Vorschüsse) und Kredite an Geschäftsführer bestanden zum 31.12.2023 nicht, ebenfalls keine Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis. • Vorschlag zur Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr wird im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an den Organträger abgeführt. • Nachtragsbericht Am 09.07.2024 ist Herr Roßgoderer als Geschäftsführer ausgeschieden. Darüber hinaus lagen keine wesentlichen Ereignisse mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor. • Sonstige Pflichtangaben Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Finanzdienstleistungen, insbesondere Anlagevermittlung, Abschlussvermittlung und Finanzportfolioverwaltung, sowie Anlageberatung. Unterschrift der Geschäftsführung
München, den 28.11.2024 Claus Weber Stefan Mayerhofer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MFI Asset Management GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MFI Asset Management GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MFI Asset Management GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. November 2024 KPMC
Audit GmbH
MÜLLER, Wirtschaftsprüfer PAULUS, Wirtschaftsprüfer |
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