Alpha Metall GmbH
Rennweg 97, 56626 Andernach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Josef Scheid seit 23.2.2026 | Geschäftsführer |
Dominik Szesni seit 24.10.2018 | Prokura |
Sylvia Ingrid Bergweiler seit 24.10.2018 | Prokura |
Andreas Peter Nickelsen seit 24.10.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 30.63% | |
| 30.63% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Alpha Metall GmbHEigenbeteiligung | 37.50% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 86.00% | |
| 74.93% | |
| 74.90% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Alpha Metall GmbHAndernachJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Festgestellt am 30. Oktober 2024BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023ALPHA METALL GMBH, ANDERNACHAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023alpha metall GmbH, AndernachI. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die alpha metall hat ihren Sitz in Andernach und ist eingetragen in das Handelsregister Koblenz unter der Registernummer HRB 26432. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden. Der Jahresabschluss der alpha metall GmbH wurde für das Geschäftsjahr 2023 nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2 HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) erstellt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Im Anlagenspiegel werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter als Zu- und Abgang gezeigt. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. im Falle voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Stichtagswert. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln "2018 G" von Dr. Klaus Heubeck sowie eines Rechnungszinses i.H.v. 1,82 % (i. Vj. 1,78 %) ermittelt. Der Zinssatz zum 31.12.2023 entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre gem. § 253 Abs. 2 HGB. Bis 2015 war der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 7 Jahre anzuwenden, welcher zum 31.12.2023 1,74 % beträgt. Es ergibt sich eine Bewertungsdifferenz i.H.v. TEUR 0,7, für die gem. § 256 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre besteht. Auf den Ansatz einer Fluktuationsrate wurde verzichtet; ein möglicher Renten-/Gehaltstrend ist nicht vereinbart. Das Planvermögen wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Der sich hieraus ergebende Überhang wurde als Pensionsrückstellung angesetzt. Bei der Bemessung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Transaktionstag umgerechnet. Gemäß § 256 a HGB werden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr i.H.v. TEUR 589 (i.Vj. TEUR 620). 3. Rückstellungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen gem. § 253 HGB beläuft sich auf TEUR 223 (i.Vj. TEUR 281). Die Vermögensgegenstände und Schulden aus Pensionsverpflichtungen wurden verrechnet. Das entsprechende Planvermögen beträgt TEUR 171 (i.Vj. TEUR 255). Als beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wird der von der Versicherung mitgeteilte Aktivwert der Rückdeckungsversicherung herangezogen, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Die verrechneten Zinsaufwendungen und Zinserträge belaufen sich im Saldo auf einen Aufwand von TEUR 1 (i.Vj. Ertrag von TEUR 5). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die personalbezogenen Rückstellungen wurden für Urlaubs-, Prämien- und Tantiemeansprüche gebildet. 4. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 13.415 (Vorjahr: TEUR 10.533) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 726 (Vorjahr: TEUR 1.428) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG) sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 85 (i.Vj. TEUR 26). 5. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag bestehen mit Ausnahme des Ansatzes der Pensionsrückstellungen und des entsprechenden Planvermögens keine Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen. Nach § 274 Abs.1 HGB wird auf den Ausweis eines aktiven Überhangs an latenten Steuern verzichtet. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
7. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für zwei Darlehen (TEUR 1.396 zum 31.12.2023), die von Kreditinstituten an eine Tochtergesellschaft ausgereicht wurden. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 6 (i.Vj. TEUR 4) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 251 (i.Vj. TEUR 103) enthalten. 2. Personalaufwand Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 90 (i.Vj. TEUR 22). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verluste aus der Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 17 (i.Vj. TEUR 1). 4. Finanzergebnis Die Erträge aus Beteiligungen betreffen ausschließlich verbundene Unternehmen. Von den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens entfallen TEUR 753 (i.Vj. TEUR 325) auf verbundene Unternehmen. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen TEUR 129 (i.Vj. TEUR 53) Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie TEUR 447 (i.Vj. TEUR 174) Zinsen für Gesellschafterdarlehen. V. Sonstige Angaben 1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt Es wurden im Geschäftsjahr 15 Arbeitnehmer beschäftigt (i.Vj. 14). 2. Geschäftsführer Herr Andreas Nickelsen, Andernach, Dipl.-Kaufmann und Vorsitzender der Geschäftsführung Herr Matthias Teufel, Beilstein, Kaufmann Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge verzichtet. Gegenüber einem Geschäftsführer besteht eine Forderung i.H.v. TEUR 589, die seit dem 18.05.2015 mit 2,0 %-Punkte p.a. über 12-Monats-Euribor verzinst wird. Der Schuldbetrag sowie die aufgelaufenen Zinsen i.H.v. insgesamt TEUR 589 sind vertraglich jederzeit fällig. 3. Anteilsbesitz
a) 100 %ige Tochter der delwo metall GmbH, Neunkirchen b) 100 %ige Tochter der alpha alumminium GmbH, Andernach c) umfasst mittelbare und unmittelbare Beteiligung d) 33,0 % bzw. 33,3 %ige Tochter der alpha aluminium GmbH, Andernach e) Tochter der Baureparaturen Leipzig-West GmbH, Leipzig 4. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft gehört zum Konzern der G.S.M. Gesellschaft für Synergiemanagement mbH, Andernach, die einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 291 HGB aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. 5. Vorgänge nach dem Schluss des Abschlussstichtages Das extreme Hochwasser in Osteuropa im September 2024 hat auch unseren Standort Brzeg in Polen getroffen. Aktuell kann man noch keine Aussage über die Höhe des daraus entstandenen Schadens machen. Die Gesellschaft ist gegen Elementarschäden bis zu einem Betrag von 1,0 Mio. Zloty (rd. TEUR 230) versichert.
Andernach, den 20. September 2024
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023alpha metall GmbH, AndernachI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Ziele und Strategien 3. Steuerungssystem 4. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Vermögens- und Finanzlage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren 5. Bericht über Beteiligungen III. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten V. Prognosebericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die alpha metall Gruppe verfügt über eine mehr als 30-jährige Kompetenz in Konstruktion, Bearbeitung, Produktion, Handel und Vertrieb von Aluminiumstrangpress- und -walzprodukten. Qualität, Service und Sortiment bilden dabei Kernkompetenzen und sind als solche eng miteinander verzahnt. Durch die teils eigenen Produktions- und Bearbeitungswerke in den verschiedenen Veredelungs- und Verarbeitungsstufen und unsere exklusiven und strategischen Verbindungen mit unseren internationalen Partnerwerken nutzen wir die ausgeprägten Standortvorteile, von denen unsere Kunden intensiv profitieren. Unsere Produktpalette ist breit gefächert und umfasst neben Standardprofilen, kundenspezifischen Zeichnungsprofilen und Stangen auch Bleche, Coils und Platten, sowie mechanisch bearbeitete oder endgefertigte Aluminiumprodukte. Unser Vertriebsgebiet umfasst im Wesentlichen Zentraleuropa mit besonderem Schwerpunkt in Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Niederlande, Luxemburg und Frankreich. 2. Ziele und Strategien Unsere Ziele und die jeweiligen Strategien zu deren Erreichung leiten sich aus der Aufgabenstellung unserer Kunden, Mitarbeiter und Gesellschafter ab. Sie werden auf Spartenebene heruntergebrochen und mit den einzelnen Interessensgruppen regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Wir wollen unsere Produkte und Dienstleistungen stetig weiterentwickeln, insbesondere durch Konzentration auf eine höhere Wertschöpfung, und somit unsere Ertragskraft und unsere Marktanteile weiter ausbauen. Dadurch soll unsere wirtschaftliche Stabilität und unsere Investitionsfähigkeit dauerhaft sichergestellt bleiben. 3. Steuerungssystem Als Steuerungssystem für die Weiterentwicklung der einzelnen Unternehmen und Unternehmensbereiche dient uns eine Profitcenterrechnung. In dieser werden alle Aufwands- und Ertragsgrößen gegenübergestellt und einer entsprechenden Soll/Ist-Analyse und Ist/Ist-Analyse unterzogen. 4. Forschung und Entwicklung Unsere Gesellschaft tätigt im branchenüblichen Umfang die technische Weiterentwicklung von vorhandenen Produkten und die Entwicklung wie auch Einführung von Neuprodukten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Bundesrepublik Deutschland war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr nach plus 1,8 % in 2022 im Vergleich zu 2021. (Quelle: Destatis, PM 019 vom 15. Januar 2024) Dieser Rückgang resultiert sowohl aus geringeren Auftragsbeständen zu Beginn der Berichtsperiode als auch aus weiterhin rückläufigen Auftragseingängen des verarbeitenden Gewerbes im Laufe des Jahres 2023. Insgesamt waren von diesem Rückgang alle für uns relevanten Abnehmerbranchen betroffen: Bau (Neubau, Renovierung, Sanierung), Energiegewinnung (Solarthermie, Photovoltaik, Windkraft) Automobilbau (Verbrenner-, Hybrid- und Elektromobilität) sowie auch der Maschinenbau. Diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung zeigte sich auch in den in 2023 um 2,2 % gesunkenen Exporten und in den um 3,4 % gesunkenen Importen. Ein ähnliches Bild zeichnete ebenso der Konsum der privaten Haushalte, der in 2023 um 0,7 % hinter dem des Vorjahres lag. Dem entgegen stand das um 3,2 % gestiegene Welt-BIP und der um immerhin 0,3 % gestiegene Welthandel. (Quelle; WGM e.V., Berlin. 75. Mitgliederversammlung am 25. April 2024) Insgesamt bestätigt all dies die Schwierigkeiten der deutschen Volkswirtschaft, mit den nationalen und internationalen wirtschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen zurechtzukommen. Dies beinhaltet auch die komplette ökologische und wettbewerbsfähige Transformation der Wirtschaft in eine eurokontinentale Klimaneutralität bis 2050 sowie die Modernisierung der Verkehrswege (Straßen, Brücken, Tunnels und Schienen), die Digitalisierung der Wirtschaft und des öffentlichen Sektors und nicht zuletzt das Angebot an Fachkräften zu stabilisieren und auszubauen. Die gesamtwirtschaftliche Lage war und ist zusätzlich geprägt von der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine, die bereits im Februar 2022 begann. Die als Reaktion der westlichen Nationen gegen Russland verhängten Sanktionen sind für uns alle gesellschaftlich aber vor allem wirtschaftlich nach wie vor spürbar. Auf alle wesentlichen Produktbereiche unseres Werkstoffs Aluminium wurden im Laufe des Jahres 2023 weitere direkte Sanktionen verhängt. Insgesamt können Deutschland und die Europäische Union diesen Angebotsmangel jedoch weitgehend über Importe aus anderen Ländern kompensieren. Der Russland-Ukraine-Krieg war auch Ursache für die dramatische Erhöhung der Energiepreise, vor allem der Gaspreise, die trotz staatlicher Unterstützungspakete die Haushalte und die energieintensiven Produktionsbereiche der deutschen Wirtschaft sehr stark erfasste. Im Verlauf des 2. Halbjahrs 2023 haben sich diese Energiepreisentwicklung sowie die dadurch getriebene Inflationsrate deutlich verlangsamt, sodass wir einer Normalisierung der Werte entgegensehen konnten. Die der Inflation durch die Europäische Zentralbank entgegengesetzten Zinserhöhungen verloren infolgedessen zum Ende des dritten Quartals 2023 ihre der Inflation gegensteuernde Notwendigkeit. Seinen Höhepunkt fand der Einlagenzins zum 20. September 2023 mit 4,0 %. Er wurde von der EZB zum 12. Juni 2024 um 0,25 %-Punkte und um weitere 0,25 %-Punkte zum 18. September 2024 reduziert. Die Notierung der €-LME (Metallbörse London Metal Exchange) reduzierte sich im ersten Halbjahr 2023 um rd. 12 %. Dies beruhigte sich im zweiten Halbjahr 2023 wieder, lag aber zum Jahresende noch immer bei rd. -12 %. Den niedrigsten Börsenwert notierten wir im Monat Juli mit -15 %. Auch die Aluminium-Bolzenprämie hat sich im Berichtszeitraum weiter reduziert. Die Veränderungsraten waren zwar nicht so signifikant wie im Jahr zuvor, hatten aber dennoch zusätzlichen Einfluss auf die Marktfähigkeit der Einkaufspreise unserer Lagerbestände. Grund für diese Reduktion war erneut die deutliche Abschwächung der Nachfragetätigkeit, gepaart mit Kapazitätserweiterungen bei den Bolzenherstellern. Insgesamt sehen wir unseren Werkstoff Aluminium nach wie vor als eines der zukunftsträchtigsten Industriemetalle zur Transformation der europäischen Wirtschaft hin zu einer C0 2 -freien Produktion, dem CO 2 -freien Verkehr und der Realisierung der ebenso CO 2 -freien Energiewende. 2. Geschäftsverlauf alpha metall GmbH ist nach wie vor in der Beratung, Konstruktion, Bearbeitung, Produktion, Handel und Vertrieb von Aluminiumhalbzeugen (gepresst und gewalzt) und -fertigprodukten tätig und unterhält sieben branchennahe sowie drei branchenfremde Beteiligungen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Bereits im Jahr 2022 wurde unsere Aluminiumproduktion von Tschechien nach Polen verlagert. In diesem Zuge hat sich unsere Tochtergesellschaft, alpha aluminium GmbH, an den folgenden vier polnischen Gesellschaften beteiligt: I.C.I. Polska Sp. z.o.o. Sp. k. und I.C.I. Polska Sp. z.o.o. sowie ELREC Sp. z.o.o. Sp. k. und ELREC Sp. z.o.o. Weitere Gesellschafterin ist die 3 River Metal Group Familienstiftung, Remagen. Die Firmen be- und verarbeiten am Sitz der Gesellschaften in Brzeg sowie an unserem jüngsten Standort in Skarbimierz Aluminium für den Automobilbau, den Maschinenbau und den Bausektor sowie für die Kunden der alpha metall group. Im Verlauf des Jahres 2024 wurde unser Gesellschaftsanteil an diesen Unternehmen von 33 % bzw. 33,3 % auf 75 % ausgebaut. Ertragslage Die Umsatzerlöse verringerten sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um T€ 18.078 (-64 %). Diese Entwicklung resultiert i. W. aus einer erneut signifikant reduzierten Abliefermenge und der damit verbundenen Umsatzleistung im Bereich der Standardprodukte. Nach wie vor sind hier die Effekte der beiden Antidumpingverfahren gegen Importe aus der VR China und die letzten Sanktionen gegen Importe aus Russland zu nennen. Dies ging einher mit einem spürbar rückläufigen Bedarf im Bausektor, der Lieferungen aus neu angebahnten Lieferquellen gegenüber etablierten Lieferquellen im Berichtszeitraum nicht unterstützte. Dadurch hat sich unsere Fokussierung auf Umsatzerlöse mit Produkten der Abteilung Aluminiumfertigprodukte weiterentwickelt. Dies führte uns zu einer spürbar gegenläufigen Entwicklung der Rohertragsmarge, die sich insgesamt von 15,8 % auf 26,9 % deutlich gesteigert hat. Die strategische Ausgliederung unseres Zeichnungsprofilgeschäftes an unsere darauf spezialisierte Tochtergesellschaft, die alpha aluminium GmbH, wurde bereits im Berichtsjahr 2022 abgeschlossen. Der Personalaufwand hat sich trotz der deutlich reduzierten Umsatzleistung um lediglich T€ 174 (9,4 %) verringert. Dies resultiert aus unserer Holdingfunktion, die über interne Dienstleistungsverträge die Tochtergesellschaften unterstützt. Gegenläufig zu der Reduktion des Personalaufwands waren notwendige Lohnanpassungen zu Beginn der Berichtsperiode, die unseren Mitarbeitenden bei der Bewältigung der individuellen Folgen der Inflation helfen sollen, die nicht mit Prämienzahlungen abzudecken waren. Im Jahresdurchschnitt wurden 15 Mitarbeitende (Vj. 14) beschäftigt. Die Höhe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Personalaufwand) hat sich um T€ 339 reduziert. Davon entfallen innerhalb der Verwaltungskosten T€ 112 auf die Reduzierung der Kosten für die Warenkreditversicherung. Des Weiteren entfallen innerhalb der Vertriebskosten T€ 149 auf die Reduzierung der Messekosten, nachdem die Aluminium-Messe nur jedes zweite Jahr stattfindet. Die Abschreibungen wurden planmäßig verrechnet. Entsprechend den Anlagenzugängen und Ersatzinvestitionen haben sich die Abschreibungen in 2023 nur gering von T€ 137 auf T€ 124 reduziert. Es wurden sonstige betriebliche Erträge i.H.v. T€ 359 (Vj. T€ 322) ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag resultiert i.W. aus der Erhöhung der Erträge aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen sowie der gegenläufigen Zuführung in die Einzelwertberichtigungen, die Minderung der Pauschalwertberichtigung und der Versicherungsentschädigungen. Insgesamt wurde ein EBT-Ergebnis i.H.v. T€ 3.002 (Vj. T€ 4.833) ausgewiesen. Darin beinhaltet sind Erträge aus Beteiligungen i.H.v. T€ 2.499 (Vj. T€ 3.278). Das Beteiligungsergebnis betrifft ausschließlich verbundene Unternehmen. Das erneut positive Finanzergebnis i.H.v. T€ 194 (Vj. T€ 71) ist der Saldo aus Zinsaufwendungen gegenüber Gesellschaftern bzw. Zinserträgen und -aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die ausgewiesenen Ertragsteuern betreffen i.W. die Steuern des laufenden Geschäftsjahres. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf T€ 2.767 nach T€ 4.318 im Vorjahr. 3. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2023 um T€ 1.425 auf T€ 21.711 (Vj. T€ 20.286) erhöht. Diese Entwicklung betrifft i.W. die Zunahme der Vorräte um T€ 407, der Sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 601 und der Bank um T€ 2.627. Gegenläufig war die Reduzierung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen i.H.v. T€ 2.205. Passivisch haben sich die Gesellschafterdarlehen deutlich erhöht. Das bilanzielle Eigenkapital liegt, nach Dividendenzahlung, bei 32 % der gestiegenen Bilanzsumme (Vj. 36 %). Unsere erweiterte Eigenkapitalquote, unter Einbeziehung der Gesellschafterdarlehen, lag im Geschäftsjahr bei 81% der Bilanzsumme nach 73 % im Vorjahr. Der Wert des Sachanlagevermögens beträgt T€ 529 (Vj. T€ 577). Die Finanzanlagen betreffen fast ausschließlich Anteile sowie Ausleihungen an verbundene/n Unternehmen und valutieren mit T€ 13.263 nach T€ 15.350 im Vorjahr. Diese Reduzierung resultiert i.W. aus einer Rückführung von Ausleihungen der alpha aluminium GmbH an die alpha metall GmbH. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen im Berichtszeitraum bei T€ 1.423 und somit T€ 715 unter denen des Vorjahres. Sie betrugen 6,6 % der Bilanzsumme. Die Zinsbindung dieser Verbindlichkeiten ist langfristig angelegt. Zur Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der thesaurierten Jahresüberschüsse und der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken. Wir verfügen über deutlich höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen rd. 9,5 % der Bilanzsumme (Vj. 11 %). Unsere Investitionstätigkeiten in das Sachanlagevermögen sind im Wesentlichen abgeschlossen. Für die nähere Zukunft sind jedoch nach wie vor Investitionen in unsere IT-Infrastruktur, die Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse, unsere Datensicherheit und in den Ersatz von Gütern des Anlagevermögens geplant. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen EBT, die EBT-Marge, den Rohertrag, die Rohertragsmarge und die Debitorenlaufzeit heran. Unsere wirtschaftliche Lage kann als gut bezeichnet werden. 5. Bericht über Beteiligungen Im Geschäftsjahr 2023 war die Ertragslage unserer Beteiligungen und Tochterunternehmen insgesamt erneut sehr zufriedenstellend. Die delwo metall GmbH, Neunkirchen, konnte wieder ein positives Ergebnis erzielen. Dieses Ergebnis war auch geprägt von einer Ausschüttung aus der französischen Tochtergesellschaft und einer im Vergleich zum Vorjahr reduzierten Lifo-Abwertung der Warenbestände. Die delwo métaux SARL, Sarreguemines / Frankreich, ist die Vertriebsgesellschaft der delwo metall GmbH für Frankreich; auch ihr Ergebnis lag in 2023 erneut im positiven Bereich. Die delwo aluminium GmbH, Andernach, hat im abgelaufenen Jahr 2023 ihr zweitbestes Jahresergebnis erzielt und lag damit erneut über den Erwartungen. Die alpha aluminium GmbH, Andernach, konnte in 2023 erneut ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis erreichen. Zusätzlich schöpfte sie einen sechsstelligen sonstigen betrieblichen Ertrag aus dem Verkauf der frei gewordenen Liegenschaft im tschechischen Skalna. Die Breuer Vertriebsgesellschaft mbH wurde rückwirkend im Jahr 2024 auf die alpha aluminium GmbH verschmolzen. Die vier Gesellschaften I.C.I. Polska Sp. z.o.o. Sp. k., I.C.I. Polska Sp. z.o.o., ELREC Sp. z.o.o. Sp. k. und ELREC Sp. z.o.o., sind tätig in der Be- und Verarbeitung von Aluminiumprofilen bis hin zur Montage von Baugruppen. Unter Berücksichtigung der Neuausrichtung ist das Ergebnis dieser vier Gesellschaften insgesamt zufriedenstellend. Die otefal coating GmbH, Andernach, ist unser lagerführender Händler und Bearbeiter von farbbeschichteten, flachgewalzten Aluminium-Halbzeugen. Die Gesellschaft konnte ihr Vorjahresergebnis übertreffen und hat somit auch einen positiven Beitrag zu unserem Gruppenerfolg geleistet. Unsere drei Tochterunternehmen im Bausektor, die Baureparaturen Leipzig West GmbH, die Denkmalpflege Putz und Stuck GmbH und die Dachdecker & Bauklempner Krostitz GmbH, haben sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 insgesamt solide entwickelt. Sie konnten ihr gemeinschaftliches Ergebnis um rd. 30 % zum Vorjahr verbessern. III. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Geopolitische Verwerfungen wie erneut der Russland-Ukraine-Krieg, aber auch die kriegerischen Auseinandersetzungen Israels mit Gaza und das Verhalten der Schutzmächte USA und Iran beeinträchtigen das globale Wirtschaftstreiben. Aktuell hat Israel zusätzlich eine Bodenoffensive im Libanon gegen die Hisbollah gestartet. Auch das militärische Verhalten der Huthi-Rebellen im Golf von Aden ist hier zu nennen. Dadurch sind die Seewege wieder risikoreicher geworden. Einige Reedereien nehmen bereits wieder den längeren Weg über das Kap der Guten Hoffnung auf sich. Somit steigen die Frachtraten und die Lieferketten verlieren erneut an Stabilität. Der Nahost-Konflikt entwickelt sich durch all dies zum Krieg, dessen Folgen und Konsequenzen für die Weltbevölkerung kaum abzuschätzen sind. Wirtschaftliche Nachteile erfährt die Aluminiumindustrie nach wie vor auch durch die beiden Anti-Dumping-Verfahren gegen Aluminiumimporte aus der VR China, die allerdings gegenüber den Folgen aus dem Russland-Ukraine-Krieg und dem Nahost-Konflikt in der Wahrnehmung kaum noch diskutiert werden. Zusätzliche Risiken bestehen in der Anbahnung und Durchführung der Energiewende. Sie hat anfangs die Nachfrage nach Aluminium stark belebt. Gegenläufig wirken bei der Energiewende allerdings der unklare rechtliche Rahmen und eine fehlende, nachvollziehbare und belastbare Strategie der Bundesregierung. Gleiches gilt für die E-Mobilität, hier mangelt es ebenfalls an einer klaren Strategie zur Entwicklung der Lade-Infrastruktur und einem Anreizsystem für die Verbraucher, weiterhin in E-Mobilität zu investieren. Den in unserer Branche bekannten Metall- und Preisrisiken begegnen wir nach wie vor durch entsprechend ausgestaltete Rahmenverträge mit unseren Lieferanten, die das LME-Risiko auf unserer Seite weitgehend eliminieren. Ertragsorientierte Risiken Die ertragsorientierten Risiken haben sich aufgrund der Sanktionen gegen Importe von Aluminium aus Russland in 2023 für uns weiter verstärkt. Zusätzliche ertragsorientierte Risiken aufgrund der beiden Anti-Dumping-Verfahren gegen Importe von Standardprodukten aus Aluminium aus der VR China hingegen sehen wir derzeit nicht. Des Weiteren bestehen zusätzliche Ertragsrisiken durch insgesamt schwächer gewordene Auftragseingänge aufgrund der wirtschaftlichen Nachteile der Haushalte und der Gewerbetreibenden. Dazu kommt ein immer stärker werdendes Wettbewerbsumfeld aus Importen. Weitere Risiken sehen wir im gegenwärtig instabilen politischen Umfeld, das geprägt ist von einem Rechtsruck auf Länder- und auch auf Bundesebene. Genährt wird diese Verschiebung auch durch eine zerstrittene Regierungskoalition, die mittlerweile wieder im Wahlkampmodus steckt und in keiner Hochrechnung eine erneute Mehrheit für sich erwarten kann. Eine ähnliche Entwicklung sehen wir ebenso in verschiedenen Europäischen Ländern. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind finanzwirtschaftliche Risiken derzeit nicht erkennbar. Den potenziellen Währungsrisiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, begegnen wir mit entsprechenden Sicherungsgeschäften. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. 2. Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite können wir, wenn derzeit teils auch nur eingeschränkt, auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Einen Angebotsengpass gibt es derzeit für uns lediglich im Bereich der Standardprodukte. Die Erhöhung unsers Investments in die Be- und Verarbeitung in Polen ermöglicht es uns, das kundenbezogene Geschäft sowie die Bearbeitung von Baugruppen auszubauen. Gleichfalls soll durch eine entsprechende Produktivitätssteigerung zukünftig ein positiver Ergebnisbeitrag generiert werden. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern und auch in unserem eigenen Hause durch. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter und Direktanbieter in unserem Segment, insbesondere aus Südosteuropa und der Türkei, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. 3. Gesamtaussage Risiken für unsere zukünftige Unternehmensentwicklung sind das schwieriger werdende Wettbewerbsumfeld bei momentan spürbar sinkenden Nachfragemengen aus nahezu allen Branchen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit für uns nicht erkennbar. IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den in unserem Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen i.W. unsere aufgelaufenen Jahresüberschüsse, Darlehen - auch Gesellschafterdarlehen -, Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Debitorenmanagement und bedient einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle stellen die Ausnahme dar. Darüber hinaus sind sämtliche Forderungen durch Verträge mit einer namhaften Warenkreditversicherungsgesellschaft abgesichert (90 % des Ausfallrisikos). Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ggf. unter Ausnutzung von Skonti bezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch Lieferantenkredite und über Kreditlinien unserer Bankpartner. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. V. Prognosebericht Prognose im Zusammenhang mit den verschiedenen kriegerischen Auseinandersetzungen Die aktuelle politische Berichterstattung ist nach wie vor geprägt durch den völkerrechtswidrigen Überfall der Ukraine durch Russland im Februar 2022. Die bekannten Sanktionspakte der EU gegen Russland zeigen ihre Wirkungen und beeinflussen die Europäische Wirtschaft nach wie vor negativ; auch wenn sich ein Gewöhnungsprozess entwickelt hat. Zusätzlich hat die militärische Auseinandersetzung zwischen Israel und Gaza deren Schutzmächte, allen voran USA und Iran, ins Zentrum der politischen Berichterstattung geführt. Es ist derzeit unklar, von welchen Eskalationsstufen wir hierbei ausgehen müssen. Es ist jedenfalls davon auszugehen, dass diese Konflikte andauern werden. Eine friedliche Lösung ist derzeit nicht in Sicht. Prognose / Ausblick auf das Jahr 2024 Die Zuwachsraten der Inflation sind rückläufig und scheinen sich auf ein normales Niveau einzupendeln. Die Energiekosten sinken. Auch die Kreditzinsen haben ihren Hochstand aus 2023 überwunden. Nach Branchenangaben wird sich der in 2023 um 15,4 % gesunkene Inlandsbedarf an Aluminiumstrangpressprodukten in 2024 stabilisieren, aber insgesamt um nur rd. 1 % steigen. Das alles macht verhaltenen Mut und sollte unser Geschäftsmodell im Verlauf des zweiten Halbjahres 2024 positiv unterstützen. All dies darf uns aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die deutsche Wirtschaft nach wie vor sehr zu kämpfen hat und eine bedarfsgetragene Wirtschaftswende derzeit noch nicht in Sicht ist. In unserer Jahresplanung für 2024 sind wir im Vergleich zum Vorjahr von stabilen Absatzmengen ausgegangen. Den in 2023 ausgewiesenen operativen Rohertrag wollen wir in 2024 wieder erreichen. Unter Berücksichtigung der Entwicklung der Lohnkosten und der Entwicklung der sonstigen Kosten wird sich unser Jahresergebnis jedoch unterhalb dem des Jahres 2023 bewegen. Die Vertriebsergebnisse des ersten Halbjahres 2024 bestätigen unsere Jahresplanung noch nicht. Wir gehen aber davon aus, dass wir dies im Verlauf der zweiten Jahreshälfte aufholen können; jedenfalls werden eventuelle Abweichungen im einstelligen Bereich bleiben.
Andernach, den 20. September 2024 Andreas Nickelsen Matthias Teufel Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die alpha metall GmbH, Andernach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der alpha metall GmbH, Andernach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der alpha metall GmbH, Andernach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Koblenz, den 20. September 2024 Prof. Dr. Schneider, Wirtschaftsprüfer Tatjana Kirsch, Wirtschaftsprüferin Beschluss der Gesellschafter zur Ergebnisverwendung vom 30.10.2024Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2023 Die Gesellschafterversammlung beschließt ausgehend von einem Jahresüberschuss von EUR 2.767.465,03 für 2023 eine Gewinnausschüttung aus dem aufgelaufenen Bilanzgewinn in Höhe von Brutto EUR 2.500.000,00. |
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