Kingstreet Industries GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Dübbers seit 7.8.2024 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sven DüppersDübbers Management & Consult GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SW Holding GmbH (vormals: Sinterwerke Holding GmbH)HamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Konzern-Lagebericht 31.12.2017Sinterwerke Holding GmbHI. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Sinterwerke Holding GmbH ist eine Management-Holding. Über Ihre beiden operativen Tochtergesellschaften, die Sinterwerke Herne GmbH (Sitz: Herne, Deutschland) und die Sinterwerke Grenchen AG (Sitz: Grenchen, Schweiz) ist sie im Bereich der Pulvermetallurgie spezialisiert auf die Produktion von hochfesten Sinterformteilen mit höchsten Ansprüchen an Geometrie und Sinterwerkstoff und vornehmlich als Zulieferer für die Automobilindustrie tätig. Zu einem geringen Teil werden auch Komponenten für die Elektrowerkzeug-Industrie gefertigt. Kunden der Sinterwerke Gruppe sind große Automobilzulieferer (Tier1) als auch Automobilhersteller (OEMs) direkt. 2. Forschung und Entwicklung Der Produktbereich Sintermetalle orientiert sich mit seiner Entwicklungstätigkeit an den steigenden Anforderungen des Automotive-Marktes hinsichtlich geometrisch komplexer, hochfester Bauteile, sowie der Weiterentwicklung weichmagnetischer Verbundwerkstoffe und deren Anwendung. Hierbei bilden insbesondere die Materialentwicklung und die notwendige Prozesstechnik die Schwerpunkte der Entwicklungstätigkeiten. Sinterwerke stellt als Entwicklungspartner und 'Process Solution Provider' den Kunden technische Lösungen zur Verfügung, die deren Marktposition festigen. Gemeinsam werden technisch und qualitativ zukunftsweisende Produkte entwickelt, die dem anhaltenden Kosten- und Wettbewerbsdruck entgegenwirken und Wettbewerbsvorteile sichern. 3. Gesellschaftsrechtliche Rahmenbedingungen Die Sinterwerke Herne GmbH als auch die Sinterwerke Grenchen AG sind gleichberechtigte Tochtergesellschaften der Sinterwerke Holding GmbH.
Die Sinterwerke Holding AG in der Schweiz (100%ige Tochtergesellschaft der Sinterwerke Grenchen AG) ist ohne laufenden Geschäftsbetrieb. Die Gesellschaft wurde in früheren Jahren aufgrund früherer Überlegungen zur zukünftigen Struktur gegründet. Derzeit prüfen wir den sinnvollsten Weg diese Gesellschaft aufzulösen bzw. zu verschmelzen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die weiterhin guten makroökonomischen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa sowie der in 2017 konstant niedrige Ölpreis sorgten für leichte Steigerungen in der Automotive Branche. Somit war auch 2017 wieder ein Jahr mit entsprechender Stabilität bzw. hatte Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Brasilien und Russland bleiben weiterhin Problemmärkte, bei denen auch nach mehreren Jahren keine rasche Erholung zu erwarten ist. Automobil-Zulieferer zeigten auch 2017 eine stabile Profitabilität. In den kommenden Jahren wird jedoch ein verstärkter Margendruck sowie eine stärkere Spreizung der Renditen der Zulieferer erwartet. Die Local-Content-Anforderungen erleichtern global aufgestellten Zulieferern ihr Geschäft. Dieser Erwartungsdruck nach einem Global Footprint der Zulieferer steigt auf Seiten der Automotive Kunden weiter. Bei der Produktion vor Ort spielt besonders im Premium-Bereich die Qualität der Produkte eine große Rolle. Durch die zu erwartende, zunehmende Bedeutung der Elektromobilität stehen alle Powertrain Zulieferer der Herausforderung gegenüber diesen Wandel in ihrem Geschäftsmodell adäquat abzubilden. So auch in der Sintermetallindustrie, die mit ihrem hohen Automotive Zulieferanteil und das insbesondere für den Bereich Powertrain sich diesem Wandel stellt. Verschärfend führte die fortlaufende Diesel-Gate Diskussion zur weiteren Verunsicherung sowohl auf der Kunden- als auch Endverbraucherseite. Hier bleibt abzuwarten inwieweit sich daraus ein dauerhafter Trend in die eine oder andere Richtung ergibt. Entscheidungen einiger deutscher Städte für Fahrverbote für Dieselfahrzeuge werden die Thematik verschärfen. Vorstellbar wäre aber auch ein dadurch verursachtes Marktwachstum. Vergleichbar mit dem Effekt der durch die Abwrackprämie verursacht worden ist, bei dem Alt- durch Neufahrzeuge ersetzt worden sind. Insbesondere da der Diesel über deutlich geringere CO 2 Emissionen verfügt als vergleichbare Benzinmotoren. Des Weiteren werden insbesondere Trends zu Leichtbau und zur Reduzierung von Verbrauch und Emissionen das Geschäft der Zulieferer steigern, die hier Lösungen bieten können. 2. Geschäftsverlauf 2.1. Sinterwerke Herne GmbH Das Geschäftsjahr 2017 war im Wesentlichen geprägt von:
Der positive Trend bei der Gewinnung von Neuaufträgen setzte sich in 2017 fort und bestätigte damit das wiedergewonnene Vertrauen der Kunden in die Sinterwerke. In 2017 wurde an 39 Neuprodukten gearbeitet, wovon 9 nicht weiterverfolgt worden sind. Trotz dieser durchaus positiven Aussicht konnte die Prognose aus der Planung 2017 von TEUR 38.000 hinsichtlich der geplanten Umsatzzuwächse als Basis für eine Ergebnissteigerung nicht im erwarteten Umfang realisiert werden. Das Bestandsgeschäft war wie geplant eine verlässliche Konstante. Jedoch gab es für die Neuprojekte Verschiebungen der Starttermine in das Jahr 2018 oder später, Verluste von beauftragten Neuprojekten, die teilweise auch durch die sehr hohe interne Arbeitsbelastung bei den Sinterwerken zu erklären sind, teilweise aber auch durch geänderte Planungen beim Kunden. Umsatzpotenziale die noch während der Planung als realistisch angesehen wurden, stellten sich größtenteils nicht ein. Die für 2017 erwarteten Neuteilumsätze blieben auch strukturell gegenüber der Planung zurück. Somit wurde insbesondere der absolute Rohertrag deutlich reduziert. Die Neuprojekte verursachten im gleichen Zuge interne und externe Aufwände und Kosten, die nicht in der Planung berücksichtigt waren. Insbesondere die externen Beratungskosten bzw. Interims Management Kosten für Controlling und Qualitätsplanung und -sicherung, zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben, führten zu einem, gegenüber der Planung, erhöhten Aufwand. Dazu kamen Sonderthemen wie der Umzug von Produktion und Verwaltung im Rahmen der Verdichtung auf einen Standort in eine gemeinsame (s) Produktionshalle/Bürogebäude und die Einführung von SAP. Weitere Mehraufwände insbesondere in den Personalkosten durch die fehlende Finanzierung und deutlich verlängerten Lieferzeiten von den geplanten Rationalisierungsinvestitionen. Weitere einmalige Sondereffekte wie die außerplanmäßige Abschreibung der Mietereinbauten aus der Magnethalle (TEUR 449) belasteten das Ergebnis. Die Finanzierung des Unternehmens konnte in 2017 mit einem größeren Finanzierungspaket mit einem Finanzierungspartner realisiert werden. Im Rahmen dieser Finanzierung konnten sowohl die sinnvollen Rationalisierungsinvestitionen als auch Erweiterungsinvestitionen vorgenommen werden. Deren tatsächliche Installation und Wirksamkeit wird es, aufgrund der langen Beschaffungszeiten am Markt, erst im Laufe von 2018 geben. Das Ergebnis vor Steuern betrug für das Geschäftsjahr 2017 TEUR -3.884 (Vorjahr TEUR -92). 2.2 Sinterwerke Grenchen AG Im Geschäftsjahr 2017 wurde das angestrebte Umsatzziel von TCHF 43.045 mit TCHF 42.896 nahezu erreicht. Diese Planabweichung rührte im Wesentlichen aus der nicht planmäßig stattgefundenen Werksschließung eines OEMs. Dieser hatte schriftlich angekündigten ein deutsches Werk zu schließen und nach Osteuropa zu verlagern, was wiederum einen Aufbau eines Sicherheits- bzw. Verlagerungsbestandes beim Kunden bedeutet hätte. Jedoch kam dieser Mehrumsatz in 2017 nicht zum Tragen, da sich die geplante Werksschließung laut Kundeninformation im Laufe des Jahres 2017 um fast ein Jahr verschoben hat und stufenweise durchführt wird. Die TCHF 42.896 Umsatz wurden aufgrund deutlicher Mehrbedarfe eines weiteren OEM´s erzielt. Diese Verschiebung zu strukturell margenschwächeren Produkten und gleichzeitig dadurch bedingte notwendigen Sondermaßnahmen, um diese Veränderungen gegenüber der Planung in der Produktion abzubilden, veränderte die tatsächliche Kosten- und Ergebnisstruktur des Unternehmens. Am Markt und gegenüber den Kunden gelang es aber, trotz der im Vergleich zu den Konkurrenten hohen Produktionskosten in der Schweiz und dem damit verbundenen globalen Margendruck, sich mit hochanspruchsvollen Produkten gepaart mit speziellem Know-how gegenüber den Wettbewerbern zu behaupten. Durch nicht ausreichende Kommunikation und Verzahnung zwischen der Produktion und der Finanzabteilung wurde im ersten Halbjahr 2017 die Produktion unterhalb der tatsächlichen Kundenbedarfe gefahren, was zu einem Bestandsabbau führte. Das wurde jedoch erst Mitte des Jahres erkannt und die korrigierenden Aktivitäten entsprechend eingeleitet. Jedoch sind zum Abbau der Rückstände hohe Kosten für Sondertransporte, Leiharbeiter, etc. entstanden. Nachdem die Probleme erkannt und angegangen waren haben sich die operativen Ergebnisse in den letzten 4 Monaten des Jahres durchweg positiv gezeigt. Darüber hinaus sind im Geschäftsjahr 2017 Aktivitäten gestartet worden, um die Kostensituation weiterhin zu optimieren. Operative Handlungsfelder werden weiter in den Themen Qualität und Prozessstabilität sowie in der Automatisierung gesehen. Organisatorisch wird sich die Sinterwerke Grenchen AG mittelfristig zu einem reinen Produktionswerk verändern, das Dienstleistungen als Zentralfunktionen aus Deutschland erhalten wird. Dieser Weg wird auch in 2018 konsequent fortgesetzt. Das Ergebnis der Sinterwerke Grenchen AG vor Steuern betrug für das Geschäftsjahr 2017 TCHF 3.834 (Vorjahr TCHF -460). Im Konzernabschluss 2016 lag die prognostizierte Umsatzrentabilität für 2017 bei 3,1% und die EBIT-Prognose bei TEURO 3.000. In diesem Geschäftsjahr wurde eine Umsatzrentabilität von ca. ./. 0,8% erreicht. Das erzielte EBIT liegt mit ./. TEURO 142 rund TEURO 3.142 unter dem Planwert. Eine derartige Entwicklung war 2016 für die Geschäftsführung nicht vorhersehbar. 2.3 Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2017 vom 1.01.2017 - 31.12.2017 kann, insbesondere durch die hohen internen und externen Aufwände und Kosten und durch die Nichterreichung des Umsatzzieles der Sinterwerke Herne GmbH, als nicht erfolgreiches Geschäftsjahr bezeichnet werden. Weitere nicht-operative Themen haben das Unternehmensergebnis zusätzlich negativ beeinflusst, so dass ein Verlust von TEUR 585 erwirtschaftet wurde. 3. Lage Es handelt sich bei dem betrachteten Geschäftsjahr um ein eingeschränkt repräsentatives Jahr. 2017 ist insbesondere durch die Sondereffekte die mit der Sinterwerke Herne GmbH einhergehen und den hohen Kosten in den Produktionsabteilungen beider Standorte getrieben. Die Neuprojekte verursachten am Standort Herne interne und externe Aufwände und Kosten, die nicht in der Planung berücksichtigt waren. Insbesondere die externen Beratungskosten bzw. Interims Management Kosten für Controlling und Qualitätsplanung und -sicherung, zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben, führten zu einem, gegenüber der Planung, erhöhten Aufwand. Dazu kamen Sonderthemen wie der Umzug von Produktion und Verwaltung im Rahmen der Verdichtung auf einen Standort in eine gemeinsame (s) Produktionshalle/Bürogebäude und die Einführung von SAP. Weitere Mehraufwände insbesondere in den Personalkosten durch die fehlende Finanzierung und deutlich verlängerten Lieferzeiten von den geplanten Rationalisierungsinvestitionen. Weitere einmalige Sondereffekte wie der Verlust aus dem Verkauf der Beteiligung (TEUR 470) und die außerplanmäßige Abschreibung der Mietereinbauten aus der Magnethalle (TEUR 449) belasteten das Ergebnis. Somit lag der Fokus auch in diesem Geschäftsjahr auf der Wiederherstellung einer stabilen wirtschaftlichen Lage der Tochtergesellschaften. Dadurch sind Vergleiche mit dem Vorjahr nur stark eingeschränkt möglich, insbesondere in den Positionen sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen wird dies deutlich. a) Ertragslage Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 01.01.2017 bis 31.12.2017 betrugen TEURO 72.111 (Vorjahr TEURO 71.002). Dabei entfallen TEURO 40.334 EURO (Vorjahr TEURO 40.320) auf den deutschen Markt, TEURO 23.699 (Vorjahr TEURO 24.357) auf Mitgliedsstaaten der EU und TEURO 8.077 (Vorjahr TEURO 6.325) auf übrige Länder. In regionaler Hinsicht konnte sich "Deutschland" weiterhin behaupten, dass Umsatzniveau blieb beinahe unverändert. Deutschland blieb mit einem Anteil von 56% (Vorjahr 57%) der größte Absatzmarkt des Konzerns. Die Erlöse im Segment "Mitgliedsstaaten der EU" (Europa ohne Deutschland) sanken im Vergleich zum Vorjahr um ca. 2,7%. Die Materialkosten für das Geschäftsjahr 01.01.2017 bis 31.12.2017 lagen bei TEURO 35.672 (Vorjahr TEURO 32.107). Davon entfallen TEURO 23.678 (Vorjahr TEURO 18.724) auf Aufwendungen für RHB-Stoffe und TEURO 11.993 (Vorjahr TEURO 13.383) auf Aufwendungen für bezogene Leistungen. Die Materialeinsatzquote liegt bei 47,7% (Vorjahr 44,7%). Diese Quote wird sich kurzfristig wieder auf das Vorjahresniveau einpendeln. Sobald sich die Neuprojekte in den Serienanläufen befinden, werden sich auch die damit verbundenen Ausschussraten senken. Eine weitere Maßnahme zur Senkung der Materialquote konnte 2017 nicht umgesetzt werden. Die geplante Verlagerung der mechanischen Bearbeitung am Standort Schweiz zu einem Lieferanten in Osteuropa wurde mit ersten Pilotanlagen begonnen, aber in Ihrer Gesamtheit um mindestens ein weiteres Jahr verschoben. Der Hauptgrund der Verschiebung liegt in den hohen einmaligen Kosten die mit der Verlagerung einhergehen und der hohen Belastung der Organisation für die Durchführung dieses Projektes. Da die Entwicklung des Geschäftsjahres 2017 nicht wie geplant erfolgt ist, wurde auf zusätzlich Kosten, verursacht durch außerordentliche Einmaleffekte, verzichtet. Die Personalkosten für das Geschäftsjahr 01.01.2017 bis 31.12.2017 lagen bei TEURO 24.337 (Vorjahr TEURO 25.020). Die Personalintensität liegt bei 32,5% (Vorjahr 34,8%). Die angestrebte nachhaltige wettbewerbsfähige Quote liegt weiterhin bei 30%. In diesem Geschäftsjahr konnte zwar eine Reduktion der Quote im Verhältnis zum Vorjahr erzielt, aber das angestrebte Ziel von 30% noch nicht erreicht werden. Die Geschäftsführung hält am Ziel weiterhin fest mittelfristig exakt diese Quote zu erreichen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei TEURO 16.621 (Vorjahr TEURO 13.930). Eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahreswert ist aufgrund der zahlreichen Sondereffekte, wie im Abschnitt zum Geschäftsverlauf beschrieben, nur bedingt möglich. Das Ergebnis nach Steuern beträgt ./. TEURO 566 (Vorjahr TEURO 46). Der Konzernjahresüberschuss beträgt ./. TEURO 585 (Vorjahr TEURO 28). b) Finanz und Vermögenslage Das Vermögen der Sinterwerke beträgt TEURO 26.736 (TEURO 30.261) und besteht zu ca. 57,9% (Vorjahr: ca. 54,9%) aus Anlagevermögen (TEURO 15.473; Vorjahr TEURO 16.619). Größter Posten sind mit TEURO 13.138 (Vorjahr TEURO 15.597) die Sachanlagen. Das Umlaufvermögen beträgt TEURO 11.058 (Vorjahr TEURO 13.340). Es teilt sich im Wesentlichen auf in Vorräte (TEURO 6.861; Vorjahr TEURO 7.271), Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (TEURO 3.584; Vorjahr TEURO 3.775) und liquide Mittel von TEURO 613 (Vorjahr TEURO 2.294). Durch die bestehenden Factoring Verträge beinhalten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEURO 1.372; Vorjahr TEURO 341) lediglich die nicht durch die Factorer angekauften Forderungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wiederum die Forderungen gegen die Factorer. Auf der Passivseite wird ein positives Eigenkapital von TEURO 6.246 ausgewiesen (Vorjahr TEURO 7.304). Die Eigenkapitalquote beträgt 23,4% (Vorjahr 24,1%). Die Verbindlichkeiten betragen TEURO 13.587 (Vorjahr TEURO 12.674). Sie beinhalten als größten Posten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEURO 7.941; Vorjahr TEURO 7.035). Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEURO 4.752 (Vorjahr TEURO 5.639). Im Geschäftsjahr 2017 ist die Position Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstitute i.H.v. TEURO 893 neu hinzugekommen. Dahinter verbergen sich die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Bereitstellung der Kontokorrentkreditlinie der Sinterwerke Herne GmbH. Zum Bilanzstichtag wird die Kreditlinie mit EUR 0,9 Mio. genutzt. Die nicht ausgenutzte Kreditlinie beträgt EUR 0,1 Mio.. Die ausgewiesenen Rückstellungen belaufen sich auf TEURO 6.568 (Vorjahr: TEURO 5.952). Den größten Posten bilden die sonstigen Rückstellungen mit TEURO 4.013 (Vorjahr TEURO 3.456). Investitionen Das Investitionsvolumen betrug insgesamt TEURO 4.711. Die Investitionen entfielen zum größten Teil auf das Sachanlagevermögen. Erwähnenswert ist an dieser Stelle der erstmalige Zugang von selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnliche Rechte und Werte i.H.v. TEURO 1.317. Hinter dieser Position verbergen sich die aktivierten Entwicklungskosten für Neuprojekte der Sinterwerke Herne GmbH. Personal- und Sozialbereich Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt 380 Mitarbeiter (Vorjahr 376 Mitarbeiter) beschäftigt. Davon sind 249 Arbeitnehmer (Vorjahr 243 Arbeitnehmer) direkt am Leistungsprozess beteiligt. Bei den restlichen 131 Arbeitnehmern (Vorjahr 133 Arbeitnehmer) handelt es sich um indirekte Arbeitnehmer. Liquidität Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war mit TEURO 2.823 (Vorjahr TEURO 151) positiv. Die Finanzmittelfonds betragen zum 31.12.2017 ./. TEURO 280 (Vorjahr TEURO 2.294). Die Liquidität des Konzerns ist insgesamt auskömmlich. Das Finanzierungskonzept sieht eine unabhängige Finanzierung der beiden Produktionsstandorte Herne und Grenchen vor. Für das Geschäftsjahr 2017 ist zusätzlich eine Kontokorrentkreditlinie für die Sinterwerke Herne GmbH zur Verfügung gestellt worden. In beiden operativen Tochtergesellschaften wird ein Factoring durchgeführt worüber die Kurzfristfinanzierung sichergestellt ist. c) Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den Sinterwerken werden für die interne Unternehmenssteuerung neben diversen Produktions- und Qualitätskennzahlen wesentlichen Finanzkennzahlen ermittelt und im Kontext des Leistungscontrollings analysiert, sowie auf Optimierungspotential geprüft. Die Umsatzrentabilität beträgt ./. 0,76%. An dieser Stelle ist ein Vergleich mit der Umsatzrentabilität aus dem Vorjahr i.H.v. 0,04% aufgrund der zahlreichen Sondereffekte nur stark eingeschränkt möglich. Die EBIT-Marge liegt bei ./. 0,2%, EBIT ./. TEURO 142. Für die zukünftigen Jahre ist ein nachhaltiges positives EBIT und eine EBIT-Marge von über 5 % angestrebt. Die EBIT-Marge lag 2015 im Bereich der Automobilzulieferer für Fahrzeugkomponenten im Antriebsbereich bei 6,9 %. 1 Dieser Wert wird als zukünftiger Benchmark für den Sinterwerke Konzern angesehen und ist als Zielgröße festgesetzt worden. Eine weitere wesentliche Kennzahl ist das Konzern EBITDA. Dieses betrug im Berichtsjahr 2017 TEURO 4.136 (5,5%). Mittelfristig wird ein EBITDA von mindestens TEURO 8.000 p.a. angestrebt.
d) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Personal Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt 380 Mitarbeiter (Vorjahr 376 Mitarbeiter). Dies bedeutet eine Erhöhung um rund 1,1 %. Der Aufbau ist im Bereich der direkten am Leistungsprozess beteiligten Arbeitnehmer erfolgt. Preispolitik Wir sehen in einer fairen, leistungsgerechten Preispolitik die Basis für nachhaltiges Wachstum sowie langfristig stabile Ertragskraft. Unser Ziel ist es, mit hoher Liefer- und Qualitätsperformance, sowie einer partnerschaftlichen Lieferbeziehung untermauert durch eine absolut wettbewerbsfähige Preisgestaltung die Kunden dauerhaft zu binden. Logistik und IT Ein in sich konsistentes und nach höchsten Automotive-Standards konzipiertes Warenwirtschaftssystem, mit direkter Kopplung an die Schnittstellen der Kunden erlaubt eine termingerechte und möglichst effiziente Disposition der geforderten Fertigteile. Dabei ist es selbstverständlich, dass die Sublieferanten sowohl von der Qualitätsseite als auch der Dispositionsseite komplett in die Lieferkette der Sinterwerke integriert sind und eine weltweite fristgerechte Auslieferung ermöglichen. In diesem Geschäftsjahr wurde in einem ersten Schritt die Finanzbuchhaltung der Sinterwerke Herne GmbH auf SAP umgestellt, sodass jetzt beide Standorte ein einheitliches Buchhaltungs-System verwenden. Vertrieb Der Vertrieb als wichtigstes Gesicht der Firma nach außen im direkten Kontakt zu den Kunden befindet sich weiterhin in der Phase der Optimierung, um zukünftig mit einem schlagkräftigen Team und einer direkten Zuordnung von Key Accounts die Kundenwünsche bei laufenden Projekten, aber auch bei der intensiven Zusammenarbeit im Roll-out von Neuprojekten vollends zu erfüllen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde innerhalb des Vertriebs der Bereich Projektmanagement komplett neu etabliert. Des Weiteren gilt es den Firmenverbund Sinterwerke mit den Standorten Herne und Grenchen als strategische, schlagkräftige und zukunftsorientierte Einheit am Markt durch Teilnahme an Messen und Symposien zu präsentieren. In diesem Geschäftsjahr konnte eine deutliche Belebung der Anfrageaktivitäten bei Bestands- aber auch Neukunden festgestellt werden. e) Gesamtaussage Das Jahr 2017 war für den Sinterwerke Konzern ein weiteres Jahr der Reorganisation von Strukturen und Prozessen. Die wirtschaftliche Lage zum Ende des Berichtsjahres des Sinterwerke Konzerns kann insgesamt als angespannt bezeichnet werden. Die eingeleiteten Maßnahmen, die personellen Veränderungen im Management Board und das stringenten Kostensenkungsprogramm werden im nächsten Jahr für eine Entspannung der finanziellen Situation sorgen. III. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken:
Ertragsorientierte Risiken
Finanzwirtschaftliche und sonstige Risiken Die zeitliche Verschiebung der Investitionen am Standort Herne und die verschobene Verlagerung der mechanischen Bearbeitung am Standort Grenchen führt dazu, dass die geplanten Einsparungen im Personalbereich nicht im vollen Umfang durchgeführt worden sind. Somit startet das neue Geschäftsjahr mit hohen Personalkosten bei denen erst gegen Ende 2018 die geplanten Einsparmaßnahmen erzielt werden können. Um diese Mehrkosten abzumindern sind am Standort Herne Zeitarbeiter umgewandelt worden in befristete Verträge mit Sachgrundbefristung. 2. Chancenbericht Einige der heutigen Bestandskunden planen im Bereich Sinterformteile in den nächsten Jahren um bis zu 100% zu wachsen. Wir erwarten von diesem, gegenüber dem normalen Automotive-Bedarf strukturellem Wachstum, mit den zur Verfügung stehenden Kapazitäten an diesem Wachstum profitabel zu partizipieren. Sintern ist trotz aller Maschinen und Anlagen ein Produktionsverfahren, welches vom Know-how der Mitarbeiter und Unternehmen lebt. Daher werden komplexe und hochwertige Teile nach wie vor und teilweise verstärkt bei etablierten Lieferanten in Europa nachgefragt, obwohl der Verwendungsmarkt für den Kunden in Asien oder Südamerika ist. Auch bei reinen Elektro-Fahrzeugen sind die Sinterwerke bereits in vielen Anwendungsgebieten gut positioniert. Jahrzehntelange Erfahrung, zum Beispiel mit SMC-Werkstoffen, schaffen die Möglichkeiten sich neue Anwendungsfelder zu erschließen. Die Sinterwerke arbeiten bereits mit einigen Key-Playern/Tier-1 in diesem Feld zusammen. Fast alle etablierten europäischen Wettbewerber sind heute an der Kapazitätsgrenze. Wir sind derzeit der einzige Hersteller mit nennenswerten freien Kapazitäten. Zusammen mit dem o.g. Wachstum bei unseren Kunden, ergeben sich daraus gute Chancen auf Mehrumsatz. Die Wettbewerber bauen neue Kapazitäten in NAFTA oder in Asien, insbesondere China, auf, womit die Sinterwerke im europäischen Vergleich weiter die Alleinstellung freier Kapazitäten hat. Die Reorganisation der Produktion und die damit erzielte erhöhte Produktivität schafft erhebliche Kapazitäts- und Umsatzreserven, ohne dass es Neuinvestitionen in Kapazitätserweiterung bedürfte. Dieses wird sich auch in den Folgejahren weiter so realisieren lassen. Somit ist die Voraussetzung für Neuteileprojekte geschaffen worden. 3. Gesamtaussage Grundsätzliche Risiken, die den Fortbestand einzelner Teile des Konzerns gefährden könnten, sind aus Sicht der Geschäftsleitung zwar vorhanden, sind aber aus heutiger Sicht beherrschbar und nicht existenzbedrohend. Aufgrund der nicht vorhandenen gegenseitigen rechtlichen Verflechtungen, Sicherheiten o.ä. sind Einzelrisiken aus Tochtergesellschaften aus Sicht der Geschäftsführung derzeit nicht bestandsgefährdend für die übrigen operativen Unternehmen oder die Sinterwerke Holding GmbH. Auch beim Leistungserstellungsprozess gibt es keinerlei Abhängigkeiten zwischen den operativen Gesellschaften die zu einer Durchschlagen von Risiken der Einzelgesellschaften auf den Gesamtkonzern führen könnten. Allerdings sieht der Markt und damit die Kunden die Sinterwerke Gruppe heute als eine Einheit. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass es trotz fehlender rechtlicher Durchgriffe zu einer Übertragung des Risikos aus einer Einzelgesellschaft auf den Gesamtkonzern kommen kann. Insgesamt sieht die Geschäftsführung aufgrund der guten Markt- und Projektentwicklung genügend Möglichkeiten um auch etwaige Einzelrisiken entsprechend zu beherrschen. IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den in der Unternehmensgruppe bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Factoring, Kontokorrentkreditlinie Sale-and-Lease-Back und in einem geringeren Umfang Leasing und Mietkauf-Geschäfte. Daneben werden seit dem 22.01.2018 Instrumente der Währungssicherung am schweizer Standort eingesetzt. Risiken sind aus diesen Instrumenten nicht zu sehen, da die Instrumente keinerlei Spekulationskomponenten haben sondern das Risiko nach unten begrenzen, aber auch die Chance nach oben abschneiden. Die operativen Gesellschaften verfügen über einen solventen Kundenstamm. Wesentliche Forderungsausfälle sind in den letzten Jahren unbekannt. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die Unternehmensgruppe eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird in jedem der operativen Unternehmen stets ein aktueller Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die jeweiligen Geldaus- und -eingänge zeigt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Gegenseitige finanzwirtschaftliche Verflechtungen bestehen zum Abschlussstichtag nur in einem geringen Umfang aus Darlehen. V. Prognosebericht Angesichts der Tatsache, dass alleine ca. EUR 1,66 Mio. in den Aufwendungen 2017 aus einmaligen Sondereffekten wie zum Beispiel dem Verlust aus dem Verkauf der Beteiligung, nachträglichen Preisreduzierungen, der außerplanmäßige Abschreibung der Mietereinbauten stammen (Verweis auf II.3. Lage), sowie hohen Kosten in den Produktionsabteilungen aufgrund von Neuteile-Anläufen und einer mangelnden Verzahnung zwischen Produktion und der kaufmännischen Abteilung, sieht die Geschäftsführung der Sinterwerke eine verhaltene positive Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2018, die eine konservative Umsatzplanung (TEUR 73.406) und ein stringentes Kostensenkungsprogramm voraussetzt. Die ersten Investitionen aus dem Investitionspaket mit dem Finanzierungspartner konnten bereits umgesetzt werden. Die größeren Anlagen aus dem Investitionspaket, wie die Presse und der Ofen, befinden sich aktuell in der Umsetzung, sodass die ersten positiven Effekte ab dem dritten Quartal erkennbar sein werden. Hierbei handelt es sich vor allem um Rationalisierungsinvestitionen. Aufgrund immer weiter voran schreitender Produktivitätsverbesserungen wird derzeit keine Notwendigkeit für wesentliche Erweiterungsinvestitionen gesehen. Ausnahmen bilden hier Einzelfälle, bei denen projektspezifische Maschinen und Anlagen angeschafft werden müssen, um neue Artikel herstellen zu können. Mit der Akquirierung zahlreicher Neuteile konnte die Voraussetzungen für die erfolgreiche Fortführung der Sinterwerke geschaffen, auch wenn diese im Geschäftsjahre sehr hohe Kosten verursacht haben. Die Geschäftsleitung erwartet für das Geschäftsjahr 2018 eine Umsatzrendite von ca. 1,0% sowie einem EBIT in Höhe von ca. TEURO 944. Mit veränderter personeller Besetzungen im Management Board, entsprechendem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie stringenter Nachverfolgung der eingeleiteten Maßnahmen geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich der Sinterwerke Konzern zukünftig wieder positiv entwickeln wird.
Hamburg, im August 2018 Sinterwerke Holding GmbH Sven Dübbers, Geschäftsführer Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2017AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2017I. Grundlagen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 HGB. 2. Erläuterungen und Angaben zum Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Der Konzern überschreitet die größenabhängigen Befreiungen gemäß § 293 HGB. Die Gesellschaft ist damit zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die Beträge im Konzernanhang in tausend Euro (TEUR) angegeben. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Davon-Vermerke, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten entsprechend § 265 Abs. 2 HGB die Vergleichsbeträge des Vorjahres. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert zum Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Nach § 294 HGB sind die folgenden Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen:
Die Tochtergesellschaft, Sinterwerke Herne GmbH war im Vorjahr an ihrer Muttergesellschaft mit 23,7% beteiligt. Die Rückbeteiligung wurde in 2017 an den Anteilseigner der Sinterwerke Holding GmbH abgetreten. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr und der Bilanzstichtag des Konzerns entspricht den Regelungen des Gesellschaftsvertrags des Mutterunternehmens. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (§ 313 Abs. 1 Nr. 1 HGB) In dem Konzernabschluss wurden einheitlich die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Muttergesellschaft angewendet (§ 308 Abs. 1 HGB). Gemäß § 308 Abs. 2 HGB war das Anlagevermögen der Sinterwerke Grenchen AG auf den Erstkonsolidierungszeitpunkt 01.01.2015 entsprechend neu zu bewerten (Umstellung von degressiver auf lineare Abschreibung). Der Vermögenszuwachs (TCHF 1.065) wurde erfolgsneutral unter Bildung einer latenten Steuerrückstellung von TCHF 236 in eine Neubewertungsrücklage (TCHF 828) der Tochtergesellschaft eingestellt. Der Vermögenszuwachs und die passive latente Steuerabgrenzung wurden in den nachfolgenden Geschäftsjahren erfolgswirksam fortgeschrieben. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr hat sich der Vermögensunterschied gegenüber dem Einzelabschluss um TCHF 139 auf TCHF 1.125 reduziert. Die passiven latenten Steuern haben sich um TCHF 31 auf TCHF 248 reduziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern ermittelt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von € 150,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 werden in einem Sammelposten aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden im Anlagevermögen dann vorgenommen, wenn dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert abzgl. Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2% Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden grundsätzlich auf die Unterschiede zwischen den Bilanzansätzen in der Handels- und Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Gegensatz zu Vorjahren wurde in dem Einzelabschluss einer Tochtergesellschaft vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S.2 HGB Gebrauch gemacht. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im vorliegenden Konzernabschluss wird dieses Wahlrecht entsprechend § 306 HGB einheitlich ausgeübt. Der Berechnung der latenten Steuern liegen folgende effektive Steuersätze zugrunde, die sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben werden:
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen sind entsprechende Mittel in Fondsvermögen angelegt. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Absicherung des Erfüllungsrückstandes aus Altersteilzeitvereinbarungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser wird mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert worden. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt bei den Forderungen mit dem Briefkurs bzw. bei Verbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Entstehungstag. Am Abschlussstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden unterjährig mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Kurzfristige Forderungen, Verbindlichkeiten und liquide Mittel in fremden Währungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die auf Fremdwährung (CHF) lautenden Jahresabschlüsse der Schweizer Tochtergesellschaften werden gemäß § 308a HGB in Euro umgerechnet. Dabei werden die Posten der Bilanz mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag, das Eigenkapital zum historischen Kurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Sich ergebende Umrechnungsdifferenzen im Zusammenhang mit der Konsolidierung gegenseitiger langfristiger Darlehensforderungen und Verbindlichkeiten wurden ebenfalls erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. 4. Konsolidierungsgrundsätze a) Angaben zur Kapitalkonsolidierung (§ 301 Abs. 1 HGB) Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden die Beteiligungsbuchwerte der konsolidierungspflichtigen Anteile gegen das auf diese Anteile entfallende Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt aufgerechnet. Das Eigenkapital der Tochterunternehmen wurde durch die Zuordnung stiller Reserven in einem Vermögenswert einer Schweizer Tochtergesellschaft und in den Verbindlichkeiten einer Deutschen Tochtergesellschaft mit dem Zeitwert bewertet. Die Buchwerte der Beteiligungen waren jeweils geringer als das anteilige Eigenkapital. Die jeweiligen negativen Differenzen wurden als negativer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung passiviert. b) Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (§ 301 Abs. 3 S. 3 HGB) Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung setzt sich wie folgt zusammen und hat sich wie folgt entwickelt:
Die negativen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der Sinterwerke Herne GmbH und der Sinterwerke Grenchen AG stehen im Zusammenhang mit erwarteten Verlusten im Rahmen der notwendigen Sanierung der Tochtergesellschaften. Dies wird bei der Sinterwerke Herne GmbH auch durch das am 17. März 2016 aufgehobene Insolvenzverfahren dokumentiert. In 2017 wurden der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der Sinterwerke Herne GmbH anteilig in Höhe des Jahresfehlbetrags , bereinigt um außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge, erfolgswirksam aufgelöst. Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der Sinterwerke Grenchen AG wurde vollständig erfolgswirksam aufgelöst. c) Schuldenkonsolidierung Die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. d) Zwischengewinneliminierung Zwischengewinne, die aus den Leistungen zwischen Konzerngesellschaften in geringem Umfang resultieren können, sind gemäß § 304 Abs. 2 HGB wegen ihrer untergeordneten Bedeutung nicht eliminiert worden. Eliminierte Zwischengewinne aus einem konzerninternen Verkauf von Anlagevermögen in 2016 wurden in 2017 realisiert. e) Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind die Umsatzerlöse und die Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der Empfänger der Leistungen verrechnet worden. Zinsaufwendungen und Zinserträge auf Darlehen, die zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gewährt wurden, wurden verrechnet. II. Erläuterungen zu Einzelposten 1. Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB im folgenden Anlagenspiegel dargestellt: KONZERN-ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2017(Entwicklung Konzern-Anlagevermögen)
Das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird in Anspruch genommen. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten i.S.v. § 314 Abs. 14 HGB beliefen sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr auf TEUR 1.407 wovon TEUR 1.317 aktiviert wurden. Der verbleibende Teil (TEUR 90) befindet sich im Aufwand des abgeschlossenen Geschäftsjahres. Die Wertberichtigungen auf Vorräte werden in Form von Reichweitenabschlägen, die je nach Art der Vorräte und Eingliederung in bestimmte Bewertungsgruppen zwischen 0% - 95% des Bruttobestandes der Vorräte betragen, ermittelt. In zwei Tochtergesellschaften bestehen Factoring-Verträge mit der Commerzfactoring GmbH (im Vj: TARGO COMMERCIAL FINANCE AG und der Credit Suisse. Das technische Vorgehen des Factorings unterscheidet sich im Wesentlichen nicht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten zum Stichtag nur noch die Forderungen, die nicht verkauft wurden. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus den beiden Factoring-Verträgen in Höhe von T€ 928 (Vj. T€ 2.320). Im Rahmen der Factoring-Verträge können Kundenforderungen von jeweils € 6 Mio. bzw. CHF 6,1 Mio. an die Factoring-Unternehmen abgetreten werden. Die Factoring-Unternehmen übernehmen auch die Haftung für die Bonität der Kunden im Hinblick auf die angekauften Forderungen. Des Weiteren enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände T€ 213 (Vj. T€ 250) als Mietkaution für Sale-and-lease-back-Verträge und Vorsteuer-Erstattungsansprüche in Höhe von T€ 736 (Vj. T€ 656). Die enthaltenen debitorischen Kreditoren betragen T€ 97 (Vj. T€ 62). In den Guthaben bei Kreditinstituten werden gesperrte Guthaben zugunsten Dritter in Höhe von T€ 120 (Vj. T€ 324) ausgewiesen. Ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung aus der Verrechnung des sogenannten Deckungsvermögens mit einem Zeitwert von T€ 252 (Vj. T€ 178), mit den zugrunde liegenden Altersteilzeitverpflichtungen, mit einem Erfüllungsbetrag der Gehaltszahlungen von T€ 268 (Vj. T€ 170) hat sich zum Bilanzstichtag nicht ergeben. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens beliefen sich auf T€ 252 (Vj. T€ 179). Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt € 316.487. Die Kapitalerhöhung um € 216.487 aufgrund der Verschmelzung als aufnehmende Gesellschaft mit der Sinterwerke Holding GmbH wurde am 17. April 2015 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen. Mit der anschließenden Umfirmierung wurde der Name der untergegangenen Sinterwerke Holding GmbH durch die GREN Holding GmbH übernommen. Die Umfirmierung wurde am 7. Mai 2015 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen. Die Rückbeteiligung Sinterwerke Herne GmbH an der Sinterwerke Holding GmbH von 23,7% wurde im Geschäftsjahr 2017 an den Gesellschafter der Sinterwerke Holding GmbH abgetreten. Die in Vorjahren gemäß § 301 Abs. 4 HGB mit dem gezeichneten Kapital und den Kapitalrücklagen verrechneten Anschaffungskosten wurden im Rahmen der Entkonsolidierung erfolgsneutral mit dem erwirtschafteten Eigenkapital (Verlustvortrag) verrechnet. Der Bilanzverlust beinhaltet einen Verlustvortrag von T€ 453 (Vj. T€ 481). Im Übrigen wird auf die Gewinn- und Verlustrechnung hingewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 10 Jahre (Hauptrechnungszins) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Absatz 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 3,68% (Vorjahr 4,01%) p.a.. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden in Abhängigkeit der Tarifgruppen jährliche Gehaltssteigerungen von 3% und Rentensteigerungen von jährlich 1,7% zugrunde gelegt, sowie alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten von 2% verwendet. Die Pensionsrückstellungen betreffen ausschließlich die Pensionszusagen der Tochtergesellschaft Sinterwerke Herne GmbH. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt zum Bilanzstichtag T€ 407. Für diesen Betrag gilt nach § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB eine Ausschüttungssperre. Rückstellungen für Altersteilzeit (T€ 182; Vj. T€ 187) betreffen ausschließlich die Tochtergesellschaft Sinterwerke Herne GmbH. Sie werden - für sämtliche zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Altersteilzeitverträge - für die während der Beschäftigungsphase des Blockmodells entstandenen Erfüllungsrückstände gebildet. Darüber hinaus berücksichtigt die Rückstellung auch die Verpflichtung zur Zahlung von Aufstockungsbeträgen auf das reduzierte Arbeitsentgelt. Die Berechnung der Verpflichtung erfolgt unter der Berücksichtigung der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Heubeck; der Berechnung liegt ein Rechnungszinsfuß von 1,43 % p.a. (Vj. 2,01 % p.a.) zugrunde. Eine Abzinsung der Verpflichtungen erfolgte nur für die Altersteilzeitverhältnisse, die über 12 Monate andauern. Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen (T€ 107; Vj. T€ 85) wird auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Bei der Berechnung wurden jährliche Einkommenssteigerungen von 3% sowie eine durchschnittliche Fluktuation von 2% p.a. berücksichtigt. Der für die Abzinsung verwendete fristenkongruente Zinssatz beträgt 2,8% p.a. (Vj. 3,24% p.a.). Die sonstigen Rückstellungen (T€ 4.013; Vj. T€ 3.442) enthalten neben den Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen (T€ 980; VJ. T€ 735), Rückbauverpflichtungen (T€ 397; T€ 442), Urlaub (T€ 525; Vj. T€ 481), Arbeitszeitsalden (T€ 515; Vj. T€ 425), Erlösschmälerungen (T€ 321; Vj. T€ 106), Personalmaßnahmen (T€ 227; VJ. T€ 134), Garantieverpflichtungen (T€ 356; Vj. T€ 228). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten haben wir in nachfolgendem Verbindlichkeiten Spiegel dargestellt:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Es bestehen hier die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte an gelieferten Waren. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind T€ 137 (Vj. T€ 167) Verbindlichkeiten aus Steuern enthalten. Weiterhin enthalten die sonstigen Verbindlichkeiten kapitalisierte Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen/Leasingverträgen in Höhe von T€ 2.911 (Vj. T€ 3.917). Die Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen sind durch Eigentumsvorbehalte an den finanzierten Maschinen und durch verpfändete Bankguthaben gesichert. Die saldierten Passiven latenten Steuern von TEUR 263 (Vj T€ 259) setzen sich hauptsächlich zusammen aus, TEUR 645 passiven latenten Steuern aus der neu eingeführten Aktivierung selbsterstellter immaterieller Anlagen in der Sinterwerke Herne GmbH (TEUR 434; Vj. T€ 0) und aus der oben beschriebenen Umstellung von degressiver auf lineare Abschreibung bei der Sinterwerke Grenchen AG (TEUR 211; Vj. T€ 259) sowie TEUR 382 (Vj. T€ 0) aktiver latenter Steuer aus der schon sehr viel länger bestehenden Rückstellungen für Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 338) und unterschiedlicher Abzinsungen der Rückstellung für Erneuerungsverpflichtungen in Handels- und Steuerrecht (TEUR 44). Die Entwicklung des Bilanzpostens Passive latente Steuern stellt sich gem. §314 Abs. 1 Nr. 22 HGB wie folgt dar:
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind die bereits erwähnten Factoring- und Sale-and-lease-back-Verträge. Weiterhin bestehen Konsignationslagervereinbarungen mit zwei Lieferanten. Vorteil des Factorings ist die vorzeitige Liquiditätsbeschaffung aus Kundenforderungen. Risiken werden nicht gesehen, da der Factor insbesondere auch das bonitätsmäßige Ausfallrisiko der Kundenforderungen übernimmt. Das Sale-and-lease-back trägt zur Verringerung der Kapitalbindung und des Investitionsrisikos für Ersatzbeschaffung bei. Die Leasingverträge führen zu einem jährlichen Aufwand von T€ 454 (Vj: 487). Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu 16 Monaten (Vj. 30 Monate). 2. Gewinn- und Verlustrechnung Nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten setzen sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen: Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geografisch bestimmten Märkten
In den sonstigen betrieblichen Erträgen (T€ 5.997; Vj. T€ 3.995) sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 215 (Vj. T€ 1.489) enthalten, davon T€ 113 (Vj. T€ 1.396) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Zum anderen enthalten die sonstige betrieblichen Erträge aus Wechselkursgewinnen (T€ 224; Vj. T€ 5), anteilige Auflösungen der negativen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von Tochtergesellschaften (T€ 4.018; Vj. T€ 620). Die negativen Unterschiedsbeträge wurden entsprechend der im Geschäftsjahr 2017 ausgewiesenen Verluste in den Einzelabschlüssen der Gesellschaften aufgelöst. Siehe auch unter den Erläuterungen zu I.4.b) "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" in diesem Anhang. Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ -27 (Vj. T€ -94). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von T€ 548 (Vj. T€ 59) - im Wesentlichen aus der Verschrottung und dem Abgang von Anlagevermögen (T€ 548; Vj. T€ 27) - und Wechselkursverluste in Höhe von T€ 340 (Vj. T€ 85) enthalten. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 45 (Vj. T€ 22). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von längerfristigen Rückstellungen in Höhe von T€ 130 (Vj. T€ 120). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (T€ 20; Vj. T€ 17) saldieren sich Aufwendungen aus der Abgrenzung latenter Steuern (T€ 24) mit Erträgen aus Steuererstattungen und der Auflösung von Steuerrückstellungen (T€ 4). Zur Entwicklung der latenten Steuerabgrenzungen siehe die Tabelle unter Passiven latenten Steuern in den vorangegangenen Erläuterungen zur Bilanz. III. Sonstige Angaben Geschäftsführer im Geschäftsjahr war Herr: Sven Dübbers, Seevetal
Die Gesellschaft macht von den Erleichterungen des § 286 Absatz 4 HGB hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge Gebrauch. Im Geschäftsjahr 2017 hat die Gesellschaft keine marktunüblichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vorgenommen. Im Jahresdurchschnitt wurden 380 (Vj. 376) Arbeitnehmer beschäftigt, davon
Der Konzern hat sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB, die sich nicht aus der Bilanz ergeben und nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, wie folgt:
Die zukünftigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt T€ 13.762 (Vj. T€ 10.234). Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Mietverträgen für die Produktion-, Lager- und Büroräume der Konzerngesellschaften in Höhe von T€ 11.929 (Vj. T€ 8.086) und Sale-and-lease-back-Verträgen in Höhe von T€ 600 (Vj. T€ 1.093). Als Vorgang von besonderer Bedeutung nach § 314 Nr. 25 HGB nach Abschluss des Geschäftsjahres hat die Tochtergesellschaft Sinterwerke Herne GmbH im Mai 2018 verschiedene Anlagengegenstände vorzeitig aus einem Leasingvertrag abgelöst und anschließend auf Basis einer gutachterlichen Bewertung an die Leasinggesellschaft wieder verkauft. Aus dieser Transaktion ist im Geschäftsjahr 2018 im Konzern ein Gewinn von rd. T€ 656 entstanden. Die Honorare des Abschlussprüfers (§ 314 Nr. 9 HGB) teilen sich in 2017 wie folgt auf:
Konzernverhältnisse gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 7 HGB. Die Gesellschaft stellt einen konsolidierten Jahresabschluss (Konzernabschluss) und einen Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 für den größten Kreis von Unternehmen auf, der alle Gesellschaften erfasst, an denen die Gesellschaft direkt oder indirekt die Mehrheit der Anteile hält.
Hamburg, 30.07.2018 Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2017
*) Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
Konzerneigenkapitalspiegel für den Zeitraum 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2017des Sinterwerke Holding GmbH
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Sinterwerke Holding GmbH aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 6. September 2018 DIERKES
Hamburg AG
Deecke, Wirtschaftsprüfer Billigung des KonzernabschlussesDie Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am 14.09.2018 |
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