Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 31285
Vorher
Vorwerk Professional GmbH
Eingetragen
15.12.2020
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von nichtelektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Produkten für den professionellen Einsatz, einschließlich digitaler Produkte und Zubehör, sowie der Import, Export, An- und Ver-kauf von professionellem Zubehör aller Art im In- und Ausland; ferner die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit professionellen Produkten sowie die Qualitätssicherung der genannten Produkte und Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karsten Köhncke
seit 17.1.2025
Geschäftsführer
Karina Elisabeth Hinz
seit 24.4.2024
Prokura
Prokura
Regina Deisemann
seit 15.12.2020
Prokura
Henning Dr. Hayn
seit 15.12.2020
Geschäftsführer
Martin Figgen
seit 15.12.2020
Prokura
Michael Klaus Flohren
seit 15.12.2020
Prokura
Prokura
Daniela Paul
seit 15.12.2020
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Vorwerk SE & Co. KG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vorwerk SE & Co. KG

Wuppertal

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der Vorwerk SE & Co. KG, Wuppertal

Allgemeiner Teil zum Geschäftsverlauf

Die Vorwerk SE & Co. KG ist ein im Jahr 1883 gegründetes Familienunternehmen mit Sitz in Wuppertal (Deutschland). Vorwerk ist gemessen am Umsatz das Direktvertriebsunternehmen Nummer 1 in Europa und weltweit führend im Direktvertrieb hochwertiger Haushaltsgeräte. Das Kerngeschäft der Unternehmensgruppe ist die Entwicklung, Produktion und Vertrieb innovativer Premium-Haushaltsgeräte. Die wichtigsten Produkte von Vorwerk sind zum einen Reinigungsgeräte vom Saugwischer bis zum Saugroboter, die Vorwerk unter der Marke Kobold/Folletto herstellt und vertreibt sowie der Thermomix®/Bimby mit seiner digitalen Rezeptplattform Cookidoo, auf der inzwischen rund vier Millionen Kundinnen und Kunden aktiv sind.

Die Vorwerk Gruppe ist heute im Direktvertrieb in 60 Ländern mit Fokus auf Europa, aber auch in Asien sowie Nord- und Südamerika aktiv. Die stark internationale Ausrichtung des Wuppertaler Familienunternehmens lässt sich auch an der Umsatzverteilung ablesen: Der außerhalb des Heimatmarktes Deutschland erwirtschaftete Umsatzanteil erreichte 61,5 Prozent. Im Direktvertrieb lag dieser Anteil bei 71,9 Prozent.

Zum diversifizierten Produkt- und Serviceportfolio gehören darüber hinaus Finanzierungslösungen der akf- Gruppe sowie der Venture-Capital-Gesellschaft Vorwerk Ventures.

Vorwerk steht für eine aktive und stark wachsende Community aus Beraterinnen und Beratern, Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einen modernen Direktvertrieb über drei verbundene Kanäle mit hochwertigen Produkten und Dienstleistungen. Diese zentralen Elemente der Strategie 2025 bilden das Fundament für eine nachhaltig erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens. Im Jahr 2023 kann Vorwerk auf eine 140-jährige Historie zurückblicken.

Am zentralen Produktions- und Entwicklungsstandort von Vorwerk Engineering in Wuppertal-Laaken sind Forschung & Entwicklung, App- und Softwareentwicklung, das Qualitätsmanagement und die Verwaltungseinheiten in direkter Nähe von Motoren- und Gerätewerk angesiedelt. Vorwerk entwickelt und designt seine Produkte am größten Standort in Wuppertal. Im firmeneigenen internationalen Werksverbund mit Standorten in Deutschland, Frankreich (Cloyes-les-Trois-Rivières) und China (Shanghai) erfolgt die Produktion nach einheitlichen Vorgaben und strengen Qualitätsstandards.

Dort, wo es sinnvoll ist, arbeitet Vorwerk Hand in Hand mit einem Netzwerk an spezialisierten Produktionspartnern zusammen.

Zum Ende des Jahres 2022 war die Vorwerk Gruppe in folgenden Geschäftsfeldern tätig: Cu-linary (Thermomix®/Bimby), Cleaning (Kobold/Folletto) sowie Vorwerk Engineering, Neato Robotics und akf-Gruppe. Mit den Vorwerk Ventures verfügt die Vorwerk Gruppe zudem über eine Venture-Capital-Gesellschaft. Die JAFRA Cosmetics (bis auf JAFRA Indonesien) und Temial Aktivitäten wurden 2022 wie geplant verkauft bzw. eingestellt und fließen somit nur noch anteilig in den Konzernumsatz des Berichtsjahres ein. Zu Beginn des Jahres 2023 wurde auch JAFRA Indonesien verkauft.

Der russische Angriff auf die Ukraine im Februar änderte die Rahmenbedingungen und erforderte ein kontinuierliches Krisenmanagement, insbesondere im Bereich der Materialbeschaffung und der Energiesicherheit. Die größte Herausforderung bestand darin, trotz fehlender Planungssicherheit handlungsfähig zu bleiben und sich schnell auf die Lageveränderungen einzustellen. Deutlich steigende Energiekosten, gestörte internationale Lieferketten, steigende Transportkosten und erhebliche Kostensteigerungen im Materialeinkauf haben die Vorjahresprognosen schnell obsolet gemacht. Vorwerk hat diese Ausnahmesituation außerordentlich gut bewältigt.

Insgesamt lag der Umsatz der Vorwerk Gruppe mit 3,2 Milliarden Euro aufgrund der im Laufe des Jahres veräußerten oder geschlossenen Gesellschaften 6,3 Prozent unter dem Vorjahr. Die Erwartungen wurden aufgrund der oben genannten Herausforderung um 1,3 Prozent verfehlt. Der ohne die im Berichtsjahr nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten erzielte Umsatz konnte auf dem hohen Vorjahresniveau gehalten werden.

Der Konzernjahresüberschuss lag bei 45,2 Millionen Euro, das operative Jahresergebnis des Konzerns bei 194,5 Millionen Euro und damit signifikant 1 unter dem Vorjahr und den Planungen. Dies hängt mit den in dieser Höhe nicht erwarteten Kostensteigerungen in der Lieferkette, den gestiegenen Energiekosten und damit vor allem der Belastung des Ergebnisses von Vorwerk Engineering sowie den enttäuschenden und erneut rückläufigen Ergebnissen von Neato Robotics zusammen. Aus dem Konzernjahresüberschuss wurden im Wesentlichen das Finanzergebnis, nicht in direktem Zusammenhang mit Vertriebs- oder Produktionstätigkeiten stehende Managementergebnisse und Kosten, die den Holdingaufgaben zuzurechnen sind, herausgerechnet, um auf das operative Ergebnis zu kommen.

Das Neugeschäft der akf-Gruppe in Höhe von 1,2 Milliarden Euro liegt 14,8 Prozent über dem Vorjahr und 4,3 Prozent über den Erwartungen.

Das Geschäftsvolumen 2 der Vorwerk Gruppe - in dem das Neugeschäft 3 der akf-Gruppe in Höhe von 1,2 Milliarden Euro berücksichtigt wird - liegt bei 3,9 Milliarden Euro, ein Minus von 1,6 Prozent aufgrund der im Laufe des Jahres veräußerten oder geschlossenen Gesellschaften.

Die Eigenkapitalquote der Vorwerk Gruppe betrug - unter Einbeziehung der vollkonsolidierten, auf dem Gebiet der Finanzdienstleistungen tätigen akf-Gruppe - 26,4 Prozent. Die liquiden Mittel sind im Wesentlichen in den Wertpapieren des Anlagevermögens enthaltenen Spezialfonds, flüssige Mittel und kurzfristig liquidierbaren Wertpapiere des Umlaufvermögens angelegt und lagen zum Stichtag bei 1.294 Millionen Euro.

Die strategische Steuerung der Gruppe lag bei der Vorwerk SE & Co. KG in Wuppertal. Der Vorstand der Unternehmensgruppe wird gebildet von Dr. Thomas Stoffmehl (Sprecher des Vorstands), Hauke Paasch (Mitglied des Vorstands) und Dr. Thomas Rodemann (Mitglied des Vorstands).

Der Beirat der Vorwerk Gruppe besteht je zur Hälfte aus Mitgliedern der Unternehmerfamilie Mittelsten Scheid sowie aus externen Expertinnen und Experten. Den Vorsitz des Beirats hat Dr. Rainer Hillebrand inne. Ehrenvorsitzender des Beirats ist das Oberhaupt der Vorwerk Eigentümerfamilie, Dr. Jörg Mittelsten Scheid. Weitere Mitglieder des Beirats aus der Unternehmerfamilie sind Daniel Klüser (stellv. Vorsitzender des Beirats), Wolfgang Kölker und Dr. Timm Mittelsten Scheid.

Die Unternehmenssteuerung erfolgt auf Basis detaillierter Jahresplanungen, regelmäßiger Berichterstattung und Abweichungsanalysen. Hierzu werden Umsatzerlöse auf Geschäftsbereichsebene sowie das operative Ergebnis als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen.

Zum Zwecke einer vorausschauenden und nachhaltigen Unternehmenssteuerung verwendet Vorwerk für bestimmte Geschäftsbereiche im Direktvertrieb nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Diese betreffen die Produktivität (= Verkauf pro aktiver Beraterin/aktivem Berater) und die Aktivität - also den prozentualen Anteil der aktiven Beraterinnen und Berater in Bezug auf die Gesamtanzahl von Beraterinnen und Beratern.

Die Vorwerk Gruppe hat im Jahr 2019 die künftige unternehmerische Ausrichtung im Rahmen der Strategie 2025 festgelegt. Das Ziel: schlagkräftiger und moderner zu werden und die Effizienz in der weltweiten Vorwerk Organisation sowie das spezialisierte und erfolgreiche Direktvertriebskonzept weiter zu optimieren. Wesentlicher Bestandteil sind dabei klare Wachstums- und Ertragsziele.

Die Vorwerk Gruppe hat bereits im Jahr 2021 Anpassungen der Unternehmensstruktur umgesetzt bzw. vorbereitet, um Synergien zu schaffen und die Effizienz zu verbessern. Ziel ist es, sich noch stärker auf die Felder und Märkte mit hohem Erfolgs- und Wachstumspotenzial zu konzentrieren.

Diese Entscheidungen betreffen u.a. den Verkauf der amerikanischen und mexikanischen Gesellschaft von JAFRA Cosmetics an das mexikanische Unternehmen Betterware de Mexiko, der im ersten Quartal des Berichtsjahres abgeschlossen wurde. Der Vertrieb von JAFRA in Europa wurde Mitte des Jahr 2022 eingestellt, der noch verbliebene Vertrieb in Indonesien Anfang 2023 veräußert.

Eine weitere Entscheidung betraf den Geschäftsbereich Temial. Beim 2018 in den Markt eingeführten Teegerät ist es nicht gelungen, eine stabile und entwicklungsfähige Marktposition aufzubauen. Temial wurde daher bis zur Mitte des Jahres 2022 schrittweise aus der aktiven Vermarktung genommen. Selbstverständlich werden Kundinnen und Kunden in den kommenden Jahren weiter mit den passenden Ersatzteilen, Services und Verbrauchsgütern versorgt.

Märkte und Kundenbedürfnisse verändern sich derzeit rasant; dies stellt Unternehmen weltweit vor große Herausforderungen. Effiziente Prozesse, agile Arbeitsweisen und klare Strukturen sind mehr denn je Voraussetzungen für unternehmerischen Erfolg. Vorwerk richtet in diesem Zusammenhang den Fokus weiter konsequent auf drei Kernelemente: die aktive Community von Beraterinnen und Beratern, Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, den Direktvertrieb über drei verbundene Kanäle (personengestützter Direktvertrieb, Online-Shop und Stores vor Ort) sowie innovative Produkte und Dienstleistungen.

Die Innovationsstärke von Vorwerk wird auch durch die Anzahl der Patentanmeldungen deutlich: Im Jahr 2022 hatte Vorwerk zahlreiche nationale und internationale Patente oder Patentanmeldungen zu verzeichnen.

Seit dem Jahr 2016 beschäftigt sich Vorwerk systematisch mit dem Thema Nachhaltigkeit. Die im selben Jahr geschaffene Nachhaltigkeitsorganisation identifizierte die gruppenweit wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen, fasste bereits bestehende Programme zusammen und erarbeitete zusätzliche Projekte.

Die Vorwerk Gruppe ist Teilnehmer des UN Global Compact (UNGC), der weltweit größten und wichtigsten Initiative für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Mit der Unterzeichnung verpflichten wir uns, zehn universelle Nachhaltigkeitsprinzipien zu den Themen "Menschenrechte und Arbeitsnormen", "Umwelt- und Klimaschutz" sowie "Korruptionsbekämpfung" umzusetzen und die Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals - SDGs) zu fördern. Zusammen mit über 16.000 anderen Unternehmen und Organisationen wollen wir so über Branchen und Ländergrenzen hinweg der Vision einer nachhaltigen und inklusiveren Wirtschaft Stück für Stück näherkommen.

Vorwerk legt großen Wert auf einen schonenden und nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen der Natur. Als Familienunternehmen denkt es seit jeher generationenübergreifend. Die Umstellung auf erneuerbare Energien gehört zu den wichtigsten Hebeln bei der Umsetzung des Klimaschutzziels. Photovoltaikanlagen entstehen auf den Liegenschaften, wo es baulich möglich ist. Vorwerk investiert in die Elektromobilität der Dienstwagenflotte. Alle Produkte der Vorwerk Gruppe werden mit dem Fokus auf Langlebigkeit und Reparierbarkeit entwickelt.

Darüber hinaus engagiert Vorwerk sich sozial. Nachhaltig zu handeln, bedeutet auch, sich für benachteiligte Menschen in der Welt einsetzen. Entsprechend unterstützt das Unternehmen zahlreiche soziale Projekte auf internationaler wie auf lokaler Ebene, wie etwa die SOS-Kinderdörfer oder die Stiftung RTL "Wir helfen Kindern".

Die Unternehmensgruppe ist auf dem Weg, Produkte in allen Phasen ihrer Wertschöpfungskette nachhaltiger zu gestalten. Dazu gehört ein geringer Energieverbrauch in der Produktion und späteren Nutzungsphase sowie der Einsatz von recyclingfähigen Materialien. Mindestens genauso entscheidend sind eine langlebige Technik und Verarbeitung.

Die Vorwerk Gruppe hat es sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die eigenen CO 2 -Emissionen weitestgehend zu reduzieren und verbleibende Emissionen zu kompensieren. Der Reduktionsanteil der eigenen Emissionen der Vorwerk Gruppe soll bis 2025 auf zwei Drittel steigen.

Zusammenfassung der Entwicklung einzelner Geschäftsbereiche

Thermomix bleibt weiterhin der umsatzstärkste Geschäftsbereich innerhalb der Vorwerk Gruppe. Der Geschäftsbereich erzielte mit einer Steigerung von 1,6 Prozent einen Rekordumsatz in Höhe von 1,7 Milliarden Euro.

Der Geschäftsbereich Kobold erreichte einen Umsatz von 803 Millionen Euro und weist einen Rückgang von 1,9 Prozent aus.

Die akf-Gruppe liegt im Umsatz mit 497 Millionen Euro geringfügig über dem Niveau des Vorjahres. Das Neugeschäft stieg beachtlich auf 1,2 Milliarden Euro.

Auf die einzelnen Geschäftsbereiche wird im Folgenden detailliert eingegangen.

Umsätze nach Geschäftsbereichen
in Mio. €
2019 2020 2021 2022
Home 2.070,1 2.331,7 2.541,2 2.535,4
Thermomix 1.268,4 1.583,8 1.696,3 1.723,5
Kobold 708,4 703,2 819,0 803,4
Vorwerk flooring * 41,3 17,5 0,0 0,0
Neato Robotics 52,0 27,2 25,9 8,5
Diversification 824,0 814,6 806,9 585,9
JAFRA Cosmetics 351,7 319,0 313,0 89,2
akf-Gruppe 472,3 495,6 493,9 496,7
Sonstige 33,9 34,3 34,7 50,0
Konzernumsatz 2.928,0 3.180,6 3.382,8 3.171,3

* Vorwerk flooring bis zum 31.07.2020 einbezogen

** JAFRA Mexiko und USA bis zum 31.03.2022 einbezogen

Thermomix/ Bimby

Seit seiner Erfindung im Jahr 1971 ist der Thermomix® von einer multifunktionalen Küchenmaschine zu einem digitalen Alleskönner herangereift, der Millionen von Menschen weltweit mit dem Thema Kochen zusammenbringt.

Der Thermomix® TM6 ist einfach und intuitiv zu bedienen. Mit dem integrierten Rezept-Portal Cookidoo® bietet er einen direkten Zugang zu sorgfältig entwickelten und geprüften Thermomix® Rezepten. Mit der Guided-Cooking-Funktion führt der Thermomix® TM6 die Nutzerinnen und Nutzer Schritt für Schritt durch die Rezepte. Schon heute sind weltweit mehr als 90.000 Guided-Cooking-fähige Rezepte für den Thermomix® verfügbar. Damit ist der Thermomix® eine hochmoderne, digitale Küchenmaschine. Zum Jahresanfang sorgte Thermomix® mit der "Black Edition" für Aufsehen: erstmals in der Unternehmensgeschichte war die Küchenmaschine für kurze Zeit und in limitierter Auflage in glänzendem Schwarz erhältlich.

Der Geschäftsbereich Thermomix ist insgesamt in 16 Ländern in Europa, Asien und Nordamerika mit eigenen Landesgesellschaften aktiv; darüber hinaus verfügt Thermomix über mehr als 40 Distributoren. Verkauft wird die multifunktionale Küchenmaschine weltweit über den Direktvertrieb: Beraterinnen und Berater führen den Thermomix® in Form eines Erlebniskochens bei Kundinnen und Kunden zu Hause vor. Diese profitieren auch nach dem Kauf von einem individuellen, persönlichen Service vor Ort. In einigen Ländern verfügen die Beraterinnen und Berater darüber hinaus über so genannte "MySites", über die sie online Kontakt zu Kundinnen und Kunden aufnehmen, Termine vereinbaren und Geräte verkaufen können. Darüber hinaus wird der Thermomix® in einigen Ländern in stationären Geschäften präsentiert und zum Teil auch verkauft. Über einen Onlineshop sind zudem weltweit Thermomix® Zubehör und Accessoires erhältlich.

Im Berichtsjahr erreichte der Geschäftsbereich erneut einen Rekordumsatz und lag mit 1,7 Milliarden Euro - einem Plus von 1,6 Prozent - über dem Vorjahr und somit geringfügig über den Erwartungen. Das Umsatzwachstum ist insbesondere auf den erneut beträchtlichen Zugang an neuen Beraterinnen und Beratern seit Ende 2021 zurückzuführen. Das operative Ergebnis lag geringfügig unter dem Vorjahr, jedoch unwesentlich über den Erwartungen.

Die Anzahl an Beraterinnen und Beratern ist gegenüber dem Vorjahr um 12,4 Prozent gestiegen. Die durchschnittliche Produktivität lag geringfügig, die Aktivität erheblich unter dem Vorjahr. Im Durchschnitt waren im Jahr 2022 mehr als 83 200 selbstständige Beraterinnen und Berater für den Geschäftsbereich tätig.

2022 war für die meisten Thermomix Märkte erneut ein erfolgreiches Jahr: Stärkstes Vertriebsland war Deutschland; die Gesellschaft erreichte einen Umsatz in Höhe von 480 Millionen Euro, ein Plus von 3,0 Prozent. Eine beachtliche Steigerung erreichte erneut die polnische Vertriebsgesellschaft, die mit einem Plus von 13,8 Prozent einen Umsatz von 262 Millionen Euro erreichte. Die Entwicklung in Italien war ebenfalls positiv (203 Millionen Euro Umsatz, plus 19,2 Prozent). Dort wird der Thermomix® wie auch in Portugal unter dem Markennamen Bimby vertrieben.

Auch in den weiteren größeren Landesgesellschaften Österreich (Umsatz 65 Millionen Euro, plus 18,6 Prozent), Portugal (Umsatz 54 Millionen Euro, plus 3,2 Prozent), Schweiz (Umsatz 40 Millionen Euro, plus 12,9 Prozent), Mexiko (Umsatz 30 Millionen Euro, plus 9,5 Prozent), USA (28 Millionen Euro, plus 28,7 Prozent), Tschechische Republik (Umsatz 17 Millionen Euro, plus 23,6 Prozent) und Kanada (Umsatz 13 Millionen Euro, plus 17,9 Prozent) zeigt sich ein positives Bild.

Dagegen musste Thermomix in Frankreich (Umsatz 196 Millionen Euro, minus 9,8 Prozent), Spanien (Umsatz 120 Millionen Euro, minus 16,2 Prozent) China (Umsatz 55 Millionen Euro, minus 36,9 Prozent) und Großbritannien und Nordirland (Umsatz 44 Millionen Euro, minus 4,1 Prozent) einen Umsatzrückgang hinnehmen. In China gab es aufgrund der Corona-Pandemie im Berichtsjahr weiter strenge Restriktionen auch beim Besuch von Einkaufszentren und Thermomix Kochstudios. Das Export-Geschäft - also der Vertrieb über sogenannte Distributoren - verzeichnete einen Umsatzrückgang um 4,6 Prozent auf 105 Millionen Euro.

Kobold/ Folletto

Das im Berichtsjahr neu in den Markt eingeführte Kobold VK7 Akku-Staubsaugersystem (in Italien unter dem Markennamen Folletto) bietet mit einem Hauptgerät und diversen Aufsätzen und Düsen bis zu 19 Reinigungsfunktionen. Ob Saugen mit der EB7 Elektrobürste, Saugen und Wischen mit dem SP7 Saugwischer-Aufsatz, Staubwischen oder Polster- und Matratzenreinigung: Mit einem Click lässt sich der VK7 in ein neues Gerät verwandeln und individuell an die jeweiligen Bedürfnisse zu Hause anpassen.

Kobold vertreibt seine Produkte im Direktvertrieb, in einigen Ländern auch in Vorwerk Stores und online.

Der Geschäftsbereich Kobold ist in insgesamt zwölf Ländern in Europa und Asien mit eigenen Landesgesellschaften vertreten. Darüber hinaus vertreiben 29 Distributoren die Produkte.

Im Berichtsjahr hat der Geschäftsbereich Kobold einen Umsatz von 803 Millionen Euro erreicht, gegenüber dem Vorjahr ein geringfügiger Rückgang von 1,9 Prozent. Die Erwartung wurde erheblich unterschritten. Das operative Ergebnis lag signifikant unter dem Vorjahr und unter den Erwartungen. Bei den Zahlen ist zu berücksichtigen, dass aufgrund von Störungen in der Lieferkette nicht alle bereits im Jahr 2022 bestellten Geräte an Kundinnen und Kunden ausgeliefert werden konnten. Dieser Nachholeffekt wird im laufenden Geschäftsjahr zum Tragen kommen. Im Berichtsjahr war der positive Effekt der Einführung des neuen Staubsaugersystems VK7 auf den Umsatz deutlich erkennbar.

Im Durchschnitt waren im Berichtsjahr über 11 100 selbstständige Beraterinnen und Berater für den Geschäftsbereich tätig, ein unwesentlicher Rückgang zum Vorjahr. Die Aktivität lag erheblich, die Produktivität moderat unter dem Vorjahr.

Die italienische Kobold Gesellschaft erreichte mit einem Plus von 4,4 Prozent einen Umsatz von 390 Millionen Euro. In Italien wird der Kobold unter dem Markennamen Folletto vertrieben. Italien war das erste Land, das im Berichtsjahr das neue Staubsaugersystem VK7 eingeführt hat und konnte so von den positiven Effekten dieses Produktimpulses profitieren.

Die deutsche Kobold Gesellschaft musste einen Umsatzrückgang um 7,2 Prozent auf 254 Millionen Euro hinnehmen. Hintergrund ist in erster Linie die Verfügbarkeit von Geräten aufgrund von Störungen in der Lieferkette. Bereits bestellte Staubsauger konnten erst mit Verzögerung an die Kundinnen und Kunden ausgeliefert werden.

Rückläufige Umsätze mussten von den größeren Kobold-Gesellschaften auch Vorwerk France (51 Millionen Euro, minus 6,8 Prozent), die chinesische Kobold Gesellschaft (29 Millionen Euro, minus 12,9 Prozent), die Gesellschaft in Österreich (23 Millionen Euro, minus 4,4 Prozent), Kobold in Spanien (18 Millionen Euro, minus 1,4 Prozent) sowie das Distributor-Business (14 Millionen Euro, minus 16,9 Prozent) und die Gesellschaft in der Tschechischen Republik (9 Millionen Euro Umsatz, minus 4,2 Prozent) hinnehmen.

Vorwerk Engineering

Der Geschäftsbereich Vorwerk Engineering fertigt seine Produkte im Auftrag der Home-Geschäftsbereiche, die den Entwicklungsprozess steuern und - unter Einbeziehung der Erfahrungen aus dem Vertrieb und dem direkten Kundenkontakt - seit vielen Jahren die Produkte erfolgreich konzipieren. Somit ist der Geschäftsbereich Vorwerk Engineering in hohem Maße abhängig und gesteuert von den Vorwerk Vertriebsgesellschaften und deren Geschäftsentwicklung.

Im firmeneigenen, globalen Werksverbund mit unseren Standorten in Deutschland (Wuppertal), Frankreich (Cloyes-sur-les-trois-Rivières) und China (Shanghai) produzieren wir nach einheitlichen Vorgaben und strengen Qualitätsstandards.

Größte Produktionsstätte ist Wuppertal mit mehr als 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auch der Bereich Forschung & Entwicklung ist schwerpunktmäßig dort angesiedelt.

Zu Beginn des Berichtsjahres hat der Geschäftsbereich eine Sonderedition - die limitierte "Black Edition" - für den Thermomix® umgesetzt, die sich international großer Resonanz erfreut hat.

Mit dem neuen Kobold-Staubsauger VK7 hat der Geschäftsbereich Engineering darüber hinaus erfolgreich ein leistungsstarkes Akku-Staubsaugersystem zur Marktreife gebracht.

In der ersten Jahreshälfte hatten die Engineering-Produktionsstätten mit Bauteilengpässen sowohl für den Thermomix® TM6 als auch für das VK7-System zu kämpfen, was zeitweise zu erheblichen Rückständen und Lieferverzug führte. Diese Rückstände konnten im Laufe des Jahres abgebaut werden.

Die Absatzentwicklung des Geschäftsbereichs Vorwerk Engineering bewegte sich im Jahr 2022 entsprechend der Umsatzentwicklung der Vertriebs-Divisionen. Die Mehrfachkrisen und die damit verbundenen Kostensteigerungen veranlassten den Bereich Engineering schon sehr früh im Jahr, ein Kostensenkungsprogramm aufzustellen, um der negativen Preisentwicklung entgegenzuwirken. Das operative Ergebnis lag trotz der Einsparungen signifikant unter dem Vorjahr und den Erwartungen. Dies hängt ausschließlich mit den im Jahresverlauf deutlich gestiegenen Aufwendungen für Energie, Material und Transport zusammen, die nicht vollständig kompensiert werden konnten.

Im Rahmen der Bündelung der Robotik-Kompetenz in Wuppertal Laaken wird die Vorwerk Gruppe ihr Engagement am Standort Deutschland und ihre Wettbewerbsposition im Wachstumsmarkt Staubsauger-Robotik sowohl im Consumer- als auch im B2B-Bereich weiter stärken. An unserem größten Werksstandort in Laaken entsteht ein Kompetenzzentrum Robotik, in dem Entwicklerinnen und Entwickler sowie Ingenieurinnen und Ingenieure zentral arbeiten und sowohl gewerbliche als auch Consumer-Robotik-Systeme entwickeln. Mit dem Kobold VR7 Saugroboter wird das neueste Produkt der Vorwerk Staubsaugerfamilie 2023 mit der Markteinführung seine Premiere feiern.

Neato Robotics

Das 2005 gegründete Unternehmen Neato Robotics, Inc. mit Sitz im Silicon Valley, brachte 2010 seine erste Serie von Roboterstaubsaugern auf den Markt. So führte Neato Robotics beispielsweise ein intelligentes Lasernavigationssystem für Staubsaugerroboter ein.

Die Vorwerk Gruppe ist seit 2010 an dem US-Unternehmen beteiligt. Im Jahr 2017 stockte Vorwerk seine Beteiligung schließlich auf 100 Prozent auf.

Im Mittelpunkt der Strategie 2025 der Vorwerk Gruppe steht die Stärkung der Schlüsselmarken Kobold und Thermomix und die Weiterentwicklung des Gruppenportfolios, um Wachstumspotenziale optimal entwickeln zu können.

Vorwerk investiert in Felder und Märkte, die über dieses Potenzial verfügen, zieht sich aber auch konsequent aus Bereichen zurück, in denen es nicht gelungen ist, Wachstum zu erzielen.

Einen weiteren Schritt zur Konzentration werden wir nun vollziehen und die Robotik-Kompetenz innerhalb der Vorwerk Gruppe stärken, indem wir die Entwicklungskapazitäten zentral an unserem Standort für Forschung & Entwicklung in Wuppertal Laaken bündeln. Für unseren gesamten Staubsauger-Robotik-Bereich gilt künftig das Motto: Engineered in Germany.

Im Zuge dieser Kompetenzbündelung wird die Vorwerk Gruppe ihr US-Unternehmen Neato Robotics zum Juni 2023 aus dem Markt nehmen. Das Entwicklerteam von Neato Robotics war ein wichtiger Impulsgeber für die Produktentwicklung bei Vorwerk und hat wertvolle Erfahrungen eingebracht. Allerdings hat sich der eigenständige Vertrieb nicht erfolgreich entwickeln lassen, sodass das Unternehmen bereits seit einigen Jahren hinter den selbst gesteckten Zielen bleibt.

Im Jahr 2022 erzielte Neato Robotics einen Umsatz von 9 Millionen Euro (minus 67,1 Prozent). Der Umsatz lag somit signifikant unter dem Vorjahr und den Erwartungen, das operative Ergebnis deutlich unter dem Vorjahr und signifikant unter den Erwartungen.

Neato Robotics hat im Berichtsjahr im Rahmen einer Restrukturierung alle Anstrengungen unternommen, um die Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Leider ist dies nicht ausreichend gelungen. Von diesem Schritt waren weltweit 98 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - größtenteils Ingenieure und Software-Entwickler - betroffen. Ein 14-köpfiges Team in Mailand, das die Cloud-Services für die bestehenden Produkte sicherstellt, wird von anderen Vorwerk-Gesellschaften übernommen.

Für alle Neato-Kunden beabsichtigt die Vorwerk Gruppe mindestens fünf Jahre Infrastruktursicherheit für die Neato-Cloud zu garantieren. Dies gilt auch für die Versorgung mit Ersatz- und Verschleißteilen sowie für notwendige Reparaturen, deren Verfügbarkeit wir ebenfalls mindestens fünf Jahre sicherstellen.

Vorwerk Ventures

Die Vorwerk Gruppe investiert mit ihrem Bereich Vorwerk Ventures über verschiedene Investmentvehikel in Unternehmen, die neuartige zukunftsträchtige Vertriebskonzepte verfolgen. Die Venture-Capital-Einheit trifft ihre Investitionsentscheidungen ohne zwingenden Bezug zur Strategie der Vorwerk Gruppe und hat dadurch Freiheiten, in völlig neue Bereiche zu investieren, die ein starkes Wachstum und eine hohe Rentabilität versprechen.

Einige Portfoliounternehmen zählen in ihren Märkten bereits zu den jeweils führenden Anbietern und bieten ein hohes Wertsteigerungspotential. Das Investment-Portfolio wird mit Blick auf Exitpotenziale gemanagt.

Seit der Gründung der Aktivität im Jahr 2007 hat sich das Investmentvehikel Vorwerk Direct Selling Ventures an insgesamt 23 Unternehmen beteiligt. Davon befinden sich Ende 2022 noch 7 Unternehmen im Portfolio. Zum Portfolio der Vorwerk Direct Selling Ventures zählen die Unternehmen Dinner-for-Dogs, CrossEngage, LILLYDOO, Mädchenflohmarkt, OTTOnova, smartfrog und Thermondo. Im Jahr 2022 wurden im bestehenden Portfolio vereinzelt Investitionen im Rahmen größerer externer Finanzierungskonsortien getätigt.

Im Rahmen der Umsetzung der Wachstumsstrategie hat sich die Venture-Capital-Einheit darüber hinaus Ende 2019 eine marktübliche, vermögensverwaltende Organisationsstruktur gegeben und einen neuen Investmentfonds namens Vorwerk Ventures III mit einem Volumen von 150 Millionen Euro aufgelegt. Mitte 2022 wurde die initiale Investitionsperiode von Vorwerk Ventures III beendet. Seit Auflage hat sich das Investmentvehikel Vorwerk Ventures III an insgesamt 20 Unternehmen beteiligt. Da sich der Investmentfonds in einer frühen Reifephase befindet, sind noch keine nennenswerten Exits zu verzeichnen. Fortan werden aus dem Investmentfonds nur noch Folgeinvestments in bereits im Portfolio befindliche Unternehmen getätigt. Im Portfolio des Fonds haben im abgelaufenen Geschäftsjahr zum Teil substanzielle Folgefinanzierungen unter Beteiligung weiterer Investoren stattgefunden.

Zur Fortsetzung der Investitionstätigkeit wurde Mitte 2022 ein weiterer Investmentfonds namens Vorwerk Ventures IV mit einem Zielvolumen von 150 Millionen Euro aufgelegt. Aus diesem Investmentvehikel wurde im Jahr 2022 ein Investment getätigt.

akf - Gruppe

Die Wuppertaler akf-Gruppe positioniert sich als klassischer Finanzierungspartner des Mittelstandes. Seit mehr als fünf Jahrzehnten auf dem Markt bieten die akf bank, die akf leasing sowie die akf servicelease ein auf die Finanzierungsanforderungen mittelständischer Kunden abgestimmtes Produktportfolio. Die gewerblichen Kunden kommen aus der metall-, kunststoff- sowie holzverarbeitenden Industrie, dem grafischen Gewerbe und dem Agrarsektor. Für private Kunden werden Finanzierungen für die Anschaffung von Pkw und sonstigen Konsumgütern angeboten.

Die meisten Vertriebsbereiche der akf-Gruppe konnten im Geschäftsjahr von der steigenden Investitionsneigung der Unternehmen und der privaten Konsumenten profitieren. Vor diesem Hintergrund konnte das Neugeschäft des Bank- und Leasingbereichs bedeutend gesteigert werden und liegt bei 1.178 Millionen Euro (Vorjahr 1.026 Millionen Euro), was einem Plus von 14,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Finanzierungen von Fahrzeugen in den Vertriebsbereichen auto- und marinefinanz haben mit einem Volumen von 312 Millionen Euro (Vorjahr 292 Millionen Euro) einen Anteil von 26,5 Prozent (Vorjahr 28,5 Prozent) am Gesamtgeschäft und nehmen damit trotz des erheblich gesunkenen Anteils weiterhin eine wichtige Stellung ein.

Die Finanzierungen von Maschinen und sonstigen Ausrüstungsgegenständen in dem Vertriebsbereich industriefinanz konnten mit einem Volumen von 282 Millionen Euro (Vorjahr 226 Millionen Euro) deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und haben einen Anteil von 23,9 Prozent (Vorjahr 22,1 Prozent) am Gesamtgeschäft.

Das Finanzierungsvolumen im Vertriebsbereich produktfinanz stellt sich mit einem Volumen von 217 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (216 Millionen Euro) nur geringfügig verändert dar. Hierin enthalten sind mit 154 Millionen Euro (Vorjahr 153 Millionen Euro) die Konsumentenfinanzierungen im Rahmen der Absatzfinanzierung hochwertiger Haushaltsgeräte der Vorwerk Gruppe.

Die Finanzierungen von Agrarfahrzeugen und mobiler Agrartechnik im Vertriebsbereich agrarfinanz konnten im Geschäftsjahr auf ein Volumen von 214 Millionen Euro um 20,0 Prozent deutlich gesteigert werden und weisen damit einen Anteil von 18,1 Prozent (Vorjahr 17,4 Prozent) am Gesamtvolumen auf.

Im Vertriebsbereich flottenfinanz, in dem vor allem das Fullservice-Leasing und die kurz- bis mittelfristige Vermietung von Personenkraftwagen angeboten wird, konnte das Volumen von 113 Millionen Euro signifikant auf 153 Millionen Euro gesteigert werden.

Im Vertriebsbereich factoring hat sich das Ankaufsvolumen von 1.124 Millionen Euro auf 1.166 Millionen Euro moderat erhöht.

Der Umsatz der akf-Gruppe konnte mit 497 Millionen Euro (Vorjahr 494 Millionen Euro) geringfügig gesteigert werden und lag damit moderat über den Erwartungen. Bei Finanzierungsdienstleistungen wird der Umsatz anhand der Zins- und Leasingerträge sowie sonstiger Dienstleistungen berechnet, die als Entgelt für die Überlassung von Kapital oder Objekten vereinnahmt werden.

Das Neugeschäftsvolumen hat sich bedeutend gegenüber dem Vorjahr und moderat über den Erwartungen entwickelt. Das operative Ergebnis hat sich deutlich über dem Vorjahr und gravierend über den Erwartungen entwickelt.

Entscheidend für die Ertragskraft der akf-Gruppe ist die Zinsmarge als Differenz zwischen Ausleih- und Refinanzierungszins. Trotz einer leichten Steigerung der Zinsmarge um 37 Basispunkte im Jahresvergleich konnte der Zinsüberschuss der akf bank nur geringfügig um 1,7 Prozent gesteigert werden. Ursächlich für diese Entwicklung ist die leicht unterhalb der Erwartungen liegende Entwicklung des durchschnittlichen Geschäftsvolumens.

Die Refinanzierung der akf-Gruppe erfolgt wie in den vergangenen Jahren überwiegend laufzeitkongruent durch Interbankengeschäft, zwei revolvierende ABCP-Programme, einen revolvierenden ABS-Bond sowie durch das Einlagengeschäft. Im Einlagengeschäft wurden zum Jahresende etwa 22.700 Kunden (Vorjahr etwa 22.400 Kunden) mit Einlagen von 1.368 Millionen Euro (Vorjahr 1.488 Millionen Euro) betreut. Wie in den Vorjahren wird das Geschäft rein onlinebasiert betrieben. Trotz des schwierigen Umfelds durch den massiven Zinsanstieg behandelt die akf bank im Einlagengeschäft bei der Verzinsung der unterschiedlichen Produkte grundsätzlich alle Kunden gleich und verzichtet auf besondere Neukunden- oder andere Lockangebote.

Personalentwicklung/People & Culture

Die strategischen Schwerpunkte im Bereich "People & Culture" wurden bereits im Jahr 2020 festgelegt und sind Bestandteile der Umsetzung der Strategie 2025.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Gewinnung und Entwicklung von Talenten sowie einer starken Nachfolgeplanung, um Stabilität zu gewährleisten und Chancen zu bieten. Mit dem Aufbau von Führungsqualitäten und der Weiterentwicklung von Führungskräften soll parallel dazu das Wachstum der Unternehmensgruppe mit einer ständigen Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbunden werden. Ein Beispiel für diesen Weg und den weiteren Ausbau der digitalen Angebote ist die Trainingsplattform "VORyou". Das System ermöglicht es dem Bereich "People & Culture", intern erstellte Lerninhalte zur Verfügung zu stellen und mit externen Inhalten zu verknüpfen, um das Lernen spannend, relevant und für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer und überall verfügbar zu machen.

Im Jahr 2022 waren im Durchschnitt 222 841 Menschen weltweit für die Vorwerk Gruppe tätig. Die Zahl der angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lag bei 9 394, die Zahl der selbstständigen Beraterinnen und Berater bei 213 447 (JAFRA Cosmetics US und Mexiko jeweils einbezogen bis 31.03.2022).

BESCHÄFTIGTE IM JAHRESDURCHSCHNITT 2019 2020 2021 2022
Home
Thermomix * 5.665 5.914 5.256 4.210
Kobold * 1.963 1.881 1.908 1.884
Vorwerk flooring ** 313 180 0 0
Vorwerk Engineering 1.615 1.603 1.748 1.791
Neato Robotics 115 125 151 148
Diversification
JAFRA Cosmetics *** 1.806 1.696 1.760 465
akf-Gruppe 499 504 512 507
Sonstige 343 357 363 389
Beschäftigte insgesamt * 12.319 12.260 11.698 9.394

* Inkl. angestellte Berater

**Vorwerk flooring bis zum 31.07.2020 einbezogen

*** Jafra US und Mexiko bis zum 31.03.2022 einbezogen

SELBSTSTÄNDIGE BERATER IM JAHRESDURCHSCHNITT 2019 2020 2021 2022
Thermomix 48.231 59.890 74.066 83.267
Kobold 9.623 9.581 11.365 11.116
Sonstige 180 236 510 171
Selbstständige Berater "Home" 58.034 69.707 85.941 94.554
Selbstständige Berater JAFRA Cosmetics ** 541.038 508.286 491.151 118.893
Selbstständige Berater insgesamt 599.072 577.993 577.092 213.447
Für Vorwerk Tätige insgesamt 611.391 590.253 588.790 222.841
Davon Berater * 603.977 583.044 581.202 216.511

* Inkl. angestellte Berater

** Jafra US und Mexiko bis zum 31.03.2022 einbezogen

Vermögens- und Ertragslage

Die Konzernbilanzsumme des Vorwerk Konzerns ist zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2022 um 172,1 Millionen Euro auf 5.313,4 Millionen Euro gesunken, unter anderem verursacht durch den Rückgang des Geschäfts- oder Firmenwertes und der Guthaben bei Kreditinstituten auf der Aktivseite und den gesunkenen sonstigen Rückstellungen und der Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft auf der Passivseite.

Das Anlagevermögen ist insgesamt um 116,5 Millionen Euro gesunken.

Die immateriellen Vermögensgegenstände entwickelten sich mit -138,9 Millionen Euro rückläufig, was insbesondere auf die im Zusammenhang mit den im April 2022 verkauften JAFRA Gesellschaften in Mexiko und den USA stehende Ausbuchung des Geschäfts- oder Firmenwerts zurückzuführen ist. Das Sachanlagevermögen hingegen erhöhte sich um 14,5 Millionen Euro und betraf mit 37,2 Millionen Euro insbesondere das Vermietvermögen. Die Investitionsquote ist bei im Vergleich zum Vorjahr geringfügig gestiegenem Anfangsbestand und deutlich gestiegenen Investitionen um 2,4 Prozentpunkte auf 19,6 Prozent gestiegen. Die Sachanlagenquote lag mit 24,3 Prozent um 1,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahr bei leichtem Rückgang des Gesamtkapitals.

Im Bereich der Finanzanlagen sind die sonstigen Beteiligungen im Wesentlichen durch Investitionen des Venture-Capital-Fonds, der im Vorjahr erstmals in den Konzern einbezogen wurde, um 33,0 Millionen Euro gestiegen. Die sonstigen Ausleihungen und sonstigen Finanzanlagen lagen aufgrund einer Darlehensrückzahlung und von Verkäufen von Finanzinvestments um 21,9 Millionen Euro unter dem Vorjahr.

Das Umlaufvermögen verzeichnete insgesamt einen geringfügigen Rückgang, der im Wesentlichen auf beachtlich gesunkene flüssige Mittel zurückzuführen ist, zu denen unter anderem Guthaben bei Kreditinstituten und Wertpapiere des Umlaufvermögens zählen.

Das Vorratsvermögen hat sich um 2,1 Millionen Euro erhöht, wobei die Veränderungen in den einzelnen Geschäftsfeldern unterschiedlich ausgefallen sind. Der Verkauf der wesentlichen JAFRA Gesellschaften führte zu einem Abgang der Vorräte von 46,9 Millionen Euro. Das Geschäftsfeld Home verzeichnete einen Anstieg von 53,2 Millionen Euro, in erster Linie, um Lieferengpässen entgegenzuwirken. Die Lagerumschlagshäufigkeit hat sich aufgrund des erheblich gesunkenen Materialaufwands - ohne das Bank- und Leasinggeschäft - einhergehend mit einem beachtlichen Anstieg des durchschnittlichen Vorratsbestandes um 19,3 Prozent auf 2,06 verringert.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich insgesamt um 10,0 Prozent erhöht. Während der Abgang der Forderungen der JAFRA Gesellschaften zu einem Rückgang von 20,8 Millionen Euro führte und auch Neato Robotics umsatzbedingt einen Rückgang von 8,5 Millionen Euro zu verzeichnen hatte, sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsfeld Home durch die starken Umsätze im Dezember des Berichtsjahres um 56,6 Millionen Euro gestiegen. Die Wertberichtigungen wurden an das Zahlungsverhalten der Kunden angepasst. Die Wertberichtigungsquote ist gegenüber dem Vorjahr auf 36,9 Prozent erheblich gesunken.

Die pandemiebedingten massiv gestörten Lieferketten mit drastisch verlängerten Lieferzeiten der finanzierten Objektklassen führten auch in diesem Berichtsjahr zu einem geringfügigen Rückgang der Nettoforderungen gegen Kunden aus dem Bank- und Leasinggeschäft um 19,8 Millionen Euro. Allen erkennbaren Risiken im Finanzierungsgeschäft wird durch die Bildung von Wertberichtigungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen.

Die Umlaufintensität als Verhältnis des Umlaufvermögens einschließlich aller flüssigen Mittel zur Bilanzsumme lag mit 49,6 Prozent geringfügig über dem Niveau des Vorjahres.

Die Liquidität ersten Grades, definiert als kurzfristig zur Verfügung stehende Geldmittel/kurzfristige Verbindlichkeiten, betrug im Berichtsjahr 41,2 Prozent (Vorjahr 42,2 Prozent).

Die Passivseite weist ein Eigenkapital von 1.405,0 Millionen Euro auf. Die Eigenkapitalquote lag bei 26,4 Prozent (Vorjahr 26,9 Prozent). Der Anlagendeckungsgrad belief sich auf 53,8 Prozent und lag annähernd auf Vorjahresniveau (54,1 Prozent), da sich das Eigenkapital und das Anlagevermögen zu gleichen Verhältnissen verringert haben.

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent gesunken. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen blieben nahezu auf Vorjahresniveau. Die Rückstellungen zur Abdeckung steuerlicher Risiken stiegen um 2,1 Prozent. Der beachtliche Rückgang der sonstigen Rückstellungen betraf im Wesentlichen die aus dem Konzernabschluss abgehenden Rückstellungen der verkauften JAFRA Gesellschaften sowie Rückstellungen für Beraterprovisionen und ausstehende Lieferantenrechnungen. Dagegen wurden Rückstellungen für Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung des Geschäftsbereichs Neato Robotics gebildet.

Die Verbindlichkeiten verringerten sich insgesamt moderat um 3,0 Prozent. Dabei entwickelten sich die einzelnen Positionen in unterschiedliche Richtungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfielen größtenteils auf die akf-Gruppe und verringerten sich insgesamt um 11,5 Millionen Euro. Dabei erhöhten sich die Verbindlichkeiten der akf-Gruppe um 58,4 Millionen Euro während Kredite der Gesellschaften anderer Geschäftsbereiche der Vorwerk Gruppe in Höhe von 69,9 Millionen Euro zurückgeführt werden konnten.

Die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft betrafen ausschließlich die akf-Gruppe. Das onlinebasierte Einlagengeschäft der akf bank ist im Berichtsjahr aufgrund des schwierigen Umfelds durch den massiven Zinsanstieg um 120,4 Millionen Euro gesunken. Andere Einlagen von Kunden erhöhten sich um 9,3 Millionen Euro.

Durch das insgesamt um 148,8 Millionen Euro leicht gesunkene Fremdkapital bei einem annähernd in gleichem Verhältnis gesunkenen Eigenkapital lag der Verschuldungsgrad mit 259,8 Prozent um 0,8 Prozent über dem Vorjahr.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 257,8 Millionen Euro beinhaltete neben stichtagsbezogenen Ertragsabgrenzungen abgegrenzte Barwerte der an Drittbanken verkauften Leasingforderungen, die planmäßig aufgelöst werden. Im Berichtsjahr haben die Ertragsabgrenzungen mit 39,0 Millionen Euro zu einer Erhöhung der Position geführt.

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die Vorwerk Gruppe einen um 6,3 Prozent niedrigeren Konzernumsatz von 3.171,3 Millionen Euro; die Umsatzrendite wies ein Minus von 3,0 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr aus. Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf den Verkauf der Gesellschaften in Mexiko und den USA des Geschäftsbereichs JAFRA im April 2022 zurückzuführen.

Hinsichtlich detaillierter Erläuterungen zur Umsatzentwicklung wird auf die jeweiligen Ausführungen zu den Geschäftsbereichen verwiesen.

Beim signifikanten Rückgang der Bestandsveränderungen entfallen 36,7 Millionen Euro auf die aus dem Konzern ausgeschiedenen JAFRA-Gesellschaften.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind beachtlich zurückgegangen, maßgeblich wegen geringerer Auflösungen von Rückstellungen. Erträge im Zusammenhang mit dem Verkauf der JAFRA Gesellschaften führten dagegen zu einem Anstieg von 22,5 Millionen Euro.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Materialaufwendungen insgesamt (ohne das Bank- und Leasinggeschäft) um 8,6 Prozent gesunken. Der Rückgang steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Verkauf bzw. der Einstellung der Geschäftstätigkeit von JAFRA. Zudem ist der Materialaufwand umsatzbedingt rückläufig. Die Materialaufwandsquote lag mit 26,9 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau.

Die Aufwendungen aus dem Kredit- und Leasinggeschäft liegen auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Rückgang des Personalaufwands um 31,5 Millionen Euro ist trotz allgemeiner Lohn- und Gehaltssteigerungen maßgeblich auf das Ausscheiden wesentlicher Gesellschaften bei JAFRA Cosmetics sowie auf die aufgrund der Lockdown Situation gesunkene Anzahl an Vertriebsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern in China zurückzuführen.

Die planmäßigen Abschreibungen blieben mit minus 3,8 Prozent leicht unter dem Vorjahresniveau. Darüber hinaus waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 13,6 Millionen Euro (Vorjahr 37,9 Millionen Euro), die in Zusammenhang mit der geplanten Einstellung des Geschäftsbereichs Neato Robotics stehen, zu verzeichnen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 67,2 Millionen Euro leicht gesunken, was im Wesentlichen im Verkauf der wesentlichen JAFRA-Gesellschaften begründet liegt. Dem Rückgang in den verschiedenen Aufwendungen, vor allem der Provisionen, Verkaufsmotivation und Kosten der Auslieferung, steht ein Anstieg aufgrund der Bildung von Rückstellungen für Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung des Geschäftsbereichs Neato Robotics entgegen.

Der Anstieg des Finanzergebnisses um 3,1 Millionen Euro ist insbesondere auf um 8,5 Millionen Euro höhere Erträge aus Finanzinvestments und 4,0 Millionen Euro höhere Zinserträge zurückzuführen. Allerdings sind auch die Abschreibungen auf im Anlagevermögen bilanzierte Finanzanlagen um 8,8 Millionen Euro gestiegen.

Das operative Ergebnis und die Ergebnisentwicklung lagen in den meisten Geschäftsbereichen unter der Planung. Die Prognosen zu Beginn des Geschäftsjahres konnten überwiegend aufgrund der gestiegenen Kosten im Bereich der Material- und Energiebeschaffung sowie den erneut rückläufigen Ergebnissen von Neato Robotics nicht gehalten werden. Aufgrund der oben beschriebenen, teilweise externen Einflüsse ist die Ergebnissituation der Vorwerk Gruppe insgesamt nicht zufriedenstellend.

Finanzlage und Entwicklung der Finanzanlagen

Das Jahr 2022 war an den Kapitalmärkten durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und dem Inflationsschock, der die Marktteilnehmer in seiner Ausprägung überraschte, geprägt. Mit der Inflationsentwicklung verbunden ist das Ende einer geldpolitischen Ära von extrem niedrigen oder sogar negativen Zentralbankzinsen. Diese Veränderung wurde durch die Anpassung des Ausblicks der Zentralbanken weg von einem eher temporären Inflationsanstieg hin zu einem Bild von strukturell steigenden Erzeuger- und Verbraucherpreisen inklusive einer Tendenz zur Deglobalisierung der Wirtschaft begründet.

Die Aktienmärkte haben sich im Jahr 2022 weitgehend negativ entwickelt. Hierbei verloren Aktien der entwickelten Märkte gegenüber dem Vorjahr in Euro ca. 12,8 Prozent. Aktien aus den Emerging Markets verloren im gleichen Zeitraum währungsbereinigt knapp 14,9 Prozent. Die Zinsen zogen weltweit deutlich an. Euro-Swaps stiegen dabei bei einjährigen Fälligkeiten um 376 Basispunkte und bei zehnjährigen Fälligkeiten um 290 Basispunkte. 10-jährige Bundesanleihen standen zum Jahresende mit + 2,57 Prozent 275 Basispunkte über dem Vorjahreswert (- 0,18 Prozent).

Die strategische Ausrichtung der Anlagepolitik von Vorwerk blieb im Jahr 2022 nahezu unverändert. Die asymmetrischen Instrumente zur Vermeidung von Tail-Risiken wurden ebenfalls beibehalten, die Wirkung dieser Instrumente war jedoch durch die Kursverluste aus dem Zinsbereich abgeschwächt. Im realisierten Bereich konnten die Erwartungen an das Anlageportfolio erfüllt und die Beiträge zum Unternehmensergebnis erreicht werden, im unrealisierten Bereich haben sich jedoch deutliche Wertminderungen ergeben.

Die Investitionen und sonstigen operativen Aktivitäten des Vorwerk-Konzerns (ohne akf-Gruppe) konnten durch die Cashflows aus dem operativen Geschäft und Verkaufserlöse aus Desinvestments finanziert werden. Von den in den Jahren 2019 und 2020 aufgenommenen, mittelfristigen Finanzierungen von insgesamt 80 Millionen Euro wurden planmäßig 50 Millionen Euro zum Jahresende 2022 zurückgezahlt, Geldhandelslinien haben wir im Jahresverlauf nur temporär in Anspruch genommen.

Im Rahmen unserer Anlagepolitik haben wir uns entschieden, Anlagen in gut liquidierbaren Instrumenten, wie Aktien und Bonds und Anlagen mit längerem Anlagehorizont, wie Immobilien, Infrastruktur und Private Equity, in separaten Portfolios zu strukturieren. Hierbei betrug die Quote der liquiden Assets zum Jahresende knapp über 70 Prozent.

Die Bruttoliquidität im Konzern (ohne akf) reduzierte sich im Jahr 2022 um ca. 99 Millionen Euro. Der wesentliche Teil davon ist auf den Rückgang der Marktwerte aus Investments zurückzuführen.

Risikomanagementsystem, Chancen und Risiken

Der Risikomanagementprozess beinhaltet die Identifikation, die Bewertung, die Kommunikation sowie die Steuerung und Kontrolle der Risiken. Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess, in dem die Identifizierung und Quantifizierung der Risiken mindestens zweimal jährlich erfolgt.

MATRIX ZUR RISIKOBEWERTUNG

Das Jahr 2022 war geprägt von zahlreichen globalen Herausforderungen und Unsicherheiten, wie zum Beispiel dem anhaltenden Ukraine-Russland Konflikt, weiterhin bestehenden Unterbrechungen der Lieferkette, den aufgekommenen Unsicherheiten hinsichtlich der Energieversorgung und stark ansteigenden Energiepreisen in Europa, der Inflation sowie dem rasanten Anstieg des Zinsniveaus. Dies hatte im Jahre 2022 Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der Vorwerk Gruppe, insbesondere hinsichtlich der durchgängigen Verfügbarkeit der Produkte und der Veränderung des Konsumentenverhaltens. Unter diesen Bedingungen hat die Vorwerk Gruppe ihre Kräfte gebündelt und sich auf die Stabilisierung des Direktvertriebs und der Produktion konzentriert. Ende 2022 hat die Vorwerk Gruppe dank der gleichbleibend hohen Qualität ihrer Produkte, der Loyalität ihrer Berater und Kunden sowie des Engagements ihrer Mitarbeiter positive Vertriebsergebnisse erzielt.

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass sich die Struktur und die Einschätzung der Top 3 Risiken gegenüber dem Vorjahr teilweise verändert haben. Die Risiken in Zusammenhang mit Unterbrechungen der Lieferketten und der Informationssicherheit haben weiterhin hohe Bedeutung. Das Konsumentenverhalten ist als Risiko für den Geschäftserfolg der Vorwerk Gruppe hinzugekommen.

Die Unterbrechung in der Lieferkette ist weiterhin mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit ganz oben auf der Liste der weltweiten Geschäftsrisiken. Mit der Pandemie sind mehrere Ereignisse zusammen aufgetreten, die die Lieferkette beeinflussten: bspw. drastische Preiserhöhungen oder Nichtverfügbarkeit kritischer Komponenten und logistische Kapazitätsproblemen (zum Beispiel Engpässe bei der Containerverschiffung). Obwohl dieses Risiko das dritte Jahr in Folge ein Top-Risiko der Vorwerk Gruppe ist, konnten die effektiven Maßnahmen das Risiko auf einem stabilen Niveau halten.

Das Risiko von Cyberangriffen getroffen zu werden nimmt weltweit zu. Ransomware und andere Arten von Cyberangriffen sind weiterhin von sehr hoher Relevanz, darüber hinaus ergeben sich potenzielle Risiken und Herausforderungen aus der fortschreitenden Digitalisierung und der Verlagerung der Arbeit in das Home-Office/Mobiles Arbeiten. Die Maßnahmen zur Senkung des Informationssicherheitsrisikos der Vorwerk Gruppe werden weiter mit hoher Priorität umgesetzt. Um den Bedrohungsszenarien zu begegnen werden die internen Strukturen und Prozesse weiter ausgebaut und auch externe Fachexpertise hinzugezogen. Einzelne Maßnahmen zur Risikominderung im Sinne von Prävention wurden durch das ISAVE-Projekt in der Vorwerk Gruppe bereits erreicht. Hierzu gehören beispielsweise die Stärkung des Sicherheitsbewusstseins der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, zahlreiche Sensibilisierungen, Veröffentlichungen, aufgezeichnete Podcasts, Videos und eine Schulungsplattform. Die Vorwerk Gruppe arbeitet weiterhin an der Implementierung von Schutz- und Abwehrmaßnahmen zur frühzeitigen Erkennung sowie effektiven Eindämmung und Behebung von Cyber Security-Incidents. Mit einem effizienten Einsatz von Ressourcen und dem effektiven Zusammenwirken aller Stakeholder ist eine kontinuierliche Verbesserung der Informationssicherheit möglich, sodass im Rahmen einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit die Risiken kontinuierlich reduziert werden können.

Das Risiko des Konsumentenverhaltens ist ein neu identifiziertes Risiko bei Vorwerk im Jahr 2022. Dies wurde, resultierend aus wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten sowie Nachwirkungen der Pandemie, mit mittlerer Eintrittswahrscheinlichkeit und hoher Auswirkungen auf die Vorwerk Gruppe bewertet. Das Risiko besteht zum einen darin, dass die niedrigeren verfügbaren Einkommen der Verbraucher, aufgrund von Energiepreiserhöhungen, Inflation, Zinsanstieg sowie Rezessionsängsten eine Re-Priorisierung oder Einschränkung des Konsums zur Folge haben könnte. Zum anderen könnten Nachholeffekte eintreten und bislang zurückgestellte oder nicht durchführbare Vorhaben der Verbraucher (beispielsweise Fernreisen) gegenüber anderen Konsumausgaben bevorzugt werden. Es ist daher wichtig, dieses Risiko kontinuierlich zu betrachten und rechtzeitig zu reagieren. Daher wurden verschiedene Maßnahmen zur Abschwächung des Risikos ergriffen, um den Umsatz aufrechtzuerhalten oder zu steigern.

Andere Risiken wurden ebenfalls neu bewertet und daher in der Matrix neu positioniert. Dies basiert auf der aktuellen weltweiten politischen und wirtschaftlichen Situation, die sich auf die Ziele und Ergebnisse des Unternehmens auswirkt.

Das Nachhaltigkeitsrisiko wurde im Jahr 2022 aufgrund der Bewertung nicht mehr als Top Geschäftsrisiko in der Vorwerk-Matrix geführt, bleibt aber weiterhin im Fokus der Vorwerk Gruppe. Der zuständige Nachhaltigkeitsmanager nimmt gesetzliche Anforderungen auf, bewertet diese zusammen mit einem gruppenweiten Team und ergreift mit hoher Priorität alle notwendigen Maßnahmen, um die die Vorwerk Gruppe diesbezüglich weiterzuentwickeln.

Das Rechtsrisiko (Produkt und Vertrieb) wird mit "sehr gering" bewertet. Dies ist vor allem aufgrund der verstärkten Überwachung laufender Rechtsfälle im Direktvertrieb und der Umsetzung von Best Practices für Vorwerk begründet. Diese Risiken stehen im Zusammenhang mit der rechtlichen Qualifizierung des Außendienstes im Direktvertrieb, gesetzlichen Produktsicherheitsvorschriften und Gewährleistungs- oder Garantieansprüchen.

Das Produktrisiko wurde neu klassifiziert und seine Auswirkungen wurden auf unwesentliche finanzielle Auswirkungen reduziert. Die Neueinstufung steht im Zusammenhang mit den behobenen Risiken für einen zerstörungsfreien Austausch von Batterien.

Die Auswirkungen anderer Risiken (wie Recht (Datenschutz), Finanzen und Gesetzgebung & Vorschriften) haben sich im Vergleich zu 2021 nicht verändert und die Positionierung in der Matrix bleibt für 2022 stabil.

Im Geschäftsumfeld von Vorwerk ist es notwendig, die Risiken vorherzusehen, die weltweit auftreten und sich negativ auf das Unternehmen auswirken. Zu diesen Risiken gehören grundsätzlich auch Naturkatastrophen, Fachkräftemangel und neue, disruptive Wettbewerber. Wir begegnen diesen Risiken mit einer klaren Unternehmensstrategie 2025. Hierbei sind insbesondere unseren kontinuierlichen Produkt- und Dienstleistungsinnovationen zu nennen. Daneben werden auch weitere risikominimierende Maßnahmen kontinuierlich evaluiert, um die Auswirkungen dieser Risiken bereits im Vorfeld zu minimieren und ihre Eintrittswahrscheinlichkeit so gering wie möglich zu halten.

So wurde aufgrund der weiterhin dynamischen Entwicklungen rund um das Thema Ukraine-Russland-Konflikt und den damit korrespondierenden, beschriebenen makroökonomischen Risikofaktoren (Energiepreise, Inflation etc.) regelmäßig der gruppenweite "Risikoausschuss Ukraine" zur Diskussion potenzieller direkter oder indirekter Betroffenheit einberufen. Es existiert zum Stichtag weiterhin keine direkte Zahlungsbeziehung bei einem in Russland oder Belarus ansässigen Partner.

Im Rahmen der Finanzanlagestrategie verfolgt die Vorwerk Gruppe in erster Linie das Ziel der langfristigen Vermögenssicherung. Das eingerichtete Risikokomitee überprüft die Anlagestrategie regelmäßig mit dem Ziel der Chancen-/Risikoprofil-Optimierung. Risiken aus Wechselkursveränderungen werden ebenfalls ermittelt und gemäß den Vorgaben in der Treasury-Richtlinie und in Abstimmung mit den Gesellschaften abgesichert. Die sich aus der Anlage und den Währungen ergebenden Risiken werden über den Conditional Value at Risk (CVaR) und Cash Flow at Risk (CFaR) ausgedrückt. Zum Geschäftsjahresende lag der CVaR für das Anlagemanagement bei 21,4 Millionen Euro und der CFaR für das Devisenmanagement bei 12,96 Millionen Euro (ohne akf-Gruppe) auf einem akzeptablen Niveau. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Grundgeschäften in den Bereichen Devisen- und Rohstoffmanagement eingesetzt. Basis des Einsatzes sind die systematisch zu ermittelnden und zu überprüfenden Exposures sowie die daraus resultierenden finanziellen Risiken. Ziel des Einsatzes von Finanzderivaten ist es, die aufgezeigten Risiken zu reduzieren.

Die akf-Gruppe betreibt ein überwiegend objektgedecktes und daher grundsätzlich risikoarmes Geschäft. Neben der Objektsicherheit bestehen zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei einem Teil der Finanzierungen zusätzlich Rücknahmegarantien der Händler beziehungsweise Hersteller.

Die Übernahme von Risiken ist immanenter Bestandteil und wesentlicher Leistungsfaktor des Bankgeschäfts. Das professionelle Management dieser Risiken ermöglicht eine ausgewogene Balance von Chance und Risiko. Aus Risikosicht war das Jahr 2022 trotz des anhaltenden Russland-Ukraine-Konflikts von einer leichten konjunkturellen Erholung (Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2022: +1,9 Prozent) geprägt. Zur Besprechung der Implikationen, die sich aus den extremen Veränderungen an den Zinsmärkten ergeben, wurde regelmäßig der "Jour Fixe Zinssteuerung" durchgeführt. Nachdem die Risikokosten im Jahr 2020 bedingt durch die Corona-Krise entgegen dem seit 2010 beobachteten sinkenden Trend wieder auf das Niveau des langfristigen Durchschnitts gestiegen sind, stellte sich im Jahr 2022, im zweiten Jahr in Folge, wieder ein leichter Rückgang der Risikokosten im Vergleich zum Vorjahr ein. Zudem konnte im Verlauf des Jahres 2022 ein deutlicher Abbau des Bestands an notleidenden Krediten ("Non-Performing Loans") erreicht werden.

Den hohen Anforderungen an das Management dieser Risiken begegnet die akf-Gruppe durch eine ständige Weiterentwicklung ihrer Systeme, mit deren Hilfe erwartete und unerwartete Risiken identifiziert, gemessen, überwacht und gesteuert werden. Das Projekt des Risikomanagements zur Einführung einer neuen State-of-the-art-Software für die Gesamtbanksteuerung läuft planmäßig und wird im Laufe des Jahres 2023 abgeschlossen werden. Die auf einer klaren Organisation beruhende Funktionstrennung gewährleistet aufsichtsrechtliche Konformität und Wirksamkeit des Risikosteuerungsprozesses.

Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur wurden Adressausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Operationelle Risiken, Liquiditätsrisiken und Geschäftsrisiken als wesentliche Risiken identifiziert.

Das Adressausfallrisiko der akf-Gruppe umfasst im Wesentlichen das Kreditrisiko, das darin besteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Im Rahmen der jährlich überprüften Risikostrategie wird auf eine breite Diversifizierung der Kreditnehmer und Branchen bei hohen Bonitätsanforderungen abgestellt. Das bestehende Kreditrisikomanagement umfasst einen detailliert geregelten Kreditvergabeprozess mit Bonitätsanalyse sowie ein effektives Mahnwesen und einen Eskalationsprozess.

Unter Marktpreisrisiken werden potenzielle Verluste aufgrund von nachteiligen Veränderungen der Marktpreise oder preisbeeinflussender Parameter verstanden. Die relevanten Marktrisiken werden nach Einflussfaktoren in das Zinsänderungsrisiko und das Restwertrisiko (akf leasing Gruppe) untergliedert. Sowohl Währungsrisiken als auch Marktpreisrisiken aus Aktien und Edelmetallen bestehen bei der akf-Gruppe nicht. Zinsderivate werden nur zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos abgeschlossen.

Das Zinsänderungsrisiko umschreibt die Gefahr, durch Marktzinsänderungen eine Verringerung der geplanten Zinsmarge oder einen Barwertverlust des Portfolios hinnehmen zu müssen. Diesem Risiko unterliegen Positionen, die nicht jederzeit an geänderte Marktzinsen angepasst werden können. Die Zinsbindungsdauer und die Höhe der gebundenen Zinsposition sind maßgebend für die Höhe des Risikos.

Das Restwertrisiko umschreibt die Gefahr, durch zukünftige Veränderungen der einkalkulierten Preise für gebrauchte Leasinggüter einen verminderten Ertrag oder auch einen Verlust aus dem Abverkauf der gebrauchten Leasinggüter hinnehmen zu müssen. Im Fullservice-Bereich werden durch eine ständige Überwachung des Gebrauchtwagenmarktes und Umsetzung gegebenenfalls nötiger Anpassungsmaßnahmen bei der Restwertkalkulation diese Risiken gesteuert. Eine Reduzierung des Restwertrisikos wird in der akf leasing GmbH & Co KG grundsätzlich und in der akf servicelease GmbH zusätzlich durch den Abschluss von Rücknahme- beziehungsweise Restwertgarantien durch den Händler beziehungsweise Hersteller gewährleistet.

Das Liquiditätsrisiko setzt sich bei der akf-Gruppe aus dem Zahlungsunfähigkeitsrisiko, dem Fristentransformationsrisiko und dem Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko wird als das Risiko verstanden, den gegenwärtigen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht, nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können. Das Fristentransformationsrisiko entsteht durch eine nicht liquiditätsfristenkongruente Refinanzierung des Aktivgeschäfts, sodass zu einem gegebenen Zeitpunkt in der Zukunft ein Liquiditätsbedarf oder - überschuss besteht. Aus einer positiven Fristentransformation - also einem zukünftigen Liquiditätsbedarf - entsteht die Notwendigkeit, diesen zusätzlichen Bedarf zu refinanzieren. Daher wird als Refinanzierungskostenrisiko das Risiko verstanden, bei Bedarf am Markt keine liquiden Mittel in ausreichender Höhe und/oder zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können.

Die Refinanzierung erfolgt über Darlehen von Drittbanken beziehungsweise durch den revolvierenden Verkauf von Forderungen im Rahmen zweier ABCP-Programme. Weiter refinanziert sich die akf-Gruppe durch den revolvierenden Verkauf von Kredit-, Mietkauf- und Leasingforderungen im Rahmen des ABS-Bonds KMU. Als bedeutendes Refinanzierungsmittel dient daneben auch das Einlagengeschäft. Das Hauptziel ist eine überwiegend kongruente Refinanzierung des Kredit- und Leasinggeschäfts.

Wie jedes Unternehmen ist auch die akf-Gruppe operationellen Risiken ausgesetzt. Durch ein Self-Assessment im Rahmen der Risikoinventur wurden wesentliche operationelle Risiken identifiziert, wobei diese in Form von Rechts-, Betriebs-, Technologie- und Personalrisiken bestehen. Darüber hinaus sind auch externe Ereignisse (beispielsweise Betrug) relevant.

Mit der im Einsatz befindlichen Software und einer der laufenden technischen Entwicklung angepassten Hardware sind im IT-Bereich die Voraussetzungen für flexible und sichere Arbeitsabläufe geschaffen worden. Es wird ein komplettes Back-up-Rechenzentrum mit organisatorischer und räumlicher Trennung des Inhouse-Rechenzentrums betrieben, sodass gegen die Einwirkung von höherer Gewalt weitestgehend Schutz besteht.

Zur Reduzierung Betrugsrisiken befasst sich eine Arbeitsgruppe mit kunden- und händlerseitigen Fällen, um weiterem Betrug vorzubeugen. Grundsätzlich bestehen Frühwarnsysteme zur generellen Vermeidung operationeller Risiken, die festlegen, wie Informationen, die auf ein Betrugsrisiko schließen lassen, bankintern weitergegeben werden und welche Maßnahmen einzuleiten sind. Dabei sind sämtliche Abteilungen der Prozessketten im Kfz-Absatzgeschäft und im Mobilien-Bereich involviert.

Zur Überwachung der operationellen Risiken werden die Schadensfälle dem Risikomanagement quartalsweise gemeldet und in einer Schadensfalldatenbank dokumentiert.

Das Geschäftsrisiko bildet eine negative Beeinträchtigung des Geschäftserfolgs ab, die aus unerwarteten Veränderungen des Geschäftsumfelds - bspw. in wirtschaftlicher, politischer, sozialer oder technologischen Hinsicht - resultiert und nicht bereits durch andere Risikoarten abgedeckt ist. Es wirkt sich primär auf die Ertragslage aus, ein negativer Einfluss auf die Vermögenslage ist erst gegeben, wenn das Geschäftsrisiko die geplanten Erträge im Betrachtungszeitraum übersteigt. Die Quantifizierung des Geschäftsrisikos erfolgt anhand einer VaR-Berechnung auf Basis historischer Plan/Ist-Differenzen.

Stresstests werden regelmäßig für alle wesentlichen Risikoarten durchgeführt. Für das Adressausfallrisiko, Marktpreisrisiko und das Operationelle Risiko werden Stresstests quartalsweise durchgeführt. Für Liquiditätsrisiken werden Stresstests monatlich durchgeführt.

Der gesamte Risikomanagementprozess der akf-Gruppe ist einschließlich der zum Einsatz kommenden Methoden und der Verantwortlichkeiten im Risikohandbuch dokumentiert und wird regelmäßig durch die interne Revision sowie von den Wirtschaftsprüfern im Rahmen des Jahresabschlusses geprüft.

Der Vorstand sieht sich vor dem Hintergrund der identifizierten Risiken und Gegenmaßnahmen angemessen aufgestellt. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht ersichtlich.

Prognosebericht

Im Rahmen der Strategie 2025 hat die Vorwerk Gruppe die künftige unternehmerische Ausrichtung festgelegt, deren Ziel es sein soll, schlagkräftiger und moderner zu werden und die Effizienz in der weltweiten Vorwerk Organisation sowie das erfolgreiche Direktvertriebskonzept weiter zu optimieren. Wesentlicher Bestandteil sind insbesondere klare Wachstums- und Ertragsziele. Weiterhin steht dabei der Bereich des Haushalts der Endkunden im strategischen Fokus. Es ist in den vergangenen Jahren gelungen, die Elemente der Strategie erfolgreich umzusetzen.

Als langfristig denkendes und handelndes Familienunternehmen wird die Vorwerk Gruppe die zukünftigen Herausforderungen mit eigenfinanziertem, organischem Wachstum meistern oder bei entsprechenden Möglichkeiten auch Zukäufe in Betracht ziehen. Dabei legt die Unternehmensgruppe Wert auf ein breit diversifiziertes Portfolio und möchte zugleich ihre Kompetenz in Entwicklung, Produktion und Vertrieb hochwertiger Haushaltsprodukte noch intensiver und internationaler ausbauen.

In ihrem aktuellen konjunkturellen Ausblick vertritt die EU-Kommission die Einschätzung, dass für ganz Europa die Aussichten optimistischer sind als noch im vierten Quartal 2022 prognostiziert. So wird die Wirtschaft in der Eurozone um 0,7 Prozent wachsen, in Deutschland wird beim Bruttoinlandsprodukt ein kleines Plus von 0,2 Prozent erwartet. In China wird laut IWF mit einer erstarkenden Wirtschaft und einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 5,2 Prozent gerechnet, in Taiwan soll nach Einschätzung aus Regierungskreisen das Bruttoinlandsprodukt um 2,1 Prozent wachsen.

Äußere Einflüsse wie Inflation, Energiekrise, die kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine und Lieferkettenprobleme erschweren eine genaue Planung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung in hohem Maße, sodass die Vorwerk Gruppe für die Prognose des Geschäftsjahres 2023 sowohl den Umsatz als auch das operative Ergebnis in einem Planungskorridor definiert hat.

Die akf bank geht vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Erwartungen von einem leicht wachsenden Neugeschäft und damit von einem leicht ansteigenden Geschäftsvolumen aus, sodass bei einer konstanten Zinsmarge ein leicht wachsender Zinsüberschuss erwartet wird. Das Neugeschäft der akf-Gruppe ist mit 1,2 Milliarden Euro geplant.

Die Entwicklung der Risikovorsorge der akf bank ist stark von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Vor diesem Hintergrund wird davon ausgegangen, dass die Risikovorsorge leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 liegen wird. Insgesamt wird der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 leicht unter dem Niveau des Vorjahres erwartet.

Allerdings ist in Anbetracht der aktuellen Rahmenbedingungen vor allem in Bezug auf die Entwicklung der Energiepreise und die sich damit ergebenen Auswirkungen auf die Inflation und die Zinsentwicklung eine Prognose für die weitere geschäftliche Entwicklung mit merklichen Unsicherheiten behaftet.

In der Folge könnte auch die Geschäftsentwicklung der akf bank signifikant hinter den Erwartungen zurückbleiben. In diesem Fall könnte auch die erwartete Ertragslage dadurch belastet werden, dass der Zinsüberschuss unter den Planungen bleibt und gleichzeitig die Kreditrisikovorsorge merklich steigt.

Im Bereich Thermomix ist ein moderat sinkender bis leicht steigender Umsatz geplant. Die Anzahl an Beraterinnen und Beratern wird erheblich steigen. Aufgrund dessen erwarten wir die Produktivität erheblich unter dem Vorjahresniveau. Die Aktivität hingegen wird gravierend steigen. Das operative Ergebnis wird erheblich bis signifikant unter dem Vorjahr liegen, im Wesentlichen aufgrund des geplanten Ausbaus der Vertriebsstruktur. Der Geschäftsbereich Kobold rechnet im Jahr 2023 mit einem deutlichen Umsatzanstieg. Die Anzahl der Beraterinnen und Berater soll im Geschäftsjahr 2023 deutlich steigen. Die Aktivität übersteigt das Vorjahr geringfügig, wobei ein beachtlicher Anstieg der Produktivität erwartet wird. Folglich wird das operative Ergebnis signifikant steigen.

Innerhalb dieses Planungskorridors erwartet die Vorwerk Gruppe für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt einen Umsatz mindestens auf Vorjahresniveau bis zu einer moderaten Steigerung. Getragen wird die erwartete Umsatzsteigerung insbesondere durch das Geschäftsfeld Home. Im Fokus der vertrieblichen Aktivitäten steht dabei weiterhin der personengestützte Direktvertrieb. Das operative Ergebnis wird in einem Korridor zwischen einer deutlichen und signifikanten Steigerung erwartet. Der Konzernjahresüberschuss wird unter Berücksichtigung des Managementergebnisses, das im kommenden Jahr signifikant über dem des Geschäftsjahres 2022 liegen wird, gravierend steigen.

 

Wuppertal, den 15. März 2023

Dr. Thomas Stoffmehl

Hauke Paasch

Dr. Thomas Rodemann

1 Zur besseren Einordnung der Entwicklung des Unternehmens werden in diesem Bericht prozentuale Veränderungen gegenüber dem Vorjahr mit folgenden Adjektiven beschrieben: unwesentlich/geringfügig (1 - 2 Prozent), moderat/leicht (3 - 5 Prozent), erheblich/gravierend (6 - 10 Prozent), bedeutend/beachtlich (11 - 15 Prozent), deutlich/beträchtlich (16 - 24 Prozent), signifikant (über 25 Prozent).
2 Umsatz der Gruppe abzgl Umsatz akf-Gruppe zzgl. Neugeschäft akf-Gruppe
3 Volumen der im Geschäftsjahr neu abgeschlossenen Finanzierungs - und Mietverträge

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.011 75.268
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 989 110.649
3. Geleistete Anzahlungen 1.147 1.133
48.147 187.050
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 207.818 187.382
2. Technische Anlagen und Maschinen 90.546 99.264
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.932 40.162
4. Vermietvermögen 811.691 774.487
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.174 66.327
1.182.161 1.167.622
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 22.310 22.291
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 35 35
3. Sonstige Beteiligungen 155.802 122.767
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.169 11.691
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.149.338 1.149.109
6. Sonstige Ausleihungen und sonstige Finanzanlagen 44.058 65.924
1.379.712 1.371.817
2.610.020 2.726.489
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 93.770 88.976
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 9.308 10.042
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 245.234 247.704
4. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 993 499
349.305 347.221
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 405.240 368.442
2. Forderungen gegen Kunden aus dem Bank- und Leasinggeschäft 1.140.830 1.160.623
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (697.448) (751.337)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 612 372
4. Sonstige Vermögensgegenstände 179.546 165.114
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (4.433) (4.549)
1.726.228 1.694.551
III. Sonstige Wertpapiere 119.649 76.578
IV. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 440.930 550.747
2.636.112 2.669.097
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.146 24.546
D. Aktive latente Steuern 45.150 65.421
5.313.428 5.485.553

Passiva

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile
Kapitalanteile der Kommanditisten 26.300 26.300
II. Kapital des stillen Gesellschafters 23.950 23.950
III. Satzungsmäßige Gewinnrücklagen 595.995 646.257
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 43.740 11.843
V. Konzernbilanzgewinn 702.296 753.820
1.392.281 1.462.170
VI. Nicht beherrschende Anteile
1. an Kapital und Rücklagen 13.519 10.063
2. am Ergebnis -791 2.373
12.728 12.436
1.405.009 1.474.606
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 178.854 180.047
2. Steuerrückstellungen 69.200 67.807
3. Sonstige Rückstellungen 312.647 367.038
560.701 614.892
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 673.064 684.572
2. Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 1.423.242 1.534.302
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.161 11.940
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 145.560 166.373
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 6.918
6. Sonstige Verbindlichkeiten 836.939 780.481
(davon aus Steuern) (60.692) (47.234)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (20.153) (20.834)
3.089.966 3.184.586
D. Rechnungsabgrenzungsposten 257.752 211.469
5.313.428 5.485.553

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
T€
2021
T€
1. Umsatzerlöse
a) Außenumsatzerlöse 2.674.569 2.888.936
b) Erträge aus Kredit- und Leasinggeschäften 496.716 493.861
3.171.285 3.382.797
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -8.615 69.135
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.721 1.345
3.166.391 3.453.277
4. Sonstige betriebliche Erträge 130.555 148.996
(davon Erträge aus Währungsumrechnung) (16.940) (12.930)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 638.799 701.890
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 79.580 83.715
718.379 785.605
6. Aufwendungen aus Kredit- und Leasinggeschäften 188.061 188.914
2.390.506 2.627.754
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 499.456 525.546
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 124.981 130.410
(davon für Altersversorgung) (32.525) (29.089)
624.437 655.956
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 299.808 335.554
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.344.885 1.412.065
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung) (22.612) (14.301)
10. Erträge aus Beteiligungen 707 2.048
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen/ Finanzanlagen 20.419 11.955
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.334 10.380
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 15.128 6.351
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.881 22.720
(davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen) (5.756) (11.443)
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 67.762 63.027
(davon Aufwendungen (VJ Erträge) aus der Veränderung der latenten Steuern) (3.665) (-204)
16. Ergebnis nach Steuern 52.065 156.464
17. Sonstige Steuern 6.886 6.989
18. Konzernjahresüberschuss 45.179 149.475
19. Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -147.756 -161.611
20. Entnahme aus /Einstellung in satzungsmäßige Gewinnrücklagen 50.262 175.984
21. Anderen Gesellschaftern zustehender Anteil am Jahresergebnis
zustehender Gewinn 0 -2.373
zustehender Verlust 791 0
791 -2.373
22. Konzerngewinnvortrag 753.820 592.345
23. Konzernbilanzgewinn 702.296 753.820

Konzernanhang zum 31. Dezember 2022

der Vorwerk SE & Co. KG, Wuppertal

I. Allgemeine Vorbemerkungen

Vorwerk SE & Co. KG stellt für das Geschäftsjahr 2022 erstmals einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß §§ 290 ff. HGB in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) auf (Vorjahr: nach den Vorschriften des Publizitätsgesetzes). Die Vorjahreswerte wurden zur Vergleichbarkeit angepasst. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft mit Sitz in Wuppertal ist unter der Nummer HRA 14658 im Register des Amtsgerichts Wuppertal eingetragen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Folgende Gesellschaften machen von der Befreiung der Offenlegung und, sofern eine Pflicht zur Aufstellung eines Lageberichts und Anhangs besteht, auch von der Befreiung dieser Pflicht nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB, Gebrauch:

Vorwerk Elektrowerke GmbH & Co. KG, Wuppertal

Vorwerk Deutschland Stiftung & Co. KG, Wuppertal

Vorwerk SE & Co. KG, Wuppertal

Vorwerk & Co. Interholding GmbH, Wuppertal

Vorwerk & Co. neun GmbH, Wuppertal

Vorwerk Services GmbH, Wuppertal

Vorwerk Verwaltung SE, Wuppertal

Vorwerk Temial GmbH, Wuppertal

Nexaro GmbH, Wuppertal

II. Konsolidierungskreis

Mutterunternehmen ist die Vorwerk SE & Co. KG, Wuppertal. Die Konzernunternehmen waren im Geschäftsjahr in folgenden Geschäftsfeldern tätig: Produktion und Direktvertrieb hochwertiger Haushaltsgeräte, Kosmetik-, Gesichts- und Körperpflegeprodukte sowie Bank und Leasing.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde die im Vorjahr gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht im Konzernabschluss enthaltene Gesellschaft Vorwerk Asia GmbH, Taiwan Branch TM, Taipei / Taiwan, erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Die Vorwerk Ventures IV GmbH & Co. KG, Berlin, wurde im Berichtsjahr neu gegründet und erstmals im Konzernabschluss berücksichtigt.

Folgende Gesellschaften schieden aufgrund ihrer Liquidation aus dem Konsolidierungskreis aus:

Vorwerk Fin B.V. in liquidatie, Duiven / Niederlande

Vorwerk Management B.V. in liquidatie, Duiven / Niederlande

Jafra International (Thailand) Ltd., Bangkok / Thailand

Vorwerk Malaysia SDN BHD, Kuala Lumpur / Malaysia

Aufgrund ihres Verkaufs schieden folgende Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus:

Jafra Cosmetics International, Inc., Westlake Village / USA

Jafra Mexico Holding Company B.V., Duiven / Niederlande

Jafra Cosmetics International S.A. de C.V., Mexico-City / Mexiko

Distribuidora Comercial Jafra S.A. de C.V., Mexico-City / Mexiko

Distribuidora Venus S.A. de C.V. , Mexico-City / Mexiko

Serviday S.A. de C.V. , Mexico-City / Mexiko

Jafra Cosmetics S.A. de C.V. , Mexico-City / Mexiko

JafraFin, S.A. de C.V. , Mexico-City / Mexiko

Folgende Gesellschaften wurden im Berichtsjahr verschmolzen und schieden somit aus dem Konsolidierungskreis aus:

Jafra Cosmetics AG, Wollerau / Schweiz auf die Vorwerk Asia GmbH, Wollerau / Schweiz

Jafra Cosmetics Handelsgesellschaft mbH, Wien / Österreich auf die Vorwerk Holding Ges. m. b. H., Wien / Österreich

Jafra Germany Holding GmbH i.L., Wuppertal auf die Jafra Germany Management GmbH I.L., Wuppertal

Jafra Cosmetic GmbH & Co. KG, Wuppertal, auf die Jafra Germany Management GmbH I.L., Wuppertal

Diese Veränderung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist in Summe und im Einzelnen, bis auf die im Folgenden erläuterten Positionen, unwesentlich. Somit ist die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss des Vorjahres weiterhin gegeben.

Sechs (Vorjahr sechs) assoziierte Unternehmen werden wegen untergeordneter Bedeutung gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen, sondern zu Anschaffungskosten bilanziert.

Zwölf (Vorjahr neun) Gesellschaften werden nach § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Bilanzsumme und die Umsatzerlöse der nicht einbezogenen Gesellschaften machen in Summe und einzeln weniger als 2 Prozent der Konzernbilanzsumme und 1 Prozent der Konzernumsätze aus.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist aus dem Verzeichnis der zum Konzern gehörenden Unternehmen zum 31. Dezember 2022 ersichtlich.

III. Gliederung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung für Aufstellungszwecke erfolgt nach dem für Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Gliederungsschema der §§ 290 ff., 266 und 275 HGB.

Aufgrund der Vollkonsolidierung der akf-Gruppe enthalten die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung bank- und leasingspezifische Posten, sofern die Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge der akf-Gruppe nicht den vorhandenen Posten zugeordnet werden konnten oder eine transparentere Berichterstattung ermöglichen.

In den sonstigen Ausleihungen und sonstigen Finanzanlagen sind neben Ausleihungen nicht verbriefte Minderheitsanteile an geschlossenen Immobilienfonds enthalten.

Die Einlagen der stillen Gesellschafter werden, da sie mit Rangrücktritt versehen sind, wegen ihres eigenkapitalähnlichen Charakters in das Eigenkapital einbezogen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für den Jahresabschluss der Vorwerk SE & Co. KG und der inländischen Tochtergesellschaften gelten auch für den Konzernabschluss. Die Wertansätze der akf-Gruppe sind gemäß § 308 Abs. 2 Satz 2 HGB unverändert übernommen worden. Nach abweichenden landesrechtlichen Vorschriften erstellte Abschlüsse einbezogener Auslandstochtergesellschaften werden über die sog. Handelsbilanz II angepasst. Die Bewertungsmethoden entsprechen einer einheitlichen Bewertung i. S. des § 308 Abs. 1 HGB. Sie blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die wesentlichen Nutzungsdauern betragen drei bis fünf Jahre.

Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibungen für entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt fünf bzw. 30 Jahre.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der 2017 im Rahmen der Erstkonsolidierung der Neato Robotics, Inc. aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände betragen sechs Jahre für das Know-how im Entwicklungsbereich, acht Jahre für Patente und Applikationen sowie 18 Jahre für Markenrechte.

Beim Sachanlage- und Vermietvermögen (unter Berücksichtigung von Vertragslaufzeiten und Restbuchwerten), dessen Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechende planmäßige lineare Abschreibungen gemindert. Fremdkapitalkosten werden nicht angesetzt. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die wesentlichen Nutzungsdauern betragen bei den Gebäuden sowie den Außenanlagen zwischen zehn und 33 Jahren, bei den technischen Anlagen und Maschinen zwischen drei und 17 Jahren, bei Fahrzeugen sechs bis acht Jahre sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und 13 Jahren.

Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Fremdkapitalkosten werden nicht angesetzt. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 250 € werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € werden aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben und im Jahr des Zugangs im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen.

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit dem Nennwert angesetzt.

Finanzanlagen (ohne Ausleihungen) werden zu Anschaffungskosten und Ausleihungen zum Nominalwert bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen, sofern eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Konzernanlagenspiegel.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Fremdkapitalkosten werden nicht angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. In den Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind neben den Einzelkosten nur die angemessenen Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und die Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind, enthalten. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Nennwerten abzüglich ausreichender Wertberichtigungen angesetzt. Forderungen gegen Kunden aus dem Factoring- und Mietkaufgeschäft werden zum Barwert abzüglich Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bilanziert.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten zum Bilanzstichtag bewertet. Flüssige Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erfasst Zahlungen, die Aufwand nach dem 31. Dezember 2022 für einen bestimmten Zeitraum darstellen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten und flüssige Mittel in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip angewandt. Bei Vermögensgegenständen und Schulden der Gesellschaften der akf-Gruppe erfolgt die Fremdwährungsumrechnung unter Anwendung der Vorschrift des § 340 h HGB.

Wertaufholungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB werden grundsätzlich vorgenommen.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen neben den Leistungen aufgrund von Einzel- und Kollektivzusagen auch Hinterbliebenengelder. Sie werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gebildet. Der Gesetzgeber hat im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie beschlossen, für Pensionsrückstellungen ab 2016 einen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zugrunde zu legen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zinssatz im Dezember 2022 beträgt 1,78 Prozent (Vorjahr: 1,87 Prozent). Bis zum 31. Dezember 2015 wurde ein von der Deutschen Bundesbank veröffentlichter 7-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet. Auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergibt sich zum 31. Dezember 2022 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 5,9 Mio. €.

Der Berechnung werden erwartete Rentenerhöhungen von 2,30 Prozent (Vorjahr 1,80 Prozent) und eine jährliche Fluktuation in Abhängigkeit von Dienstzeit und Alter zugrunde gelegt, die im Wesentlichen zwischen 1,00 Prozent und 5,00 Prozent liegt. Gemäß Versorgungszusage erhält der Pensionsberechtigte jährliche Bausteine, aus denen sich eine direkte Zuordnung der zukünftigen Leistungen zur Dienstzeit des Mitarbeiters ergeben. Da der erdiente Teil der Verpflichtung somit dem zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Kontostand entspricht, ist die Berücksichtigung eines Gehaltstrends nicht erforderlich.

Bei der Bewertung der Jubiläumsrückstellungen werden grundsätzlich dieselben Bewertungsparameter wie für die Pensionsverpflichtungen zugrunde gelegt, mit Ausnahme der Dynamik der anrechenbaren Bezüge, die zwischen 2,50 Prozent und 3,50 Prozent liegt, sowie der Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinses der letzten sieben Jahre in Höhe von 1,44 Prozent. Bei den Rückstellungen für Altersteilzeit (ATZ) werden zusätzlich noch laufzeitspezifische Zinssätze von 0,42 Prozent bis 0,66 Prozent bei den ATZ-Verpflichtungen herangezogen.

Eine Ausnahme bilden die Verpflichtungen aus Zeitwertkonten, die als Altersversorgungsverpflichtungen als vergleichbar langfristig fällige Verpflichtungen gelten und auf die die Regelungen für wertpapiergebundenen Versorgungszusagen anzuwenden sind. In diesem Fall erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB der Ansatz in Höhe des beizulegenden Zeitwertes des Deckungsvermögens.

Soweit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vorliegt, entspricht die ausgewiesene Rückstellung aus Zeitwertkonten grundsätzlich dem Saldo des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages und des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß der Mitteilung des Versicherers.

Andere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Genussrechte werden zum Nominalwert bilanziert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nennwert angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen auf künftige Geschäftsjahre entfallende Mietsonderzahlungen und Mietvorauszahlungen, stichtagsbezogene Ertragsabgrenzungen sowie abgegrenzte Barwerte der an Banken verkauften Leasingforderungen, die nach Maßgabe der zugrundeliegenden Laufzeit linear und, soweit zutreffend, unter dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung folgend aufgelöst werden.

Zum Ausgleich gegenläufiger Zahlungsströme und Wertänderungen werden Vermögensgegenstände, Schulden und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die Einfrierungsmethode angewandt. Soweit die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten nicht erfüllt sind, erfolgt die Bilanzierung nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen.

IV. Währungsumrechnung

Für die in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochtergesellschaften außerhalb des Eurowährungsgebietes erfolgt die Umrechnung der Abschlüsse von der jeweiligen Landeswährung in Euro nach der modifizierten Stichtagsmethode. Dabei werden die Posten der Bilanz - mit Ausnahme des Eigenkapitals, das mit historischen Kursen in Euro umzurechnen ist - mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Aufwendungen und Erträge der entsprechenden Gewinn- und Verlustrechnungen werden mit den Jahresdurchschnittskursen 2022 (Durchschnitt der täglich festgestellten Mittelkurse vom 1. Januar 2022 - 31. Dezember 2022, veröffentlicht vom Informations- und Finanzdienstleistungsunternehmen Bloomberg L.P.) umgerechnet. Die sich ergebende Differenz zwischen dem Jahresüberschuss umgerechnet zum Durchschnitts- und Stichtagskurs von 1,6 Mio. € wird erfolgsneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die sich aus Währungsschwankungen ergebenden Umrechnungsdifferenzen haben den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" um 42,1 Mio. € erfolgsneutral erhöht. Die bei der Konsolidierung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten entstandenen Kursdifferenzen werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Bei der Zwischengewinneliminierung entstandene Währungsdifferenzen sind erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst worden.

V. Bilanzstichtag und Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen haben einheitlich den 31. Dezember als Bilanzstichtag. Bei der Konsolidierung der Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Tochterunternehmen werden folgende Grundsätze angewendet:

1. Kapitalkonsolidierung

Für Erwerbe bis zum 31. Dezember 2009 erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode. Für Erstkonsolidierungen ab dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Dabei werden die Beteiligungsbuchwerte mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen einschließlich der Rücklagen und des Ergebnisvortrages zum Zeitpunkt des Erwerbs im Anschluss an eine Neubewertung der einzelnen Bilanzpositionen unter Aufdeckung von stillen Reserven und Lasten verrechnet.

Aktive Unterschiedsbeträge aus der im Geschäftsjahr 2004 vorgenommenen Erstkonsolidierung der JAFRA Gruppe wurden, nach Auflösung der stillen Reserven in den Vermögensgegenständen, auf der Aktivseite als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Der aus dem 2004 erfolgten Erwerb der JAFRA Gruppe im Anlagevermögen ausgewiesene Firmenwert wurde im Berichtsjahr infolge des Verkaufs der wesentlichen JAFRA-Gesellschaften in voller Höhe (105,7 Mio. €) ausgebucht.

Die übrigen aktiven Unterschiedsbeträge aus Erstkonsolidierungen vor 2010 wurden innerhalb des Eigenkapitals separat erfasst. Soweit sich bei diesen Erstkonsolidierungen passive Unterschiedsbeträge ergaben, wurden diese bereits in Vorjahren wegen ihres Rücklagencharakters mit den Rücklagen zusammengefasst. Der sich im Zusammenhang mit der erstmaligen Konsolidierung der Vorwerk Schweiz AG im Geschäftsjahr 2019 ergebende aktive Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die Abschreibung erfolgt aufgrund der Nutzung von Kundenstamm und Markennamen planmäßig über fünf Jahre.

Die im Geschäftsjahr 2017 erfolgte Erstkonsolidierung der Neato Robotics, Inc. führte zur Aufdeckung von stillen Reserven. Diese entfallen auf Know-how im Entwicklungsbereich, Patente und Applikationen sowie Markenrechte. Dabei erfolgte die Bewertung des Know-hows auf Basis der Residualwertmethode und die der Patente und Applikationen sowie der Markenrechte auf Basis der Methode der Lizenzpreisanalogie. Im Berichtsjahr wurde der Buchwert der Markenrechte außerplanmäßig abgeschrieben.

Die Anteile anderer Gesellschafter an Kapital und Rücklagen sowie an den Ergebnissen der einbezogenen Tochterunternehmen werden unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen.

2. Schuldenkonsolidierung

Bei der Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB) werden die Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen des Konsolidierungskreises gegeneinander aufgerechnet.

3. Erfolgskonsolidierung

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung der Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 305 HGB. Aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzernunternehmen werden die Innenumsätze und die diesen entsprechenden Aufwendungen sowie die übrigen gegenseitigen Aufwendungen und Erträge gegeneinander aufgerechnet.

4. Latente Steuern

Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen den Ansätzen in der Handels- und Steuerbilanz von Vermögensgegenständen und Schulden angesetzt, soweit diese zu einer zukünftigen Steuerbe- bzw. -entlastung führen. Zudem werden latente Steuern auf eventuelle Verlust- und Zinsvorträge angesetzt, soweit deren Nutzung innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwarten ist.

Im Konzernabschluss wird von dem Wahlrecht zum Ansatz des Überhanges der aktiven über die passiven latenten Steuern gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. § 300 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Aktive und passive latente Steuern werden, bei Vorliegen der Voraussetzungen, saldiert ausgewiesen. Für den Konzernabschluss erfolgt ein zusammengefasster Ausweis mit den Posten nach § 274 HGB (§ 306 S. 6 HGB).

Latente Steuern auf steuer- und handelsrechtliche Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes werden nicht angesetzt. Zudem werden keine latenten Steuern auf Differenzen zwischen dem steuerlichen Wertansatz einer Beteiligung an einem Tochterunternehmen oder assoziierten Unternehmen und dem handelsrechtlichen Wertansatz des im Konzernabschluss bilanzierten Nettovermögens angesetzt.

Zum 31. Dezember 2022 errechneten sich künftige Steuerbe- und -entlastungen im Saldo aus Differenzen in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz im Wesentlichen bei den Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, den Vorräten, den Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sowie bei Verlustvorträgen. Bei der Steuerberechnung für ergebniswirksame Konsolidierungsbuchungen nach § 306 HGB wird grundsätzlich bei der Schuldenkonsolidierung und bei der Zwischengewinneliminierung ein konzerneinheitlicher Durchschnittssteuersatz von 30 Prozent angesetzt, ansonsten werden unternehmensindividuelle Steuersätze zugrunde gelegt. Die Ermittlung der latenten Steuern in den Einzelabschlüssen erfolgt auf Basis unternehmensindividueller Steuersätze, die zwischen 13 Prozent und 32 Prozent liegen.

VI. Sonstige Pflichtangaben gemäß § 314 HGB und Erläuterungen zu Einzelposten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Vorräte

In den Vorräten waren im Vorjahr 47,6 Mio. € den im Geschäftsjahr 2022 veräußerten oder verschmolzenen Gesellschaften des Geschäftsbereichs JAFRA Cosmetics zuzuordnen.

2. Finanzmittelfonds

Die Posten "sonstige Wertpapiere", "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" sowie die Anteile am VWUC-Fonds stellen den Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung dar (1.293,7 Mio. €).

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten die Verpflichtung gegenüber Mitarbeitern der Gesellschaften aus Zeitwertkonten. Die im Rahmen der Konzernbetriebsvereinbarung zur Einrichtung von Zeitwertkonten umgewandelten Gehaltsbestandteile werden in einer Rückdeckungsversicherung angelegt, die nur der Deckung der hieraus entstehenden Verpflichtung dient und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen ist. Dieses Deckungsvermögen, mit einem beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2022 von 18,7 Mio. € (welcher den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht), wird daher mit den Verpflichtungen aus Zeitwertkonten verrechnet. Da die Verpflichtung wie eine wertpapiergebundene Deckungszusage behandelt wird, entspricht die Verpflichtung aus Zeitwertkonten dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens. Im Ergebnis ergibt sich nach Saldierung ein Bilanzansatz von Null.

in Tsd. € 31.12.2022 31.12.2021
Erfüllungsbetrag aus Zeitwertkonten -18.745,46 -15.254,13
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 18.745,46 15.254,13
Nettowert der Verpflichtungen aus den Zeitwertkonten 0,00 0,00
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 18.745,46 15.254,13

In den Rückstellungen waren im Vorjahr 104,1 Mio. € den im Geschäftsjahr 2022 veräußerten oder verschmolzenen Gesellschaften des Geschäftsbereichs JAFRA Cosmetics zuzuordnen.

4. Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten (RLZ) der Verbindlichkeiten

31.12.2022
in Tsd. € RLZ < 1 J RLZ > 1 J davon RLZ > 5 J Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 460.849 212.215 896 673.064
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 1.416.280 6.962 3.722 1.423.242
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.078 1.083 0 11.161
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 145.560 0 0 145.560
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 809.955 26.984 16.323 836.939
Verbindlichkeiten 2.842.722 247.244 20.941 3.089.966
31.12.2021
in Tsd. € RLZ < 1 J RLZ > 1 J davon RLZ > 5 J Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 198.054 486.518 19.274 684.572
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 1.526.527 7.775 2.873 1.534.302
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.622 1.318 0 11.940
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 166.373 0 0 166.373
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.918 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 757.911 22.569 3.782 780.480
Verbindlichkeiten 2.666.405 518.180 25.929 3.184.585

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhen von 625,3 Mio. € (Vorjahr: 582,9 Mio. €) enthalten.

5. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Haftungsverhältnisse

Am Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

in Tsd. € Gesamt 2022 Gesamt 2021
Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften; 16.117,0 6.104,8
- davon zu Gunsten verbundener Unternehmen 0,0 0,0
Mithaftung für auf die Unterstützungskasse übertragene Pensionsverpflichtungen 45.187,3 38.026,4

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Mithaftung für die auf die Unterstützungskasse übertragenen Pensionsverpflichtungen kann so gut wie ausgeschlossen werden, da die Unterstützungskasse ihren Verpflichtungen aus ihrem Kassenvermögen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit langfristig nachkommen kann.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus Bürgschaften zugunsten Dritter wird als gering eingeschätzt, da es sich im Wesentlichen um eine Zahlungsbürgschaft für die Abrechnung von Firmenkreditkarten sowie um eine Bürgschaft im Rahmen des Verkaufs der hectas-Gruppe im Jahr 2021 handelt, die im Innenverhältnis abgesichert ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen zum Bilanzstichtag betragen für die folgenden Jahre 70,9 Mio. €, wovon 23,7 Mio. € im Jahr 2023 fällig sind. Das Bestellobligo für Investitionen und Reparaturen des Sachanlagevermögens beträgt 43,2 Mio. € (Vorjahr: 23,6 Mio. €). Langfristige Verpflichtungen aus Verträgen mit Lieferanten bestehen am Bilanzstichtag in Höhe von 14,0 Mio. €.

Unwiderrufliche Kreditzusagen bei der akf bank bestehen in Höhe von 222,4 Mio. € (Vorjahr 225,9 Mio. €).

Außerbilanzielle Geschäfte

Die akf bank nutzt u. a. ein Asset-Backed-Commercial-Paper (ABCP)-Programm zur Refinanzierung ihrer Kundenforderungen und veräußert in diesem Zusammenhang Kundenforderungen mit dem Übergang sämtlicher Chancen und Risiken. Die veräußerten Forderungen scheiden zu diesem Zeitpunkt aus der Bilanz aus. Das Programm läuft bis auf Weiteres und hat ein Volumen von 508,2 Mio. €, das zum Bilanzstichtag bis auf 17,9 Tsd. € vollständig ausgeschöpft war.

6. Gewinn - und Verlustrechnung

Umsatzerlöse inkl. Erträge aus Kredit - und Leasinggeschäften

Aufgliederung nach Regionen 2022
Mio. €
2021
Mio. €
Deutschland 1.243,9 1.220,2
Europa 1.608,8 1.578,0
Nord- und Südamerika 157,5 368,0
Sonstiges Ausland 161,1 216,6
Gesamt 3.171,3 3.382,8
Aufgliederung nach Geschäftsbereichen 2022
Mio. €
2021
Mio. €
Home 2.535,4 2.541,2
Thermomix 1.723,5 1.696,3
Kobold 803,4 819,0
Neato Robotics 8,5 25,9
Diversification 585,9 806,9
JAFRA Cosmetics 89,2 313,0
akf-Gruppe 496,7 493,9
Sonstige 50,0 34,7
Gesamt 3.171,3 3.382,8

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 45,8 Mio. € sowie aus Anlagenabgängen und Zuschreibungen im Anlagevermögen in Höhe von 35,3 Mio. €.

Materialaufwand

Im Materialaufwand waren im Vorjahr 58,4 Mio. € den im Geschäftsjahr 2022 veräußerten oder verschmolzenen Gesellschaften des Geschäftsbereichs JAFRA Cosmetics zuzuordnen.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen enthalten keine Beteiligungserträge mit verbundenen Unternehmen (Vorjahr: 1,2 Mio. €).

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung werden immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 13,6 Mio. € auf den niedrigeren beizulegenden Wert außerplanmäßig abgeschrieben. Im Wesentlichen handelt es sich um die außerplanmäßige Abschreibung der Markenrechte bei Neato Robotics, Inc. in Höhe von 13,2 Mio. €.

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Finanzanlagen im Berichtsjahr in Höhe von 15,1 Mio. € auf den niedrigeren beizulegenden Wert außerplanmäßig abgeschrieben.

7. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Im Vorwerk Konzern werden zu Absicherungszwecken sowohl im operativen Geschäft als auch im Zusammenhang mit Fremdwährungsfinanzierungen Commodityswaps und Devisentermingeschäfte eingesetzt. Der Zeitwert eines derivativen Finanzinstruments ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/oder Pflichten aus diesem Finanzinstrument von einer anderen Partei übernehmen würde. Im Vorwerk Konzern (ohne akf-Gruppe) sind zum 31. Dezember 2022 alle derivativen Finanzinstrumente nach § 285 Nr. 19 HGB in Bewertungseinheiten einbezogen.

Die Nominalwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit den Stichtagsschlusskursen bewertet. Die Zeitwerte von Devisentermin- und Devisenswapgeschäften werden auf Basis von Stichtagskursen unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge bestimmt. Die Zeitwerte von Devisenoptionen werden mittels Optionspreismodellen nach Black & Scholes bewertet. Die Zeitwerte der Zinssicherungsinstrumente (Zinsswaps und -optionen) sowie der Rohstoffsicherungsinstrumente (Commodityswaps) werden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows ermittelt; dabei werden die für die Restlaufzeit der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze bzw. Marktsätze für Rohstoffe verwendet.

Der Vorwerk Konzern setzt zur Absicherung von Währungsrisiken von Vermögensgegenständen, Schulden und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwartenden wiederkehrenden Standard-Transaktionen Portfolio-Hedges ein und bildet in diesem Zusammenhang Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB.

Zum Bilanzstichtag bestanden bei Vorwerk 62 Devisentermingeschäfte mit sechs Kreditinstituten über ein Nominalvolumen von insgesamt 232,6 Mio. €. Die Nettosumme der beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte wird nach der Mark-to-Market-Methode abgeleitet und beträgt zum Bilanzstichtag -6,7 Mio. €.

Insgesamt betragen die mit Bewertungseinheiten abgesicherten Währungsrisiken (vermiedene Drohverlustrückstellungen, vermiedene Abwertung von Fremdwährungsforderungen und vermiedene Aufwertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten) aus Vermögensgegenständen, Schulden und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen 7,3 Mio. €.

Der Buchwert der abgesicherten Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung beträgt insgesamt 34,4 Mio. € und verteilt sich wie folgt:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21,0 Mio. €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13,4 Mio. €

Der Umfang der mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen in Fremdwährungen beträgt 198,2 Mio. €. Die abgesicherten erwarteten Transaktionen weisen aufgrund einer verlässlichen Vertriebs-, Produktions- und Einkaufsplanung eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit auf.

Die Wertänderungen der Grundgeschäfte und der Sicherungsinstrumente werden über einen Zeitraum bis Dezember 2023 unter Anwendung der Einfrierungsmethode nicht bilanziert. Die Effektivität der Bewertungseinheiten wird mit Hilfe der Critical-Term-Match-Methode beurteilt.

Bei der akf-Gruppe bestanden zum Bilanzstichtag insgesamt zehn Zinsswaps mit drei Kreditinstituten über ein Nominalvolumen von insgesamt 815,0 Mio. €. Die Geschäfte sind dem Anlagebuch zugewiesen und dienen der Zinssicherung im Anlagebuch. Der nach der Marktbewertungsmethode berechnete Kreditäquivalenzbetrag für Derivate der akf bank beträgt 23,0 Mio. €. Die Summe der beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Geschäfte wird nach der Mark-to-Market-Methode abgeleitet und beträgt zum Bilanzstichtag 7,1 Mio. €.

Die akf bank wendet die Vorgaben der IDW-Stellungnahme zu Einzelfragen der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (IDW RS BFA 3 n.F.) an. Aus der GuV-orientierten Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs unter Berücksichtigung von Verwaltungsaufwendungen, Risikokosten und fiktiven Refinanzierungskosten ergab sich kein Bedarf zur Bildung einer Drohverlustrückstellung gemäß § 340 a HGB i. V. m. § 249 Abs. 1 HGB.

8. Angaben über Anteile an Investmentvermögen

Der Vorwerk Konzern hält an dem VWUC-Fonds 100 Prozent der Anteile. Der VWUC-Fonds ist ein gemischtes Sondervermögen nach deutschem Investmentrecht.

Im Rahmen der Finanzanlagestrategie verfolgt der Vorwerk Konzern in erster Linie das Ziel der langfristigen Vermögenssicherung. Zu diesem Ziel trägt der VWUC-Fonds mit seinen Anlagen bei. Um unter Risikostreuungsaspekten das Anlageziel des Fonds zu erreichen, wird das Vermögen in direkte Anlagen oder Investmentfonds aus den Bereichen Aktien, verzinsliche Wertpapiere und Liquidität investiert. Zusätzlich dazu können Anteile an offenen und geschlossenen Investmentfonds "Alternativer Anlagen" erworben werden, hierzu zählen: Immobilien, Infrastruktur, Absolut Return und Rohstoffe. Zur Steuerung und Absicherung des Fondsvermögens darf der Fonds daneben auch Wertpapierderivate und Währungsinstrumente einsetzen.

Wert der Anteile und Differenzen zum Buchwert

in Tsd. € Buchwert Marktwert Differenz
VWUC-Fonds 733.153 688.877 -44.276

Für das Geschäftsjahr des Fonds (1. Dezember 2021 - 30. November 2022) wurde von Vorwerk eine Bruttoausschüttung von 14.366 Tsd. € (2,1985 € je Anteil) vereinnahmt.

Da nicht von einer dauerhaften Wertminderung ausgegangen wird, wurde eine außerplanmäßige Abschreibung im VWUC-Fonds nicht vorgenommen.

Die Fondsanteile können während des gesamten Jahres börsentäglich zurückgegeben werden.

Des Weiteren hält der Vorwerk Konzern 50.860 Anteile am Aachener Grund-Invest-Fonds. Hierbei handelt es sich um einen Immobilienspezialfonds mit einer konservativen, langfristigen und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Anlagestrategie. Die Konzentration liegt dabei auf Immobilien in traditionellen Einkaufslagen.

in Tsd. € Buchwert Marktwert Differenz
Aachener Grund-Invest-Fonds 5.229 5.299 70

Für das Geschäftsjahr konnte ein Ertrag von 92 Tsd. € vereinnahmt werden.

Die Fondsanteile können unter Einhaltung einer einjährigen Kündigungsfrist veräußert werden.

Der Vorwerk Konzern beteiligt sich zudem mit einer maximalen Einlage in Höhe von 15 Mio. US-Dollar an dem Private-Equity-Fonds GF Capital Private Equity Fund II. Dieser Private-Equity-Fonds investiert in mittelständische Unternehmen in der Konsumgüterindustrie und Medienunternehmen mit einem Unternehmenswert zwischen 20 und 150 Millionen US-Dollar. Die Laufzeit des Fonds ist auf zehn Jahre ausgelegt, zur Zeit stellt sich der Anteil des Vorwerk Konzerns an diesem Fonds wie folgt dar:

in Tsd. € Buchwert Marktwert Differenz
GF Capital Private Equity Fund II 8.274 9.106 832

Das investierte Kapital ist bis zur Veräußerung sämtlicher getätigter Investitionen im Fonds gebunden.

Der GF Capital Private Equity Funds II ist spezialisiert in den Bereichen Medien, Konsumenten und Sport. Im Wesentlichen werden das Marketing und die Durchführung von publikumswirksamen Events über Firmenbeteiligungen abgedeckt (Sport/Theater/Fernsehen). Die im Fonds befindlichen Beteiligungen waren und sind durch die immer noch spürbaren Belastungen der Pandemie besonders betroffen. Da sich im Laufe des Berichtsjahres keine deutliche Verbesserung des Anteilwertes zum Vorjahr ergeben hat, wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 3,8 Mio. € vorgenommen.

Weiterhin ist der Vorwerk Konzern an dem Private-Equity-Fonds Euroknights VII No 4 Limited Partnerships mit einer maximalen Zusage von 10 Millionen Euro beteiligt. Dieser Private-Equity-Fonds investiert in europäische Unternehmen, vornehmlich in den Benelux-Ländern, Frankreich, Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz. Die Investitionsphase beträgt zehn Jahre, zur Zeit stellt sich der Anteil des Vorwerk Konzerns an diesem Fonds wie folgt dar:

in Tsd. € Buchwert Marktwert Differenz
Euroknights VII No 4 7.694 9.231 1.537

Für das Geschäftsjahr konnte ein Ertrag von 890 Tsd. € vereinnahmt werden.

Das investierte Kapital ist bis zum Jahr 2027 im Fonds gebunden.

Seit 2019 ist der Vorwerk Konzern am Immobilien-Fonds DIC Office Balance V beteiligt. Der Fonds investiert in Büroimmobilien aus B-Lagen in A-Städten oder 1A-Lagen von B- und C-Städten. Die Investitionsphase beträgt zehn Jahre.

Die Anteile des Vorwerk Konzerns stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. € Buchwert Marktwert Differenz
DIC Office Balance V 5.885 6.640 755

Für das Geschäftsjahr konnte ein Ertrag von 1.015 Tsd. € vereinnahmt werden.

Die Fondsanteile können unter Einhaltung einer fünfmonatigen Kündigungsfrist zurückgegeben werden.

Sämtliche Fondsanteile werden während des gesamten Jahres nach dem Niederstwertprinzip bewertet.

9. Sonstige Angaben

Die Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers beliefen sich im Konzern auf 714 Tsd. €. Für das Geschäftsjahr wurden für Abschlussprüfungsleistungen 418 Tsd. und für sonstige Leistungen 296 Tsd. € berechnet.

Äußere Einflüsse wie Inflation, Energiekrise, die kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine und Lieferkettenprobleme erschweren eine genaue Planung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung für das Geschäftsjahr 2023 in hohem Maße.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 wurde die PT Jafra Cosmetics Indonesia, Jakarta / Indonesien, verkauft.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine erwähnenswerten Ereignisse eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage relevant sind.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2022 2021
Arbeitnehmer * 9.394 11.698
Berater im Direktvertrieb 213.447 577.092
Thermomix 83.267 74.066
Kobold 11.116 11.365
JAFRA Cosmetics 118.893 491.151
Sonstige 171 510

* Inkl. angestellte Berater

Die Vorstände der zur Geschäftsführung des Mutterunternehmens Vorwerk SE & Co. KG berechtigten und verpflichteten Komplementärin Vorwerk Verwaltung SE sind:

 

Dr. Thomas Stoffmehl, Düsseldorf, Chief Sales Officer und Sprecher des Vorstandes,

 

Hauke Paasch, Wuppertal, Chief Financial Officer,

 

Dr. Thomas Rodemann, Essen, Chief Operating Officer, (ab 11.1.2022)

Weiteres Mitglied der Geschäftsführung des Mutterunternehmens Vorwerk SE & Co. KG im Berichtsjahr war der persönlich haftende Gesellschafter Reiner Strecker, Wuppertal (bis 12.1.2022).

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Berichtsjahr wird in Anwendung von § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Bezüge früherer Organmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betragen im Berichtsjahr 355,1 Tsd. € (Vorjahr: 349,2 Tsd. €). Die Rückstellungen für laufende Pensionen früherer Organmitglieder betragen 4.815 Tsd. € (Vorjahr: 4.632 Tsd. €).

Der Beirat der Vorwerk SE & Co. KG setzt sich wie folgt zusammen:

 

Dr. Rainer Hillebrand, Vorsitzender, ehemaliger stellvertr. Vorstandsvorsitzender, Hamburg

 

Daniel Christopher Klüser, stellvertr. Vorsitzender, Unternehmer, Pullach im Isartal

 

Dr. Hildegard Bison, Vorstand, Düsseldorf

 

Rainer Christian Genes, Diplom-Ingenieur, Stuttgart (bis 31. Dezember 2022)

 

Frank Losem, Geschäftsführer Finanzen, Baldham

 

Dr. Jörg Mittelsten Scheid, Beirats-Ehrenvorsitzender, Wuppertal

 

Dr. Timm Christian Mittelsten Scheid, Geograph, München

 

Dr. Stefan Nöken, Aufsichts- / Verwaltungsrat, Mörschwil / Schweiz

 

Wolfgang Roberto Kölker, Executive Director Human Resources & Corporate Services, Wuppertal

Die für die Tätigkeit des Beirats gewährten Bezüge betragen 700 Tsd. €.

 

Wuppertal, den 15. März 2023

Dr. Thomas Stoffmehl

Hauke Paasch

Dr. Thomas Rodemann

Konzernanlagespiegel Vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

in Tsd. € Bruttowerte
Stand am 01.01.2022 Währungsunter -schiede und Konsolidierungskreiseffekte Zugänge *) Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 204.983 2.813 0 9.383
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 342.389 0 0 1
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 1.133 -2 0 812
548.505 2.811 0 10.196
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 284.083 3.084 0 9.547
2. Technische Anlagen und Maschinen 472.134 1.774 0 17.369
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157.574 3.390 0 10.761
4. Vermietvermögen 1.234.986 -55 0 368.496
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 69.143 3.564 0 29.483
2.217.920 11.757 0 435.656
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 22.291 0 6.329 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 35 0 0 0
3. Sonstige Beteiligungen 131.522 0 0 35.174
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 12.625 0 0 3.875
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.150.176 0 0 5.731
6. Sonstige Ausleihungen und sonstige Finanzanlagen 66.137 0 0 2.250
1.382.786 0 6.329 47.030
4.149.211 14.568 6.329 492.882
in Tsd. € Bruttowerte
Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.833 3.055 211.401
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 335.039 0 7.351
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 27 -769 1.147
343.899 2.286 219.899
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.644 36.392 295.462
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.614 16.297 471.960
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.626 866 139.965
4. Vermietvermögen 315.567 4.236 1.292.096
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.435 -60.077 38.678
424.886 -2.286 2.238.161
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 28.620
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 35
3. Sonstige Beteiligungen 4.245 7.887 170.338
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 -6.177 10.323
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.595 0 1.154.312
6. Sonstige Ausleihungen und sonstige Finanzanlagen 22.619 -1.710 44.058
28.459 0 1.407.686
797.244 0 3.865.746
in Tsd. € Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2022 Währungsunter- schiede und Konsolidierungskreiseffekte Zugänge *) Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 129.715 1.117 0 41.347 6.789 165.390
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 231.740 0 0 3.957 229.335 6.362
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 0 0 0 0
361.455 1.117 0 45.304 236.124 171.752
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 96.701 657 0 9.961 19.675 87.644
2. Technische Anlagen und Maschinen 372.870 876 0 33.072 25.404 381.414
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 117.412 2.608 0 12.654 27.641 105.033
4. Vermietvermögen 460.499 -25 0 198.792 178.861 480.405
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.816 -45 0 25 1.292 1.504
1.050.298 4.071 0 254.504 252.873 1.056.000
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 6.310 0 0 6.310
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Sonstige Beteiligungen 8.755 0 0 10.001 4.220 14.536
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 934 0 0 1.220 0 2.154
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.067 0 0 3.907 0 4.974
6. Sonstige Ausleihungen
und sonstige Finanzanlagen 213 0 0 0 213 0
10.969 0 6.310 15.128 4.433 27.974
1.422.722 5.188 6.310 314.936 493.430 1.255.726
in Tsd. € Nettowerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.011 75.268
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 989 110.649
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 1.147 1.133
48.147 187.050
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 207.818 187.382
2. Technische Anlagen und Maschinen 90.546 99.264
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.932 40.162
4. Vermietvermögen 811.691 774.487
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.174 66.327
1.182.161 1.167.622
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 22.310 22.291
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 35 35
3. Sonstige Beteiligungen 155.802 122.767
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.169 11.691
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.149.338 1.149.109
6. Sonstige Ausleihungen und sonstige Finanzanlagen 44.058 65.924
1.379.712 1.371.817
2.610.020 2.726.489

* Gesellschaften, die nicht mehr in den Konzernabschlussvollkonsolidiert einbezogen werden

Verzeichnis der zum Konzern gehörenden Unternehmen zum 31.12.2022

31.12.2022
Lokale Währung Gezeichnetes Kapital Eigenkapital unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsquote der Obergesellschaft
%
1. In den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogene Gesellschaften
a) Inländische Gesellschaften
Vorwerk Elektrowerke GmbH & Co. KG, Wuppertal EUR DEM 18.000.000,00 103.186.737,63 100,0
Vorwerk Deutschland Stiftung & Co. KG, Wuppertal EUR DEM 7.100.000,00 22.773.489,09 100,0
Vorwerk Professional GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 11.024.975,00 100,0
Vorwerk Temial GmbH, Wuppertal EUR 500.000,00 10.725.342,64 100,0
Vorwerk Elektrowerke Verwaltungs GmbH, Wuppertal EUR DEM 250.000,00 374.507,25 100,0 *16
Vorwerk Direct Selling Ventures GmbH, Wuppertal EUR 100.000,00 177.433.087,51 100,0
VDSV one GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 5.226.971,10 100,0
Vorwerk & Co. Interholding GmbH, Wuppertal EUR DEM 6.000.000,00 477.699.788,18 100,0
Vorwerk & Co. Vermietungs GmbH, Wuppertal EUR DEM 30.000.000,00 55.941.866,88 100,0
Grundstücksgesellschaft BWR mbH, Wuppertal EUR DEM 50.000,00 41.823,56 100,0
akf bank Beteiligungs GmbH, Wuppertal EUR 52.000,00 54.672,66 100,0 *17
akf bank GmbH & Co KG, Wuppertal EUR 11.000.000,00 192.000.000,00 100,0
akf leasing GmbH & Co KG, Wuppertal EUR 1.100.000,00 10.600.000,00 100,0
akf leasing Beteiligungs GmbH, Wuppertal EUR 26.000,00 29.048,08 100,0 *18
Vorwerk & Co. eins GmbH, Wuppertal EUR 10.000.000,00 360.274.885,06 100,0
Vorwerk Europe GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 22.032,19 100,0
Aug. Mittelsten Scheid & Söhne GmbH, Wuppertal EUR 100.000,00 408.344.830,93 100,0
akf servicelease GmbH, Wuppertal EUR 4.000.000,00 4.000.000,00 100,0
Vorwerk & Co. vier GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 13.419.955,48 100,0
Vorwerk & Co. vierzehn GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 16.310.601,02 100,0
Vorwerk & Co. neun GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 23.640.440,73 100,0
Vorwerk Services GmbH, Wuppertal EUR 1.001.000,00 22.668.640,48 100,0
Vorwerk & Co. zehn GmbH, Wuppertal EUR 500.000,00 627.708,60 100,0
Vorwerk & Co. elf GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 17.871,12 100,0 *19
Vorwerk & Co. zwölf GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 190.583,81 100,0
Vorwerk & Co. elf Immobilien-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Wuppertal EUR 1.000,00 9.762.953,02 100,0
Vorwerk & Co. dreizehn GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 15.953,61 100,0
Vorwerk & Co. fünfzehn GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 15.098,79 100,0
Vorwerk & Co. sechzehn GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 15.010,77 100,0
Vorwerk Verwaltung SE, Wuppertal EUR 120.000,00 144.000,00 100,0
Neato Robotics Europe GmbH, Berlin EUR 25.000,00 -1.826.860,91 100,0
Jafra Germany Holding GmbH i.L., Wuppertal USD 0,00 0,00 0,0 *3
Jafra Cosmetics GmbH & Co. KG, Wuppertal EUR 0,00 0,00 0,0 *4
Jafra Germany Management GmbH i.L., Wuppertal USD EUR 26.000,00 9.278.620,67 100,0
Vorwerk Ventures III GmbH & Co. KG, Berlin EUR 1.400,00 91.023.676,99 86,9
Vorwerk Ventures IV GmbH & Co. KG, Berlin EUR 2.100,00 2.531.554,18 82,0 * 1,2
b) Ausländische Gesellschaften
akf equiprent S.A.U., Madrid/Spanien EUR 1.005.000,00 169.532,06 100,0
akf leasing Polska S.A., Warschau/Polen PLN 31.000.000,00 -26.774.976,47 100,0
Vorwerk France soc.com.s., Nantes/Frankreich EUR 1.635.200,00 8.415.616,07 100,0
Vorwerk Semco S.A.S., Cloyes/Frankreich EUR 520.000,00 79.533.272,02 100,0
Vorwerk Espana M.S.L., S.C., Madrid/Spanien EUR 240.404,84 2.781.479,34 100,0
Vorwerk Italia s.a.s. di Vorwerk Management s.r.l., Mailand/Italien EUR 3.821.000,00 34.450.341,00 100,0
Vorwerk Austria GmbH & Co. KG, Wien/Österreich EUR 726.728,34 13.208.480,78 100,0
Vorwerk Premium L.da, Carnaxide/Lisboa/Portugal EUR 250.000,00 1.451.793,21 100,0
Vorwerk CS správni spol. s.r.o., Prag/Tschechische Republik CZK 5.000.000,00 32.431.750,76 100 *20
Vorwerk Polska Sp.z o.o.Sp.k., Wroclaw/Polen PLN 360.379,57 50.552.001,04 100,0
Vorwerk Gérance SARL, Nantes/Frankreich EUR 7.500,00 12.712,61 100 *21
Vorwerk Holding Ges.m.b.H., Wien/Österreich EUR 36.336,42 127.625,61 100 *22
Vorwerk Espana Management S.L.U., Madrid/Spanien EUR 3.010,00 997.674,43 100 *23
Vorwerk CS k.s., Prag/Tschechische Republik CZK 1.000.000,00 133.624.560,92 100,0
Vorwerk Household Appliances Co. Ltd., Schanghai/China CNY USD 10.500.000,00 217.103.559,16 100,0
Vorwerk Household Appliances Manufacturing Co. Ltd., Schanghai/China CNY 84.230.870,43 138.531.086,13 100,0
Vorwerk Polska Sp. z o.o., Wroclaw/Polen PLN 140.000,00 1.053.944,08 100,0
Vorwerk Asia GmbH, Taiwan Branch, Taipei/Taiwan TWD 52.000.000,00 63.988.286,00 100,0
Vorwerk Manufacturing Co., Ltd., Schanghai/China CNY 16.000.000,00 154.495.633,78 100,0
Vorwerk México S. de R.L. de C.V., Mexiko/Mexiko MXN 1.268.990.000,00 1.368.511.361,34 100,0
Vorwerk UK Limited, Sunninghill, Ascot/Großbritannien GBP 6.000.000,00 4.486.215,83 100,0
Vorwerk (US), Inc., Camden/DE/USA USD 50.000,00 41.030.593,17 100,0
Vorwerk, LLC, Camden/DE/USA USD 25.000,00 9.045.309,28 100,0
Vorwerk Turkey Ev Aletleri Limited Sirketi, Istanbul/Türkei TRL 53.000.000,00 56.260.354,92 100,0
Vorwerk Canada, Ltd, Vancouver/ Kanada CAD 100,00 6.162.175,14 100,0
Vorwerk Schweiz AG, Dierikon/Schweiz CHF 100.000,00 3.351.782,02 100,0
Neato Robotics, Inc., San Jose, CA/USA USD 6,00 5.785.170,63 100,0
Neato Robotics Co., Ltd., Tokyo/Japan JPY 7.770.000,00 -281.633.223,00 100,0
Dongguan Neato Robotics Trading Limited, Dongguan/China USD 280.000,00 -6.358.060,01 100,0
Neato Limited, Reading/United Kingdom GBP 1.000,00 -276.866,53 100,0
Neato AB, San Jose, CA/USA SEK 50.000,00 199.372,00 100,0
Neato s.r.l., Mailand/Italien EUR 10.000,00 46.465,94 100,0
Neato B.V., Schiphol/Niederlande EUR 1,00 -1.994.968,92 100,0
Vorestate Corp., Delaware/USA USD 1,00 260.567,72 100,0
Vorwerk Lux (Far East) Ltd., Taiwan Branch, Taipei/Taiwan (Branch der Vorwerk Lux (Far East) Ltd.) TWD 52.000.000,00 108.520.894,00 100,0
Vorwerk Lux (Far East) Ltd., Hongkong/Hongkong HKD 5.120.000,00 -83.233.529,91 100,0
Jafra S.A. Luxemburg/Luxemburg USD 1.663.778,00 109.959.334,51 100,0
Jafra Worldwide Holdings (Lux) S.a.R.l. Luxemburg/Luxemburg USD 31.642.000,00 82.784.409,58 100,0
Jafra Cosmetics International, Inc., Westlake Village, CA/USA USD 0,00 0,00 0,0 * 5
CDRJ Europe Holding Company B.V., Duiven/Niederlande EUR NLG 40.000,00 95.137,87 100,0
Jafra Cosmetics Handelsgesellschaft mbH, Wien/Österreich EUR 0,00 0,00 0,0 * 3
Jafra Cosmetics AG, Wollerau/Schweiz CHF 0,00 0,00 0,0 * 3
Jafra Cosmetics International B.V., Duiven/Niederlande EUR 204.201,10 30.710,30 100,0
PT Jafra Cosmetics Indonesia, Jakarta/Indonesien IDR 11.000.000.000,00 72.182.059.987,54 100,0
Jafra Holding Company B.V., Duiven/Niederlande EUR 36.669.000,00 361.075.252,68 100,0
Jafra Mexico Holding Company B.V., Duiven/Niederlande EUR 0,00 0,00 0,0 * 5
Jafra Cosmetics International S.A. de C.V., Mexiko City/Mexiko MXN 0,00 0,00 0,0 * 5
Distribuidora Comercial Jafra S.A. de C.V., Mexiko City/Mexiko MXN 0,00 0,00 0,0 * 5,6
Distribuidora Venus S.A. de C.V., Mexiko City/Mexiko MXN 0,00 0,00 0,0 * 5,6
Serviday, S.A. de C.V., Mexiko City/Mexiko MXN 0,00 0,00 0,0 * 5,6
Jafra Cosmetics S.A. de C.V., Mexiko City/Mexiko MXN 0,00 0,00 0,0 * 5,6
JafraFin, S.A. de C.V., Mexiko City/Mexiko MXN 0,00 0,00 0,0 * 5,6
Jafra Cosméticos do Brasil Ltda., Sao Paulo/Brasilien BRL 10.441.416,00 -24.545,20 100,0
Vorwerk International AG, Wollerau/Schweiz CHF 1.000.000,00 7.485.535,79 100,0
Vorwerk International & Co. KMG, Wollerau/Schweiz EUR CHF 50.000.000,00 372.590.049,64 100,0
Vorwerk Asia GmbH, Wollerau/Schweiz EUR CHF 240.000 2.270.650,06 100,0
Vorwerk Management s.r.l., Mailand/Italien EUR 1.000.000,00 7.849.097,34 100,0 *24
CLOSe Logistics s.r.l., Mailand/Italien EUR 90.000,00 964.808,69 100,0
Vorwerk Services Pte. Ltd., Singapur/Singapur SGD 1.300.000,00 2.009.152,68 100,0
Vorwerk IT Services Iberica, S.L., Madrid EUR 23.000,00 17.845,45 100,0
Vorwerk IT Services Iberica, S.L.S. Com., Madrid EUR 97.000,00 610.837,96 100,0
2. Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften (nach § 296 Abs. 2 HGB)
Mobil Vermietungs GmbH & Co. KG, Wuppertal EUR 52.000,00 44.510,01 100,0
akf servicelease Espana S.L., Madrid/Spanien EUR 100.000,00 -147.390,52 100,0 * 7
akf rent GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 25.000,00 100,0
akf abo GmbH, Wuppertal EUR 24.022,53 23.201,53 100,0
Vorwerk (Malaysia) SDN BHD i.L., Kuala Lumpur/Malaysia MYR 500.000,00 2.479,00 100,0
Vorwerk Fin B.V. i.L., Duiven/Niederlande EUR 18.605,00 10.897,09 100,0
Jafra International (Thailand) Ltd. i.L., Bangkok/Thailand THB 139.620.000,00 0,00 100,0
Vorwerk Management B.V. i.L., Duiven/Niederlande EUR 18.000,00 14.748,18 100,0
Vorwerk Netherlands B.V.i.L., Duiven/Niederlande EUR 18.000,00 0,00 100,0
Competo Development Fonds No. 7 Verwaltungs GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 26.584,23 100,0 *25
Competo Development Fonds No. 7 GmbH & Co. KG, Wuppertal EUR 1.000,00 22.506.468,57 100,0
HT Löwentorstudios Objekt Stuttgart GmbH & Co. KG, Hamburg EUR 12.001.000,00 10.076.929,17 80,8 * 8
3. Nicht in den Konzernabschluss einbezogene sonstige Beteiligungen
CenturyBiz GmbH, Nürnberg EUR 50.000,00 -24.125,30 32,5 * 10
Century-License HKV GbR, Rückersdorf EUR 3,00 1.348.836,83 33,3 * 10
Mädchenflohmarkt GmbH, Stuttgart EUR 165.414,00 0,00 35,7 * 11
Horizn Studios GmbH, Berlin EUR 260.872,00 5.717.035,03 27,4 * 12
AGRI TEC LEASING (ATL) Vermietungs- & Leasing GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 51.163,96 40,0 * 13/15
Agrar Service Renting GmbH, Leinfelden/Echterdingen EUR 25.000,00 41.270,98 40,0 * 13/15
AMS Agrar Miet Service GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 35.869,26 20,0 * 13/15
LMS Landtechnik Miet Service GmbH, Wuppertal EUR 25.000,00 33.542,79 40,0 * 13/15
DEGRENNE S.A.S., Vire/ Frankreich EUR 23.627.000,00 60.847.000,00 30,0 * 9/15
Family Value Real Estate GmbH, Leipzig EUR 25.000,00 11.757,17 40,0 * 10/15
4. Nicht in den Konzernabschluss einbezogene sonstige Finanzanlagen
Hamburg Trust HTG Deutschland 18 GmbH & Co. geschlossene Investment KG, Hamburg EUR 14.550.500,00 20.643.418,36 27,5 * 10
MIB MP Leipzig S.à.r.l., Luxemburg/Luxemburg EUR 15.000,00 835.606,93 36,7 * 11
CONREN Land Cuatro Beteiligungs GmbH, Frankfurt/Main EUR 25.000,00 5.959.694,41 28,0 * 11
Park Side Oberbilker Allee Verwaltungs GmbH, Düsseldorf EUR 25.000,00 25.956,73 27,5 * 11/26
Park Side Oberbilker Allee GmbH & Co. KG, Düsseldorf EUR 25.000,00 5.074.882,00 27,5 * 14

* 1 Gesellschaft wurde im Jahr 2022 gegründet

* 2 Gesellschaft wurde im Jahr 2022 erstmalig konsolidiert

* 3 Gesellschaft wurde 2022 verschmolzen

* 4 Gesellschaft wurde im Jahr 2022 aufgelöst

* 5 Gesellschaft wurde im Jahr 2022 verkauft

* 6 Gesellschaften werden vorkonsolidiert

* 7 Werte gemäß Jahresabschluss 2014

* 8 Werte gemäß Quartalsabschluss 30.09.2022

* 9 Werte gemäß Jahresabschluss 31.03.2022

* 10 Werte gemäß Jahresabschluss 2021

* 11 Werte gemäß Jahresabschluss 2020

* 12 Werte gemäß Jahresabschluss 2019

* 13 Werte gemäß vorläufigem Jahresabschluss 2022

* 14 Werte gemäß vorläufigem Jahresabschluss 2021

* 15 Assoziierte Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert

* 16 Gesellschaft ist persönlich haftender Gesellschafter der Vorwerk Elekrowerke GmbH & Co. KG, Wuppertal

* 17 Gesellschaft ist persönlich haftender Gesellschafter der akf bank GmbH & Co. KG, Wuppertal

* 18 Gesellschaft ist persönlich haftender Gesellschafter der akf leasing GmbH & Co. KG. Wuppertal

* 19 Gesellschaft ist persönlich haftender Gesellschafter der Vorwerk & Co. elf Immobilien-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Wuppertal

* 20 Gesellschaft ist persönlich haftender Gesellschafter der Vorwerk CS k.s., Prag/Tschechische Republik

* 21 Gesellschaft ist persönlich haftender Gesellschafter der Vorwerk France soc.com.s., Nantes/Frankreich

* 22 Gesellschaft ist persönlich haftender Gesellschafter der Vorwerk Austria GmbH & Co. KG, Wien/Österreich

* 23 Gesellschaft ist persönlich haftender Gesellschafter der Vorwerk Espana M.S.L., S.C., Madrid/Spanien

* 24 Gesellschaft ist persönlich haftender Gesellschafter der Vorwerk Italia s.a.s. di Vorwerk Management s.r.l., Mailand/Italien

* 25 Gesellschaft ist persönlich haftender Gesellschafter der Competo Development Fonds No. 7 GmbH & Co. KG, Wuppertal

* 26 Gesellschaft ist persönlich haftender Gesellschafter der Park Side Oberbilker Allee GmbH & Co. KG, Düsseldorf

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
T€
2021
T€
Konzernjahresüberschuss 45.179 149.475
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 314.936 341.905
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -15.716 -4.699
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 31.936 -1.187
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -109.982 176.940
-/+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -62.077 34.576
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -26.372 -1.391
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 7.547 12.340
- Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens -20.419 -11.955
- Sonstige Beteiligungserträge -707 -2.048
+ Ertragsteueraufwand 67.762 63.027
- Ertragssteuerzahlungen -62.704 -70.159
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 169.383 686.824
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 1.494 181
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -10.196 -18.670
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 141.244 143.253
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -435.656 -376.150
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 25.097 33.267
- Auszahlungen für Investition in das Finanzanlagevermögen -47.030 -80.869
+ Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 219.820 0
+ Erhaltene Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 20.419 11.955
+ erhaltene Zinsen 14.333 10.378
+ erhaltene Dividenden 707 2.048
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -69.768 -274.607
+/- Kapitalanteile der Kommanditisten 0 -900
- Zahlungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens -115.461 -98.637
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 57.132 6.383
- Auszahlung aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -70.474 -131.006
- Gezahlte Zinsen -16.125 -11.278
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -144.928 -235.438
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -45.313 176.779
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes -5.541 5.294
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -15.892 0
+ Finanzmittelbestand am 01.01. 1.360.478 1.178.405
Finanzmittelbestand am 31.12. * 1.293.732 1.360.478

* Der Finanzmittelbestand setzt sich aus den Posten "sonstige Wertpapiere", "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" sowie Anteile am VWUC-Fonds zusammen.

Entwicklung des Eigenkapitals vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile
Kapitalanteile der Kommanditisten Kapital des stillen Gesellschafters Satzungsmäßige Rücklagen der Vorwerk SE & Co. KG Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Konzerngesamtergebnis Stand 31.12.2021/01.01.2022 26.300 23.950 646.257 11.843
Ergebnisverwendung
Erhöhung/ Herabsetzung der Kapitalanteile
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -100.000
Einstellungen in/ Entnahmen aus Rücklagen 49.738
Währungsumrechnung 20.431
Sonstige Veränderungen
Änderung des Konsolidierungskreises 11.466
Konzernjahresüberschuss
Konzerngesamtergebnis
Stand 31.12.2022 26.300 23.950 595.995 43.740
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernbilanzgewinn Summe
Konzerngesamtergebnis Stand 31.12.2021/01.01.2022 753.820 1.462.170
Ergebnisverwendung
Erhöhung/ Herabsetzung der Kapitalanteile
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -47.756 -147.756
Einstellungen in/ Entnahmen aus Rücklagen -49.738 0
Währungsumrechnung 20.431
Sonstige Veränderungen
Änderung des Konsolidierungskreises 11.466
Konzernjahresüberschuss 45.970 45.970
Konzerngesamtergebnis
Stand 31.12.2022 702.296 1.392.281
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf Nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Summe Summe
Konzerngesamtergebnis Stand 31.12.2021/01.01.2022 10.063 2.373 12.436 1.474.606
Ergebnisverwendung -3.537 -3.537 -3.537
Erhöhung/ Herabsetzung der Kapitalanteile 4.620 4.620 4.620
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -147.756
Einstellungen in/ Entnahmen aus Rücklagen -1.164 1.164 0 0
Währungsumrechnung 20.431
Sonstige Veränderungen
Änderung des Konsolidierungskreises 11.466
Konzernjahresüberschuss -791 -791 45.179
Konzerngesamtergebnis
Stand 31.12.2022 13.519 -791 12.728 1.405.009

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Vorwerk SE & Co. KG, Wuppertal

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Vorwerk SE & Co. KG, Wuppertal, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Vorwerk SE & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den Bericht über das 139. Geschäftsjahr - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 15. März 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Uwe Rittmann, Wirtschaftsprüfer

Heike Böhle, Wirtschaftsprüferin

Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 28.04.2023 gebilligt.

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