Pure Search Germany GmbH
Selbe AdresseVermittlung von Arbeitskräften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Harold Alain René Pradal seit 16.2.2026 | Geschäftsführer |
Michael Hermann Dollak seit 16.1.2026 | Geschäftsführer |
Michael O´Connell Bailey seit 13.12.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
BSI Group Deutschland GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BSI Group Deutschland GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtGrundlagen des Unternehmens Die BSI Group Deutschland GmbH (BSI) ist ein von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkks) akkreditiertes, unabhängiges Unternehmen im Konzern der British Standards Institution (Royal Charter) und bietet Zertifizierungs- und Verifizierungsdienstleistungen für Managementsysteme an. Das Unternehmen ist weiterhin eine von der Deutschen Akkreditierungsstelle für Umweltgutachter zugelassene Umweltgutachterorganisation. Die Geschäftsbereiche sind in Systemzertifizierung, der Vertrieb von Produktzertifizierungen und Training (Schulungen) zu untergliedern und zu trennen. Die Geschäftstätigkeit erstreckt sich im Wesentlichen auf Mobility, Nachhaltigkeit und Regulatory Services. BSI begutachtet hierbei unabhängig und neutral, ob Unternehmen durch Einhaltung der Vorschriften und Regeln der Technik eingehalten, normen- bzw. verordnungskonform handeln und getroffene Vereinbarungen einhalten sowie über Ihre Leistung in angemessener Form vollständig und korrekt berichten. Hierzu werden fest angestellte, als auch freiberuflich tätige Auditoren eingesetzt. Diese Auditoren werden durch regelmäßige Pflichtschulungen und Weiterbildungsmaßnahmen auf Ihre Kompetenz überprüft, um die hohen Qualitätsstandards und -ansprüche von BSI aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus besteht ein wirksames System zur Sicherstellung der Kompetenz die regelmäßig durch Peeraudits überprüft wird. Die Audits werden zum Großteil in Deutschland, der Schweiz und in Österreich durchgeführt. Insbesondere SMEs aber auch internationale Konzerne profitieren von dem weiten Netzwerk von BSI, welches durch die Konzernmutter und die vielen Schwestergesellschaften abgebildet ist. Durch die Wachstumsambitionen der BSI spielt die Gesamtleistung und Umsatzrendite einen wesentlichen finanziellen Leistungsindikator. Aber auch die Eigenkapitalrendite und das EBITDA werden als weitere finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen In ihrem Hauptzielmarkt Deutschland, Zertifizierung für Managementsysteme, ist BSI spezialisiert auf bestimmte Industriebereiche, kann aber durch die breite Produktpalette und Konzerneingliederung agil auf Marktbewegungen reagieren. Die persönliche Betreuung der Kunden ist Grundlage für die hohe Kundenzufriedenheit. BSI investiert weiter in Ressourcen und Personal, um weiterhin den deutschen Marktanforderungen zu begegnen. Insbesondere liegt der Fokus hierbei auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung, welche unter anderem Zertifizierungsleistungen für CO 2 -Neutralität, Ressourceneffizienz, sowie soziale und ökonomische Sicherheit und Informationssicherheit beinhalten. Der Markt für Zertifizierungen hat sich seit der Pandemie und damit voranschreitende Digitalisierung stark gewandelt. Gerade im Hinblick auf die Möglichkeit der digitalen Erbringung der Dienstleistung bzw. einer hybriden Erbringung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands hat sich im Jahr 2022, trotz hoher Inflation und dem Krieg in der Ukraine weiter positiv entwickelt und liegt preisbereinigt 1,8% über dem Vorjahr. 1 Der Ausblick auf die Jahre 2023 und 2024 verzeichnet aktuell ein leichtes prognostiziertes Wachstum von -0,5% bzw. 1,2%.2 Der Mobility Sektor (insbesondere Automobil) hat sich im Kalenderjahr 2022 nach der Erholung im Vorjahr weiter erholt und liegt mit EUR 506 Mrd. sogar weit über dem Umsatz von 2019 (EUR 436 Mrd.), wobei etwa EUR 154 Mrd. auf den deutschen Markt entfielen. 3 Ebenso verzeichnete der Umsatz der deutschen Maschinenbauer einen Zuwachs im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere in den Bereichen Antriebstechnik und Werkzeugmaschinen wurden EUR 21 Mrd. bzw. EUR 20 Mrd. Umsatz erzielt.4 Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt den deutschen Gesamtmarkt zunehmend, was die Nachfrage nach entsprechenden Zertifizierungen wachsen lässt. Zum einen werden Unternehmen durch erhöhte und neue Auflagen dazu angehalten nachhaltig zu wirtschaften, aber auch der Endverbraucher spiegelt mit seiner Bereitschaft, für nachhaltige Produkte mehr zu bezahlen, diese Entwicklung wider. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 ist trotz der externen Faktoren hinsichtlich des Geschäftsverlaufs positiv zu bewerten. Die Effekte der Verschmelzung ausgeklammert, konnten die Erwartungen aus 2021 nach einem leicht rückläufigen Q1 mit Q2-4 übertroffen werden. Insbesondere das Luftfahrgeschäft, durch die Verschmelzung der AirCert GmbH, trug zu einem höheren Umsatzvolumen bei. Die Gesamtleistung hat sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 14.790 (VJ: TEUR 12.750) gesteigert. Insbesondere der Geschäftsbereich Mobility ist dabei gewachsen. Die Umsatzrendite hat sich gegenüber dem Vorjahr im Geschäftsjahr 2022 auf -1,1% verschlechtert (VJ: 4,6%). Hierbei stellt sich der Verschmelzungsverlust aus der Verschmelzung der AirCert GmbH als maßgeblicher Grund heraus. Die gesteigerte Gesamtleistung in Höhe von TEUR 14.790, ein Plus von 16%, gegenüber dem Vorjahr (VJ: TEUR 12.750) konnte diesen Verlust im Endergebnis nicht vollständig kompensieren. Das EBITDA hat sich entsprechend auf TEUR -148 verschlechtert (VJ: TEUR 633). Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf TEUR -161 (VJ: TEUR 581). Dadurch lag die Eigenkapitalrendite bei -4% und hat sich deutlich zum Vorjahr (VJ: 13%) verändert. Die Kundenbasis blieb im Geschäftsjahr 2022 nahezu konstant, jedoch mit teilweise größerem, individuellem Volumen. Insbesondere im Bereich der Aerospace und Automotive Industrie konnten hier Zugewinne verzeichnet werden. BSI hat im Herbst des Geschäftsjahres 2022 alle seine Akkreditierungen durch die DAkks bestätigt bekommen. Interne Audits, vorgegeben durch konzerninterne Vorgaben, in sämtlichen 1 https://de.statista.com/themen/26/bip/ 2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/73769/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-indeutschland/ 3 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/160479/umfrage/umsatz-der-deutschen-automobilindustrie/ 4 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/173637/umfrage/branchenumsatz-des-maschinenbaus-indeutschland-nach-sektoren/ 5 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/181353/umfrage/erhoehte-ausgabebereitschaft-fuerumweltfreundliche-produkte/ Geschäftsbereichen wurden erfolgreich absolviert. Abweichungen und Verbesserungspotentiale werden durch das unternehmensinterne Compliancesystem nachverfolgt. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist aktuell als stabil anzusehen. Durch den Ukrainekrieg und der hohen Inflation zeichnet sich zum einen ein starker Preisdruck in einzelnen Geschäftsbereichen ab. Für BSI gilt es daher mit kontinuierlichen Investitionen in die Fokussektoren und Portfolios fortzufahren, als Basis für weiteres Wachstum. a. Ertragslage Die wesentlichen Ergebnisquellen der BSI stellen die langfristigen Verträge mit unseren Kunden in der System- und Produktzertifizierung dar. Durch den Gewinn neuer Großkunden konnte diese Ertragsquelle weiter ausgebaut und gefestigt werden. Im Rahmen einer Portfoliobereinigung hat sich BSI in Deutschland aus den jeweiligen Sektoren zurückgezogen. Nach einem Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2021 konnte im Geschäftsjahr 2022 die Gesamtleistung mit TEUR 14.790 oder 16% über dem Vorjahr (VJ: TEUR 12.750) erneut gesteigert werden. Dies ist vor allem auf die erhöhte Anzahl der durchgeführten Audits zurückzuführen, aber auch auf die durchgeführten Schulungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen leicht unter Vorjahresniveau bei TEUR 384 (VJ: TEUR 496). Hierbei waren die Erträge aus Währungsumrechnung ausschlaggebend. Die Bestandsveränderung in Arbeit befindlicher Aufträge hat sich, durch das erhöhte Geschäftsvolumen, um TEUR 629 auf TEUR 637 erhöht (VJ: TEUR 8). Der Materialaufwand hat sich entsprechend den Umsätzen erhöht und liegt mit TEUR 5.093 41% über dem Vorjahr (VJ: TEUR 3.604). Dies resultierte aus den gestiegenen gelieferten Audittagen, die gruppenintern oder durch Zulieferer erbracht wurden. Durch im Geschäftsjahr 2021 neu gewonnene Großkunden und der Verschmelzung der AirCert GmbH wurden mehr Audits im Bereich Mobility und Aerospace geliefert. Die Personalstruktur konnte im Geschäftsjahr 2022 auf das erhöhte Geschäftsvolumen angepasst werden. Bedingt durch Neueinstellungen in den jeweiligen Geschäftsbereichen erhöhte sich der Personalaufwand entsprechend auf TEUR 6.463 oder +8% gegenüber dem Vorjahr (VJ: TEUR 5.989). Die Abschreibungsquote (Abschreibungen dividiert mit den Gesamtaufwendungen) ist entsprechend der gestiegenen Gesamtleistung auf 0,2% weiter gesunken (VJ: 0,3%). Dabei ist die absolute Höhe der Abschreibungen leicht auf TEUR 26 gesunken (VJ: TEUR 46). Dies ist vor allem auf die Strategie zurückzuführen, wobei BSI fast ausschließlich auf das Homeoffice Model zurückgegriffen hat. Weitere Investitionen in die Büroräumlichkeiten werden verschoben bzw. der "New Work" Strategie angepasst. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund des Verschmelzungsverlustes auf TEUR 3.766 gestiegen (VJ: TEUR 3.021), eine Veränderung i.H.v. 25%. Während die Intercompany Kosten rückläufig waren, erhöhten sich die Reisekosten leicht. Insgesamt waren die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf Vorjahresniveau bzw. leicht rückläufig. Ursache des Kostenanstiegs war der Sondereffekt der Verschmelzung mit der AirCert GmbH. Erträge aus Beteiligungen wurden im Geschäftsjahr 2022 nicht erzielt (VJ: TEUR 0). Das Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2022 ist mit TEUR 20 über dem Vorjahr (VJ: TEUR 2). Insgesamt war ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -161 zu verzeichnen. Der Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR -161 wurde durch die Kapitalrücklage gedeckt und auf neue Rechnung vorgetragen. b. Finanzlage Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet Verbindlichkeiten stets innerhalb der gesetzten Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Hierzu hat die BSI verschiedene Prozesse eingeführt, um Zahlungsausfälle zu reduzieren. Die Forderungen und liquiden Mittel konnten aufgrund des erhöhten Geschäftsaufkommens verbessert werden. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Finanzierung des operativen Geschäfts erfolgt ausschließlich über Eigenfinanzierung. Für den Fall, dass dies nicht ausreichend ist, besteht die Möglichkeit kurzfristig finanzielle Mittel über die BSI-Gruppe zu organisieren. Aktuell besteht ein Darlehen an den Mutterkonzern i.H.v. TEUR 1.000, das ebenfalls kurzfristig zurückgefordert werden kann. Die Liquiden Mittel sind im Geschäftsjahr 2022 leicht von TEUR 887 auf TEUR 604 gesunken. Die Liquidität der Gesellschaft ist somit weiterhin als ausreichend anzusehen. Investitionen in die Büroräumlichkeiten wurden aufgrund der Pandemie und der sich dadurch entwickelnden Strategie der BSI-Gruppe aufgeschoben. c. Vermögenslage Die Vermögenslage der BSI hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 7.355 leicht erhöht (VJ: TEUR 7.307). Dies ist insbesondere auf die Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zurückzuführen, wobei die Finanzanlagen durch die Verschmelzung bereinigt wurden. Die Sachanlagen bleiben im Geschäftsjahr 2022 mit TEUR 59 auf ähnlichem Niveau zum Vorjahr (VJ: TEUR 38). Die Finanzanlagen, Beteiligung an einer Tochtergesellschaft (100%), sind aufgrund der Verschmelzung TEUR 0 (VJ: TEUR 1.294). Die unfertigen Leistungen mit TEUR 2.210 liegen stichtagsbedingt über dem Vorjahresniveau (VJ: TEUR 1.574). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des erhöhten Geschäftsaufkommens um TEUR 334 auf TEUR 1.728 (VJ: TEUR 1.394) gestiegen. Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2021 mit TEUR 1.639 zum Vorjahr gestiegen (VJ: TEUR 993). Ursächlich hierfür waren globale Kundenverträge, die über Deutschland geliefert wurden. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind auf TEUR 1.072 (VJ: TEUR 1.117) leicht gesunken. Die Forderungen und liquiden Mittel übersteigen damit die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich im Geschäftsjahr 2022 mit TEUR 176 leicht erhöht (VJ: TEUR 171). Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 752 auf TEUR 872 gesunken (VJ: TEUR 1.624). Hierbei handelt es hauptsächlich um Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, die reduziert wurden. Damit sind auch die Rückstellungen insgesamt im Geschäftsjahr 2022 um TEUR 706 auf TEUR 1.090 gesunken (VJ: TEUR 1.796). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr 2022 mit TEUR 83 unter Vorjahresniveau (VJ: TEUR 214). Die Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen haben sich auf TEUR 1.668 (VJ: TEUR 624) erhöht. Auch hier sind globale Kundenverträge ausschlaggebend für die Veränderung. Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen mit TEUR 184 etwas unter dem Vorjahr (VJ: TEUR 201). Damit sind die Verbindlichkeiten insgesamt mit TEUR 1.936 im Geschäftsjahr 2022 (VJ: TEUR 1.039), durch die Verbindlichkeiten ggü. Verbundenen Unternehmen, angestiegen. Aufgrund der Verschmelzung der AirCert GmbH im Geschäftsjahr 2022 hat sich die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr leicht auf 57% verschlechtert (VJ: 59%). 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden unter anderem die Kennzahlen Umsatzrendite, Eigenkapitalrendite und Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) herangezogen.
5. Gesamtaussage Die wirtschaftliche Lage hat sich mit dem Jahr 2022 deutlich gegenüber den Vorjahren verbessert. Dies unter der Ausklammerung des Sondereffekts der Verschmelzung. Eine solide Auftragslage gepaart mit einer agilen Reaktionsmöglichkeit auf kurzfristige Erhöhungen oder Verringerungen des Geschäftsaufkommens sind hierbei maßgeblich. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Verlauf des Geschäftsjahres als positiv. III. Prognosebericht Für das Jahr 2023 wird eine im Vergleich zum Vorjahr leicht steigende Umsatzrendite erwartet. Die Erhöhung ist vorrangig auf den weiteren Geschäftsausbau und die Realisierung der Personalinvestitionen zurückzuführen. Insbesondere wird erwartet, dass sich die Gesamtleistung ggü. dem Vorjahr weiter erhöht. Dies ist hauptsächlich auf das angestrebte Neugeschäft und Kundenbindungsmaßnahmen bei Bestandskunden zurückzuführen. Durch die prognostizierte erhöhte Inflation in Deutschland auf 5,1% 6 wird auch mit höheren Kosten im Geschäftsjahr 2023 gerechnet, insbesondere im gesamten Personalbereich aber auch den bezogenen Leistungen. Durch Preisanpassungen im Jahr 2023 kann dem bedingt entgegengewirkt werden. Des Weiteren wurde eine weitere strategische Bereinigung des Produktportfolios beschlossen. Dies bedeutet, dass sich die BSI in Deutschland auf seine Kernindustrien und strategischen Ziele konzentriert. Dadurch wird eine weitere Steigerung der Effizienz und Produktivität erwartet. 6 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1300572/umfrage/prognose-zur-entwicklung-derinflationsrate-imk/ Nach der Verschmelzung im Geschäftsjahr 2022, der erhöhten zu erwartenden Gesamtleistung und des dadurch im Vergleich zum Vorjahr erwartenden leicht steigenden EBITDA und folglich des leicht steigenden Jahresergebnisses, wird eine steigende Eigenkapitalrendite zum Geschäftsjahr 2023 erwartet. IV. Chancen- und Risikobericht BSI bewertet regelmäßig Chancen und Risiken durch Marktbeobachtung und quartalsweisen Berichten der Konzerngruppe. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass sowohl innerdeutsche Risiken, aber auch europäische Entwicklungen, insbesondere bei internationalen Kunden, maßgeblich für die Einschätzung der Chancen und Risiken sind. Um diesen externen Faktoren zu begegnen hat BSI sowohl auf Konzernebene als auch lokal Überwachungsfunktionen und Standardprozesse etabliert. Insbesondere interne Audits und die konzernweite Stärkung des Personals sind hierbei hervorzuheben. Dadurch wird zum einen eine Sicherstellung der Auditqualität, als auch der Geschäftsfortführung gewährleistet. 1. Chancen Die weltweite Nachfrage nach Zertifizierungen ist konstant hoch. In den Fokusindustrien der BSI werden verstärkt Zertifizierungen als Eintrittsbarriere für Zulieferer und Marktteilnehmer vorausgesetzt. Dies ist ungeachtet der aktuell eher zurückhaltenden Prognosen für ein Wirtschaftswachstum 2023. Im Bereich Mobility, unter welchen auch die gesamte Automobilbranche zählt, wird zum einen der Standard IATF, aber auch TISAX stärker angefragt werden. Insbesondere der auf Informationssicherheit in der Automobilindustrie ausgelegte Standard TISAX bietet BSI eine weitere Wachstumsperspektive auf globaler Ebene. Eine weitere strategische Chance bilden die stark im politischem verankerten Nachhaltigkeitsstandards. Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen und CO 2 -Neutralität stehen hierbei bei Unternehmen besonders im Fokus, was durch neue EU-Verordnungen und Pflichten zur Berichtserstattung untermauert wird. Aber auch in hoch regulierten Industrien, zusammenfassend unter dem Begriff "Regulatory Services", wird für die BSI ein strategischer Wachstumsmarkt gesehen. Hierbei bietet die enge Verbundenheit mit der British Standards Institution die Möglichkeit, Kunden weitere Zertifizierungs- und Verifizierungsleistungen, die den Marktzugang im Vereinigten Königreich ermöglichen, über die Konzernmutter anbieten zu können. Der Einsatz von neuen Technologien in der Auditierung bietet die Möglichkeit das strategische Wachstum auch effizient zu gestalten. Insbesondere die Vernetzung bei Vorort und Remote Audits gilt hierbei als große Chance. Standardprozesse können so automatisiert und Zertifizierungen fälschungssicher bestätigt werden. BSI arbeitet hier kontinuierlich an Verbesserungen und Entwicklungen. Durch die internationale Präsenz von BSI haben Kunden die Möglichkeit Zertifizierungen verschiedener Länder zu erwerben. Dieses One-Stop-Shop Prinzip erleichtert die Kauf- und Entscheidungsprozesse von Kunden und ermöglicht effizient in der Planung und Umsetzung globaler Projekte. 2. Risiken Die international wirtschaftlich sehr angespannte Situation kann für BSI mittelfristig zu Umsatzeinbußen führen. Die wirtschaftliche Lage der Kunden ist nicht allein maßgeblich für 7 Zertifizierungen, da diese teilweise Grundvoraussetzung sind, um operativ tätig zu sein. Kunden könnten sich jedoch dazu entscheiden, unkritische Zertifizierungen nicht zu verlängern oder auszusetzen. Dies gilt insbesondere für Investitionen in den Bereich der Schulungen, die aufgrund einer Wirtschaftskrise zurückgefahren werden könnten. Gerade in der Automobilindustrie, welche immer noch mit Lieferengpässen zurechtkommen muss und sich in einem Wandlungsprozess zur EMobilität befindet, ist dies relevant. Weiterhin ist der Krieg in der Ukraine zu nennen. Die dadurch entstehenden ökonomischen Turbulenzen können weiterhin einen negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben. Dies ist vor allem darin begründet, dass Kunden geplante Audits verschieben oder aussetzen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Die Geschäftsführung überwacht etwaige Auswirkungen kontinuierlich. Einen direkten signifikanten Einfluss auf den Geschäftsverlauf 2023 ist bisher nicht erkennbar. BSI begegnet diesem Risiko mit einer agilen Matrixorganisation. Ressourcen können dabei länderübergreifend eingesetzt werden und Entscheidungen schnell durchgesetzt werden. Ebenso bilden die freiberuflichen Auditoren einen Hebel, um auf Rückgänge der Nachfrage reagieren zu können. Ein weiteres Risiko bilden die Marktpreise für Auditleistungen. Gerade bei Branchen, die wirtschaftlich unter Druck geraten sind, sind Verhandlungen über Dienstleistungspreise weiterhin ein wichtiges Thema. Dieser Preiswettbewerb wird auch weiterhin marktbestimmend sein. Der Preisdruck wirkt sich auch auf die von BSI erbrachten Dienstleistungen aus, insbesondere durch die gestiegenen Kosten im Dienstleistungssektor. 7 Eine strengere Rechtsauslegung bezüglich Haftung und Verantwortlichkeiten von Auditoren bildet ein weiteres stetes Risiko. Demzufolge könnten Schadensersatzansprüche gegen die BSI das Umsatzwachstum bremsen. BSI begegnet diesem Risiko mit proaktiver Prozessteuerung und regelmäßigen Schulungen der Mitarbeiter. Das diversifizierte Produktportfolio bildet zudem eine weitere Absicherung gegen dieses Risiko. Forderungsausfälle werden von Seiten der BSI als erhöhtes Risiko eingestuft. Hierbei ist die wirtschaftliche Situation in Deutschland zu nennen und die erhöhte Anzahl an gemeldeten Insolvenzen. Gerade im Zuliefererbereich wird dieses Risiko gesehen, welches zum einen durch verlängerte Zahlungsziele der Endkunden getrieben ist, aber auch durch Lieferengpässe für laufende Produktionen. BSI hat diesbezüglich weitere Prozesse ausgebaut, um Zahlungsausfälle zu minimieren.
Frankfurt am Main, den 27. Oktober 2023 Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine AngabenDie BSI Group Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht (Reg.Nr. 95380). Der vorliegende Jahresabschluss erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und den Vorschriften des des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags / der Satzung. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, den Anhang (einschließlich Anlagespiegel) und den Lagebericht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung/Erläuterungen zur Bilanz und GuVDie zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 11 Jahre) pro rata temporis linear abgeschrieben. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten einschließlich aktivierungspfichtiger Anschaffungsnebenkosten bewertet. Rückdeckungsversicherungen werden mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital bewertet sofern keine Verrechnung mit ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen vorzunehmen ist. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung (1% der offenen Forderungen) ausreichend Rechnung getragen worden. Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Pensionsrückstellungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Weitere langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Die Umrechnung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. bei Fremdwährungsforderungen mit dem am Bilanzstichtag höheren Stichtagskurs (Briefkurs) mit der Folge eines niedrigeren und bei Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Stichtagskurs (Geldkurs) mit der Folge eines höheren Stichtagswerts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Angaben zu einzelnen Posten der BilanzZur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagespiegel verwiesen. Anlagevermögen Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert. Finanzanlagen Die Tochtergesellschaft AirCert GmbH wurde mit Umwandlungsstichtag 01.01.2022 auf die Gesellschaft verschmolzen. Daraus ergab sich ein Verschmelzungsverlust i.H.v. TEUR 1.027. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen Gesellschafter von TEUR 1.021 ausgewiesen (Vorjahr TEUR 1.001) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.639 (Vorjahr TEUR 993) Eigenkapital Das Stammkapital von TEUR 77 ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen werden gemäß einem versicherungsmathematischen Gutachten künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Rentenanpassungen berücksichtigt. Zur Ermittlung der Verpflichtungen werden die Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck (Heubeck-Richttafeln 2018 G) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt: Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB): 1,78 % (Vorjahr: 1,87%) Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen: 0,00 % (Vorjahr: 0,00%) Erwartete Rentensteigerungen: 1,50 % (Vorjahr 1,50 €) Die Rückstellung mit dem 7-Jahresdurchschnitt (1,45%) (Vorjahr: 1,35%) beträgt am 31.12.2022: TEUR 187 (Vorjahr TEUR 190) Die Höhe der Ausschüttungssperre am 31.12.2021 beträgt: TEUR 11 (Vorjahr TEUR 18) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellung für Schwerbehindertenabgabe, Abfindungen sowie und in diesem Zusammenhang entstandene Rechtsanwaltskosten, noch nicht erhaltene Eingangsrechnungen und Bonus und Jahresvergütungen. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 624 auf TEUR 1.668 erhöht. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 2 HGB angesetzt. Gewinn und VerlustrechnungDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Schadenersatzleistungen (Sttornogebühren) in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 0) Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen TEUR 258 (VJ: TEUR 244). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist der Verlust aus der Verschmelzung in Höhe von TEUR 1.027 enthalten. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen TEUR 248 (VJ: TEUR 206) Das Geschäftsjahr zum 31.12.2022 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 161 ab. Nach Verrechnung mit dem Verlustvortrag des Vorjahres (TEUR 9.129) verbleibt ein Bilanzverlust in Höhe von TEUR 9.291. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von TEUR 9.291 auf neue Rechnung vorzuragen. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Der Mietvertrag über die Büroflächen, Lagerflächen und Stellplätze in Frankfurt am Main, Hanauer Landstrasse 115 wurde bis zum 31.12.2023 verlängert (feste Laufzeit). Die monatliche Miete ohne Nebenkosten beträgt TEUR 15. Somit ergibt sich zum Bilanzstichtag eine Verpflichtung in Höhe von TEUR 180. Zum 31.12.2022 bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEU 202. Gegenstand der Leasingverträge sind hauptsächlich PKW und Drucker. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse Arbeitnehmer Am Bilanzstichtag waren im Unternehmen durchschnittlich 70 (VJ 65) Mitarbeiter beschäftigt. Gesamtbezüge Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betragen TEUR 404 (Vorjahr TEUR 398). Geschäftsführer der Gesellschaft: - Dr. Tatiana Schmollack-Tarasova - einzelvertretungsberechtigt Ausgeübter Beruf: Assurance Director Manager - Susan Charlotte Taylor - einzelvertretungsberechtigt Ausgeübter Beruf: Chief Executive Officer BSI - Dr. Rainer Feld - gesamtvertretungsberechtigt Ausgeübter Beruf: Technical & Compliance Manager - Dénelise L' Ecluse - einzelvertretungsberechtigt (nicht mehr Geschäftsführerin seit 01.05.2022) Ausgeübter Beruf: Assurance Director Continental Europe Konzernzugehörigkeit Alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft ist die BSI Group Assurance Limited mit Sitz in UK. Die BSI Group Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der British Standards Institution (Royal Charter Company) mit Sitz in UK einbezogen, welche mittelbar an der BSI Group Deutschland beteiligt ist. Vorgänge von besonderer Bedeutung Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor. Unterschrift gem. § 245 HGB
Frankfurt am Main, den 27.10.2023 BSI Group Deutschland GmbH Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BSI Group Deutschland GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BSI Group Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BSI Group Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten 2 BSI Group Deutschland GmbH - 2022/13609 Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend BSI Group Deutschland GmbH - 2022/13609 3 darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. 4 BSI Group Deutschland GmbH - 2022/13609 • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 1. Dezember 2023 Grant
Thornton AG
Maximilian Meyer zu Schwabedissen, Wirtschaftsprüfer Fabian Kuhn, Wirtschaftsprüfer Anlagenspiegel (brutto)
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 30.11.2023. |
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