Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 251861
Vorher
Chiltern International GmbHCovance Clinical Development GmbHLabcorp Clinical Development GmbH
Eingetragen
19.8.2003
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Beratung von Unternehmen, die sich mit klinischen Forschungsprojekten beschäftigen sowie die Durchführung wissenschaftlicher Forschungen im Bereich Pharmazie/Medizin/Biologie im Kundenauftrag. Dies beinhaltet, ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein, angewandte vorklinische Grundlagenforschung sowie klinische Forschung und Prüfung. Zudem sind auch notwendige unterstützende Maßnahmen hinsichtlich der Zulassung und Registrierung, vorwiegend in Deutschland und in anderen Ländern der Europäischen Union, vom Gegenstand des Unternehmens mit umfasst. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens das Halten und Verwalten von Beteiligungen und die Ausübung konzernleitender Holdingfunktionen sowie die Erbringung von Serviceleistungen aller Art gegenüber Gruppengesellschaften. Die Gesellschaft betreibt keine genehmigungspflichtigen Geschäfte nach dem Kreditwesen-, dem Rechts- oder Steuerberatungsgeschäft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jill McConnell
seit 11.9.2023
Geschäftsführer
David Cooper
seit 11.9.2023
Geschäftsführer
Andreas Dr. Schäfer
seit 28.12.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Fortrea UK Holdings LimitedGBR
87.17%
Theorem Clinical Research Holdings B.V.NLD
12.83%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Fortrea UK Holdings Limited
United Kingdom
75.600 €
87.17%
Theorem Clinical Research Holdings B.V.
Netherlands
11.129 €
12.83%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fortrea Germany GmbH (vormals: Labcorp Clinical Development GmbH)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlage des Unternehmens

Die Fortrea Germany GmbH (vormals Labcorp Clinical Development GmbH) ist eine direkte Tochtergesellschaft der Fortrea UK Holdings Ltd., Maidenhead, Großbritannien (87,168 %) (vormals: LABCORP UK HOLDINGS, LTD., London, Großbritannien) und der Theorem Clinical Research Holdings B.V., Maastricht, Niederlanden (12,832%).

Am 30. Juni 2023 um 23:59 Uhr schloss die Fortrea Holdings Inc., ein weltweit führendes Auftragsforschungsunternehmen (CRO), seine zuvor angekündigte Ausgliederung von Laboratory Corporation of America Holdings ab und ist nun als unabhängiges börsennotiertes Unternehmen an der Nasdaq stock exchange gelistet (FTRE).

Weitere Informationen sind auf der Website von Fortrea verfügbar:

https://ir.fortrea.com/news-releases/news-release-details/fortrea-launches-leading-global-contract-research-organization

Nach der Ausgliederung ist die oberste Muttergesellschaft die Fortrea Holdings Inc. Durham, North Carolina, USA. Das Mutterunternehmen vor der Ausgliederung war die Laboratory Corporation of America Holdings, Burlington, North Carolina, USA.

Aufgrund der geplanten Ausgliederung aus der Labcorp-Gruppe wurde das Unternehmen am 20. April 2023 in Fortrea Germany GmbH ("Fortrea GmbH") umbenannt.

Das Unternehmen bietet weiterhin klinische Entwicklungsdienstleistungen für die internationale Pharmaindustrie an und ist Teil einer globalen Organisation für Arzneimittelentwicklung. Die Umsätze werden hauptsächlich aus gemeinsamen Entwicklungsprojekten mit verbundenen Unternehmen, auf Basis einer Cost Plus 10 % Vereinbarung generiert.

Fortrea GmbH führt auch Studien in eigenem Namen und für eigene Rechnung aus, soweit sie von pharmazeutischen Unternehmen unmittelbar beauftragt wird.

Die Erbringung von klinischen Entwicklungsdienstleistungen zur Erfüllung der vertraglichen Vereinbarungen beinhaltet das operative Personal des Unternehmens, Fachwissen im Projektmanagement für klinische Studien bereitstellt. Das operative Personal wird durch Nebenfunktionen des Konzerns wie Einkauf, Personal, IT und Finanzen unterstützt. Das Unternehmen ist an keiner Herstellungs- oder Produktionstätigkeit beteiligt.

Abgesehen von den Dienstleistungen der Arzneimittelentwicklung für seine Kunden führt das Unternehmen keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch.

B. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Am 11. März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation COVID 19 zur Pandemie, was dazu führte, dass viele Länder, darunter auch Deutschland, strenge Beschränkungen einführten. Daher haben Forschungsstandorte, obwohl sie in Betrieb blieben, strengere Vorschriften eingeführt, was in einigen Fällen den Zugang unserer Mitarbeiter zu diesen Standorten einschränkte. Soweit möglich, haben unsere Mitarbeiter ihre erforderlichen Aktivitäten in virtuellen Meetings durchgeführt. Dadurch wurde sichergestellt, dass die Auswirkungen von COVID 19 so weit wie möglich minimiert wurden.

Am 5. Mai 2023 bestätigte die Weltgesundheitsorganisation, dass COVID 19 nicht mehr die Kriterien einer Pandemie erfüllt und daher nicht mehr als globaler Notfall eingestuft wird.

Die Marktaussichten blieben auch im Jahr 2023 vielversprechend; der Markt für klinische Forschungsdienstleistungen (CRO) ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen.

Die Größe des europäischen CRO-Dienstleistungsmarktes wurde für das Jahr 2023 mit 23,04 Mrd. USD geschätzt. Es wird erwartet, dass der Markt bis 2034 auf 44,49 Mrd. USD wächst und im Prognosezeitraum eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 6,8 % aufweist.

Insbesondere für Deutschland wird im Prognosezeitraum aufgrund der steigenden Nachfrage nach effektiven CRO-Dienstleistungen die höchste CAGR erwartet. Denn Deutschland bietet eine lebendige und breit gefächerte Auftragsforschungslandschaft. Darüber hinaus ist Deutschland für seine exzellente akademische und klinische Forschung bekannt und gilt in Bezug auf eine Reihe von durchgeführten klinischen Studien als Europas führendes Land. CROs in Deutschland bieten Expertise in der klinischen Forschung und Entwicklung und werden damit zu strategischen Partnern für die biopharmazeutischen Unternehmen für den gesamten Entwicklungsverlauf.

(Quelle: www.marketresearchfuture.com/reports/europe-cro-market-12633)

b. Geschäftsverlauf

Insgesamt ist die Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 sowie die aktuelle Entwicklung als positiv zu sehen. Die Fortrea GmbH nutzte weiterhin die Synergien, die aufgrund der im Jahr 2019 erfolgten Verschmelzung der Covance Clinical und Periapproval Services GmbH auf die Labcorp Clinical Development GmbH (vormals: Covance Clinical Development GmbH) entstanden sind.

Die Geschäftsentwicklung der Fortrea GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr stabil. Sowohl die Umsatzerlöse des Jahres 2023 mit insgesamt TEUR 43.182 als auch die laufenden Kosten in Höhe von TEUR 41.273 sind leicht angestiegen, halten sich aber insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres. Das Unternehmen ist weiterhin profitabel und stabil und hilft der Gruppe, ihre wettbewerbsfähige Marktposition zu behaupten.

c. Lage

i. Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern ist um 18,19% im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 3.594 gestiegen (Vorjahr: TEUR 3.040). Dies ist auf eine leichte Erhöhung der Umsätze und eine deutliche Reduzierung der Zinsaufwendungen für Steuerzahlungen und Pensionen zurückzuführen. Im Jahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 2.026 erzielt, was einem Rückgang von TEUR 972 zum Jahresüberschuss von TEUR 2.997 im Vorjahr entspricht. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen aus Ertragsteuern (+ TEUR 1.508).

Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,34 % auf TEUR 43.182 (Vorjahr: TEUR 42.194) gestiegen. Der Hauptumsatz des Unternehmens wird über eine Cost-Plus-Methode generiert. Die Betriebskosten sind geringfügig um 3,10% auf TEUR 41.273 (Vorjahr: TEUR 40.032) angestiegen, während der Rückgang des Zinsaufwands aus Pensionsrückstellungen zu einem höheren Ergebnis vor Steuern führte. Das Unternehmen hat einige externe Umsätze verbucht, diese sind jedoch rückläufig, da die Gruppe zu stärker zentralisierten Verträgen über die US-Muttergesellschaft übergeht.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 37.638 (Vorjahr: TEUR: 37.019) um 1,67 % gestiegen. Im Durchschnitt ist die Zahl der Mitarbeiter von 423 auf 406 gesunken. Während sich hieraus ein Rückgang der Aufwendungen für Löhne und Gehälter um TEUR 1.153 ergab, sind die Kosten für Pensionen um TEUR 1.348 gestiegen. Der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung lag in diesem Geschäftsjahr mit 87,16 % leicht über dem Vorjahr (87,03 %).

ii. Finanzlage

Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Periodenergebnis 2.025 2.997 -972
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5 29 -24
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 734 -1.227 1.961
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0 -1.308 1.308
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. -10.800 933 -11.733
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. -5.361 -3.123 -2.238
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0 0
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -1.679 -537 -1.142
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.568 60 1.508
+/- Ertragsteuerzahlungen -1.484 -515 -969
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -14.992 -2.691 -12.301
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 0 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -16.964 0 -16.964
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 33.527 2.732 30.795
+ Erhaltene Zinsen 0 118 -118
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 16.563 2.850 13.713
- Gezahlte Zinsen -189 -163 -26
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -189 -163 -26
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.382 -4 1.386
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.347 1.351 -4
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.729 1.347 1.382

Insgesamt ergibt sich ein Zahlungsmittelzufluss in Höhe von TEUR 1.382. Der Finanzmittelfonds von TEUR 2.729 setzt sich aus dem Kassen- und Bankbestand zusammen.

Die Gesellschaft ist ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachgekommen.

Die Gesellschaft finanziert sich hauptsächlich durch die Cost-Plus-Vereinbarung mit dem verbundenen Unternehmen und der Thesaurierung der Jahresergebnisse.

iii. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3,29 % auf TEUR 66.320 (Vorjahr: TEUR 68.579) reduziert. Der Rückgang um TEUR 2.259 war im Wesentlichen auf die Rückzahlung gewährter Darlehen zurückzuführen, teilweise ausgeglichen durch einen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Vermögensgegenständen und der liquiden Mittel.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 380 auf TEUR 2.598 und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 11.814 auf TEUR 21.357 erhöht. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert insbesondere aus gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen. Auch die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 759 auf TEUR 10.728 erhöht.

Die Rückstellungen haben sich um TEUR 456 auf TEUR 19.190 erhöht. Sie setzen sich aus Pensionsrückstellung (TEUR 16.433), Steuerrückstellungen (TEUR 1.685) und sonstigen Rückstellungen (TEUR 1.072) zusammen. Der Anstieg der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Pensionsrückstellungen um TEUR 1.784. Dem gegenüber steht der Rückgang der sonstigen Rückstellung um TEUR 1.050. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme der Rückstellungen für Restrukturierung und Bonuszahlungen.

Durch den erzielten Jahresüberschuss und die Thesaurierung des Vorjahresergebnisses hat sich das Eigenkapital um insgesamt TEUR 2.026 erhöht. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 beträgt 60,18 % gegenüber 55,24 % im Vorjahr.

iv. Zusammenfassung

Die Gesellschaft verfügt über eine sehr gute Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Das Eigenkapital betrug zum Berichtsjahresende TEUR 39.910, bei einer Bilanzsumme von TEUR 66.320. Bei Umsatzerlösen von TEUR 43.182 wird ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 3.594 ausgewiesen.

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Verlauf des Geschäftsjahres 2023 als zufriedenstellend.

C. Prognose-, Chancen-, Risikobericht

a. Prognosebericht

Es wird nicht erwartet, dass es aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine zu wesentlichen Auswirkungen auf den Bruttogewinn und das Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2024 kommen wird.

Das Unternehmen ist Teil der Fortrea-Gruppe und am 30. Juni 2023 um 23:59 Uhr schloss Fortrea Holdings Inc, ein weltweit führendes Auftragsforschungsunternehmen (CRO), seine zuvor angekündigte Abspaltung von Laboratory Corporation of America Holdings (Labcorp) ab und wurde ein unabhängiges börsennotiertes Unternehmen, Fortrea Holdings Inc (Nasdaq: FTRE).

Die Abspaltung von Labcorp ermöglicht es der Gruppe, sich auf ihre Kernaktivitäten zu konzentrieren, nämlich die Bereitstellung von CRO-Dienstleistungen für große globale pharmazeutische Unternehmen. Die Fortrea Germany GmbH wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, den Erfolg und das zukünftige Wachstum der Gruppe sicherzustellen

Im Jahr 2023 und nach der Abspaltung überprüfte die Gruppe ihre Verrechnungspreispolitik und reduzierte ihren globalen Aufschlag von 10 % auf 7,5 % von Januar bis Juni und 6,5 % von Juli bis Dezember, mit einem Jahresdurchschnitt von 7 % für das Unternehmen. Das Unternehmen überprüfte auch seine Belegschaft, um sicherzustellen, dass es sich auf seine Kerndienstleistungen konzentrieren kann, und reduzierte seine Belegschaft von 423 auf durchschnittlich 406. Die Umstrukturierung der Belegschaft setzte sich in 2024 fort, wobei die durchschnittliche Mitarbeiterzahl zum Jahresende bei 367 lag. Weitere Personalreduzierungen werden sich im Jahr 2025 fortsetzen, während das Unternehmen und die Gruppe ihre Position als unabhängiger CRO festigen wird.

Während der Jahre 2024 und 2025 hat das Unternehmen seine Fremdvergabe erhöht, als Teil der Bestrebungen der Gruppe, durch ihre globale Präsenz neue Möglichkeiten zu erschließen. Das Unternehmen ist zuversichtlich, dass der Ansatz zur Generierung externer Einnahmen dem Unternehmen und der Gruppe helfen wird, die prognostizierte Umsatzsteigerung von 1-3 % für 2024 zu erreichen. Allerdings wird erwartet, dass aufgrund der Auswirkungen der Umstrukturierungskosten in den Jahren 2024 und 2025 der Gewinn vor Steuern im Jahresvergleich relativ stabil bleiben wird.

b. Risikobericht

i. Risikomanagement

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der Muttergesellschaft Fortrea Holdings Inc. integriert. Dazu gehören ein "Krisenreaktionsmanagementplan" sowie ein detaillierter "Betriebskontinuitätsplan" für alle wesentlichen Bereiche, die jährlich überprüft und angepasst werden. Neben der monatlichen Finanzberichterstattung nach US-GAAP finden monatliche Abteilungs- und Gruppensitzungen statt. Diese Sitzungen dienen dazu, projektbezogene Ziele zu setzen, die Alternativen zu diskutieren, zu analysieren und festzulegen ("Business Review Meeting" und "Monthly Operating Steering Committee").

ii. Risiken

Es bestehen Risiken und Unsicherheiten, die für die Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens relevant sind und die zukünftige Leistung beeinflussen können. Das Unternehmen wendet eine Reihe von Managementrichtlinien und -praktiken an, um diese Risiken zu mindern und negative Auswirkungen auf die Geschäftsleistung zu begrenzen.

Das Unternehmen ist dem Marktrisiko der Branche sowie weiteren globalen Wirtschaftsfaktoren ausgesetzt. Das Unternehmen versucht, diese Risiken mit seiner Muttergesellschaft durch die Einholung von Markt- und Wirtschaftsinformationen und die Anwendung geeigneter kaufmännischer und vertraglicher Methoden im Umgang mit Kunden und Lieferanten zu steuern.

Ein schwerwiegender Betriebsausfall, der dazu führt, dass einem Kunden falsche Informationen zu klinischen Studien vorgelegt werden, kann den Ruf des Unternehmens erheblich schädigen, was für die Gewinnung neuer Geschäfte entscheidend ist. Das Unternehmen legt großen Wert auf die Aufrechterhaltung betrieblicher Prozesse und Kontrollen, um sicherzustellen, dass das Risiko von Betriebsausfällen verringert wird.

Die Zinsbedingungen der Darlehensverträge der Gesellschaft sind größtenteils an das Marktzinsumfeld gekoppelt, sodass die Gesellschaft Zinsänderungsrisiken unterliegt. Die Änderungen können sich positiv oder negativ auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

c. Chancenbericht

Das Unternehmen legt großen Wert auf Schulungen, die Einstellung geeigneter Mitarbeiter und die Aufrechterhaltung betrieblicher Prozesse und Kontrollen, um sicherzustellen, dass das Risiko von Betriebsausfällen verringert wird.

Das Liquiditätsrisikomanagement der Gesellschaft, das von der Global-Treasury-Funktion durchgeführt wird, stellt sicher, dass ausreichende Mittel für Refinanzierungsgeschäfte und geplante Expansionen zur Verfügung stehen.

Die Fortrea-Gruppe ist als einer der Marktführer im Bereich der klinischen Auftragsstudien und unterstützende Dienstleistungen von der Phase I bis Phase IV positioniert. Die Gesellschaft geht davon aus, dass ihr guter Ruf ein Vorteil bei der Gewinnung von Mitarbeitern ist. Darüber hinaus ist das Unternehmen der Ansicht, dass es durch die breite Palette klinischer Studien, an denen es teilnimmt, bestehenden und zukünftigen Mitarbeitern umfassende Erfahrungen bieten kann.

Die o.g. Ausgliederung des klinischen Entwicklungsgeschäfts wurde zum 30. Juni 2023 vollzogen und betraf auch die Fortrea Germany GmbH. Durch die Ausgliederung erhofft sich die Gruppe nachfolgend genannte positive Effekte:

- Nutzung der Wachstumschancen in den klinischen Studien I-IV und Ausbau seiner Führungsposition in den Bereichen Onkologie, Zell- und Gentherapie, seltenen Krankheiten und anderen wachsenden therapeutischen Gebieten.

- Erhöhung der Agilität mit großen Kunden aus der Pharma- und Biotechnologiebranche, um die Kundenbetreuung zu steigern und lebensrettende Therapien voranzutreiben.

- Implementierung einer Kapitalstruktur die darauf zugeschnitten ist, die Wachstumsstrategie zu unterstützen und den Wert für alle Beteiligten zu steigern.

- Investitionen in Fähigkeiten, Technologien, verschiedene Talente und Innovationen, um die Durchführung von Studien zu verbessern und die Kundenbetreuung zu erhöhen.

d. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die im Februar 2022 begonnene militärische Auseinandersetzung in Osteuropa hatte bisher kaum direkte Auswirkungen auf die Branche und unser Unternehmen. Das Management ist sich bewusst, dass das Risiko besteht, dass das Unternehmen durch den militärischen Konflikt negativ beeinflusst wird, da sich die Weltwirtschaft auf die Auswirkungen der umgesetzten Sanktionen einstellt.

Das Management ist daher von der Fortführungsfähigkeit des Unternehmens überzeugt.

 

12. Juni 2025

Jill McConnell, Geschäftsführer

David Cooper, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 27.648.949,94 44.216.787,48
I. Sachanlagen 67.817,40 72.445,11
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.817,40 72.445,11
II. Finanzanlagen 27.581.132,54 44.144.342,37
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 27.579.448,54 44.142.658,37
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.684,00 1.684,00
B. Umlaufvermögen 37.412.963,62 23.078.683,56
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 34.683.081,87 21.730.617,09
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.598.125,79 2.217.524,57
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.356.979,52 9.543.546,70
3. sonstige Vermögensgegenstände 10.727.976,56 9.969.545,82
II. Wertpapiere 1.188,00 1.188,00
1. sonstige Wertpapiere 1.188,00 1.188,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.728.693,75 1.346.878,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.257.887,69 1.283.669,80
Aktiva 66.319.801,25 68.579.140,84

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 39.909.934,14 37.884.413,92
I. Gezeichnetes Kapital 86.729,00 86.729,00
II. Kapitalrücklage 23.538.408,33 23.538.408,33
III. Gewinnvortrag 14.259.276,59 11.262.125,32
IV. Jahresüberschuss 2.025.520,22 2.997.151,27
B. Rückstellungen 19.189.800,89 18.734.105,68
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.433.490,00 14.648.561,00
2. Steuerrückstellungen 1.684.765,53 1.963.410,05
3. sonstige Rückstellungen 1.071.545,36 2.122.134,63
C. Verbindlichkeiten 7.220.066,22 11.960.621,24
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 224.204,32 152.026,76
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 224.204,32 152.026,76
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.364.604,95 10.128.372,80
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.364.604,95 10.128.372,80
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.631.256,95 1.680.221,68
davon aus Steuern 1.069.908,39 697.788,25
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.561.348,56 947.010,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.631.256,95 1.680.221,68
Passiva 66.319.801,25 68.579.140,84

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 43.181.696,13 42.194.181,02
2. sonstige betriebliche Erträge 6.867,37 340.623,74
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 388,73 67.397,11
3. Personalaufwand 37.638.332,06 37.018.898,74
a) Löhne und Gehälter 29.873.865,87 31.026.455,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.764.466,19 5.992.442,95
davon für Altersversorgung 2.541.570,03 1.193.250,09
4. Abschreibungen 4.627,71 28.797,68
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.627,71 28.797,68
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.630.532,51 2.983.853,79
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 741.730,22 234.511,61
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.888.387,32 1.727.679,51
davon aus verbundenen Unternehmen 1.384.453,86 1.679.418,51
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 209.636,78 1.190.793,41
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 77.836,00 655.254,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.568.301,54 59.870,79
9. Ergebnis nach Steuern 2.025.520,22 2.980.269,86
10. sonstige Steuern -16.881,41
11. Jahresüberschuss 2.025.520,22 2.997.151,27

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Fortrea Germany GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 251861

Der Jahresabschluss der Fortrea Germany GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. Handelsgesetzbuch aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsmethoden nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungsdauer beträgt 3 bis 5 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände von 4 bis 10 Jahren linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Ausleihungen zum Nennwert

- Wertpapiere des Anlagevermögens zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und mit ihrem Nennwert angesetzt.

Das Deckungsvermögen für Altersversorgungsverpflichtungen wird zum Marktpreis bewertet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden bis auf die nachfolgende Ausnahme zum Nennwert angesetzt. Bei den unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Versicherungsansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen zur Finanzierung eines Teils der Versorgungsleistungen handelt es sich um leistungskongruente Ansprüche, für die gemäß IDW RH FAB 1.021 ein gleicher Wertansatz auf der Aktiv- und Passivseite für kongruent rückdeckte Zusagen gewählt wurde. Die kongruent rückgedeckten Zusagen wurden nach dem sog. Passivprimat bewertet, d.h. der Versicherungsanspruch wurde in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages der Pensionszusagen angesetzt. Der Bilanzansatz auf der Aktivseite wurde dabei mit dem Wert angesetzt, der sich bei Bewertung der versicherten Leistungen unter Berücksichtigung der Bewertungsparameter und Verfahren aus dem versicherungsmathematischen Gutachten ergibt. Abweichend wurde lediglich die erwartete Renten- und Gehaltsdynamik mit 0,0 % angesetzt.

Der Kassenbestand und die Bankguthaben werden zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (32,975 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck - die eine generationsabhängige Lebensbewertung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gebildet. Sie wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB); der Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurde ein Gehaltstrend von 3,5 % (Vorjahr: 2,0 %), eine Rentensteigerung von 2,2 % (Vorjahr: 2,2 %) und wie im Vorjahr eine Mitarbeiterfluktuation in Abhängigkeit vom Lebensalter der anwartschaftsberichtigen Personen von 0 % (Lebensalter 51 Jahre) bis 8 % (Lebensalter 25 Jahre) berücksichtigt. Das zu verrechnende Deckungsvermögen, welches dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist, wurde mit dem beizulegenden Zeitwert von EUR 670.796,00 mit der Pensionsverpflichtung verrechnet.

Im Rahmen der Erstanwendung der Vorschriften des BilMoG wurde gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB vom Verteilungswahlrecht Gebrauch gemacht. Der Zuführungsbetrag für laufende Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen, der aufgrund geänderter Bewertung zum 1.1.2010 durch das BilMoG entstanden ist (EUR 810.910,00), wird bis zum 31.12.2024 ratierlich angesammelt. Zum 31.12.2023 betragen die in der Bilanz nicht ausgewiesenen Pensionsrückstellungen EUR 54.056,00.

Die Gesellschaft hat eine weitere beitragsorientierte Pensionszusage an Mitarbeiter erteilt. Die Beiträge werden an die Alte Leipziger Unterstützungskasse e.V. im Voraus entrichtet. Laut Alte Leipziger deckt das Deckungsvermögen vollständig die Pensionsverpflichtung zum 31.12.2023 ab, so dass sich nach Verrechnung ein Saldo von EUR 0,00 ergibt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt ein Ansatz zum Barwert. Die Diskontierung wird stichtagsbezogen anhand des von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichten fristkongruenten durchschnittlichen Marktzinses aus den letzten sieben Jahren ermittelt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage 1 zum Anhang).

Finanzanlagen

Von den Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen TEUR 16.450 Darlehensforderungen gegen die Gesellschafterin Fortrea UK Holdings Ltd.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 21.296 (Vorjahr: TEUR 413) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 9.130) aus Zinsforderungen.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 10.458 (Vorjahr: TEUR 9.747) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes (1,82 %) aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes (1,74 %) aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 305.404 (Vorjahr: EUR 1.232.878).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Personalkosten TEUR 741 (Vorjahr: TEUR 850), Restrukturierungskosten TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 836) sowie für ausstehende Rechnungen TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 383).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sind in dem als Anlage 2 zum Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betragen TEUR 43.182 und setzen sich aus den Tätigkeitsbereichen klinische / medizinische Studien und Forschung und der Personalvermittlung zusammen. Die Ausprägung der Umsatzerlöse auf die einzelnen geografischen Märkte stellt sich wie folgt dar:

In TEUR 2023
Deutschland 952
EU 0
Nichteuropäisches Ausland 42.230
43.182

Sonstige betriebliche Erträge

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 341) entfallen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 272) auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 67) auf Erträge aus der Währungsumrechnung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 741 (Vorjahr: TEUR 235) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge beinhalten Zinsen aus Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.384 (Vorjahr: TEUR 1.679).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung und sonstiger Rückstellungen (TEUR 278; Vorjahr: TEUR 264) sowie Erträge aus der Änderung des Abzinsungszinssatzes (TEUR 152) enthalten. Im Vorjahr lagen Aufwendungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes vor (Vorjahr: TEUR 305). Die Wertänderungen des zu verrechnenden Deckungsvermögens (TEUR -48; Vorjahr: TEUR 86) wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Aufwendungen aus der Abzinsung verrechnet.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag beträgt TEUR 1.568 und resultiert zu TEUR 1.537 aus dem Berichtsjahr und zu TEUR 31 aus Gewerbesteueraufwendungen für Vorjahre.

Angaben zu Steueraufwand nach dem Mindeststeuergesetz (§ 285 Nr. 30a HGB)

Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze der entsprechend Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen haben. Die Mindeststeuergesetze wurden zum 28. Dezember 2023 wirksam. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestanden wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag nicht.

Aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen bestehen Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 933. Diese betreffen in Höhe von TEUR 545 das Jahr 2024.

Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Gesamtbezüge wurde unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2023
Arbeiter 0
Angestellt 406
Aushilfen 0
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 406

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren bzw. sind aktuell:

Robert Stewart Pringle, Risborough, Großbritannien, Senior Vice President for Tax and Treasury bei Laboratory Corporation of America Holdings, Burlington, North Carolina, USA (bis 1. Juni 2023)

Glenn Andrew Eisenberg, Charlotte, USA, Executive Vice President und Chief Financial Officer bei Laboratory Corporation of America Holdings, Burlington, North Carolina, USA (bis 1. Juni 2023)

Jill McConnell, Raleigh, USA, Chief Financial Officer bei Fortrea Holdings Inc., Durham, North Carolina, USA (seit 1. Juni 2023)

David Cooper, Raleigh, USA, Chief Administrative Officer bei Fortrea Holdings Inc., Durham, North Carolina, USA (seit 1. Juni 2023)

Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 28.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Fortrea Holdings Inc., Durham, North Carolina, USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss im elektronischen Format in Form des sog. 10-K Annual Filings ist auf der Internetseite der Gesellschaft erhältlich (https://ir.fortrea.com/stock-information/sec-filings).

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Der Krieg in der Ukraine, der im Februar 2022 begann, hatte bisher nur minimale direkte Auswirkungen auf die Branche und unser Unternehmen. Das Management ist sich bewusst, dass das Risiko besteht, dass das Unternehmen durch den Krieg negativ beeinflusst wird, da sich die Weltwirtschaft an die Auswirkungen der umgesetzten Sanktionen anpasst. Der Krieg in Verbindung mit der Erholung der Weltwirtschaft von der COVID-19-Pandemie hat zu einem erheblichen Anstieg der Energiepreise geführt. Die Gruppe treibt die Kosteneffizienz weiter voran, wo sie kann.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 2.025.520,22 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 14.259.276,59 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

12. Juni 2025

Jill McConnell, Geschäftsführerin

David Cooper, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 63.383,01 0,00 0,00 63.383,01
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 615.188,82 0,00 0,00 615.188,82
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 44.142.658,37 16.963.868,57 33.527.078,40 27.579.448,54
2. Wertpapiere des Anlagevemögens 1.684,00 0,00 0,00 1.684,00
44.144.342,37 16.963.868,57 33.527.078,40 27.581.132,54
44.822.914,20 16.963.868,57 33.527.078,40 28.259.704,37
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 63.383,01 0,00 0,00 63.383,01
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 542.743,71 4.627,71 0,00 547.371,42
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevemögens 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
606.126,72 4.627,71 0,00 610.754,43
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.817,40 72.445,11
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 27.579.448,54 44.142.658,37
2. Wertpapiere des Anlagevemögens 1.684,00 1.684,00
27.581.132,54 44.144.342,37
27.648.949,94 44.216.787,48

Verbindlichkeitenspiegel

Gesamtbetrag
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
davon mehr als 5 Jahre
TEUR
VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 224 224 0 0
(Vorjahr) (152) (152) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.365 4.365 0 0
(Vorjahr) (10.129) (10.129) (0) (0)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.631 2.631 0 0
(Vorjahr) (1.680) (1.680) (0) (0)
7.220 7.220 0 0
(11.961) (11.961) (0) (0)

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.06.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fortrea Germany GmbH, München

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Fortrea Germany GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Fortrea Germany GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Augsburg, 12. Juni 2025

Stephan, Wirtschaftsprüfer

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