GUS Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Antonia Schmidt seit 23.4.2026 | Prokura |
Patrick Peick seit 23.4.2026 | Prokura |
Stefan Kleine seit 23.4.2026 | Prokura |
Thomas Seidler seit 23.4.2026 | Geschäftsführer |
Florian Jorga seit 23.4.2026 | Prokura |
Thorsten Schlechtriem seit 18.4.2024 | Geschäftsführer |
Marcel Daun seit 4.5.2023 | Prokura |
Stephan Bartmann seit 22.11.2022 | Prokura |
Joerg Herkenhoff seit 21.5.2021 | Prokura |
Andreas Pannbacker seit 6.11.2009 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Selectio Investment II S.à r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GUS ERP GmbH (vormals: GUS Deutschland GmbH)KölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr Vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021Inhaltsverzeichnis 1 Grundlage des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Steuerungssystem 1.3 Forschung und Entwicklung 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Finanzielle Leistungsindikatoren und Geschäftsverlauf 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Finanzlage 2.3.3 Vermögenslage 2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage 3 Prognosebericht 4 Chancen- und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung 4.1 Risikobericht 4.2 Chancenbericht 4.3 Gesamtaussage 1 Grundlage des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die GUS ERP GmbH (vormals GUS Deutschland GmbH), im folgenden auch GUS genannt, stellt mit der GUS-OS Suite eine webbasierte, prozessorientierte ERP-Unternehmenslösung bereit mit Fokus auf die Prozessindustrie. Durch die klare Branchenspezialisierung bietet die GUS ERP GmbH ganzheitliche Lösungsansätze und Funktionalitäten an, die die entsprechenden regulatorischen Anforderungen vollumfänglich abbilden. Vor dem Hintergrund dieser Expertise zählt die GUS ERP zu den führenden Softwarespezialisten in den Branchen Pharma, Biotechnologie, Medizintechnik, Chemie, Kosmetik, Lebensmittel sowie Kontraktlogistik. Mit Wirkung zum 01.01.2021 wurden die Schwestergesellschaften fimox Software GmbH (im Folgenden "fimox") und dataConnect GmbH (im Folgenden "dataConnect") auf die GUS ERP GmbH verschmolzen. Das Produkt der fimox - die fimox Finanzbuchhaltungs-Software - ist bereits seit vielen Jahren Bestandteil der GUS-Produktpalette und in die GUS-OS Suite integriert. fimox wird seit der Verschmelzung als Marke der GUS ERP geführt. Eine Integration der Vertriebssteuerungslösung "AIS" der dataConnect in die GUS OS-Suite war schon länger angedacht und mit der Verschmelzung wurden die Voraussetzungen hierfür geschaffen. Alle Beschäftigten der beiden Gesellschaften wurden in die GUS ERP GmbH übernommen. Die GUS ERP GmbH ist ein Unternehmen der GUS Group (www.gus-group.com), die ganzheitlich integrierte Software-Lösungen für die Prozessindustrie und Logistik entwickelt und implementiert. Dabei werden die Branchen Pharma, Medizintechnik, Chemie, Kosmetik, Food und Lebensmittelhandel vollumfänglich abgedeckt. Das Produkt-Portfolio der Unternehmensgruppe umfasst dabei den gesamten Business Cycle - von Enterprise Resource Planning (ERP) über Lieferkettensteuerung (SCM), Erzeugerverrechnungssystemen (EVS), Vertriebssteuerung, Pflege der Kundenbeziehungen (CRM), Labor-Informations-Management-Systemen (LIMS), Qualitätsmanagement, Finance/Controlling und Business und Location Intelligence bis hin zum Dokumentenmanagement einschließlich Archivierung. 1.2 Steuerungssystem Die Geschäftsführung der GUS ERP GmbH nutzt zur laufenden Steuerung des Unternehmens ein aussagefähiges Informationssystem. Auf Monatsbasis werden die wesentlichen Kennzahlen der Geschäftsentwicklung der operativen Gesellschaften durch das Controlling analysiert, mit der Geschäftsführung besprochen und Maßnahmen abgeleitet. Die wesentlichen Kennzahlen sind der Umsatz und das EBITDA. Weiterhin sind der Cash Flow, der Auftragseingang und die Projektauslastung Steuerungsinstrumente. Diese Ist Zahlen werden abgeglichen mit der jährlich durchgeführten Planung sowie unterjährigen Hochrechnungen. 1.3 Forschung und Entwicklung Die Ausgaben für Forschung & Entwicklung der GUS ERP GmbH sind seit Jahren auf einem kontinuierlich hohen Niveau und wurden im Jahr 2021 noch einmal deutlich aufgestockt, um den Branchenanforderungen und der Digitalisierung Rechnung zu tragen. Mehr als 30 FTE arbeiten an der Softwarearchitektur, funktionalen Weiterentwicklung und Pflege der Systeme sowie der strategischen Weiterentwicklung der Partnerlandschaft. Zu den Entwicklungsschwerpunkten gehören die
Neben der Weiterentwicklung der Software Produkte des Unternehmens ist der Ausbau des Partnernetzwerkes von strategischer Bedeutung. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Wie schon im vorigen Jahr steht die weltweite und auch die deutsche Wirtschaft im Jahr 2021 unter dem Einfluss der Corona Pandemie. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im letzten Jahr erstmals seit 10 Jahren rückläufig war, erreicht es in 2021 mit EUR 3,57 Billionen einen um rund 3% höheren Wert im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019. Die Unsicherheiten in der Wirtschaft durch die anhaltende Pandemie, welche zu Beginn des 4. Quartals 2021 mit stark steigenden Fallzahlen und Hospitalisierungen aufgrund der Delta-Variante nochmals an Dynamik gewann, bleiben im gesamten Jahr 2021 zu spüren. Nach einem Anstieg von 5,1 % des Marktvolumens für Software in 2020, meldet der Branchenverband bitkom für 2021 ein Wachstum von 8,0 %. Bei IT-Dienstleistungen wird ein Wachstum von 3,7% gemeldet im Vergleich zu einem Rückgang von 2,4 % im Vorjahr. Laut Statista lag der hiesige ERP-Umsatz 2019 noch bei rund 1,88 Mrd. EUR und stieg 2021 auf rund 2 Mrd. EUR. Demgegenüber verzeichnet die GUS Group (bezogen auf das Kalenderjahr 2021) einen Umsatzanstieg von 8% und entwickelt sich damit -trotz Corona Pandemie- weit überdurchschnittlich gegenüber dem ITK Markt. ERP-Lösungen unterstützen seit den 1980er Jahren die internen und lieferkettenübergreifenden Geschäftsprozesse in Unternehmen weltweit. In den Industrieländern kann der Markt zwar als gesättigt angesehen werden. Jedoch führen neue technologische Entwicklungen im Kontext der Digitalen Transformation, Künstlicher Intelligenz, Cloud und Co. zu einem erheblichem Innovationsbedarf, der eine Erneuerung alter Softwarelösungen notwendig macht. Gleichzeitig verursacht die Digitalisierung z.B. der Fertigungs- und Lieferprozesse eine deutliche Nachfrage nach modernen IT-Infrastrukturen. Insofern verdrängen moderne ERP-Lösungen (wie die GUS-OS Suite) veraltete Lösungen, die zum Teil mehr als 20 Jahre in Betrieben im Einsatz sind. Gleichzeitig richten sich Unternehmen neu am Markt aus oder werden neu gegründet und zeigen Bedarf an funktional wie technisch innovativen Lösungen wie der GUS-OS Suite. Die GUS ERP GmbH ist auf Kunden aus mittelständischen Unternehmen fokussiert. Viele dieser Unternehmen liegen noch stark hinter den aktuellen IT-Trends, weshalb sich hier ein großer Markt zur Aufrüstung und Neuausrichtung von ERP-Systemen (wie der GUS-OS Suite) bietet. Zudem orientiert sich die GUS ERP GmbH auf qualitätsorientierte und sensible Branchen, wie die Arzneimittel- oder Lebensmittelproduktion, die besonders strengen Auflagen - auch mit der eingesetzten Software - genügen müssen und hierzu auch erhöhten Beratungsbedarf haben. Für den Bereich Pharma ist besonders festzustellen, dass die anhaltenden Tendenzen zur Reduzierung der Gesundheitskosten erhebliche Anstrengungen der Arzneimittelhersteller bei der Effizienzsteigerung und Wirtschaftlichkeit erfordern, die mit der GUS-OS Suite gelöst werden können. Gleichzeitig führen hier Unternehmenszukäufe bzw. -abspaltungen zu Neuausrichtungen und damit zu Bedarf an neuen ERP-Lösungen. Hinzu kommen neue regulatorische Anforderungen zur Fälschungssicherheit von Arzneimitteln, die eine Serialisierung jeder Medikamentenverpackung vorschreibt und die in den beteiligten IT-Systemen umgesetzt werden müssen. Ähnlich sieht die Situation im Food-Sektor aus, wodurch die harten Preisverhandlungen mit dem Einzelhandel ebenfalls neue Effektivitätspotenziale gesucht werden, die mit den Software-Lösungen der GUS Group (AIS, GUS-OS Suite, WinAB) eröffnet werden können. Auch hier weist der Markt derzeit erhebliche Bewegungen auf, die durch Unternehmenszukäufe bzw. -abspaltungen sowie Neuausrichtungen und Neugründungen am Markt entstehen. Im Chemie-Bereich ist der Markt von erheblichen Preisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt gekennzeichnet, die ebenfalls den Bedarf nach Lösungen für eine bessere Kostenkontrolle fördern. Die GUS-OS Suite kann hier deutliche Verbesserungen herbeiführen. Die Notwendigkeit nach einem modernen ERP-System zeigen die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie dem Krieg in der Ukraine. Nur durch Transparenz in Prozessen und Kosten kann gegen die Probleme in den Lieferketten, Verfügbarkeit von Rohstoffen, Extreme Preisanstiege u.a. auch bei Energie etc. angesteuert werden. 2.2 Finanzielle Leistungsindikatoren und Geschäftsverlauf 1 Die interne Unternehmenssteuerung erfolgt mit Hilfe von verschiedenen Kennzahlen, die den Leistungsgrad sowie die Effektivität einzelner Bereiche und des Unternehmens messen. Auf Unternehmensebene sind die wesentlichen Kennzahlen der Umsatz und das EBITDA. Weiterhin sind der Cash Flow, der Auftragseingang und die Projektauslastung Steuerungsinstrumente. Bei der Anzahl der Mitarbeiter wird die Geschäftsführung mitgezählt. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs lag die Personalstärke bei 232,5 FTE. Die GUS ERP GmbH realisierte im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von rund 31,3 Mio. EUR (Vorjahr 28,9 Mio. EUR) und ein EBITDA von 6,5 Mio. EUR (Vorjahr 6,0 Mio. EUR). Die Umsatz- und EBITDA-Planung für das Jahr 2021 wurde übertroffen. Ursächlich für diese gute Geschäftsentwicklung war insbesondere eine weiterhin hohe Auslastung im Dienstleistungsbereich sowohl bei Neu-, als auch den Bestandskunden. Zudem gab es pandemiebedingt deutlich weniger Aufwände, insbesondere in den Bereichen Reisen, KfZ und Marketing. Damit entwickelt sich die GUS ERP GmbH deutlich besser als die deutsche Wirtschaft gesamt und auch besser als die ITK Branche. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Der Gesamtumsatz im Betrachtungszeitraum beträgt EUR 31,3 Mio. nach EUR 28,9 Mio. im Vorjahr. Der Anstieg in 2021 resultiert aus einem Wachstum in allen drei Hauptumsatzarten. Der Lizenzumsatz konnte von EUR 2,2 Mio. in 2020 auf EUR 2,5 Mio. in 2021 gesteigert werden. Durch einen stetig wachsenden Kundenstamm und einen hohen Betreuungsgrad im Bereich der Bestandskunden ist der Auftragsbestand der GUS ERP auch im Geschäftsjahr 2021 sehr hoch. Bei einer vergleichbaren Anzahl von Mitarbeitern im Projektbereich, konnte eine Steigerung des Dienstleistungsumsatzes von EUR 16,7 Mio. auf EUR 16,9 Mio. erreicht werden. Gebremst wird das Wachstum durch eine in der IT-Branche insgesamt und auch bei der GUS zunehmende Fluktuation der Mitarbeiter. Bei Einarbeitungszeiten von bis zu sechs Monaten können Abgänge erst zeitversetzt kompensiert werden. Im Bereich der wiederkehrenden Leistungen konnte der Umsatz von EUR 8,7 Mio. in 2020 auf EUR 9,7 Mio. in 2021 gesteigert werden. Der Wareneinsatz incl. der bezogenen Leistungen liegt im Geschäftsjahr 2021 bei EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.). Der Wareneinsatz und die bezogenen Leistungen sind aufgrund des personalintensiven Geschäftsmodells wie im Vorjahr von untergeordneter Bedeutung. Der Personalaufwand beträgt EUR 17,4 Mio. (Vorjahr: EUR 16,3 Mio.). Der Anstieg resultiert aus einer im Jahresdurchschnitt höheren Anzahl an Angestellten sowie aus Gehaltssteigerungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR 6,7 Mio. (Vorjahr: EUR 5,5 Mio.). Während die Aufwendungen für Aus- und Fortbildungen, Reisen und Mobilität durch die Pandemie weiterhin auf einem niedrigen Niveau lagen, sind die Aufwendungen für die konzerninternen Shared Services aufgrund der Verlagerung von Leistungen in die Holding gestiegen. Hierdurch ist die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen mit 21,0 % leicht über dem Niveau des Vorjahres (19,0 %). Die Abschreibungen liegen bei EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.). Die Auftragslage der Gesellschaft ist weiterhin gut. Der Auftragseingang im Bereich der Bestandskunden bei Dienstleistungen und Lizenzen erfolgt im geplanten Umfang und auch die Vertragsabschlüsse bei Neukunden erfolgen im geplanten Umfang. 2.3.2 Finanzlage Die Finanzlage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der guten Geschäftsentwicklung stabil entwickelt. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Entsprechend werden im Rahmen des Debitorenmanagements regelmäßig offene Forderungen angemahnt und offene Fragen zeitnah geklärt. Das gezeichnete Kapital wurde durch die Verschmelzung der fimox und der dataConnect um TEUR 2 auf nun TEUR 702 erhöht. Der Jahresgewinn wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an das Mutterunternehmen, die GUS Holding GmbH, abgeführt. Die Eigenkapitalquote liegt zum Geschäftsjahresende durch die Übernahme der Kapitalrücklagen der fimox und der dataConnect (EUR 4,9 Mio.) bei 60,0%. Die Liquidität hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr stabil entwickelt. Zum Stichtag 31.12.2021 liegen die liquiden Mittel bei TEUR 885 und somit EUR 2,4Mio. unter dem Wert aus dem Vorjahr. Dies ist dadurch zu erklären, dass bereits das gesamte Ergebnis aus 2021 über den Gewinnabführungsvertrag an die GUS Holding ausgezahlt wurde. Wichtige Einflussfaktoren auf die Liquidität sind lange Projektlaufzeiten und Zahlungspläne bei großen Projekten. Zur Sicherstellung der Liquidität bestehen überdies mit einer Bank Rahmenvereinbarungen zu Kontokorrentkrediten und anderen Finanzinstrumenten. Diese wurden im Geschäftsjahr 2021 nicht in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen bei EUR 0,7 Mio. und sind somit im Vergleich zum Vorjahr (EUR 1,5 Mio.) deutlich gesunken. Die sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 0,3 Mio.) enthalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten (Lohn- und Kirchensteuer) sowie Sozialversicherungsbeiträge. Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,4 Mio. gegenüber der Muttergesellschaft, der GUS Holding GmbH (Vorjahr: EUR 2,6 Mio.). Der Rückgang resultiert v.a. aus der gesunkenen Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung. Die Rückstellungen betragen weitgehend konstant zum Vorjahr EUR 2,2 Mio. 2.3.3 Vermögenslage Der Wert des Anlagevermögens liegt bei EUR 3,3 Mio. und ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,4 Mio. gesunken. Dies resultiert vor allem durch die Abschreibung des Firmenwerts der ehemaligen fimox. Im abgelaufenen Jahr wurden Ersatzinvestitionen in IT-Geräte und Investitionen in die Bereitstellung weiterer Arbeitsplätze getätigt. Außerdem wurden für das in 2020 bezogenen Bürogebäude am Standort Köln weitere Investitionen in Möbel und Neugestaltungen getätigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen bei EUR 2,4 Mio. und somit leicht unter dem Wert des Vorjahres (EUR 2,7 Mio.). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen bei EUR 1,7 Mio. und setzen sich aus zwei Darlehen der ehemaligen fimox und dataConnect an die GUS Holding und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammen. Die unter der Position ,Vorräte' zusammengefassten unfertigen Leistungen bestehen im Wesentlichen aus noch nicht abgerechneten Leistungen, die mit den erhaltenen Anzahlungen saldiert werden. Der Wert ist in 2021 unwesentlich um EUR 0,09 Mio. auf nunmehr EUR 0,3 Mio. gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände liegen bei EUR 0,3 Mio. (Vorjahr EUR 0,9 Mio.) und bestehen vor allem aus Steuererstattungsansprüchen, Kautionen und offenen Versicherungserstattungen. Der Rückgang zum Vorjahr resultiert daraus, dass ein Darlehen der ehemaligen dataConnect in Höhe von EUR 0,75 Mio. im Jahr 2021 unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wird. 2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als wichtiger Faktor für die zukünftige Entwicklung und den Erfolg der GUS ERP GmbH sind zufriedene und engagierte Mitarbeiter unentbehrlich und daher Mittelunkt unserer Personalarbeit. Sowohl eine leistungsgerechte und anreizkompatible Entlohnung als auch die Förderung der Mitarbeiter durch individuelle Weiterbildungsmaßnahmen sind wesentlicher Bestandteil der Personalentwicklung. Ziel dieser Bestrebungen ist die langfristige Bindung der Mitarbeiter an unsere Unternehmensgruppe zur Sicherung des nachhaltigen Erfolgs der GUS ERP GmbH. 2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung der Gesellschaft aufgrund der guten Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie der stabilen Vermögens- und Finanzlage insgesamt als günstig. 3 Prognosebericht Mit ihren Produkten und Dienstleistungen ist die GUS ERP GmbH gut für die Zukunft im Markt positioniert. Dieses wird durch die anhaltende Nachfrage von Neu- und Bestandskunden bestätigt. Die übergeordneten Markttrends, wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Cloud Computing etc. sind weiterhin intakt. Insbesondere der Dienstleistungssektor mit den IT-Dienstleistungen verzeichnete einen deutlichen Anstieg. Entsprechend prognostiziert der Branchenverband bitkom für 2022 im Bereich Software, getrieben durch das Cloud-Geschäft, ein Wachstum von 9 % und bei IT-Services ein Wachstum von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr. Für den Umsatz mit ERP-Lösungen wird laut Statista für das Jahr 2022 ein Volumen von EUR 38,02 Mrd. prognostiziert. Auch wenn diese Prognose unter der aus dem Vorjahr liegt (EUR 43,4 Mrd.), unterstreicht sie das Potential in diesem Segment und bestärkt den Ausblick für das zukünftige Wachstum der GUS ERP GmbH. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Kundenbranchen der GUS ERP GmbH zu den Profiteuren der wirtschaftlichen Sondersituation durch die Covid-19-Pandemie zählen und weiterhin in die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und in ERP Systeme investieren. Wesentliche Auswirkungen durch den Krieg in der Ukraine sehen wir bei unseren Kunden nicht, dennoch wird auch der Kundenstamm der GUS ERP von knappen Rohstoffen und der anhaltenden Inflation betroffen sein. Die Prognosen über den weiteren Geschäftsverlauf aufgrund der im Herbst zu erwartenden aufflammenden Pandemielage und dem Krieg in der Ukraine sind herausfordernd. Im ersten Quartal 2022 sind die Berater des Bestands- und Neukundenbereichs unverändert sehr gut ausgelastet und die Pipeline ist sehr gut gefüllt. Daher geht die Geschäftsführung davon aus, dass das verabschiedete Budget erreicht wird. Die GUS ERP plant das Jahr 2022 mit moderatem Umsatzwachstum, sowie einer -auf das Umsatzwachstum bezogen- überproportionalen Steigerung des EBITDA. Unabhängig davon hat die Geschäftsführung sowohl einen Finanz-, als auch Maßnahmenplan entwickelt, falls die Pandemie und der Ukraine-Krieg negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben sollten. 4 Chancen- und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung 4.1 Risikobericht Die GUS ERP GmbH hat ein Risikomanagementsystem implementiert, durch das neue und bestehende Projekte engmaschig verfolgt und bei einer negativen Entwicklung Maßnahmen abgeleitet werden können. Diese Instrumente sind aus Sicht der Geschäftsführung geeignet, finanzielle Risiken für die GUS ERP GmbH frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Ziel des Risikomanagements der GUS ERP GmbH ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Es erfolgt eine konservative Risikopolitik. Neben dem weiterhin bestehenden Digitalisierungsdruck in der Prozessindustrie und der daraus abgeleiteten Notwendigkeit für die GUS ERP GmbH ihre Softwarelösungen weiterzuentwickeln, spielt unverändert die Corona-Pandemie eine zentrale Rolle. Auch wenn es in den vergangenen beiden Jahren keine wesentlichen negativen Auswirkungen der Corona Pandemie bei der Geschäftsentwicklung unserer Kunden und der Geschäftsentwicklung der GUS ERP GmbH gegeben hat, ist die weitere Entwicklung nur schwer einzuschätzen. Ein weiterer Risikofaktor ist der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Verknappung von Rohstoffen und die Verteuerung von Energie. So können bei einer generellen Konjunkturabkühlung auch bestehende oder mögliche neue Kunden der GUS ERP GmbH ihre Investitionsbudgets in ERP Systeme oder Digitalisierung kürzen. Dieses hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der GUS ERP GmbH. Der Fachkräftemangel in der ITK Branche bleibt unverändert ein Risikofaktor für Wachstum bei Dienstleistungen und der Gewinnung von neuen Mitarbeitern im Bereich der Softwareentwicklung. Daher sind für die GUS ERP GmbH Instrumente zur Mitarbeiterbindung von großer Bedeutung. Unverändert investiert die GUS ERP GmbH auch in die Ausbildung von IT-Anwendungsentwicklern. Aufgrund ihres Geschäftsmodells erzielt die GUS ERP GmbH regelmäßig wiederkehrende Softwarepflegeerlöse bzw. Erlöse aus Softwarevermietung (SaaS). Das darüber hinaus bestehende Projektgeschäft, wie z.B. die Softwareimplementierung, unterliegt gewissen Schwankungen. Bei einer Zurückhaltung der Kunden im Projektgeschäft kann dies zu geringeren Liquiditätszuflüssen als ursprünglich geplant führen. Risiken können sich bei der Erfüllung von Werkverträgen ergeben, wenn das vereinbarte Budget bei Dienstleistungen überschritten wird. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle kommen selten vor, das Ausfallrisiko wird - soweit möglich - durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Mit den Kunden bestehen i. d. R. langfristige Geschäftsbeziehungen. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für neue Kunden eine Bonitätsprüfung durchgeführt und ein Zahlungsplan erstellt bzw. geprüft. Eine positive Bonität ist gegeben, wenn eine Deckungszusage durch den Kreditversicherer vorliegt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement. Die GUS ERP GmbH ist im Wesentlichen in der DACH Region aktiv. Daher bestehen lediglich geringe Währungsrisiken. 4.2 Chancenbericht Aufgrund des aufgeführten erhöhten Bedarfs der Unternehmen an Digitalisierungslösungen hinsichtlich industrieller und gesellschaftlicher Prozesse sieht sich die GUS ERP GmbH mittelfristig mit einer höheren Nachfrage nach ihren Softwarelösungen konfrontiert. Dies wird durch die aktuellen Erfahrungen aus der Covidl9-Pandemie verstärkt, da mehr Softwarelösungen für das mobile Arbeiten eingesetzt werden. Der Fokus der GUS ERP GmbH auf mittelständische Unternehmen, die laut statistischem Bundesamt 99% der bestehenden Unternehmen ausmachen, bieten erhebliches Wachstumspotenzial, da viele dieser Unternehmen noch stark hinter den aktuellen IT-Trends liegen. Auch die Orientierung auf qualitätsorientierte und sensible Branchen wie Pharma, Food und Chemie birgt Geschäftschancen, da in diesen Branchen der Trend zu Kosteneinsparungen durch Effizienzsteigerungen bei gleichzeitiger Erhöhung der regulatorischen Anforderungen an Nachverfolgbarkeit und Fälschungssicherheit erkennbar ist, was durch die Produkte der GUS ERP GmbH gleichermaßen bedient werden kann. Auch die in diesen Branchen beobachtbaren Unternehmenstransaktionen können zu zusätzlichem Bedarf an ERP-Systemen führen. Die technischen und markttechnischen Voraussetzungen für die Unterstützung onPremises- über hybride bis hin zu Cloud-Angeboten sind geschaffen, ebenso die Einbeziehung von mobilen Endgeräten und neuen Nutzungsgewohnheiten, so dass die Software-Lösungen der GUS ERP GmbH, insbesondere auch die GUS-OS Suite, gefragt bleiben werden. Die aktuelle Version GUS-OS 7 wurde Ende Q1/2022 veröffentlicht und trägt u.a. den o.g. Trends Rechnung. Aufgrund einer aktuellen installierten Basis bei den Kunden (über 90% der Kundeninstallationen sind voll releasefähig, es können jederzeit Updates eingespielt werden) wird GUS-OS 7 sicherlich ein ebenso hohes Interesse und Akzeptanz bei den Kunden finden wie 6.2 ab dem Jahr 2019. Dies stimuliert auch erfahrungsgemäß zusätzliche Projekte. 4.3 Gesamtaussage Die weiterhin bestehenden hohen Zutrittsbarrieren, die es Wettbewerbern schwer macht, Lösungen für die von der GUS ERP GmbH bedienten Branchen zu entwickeln und am Markt zu platzieren, und angesichts der Tatsache, dass mit der GUS-OS Suite eine Unternehmenslösung auf der Basis einer zukunftsfähigen Architektur auch mit Blick auf Trends wie Cloud Computing, Mobile Computing, KI und Big Data sowie Industrie 4.0 besteht, sieht sich die GUS ERP GmbH mittelfristig gut positioniert an den bestehenden Wachstumschancen zu partizipieren.
Köln, den 31. Mai 2022 GUS ERP GmbH Dirk Bingler, Geschäftsführer Ralph Hartwig, Geschäftsführer Ekkehard Ziesche, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
ANHANG1. Allgemeine Angaben Der Abschluss der GUS ERP GmbH (vormals GUS Deutschland GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 wurde unter Beachtung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB und der Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 32553 eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Durch die Verschmelzung der fimox Software GmbH (HRB 218242, Amtsgericht München) und der dataConnect GmbH (HRB 9183, Amtsgericht Kempten (Allgäu)) auf die GUS ERP GmbH als aufnehmende Rechtsträgerin ist die Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses mit dem Vorjahr eingeschränkt. Die Verschmelzung wurde entsprechend den Regelungen des § 24 UmwG als Buchwertfortführung abgebildet. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung erfolgte nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Bewertungsvorschriften unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Abschreibungsdauer beträgt in der Regel drei Jahre. Die Abschreibungsdauer beträgt in der Regel drei Jahre, die Abschreibung für den Geschäfts- oder Firmenwert beträgt mangels einer besseren Schätzung entsprechend des §253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB 10 Jahre. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten aktiviert abzüglich angemessener planmäßiger Abschreibungen, die nach der linearen Methode berechnet werden. Zugänge werden grundsätzlich pro rata temporis abgeschrieben. Die Abschreibungen werden entsprechend der jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauer überwiegend zwischen drei und fünf Jahren vorgenommen. Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu € 250,00 werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt. Für Anlagegegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 250,00, nicht aber € 1.000,00 übersteigen, wird ein Sammelposten je Geschäftsjahr gebildet. Dieser wird im Geschäftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. In die Herstellungskosten werden neben Einzelkosten angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen. Von den Vorräten werden die erhaltenen Anzahlungen offen abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt. Für die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden soweit erforderlich Einzelwertberichtigungen gebildet. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos ist eine angemessene Pauschalwertberichtigung angesetzt. Bei der Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen. Langfristige Rückstellungen wurden abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des § 256a HGB zum jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. 3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Verschmelzung der GUS ERP GmbH mit zwei Schwestergesellschaften vorgenommen, wobei die GUS ERP GmbH als übernehmende Rechtsträgerin aufgetreten ist. Die historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen der übertragenden Rechtsträger zum 31. Dezember 2020 wurden in den Anlagenspiegel der GUS ERP GmbH einbezogen und in gesonderten Spalten ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.747 (Vorjahr TEUR 484) ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 465, Forderungen aus Darlehensgewährung in Höhe von TEUR 1.257 und Forderungen aus der Überzahlung auf die Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 24. Eigenkapital
Die Erhöhung des gezeichneten Kapitals resultiert mit EUR 1.000 aus der Verschmelzung zum 01.01.2021 mit der dataConnect GmbH. Die überschüssigen Eigenkapitalanteile der data-Connect GmbH zum 01.01.2021 in Höhe von EUR 1.411.891,30 wurden in die Kapitalrücklage eingestellt. Eine weitere Erhöhung des gezeichneten Kapitals um EUR 1.000 resultiert aus der Verschmelzung zum 01.01.2021 mit der fimox Software GmbH. Die überschüssigen Eigenkapitalanteile der fimox Software GmbH zum 01.01.2021 in Höhe von EUR 3.505.328,44 wurden in die Kapitalrücklage eingestellt. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 4. Mai 2016 an die GUS Holding GmbH, Köln, abgeführt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen abgegrenzte Personalkosten in Höhe von TEUR 1.865 und ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 11. Ferner werden Rückstellungen für Risiken aus dem Dienstleistungsgeschäft in Höhe von TEUR 61, Kosten für die Jahresabschlusserstellung/Steuererklärung in Höhe von TEUR 33 und Rückstellungen für Mietnebenkosten in Höhe von TEUR 41 ausgewiesen. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 524 (Vorjahr TEUR 2.5981), davon gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 411 (Vorjahr TEUR 2.5981). 4. Sonstige Angaben Gesellschafter Ergebnisverwendung und Konzernzugehörigkeit Alleinige Gesellschafterin ist die GUS Holding GmbH, Köln, mit der ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht, nach dem diese zur Übernahme des Jahresergebnisses des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von EUR 5.920.652,24 berechtigt ist. Die GUS ERP GmbH wird in den Konzernabschluss der Remedium Holding I GmbH, Köln, einbezogen. Organe und Organbezüge Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr waren
Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 210 Mitarbeiter (Vorjahr 194 Mitarbeiter) als Angestellte beschäftigt. Diese gliedern sich wie folgt:
Haftungsverhältnisse Die GUS ERP GmbH hat (neben anderen) eine Garantie- und Ausfallhaftung gegenüber der Commerzbank für an die Gesellschafterin der GUS ERP GmbH gewährte Kredite wie nachfolgend dargestellt übernommen.
Besichert sind die Haftungsverhältnisse durch Globalabtretung der Vermögensgegenstände. Das Risiko für eine Inanspruchnahme der Mithaftung ist abhängig von der Wirtschaftsleistung der GUS-Gruppe. Diese hat sich stabil entwickelt, weshalb das Risiko als gering eingeschätzt wird. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Leasing- und Mietverträgen bestehen zum Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen in folgender Höhe:
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Die Garantie- und Ausfallhaftung für die der Gesellschafterin der GUS ERP GmbH gewährten Kredite ist mit Umfinanzierung im Januar 2022 entfallen. Am 24. Februar 2022 hat Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Aus dieser kriegerischen Auseinandersetzung sind geopolitische Spannungen und längerfristige Unsicherheiten zu erwarten. Es können Auswirkungen auf einzelne Absatzmärkte bis hin zu einem massiven Einfluss auf die internationalen Kapitalmärkte und die Weltwirtschaft erwachsen, die in ihrer Ausprägung und Intensität aus heutiger Sicht noch nicht konkret abschätzbar sind. Die GUS ERP GmbH hat keine direkten Kunden- oder Lieferantenbeziehungen zu Unternehmen in der Ukraine, in Russland oder Belarus. Es ergeben sich insoweit keine Auswirkungen auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021.
Köln, den 31. Mai 2022 GUS ERP GmbH Dirk Bingler, Geschäftsführer Ralph Hartwig, Geschäftsführer Ekkehard Ziesche, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 21.11.2022 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GUS ERP GmbH (vormals: GUS Deutschland GmbH), Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GUS ERP GmbH (vormals: GUS Deutschland GmbH) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GUS ERP GmbH (vormals: GUS Deutschland GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 31. Mai 2022 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Düsseldorf Thomas Gloth, Wirtschaftsprüfer Christian Neundorf, Wirtschaftsprüfer |
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