Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 155217
Eingetragen
17.12.2004
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb und Support von Computersoftware und zugehöriger Hardware.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Dorothea Bergmann
seit 2.11.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
32.50%
Ursula Schaber
32.50%
25.00%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Thomas Flohrschütz
München
8.125 €
32.50%
Ursula Schaber
München
8.125 €
32.50%
Anneliese Sellmaier
Deining
6.250 €
25.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Psyprax GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Die psyprax GmbH bietet seit über 25 Jahren ein Abrechnungs- und Praxisverwaltungsprogramm für Ärzte und Psychotherapeuten an. Von einem kleinen inhabergeführten Betrieb hat sich die psyprax GmbH zu einem mittelständischen Unternehmen entwickelt und als einer der führenden Dienstleister für Praxissoftware etabliert. Mit Ihren beiden Standorten in München und Chemnitz betreut die psyprax GmbH über 12.000 Praxen in ganz Deutschland.

Mit der seit einigen Jahren gesetzlich vorgeschriebenen Anbindung aller Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI), dem geschlossenen Netz des deutschen Gesundheitswesens, um eine sichere digitale Kommunikation im Gesundheitswesen aufzubauen und Anwendungen zu digitalisieren, hat sich das Angebotsspektrum der psyprax GmbH erweitert. Die psyprax GmbH unterstützt Arztpraxen bei der Anbindung an die TI und übernimmt Serviceleistungen in diesem Bereich, wie die Wartung der dafür notwendigen Komponenten sowie die softwareseitige Implementierung neuer Anwendungen.

Laut Installationsstatistiken der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gehört die Praxissoftware der psyprax GmbH zu den führenden Abrechnungsprogrammen für Arztpraxen in Deutschland.

(Quelle: https://www.kbv.de/media/sp/Gesamt_Systeme_Installationen.pdf,

https://www.kbv.de/media/sp/Arztgruppe_Psychotherapeuten.pdf)

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit konnten ebenfalls leicht zulegen (+1%). Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 1,0 % zurück. Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2022 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse, es entfielen aber größtenteils die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, zum Beispiel für Tests und Impfstoffe. Die anhaltende finanzielle Belastung durch die große Zahl an Geflüchteten machte sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar, die ebenso wie Bund und Länder das Jahr 2023 mit einem Defizit abschlossen.

Die IT-Branche war im Jahr 2023 einer der wichtigsten Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft. Hierbei profitierte die Branche von der anhaltenden Digitalisierung aller Lebensbereiche. Der Umsatz der IT-Branche in Deutschland stieg im Jahr 2023 um 8,5 % auf 220 Milliarden Euro. Veröffentlichungen des bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) zufolge entwickelte sich besonders der Bereich Software mit einem Plus von 9,6 % am stärksten. Innerhalb des Segments spielt Künstliche Intelligenz mit einem herausragenden Wachstum von über 40 % eine immer wichtigere Rolle. Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen stiegen um 5,3 % auf 49,4 Milliarden Euro.

Die IT-Hardware ist nach drei Jahren starken Wachstums dagegen mit einem Minus von 3,6 % rückläufig. Wachstum gab es vor allem im Bereich Infrastructure-as-a-Service, also bei gemieteten Servern, Netzwerk- und Speicherkapazitäten. Die gestiegene Gefahr von Cyberangriffen sorgte für eine wachsende Nachfrage bei Sicherheitstechnologien. Auch die Zahl der Beschäftigten in der IT-Branche stieg im Jahr 2023 deutlich um 5,0 Prozent auf über 1,3 Millionen Menschen. Dabei stellt der Fachkräftemangel in der IT-Branche nach wie vor ein großes Problem dar, es gibt schätzungsweise 100.000 offene Stellen in der IT-Branche.

Das deutsche Gesundheitswesen war im Jahr 2023 mit großen Umbrüchen und Herausforderungen konfrontiert. Die COVID-19-Pandemie hat die Schwachstellen des Systems offengelegt und gleichzeitig zu einem hohen Innovationsdruck in allen Bereichen geführt. Die allgemeine Versorgungslage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin gut, die Wartezeiten auf Arzttermine und Krankenhausbehandlungen sind jedoch im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Personalsituation im Gesundheitswesen ist nach wie vor angespannt. Es gibt einen Mangel an Ärzten, Pflegekräften und anderen Gesundheitsfachberufen. Zu den größten Herausforderungen zählte auch in diesem Jahr wieder die Finanzierung des Gesundheitswesens. Die Kosten steigen stetig, während die Einnahmen aus den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stagnieren. Das wichtigste Thema im Jahr 2023 war die weitere Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens. Hier hat besonders die COVID-19-Pandemie erneut die Notwendigkeit einer stärkeren Digitalisierung des Gesundheitswesens deutlich gemacht. Zu den zahlreichen Innovationen in diesem Bereich gehören unter anderem neue Therapien, digitale Gesundheitsanwendungen und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Krankenhäusern. Ein wichtiger Meilenstein in der Digitalisierung war die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA). Die ePA ermöglicht es den Patienten, ihre Gesundheitsdaten digital zu speichern und zu verwalten. Auch die Telemedizin hat im Jahr 2023 stark an Bedeutung gewonnen. Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass Telemedizin eine wichtige Möglichkeit ist, um die Versorgung der Patienten zu verbessern. Parallel ist die Zahl der digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) im Jahr 2023 deutlich gestiegen. DiGA sind Apps und Software, die zur Diagnose, Behandlung und Prävention von Krankheiten eingesetzt werden können. Auch Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend im Gesundheitswesen eingesetzt. Diese kann z. B. bei der Diagnose von Krankheiten, der Entwicklung neuer Therapien und der Verwaltung von Krankenhäusern unterstützen. Die deutsche Bundesregierung hat im Jahr 2023 mehrere Gesetze verabschiedet, die die Digitalisierung des Gesundheitswesens vorantreiben sollen. Dazu gehören das Digitale-Versorgungs-Gesetz (DVG), das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) und das Patienten-Daten-Schutz-Gesetz (PDSG).

Für die psyprax GmbH war im Jahr 2023 der TI-Rollout 2.0 der bestimmende Faktor. Die per Spezifikation begrenzten Laufzeiten der im ersten TI-Rollout 2018/2019 verwendeten Komponenten machten es notwendig die bestehenden Kundeninstallationen zu erneuern bzw. zu ersetzen. Nach Abschluss der umfangreichen Vorbereitungen konnten bereits zum Ende des ersten Quartals die ersten Kunden an unserer neue TI-Lösung psynapse+ angebunden werden. Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung unseres Angebots für den Konnektor-Betrieb im Rechenzentrum. Durch die in der zu diesem Zeitpunkt gültigen KBV-Finanzierungsvereinbarung festgelegten Vorgaben wurde der überwiegende Teil der Umstellungen zunächst für die zweite Jahreshälfte geplant. Mit der kurzfristigen Veröffentlichung der neuen KBV-Finanzierungsvereinbarung am 28.06.2023 mit Wirkung zum 01.07.2023 entfielen nicht nur die bis dahin maßgeblichen Fristen für die geplanten Umstellungen. Zeitgleich wurden sowohl Leistungserbringer als auch Anbieter mit einem vollständig veränderten Erstattungsmodell konfrontiert. Das bisherige Modell bestehend aus diversen Einmalerstattungen und monatlichen Betriebspauschalen wurde durch ein neues Modell mit ausschließlich monatlichen Pauschalen abgelöst. Dank intensiver Bemühungen war es uns möglich unseren Kunden bereits zum August 2023 ein angepasstes Verrechnungsmodell für unser Produkt psynapse+ anbieten zu können. Dieses ist auf das Konzept der neuen Finanzierungsvereinbarung abgestimmt und entlastet unsere Kunden durch den Entfall der einmaligen Kosten besonders im Bereich der Vorfinanzierung. Trotz der hohen Nachfrage ist es uns dank umfangreicher Überarbeitung der bestehenden Installationsplanung und weiterer Prozessoptimierungen gelungen alle Aufträge fristgerecht auszuführen. Im dritten Quartal konnte das Angebot noch um die lange erwartete Option der Laufzeitverlängerung für die bestehenden Komponenten erweitert werden. Da von diesen Veränderungen über 8.000 unserer Kunden betroffen waren, verzeichneten wir bereits im Juli ein drastisch gestiegenes Supportaufkommen. Neben dem neuen Erstattungsmodell wurden mit der neuen Finanzierungsvereinbarung auch neue Voraussetzung für den Erhalt der Erstattung festgelegt. Durch die bereits zum ersten Quartal 2023 abgeschlossenen Implementierung der eHealth-Module ePA, eAU, eRezept, eArztbrief war die psyprax GmbH und Ihre Kunden gut auf die bereits erwartete Verpflichtung zur Betriebsbereitschaft für die eHealth-Module vorbereitet. Lediglich die unklaren und uneinheitlichen Melde- und Nachweiswege seitens der KVen führten zu einem nochmal erhöhten Support- und Beratungsaufkommen. Die überraschende Verpflichtung zu KIM hingegen stellte unsere Kunden und uns vor enorme Herausforderungen. Die bisher geringe Abdeckung mit KIM aufgrund fehlender Anwendungsfälle innerhalb unseres Kundenkreises führte zu einer enormen Nachfrage. Der Rollout wurde zusätzlich durch Wechselwirkungen mit den individuellen IT-Infrastrukturen auf Kundeseite deutlich erschwert, was letztlich zu einer weiteren erheblichen Belastung der Ressourcen im Support führte. Trotz der zeitweisen schlechten Erreichbarkeiten und mitunter langer Bearbeitungszeiten konnten bis zum Jahresende alle Kundenanforderungen zur Anbindung an den Fachdienst KIM erfüllt werden.

Die psyprax GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 eine positive und plankonforme Entwicklung. Das Unternehmen erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Umsatz in Höhe von 21,2 Mio. € (Vorjahr: 14,4 Mio. €). Hierbei konnten die, durch das neue Preismodell für psynapse+ im Vergleich zur ursprünglichen Planung veränderten Voraussetzungen, durch Einmaleffekte im Kontext der Laufzeitverlängerung und im Produktsegment KIM kompensiert werden. Das Geschäftsfeld Praxisverwaltungssoftware (PVS) verzeichnete im Jahr 2023 eine zufriedenstellende Entwicklung. Trotz eines weitgehend gesättigten Marktumfelds und zunehmenden Konkurrenzdrucks durch neue Marktbegleiter konnte die Neukundengewinnung im Berichtszeitraum erfolgreich fortgesetzt werden. Im Geschäftsfeld Telematik-Infrastruktur konnte durch die Erweiterung des Portfolios um das Produkt psynapse+, eine rechenzentrumsbasierte Lösung für die Telematik-Anbindung, im Jahresverlauf eine positive Entwicklung erreicht werden. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2023 auf 11,6 Mio. € (Vorjahr: 7,4 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen per 31. Dezember 2023 0,6 Mio. €. (2,5 Mio. € Vorjahr) Das Unternehmen verfügt zum Stichtag über Finanzmittel in Höhe von 9,9 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €). Das Eigenkapital stieg auf 8,5 Mio. € (Vorjahr: 5,6 Mio. €), die Eigenkapitalquote verringerte sich jedoch leicht von 76,8 % im Vorjahr auf 73,3 %. Die Rückstellungen erhöhten sich von 1,1 Mio. € im Jahr 2022 auf 2,2 Mio. €. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich aus eigenen Mitteln und war im Berichtsjahr stets in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 8,2 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €). Das Unternehmen konnte im Berichtsjahr eine positive Ertragsentwicklung über den geplanten Erwartungen verzeichnen. Verantwortlich hierfür war neben der positiven Umsatzentwicklung auch, dass trotz zahlreicher Neueinstellungen und stark gestiegener Personalkosten im Berichtszeitraum bei weitem nicht alle Planstellen besetzt werden konnten. Darüber hinaus hatten zeitliche Verschiebungen im Zusammenhang mit geplanten Projekten der IT-Infrastruktur eine Verschiebung der geplanten Kosten zur Folge. Zusätzlich führt das auch auf der Einkaufsseite angepasste Preismodell für psynapse+ zu einer laufzeitbezogenen Verlagerung der Kosten. Die psyprax GmbH konnte im Berichtszeitraum einen Überschuss von 4,7 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) erwirtschaften.

Die Budgetplanung und -überwachung stützt sich im Wesentlichen auf die aus der Kostenrechnung abgeleiteten Leistungsindikatoren wie z.B. Abweichungsanalysen, Controlling-Report und Betriebswirtschaftliche Auswertung.

Der Beschaffungsmarkt war im Berichtszeitraum neben den deutlich spürbaren Preisanstiegen für Hard- und Software besonders von dem massiven Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine geprägt.

Die psyprax GmbH begegnete diesen Rahmenbedingungen mit umfangreichen Vordispositionen, weiteren Diversifizierungen innerhalb des Produktportfolios und einer ständigen Optimierung der Beschaffungsprozesse. Zusätzlich konnten neue Partner und Dienstleister gewonnen werden und die möglichen Risiken so weiter minimiert werden.

Investitionen im Berichtszeitraum erfolgten vornehmlich in den Bereichen IT-Infrastruktur sowie Hard- und Software. Um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens auch künftig zu erhalten und weiterzuentwickeln ist für das kommende Geschäftsjahr unter anderem die Einführung eines neuen CRM-Systems sowie einer neuen Telefonanalage geplant.

Auch im Jahr 2023 ist die psyprax Familie weitergewachsen. Per 31. Dezember 2023 waren 75 Mitarbeiter (ohne Auszubildende und ruhende Arbeitsverhältnisse) im Unternehmen beschäftigt (Vorjahr: 71). Der Anstieg beruht auf der Verstärkung unseres Teams in den Bereichen Support, Entwicklung und Verwaltung. Die Personalkosten stiegen auf 7,3 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €). Das Angebot hybrider Arbeitsplätze wird auch nach dem Ende der Corona-Pandemie fortgeführt. Im Zusammenspiel agiler Arbeitsabläufe sowie flexibler Arbeitszeitmodelle und ständigen Weiterbildungsmöglichkeiten konnte das Unternehmen einer Fluktuation entgegenwirken. Mitarbeiter mit hohem Know-how konnten dauerhaft an das Unternehmen gebunden und unser Team sogar weiter verstärkt werden. Um auch in Zukunft sowohl die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens als auch die Motivation unserer Mitarbeiter zu fördern, wurde unser 2022 implementiertes unternehmensweites Fort- und Weiterbildungskonzept weiter ausgebaut.

Um auch weiterhin die Umsetzung aller gesetzlichen Vorgaben sicherzustellen und darüber hinaus die Anforderungen unserer Kunden an unsere etablierte Software psyprax realisieren zu können, stehen dem Unternehmen ständig über 20 Mitarbeiter in den Bereichen Produktmanagement, Softwareentwicklung und Qualitätssicherung zur Verfügung. Zusätzlich wird unser Team durch Strategische Kooperationen mit Partnern und Dienstleistern unterstützt. Dies gibt uns auch die Möglichkeit künftige Produkte und Softwaregenerationen mit eigenen Mitteln zu entwickeln und in den Markt einzuführen.

Wir möchten psyprax-Kunden ein nachhaltiger Softwarepartner sein und aktiv dazu beitragen, unseren Planeten für nachfolgende Generationen lebenswert zu erhalten. Deshalb setzen wir auf ein nachhaltiges Wachstum im Gleichgewicht zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, den ökologischen Fußabdruck unserer Organisation weiter zu verringern. Die zentralen Elemente unseres Nachhaltigkeitskonzepts sind der verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen und die konsequente Reduktion der CO 2 -Emissionen - von den Abläufen unseres Unternehmensalltags über die Weiterentwicklung unseres Produktportfolios bis hin zur Auswahl unserer Lieferanten und Geschäftspartner.

Wir werden auch weiterhin Ideen entwickeln und umsetzen, wie wir Schritt für Schritt als nachhaltiges Unternehmen besser werden können.

Grundlegend bestehen für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 die größten Risiken in einer möglichen Eskalation des Krieges in der Ukraine, dem weiteren Anstieg der Energiepreise und einer Verschärfung der Lieferengpässe.

Zusätzlich bedingen die stetig steigenden Anforderungen an die Sicherheit der IT-Infrastrukturen sowie der Datensicherheit große Herausforderungen für alle Unternehmen. Die Umsetzung der Vorgaben und die konstante Aufrechterhaltung der geforderten Konformitäten verursachen immense Aufwände in allen Unternehmensbereichen. Konkretisierung finden diese Themen in der NIS2-Richtlinie (Netz- und Informationssicherheit) und im Entwurf des Cyber Resilience Act (CRA). Im Focus stehen hier neben einer weiteren Harmonisierung der Vorschriften zu den Cybersicherheitsanforderungen innerhalb der EU auch Pflichten zur Konformitätsbewertung, technischen Dokumentation und transparenten Instruktion. Dabei wird in der Entwicklung neuer Produkte "Security by Design" künftig eine noch zentrale Rolle spielen. Zuletzt sind hier auch Auswirkungen auf die Vertragsgestaltung mit Endkunden im Bereich der Cloud-Dienstleistungen zu erwarten. Durch die hohe Überschneidung der externen Anforderungen mit den internen Unternehmenszielen ergeben sich hieraus auch Chancen für das Unternehmen durch die Überarbeitung der TI-Infrastruktur, die Optimierung und Absicherung bestehender Prozesse und die Implementierung neuer Strukturen und Prozesse die Grundlage für einen langfristigen Unternehmenserfolg zu schaffen.

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens bietet große Chancen, die Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung zu verbessern. Dazu gehören z. B. die Einführung von elektronischen Gesundheitsakten, Telemedizin und die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Diagnostik und Therapie. Die Herausforderung in diesem Bereich liegt neben der technischen Umsetzung und der Finanzierung auch in der Akzeptanz der Leistungserbringer und Patienten. Besonders über die Verbesserung der Usability einzelner Produkte und Anwendungen bieten sich hier Möglichkeiten den Praxisalltag unserer Kunden effizienter zu gestalten und weiter zu erleichtern.

Nach dem ersten Entwurf im November 2023 hat die KBV zum 18.03.2024 die Rahmenvereinbarung für PVS-Systeme nach Paragraf 332b SGB V veröffentlicht. Zielstellung soll hier die Schaffung von mehr Transparenz im PVS-Markt hinsichtlich Leistungen, Preisen und Produktqualität sein. Auch wenn dieser Ansatz grundsätzlich zu begrüßen ist und die Teilnahme freiwillig erfolgt, lässt die konkrete Ausgestaltung der Vereinbarung eine Veränderung des Marktumfelds erwarten. Ob und wie sich diese Veränderungen auf das Unternehmen psyprax und seine Kunden auswirken wird ist zum Zeitpunkt dieses Berichts noch nicht eindeutig zu beantworten.

Darüber hinaus sind wirtschaftliche und rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale sowie sonstige Risiken, die besonderen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, derzeit nicht erkennbar. Die Ertragslage und die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sind aufgrund der stabilen Eigenkapitalbasis sowie der Planungssicherheit in Bezug auf künftige Einnahmen auch zukünftig gesichert. Es ergeben sich aus heutiger Sicht keine Anhaltspunkte für bestehende oder zukünftige Risiken, die den Fortbestand der psyprax GmbH gefährden könnten.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2024 ist von einer Reihe von Unsicherheiten geprägt. Der Krieg in der Ukraine, die hohen Energiepreise und die Lieferengpässe belasten die deutsche Wirtschaft weiterhin. Die Bundesregierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose um 1,1 % deutlich nach unten. Laut der aktuellen Erwartungen wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Laut Einschätzung des ifo-Instituts (Institut für Wirtschaftsforschung) wird die konjunkturelle Schwäche den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen. Die Arbeitslosenquote wird in diesem Jahr mit durchschnittlich 5,9 % um 0,2 % höher liegen als noch im Jahr 2023. Für die Inflationsrate wird im Jahresverlauf ein weiterer Rückgang auf 2,3 % erwartet. Laut Prognosen des bitkom e.V. wird die IT-Branche trotz großer Herausforderungen auch in 2024 weiterwachsen. Die wichtigsten Trendthemen sind hier Cyber-Sicherheit und KI. Das Gesundheitswesen leidet unter dem durch Engpässe in der Medikamentenversorgung und den Fachkräftemangel gesunkenen Vertrauen. Dennoch wird für 2024 eine dynamische und von technologischen Innovationen wie der verpflichtenden Einführung des E-Rezepts und der Gesundheits-ID für Versicherte geprägte Entwicklung erwartet.

Für die psyprax GmbH steht besonders das erste Halbjahr 2024 noch ganz im Zeichen des TI-Rollouts 2.0. Die per Spezifikation begrenzten Laufzeiten der im ersten TI-Rollout 2018/2019 verwendeten Komponenten machen es notwendig allein bis Ende April bei fast 4.000 unserer Kunden die bestehenden Installationen zu erneuern bzw. zu ersetzen. Dies erfordert enorme Anstrengungen in nahezu allen Unternehmensbereichen. Hier können wir unseren Kunden mit unserem TIAS-Angebot (TI-as-a-service) psynapse+ neben dem Austausch oder der Verlängerung der Zertifikate für bestehenden Komponenten auch den Wechsel auf eine zukunftssichere und benutzerfreundliche Lösung anbieten. Durch frühzeitige Planung, umfangreiche Vordisposition und die Kooperation mit etablierten Partnern sieht sich das Unternehmen gut auf diese Situation vorbereitet und ist den Anforderungen gewachsen.

Mit der bereits zum ersten Quartal 2023 abgeschlossenen Implementierung aller erforderlichen eHealth Funktionalitäten in psyprax ist der Funktionsumfang unserer PVS-Lösung deutlich erweitert worden. Abgerundet wird unser Produktportfolio durch den bereits in 2022 implementierten KIM-Dienst (Kommunikation im Medizinwesen). Psyprax ist damit bereit für die aktuellen Herausforderungen der Digitalisierung des Gesundheitswesens und in der Lage seine Kunden mit optimal aufeinander abgestimmten Lösungen im Praxisalltag zu unterstützen. Intern fokussieren wir uns im kommenden Geschäftsjahr auf die weitere Verbesserung des Serviceerlebnisses, und die Weiterentwicklung des Unternehmens. Hierzu arbeiten wir bereits seit Mitte 2023 intensiv an der Implementierung eines neuen CRM-Systems. Hierbei steht besonders die Optimierung unserer Support-Prozesse im Vordergrund. Zusätzlich planen wir noch im ersten Halbjahr die Einführung einer neuen effizienten Telefonanlage und nehmen umfangreiche Erweiterungen unsers Serviceangebots um zum Teil KI-gestützte Selfservice-Lösungen vor. Die konsequente Weiterentwicklung unseres psyprax-teams in allen Unternehmensbereichen, sowohl über die Besetzung zahlreicher neuer Planstellen als auch über die den ständigen Ausbau unseres internen und externen Schulungs- und Fortbildungsangebots runden unseren Ansatz zur Verbesserung der Zufriedenheit unserer Kunden ab.

Für das Jahr 2024 gehen wir von einer stabilen Entwicklung in allen Geschäftsbereichen ohne die im Berichtsjahr wirksamen Einmaleffekte aus. Hierbei hat das Unternehmen eine positive Umsatzerwartung, die sich allerdings deutlich unter dem Jahr 2023 bewegt. Auf der Kostenseite ist besonders im Bereich Personal mit erheblichen Aufwänden durch die umfangreiche Erweiterung unseres Teams in den Bereichen Kundensupport und Produktentwicklung sowie ein angepasstes Vergütungsmodell zu rechnen. Zusätzlich verändert die Umstellung auf unser TIAS-Angebot die bisherige Kostenstruktur nachhaltig. Darüber hinaus verursachen diverse Projekte im Bereich der Unternehmensentwicklung und IT zusätzliche Kosten. Die erwartete Ergebnissituation ist hierbei positiv, liegt aber für 2024 deutlich unter dem Berichtsjahr. Gemäß der Unternehmensplanung für 2024 ist eine Deckung aller geplanten Investitionen aus eigenen Mitteln sichergestellt. Eine Fremdfinanzierung ist für das kommende Geschäftsjahr nicht geplant.

 

München, März 2024

Dorothea Bergmann, Geschäftsführerin

Michael Lautenschlager, Geschäftsführer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 166.852,75 198.927,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.724,75 22.766,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 22.723,75 22.765,00
II. Sachanlagen 141.628,00 173.661,00
1. technische Anlagen und Maschinen 6.879,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 134.749,00 173.661,00
III. Finanzanlagen 2.500,00 2.500,00
1. Beteiligungen 2.500,00 2.500,00
B. Umlaufvermögen 11.355.841,80 7.473.439,98
I. Vorräte 243.480,67 210.467,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 774.613,77 3.208.692,66
III. Wertpapiere 400.214,81 349.932,03
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.937.532,55 3.704.347,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.210,52 10.145,83
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 709,58
Aktiva 11.578.614,65 7.682.512,81

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.485.603,65 5.275.340,41
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinn-/Verlustvortrag 3.265.386,19
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.984.954,22
IV. Bilanzgewinn 8.460.603,65
davon Gewinnvortrag 3.747.004,80
B. Rückstellungen 2.206.224,99 1.788.234,52
C. Verbindlichkeiten 886.786,01 618.937,88
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 886.786,01 618.937,88
Passiva 11.578.614,65 7.682.512,81

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.854.912,06 9.960.110,11
2. Personalaufwand 7.292.980,68 6.021.251,24
a) Löhne und Gehälter 6.251.908,32 5.198.594,10
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.041.072,36 822.657,14
davon für Altersversorgung 41.981,52 101.394,05
3. Abschreibungen 100.457,65 83.480,51
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 100.457,65 83.480,51
davon außerplanmäßige Abschreibungen 7.564,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.403.764,86 964.506,10
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.002,20 1.002,20
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 50.282,78
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.482,00 4.054,70
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.343.538,22 852.011,79
9. Ergebnis nach Steuern 4.713.690,85 1.985.525,19
10. sonstige Steuern 92,00 570,97
11. Jahresüberschuss 4.713.598,85 1.984.954,22
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.747.004,80
13. Bilanzgewinn 8.460.603,65

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Psyprax GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Psyprax GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: 155217

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde nach den Bestimmungen der §§ 252 bis 256 HGB vorgenommen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten angesetzt. Uneinbringliche und strittige Forderungen wurden in Höhe ihres erwarteten Ausfalls wertberichtigt. Darüber hinaus wird eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen.

Die Wertpapiere wurden in 2023 zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Aufgrund gestiegener Kurswerte zum Bilanzstichtag waren Wertaufholungen zu berücksichtigen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74.592,03 4.751,20 4.176,96
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.216.000,00 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 32.564,00 16.458,75 25.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.323.156,03 21.209,95 29.176,96
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 7.026,25 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 357.729,53 40.745,20 62.712,08
Summe Sachanlagen 357.729,53 47.771,45 62.712,08
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 2.500,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 2.500,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.683.385,56 68.981,40 91.889,04
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 75.166,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.216.000,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 24.022,75
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.315.189,02
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 7.026,25
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 335.762,65
Summe Sachanlagen 0,00 342.788,90
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 2.500,00
Summe Finanzanlagen 0,00 2.500,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.660.477,92
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.391,03 13.680,20 4.169,96 0,00 68.901,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.215.999,00 0,00 0,00 0,00 1.215.999,00
3. geleistete Anzahlungen 25.000,00 7.564,00 25.000,00 0,00 7.564,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.300.390,03 21.244,20 29.169,96 0,00 1.292.464,27
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 147,25 0,00 0,00 147,25
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 184.068,53 79.066,20 62.121,08 0,00 201.013,65
Summe Sachanlagen 184.068,53 79.213,45 62.121,08 0,00 201.160,90
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.484.458,56 100.457,65 91.291,04 0,00 1.493.625,17
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 6.265,00 15.201,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1,00 1,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 16.458,75 7.564,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 22.724,75 22.766,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 6.879,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 134.749,00 173.661,00
Summe Sachanlagen 0,00 141.628,00 173.661,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 2.500,00 2.500,00
Summe Finanzanlagen 0,00 2.500,00 2.500,00
Summe Anlagevermögen 0,00 166.852,75 198.927,00

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden 15 Jahre festgelegt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Aufwendungen, die die nachfolgenden Geschäftsjahre betreffen.

In 2023 wurde ein Rechnungsabgrenzungsposten nur gebildet, soweit der Betrag von EUR 800,00 überschritten wurde.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Wert 01.01.2023
TEUR
Verbrauch 2023
TEUR
Auflösung 2023
TEUR
Zuführung 2023
TEUR
Wert 31.12.2023
TEUR
Gewerbesteuer 0 0 0 163 163
Körperschaftsteuer 0 0 0 160 160
Urlaub/Überstunden 278 41 0 284 521
Personalkosten 695 694 0 1.263 1.264
Altersteilzeit 153 63 91 0 62
./. Aktivwert -126 0 1 0 -62
Aufbewahrungspflicht 44 0 0 3 46
Abschluss/Prüfung 32 18 0 19 33
Übrige 18 32 0 33 19
1.094 848 92 1.925 2.206

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 887 TEuro (Vorjahr: 619 TEuro).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 70
leitende Angestellte 2
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 72

Namen der Geschäftsführer

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr Frau Dorothea Bergmann, BA Tourismusmanagement, Gauting, geb. 04.06.1984, sowie Herr Michael Lautenschlager, Betriebswirt Münsing, geb. 30.08.1982.

Herr Lautenschlager hat im Dezember einen Vorschuss auf seine Tantieme für das Kalenderjahr 2023 erhalten.

Darüber hinaus wurden den Geschäftsführern keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis TEuro 2022 Eigenkapital TEuro 2022
KoSyMa GmbH, Eltville 20,00% 86 217

Nachtragsbericht

Wichtige Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 HGB

Die Gesellschaft schloss verschiedene langfristige Mietverträge ab. Zum Bilanzstichtag stellen sich die zukünftigen Verpflichtungen folgendermaßen dar:

Mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
länger als 5 Jahre
TEUR
Mietverträge 347 3216 -
Leasingverträge 7 7 -

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vorläufig noch keine Ergebnisverwendung vor.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, den 28.03.2024

gez. Dorothea Bergmann, Geschäftsführerin

gez. Michael Lautenschlager, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die psyprax GmbH, München

Wir haben den Jahresabschluss der psyprax GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Psypray GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz I HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben, Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 29. April 2024

Münchener Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
GmbH

Rappl, Wirtschaftsprüfer

Sickinger, Wirtschaftprüfer

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