W & W Asset Management GmbH
Ludwigsburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die W&W Asset Management
GmbH
Vermerk über die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der W&W Asset
Management GmbH, Ludwigsburg -bestehend aus der Bilanz zum
31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
-geprüft. Darüber hinaus haben wir den
Lagebericht der W&W Asset Management GmbH für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Institute geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB und unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können;
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systemen), um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur
Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft
abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss oder im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann;
|
| ― |
beurteilen wir die
Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses einschließlich der Angaben
sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen werden.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Stuttgart, 12. April
2024
EY
GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Frey,
Wirtschaftsprüfer
Seifert,
Wirtschaftsprüfer
Bilanz
der W&W Asset Management GmbH zum 31. Dezember
2023
Aktivseite
|
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
| 1. Forderungen an
Kreditinstitute |
|
|
|
| a) täglich
fällig |
20.192.087,10 |
|
23.564.126,62 |
|
|
20.192.087,10 |
23.564.126,62 |
| 2. Forderungen an
Kunden |
|
9.798.624,24 |
12.483.311,88 |
| darunter: |
|
|
|
| an
Finanzdienstleistungsinstitute EUR 1.736.634,33 (Vj.
EUR 2.029.844,31) |
|
|
|
| 3. Schuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere |
|
|
|
| a) Anleihen und
Schuldverschreibungen |
|
|
|
| aa) von anderen
Emittenten |
20.523.892,40 |
|
20.092.222,80 |
| darunter: beleihbar bei
der Deutschen Bundesbank EUR 3.007.660,11 (Vj. EUR
2.997.324,15) |
|
|
|
|
|
20.523.892,40 |
20.092.222,80 |
| 4. Aktien und andere
nicht festverzinsliche Wertpapiere |
|
9.419.841,57 |
8.852.782,26 |
| 5. Anteile an
verbundenen Unternehmen |
|
1.960.213,73 |
1.795.687,35 |
| darunter: an
Finanzdienstleistungsinstituten EUR 1.795.687,35 (Vj.
EUR 1.795.687,35) |
|
|
|
| 6. Sonstige
Vermögensgegenstände |
|
882.742,82 |
851.432,25 |
| 7.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
15.722,88 |
15.135,53 |
| 8. Aktiver
Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung |
|
115.820,92 |
112.354,70 |
| Summe der Aktiva |
|
62.908.945,66 |
67.767.053,39 |
Passivseite
|
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
| 1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden |
|
|
|
| a) andere
Verbindlichkeiten |
|
|
|
| aa) täglich
fällig |
|
468.406,81 |
217.193,01 |
| 2. Sonstige
Verbindlichkeiten |
|
35.815.449,82 |
41.523.282,71 |
| 3.
Rückstellungen |
|
|
|
| a) Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen |
13.166.139,33 |
|
12.469.710,53 |
| b) andere
Rückstellungen |
2.197.764,48 |
|
2.295.681,92 |
|
|
15.363.903,81 |
14.765.392,45 |
| 4. Eigenkapital |
|
|
|
| a) gezeichnetes
Kapital |
7.391.650,00 |
|
7.391.650,00 |
| b)
Kapitalrücklage |
964.816,70 |
|
964.816,70 |
| c)
Gewinnrücklagen |
|
|
|
| ca) andere
Gewinnrücklagen |
2.904.718,52 |
|
2.904.718,52 |
|
|
11.261.185,22 |
11.261.185,22 |
| Summe der Passiva |
|
62.908.945,66 |
67.767.053,39 |
Gewinn-
und Verlustrechnung der W&W Asset Management GmbH
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
|
|
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| 1. Zinserträge
aus |
|
|
|
|
| a) Kredit- und
Geldmarktgeschäften |
293.812,68 |
|
|
-56.908,11 |
| Darunter: |
|
|
|
|
| originäre
Zinserträge EUR 293.812,68 (Vj. EUR
4.560,54) |
|
|
|
|
| negative
Zinserträge EUR 0,00 (Vj. EUR -61.468,65) |
|
|
|
|
| b) festverzinslichen
Wertpapieren und Schuldbuchforderungen |
331.847,81 |
|
|
230.537,39 |
| c) sonstige
Zinserträge |
43.313,39 |
|
|
45.543,87 |
|
|
673.973,88 |
|
219.173,15 |
| 2. Zinsaufwendungen |
|
-269.794,63 |
|
-425.591,19 |
| Darunter: |
|
|
|
|
| originäre
Zinsaufwendungen EUR -269.794,63 (Vj. EUR
-449.209,89) |
|
|
|
|
| negative
Zinsaufwendungen EUR 0,00 (Vj. EUR 23.618,70) |
|
|
|
|
| Zinsergebnis |
|
|
404.179,25 |
-206.418,04 |
| 3. Laufende Erträge
aus |
|
|
|
|
| a) Aktien und anderen
nicht festverzinslichen Wertpapieren |
|
158.667,27 |
|
2.400,00 |
| b) Anteilen an
verbundenen Unternehmen |
|
10.000.000,00 |
|
16.000.000,00 |
|
|
|
10.158.667,27 |
16.002.400,00 |
| 4.
Provisionserträge |
|
38.006.672,84 |
|
37.688.108,39 |
| 5.
Provisionsaufwendungen |
|
-1.919.085,04 |
|
-721.395,42 |
| Provisionsergebnis |
|
|
36.087.587,80 |
36.966.712,97 |
| 6. Sonstige betriebliche
Erträge |
|
|
9.820.510,76 |
9.969.520,12 |
| 7. Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen |
|
|
|
|
| a) Personalaufwand |
|
|
|
|
| aa) Löhne und
Gehälter |
-9.720.082,48 |
|
|
-10.563.729,27 |
| ab) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung |
-1.721.706,30 |
|
|
-1.784.976,94 |
| Darunter: |
|
-11.441.788,78 |
|
-12.348.706,21 |
| für
Altersversorgung EUR -301.037,34 (Vj. EUR
-353.082,24) |
|
|
|
|
| b) andere
Verwaltungsaufwendungen |
|
-9.587.382,86 |
|
-9.366.007,06 |
|
|
|
-21.029.171,64 |
-21.714.713,27 |
| 8. Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
|
|
-235.684,75 |
-284.209,10 |
| 9. Erträge aus
Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelte Wertpapiere |
|
|
572.415,42 |
232.058,91 |
| 10. Ergebnis der
normalen Geschäftstätigkeit |
|
|
35.778.504,11 |
40.965.351,59 |
| 11. Auf Grund einer
Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder
eines Teilgewinnabführungsvertrags
abgeführte Gewinne |
|
|
-35.778.504,11 |
-40.965.351,59 |
| 12.
Jahresüberschuss |
|
|
0,00 |
0,00 |
ANHANG
Grundlagen des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss der W&W Asset Management GmbH
wurde nach den Vorschriften des HGB unter Beachtung der
ergänzenden Vorschriften nach §§ 340ff HGB
in Verbindung mit der Verordnung über die
Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) und der
besonderen Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.
Nicht belegte Posten der Bilanz und der Gewinn- und
Verlustrechnung wurden gemäß § 265 Abs. 8
HGB nicht aufgeführt und die Nummerierung des
Formblatts erfolgte gemäß RechKredV fortlaufend.
BILANZIERUNGS- UND
BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Seit dem 1. Januar 2009 gilt zwischen der W&W
Asset Management GmbH und der Wüstenrot &
Württembergische AG ein Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag. Der Vertrag hat eine Laufzeit
von fünf Jahren und verlängert sich bei
Nichtkündigung um jeweils ein Jahr. Der Vertrag wurde
nicht gekündigt.
Die W&W Asset Management GmbH befindet sich als
Organgesellschaft in einer ertrags- und umsatzsteuerlichen
Organschaft mit der Wüstenrot &
Württembergische AG (Organträger).
Beim Ansatz und der Bewertung latenter Steuern wurden
Differenzen aus den Regelungen der OECD Säule 2
entsprechend § 274 Abs. 3 HGB nicht
berücksichtigt.
Die W&W Asset Management GmbH wird in eine
Unternehmensgruppe i. S. d. Mindeststeuergesetzes
einbezogen. Für die Gesellschaft werden sich keine
Auswirkungen bei Anwendung des Mindeststeuergesetzes
ergeben, da die oberste Muttergesellschaft vom
Anwendungsbereich des deutschen Mindeststeuergesetzes
umfasst ist.
Die Forderungen sind gemäß § 340e HGB
mit dem Nennwert angesetzt.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu
fortgeführten Anschaffungskosten gemäß
§ 340e Abs. 1 in Verbindung mit § 253 Abs. 1 und
3 HGB bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung
werden außerplanmäßige Abschreibungen
gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.
Wertaufholungen werden vorgenommen, soweit die Gründe
für eine Abschreibung nicht mehr bestehen.
Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen
erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten.
Ansprüche aus verpfändeten
Rückdeckungsversicherungen für
Versorgungszusagen, die dem Zugriff aller übrigen
Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der
Erfüllung von Schulden aus
Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden mit diesen
gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert. Analog
wird mit den Aufwendungen und Erträgen aus der
Abzinsung und dem zu verrechnenden Vermögen verfahren.
Die Rückdeckungsversicherungen werden mit dem
Deckungskapital angesetzt.
Verbindlichkeiten sind gemäß § 253
Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Unterschiedsbeträge gemäß § 250 Abs. 3
HGB bestehen nicht.
Rückstellungen sind mit dem nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Preis- und
Kostensteigerungen sowie die generelle Abzinsungspflicht
gemäß § 253 Abs. 2 HGB sind bei der
Bewertung von Rückstellungen mit einer Laufzeit von
mehr als einem Jahr berücksichtigt. Die in den
Rückstellungen enthaltenen Saldierungseffekte
gemäß § 246 Abs. 2 HGB belaufen sich zum
Bilanzstichtag auf 2.284 TEUR (Vj. 1.948 TEUR), was dem
beizulegenden Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte
entspricht. Die Erfüllungsbeträge der
zugehörigen Rückstellungen belaufen sich zum
Bilanzstichtag auf 2.815 TEUR (Vj. 2.463 TEUR).
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen sind nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Der
Erfüllungsbetrag gemäß BilMoG wird auf
Basis der Projected Unit Credit Methode ermittelt und als
Barwert der erworbenen Anwartschaft ausgewiesen.
Für die Ermittlung dieser Rückstellungen
gelten folgende versicherungsmathematische Annahmen:
| in % |
2023 |
2022 |
| Rechnungszinssatz |
1,83 |
1,79 |
| Rententrend |
2,00 |
2,00 |
| Gehaltstrend |
3,00 |
3,00 |
| Fluktuation |
|
|
| Tarifbereich |
3,50 |
3,50 |
| Vertragsbereich |
1,00 |
1,00 |
| Biometrie |
Heubeck-Richttafeln 2018
G |
Heubeck-Richttafeln 2018
G |
Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ist bei
Rückstellungen für
Altersversorgungsverpflichtungen der Rechnungszinssatz mit
dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10
Jahre anzusetzen. Der Unterschiedsbetrag zwischen der
Bewertung der Rückstellung für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen mit dem
10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem
7-Jahresdurchschnittszinssatz gemäß § 253
Abs. 6 HGB beträgt 159 TEUR (Vj. 777 TEUR). Dieser
Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre des §
253 Abs. 6 Satz 2 HGB.
Die Rückstellungen aufgrund der Sozialordnung
und für Jubiläumszuwendungen wurden mit dem nach
§ 253 Abs. 2 HGB notwendigen Erfüllungsbetrag
unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G (Zins 1,27
%, Vj. 0,83 %) mit der "Projected-Unit-Credit-Methode"
ermittelt. Fluktuation und künftige
Gehaltssteigerungen wurden berücksichtigt.
Rechtliche Verpflichtungen aus
Altersteilzeitverträgen bestehen nicht.
Die Umrechnung der auf Fremdwährung lautenden
Vermögensgegenstände erfolgt nach § 340h HGB
i.V.m. § 256a HGB auf Basis der Referenzkurse der
Europäischen Zentralbank (EZB) vom 31. Dezember 2023.
Aufwendungen und Erträge gehen zu den
Umrechnungskursen des jeweiligen Tages in die Gewinn- und
Verlustrechnung ein.
Im Berichtsjahr sind keine negativen Zinsen aus
Aktiv- und Passivgeschäften mehr angefallen. Im
Vorjahr wurden die negativen Zinsen aus
Aktivgeschäften im Zinsertrag sowie negative Zinsen
aus Passivgeschäften im Zinsaufwand erfasst.
Erläuterungen zur Bilanz
BILANZSUMME
Die Bilanzsumme der W&W Asset Management GmbH
betrug zum Ende des Geschäftsjahrs 62.909 TEUR (Vj.
67.767 TEUR).
AKTIVA
FORDERUNGEN AN VERBUNDENE
UNTERNEHMEN
| in TEUR |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Forderungen an
Kreditinstitute - täglich fällig |
17.645 |
70 |
| Forderungen an
Kunden |
8.856 |
10.855 |
| darunter Forderungen
gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
794 |
401 |
FORDERUNGEN AN KUNDEN
Die Forderungen an Kunden sind täglich
fällig.
Es handelt sich im Wesentlichen um Forderungen
gegenüber verbundenen Unternehmen aus
Nachverrechnungen für das Jahr 2023 gemäß
Vergütungsvereinbarung.
SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE
FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE
Die W&W Asset Management GmbH hält in ihrem
Anlagevermögen Schuldverschreibungen mit einem
Buchwert (ohne Stückzinsen) von 20.442 TEUR (Vj.
20.018 TEUR). Der Zeitwert dieser Finanzanlagen betrug zum
Bilanzstichtag 17.143 TEUR (Vj. 15.867 TEUR). Davon ist
für einen Buchwert von 17.456 TEUR (Vj. 19.746 TEUR)
eine außerplanmäßige Abschreibung
gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB aufgrund der
definierten Durchhaltestrategie bis zur Endfälligkeit
unterblieben. Bonitätsbedingte Gründe für
eine dauerhafte Wertminderung sind nicht erkennbar. Der
Zeitwert dieser Finanzanlagen betrug zum Bilanzstichtag
14.131 TEUR (Vj. 15.592 TEUR).
Die Position enthält Wertpapiere in Höhe
von 107 TEUR (Vj. 106 TEUR), welche im Folgejahr
fällig werden. Auf diese Wertpapiere entfallen
anteilige Zinsen in Höhe von 0,4 TEUR (Vj. 0,4 TEUR).
Alle Schuldverschreibungen sind börsenfähig
und börsennotiert.
AKTIEN UND ANDERE NICHT
FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE
Die W&W Asset Management GmbH hält in ihrem
Anlagevermögen Fondsanteile mit einem Buchwert von
9.420 TEUR (Vj. 8.853 TEUR). Der Zeitwert dieser
Finanzanlagen betrug zum Bilanzstichtag insgesamt 9.420
TEUR (Vj. 8.853 TEUR). Die in dieser Position ausgewiesenen
Investmentfondsanteile sind vollständig
börsenfähig, aber nicht börsennotiert.
Angaben nach § 285 Nr. 26 HGB:
Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen
| Fondsname |
Anlageziel |
Zertifikatswert |
Buchwert |
Differenz zum
Buchwert |
Für das
Geschäftsjahr erfolgte Ausschüttung |
| in TEUR |
|
|
|
|
|
| W&W Nachhaltige
Strategie Renten |
Rentenfonds |
2 653 |
2 653 |
0 |
45 |
Es sind keine Beschränkungen in der
Möglichkeit der täglichen Rückgabe bekannt.
ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
| in TEUR |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| W&W Asset Management
Ireland DAC (vormals W&W Asset Management Dublin
DAC) |
1.029 |
1.029 |
| W&W Investment
Managers DAC (vormals W&W Advisory Dublin
DAC) |
767 |
767 |
| BF.capital GmbH,
Stuttgart |
164 |
- |
Die Anteile an den irischen Gesellschaften von
jeweils 100 % sind weder börsennotiert noch
börsenfähig.
Im Jahr 2023 wurden 35% der Anteile am Stuttgarter
Investmenthaus BF.capital GmbH erworben. Aufgrund eines
befristeten Stimmbindungsvertrages besitzt die W&W
Asset Management GmbH die Stimmrechts-Mehrheit an der
BF.capital GmbH, so dass ein temporäres
Mutter-Tochter-Verhältnis besteht.
Die BF.capital GmbH ist weder börsennotiert noch
börsenfähig.
ENTWICKLUNG DES
ANLAGEVERMÖGENS
Anlagespiegel
| in TEUR |
Schuldverschreibungen |
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere |
Anteile an verbundenen
Unternehmen |
| Stand 01.01.2023
Anschaffungs-/ Herstellungskosten |
20.007 |
9.954 |
1.796 |
| Zugänge im
Geschäftsjahr |
817 |
0 |
164 |
| Abgänge im
Geschäftsjahr |
-413 |
0 |
0 |
| Umbuchungen im
Geschäftsjahr |
0 |
0 |
0 |
| Stand 31.12.2023
Anschaffungs-/ Herstellungskosten |
20.411 |
9.954 |
1.960 |
| Stand 01.01.2023
Abschreibungen |
11 |
-1.101 |
0 |
| Abschreibungen im
Geschäftsjahr
1 |
0 |
0 |
0 |
| Zuschreibungen im
Geschäftsjahr
1 |
20 |
567 |
0 |
| Änderungen der
gesamten Abschreibungen aufgrund Zugängen |
0 |
0 |
0 |
| Änderungen der
gesamten Abschreibungen aufgrund Abgängen |
0 |
0 |
0 |
| Änderungen der
gesamten Abschreibungen aufgrund Umbuchungen |
0 |
0 |
0 |
| Stand 31.12.2023
Abschreibungen |
31 |
-534 |
0 |
| Buchwert 31.12.2023 |
20.442 |
9.420 |
1.960 |
| Buchwert 31.12.2022 |
20.018 |
8.853 |
1.796 |
1 Inkl. Zinsamortisation von Agien/Disagien aus
Restlaufzeitverkürzung
SONSTIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Die sonstigen Vermögensgegenstände
beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus dem
Deckungskapital der Führungskräfteversorgung in
Höhe von 878 TEUR (Vj. 849 TEUR).
FREMDWÄHRUNG
Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände,
die auf Fremdwährung lauten, beträgt 17.537 TEUR
(Vj. 17.276 TEUR).
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER
VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
| in TEUR |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden |
468 |
217 |
| davon Wüstenrot
& Württembergische AG |
0 |
0 |
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im
Wesentlichen die Gewinnabführungsverpflichtung aus dem
Gewinnabführungsvertrag mit der Wüstenrot &
Württembergische AG in Höhe von 35.779 TEUR (Vj.
40.965 TEUR).
RÜCKSTELLUNGEN
Die anderen Rückstellungen betreffen:
| in TEUR |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Personelle
Aufwendungen |
2.068 |
2.150 |
| Sachaufwendungen |
130 |
146 |
|
2.198 |
2.296 |
EIGENKAPITAL
| in TEUR |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Gezeichnetes
Kapital |
7.391 |
7.391 |
|
Kapitalrücklage |
965 |
965 |
|
Gewinnrücklagen |
2.905 |
2.905 |
| Eigenkapital |
11.261 |
11.261 |
Die Wüstenrot & Württembergische AG
hält unverändert 100 % des Stammkapitals.
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
ZINSERTRÄGE
Die Zinserträge beinhalten insbesondere
Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren in
Höhe von 332 TEUR (Vj. 231 TEUR) sowie
Zinserträge aus Tagesgeldanlagen in Höhe von 140
TEUR (Vj. 0 TEUR). Im Ausweis sind keine negativen
Zinserträge aus Aktivgeschäften enthalten (Vj. 61
TEUR).
ZINSAUFWENDUNGEN
In dieser Position sind insbesondere Zinsaufwendungen
aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von
160 TEUR (Vj. 446 TEUR) enthalten. Im Ausweis sind keine
negativen Zinsaufwendungen (Vj. 24 TEUR) enthalten.
LAUFENDE ERTRÄGE AUS ANTEILEN AN
VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
In dieser Position ist die Ausschüttung irischer
Beteiligungserträge enthalten.
PROVISIONSERGEBNIS
Die Provisionserträge beinhalten im Wesentlichen
Erträge aus der Finanzportfolioverwaltung,
Erträge aus Beratungsleistungen sowie erhaltene
Bestandsprovisionen.
Die Provisionsaufwendungen beinhalten Aufwendungen
für unterstützende Beratungsleistungen sowie zu
bezahlende Bestandsprovisionen.
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Diese Position enthält insbesondere Erträge
aus gegenüber verbundenen Unternehmen erbrachten
Dienstleistungen 9.625 TEUR, (Vj. 9.603 TEUR), sowie
periodenfremde Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen 115 TEUR (Vj. 250 TEUR). In dieser
Position sind außerdem Erträge aus der
Veränderung von Aktivwerten zur
Führungskräfteversorgung in Höhe von 29 TEUR
(Vj. 81 TEUR) enthalten.
Darüber hinaus enthält die Position die
Saldierungseffekte nach § 246 Abs. 2 HGB in Höhe
von 10 TEUR (Vj. Ausweis unter sonstigen betrieblichen
Aufwendungen 61 TEUR) nach Verrechnung mit Aufwendungen in
Höhe von 71 TEUR (Vj. Verrechnung mit Erträgen
145 TEUR).
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten
im Wesentlichen Aufwendungen aus empfangenen
Dienstleistungen von Konzerngesellschaften in Höhe von
210 TEUR (Vj. 199 TEUR).
ERTRÄGE AUS ZUSCHREIBUNGEN ZU
BETEILIGUNGEN, ANTEILEN AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND WIE
ANLAGEVERMÖGEN BEHANDELTE WERTPAPIERE
Von der Möglichkeit der Verrechnung
gemäß § 33 RechKredV wurde Gebrauch
gemacht. Diese Position enthält Realisierungs- sowie
Bewertungserfolge der dem Anlagevermögen zugewiesenen
Wertpapiere und Investmentanteile.
Sonstige Angaben
UNTERNEHMEN, AN DENEN EIN ANTEILSBESITZ
VON 20 % UND MEHR BESTEHT
| Name und Sitz des
Unternehmens |
Anteil am Kapital |
Eigenkapital |
Ergebnis letztes
Geschäftsjahr |
|
in % |
TEUR |
TEUR |
| W&W Asset Management
Ireland DAC, Dublin (ehemals W&W Asset Management
Dublin DAC) |
100 |
14.684
1 |
4.317
1 |
| W&W Investment
Managers DAC, Dublin (ehemals W&W Advisory Dublin
DAC) |
100 |
9.365
1 |
2.977
1 |
| BF.capital GmbH,
Stuttgart |
35 |
649
2 |
37
2,3 |
1 Entsprechend der Jahresabschlüsse des
Geschäftsjahres 2022.
2 Entsprechend des Jahresabschlusses des
Geschäftsjahres 2022/2023
3 Jahresergebnis vor Gewinnabführung
SONSTIGE FINANZIELLE
VERPFLICHTUNGEN
Gegenüber verbundenen Unternehmen ergeben sich
laut Unternehmensplanung aus Mietverträgen,
IT-Verträgen sowie anderen
Dienstleistungsverträgen folgende jährliche
Verpflichtungen:
7,1 Mio € im Geschäftsjahr 2024
7,2 Mio € im Geschäftsjahr 2025
PRÜFUNGS- UND BERATUNGSLEISTUNGEN
DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen
der EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bezieht sich auf die
Prüfung des Jahresabschlusses. Andere
Bestätigungsleistungen betreffen Prüfungen nach
dem Wertpapierhandelsgesetz. Die Angaben zu den
Abschlussprüferhonoraren sind im Konzernabschluss der
Wüstenrot & Württembergischen AG enthalten.
Auf die Veröffentlichung an dieser Stelle wird
aufgrund der befreienden Konzernklausel des § 285 Nr.
17 HGB verzichtet.
ORGANE
Von der Regelung des § 286 Abs. 4 HGB wurde
bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der aktiven
und der ehemaligen Mitglieder der
Geschäftsführung sowie der Angabe zu
Pensionsrückstellungen gegenüber den ehemaligen
Geschäftsführern Gebrauch gemacht.
Gegenüber den Mitgliedern der
Geschäftsführung bestehen zum 31. Dezember 2023
keine Forderungen aus gewährten Vorschüssen und
Krediten. Zugunsten dieses Personenkreises wurden keine
Haftungsverhältnisse eingegangen.
GESCHÄFTSFÜHRUNG
ALEXANDER MAYER, Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH)
Sprecher der Geschäftsführung
Mitgliedschaften in Aufsichtsräten
BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft,
Stellvertretender Vorsitzender
BF.direkt AG (ab 18. November 2023),
Stellvertretender Vorsitzender (ab 26. Januar 2024)
MATTHIAS SCHELL, Dipl.-Finanzwirt (FH)
Geschäftsführer (bis 31. August 2023)
Mitgliedschaften in Aufsichtsräten
W&W Asset Management Ireland DAC (bis 31. August
2023)
Allgemeine Rentenanstalt Pensionskasse AG (bis 31.
August 2023)
STEFFEN SIHLER, Dipl.-Betriebswirt (BA)
Geschäftsführer
Mitgliedschaften in Aufsichtsräten
The W&W Global Income Fund ICAV
BF.capital GmbH, Stellv. Vorsitzender (ab 24.
November 2023)
W&W Asset Management Ireland DAC (ab 1. Januar
2024)
MARLIES WIEST-JETTER, Dipl.-Betriebswirtin (FH)
Geschäftsführerin (ab 1. September 2023)
Mitgliedschaften in Aufsichtsräten
Allgemeine Rentenanstalt Pensionskasse AG (ab 1.
September 2023)
Württembergische Krankenversicherung AG,
Vorsitzende
Asset Management Ireland DAC (ab 1. Januar 2024)
Fundamenta-Lakaskassza-Lakastakarekpenztar Zrt.,
Stellv. Vorsitzende
MITARBEITER
Im Jahresdurchschnitt waren bei der W&W Asset
Management GmbH 111 (Vj. 115) Mitarbeiter beschäftigt,
davon 40 (Vj. 43) Frauen und 71 (Vj. 72) Männer. Bei
den Frauen waren 22 (Vj. 23) in Vollzeit beschäftigt
und 18 (Vj. 20) in Teilzeit. Dies entspricht einer
Teilzeitquote von 45 %. Bei den Männern waren 66 (Vj.
67) in Vollzeit beschäftigt und 5 (Vj. 5) in Teilzeit.
Dies entspricht einer Teilzeitquote von 7 %. Bezogen auf
Arbeitskapazitäten ohne Auszubildende waren dies im
Jahresdurchschnitt 89 (Vj. 94) Mitarbeiter, davon 75 (Vj.
78) in Vollzeit und 14 (Vj. 16) in Teilzeit.
FIRMA
Die W&W Asset Management GmbH, W&W-Platz 1,
70806 Kornwestheim ist im Handelsregister B des
Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 24643
eingetragen.
KONZERN
Die W&W Asset Management GmbH gehört zum
W&W Konzern, dessen Mutterunternehmen die
Wüstenrot & Württembergische AG,
Kornwestheim, ist. Auf die Aufstellung eines
Teilkonzernabschlusses für die W&W Asset
Management GmbH haben wir gemäß § 291 HGB
verzichtet. Der Konzernabschluss der Wüstenrot &
Württembergische AG wird im Bundesanzeiger
veröffentlicht.
NACHTRAGSBERICHT
Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 gab es
keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.
ANLAGE GEMÄß § 42
WERTPAPIERINSTITUTSGESETZ (WpIG)
Bezüglich der Veröffentlichung gem. §
42 WpIG verweisen wir auf die Anlage zum Anhang.
Ludwigsburg, den 11. April
2024
W&W
Asset Management GmbH
Alexander
Mayer
Steffen
Sihler
Marlies
Wiest-Jetter
Anlage gemäß § 42
WpIG
Veröffentlichung gemäß
§ 42 Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG)
Die W&W Asset Management GmbH (W&W AM) ist
gemäß § 42 WpIG verpflichtet die folgenden
zusätzlichen Angaben zu den in Irland ansässigen
Tochterunternehmen zu machen.
Einbezogene Gesellschaften
|
Art der
Tätigkeit |
Sitz/Ort |
Land |
| W&W Asset Management
Ireland DAC |
Vermögensverwaltungsgesellschaft |
Dublin |
Irland |
Länderspezifische Angaben
2023
|
|
Irland |
| - |
- |
- |
| Umsatz |
in Tsd € |
23 047 |
| Lohn- und
Gehaltsempfänger in
Vollzeitäquivalenten |
Anzahl |
16,0 |
| Gewinn oder Verlust vor
Steuern |
in Tsd € |
10 319 |
| Steuern auf Gewinn oder
Verlust |
in Tsd € |
-1 290 |
| Erhaltene
öffentliche Beihilfen |
in Tsd € |
- |
LAGEBERICHT
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
1. Grundlagen der W&W Asset
Management GmbH
1.1 Geschäftsmodell
W&W Asset Management GmbH im
Profil
Die W&W Asset Management GmbH mit Sitz in
Ludwigsburg ist das Kompetenzzentrum für
institutionelle Anlageberatung/-betreuung,
Portfoliomanagement, Ordermanagement,
Kapitalanlagenrisikocontrolling und -reporting sowie die
Credit Steuerung des Eigengeschäfts in der
W&W-Gruppe und gehört mit 35,3 Mrd. € Assets
under Management (31. Dezember 2023) zu den großen
Anbietern deutschlandweit.
Die Wüstenrot & Württembergische AG ist
Alleingesellschafterin der W&W Asset Management GmbH:
Die W&W Asset Management GmbH verantwortet,
steuert und bündelt die Aktivitäten im
Investment- und Wertpapierbereich für die
Gesellschaften der W&W-Gruppe als Dienstleister. Dabei
betreut sie die Assetklassen Aktien, Renten, Geldmarkt und
Devisen inklusive der dazugehörigen Derivate,
Alternative Investments und Immobilien. Darüber hinaus
werden auch Privatkundengelder in Investmentfonds betreut.
Hierfür erfolgt zudem eine Vertriebsunterstützung
im Bereich Publikumsfonds.
Zudem koordiniert die W&W Asset Management GmbH
die konzerneigenen Kapitalanlagegesellschaften in Irland.
Die W&W Asset Management Ireland DAC ist eine
Kapitalverwaltungsgesellschaft mit AIFM-Lizenz. Neben der
W&W Asset Management Ireland DAC existiert als weitere
Tochtergesellschaft in Irland die W&W Investment
Managers DAC. Die W&W Investment Managers DAC hat die
MiFID Lizenz an die CBI (Central Bank of Ireland)
zurückgegeben und führt keine operativen
Tätigkeiten mehr aus. Zusätzlich zu den beiden
100% Tochtergesellschaften in Irland hält die W&W
Asset Management GmbH seit 01.10.2023 eine 35 % Beteiligung
an der BF.capital GmbH. Aufgrund eines befristeten
Stimmbindungsvertrages besitzt die W&W Asset Management
GmbH die Stimmrechts-Mehrheit an der BF.capital GmbH, so
dass ein temporäres Mutter-Tochter-Verhältnis
besteht. Die BF.capital GmbH ist ein Investmentmanager
für institutionelle Investoren.
1.2 Steuerungssystem
Das Steuerungssystem ist bei der W&W Asset
Management GmbH darauf ausgerichtet, die
Geschäftsführung regelmäßig über
die aktuelle Zielerreichung zu informieren und
Planabweichungen frühzeitig zu signalisieren. Dabei
handelt es sich um ein integriertes Steuerungssystem. Auf
Basis der Geschäftsstrategie wird eine
Geschäftsplanung für drei Jahre erstellt. Zur
Überprüfung der operativen Planung werden im
laufenden Geschäftsjahr jeweils zwei Hochrechnungen
durchgeführt. Die unterjährige Steuerung erfolgt
anhand eines "Steuerungscockpits". Hier wird auf
monatlicher Basis verfolgt, ob die geplanten Zielergebnisse
erreicht wurden. Sich abzeichnende Abweichungen können
dadurch frühzeitig erkannt und gegensteuernde
Maßnahmen zeitnah ergriffen werden. Zur Analyse der
Geschäftsentwicklung enthält das
Steuerungscockpit zusätzlich zu den bedeutsamsten
Leistungsindikatoren weitere finanzielle Kennzahlen.
Bedeutsamste finanzielle
Leistungsindikatoren der W&W Asset Management GmbH
Für eine adäquate Steuerung wurden
bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren in den
Dimensionen "Ertrag ausbauen" und "Kosten aktiv auf
Marktniveau managen" für die W&W Asset Management
GmbH definiert.
Innerhalb der Dimension "Ertrag ausbauen" wird das
Ergebnis v. St. (HGB) als bedeutsamster finanzieller
Leistungsindikator verwendet. Die Dimension "Kosten aktiv
auf Marktniveau managen" wird anhand des
Verwaltungsaufwandes inklusive des
Dienstleistungsergebnisses gemessen, das heißt
inklusive Verrechnungen mit anderen Konzernunternehmen.
Weitere Leistungsindikatoren
Als weitere (bedeutsame) Leistungsindikatoren werden
das Provisionsergebnis (HGB) und die Kennzahl Assets under
Management (AuM) verwendet.
| Leistungsindikatoren der
W&W AM |
2022 in Mio.
€ |
2023 in Mio.
€ |
Veränderung in
% |
| Bedeutsamste finanzielle
Leistungsindikatoren |
|
|
|
| Ergebnis v. St.
(HGB) |
41,0 |
35,8 |
-12,7% |
| Verwaltungsaufwand inkl.
DL-Erg. (HGB) |
12,1 |
11,4 |
-5,8 % |
| Weitere
Leistungsindikatoren |
|
|
|
| Assets under
Management |
34.035 |
35.302 |
3,7 % |
| Provisionsergebnis
(HGB) |
37,0 |
36,1 |
-2,4 % |
Die Erläuterungen zu den Kennzahlen erfolgen im
Abschnitt "Geschäftsentwicklung".
1.3 Nachhaltiges Engagement
Verantwortliches Handeln und gesellschaftliches
Engagement haben in der W&W-Gruppe eine lange Tradition
und sind feste Bestandteile der Unternehmenskultur. Ihr
liegt das aus dem Stiftungsgedanken der
Hauptgesellschafterin der W&W AG abgeleitete
Verständnis einer langfristigen, auf Stabilität
ausgerichteten Unternehmensführung zugrunde.
Zur Untermauerung unserer
Nachhaltigkeitspositionierung hat die W&W-Gruppe seit
2021 eine Nachhaltigkeitsstrategie mit folgenden sechs
Handlungsfeldern: Kunde und Produkt, Kapitalanlagen und
Refinanzierungen, Eigener Betrieb, Beschäftigte,
Gesellschaft und Organisation. Die gesamte W&W-Gruppe
und damit auch die W&W Asset Management GmbH haben sich
somit verpflichtet, Aspekte der Nachhaltigkeit im Rahmen
der Kapitalanlagen zu berücksichtigen. Die W&W
Asset Management GmbH implementiert die Vorgaben und
Aspekte der Nachhaltigkeit, die durch die Unternehmen der
W&W-Gruppe bzw. der Kunden vorgegeben werden.
Zur Analyse der Kapitalanlagebestände (im
Speziellen für Unternehmen und Staaten) unserer Kunden
arbeiten wir mit einem externen Dienstleister (ISS ESG)
zusammen. Im Zuge dessen werden auch speziell
ökologische und soziale sowie die
Unternehmensführung betreffende Risiken (ESG-Risiken),
soweit diese Risiken mit dem Anlageportfolio und dessen
Verwaltung in Verbindung stehen, in der Kapitalanlage zum
Beispiel über Ausschlusskriterien berücksichtigt.
Diese Ausschlusskriterien sowie der Umgang mit diesen
werden auf der Homepage der W&W Asset Management GmbH
veröffentlicht. Als Kapitalgeber hat die
W&W-Gruppe und damit die W&W Asset Management GmbH
als konzerninterner Dienstleister für das Asset
Management zusammen mit anderen Kapitalsammelstellen einen
großen Einfluss auf den erfolgreichen Strukturwandel
hin zu einer klimafreundlicheren und emissionsärmeren
Wirtschaft beziehungsweise Gesellschaft. Direkte
Investitionen in erneuerbare Energien sind seit vielen
Jahren fester Bestandteil des strategischen
Kapitalanlageprozesses der W&W-Gruppe und wir verfolgen
eine stetige Reduzierung des CO2-Anteils in den
Kapitalanlagen (vornehmlich im Bereich Aktien und
Unternehmensanleihen) hin zu einer klimaneutralen
Kapitalanlage bis 2050. Dabei ist in den Jahren 2023 bis
2025 eine Reduktion des Relative Carbon Footprints in
Höhe von 10% zu erreichen.
1.4 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter
Für den W&W-Konzern und somit auch für
die W&W Asset Management GmbH als
Dienstleistungsunternehmen sind die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter ein wichtiger Bestandteil zur Sicherung der
Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit. Aufgrund des
Fachkräftemangels und des gesellschaftlichen Wandels
ist es daher unerlässlich, Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden. Dafür bietet
die W&W-Gruppe vielfältige Angebote und Leistungen
rund um die Themen Gesundheitsmanagement, Qualifizierung
sowie agiles, vernetztes und flexibles Arbeiten an. Unter
anderem für dieses Engagement wurde die W&W-Gruppe
im Jahr 2023 zum vierten Mal in Folge mit dem "Top
Employer"-Award ausgezeichnet.
Im Jahresdurchschnitt waren bei der W&W Asset
Management GmbH 111 (Vj. 115) Mitarbeiter beschäftigt,
davon 40 (Vj. 43) Frauen und 71 (Vj. 72) Männer.
Vorsorge und Verantwortung
Verantwortliches Handeln sowie gesellschaftliches
Engagement haben in der W&W-Gruppe eine lange Tradition
und sind feste Bestandteile der Unternehmenskultur.
Für unsere Kunden und unsere Anteilseigner, aber auch
für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wir
nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich sein. Gleichzeitig
verpflichtet sich die gesamte W&W-Gruppe, bewusst mit
ihrem sozialen, kulturellen und ökologischen Umfeld
umzugehen.
Gesundheit
Mit unserem betrieblichen Gesundheitsmanagement
möchten wir gesundheitsförderliche
Verhaltensweisen unterstützen und Belastungen am
Arbeitsplatz verhindern. Die Auszeichnung mit dem
Exzellenz-Siegel im Rahmen des Corporate Health Award
bestätigt uns ein herausragendes betriebliches
Gesundheitsmanagement, das zu den besten deutschlandweit
zählt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
profitieren von den umfassenden, bedarfsgerechten
Gesundheitsleistungen und werden in ihrer
Leistungsfähigkeit und Motivation nachhaltig
gestärkt.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Kalenderjahr
2023 gemäß vorläufigen Berechnungen einen
moderaten Rückgang der Wirtschaftsleistung um -0,1 %.
Mehrere Belastungsfaktoren waren für diese schwache
konjunkturelle Entwicklung verantwortlich. So verringerte
eine weiterhin ungewohnt hohe Inflation die reale Kaufkraft
der Privathaushalte, die in der Folge ihre Konsumnachfrage
einschränkten. Zudem liefen in der
Coronavirus-Pandemie eingeführte Ausgabenprogramme
aus, sodass auch eine schwache Staatsnachfrage das Wachstum
belastete. Des Weiteren entwickelte sich der Export
aufgrund einer schwächeren Nachfrage in wichtigen
Auslandsmärkten verhalten. Schließlich
drückte das gestiegene Zinsniveau die
Wirtschaftsaktivitäten in den zinssensitiven Sektoren
zunehmend. Dies schlug sich z.B. in deutlich
rückläufigen Wohnungsbauaufträgen nieder.
Nach dem Inflationsschock des Vorjahres erfolgte 2023
eine deutliche Beruhigung bei den Preissteigerungsraten.
Lag die Teuerungsrate im Januar noch bei 8,7 %, gab sie bis
zum Jahresende auf 3,7 % nach. Wichtigster Grund für
diese Beruhigung waren im Jahresverlauf begünstigende
Basiseffekte bei den Energiepreisen und eine eher
zurückhaltende Konsumnachfrage. Trotz des
Rückgangs der Inflation im Jahresverlauf wurde das
Zielniveau der Europäischen Zentralbank (EZB) in
Höhe von 2 % mit 5,9 % aber immer noch spürbar
übertroffen.
2.1.1 Kapitalmärkte
Anleihemärkte
Nach dem ausgeprägten Zinsanstieg des Vorjahres
fielen die Renditeveränderungen am deutschen
Anleihemarkt im Kalenderjahr 2023 moderater aus. So gab im
kurzfristigen Laufzeitenbereich die Rendite
zweijähriger Bundesanleihen von 2,76 % Ende 2022 auf
2,40 % Ende 2023 nach. Im langfristigen Laufzeitenbereich
erfolgte ein etwas umfangreicherer Zinsrückgang. Die
Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank von 2,57 %
Ende 2022 auf nur noch 2,02 %. Diese letztlich
überschaubaren Renditeveränderungen verbergen
aber größere Zinsschwankungen im Jahresverlauf.
So stieg etwa die Rendite zweijähriger Bundesanleihen
aufgrund der fortgesetzten Leitzinsanhebungen der EZB
mehrfach im Jahresverlauf über die Marke von 3,3 %.
Die langfristigen Renditen erreichten Anfang Oktober ihr
Jahreshoch, als die Rendite zehnjähriger
Bundesanleihen kurzzeitig den Bereich um die Marke von 3 %
erreichte. Ende Oktober / Anfang November sorgten dann
jedoch deutlich fallende Inflationswerte, überraschend
schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt und erste Andeutungen
der großen Notenbanken, dass sich der Zyklus der
Leitzinsanhebungen allmählich dem Ende nähern
könnte, für einen grundlegenden Richtungswechsel
an den Anleihemärkten. In den beiden Schlussmonaten
des Jahres sanken die Zinssätze über alle
Laufzeiten hinweg.
Aktienmärkte
Die europäischen Aktienmärkte starteten
bereits an den ersten Handelstagen sehr freundlich und
setzten bis Anfang März den Aufwärtstrend fort.
Eine letztlich eng begrenzte Krise einzelner, kleinerer
US-Banken sorgte dann im März für einen
temporären Kursrückgang, der aber bereits Anfang
April wieder ausgeglichen war. Bis Anfang August tendierten
die europäischen Aktienmärkte in einem breiten
Kursband seitwärts. Zunehmende Sorgen, dass die
führenden Zentralbanken die Leitzinsen noch
kräftiger erhöhen und damit den
Geschäftsausblick der Unternehmen spürbar
belasten könnten, sowie anziehende Renditen an den
Anleihemärkten sorgten anschließend bis Ende
Oktober für eine weitere Phase mit sinkenden
Aktienkursen. Diese Sorgen verflogen, als deutlich fallende
Inflationswerte und überraschend schwache Daten vom
US-Arbeitsmarkt gemeldet wurden. Zudem gab es vermehrt
Stimmen von den führenden Notenbanken, dass das Ende
der Leitzinserhöhungen erreicht sein könnte. Dies
löste Anfang November eine Jahresendrallye, die den
DAX auf neue Rekordstände steigen ließ, aus. Auf
Kalenderjahressicht verzeichnete der DAX letztlich einen
beeindruckenden Kursanstieg um 20,3 %, der Euro STOXX 50
legte um 19,2 % zu.
2.1.2 Branchenentwicklung
Wettbewerb/Marktumfeld
Das Jahr 2023 war von geopolitischen Krisen, der
anhaltenden Inflation und der Rückkehr der Zinsen
geprägt. Vor diesem Hintergrund erzielte die Branche
ein beachtliches Neugeschäft mit insgesamt 63 Mrd.
€ in Fonds und Mandaten.
Ende 2023 verwalteten Fondsgesellschaften ein
Gesamtvermögen in Höhe von 4.149 Mrd. €.
Dies entspricht rund 9 % mehr als im Vorjahr (3.805 Mrd.
€). Auf Sicht von zehn Jahren hat sich das
Gesamtvermögen, welches von Fondsgesellschaften
verwaltet wird, fast verdoppelt.
Mit einem Vermögen von rund 2.079 Mrd. €
bleiben offene Spezialfonds in Deutschland die
größte Fondsgruppe. Zusammen mit Mandaten im
Wert von 634 Mrd. € entfallen fast zwei Drittel des
verwalteten Gesamtvermögens auf das Geschäft mit
zum Beispiel Altersvorsorgeeinrichtungen und
Versicherungsgesellschaften.
Das verwaltete Vermögen von offenen
Publikumsfonds betrug in 2023 1.382 Mrd. €, das
Netto-Vermögen der geschlossenen Fonds betrug 54 Mrd.
€.
Auf der Absatzliste der Publikumsfonds stehen 2023
Aktienfonds mit Zuflüssen von 12,9 Mrd. € ganz
oben. Im Jahr zuvor lagen die Zuflüsse noch bei 0,5
Mrd. €. Anleger kauften vor allem global investierende
Fonds (16,9 Mrd. €), aus Aktienfonds mit Schwerpunkt
Deutschland flossen 3,2 Mrd. € ab. Von den gesamten
Zuflüssen entfallen 10,2 Mrd. € auf Aktien-ETFs
und 2,7 Mrd. € auf aktiv gemanagte Fonds. Insgesamt
ist das von Aktienfonds verwaltete Vermögen im letzten
Jahr um 17 Prozent auf 624 Mrd. € gestiegen.
Der Zinsanstieg führte bei Rentenfonds zu
attraktiven Perspektiven. Dies zeigt sich an der Kehrtwende
im Neugeschäft. Nach Abflüssen von 16,5 Mrd.
€ im Vorjahr erhielten sie 2023 netto 12,7 Mrd. €
neue Gelder. Dabei standen vor allem
Unternehmensanleihen-Fonds mit 4,9 Mrd. € und
Euro-Rentenfonds mit 4,5 Mrd. € im Fokus der Anleger.
Über die Hälfte des Neugeschäfts
entfällt dabei auf Renten-ETFs mit Zuflüssen von
7,9 Mrd. €. Das Vermögen aller Rentenfonds
beträgt 211 Mrd. €. Auf dem dritten Platz der
Absatzliste liegen mit 4,1 Mrd. € Geldmarktfonds. Sie
verwalten ein Vermögen von 39,4 Mrd. €.
Das Neugeschäft bei Immobilienfonds ging im
letzten Jahr zurück. Nach Zuflüssen von 0,7 Mrd.
€ im ersten Quartal 2023 und 0,3 Mrd. € im
zweiten Quartal, verbuchten die Fonds Mittelrückgaben
im dritten und vierten Quartal in Summe von 0,9 Mrd.
€. Immobilienfonds verwalten ein Netto-Vermögen
von insgesamt 131 Mrd. €.
Nach vielen Jahren auf den Spitzenplätzen in der
Absatzliste verbuchten Mischfonds 2023 Abflüsse von
15,5 Mrd. €. Von den Abflüssen entfallen 6,9 Mrd.
€ auf anleihebetonte Fonds, 5,6 Mrd. € auf
ausgewogene Fonds und 3,0 Mrd. € auf aktienbetonte
Fonds. Insgesamt verwalten Mischfonds ein Vermögen von
338 Mrd. €.
Offene Spezialfonds verbuchten Zuflüsse von 33,7
Mrd. €. Ihr Neugeschäft ist deutlich geringer als
im Vorjahr, als Spezialfonds 62,7 Mrd. € zugeflossen
waren.
Beim verwalteten Vermögen sind
Altersvorsorgeeinrichtungen mit 716 Mrd. € die
größte Gruppe. Dazu gehören zum Beispiel
berufliche Versorgungswerke. Versicherungsgesellschaften
haben 541 Mrd. € in Spezialfonds angelegt. Auf beide
Gruppen zusammen entfallen 60 Prozent des
Gesamtvermögens. Aus diesen Zahlen wird einmal mehr
deutlich, dass die Assetmanagement-Branche einen hohen
Stellenwert bei der Altersvorsorge in Deutschland hat.
2.2 Geschäftsentwicklung und Lage
der W&W Asset Management GmbH im Überblick
2.2.1 Geschäftsverlauf
Die W&W Asset Management GmbH liegt mit den von
ihr betreuten Assets under Management im Verlauf des Jahres
2023 leicht über dem Vorjahreswert. Dabei wiesen sie
Ende Dezember 2023 ein Volumen in Höhe von 35,3 Mrd.
€ (Vj. 34,0 Mrd. €) auf.
Nachfolgende Tabelle liefert einen Überblick
über die Entwicklung der Assets under Management in
den vergangenen drei Jahren:
| Assets under
Management |
2021 |
2022 |
2023 |
|
in Mio. € |
in Mio. € |
in Mio. € |
| Konzernkunden |
41.653 |
32.518 |
33.295 |
| Privatkunden |
1.799 |
1.517 |
2.007 |
| Summe |
43.452 |
34.035 |
35.302 |
Die W&W Asset Management GmbH ist ein
Dienstleistungsunternehmen für die W&W
Konzerngesellschaften.
Rund 94 % der Assets under Management stammen daher
von Konzernkunden.
Die Aufteilung der Assets under Management nach
Kundengruppen stellt sich Ende Dezember 2023 wie folgt dar
(in Mrd. €):
Schaubild 1: AuM nach Kundengruppen in
Mrd. EUR
Das Schaubild zeigt, dass die Personenversicherungen
und die Pensionskassen (PK) mit 27 Mrd. € den
größten Anteil der Assets under Management in
der Klassifizierung nach Kundengruppen ausmachen.
Das nachstehende Schaubild zeigt die Aufteilung der
Assets under Management nach Anlageklassen Ende Dezember
2023 (in Mrd. €):
Schaubild 2: AuM nach Anlageklassen in
Mrd. EUR
Der Großteil der Assets under Management
fällt in die Anlageklasse Renten, gefolgt von der
Anlageklasse Immobilien und Alternative Investments.
Obwohl sich der Wert der gesamten Assets under
Management im Vergleich zum Vorjahr erholt hat, bewegen sie
sich unter Planniveau. Dennoch stellt sich die
Geschäftsentwicklung aus Sicht der Unternehmensleitung
positiv dar, da trotz der widrigen Umstände der Ausbau
wichtiger Assetklassen wie beispielsweise Alternative
Investments fortgesetzt werden konnte.
2.2.2 Ertragslage
Geprägt von geopolitischen Krisen, der
anhaltenden Inflation, weiterhin hohen Unsicherheiten am
Kapitalmarkt und der Rückkehr der Zinsen, musste sich
die Finanzbranche in 2023 weiterhin großen
Herausforderungen stellen. Die Asset Management GmbH konnte
dennoch das Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis v.
St. (HGB) in Höhe von 35,8 Mio €
abschließen.
| Entwicklung der
Ertragslage der Gesellschaft |
2021 |
2022 |
2023 |
|
in Mio. € |
in Mio. € |
in Mio. € |
| Zinsüberschuss |
-1,2 |
- 0,2 |
0,4 |
| Laufende Erträge
aus Anteilen an verbundenen Unternehmen |
5,0 |
16,0 |
10,0 |
| Provisionsergebnis |
31,4 |
37,0 |
36,1 |
| Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen |
20,6 |
21,7 |
21,0 |
| Ergebnis v. St. |
25,4 |
41,0 |
35,8 |
| Return on Equity v.
St. |
225,8 % |
363,7 % |
317,7% |
| Kapitalrendite |
50% |
60% |
57% |
Insgesamt verzeichnet die W&W Asset Management
GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis v.
St. (HGB) in Höhe von 35,8 Mio. € (Vj. 41,0 Mio.
€) und erzielt einen Return on Equity vor Steuern von
317,7 % (Vj. 363,7 %). Maßgeblich hierfür ist
neben dem Provisionsergebnis die Ausschüttung irischer
Beteiligungserträge im Jahr 2023.
Der Zinsüberschuss wird im Wesentlichen durch
Zinserträge aus Kapitalanlagen sowie durch
Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen
beeinflusst.
Das Provisionsergebnis liegt mit 36,1 Mio. €
leicht unter dem Vorjahresniveau (Vj. 37,0 Mio. €).
Dies ist hauptsächlich auf höhere
Provisionsaufwendungen zurückzuführen.
Der Verwaltungsaufwand inklusive DL-Ergebnis (HGB)
liegt mit 11,4 Mio. € leicht unter Vorjahresniveau
(12,1 Mio. €). Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen
in 2023 in Höhe von 21,0 Mio. € sind im Vergleich
zum Vorjahr (21,7 Mio. €) leicht gesunken. Dies
resultiert im Wesentlichen aus unter Vorjahr liegenden
Personalkosten.
Die Ertragslage ist aus Sicht der Unternehmensleitung
weiterhin positiv.
2.2.3 Vermögenslage
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr
moderat um 7,2 % auf 62,9 Mio. € gesunken. Dies ist im
Wesentlichen auf den gegenüber Vorjahr geringeren
abzuführenden Gewinn zurückzuführen.
Die Bilanzsumme bestand dabei zu 32,1 % aus
Forderungen an Kreditinstitute.
Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt
11,3 Mio. €.
Sonstige Rückstellungen beinhalten im
Wesentlichen Rückstellungen für
Personalaufwendungen sowie für allgemeine
Aufwendungen.
Aus Sicht der Unternehmensleitung ist die
Vermögenslage geordnet.
2.2.4 Finanzlage
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind
fristenkongruent durch kurzfristige Forderungen abgedeckt.
Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag
17,9 % (Vj. 16,6 %) und ist damit hinreichend bemessen.
Seit dem 1. Januar 2009 hat sich die W&W Asset
Management GmbH im Rahmen eines Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrages verpflichtet, ihren
handelsrechtlichen Gewinn an die Wüstenrot &
Württembergische AG abzuführen.
Das Fremdkapital setzt sich aus der
Gewinnabführung, aus Rückstellungen sowie
diversen Konten der Konzernverrechnung zusammen.
Die laufende Finanzierung der Gesellschaft erfolgt
vor allem durch Vorauszahlungen für die von ihr zu
erbringenden Dienstleistungen. Des Weiteren begleicht die
W&W Asset Management GmbH ihre
Provisionsverbindlichkeiten erst nach Eingang der
entsprechenden Provisionsansprüche.
Das Stammkapital und die Rücklagen beliefen sich
zum Bilanzstichtag auf 11,3 Mio. €. Die freien
liquiden Mittel der W&W Asset Management GmbH befanden
sich dabei größtenteils auf dem Tagesgeld- bzw.
Girokonto. Des Weiteren hielt die Gesellschaft Anteile am
W&W Vermögensverwaltende Strategie, W&W
Nachhaltige Strategie und W&W Nachhaltige Strategie
Renten. Darüber hinaus investierte die W&W Asset
Management GmbH in dänische Hypothekenpfandbriefe
sowie in festverzinsliche Wertpapiere. Durch unsere
konservative Anlagepolitik und eine konsequente
Überwachung der Investments befinden sich die
eingegangenen Risiken im Einklang mit dem Zweck der
Gesellschaft als Dienstleister für die W&W-Gruppe.
Die Liquidität wird laufend überwacht und
war in 2023 jederzeit gegeben, da den kurzfristigen
Verbindlichkeiten mindestens entsprechende täglich
fällige Forderungen gegenüberstanden und das
Unternehmen über eine angemessene
Liquiditätsreserve verfügte.
Die Zahlungsfähigkeit war im abgelaufenen
Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Kredite wurden nicht
beansprucht.
Die Finanzlage zeigte sich aus Sicht der
Unternehmensleitung stabil.
2.2.5 Vergleich der
Geschäftsentwicklung mit der Prognose (HGB)
Das Geschäftsjahr war durch geopolitische
Krisen, der anhaltenden Inflation, weiterhin hohen
Unsicherheiten am Kapitalmarkt und der Rückkehr der
Zinsen geprägt. Dies erforderte neben weiterhin hohen
regulatorischen Anforderungen große Anstrengungen,
Innovationskraft und Veränderungsbereitschaft. Es ist
uns jedoch im Rahmen konzernweiter Strategieprojekte
gelungen, Vorsorgemaßnahmen zu treffen, welche auch
im Hinblick auf die nicht prognostizierten
Marktgegebenheiten und Herausforderungen in 2023 positive
Wirkung zeigten.
Die W&W Asset Management GmbH konnte den für
das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten
Ergebniskorridor (19,0 Mio. € bis 24,0 Mio. €)
unter anderem aufgrund der Ausschüttung irischer
Beteiligungserträge mit 35,8 Mio. € deutlich
übertreffen. 2023 gab es, wie von uns prognostiziert,
zu keiner Zeit Liquiditätsengpässe.
Die Bilanzsumme hat sich durch den höheren
erwirtschafteten Gewinn gegenüber der Prognose (Plan
2023: 47,5 Mio. €) auf 62,9 Mio. € stark
erhöht. Insgesamt haben sich die Assets under
Management mit 35,3 Mrd. € leicht unter Planniveau
(36,1 Mrd. €) entwickelt. Der Verwaltungsaufwand inkl.
DL-Ergebnis lag mit 11,4 Mio. € leicht unter der
Prognose 2023 in Höhe von 12,1 Mio. €.
2.2.6 Gesamtaussage
Die Vermögens- und Finanzlage der W&W Asset
Management GmbH ist stabil und geordnet.
Die Geschäftsführung ist mit der
Geschäftsentwicklung und dem erzielten Ergebnis
zufrieden.
3. Chancen- und Risikobericht
3.1 Allgemein
Das Risikomanagementsystem der W&W Asset
Management GmbH ist darauf ausgerichtet, Risiken in
vertretbarem Rahmen und nur in dem Maße einzugehen,
welches ein angemessenes Wachstum der Gesellschaft bei
dauerhafter Stabilität ermöglicht. Aus diesem
Grund unterliegen alle strategischen und operativen
Maßnahmen einer sorgfältigen Abwägung von
Chancen und Risiken. Die risikopolitische Ausrichtung und
der Umgang mit den eingegangenen Risiken werden dabei von
der Risikostrategie der Gesellschaft vorgegeben, die sich
aus der Geschäftsstrategie ableitet und konform zur
Risikostrategie der W&W-Gruppe ist.
Als Teil einer Finanzdienstleistungsgruppe bewegt
sich die W&W Asset Management GmbH in einem
Branchenumfeld, das auf nationaler und zunehmend
europäischer Ebene besonderen gesetzlichen und
aufsichtsrechtlichen Bestimmungen unterliegt. Die
Anforderungsschwerpunkte bestehen im Wesentlichen aus den
Themen Risikomanagement, Rechnungslegung,
Informationssicherheit, Transparenz und Verbraucherschutz
sowie Data Governance. Ferner ist die W&W Asset
Management GmbH branchentypisch von nationalen und
internationalen Zins- und Kapitalmarktentwicklungen
abhängig.
Über die Gesamtrisikolage und wesentliche
Einzelrisiken ist der Geschäftsleitung sowie der
Gesellschafterin regelmäßig Bericht zu
erstatten.
Da die W&W Asset Management GmbH im Wesentlichen
als konzerninterner Finanzdienstleister im
Kapitalanlagebereich der W&W-Gruppe tätig ist, und
94 % der von ihr betreuten Assets under Management von der
W&W-Gruppe stammen, ist die weitere
Geschäftsentwicklung wesentlich mit der Entwicklung
des Versicherungsgeschäfts verknüpft,
insbesondere der Personenversicherungen und Pensionskassen.
3.2 Chancenbericht
Für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der
W&W Asset Management GmbH ist das Erkennen und Nutzen
von Chancen eine elementare Voraussetzung. Entsprechend
verfolgen wir das Ziel, Chancen systematisch zu
identifizieren, zu analysieren, zu bewerten und geeignete
Maßnahmen zu ihrer Nutzung anzustoßen.
Ausgangspunkt sind unsere fest etablierten
Strategie-, Planungs- und Steuerungsprozesse. Dabei
beurteilen wir unter anderem Markt- und Umfeldtrends und
befassen uns mit der Ausrichtung unseres Produktportfolios,
den Kostentreibern sowie weiteren kritischen
Erfolgsfaktoren. Daraus werden Chancen abgeleitet, die die
Geschäftsführung mit der Geschäftsplanung
und den Zielvereinbarungen mit dem operativen Management
abstimmt.
Chancen werden dabei immer im Zusammenhang mit
eventuellen Risiken betrachtet. Auch verfügen wir
über solide Steuerungs- und Kontrollstrukturen, um
Chancen auf Basis ihres Potenzials, der benötigten
Investitionen und des Risikoprofils zu bewerten und
verfolgen zu können.
3.2.1 Gesellschaft und Kunden
Chancen durch Veränderungsdynamik
und demografischen Wandel
Der demografische Wandel und die veränderte
Gesellschaft bieten neue Wachstumschancen. Durch die
gestiegene Lebenserwartung bleiben die Menschen länger
vital. Dieser selbstbestimmte und unabhängige
Lebensstil wird dauerhaft nicht über die staatliche
Rente allein finanzierbar sein. Selbstständigkeit,
Mobilität und ein aktives Leben bis in das hohe Alter
werden vermehrt mit einem privaten Kapitalstock finanziert
werden müssen. Aus unserer Sicht verlangt die
Gesellschaft aufgrund der veränderten
Lebensgewohnheiten nach mehr Flexibilität und
Individualisierung in den Produkten, in der Beratung und in
der Kommunikation.
Das bedeutet für uns als W&W-Gruppe, mit
unserer Expertise im Vorsorge- und Anlagebereich, dass sich
große Marktpotenziale für unsere Leistungen,
Beratungsansätze und Zielgruppenkonzepte bieten. Mit
der Entwicklung neuer Produkte mit alternativen Garantien
oder mit zusätzlicher Flexibilität und der
Nutzung verschiedenster Kommunikationsmedien stellt sich
die W&W-Gruppe auf diesen Wandel ein.
Die W&W Asset Management GmbH unterstützt
hierbei die Konzernunternehmen bei der Entwicklung und
Implementierung von innovativen Investmentprodukten.
Chancen durch Klima, Energie, Umwelt
& Nachhaltigkeit
Klimaneutralität, Nachhaltigkeit und
Umweltschutz stellen wichtige Entscheidungskriterien
für uns als Unternehmen als auch für unsere
jetzigen und künftigen Kundinnen und Kunden dar.
So implementieren wir die Vorgaben und Aspekte der
Nachhaltigkeit, die durch die Unternehmen der
W&W-Gruppe bzw. der Kunden vorgegeben werden.
Darüber hinaus haben wir die Möglichkeit mit den
verstärkt auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Fonds
Genius Strategie, W&W Nachhaltige Strategie, W&W
Nachhaltige Strategie Renten und W&W Nachhaltige
Strategie Aktien zusätzliche Zielgruppen zu erreichen.
3.2.2 Ökonomie & Markt
Chancen durch
Kapitalanlagenmanagement
In dem Umfeld gestiegener Zinsen und Inflation steigt
die Bedeutung einer effektiven Kapitalanlage. Als
Kompetenzzentrum "Asset Management" mit rund 35,3 Mrd
€ Assets under Management bietet die W&W Asset
Management GmbH spezialisierte Investmentansätze und
deren systemseitige Abbildung für die Unternehmen der
W&W-Gruppe an. Dabei betreut die W&W Asset
Management GmbH die Asset-Klassen Aktien, Renten,
Geldmarkt, und Devisen inklusive der dazugehörigen
Derivate, Alternative Investments und Immobilien.
So managt die W&W Asset Management GmbH im Zuge
einer konsequent wert- und risikoorientierten
Anlagestrategie stringent die Chancen und Risiken der
verwalteten Kapitalanlagen auf Basis der Vorgaben unserer
Konzernkunden.
Durch die Beteiligung der W&W Asset Management
GmbH an der BF.capital GmbH sehen wir die Chance zur
Erschließung neuer Ertragspotenziale im Bereich
Private Debt. Hierdurch wird eine Ausweitung der
institutionellen Zielgruppen angestrebt.
3.2.3 Politik
Chancen durch zunehmende Regulatorik
und Verbraucherschutz
Das Erfüllen der steigenden regulatorischen
Anforderungen wie zum Beispiel die verpflichtende Aufnahme
des Themas Nachhaltigkeit in die Beratung im Rahmen der
Erweiterungen von Markets in Financial Instruments
Directive II (MIFID II) kann den Fokus auf die
Fonds-Direktanlage stärken und bietet somit Chancen
für die verstärkt auf Nachhaltigkeit
ausgerichteten Publikumsfonds.
3.2.4 Technologie
Chancen durch Digitalisierung und
technischen Fortschritt
Die Verbreitung und Nutzung digitaler Technologien
schreitet voran. Die IT ist eine der wesentlichen
Erfolgsfaktoren im digitalen Zeitalter und trägt
maßgeblich zur Veränderung und Weiterentwicklung
von Geschäftsmodellen bei. Der technische Fortschritt
ermöglicht unter anderem eine zunehmende
Automatisierung von Prozessen. Die sich daraus ergebenden
Produktivitätsfortschritte und damit
Kostensenkungspotenziale können zur Ertragssteigerung,
aber auch für Freiräume für Investitionen in
Zukunftsthemen und die Ausweitung an betreuten Assetklassen
genutzt werden.
Homeoffice und mobiles Arbeiten haben sich nach der
Coronavirus-Pandemie etabliert und beschleunigen weiterhin
die digitale Transformation in der betrieblichen
Arbeitswelt.
3.2.5 Chancen durch unsere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Für die W&W-Gruppe als
Dienstleistungsunternehmen und die W&W Asset Management
GmbH als Teil dieser Gruppe ist die Gewinnung und Bindung
von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein
zentraler Bestandteil zur Sicherung der Zukunfts- und
Wettbewerbsfähigkeit.
Mit umfassenden Arbeitgeberleistungen wird die
Arbeitgeberattraktivität gestärkt.
Beispielsweise, enthält die Arbeitgeberleistung
"Beruf+" vielfältige Angebote und Leistungen rund um
die Themen Gesundheitsmanagement, Mobilität, Familie,
Qualifizierung sowie agiles, vernetztes und flexibles
Arbeiten, insbesondere digital und auf dem neuen
W&W-Campus.
3.3 Risikobericht
3.3.1 Risikoorganisatorische
Rahmenvorgaben
In der Group Risk Policy, die auch für die
W&W Asset Management GmbH gilt, ist der
organisatorische Rahmen für das Risikomanagement der
W&W-Gruppe definiert. Dieser Rahmen umfasst neben
Kernfunktionen, Zielen und Leitsätzen des
Risikomanagements insbesondere auch die Definition
wesentlicher Begrifflichkeiten sowie die Beschreibung
aufbau- und ablauforganisatorischer Rahmenbedingungen. In
der W&W-Gruppe sind insgesamt sechs Risikobereiche mit
nachgeordneten Risikoarten identifiziert und als
grundsätzlich wesentlich definiert worden. Für
die W&W Asset Management GmbH sind folgende
Risikobereiche relevant: Marktpreisrisiken, Adressrisiken,
operationelle Risiken, Geschäftsrisiken und
Liquiditätsrisiken. Konzentrations- und
Nachhaltigkeitsrisiken stellen keinen eigenen Risikobereich
dar, sondern werden über alle Risikobereiche und
-arten hinweg betrachtet. Die Einstufung der Wesentlichkeit
erfolgt in Abstimmung zwischen den
Risikocontrollingeinheiten der W&W-Gruppe.
Aufgrund des risikoarmen Geschäftsmodells stehen
im Risikotragfähigkeitskonzept der W&W Asset
Management GmbH derzeit die operationellen Risiken im
Vordergrund. Daneben werden die Risikobereiche
Geschäfts-, Marktpreis- und Adress- &
Creditspreadrisiken limitiert. Für den nicht
limitierten Risikobereich der Liquiditätsrisiken wird
keine Risikodeckungsmasse reserviert.
Die W&W Asset Management hält Beteiligungen.
Aufgrund des Anteils der Beteiligungen bestehen
Beteiligungsrisiken in Form von Abschreibungsrisiken
(dauerhafte Bewertungsverluste) bzw. in Form von
Ausschüttungsausfällen. Die Beteiligungsrisiken
sind dem Risikobereich Marktpreisrisiko zugeordnet.
3.3.2 Risikomanagementprozess
Der Risikomanagementprozess wird von den
konzerninternen Vorgaben und den gesetzlichen sowie
aufsichtsrechtlichen Erfordernissen abgeleitet. Seit dem
26. Juni 2021 unterliegt die W&W Asset Management GmbH
als mittleres Wertpapierinstitut/Wertpapierfirma den neuen
Vorschriften der Investment Firm Regulation (IFR)
(Verordnung (EU) 2019/2033) und dem
Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG).
Gemäß den Mindestanforderungen an das
Risikomanagement (MaRisk) werden Funktionsfähigkeit
und Angemessenheit der Aktivitäten im Risikomanagement
regelmäßig durch die Interne Revision
überprüft.
Durch den Risikomanagementprozess wird der
Risikomanagementkreislauf systematisch gesteuert. Der
Risikomanagementkreislauf ist in die folgenden fünf
einzelnen Schritte aufgeteilt:
| ― |
Risikoidentifizierung
(Wesentlichkeitsinventur, Wesentlichkeitsmatrix)
|
| ― |
Risikobeurteilung (Limit- und
Liniensystem, Ampelsystematik)
|
| ― |
Risikonahme und Risikosteuerung
(Zeichnungsrichtlinien, Strategische Asset
Allocation)
|
| ― |
Risikoüberwachung
(Regelmäßige Überprüfung der
Risikolimits)
|
| ― |
Risikoberichterstattung
(Ad-hoc-Risikomeldungen, interne und externe
Berichterstattung)
|
Die Überwachung der identifizierten
Risikobereiche Marktpreisrisiken, Adressrisiken,
operationelle Risiken, Geschäftsrisiken,
Liquiditätsrisiken und Risikokonzentrationen erfolgt
dabei anhand von Indikatoren und vorgegebenen
Schwellenwerten. Die Abgrenzung der Rollen und
Verantwortlichkeiten der im Risikomanagementprozess
einbezogenen Einheiten ist in der Group Risk Policy
festgelegt. Das Inventar der bei der W&W Asset
Management GmbH vorhandenen Risiken wird sowohl durch die
jährliche Risikoinventur als auch durch das laufende
Risikoreporting überprüft und aktualisiert.
Nachhaltigkeitsrisiken werden entlang des etablierten
Risikomanagementkreislaufs aufgegriffen. Dies beinhaltet
insbesondere den risikostrategischen Rahmen, die
Risikoidentifikation und -bewertung innerhalb der
Risikoinventur, die Risikonahme und -Überwachung
innerhalb des festgelegten strategischen Rahmens sowie die
Risikoberichterstattung.
3.3.3 Risikokapitalisierung
Grundsätzliches Ziel des quantitativen
Risikomanagements ist es, gegenüber den internen und
externen Vorgaben eine angemessene Risikotragfähigkeit
nachzuweisen. Risikotragfähigkeit kann auf Basis
verschiedener Sichtweisen und Modelle definiert werden
(z.B. regulatorisch, bilanzorientiert, barwertig), wobei es
letztlich immer darum geht, ausreichende finanzielle Mittel
zur Abdeckung der eingegangenen Risiken zur Verfügung
zu haben und damit die Existenz des Unternehmens oder der
Unternehmensgruppe zu sichern.
Die W&W Asset Management GmbH strebt ein
angemessenes und ausreichendes Verhältnis zwischen dem
erforderlichen Risikokapitalbedarf und dem zur Deckung von
Risiken verfügbaren Risikodeckungspotenzial an, d.h.
eine angemessene Risikotragfähigkeitsquote. Dieses
Ziel soll jederzeit und auf Dauer erreicht werden.
Die Ermittlung und Kontrolle der
Risikotragfähigkeit für die W&W Asset
Management GmbH erfolgt durch das Risikomanagement der
Gesellschaft und richtet sich nach den gültigen
gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und betriebsinternen
Bestimmungen.
Die Risikosteuerung in der W&W Asset Management
GmbH basiert auf einem bilanzorientierten Ansatz. Diese
periodenbezogene Betrachtung auf Basis von GuV- und
Bilanzgrößen dient der laufenden Sicherstellung
der Unternehmensexistenz und orientiert sich an den
einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften nach HGB
und IFRS.
Grundlage zur Ermittlung der Risikodeckungsmasse sind
die Eigenmittel gemäß IFR ergänzt um den
Überschuss des lfd. Geschäftsjahres
abzüglich der Mindesteigenmittelausstattung
gemäß Artikel 11 IFR sowie eines
Sicherheitszuschlags.
Die Gesamtinstitutsverlustobergrenze ist das aus der
Risikodeckungsmasse abgeleitete maximale Risikokapital, das
tatsächlich zur Bedeckung von Risiken eingesetzt
werden soll.
3.3.4 Risikosteuerung
Im Rahmen der Risikostrategie wird festgelegt, wie
mit wesentlichen Risiken umgegangen wird und welche Ziele
dabei verfolgt werden. Instrumente und Maßnahmen zur
Risikosteuerung werden benannt.
Zur Unterstützung der Risikosteuerung werden
Schwellenwerte, Ampelsystematiken sowie Limit- und
Liniensysteme eingesetzt. Schwellenwerte sind an
verschiedenen Kenngrößen anknüpfende,
quantitativ messbare Auslöser (Trigger) von Aktionen.
Innerhalb des Risikomanagementprozesses sind an
verschiedenen Stellen solche Triggerpunkte definiert.
Ampeln finden insbesondere im Rahmen der ordentlichen
internen Risikoberichterstattung zur gesamthaften
Einschätzung der Risikolage Anwendung. Die
Ampelschaltung basiert in der Regel auf Schwellenwerten,
kann sich aber auch bei nicht definierten Schwellenwerten
auf qualitative Einschätzungen stützen.
3.3.5 Risikolimits
Für die W&W Asset Management GmbH existiert
ein konzernkonsistentes Limitsystem. Das
Risikodeckungspotential wird bilanzorientiert auf Basis der
Eigenmittel sowie des geplanten jährlichen Ergebnisses
ermittelt. Die Risikolimite werden aus dem unternehmerisch
definierten Risikoappetit abgeleitet und orientieren sich
an dem verfügbaren Risikodeckungspotenzial. Die
einzelnen Limite werden je Risikoart gesetzt und leiten
sich aus der Risikostrategie und dem
Risikodeckungspotenzial ab.
Die Risikolimitierung dient der Begrenzung von
Risiken auf ein maximal zulässiges Niveau, das den
Risikoappetit darstellt. Sie erfolgt über die
Zuteilung der Risikodeckungsmasse auf Risikobereiche, das
heißt die zielgerichtete Allokation der zur
Risikoabdeckung verfügbaren finanziellen Mittel.
Das vorhandene Risikokapital determiniert die Vergabe
von Risikolimits. Grundsätzliches Ziel der
Risikokapitalallokation ist es, die verfügbaren
finanziellen Mittel vornehmlich in den Bereichen
einzusetzen, die eine adäquate Verzinsung erwarten
lassen. Ferner sind aus Diversifikationsaspekten starke
Konzentrationen auf einzelne Risikobereiche zu vermeiden.
Im Rahmen der vierteljährlichen
Risikotragfähigkeitsrechnungen werden die Auslastungen
der Risikolimits überprüft. Hierzu wird die
Relation zwischen ermitteltem Risikokapitalbedarf und dem
bestehenden Risikolimit gebildet. Ab einer Auslastung von
75 % wird die Geschäftsführung ad hoc informiert,
die dann evtl. Maßnahmen zu treffen hat.
Zusätzlich werden aufgrund des Inkrafttretens
der Investment Firm Regulation IFR (Verordnung (EU)
2019/2033) und dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG), auch
die für die W&W Asset Management GmbH
erforderlichen Kapitalfaktoren (K-Faktoren) limitiert. Als
internes Limit wurde festgelegt, dass die K-Faktoren
insgesamt 75 % der Eigenmittel nicht überschreiten
sollen.
In der aktuellen Berichtsperiode sind keine
Überschreitungen der Limitvorgaben festgestellt
worden. Die Gesamtverlustobergrenze in Höhe von 39,1
Mio. € wurde zum Bilanzstichtag eingehalten
(Limitauslastung 29,6 %).
Durch regelmäßige Risikoberichte werden
die Geschäftsführung und das
Konzernrisikomanagement quartalsweise und, falls notwendig,
auch ad hoc über die Risikolage informiert.
3.4 Fazit
Der wesentliche Werttreiber des Geschäfts der
W&W Asset Management GmbH ist das Volumen der
verwalteten Assets under Management. Die Höhe des
verwalteten Vermögens hängt hierbei stark von der
Bestands- und Neugeschäftsentwicklung der Mandanten
sowie von der Marktentwicklung ab.
Im Berichtsjahr bestanden in allen Risikobereichen zu
keinem Zeitpunkt Risiken, die das Fortbestehen der
Gesellschaft gefährdet hätten. Die
Gesamtinstitutsverlustobergrenze in Höhe von 39,1 Mio.
€ wurde zum Bilanzstichtag eingehalten. Die
Gesamtlimitauslastung beträgt 29,6 %.
Als Folge der zunehmenden Unsicherheiten, die sich
aus dem gegenwärtigen Umfeld ergeben, bestehen
für die gesamte Finanzbranche und damit auch für
die W&W Asset Management GmbH als Teil der
W&W-Gruppe Risiken, die in unseren Szenariorechnungen
zu erheblichen ökonomischen Verlustrisiken und in
extremen Szenarien durchaus zu existenzbedrohenden
Auswirkungen führen könnten.
Im Hinblick auf die aktuellen geopolitischen Krisen
ist die W&W Asset Management GmbH als Teil der
W&W-Gruppe zum aktuellen Zeitpunkt von den derzeit
erkennbaren direkten Auswirkungen nur in begrenztem Umfang
betroffen. Indirekte Auswirkungen auf die Risikolage
können insbesondere durch konjunkturelle und
Kapitalmarktrisiken (u.a. Inflation, Zins-, Aktien-, und
Creditspreadentwicklung) entstehen.
Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit bei der
W&W Asset Management GmbH nicht zu erkennen.
Insgesamt ist die W&W Asset Management GmbH als
Teil der W&W Gruppe angemessen gerüstet, um die
internen und externen Anforderungen an das Risikomanagement
erfolgreich umzusetzen.
4. Prognosebericht
Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und
relevanten Rahmenbedingungen basieren auf
Einschätzungen des Unternehmens, die sich auf
einschlägige Analysen und Veröffentlichungen
verschiedener renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute,
der Bundesregierung, der Bundesbank, des
Bloomberg-Konsenses sowie von Branchen- und
Wirtschaftsverbänden stützen.
4.1 Gesamtwirtschaftliche Prognose
Der konjunkturelle Ausblick für die deutsche
Wirtschaft bleibt auch 2024 verhalten. Eine Ursache
hierfür ist das gestiegene Zinsniveau, das auch noch
dieses Jahr die zinssensitiven Bereiche der Wirtschaft
belasten wird, insbesondere den Bau- und Immobiliensektor.
Auch die Perspektiven für die
Unternehmensinvestitionen fallen angesichts erhöhter
Finanzierungskosten, einer zurückhaltenden
Kreditvergabe der Banken und eines vorsichtigen
Absatzausblicks der Unternehmen gedämpft aus. Die
Exportaussichten deutscher Unternehmen werden durch eine
erwartet verhaltene Nachfrageentwicklung in wichtigen
Absatzmärkten (insbesondere China und USA)
gedrückt. Des Weiteren wird das jüngste Urteil
des Bundesverfassungsgerichts den finanzpolitischen
Spielraum des Staates einschränken. Wichtigster
Lichtblick aus konjunktureller Sicht stellt im
nächsten Jahr die private Konsumnachfrage dar.
Inzwischen steigen die Löhne schneller als die Preise,
sodass die Realeinkommen der Privathaushalte wieder
anziehen. Zusammen mit einer weiterhin sehr freundlichen
Beschäftigungslage erweitert dies den finanziellen
Spielraum der Verbraucher und dürfte 2024 die
Konsumnachfrage beleben. Jedoch zeigen aktuelle Umfragen
eine zwar verbesserte, aber im historischen Vergleich immer
noch sehr pessimistische Stimmung der Konsumenten.
Zusammenfassend prognostiziert z. B. die Deutsche
Bundesbank für das Kalenderjahr 2024 einen Anstieg des
kalenderbereinigten realen Bruttoinlandprodukts um 0,4 %.
Inflationsseitig zeichnet sich 2024 weiterhin ein
Rückgang der Preissteigerungsraten ab, die Dynamik
dürfte sich jedoch deutlich verringern., da z. B. die
Energiepreise nicht mehr unterhalb des Vorjahresniveaus
liegen. Zudem wird die erneute massive Erhöhung der
CO2-Abgabe und die Rückführung des
Mehrwertsteuersatzes auf das Normalniveau im
Gastronomiegewerbe die Inflation zum Jahreswechsel wieder
anheben. Schließlich bremsen die derzeit
überdurchschnittlich ansteigenden Arbeitskosten, die
zahlreiche Unternehmen über Preiserhöhungen
weiterreichen werden, den Inflationsrückgang. Im
Ergebnis dürfte die Inflation im Kalenderjahr 2024
niedriger als im Vorjahr ausfallen, aber immer noch
oberhalb des geldpolitischen Zielwertes von 2 % liegen.
Anleihemärkte
Die Entwicklung der kurzfristigen Zinsen orientiert
sich eng an der Leitzinsentwicklung. Es zeichnet sich dabei
ab, dass die EZB im Vorjahr ihren Zinserhöhungszyklus
abgeschlossen hat. Hierfür sprechen eine erwartete,
weitere Beruhigung der Inflationsentwicklung und ein
verhaltenes Wirtschaftswachstum in der EWU. An den
Future-Märkten zeigt sich ebenfalls, dass an den
Kapitalmärkten damit gerechnet wird, dass die EZB 2024
mehrfach die Leitzinsen wieder absenken wird. Dies
stützt die Erwartung fallender Zinsen im kurzfristigen
Laufzeitenbereich, auch wenn die Finanzmärkte einen
Teil dieser Entwicklung bereits vorweggenommen haben
dürften. Im langfristigen Laufzeitenbereich sieht es
etwas differenzierter aus: Die Renditen im Schlussquartal
2023 sind aufgrund des ökonomischen und
geldpolitischen Ausblicks bereits deutlich gesunken. Treten
diese Markterwartungen ein, wäre per Saldo mit wenig
veränderten Renditen zu rechnen. Im Falle eines
unerwartet ausgeprägten Konjunktureinbruchs wäre
hingegen ein weiterer deutlicher Zinsrückgang zu
erwarten. Käme es hingegen zu einem erneuten Anstieg
der Inflation und einem Ausbleiben der erwarteten
Leitzinssenkungen der EZB wären wieder höhere
Renditen wahrscheinlich.
Aktienmärkte
Für den weiteren Ausblick der europäischen
Aktienmärkte sind ebenfalls verschiedene Szenarien
vorstellbar. Grundsätzlich stellt der Ausblick auf ein
verhaltenes Wirtschaftswachstum für die Unternehmen
ein eher ungünstiges fundamentales Umfeld dar, da es
Umsatz- und Gewinnsteigerungen erschwert. Zudem sind die
Aktienkurse im Vorjahr bereits deutlich gestiegen.
Führende Börsenindizes konnten neue
Rekordstände erreichen. Darüber hinaus
dürfte das geopolitische Umfeld für die
Börsen angesichts des anhaltenden Ukraine-Kriegs und
des anstehenden US-Präsidentschaftswahlkampfs unruhig
bleiben. Auf der anderen Seite dürften sich die
monetären Rahmenbedingungen des Aktienmarkts
angesichts der sich abzeichnenden Leitzinssenkungen der
führenden Notenbanken aufhellen. Außerdem haben
die Unternehmen in den vergangenen Jahren bereits bewiesen,
dass sie ihre Umsätze und Gewinne auch in schwierigen
konjunkturellen Zeiten steigern können. So rechnen
Analysten auch 2024 wieder mit Gewinnsteigerungen der
Unternehmen. Zudem verringert sich aufgrund des inzwischen
erfolgten Zinsrückgangs die Attraktivität der mit
Aktien konkurrierenden Assetklasse der Anleihen. Im
Ergebnis erscheinen begrenzte Kursgewinne am Aktienmarkt
2024 das wahrscheinlichste Szenario. Im Falle
ungünstiger konjunktureller oder geopolitischer
Entwicklungen sind jedoch auch deutliche Kursverluste nicht
ausgeschlossen.
4.2 Künftige
Geschäftsentwicklung W&W Asset Management
GmbH
Die folgenden Aussagen basieren auf den
Einschätzungen im Abschnitt "Gesamtwirtschaftliche
Prognose".
Für die zukünftige Entwicklung haben wir
weiterhin eine zurückhaltende gesamtwirtschaftliche
Entwicklung sowie eine Beruhigung der Preissteigerungsrate
gegenüber Vorjahr unterstellt. Außerdem gehen
wir aufgrund der Signale der Notenbanken und der
Inflationserwartungen für 2024 von einer
Stabilisierung des Zinsumfelds sowie von geringen
Kurssteigerungsraten am Aktienmarkt aus. Insgesamt
verbleiben hohe volkswirtschaftliche und geopolitische
Unsicherheiten. Eine Eintrübung der Rahmenbedingungen
wird sich auch auf die nachfolgenden Prognosen auswirken.
Durch die innovative Weiterentwicklung von
Aktivprodukten, weitere maschinelle Unterstützung
unserer Geschäftsprozesse und Investitionen in die
Qualität unserer Mitarbeiter werden wir den
gestiegenen Renditeerwartungen begegnen sowie die
Erfüllung von gesteigerten regulatorischen
Anforderungen an unsere Mandanten unterstützen. Dabei
verfolgen wir einen ambitionierten und profitablen
Wachstumskurs. Jährliche
Produktivitätssteigerungen sowie eine Stärkung
der Dynamik und Innovationskraft sind weitere wesentliche
Elemente von "W&W-Besser! Stufe 21". Die Initiative
"W&W Besser!" wird auch im Jahr 2024 fortgeführt,
um Produkte, Services und Prozesse in der gesamten
W&W-Gruppe weiterhin konsequent auf den Kundennutzen
auszurichten.
Neben diesen zentralen Punkten spielt das Thema
Nachhaltigkeit in allen Bereichen des
Kapitalanlagemanagement eine tragende Rolle. Daher werden
wir uns in den kommenden Jahren weiterhin auf die folgenden
Themenbereiche fokussieren:
| ― |
Analyse und Umsetzung von
Nachhaltigkeitsaspekten im Rahmen der
Kapitalanlagen
|
| ― |
Weiterer Ausbau der Expertise im
Front- und Middle-Office in den von der W&W Asset
Management GmbH betreuten Asset-Klassen und in Bezug
auf nachhaltige Kapitalanlagen.
|
| ― |
Nachhaltige Realisierung der
Ergebnisziele durch Kostensenkungs- und
Wachstumsmaßnahmen.
|
| ― |
Sicherstellung eines
überdurchschnittlichen Risikomanagements.
|
Die Gewinnung und Bindung qualifizierter
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist hierbei ein
wesentlicher Erfolgsfaktor. Insbesondere dient auch die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowohl für Frauen
wie auch für Männer der erfolgreichen Umsetzung
des Ziels, den Anteil weiblicher Führungskräfte
zu steigern.
Eine Steigerung der Assets under Management kann auch
künftig durch einen Ausbau der Retail-Gelder erreicht
werden. Bei einem eventuellen Wertverlust der Assets under
Management können Ertragsrisiken entstehen, da
sinkende Provisionserträge mit relativ fixen
Verwaltungsaufwendungen einhergehen. Zum Jahresende 2023
lagen die Assets under Management bei 35,3 Mrd. € (Vj.
34,0 Mrd. €), zum Jahresende 2024 erwarten wir die
Assets under Management auf gleichem Niveau.
Für das Jahr 2024 prognostizieren wir insgesamt
ein positives Ergebnis vor Steuern in einem
Ergebniskorridor von 20,0 Mio € bis 24,0 Mio €.
Das Provisionsergebnis erwarten wir dabei moderat unter dem
Niveau von 2023. Außerdem gehen wir davon aus, dass
der Verwaltungsaufwand inklusive DL-Ergebnis (HGB) 2024
moderat über dem Niveau von 2023 liegen wird.
Die Bilanzsumme wird nach den Planungen in 2024
aufgrund des prognostizierten Ergebnisses gegenüber
2023 deutlich sinken. Dabei erwarten wir für 2024 zu
keiner Zeit einen Liquiditätsengpass.
4.3 Gesamtaussage W&W Asset
Management GmbH
Für 2024 gehen wir aufgrund der erwarteten
Thesaurierung von Beteiligungserträgen in Irland von
einem Rückgang der Erträge aus. Inflationsbedingt
erwarten wir weiter einen moderaten Anstieg der Kosten. Bei
den Assets under Management gehen wir im Jahr 2024 von
einem Volumen auf gleichem Niveau gegenüber 2023 aus.
Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024
ein gegenüber 2023 deutlich niedrigeres Ergebnis vor
Steuern.
4.4 Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Der vorliegende Geschäftsbericht und
insbesondere der Prognosebericht enthalten
zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen.
Diese vorausschauenden Angaben stellen
Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum heutigen
Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen
getroffen wurden. Sie können mit bekannten und
unbekannten Risiken, Ungewissheiten und Unsicherheiten,
aber auch mit Chancen verbunden sein. Die Vielzahl von
Faktoren, die die Geschäftstätigkeit der
W&W-Gruppe beeinflussen, kann dazu führen, dass
die tatsächlichen von den zurzeit erwarteten
Ergebnissen abweichen.
Eine Gewähr kann die Gesellschaft für die
zukunftsgerichteten Angaben daher nicht übernehmen.
Eine Verpflichtung, Zukunftsaussagen an die
tatsächlichen Ergebnisse anzupassen und zu
aktualisieren, besteht nicht.
Ludwigsburg, den 11. April
2024
W&W
Asset Management GmbH
Alexander
Mayer
Steffen
Sihler
Marlies
Wiest-Jetter
Gesellschafterbeschlüsse der
W&W Asset Management GmbH
Die Wüstenrot & Württembergische AG,
Kornwestheim (W&W), ist Alleingesellschafterin der
W&W Asset Management GmbH, Ludwigsburg (AM).
Gemäß § 48 Abs. 2 und Abs. 3 GmbHG fasst
die Alleingesellschafterin die folgenden
Gesellschafterbeschlüsse:
1. Der Jahresabschluss der AM zum 31.12.2023 wird in
der vorgelegten Fassung (vgl. Anlage 1) festgestellt.
2. Ab dem 01.01.2009 hat sich die AM im Rahmen eines
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags
verpflichtet, ihren handelsrechtlichen Gewinn an die
W&W abzuführen. Ein gesonderter
Gewinnverwendungsbeschluss ist somit nicht zu fassen.
3. Den im Geschäftsjahr 2023 amtierenden
Mitgliedern der Geschäftsführung der AM wird
für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.
4. Zum Abschlussprüfer der Gesellschaft sowie
zum Prüfer der WpHG-Prüfung für das
Geschäftsjahr 2024 wird die EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, bestellt.
Kornwestheim, den
24.04.2024
Wüstenrot
& Württembergische AG
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