W & W Asset Management GmbH

W&W Platz 1, 71638 Kornwestheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 24643
Eingetragen
22.12.1994
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die gewerbsmäßige Erbringung von Finanzdienstleistungen für andere im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Zulassung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die Gesellschaft betreibt keine Bankgeschäfte und erbringt keine sonstigen Dienstleistungen. Sie ist nur zu Eigengeschäften in Finanzinstrumenten befugt, die dem Anlagebuch zuzuordnen sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Hauser
seit 17.3.2026
Geschäftsführer
Kathrin Vogels
seit 22.7.2024
Geschäftsführer
Eva-Miriam Böttcher
seit 22.5.2024
Prokura
Armin Beerwart
seit 3.11.2023
Prokura
Geschäftsführer
Alja Schröder
seit 19.6.2023
Prokura
Jan Tholen
seit 16.7.2021
Prokura
Oliver Bleickert
seit 13.10.2015
Prokura
Lars Voigt
seit 10.4.2014
Prokura
Rainer Koch
seit 10.4.2014
Prokura
Jürgen Hörner
seit 17.10.2011
Prokura
Torsten Dr. Gruber
seit 6.9.2010
Prokura
Ralf Steinhauser
seit 23.8.2005
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

W & W Asset Management GmbH

Ludwigsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die W&W Asset Management GmbH

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der W&W Asset Management GmbH, Ludwigsburg -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der W&W Asset Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen (Systemen), um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss oder im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen werden.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 12. April 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frey, Wirtschaftsprüfer

Seifert, Wirtschaftsprüfer

Bilanz der W&W Asset Management GmbH zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 20.192.087,10 23.564.126,62
20.192.087,10 23.564.126,62
2. Forderungen an Kunden 9.798.624,24 12.483.311,88
darunter:
an Finanzdienstleistungsinstitute EUR 1.736.634,33 (Vj. EUR 2.029.844,31)
3. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von anderen Emittenten 20.523.892,40 20.092.222,80
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 3.007.660,11 (Vj. EUR 2.997.324,15)
20.523.892,40 20.092.222,80
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 9.419.841,57 8.852.782,26
5. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.960.213,73 1.795.687,35
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten EUR 1.795.687,35 (Vj. EUR 1.795.687,35)
6. Sonstige Vermögensgegenstände 882.742,82 851.432,25
7. Rechnungsabgrenzungsposten 15.722,88 15.135,53
8. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 115.820,92 112.354,70
Summe der Aktiva 62.908.945,66 67.767.053,39

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 468.406,81 217.193,01
2. Sonstige Verbindlichkeiten 35.815.449,82 41.523.282,71
3. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 13.166.139,33 12.469.710,53
b) andere Rückstellungen 2.197.764,48 2.295.681,92
15.363.903,81 14.765.392,45
4. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 7.391.650,00 7.391.650,00
b) Kapitalrücklage 964.816,70 964.816,70
c) Gewinnrücklagen
ca) andere Gewinnrücklagen 2.904.718,52 2.904.718,52
11.261.185,22 11.261.185,22
Summe der Passiva 62.908.945,66 67.767.053,39

Gewinn- und Verlustrechnung der W&W Asset Management GmbH für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 293.812,68 -56.908,11
Darunter:
originäre Zinserträge EUR 293.812,68 (Vj. EUR 4.560,54)
negative Zinserträge EUR 0,00 (Vj. EUR -61.468,65)
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 331.847,81 230.537,39
c) sonstige Zinserträge 43.313,39 45.543,87
673.973,88 219.173,15
2. Zinsaufwendungen -269.794,63 -425.591,19
Darunter:
originäre Zinsaufwendungen EUR -269.794,63 (Vj. EUR -449.209,89)
negative Zinsaufwendungen EUR 0,00 (Vj. EUR 23.618,70)
Zinsergebnis 404.179,25 -206.418,04
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 158.667,27 2.400,00
b) Anteilen an verbundenen Unternehmen 10.000.000,00 16.000.000,00
10.158.667,27 16.002.400,00
4. Provisionserträge 38.006.672,84 37.688.108,39
5. Provisionsaufwendungen -1.919.085,04 -721.395,42
Provisionsergebnis 36.087.587,80 36.966.712,97
6. Sonstige betriebliche Erträge 9.820.510,76 9.969.520,12
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -9.720.082,48 -10.563.729,27
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.721.706,30 -1.784.976,94
Darunter: -11.441.788,78 -12.348.706,21
für Altersversorgung EUR -301.037,34 (Vj. EUR -353.082,24)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -9.587.382,86 -9.366.007,06
-21.029.171,64 -21.714.713,27
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -235.684,75 -284.209,10
9. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 572.415,42 232.058,91
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 35.778.504,11 40.965.351,59
11. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -35.778.504,11 -40.965.351,59
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG

Grundlagen des Jahresabschlusses


Der Jahresabschluss der W&W Asset Management GmbH wurde nach den Vorschriften des HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften nach §§ 340ff HGB in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) und der besonderen Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.


Nicht belegte Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht aufgeführt und die Nummerierung des Formblatts erfolgte gemäß RechKredV fortlaufend.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE


Seit dem 1. Januar 2009 gilt zwischen der W&W Asset Management GmbH und der Wüstenrot & Württembergische AG ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren und verlängert sich bei Nichtkündigung um jeweils ein Jahr. Der Vertrag wurde nicht gekündigt.


Die W&W Asset Management GmbH befindet sich als Organgesellschaft in einer ertrags- und umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Wüstenrot & Württembergische AG (Organträger).


Beim Ansatz und der Bewertung latenter Steuern wurden Differenzen aus den Regelungen der OECD Säule 2 entsprechend § 274 Abs. 3 HGB nicht berücksichtigt.


Die W&W Asset Management GmbH wird in eine Unternehmensgruppe i. S. d. Mindeststeuergesetzes einbezogen. Für die Gesellschaft werden sich keine Auswirkungen bei Anwendung des Mindeststeuergesetzes ergeben, da die oberste Muttergesellschaft vom Anwendungsbereich des deutschen Mindeststeuergesetzes umfasst ist.


Die Forderungen sind gemäß § 340e HGB mit dem Nennwert angesetzt.


Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 340e Abs. 1 in Verbindung mit § 253 Abs. 1 und 3 HGB bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen. Wertaufholungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für eine Abschreibung nicht mehr bestehen.


Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten.


Ansprüche aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen für Versorgungszusagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden mit diesen gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert. Analog wird mit den Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Die Rückdeckungsversicherungen werden mit dem Deckungskapital angesetzt.


Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unterschiedsbeträge gemäß § 250 Abs. 3 HGB bestehen nicht.


Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Preis- und Kostensteigerungen sowie die generelle Abzinsungspflicht gemäß § 253 Abs. 2 HGB sind bei der Bewertung von Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr berücksichtigt. Die in den Rückstellungen enthaltenen Saldierungseffekte gemäß § 246 Abs. 2 HGB belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 2.284 TEUR (Vj. 1.948 TEUR), was dem beizulegenden Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte entspricht. Die Erfüllungsbeträge der zugehörigen Rückstellungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 2.815 TEUR (Vj. 2.463 TEUR).


Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Der Erfüllungsbetrag gemäß BilMoG wird auf Basis der Projected Unit Credit Methode ermittelt und als Barwert der erworbenen Anwartschaft ausgewiesen.


Für die Ermittlung dieser Rückstellungen gelten folgende versicherungsmathematische Annahmen:

in % 2023 2022
Rechnungszinssatz 1,83 1,79
Rententrend 2,00 2,00
Gehaltstrend 3,00 3,00
Fluktuation
Tarifbereich 3,50 3,50
Vertragsbereich 1,00 1,00
Biometrie Heubeck-Richttafeln 2018 G Heubeck-Richttafeln 2018 G


Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ist bei Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen der Rechnungszinssatz mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre anzusetzen. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 159 TEUR (Vj. 777 TEUR). Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.


Die Rückstellungen aufgrund der Sozialordnung und für Jubiläumszuwendungen wurden mit dem nach § 253 Abs. 2 HGB notwendigen Erfüllungsbetrag unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G (Zins 1,27 %, Vj. 0,83 %) mit der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Fluktuation und künftige Gehaltssteigerungen wurden berücksichtigt.


Rechtliche Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen bestehen nicht.


Die Umrechnung der auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände erfolgt nach § 340h HGB i.V.m. § 256a HGB auf Basis der Referenzkurse der Europäischen Zentralbank (EZB) vom 31. Dezember 2023. Aufwendungen und Erträge gehen zu den Umrechnungskursen des jeweiligen Tages in die Gewinn- und Verlustrechnung ein.


Im Berichtsjahr sind keine negativen Zinsen aus Aktiv- und Passivgeschäften mehr angefallen. Im Vorjahr wurden die negativen Zinsen aus Aktivgeschäften im Zinsertrag sowie negative Zinsen aus Passivgeschäften im Zinsaufwand erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

BILANZSUMME


Die Bilanzsumme der W&W Asset Management GmbH betrug zum Ende des Geschäftsjahrs 62.909 TEUR (Vj. 67.767 TEUR).

AKTIVA

FORDERUNGEN AN VERBUNDENE UNTERNEHMEN

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen an Kreditinstitute - täglich fällig 17.645 70
Forderungen an Kunden 8.856 10.855
darunter Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 794 401

FORDERUNGEN AN KUNDEN


Die Forderungen an Kunden sind täglich fällig.


Es handelt sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Nachverrechnungen für das Jahr 2023 gemäß Vergütungsvereinbarung.

SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE


Die W&W Asset Management GmbH hält in ihrem Anlagevermögen Schuldverschreibungen mit einem Buchwert (ohne Stückzinsen) von 20.442 TEUR (Vj. 20.018 TEUR). Der Zeitwert dieser Finanzanlagen betrug zum Bilanzstichtag 17.143 TEUR (Vj. 15.867 TEUR). Davon ist für einen Buchwert von 17.456 TEUR (Vj. 19.746 TEUR) eine außerplanmäßige Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB aufgrund der definierten Durchhaltestrategie bis zur Endfälligkeit unterblieben. Bonitätsbedingte Gründe für eine dauerhafte Wertminderung sind nicht erkennbar. Der Zeitwert dieser Finanzanlagen betrug zum Bilanzstichtag 14.131 TEUR (Vj. 15.592 TEUR).


Die Position enthält Wertpapiere in Höhe von 107 TEUR (Vj. 106 TEUR), welche im Folgejahr fällig werden. Auf diese Wertpapiere entfallen anteilige Zinsen in Höhe von 0,4 TEUR (Vj. 0,4 TEUR).


Alle Schuldverschreibungen sind börsenfähig und börsennotiert.

AKTIEN UND ANDERE NICHT FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE


Die W&W Asset Management GmbH hält in ihrem Anlagevermögen Fondsanteile mit einem Buchwert von 9.420 TEUR (Vj. 8.853 TEUR). Der Zeitwert dieser Finanzanlagen betrug zum Bilanzstichtag insgesamt 9.420 TEUR (Vj. 8.853 TEUR). Die in dieser Position ausgewiesenen Investmentfondsanteile sind vollständig börsenfähig, aber nicht börsennotiert.

Angaben nach § 285 Nr. 26 HGB: Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen

Fondsname Anlageziel Zertifikatswert Buchwert Differenz zum Buchwert Für das Geschäftsjahr erfolgte Ausschüttung
in TEUR
W&W Nachhaltige Strategie Renten Rentenfonds 2 653 2 653 0 45


Es sind keine Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe bekannt.

ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
W&W Asset Management Ireland DAC (vormals W&W Asset Management Dublin DAC) 1.029 1.029
W&W Investment Managers DAC (vormals W&W Advisory Dublin DAC) 767 767
BF.capital GmbH, Stuttgart 164 -


Die Anteile an den irischen Gesellschaften von jeweils 100 % sind weder börsennotiert noch börsenfähig.


Im Jahr 2023 wurden 35% der Anteile am Stuttgarter Investmenthaus BF.capital GmbH erworben. Aufgrund eines befristeten Stimmbindungsvertrages besitzt die W&W Asset Management GmbH die Stimmrechts-Mehrheit an der BF.capital GmbH, so dass ein temporäres Mutter-Tochter-Verhältnis besteht.


Die BF.capital GmbH ist weder börsennotiert noch börsenfähig.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Anlagespiegel

in TEUR Schuldverschreibungen Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Anteile an verbundenen Unternehmen
Stand 01.01.2023 Anschaffungs-/ Herstellungskosten 20.007 9.954 1.796
Zugänge im Geschäftsjahr 817 0 164
Abgänge im Geschäftsjahr -413 0 0
Umbuchungen im Geschäftsjahr 0 0 0
Stand 31.12.2023 Anschaffungs-/ Herstellungskosten 20.411 9.954 1.960
Stand 01.01.2023 Abschreibungen 11 -1.101 0
Abschreibungen im Geschäftsjahr 1 0 0 0
Zuschreibungen im Geschäftsjahr 1 20 567 0
Änderungen der gesamten Abschreibungen aufgrund Zugängen 0 0 0
Änderungen der gesamten Abschreibungen aufgrund Abgängen 0 0 0
Änderungen der gesamten Abschreibungen aufgrund Umbuchungen 0 0 0
Stand 31.12.2023 Abschreibungen 31 -534 0
Buchwert 31.12.2023 20.442 9.420 1.960
Buchwert 31.12.2022 20.018 8.853 1.796

1 Inkl. Zinsamortisation von Agien/Disagien aus Restlaufzeitverkürzung

SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE


Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus dem Deckungskapital der Führungskräfteversorgung in Höhe von 878 TEUR (Vj. 849 TEUR).

FREMDWÄHRUNG


Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, beträgt 17.537 TEUR (Vj. 17.276 TEUR).

VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 468 217
davon Wüstenrot & Württembergische AG 0 0

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN


Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Gewinnabführungsverpflichtung aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der Wüstenrot & Württembergische AG in Höhe von 35.779 TEUR (Vj. 40.965 TEUR).

RÜCKSTELLUNGEN


Die anderen Rückstellungen betreffen:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Personelle Aufwendungen 2.068 2.150
Sachaufwendungen 130 146
2.198 2.296

EIGENKAPITAL

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 7.391 7.391
Kapitalrücklage 965 965
Gewinnrücklagen 2.905 2.905
Eigenkapital 11.261 11.261


Die Wüstenrot & Württembergische AG hält unverändert 100 % des Stammkapitals.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

ZINSERTRÄGE


Die Zinserträge beinhalten insbesondere Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von 332 TEUR (Vj. 231 TEUR) sowie Zinserträge aus Tagesgeldanlagen in Höhe von 140 TEUR (Vj. 0 TEUR). Im Ausweis sind keine negativen Zinserträge aus Aktivgeschäften enthalten (Vj. 61 TEUR).

ZINSAUFWENDUNGEN


In dieser Position sind insbesondere Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 160 TEUR (Vj. 446 TEUR) enthalten. Im Ausweis sind keine negativen Zinsaufwendungen (Vj. 24 TEUR) enthalten.

LAUFENDE ERTRÄGE AUS ANTEILEN AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN


In dieser Position ist die Ausschüttung irischer Beteiligungserträge enthalten.

PROVISIONSERGEBNIS


Die Provisionserträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Finanzportfolioverwaltung, Erträge aus Beratungsleistungen sowie erhaltene Bestandsprovisionen.


Die Provisionsaufwendungen beinhalten Aufwendungen für unterstützende Beratungsleistungen sowie zu bezahlende Bestandsprovisionen.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE


Diese Position enthält insbesondere Erträge aus gegenüber verbundenen Unternehmen erbrachten Dienstleistungen 9.625 TEUR, (Vj. 9.603 TEUR), sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 115 TEUR (Vj. 250 TEUR). In dieser Position sind außerdem Erträge aus der Veränderung von Aktivwerten zur Führungskräfteversorgung in Höhe von 29 TEUR (Vj. 81 TEUR) enthalten.


Darüber hinaus enthält die Position die Saldierungseffekte nach § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von 10 TEUR (Vj. Ausweis unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen 61 TEUR) nach Verrechnung mit Aufwendungen in Höhe von 71 TEUR (Vj. Verrechnung mit Erträgen 145 TEUR).

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN


Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus empfangenen Dienstleistungen von Konzerngesellschaften in Höhe von 210 TEUR (Vj. 199 TEUR).

ERTRÄGE AUS ZUSCHREIBUNGEN ZU BETEILIGUNGEN, ANTEILEN AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND WIE ANLAGEVERMÖGEN BEHANDELTE WERTPAPIERE


Von der Möglichkeit der Verrechnung gemäß § 33 RechKredV wurde Gebrauch gemacht. Diese Position enthält Realisierungs- sowie Bewertungserfolge der dem Anlagevermögen zugewiesenen Wertpapiere und Investmentanteile.

Sonstige Angaben

UNTERNEHMEN, AN DENEN EIN ANTEILSBESITZ VON 20 % UND MEHR BESTEHT

Name und Sitz des Unternehmens Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis letztes Geschäftsjahr
in % TEUR TEUR
W&W Asset Management Ireland DAC, Dublin (ehemals W&W Asset Management Dublin DAC) 100 14.684 1 4.317 1
W&W Investment Managers DAC, Dublin (ehemals W&W Advisory Dublin DAC) 100 9.365 1 2.977 1
BF.capital GmbH, Stuttgart 35 649 2 37 2,3

1 Entsprechend der Jahresabschlüsse des Geschäftsjahres 2022.

2 Entsprechend des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres 2022/2023

3 Jahresergebnis vor Gewinnabführung

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN


Gegenüber verbundenen Unternehmen ergeben sich laut Unternehmensplanung aus Mietverträgen, IT-Verträgen sowie anderen Dienstleistungsverträgen folgende jährliche Verpflichtungen:


7,1 Mio € im Geschäftsjahr 2024


7,2 Mio € im Geschäftsjahr 2025

PRÜFUNGS- UND BERATUNGSLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS


Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bezieht sich auf die Prüfung des Jahresabschlusses. Andere Bestätigungsleistungen betreffen Prüfungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz. Die Angaben zu den Abschlussprüferhonoraren sind im Konzernabschluss der Wüstenrot & Württembergischen AG enthalten. Auf die Veröffentlichung an dieser Stelle wird aufgrund der befreienden Konzernklausel des § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

ORGANE


Von der Regelung des § 286 Abs. 4 HGB wurde bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der aktiven und der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung sowie der Angabe zu Pensionsrückstellungen gegenüber den ehemaligen Geschäftsführern Gebrauch gemacht.


Gegenüber den Mitgliedern der Geschäftsführung bestehen zum 31. Dezember 2023 keine Forderungen aus gewährten Vorschüssen und Krediten. Zugunsten dieses Personenkreises wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen.

GESCHÄFTSFÜHRUNG


ALEXANDER MAYER, Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH)


Sprecher der Geschäftsführung


Mitgliedschaften in Aufsichtsräten


BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, Stellvertretender Vorsitzender


BF.direkt AG (ab 18. November 2023), Stellvertretender Vorsitzender (ab 26. Januar 2024)


MATTHIAS SCHELL, Dipl.-Finanzwirt (FH)


Geschäftsführer (bis 31. August 2023)


Mitgliedschaften in Aufsichtsräten


W&W Asset Management Ireland DAC (bis 31. August 2023)


Allgemeine Rentenanstalt Pensionskasse AG (bis 31. August 2023)


STEFFEN SIHLER, Dipl.-Betriebswirt (BA)


Geschäftsführer


Mitgliedschaften in Aufsichtsräten


The W&W Global Income Fund ICAV


BF.capital GmbH, Stellv. Vorsitzender (ab 24. November 2023)


W&W Asset Management Ireland DAC (ab 1. Januar 2024)


MARLIES WIEST-JETTER, Dipl.-Betriebswirtin (FH)


Geschäftsführerin (ab 1. September 2023)


Mitgliedschaften in Aufsichtsräten


Allgemeine Rentenanstalt Pensionskasse AG (ab 1. September 2023)


Württembergische Krankenversicherung AG, Vorsitzende


Asset Management Ireland DAC (ab 1. Januar 2024)


Fundamenta-Lakaskassza-Lakastakarekpenztar Zrt., Stellv. Vorsitzende

MITARBEITER


Im Jahresdurchschnitt waren bei der W&W Asset Management GmbH 111 (Vj. 115) Mitarbeiter beschäftigt, davon 40 (Vj. 43) Frauen und 71 (Vj. 72) Männer. Bei den Frauen waren 22 (Vj. 23) in Vollzeit beschäftigt und 18 (Vj. 20) in Teilzeit. Dies entspricht einer Teilzeitquote von 45 %. Bei den Männern waren 66 (Vj. 67) in Vollzeit beschäftigt und 5 (Vj. 5) in Teilzeit. Dies entspricht einer Teilzeitquote von 7 %. Bezogen auf Arbeitskapazitäten ohne Auszubildende waren dies im Jahresdurchschnitt 89 (Vj. 94) Mitarbeiter, davon 75 (Vj. 78) in Vollzeit und 14 (Vj. 16) in Teilzeit.

FIRMA


Die W&W Asset Management GmbH, W&W-Platz 1, 70806 Kornwestheim ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 24643 eingetragen.

KONZERN


Die W&W Asset Management GmbH gehört zum W&W Konzern, dessen Mutterunternehmen die Wüstenrot & Württembergische AG, Kornwestheim, ist. Auf die Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses für die W&W Asset Management GmbH haben wir gemäß § 291 HGB verzichtet. Der Konzernabschluss der Wüstenrot & Württembergische AG wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

NACHTRAGSBERICHT


Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

ANLAGE GEMÄß § 42 WERTPAPIERINSTITUTSGESETZ (WpIG)


Bezüglich der Veröffentlichung gem. § 42 WpIG verweisen wir auf die Anlage zum Anhang.

 

Ludwigsburg, den 11. April 2024

W&W Asset Management GmbH

Alexander Mayer

Steffen Sihler

Marlies Wiest-Jetter

Anlage gemäß § 42 WpIG

Veröffentlichung gemäß § 42 Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG)


Die W&W Asset Management GmbH (W&W AM) ist gemäß § 42 WpIG verpflichtet die folgenden zusätzlichen Angaben zu den in Irland ansässigen Tochterunternehmen zu machen.

Einbezogene Gesellschaften

Art der Tätigkeit Sitz/Ort Land
W&W Asset Management Ireland DAC Vermögensverwaltungsgesellschaft Dublin Irland

Länderspezifische Angaben 2023

Irland
- - -
Umsatz in Tsd € 23 047
Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten Anzahl 16,0
Gewinn oder Verlust vor Steuern in Tsd € 10 319
Steuern auf Gewinn oder Verlust in Tsd € -1 290
Erhaltene öffentliche Beihilfen in Tsd € -

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Grundlagen der W&W Asset Management GmbH

1.1 Geschäftsmodell

W&W Asset Management GmbH im Profil


Die W&W Asset Management GmbH mit Sitz in Ludwigsburg ist das Kompetenzzentrum für institutionelle Anlageberatung/-betreuung, Portfoliomanagement, Ordermanagement, Kapitalanlagenrisikocontrolling und -reporting sowie die Credit Steuerung des Eigengeschäfts in der W&W-Gruppe und gehört mit 35,3 Mrd. € Assets under Management (31. Dezember 2023) zu den großen Anbietern deutschlandweit.


Die Wüstenrot & Württembergische AG ist Alleingesellschafterin der W&W Asset Management GmbH:


Die W&W Asset Management GmbH verantwortet, steuert und bündelt die Aktivitäten im Investment- und Wertpapierbereich für die Gesellschaften der W&W-Gruppe als Dienstleister. Dabei betreut sie die Assetklassen Aktien, Renten, Geldmarkt und Devisen inklusive der dazugehörigen Derivate, Alternative Investments und Immobilien. Darüber hinaus werden auch Privatkundengelder in Investmentfonds betreut. Hierfür erfolgt zudem eine Vertriebsunterstützung im Bereich Publikumsfonds.


Zudem koordiniert die W&W Asset Management GmbH die konzerneigenen Kapitalanlagegesellschaften in Irland. Die W&W Asset Management Ireland DAC ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft mit AIFM-Lizenz. Neben der W&W Asset Management Ireland DAC existiert als weitere Tochtergesellschaft in Irland die W&W Investment Managers DAC. Die W&W Investment Managers DAC hat die MiFID Lizenz an die CBI (Central Bank of Ireland) zurückgegeben und führt keine operativen Tätigkeiten mehr aus. Zusätzlich zu den beiden 100% Tochtergesellschaften in Irland hält die W&W Asset Management GmbH seit 01.10.2023 eine 35 % Beteiligung an der BF.capital GmbH. Aufgrund eines befristeten Stimmbindungsvertrages besitzt die W&W Asset Management GmbH die Stimmrechts-Mehrheit an der BF.capital GmbH, so dass ein temporäres Mutter-Tochter-Verhältnis besteht. Die BF.capital GmbH ist ein Investmentmanager für institutionelle Investoren.

1.2 Steuerungssystem


Das Steuerungssystem ist bei der W&W Asset Management GmbH darauf ausgerichtet, die Geschäftsführung regelmäßig über die aktuelle Zielerreichung zu informieren und Planabweichungen frühzeitig zu signalisieren. Dabei handelt es sich um ein integriertes Steuerungssystem. Auf Basis der Geschäftsstrategie wird eine Geschäftsplanung für drei Jahre erstellt. Zur Überprüfung der operativen Planung werden im laufenden Geschäftsjahr jeweils zwei Hochrechnungen durchgeführt. Die unterjährige Steuerung erfolgt anhand eines "Steuerungscockpits". Hier wird auf monatlicher Basis verfolgt, ob die geplanten Zielergebnisse erreicht wurden. Sich abzeichnende Abweichungen können dadurch frühzeitig erkannt und gegensteuernde Maßnahmen zeitnah ergriffen werden. Zur Analyse der Geschäftsentwicklung enthält das Steuerungscockpit zusätzlich zu den bedeutsamsten Leistungsindikatoren weitere finanzielle Kennzahlen.

Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren der W&W Asset Management GmbH


Für eine adäquate Steuerung wurden bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren in den Dimensionen "Ertrag ausbauen" und "Kosten aktiv auf Marktniveau managen" für die W&W Asset Management GmbH definiert.


Innerhalb der Dimension "Ertrag ausbauen" wird das Ergebnis v. St. (HGB) als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator verwendet. Die Dimension "Kosten aktiv auf Marktniveau managen" wird anhand des Verwaltungsaufwandes inklusive des Dienstleistungsergebnisses gemessen, das heißt inklusive Verrechnungen mit anderen Konzernunternehmen.

Weitere Leistungsindikatoren


Als weitere (bedeutsame) Leistungsindikatoren werden das Provisionsergebnis (HGB) und die Kennzahl Assets under Management (AuM) verwendet.

Leistungsindikatoren der W&W AM 2022 in Mio. € 2023 in Mio. € Veränderung in %
Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren
Ergebnis v. St. (HGB) 41,0 35,8 -12,7%
Verwaltungsaufwand inkl. DL-Erg. (HGB) 12,1 11,4 -5,8 %
Weitere Leistungsindikatoren
Assets under Management 34.035 35.302 3,7 %
Provisionsergebnis (HGB) 37,0 36,1 -2,4 %


Die Erläuterungen zu den Kennzahlen erfolgen im Abschnitt "Geschäftsentwicklung".

1.3 Nachhaltiges Engagement


Verantwortliches Handeln und gesellschaftliches Engagement haben in der W&W-Gruppe eine lange Tradition und sind feste Bestandteile der Unternehmenskultur. Ihr liegt das aus dem Stiftungsgedanken der Hauptgesellschafterin der W&W AG abgeleitete Verständnis einer langfristigen, auf Stabilität ausgerichteten Unternehmensführung zugrunde.


Zur Untermauerung unserer Nachhaltigkeitspositionierung hat die W&W-Gruppe seit 2021 eine Nachhaltigkeitsstrategie mit folgenden sechs Handlungsfeldern: Kunde und Produkt, Kapitalanlagen und Refinanzierungen, Eigener Betrieb, Beschäftigte, Gesellschaft und Organisation. Die gesamte W&W-Gruppe und damit auch die W&W Asset Management GmbH haben sich somit verpflichtet, Aspekte der Nachhaltigkeit im Rahmen der Kapitalanlagen zu berücksichtigen. Die W&W Asset Management GmbH implementiert die Vorgaben und Aspekte der Nachhaltigkeit, die durch die Unternehmen der W&W-Gruppe bzw. der Kunden vorgegeben werden.


Zur Analyse der Kapitalanlagebestände (im Speziellen für Unternehmen und Staaten) unserer Kunden arbeiten wir mit einem externen Dienstleister (ISS ESG) zusammen. Im Zuge dessen werden auch speziell ökologische und soziale sowie die Unternehmensführung betreffende Risiken (ESG-Risiken), soweit diese Risiken mit dem Anlageportfolio und dessen Verwaltung in Verbindung stehen, in der Kapitalanlage zum Beispiel über Ausschlusskriterien berücksichtigt. Diese Ausschlusskriterien sowie der Umgang mit diesen werden auf der Homepage der W&W Asset Management GmbH veröffentlicht. Als Kapitalgeber hat die W&W-Gruppe und damit die W&W Asset Management GmbH als konzerninterner Dienstleister für das Asset Management zusammen mit anderen Kapitalsammelstellen einen großen Einfluss auf den erfolgreichen Strukturwandel hin zu einer klimafreundlicheren und emissionsärmeren Wirtschaft beziehungsweise Gesellschaft. Direkte Investitionen in erneuerbare Energien sind seit vielen Jahren fester Bestandteil des strategischen Kapitalanlageprozesses der W&W-Gruppe und wir verfolgen eine stetige Reduzierung des CO2-Anteils in den Kapitalanlagen (vornehmlich im Bereich Aktien und Unternehmensanleihen) hin zu einer klimaneutralen Kapitalanlage bis 2050. Dabei ist in den Jahren 2023 bis 2025 eine Reduktion des Relative Carbon Footprints in Höhe von 10% zu erreichen.

1.4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter


Für den W&W-Konzern und somit auch für die W&W Asset Management GmbH als Dienstleistungsunternehmen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein wichtiger Bestandteil zur Sicherung der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit. Aufgrund des Fachkräftemangels und des gesellschaftlichen Wandels ist es daher unerlässlich, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden. Dafür bietet die W&W-Gruppe vielfältige Angebote und Leistungen rund um die Themen Gesundheitsmanagement, Qualifizierung sowie agiles, vernetztes und flexibles Arbeiten an. Unter anderem für dieses Engagement wurde die W&W-Gruppe im Jahr 2023 zum vierten Mal in Folge mit dem "Top Employer"-Award ausgezeichnet.


Im Jahresdurchschnitt waren bei der W&W Asset Management GmbH 111 (Vj. 115) Mitarbeiter beschäftigt, davon 40 (Vj. 43) Frauen und 71 (Vj. 72) Männer.

Vorsorge und Verantwortung


Verantwortliches Handeln sowie gesellschaftliches Engagement haben in der W&W-Gruppe eine lange Tradition und sind feste Bestandteile der Unternehmenskultur. Für unsere Kunden und unsere Anteilseigner, aber auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wir nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich sein. Gleichzeitig verpflichtet sich die gesamte W&W-Gruppe, bewusst mit ihrem sozialen, kulturellen und ökologischen Umfeld umzugehen.

Gesundheit


Mit unserem betrieblichen Gesundheitsmanagement möchten wir gesundheitsförderliche Verhaltensweisen unterstützen und Belastungen am Arbeitsplatz verhindern. Die Auszeichnung mit dem Exzellenz-Siegel im Rahmen des Corporate Health Award bestätigt uns ein herausragendes betriebliches Gesundheitsmanagement, das zu den besten deutschlandweit zählt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren von den umfassenden, bedarfsgerechten Gesundheitsleistungen und werden in ihrer Leistungsfähigkeit und Motivation nachhaltig gestärkt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld


Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Kalenderjahr 2023 gemäß vorläufigen Berechnungen einen moderaten Rückgang der Wirtschaftsleistung um -0,1 %. Mehrere Belastungsfaktoren waren für diese schwache konjunkturelle Entwicklung verantwortlich. So verringerte eine weiterhin ungewohnt hohe Inflation die reale Kaufkraft der Privathaushalte, die in der Folge ihre Konsumnachfrage einschränkten. Zudem liefen in der Coronavirus-Pandemie eingeführte Ausgabenprogramme aus, sodass auch eine schwache Staatsnachfrage das Wachstum belastete. Des Weiteren entwickelte sich der Export aufgrund einer schwächeren Nachfrage in wichtigen Auslandsmärkten verhalten. Schließlich drückte das gestiegene Zinsniveau die Wirtschaftsaktivitäten in den zinssensitiven Sektoren zunehmend. Dies schlug sich z.B. in deutlich rückläufigen Wohnungsbauaufträgen nieder.


Nach dem Inflationsschock des Vorjahres erfolgte 2023 eine deutliche Beruhigung bei den Preissteigerungsraten. Lag die Teuerungsrate im Januar noch bei 8,7 %, gab sie bis zum Jahresende auf 3,7 % nach. Wichtigster Grund für diese Beruhigung waren im Jahresverlauf begünstigende Basiseffekte bei den Energiepreisen und eine eher zurückhaltende Konsumnachfrage. Trotz des Rückgangs der Inflation im Jahresverlauf wurde das Zielniveau der Europäischen Zentralbank (EZB) in Höhe von 2 % mit 5,9 % aber immer noch spürbar übertroffen.

2.1.1 Kapitalmärkte

Anleihemärkte


Nach dem ausgeprägten Zinsanstieg des Vorjahres fielen die Renditeveränderungen am deutschen Anleihemarkt im Kalenderjahr 2023 moderater aus. So gab im kurzfristigen Laufzeitenbereich die Rendite zweijähriger Bundesanleihen von 2,76 % Ende 2022 auf 2,40 % Ende 2023 nach. Im langfristigen Laufzeitenbereich erfolgte ein etwas umfangreicherer Zinsrückgang. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank von 2,57 % Ende 2022 auf nur noch 2,02 %. Diese letztlich überschaubaren Renditeveränderungen verbergen aber größere Zinsschwankungen im Jahresverlauf. So stieg etwa die Rendite zweijähriger Bundesanleihen aufgrund der fortgesetzten Leitzinsanhebungen der EZB mehrfach im Jahresverlauf über die Marke von 3,3 %. Die langfristigen Renditen erreichten Anfang Oktober ihr Jahreshoch, als die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kurzzeitig den Bereich um die Marke von 3 % erreichte. Ende Oktober / Anfang November sorgten dann jedoch deutlich fallende Inflationswerte, überraschend schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt und erste Andeutungen der großen Notenbanken, dass sich der Zyklus der Leitzinsanhebungen allmählich dem Ende nähern könnte, für einen grundlegenden Richtungswechsel an den Anleihemärkten. In den beiden Schlussmonaten des Jahres sanken die Zinssätze über alle Laufzeiten hinweg.

Aktienmärkte


Die europäischen Aktienmärkte starteten bereits an den ersten Handelstagen sehr freundlich und setzten bis Anfang März den Aufwärtstrend fort. Eine letztlich eng begrenzte Krise einzelner, kleinerer US-Banken sorgte dann im März für einen temporären Kursrückgang, der aber bereits Anfang April wieder ausgeglichen war. Bis Anfang August tendierten die europäischen Aktienmärkte in einem breiten Kursband seitwärts. Zunehmende Sorgen, dass die führenden Zentralbanken die Leitzinsen noch kräftiger erhöhen und damit den Geschäftsausblick der Unternehmen spürbar belasten könnten, sowie anziehende Renditen an den Anleihemärkten sorgten anschließend bis Ende Oktober für eine weitere Phase mit sinkenden Aktienkursen. Diese Sorgen verflogen, als deutlich fallende Inflationswerte und überraschend schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt gemeldet wurden. Zudem gab es vermehrt Stimmen von den führenden Notenbanken, dass das Ende der Leitzinserhöhungen erreicht sein könnte. Dies löste Anfang November eine Jahresendrallye, die den DAX auf neue Rekordstände steigen ließ, aus. Auf Kalenderjahressicht verzeichnete der DAX letztlich einen beeindruckenden Kursanstieg um 20,3 %, der Euro STOXX 50 legte um 19,2 % zu.

2.1.2 Branchenentwicklung

Wettbewerb/Marktumfeld


Das Jahr 2023 war von geopolitischen Krisen, der anhaltenden Inflation und der Rückkehr der Zinsen geprägt. Vor diesem Hintergrund erzielte die Branche ein beachtliches Neugeschäft mit insgesamt 63 Mrd. € in Fonds und Mandaten.


Ende 2023 verwalteten Fondsgesellschaften ein Gesamtvermögen in Höhe von 4.149 Mrd. €. Dies entspricht rund 9 % mehr als im Vorjahr (3.805 Mrd. €). Auf Sicht von zehn Jahren hat sich das Gesamtvermögen, welches von Fondsgesellschaften verwaltet wird, fast verdoppelt.


Mit einem Vermögen von rund 2.079 Mrd. € bleiben offene Spezialfonds in Deutschland die größte Fondsgruppe. Zusammen mit Mandaten im Wert von 634 Mrd. € entfallen fast zwei Drittel des verwalteten Gesamtvermögens auf das Geschäft mit zum Beispiel Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherungsgesellschaften.


Das verwaltete Vermögen von offenen Publikumsfonds betrug in 2023 1.382 Mrd. €, das Netto-Vermögen der geschlossenen Fonds betrug 54 Mrd. €.


Auf der Absatzliste der Publikumsfonds stehen 2023 Aktienfonds mit Zuflüssen von 12,9 Mrd. € ganz oben. Im Jahr zuvor lagen die Zuflüsse noch bei 0,5 Mrd. €. Anleger kauften vor allem global investierende Fonds (16,9 Mrd. €), aus Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland flossen 3,2 Mrd. € ab. Von den gesamten Zuflüssen entfallen 10,2 Mrd. € auf Aktien-ETFs und 2,7 Mrd. € auf aktiv gemanagte Fonds. Insgesamt ist das von Aktienfonds verwaltete Vermögen im letzten Jahr um 17 Prozent auf 624 Mrd. € gestiegen.


Der Zinsanstieg führte bei Rentenfonds zu attraktiven Perspektiven. Dies zeigt sich an der Kehrtwende im Neugeschäft. Nach Abflüssen von 16,5 Mrd. € im Vorjahr erhielten sie 2023 netto 12,7 Mrd. € neue Gelder. Dabei standen vor allem Unternehmensanleihen-Fonds mit 4,9 Mrd. € und Euro-Rentenfonds mit 4,5 Mrd. € im Fokus der Anleger. Über die Hälfte des Neugeschäfts entfällt dabei auf Renten-ETFs mit Zuflüssen von 7,9 Mrd. €. Das Vermögen aller Rentenfonds beträgt 211 Mrd. €. Auf dem dritten Platz der Absatzliste liegen mit 4,1 Mrd. € Geldmarktfonds. Sie verwalten ein Vermögen von 39,4 Mrd. €.


Das Neugeschäft bei Immobilienfonds ging im letzten Jahr zurück. Nach Zuflüssen von 0,7 Mrd. € im ersten Quartal 2023 und 0,3 Mrd. € im zweiten Quartal, verbuchten die Fonds Mittelrückgaben im dritten und vierten Quartal in Summe von 0,9 Mrd. €. Immobilienfonds verwalten ein Netto-Vermögen von insgesamt 131 Mrd. €.


Nach vielen Jahren auf den Spitzenplätzen in der Absatzliste verbuchten Mischfonds 2023 Abflüsse von 15,5 Mrd. €. Von den Abflüssen entfallen 6,9 Mrd. € auf anleihebetonte Fonds, 5,6 Mrd. € auf ausgewogene Fonds und 3,0 Mrd. € auf aktienbetonte Fonds. Insgesamt verwalten Mischfonds ein Vermögen von 338 Mrd. €.


Offene Spezialfonds verbuchten Zuflüsse von 33,7 Mrd. €. Ihr Neugeschäft ist deutlich geringer als im Vorjahr, als Spezialfonds 62,7 Mrd. € zugeflossen waren.


Beim verwalteten Vermögen sind Altersvorsorgeeinrichtungen mit 716 Mrd. € die größte Gruppe. Dazu gehören zum Beispiel berufliche Versorgungswerke. Versicherungsgesellschaften haben 541 Mrd. € in Spezialfonds angelegt. Auf beide Gruppen zusammen entfallen 60 Prozent des Gesamtvermögens. Aus diesen Zahlen wird einmal mehr deutlich, dass die Assetmanagement-Branche einen hohen Stellenwert bei der Altersvorsorge in Deutschland hat.

2.2 Geschäftsentwicklung und Lage der W&W Asset Management GmbH im Überblick

2.2.1 Geschäftsverlauf


Die W&W Asset Management GmbH liegt mit den von ihr betreuten Assets under Management im Verlauf des Jahres 2023 leicht über dem Vorjahreswert. Dabei wiesen sie Ende Dezember 2023 ein Volumen in Höhe von 35,3 Mrd. € (Vj. 34,0 Mrd. €) auf.


Nachfolgende Tabelle liefert einen Überblick über die Entwicklung der Assets under Management in den vergangenen drei Jahren:

Assets under Management 2021 2022 2023
in Mio. € in Mio. € in Mio. €
Konzernkunden 41.653 32.518 33.295
Privatkunden 1.799 1.517 2.007
Summe 43.452 34.035 35.302


Die W&W Asset Management GmbH ist ein Dienstleistungsunternehmen für die W&W Konzerngesellschaften.


Rund 94 % der Assets under Management stammen daher von Konzernkunden.


Die Aufteilung der Assets under Management nach Kundengruppen stellt sich Ende Dezember 2023 wie folgt dar (in Mrd. €):

Schaubild 1: AuM nach Kundengruppen in Mrd. EUR


Das Schaubild zeigt, dass die Personenversicherungen und die Pensionskassen (PK) mit 27 Mrd. € den größten Anteil der Assets under Management in der Klassifizierung nach Kundengruppen ausmachen.


Das nachstehende Schaubild zeigt die Aufteilung der Assets under Management nach Anlageklassen Ende Dezember 2023 (in Mrd. €):

Schaubild 2: AuM nach Anlageklassen in Mrd. EUR


Der Großteil der Assets under Management fällt in die Anlageklasse Renten, gefolgt von der Anlageklasse Immobilien und Alternative Investments.


Obwohl sich der Wert der gesamten Assets under Management im Vergleich zum Vorjahr erholt hat, bewegen sie sich unter Planniveau. Dennoch stellt sich die Geschäftsentwicklung aus Sicht der Unternehmensleitung positiv dar, da trotz der widrigen Umstände der Ausbau wichtiger Assetklassen wie beispielsweise Alternative Investments fortgesetzt werden konnte.

2.2.2 Ertragslage


Geprägt von geopolitischen Krisen, der anhaltenden Inflation, weiterhin hohen Unsicherheiten am Kapitalmarkt und der Rückkehr der Zinsen, musste sich die Finanzbranche in 2023 weiterhin großen Herausforderungen stellen. Die Asset Management GmbH konnte dennoch das Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis v. St. (HGB) in Höhe von 35,8 Mio € abschließen.

Entwicklung der Ertragslage der Gesellschaft 2021 2022 2023
in Mio. € in Mio. € in Mio. €
Zinsüberschuss -1,2 - 0,2 0,4
Laufende Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 5,0 16,0 10,0
Provisionsergebnis 31,4 37,0 36,1
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 20,6 21,7 21,0
Ergebnis v. St. 25,4 41,0 35,8
Return on Equity v. St. 225,8 % 363,7 % 317,7%
Kapitalrendite 50% 60% 57%


Insgesamt verzeichnet die W&W Asset Management GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis v. St. (HGB) in Höhe von 35,8 Mio. € (Vj. 41,0 Mio. €) und erzielt einen Return on Equity vor Steuern von 317,7 % (Vj. 363,7 %). Maßgeblich hierfür ist neben dem Provisionsergebnis die Ausschüttung irischer Beteiligungserträge im Jahr 2023.


Der Zinsüberschuss wird im Wesentlichen durch Zinserträge aus Kapitalanlagen sowie durch Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen beeinflusst.


Das Provisionsergebnis liegt mit 36,1 Mio. € leicht unter dem Vorjahresniveau (Vj. 37,0 Mio. €). Dies ist hauptsächlich auf höhere Provisionsaufwendungen zurückzuführen.


Der Verwaltungsaufwand inklusive DL-Ergebnis (HGB) liegt mit 11,4 Mio. € leicht unter Vorjahresniveau (12,1 Mio. €). Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in 2023 in Höhe von 21,0 Mio. € sind im Vergleich zum Vorjahr (21,7 Mio. €) leicht gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus unter Vorjahr liegenden Personalkosten.


Die Ertragslage ist aus Sicht der Unternehmensleitung weiterhin positiv.

2.2.3 Vermögenslage


Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr moderat um 7,2 % auf 62,9 Mio. € gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den gegenüber Vorjahr geringeren abzuführenden Gewinn zurückzuführen.


Die Bilanzsumme bestand dabei zu 32,1 % aus Forderungen an Kreditinstitute.


Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt 11,3 Mio. €.


Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen sowie für allgemeine Aufwendungen.


Aus Sicht der Unternehmensleitung ist die Vermögenslage geordnet.

2.2.4 Finanzlage


Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind fristenkongruent durch kurzfristige Forderungen abgedeckt. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 17,9 % (Vj. 16,6 %) und ist damit hinreichend bemessen.


Seit dem 1. Januar 2009 hat sich die W&W Asset Management GmbH im Rahmen eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages verpflichtet, ihren handelsrechtlichen Gewinn an die Wüstenrot & Württembergische AG abzuführen.


Das Fremdkapital setzt sich aus der Gewinnabführung, aus Rückstellungen sowie diversen Konten der Konzernverrechnung zusammen.


Die laufende Finanzierung der Gesellschaft erfolgt vor allem durch Vorauszahlungen für die von ihr zu erbringenden Dienstleistungen. Des Weiteren begleicht die W&W Asset Management GmbH ihre Provisionsverbindlichkeiten erst nach Eingang der entsprechenden Provisionsansprüche.


Das Stammkapital und die Rücklagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 11,3 Mio. €. Die freien liquiden Mittel der W&W Asset Management GmbH befanden sich dabei größtenteils auf dem Tagesgeld- bzw. Girokonto. Des Weiteren hielt die Gesellschaft Anteile am W&W Vermögensverwaltende Strategie, W&W Nachhaltige Strategie und W&W Nachhaltige Strategie Renten. Darüber hinaus investierte die W&W Asset Management GmbH in dänische Hypothekenpfandbriefe sowie in festverzinsliche Wertpapiere. Durch unsere konservative Anlagepolitik und eine konsequente Überwachung der Investments befinden sich die eingegangenen Risiken im Einklang mit dem Zweck der Gesellschaft als Dienstleister für die W&W-Gruppe.


Die Liquidität wird laufend überwacht und war in 2023 jederzeit gegeben, da den kurzfristigen Verbindlichkeiten mindestens entsprechende täglich fällige Forderungen gegenüberstanden und das Unternehmen über eine angemessene Liquiditätsreserve verfügte.


Die Zahlungsfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Kredite wurden nicht beansprucht.


Die Finanzlage zeigte sich aus Sicht der Unternehmensleitung stabil.

2.2.5 Vergleich der Geschäftsentwicklung mit der Prognose (HGB)


Das Geschäftsjahr war durch geopolitische Krisen, der anhaltenden Inflation, weiterhin hohen Unsicherheiten am Kapitalmarkt und der Rückkehr der Zinsen geprägt. Dies erforderte neben weiterhin hohen regulatorischen Anforderungen große Anstrengungen, Innovationskraft und Veränderungsbereitschaft. Es ist uns jedoch im Rahmen konzernweiter Strategieprojekte gelungen, Vorsorgemaßnahmen zu treffen, welche auch im Hinblick auf die nicht prognostizierten Marktgegebenheiten und Herausforderungen in 2023 positive Wirkung zeigten.


Die W&W Asset Management GmbH konnte den für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Ergebniskorridor (19,0 Mio. € bis 24,0 Mio. €) unter anderem aufgrund der Ausschüttung irischer Beteiligungserträge mit 35,8 Mio. € deutlich übertreffen. 2023 gab es, wie von uns prognostiziert, zu keiner Zeit Liquiditätsengpässe.


Die Bilanzsumme hat sich durch den höheren erwirtschafteten Gewinn gegenüber der Prognose (Plan 2023: 47,5 Mio. €) auf 62,9 Mio. € stark erhöht. Insgesamt haben sich die Assets under Management mit 35,3 Mrd. € leicht unter Planniveau (36,1 Mrd. €) entwickelt. Der Verwaltungsaufwand inkl. DL-Ergebnis lag mit 11,4 Mio. € leicht unter der Prognose 2023 in Höhe von 12,1 Mio. €.

2.2.6 Gesamtaussage


Die Vermögens- und Finanzlage der W&W Asset Management GmbH ist stabil und geordnet.


Die Geschäftsführung ist mit der Geschäftsentwicklung und dem erzielten Ergebnis zufrieden.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Allgemein


Das Risikomanagementsystem der W&W Asset Management GmbH ist darauf ausgerichtet, Risiken in vertretbarem Rahmen und nur in dem Maße einzugehen, welches ein angemessenes Wachstum der Gesellschaft bei dauerhafter Stabilität ermöglicht. Aus diesem Grund unterliegen alle strategischen und operativen Maßnahmen einer sorgfältigen Abwägung von Chancen und Risiken. Die risikopolitische Ausrichtung und der Umgang mit den eingegangenen Risiken werden dabei von der Risikostrategie der Gesellschaft vorgegeben, die sich aus der Geschäftsstrategie ableitet und konform zur Risikostrategie der W&W-Gruppe ist.


Als Teil einer Finanzdienstleistungsgruppe bewegt sich die W&W Asset Management GmbH in einem Branchenumfeld, das auf nationaler und zunehmend europäischer Ebene besonderen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen unterliegt. Die Anforderungsschwerpunkte bestehen im Wesentlichen aus den Themen Risikomanagement, Rechnungslegung, Informationssicherheit, Transparenz und Verbraucherschutz sowie Data Governance. Ferner ist die W&W Asset Management GmbH branchentypisch von nationalen und internationalen Zins- und Kapitalmarktentwicklungen abhängig.


Über die Gesamtrisikolage und wesentliche Einzelrisiken ist der Geschäftsleitung sowie der Gesellschafterin regelmäßig Bericht zu erstatten.


Da die W&W Asset Management GmbH im Wesentlichen als konzerninterner Finanzdienstleister im Kapitalanlagebereich der W&W-Gruppe tätig ist, und 94 % der von ihr betreuten Assets under Management von der W&W-Gruppe stammen, ist die weitere Geschäftsentwicklung wesentlich mit der Entwicklung des Versicherungsgeschäfts verknüpft, insbesondere der Personenversicherungen und Pensionskassen.

3.2 Chancenbericht


Für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der W&W Asset Management GmbH ist das Erkennen und Nutzen von Chancen eine elementare Voraussetzung. Entsprechend verfolgen wir das Ziel, Chancen systematisch zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu ihrer Nutzung anzustoßen.


Ausgangspunkt sind unsere fest etablierten Strategie-, Planungs- und Steuerungsprozesse. Dabei beurteilen wir unter anderem Markt- und Umfeldtrends und befassen uns mit der Ausrichtung unseres Produktportfolios, den Kostentreibern sowie weiteren kritischen Erfolgsfaktoren. Daraus werden Chancen abgeleitet, die die Geschäftsführung mit der Geschäftsplanung und den Zielvereinbarungen mit dem operativen Management abstimmt.


Chancen werden dabei immer im Zusammenhang mit eventuellen Risiken betrachtet. Auch verfügen wir über solide Steuerungs- und Kontrollstrukturen, um Chancen auf Basis ihres Potenzials, der benötigten Investitionen und des Risikoprofils zu bewerten und verfolgen zu können.

3.2.1 Gesellschaft und Kunden

Chancen durch Veränderungsdynamik und demografischen Wandel


Der demografische Wandel und die veränderte Gesellschaft bieten neue Wachstumschancen. Durch die gestiegene Lebenserwartung bleiben die Menschen länger vital. Dieser selbstbestimmte und unabhängige Lebensstil wird dauerhaft nicht über die staatliche Rente allein finanzierbar sein. Selbstständigkeit, Mobilität und ein aktives Leben bis in das hohe Alter werden vermehrt mit einem privaten Kapitalstock finanziert werden müssen. Aus unserer Sicht verlangt die Gesellschaft aufgrund der veränderten Lebensgewohnheiten nach mehr Flexibilität und Individualisierung in den Produkten, in der Beratung und in der Kommunikation.


Das bedeutet für uns als W&W-Gruppe, mit unserer Expertise im Vorsorge- und Anlagebereich, dass sich große Marktpotenziale für unsere Leistungen, Beratungsansätze und Zielgruppenkonzepte bieten. Mit der Entwicklung neuer Produkte mit alternativen Garantien oder mit zusätzlicher Flexibilität und der Nutzung verschiedenster Kommunikationsmedien stellt sich die W&W-Gruppe auf diesen Wandel ein.


Die W&W Asset Management GmbH unterstützt hierbei die Konzernunternehmen bei der Entwicklung und Implementierung von innovativen Investmentprodukten.

Chancen durch Klima, Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit


Klimaneutralität, Nachhaltigkeit und Umweltschutz stellen wichtige Entscheidungskriterien für uns als Unternehmen als auch für unsere jetzigen und künftigen Kundinnen und Kunden dar.


So implementieren wir die Vorgaben und Aspekte der Nachhaltigkeit, die durch die Unternehmen der W&W-Gruppe bzw. der Kunden vorgegeben werden. Darüber hinaus haben wir die Möglichkeit mit den verstärkt auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Fonds Genius Strategie, W&W Nachhaltige Strategie, W&W Nachhaltige Strategie Renten und W&W Nachhaltige Strategie Aktien zusätzliche Zielgruppen zu erreichen.

3.2.2 Ökonomie & Markt

Chancen durch Kapitalanlagenmanagement


In dem Umfeld gestiegener Zinsen und Inflation steigt die Bedeutung einer effektiven Kapitalanlage. Als Kompetenzzentrum "Asset Management" mit rund 35,3 Mrd € Assets under Management bietet die W&W Asset Management GmbH spezialisierte Investmentansätze und deren systemseitige Abbildung für die Unternehmen der W&W-Gruppe an. Dabei betreut die W&W Asset Management GmbH die Asset-Klassen Aktien, Renten, Geldmarkt, und Devisen inklusive der dazugehörigen Derivate, Alternative Investments und Immobilien.


So managt die W&W Asset Management GmbH im Zuge einer konsequent wert- und risikoorientierten Anlagestrategie stringent die Chancen und Risiken der verwalteten Kapitalanlagen auf Basis der Vorgaben unserer Konzernkunden.


Durch die Beteiligung der W&W Asset Management GmbH an der BF.capital GmbH sehen wir die Chance zur Erschließung neuer Ertragspotenziale im Bereich Private Debt. Hierdurch wird eine Ausweitung der institutionellen Zielgruppen angestrebt.

3.2.3 Politik

Chancen durch zunehmende Regulatorik und Verbraucherschutz


Das Erfüllen der steigenden regulatorischen Anforderungen wie zum Beispiel die verpflichtende Aufnahme des Themas Nachhaltigkeit in die Beratung im Rahmen der Erweiterungen von Markets in Financial Instruments Directive II (MIFID II) kann den Fokus auf die Fonds-Direktanlage stärken und bietet somit Chancen für die verstärkt auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Publikumsfonds.

3.2.4 Technologie

Chancen durch Digitalisierung und technischen Fortschritt


Die Verbreitung und Nutzung digitaler Technologien schreitet voran. Die IT ist eine der wesentlichen Erfolgsfaktoren im digitalen Zeitalter und trägt maßgeblich zur Veränderung und Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen bei. Der technische Fortschritt ermöglicht unter anderem eine zunehmende Automatisierung von Prozessen. Die sich daraus ergebenden Produktivitätsfortschritte und damit Kostensenkungspotenziale können zur Ertragssteigerung, aber auch für Freiräume für Investitionen in Zukunftsthemen und die Ausweitung an betreuten Assetklassen genutzt werden.


Homeoffice und mobiles Arbeiten haben sich nach der Coronavirus-Pandemie etabliert und beschleunigen weiterhin die digitale Transformation in der betrieblichen Arbeitswelt.

3.2.5 Chancen durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter


Für die W&W-Gruppe als Dienstleistungsunternehmen und die W&W Asset Management GmbH als Teil dieser Gruppe ist die Gewinnung und Bindung von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein zentraler Bestandteil zur Sicherung der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit.


Mit umfassenden Arbeitgeberleistungen wird die Arbeitgeberattraktivität gestärkt. Beispielsweise, enthält die Arbeitgeberleistung "Beruf+" vielfältige Angebote und Leistungen rund um die Themen Gesundheitsmanagement, Mobilität, Familie, Qualifizierung sowie agiles, vernetztes und flexibles Arbeiten, insbesondere digital und auf dem neuen W&W-Campus.

3.3 Risikobericht

3.3.1 Risikoorganisatorische Rahmenvorgaben


In der Group Risk Policy, die auch für die W&W Asset Management GmbH gilt, ist der organisatorische Rahmen für das Risikomanagement der W&W-Gruppe definiert. Dieser Rahmen umfasst neben Kernfunktionen, Zielen und Leitsätzen des Risikomanagements insbesondere auch die Definition wesentlicher Begrifflichkeiten sowie die Beschreibung aufbau- und ablauforganisatorischer Rahmenbedingungen. In der W&W-Gruppe sind insgesamt sechs Risikobereiche mit nachgeordneten Risikoarten identifiziert und als grundsätzlich wesentlich definiert worden. Für die W&W Asset Management GmbH sind folgende Risikobereiche relevant: Marktpreisrisiken, Adressrisiken, operationelle Risiken, Geschäftsrisiken und Liquiditätsrisiken. Konzentrations- und Nachhaltigkeitsrisiken stellen keinen eigenen Risikobereich dar, sondern werden über alle Risikobereiche und -arten hinweg betrachtet. Die Einstufung der Wesentlichkeit erfolgt in Abstimmung zwischen den Risikocontrollingeinheiten der W&W-Gruppe.


Aufgrund des risikoarmen Geschäftsmodells stehen im Risikotragfähigkeitskonzept der W&W Asset Management GmbH derzeit die operationellen Risiken im Vordergrund. Daneben werden die Risikobereiche Geschäfts-, Marktpreis- und Adress- & Creditspreadrisiken limitiert. Für den nicht limitierten Risikobereich der Liquiditätsrisiken wird keine Risikodeckungsmasse reserviert.


Die W&W Asset Management hält Beteiligungen. Aufgrund des Anteils der Beteiligungen bestehen Beteiligungsrisiken in Form von Abschreibungsrisiken (dauerhafte Bewertungsverluste) bzw. in Form von Ausschüttungsausfällen. Die Beteiligungsrisiken sind dem Risikobereich Marktpreisrisiko zugeordnet.

3.3.2 Risikomanagementprozess


Der Risikomanagementprozess wird von den konzerninternen Vorgaben und den gesetzlichen sowie aufsichtsrechtlichen Erfordernissen abgeleitet. Seit dem 26. Juni 2021 unterliegt die W&W Asset Management GmbH als mittleres Wertpapierinstitut/Wertpapierfirma den neuen Vorschriften der Investment Firm Regulation (IFR) (Verordnung (EU) 2019/2033) und dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG).


Gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) werden Funktionsfähigkeit und Angemessenheit der Aktivitäten im Risikomanagement regelmäßig durch die Interne Revision überprüft.


Durch den Risikomanagementprozess wird der Risikomanagementkreislauf systematisch gesteuert. Der Risikomanagementkreislauf ist in die folgenden fünf einzelnen Schritte aufgeteilt:

Risikoidentifizierung (Wesentlichkeitsinventur, Wesentlichkeitsmatrix)

Risikobeurteilung (Limit- und Liniensystem, Ampelsystematik)

Risikonahme und Risikosteuerung (Zeichnungsrichtlinien, Strategische Asset Allocation)

Risikoüberwachung (Regelmäßige Überprüfung der Risikolimits)

Risikoberichterstattung (Ad-hoc-Risikomeldungen, interne und externe Berichterstattung)


Die Überwachung der identifizierten Risikobereiche Marktpreisrisiken, Adressrisiken, operationelle Risiken, Geschäftsrisiken, Liquiditätsrisiken und Risikokonzentrationen erfolgt dabei anhand von Indikatoren und vorgegebenen Schwellenwerten. Die Abgrenzung der Rollen und Verantwortlichkeiten der im Risikomanagementprozess einbezogenen Einheiten ist in der Group Risk Policy festgelegt. Das Inventar der bei der W&W Asset Management GmbH vorhandenen Risiken wird sowohl durch die jährliche Risikoinventur als auch durch das laufende Risikoreporting überprüft und aktualisiert.


Nachhaltigkeitsrisiken werden entlang des etablierten Risikomanagementkreislaufs aufgegriffen. Dies beinhaltet insbesondere den risikostrategischen Rahmen, die Risikoidentifikation und -bewertung innerhalb der Risikoinventur, die Risikonahme und -Überwachung innerhalb des festgelegten strategischen Rahmens sowie die Risikoberichterstattung.

3.3.3 Risikokapitalisierung


Grundsätzliches Ziel des quantitativen Risikomanagements ist es, gegenüber den internen und externen Vorgaben eine angemessene Risikotragfähigkeit nachzuweisen. Risikotragfähigkeit kann auf Basis verschiedener Sichtweisen und Modelle definiert werden (z.B. regulatorisch, bilanzorientiert, barwertig), wobei es letztlich immer darum geht, ausreichende finanzielle Mittel zur Abdeckung der eingegangenen Risiken zur Verfügung zu haben und damit die Existenz des Unternehmens oder der Unternehmensgruppe zu sichern.


Die W&W Asset Management GmbH strebt ein angemessenes und ausreichendes Verhältnis zwischen dem erforderlichen Risikokapitalbedarf und dem zur Deckung von Risiken verfügbaren Risikodeckungspotenzial an, d.h. eine angemessene Risikotragfähigkeitsquote. Dieses Ziel soll jederzeit und auf Dauer erreicht werden.


Die Ermittlung und Kontrolle der Risikotragfähigkeit für die W&W Asset Management GmbH erfolgt durch das Risikomanagement der Gesellschaft und richtet sich nach den gültigen gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und betriebsinternen Bestimmungen.


Die Risikosteuerung in der W&W Asset Management GmbH basiert auf einem bilanzorientierten Ansatz. Diese periodenbezogene Betrachtung auf Basis von GuV- und Bilanzgrößen dient der laufenden Sicherstellung der Unternehmensexistenz und orientiert sich an den einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS.


Grundlage zur Ermittlung der Risikodeckungsmasse sind die Eigenmittel gemäß IFR ergänzt um den Überschuss des lfd. Geschäftsjahres abzüglich der Mindesteigenmittelausstattung gemäß Artikel 11 IFR sowie eines Sicherheitszuschlags.


Die Gesamtinstitutsverlustobergrenze ist das aus der Risikodeckungsmasse abgeleitete maximale Risikokapital, das tatsächlich zur Bedeckung von Risiken eingesetzt werden soll.

3.3.4 Risikosteuerung


Im Rahmen der Risikostrategie wird festgelegt, wie mit wesentlichen Risiken umgegangen wird und welche Ziele dabei verfolgt werden. Instrumente und Maßnahmen zur Risikosteuerung werden benannt.


Zur Unterstützung der Risikosteuerung werden Schwellenwerte, Ampelsystematiken sowie Limit- und Liniensysteme eingesetzt. Schwellenwerte sind an verschiedenen Kenngrößen anknüpfende, quantitativ messbare Auslöser (Trigger) von Aktionen. Innerhalb des Risikomanagementprozesses sind an verschiedenen Stellen solche Triggerpunkte definiert.


Ampeln finden insbesondere im Rahmen der ordentlichen internen Risikoberichterstattung zur gesamthaften Einschätzung der Risikolage Anwendung. Die Ampelschaltung basiert in der Regel auf Schwellenwerten, kann sich aber auch bei nicht definierten Schwellenwerten auf qualitative Einschätzungen stützen.

3.3.5 Risikolimits


Für die W&W Asset Management GmbH existiert ein konzernkonsistentes Limitsystem. Das Risikodeckungspotential wird bilanzorientiert auf Basis der Eigenmittel sowie des geplanten jährlichen Ergebnisses ermittelt. Die Risikolimite werden aus dem unternehmerisch definierten Risikoappetit abgeleitet und orientieren sich an dem verfügbaren Risikodeckungspotenzial. Die einzelnen Limite werden je Risikoart gesetzt und leiten sich aus der Risikostrategie und dem Risikodeckungspotenzial ab.


Die Risikolimitierung dient der Begrenzung von Risiken auf ein maximal zulässiges Niveau, das den Risikoappetit darstellt. Sie erfolgt über die Zuteilung der Risikodeckungsmasse auf Risikobereiche, das heißt die zielgerichtete Allokation der zur Risikoabdeckung verfügbaren finanziellen Mittel.


Das vorhandene Risikokapital determiniert die Vergabe von Risikolimits. Grundsätzliches Ziel der Risikokapitalallokation ist es, die verfügbaren finanziellen Mittel vornehmlich in den Bereichen einzusetzen, die eine adäquate Verzinsung erwarten lassen. Ferner sind aus Diversifikationsaspekten starke Konzentrationen auf einzelne Risikobereiche zu vermeiden.


Im Rahmen der vierteljährlichen Risikotragfähigkeitsrechnungen werden die Auslastungen der Risikolimits überprüft. Hierzu wird die Relation zwischen ermitteltem Risikokapitalbedarf und dem bestehenden Risikolimit gebildet. Ab einer Auslastung von 75 % wird die Geschäftsführung ad hoc informiert, die dann evtl. Maßnahmen zu treffen hat.


Zusätzlich werden aufgrund des Inkrafttretens der Investment Firm Regulation IFR (Verordnung (EU) 2019/2033) und dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG), auch die für die W&W Asset Management GmbH erforderlichen Kapitalfaktoren (K-Faktoren) limitiert. Als internes Limit wurde festgelegt, dass die K-Faktoren insgesamt 75 % der Eigenmittel nicht überschreiten sollen.


In der aktuellen Berichtsperiode sind keine Überschreitungen der Limitvorgaben festgestellt worden. Die Gesamtverlustobergrenze in Höhe von 39,1 Mio. € wurde zum Bilanzstichtag eingehalten (Limitauslastung 29,6 %).


Durch regelmäßige Risikoberichte werden die Geschäftsführung und das Konzernrisikomanagement quartalsweise und, falls notwendig, auch ad hoc über die Risikolage informiert.

3.4 Fazit


Der wesentliche Werttreiber des Geschäfts der W&W Asset Management GmbH ist das Volumen der verwalteten Assets under Management. Die Höhe des verwalteten Vermögens hängt hierbei stark von der Bestands- und Neugeschäftsentwicklung der Mandanten sowie von der Marktentwicklung ab.


Im Berichtsjahr bestanden in allen Risikobereichen zu keinem Zeitpunkt Risiken, die das Fortbestehen der Gesellschaft gefährdet hätten. Die Gesamtinstitutsverlustobergrenze in Höhe von 39,1 Mio. € wurde zum Bilanzstichtag eingehalten. Die Gesamtlimitauslastung beträgt 29,6 %.


Als Folge der zunehmenden Unsicherheiten, die sich aus dem gegenwärtigen Umfeld ergeben, bestehen für die gesamte Finanzbranche und damit auch für die W&W Asset Management GmbH als Teil der W&W-Gruppe Risiken, die in unseren Szenariorechnungen zu erheblichen ökonomischen Verlustrisiken und in extremen Szenarien durchaus zu existenzbedrohenden Auswirkungen führen könnten.


Im Hinblick auf die aktuellen geopolitischen Krisen ist die W&W Asset Management GmbH als Teil der W&W-Gruppe zum aktuellen Zeitpunkt von den derzeit erkennbaren direkten Auswirkungen nur in begrenztem Umfang betroffen. Indirekte Auswirkungen auf die Risikolage können insbesondere durch konjunkturelle und Kapitalmarktrisiken (u.a. Inflation, Zins-, Aktien-, und Creditspreadentwicklung) entstehen.


Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit bei der W&W Asset Management GmbH nicht zu erkennen.


Insgesamt ist die W&W Asset Management GmbH als Teil der W&W Gruppe angemessen gerüstet, um die internen und externen Anforderungen an das Risikomanagement erfolgreich umzusetzen.

4. Prognosebericht


Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und relevanten Rahmenbedingungen basieren auf Einschätzungen des Unternehmens, die sich auf einschlägige Analysen und Veröffentlichungen verschiedener renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute, der Bundesregierung, der Bundesbank, des Bloomberg-Konsenses sowie von Branchen- und Wirtschaftsverbänden stützen.

4.1 Gesamtwirtschaftliche Prognose


Der konjunkturelle Ausblick für die deutsche Wirtschaft bleibt auch 2024 verhalten. Eine Ursache hierfür ist das gestiegene Zinsniveau, das auch noch dieses Jahr die zinssensitiven Bereiche der Wirtschaft belasten wird, insbesondere den Bau- und Immobiliensektor. Auch die Perspektiven für die Unternehmensinvestitionen fallen angesichts erhöhter Finanzierungskosten, einer zurückhaltenden Kreditvergabe der Banken und eines vorsichtigen Absatzausblicks der Unternehmen gedämpft aus. Die Exportaussichten deutscher Unternehmen werden durch eine erwartet verhaltene Nachfrageentwicklung in wichtigen Absatzmärkten (insbesondere China und USA) gedrückt. Des Weiteren wird das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts den finanzpolitischen Spielraum des Staates einschränken. Wichtigster Lichtblick aus konjunktureller Sicht stellt im nächsten Jahr die private Konsumnachfrage dar. Inzwischen steigen die Löhne schneller als die Preise, sodass die Realeinkommen der Privathaushalte wieder anziehen. Zusammen mit einer weiterhin sehr freundlichen Beschäftigungslage erweitert dies den finanziellen Spielraum der Verbraucher und dürfte 2024 die Konsumnachfrage beleben. Jedoch zeigen aktuelle Umfragen eine zwar verbesserte, aber im historischen Vergleich immer noch sehr pessimistische Stimmung der Konsumenten. Zusammenfassend prognostiziert z. B. die Deutsche Bundesbank für das Kalenderjahr 2024 einen Anstieg des kalenderbereinigten realen Bruttoinlandprodukts um 0,4 %.


Inflationsseitig zeichnet sich 2024 weiterhin ein Rückgang der Preissteigerungsraten ab, die Dynamik dürfte sich jedoch deutlich verringern., da z. B. die Energiepreise nicht mehr unterhalb des Vorjahresniveaus liegen. Zudem wird die erneute massive Erhöhung der CO2-Abgabe und die Rückführung des Mehrwertsteuersatzes auf das Normalniveau im Gastronomiegewerbe die Inflation zum Jahreswechsel wieder anheben. Schließlich bremsen die derzeit überdurchschnittlich ansteigenden Arbeitskosten, die zahlreiche Unternehmen über Preiserhöhungen weiterreichen werden, den Inflationsrückgang. Im Ergebnis dürfte die Inflation im Kalenderjahr 2024 niedriger als im Vorjahr ausfallen, aber immer noch oberhalb des geldpolitischen Zielwertes von 2 % liegen.

Anleihemärkte


Die Entwicklung der kurzfristigen Zinsen orientiert sich eng an der Leitzinsentwicklung. Es zeichnet sich dabei ab, dass die EZB im Vorjahr ihren Zinserhöhungszyklus abgeschlossen hat. Hierfür sprechen eine erwartete, weitere Beruhigung der Inflationsentwicklung und ein verhaltenes Wirtschaftswachstum in der EWU. An den Future-Märkten zeigt sich ebenfalls, dass an den Kapitalmärkten damit gerechnet wird, dass die EZB 2024 mehrfach die Leitzinsen wieder absenken wird. Dies stützt die Erwartung fallender Zinsen im kurzfristigen Laufzeitenbereich, auch wenn die Finanzmärkte einen Teil dieser Entwicklung bereits vorweggenommen haben dürften. Im langfristigen Laufzeitenbereich sieht es etwas differenzierter aus: Die Renditen im Schlussquartal 2023 sind aufgrund des ökonomischen und geldpolitischen Ausblicks bereits deutlich gesunken. Treten diese Markterwartungen ein, wäre per Saldo mit wenig veränderten Renditen zu rechnen. Im Falle eines unerwartet ausgeprägten Konjunktureinbruchs wäre hingegen ein weiterer deutlicher Zinsrückgang zu erwarten. Käme es hingegen zu einem erneuten Anstieg der Inflation und einem Ausbleiben der erwarteten Leitzinssenkungen der EZB wären wieder höhere Renditen wahrscheinlich.

Aktienmärkte


Für den weiteren Ausblick der europäischen Aktienmärkte sind ebenfalls verschiedene Szenarien vorstellbar. Grundsätzlich stellt der Ausblick auf ein verhaltenes Wirtschaftswachstum für die Unternehmen ein eher ungünstiges fundamentales Umfeld dar, da es Umsatz- und Gewinnsteigerungen erschwert. Zudem sind die Aktienkurse im Vorjahr bereits deutlich gestiegen. Führende Börsenindizes konnten neue Rekordstände erreichen. Darüber hinaus dürfte das geopolitische Umfeld für die Börsen angesichts des anhaltenden Ukraine-Kriegs und des anstehenden US-Präsidentschaftswahlkampfs unruhig bleiben. Auf der anderen Seite dürften sich die monetären Rahmenbedingungen des Aktienmarkts angesichts der sich abzeichnenden Leitzinssenkungen der führenden Notenbanken aufhellen. Außerdem haben die Unternehmen in den vergangenen Jahren bereits bewiesen, dass sie ihre Umsätze und Gewinne auch in schwierigen konjunkturellen Zeiten steigern können. So rechnen Analysten auch 2024 wieder mit Gewinnsteigerungen der Unternehmen. Zudem verringert sich aufgrund des inzwischen erfolgten Zinsrückgangs die Attraktivität der mit Aktien konkurrierenden Assetklasse der Anleihen. Im Ergebnis erscheinen begrenzte Kursgewinne am Aktienmarkt 2024 das wahrscheinlichste Szenario. Im Falle ungünstiger konjunktureller oder geopolitischer Entwicklungen sind jedoch auch deutliche Kursverluste nicht ausgeschlossen.

4.2 Künftige Geschäftsentwicklung W&W Asset Management GmbH


Die folgenden Aussagen basieren auf den Einschätzungen im Abschnitt "Gesamtwirtschaftliche Prognose".


Für die zukünftige Entwicklung haben wir weiterhin eine zurückhaltende gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie eine Beruhigung der Preissteigerungsrate gegenüber Vorjahr unterstellt. Außerdem gehen wir aufgrund der Signale der Notenbanken und der Inflationserwartungen für 2024 von einer Stabilisierung des Zinsumfelds sowie von geringen Kurssteigerungsraten am Aktienmarkt aus. Insgesamt verbleiben hohe volkswirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten. Eine Eintrübung der Rahmenbedingungen wird sich auch auf die nachfolgenden Prognosen auswirken.


Durch die innovative Weiterentwicklung von Aktivprodukten, weitere maschinelle Unterstützung unserer Geschäftsprozesse und Investitionen in die Qualität unserer Mitarbeiter werden wir den gestiegenen Renditeerwartungen begegnen sowie die Erfüllung von gesteigerten regulatorischen Anforderungen an unsere Mandanten unterstützen. Dabei verfolgen wir einen ambitionierten und profitablen Wachstumskurs. Jährliche Produktivitätssteigerungen sowie eine Stärkung der Dynamik und Innovationskraft sind weitere wesentliche Elemente von "W&W-Besser! Stufe 21". Die Initiative "W&W Besser!" wird auch im Jahr 2024 fortgeführt, um Produkte, Services und Prozesse in der gesamten W&W-Gruppe weiterhin konsequent auf den Kundennutzen auszurichten.


Neben diesen zentralen Punkten spielt das Thema Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Kapitalanlagemanagement eine tragende Rolle. Daher werden wir uns in den kommenden Jahren weiterhin auf die folgenden Themenbereiche fokussieren:

Analyse und Umsetzung von Nachhaltigkeitsaspekten im Rahmen der Kapitalanlagen

Weiterer Ausbau der Expertise im Front- und Middle-Office in den von der W&W Asset Management GmbH betreuten Asset-Klassen und in Bezug auf nachhaltige Kapitalanlagen.

Nachhaltige Realisierung der Ergebnisziele durch Kostensenkungs- und Wachstumsmaßnahmen.

Sicherstellung eines überdurchschnittlichen Risikomanagements.


Die Gewinnung und Bindung qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist hierbei ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Insbesondere dient auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowohl für Frauen wie auch für Männer der erfolgreichen Umsetzung des Ziels, den Anteil weiblicher Führungskräfte zu steigern.


Eine Steigerung der Assets under Management kann auch künftig durch einen Ausbau der Retail-Gelder erreicht werden. Bei einem eventuellen Wertverlust der Assets under Management können Ertragsrisiken entstehen, da sinkende Provisionserträge mit relativ fixen Verwaltungsaufwendungen einhergehen. Zum Jahresende 2023 lagen die Assets under Management bei 35,3 Mrd. € (Vj. 34,0 Mrd. €), zum Jahresende 2024 erwarten wir die Assets under Management auf gleichem Niveau.


Für das Jahr 2024 prognostizieren wir insgesamt ein positives Ergebnis vor Steuern in einem Ergebniskorridor von 20,0 Mio € bis 24,0 Mio €. Das Provisionsergebnis erwarten wir dabei moderat unter dem Niveau von 2023. Außerdem gehen wir davon aus, dass der Verwaltungsaufwand inklusive DL-Ergebnis (HGB) 2024 moderat über dem Niveau von 2023 liegen wird.


Die Bilanzsumme wird nach den Planungen in 2024 aufgrund des prognostizierten Ergebnisses gegenüber 2023 deutlich sinken. Dabei erwarten wir für 2024 zu keiner Zeit einen Liquiditätsengpass.

4.3 Gesamtaussage W&W Asset Management GmbH


Für 2024 gehen wir aufgrund der erwarteten Thesaurierung von Beteiligungserträgen in Irland von einem Rückgang der Erträge aus. Inflationsbedingt erwarten wir weiter einen moderaten Anstieg der Kosten. Bei den Assets under Management gehen wir im Jahr 2024 von einem Volumen auf gleichem Niveau gegenüber 2023 aus. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 ein gegenüber 2023 deutlich niedrigeres Ergebnis vor Steuern.

4.4 Vorbehalt bei Zukunftsaussagen


Der vorliegende Geschäftsbericht und insbesondere der Prognosebericht enthalten zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen.


Diese vorausschauenden Angaben stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum heutigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie können mit bekannten und unbekannten Risiken, Ungewissheiten und Unsicherheiten, aber auch mit Chancen verbunden sein. Die Vielzahl von Faktoren, die die Geschäftstätigkeit der W&W-Gruppe beeinflussen, kann dazu führen, dass die tatsächlichen von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.


Eine Gewähr kann die Gesellschaft für die zukunftsgerichteten Angaben daher nicht übernehmen. Eine Verpflichtung, Zukunftsaussagen an die tatsächlichen Ergebnisse anzupassen und zu aktualisieren, besteht nicht.

 

Ludwigsburg, den 11. April 2024

W&W Asset Management GmbH

Alexander Mayer

Steffen Sihler

Marlies Wiest-Jetter

Gesellschafterbeschlüsse der W&W Asset Management GmbH


Die Wüstenrot & Württembergische AG, Kornwestheim (W&W), ist Alleingesellschafterin der W&W Asset Management GmbH, Ludwigsburg (AM). Gemäß § 48 Abs. 2 und Abs. 3 GmbHG fasst die Alleingesellschafterin die folgenden Gesellschafterbeschlüsse:


1. Der Jahresabschluss der AM zum 31.12.2023 wird in der vorgelegten Fassung (vgl. Anlage 1) festgestellt.


2. Ab dem 01.01.2009 hat sich die AM im Rahmen eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags verpflichtet, ihren handelsrechtlichen Gewinn an die W&W abzuführen. Ein gesonderter Gewinnverwendungsbeschluss ist somit nicht zu fassen.


3. Den im Geschäftsjahr 2023 amtierenden Mitgliedern der Geschäftsführung der AM wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.


4. Zum Abschlussprüfer der Gesellschaft sowie zum Prüfer der WpHG-Prüfung für das Geschäftsjahr 2024 wird die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, bestellt.

 

Kornwestheim, den 24.04.2024

Wüstenrot & Württembergische AG

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