Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 85165
Vorher
EQA Ventures UG (haftungsbeschränkt)Geld-für-Flug GmbH
Eingetragen
30.1.2017
Branche
Erbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Erbringung von Internetdienstleistungen aller Art, insbesondere im Zusammenhang mit Flugrückerstattungsforderungen sowie sonstigen Rückerstattungs- oder Schadenersatzforderungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Phillip Eischet
seit 4.12.2018
Geschäftsführer
Benedikt Dr. Quarch
seit 4.12.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (10)

Ungelöste Beteiligungen (6)

Gesellschafter
Beta

5 von 13 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
P****** E******
21.25%
B******* Q*****
21.25%
T***** A********
21.25%
VR Ventures Fonds GmbH & Co. KG
Germany
5.92%
F**** M********
5.63%

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RightNow GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 698.702,97 512.347,35
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 512.601,97 336.394,35
II. Sachanlagen 14.101,00 3.953,00
III. Finanzanlagen 172.000,00 172.000,00
B. Umlaufvermögen 12.037.608,41 2.041.434,18
I. Erworbene Forderungsportfolios 6.704.003,13 1.299.180,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.308.543,31 47.928,59
1. eingeforderte noch ausstehende Kapitaleinlagen 2.993.991,00 0,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.025.061,97 694.324,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.967,70 12.084,93
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.745.279,08 2.565.866,46

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 2.263.056,36 77.473,87
I. gezeichnetes Kapital 67.655,00 61.646,00
II. Kapitalrücklage 5.539.918,28 2.523.193,08
III. Verlustvortrag 2.507.365,21 149.172,91
IV. Jahresfehlbetrag 837.151,71 2.358.192,30
B. Rückstellungen 114.565,87 86.163,24
C. Verbindlichkeiten 10.341.089,31 2.402.229,35
davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 7.116.089,31 902.229,35
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 1.500.000,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 26.567,54 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.745.279,08 2.565.866,46

Anhang

Allgemeine Angaben

Geschäftstätigkeit
Die RightNow GmbH (im Folgenden auch "RightNow") ist ein LegalTech-Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf, das sich auf sogenanntes "Consumer Claims Purchasing" fokussiert. RightNow kauft Verbraucherforderungen aus unter- schiedlichen Bereichen des täglichen Lebens an und macht diese technologiebasiert auf eigenen Namen und eigene Rechnung gegenüber den Schuldnern dieser Forderungen geltend. Dabei übernimmt RightNow das wirtschaftliche Delkredere- bzw. Ausfallrisiko der Forderung. RightNow betreibt kein aufsichtspflichtiges Factoring i. S. d. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG und ist registrierter Rechtsdienstleister nach § 10 Abs. 1 RDG.

Registerinformation
RightNow ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 85165 eingetragen. Das Unternehmen wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 17. November 2016 gegründet. Seit dem 24. September 2018 firmiert das Unternehmen als "RightNow GmbH".

Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2020, Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB und hat größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch genommen.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß §275 Abs. 2 HGB angewendet. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht grundsätzlich dem in §266 HGB bzw. §275 HGB vorgesehenen Gliederungsschema für Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz wurde um den Posten "Erworbene Forderungsportfolios" zur verbesserten Darstellung der Auswirkungen der operativen Tätigkeit der Gesellschaft ergänzt. Der Posten "Finanzverbindlichkeiten" enthält neben Anleihen auch sonstige Darlehensverbindlichkeiten.
Darüber hinaus wurde der Posten "Umsatzerlöse" durch die Posten "Erträge aus erworbenen Forderungsportfolios" sowie "Erträge aus Serviceleistungen" ersetzt; der Posten "Materialaufwand" wurde durch die Posten "Aufwendun- gen für die Origination von Forderungen" und "Aufwendungen für die Eintreibung von Forderungen" ersetzt.
Ebenfalls wurden als Ergänzung zum handelsrechtlichen Gliederungsschema nach §275 HGB die Zwischensummen "Gesamtleistung", "Betrieblicher Aufwand", "Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen (EBITDA) ", "Abschreibungen" und "Total Zinsaufwand ergänzt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanz

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sowie der Bewertung des Vermögensgegenstände und Schulden sind wir vom Grundsatz der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen. Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit sowie im Geschäftsjahr 2020 keine nachhaltigen Gewinne erzielt. Es handelt sich dabei um ge- plante Verluste, die sich durch den Markteintritt und das Wachstum des jungen Unternehmens ergeben. Wie in der Vergangenheit ist die Gesellschaft auch im Prognosezeitraum von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmens- konzeptes und der Generierung entsprechender Erträge (Eintreibung der angeworbenen Forderungsportfolios) sowie der Zuführung weiterer liquider Mittel durch Investoren abhängig. Da wir von dem Erfolg unseres Unternehmenskon- zepts ausgehen, haben wir den Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit so- wie der Zuführung weiterer liquider Mittel aufgestellt.
In der Vergangenheit wurden die von den gesetzlichen Vertretern prognostizierten Wachstumsraten erreicht.
  
1. Anlagevermögen

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den bei der Entwicklung anfallenden Herstellkosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der selbst geschaf- fenen immateriellen Vermögensgegenstände (3 Jahre) bestimmt und linear vorgenommen.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wer- den nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermö- gensgegenstände (1-3 Jahre) bestimmt und linear vorgenommen.
Geleistete Anzahlungen auf erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennbetrag ange- setzt.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige nutzungs- bedingte Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen wirt- schaftlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren bestimmt und linear vorgenommen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 250 EUR und 800 EUR be- tragen, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- kosten von bis zu 250 EUR werden im Aufwand erfasst.
Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, bei dauerhafter Wertminderung ggf. vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Sämtliche ausgewiesene Finanzanlagen betreffen die Anteile an der ITNow GmbH mit Sitz in Düsseldorf, dessen Anteile sich zu 100 % im Besitz von RightNow befinden. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, soweit die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.
  
2. Umlaufvermögen

Erworbene Forderungsportfolios beinhalten Forderungsansprüche (sogenannte "Claims"), welche zu Anschaffungs- kosten angesetzt werden. Erkennbare Einzelrisiken werden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Erkennbare Einzelrisiken werden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Eingeforderte, aber noch nicht eingezahlte Einzahlungen in die Kapitalrücklage werden mit ihrem Nennwert angesetzt.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nenn- wert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine be- stimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
  
3. Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital, der Kapitalrücklage, dem Verlustvortrag sowie dem aktuel- len Jahresfehlbetrag zusammen. Alle Positionen werden zu Nennwerten angesetzt. Die Kapitalrücklage besteht grundsätzlich aus Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen. Die Kapitalrücklage wird angesetzt, sobald eine Forderung auf Einzahlung in die Kapitalrücklage besteht. Die Kapitalrücklage übersteigt dabei den laufenden Jahresfehlbetrag.
  
4. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den Erfüllungsbe- trägen unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen, die nach angemessener kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermit- telt und bekannt gegeben wird, abgezinst.
  
5. Verbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leis- tung, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstige Verbindlichkeiten werden zum Er- füllungsbetrag angesetzt.
Die Laufzeit von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die aus dem Ankauf von Forderungen gegenüber Kunden resultieren, beträgt gem. § 3 Abs. 1 Buchst. d der Allgemeinen Geschäftsbedingungen maximal sechs Monate.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine be- stimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erträge aus erworbenen Forderungsportfolios werden im Zeitpunkt des Zahlungseingangs des zugrundeliegen- den Forderungsanspruchs realisiert. Die Höhe der Erträge bemisst sich dabei nach der für die Leistung anfallenden Consumer Claims Purchasing-Gebühr, die der Differenz aus dem Zahlungseingang und den Anschaffungskosten für den Erwerb des Forderungsanspruchs entspricht.
Die Erträge aus Servicedienstleistungen umfassen gegenüber Dritten erbrachte Leistungen für die Abwicklung, Aus- zahlung oder Eintreibung von Forderungen. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt zum Zeitpunkt, zu dem die Leistung gegenüber dem Kunden erbracht worden ist. Die Erlöse werden abzüglich von Erlösschmälerungen, wie z. B. Skonti oder Preisnachlässen, ausgewiesen. Beinhaltet ein Vertrag mehrere abgrenzbare Bestandteile (Mehrkompo- nentenverträge), werden diese separat realisiert.
Die Aufwendungen für die Origination von Forderungen beziehen sich im Wesentlichen auf die direkt dem Forde- rungsankauf zurechenbaren Werbe- und Marketingkosten. Sie werden ihren zugehörigen Erträgen zugerechnet und zum Zeitpunkt ihrer Verursachung bzw. mit Inanspruchnahme der Leistung ergebniswirksam.
Die Aufwendungen für die Eintreibung von Forderungen beziehen sich auf andere, direkt der Eintreibung von For- derungen zuordenbare Fremdleistungen. Dies können insbesondere Anwalts-, und Gerichtskosten, Softwarelizenzen oder Kommunikationskosten im Rahmen der Forderungseintreibung sein.
Im Personalaufwand werden alle Löhne und Gehälter sowie Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung erfasst. Alle Beträge werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt.
Sonstige betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursa- chung ergebniswirksam. Da RightNow durch den Ankauf von zum Teil zahlungsgestörten Forderungen sowohl steu- erfreie- als auch steuerpflichtige Umsätze erwirtschaftet, werden alle betrieblichen Aufwendungen netto ausgewie- sen; der auf die nicht abziehbare Vorsteuer entfallende Betrag wird dabei gesondert innerhalb der sonstigen betrieb- lichen Aufwendungen unter "nicht abziehbare Vorsteuer" ausgewiesen.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren An- schaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 250 EUR und 800 EUR betragen, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 250 EUR werden direkt im Aufwand erfasst.

Den Abschreibungen zugrunde liegende wirtschaftliche Nutzungsdauern:
  

Vermögenswert
Nutzungsdauer (in Jahren)
Selbst erstellte Software
3
Entgeltlich erworbene Software
1-3
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3-13



Zinsen und ähnliche Aufwendungen, die hauptsächlich aus der Vorfinanzierung des Forderungsankaufs bestehen, werden periodengerecht erfasst und mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge aus Darlehensverträgen mit verbundenen Unternehmen werden perio- dengereicht erfasst und als sonstige Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Für Darlehensverträge mit verbunde- nen Unternehmen werden marktübliche Zinsen zugrunde gelegt. Verzugszinsen i. V. m. §§ 288 Abs. 2 und 286 BGB aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb sowie Fremdleistungen und Gerichtskosten werden ihren zugehörigen Auf- wendungen zugerechnet und daher nicht als Zinserträge, sondern aufwandsmindernd im Materialaufwand ausgewiesen.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Anschaffungskosten der erworbenen Forderungsportfolios belaufen sich auf 6.704.003 EUR (Vorjahr:
1.299.181 EUR). Forderungsportfolios mit Anschaffungskosten von 5.239.351 EUR (Vorjahr: 0 EUR) haben eine ver- traglich vereinbarte Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Alle anderen Forderungen werden grundsätzlich mit der Geltendmachung zur Zahlung fällig. Im Rahmen der geschäftstätigen Eintreibung und Durchsetzung der For- derungsansprüche vergehen zwischen dem Zeitpunkt des Ankaufs sowie des Zahlungseingangs zum Teil mehrere Wo- chen bzw. Monate. Die erworbenen Forderungsportfolios enthalten auch solche Forderungen, die zu "Erträgen aus Serviceleistungen" anstatt "Erträgen aus erworbenen Forderungsportfolios" führen. Das durchschnittliche Alter der Forderungen aus erworbenen Forderungsportfolios beträgt zum 31. Dezember 2020 398 Tage (13,3 Monate).

Der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen beläuft sich auf 1.343,09 EUR (Vorjahr: 1.388,19 EUR) und besteht sämtlich gegen Gesellschafter. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestehen nicht.

Eingeforderte, aber noch nicht eingezahlte ausstehende Einlagen

Die Forderungen über 2.993.991 EUR betreffen zum Stichtag noch ausstehende Kapitaleinlagen. Davon waren 2.993.991 EUR zum 31. Dezember 2020 noch nicht zur Zahlung fällig.

Eigenkapital

Mit notarieller Urkunde vom 3. Dezember 2020 wurde das Stammkapital der RightNow GmbH durch neu geschaffene Geschäftsanteile von 61.646 EUR um 6.009 EUR auf 67.655 EUR gegen Leistung von Bareinlagen erhöht. Weiterhin wurden mit notarieller Urkunde ebenfalls vom 3. Dezember 2020 freiwillige Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 2.993.991 EUR beschlossen, so dass die Kapitalerhöhung insgesamt 3.000.000 EUR beträgt.

Finanzverbindlichkeiten

Unter dem Posten Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren wurden Darlehen von RightNow im Wert von 8.925.000 EUR ausgewiesen, welche nicht gegenüber Kreditinstituten bestehen. Konkret handelt es sich hierbei um Verbindlichkeiten gegen sogenannte Private Debt-Fonds zur Vorfinanzierung des Forde- rungsankaufs. Die Darlehen sind durch Zession der damit finanzierten Forderungen besichert.
Am 7. Oktober 2020 hat RightNow eine Anleihe (ISIN: CH0574247265) mit einer Laufzeit von 3 Jahren und einem maximalen Emissionsvolumen von 20.000.000 EUR begeben. Der Zweck der Anleihe beschränkt sich ausschließlich auf den Erwerb staatlich besicherter Covid19-Reisegutscheinforderungen. Zum Stichtag wurden Inhaberschuldver- schreibungen im Wert von 5.700.000 EUR durch Anleger gezeichnet. Die Anleihe ist durch Zession der damit finan- zierten Forderungen besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 120.922 EUR resultieren, wie im Vorjahr, in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung

Sonstige betriebliche Erträge von 470.301 EUR beinhalten Erträge für das Inkasso von Forderungen oder vergleichbare Leistungen auf eigene Rechnung, Verzugsschäden oder der Übererfüllung von Forderungen.

Sonstige Angaben

Mitarbeiterbestand

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer in Vollzeit betrug 21. Insgesamt sind im Durchschnitt des Jahres 2020 27 Arbeitnehmer für RightNow beschäftig gewesen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich für das Jahr 2021 auf 114.254 EUR und bestehen in Form von Mietverträgen für Büroräumlichkeiten in Düsseldorf und Berlin.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Forderungen über 2.993.991 EUR für noch ausstehende Kapitaleinlagen wurden am 13. Januar 2021 vollständig eingezahlt.
Nach dem Bilanzstichtag wurde ein Wandeldarlehen in Höhe von 2.250.000 EUR abgeschlossen.
Die Fälligkeit eines Darlehens in Höhe von 1.500.000 EUR wurde im Einverständnis von Darlehensgeber und Darlehensnehmer auf den 31. Juni 2022 verlängert.
Zum 1. Januar 2022 ist vorgesehen sämtliche Forderungsportfolios über die im Geschäftsjahr 2021 neu gegründete 100% Tochtergesellschaft, Legal Claims Holding AG, anzukaufen. Der Verkauf von bereits durch die RightNow GmbH erworbenen Forderungsportfolios an die Tochtergesellschaft ist nicht vorgesehen.

sonstige Berichtsbestandteile

Düsseldorf, 1. Dezember 2021
RightNow GmbH

Phillip Eischet Dr. Benedikt M. Quarch
Geschäftsführer Geschäftsführer


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 01.12.2021 festgestellt.

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