InFidem & Comp. Unternehmensberatung GmbH
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Stora Enso Germany GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFTDie Gesellschaft wurde am 12. Dezember 2016 gegründet und am 27. Dezember 2016 in das Handelsregister eingetragen. Sie befindet sich zu 100 % im Besitz der Stora Enso Oyj, Helsinki, Finnland, in deren Konzernabschluss sie einbezogen wird. Zweck der Gesellschaft sind insbesondere der Erwerb, die Veräußerung und die Verwaltung von Unternehmensbeteiligungen der Stora Enso-Gruppe sowie Agentur- und Handelsgeschäfte aller Art, die Erbringung von konzerninternen Dienstleistungen sowie der Einkauf und die Organisation von Transportgeschäften einschließlich der speditionsgemäßen Abwicklung. Die Gesellschaft hat ihre geschäftlichen Aktivitäten im Juni 2017 begonnen, als im Rahmen eines Teilbetriebsübergangs die Nichtpapieraktivitäten der Stora Enso Paper GmbH, Düsseldorf, einschließlich des Personals sowie der zugehörigen Vermögensgegenstände und Schulden auf die Gesellschaft übertragen wurden. Im Rahmen dieser Aktivitäten übt die Gesellschaft Verkaufs- und Dienstleistungsfunktionen für andere Konzernunternehmen aus. Die Gesellschaft unterhält zwei unselbständige Niederlassungen (Baienfurt und Karlsruhe) und betreibt keine eigenständige Forschung und Entwicklung. Die Gesellschaft besitzt zurzeit keine Tochtergesellschaften und fokussiert sich auf die Dienstleistungen für andere Konzernunternehmen. II. WIRTSCHAFTSBERICHT2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr trotz Energiekrise und Lieferkettenproblemen als widerstandsfähig erwiesen. Nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 1,8 % zu. Damit ist die deutsche Wirtschaft trotz Ukraine-Krieg, explodierender Energiepreise und Beschaffungsengpässen gewachsen. Gründe hierfür werden u.a. in Nachholeffekten nach der Corona-Pandemie sowie in nachlassenden Lieferengpässen gesehen 1 , 2 . Da die Gesellschaft keine eigenen Produkte verkauft, sondern vorrangig den Vertrieb der produzierenden Einheiten der Stora Enso-Gruppe unterstützt, ist die Gesellschaft dem Einfluss von Marktumfeldveränderungen indirekt ausgesetzt, indem sich eine veränderte Gesamtnachfrage auch auf den Umfang der vergüteten Vertriebstätigkeit auswirken kann. Aus Sicht der Verkaufsunterstützung für die relevanten Produkte war 2022 ein gutes Jahr im Kontext der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und Europa. 2.2 Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr sechstes vollständiges Geschäftsjahr abgeschlossen. Absatz/Umsatz Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse aus der Erbringung konzerninterner Dienstleistungen, die auf der Basis der entstandenen Kosten zuzüglich einer Gewinnmarge vergütet werden. Die Erlöse betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 25.261 TEUR (Vorjahr: 19.137 TEUR) und wurden überwiegend im Ausland erzielt. Der Umsatzanstieg erklärt sich zum einen daraus, dass die Holzbeschaffung für unsere Werke in Zentraleuropa in Deutschland zu höheren Einkaufspreisen und entsprechend zu höheren Umsatzerlösen führte. Ebenso hat sich auch die Inanspruchnahme der Unternehmensdienstleistungen durch die produzierenden Einheiten der Stora Enso-Gruppe gegenüber dem Vorjahr in allen Bereichen erhöht. Weiterhin ist der Umsatzanstieg auf höhere weiterbelastete Kosten im Rahmen der konzerninternen Dienstleistungen zurückzuführen. Investitionen Aufgrund der ausgeübten Unternehmensaktivitäten ist der Investitionsbedarf normalerweise relativ gering. Im Jahr 2022 wurde der verkleinerte Bürostandort in Düsseldorf eingeweiht. In diesem Zusammenhang wurde das Büro mit neuer Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgerüstet. Dies hatte Investitionen in Höhe von netto 225 TEUR zur Folge. Mitarbeiter Am 31. Dezember 2022 beschäftigte die Gesellschaft neben dem Geschäftsführer 96 aktive Mitarbeiter (Vorjahr: 83). Der Zuwachs an Mitarbeitern erfolgte in den Bereichen, die unsere operativen Divisionen unterstützen, insbesondere im Bereich der Forschung und des Verkaufs. 2.3 Lage der Gesellschaft Die Lage der Gesellschaft wird im Wesentlichen durch die Nachfrage nach den angebotenen konzerninternen Dienstleistungen bestimmt. Weiterhin wurde sie im abgelaufenen Geschäftsjahr durch den Aufbau an Personal und die damit zusammenhängenden erhöhten Aufwendungen und Pensionsverpflichtungen beeinflusst. Ertragslage Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von 1.064 TEUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag in Höhe von 353 TEUR). 2022 war ein Jahr ohne große Sondereinflüsse, geprägt durch den Aufbau von Personal und die Erweiterung der Geschäftstätigkeit, die sich in einem Umsatzanstieg von EUR 6 Mio und korrespondierend hierzu in einem Anstieg von Material- und Personalaufwand von EUR 2 Mio bzw. EUR 1 MIo niederschlägt. Im ordentlichen Geschäft war die Gesellschaft in der Lage, ihre laufenden Betriebsaufwendungen vollständig zu decken und trotz der zusätzlichen Aufwendungen, die sich aus der Verzinsung der Pensionsverpflichtungen ergeben haben, ein positives Ergebnis zu erzielen. Im Vergleich mit der Vorjahresprognose, die einen annähernd konstanten Jahresumsatz und ein positives Ergebnis vor Steuern vorsah, liegt das Unternehmensergebnis trotz der zusätzlichen Umsätze im Rahmen der Erwartungen. Die Planung für das Jahr 2022 wurde im September 2021 abgeschlossen. Im weiteren Verlauf ergaben sich dann durch zusätzliche Mitarbeiter weitere Service-Dienstleistungen zur Weiterberechnung zusätzliche Aufwendungen. Steigende Holzbeschaffungskosten führten zu höheren Umsätzen aus dem internen Weiterverkauf, aber nicht zu einer erhöhten Marge. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag von 9.603 TEUR auf 11.617 TEUR zum 31. Dezember 2022 gestiegen. Ohne wesentliches Anlagevermögen stellen die unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesenen Cashpool-Guthaben in Höhe von 9.819 TEUR (Vorjahr: 8.171 TEUR) den wesentlichen Bilanzposten dar. Der Anstieg im Cashpool-Guthaben resultiert neben der positiven Geschäftsentwicklung u.a. aus personalbezogenen Rückstellungen, deren Ergebnisauswirkung an die Konzernobergesellschaft weiterberechnet und von dieser beglichen wurde. Diese Rückstellungen werden erst in Zukunft zahlungswirksam. Auf der Passivseite ergibt sich neben einem Anstieg der Eigenmittel durch den Jahresüberschuss von 1.064 TEUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 353 TEUR) auch ein weiterer Anstieg der Schulden durch erhöhte Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Somit ergibt sich zum Stichtag ein Eigenkapital in Höhe von 2.068 TEUR (Vorjahr: 1.004 TEUR). Die Eigenkapitalquote beträgt 17,8 % (Vorjahr: 10,5 %). Die Rückstellungen sind mit insgesamt 8.420 TEUR im Jahr 2022 höher als im Jahr 2021 mit 7.437 TEUR. Der Anstieg hängt vor allem mit der Zunahme der Pensionsrückstellungen und der Steuerrückstellungen zusammen. Die Pensionsrückstellungen in Höhe von 5.572 TEUR (Vorjahr: 5.084 TEUR) und der mit ihnen im Zusammenhang stehende Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 87 TEUR (Vorjahr: 312 TEUR) verkörpern unverändert mit einem Anteil von insgesamt 49 % (Vorjahr: 56%) an der Bilanzsumme den größten Schuldposten auf der Passivseite. Finanzlage Die Gesellschaft kam im Geschäftsjahr 2022 ihren Zahlungsverpflichtungen in vollem Umfang nach. Mit den regelmäßigen Einnahmen aus den erbrachten konzerninternen Dienstleistungen konnte der laufende Geschäftsbetrieb vollständig aus selbst erwirtschafteten Mitteln finanziert werden. Für größere Liquiditätsschwankungen steht ein Cashpool-Guthaben in Höhe von in Höhe von 9.819 TEUR (Vorjahr: 8.171 TEUR) zur Verfügung. Den Pensionsrückstellungen in Höhe von 5.572 TEUR (Vorjahr: 5.084 TEUR) und den mit ihnen im Zusammenhang stehenden Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 87 TEUR (Vorjahr: 312 TEUR) stehen damit hinreichende Finanzierungsmittel gegenüber. Darüber hinaus kann im Bedarfsfall auf liquide Mittel im Rahmen der Cashpool-Finanzierung im Stora Enso-Konzern zurückgegriffen werden. Gesamtaussage Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage positiv. Aufgrund des bestehenden Verrechnungspreismodells erwirtschaftet die Gesellschaft grundsätzlich ein kostendeckendes Einkommen. Mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel aus den Kapitalzuführungen und der Übernahme der Pensionsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2017 sowie der Anbindung an die Konzernfinanzierung ist die Finanzierung des Unternehmens einschließlich der Pensionsverpflichtungen langfristig sichergestellt. Zum heutigen Zeitpunkt sind uns somit keine Einflussfaktoren bekannt geworden, die zukünftig gravierende Abweichungen von der zuvor berichteten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge haben könnten. 2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Da die Gesellschaft nur konzernintern tätig ist, werden zur internen Steuerung Ertragsziele nicht primär herangezogen. Die Gesellschaft ist bei der Erfüllung der der von ihr erbrachten Dienstleistungen vor allem dem Wirtschaftlichkeitsprinzip verpflichtet. Es werden allerdings Zielgrößen u.a. für Umsatz und Ergebnis vor Steuern in Abhängigkeit vom erwarteten Auftragseingang festgelegt. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gelten die Qualität der erbrachten Dienstleistungen sowie eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit. 2.5 . Ereignisse nach dem Ende des Geschäftsjahres Dr. Wolf Ulrich Wehlmann wurde neben Dr. Heinz Felder als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer mit Beschluss vom 5. Januar 2023 bestellt; die Eintragung im Unternehmensregister ist am 3. April 2023 erfolgt. III. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHTPrognosebericht Auf Grund der vertraglichen Ausgestaltung der Dienstleistungsvergütung geht die Geschäftsführung weiterhin von einem positiven operativen Ergebnis in künftigen Jahren aus. Für 2023 wird bei gleichbleibenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einem annähernd konstanten Jahresumsatz und einem Ergebnis vor Steuern auf Vorjahresniveau (ohne Einmalbelastungen) gerechnet. Berücksichtigt wurden in der Prognose die Auswirkungen der COVID19/SARS-CoV-2 Pandemie und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Ein eventueller Anstieg der Energiekosten wird durch eine erhöhte Verrechnung der Dienstleistungen abgedeckt. Durch das bestehende Verrechnungspreismodell ist gleichzeitig ein kostendeckendes Einkommen grundsätzlich garantiert. Chancen- und Risikobericht Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement der Stora Enso Oyj mit dem Ziel eingebunden, bestandsgefährdende Risiken für die Gruppe und die Tochtergesellschaften frühzeitig zu erkennen. Im Hinblick auf zukünftige Risiken verfügt die Gesellschaft über ein detailliertes Finanz- und Berichtssystem. Dazu gehört ein monatliches Berichtswesen entsprechend den Konzernrichtlinien mit verschieden Analysen und Auswertungen. Sollte hieraus Anlass für steuernde oder korrigierende Maßnahmen erkennbar werden, werden diese entsprechend eingeleitet. Die Chancen und Risiken für die Gesellschaft leiten sich aus dem zukünftigen Bedarf der Verkaufs- und übrigen Dienstleistungsfunktionen ab. Aufgrund des angewandten Verrechnungspreismodells ist die Gesellschaft in der Lage, positive Betriebsergebnisse zu erwirtschaften. Ergebnisrisiken ergeben sich nur dann, wenn der Gesellschaft zusätzliche Kosten entstehen, die nicht im Rahmen des Verrechnungspreismodells weiterberechnet werden können. Das gilt auch für die Auswirkungen der COVID19/SARS-CoV-2 Pandemie und des Krieges in der Ukraine, denen die Gesellschaft insoweit nicht unmittelbar ausgesetzt ist. Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen liquide Mittel im Cashpool der Stora Enso Oyj sowie Forderungen und Verbindlichkeiten. Da die Gesellschaft nur konzernintern tätig ist, wird das Forderungsausfallrisiko als gering eingeschätzt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung der Stora Enso Germany GmbH gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen wird eine konservative Risikopolitik verfolgt. Mit der Einbindung in das bei der Stora Enso Oyj geführte zentrale Cash-Management System ist sichergestellt, dass ausreichende Liquidität zur Verfügung steht. Die Stora Enso Oyj hat ständigen Zugang zum Kapitalmarkt. Die Überprüfung im Rahmen des Risikomanagements ergab, dass wesentliche oder den Bestand der Gesellschaft gefährdende Risiken derzeit nicht existieren. DANK AN DIE MITARBEITER Die Geschäftsführung dankt an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihr Können und Ihre Einsatzbereitschaft zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen haben.
1 Pressemitteilung vom 13.1.2023:
Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Anwendung der gesetzlichen Vorschriften und allgemeine ErläuterungenDie Stora Enso Germany GmbH mit Sitz in Düsseldorf ist im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRB 79482 geführt. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Von den Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß den in den §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) vorgegebenen Gliederungsschemata. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. Bei den nachfolgenden Zahlen und Tabellen können sich aus rechentechnischen Gründen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (TEUR, % usw.) ergeben. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, WährungsumrechnungDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden mit Ausnahme der erstmaligen Anwendung des IDW RH FAB 1.021 zur handelsrechtlichen Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen unverändert angewandt. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend den betriebsüblichen Nutzungsdauern, im Zugangsjahr zeitanteilig, angesetzt. Die Abschreibungen werden grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen. Zum 1. Juni 2017 hat die Gesellschaft im Rahmen eines Teilbetriebsübergangs die Nichtpapieraktivitäten der Stora Enso Paper GmbH, Düsseldorf, entgeltlich erworben. Des Weiteren wurden im November 2019 verschiedene Dienstleistungsfunktionen sowie der Holzeinkauf der Stora Enso Timber Deutschland GmbH entgeltlich von der Stora Enso Germany GmbH übernommen. Übertragen wurden jeweils Forderungen, Verbindlichkeiten und der zugehörige Teil des Anlagevermögens einschließlich eines Geschäfts- und Firmenwerts. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte bestimmt sich die Nutzungsdauer nach der Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten dieses Geschäfts- und Firmenwerts. Diese ergeben sich maßgeblich aus den Kundenbeziehungen und dem produktionstechnischen Know-how (Mitarbeiter, Prozesse). Die hieraus resultierenden Ertragspotentiale werden voraussichtlich jeweils über einen Zeitraum von zehn Jahren ausgeschöpft. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, bilanziert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Den Abschreibungen liegen Nutzungsdauern von drei bis 15 Jahren zugrunde. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr vollständig im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 250,00 nicht übersteigen. Entsprechende Anlagengegenstände mit einem Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden jahrgangsweise in einem Sammelposten zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich aller erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Zinsabgrenzungen sind vorgenommen worden. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden zum Transaktionskurs zum Zugangszeitpunkt eingebucht und sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB werden zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,79 % p.a. (Vorjahr: 1,87 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % p.a. (Vorjahr: 1,80 % p.a.) zugrunde gelegt, sowie eine alters- und geschlechtsabhängige Fluktuation in einer Bandbreite von 0,00 % bis 8,00 % (Vorjahr: 0,00 % bis 8,00 %) unterstellt. Die Verpflichtungen aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Gesellschaft hat Rückdeckungsversicherungsverträge zur Finanzierung unmittelbarer Pensionszusagen abgeschlossen. Die Rückdeckungsversicherungsansprüche werden erstmalig im Berichtsjahr unter Beachtung des IDW-Rechnungslegungshinweises "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" (IDW RH FAB 1.021) bewertet. Sofern eine (teilweise oder volle) Kongruenz zwischen den Zahlungsströmen aus der Pensionszusage und den Leistungen aus der Rückdeckungsversicherung vorliegt, erfolgt insofern auf der Aktiv- und der Passivseite der Bilanz eine korrespondierende Bewertung unter Anwendung des Deckungskapitalverfahrens mit Aktivprimat. Durch den erstmaligen Einbezug von Rückdeckungsversicherungsverträgen in die kongruente Bewertung ergibt sich zum 31. Dezember 2022 ein ergebnisvermindernder Unterschiedsbetrag von TEUR 59 im Vergleich zu dem bisher bilanzierten vom Versicherungsträger ermittelten Passivwert. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit den Zinszuführungen aus den gedeckten Pensionsverpflichtungen gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB saldiert. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck für bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen nach Maßgabe des Blockmodells bewertet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden entsprechend der mittleren bestandsspezifischen Duration pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Dieser Zinssatz beträgt 0,59 % p.a. (Vorjahr: 0,40 % p.a.) für bereits abgeschlossene bzw. 0,84 % p.a. (Vorjahr: 0,67 % p.a.) für zukünftige potenzielle Vereinbarungen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeit wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) zugrunde gelegt. Für den handelsrechtlichen Ansatz wurden die Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Abfindungscharakters in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Die bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Erfüllungsverpflichtungen wurden anteilig berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens (Spezialfonds) erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der anhand des Marktwertes der Wertpapiere bestimmt wird. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit den Zinszuführungen aus den gedeckten Altersteilzeitverpflichtungen gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB saldiert. Rückstellungen für Jubiläen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläen wurden entsprechend der mittleren bestandsspezifischen Duration pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Dieser Zinssatz beträgt 0,93 % p.a. (Vorjahr: 0,77 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Dienstjubiläen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,00 % p.a. (Vorjahr: 0,00 % p.a.) sowie eine alters- und geschlechtsabhängige Fluktuation in einer Bandbreite von 0,00 % bis 8,00 % (Vorjahr: 0,00 % bis 8,00 %) zugrunde gelegt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des erwarteten Erfüllungsbetrages für alle ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste gebildet. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages werden - soweit erforderlich - zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vorangegangenen sieben Jahre abgezinst. Für die Abzinsung werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB die von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung herausgegebenen Abzinsungszinssätze zugrunde gelegt. Erträge und Aufwendungen aus der Ab- und Aufzinsung von Rückstellungen sowie die Effekte aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Erfüllungsbetrag. Zinsabgrenzungen sind vorgenommen worden. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Transaktionskurs zum Zugangszeitpunkt eingebucht und sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,65 % zugrunde; er umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Passive latente Steuern wurden mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 10.596 (Vorjahr: TEUR 8.821) und resultieren aus Cash Pool-Guthaben in Höhe von TEUR 9.819 (Vorjahr: TEUR 8.171) und konzerninternen Dienstleistungen in Höhe von TEUR 777 (Vorjahr: TEUR 650). Insgesamt entfallen davon TEUR 10.375 (Vorjahr: TEUR 8.636) auf den Gesellschafter. Mit Ausnahme der Absicherung der Pensionszusagen über die Swiss Life AG (TEUR 15; Vorjahr: TEUR 15) sind sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 25.000 und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 3.500 (Vorjahr: TEUR 3.500) entfällt auf andere Zuzahlungen i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 360 (Vorjahr: TEUR 578) und entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,79 % p.a.) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,45 % p.a.). Der gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 5) und resultiert aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert. Die zur Ausschüttung gesperrten Beträge sind vollständig durch die Kapitalrücklage von TEUR 3.500 gedeckt. Rückstellungen für Pensionen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 6.244 (Vorjahr: TEUR 5.610). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 672 (Vorjahr: TEUR 526) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen werden dem Zugriff fremder Dritter entzogene Rückdeckungsversicherungen, die bei der Alte Leipziger Lebensversicherung und der SLPM Schweizer Leben Pensions Management GmbH auf Gegenseitigkeit treuhänderisch angelegt sind, eingesetzt. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem jeweils vom Versicherer bestätigten Deckungskapital. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf TEUR 672 (Vorjahr: TEUR 526). Die Erträge des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 11) wurden mit den Zinszuführungen aus den gedeckten Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 44) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 33) ist im Finanzergebnis enthalten. Unter Berücksichtigung der dargestellten Verrechnungen ergibt sich die bilanzielle Abbildung der Pensionsverpflichtungen wie folgt:
Sonstige Rückstellungen Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.739 (Vorjahr: TEUR 1.631). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 986 (Vorjahr: TEUR 778) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Zum 31. Dezember 2022 ergibt sich eine Netto-Verpflichtung in Höhe von TEUR 754 (Vorjahr: TEUR 853). Als Deckungsvermögen werden dem Zugriff fremder Dritter entzogene Wertpapierguthaben (Spezialfonds) eingesetzt. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 986 (Vorjahr: TEUR 778) wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt. Die Anschaffungskosten der Wertpapiere belaufen sich auf TEUR 991 (Vorjahr: TEUR 777). Die Verluste aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: Gewinn TEUR 1) wurden mit den Zinszuführungen aus den gedeckten Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 6) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zusammengefasst. Der sich ergebende Gesamtbetrag von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 5) ist im Finanzergebnis unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten. Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen weitere Rückstellungen für personalbezogene Aufwendungen TEUR 1.756 (Vorjahr: TEUR 1.315). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 680 (Vorjahr: TEUR 568). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber der ehemaligen Stora Enso Maxau GmbH (jetzt Maxauer Papierfabrik GmbH) in Höhe von T€ 154 und sowie den konzerninternen Verrechnungsverkehr TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 1). Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen nicht. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Zum 1. Juni 2017 wurden im Rahmen des Konzernprojektes "Best in Class Paper" (BiCP) u. a. Verbindlichkeiten für Pensionszahlungen von der Stora Enso Paper GmbH an die Stora Enso Germany GmbH zum IFRS-Wert verkauft. Der aus diesem Verkauf resultierende Unterschiedsbetrag der Anschaffungskosten zwischen IFRS und HGB wurde in einen Passivposten eingestellt (TEUR 2.493). Der Bewertungsunterschied resultiert im Wesentlichen aus der Zinsdifferenz. Daher wird der Passivposten entsprechend der Entwicklung des Zinssatzes über eine Gesamtlaufzeit von ca. zehn Jahren (bis 2026) ertragswirksam aufgelöst (Periode der Durchschnittszinsberechnung nach HGB). Zum 31. Dezember 2022 bestand der Passivposten noch in Höhe von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 312). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 25.261 (Vorjahr: TEUR 19.137) beinhalten hauptsächlich konzerninterne Weiterberechnungen für erbrachte Dienstleistungen in Höhe von TEUR 16.550 (Vorjahr: TEUR 12.603) sowie Erlöse aus dem Handel mit Rundholz in Höhe von TEUR 8.711 (Vorjahr: TEUR 6.534). Die Umsatzerlöse teilen sich nach Regionen wie folgt auf:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 600 (Vorjahr: TEUR 1.233) betreffen im Wesentlichen die Erträge aus Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 172 (Vorjahr: TEUR 412), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 198), Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens für Pensionen in Höhe von TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 436) sowie Erträgen aus Vorjahren in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.335 (Vorjahr: TEUR 2.003) umfassen im Wesentlichen Miet- und PKW-Leasingkosten in Höhe von TEUR 752 (Vorjahr: TEUR 685), Fremdleistungen in Höhe von TEUR 812 (Vorjahr: TEUR 560), Konzernumlagen in Höhe von TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 459) und Reisekosten in Höhe von TEUR 550 (Vorjahr: TEUR 76). Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren aus der laufenden Ertragsbesteuerung und setzen sich aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 334 (Vorjahr: TEUR 43) sowie Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 352 (Vorjahr: TEUR 68) zusammen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind TEUR 0 (Vorjahr TEUR 87 Ertrag) periodenfremd. V. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Leasingverträgen für das kommende Geschäftsjahr bestehen in Höhe von TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 238) und für die Folgejahre in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 241). Diese bestehen ausschließlich gegenüber Dritten. Bei den Leasingverhältnissen handelt es sich in allen Fällen um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt. Angaben zu den Arbeitnehmern Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 91 Mitarbeiter, davon 86 in einem aktiven Dienstverhältnis und fünf in einem nichtaktiven Dienstverhältnis (z.B. Mutterschutz, Freistellungen). Es handelt sich ausschließlich um Angestellte, welche sich auf die Geschäftsbereiche "Other", "Sales-Packaging" und "Packaging-Solutions" verteilen. Geschäftsführung Herr Dr. Heinz Felder war auch im Geschäftsjahr 2022 Geschäftsführer der Stora Enso Germany GmbH. Mit Gesellschafterbeschluss vom 5. Januar 2023 wurde Herr Dr. Wolf Ulrich Wehlmann zum weiteren Geschäftsführer bestellt. Hinsichtlich der Bezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die Stora Enso Germany GmbH ist ein 100-%iges Tochterunternehmen der Konzernobergesellschaft Stora Enso Oyj. Die Gesellschaft hat daher alle Unternehmen, zu denen sich die Stora Enso Oyj in einem direkten oder indirekten Mehrheitsverhältnis befindet, als verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB angesehen. Die Stora Enso Oyj stellt für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird, auf. Dieser Konzernabschluss wird beim Amtsgericht Helsinki/Finnland unter der Nummer 828 offengelegt und kann im Internet (www.storaenso.com) abgerufen werden. Zudem wird der Konzernabschluss der Stora Enso Oyj zum 31. Dezember 2022 im Handelsregister der Stora Enso Paper GmbH offengelegt. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von TEUR 1.064 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von TEUR 353) auf neue Rechnung vorzutragen. Wesentliche Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Dr. Wolf Ulrich Wehlmann wurde neben Dr. Heinz Felder als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer mit Beschluss vom 5. Januar 2023 bestellt; die Eintragung im Unternehmensregister ist am 3. April 2023 erfolgt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Düsseldorf, den 31. August 2023 Die Geschäftsführer Dr. Heinz Felder Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Stora Enso Germany GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stora Enso Germany GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stora Enso Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 31. August 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Werner Horn, Wirtschaftsprüfer ppa. Kati Höfer, Wirtschaftsprüferin Beschluss über die ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss von insgesamt EUR 1.063.815,37 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 10.09.2023 festgestellt. |
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