Semmel Concerts Entertainment GmbH

Reichsstraße 2, 04109 Leipzig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bayreuth HRB 1911
Vorher
Semmelconcerts GmbH Veranstaltungsservice
Eingetragen
27.4.1992
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtBeteiligungsgesellschaftenKonzertveranstalter
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Gegenstand des Unternehmens sind die Eigenverwaltung, Produktion, Organisation und Vermarktung von Konzerten, sonstigen Musikaufführungen und anderen Veranstaltungen sowie alle Geschäfte, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Viviane Waltraud Kube
seit 19.9.2024
Geschäftsführer
Timo Philipp Hoppen
seit 19.9.2024
Prokura
Ralf Popp
seit 18.1.2005
Prokura
Dieter Semmelmann
seit 7.10.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

37.23% identifiziert62.78% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
37.23%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
EVENTIM LIVE GMBH
Germany
32.600 €
65.20%
Dieter Semmelmann
Bayreuth
17.400 €
34.80%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Semmel Concerts Entertainment GmbH

Bayreuth

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Geschäftsmodell

Semmel Concerts Entertainment GmbH ist eines der führenden Veranstaltungsunternehmen in Deutschland und Europa. Die Kombination aus neuartigen Veranstaltungskonzepten, zum Teil europaweitem Tourneegeschäft, und eigener regionaler Durchführung der Veranstaltungen ist seit Jahren sehr erfolgreich.

Mit Niederlassungen in Mannheim, Köln, Hamburg, München und Leipzig und den beiden Haupt-Standorten Bayreuth und Berlin verfügt die Semmel Concerts Entertainment GmbH über ein starkes nationales Netzwerk und ist mittlerweile auch international sehr gut durch zuverlässige Kooperationen aufgestellt. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte das Unternehmen rund 159 Mitarbeiter.

Die Semmel Concerts Entertainment GmbH belegt in der Kategorie Durchführung von Veranstaltungen im Ranking des internationalen Branchenmagazins POLLSTAR europaweit Platz 3 der größten Veranstaltungsunternehmen.

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die die Branchensituation im Live-Entertainment und damit die Geschäftstätigkeiten der Gesellschaft von März 2020 an für ungefähr zwei Jahre stark beeinflusst hatten, waren im Jahr 2023 nicht mehr spürbar.

Nachdem aufgrund einer erhöhten Anzahl an örtlichen Veranstaltungen und Tourneen, unter anderem zurückzuführen auf nachpandemische Nachholeffekte, im Live-Entertainment im Jahr 2022 in vielen Bereichen sehr gute Umsätze erzielt wurden, waren Konzerte auch im Jahr 2023 gut besucht. Aktuelle geopolitische Krisen haben den Geschäftsverlauf nicht beeinflusst.

Die Veranstaltungsbranche und damit auch Semmel Concerts ist von nachpandemischen Produktionskostensteigerungen betroffen. Dies betrifft sowohl höhere Personalkosten in den Bereichen Sicherheit und auch in den Bereichen der Bühnentechnik, hervorgerufen durch den akuten Fachkräftemangel in der Veranstaltungswirtschaft, als auch steigende Material- und Energiekosten bei einer unverändert intensiven Wettbewerbssituation im Live-Entertainment.

2. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1 Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen 15.867 6,8 9.973 5,5 5.894 59,1
Vorräte 90 0,0 165 0,1 -75 -45,5
Gel. Anzahlungen 10.891 4,7 16.914 9,3 -6.023 -35,6
Kurzfristige Forderungen 34.028 14,7 43.382 23,9 -9.354 -21,6
Kasse, Bankguthaben 170.874 73,7 111.194 61,2 59.680 53,7
231.750 100,0 181.628 100,0 50.122 27,6
Kapital
Eigenkapital 38.214 16,5 29.074 16,0 9.140 31,4
Rückstellungen 29.994 12,9 29.785 16,4 209 0,7
Erh. Anzahlungen 135.672 58,5 95.064 52,3 40.908 42,7
Kurzfristige Verbindlichkeiten 27.870 12,0 27.705 15,3 165 0,6
231.750 100,0 181.628 100,0 50.122 27,6

Die Vermögens- und Kapitalstruktur ist, wie in der Veranstaltungsbranche üblich, im Wesentlichen durch die geleisteten Anzahlungen und flüssigen Mittel auf der Aktivseite und durch die erhaltenen Anzahlungen auf der Passivseite geprägt.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 50.122 (+27,6%) auf TEUR 231.750 erhöht. Begründet ist dies insbesondere in der Zunahme der erhaltenen Anzahlungen und damit korrespondierend der Bankguthaben.

Im Jahr 2023 wurden TEUR 9.309 in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Die Zugänge beinhalten im Wesentlichen Investitionen in die Veranstaltungsdatenbank und in Einrichtungsgegenstände für Ausstellungen. Die im Jahr 2023 im Bau befindlichen Einrichtungsgegenstände wurden zum großen Teil fertig gestellt und in Betrieb genommen. Insgesamt erhöhte sich das Anlagevermögen um TEUR 5.894 auf TEUR 15.867.

Der Rückgang der kurzfristigen Forderungen resultiert hauptsächlich dem Zahlungseingang von Corona Hilfen.

Die Eigenkapitalquote beträgt 16,5% und liegt damit über dem Vorjahresniveau (16,0%). Die absolute Zunahme des Eigenkapitals beträgt TEUR 9.140 auf damit TEUR 38.214. Dabei ist bereits eine Gewinnausschüttung im Jahr 2023 in Höhe von TEUR 15.972 berücksichtigt.

Die übrigen Positionen haben sich im Vorjahresvergleich nicht wesentlich verändert und spiegeln den normalen Geschäftsverlauf wider.

Abbildung gesetzlicher Regelungen für abgesagte und verschobene Veranstaltungen

Zur Verbesserung der Liquiditätslage der Unternehmen hat der Gesetzgeber in Deutschland im Geschäftsjahr 2020 eine Veranstalter-Gutscheinlösung eingeführt.

Inhaber einer Eintrittskarte für eine Veranstaltung, die sie wegen der COVID-19-Pandemie nicht besuchen konnten, bzw. den Nachholtermin nicht wahrnehmen können oder wollen, bekamen anstelle der Erstattung des Eintrittspreises einen Gutschein, der zum Besuch einer Veranstaltung berechtigt.

Sollte die Veranstaltung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht durchgeführt worden sein, hat der Inhaber des Gutscheins das Recht, den Ticketpreis zurückzuverlangen.

Wurde der Veranstaltergutschein bis Ende 2021 nicht eingelöst, kann in Deutschland seit dem 1. Januar 2022 eine Auszahlung des Betrages verlangt werden.

Zum Stichtag bestehen daraus Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.403, die als sonstige Verbindlichkeiten erfasst wurden.

2.2 Finanzlage

2023
TEUR
2022
TEUR
Delta
TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 84.961 -3.598 88.559
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -9.309 -8.423 -886
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -15.972 0 -15.972
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 59.680 -12.021 71.701
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 111.194 123.215 -12.021
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 170.874 111.194 59.680

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand entspricht den liquiden Mitteln in der Bilanz. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die liquiden Mittel um TEUR 59.680 auf TEUR 170.874 erhöht.

Die Zahlungsströme aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Jahresergebnis, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden demgegenüber zahlungsbezogen ermittelt.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 88.559 auf TEUR 84.691 erhöht. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die deutliche Zunahme der erhaltenen Anzahlungen für künftige Veranstaltungen von TEUR 95.064 um TEUR 40.608 auf TEUR 135.672.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert aus Investitionen in unser Sachanlagevermögen und Anlagen im Bau für unsere Ausstellungsabteilung für die Ausstellungen Disney 100 Europa und USA sowie Marvel und Spiderman.

Alle Zahlungsverpflichtungen und Vorleistungen konnten aufgrund der vorhandenen Liquidität stets pünktlich erfüllt werden. Die Liquidität konnte durch die zeitnahe Einforderung von Abschlagszahlungen sowie die erhaltenen Zuschüsse aus dem Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen weiter verbessert werden.

Der Großteil der Forderungen der Semmel Concerts Entertainment GmbH wurde gegenüber den Gläubigern im Lastschriftverfahren eingezogen.

2.3 Ertragslage

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 238.163 95,8 217.130 90,8 21.033 9,7
Rohergebnis 52.641 21,2 40.738 17,0 11.903 29,2
Betriebsaufwand 23.952 9,6 18.020 7,5 5.932 32,9
Betriebsergebnis 28.689 11,5 22.718 9,5 5.971 26,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 34.536 13,9 22.597 9,4 11.939 52,8
Jahresüberschuss 25.112 10,1 15.972 6,7 9.140 57,2

Der Geschäftsbetrieb im Jahr 2023 hat sich im Vergleich zum Betrieb in der Corona Pandemie vollständig normalisiert; es gab keinerlei Einschränkungen. Dies hat sich entsprechend auf die Umsatzerlöse ausgewirkt, die im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 21.033 (+9,7 %) gestiegen sind.

Insbesondere konnten im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich die Tourneen mit Roland Kaiser, die Let ́s Dance Live Tour, Andreas Gabalier, Sarah Connor, Disney in Concert, Santiano, One Vision of Queen, Dieter Thomas Kuhn, die Schlagernacht des Jahres und die Fortsetzung der Europatournee von Hans Zimmer durchgeführt werden.

Das örtliche Geschäft entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 mit der Durchführung von Konzerten mit internationalen Superstars wie P!NK, Elton John, Cat Stevens, aber auch mit nationalen Künstlern wie Michael Patrick Kelly, Clueso, Apache 207, Broilers, Jonas Kaufmann und dem Roncalli Weihnachtscircus in Berlin zufriedenstellend.

Unser Ausstellungsdepartment hat mit den neuen Produkten Disney 100 und Marvel in den USA eine gute Perfomance umgesetzt, die allerdings auch durch hohe Investitionen geprägt ist. Unser Klassiker Tutanchamun ist wieder stärker gefragt, auch aufgrund des 100. Jahrestages der Grabentdeckung.

In Wien haben wir Anfang des Jahres die Harry Potter-Ausstellung gemeinsam mit unserer österreichischen Niederlassung durchgeführt.

Durch die Normalisierung des Geschäftes konnte ein im Vorjahresvergleich deutlich besseres Ergebnis erzielt werden.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Erträge aus den staatlichen Corona-Wirtschaftshilfen von TEUR 3.322 (VJ: TEUR 17.284) erfasst, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.

Der Betriebsaufwand (Summe aus Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen) ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 18.020 um TEUR 5.932 auf TEUR 23.952 gestiegen. Ursächlich hierfür ist die Normalisierung des Geschäftsbetriebes.

Entsprechend hat sich das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 5.971 auf TEUR 28.690 verbessert.

Von verbundenen Unternehmen wurden Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 3.626 (VJ: TEUR 0) realisiert.

Das EBIT legte gegenüber dem Vorjahr deutlich zu und beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 32.315 (+42%). Der Jahresüberschuss lag im Berichtsjahr bei TEUR 25.112 (VJ: TEUR 15.972).

Zur Steuerung des Unternehmens werden die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) (im Vorjahr: das Jahresergebnis) verwendet. Die Prognose konstanter Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023 konnte wie dargestellt übertroffen werden. Die im Vorjahr erfolgte Prognose eines wesentlich schwächeren Jahresergebnisses konnte in der Folge der beschriebenen Entwicklungen signifikant übertroffen werden.

2.4 Gesamtwürdigung der Lage der Gesellschaft

Vor dem Hintergrund des Wegfalls von Corona-bedingten Auflagen sowie einer kontinuierlichen Normalisierung des Geschäftsbetriebs sehen wir die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr noch vereinnahmten Wirtschaftshilfen positiv. Die Lage der Gesellschaft beurteilen wir auf dieser Grundlage als positiv.

3. Chancen- und Risikobericht

Der bewusste und gesteuerte Umgang mit unternehmerischen Chancen und Risiken ist Teil der täglichen Arbeit. Angemessene und überschaubare Risiken werden eingegangen, wenn sie im Zusammenhang mit dem Ausbau der Nutzung der Kernkompetenzen der Gesellschaft stehen. Die mit ihnen verbundenen Chancen müssen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen.

Chancen aus eigenen Maßnahmen und verbesserten Markt- und Umfeldbedingungen

Die Chancen werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung erläutert.

Durch die langjährige Etablierung im Markt können zukünftig weitere Geschäftsbeziehungen aufgebaut werden und zusätzlicher Umsatz und zusätzliches Ergebnis erwirtschaftet werden. Durch die Einbindung in die Konzernstruktur der CTS Eventim AG & Co. KGaA und die damit einhergehende Zusammenarbeit mit bedeutenden deutschen und internationalen Tourneeveranstaltern ergeben sich für Semmel Concerts Entertainment GmbH Chancen aus langjährigen Geschäftsbeziehungen bestehender Künstler und der Etablierung neuer, zukunftsträchtiger Künstler.

Unsere Marktposition und unsere strategische Ausrichtung eröffnen uns Chancen, von einer positiven Marktentwicklung zusätzlich zu profitieren. Aufgrund unserer stabilen Kapital- und Liquiditätslage können wir neue Chancen flexibel umsetzen.

Chancen im Zusammenhang mit technologischer Entwicklung und Digitalisierung

Mit Blick auf die Live-Unterhaltung bietet u.a. der Einsatz von KI- (Künstliche Intelligenz) und VR-Technologien (Virtual Reality) neue Potenziale - ganz besonders vor dem Hintergrund der steigenden Verfügbarkeit mobilen Highspeed-Internets. Die wachsende Verbreitung des aktuellen Mobilfunkstandards 5G wird zum Beispiel den Zugang zu Medieninhalten vereinfachen und beschleunigen. Außerdem wird 5G den Trend in Richtung Personalisierung von Angeboten und Inhalten zusätzlich beschleunigen. Generell ist die Personalisierung im Segment Live Entertainment eines der großen Zukunftsthemen. Hinzu kommen KI-gestützte Prozesse im Data-Management, Marketing und Service-Bereich, die geeignet sind, die Wirtschaftlichkeit und die Fan-Experience positiv zu beeinflussen.

Diese Entwicklungen bieten der Ticketing-Branche und insbesondere internationalen und integrierten Unternehmen und Technologieführern vielfältige Möglichkeiten, die durch die Digitalisierung veränderten Konsumgewohnheiten ihrer Endkunden für sich zu nutzen. Dies umfasst z. B. die Ankündigung relevanter Veranstaltungen, Zusatzangebote rund um den Event-Besuch, die datenschutzkonforme Nutzung von Daten für neue Geschäftsfelder, die Steigerung der Nutzerfreundlichkeit oder die direkte Kommunikation mit bestehenden und potenziellen Nutzern und vieles mehr. Besonderes Potenzial liegt damit künftig in der Fähigkeit zur Auswertung und Nutzbarmachung großer Datenmengen.

Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung

Die mit unseren Aktivitäten verbundenen Risiken erläutern wir nachfolgend in absteigender der Reihenfolge ihrer Bedeutung und vor Risikobegrenzungsmaßnahmen.

Dem möglichen Ausfall von Veranstaltungen durch Krankheit von Künstlern wird mit Ausfallversicherungen begegnet.

Marktunsicherheiten durch gesellschaftliche und politische Instabilität, Naturkatastrophen oder höhere Gewalt können sich negativ auf die Geschäftstätigkeit, die Finanz- und Ertragslage, Cashflows und Umsatz- und Betriebsergebniszielen auswirken.

Infolge von Preissteigerungen bei Dienstleistern erscheint eine Erhöhung der Ticketpreise für Veranstaltungen erforderlich. Das in Teilbereichen der Gesamtwirtschaft nachlassende Konsumklima kann sich ebenso wie steigende Ticketpreise negativ auf die Auslastung unserer Veranstaltungen auswirken.

Die steigenden Künstlergagen sowie die gleichzeitig steigenden Produktionskosten können zum Teil nicht durch entsprechende Preiserhöhungen ausgeglichen werden, was sich negativ auf die Marge auswirken kann.

Die Konkurrenzsituation im Veranstaltungsbereich und damit verbundene schlechtere Einkaufskonditionen für Künstler und Shows sowie zunehmende Auflagen für Sicherheitsbestimmungen bei Veranstaltungen und steigende Veranstaltungskosten können ebenso zum Teil nicht durch entsprechende Preiserhöhungen ausgeglichen werden, was sich negativ auf die Marge auswirkt.

Den Risiken mangelnder Auslastung und erhöhter Kosten für Gagen und Garantien begegnen wir mit Break-Even-Analysen bereits vor Vertragsabschluss und einem laufenden, projektbegleitenden Kostencontrolling.

Das Währungsrisiko, dem die Gesellschaft ausgesetzt ist, ist auf einige wenige Veranstaltungen in der Schweiz und kleinere Ausstellungen/Veranstaltungen im übrigen Ausland begrenzt. Den in diesem Zusammenhang entstehenden Währungsrisiken begegnet die Geschäftsführung mit früher Vorauszahlung vereinbarter Kosten, die auf Fremdwährung lauten.

Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation

Bereits erkannte Risiken werden permanent durch die Geschäftsführung verfolgt und durch geeignete Gegenmaßnahmen angemessen berücksichtigt.

Die Geschäftsleitung geht zum Zeitpunkt der Berichterstattung davon aus, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen. Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine bestandsgefährdenden Liquiditätsrisiken erkennbar.

Risikomanagementziele und -methoden

Es wird ein standardisiertes Risikomanagementsystem des CTS-Konzerns eingesetzt. Dieses beinhaltet die folgenden Parameter:

Internes Überwachungssystem

Risiko-Controlling

Frühwarnsystem

Dieses Risikomanagement soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken.

Das Risikomanagementsystem besteht dabei im Wesentlichen aus den folgenden Komponenten:

Risikoidentifizierung (Risikoinventur)

Risikobewertung

Risikosteuerung

Risikoüberwachung

Risikoberichtswesen

Durch die vorgenannten Punkte können alle wesentlichen Risikoquellen, Schadensursachen und Störpotentiale frühzeitig identifiziert, erfasst und bewertet werden. Darüber hinaus existiert ein monatliches Standard-Reporting für risikorelevante Vorgänge. Die Gesamtsituation der zuvor erläuterten Einzelrisiken stellt sich für die Gesellschaft somit als transparent und steuerbar dar.

4. Prognosebericht 2024

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt eine hohe Widerstandskraft der großen Volkwirtschaften fest. Die Erholung nach der Pandemie, dem russischen Überfall auf die Ukraine und dem starken Anstieg der Lebenshaltungskosten erweist sich als überraschend resilient. Die Inflation sinkt schneller als erwartet und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt fallen geringer als befürchtet aus. Die Hochzinspolitik der Zentralbanken zeigt zwar in Bezug auf die Inflation Wirkung, belastet aber gleichzeitig auch das Wachstum im Jahr 2024. Die hohen Kreditkosten dämpfen die Nachfrage.

Der IWF hat seine Prognose für das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2024 zuletzt angehoben. Es liegt nun 0,2 Prozentpunkte höher als noch im World Economic Outlook (WEO) vom Oktober 2023 prognostiziert. Für die Weltwirtschaft rechnet der IWF mit einer Wachstumsrate von 3,1% im Jahr 2024 und 3,2% im Jahr 2025. Dennoch liegt die Prognose für das globale Wachstum in den Jahren 2024 und 2025 unter dem historischen Jahresdurchschnitt (2000 - 2019) von 3,8%, was auf eine restriktive Geldpolitik, die Rücknahme fiskalischer Unterstützung sowie ein geringes Produktivitätswachstum zurückzuführen ist. Für die Eurozone wird nun für 2024 ein Wachstum von 0,9% prognostiziert und 1,7% im Jahr 2025. Für Deutschland gehen die IWF-Experten von einem Wachstum in Höhe von 0,2% (2024) und 1,3% (2025) aus, nachdem die Wirtschaftsleistung 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% gesunken ist.

BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Semmel Concerts Entertainment GmbH ist als Tochtergesellschaft in die Konzernstruktur der CTS Eventim AG & Co. KGaA eingebunden, die zu den größten internationalen Anbietern der Veranstaltungsbranche gehört und von der Planung, Organisation und Abwicklung bis hin zum Vertrieb alle Leistungen rund um Konzertveranstaltungen aus einer Hand bietet.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (im Folgenden: PwC) ermittelte für den Prognosezeitraum bis 2027 PwC ein mittleres Wachstum in der deutschen Unterhaltungs- und Medienindustrie von 2,1% pro Jahr und einen Gesamtumsatz für 2027 in Höhe von EUR 73,1 Milliarden. Damit bleibt die aktuelle Prognose hinter den im Vorjahr geäußerten Erwartungen zurück, die noch von einem Gesamtumsatz in Höhe von EUR 75,0 Milliarden bereits für das Jahr 2026 ausgingen. Zwar wird gemäß der Prognose auch 2027 noch der größte Teil der Umsätze voraussichtlich mit nicht-digitalen Umsätzen erzielt werden, jedoch sind es die digitalen Bereiche, die das Wachstum der Industrie treiben. Digitale Umsätze werden bis 2027 im Durchschnitt um 4,8% pro Jahr auf EUR 30,3 Milliarden steigen, während nicht-digitale Umsätze lediglich ein Wachstum von 0,3% pro Jahr im gleichen Zeitraum auf EUR 42,8 Milliarden 2027 verzeichnen. Für das Segment Livemusik sagt PwC ein mittleres Wachstum für die Jahre bis 2027 in Höhe von 4,0% und damit fast doppelt so viel wie im Branchendurchschnitt voraus.

Trotz der prognostizierten konjunkturellen Erholung in Deutschland befinden sich Geschäftsklima-Index des ifo Instituts und der GfK-Konsumklima-Index Anfang 2024 auf Talfahrt. Laut ifo Institut hat sich die Stimmung unter den Unternehmen Anfang 2024 weiter verschlechtert. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage schlechter. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate fielen erneut pessimistischer aus. Die deutsche Wirtschaft steckt, so das ifo Institut, in der Rezession fest.

Laut GfK zeigten zu Anfang 2024 auch die Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung Einbußen. Unter anderem hat die angestiegene Sparneigung zum Rückgang der Verbraucherstimmung beigetragen. Krisen und Kriege sowie eine anhaltend hohe Inflation verunsicherten die Verbraucher.

Im August 2024 werden die Konjunkturaussichten für das zweite Halbjahr 2024 von den führenden Wirtschaftsinstituten pessimistisch beurteilt.

Strukturelle Änderungen des Verbraucherverhaltens in Bezug auf den Besuch von Veranstaltungen aufgrund der Auswirkungen von Ukraine-Krieg und der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung sind bei der Semmel Concerts Entertainment GmbH aktuell nicht erkennbar.

Die Geschäftsleitung erwartet für das Geschäftsjahr 2024 einen im Vergleich zum Vorjahr um einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz steigenden Umsatz. Diese Entwicklung ist jedoch auch mit überproportional steigenden Aufwendungen für den Materialeinsatz verbunden, was zu einem sinkenden Rohertrag führt. Darüber hinaus führen auch die im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr entfallenen staatlichen Corona-Wirtschaftshilfen zu einem signifikant geringer ausfallenden EBIT.

Im Geschäftsjahr 2024 stehen Projekte wie die World of Hans Zimmer Europatournee, die Roland Kaiser Stadiontournee, Die Schlagernacht des Jahres, die Let ́s Dance Live Tour, Lord of the Dance, Andreas Gabalier, BAP, Ben Zucker, Howard Carpendale sowie viele regelmäßige Standardshows aus dem Portfolio an, die auch erfahrungsgemäß gute Umsätze erwirtschaften werden.

Außerdem ist es geplant, durch ein Engagement im Musical-Bereich mit Tourneen von GREASE und ELISABETH wieder Fahrt in diesem Genre aufzunehmen. Dafür sind allerdings Investitionen nötig, die vom Umfang her noch nicht genau definiert werden können. Auch ein Engagement bei einem festen Musicaltheater kann dabei in Erwägung gezogen werden, um die Position in diesem Markt zu verbessern.

Personelle Herausforderungen, Aufgabenerweiterungen und damit verbundene steigende Kosten werden einen noch nicht einzuschätzenden Einfluss auf die Margen haben.

Der Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf den aktuellen Erwartungen der Gesellschaft und auf bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, die außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft stehen, können die Geschäftsentwicklung der Semmel Concerts Entertainment GmbH negativ beeinflussen.

 

Bayreuth, 8.08.2024

Semmel Concerts Entertainment GmbH

Dieter Semmelmann, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 392.117,00 304.084,00
2. Geleistete Anzahlungen 57.985,00 450.102,00 42.120,00 346.204,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.303.560,90 1.783.412,90
2. Geleistete Anzahlungen 268.269,99 14.571.830,89 6.949.174,23 8.732.587,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 289.711,41 289.711,41
2. Beteiligungen 500.009,17 500.009,17
3. Sonstige Ausleihungen 55.037,69 844.758,27 103.937,29 893.657,87
15.866.691,16 9.972.449,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Handelswaren 90.047,63 165.340,79
2. Geleistete Anzahlungen 10.890.928,19 10.980.975,82 16.914.219,40 17.079.560,19
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.929.669,35 9.306.944,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.092.071,67 20.972.582,88
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.006.823,53 34.028.564,55 13.101.931,46 43.381.458,52
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 170.874.169,01 111.194.126,83
215.883.709,38 171.655.145,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 79,80
231.750.400,54 181.627.674,34

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 13.052.015,31 13.052.015,17
III. Jahresüberschuss 25.112.490,01 15.972.334,96
38.214.505,32 29.074.350,13
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 9.638.102,69 8.306.196,19
2. Sonstige Rückstellungen 20.356.287,43 21.478.437,85
29.994.390,12 29.784.634,04
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 135.672.212,42 95.063.976,09
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.515.109,84 8.738.008,38
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.052.122,10 7.699.144,73
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.302.060,74 11.267.560,97
- davon aus Steuern EUR 1.303.436,62 (i. Vj. EUR 777.132,88) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 12.829,69 (i. Vj. EUR 10.630,79) -
163.541.505,10 122.768.690,17
231.750.400,54 181.627.674,34

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 238.162.900,28 217.129.953,43
2. Sonstige betriebliche Erträge 10.339.105,86 22.118.225,81
- davon aus Währungsumrechnung EUR 556.364,67 (i. Vj. EUR 106.392,92) -
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 195.861.086,67 198.510.119,63
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.188.875,72 11.494.838,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.903.756,54 17.092.632,26 1.586.650,41 13.081.489,02
- davon für Altersversorgung EUR 73.392,22 (i. Vj. EUR 111.792,46) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.288.333,05 856.445,01
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.570.009,95 4.081.140,01
- davon aus Währungsumrechnung EUR 499.719,15 (i. Vj. EUR 77.590,66) -
7. Erträge aus Beteiligungen 3.625.924,43 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.625.924,43 (i. Vj. EUR 0,00) -
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.273.792,59 20.052,71
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.033,47 (i. Vj. EUR 4.341,12) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 53.128,98 141.583,81
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.424.042,24 6.625.119,51
11. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 25.112.490,01 15.972.334,96

Anhang 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Semmel Concerts Entertainment GmbH, Bayreuth, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Bayreuth unter HRB 1911 eingetragen.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die bisherigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungs- sowie Ausweismethoden

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Zahlen des Vorjahres wurden gegenüber dem Vorjahr in ihren Wertansätzen unverändert übernommen. Die Bewertungs- und Abschreibungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert fortgeführt.

Wir richten uns bei der Bilanzierung und Bewertung nach folgenden Grundsätzen:

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen entsprechend steuerlicher AfA Tabellen. Bei Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder ihren niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert oder ihren niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Die geringwertigen Vermögensgegenstände, die zu einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Vermögensgegenstand vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für das allgemeine Kreditrisiko wird außerdem eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Vermögensgegenstände und Schulden, die auf Fremdwährungen lauten, wurden gemäß § 256a HGB zum Bilanzstichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages zum Bilanzstichtag angesetzt. Langfristige Rückstellungen gibt es nicht.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Das Wahlrecht zur Aktivierung von latenten Steuern gemäß § 274 HGB wurde nicht in Anspruch genommen. Passive latente Steuern bestehen zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht.

III. Einzelangaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Zu Einzelheiten verweisen wir auf die Anlage zum Anhang "Entwicklung des Anlagevermögens".

Vorräte

Die geleisteten Anzahlungen betreffen vorausgezahlte Gagen und Produktionskosten für nach dem Bilanzstichtag stattfindende Konzerte und Veranstaltungen. Von den geleisteten Anzahlungen bestehen TEUR 1.287 (Vj. TEUR 5.400) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entstanden wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 0 (Vj. TEUR 23) für erst nach dem Bilanzstichtag abziehbare Vorsteuern enthalten.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital lautet auf EUR 50.000,00 (Vj. EUR 50.000,00). Es erfolgte eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 15.972 im Geschäftsjahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Aufwendungen (TEUR 5.617, Vj. TEUR 5.279), ausstehende Abrechnungen für Tourneekosten (TEUR 11.913, Vj. TEUR 13.083) Kulanz (TEUR 58, Vj. TEUR 471) sowie Abschlusskosten (TEUR 92, Vj. TEUR 84). Langfristige Rückstellungen bestehen, wie im Vorjahr, nicht.

Verbindlichkeiten

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen ausschließlich bereits erhaltene Eintrittsgelder für nach dem Bilanzstichtag stattfindende Konzerte und Veranstaltungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entstanden, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Einnahmen für andere Veranstalter in Höhe von TEUR 1.997 (Vj. TEUR 1.025), Verbindlichkeiten für abgesagte Veranstaltungen in Höhe von TEUR 1.883 (Vj. TEUR 1.663), sowie Gutscheinverbindlichkeiten für verschobene Veranstaltungen in Höhe von TEUR 2.403 (Vj. TEUR 6.746) enthalten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen wurden TEUR 189.218 (Vj. TEUR 182.524) im Inland erzielt. Die Auslandsumsätze verteilen sich auf EU-Ausland TEUR 29.960 (Vj. TEUR 21.744), übriges europäisches Ausland TEUR 8.738 (Vj. TEUR 12.862) und Drittländer TEUR 10.247.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten der Art und der Höhe nach außergewöhnliche Erträge aus Corona - Hilfszahlungen in Höhe von TEUR 3.322 (Vj. TEUR 17.284), Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 2.509 (Vj. TEUR 1.807), periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 77 (Vj. TEUR 1.671) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Veranstaltergutscheine in Höhe von TEUR 1.896 (Vj. TEUR 0) und Erträge aus der Auflösung von personalbezogenen Rückstellungen TEUR 1.342 (Vj. 0). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 75 (Vj. TEUR 478) enthalten. Weiterhin wurden Forderungsverluste in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 596) verbucht.

V. Sonstige Angaben

Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 510 (i.Vj. TEUR 0).

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 285 (i.Vj. TEUR 330).

Im Jahresdurchschnitt wurden 172 Angestellte, davon 56 männlich, 116 weiblich (Vj. 155, davon 52 männlich, 103 weiblich) beschäftigt.

Angaben zum Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB:

Name Anteil EK 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
Show-Factory Entertainment GmbH, Bregenz 100 % -91 TEUR 420 TEUR
PGM Promoters Group Munich Konzertagentur GmbH, München 37,4 % 1.605 TEUR 1) 710 TEUR 1)
Arena Berlin Betriebs GmbH, Berlin 100 % 731 TEUR 706 TEUR
tour-house Veranstaltungs-, Konzert-, TV- und Media Consulting GmbH, Hamburg 100 % 59 TEUR 10 TEUR
Wild und frei - Gesellschaft für Promotion und Marketing GmbH, Köln 100 % 25 TEUR 1) 3 TEUR 1)
PAN Veranstaltungslogistik und Kulturgastronomie GmbH, Dresden 33,3 % 1.184 TEUR 1) 145 TEUR 1)

1) Werte zum 31.12.2022 bzw. für das Geschäftsjahr 2022; Jahreschabschluss 2023 liegt noch nicht vor

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Hauptberuflicher Geschäftsführer im Berichtsjahr:

Dipl.-Kfm. Dieter Semmelmann, Bayreuth

Angaben zu Bezügen für die Mitglieder der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Angaben zu Konzernverhältnissen

Die CTS Eventim AG & Co. KGaA, München, ist die Muttergesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Direkte Muttergesellschaft ist die EVENTIM LIVE GMBH (vormals: Medusa Music Group GmbH), Bremen.

Die CTS Eventim AG & Co. KGaA, München, stellt einen befreienden Konzernabschluss nach § 291 Abs. 1 HGB auf. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Insoweit ist die Gesellschaft von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach § 291 befreit.

Die Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterbleibt unter Hinweis auf diesen Konzernabschluss.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bayreuth, 8.08.2024

Semmel Concerts Entertainment GmbH

Dieter Semmelmann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.027.440,05 143.055,00 0,00 77.123,00 2.247.618,05
2. Geleistete Anzahlungen 42.120,00 88.990,00 0,00 -73.125,00 57.985,00
2.069.560,05 232.045,00 0,00 3.998,00 2.305.603,05
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.306.182,13 1.666.194,12 242.479,75 14.094.540,93 31.824.437,43
2. Geleistete Anzahlungen 6.950.845,03 7.413.982,69 0,00 -14.094.540,93 270.286,79
23.257.027,16 9.080.176,81 242.479,75 0,00 32.094.724,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 489.711,41 0,00 0,00 0,00 489.711,41
2. Beteiligungen 500.009,17 0,00 0,00 0,00 500.009,17
3. Sonstige Ausleihungen 103.937,29 195,27 49.094,87 0,00 55.037,69
1.093.657,87 195,27 49.094,87 0,00 1.044.758,27
26.420.245,08 9.312.417,08 291.574,62 3.998,00 35.445.085,54
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.723.356,05 132.145,00 0,00 0,00 1.855.501,05
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.723.356,05 132.145,00 0,00 0,00 1.855.501,05
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.522.769,23 3.155.842,05 157.734,75 0,00 17.520.876,53
2. Geleistete Anzahlungen 1.670,80 346,00 0,00 0,00 2.016,80
14.524.440,03 3.156.188,05 157.734,75 0,00 17.522.893,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 200.000,00 0,00 0,00 0,00 200.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
200.000,00 0,00 0,00 0,00 200.000,00
16.447.796,08 3.288.333,05 157.734,75 0,00 19.578.394,38
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 392.117,00 304.084,00
2. Geleistete Anzahlungen 57.985,00 42.120,00
450.102,00 346.204,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.303.560,90 1.783.412,90
2. Geleistete Anzahlungen 268.269,99 6.949.174,23
14.571.830,89 8.732.587,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 289.711,41 289.711,41
2. Beteiligungen 500.009,17 500.009,17
3. Sonstige Ausleihungen 55.037,69 103.937,29
844.758,27 893.657,87
15.866.691,16 9.972.449,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Semmel Concerts Entertainment GmbH, Bayreuth

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Semmel Concerts Entertainment GmbH, Bayreuth‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Semmel Concerts Entertainment GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 8. November 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thiele, Wirtschaftsprüfer

Tauchen, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Semmel Concerts Entertainment GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde am 18. November 2024 festgestellt.

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