WITTENSTEIN galaxie GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Eugen Zeidlhack seit 11.7.2025 | Vorstandsmitglied |
Benedikt Johannes Dr. Hofmann seit 12.4.2024 | Vorstandsmitglied |
Jochen Wilstermann seit 12.4.2024 | Prokura |
Bertram Dr. Hoffmann seit 24.4.2019 | Vorsitzender des Vorstands |
Volker Franz Metzger seit 1.4.2008 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WITTENSTEIN SEIgersheimJahres- und Konzernabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 20241. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die WITTENSTEIN SE entwickelt kundenspezifische Produkte, Systeme und Lösungen für hochdynamische Bewegung, präziseste Positionierung und intelligente Vernetzung in der cybertronischen Antriebstechnik. Cybertronische Produkte und Systeme stellen eine Weiterentwicklung von mechatronischen Produkten und Systemen dar. Ihre herausragende Eigenschaft: Zur Erfüllung von gemeinsamen Aufgaben können sie sich miteinander vernetzen und kommunizieren. Dazu sind sie mit Sensorik, integrierter Rechenkapazität, Eigenintelligenz (KI und Algorithmik) und Netzwerkfähigkeit ausgestattet. Der Name WITTENSTEIN hat sich national und international zu der Marke für Innovation, Präzision und Exzellenz in der Welt der cybertronischen Antriebstechnik entwickelt. Die Produkte und Services des High-Tech-Unternehmens sind überall dort zu finden, wo äußerst präzise angetrieben, gesteuert und geregelt werden muss. Technologiekompetenz und Innovationskraft sind die Erfolgsgaranten der WITTENSTEIN SE. Mit der grundlegenden Ausrichtung auf intelligente, cybertronische Antriebssysteme und der Verschmelzung von Makro-, Mikro- und Nanotechnologien werden das Kern-Know-how und die Kernkompetenzen sukzessive weiterentwickelt. Im Geschäftsbereich Software wird durch unsere Tochtergesellschaft baramundi software GmbH die Unified-Endpoint-Management Lösung baramundi Management Suite entwickelt und vermarktet. Diese deckt das Management von Clients, Servern und mobilen Geräten über den vollständigen Lebenszyklus ab, unternehmensweit und über mehrere Standorte. Die baramundi Management Suite unterstützt die zentrale und automatisierte Installation von Betriebssystemen, Applikationen und Patches, Hard- und Softwareinventur und Lizenzverwaltung. Weiter werden Module zur aktiven und passiven Systemsicherheit wie beispielsweise Compliance Management, Disaster Recovery oder Device Control angeboten. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Produkt- und Serviceentwicklung bei WITTENSTEIN erfolgt in den jeweiligen strategischen Geschäftseinheiten (SGEs) zum größten Teil unabhängig voneinander. Übergreifende Entwicklungen mit strategischer Bedeutung werden vom zentralen Entwicklungsbereich Corporate Foresight, Research & Development (CRD) mit insgesamt 103 Mitarbeitern (Vorjahr: 97 Mitarbeiter) vorangetrieben. Dort sind übergreifend relevante Entwicklungskompetenzen zusammengefasst, die so in den SGEs genutzt werden können. CRD ist zum einen als ein interner Entwicklungsdienstleister für die Produktentwicklungen in den SGEs tätig. Zum anderen erfolgt SGE-übergreifend die Koordination der Forschungs- und Vorentwicklungsaktivitäten. Die konkreten Produktentwicklungen werden in den jeweiligen SGEs durchgeführt. Führend bei der Gestaltung ist der Innovationsentstehungsprozess (IEP), der übergeht in den Produktentstehungsprozess (PEP) und den Betriebsmittelmanagementprozess (BMMP). Neben der Produktentwicklung und -pflege haben die Forschungs- und Entwicklungsbereiche den Auftrag, disruptive und inkrementelle Produktinnovationen zu generieren und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Die Systematik des Technologie-Scouting wird durch zielgerichtete Forschung in Kooperation mit externen Instituten und Konsortialpartnern in Förderprojekten verknüpft. Dieser Technologiepush ist darauf ausgerichtet neue innovative Produkte im Bereich der Motor- und Getriebetechnik, aber auch in der mechatronischen und cybertronischen Bewegung zu generieren. Digitalization Center Im Digitalization Center wird die Entwicklung neuartiger, digitaler Produkt- und Leistungsangebote als Basis für neue Technologie- und Geschäftsmodelle in der Industrie 4.0 Welt vorangetrieben. Aber auch das erweiterte Dienstleistungsangebot für Kunden im Bereich des Consultings dient zur Differenzierung. Dabei steht zunehmend die Entwicklung cybertronischer Produkte und Lösungen im Vordergrund. Cybertronische Produkte und Systeme besitzen gemäß der Definition von WITTENSTEIN eine Eigenintelligenz (z.B. Künstliche Intelligenz) und sind in der Lage, sich in übergeordneten digitalen Ökosystemen und Steuerungen zu cybertronischen Antriebslösungen zu vernetzten. Damit stellen sie eine Weiterentwicklung der mechatronischen Produkte und Systeme dar. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde u.a. der Ausbau des digitalen Abbildes des Produktes (Digital Twin) weiter vorangetrieben. Das Zielbild ist, auch für rein mechanische beziehungsweise elektrische Produkte und Systeme, über Daten und Modelle, eine cybertronische Lösung in den digitalen Ökosystemen und Steuerungen zu ermöglichen. Somit werden die Produkte und Lösungen in die Lage versetzt, über sich selbst und ihre Umgebungsbedingungen, permanent Auskunft zu geben. Auf dieser Informationsgrundlage können das eigene Verhalten sowie übergeordnete Systeme und Prozesse in Echtzeit beeinflusst werden. Die von CRD getriebene, SGE-übergreifende strategische Initiative "Fully Connected" legt die Grundlage, Serienprodukte vernetzungsfähig zu machen. Damit wird angestrebt, durch integrierte Intelligenz und smarte Services, WITTENSTEIN zu einem cybertronischen Akteur in neuen digitalen Ökosystemen zu positionieren. Durch die Wertegenerierung mit dem Digitalen Zwilling ergeben sich dabei neue Chancen durch virtuelle Vernetzung und proaktives, eigenintelligentes Verhalten. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde das im Vorjahr aufgenommene Thema Sustainability weiter vorangetrieben. Besonderer Schwerpunkt lag auf den Entwicklungsprozessen, sowie dem weiteren Ausbau des Digitalen Zwillings zur Erfüllung der Nachhaltigkeitsanforderungen (z.B. Digitaler Produktpass). Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind u.a. neue höherwertige Services - wie z.B. der cynapse® Analyse mit dem Feature Health Index für ein Getriebe - entstanden, um die Lebensdauer im Betrieb abzusichern und neue Geschäftsmodelle im Kontext der Kreislaufwirtschaft zu generieren. Im Geschäftsjahr 2023/24 hat das Digitalization Center auch die Verantwortung für die bereichsübergreifende Gestaltung der Smart Factory Strategie übernommen. Ziel ist es unsere Kunden zu begeistern, steigende Marktanforderungen zu erfüllen und schrittweise die Wettbewerbsfähigkeit deutlich zu erhöhen, um benchmarkfähige Exzellenz zu erreichen. Innovation Lab Das Innovation Lab ist als Center of Competence in den Bereichen Tribologie, Erfindermethoden (z.B. TRIZ) und Getriebetechnik in der ForschungsVereinigung Antriebstechnik tätig. In der Abteilung werden technologisch neuartige Produktkonzepte und Technologien mit dem Anspruch entwickelt, das Potenzial für disruptive Innovationen zu haben. So wurde - unter anderem auch gemeinsam mit der SGE Walpha - damit begonnen, an neuen Getriebelösungen im Bereich der Planetengetriebe zu arbeiten. Business Pioniere (BP) Über die BP werden neue Produkte auf Basis von innovativen Technologien entwickelt und so neue Anwendungen, Märkte oder Geschäftsmodelle erschlossen. Hauptaugenmerk sind neben den Weiterentwicklungen der technologischen Funktionalitäten auch die Fertigbarkeit und Skalierungsfähigkeit der Technologie sowie der Aufbau von Applikations-Know-how. Beim BP "Polydrive" wird die neuartige Getriebetechnik ("Miniaturisierte Galaxie®" Getriebe in axialer Bauform) in den Serienstatus entwickelt. Dabei lag im Geschäftsjahr 2023/24 der Fokus vor allem auf der Validierung des Produktes und des gesamten Wertschöpfungsprozesses. Ziel ist, anhand speziell ausgewählter Leadkunden, die Technologie im nächsten Schritt in speziellen Anwendungen für den Serieneinsatz zu positionieren. Ferner wurde mit ersten Vorbereitungen für das bevorstehende Projekt "Aktuator Miniaturisiertes Galaxie®", welches im Geschäftsjahr 2024/25 umgesetzt werden soll, begonnen. Strategische Geschäftseinheiten SGE WITTENSTEIN alpha (Walpha) Die SGE entwickelt, produziert und vertreibt hochpräzise Servo-Antriebssysteme und Getriebe. Mit der Integration von Sensorik und Elektronik werden in Kooperation mit dem Digitalization Center auch mechatronische und cybertronische Produkte (z.B. cynapse®) entwickelt. Im Rahmen der strategischen Initiative "Fully Connected " hat Walpha zwei Stoßrichtungen. Zum einen die Serienreifmachung cynapse® in der Getriebemontage, zum anderen die Weiterentwicklung von cynapse® und Smart Services. Über die sensorisierten Produkte eröffnen sich über die Vermarktung von Smart Services möglicherweise neue Geschäftsmodelle in die digitale Industriewelt. Durch die Optimierungen in der Bedienbarkeit der smarten Produkte und Services und dem Consultingangebot erhalten die Kunden einen schnellen und einfachen Zugang zu den Funktionen des cybertronischen Leistungsangebots. Zur Ergänzung des Leistungsportfolios im Bereich der Cybertronic wird neben der Integration realer Sensorik und Entwicklung Smart Service auch "virtuelle Sensorik" für Getriebe auf Basis eines erweiterten Digitalen Zwillings entwickelt. Damit wird es dem Kunden künftig möglich sein, die Temperaturgrenze im Betrieb einzuhalten, ohne aufwändige Messungen durchführen zu müssen. Auch in der klassischen Getriebetechnik finden Innovationen an bestehenden Produkten statt, um so neue Anwendungen zu erschließen und Kosten zu senken. So wurde beispielsweise an einem sehr kompakten Winkelgetriebe mit der Performance eines Value-Line Planetengetriebes im High Price and Performance (HPP) General Segment gearbeitet. Dabei handelt es sich um einen Drehrichtungswandler basierend auf einer Winkelbolzenkinematik, die die Freiheitsgrade in der Anwendung erhöht, weil damit Leistung und Energie spielfrei verlustarm um die Ecke übertragen werden kann. Zusammen mit dem Innovation Lab wurde ferner an einem kompakten, effizienten und leistungsstarken Getriebe für die Erschließung neuer Marktsegmente bzw. Festigung der Position in bestehenden Märkten gearbeitet. Entwickelt wurde als eine Applikation ein Planetengetriebe mit hohem Wirkungsgrad für einen minimierten CO 2 -Fußabdruck für Anwendungen mit hoher Leistungsdichte. Auch durch den Einsatz von anderen Materialen und Fertigungsprozessen werden in der Getriebetechnik die Herstellkosten weiter reduziert und einen Betrag zur Nachhaltigkeit geleistet. SGE WITTENSTEIN galaxie (WGX) Die SGE entwickelt, produziert und vertreibt innovative Getriebe und Antriebsysteme, deren Überlegenheit auf einem völlig neuen Wirkprinzip basiert. Zielmarkt für die Galaxie-Getriebe sind u.a. die Hauptachsen in Werkzeugmaschinen. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde der Ausbau der "Next Generation Galaxie®" (Galaxie® NG) Baureihe weiter vorangetrieben. Die kleinste der angedachten Baugrößen wurde zur Serienreife gebracht und findet bereits in der ersten Kundenapplikation Verwendung. Ebenfalls wurden die initialen Entwicklungsschritte der größten Baugröße gestartet. Darüber hinaus wurden auf Basis der NG-Baureihe erste Aktuator-Konzepte umgesetzt. Im Fokus der NG-Entwicklungen stehen weiterhin signifikante Kostenreduktionen. Neben den primär mechanischen Themen wird auch weiter am Thema Cybertronic gearbeitet, um den Kunden insbesondere einen Mehrwert bei der Inbetriebnahme und im Betrieb anbieten zu können. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf dem Digitalen Zwilling. SGE WITTENSTEIN cyber motor (WCM) Die SGE entwickelt, produziert und vertreibt hochdynamische Servomotoren, Antriebselektroniken und komplette Antriebssysteme mit höchster Leistungsdichte für industrielle und mobile Anwendungen sowie kundenspezifische Lösungen für extreme Umgebungsbedingungen. Das cyber® iTAS® system 2 ist die nächste Generation des kompakten Servoantriebssystems für Fahrerlose Transportsysteme (FTS), autonome mobile Roboter (AMR) und andere mobile Plattformen für hohe Fahrzeugmassen. Es vereint eine schlanke und integrationsfreundliche Sicherheitsarchitektur mit höchster Leistungsdichte, die den Fahrzeugen einen entscheidenden Zugewinn an Performance und damit Produktivität ermöglicht. Durch den Einsatz von zwei Systemen pro Fahrzeug entsteht ein Differenzialantrieb, der über unterschiedliche Drehzahlen oder -richtungen pro Rad eine präzise Lenkfunktion generiert. Zudem überzeugt die smart konzipierte Sicherheitsarchitektur mit vielen innovativen Safety-Funktionen. WCM verfügt zudem seit Jahren über eine hohe Produktkompetenz für elektromechanische Linearaktuatoren. Das Portfolio umfasst Linearaktuatoren, welche unter der Bezeichnung "cyber® force actuator" am Markt vertrieben werden. Mit Hilfe einer standardisierten Baureihe soll ein Teil des steigenden Marktpotenzials von WITTENSTEIN bedient werden. Dadurch wird eine höhere Skalierbarkeit und bessere Verfügbarkeit für den Kunden erreicht. Ziel ist es, mit Hilfe eines optimierten Baukastens eine breite Marktabdeckung, d.h. eine größtmögliche Kundenstreuung und somit Risikominimierung, zu erreichen. SGE WITTENSTEIN motion control (WMC) In der SGE werden Antriebssysteme für extreme Umweltanforderungen sowie sicherheitszertifizierte Software entwickelt, produziert und vertrieben. Diese sind in den Bereichen Luft- und Raumfahrtechnik, Simulatoren oder für Anwendungen auf dem Meeresboden zu finden. In den vergangenen Jahren wurde eine hochzuverlässige Kupplungs-Bremsenkombination bis zur Produktreife in sicherheitskritischen Applikationen unter extremen Umgebungseinsätzen entwickelt. Auch wurde ein generisches Produkt entwickelt, das für die Steuerung von Fluggeräten und anderen Applikationen eigesetzt werden kann. Dieses Gerät verfügt über zwei Achsen, die mit redundanter Kraft- und Weg-Sensorik ausgestattet sind. Neben der Erfassung der Eingabegrößen wird dem Bediener ein Kraftfeedback gegeben. Zudem wurden auch Entwicklungen im Bereich sicherheitskritischer Safety Architektur vorangetrieben. Diese Methodik ist erforderlich, um für kritische Applikationen die Nachweisführung durchführen zu können. SGE attocube systems Die SGE entwickelt, produziert und vertreibt Produkte und Lösungen im Bereich der Nanotechnologie in den Geschäftsfeldern Nanoscale Analytics (ALX), Motion & Sensing (MAS) und Cryogenic Instruments (CGI). Im Bereich der Forschungs- und Entwicklungsprojekte setzt attocube auf die stark wachsenden Märkte Halbleiterindustrie und Quantentechnologie und fungiert in diesen Feldern als erfahrener Technologiepartner. Zentrales Entwicklungsprojekt für das Geschäftsfeld Motion & Sensing ist das Interferometer "AIM". Dieses ermöglicht nanometergenaue und wiederholbare Absolutabstandsmessungen und stellt eine bedeutende Weiterentwicklung des bestehenden IDS3010 Systems dar. Der Technologiesprung hin zu einem absolut messenden Interferometer erweitert das Einsatzgebiet und damit das Kundenspektrum erheblich. Das Funktionsprinzip basiert auf einem Michelson Interferometer mit der Besonderheit, dass eine durch Änderung des Stroms stimmbare Laserquelle für den Wechsel zwischen zwei metrologisch rückführbaren Wellenlängen genutzt wird. Dies ermöglicht die schnelle Bestimmung des Absolutabstandes. Das wichtigste Entwicklungsprojekt des Geschäftsfelds Cryogenic Instruments ist ein neuartiges Magnetfeld "Mikroskop". Dieses Mikroskop vermisst nicht-invasiv und nanometergenau die Stärke und Richtung von Magnetfeldern. Diese Messgrößen sind erforderlich, um z.B. die Erforschung und Entwicklung von Quantencomputern zu verbessern. Dazu wurde eine komplette Software-Steuerung, ein optisches Mikroskop und Mikrowellenelektronik entwickelt. Kombiniert mit einem Kryostat und Positionieren ergibt sich so ein komplettes Messsystem, welches Messungen bei unter -270 Grad ermöglicht. Basis der Technologie ist eine feine Nadel, welche die Oberfläche verschiedener Materialien nanometergenau abbilden kann. Die aus Diamant bestehende Nadel ist sensitiv auf Magnetfelder, so dass mittels Radio- und Laserstrahlung zugleich das Magnetfeld des Materials vermessen wird. Der erste Demonstrator wurde bereits an einen Kunden in Schottland verkauft. SGE baramundi software Diese SGE entwickelt und vermarktet die Unified Endpoint Management (UEM) Lösung baramundi Management Suite (bMS), welche das Management von Clients, Servern und mobilen Geräten über den vollständigen Lebenszyklus unternehmensweit und über mehrere Standorte ermöglicht. Die bMS unterstützt die zentrale und automatisierte Installation von Betriebssystemen, Applikationen und Patches, Hard- und Softwareinventur, Konfiguration und Lizenzverwaltung. Weiter werden Module zur aktiven und passiven Systemsicherheit, wie beispielsweise Vulnerability Scanner, Disaster Recovery oder Defense Control angeboten. Über die Integration von Partnerlösungen werden die Bereiche des IT-Service Managements und der direkten Kontrolle der Endpunkte (Device Control) abgedeckt. Das neue cloud-basierte "baramundi Experience Management"-Modul erlaubt die Erfassung und Analyse einer Reihe von Parametern der Endgeräte. Diese Parameter umfassen beispielsweise Bootzeiten, nicht mehr funktionierende Anwendungen, den Akkuzustand des Gerätes und die Zufriedenheit der Nutzer. Dieses Modul erlaubt die Produktivität und Zufriedenheit der Benutzer zu optimieren. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Weltwirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 % etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Kalenderjahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur 2019 war der Zuwachs mit +2,8 % geringer. In den USA (+2,5 %) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 % das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 % beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 %). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der Europäischen Union sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 %. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Kalenderjahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 %. Der globale Warenhandel wuchs im Kalenderjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 %. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich mit real +0,9 % sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 % zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 %, wobei China (+4,4 %) und die ost-europäischen Länder einschließlich der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (+3,5 %) überdurchschnittlich zulegten. 1) In das Kalenderjahr 2024 ist die Industrie insgesamt schwach gestartet. Der globale Produktionswert für Januar wurde auf 0,6 % nach unten revidiert. Im Februar lag der Anstieg nur bei +0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die höchste Zuwachsrate verzeichnete wie in den Vormonaten China (+4,3 %). Die asiatischen Schwellenländer erhöhten ihre Produktion um +2,3 %. In den entwickelten Volkswirtschaften verfehlte die Industrieproduktion das Vorjahresniveau um -1,5 %, da sie in Japan um -6,3 % und in der Euro-Zone um -5,8 % einbrach. In den USA lag sie erneut leicht unter der Nulllinie. Einen zweistelligen Produktionseinbruch meldeten die aufstrebenden Länder in Mittel- und Osteuropa. Hier war auch der Start in das Jahr tiefrot, wie die Januar-Daten nach der ersten Revision auf -12,8 % zeigen. 2) 1) Vgl.: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, Stand: 12. März 2024. 2) Vgl.: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Konjunkturbulletin international, Mai 2024. Globaler Maschinenbau Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Kalenderjahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz nach Schätzung der Volkswirte des VDMA im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 %), das Vereinigte Königreich (+5 %) und China (+2 %) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 % bzw. -1 % rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 %) und Japan (-6 %) ausgefallen. 3) Bezogen auf das Kalenderjahr 2024 verzeichnet der US-Maschinenbau im März 2024 ein Produktionsrückgang von -3 %. Für das gesamte erste Quartal 2024 steht ein Rückgang von -5 % zu Buche. In Japan schrumpft die Maschinenproduktion bereits seit dem ersten Quartal 2023, obgleich die Exportunternehmen durch den immer schwächeren Yen Rückenwind haben. Im ersten Quartal 2024 wurde der Vorjahreswert um -5,5 % unterschritten. Für die Länder der europäischen Union liegen die Daten bis Februar 2024 vor. Laut Eurostat verfehlte die Produktion kalendertagbereinigt im Januar das Niveau des Vorjahresmonats um mehr als 6 %. Im Februar betrug der Rückgang -5 %, was den siebenten Produktionsrückgang in Folge bedeutet. Über beide Berichtsmonate notiert die Produktion fast -6 % unter Vorjahr. Im Vereinigten Königreich lag die Produktion um -9 % unter dem Vorjahresniveau, wobei sich der Negativtrend im Maschinenbau im Februar 2024 beschleunigt fortsetzte. 4) 3) Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, Stand: 12. März 2024. 4) Vgl.: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Konjunkturbulletin international, Mai 2024. Wirtschaftsraum Europäische Union (EU) In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf +0,5 % geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+3,4 %). Der private Konsum entwickelte sich angesichts der anhaltend hohen Inflation von +6,4 % im europäischen Durchschnitt schwach. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Investitionen stiegen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union um +1 %. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich mit +4 % abermals dynamischer, wobei die Niederlande, Frankreich und erneut Italien die Wachstumstreiber waren. Die Industrieproduktion in der Europäischen Union wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten. Die Maschinenproduktion in Europa schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preis- und kalenderbereinigt um -1,4 %, nach +5 % Wachstum im Vorjahr. Besser als im Durchschnitt entwickelten sich Frankreich und Polen (jeweils +6 %), Schweden (jeweils +5 %), Finnland und Belgien (jeweils +3 %), Österreich (+2 %) und Spanien sowie Italien (0 %). Deutlich unterdurchschnittlich zeigte sich der Maschinenbau in den Niederlanden (Januar - September: -16 %). Überdurchschnittlich hoch war der Rückgang auch in Bulgarien, Dänemark und Rumänien. Hier wurden jeweils rund ein Zehntel weniger Maschinen hergestellt als im Vorjahr. 5) Auch zu Beginn des Kalenderjahres 2024 setzt sich der Rückgang in der europäischen Maschinenproduktion fort. Wesentliche Ausnahme davon ist laut amtlichen Daten Portugal. Die Maschinenproduktion insgesamt liegt seit August 2023 unter dem Vorjahresniveau. Der bisher stärkste Rückgang wurde im Januar mit -6,4 % verzeichnet. Im Februar 2024 betrug das Minus 5,3 %. Somit schrumpfte die Produktion im Durchschnitt in den ersten beiden Berichtsmonaten des laufenden Jahres um knapp -6 %. Von den fünf großen Maschinenbauländern der Europäischen Union (Deutschland, Italien, Frankreich, Niederlande, Schweden) weisen Italien und Schweden eine weniger negative Entwicklung auf. 6) 5) Vgl.: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, Stand: 12. März 2024. 6) Vgl.: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Konjunkturbulletin international, Mai 2024. Deutsche Konjunktur Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Kalenderjahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um -0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch während der Covid-19-Pandemie 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um -1,8 % zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr. Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,5 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Maßnahmen bezogen auf die Covid-19-Pandemie wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Kalenderjahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen PKW-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,4 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -2,2 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde in 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 %). Im vierten Quartal 2023 wurde dabei mit durchschnittlich 46,2 Millionen Erwerbstätigen ein neuer Höchststand erreicht. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. 7) Im 1. Quartal 2024 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um +0,2 % gestiegen, nachdem es zum Jahresende 2023 zurückgegangen war (revidiert -0,5 % im 4. Quartal 2023 zum Vorquartal; bisher -0,3 %). Das leichte Wachstum wurde von Anstiegen der Bauinvestitionen und der Exporte getragen. Die privaten Konsumausgaben gingen dagegen zurück. Im Vorjahresvergleich was das BIP im 1. Quartal 2024 preisbereinigt um -0,9 % niedriger als im 1. Quartal 2023. Preis- und kalenderbereinigt war der Rückgang geringer (-0,2 %), da 1,6 Arbeitstage weniger zur Verfügung standen als im Vorjahreszeitraum. 8) 7) Vgl.: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, Stand: 12. März 2024. 8) Vgl.: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 173 vom 30. April 2024. Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real -0,6 % gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um -12 %. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen einer Umfrage des VDMA von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 % der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. 34 % der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 %) auf Oktober (85,9 %) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um +1,3 % zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 % zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro. 9) In den Monaten Januar und Februar 2024 sank die Produktionsleistung in Deutschland vorläufig um -4,2 %. Im März 2024 ist der Auftragseingang im Maschinenbau mit einem Minus von 17 % wenig überraschend stärker gesunken als in den beiden Monaten Januar und Februar zuvor (-10 %). Hintergrund dessen ist der hohe Auftragseingang im März 2023, wo das mit Abstand höchste Ordervolumen des gesamten vergangenen Jahres verbucht werden konnte. Doch im Kurvenverlauf hat sich auch mit den neuen Auftragseingängen bestätigt, dass die Auslandbestellungen auf der Talsohle angelangt sind. Bei den Aufträgen aus dem Inland deutet sich ebenfalls eine Seitwärtsbewegung auf dem neu gefundenen, niedrigeren Niveau an. Die Zahl der Beschäftigten im Maschinenbau in Deutschland lag im Februar bei ca. +1,5 % zum Vorjahresmonat. Die Unternehmen sind bei Neueinstellungen - nicht zuletzt aufgrund der anhaltenden konjunkturellen Schwächephase und trotz des demografischen Wandels - weiterhin zurückhaltend. Der Fokus der Unternehmen liegt auf dem Halten der Stammbelegschaft. Die Zahl der Kurzarbeiter ist nach Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit zum Jahresauftakt deutlich gestiegen. 10) 9) Vgl.: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, Stand: 12. März 2024. 10) Vgl.: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Konjunkturbulletin international, Mai 2024. Entwicklung der Softwarebranche Der ITK-Markt in Deutschland ist, nach Erhebungen des Branchenverbandes BITKOM, im Jahr 2023 um +2,0 % auf 215,0 Mrd. Euro gewachsen. Die Umsätze mit Software im Bereich Informationstechnik stiegen um +9,6 % (Vorjahr: +9,4 %) auf 41,5 Mrd. Euro. 11) 11) Vgl.: Bitkom e.V. ITK-Marktzahlen, Stand: Januar 2024. 2.2. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Leistungsindikatoren für die Steuerung des WITTENSTEIN Konzerns und der WITTENSTEIN SE sind die Umsatzerlöse und das EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) sowie der Full Time Equivalent (FTE). Der Full Time Equivalent zeigt die vorhandene Mitarbeiterkapazität unter der Annahme, dass volle Auslastung vorliegt. Die genannten Größen sind wesentliche Leistungsparameter sowohl der WITTENSTEIN SE als auch des WITTENSTEIN Konzerns. Sie werden geplant und regelmäßig berichtet. Bei negativen Veränderungen werden kurzfristig Maßnahmen definiert und umgesetzt. 2.3. Geschäftsverlauf und wesentliche Ereignisse des Geschäftsjahres Aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen: Auftragseingang, Umsatz und EBIT unter Plan Für das Geschäftsjahr 2023/24 war für den Auftragseingang und den Umsatz eine leichte Steigerung geplant. Allerdings waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht den Annahmen entsprechend. Während die Energieversorgung und die Lieferketten im Geschäftsjahr 2023/24 die wirtschaftliche Entwicklung nicht weiter negativ beeinflusst haben, waren die weiterhin weltweit vorherrschenden Unsicherheiten weiter stimmungsbildend. Das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2023/24 lag sowohl im Auftragseingang als auch im Umsatz auf Planniveau. Mit Beginn des 2. Quartales hat sich die wirtschaftliche Situation, entgegen den ursprünglichen Annahmen, abgeschwächt. Diese Entwicklung hat sich bis zum Ende des Geschäftsjahres fortgesetzt, so dass der Auftragseingang im WITTENSTEIN Konzern ca. -14 % und der Umsatz ca. -10 % gegenüber Plan lag. Die Umsatzplanung bei der WITTENSTEIN SE wurde im aktuellen Geschäftsjahr um ca. -3 % unterschritten. Die negative Umsatzentwicklung gegenüber der Planung hatte Einfluss auf die Entwicklung des EBIT des WITTENSTEIN Konzerns. Diese Entwicklung wurde schon frühzeitig erkannt, weshalb zeitnah auf diese neue Situation reagiert wurde. Es wurden weitere Kostensenkungspotentiale identifiziert und über die Maßnahmensteuerung auch realisiert. Final wurde die geplante Rendite zwar nicht vollständig erreicht, aber mit den erzielten 9,5 % Umsatzrendite dennoch ein respektables Ergebnis erzielt. Das EBIT liegt im WITTENSTEIN Konzern im unteren zweistelligen Prozentbereich unter Plan. In der WITTENSTEIN SE konnte aufgrund der oben genannten Maßnahmen die EBIT-Planung im mittleren zweistelligen Bereich überschritten werden. Aufgrund der frühzeitigen Identifikation der konjunkturellen Situation wurde auch der geplant Personalaufbau nicht realisiert. Durch Nutzung der vorhandenen Flexibilität konnten die FTE-Kapazitäten teilweise dem Umsatzrückgang angepasst werden. Das Full Time Equivalent weicht damit im WITTENSTEIN Konzern im mittleren und in der WITTENSTEIN SE im oberen einstelligen Prozentbereich vom Plan ab. Wichtiger Schritt zur weiteren Internationalisierung: Erweiterung des Standorts in den USA Mit der Erweiterung des Standorts in den USA erfolgt ein weiterer wichtiger Schritt der Internationalisierung. Mit dem offiziellen Spatenstich am 31. Oktober 2023 hat die Erweiterung des Standortes im US-amerikanischen Bartlett, Illinois, begonnen. Bis Herbst 2024 entstehen auf dem Gelände über 3.000 m 2 zusätzliche Produktions- und Bürofläche. Nach der Gründung einer Tochtergesellschaft im Jahr 1992 produziert WITTENSTEIN seit 2005 am amerikanischen Standort in Bartlett im US-Bundesstaat Illinois Getriebe, mechatronische Antriebskomponenten und Systeme. 2018 war eine erste räumliche Erweiterung um ein "Mechatronic Center of Excellence" erfolgt. Als Folge des Wachstums und im Einklang mit der Unternehmensstrategie wurde die Entscheidung getroffen, die Gebäudekapazität in den USA erneut zu erweitern. Der Standort Bartlett erfüllt die für die Entscheidung wichtigen Voraussetzungen wie Kundennähe, Fachkräfte und solide Lieferanten. Verschmelzung baramundi software Austria GmbH, Wien, Österreich, auf die baramundi software GmbH, Augsburg, Deutschland Am 01. April 2023 hat die Gesellschaft den Geschäftsbetrieb der baramundi software Austria GmbH, Wien, Österreich als eigenständige juristische Person eingestellt und alle ihre Aktivitäten, einschließlich aller verbleibenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, durch eine Verschmelzung auf die baramundi software GmbH übertragen. Die Verschmelzung wurde am 27. November 2023 in das Handelsregister eingetragen. 2.4. Lage der Gesellschaft und des Konzerns 2.4.1. Ertragslage WITTENSTEIN Konzern
Im WITTENSTEIN Konzern sanken die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023/24 um -4,0 % auf 498.232 kEUR. Die Umsatzerlöse in Europa und Afrika haben sich dabei um -1,1 % auf 336.558 kEUR, in den Regionen Amerika und Australien um -8,9 % auf 87.183 kEUR und in der Region Asien um -10,3 % auf 74.491 kEUR, verringert. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf Gliederungspunkt 2.3. Es wurde ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 33.909 kEUR (Vorjahr: 37.648 kEUR) erzielt. Die Bestandsveränderung verändert sich um 341 kEUR auf 5.042 kEUR vor allem aufgrund von gestiegenen Beständen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen. Der im Vergleich zum Umsatz überproportionale Rückgang des Materialaufwands inklusive der Bestandsveränderung ist im Konzern höher als der prozentuale Umsatzrückgang, was zu einer Abnahme der Materialkostenquote auf 27,3 % (Vorjahr: 28,9 %) führte. Der Personalaufwand erhöht sich vor allem aufgrund von Gehaltsanpassungen sowie Neueinstellungen um 1.967 kEUR (+0,9 % gegenüber Vorjahr), was bei sinkenden Umsatzerlösen zu einer steigenden Personalkostenquote führt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023/24 liegen mit insgesamt 23.718 kEUR unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 25.716 kEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sinken um 1.432 kEUR (-1,7 % gegenüber Vorjahr) unterproportional zu der Veränderung der Umsatzerlöse. Die Verminderung ergibt sich insbesondere aus gesunkenen Kosten für Ausgangsfrachten, Werkzeuge, Kleingeräte und Modelle sowie Kosten des Bürobedarfs. Gegenläufig sind vor allem die Rechts- und Beratungskosten sowie die Aufwendungen Lizenzen, Patente und für Reisen gestiegen. Die Umsatzrendite vom EBIT liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 9,5 % (Vorjahr: 10,7 %). WITTENSTEIN SE
Die Umsatzerlöse der WITTENSTEIN SE (241.891 kEUR) als die zentrale Service- und Produktionsgesellschaft des WITTENSTEIN Konzerns sind um +0,3 % höher als im Vorjahr (241.071 kEUR). Die Umsätze werden nahezu ausschließlich in Deutschland erzielt. Es wurde ein Jahresüberschuss von 30.304 kEUR erzielt (Vorjahr: 49.447 kEUR). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 156.568 kEUR ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 186.872 kEUR. Hierin sind die Dividenden verbundener Unternehmen des Geschäftsjahres 2022/23 aufgrund der Ausschüttung im Geschäftsjahr 2023/24 enthalten. Die Bestandsveränderung sinkt um 3.069 kEUR auf 1.707 kEUR (Vorjahr: 4.776 kEUR) durch den Rückgang der Ware in Arbeit für Kundenprojekte und angearbeitete Fertigungsaufträge. Der Materialaufwand inklusive der Bestandsveränderung ist überproportional zum Umsatz gesunken, was zu einer prozentualen Abnahme der Materialkostenquote auf 46,4 % (Vorjahr: 49,7 %) führte. Der Personalaufwand ist um -0,9 % gesunken. Hierfür waren insbesondere Reduzierungen in den Gleitzeitkonten sowie niedrigere Rückstellungen für Mitarbeiterprämien ursächlich. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023/24 liegen mit insgesamt 13.583 kEUR unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 14.797 kEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind bei gleichzeitigem leichtem Umsatzanstieg um -5,9 % auf 39.555 kEUR gesunken. Ursächlich für den Rückgang waren im Wesentlichen geringere Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Verpackung, Werkzeuge und Kleingeräte sowie Kosten für Büromaterialien. Gegenläufig sind vor allem die Rechts- und Beratungskosten sowie die Aufwendungen für Fremdarbeiten gestiegen. 2.4.2 Finanzlage Der operative Cashflow als Maßstab für die Innenfinanzierungskraft, die Cashflows für die Bereiche Investition und Finanzierung sowie die Veränderung des Finanzmittelfonds ergeben sich für den WITTENSTEIN Konzern und die WITTENSTEIN SE wie nachfolgend im Überblick dargestellt:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Konzern insbesondere durch den Konzernjahresüberschuss sowie den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen positiv beeinflusst. Gegenläufig wirken vor allem der Rückgang der Rückstellungen, die Umgliederung des positiven Zinsergebnisses sowie der Anstieg der Vorräte. Bei der WITTENTSEIN SE sind als wesentliche Effekte vor allem der Jahresüberschusses vor Minderheiten sowie die rückläufigen sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, vor allem aus Gewinnabführungsverträgen, zu nennen. Gegenläufig wirkt der Rückgang der Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sowie der Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Konzern resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie in immaterielle Vermögensgegenstände. Bei der WITTENSTEIN SE sind Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände und Finanzanlagen mit -9.575 kEUR zahlungswirksam. Gegenläufig wirken vor allem die Einzahlungen von Dividenden der Tochtergesellschaften aus dem Vorjahr, welche dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zugeordnet sind. Weiter ist in der WITTENSTEIN SE und folglich im WITTENSTEIN Konzern eine langfristige Finanzanlage in die frei verfügbare Liquidität zurückgeflossen, was im Cashflow aus Investitionstätigkeit berücksichtigt ist. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit des Konzerns und der WITTENSTEIN SE sind insbesondere die planmäßigen Tilgungen von Finanzkrediten, gezahlte Zinsen sowie die Dividende erfasst. Für die WITTENSTEIN SE und die Konzerngesellschaften wird die Entwicklung der liquiden Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sowie sonstige Wertpapiere) zentral überwacht. Die Finanzlage der WITTENSTEIN SE und der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften ist gesichert. Für die detaillierte Darstellung der Finanzlage verweisen wir ergänzend auf die beigefügte Konzernkapitalflussrechnung. 2.4.3. Vermögenslage WITTENSTEIN Konzern
Die Bilanzsumme sinkt gegenüber dem Vorjahr um -2,1 % auf 462.886 kEUR (Vorjahr: 472.860 kEUR). Ursächlich hierfür ist insbesondere der Rückgang des Anlagevermögens. Das Konzerneigenkapital ist um +9,5 % von 265.190 kEUR auf 290.473 kEUR angestiegen. Die Eigenkapitalquote im Konzern steigt vor allem bedingt durch den Konzernjahresüberschuss deutlich auf 62,8 % (Vorjahr: 56,1 %). Das Anlagevermögen ist langfristig finanziert und beläuft sich auf 32,7 % der Bilanzsumme. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände liegen mit 19.918 kEUR (Vorjahr: 15.577 kEUR) deutlich unter den Abschreibungen in Höhe von 23.718 kEUR (Vorjahr: 25.716 kEUR). Die Zugänge umfassen zum Großteil Investitionen in neu angeschaffte Betriebs- und Geschäftsausstattung, Technische Anlagen und Maschinen sowie Lizenzen. Zudem wurden Investitionen im Bereich Finanzanlagen von 750 kEUR mit einer Bareinlage in das Gemeinschaftsunternehmen getätigt. Die Struktur der Investitionen ergibt sich aus dem Konzernanlagenspiegel. Die Investitionsquote liegt bei 4,1 % (Vorjahr: 3,0 %) bezogen auf die zahlungswirksamen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des Geschäftsjahres im Verhältnis zu den Konzernumsatzerlösen. Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr um +5,5 % auf 75.973 kEUR (Vorjahr: 72.006 kEUR) gestiegen, vor allem bedingt durch die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie unfertigen und fertigen Erzeugnissen. In den Vorräten werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von 15.386 kEUR (Vorjahr: 11.450 kEUR) offen abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sinken um -11,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang kommt vor allem aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Bestand von 80.586 kEUR (Vorjahr: 92.194 kEUR) und ist durch den Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr zu erklären. Die liquiden Mittel im Konzern betragen 136.752 kEUR (Vorjahr: 127.285 kEUR) und belaufen sich auf 29,5 % der Bilanzsumme. Für die Zusammensetzung und die Entwicklung des Finanzmittelfonds wird auf die Konzernkapitalflussrechnung verwiesen. Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Eigenkapitals ergeben sich aus dem beigefügten Konzerneigenkapitalspiegel. Der Rückgang des Fremdkapitals ist bedingt durch die Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche sich von 104.997 kEUR auf 69.866 kEUR verringerten. Dies resultiert vor allem aus der Rückzahlung der ersten Tranche des Schuldscheindarlehens. Die nicht ausgenutzten Kontokorrent-Kreditlinien betragen 20.650 kEUR (Vorjahr: 21.150 kEUR). Für die Darstellung der Art sowie der Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten wird an dieser Stelle auf den Anhang unter Punkt 4.10 verwiesen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Bestellobligo für nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte stiegen im Konzern auf 44.669 kEUR (Vorjahr: 47.571 kEUR) an. WITTENSTEIN SE AKTIVA
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um +0,2 % auf 378.075 kEUR erhöht (Vorjahr: 377.404 kEUR). Das Eigenkapital liegt bei 246.372 kEUR gegenüber dem Vorjahreswert von 223.838 kEUR. Die Eigenkapitalquote steigt auf 65,2 % (Vorjahr: 59,3 %). Das Anlagevermögen ist um -8,3 % auf 167.009 kEUR gesunken. Die wesentlichen Investitionsschwerpunkte im Bereich Sachanlagen waren Betriebs- und Geschäftsausstattung, Gebäudeeinrichtungen sowie Lizenzen. Zudem wurden Investitionen im Bereich Finanzanlagen mit einer Bareinlage in das Gemeinschaftsunternehmen getätigt. Gegenläufig ist im Geschäftsjahr eine langfristige Geldanlage in die frei verfügbare Liquidität zurückgeflossen, was insgesamt zu einem Rückgang des Anlagevermögens führt. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme liegt zum Bilanzstichtag bei 44,2 % (Vorjahr: 48,3 %). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände liegen mit 8.550 kEUR (Vorjahr: 8.000 kEUR) deutlich unter den Abschreibungen in Höhe von 13.583 kEUR (Vorjahr: 14.797 kEUR). Die Investitionsquote liegt bei 3,6 % (Vorjahr: 3,5 %) bezogen auf die zahlungswirksamen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des Geschäftsjahres im Verhältnis zu den gesamten Umsatzerlösen. Die Investitionen in Finanzanlagen belaufen sich auf 772 kEUR (Vorjahr: 35.918 kEUR) vor allem bedingt durch die Bareinlage. Der Anstieg des Umlaufvermögens ist geprägt von einer Erhöhung der Vorräte, welcher vor allem durch Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, fertige und unfertige Erzeugnisse bedingt ist, während die angearbeiteten und fertigen Aufträge für Kunden, die nicht mehr im Geschäftsjahr fakturiert wurden, sinken. Des Weiteren erhöhten sich die liquiden Mittel (inkl. Wertpapiere) zum Stichtag um 13.029 kEUR. Gegenläufig reduzierten sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf 70.286 kEUR (Vorjahr: 71.819 kEUR) und enthalten dabei u.a. Forderungen aus den Gewinnabführungsverträgen sowie aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit den deutschen Tochtergesellschaften. Der Rückgang zum Vorjahr mit 1.533 kEUR begründet sich im Wesentlichen durch die rückläufigen sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Gewinnabführungsverträgen. Aufgrund dieser Effekte erhöhte sich das Umlaufvermögen um +8,3 % auf 206.603 kEUR gegenüber Vorjahr. Das Fremdkapital sinkt im Geschäftsjahr um -21.898 kEUR auf 131.661 kEUR (Vorjahr: 153.560 kEUR). Dies resultiert vor allem aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit -32.958 kEUR, was sich insbesondere durch die Rückzahlung der ersten Tranche des Schuldscheindarlehens ergibt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind von 11.708 kEUR auf 9.409 kEUR zurückgegangen. Ebenso sind die Rückstellungen, vor allem im Personalbereich, im abgelaufenen Geschäftsjahr gesunken. Gegenläufig steigen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, bedingt durch die Aufnahme von Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen. Für die Darstellung der Art sowie der Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten wird an dieser Stelle auf den Anhang unter Punkt 4.10 verwiesen. 3. Erklärung zur Unternehmensführung Das Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (Zweites Führungspositionen-Gesetz - FüPoG II) entwickelt das 2015 in Kraft getretene Führungspositionen-Gesetz (FüPoG) weiter, verbessert seine Wirksamkeit und schließt Lücken. Nach § 289f. Abs. 4 i.V.m. Abs. 2 Nr. 4 HGB berichten wir über den Anteil weiblicher Führungskräfte bei der WITTENSTEIN SE daher wie folgt: Angaben zu den Zielgrößen:
Angaben zu den Fristen: Die festzulegende Frist zur Erreichung der oben genannten Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat und Vorstand der WITTENSTEIN SE ist der 30. Juni 2027. Der ersten bzw. zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstandes gehören laut unternehmensinterner Definition die Führungsebenen E1a und E1b an. Der Vorstand hat beschlossen, bis zum 30. Juni 2027 eine Zielgröße von 0,00 % in der ersten Führungsebene und 18,75 % in der zweiten Führungsebene anzustreben. Alle derzeit auf der Ebene 1a beschäftigten Führungskräfte verfügen über einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Sollte sich auf dieser Ebene im Geltungszeitraum dieses Beschlusses eine Vakanz ergeben, sei es durch das Ausscheiden einer Führungskraft oder der Erweiterung dieser Ebene möchte der Vorstand alle Talentpools nach Kriterien der Qualifikation und Diversität optimal ausnutzen und sich durch die Festlegung einer Zielgröße nicht auf die Priorisierung eines Kriteriums festlegen. Der Aufsichtsrat beschloss als Zielgrößen der WITTENSTEIN SE mit dem Ziel 30. Juni 2027 für den Aufsichtsrat 16,67 % und für den Vorstand 0,00 %. Nach § 111 Abs. 5 Satz 3 AktG begründete der Aufsichtsrat seine Festlegung für den Vorstand damit, dass er im Falle einer Neubesetzung alle Talentpools nach Kriterien der Qualifikation und Diversität optimal ausnutzen möchte und sich durch die Festlegung einer Zielgröße nicht auf die Priorisierung eines Kriteriums festlegen möchte. 4. Chancen- und Risikobericht Einschätzung des Managements zu Gesamtchancen und -risiken Einer der risikopolitischen Grundsätze des Risikomanagements der WITTENSTEIN SE lautet: "Unsere unternehmerischen Ziele bringen Chancen und Risiken mit sich!" Dieser weist bereits darauf hin, dass Risiken nicht isoliert betrachtet werden können, sondern in aller Regel entsprechende Chancen mit sich bringen. Mit der Unterstützung entwickelter Methoden, wie der Monte-Carlo-Simulation, werden neue Erkenntnisse für die Jahresplanung im Rahmen des Risikomanagements erarbeitet. Oberstes Ziel ist es "bestandsgefährdende Entwicklungen" des Konzerns frühzeitig zu erkennen und diese erfolgreich abzuwenden. Betrachtet wurden 100.000 verschiedene Szenarien. Der Ablauf erfolgte Top-Down und Bottom-Up und erfasst Extremrisiken, strategische, wie auch operative Chancen und Risiken. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde unabhängig von Risikobenchmark-Berichten das unternehmensspezifische Risikoinventar vollständig überarbeitet. Wie bisher wurden Risiken modelliert und deren Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit quantifiziert sowie mögliche Gegenmaßnahmen identifiziert. Hierbei wurden die operativen Risiken durch die strategischen Geschäftseinheiten analysiert. Ausgehend von den kritischen Erfolgsfaktoren, Kernkompetenzen, Risikostrategie und Geschäftsfeldstruktur mit den Wettbewerbsvorteilen und Wettbewerbskräften sowie Branchentrends wurden separiert strategische Risiken, als Bedrohung wesentlicher Erfolgspotentiale, analysiert und gemäß einer definierten Referenzskala priorisiert. Ergänzt wurde dieses Vorgehen durch die unternehmensspezifische Betrachtung von Extremrisiken auf der Grundlage der makroökonomisch-politischen Krisenforschung. Zusammenfassend lässt sich durch die Ergebnisse des Risikoaggregationsmodells feststellen, dass die WITTENSTEIN SE auch im Stresstest eine sehr geringe Risikoposition aufweist. Prozess der internen Finanzberichterstattung In entsprechender Anwendung der für kapitalmarktorientierte Unternehmen geltenden Regelungen berichten wir nachfolgend freiwillig über die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Die laufende Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschlüssen für die deutschen Konzerngesellschaften erfolgt weitgehend zentral bei der WITTENSTEIN SE. Bei internationalen Tochtergesellschaften werden die Finanzdaten unterjährig auf der Basis von Monatsreportings und unter Risiko- und Wesentlichkeitsaspekten, ergänzend durch Audits der WITTENSTEIN SE, vor Ort geprüft. Bei allen wesentlichen internationalen Tochtergesellschaften wird eine Jahresabschlussprüfung oder ein Review der Jahresabschlüsse durch einen Abschlussprüfer beauftragt, um die Integrität der zu konsolidierenden Daten und die materielle Richtigkeit des Konzernabschlusses sicherzustellen. Zur Sicherstellung einer einheitlichen Bilanzierung im Konzernabschluss besteht eine für alle Konzerngesellschaften weltweit verbindlich geltende Konzernbilanzierungsrichtlinie. Risikobericht Gesamtwirtschaftliche und gesellschaftspolitische Risiken Für die Jahre 2024 und 2025 geht der Internationale Währungsfonds von einer weiteren Erholung der Weltwirtschaft aus, wenngleich die Prognose ein vergleichbar schwaches Wachstum wie im Kalenderjahr 2023 vorsieht. Gleichwohl wird auf etliche Risiken, die eine schlechtere Entwicklung zur Folge hätten, hingewiesen. Insbesondere weltpolitische Risiken, beispielsweise eine Verschärfung des Nahostkonflikts und ein anhaltender Krieg in der Ukraine, werden aufgezeigt. Weiter werden wirtschaftliche Schäden durch Wetterextreme, ein sich fortsetzender Anstieg der Kerninflation und eine Verlangsamung des Wachstums in China genannt. Insgesamt variiert das gesamtwirtschaftliche Wachstum stark zwischen den Ländern. Die wirtschaftliche Entwicklung ist von vielen Faktoren abhängig, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Zuwächse in den Maschinenbauumsätzen werden vor allem für die Produktionsstandorte in Asien vorhergesagt, wobei für Indien überdurchschnittliche Zuwächse prognostiziert werden. In China sollte sich das Wachstum fortsetzen, wenngleich - verglichen mit den Jahren vor der Covid-19-Pandemie - auf einen signifikanten Tempoverlust hingewiesen wird. Für die USA sowie die Länder der Europäischen Union wird von einem realen Umsatzrückgang ausgegangen. Wir beobachten diese Entwicklungen regelmäßig sehr genau und verfolgen die Auswirkungen der regulatorischen, politischen und wirtschaftlichen Lage auf unser Geschäft. Unter diesem Gesichtspunkt und der Tatsache, dass wir global breit agieren, sehen wir diese Risiken im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche und gesellschaftspolitische Situation als wahrscheinlich, bezüglich ihrer Auswirkung als wesentlich an. Marktrisiken Es bestehen grundsätzlich keine signifikanten Abhängigkeiten von einzelnen Großkunden. Neben den branchentypischen Risiken, wie Auftragseinbrüche in der Maschinenbauindustrie, ergeben sich auch zusätzliche Risiken aus den weiterhin hohen Inflationsraten und den damit verbundenen konjunkturellen Unsicherheiten. Wir haben uns vorgenommen, unsere globale Aufstellung weiter auszubauen, um die Risiken in einzelnen Märkten vermindern zu können. Diese Risiken sehen wir insgesamt im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit als wahrscheinlich, bezüglich ihrer Auswirkung als wesentlich an. Beschaffungsrisiken Die Verfügbarkeit von elektronischen Bauteilen ist weiterhin mit einer Unsicherheit und erhöhten Preisen verbunden. Mittels Forecasts und intensiver Kommunikation mit unseren Lieferanten stellen wir auch in dieser anspruchsvollen Situation die Versorgungssicherheit sicher. Bezüglich der damit verbundenen Lieferperformance sehen wir uns dennoch einem gewissen Risiko der Nichteinhaltung seitens der Lieferanten bzw. generellen Verfügbarkeitsrisiken ausgesetzt. Das Risiko einer Gefährdung der Lieferperformance sehen wir bezüglich der Eintrittswahrscheinlichkeit insgesamt als wahrscheinlich, bezüglich der Schadenshöhe als wesentlich an. Risiken im Bereich Personal Die sehr unterschiedlich ausgeprägte Auftragseingangssituation in den jeweiligen Geschäftsfeldern und der daraus resultierende Kapazitätsüberhang, an Personal einerseits sowie ein Kapazitätsdefizit an Personal andererseits, konnte dank interner temporärer "Personal-Shifts" und dauerhaften Verschiebungen von Personalressourcen sowie vorwiegend befristeten Neueinstellungen und mit Hilfe von Zeitarbeitnehmern abgefedert werden. Neueinstellungen im indirekten Bereich wurden weiterhin achtsam und mit Fokus auf strategisch wichtige Schlüsselpositionen getätigt. Insgesamt zeigte sich der Arbeitsmarkt weiterhin sehr dynamisch. Die Wechselbereitschaft sowie die Anzahl an Stellenwechseln stieg, weg vom Arbeitgeber- hin zum Arbeitnehmermarkt. Fluktuation birgt Chancen und Risiken für WITTENSTEIN. Besonders die unwillkommene Fluktuation, d.h. Arbeitnehmerkündigungen stehen im Fokus und werden gemeinsam vom jeweiligen Bereich und Human Resources Management (HRM) intensiv analysiert. Zudem wird mit bedarfsorientierten Maßnahmen entgegengewirkt. Im Rahmen des internen Personalmarketings werden zur Förderung der Loyalität Mitarbeiter-Benefits kontinuierlich evaluiert und neu implementiert. "Schlüsselpersonen Risk Management" ist ein Muss für WITTENSTEIN. Daher ist der Konzern vorbereitet, nach Möglichkeit jederzeit den Ausfall von Schlüsselpersonen zu kompensieren, ohne merklichen Wissensverlust im Unternehmen, in der Beziehung zu Kunden und Lieferanten, in der Entwicklung, Produktion und Dienstleistung sowie in der Unternehmenssteuerung. Im quartalsweisen Fokus des Vorstands ist ein kontinuierlicher Talentmanagement- sowie Nachfolgeplanungsprozess. Insgesamt sehen wir die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Risiken im Personalbereich als möglich an. Vor dem Hintergrund der stetigen Analysen und bedarfsorientierten Maßnahmen mit Blick auf die Dynamik des Arbeitsmarktes wird deren Ausmaß als gering eingeschätzt. IT-Risiken Im Berichtszeitraum verschärfte sich die bereits zuvor angespannte Lage weiter. Die Bedrohung durch Cybercrime ist damit so hoch wie nie. Insbesondere verschiedene Bedrohungen im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine trugen zur Verschärfung bei. So gab es im Geschäftsjahr 2023/24 in Deutschland eine Vielzahl von Vorfällen und Hacker-Kampagnen, wobei eine übergreifende Angriffskampagne gegen deutsche Ziele nicht ersichtlich war. Angeführt werden die Cyberangriffe u.a. in Form von Verschlüsselungstrojanern, schadhaftem Programmcode in Office Dokumenten, Betrugsversuche durch CEO-Identitäten und Supply-Chain Attacken. Cyberangriffe finden in den meisten Fällen nicht mehr, wie in der Vergangenheit, auf aus dem Internet erreichbare IT-Systeme statt, sondern vielmehr direkt beim Mitarbeiter. Der hauptsächliche Angriffsvektor ist die klassische E-Mail. Gerade der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Anwendung von Phishing Mails macht die Erkennung schwieriger. Dies wird in Zukunft eine Erhöhung der Gefahren bedeuten, denen jetzt schon mit technischen Maßnahmen und vermehrten Awareness-Kampagnen entgegengewirkt wird. Insgesamt konnten Cyberangriffe technischer Art sowie Angriffe auf die technischen IT-Systeme im vergangenen Geschäftsjahr durch die zentral gesteuerte IT-Sicherheitsstruktur gut abgewehrt werden. Die WITTENSTEIN gruppe ist kontinuierlich bestrebt durch verschiedene Maßnahmen präventiv und reaktiv potenziellen Cyberangriffen entgegenzuwirken. Diese präventiven Maßnahmen zeigen, dass WITTENSTEIN gut im Bereich Informationssicherheit aufgestellt ist. Insgesamt lässt sich der Netzwerk- und Informationssicherheit aufgrund des jährlichen IT-Sicherheitsberichtes ein gutes Sicherheitsniveau attestieren. Dennoch stufen wir die IT-Risiken im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit als wahrscheinlich, bezüglich ihrer Auswirkung als wesentlich ein. Finanzwirtschaftliche Risiken Währungsrisiken Die globale Ausrichtung unserer Geschäftstätigkeit bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen mit sich. Zur Absicherung von Risiken aus Fremdwährungsschwankungen verfolgen wir überwiegend einen Portfolio-Hedging Ansatz. Wir setzen zur Absicherung überwiegend Devisentermingeschäfte ein. Die Währungssicherungsgeschäfte werden gemäß unserer internen Finanzverfassung zentral durch die WITTENSTEIN SE gesteuert. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente für spekulative Zwecke ist nicht gestattet, sodass wir die hohe Eintrittswahrscheinlichkeit solcher Risiken grundsätzlich auf einen moderaten Wirkungsgrad für unser Unternehmen reduzieren können. Das Währungsrisiko erachten wir daher als wahrscheinlich, die Auswirkung als gering. Für weiterführende Angaben zur Effektivität der Sicherungsbeziehungen verweisen wir auf Punkt 6.1 des Anhangs. Zinsrisiken Wir finanzieren uns auf der Basis einer sehr guten Eigenkapitalausstattung, durch Schuldscheindarlehen und Darlehen bei Banken, mit denen wir in langjähriger Geschäftsbeziehung stehen. Unsere Darlehensverträge werden grundsätzlich mit mittel- bis langfristige Zinsfestschreibungen vereinbart. Insgesamt wird das Zinsrisiko damit bezüglich seiner möglichen Auswirkung auf ein akzeptables, geringes Niveau reduziert. Vorgehaltene Kontokorrentkredit-Linien werden zu Finanzierungszwecken nicht in Anspruch genommen. Ein Zinsrisiko erachten wir daher als möglich, die Auswirkung als gering. Forderungsausfallrisiken Im Rahmen der Geschäftstätigkeit mit unseren Kunden ergeben sich Forderungsausfallrisiken. Diesen begegnen wir in Zusammenarbeit von Vertrieb und Finanzbereich mit sehr intensiven Bonitätsprüfungen. Teilweise werden hierfür auch anerkannte Auskunfteien involviert. Darüber hinaus analysieren wir zeitnah die Entwicklung, die Altersstruktur wie auch die Zahlungseingänge der Kundenforderungen. Auf Basis der Jahresverkehrszahlen aus der Vergangenheit haben wir für jeden unserer potenziellen, wie auch für unsere bestehenden Kunden, zudem Kreditlimits implementiert. Bei unklarer Bonitätslage - auch bei laufender Geschäftsbeziehung - erfolgen Auslieferungen nur gegen Vorkasse oder unter Einsatz anderer geeigneter Sicherungsmaßnahmen, wie z. B. Bankbürgschaften oder Kreditversicherungen. Auf diese Weise minimieren wir das Risiko wesentlicher Forderungsausfälle auf ein für die Fortführung unserer Geschäftstätigkeit akzeptables Niveau und stufen die Auswirkung auf unser Unternehmen bei einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit daher als gering ein. Liquiditätsrisiken Ein Liquiditätsrisiko entsteht, wenn bei Eintritt der Fälligkeit, Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur zu überhöhten Kosten nachgekommen werden kann. Zur rechtzeitigen Steuerung werden Zahlungsverhalten analysiert, erwartete Zahlungsströme geplant und verschiedene Szenarien auch im Hinblick außerbilanzieller Zahlungsverpflichtungen - speziell bei der WITTENSTEIN SE - simuliert, um so die ausreichende Ausstattung mit Kapital fortlaufend sicherzustellen. Den täglichen Zahlungsverkehr steuern das Treasury sowie die zentrale Finanzbuchhaltung. Ein Liquiditätsrisiko erachten wir daher als unwahrscheinlich, die Auswirkung als wesentlich. Die Zusammenfassung aller relevanten Unternehmensrisiken stellt sich wie folgt dar:
Chancenbericht Operative und strategische Chancen Gesamtwirtschaftliche und gesellschaftspolitische Chancen Für die WITTENSTEIN SE sehen wir im Rahmen der Erholung der Weltwirtschaft gesamtwirtschaftliche und gesellschaftspolitische Chancen, von denen der Konzern bei Umsatz und Ergebnis profitieren kann. Unser Engagement versuchen wir daher global weiter zu vertiefen und mit innovativen Produkten bzw. jungen Geschäftsbereichen die Marktchancen weiter zu nutzen. Die mit diesen Entwicklungen verbundenen Chancen für unsere Ertragskraft sind dabei meist mittel- bis langfristiger Natur. Unter diesem Gesichtspunkt lassen sich diese Chancen im Hinblick auf ihre Auswirkungen als wesentlich, vor dem Hintergrund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als wahrscheinlich einstufen. Organische Wachstumschancen Die WITTENSTEIN SE und ihre Tochtergesellschaften sind mit ihren Aktivitäten verschiedenen Risiken ausgesetzt. Auf der Basis unserer strategischen Ausrichtung sind wir diversifiziert aufgestellt und bedienen Kunden in verschiedensten Marktsegmenten und Regionen der Welt. Herausfordernde und lukrative Entwicklungs- und Produktaufträge geben uns hier Recht. Sie zeigen uns, dass wir heute und auch in Zukunft ein exzellenter Partner sind, der passgenaue Lösungen für unsere Kunden entwickelt. Um unsere Chancen zielgerichtet zu nutzen, arbeiten wir permanent an unserer strategischen Ausrichtung sowie daran, passende Märkte und Anwendungsfelder zu identifizieren. Unsere Produkte und Lösungen sind in vielen Branchen und überall auf der Welt gefragt, auch in konjunkturell schwierigen Zeiten. Die Chancen, die sich daraus ergeben, stufen wir bezüglich ihres Eintritts insgesamt als höchstwahrscheinlich, in Hinblick auf ihre Auswirkungen als wesentlich ein. Chancen in Verbindung mit organisatorischen und prozessbezogenen Verbesserungen Über eine ganzheitliche Verbesserung aller Prozess- und Geschäftsabläufe in Hinblick auf Kostenkontrolle, Wendigkeit und Anpassungsfähigkeit wollen wir uns die Chance geben, unsere Profitabilität nachhaltig zu erhalten und auszubauen. Insbesondere der Rahmen der Verbesserungsmöglichkeiten unserer Kostenstrukturen und Qualität sowie unserer Wettbewerbsfähigkeit sehen wir als noch lange nicht ausgeschöpft an. Wir sind bestrebt, die Organisation unseres Unternehmens stetig effizienter und effektiver zu gestalten. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Optimierung der Kunden-zu-Kunden-Prozesse sowie aller unserer übrigen Geschäftsprozesse, die vor allem durch IT-Systeme optimal unterstützt werden sollen. Insgesamt schätzen wir die potenziellen Auswirkungen der organisatorischen und prozessbezogenen Verbesserungen als wesentlich und vor dem Hintergrund unserer zahlreichen bereits durchgeführten Maßnahmen bezüglich ihres Eintritts als wahrscheinlich an. Chancen durch Marketing und Kommunikation Im Umfeld sich ständig wandelnder Märkte stellt der langfristige Aufbau und die Stärkung der weltweit wirksamen Dachmarke WITTENSTEIN eines unserer Kernziele dar. Nur durch gezielte einheitliche Kommunikation und Erkennbarkeit bei allen Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und übrigen Stakeholdern können wir die Chancen der Globalisierung und unserer Vertriebsstrategie richtig nutzen. Wesentliche Kanäle der modernen Kommunikation stellen für uns dabei auch die Mittel der digitalen Kommunikation dar. Die potenziellen Auswirkungen der Chancen im Bereich Marketing und Kommunikation erachten wir als wesentlich und schätzen, dass diese Chancen mittelfristig wahrscheinlich eintreten werden. Personalchancen Angebote zur Personalentwicklung und Weiterbildung im Rahmen der WITTENSTEIN akademie wurden im Vergleich zum Vorjahr gesteigert in den unterschiedlichsten Formaten angeboten und rege wahrgenommen. Die Spannbreite erstreckte sich von gesetzlich erforderlichen, über Basiskompetenzen - im technischen, kaufmännischen und informationstechnologischen Umfeld - bis zur Führungskräfteentwicklung und zu Workshops zur Begleitung des kulturellen Wandels. Die konzeptionelle Überarbeitung von Weiterbildungsangeboten und der finanziellen Weiterbildungsförderung unterstützen zudem die Umsetzung der strategischen Ziele. Zur Sicherung der Fachkräfte von morgen setzt WITTENSTEIN weltweit auf die eigene Ausbildung von Nachwuchskräften. Nach dem Vorbild des in Deutschland bestehenden dualen Systems führt WITTENSTEIN auch an den Standorten USA und Rumänien Menschen an verschiedene Berufe heran. In beiden Ländern bauen die Niederlassungen hierzu Kooperationen mit lokalen Bildungsträgern analog dem deutschen System auf. Allein am Standort Harthausen nahmen 43 Nachwuchskräfte im September 2023 ihre Ausbildung oder duales Studium auf. Aktuell werden rund 123 Auszubildende und Studierende in 22 verschiedenen Berufsbildern ausgebildet. Mit Weitblick in die Zukunft ergreift WITTENSTEIN Maßnahmen zur Nachwuchsförderung. So wurden Auszubildende zu Ausbildungsbotschaftern ausgebildet und berichten an Schulklassen über das, was sie bei WITTENSTEIN erleben und was sie an ihrem Berufsbild fasziniert. Auch darüber hinaus wird mit Schulen bei Praktika, Seminaren und Workshops aktuell weitgehend remote kooperiert. Um junge Menschen für Technik zu begeistern, hat WITTENSTEIN mehrere Initiativen: Die Jugendtechnikschule Taubertal gibt Kindern und Jugendlichen spannende Einblicke in die Welt der Technik. Workshops, Kurse und Projekte machen das Thema greifbar und beflügeln den Pioniergeist. Der Erfinderwettbewerb "Kreative Köpfe" weckt den Entdeckergeist von Schülerinnen und Schülern. Mehrere Unternehmen und deren Ausbilder begleiten bei der Kreation und beim Musterbau ihrer Erfindungen. Insgesamt schätzen wir die potenziellen Auswirkungen der Chancen im Personalbereich als wesentlich ein. Vor dem Hintergrund der kurzfristigen Maßnahmen durch Re- und up-Skilling durch die bestehende WITTENSTEIN akademie bis zu den langfristigen Maßnahmen der Ausbildung von Nachwuchskräften gehen wir davon aus, dass diese Chancen sowohl kurz- und langfristig wahrscheinlich eintreten werden. Finanzwirtschaftliche Chancen Günstige Veränderungen auf den Finanzmärkten Das Treasury versucht stetig, Chancen auf den Finanzmärkten zu identifizieren und diese gegen Risiken, u.a. aus Währungskursschwankung und Zinsentwicklung, abzuwägen. Günstige Zins- und Währungsentwicklungen können unser Konzernfinanzergebnis positiv beeinflussen. In Anbetracht der starken Schwankungen an den Finanzmärkten und speziell am Devisenmarkt sehen wir den positiven Einfluss der Finanzmarktchancen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch als eher gering, aber als möglich an. 5. Prognosebericht Weltwirtschaftliche Entwicklung Für das Kalenderjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 %. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von -0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US- als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um +0,9 % prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 % erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf +4,1 % geschätzt. China (+4,6 %) und Indien (+6,5 %) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 %). Mehr Dynamik wird in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 %) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 %) erwartet. Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern. Globaler Maschinenbau Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5 %) erneut Spitzenreiter sein dürfte. Die Ausgangslage in den anderen drei Ländern ist recht unterschiedlich: So folgt der kleine Zuwachs in Süd-Korea und Japan (jeweils +1 %) auf einen vergleichsweisen hohen Rückgang im Jahr 2023. In China sollte sich das Wachstum mit +2 % fortsetzen, was ein signifikanter Tempoverlust wäre, verglichen mit den Jahren vor der Covid-19-Pandemie. Da die Auftragseingänge bei den Mitgliedsstaaten der europäischen Union als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils -2 % prognostiziert. Deutsche Konjunktur Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 % im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 % für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 % der Europäischen Zentralbank. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um +3,8 % zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robuste Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit +0,6 % leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck. Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden. Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von -4 %. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 % real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine Bodenbildung bei Teilen der Auslandsnachfrage keinesfalls als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder. Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen. 12) 12) Vgl.: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024, Stand: 12. März 2024. Entwicklung bei WITTENSTEIN Die weiterhin bestehenden Unsicherheiten auf den globalen Märkten, die sich auch in den Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute zeigen, legen auch für das Geschäftsjahr 2024/25 einen robusten Planungsansatz nahe. Die Prognosen zeigen eine schwache weltweite Konjunktur zumindest bis Mitte des Kalenderjahres 2024, verbunden mit der Erwartung einer verbesserten konjunkturellen Entwicklung für die zweite Hälfte des Kalenderjahres 2024. Die Umsatzerwartung für den WITTENSTEIN Konzern ist analog dem Vorjahr eine Steigerung im oberen einstelligen Prozentbereich. Trotz der weiterhin abzusehenden Kostensteigerungen wird von einem gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserten EBIT ausgegangen, was einem Anstieg im unteren zweistelligen Prozentbereich entspricht. Bei der WITTENSTEIN SE wird ein geringfügig unter dem Vorjahr liegender Umsatz bei gleichzeitig ausgeglichenem Ergebnis, vor allem bedingt durch geplante Kostenoptimierungs- und Produktivitätssteigerungspotenziale, prognostiziert. Die Anzahl der FTE wird im WITTENSTEIN Konzern deutlich unterproportional zum Umsatz im unteren einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr steigen, während bei der WITTENSTEIN SE von einem geringen Rückgang im einstelligen Prozentbereich ausgegangen wird. Diese Planung wird getragen von dem Umstand, dass im Geschäftsjahr 2023/24 die FTE unterproportional zum Umsatzrückgang angepasst wurden und für das laufende Geschäftsjahr von einer weiteren Steigerung der Produktivität ausgegangen wird.
Igersheim, den 26. Juni 2024 WITTENSTEIN SE gez. Der Vorstand 6. Anlage Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß § 21 EntgTranspG für das Geschäftsjahr 2023/24 für die WITTENSTEIN SE 1. Statistische Angaben (Mittelwerte für das Geschäftsjahr 2023/24)
2. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für alle Geschlechter Gemäß § 21 Abs. 1 Punkt 2 EntgTranspG werden nachfolgend Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Mitarbeitende aller Geschlechter in der WITTENSTEIN SE erläutert. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die nachfolgend beschriebenen Maßnahmen für die ganze WITTENSTEIN gruppe bzw. für alle Mitarbeitende gelten. Nach § 6 Abs. 2 EntgTranspG sind Arbeitgeber verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die Beschäftigten vor Benachteiligungen wegen des Geschlechts in Bezug auf das Entgelt zu schützen. Bei der WITTENSTEIN SE ist grundsätzlich das Geschlecht kein Differenzierungskriterium bei der Entgeltfindung bzw. der Gewährung von einzelnen Entgeltbestandteilen. Vergütungssystematik Bemessungsgrundlage für die Festlegung des Grundentgelts eines Mitarbeiters sind die regelmäßig auszuübenden Tätigkeiten. Die bei WITTENSTEIN auszuübenden Tätigkeiten werden nach Fachbereich auf Kernaufgaben heruntergebrochen und in Rollen zusammengefasst. Eine Rolle entspricht somit zunächst einer personenneutralen, geschlechtsneutralen systematischen und einheitlichen Bündelung von Aufgaben. Im Unterschied zur Position können einem Mitarbeiter mehrere Rollen entsprechend seinem Aufgabenspektrum zugewiesen werden. Alle definierten Rollen sind auf dem HRM SharePoint unter "Kompetenz- und Talentmanagement" veröffentlicht und für alle Mitarbeiter einsehbar. Im Sinne einer tätigkeitsorientierten Vergütung bilden sie die Grundlage für die Definition der unterschiedlichen Gehaltsbänder und die Eingruppierung der Mitarbeiter. Jeder Mitarbeiter ist aufgrund seiner definierten Hauptrolle einem Gehaltsband zugeordnet. Dabei werden inhaltlich verwandte und vergleichbare Rollen zu einem Gehaltsband zusammengefasst. Einem Gehaltsband sind meist mehrere Rollen sowie mindestens drei Mitarbeiter zugeordnet. Die Definition einer Hauptrolle ergibt sich aus der Verfahrensanweisung "Rollenbeschreibung". Übernimmt der Mitarbeiter ein völlig neues Set an Aufgaben bzw. wechselt er die Hauptrolle, so erfolgt eine Überprüfung und ggf. Umgruppierung in das zur neuen Hauptrolle passende Gehaltsband. Das Gehaltsband beschreibt den Rahmen, in dem sich das Entgelt des Mitarbeiters auf Basis der Hauptrolle bewegt. Eine Ausnahme in dieser Systematik bilden die Entgelte für Führungskräfte. Diese sind von Faktoren wie Hierarchieebene, Fachbereich, Führungsspanne, Erfahrung, etc. abhängig und daher in ihrer Ausgestaltung wesentlich komplexer. 3. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung aller Geschlechter und ihre Wirkung Maßnahmen, die die Chancengleichheit aller Geschlechter unterstützen, ergeben sich aus einem breit gefächerten Angebot, welches WITTENSTEIN seiner Belegschaft anbietet, um Beruf und Privatleben besser miteinander in Einklang zu bringen. Einige Maßnahmen, die sich in ihrer Wirksamkeit bzgl. der Gleichstellung aller bereits etabliert haben, sind nachfolgend aufgeführt. Dabei geht es hier vor allem um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und übergeordnet darum, allen Unternehmensangehörigen ungeachtet des Geschlechts in jeder Lebensphase eine möglichst große Teilnahme am Arbeitsleben und die Fortführung ihrer beruflichen Entwicklung zu ermöglichen. Lebensphasenorientierte Personalpolitik Im Rahmen einer lebensphasenorientierten Personalpolitik unterstützt und fördert WITTENSTEIN Unternehmensangehörige in jeder individuellen Lebensphase (Ausbildung, Berufseinstieg, berufliche Weiterbildung, Elternzeit, Erziehungszeit, hierarchischer Aufstieg, Pflege von Angehörigen, Rente) bestmöglich. Flexible Arbeitszeiten mit Zeitkonto, Teilzeitmodelle Durch eine flexible Arbeitszeit mit Zeitkonto ermöglicht WITTENSTEIN es, Beruf und Privates besser zu vereinbaren. Darüber hinaus existieren eine Vielzahl an Teilzeitmodellen, die auf die individuellen Bedürfnisse des Arbeitgebers wie auch der Mitarbeitenden abgestimmt sind. Mobiles Arbeiten Die Möglichkeit "mobil" zu arbeiten, wird vielseitig und umfangreich genutzt. Dadurch wird zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatem beigetragen. Sabbatical WITTENSTEIN bietet die Inanspruchnahme einer längeren beruflichen Auszeit im Rahmen eines Sabbaticals an, welche helfen kann, berufliche wie private Anforderungen besser miteinander zu vereinbaren. Die WITTENSTEIN SE bietet außerdem allen Beschäftigten geschlechterunabhängige Möglichkeiten für Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie geschlechterunabhängige Angebote der innerbetrieblichen Weiterentwicklung in Form von Laufbahnen und rollenspezifischen Karrierepfaden. Grundsatz der unter der WITTENSTEIN akademie angebotenen Maßnahmen ist stets die Bedarfsorientierung und die Passung der Maßnahme zur Zielgruppe und deren Arbeitsumfeld - ungeachtet des Geschlechts. Auch bei der Personalgewinnung ist die Gleichberechtigung aller Geschlechter gewährleistet. Alle Stellenausschreibungen der WITTENSTEIN SE richten sich an alle Geschlechter gleichermaßen durch den Zusatz "w/m/d". Bilanz zum 31. März 2024WITTENSTEIN SE, IgersheimAKTIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2023 BIS 31. MÄRZ 2024WITTENSTEIN SE, Igersheim
KONZERNBILANZ ZUM 31. MÄRZ 2024WITTENSTEIN SE, IgersheimAKTIVSEITE
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2023 BIS 31. MÄRZ 2024WITTENSTEIN SE, Igersheim
ZUSAMMENGEFASSTER ANHANG/KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2023 BIS 31. MÄRZ 20241. Allgemeine Angaben Die WITTENSTEIN SE ist eine Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Igersheim unter der Geschäftsanschrift Walter-Wittenstein-Straße 1, 97999 Igersheim und ist mit ihrer Firma beim Amtsgericht Ulm unter der Handelsregisternummer HRB 680782 eingetragen. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der WITTENSTEIN SE wurden nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und der Verordnung über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) in Verbindung mit dem Aktiengesetz aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren in der Fassung des BilRUG aufgestellt. Der Anhang und der Konzernanhang wurden gemäß § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst. Sofern nichts Besonderes vermerkt ist, gelten die Ausführungen sowohl für den Jahresabschluss als auch für den Konzernabschluss. Alle nachfolgenden Zahlenangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (kEUR). 2. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden 2.1. Angaben zum Konsolidierungskreis und zur Vergleichbarkeit im Konzern In den Konzernabschluss wurden neben der WITTENSTEIN SE sämtliche wesentliche Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, bei denen die WITTENSTEIN SE unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte innehat. Zum Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen zählen neben der WITTENSTEIN SE die folgenden 27 in- und ausländischen Tochterunternehmen:
An der FAtec Co. Ltd., Seoul, Korea, hält die WITTENSTEIN SE einen Anteil i.H.v. 40,00 % (Vorjahr: 40,00 %). Diese Gesellschaft wurde im Konzernabschluss als assoziiertes Unternehmen gemäß § 311 f. HGB mittels der Equity-Methode bilanziert. Die WITTENSTEIN SE hat im Geschäftsjahr 2022/23 mit dem Unternehmen WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG das Gemeinschaftsunternehmen Resense GmbH mit Sitz in Klingenberg am Main gegründet. An der Resense GmbH, Klingenberg am Main halten beide Partner jeweils 50,00 % der Geschäftsanteile. Diese Gesellschaft wurde im Konzernabschluss als Gemeinschaftsunternehmen gemäß § 311 f. HGB nach der Equity-Methode bilanziert. Bei der Gesellschaft WITTENSTEIN intens GmbH i. L., Igersheim wurde zum 1. April 2023 das Liquidationsverfahren eröffnet. Das Liquidationsverfahren war zum 31. März 2024 noch nicht abgeschlossen. Mit Wirkung zum 31. März 2023 24.00 Uhr (Verschmelzungsstichtag) hat die baramundi software Austria GmbH, Wien ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten als übertragende Gesellschaft unter Auflösung ohne Liquidation nach dem Verfahren einer grenzüberschreitenden Verschmelzung durch Aufnahme gem. §§ 305 ff. i.V.m. §§ 2 ff. 46 ff., UmwG und §§ 3 EU-VerschG i.V.m. §§ 96 bis 101 GmbHG (GmbH Gesetz - Österreich) auf die baramundi software GmbH, Augsburg als übernehmende Gesellschaft übertragen. Der Ansatz erfolgte zum Zeitpunkt der Verschmelzung zu Buchwerten. Die Verschmelzung wurde am 27. November 2023 im Handelsregister bzw. am 19. Dezember 2023 im Firmenbuch eingetragen. Die Gesellschaft attocube systems Inc., Berkeley, USA, wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht vollkonsolidiert. Die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis dieser Gesellschaft liegt bei weniger als 1 % der Konzernumsatzerlöse bzw. des Konzernjahresergebnisses und ist somit für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Die Jahresergebnisse der inländischen Tochterunternehmen WITTENSTEIN alpha GmbH, Igersheim, Deutschland, WITTENSTEIN cyber motor GmbH, Igersheim, Deutschland, WITTENSTEIN intens GmbH i. L., Igersheim, Deutschland, WITTENSTEIN motion control GmbH, Igersheim, Deutschland, WITTENSTEIN galaxie GmbH, Igersheim, Deutschland, attocube systems AG, Haar, Deutschland, sowie baramundi software GmbH, Augsburg, Deutschland, betragen aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der WITTENSTEIN SE, Igersheim, Deutschland, 0 kEUR. Die WITTENSTEIN AG, Grüsch, Schweiz, erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ergebnis i.H.v. 34 kCHF, die WITTENSTEIN Holding, Corp., Bartlett, USA, ein Ergebnis i.H.v. -121 kUSD, die WITTENSTEIN motion control Inc., Bartlett, USA, i.H.v. 573 kUSD sowie die WITTENSTEIN SRL, Sura Mica, Rumänien, ein Ergebnis i.H.v. 1.557 kRON. 2.2. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Abschlüsse der vollkonsolidierten Gesellschaften werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den von der WITTENSTEIN SE vorgegebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bis zum 31. März 2010 nach der Buchwertmethode. Überstieg der Buchwert der Anteile das anteilige Eigenkapital, wurden die ermittelten Unterschiedsbeträge nach der Aufdeckung von stillen Reserven als Geschäfts- oder Firmenwert klassifiziert und gemäß § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB alter Fassung mit den Rücklagen verrechnet. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2010/11 kommt die Neubewertungsmethode zur Anwendung. Die At-Equity-Bilanzierung der Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen sowie an einem Gemeinschaftsunternehmen erfolgt gemäß § 311 Abs. 1 i.V.m. § 312 Abs. 1 HGB nach der Buchwertmethode. Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der assoziierten Unternehmung FAtec Co. Ltd. wurde zum 31. Dezember 2006 ermittelt und hat sich mittlerweile vollständig aufgelöst. Auf die konzerneinheitliche Bewertung wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Forderungen, Ausleihungen und Verbindlichkeiten zwischen verbundenen Unternehmen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gemäß § 303 HGB gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen für am Bilanzstichtag auszuweisende Vermögensgegenstände werden gemäß § 304 HGB eliminiert. Es werden jeweils die fortgeführten Konzernherstellungskosten bzw. Konzernanschaffungskosten bilanziert. Erlöse aus konzerninternen Umsätzen oder sonstigen Erträgen werden mit den hierauf entfallenden Aufwendungen verrechnet (§ 305 HGB). Anteile fremder Gesellschafter am Eigenkapital und am Jahresergebnis von Tochterunternehmen werden gesondert als nicht beherrschende Anteile innerhalb des Konzerneigenkapitals ausgewiesen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für den Ansatz und die Bewertung der in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden werden grundsätzlich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Muttergesellschaft übernommen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und bei der WITTENSTEIN SE über die voraussichtliche Nutzungsdauer von in der Regel zwischen drei und fünf Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Die im Zuge des Erwerbs der Neaspec GmbH, Haar, im Geschäftsjahr 2013/14 aktivierte Technologie wird im Konzern über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 13 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2020/21 ist die Gesellschaft auf die attocube systems AG, Haar verschmolzen worden. Im Zuge des Erwerbs der baramundi software GmbH, Augsburg, im Geschäftsjahr 2016/17 aktivierte Software wird im Konzern über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 8 Jahren abgeschrieben. Aktivierte Marken werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Von dem Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB, für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens einen Aktivposten anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Anlagen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (Gebäude von 10 bis 33 Jahre, technische Anlagen und Maschinen von 3 bis 20 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 bis 15 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben. Bei Vorliegen voraussichtlich dauernder Wertminderungen erfolgt diese außerplanmäßig. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Nettoeinzelwert von 800 EUR sind als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Sammelposten für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR, die vor dem 1. Januar 2018 gebildet wurden, sind bis zum Ablauf der fünf Jahre im Geschäftsjahr 2021/22 letztmalig linear abgeschrieben worden. Diese Handhabung wurde im handelsrechtlichen Jahresabschluss und im Konzernabschluss aus Wesentlichkeits- und Vereinfachungsgründen beibehalten. Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Im Konzernabschluss werden Anteile an verbundenen Unternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung nicht vollkonsolidiert oder At-Equity konsolidiert werden, mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mittels des gleitenden Durchschnittspreisverfahrens unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Der Wertansatz für die unfertigen und fertigen Leistungen und Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten nach dem Standardpreisverfahren und enthält die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die bisherigen Abwertungsregeln für die Gängigkeitsabwertung auf Vorräte wurden beibehalten. Fertigungshilfsmittel sowie produktbezogene Hilfs- und Betriebsmittel werden unter den Vorräten ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag bewertet. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen sowie durch konzerneinheitliche Pauschalwertberichtigungen (1,0 %) berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. Indexierung im Rahmen von Hochinflation nach DRS 25: Bei der Einbeziehung der Tochtergesellschaft WITTENSTEIN Güç Aktarma Sistemleri Tic. Ltd. Sti. Kartal/Istanbul, Türkei in den Konzernabschluss wurde wie im Vorjahr aufgrund der Identifizierung einer Hochinflation erneut eine Indexierung vorgenommen. Dabei wurden die nicht monetären Posten sowie das Eigenkapital mit dem Erzeugerpreisindex, der die allgemeine Preisentwicklung in der Türkei widerspiegelt, an die Preisverhältnisse zum Abschlussstichtag 31. März 2024 angepasst. Monetäre Posten wurden nicht angepasst. Der sich ergebende Inflationsverlust wurde ergebnisneutral auf Konzernebene im Eigenkapital erfasst. Zum Inflationseffekt wird auf den Eigenkapitalspiegel verwiesen. Zur Ermittlung aktiver oder passiver latenter Steuern werden in der WITTENSTEIN SE die Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ermittelt und analysiert. Soweit den vorhandenen passiven latenten Steuern aktive latente Steuern gegenüberstehen, werden diese verrechnet dargestellt. Sofern die aktiven latenten Steuern überwiegen und künftig mit einer Steuerentlastung zu rechnen ist, erfolgt der Ansatz von aktiven latenten Steuern. Die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen bei den deutschen Organgesellschaften werden im Jahresabschluss der WITTENSTEIN SE berücksichtigt. Im WITTENSTEIN Konzern werden außerdem neben latenten Steuern für Anpassungen der Berichterstattungsabschlüsse (HB II) an die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Muttergesellschaft auch latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge sowie für im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckte stille Reserven oder für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen angesetzt. Aktive latente Steuern für Verlustvorträge werden angesetzt, soweit die künftige Steuerentlastung auf der Basis einer mehrjährigen Planung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit innerhalb der nachfolgenden fünf Jahre (§ 274 Abs. 1 Satz 4 HGB) realisiert werden kann. Die latenten Steuern werden auf Basis der jeweiligen landesspezifischen Steuersätze wie nachfolgend dargestellt ermittelt. In Deutschland wurde für die Ermittlung der latenten Steuern der unternehmensindividuelle Ertragssteuersatz von 29,00 % zugrunde gelegt.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Verfahren) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen restlichen Laufzeit der Verpflichtung von 15 Jahren von 1,83 % verwendet. Für erwartete Rentensteigerungen wurde ein Trend von 1,00 % - 3,10 % berücksichtigt. Auf die Einbeziehung von Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurde aufgrund der geringen Grundgesamtheit verzichtet. Es wird von einer Erfüllung der Dienstverträge bis zur rechnerischen Altersgrenze ausgegangen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, erkennbare Risiken und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ggf. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst. Für die Beurteilung möglicher drohender Verluste aus langfristigen Lieferverträgen sowie aus Projektgeschäften wurden für die Abgrenzung von Ansprüchen und Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften auch die durch das schwebende Geschäft verursachten konkreten wirtschaftlichen Vorteile berücksichtigt, soweit diese hinreichend durch Planungsrechnungen oder Erfahrungen aus der Vergangenheit konkretisiert sind. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden bei der WITTENSTEIN SE ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und, soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einzahlungen im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie Ertrag der Folgejahre darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. Grundlagen der Währungsumrechnung Am Tag der Entstehung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs eingebucht und zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Bei Forderungen werden daneben auch teilweise fixierte Kurse im Rahmen der Bewertungseinheiten aus Devisentermingeschäften für die Umrechnung zugrunde gelegt. Die Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse konsolidierter Gesellschaften erfolgt, mit Ausnahme des Eigenkapitals, mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Die Posten des Eigenkapitals werden mit den historischen Kursen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt bewertet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der internationalen Tochtergesellschaften werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals in dem gesonderten Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Der bei der Ermittlung der Durchschnittskurse verwendete Bezugszeitraum war der Berichtszeitraum 01. April 2023 bis 31. März 2024. Die Gewichtung erfolgte gleichverteilt über diesen Zeitraum. Dabei wurden die jeweils aktuellen veröffentlichten Kurse der Europäischen Zentralbank zugrunde gelegt. Bei der Schuldenkonsolidierung entstandene Währungsdifferenzen wurden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Bei der Zwischengewinneliminierung einbezogene Meldungen der Konzerngesellschaften werden mit dem jeweiligen Stichtagskurs zum 31. März 2024 umgerechnet. Bei den Währungseffekten im Rahmen der Equity-Methode werden diese Währungsdifferenzen erfolgsneutral im Eigenkapital gezeigt. 4. Erläuterungen zur Bilanz 4.1 Anlagevermögen Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens und des Konzernanlagevermögens werden im Folgenden dargestellt. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen im Konzern wird ein Geschäfts- oder Firmenwert i.H.v. insgesamt 12.477 kEUR (Vorjahr: 14.055 kEUR) ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert im Berichtsjahr resultiert aus dem Erwerb von 100 % der Anteile an der baramundi software GmbH, Augsburg. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Geschäftsjahr 2016/17 erstmalig aktiviert und wird planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wurde vor dem Hintergrund des hohen Wertbeitrags der überwiegend langfristigen Kundenbeziehungen gewählt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024WITTENSTEIN SE, IgersheimKonzernanlagenspiegel
Entwicklung des Anlagenvermögen für das Geschäftsjahr 1. April 2023 bis 31. März 2024 WITTENSTEIN SE, Igersheim Anlagenspiegel
4.2 Vorräte Die Vorräte bei der WITTENSTEIN SE i.H.v. 62.341 kEUR (Vorjahr: 59.213 kEUR) setzen sich wie folgt zusammen:
Die Vorräte im WITTENSTEIN Konzern i.H.v. 75.973 kEUR (Vorjahr: 72.006 kEUR) setzen sich wie folgt zusammen:
1) Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften i.H.v. 144 kEUR (Vorjahr: 270 kEUR) 4.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen der WITTENSTEIN SE gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. insgesamt 70.286 kEUR haben wie im Vorjahr alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und bestehen aus:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betragen 72 kEUR (Vorjahr: 71 kEUR). Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände der WITTENSTEIN SE i.H.v. insgesamt 5.504 kEUR (Vorjahr: 4.284 kEUR) betreffen im Wesentlichen:
Bei den im WITTENSTEIN Konzern ausgewiesenen Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 80.586 kEUR (Vorjahr: 92.194 kEUR) haben zum 31. März 2024 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände des WITTENSTEIN Konzerns betragen 7.743 kEUR (Vorjahr 7.744 kEUR) und setzen sich wie folgt zusammen:
4.4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks bei der WITTENSTEIN SE betragen zum 31. März 2024 68.400 kEUR (Vorjahr: 55.371 kEUR). Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks im WITTENSTEIN Konzern betragen zum 31. März 2024 136.752 kEUR (Vorjahr: 127.285 kEUR). 4.5 Aktive latente Steuern Der in der WITTENSTEIN SE ermittelte Überhang der aktiven latenten Steuern beträgt 2.508 kEUR (Vorjahr: 2.387 kEUR) und ergibt sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen aus abweichenden Abschreibungen im Anlagevermögen, den Forderungen sowie aus abweichenden Wertansätzen der Pensionsrückstellungen und anderen Rückstellungen. Im WITTENSTEIN Konzern setzt sich der ausgewiesene Betrag von 5.149 kEUR (Vorjahr: 4.822 kEUR) zusammen aus temporären Differenzen in den einbezogenen Jahresabschlüssen i.H.v. 3.479 kEUR (Vorjahr: 3.205 kEUR), welche im Wesentlichen aus abweichenden Abschreibungen im Anlagevermögen, aus Umbewertungen von Forderungen und Vorratsvermögen sowie aus den sonstigen Rückstellungen und aus ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen i.H.v. 1.670 kEUR (Vorjahr: 1.616 kEUR) resultieren. Latente Steuer auf Verlustvorträge bei internationalen Tochtergesellschaften bestanden im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht. In der nachfolgenden Tabelle sind die Differenzen und deren Veränderungen im Geschäftsjahr dargestellt, die zu aktiven latenten Steuersalden geführt haben:
4.6 Eigenkapital Das Grundkapital der WITTENSTEIN SE beträgt 50.000 kEUR (Vorjahr: 50.000 kEUR) und verteilt sich auf 45.000.000 Stammaktien und 5.000.000 stimmrechtslose Vorzugsaktien mit einem Nennbetrag von je einem Euro. Die Hauptversammlung vom 15. September 2023 hat eine Ausschüttung i.H.v. 7.770 kEUR beschlossen. Die Fortschreibung des Jahresergebnisses der WITTENSTEIN SE ist in der Ergebnisverwendungsrechnung gemäß § 158 Abs. 1 AktG in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist im beigefügten Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. 4.7 Pensionsrückstellungen Die zum 31. März 2024 bilanzierten Pensionsrückstellungen belaufen sich bei der WITTENSTEIN SE auf 5.825 kEUR (Vorjahr: 5.566 kEUR) und im WITTENSTEIN Konzern auf 6.473 kEUR (Vorjahr: 6.259 kEUR). Die Position "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" ergibt sich grundsätzlich nach Verrechnung der Verpflichtungen mit den zuzuordnenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen, die an die Berechtigten verpfändet und somit dem Zugriff der Gläubiger entzogen sind. Aufgrund der Aufhebung sämtlicher Verpfändungen im Geschäftsjahr 2015/16 und keiner Vertragsneuabschlüsse/-änderungen liegt zum 31. März 2024 kein zu verrechnendes Deckungsvermögen gem. § 246 Abs.2 Satz 2 HGB vor. Die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen wurden in den Vorjahren unter den sonstigen Vermögensgegenständen zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Im aktuellen Geschäftsjahr bestanden keine Aktivwerte mehr (Vorjahr: 1.503 kEUR). Die gebildeten Pensionsrückstellungen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe ehemalige gesetzliche Vertreter. Zu den allgemeinen Methoden der Ermittlung und Bewertung der Pensionsrückstellung sei auf das Kapitel 3 dieses Anhangs verwiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich bei der WITTENSTEIN SE auf 19 kEUR (Vorjahr: 190 kEUR) und im WITTENSTEIN Konzern auf 21 kEUR (Vorjahr: 205 kEUR). 4.8 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bei der WITTENSTEIN SE i.H.v. 15.029 kEUR (Vorjahr: 18.253 kEUR) setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Rückstellungen des WITTENSTEIN Konzerns i.H.v. 41.242 kEUR (Vorjahr: 44.259 kEUR) setzen sich wie folgt zusammen:
4.9 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten der WITTENSTEIN SE:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der WITTENSTEIN SE zum 31. März 2024 i.H.v. 26.864 kEUR (Vorjahr: 10.463 kEUR) setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten WITTENSTEIN Konzern:
4.10 Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten im Konzern in Höhe von 24.220 kEUR (Vorjahr: 20.191 kEUR) betreffen im Wesentlichen Kundenvorauszahlungen für Vertragsleistungen aus Wartungs- und Softwareverträgen sowie aus Gebühren für Lizenznutzung (Managed Software). 4.11 Passive latente Steuern Im WITTENSTEIN Konzern sind passive latente Steuern i.H.v. 419 kEUR (Vorjahr: 1.017 kEUR) enthalten. Der Betrag resultiert im Wesentlichen aus der Bilanzierung von latenten Steuerverbindlichkeiten aus Unterschiedsbeträgen zwischen Handels- und Steuerbilanz (insbesondere zusammengesetzt aus Differenzen bei Grundstücken und Gebäuden sowie technischen Anlagen und Maschinen) sowie aus der Aufdeckung von stillen Reserven insbesondere im immateriellen Anlagevermögen im Rahmen der im GJ 2016/17 erfolgten Erstkonsolidierung der Gesellschaft baramundi software GmbH, Augsburg, i.H.v. 671 kEUR (Vorjahr: 1.185 kEUR). Es erfolgte eine Saldierung von passiven latenten Steuern mit aktiven latenten Steuern i.H.v. 702 kEUR (Vorjahr: 703 kEUR). In der nachfolgenden Tabelle sind die Differenzen und deren Veränderungen im Geschäftsjahr dargestellt, die zu passiven latenten Steuersalden geführt haben:
4.12 Sicherheiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei der WITTENSTEIN SE i.H.v. 67.055 kEUR (Vorjahr: 100.014 kEUR) wurden wie folgt besichert:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im WITTENSTEIN Konzern i.H.v. 69.866 kEUR (Vorjahr: 104.967 kEUR) wurden besichert mit:
4.13 Haftungsverhältnisse Des Weiteren bestanden bei der WITTENSTEIN SE:
In Zusammenhang mit langfristigen Zulieferverträgen in der Luftfahrtindustrie bestehen die marktüblichen Vertragserfüllungsgarantien. Es werden keine nicht branchenüblichen Garantie- oder Gewährleistungsverpflichtungen eingegangen. Die WITTENSTEIN SE geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und nur im Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf der Basis einer regelmäßigen Überprüfung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und der bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse geht der Vorstand davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko der Inanspruchnahme wird daher bei allen eingegangenen Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich eingeschätzt. 4.14 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Aus Bestellobligo besteht bei der WITTENSTEIN SE eine finanzielle Verpflichtung i.H.v. 28.802 kEUR (Vorjahr: 32.966 kEUR). Im WITTENSTEIN Konzern besteht aus Bestellobligo eine finanzielle Verpflichtung i.H.v. 44.669 kEUR (Vorjahr: 47.571 kEUR). Sonstige finanzielle Verpflichtungen bei der WITTENSTEIN SE bestehen insgesamt in Höhe von 9.367 kEUR (Vorjahr: 11.761 kEUR) und betreffen im Wesentlichen Leasing, Miet- und Wartungsverträge. Die Leasinggeschäfte betreffen im Wesentlichen Dienstfahrzeuge und IT-Hardware. Hier führen die Leasingaufwendungen zu einer betriebswirtschaftlich zeitgerechten Erfassung des Zins- und Nutzungsaufwands in der jeweiligen Periode. Besondere Risiken sind gegenüber einem Erwerb der Vermögensgegenstände mit anschließender Abschreibung nicht gegeben. Die Eventualverbindlichkeiten betragen 4.204 kEUR (Vorjahr: 3.171 kEUR) und betreffen Bankavale. Sonstige finanzielle Verpflichtungen im WITTENSTEIN Konzern betragen 65.464 kEUR (Vorjahr: 68.886 kEUR) und resultieren v.a. aus Leasing-, Miet- und Wartungsverträgen. Die Leasinggeschäfte betreffen im Wesentlichen Dienstfahrzeuge und IT-Hardware, die Mietverträge im Wesentlichen Immobilien und Büroräumlichkeiten. Hier führen die Leasingaufwendungen zu einer betriebswirtschaftlich zeitgerechten Erfassung des Zins- und Nutzungsaufwands in der jeweiligen Periode. Besondere Risiken sind gegenüber einem Erwerb der Vermögensgegenstände mit anschließender Abschreibung nicht gegeben. Die Eventualverbindlichkeiten betragen 9.721 kEUR (Vorjahr: 7.710 kEUR) und betreffen Bürgschaften sowie Bankavale. Des Weiteren besteht aus den mit mehreren verbundenen Unternehmen der WITTENSTEIN SE gemäß § 302 AktG abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen die Verpflichtung auch die laufenden Verluste zu übernehmen. Die hieraus erwarteten finanziellen Verpflichtungen des kommenden Geschäftsjahres gegenüber verbundenen Unternehmen in der WITTENSTEIN SE betragen voraussichtlich 5.910 kEUR (Ist-Wert Geschäftsjahr 2023/24: 5.029 kEUR). Des Weiteren bestehen in der WITTENSTEIN SE sowie im WITTENSTEIN Konzern keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus der Altersversorgung. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen seitens der WITTENSTEIN SE sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von 565 kEUR (Vorjahr: 748 kEUR). 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 5.1 Umsatzaufteilung nach Regionen und Geschäftstätigkeit Die WITTENSTEIN SE erzielt ihre Umsatzerlöse nahezu ausschließlich im Inland und fungiert innerhalb des WITTENSTEIN Konzerns als Produzent und Einkäufer. Als Umsatzerlöse sind nach § 277 Abs. 1 HGB die Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen der Kapitalgesellschaft nach Abzug von Erlösschmälerungen ausgewiesen. Die Umsatzerlöse betreffen neben dem Verkauf von Produkten auch von Konzernunternehmen für eigene erbrachte Leistungen erhaltene Konzernumlagen i.H.v. 10.258 kEUR (Vorjahr: 10.350 kEUR). Die Umsatzerlöse für den WITTENSTEIN Konzern verteilen sich wie folgt auf die Regionen:
Die Umsatzerlöse nach Geschäftstätigkeit des WITTENSTEIN Konzerns verteilen sich auf die Produktsparten Mechanik, Mechatronik und Software wie folgt:
5.2 Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung und Währungssicherung In den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:
Bei der WITTENSTEIN SE sind Erträge aus Währungssicherung i.H.v. 221 kEUR (Vorjahr: Aufwendungen 770 kEUR) enthalten. Daneben sind im WITTENSTEIN Konzern Aufwendungen aus Währungssicherung i.H.v. 64 kEUR (Vorjahr: Erträge 27 kEUR) enthalten. 5.3 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen im Geschäftsjahr 2023/24 bei der WITTENSTEIN SE 13.583 kEUR, davon 0 kEUR außerplanmäßige Abschreibung (Vorjahr 14.797 kEUR, davon 241 kEUR außerplanmäßige Abschreibung) und im WITTENSTEIN Konzern 23.718 kEUR, davon 0 kEUR außerplanmäßige Abschreibung (Vorjahr: 25.716 kEUR, davon 241 kEUR außerplanmäßige Abschreibung). 5.4 Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen
5.5 Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die periodenfremden Aufwendungen und Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die periodenfremden Erträge bei der WITTENSTEIN SE sowie im Konzern beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erstattungsansprüche. Die periodenfremden Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Materialaufwand der WITTENSTEIN SE aus Transaktionen mit verbundenen Unternehmen sowie Steueraufwand für Vorjahre. 5.6 Dienstzeitaufwand aus Pensionsrückstellungen Im WITTENSTEIN Konzern wird die Erhöhung des Versorgungsanspruchs (Dienstzeitaufwand) i.H.v. 466 kEUR (Vorjahr: 415 kEUR) im Personalaufwand ausgewiesen. Bei der WITTENSTEIN SE beträgt der Dienstzeitaufwand 456 kEUR (Vorjahr: 332 kEUR). 5.7 Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen Die Aufwendungen aus der Zinszuführung zu den Pensionsrückstellungen bei der WITTENSTEIN SE betragen 97 kEUR (Vorjahr: 96 kEUR). Die Zinszuführungen im WITTENSTEIN Konzern belaufen sich auf 108 kEUR (Vorjahr: 107 kEUR). 5.8 Steuern vom Einkommen und Ertrag Im WITTENSTEIN Konzern enthalten die Steuern vom Einkommen und Ertrag einen latenten Steuerertrag i.H.v. 947 kEUR (Vorjahr: 1.206 kEUR) sowie bei der WITTENSTEIN SE einen latenten Steuerertrag i.H.v. 121 kEUR (Vorjahr: Steueraufwand 1.038 kEUR). Dieser betrifft im Wesentlichen Unterschiede aus der Bewertung von Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen sowie Rückstellungen zwischen Handels- und Steuerbilanz für die WITTENSTEIN SE. Der latente Steuerertrag im Konzern betrifft die im Rahmen der Abschreibung von aufgedeckten stillen Reserven im immateriellen Anlagevermögen aus dem im Geschäftsjahr 2016/17 erfolgten Kauf der baramundi software GmbH, des Weiteren ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge und Anpassungen von internationalen Tochtergesellschaften an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung und der damit einhergehenden Auflösung latenter Steuern. 6. Sonstige Angaben Berichterstattung zu derivativen Finanzinstrumenten und Bewertungseinheiten WITTENSTEIN Konzern Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Währungsrisiken bestehender bzw. geplanter Grundgeschäfte sowie von konkreten Projektgeschäften werden im WITTENSTEIN Konzern derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (inkl. Devisenswaps) in USD, CNH, JPY und CHF eingesetzt.
Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden auf Basis von Marktdaten am Abschlussstichtag und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ermittelt. Der Marktwert klassischer Devisentermingeschäfte errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit. Für negative Marktwerte von nicht in Bewertungseinheiten einbezogenen Derivaten sowie für ineffektive Teile von Sicherungsbeziehungen werden grundsätzlich Rückstellungen gebildet. Zum Stichtag 31. März 2024 bestand jedoch wie im Vorjahr kein Rückstellungsbedarf. Bewertungseinheiten Das Management der Fremdwährungsrisiken erfolgt unter Berücksichtigung der Bankbestände auf Fremdwährungskonten sowie der mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten künftigen Cash-Flows in Fremdwährung. Für die Absicherung gegen Fremdwährungsschwankungen werden mehrere gleichartige Grundgeschäfte mit einem Sicherungsinstrument zusammengefasst ("Portfolio-Hedge") bzw. einzelne Projektgeschäfte als Grundgeschäft mit einem Sicherungsgeschäft hinterlegt ("Micro-Hedge"). Zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos wurden vom WITTENSTEIN Konzern abgeschlossene Devisentermingeschäfte als Sicherungsgeschäfte designiert und mit folgenden Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zum Stichtag 31. März 2024 zusammengefasst:
1) Die abgeschlossenen Devisenterminkäufe der WITTENSTEIN AG, Schweiz beziehen sich ausschließlich auf die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen und nicht auf die Vermögensgegenstände. Bei den mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarteten Transaktionen handelt es sich um geplante Cash Flows aus Verkäufen des operativen Geschäfts auf Basis der Umsatzplanung. Bei den mit Devisentermingeschäften gesicherten, mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen werden sich die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen aufgrund ihrer Währungs- und Fristenkongruenz innerhalb der nächsten 15 Monate ausgleichen. Zu Beginn der Sicherungsbeziehung werden formal sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Zielsetzungen und Strategien des Risikomanagements dokumentiert. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows ermittelt. Diese Sicherungsbeziehungen werden fortlaufend auf ihre Eignung zur Absicherung von Wertänderungsrisiken unter Berücksichtigung der zu erwartenden Zahlungsströme überprüft. Die bisher verwendeten und designierten Sicherungsbeziehungen werden als hochwirksam eingeschätzt. 6.1 Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird nach den Vorschriften des DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds beinhaltet daher neben den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Wertpapieren des Umlaufvermögens auch kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, soweit diese zur Disposition der liquiden Mittel gehören (insbesondere Kontokorrentkredite). Die danach einzubeziehenden Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag 2 kEUR (Vorjahr: 32 kEUR). 6.2 Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowohl des Jahres- als auch des Konzernabschlusses der WITTENSTEIN SE hatten. 6.3 Anzahl der Arbeitnehmer
6.4 Honorar des Abschlussprüfers
6.5 Angaben zur Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB und § 291 HGB Bei den Tochterunternehmen WITTENSTEIN alpha GmbH, WITTENSTEIN cyber motor GmbH, WITTENSTEIN intens GmbH i.L. und WITTENSTEIN motion control GmbH, WITTENSTEIN galaxie GmbH, attocube systems AG sowie baramundi software GmbH wurden die Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Die WITTENSTEIN SE stellt aus Sicht der Tochtergesellschaft WITTENSTEIN alpha GmbH gemäß § 291 HGB einen befreienden Konzernabschluss auf. Von der Verpflichtung, einen eigenen Konzernabschluss aufzustellen, ist die WITTENSTEIN alpha GmbH somit befreit. Die Gesellschaft stellt in ihrer Eigenschaft als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, der im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht wird. 6.6 Organbezüge Die Bezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 2.594 kEUR (Vorjahr: 3.499 kEUR). Von der Angabe der Gesamtbezüge ehemaliger Organmitglieder wird nach § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Die im Berichtsjahr an die Aufsichtsräte gewährten Gesamtbezüge belaufen sich auf 405 kEUR (Vorjahr: 450 kEUR). 6.7 Beschlussfassung über den Vorschlag der Verwendung des Bilanzgewinns der WITTENSTEIN SE Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 186.871.963,00 EUR einen Teilbetrag in Höhe von insgesamt 7.021.846,00 EUR (bestehend aus einer Dividende in Höhe von 6.721.846,00 EUR an die Stamm- und Vorzugsaktionäre sowie einer Vorabdividende (§ 26a der Satzung) in Höhe von 300.000,00 EUR an die Vorzugsaktionäre) auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. 6.8 Organe Der Vorstand setzt sich im Berichtsjahr 2023/24 aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Alle Mitglieder des Vorstands vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Vorstand oder mit einem Prokuristen und sind von den Beschränkungen des § 181, 2. Alternative BGB befreit. Zu Prokuristen waren im Berichtsjahr 2023/24 folgende Personen bestellt:
Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr 2023/24 aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Igersheim, den 26. Juni 2024 WITTENSTEIN SE gez. Dr. Bertram Hoffmann gez. Dr. Benedikt Hofmann gez. Erik Roßmeißl gez. Steffen Schwerd Der Vorstand KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2023 BIS 31. MÄRZ 2024 KapitalflussrechnungWITTENSTEIN Konzern
Der Finanzmittelfonds setzt sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr aus folgenden Posten der Konzernbilanz zusammen:
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2023 BIS 31. MÄRZ 2024
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Wittenstein SE, Igersheim: Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WITTENSTEIN SE, Igersheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31.03.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 sowie dem Anhang, der mit dem Konzernanhang des Konzernabschlusses zusammengefasst ist, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht (nachfolgend: Lagebericht) der WITTENSTEIN SE, Igersheim, für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.03.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der WITTENSTEIN SE, Igersheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.03.2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 sowie dem Konzernanhang, der mit dem Anhang des Jahresabschlusses zusammenfasst ist, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (nachfolgend: Konzernlagebericht) der WITTENSTEIN SE, Igersheim, für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 geprüft. Die in Abschnitt 3 des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angabe zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.03.2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angabe zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Konzernlagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 26. Juni 2024 Rödl
& Partner GmbH
gez. Landgraf, Wirtschaftsprüfer gez. Welsch, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 13. September 2024 festgestellt. Der Konzernabschluss wurde am 13. September 2024 gebilligt. Prüfungsbericht des Aufsichtsrats gemäß § 171 AktG für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis 31.03.2024der WITTENSTEIN SESehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, in dem am 31.03.2024 beendeten Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat mit den ihm durch Gesetz und Satzung sowie durch die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat obliegenden Aufgaben befasst, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung überwacht. Dabei waren wir in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung sind, unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Die Effizienz unserer Arbeit im Geschäftsjahr 2023/24 haben wir durch regelmäßige Selbsteinschätzung geprüft. AUSSCHÜSSE Der Präsidialausschuss, Herr Prof. Dr. Junker (Vorsitzender), Herr Guckenberger und Frau Dr. Wittenstein, tagte am 28.07.2023, 06.10.2023, 15.12.2023 und am 22.03.2024. Der Finanz- und Governance-Ausschuss, bestehend aus Herrn Dr. Reineck (Vorsitzender), Herrn Prof. Dr. Gleich und Herrn Neckermann, tagte am 27.07.2023, 14.12.2023 und am 21.03.2024. Die Funktion des Financial Experts wurde aus dem Aufsichtsrat in den Finanz- und Governance-Ausschuss integriert und dort vom Vorsitzenden des Finanz- und Governance-Ausschusses, Herrn Dr. Reineck, wahrgenommen. Ein Prüfungsausschuss im Sinne des AktG wurde nicht gebildet. Alle Ausschüsse unterrichteten regelmäßig den gesamten Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Tätigkeiten. Die Vorgaben des § 5 Abs. 2 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, nach dem die gesetzlich normierten Geschäfte nur mit Zustimmung des gesamten Aufsichtsrats vorgenommen werden dürfen und einem Ausschuss nicht an Stelle des Aufsichtsrats zur Beschlussfassung überwiesen werden dürfen, wurden geprüft und eingehalten. Es existieren angesichts der Größe des Unternehmens sowie der Größe des Aufsichtsrats, mit sechs Mitgliedern, derzeit im Aufsichtsrat keine weiteren Ausschüsse. Die Aufsichtsratssitzungen des Geschäftsjahres haben am 10. - 12.05.2023 (Umlaufverfahren), 27./28.07.2023, 11./12.08.2023 (Umlaufverfahren), 06.10.2023 (Augsburg), 15.12.2023, 20./21.02.2024 (Umlaufverfahren) und am 22.03.2024 stattgefunden. In unseren Sitzungen hat uns der Vorstand ausführlich, zeitnah, umfassend, schriftlich und mündlich den gesetzlichen Vorgaben entsprechend über den Gang der Geschäfte, die Lage der Gesellschaft und des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, sowie über die Strategie und Planung des Unternehmens unterrichtet. Sämtliche für das Unternehmen bedeutende Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Auch zwischen den Sitzungsterminen wurden Einzelfragen in Gesprächen erörtert und in schriftlicher Form vom Vorstand berichtet. Der Geschäftsverteilungsplan und die Geschäftsordnung des Vorstands wurden aufgrund personeller Veränderung aktualisiert. Die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme werden aktuell schrittweise um nachhaltigkeitsbezogene Ziele ergänzt. Ferner wurde damit begonnen, ausgewählte nachhaltigkeitsbezogene Daten zu erfassen und zu bewerten. Darüber hinaus stand ich mit dem Vorstandsvorsitzenden in regelmäßigem Kontakt und habe mich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und anstehende Entscheidungen informiert und über Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens beraten. Schwerpunkte der Beratung im Aufsichtsrat Die Jahresplanung 2024/25 wurde am 22.03.2024 einschließlich der Investitionsvorhaben bis zum 31.03.2025 einstimmig genehmigt. Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand im Rahmen der Verabschiedung des Jahresplans sowie der laufenden Überprüfung das Kontroll- und Risikomanagementsystem, welches der Vorstand für die frühzeitige Erkenntnis existentieller Gefahren für das Unternehmen eingerichtet hat, beraten und das Thema Risikomanagement durch eine regelmäßige Risikoberichterstattung umgesetzt. Gegenstand der Beratungen im Plenum waren daneben die Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, Plan-/lst-Analysen, der Status des WITTENSTEIN performance upgrades, die Strategieprozesse bei den wichtigsten Tochtergesellschaften, insbesondere die Veränderungen in Italien und USA, die Neugründung Resense GmbH, die Besetzung von Führungspositionen, die Themen Digitalisierung, IT-Security. Der Vorsitzende ließ sich zu allen wesentlichen Themen laufend vom Vorstand berichten. Zum Thema Compliance wurde gemäß der internen Richtlinie die Einrichtung und Wirksamkeit des Compliance Management Systems und des Verhaltenskodex der WITTENSTEIN SE geprüft und ohne Beanstandung befunden. Für den Aufsichtsrat wurde die Wahrnehmung seiner Pflichten und Rechte zu Compliance unter anderem durch den einstimmig beschlossenen Fragenkatalog zufriedenstellend und ohne Anhaltspunkte für weitergehende Prüfungshandlungen durch den Aufsichtsrat beantwortet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde am 15.09.2023 die ordentliche Hauptversammlung abgehalten. Das Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (Zweites Führungspositionen-Gesetz - FüPoG II) entwickelt das 2015 in Kraft getretene Führungspositionen-Gesetz (FüPoG) weiter, verbessert seine Wirksamkeit und schließt Lücken. Bei der WITTENSTEIN SE sind somit nach dem 30.06.2022 erneut und für maximal 5 Jahre, Zielgrößen festzulegen. Der Aufsichtsrat beschloss als Zielgrößen der WITTENSTEIN SE mit dem Ziel 30.06.2027 für den Aufsichtsrat 16,67 % und für den Vorstand 0 %. Nach § 111 Abs. 5 Satz 3 AktG begründete der Aufsichtsrat seine Festlegung für den Vorstand damit, dass er im Falle einer Neubesetzung alle Talentpools nach Kriterien der Qualifikation und Diversität optimal ausnutzen möchte und sich durch die Festlegung einer Zielgröße nicht auf die Priorisierung eines Kriteriums festlegen möchte. Jahresabschlussprüfung Der Jahresabschluss der WITTENSTEIN SE für das am 31.03.2024 beendete Geschäftsjahr, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht/Konzernlagebericht ("Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns") wurden nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Auf der Basis des Hauptversammlungsbeschlusses vom 15.09.2023 erteilte ich, als Aufsichtsratsvorsitzender, der Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, den Prüfungsauftrag und legte damit auch das Honorar fest. Zuvor hatte der vorgesehene Abschlussprüfer schriftlich erklärt, dass keine Umstände bestehen, die die Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, hat den Jahresabschluss der WITTENSTEIN SE, den Konzernabschluss sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns unter Einbeziehung der Buchführung für das am 31.03.2024 beendete Geschäftsjahr als Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsbericht wurde uns rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 26.07.2024 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. In Gegenwart des Abschlussprüfers wurden der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers erörtert. Diese Vorgehensweise steht im Einklang mit den Regelungen des § 171 Abs. 1 S. 2 AktG. In der Sitzung am 26.07.2024 fand auch eine Befassung mit der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Auswahl und Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, und den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrags und der Qualität der Abschlussprüfung statt. Nach Beratung wurde eine Empfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers unterbreitet. Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Finanz- und Governance-Ausschuss/Financial Expert bis zum 26.07.2024 und unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (zusammengefasster Lagebericht/Konzernlagebericht) sowie des Gewinnverwendungsbeschlusses des Vorstands, sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss heute gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns angeschlossen. Amtszeit des Aufsichtsrats Die Amtszeit des Aufsichtsrats hat am 16.09.2022 begonnen und endet mit dem Ende der Hauptversammlung (voraussichtlich Herbst 2027), in der die Entlastung für den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr endend zum 31.03.2027 beschlossen wird. Amtszeit des Vorstands Der Vorstand bestand im Berichtsjahr aus drei und ab dem 01.04.2024 aus vier Mitgliedern. Zwei Vorstände, Herr Dr. Bertram Hoffmann und Herr Erik Roßmeißl haben eine mit der Laufzeit der Vorstandsverträge identische Bestellungsperiode bis zum 31.03.2029. Herr Steffen Schwerd hat als Vorstand eine Amtszeit bis 31.03.2025. Herr Dr. Bertram Hoffmann ist Vorstandsvorsitzender. Herr Dr. Benedikt Hofmann wurde vom 01.04.2024 bis 31.03.2027 zum weiteren Vorstand bestellt. Es wurde Gesamtprokura an Herrn Jochen Wilstermann erteilt, eingetragen in das Handelsregister am 17.04.2024. Dank für die geleistete Arbeit Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Arbeitnehmervertretung für die geleistete Arbeit, denn sie alle haben damit erneut zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr der WITTENSTEIN gruppe beigetragen.
lgersheim, den 26.07.2024 Für den Aufsichtsrat: Prof. Dr. Michael Junker |
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