GeHaTec Haustechnik GmbH
Lange Straße 1A, 18055 Rostock, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mathias Krause seit 17.4.2024 | Geschäftsführer |
Sirko Jens Junker seit 12.3.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Deutsche Seereederei GmbHRostockKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Deutsche Seereederei GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Deutsche Seereederei GmbH, Rostock, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Deutsche Seereederei GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfungfeststellen.
Hamburg, 30. Mai 2022 Ernst
& Young GmbH
Klimmer, Wirtschaftsprüfer Haißer-Kammauf, Wirtschaftsprüferin Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2021
Konzernanhang für 2021A. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben sind teilweise in den Konzernanhang übernommen worden. Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Deutsche Seereederei GmbH mit Sitz in Rostock im Handelsregister des Amtsgerichts Rostock unter der Nummer HRB 297 eingetragen. B. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst neben der Konzernmuttergesellschaft 18 (Vj. 34) einbezogene Unternehmen, die direkt oder indirekt unter der einheitlichen Leitung der Deutsche Seereederei GmbH, Rostock, stehen; davon werden 10 (Vj. 27) Unternehmen vollkonsolidiert und 6 (Vj. 7) Gesellschaften sowie 2 (Vj. 0) Teilkonzerne nach der Equity-Methode einbezogen. Die Unternehmen sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführt und entsprechend gekennzeichnet. Die Deutsche Hotel und Resort Management GmbH, Rostock, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 auf die Deutsche Seereederei GmbH, Rostock, verschmolzen. Die Firma Thadenstraße Projektgesellschaft mbH & Co. KG ist zum 30. Juni 2021 auf die Thadenstraße Verwaltungsgesellschaft mbH verschmolzen und scheidet somit als assoziiertes Unternehmen aus dem Konzern aus. Im Berichtsjahr wurden die Gesellschaften DSR Digital Solutions GmbH, Rostock, zum 28. Februar 2021 sowie DR Hospitality Verwaltungsgesellschaft mbH, Rostock, und DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, zum 01. Juli 2021 erstkonsolidiert. Weiterhin fanden im Berichtsjahr Übergangskonsolidierungen von Vollkonsolidierung auf at Equity für die Gesellschaften Rubus Development GmbH (ex. DSR Immobilien Development GmbH), Hamburg, zum 1. Mai 2021; DR Hospitality Verwaltungsgesellschaft mbH, Rostock, zum 31. Oktober 2021 sowie den Teilkonzern DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, zum 31. Oktober 2021 statt. Ab dem 1. Oktober 2021 wird der Teilkonzern Rubus Development GmbH, Hamburg, at Equity in den Konzernabschluss der Deutsche Seereederei GmbH einbezogen. Der Teilkonzern DR Hospitality GmbH & Co. KG beinhaltet außer der Muttergesellschaft folgende Gesellschaften: a-ja Resort und Hotel GmbH, Rostock, a-ja Resort Warnemünde GmbH, Rostock, a-ja Resort Zürich GmbH, Zürich, Schweiz, A-ROSA Resort GmbH, Rostock, A-ROSA Resort Sylt GmbH, Rostock, DSR Baltic Logistik GmbH, Rostock, DSR Hotel Holding GmbH, Rostock, DR Hospitality Verwaltungsgesellschaft mbH, Elbchaussee Immobilienverwaltung GmbH, Rostock, HENRI Hospitality and Traveling GmbH, Rostock, Henri Hotel GmbH, Rostock, Henri Hotel Berlin GmbH, Rostock, Henri Hotel Düsseldorf GmbH, Rostock, HENRI Hotel AT GmbH, Wien, Österreich, Hotel Louis C. Jacob GmbH, Rostock, Hotel Neptun Betriebsgesellschaft mbH, Rostock, Louis C. Jacob Markenverwaltung GmbH, Rostock, Schlosshotel Kitzbühel GmbH, Rostock. Diese Gesellschaften waren bis zum 31. Oktober 2021 im Konzernabschluss Deutsche Seereederei GmbH vollkonsolidiert (Ausnahme: Louis C. Jacob Markenverwaltung GmbH - war nur at Equity einbezogen). Der Teilkonzern Rubus Development GmbH beinhaltet außer der Muttergesellschaft folgende Gesellschaften: Rubus 2 Oberstdorf GmbH, Hamburg, Rubus 1 Seefeld GmbH, Hamburg, Rubus Elite HoldCo GmbH & Co. KG, Wien, Österreich, Rubus Elite PropCo GmbH & Co. KG, Wien, Österreich, und Rubus Oberstdorf PropCo GmbH, Hamburg. Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises wird die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahreskonzernabschluss teilweise eingeschränkt. In dem vorliegenden Konzernabschluss sind die Gesellschaften Neuer Steinweg GmbH & Co. KG, Rostock, Projektgesellschaft Stahltwiete 13-21 mbH & Co. KG, Rostock, HBH Büro GmbH & Co. KG, Hamburg, PREMEDION GmbH, Rostock, DR Hospitality Verwaltungsgesellschaft mbH, Rostock, und Travemünde Ferienapartments P&D GmbH & Co. KG, Rostock, sowie die Teilkonzerne DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, und Rubus Development GmbH, Hamburg, nach der Equity-Methode bilanziert worden, da ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik gemäß § 311 Abs. 1 HGB durch den Konzern ausgeübt wird (vgl. Anlage zum Anteilsbesitz). Eine verkürzte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der Neuer Steinweg GmbH & Co. KG, Rostock, zum 31. Dezember 2021 ergibt folgendes Bild:
Eine verkürzte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der Projektgesellschaft Stahltwiete 13-21 mbH & Co. KG, Rostock, zum 31. Dezember 2021 ergibt folgendes Bild:
Eine verkürzte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der Travemünde Ferienapartments P&D GmbH & Co. KG, Rostock, zum 31. Dezember 2021 ergibt folgendes Bild:
Eine verkürzte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der HBH Büro GmbH & Co. KG, Hamburg, zum 31. Dezember 2021 ergibt folgendes Bild:
Eine verkürzte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der PREMEDION GmbH, Rostock, zum 31. Dezember 2021 ergibt folgendes Bild:
Eine verkürzte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung des Teilkonzerns DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, zum 31. Dezember 2021 ergibt folgendes Bild:
Eine verkürzte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung des Teilkonzerns Rubus Development GmbH, Hamburg, zum 31. Dezember 2021 ergibt folgendes Bild:
Entsprechend dem Wahlrecht nach § 311 Abs. 2 HGB sind die in der beigefügten Aufstellung des Anteilsbesitzes genannten assoziierten Unternehmen wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung nicht nach der Equity-Methode bilanziert worden. Aus gleichnamigem Grund, der insgesamt untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, wurde vom Wahlrecht nach § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB Gebrauch gemacht und auf die Angabe des Eigenkapitals und des Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres verzichtet. Gesellschaften ohne Geschäftstätigkeit oder mit geringem Geschäftsumfang werden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Diese nicht einbezogenen Gesellschaften sind in der beigefügten Aufstellung des Anteilsbesitzes im Einzelnen aufgeführt. Im Konzernabschluss der Deutsche Seereederei GmbH, Rostock, sind jene verbundenen Unternehmen zusammengefasst, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von wesentlicher Bedeutung sind. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Tochtergesellschaften wurden die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten neu bewertet und angesetzt. C. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. D. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung der nach dem 31. Dezember 2009 einbezogenen Gesellschaften erfolgt nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt, wobei etwaige Fremdanteile nach der multiplikativen Methode ermittelt werden. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, erfolgt nach der Buchwertmethode, wobei die Fremdanteile anhand der multiplikativen Methode ermittelt werden. Die Anschaffungskosten der Anteile werden mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss verrechnet. Die zu aktivierenden Beträge ordneten wir - soweit wie möglich - den betreffenden Aktivposten zu; der Restbetrag wird als Firmenwert ausgewiesen oder, sofern dem Restbetrag kein wesentlicher Wert beizumessen war, in voller Höhe abgeschrieben. Auf der Passivseite auszuweisende Unterschiedsbeträge werden entsprechend § 309 Abs. 2 HGB behandelt. Die Anteile konzernfremder Gesellschafter an den einbezogenen Unternehmen werden in Höhe ihres Anteils am Kapital, an den offenen Rücklagen und am Gewinn und Verlust gemäß § 307 HGB innerhalb des Postens Eigenkapital gesondert ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Wesentliche, aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse werden eliminiert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die konzerninternen Beträge eliminiert. Auf ergebniswirksam verrechnete Eliminierungsvorgänge werden latente Steuerabgrenzungen gebildet, soweit dies erforderlich ist. E. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag und der erzielte Jahresfehlbetrag ergeben keine Hinweise auf Bestandsgefährdung, da der Ausblick der Umsatz- und Ergebnissituation für das kommende und auch die darauffolgenden Geschäftsjahre positiv eingeschätzt wird, und somit die künftige Liquidität gesichert ist. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Deutsche Seereederei GmbH, Rostock, einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; Vermögensgegenstände werden höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die erworbenen und selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände einschließlich des Firmenwertes aus der Erstkonsolidierung von Anteilen sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Öffentliche Investitionszuschüsse werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten erfasst. Die Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der linearen Methode nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt über einen Zeitraum von fünf Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 410,00 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Das Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen gem. § 298 Abs. 1 i. V. m. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB, für Fremdkapitalzinsen die zur Finanzierung der Herstellung der Vermögensgegenstände verwendet werden, wird in Anspruch genommen. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Die At-Equity-Bewertung erfolgt nach der Buchwertmethode gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB. Die Erstbewertung erfolgte auf den Erwerbszeitpunkt dieser Beteiligungen. Die Zugänge bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten erworbene Anteile, Einlagen und anteilige Jahresüberschüsse. Unter den Abgängen werden anteilige Jahresfehlbeträge sowie Dividendenausschüttungen und veräußerte Anteile erfasst. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen gem. § 298 Abs. 1 i. V. m. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB, für Zinsen auf Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung der Vermögensgegenstände verwendet wird, wird Gebrauch gemacht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens setzen wir zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls zu niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, an. Der Bestand an Flüssigen Mitteln wird zu Nominalwerten angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmens-individuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Zudem werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Soweit im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmen steuerliche Verlustvorträge mit erworben werden, für die innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verrechenbarkeit zu erwarten ist, wird die Möglichkeit, hierfür im Zuge der Kaufpreisaufteilung bis zum Ablauf der Anpassungsperiode i. S. d. § 301 Abs. 2 Satz 2 HGB aktive latente Steuern erfolgsneutral zu berücksichtigen, in Anspruch genommen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. F. Erläuterungen zur Konzernbilanz I. Immaterielle Vermögensgegenstände Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände ist in dem beigefügten Anlagenspiegel zu ersehen. Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten beinhalten im Wesentlichen entgeltlich erworbene Software. Die Abschreibung der Software erfolgt über einen Zeitraum von 3 - 5 Jahren, der Lizenzen und sonstigen Rechte über einen Zeitraum von 5 - 10 Jahren. Aus der Konsolidierung der nachfolgenden Gesellschaften resultieren Geschäfts- oder Firmenwerte, die planmäßig über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben werden. Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden Buchwerte:
II. Sachanlagen Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu ersehen. Die Zugänge durch die erstmalige Konsolidierung und die Abgänge durch die Entkonsolidierung von Gesellschaften sind in einer gesonderten Spalte im Anlagenspiegel ausgewiesen. Die Sachanlagen beinhalten im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung. III. Finanzanlagen Die ergänzenden Angaben zu den Finanzanlagen werden in der beigefügten Aufstellung des Anteilsbesitzes gemacht. Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen entsprechend § 296 HGB nicht konsolidierte Komplementär- und Vorratsgesellschaften von untergeordneter Bedeutung. In den Beteiligungen werden im Wesentlichen Beteiligungsgesellschaften des Geschäftsbereichs Immobilien ausgewiesen. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen beinhalten die mittels Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften Neuer Steinweg GmbH & Co. KG, Rostock, Projektgesellschaft Stahltwiete 13-21 mbH & Co. KG, Rostock, HBH Büro GmbH & Co. KG, Hamburg, PREMEDION GmbH, Rostock, Travemünde Ferienapartments P&D GmbH & Co. KG, Rostock, und DR Hospitality Verwaltungsgesellschaft mbH, Rostock, sowie die einbezogenen Teilkonzerne DR Hospitality GmbH & Co. KG und Rubus Development GmbH. Im Zusammenhang mit diesen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen ergibt sich ein statistisch vorgehaltener negativer Betrag in Höhe von 128 TEUR (Vj. 177 TEUR). IV. Vorräte Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen entfallen auf den Geschäftsbereich Immobilien mit 3.885 TEUR (Vj. 42.395 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen die Anschaf- fungs- bzw. Herstellungskosten inklusive der mit diesem Objekt zusammenhängenden Bauneben- und Finanzierungskosten für ein im Bau befindliches Hotelprojekt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden Fremdkapitalzinsen i. S. d. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB in Höhe von 91 TEUR (Vj. 588 TEUR) in die Herstellungskosten einbezogen. V. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergeben sich im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsbereich Immobilien mit 2.695 TEUR (Vj. 2.363 TEUR) sowie aus der Holding mit 355 TEUR (Vj. 0 TEUR). Aufgrund des ab Oktober at Equity einbezogenen Geschäftsbereichs Tourismus (Teilkonzern DR Hospitality GmbH & Co. KG) sind keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus diesem Geschäftsbereich mehr enthalten (Vj. 2.683 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegen nicht in den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen und resultieren aus dem laufenden Verrechnungsverkehr in Höhe von 19 TEUR (Vj. 26 TEUR). Die Forderungen gegen beteiligte Unternehmen betreffen Forderungen gegen die in den Konzernabschluss at Equity einbezogenen Unternehmen / Teilkonzerne in Höhe von 467 TEUR (Vj. 177 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Anteilsveräußerung in Höhe von 20.684 TEUR, Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von 83 TEUR (Vj. 1.470 TEUR) und Kautionen 25 TEUR (Vj. 172 TEUR). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Vorjahr hatten alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, bis auf sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 2.054 TEUR mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. VI. Aktive Rechnungsabgrenzung In dieser Position sind im Wesentlichen Aufwendungen für Miete, Versicherungen und Beiträge ausgewiesen, die auf Zeiträume nach dem Bilanzstichtag entfallen. VII. Aktive latente Steuern Die Deutsche Seereederei GmbH, Rostock, verfügt am Bilanzstichtag über steuerliche Verlustvorträge zur Körperschaftsteuer von rund 827 Mio. EUR und der vortragsfähige Gewerbeverlust beträgt rund 722 Mio. EUR. Bei einer Realisierbarkeit dieser Verlustvorträge in den kommenden fünf Jahren von ca. 5 Mio. EUR und unter Berücksichtigung der geltenden Steuertarife (Körperschaftsteuersatz 15,825 %, durchschnittlicher Gewerbesteuersatz 16,28 %) repräsentieren diese Verlustvorträge am Bilanzstichtag eine aktive Steuerlatenz in Höhe von 1,6 Mio. EUR. Darüber hinaus besteht nach Saldierung ein weiterer Überhang von aktiven latenten Steuern, die sich insbesondere aus dem Beteiligungsbereich ergeben. Eine Aktivierung ist unter Bezugnahme auf das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB unterblieben. VIII. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage entsprechen, den bei der Deutsche Seereederei GmbH, Rostock, ausgewiesenen Bilanzposten. IX. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Gewerbesteuern. X. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
XI. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben am Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Buchgrundschulden und Bürgschaften besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten neben Verbindlichkeiten aus verzinslichen Darlehen gegenüber nahestehenden Personen in Höhe von 12.719 TEUR (Vj. 7.098 TEUR) im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 2.346 TEUR (Vj. 4.305 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 247 TEUR (Vj. 235 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt in Höhe von 213 TEUR (Vj. 5 TEUR). G. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Durch die Änderung des Konsolidierungskreises und die Einflüsse der Corona-Pandemie insbesondere auf den Geschäftsbereich Tourismus sind die Zahlen des Berichtsjahres nur eingeschränkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Im Berichtsjahr sind die Aufwendungen und Erträge des Geschäftsbereichs Tourismus nur bis 31. Oktober 2021 enthalten, da zu diesem Zeitpunkt die Übergangskonsolidierung auf at Equity erfolgte. I. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf die Geschäftsbereiche auf:
II. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Vermögen im Zusammenhang mit den strategischen Partnerschaften in Höhe von 70.744 TEUR (Vj. 0 TEUR), Erträge aus der Gewährung von Corona-Finanzhilfen in Höhe von 21.007 TEUR (Vj. 15.546 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2.581 TEUR (Vj. 1.205 TEUR), Erträge aus Versicherungsentschädigungen und Schadensersatzleistungen in Höhe von 85 TEUR (Vj. 2.131 TEUR), Erträge aus Sachbezügen in Höhe von 529 TEUR (Vj. 607 TEUR) und Erträge aus der Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags aus der Equity-Bewertung in Höhe von 160 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten weiterhin periodenfremde Erträge in Höhe von 3.506 TEUR (Vj. 1.332 TEUR). III. Materialaufwand Der Materialaufwand gliedert sich wie folgt auf die Geschäftsbereiche auf:
IV. Abschreibungen Von den Abschreibungen entfallen 67 TEUR (Vj. 79 TEUR) auf Geschäfts- oder Firmenwerte. V. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Betriebsaufwendungen in Höhe von 46.495 TEUR (Vj. 37.854 TEUR), Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 6.277 TEUR (Vj. 5.788 TEUR) sowie Vertriebsaufwendungen in Höhe von 2.948 TEUR (Vj. 3.799 TEUR). Darüber hinaus werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 1.854 TEUR (Vj. 1.012 TEUR) ausgewiesen. VI. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen in Höhe von -4.108 TEUR (Vj. -176 TEUR) resultiert aus der Equity-Bewertung von assoziierten Unternehmen und Teilkonzernen. VII. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Position beinhaltet im Wesentlichen Zinsen für ausgereichte Darlehen an Dritte. VIII. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Zinsen für Kreditverbindlichkeiten, die Abzinsung einer Kaufpreisforderung aus Anteilsveräußerung sowie Kreditbearbeitungsgebühren. IX. Steuern Ausgewiesen werden in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag laufende Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer sowie Erstattungen aus Vorjahren. In den sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Grundsteuern enthalten. X. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen a) Bürgschaften, Patronatserklärungen und Cost-Over-Run-Garantien Es bestehen Verpflichtungen aus Bürgschaften in Höhe von 44 TEUR (Vj. 128 TEUR) für Beteiligungsgesellschaften aus dem Geschäftsbereich Immobilien. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für die Verbindlichkeiten von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Unternehmen als gering eingeschätzt. Der Konzern hat Patronatserklärungen für beteiligte Unternehmen in Höhe von insgesamt 96,8 Mio. EUR abgegeben. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Patronatserklärungen für die Verbindlichkeiten von beteiligten Unternehmen gegenüber Gesellschaften, die im Wesentlichen aus Pachtverhältnissen resultieren, wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Unternehmen als gering eingeschätzt. Des Weiteren wurden selbstschuldnerische Bürgschaften für beteiligte Unternehmen in Höhe von 0,6 Mio. EUR gegeben. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften bzw. Zahlungsverpflichtungen von beteiligten Unternehmen gegenüber Gesellschaften, die im Wesentlichen aus der Besicherung von Miet- und Pachtverpflichtungen resultieren, wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Unternehmen als gering eingeschätzt. b) Sonstige Haftungsverhältnisse Die Deutsche Seereederei GmbH hat eine Ausbietungsgarantie in Höhe von 13,5 Mio. EUR (Vj. 13,5 Mio. EUR) zur Sicherung von Ansprüchen aus der Eintragung einer Grundschuld gegenüber der Sparkasse Holstein, Eutin und Bad Oldesloe gegeben. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Garantie wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des betreffenden Unternehmens als gering eingeschätzt. Die Deutsche Seereederei GmbH übernimmt im Wege des Schuldbeitritts alle Verpflichtungen für beteiligte Gesellschaften aus dem Mantelkaufvertrag mit der Urkunde UR-Nr. 877/2015 HL vom 13. März 2015 des Notars Dr. Arne Helms, Hamburg, und allen damit zusammenhängenden Vereinbarungen (einschließlich der Erstattung von Schadensersatzansprüchen) als eigene Schuld zur gesamtschuldnerischen Haftung (Schuldbeitritt). Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung/Schuldbeitritt wird aufgrund fehlender Hinweise auf die Nichteinhaltung der Bedingungen und Auflagen aus der o. g. Urkunde als gering eingeschätzt. Entsprechend der Nebenbestimmungen diverser Bescheide über Überbrückungshilfen, die vor dem Hintergrund der CORONA Krise gewährt wurden, resultieren Auflagen, die für den Unternehmensverbund der Deutsche Seereederei GmbH gelten. c) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge haben Laufzeiten zwischen einem und fünfundzwanzig Jahren. H. Nahe stehende Unternehmen und Personen Zu den nahestehenden Personen zählen natürliche Personen sowie juristische Personen und Unternehmen, die das berichtende Unternehmen oder eines seiner Tochtergesellschaften beherrschen können oder die auf das berichtende Unternehmen oder auf seine Tochterunternehmen unmittelbar oder mittelbar wesentlich einwirken können, sowie diejenigen natürlichen sowie juristischen Personen und Unternehmen, die das berichtende Unternehmen beherrschen kann oder auf die es wesentlich einwirken kann. Es wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen durchgeführt. I. Sonstige Angaben I. Geschäftsführung Die Geschäftsführung erfolgt durch Herrn Horst Rahe, Hamburg, und Herrn Carsten Wilmsen, Henstedt-Ulzburg. Ab dem 1. April 2022 ist Herr Thomas Pietzka, Isernhagen, als weiterer Geschäftsführer bestellt. Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB werden die Bezüge der Geschäftsführung nicht angegeben. II. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:
III. Honorare des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer des Konzerns für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar betrug insgesamt 144 TEUR (Vj. 278 TEUR). Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen 144 TEUR (Vj. 238 TEUR), Steuerberatungsleistungen 0 TEUR (Vj. 0 TEUR) und sonstige Leistungen 0 TEUR (Vj. 40 TEUR). IV. Konzernverhältnisse Einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen wird von der Deutsche Seereederei GmbH, Rostock (HRB 297), erstellt. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger. V. Befreiungsvorschriften für konsolidierte Gesellschaften Die Gesellschaften DSR Immobilien GmbH, Rostock, DSR Asset Management GmbH, Rostock, Wellness Resort Travemünde Baugesellschaft mbH, Rostock, DSR Immobilien Grund- u. Sachvermögen GmbH & Co. Arkona Club Bad Griesbach KG, Rostock, GeHaTec Haustechnik GmbH, Rostock, DSR Hotel Garmisch GmbH, Rostock, und DSR Hotel Boltenhagen GmbH, Rostock, nehmen die Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB in Anspruch. VI. Nachtragsbericht Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat sich ab Januar 2020 ausgehend von China sehr dynamisch und weltweit entwickelt. Angesichts der Ausbreitungsdynamik, der Schwierigkeit, Menschen vor einer Übertragung zu schützen und der Gefährlichkeit des Virus, ergriffen und ergreifen Regierungen und nationale Behörden Maßnahmen, die das öffentliche Leben extrem einschränken und die Wirtschaft, insbesondere die Tourismuswirtschaft und ihre Zulieferindustrien, stark negativ beeinträchtigt haben. Insbesondere aufgrund der Erhöhung der Impfquoten sehen wir die Risiken dieser Entwicklung als zunehmend beherrschbar. Gleiches gilt für die finanziellen Auswirkungen auf unseren Konzern, die wir derzeit nicht abschließend quantifizieren können. Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat ebenfalls erhebliche Auswirkungen auf deutsche Unternehmen. Aufgrund der mittel- bis langfristigen Liefervereinbarungen und der steigenden Nachfrage nach Urlaubsreisen in der DACH Region sehen wir derzeit keine unmittelbaren negativen Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die Einschätzung ist abhängig vom weiteren Verlauf des Krieges. Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. VII. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds beinhaltet den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten der vollkonsolidierten Gesellschaften in Höhe von 8.276 TEUR (Vj. 17.108 TEUR) abzüglich der Kontokorrentkredite in Höhe von 0 TEUR (Vj. 717 TEUR) und zuzüglich der sonstigen Wertpapiere in Höhe von 10.180 TEUR (Vj. 0 TEUR). Insgesamt unterliegen 119 TEUR (Vj. 4.355 TEUR) des Finanzmittelfonds Verfügungsbeschränkungen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden 2.641 TEUR (Vj. 1.511 TEUR) an Zinsen gezahlt und 131 TEUR (Vj. 178 TEUR) an Zinsen erhalten. Im Geschäftsjahr sind Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 22 TEUR (Vj. 7 TEUR) erfolgt.
Rostock, 28. April 2022 Deutsche Seereederei GmbH Die Geschäftsleitung Horst Rahe Carsten Wilmsen Thomas Pietzka Zusammensetzung und Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Aufstellung direkter und indirekter Anteilsbesitz am 31. Dezember 2021 nach § 313 Abs. 2 HGB - konsolidiert
Legende:
1 Unternehmen mit Ergebnisabführungsvertrag
Aufstellung direkter und indirekter Anteilsbesitz am 31. Dezember 2021 nach § 313 Abs. 2 HGB - nicht konsolidiert
Legende:
1 Verzicht auf die Einbeziehung gem. § 296
Abs. 2 HGB
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Konzerns Die Deutsche Seereederei GmbH (DSR GmbH), Rostock, ist eine Tochtergesellschaft der Paradies Touristik AG, Kanton Graubünden, Schweiz, und der HIS Hamburgische Gesellschaft für Industrieanlagen- und Systemtechnik mbH, Hamburg. Unternehmensgegenstand ist der Tourismus, die Immobilienwirtschaft sowie die Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere im Bereich der Digitalisierung/ Datenverarbeitung, Organisation, Vertrieb und Marketing. Diese Tätigkeiten werden im Wesentlichen durch rechtlich selbstständige Tochtergesellschaften und Beteiligungen an Joint Venture Unternehmen ausgeübt. Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 18. Juni 1990 gegründet und ist die Nachfolgegesellschaft des 1952 in der DDR gegründeten VEB Deutsche Seereederei. Die DSR GmbH übernimmt operative Holdingfunktionen für die Geschäftsbereiche Tourismus (DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock), Digitalisierung (DSR Digital Solutions GmbH, Rostock) und Immobilien (DSR Immobilien GmbH, Rostock). Im Folgenden wird der DSR-Konzern in seiner Gesamtheit auch als "DSR-Gruppe", "Unternehmensgruppe" oder "Konzern" bezeichnet. Die Konzernstrategie, die DSR-Gruppe auf den Hospitality- und Leisure-Markt, und sich dabei als nachhaltige Unternehmensgruppe im Bereich der erdgebundenen Reiseziele in Europa zu spezialisieren, wurde auch im Jahr 2021, vor allem durch den Abschluss strategischer Partnerschaften, weiter konsequent fortgeführt. Zusammen mit ihren Partnern deckt sie den gesamten Reise-, Freizeit- und Leisure-Bereich inkl. sämtlicher Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette ab. Die DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, wurde am 23. Juni 2021 neu gegründet und ist der strategische Zusammenschluss der Deutsche Seereederei GmbH, Rostock, und der DER Touristik Hotel & Resorts GmbH, Köln, dem 100 %-igen Tochterunternehmen der REWE Group, Köln. Beide Partner sind mit jeweils 50 % am Joint Venture beteiligt. Der rechtlich wirksame Vollzug und die damit erreichte Begründung des Joint Ventures der Gesellschafter erfolgte im Oktober 2021 und bildet die Basis für das zukünftige Wachstum als ein wesentlicher Kern der Konzernstrategie. Zur DR Hospitality Gruppe gehören renommierte touristische Produkte, wie die AROSA Resorts auf Sylt, in Travemünde und Kitzbühel, das Hotel Louis C. Jacob in Hamburg, das Hotel Neptun in Warnemünde, die Henri Hotels in Hamburg, Berlin, Wien und Düsseldorf, das Partnerhotel Hotel Paradies in der Schweiz, die a-ja Resorts in Warnemünde, Bad Saarow, Grömitz, Travemünde, Ruhpolding, Garmisch-Partenkirchen (Eröffnung im Jahr 2021) und Zürich/ Schweiz. Des Weiteren hat die Deutsche Seereederei GmbH die Implenia Real Estate GmbH, eine Tochtergesellschaft der Implenia AG als 50 %-igen strategischen Partner in ihr Development-Unternehmen, die Rubus Development GmbH, Hamburg, (vormals DSR Immobilien Development GmbH, Rostock), aufgenommen. Ziel des Joint Ventures ist es, den touristischen Teil der DSR-Gruppe auf dem Weg zum europäischen Marktführer im erdgebundenen, nachhaltigen Tourismus für den Immobilien-Bereich zu begleiten und die Produkt- und Immobilienentwicklung nach dem ESG Standard und dem Green Deal der Europäischen Union zu entwickeln und umzusetzen. Da die Digitalisierung in naher Zukunft - verstärkt durch die CORONA-Pandemie - auf sämtliche gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Bereiche Einfluss gewinnen wird und zunehmend Verknüpfungen zwischen digitalen und realen Erlebniswelten gesucht werden, wurde die DSR Digital Solutions GmbH, Rostock, mit dem Ziel der Vernetzung der touristischen Regionen mittels technologischer Innovationen gegründet. Der Fokus wird auch für dieses Geschäftsfeld im Rahmen der Gesamtstrategie auf die Themen Klimawandel, Digitalisierung, Vernetzung, Mobilität und Entwicklung der Standorte im Bereich Freizeit und Tourismus gesetzt. Der Zukunftsfähigkeit unter besonderer Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsaspekts der touristischen Destinationen kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Die DSR GmbH ist eine aktive Beteiligungsholding mit strategischer Management- und Finanzierungsfunktion für die Beteiligungsunternehmen. Die Holding bietet ihren Tochtergesellschaften und Beteiligungsunternehmen fachliche Unterstützung in den Bereichen Finanzierung, in- und externes Rechnungswesen, Steuern, Recht und Versicherungen, Prüfung von M&A Transaktionen bzw. dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an. Die Deutsche Seereederei GmbH hält zum 31. Dezember 2021 folgende wesentliche Beteiligungen:
2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Nachdem die Corona Krise den wirtschaftlichen Aufwärtstrend Anfang des Jahres 2020 stoppte, war die zweite Jahreshälfte von einer Erholungsphase geprägt, die bis in das Jahr 2021 anhielt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Konjunkturparameter lag im Jahr 2021 um 2,7 % über dem Vorjahr, war allerdings weiterhin stark durch die andauernde Corona Pandemie beeinflusst. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022) Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im vierten Quartal 2021 gegenüber dem dritten Quartal 2021 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Nachdem die Wirtschaftsleistung im vergangenen Sommer, trotz zunehmender Liefer- und Materialengpässe, wieder gewachsen war, wurde die Erholung der deutschen Wirtschaft durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zum Jahresende 2021 gestoppt. Gegenüber dem vierten Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise, war die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2021 um 1,1 % niedriger. Bei der Entwicklung der preis-, saison- und kalenderbereinigten Bruttowertschöpfung zeigte sich in den Wirtschaftsbereichen ein gemischtes Bild. Während die Wirtschaftsleistung in der Industrie zulegte, sank sie in den Dienstleistungsbereichen aufgrund der vierten Corona-Welle zum Jahresende. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 074 vom 25. Februar 2022) Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland stiegen in der Februarumfrage 2022 zwar zunächst um 2,6 Punkte und lagen damit bei 54,3 Punkten; die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland verschlechtert sich in den aktuellen Umfragen allerdings erneut. Vor allem belastet durch den Krieg in der Ukraine, die erwartete Inflation mit einhergehender Abnahme der Wirtschaftsleistung, im Wesentlichen bedingt durch höhere Energie- und Rohstoffpreise und Risiken für die Lieferketten, sind die Konjunkturerwartungen deutlich gesunken. (Quelle: www.ZEW.de, Pressemitteilung vom 1. März 2022 und vom 12. April 2022) Konjunkturelle Entwicklung der Tourismusbranche Die Corona-Krise hat die Tourismusbranche in Deutschland schwer getroffen. Im Vergleich zum Vorjahr 2020 konnte sich der Inlandstourismus etwas erholen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Übernachtungen in- und ausländischer Gäste in den Beherbergungsbetrieben in 2021 um 2,7 % auf 310,3 Mio. Übernachtungen. Gegenüber dem Vorkrisenjahr waren es dennoch 37,4 % weniger Übernachtungen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Vorjahresvergleich um 3,3 % auf 279,3 Mio. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland sank um 3,1 % auf 31,0 Mio. gegenüber 2020. Diese Ergebnisse zeigen deutlich die Folgen der Corona-Krise mit wiederholten Beherbergungsverboten oder -einschränkungen. So waren touristische Übernachtungen im Rahmen des Lockdowns je nach Bundesland bis Mai bzw. Juni 2021 untersagt. Zum Ende des Jahres gab es regional erneut Teilschließungen und Einschränkungen. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/02/PD22_056_45412.html) Die Entwicklung verlief im Jahr 2021 abhängig von den Standorten sehr unterschiedlich. Insbesondere Reiseziele mit hohem Freizeitwert profitierten vom wachsenden Inlandstourismus. Für Resorthotels stiegen die Zimmerpreise in 2021 auf das Höchstniveau (167,20 EUR). Die Stadthotellerie schnitt wie im Vorjahr aufgrund des Einbruchs des Geschäftsreisesegments sowie der Messe- und Kongresstätigkeit weiterhin schlechter ab, blieb in der Belegung dennoch auf Vorjahresniveau. (Quelle: AHGZ: Hotelmarkt: Jahresrückblick 2021 (24. Januar 2022) Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie führten in Deutschland 2021 zu behördlich angeordneten mehrmonatigen Schließzeiten. Die Bundesregierung unterstützte betroffene Unternehmen mit einem umfangreichen Zuschuss- und Kreditprogramm zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen. Im Rahmen des Programms der Überbrückungshilfen, aus welchen betroffene Unternehmen nicht rückzahlbarer Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten gewährt werden, entfielen ca. 60 % auf Unternehmen der Reisebranche, des Hotel- und Gaststättengewerbes sowie der Veranstaltungswirtschaft. (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Jahreswirtschaftsbericht 2021, Januar 2022) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Hotelimmobilien Im Jahr 2021 wurden fast 2,6 Mrd. EUR in Hotelimmobilien investiert. Das entspricht einer Steigerung von 26 % gegenüber 2020. Allein im vierten Quartal 2021 betrug das Investitionsvolumen ca. 1 Mrd. EUR. Es war das stärkste Quartal seit Ausbruch der Pandemie und bescherte dem Hotelinvestmentmarkt ein versöhnliches Ende. Insgesamt hat sich das Umfeld für Hotelinvestitionen im Jahresverlauf verbessert und das dynamischere Schlussquartal bestätigte die positive Entwicklung. Dennoch darf nicht außer Acht gelassen werden, dass der Markt nach wie vor noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht hat und sich weiterhin einigen Herausforderungen gegenübersieht. So wurde der fünfjährige Durchschnitt, in dem auch das schwache Jahr 2020 enthalten ist, um ca. 36 % unterschritten. Der Anteil am gesamten gewerblichen Investmentvolumen lag bei 4 %. Im Vergleich dazu lag er 2020 bei lediglich 3 %. Der Markt für Hotelimmobilien, insbesondere im Freizeitbereich, wird sich auch 2022 weiter verbessern. Auch das stärkere Schlussquartal 2021 kann dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Hotelmarkt noch immer unter dem Vorkrisenniveau befindet und auch 2022 voraussichtlich noch nicht auf dieses zurückkehren wird. (Quelle: Colliers International, Deutschland Hotel Investment Marktbericht 2021/2022) Geschäftsverlauf 2021 Die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2021 wurde, wie im Vorjahr, durch die COVID-Pandemie und die daraus behördlich veranlassten (Teil)-Schließungen und Sondervorschriften für Hotelbetriebe geprägt. Zur Reduzierung der negativen Folgen und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Konzerns, ergriff die Geschäftsführung gezielte Maßnahmen. Mitarbeiter mussten wiederholt in Kurzarbeit geschickt werden, Gespräche mit Verpächtern, Lieferanten und Behörden für Stundungen wurden geführt und (Teil-) Verzichte wurden vereinbart. Zwischen Mai und Ende Juni des Berichtsjahres wurde die überwiegende Zahl der Hotels wieder für die Gäste geöffnet; dies erfolgte unter strikter Beachtung des bereits im Jahr 2020 erfolgreich implementierten, umfangreichen Hygienekonzepts, das zusammen mit einem eigens eingerichteten medizinischen Beirat entwickelt wurde. Zusätzlich erfolgte die Berücksichtigung der - je nach Bundesland - sehr unterschiedlichen behördlichen Vorgaben für den operativen Betrieb. In den geöffneten Urlaubsresorts zeigte sich bis in den Oktober 2021 hinein eine sehr positive Entwicklung. Fast alle Resorts steigerten ihre Umsätze (Preis und Auslastung) deutlich. Bei der Stadthotellerie besteht eine starke Abhängigkeit vom Städtetourismus, inklusive des Eventsegments und der Businessreisen. Daher wurde die Positionierung insbesondere der Henri Häuser in sogenannte "Themenhotels" mit Betonung des Freizeitaspekts fortgeführt. Die Realisierung des Bauvorhabens a-ja Resort Garmisch-Partenkirchen mit 229 Zimmern und Suiten wurde weitestgehend ohne Beeinträchtigungen durch die CORONA-Pandemie fortgeführt. Die Fertigstellung und Übergabe an die Betreiberin, a-ja Resort und Hotel GmbH sowie gleichzeitig an den Endinvestor ist im Mai 2021 erfolgt. Hier ist die DSR Immobilien GmbH als Dienstleisterin für die Projektentwicklung und -steuerung tätig. Für den Neubau des a-ja Resorts im Ostseebad Boltenhagen mit geplanten 225 Zimmern und Suiten begannen umfangreiche Abstimmungen zu einem angepassten Planungskonzept zwischen Endinvestor, Betreiber und aktuellem Eigentümer, um das Projekt auf die EU-Taxonomien in Bezug auf Green Deal auszurichten. Die Baugenehmigung wird in 2023 erwartet und die Fertigstellung des Hotels wird für den Sommer 2025 angestrebt. Mit umfassenden Projektmanagementleistungen ist die DSR Immobilien GmbH als Dienstleister auch für einen Investor außerhalb der Deutsche Seereederei Gruppe für den Neubau eines Hotel- und Bürokomplexes in Rostock tätig. Nach sehr intensiven Baugrunduntersuchungen wurde im Frühjahr 2021 mit dem Bau begonnen. Die DSR Asset Management hat im Jahr 2021 ihren Umsatzanteil für Auftraggeber außerhalb der Deutsche Seereederei Gruppe auf ca. 24 % gesteigert. Personalentwicklung Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:
Finanzielle Leistungsindikatoren Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist im Geschäftsjahr 2021 vor allem durch die Neuorganisation der Geschäftsbereiche, durch die Aufnahme strategischer Partner und die Corona-bedingten Einflüsse auf den touristischen Bereich geprägt. Diese Geschäftsvorfälle spiegeln sich nahezu in allen wesentlichen Posten der Konzern-Bilanz- und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wider. So fanden im Berichtsjahr die Übergangskonsolidierungen von der Vollkonsolidierung auf die at Equity Konsolidierung für die Gesellschaften Rubus Development GmbH (vormals DSR Immobilien Development GmbH), Hamburg, zum 1. Mai 2021; DR Hospitality Verwaltungsgesellschaft mbH, Rostock, zum 31. Oktober 2021 sowie für den Teilkonzern DR Hospitality GmbH & Co. KG, Rostock, zum 31. Oktober 2021 statt. Ab dem 1. Oktober 2021 wird der Teilkonzern Rubus Development GmbH, Hamburg, at Equity in den Konzernabschluss der Deutsche Seereederei GmbH einbezogen. Die wesentlichen Veränderungen der Vermögens- und Finanzlage sowie die wesentlichen Faktoren der Ertragslage werden nachfolgend kurz dargelegt: Vermögens- und Finanzlage (Zahlenangabe in TEUR)
Ursächlich für die Veränderung der Vermögens- und Finanzlage ist im Wesentlichen die Übergangskonsolidierung des Teilkonzerns DR Hospitality GmbH & Co. KG, die den Abgang der Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaften des Teilkonzerns und den Ausweis der Beteiligung an diesem Teilkonzern unter dem Bilanzposten assoziierte Unternehmen (TEUR 27.406) betrifft. Die Reduzierung der Kreditverbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus der im Berichtsjahr erfolgten Ablösung des im Vorjahr gewährten landesverbürgten Covid 19-Kredits. Die Eigenkapitalquote des Konzerns steigt somit auf 67 %. Ertragslage (Zahlenangabe in TEUR)
Im Konzern sind die Aufwendungen und Erträge der Hotelgesellschaften bis einschließlich Oktober enthalten. Ab November wird für diesen Geschäftsbereich das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen dargestellt (Übergangskonsolidierung des Teilkonzerns DR Hospitality GmbH & Co. KG). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Übergangskonsolidierung des Hotelbereichs in Höhe von TEUR 70.620 sowie weiterhin Erträge aus der Gewährung von Corona-Hilfen in Höhe von TEUR 21.007, die vollständig auf die DSR Hotel Holding GmbH und ihre Tochtergesellschaften entfallen. Der Abgang des Objektes Garmisch-Partenkirchen spiegelt sich im Wesentlichen in den Umsatzerlösen (TEUR 52.665) und den Bestandsänderungen (TEUR -40.466) wider. Das EBIT (Ergebnis nach Steuern korrigiert um die Ertragsteuern und das Finanzergebnis) beträgt in 2021 EUR 68,6 Mio. (Vj. EUR -5,2 Mio.). Durch die oben dargestellten Veränderungen im Zusammenhang mit den strategischen Partnerschaften sowie eine deutlich bessere Erholung der Hotelgruppe wurde das für das Geschäftsjahr 2021 prognostizierte Ergebnis stark gesteigert. 3. Risikobericht Als wesentliche Zielsetzung gilt es, strategische Risiken aber auch Chancen frühzeitig zu erkennen und zu steuern. In diesem Zusammenhang wird beispielsweise in den eigenverantwortlichen Sparten insbesondere durch entsprechende Controlling-Maßnahmen sowie durch eine Mehrjahresplanung eine ständige Überwachung der operativ tätigen Geschäftsbereiche hinsichtlich möglicher Finanzierungs- und sonstiger Risiken sichergestellt. Strategische Risiken bestehen naturgemäß in der Unsicherheit der Vorhersage von Entwicklungen. Um dem zu begegnen, werden strategische Entscheidungen im Hinblick auf die Erweiterung auf neue und den Ausbau bestehender Aktivitäten erst nach sorgfältiger und umfassender Analyse der Märkte und Evaluierung von Geschäftschancen getroffen. Die Entwicklung neuer Märkte wird durch den Konzern in Bezug auf die Wettbewerbssituation und die Chancen-/ Risikoeinschätzung und unter Einbindung des konzerninternen Innovationslabors und gegebenenfalls externer Berater überwacht und entsprechende Adaptionen des Geschäftsmodells vorgenommen. Der Ende Februar 2022 ausgebrochene Krieg in der Ukraine hat durch die beschlossenen Sanktionen gegen russische Unternehmen und staatliche Institutionen weitreichende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Auch die Bundesrepublik ist hiervon betroffen. Die politische Lage und die weitere Entwicklung können derzeit nicht abgeschätzt werden. Nach Einschätzung der Geschäftsführung liegen nach derzeitigen Informationen keine wesentlichen Risiken für die operative Tätigkeit oder für die Finanz- und Ertragslage des Konzerns vor. Die Selbständigkeit der Konzernunternehmen soll ein marktorientiertes und agiles Handeln gewährleisten und eine direkte geschäftsfeldbezogene Steuerung von Einzelrisiken ermöglichen. Aufgrund bestehender Unternehmensverträge und des Eingehens von Haftungsverhältnissen erfolgt eine Zusammenfassung der geschäftsfeldbezogenen Risiken auf Ebene der Konzernmuttergesellschaft zu einem Portfoliorisiko. Zugleich werden Chancen einzelner Geschäftsfelder in das Portfolio einbezogen. U.a. durch die eingangs beschriebenen Gründungen strategischer Partnerschaften für die Geschäftsbereiche Tourismus und Immobilienentwicklung wird konjunkturell bedingten Risiken (z.B. Auslastung der Hotels oder Vermarktungsrisiken von Immobilien) sowie Wettbewerbs- und Finanzierungsrisiken entgegengewirkt. Um ggf. entstehenden Finanzierungsrisiken im Vorfeld entgegen zu wirken, wurde in allen Geschäftsbereichen die langfristige Kapitalbindung auf Basis einer Asset-Light Strategie reduziert. Operative Risiken werden bereits in den einzelnen Geschäftseinheiten eigenverantwortlich und nach branchentypischen Merkmalen sowie unter Zuhilfenahme üblicher Steuerungsinstrumente überwacht. Risiken im Personalbestand (insbesondere im Hinblick auf den in Deutschland bereits bestehenden und in der Zukunft stark ansteigenden Mangel an qualifizierten Mitarbeitern) begegnen wir dadurch, dass wir frühzeitig Nachwuchs in allen Geschäftsbereichen ausbilden, Mitarbeiter binden und fördern. Der Geschäftsbereich Tourismus unterhält ein umfassendes Früherkennungssystem zum Erkennen wirtschaftlicher Risiken. Neben der monatlichen Berichterstattung zu erreichten Betriebsergebnissen in Form international vergleichbarer Abrechnungssysteme für Hotels & Resorts jeweils mit aktualisierten Jahreshochrechnungen, wird in gleichem Rhythmus die Buchungssituation für die nächsten Monate überprüft. Des Weiteren ist der Konzern durch erarbeitete Kostensenkungs- und Umsatzförderungsprogramme in der Lage, kurzfristig auf Auslastungs- und Umsatzschwankungen zu reagieren. Die Liquiditätslage wird ebenfalls kontinuierlich mit der geplanten Liquidität abgeglichen und durch Forecasts fortgeschrieben und ggf. werden entsprechende Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Die Entwicklung der Märkte wird in Bezug auf die Konkurrenzsituation und die wirtschaftliche Lage überwacht. Der Geschäftsbereich Immobilien ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Dies sind insbesondere das Kreditrisiko, Projekt- und Objektrisiko, das Liquiditätsrisiko und das Zinsrisiko. Durch die Fokussierung des Geschäftsbereichs Immobilien auf das Dienstleistungsgeschäft ist das Risiko gegenüber eigenen Projektentwicklungen deutlich gesunken. Das Rechnungswesen beinhaltet ein integriertes Baukostenmanagementsystem, mit dem eine sehr effiziente budgetkonforme Auftragserteilung bis hin zur Abrechnung gewährleistet wird. Das Liquiditätsrisiko wird weiterhin durch monatlich aktualisierte Zwölf-Monatsprognosen minimiert. Diese Forecasts basieren auf Bottom-up-Planungen und werden durch ein integriertes SQL-Datenbanksystem sowie unter Verwendung des Konsolidierungs- und Planungssystems Lucanet auf operativer Ebene verdichtet. Risiken im Personalbereich Risiken bestehen nach wie vor durch intensiven Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte sowie durch die Herausforderung, in der Öffentlichkeit als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Fluktuationsrisiken müssen vorausschauend identifiziert und gezielt adressiert werden, um erfolgs- und geschäftskritische Fähigkeiten und Kompetenzen im Unternehmen zu halten. Das Binden von Fachkräften und Talenten gehört daher zu den Prioritäten des Unternehmens. Dennoch ist es möglich, dass sich mitarbeiterbezogene Risiken ergeben, die sich auf die Geschäftstätigkeit auswirken, selbst wenn die Effekte schwierig zu bewerten sind. Wir stufen dieses Risiko als mittel ein. Risiken in der Informationstechnologie Die fortschreitende Digitalisierung erfordert eine optimale Unterstützung durch IT-Systeme und -Prozesse. Die Zunahme der IT-Systeme und -Prozesse sowie der damit verbundenen Möglichkeiten bergen jedoch auch die Möglichkeit des Missbrauchs und es ergeben sich entsprechende E-Crime-Risiken, zum Beispiel der Ausfall zentraler IT-Systeme, die Preisgabe oder der Verlust der Datenintegrität von vertraulichen Daten aus der Geschäftstätigkeit, die Manipulation von IT-Systemen in der Prozess-Steuerung oder eine erhöhte Belastung oder Beeinträchtigung von IT-Systemen durch Virusattacken bis hin zu Ransomware-Angriffen. Um dieses Risiko weiter zu minimieren, hat die DSR Gruppe seit 2017 ein externes Rechenzentrum mit der Stellung und Betreuung der IT-Infrastruktur beauftragt. Kritische Systeme sind zur Reduzierung des Ausfallrisikos redundant ausgelegt. Eine interne IT-Abteilung fungiert hier als Stabsstelle zwischen dem Rechenzentrum und den einzelnen Bereichen der Unternehmensgruppe. Trotz dieser Maßnahmen ist das Risiko, Ziel eines externen oder internen Angriffs zu werden als sehr latent einzuschätzen. 4. Prognose- und Chancenbericht Die nachfolgenden Angaben zur zukünftigen Entwicklung des Konzerns basieren auf Annahmen und Prognosen und beruhen auf Einschätzungen der Geschäftsführung des Konzerns. Der Prognosehorizont beträgt ein Jahr. Die Weltwirtschaft befindet sich bedingt und verstärkt durch die Corona-Pandemie, durch den wesentlich schneller und stärker als erwartet kommenden Klimawandel, durch die demografische Entwicklung und durch den zusätzlich ausgebrochenen Krieg in der Ukraine, in einer enormen Umbruchsphase, die das Geschäftsmodell der DSR-Gruppe beeinflusst. Die größte Schädigung der Umwelt resultiert aus der Herstellung von Zement und Stahl, dem gesamten Mobilitätsaufkommen, insbesondere der Fliegerei, der Schifffahrt, inklusive der Kreuzschifffahrt, aber auch in anderen Mobilitätsbereichen, sowie der Erzeugung von Energie. Somit kommt dem Tourismussektor eine große Bedeutung für die künftige Entwicklung Europas zu. Bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie verstärkte sich der Trend nach Reisezielen im Inland oder dem nahen europäischen Ausland, teilweise resultierend aus einem höheren Bedürfnis nach Sicherheit, Hygiene und Reduzierung eines klimaschädlichen Reiseverhaltens. Diese Entwicklungen wurden Corona-bedingt nochmals beschleunigt, so dass die Auslastungen und Preise der Häuser sich weiter positiv entwickeln. Um die Expansionsstrategie sowie damit verbundene weitere Synergien zu realisieren, wird kontinuierlich an Partnerschaften mit Investorengruppen gearbeitet. Der Fokus liegt auf dem erdgebundenen europäischen Reisemarkt. Der konzerneinheitliche Ansatz im Bereich Digitalisierung, u.a. durch Implementierung einer konzerneigenen Digitalisierungssparte und im Bereich Nachhaltigkeit, sowohl auf der Betreiber- als auch der Development-Ebene, wird weiterhin stringent verfolgt. Wir sehen eine deutliche Bestätigung unseres Geschäftsmodells des "Green Hospitality"-Ansatzes - mit erhöhter Relevanz der Sicherheits- und Hygienestandards und im Zusammenhang mit erhöhtem Umweltbewusstsein an touristischen A-Standorten. Das Reiseverhalten der Gäste wird sich in Zukunft noch schneller verändern. So wird der erdgebundene Tourismus in der DACH-Region weiter an Bedeutung zunehmen. Auch sinkt die Bereitschaft, das Flugzeug für den Urlaub zu nutzen deutlich von 32 % auf nunmehr nur noch 11 %. Das Thema Sicherheit steht gegenüber den früheren Urlaubsthemen wie Kulinarik, Genuss und Kultur eindeutig im Fokus. War vor Corona dieser Punkt nur 21,8 % der Befragten wichtig, steigt dieser Anteil inzwischen auf 34 %. Ähnlich verhält es sich mit dem Bedürfnis der medizinischen Versorgung, das von 17,8 % auf 31 % ansteigt. (Quelle: Allianz Partners 2020: "Reisen nach dem Ausbruch von Covid-19") Wir schätzen ein, dass die schon in Vorjahren erfolgte Verlagerung des Tourismus in den deutschsprachigen Raum sich auch in den Folgejahren fortsetzen wird. Durch unsere Ausrichtung auf den erdgebundenen Tourismus, die Berücksichtigung des Sicherheitsaspektes (Hygienekonzepte, medizinischer Beirat) und die konsequente Weiterentwicklung des Green Hospitality Ansatzes in allen Konzernbereichen und den vor diesem Hintergrund eingegangenen strategischen Partnerschaften sehen wir uns gut aufgestellt, die sich gewandelten Ansprüche der Marktteilnehmer zu erfüllen. Touristische Produkte in Form von Urlaubsresorts und Ferienwohnungen genießen derzeit eine sehr gute Nachfrage auf Investorenseite - sowohl im institutionellen Bereich als auch bei privaten Investoren. Nach wie vor steht Kapitalvermögen in erheblichem Umfang zur Verfügung und diese Produkte bieten langfristige Sicherheit und attraktive Renditen. Weiteren strategischen Entwicklungen im IT-Bereich werden, insbesondere vor dem Hintergrund der künftigen höheren Digitalisierungserfordernisse in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft durch die Etablierung des Dienstleisters für digitale Konzepte ("digitaler Marktplatz", digitale Mobilitätskonzepte, Digitalisierung von Arbeitsabläufen und vielschichtigen Vernetzungen zwischen realen und digitalen Lebensbereichen) Rechnung getragen. Durch die in 2021 begonnenen Partnerschaften der Deutsche Seereederei GmbH mit der Implenia Gruppe für den nachhaltigen ökologischen Bau von Hotel und Resorts und Ferienapartments sowie die Zusammenarbeit mit der REWE/ DER-Gruppe wurde die Basis für das Wachstum der Gruppe nochmals deutlich verstärkt. Durch die sich daraus ergebenden finanziellen Möglichkeiten und die wesentlich erweiterten Netzwerke sowie die Führungspositionen im deutschen Hospitality-Markt werden die Ertragspotenziale als nachhaltig gesichert bewertet. Insbesondere für neue Resorts der Marke A-ROSA werden derzeit neue Verhandlungen zur Betreibung neuer Standorte an der Nordsee, in Bayern sowie in Norditalien geführt. Zudem werden bereits fortgeschrittene Vertragsverhandlungen für Standorte der Marke Henri in Österreich und Deutschland sowie für a-ja Standorte an der Ostsee fortgeführt. Der Ausbau operativer und technischer Facility Management-Dienstleistungen rund um Hotelimmobilien wird ebenfalls konsequent fortgeführt und erweitert. Für das Jahr 2022 wird für den Gesamtkonzern ein ausgeglichenes Jahresergebnis prognostiziert.
Rostock, 28. April 2022 Deutsche Seereederei GmbH Die Geschäftsführung Horst Rahe Thomas Pietzka Carsten Wilmsen |
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