Seniorenquartier Schwerin GmbH
Selbe AdresseSonstige teilstationäre Pflegeeinrichtungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Michael Seikert seit 13.1.2025 | Geschäftsführer |
Jörg Johannes Schuster seit 8.10.2024 | Geschäftsführer |
Denise Kupka seit 8.10.2024 | Prokura |
Achaz Stephan Gottfried von Quistorp seit 14.2.2024 | Geschäftsführer |
Volker Feldkamp seit 30.11.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MVIA MidCo 2 GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MVIA MidCo 1 GmbHHamburg (vormals: Berlin)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage a. Ertragslage b. Finanzlage c. Vermögenslage 4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf 5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a. Finanzielle Leistungsindikatoren b. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren III. Chancen- und Risikobericht sowie Prognosebericht 1. Chancen- und Risikobericht 2. Gesamtbild der Chancen- und Risikolage 3. Prognosebericht IV. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten I. Grundlagen des Konzerns1. Geschäftsmodell Die EMVIA LIVING Gruppe "EMVIA" ist im Oktober 2017 durch den Erwerb von 46 Pflegeeinrichtungen von der MK-Kliniken AG entstanden. EMVIA hat ihren Sitz in Berlin, die Hauptverwaltung ist in Hamburg ansässig. Als ein großer privater Anbieter von Pflegeheimen in Deutschland betreibt die EMVIA mit Stand zum 30. Juni 2022 61 stationäre Pflegeeinrichtungen und bietet über 6.800 Bewohnern einen Platz für die Betreuung. Das Kerngeschäft "Stationäre Pflege" wird durch die Bereiche "Ambulante Pflege" und "Betreutes Wohnen" ergänzt. Den Bewohnern wird in den Häusern unter den Markennamen "Senioren-Wohnpark", "AMARITA", "MEDINA" und Astor-Park sowie "Aventinum" qualitativ hochwertige Versorgung in gehobenem Ambiente angeboten. Der Gesamtmarkt der Altenversorgung wird von der demographischen Entwicklung einer wachsenden älteren Bevölkerung positiv gestützt. EMVIA als Qualitätsanbieter in diesem Gesamtmarkt ist u.a. durch seine Größe und der guten geografischen Verteilung der Häuser gut positioniert und besitzt dadurch eine nachhaltige Zukunftsperspektive. Kurzfristige konjunkturelle Schwankungen haben auf diesen Markt nur einen untergeordneten Einfluss. Als modern ausgerichteter Anbieter mit professionellen Strukturen und Funktionen, unterstützt aus einer leistungsfähigen Zentrale, ist die EMVIA innerhalb eines Wettbewerbsumfelds, das hauptsächlich von regional tätigen Wohlfahrtsverbänden, Einzelheimen und zunehmend auch von privaten Anbietern bestimmt wird, gut positioniert. Dezentrale Strukturen ermöglichen eine flexible Anpassung an regionale Märkte, weil die operative Leitung vorrangig durch Führungskräfte in den Pflegeeinrichtungen wahrgenommen wird. Die dezentralen Pflegeeinrichtungen werden von Zentralbereichen wie zum Beispiel dem Bereich Personal, Informationstechnologie, Finanzen, Marketing oder Facility Management unterstützt, so dass sie sich auf eine professionelle Versorgung und auch auf lokale Akquise konzentrieren können. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In Deutschland war die konjunkturelle Lage auch im Jahr 2021/22 durch die COVID 19-Entwicklungen geprägt. Trotz dessen ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2021 um 2,6% höher als im Vorjahr (2020 Rückgang um 5,0%) ausgefallen. Die Verbraucherpreise stiegen 2021 um 3,1% gegenüber dem Vorjahr und lag somit erheblich über dem Vorjahr (2020: 0,5%). Für das Jahr 2022 ging das Bundeswirtschaftsministerium in seinem Jahreswirtschaftsbericht 2022 zunächst von einem Wachstum des BIP von 3,6% aus. Während im ersten Quartal 2022 das BIP lt. Monatsbericht des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) noch um 0,9% im Vergleich zum Vorquartal wuchs, sank das Wachstum im zweiten Quartal 2022 auf -0,4%. Im zweiten Quartal 2022 wurde damit erstmals wieder das Vor-Pandemie-Niveau von 2019 erreicht. Die Aussichten für das 2. Halbjahr 2022 haben sich lt. BMF aber aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen infolge des Ukraine-Kriegs deutlich verschlechtert. Corona hat auch in der Branche Spuren hinterlassen: während durch die am 30. Juni 2022 weitgehend ausgelaufenen Unterstützungsleistungen die wirtschaftliche Situation in der Branche generell deutlich erleichtert wurde, ist die Auslastung der stationären Einrichtungen in der Branche gesunken. Die Anzahl der Leistungsempfänger der vollstationären Pflege in der Pflegeversicherung, ist laut Bundesministerium für Gesundheit von 2019 bis 2021 von 865 Tausend auf 836 Tausend zurückgegangen. Der Sozialwirtschaftssektor ist einer der größten Zweige der deutschen Volkswirtschaft. Er ist einer der großen und kontinuierlich wachsenden Wirtschaftsbereiche in Deutschland. Angesichts des demografischen Wandels und der damit verbundenen zunehmenden Zahl an hochaltrigen und demenzkranken Menschen ist zu erwarten, dass diese Bedeutung zukünftig noch weiter zunehmen wird. Immer häufiger müssen in den Einrichtungen schwer und mehrfach erkrankte Menschen versorgt werden, die in ihrer Selbständigkeit erheblich eingeschränkt und damit in besonderer Weise auf Pflege und psychosoziale Unterstützung angewiesen sind. Hier sehen wir EMVIA hervorragend aufgestellt. 2. Geschäftsverlauf Der Umsatz (233,0 Mio. EUR; Vorjahr 226,0 Mio. EUR) wurde im Geschäftsjahr 2021/22 überwiegend in der stationären Pflege (223,8 Mio. EUR; Vorjahr 216,0 Mio. EUR) erzielt. Die übrigen Erträge ergeben sich aus dem betreuten Wohnen und Zusatzleistungen für die Bewohner und Angehörige. Zu berücksichtigen sind die in den Umsatzerlösen enthaltenen Erstattungen des Bundes zum Ausgleich der COVID19-bedingten finanziellen Belastungen für das aktuelle Geschäftsjahr in Höhe von 32,9 Mio. EUR (Vorjahr 22,4 Mio. EUR). Für das Jahr 2021/22 ergab sich ein EBITDA von 5,9 Mio. EUR (Vorjahr 17,0 Mio. EUR). Auswirkungen der SARS-CoV-2 Pandemie ("Corona-Pandemie") Das Geschäftsjahr 2021/22 war wiederum deutlich von der Corona Pandemie geprägt: Zum Einen haben hierdurch die deutlich höhere Belastungen in den Einrichtungen auch im Berichtsjahr angehalten. Des Weiteren war eine verringerte Nachfrage durch eine deutlich geringere Aktivität in den Krankenhäusern und eine starke Zurückhaltung auch von Seiten der privaten Nachfrage noch weiterhin evident. Eine langsame Normalisierung der Nachfrage stellte sich im Berichtsjahr erst gegen Ende des Geschäftsjahrs ein. Allerdings ist der Gesundheitszustand der neuen Gäste deutlich schlechter als vor der Pandemie und die normalisierende Nachfrage trifft auf freie Kapazitäten in der Branche, so dass der Vertriebsseite nun auch eine stärkere Bedeutung zukommt. Eine Einschätzung darüber, ob oder inwieweit sich das SARS-CoV-2 auf die Geschäftsentwicklung der EMVIA Living-Gruppe im Geschäftsjahr 2022/23 auswirken wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt nur mit Unsicherheit eingeschätzt werden. Jedoch deutet die Normalisierung der Nachfrage im 2. Quartal 2022 sowie die nachgewiesenen Erfolge der Impfung darauf hin, dass es zumindest zu einer gewissen Normalisierung des Geschäftes kommt. Allerdings erwarten wir, dass der Weg zur Vollauslastung noch einige Zeit in Anspruch nimmt und haben uns auf Seiten des Vertriebes und auch beim Management der Kosten hierauf eingestellt: So setzen wir weiterhin auf eine deutliche Weiterentwicklung des Vertriebs und der Marketingseite, um die Zusammenarbeit mit den Zuweisern weiter zu intensivieren und arbeiten mit den lokalen Teams auch intensiv, um auf der Kostenseite bei Umsatzabweichungen reagieren zu können. Insgesamt beobachten wir auf der pandemischen Seite eine gewisse Normalisierung und Routine im Umgang. Schutz von Bewohnern und Mitarbeitern Die einzelnen inländischen Pflegeeinrichtungen haben unterschiedliche, teils weitreichende Maßnahmen ergriffen, um die betrieblichen Abläufe auch im Falle einer weiteren Virus-Ausbreitung in Deutschland sicherzustellen. Seitens des EMVIA Qualitätsmanagements wurden umfassende Pandemiepläne und Hygienekonzepte für sämtliche Einrichtungen der EMVIA Living Gruppe auf Basis der jeweiligen landesrechtlichen Bestimmungen entwickelt und bereits mehrfach erfolgreich umgesetzt. Ebenso wurden verschiedene organisatorische Vorkehrungen getroffen, um die notwendigen Abstandsregelungen einzuhalten. Weiterhin hat EMVIA Living u.a. Gesundheitspakete mit MNS-Masken, FFP-Masken, Schutzkittel, Desinfektionsmittel für EMVIA Mitarbeiter und Angehörige von Bewohnern zur Verfügung gestellt. Ziel war es, dass sich Mitarbeiter und Angehörige von Bewohnern auch außerhalb der EMVIA Pflegeeinrichtungen schützen können. Gewinnung von Bewohnern Die Hauptgewinnung der neuen Bewohner erfolgt auf zwei Wegen: 1) aus den Kliniken und 2) aus der Häuslichkeit. Die Kliniken haben die stationäre Belegung im Rahmen der Pandemie deutlich reduziert ("leere Betten"), um Kapazitäten für die Behandlung von SARS-CoV-2 freizuhalten. Da die Kliniken weniger Patienten hatten, ist auch das Angebot an potentiellen neuen Bewohnern aus den Kliniken noch immer reduziert. Bei Interessenten, die noch zu Hause wohnen, ist im gesamten Markt weiterhin eine deutliche Zurückhaltung zum Einzug in Pflegeeinrichtungen zu verzeichnen. Das liegt aus unserer Sicht hauptsächlich an den verschiedenen negativen Pressemeldungen zur SARS-CoV-2 Sterblichkeit in Pflegeheimen zu Beginn der Pandemie. Durch diese beiden Effekte verringert sich die absolute Anzahl an Interessenten bzw. potentiellen neuen Bewohnern im deutschen Pflegemarkt. Mit dem Start der Impfungen und den danach zu beobachtenden Erfolgen kam es mit dem 2. Quartal 2021 zu einer gewissen Normalisierung der Nachfrage, die jedoch noch nicht das Niveau vor der Pandemie erreicht hat. Zudem ist der Wettbewerb um neue Gäste stärker geworden, sodass wir uns hierauf eingestellt haben und den Fokus noch stärker auf Akquise gesetzt haben. 3. Lage a. Ertragslage
Umsatzerlöse Der Konzernumsatz beträgt 233,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2021/2022. Der Anstieg resultiert insbesondere aus Erstattungen des Bundes zum Ausgleich der COVID19-bedingten finanziellen Belastungen für das aktuelle Geschäftsjahr in Höhe von 32,9 Mio. EUR (Vorjahr 22,4 Mio. EUR). Auslastung Die durchschnittliche Auslastung betrug im aktuellen Geschäftsjahr 78,5 % (Vorjahr 85,3 %). Gegenüber dem Geschäftsjahr 2020/2021 sank somit die Belegungsquote pandemiebedingt nochmals deutlich. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (6,9 Mio. EUR), Erstattungen aus der U1+U2 Umlage der Krankenkassen (1,3 Mio. EUR) sowie aus Lohnkostenzuschüssen (0,9 Mio. EUR). Materialaufwand Die Materialaufwendungen betragen 37,7 Mio. EUR. Darin enthalten sind im Wesentlichen Energiekosten (9,5 Mio. EUR), Lebensmittelaufwendungen (7,9 Mio. EUR) sowie bezogene Leistungen für Fremdpersonal und Dienstleistungen (13,5 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote lag bei 16,2 % (Vorjahr 14,2 %). Personalaufwand Die Personalaufwendungen betrugen 124,4 Mio. EUR. Der Anstieg ist insbesondere mit Gehaltssteigerungen und Zahlungen von Prämien zu begründen. Der Konzern beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 4.424 Mitarbeiter (davon 258 Auszubildende). Die Personalaufwandsquote für den Gesamtkonzern beträgt 53,4 % (Vorjahr 52,6 %). Abschreibungen Die Abschreibungen von 37,7 Mio. EUR (Vorjahr 37,2 Mio. EUR) resultieren im Wesentlichen aus der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes 34,7 Mio. EUR. Sonstige betriebliche Aufwendungen/ Sonstige Steuern Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inkl. der sonstigen Steuern betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 77,3 Mio. EUR (Vorjahr 69,1 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Gebäudemieten (47,6 Mio. EUR), Kosten der Instandsetzung, Wartung und Modernisierung (5,9 Mio. EUR), Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (4,7 Mio. EUR) sowie sonstige IT-Kosten (2,6 Mio. EUR). Die sonstigen Steuern betreffen insbesondere Grunderwerbsteuer (0,3 Mio. EUR). Finanzergebnis Das Finanzergebnis beträgt -12,5 Mio. EUR (Vorjahr -13,7 Mio. EUR). Im abgelaufenen Geschäftsjahr beinhaltet das Finanzergebnis im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Bankkredite. Ertragsteuern Im Geschäftsjahr 2021/22 weist der Konzern einen Steueraufwand von 1,4 Mio. EUR aus. Neben laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 0,9 Mio. EUR ist darüber hinaus ein periodenfremder Steueraufwand von 0,5 Mio. EUR zu berücksichtigen. b. Finanzlage Kapitalstruktur Das Eigenkapital ist aufgrund des Verlustvortrags sowie des aktuellen Jahresfehlbetrags negativ; insgesamt ergibt sich ein nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag von - 74,1 Mio. EUR. Das Eigenkapital setzt sich aus gezeichnetem Kapital in Höhe von 25 TEUR, Rücklagen in Höhe von 111,2 Mio. EUR sowie einem Bilanzverlust von 185,4 Mio. EUR zusammen. Die Rückstellungen betragen zum Stichtag 40,1 Mio. EUR und setzen sich zusammen aus Steuerrückstellungen (5,3 Mio. EUR) und sonstigen Rückstellungen (34,8 Mio. EUR). Zur Entwicklung der einzelnen Rückstellungen verweisen wir auf den Konzernanhang zum Konzernabschluss. Die langfristigen Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag 210,6 Mio. EUR und betreffen im Wesentlichen ein Gesellschafterdarlehen zzgl. Zinsen sowie Darlehen bei der Bonnefont 2 S.à.r.L., der NIBC Bank Deutschland AG und der Bank of Ireland. Diese haben eine Laufzeit von 7 Jahren. Im Geschäftsjahr 2020/21 erfolgte eine Umschuldung bezüglich der Kreditverträge. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf die Erläuterungen hierzu im Risikobericht. Das kurzfristige Fremdkapital in Höhe von 21,8 Mio. EUR resultiert insbesondere aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie sonstigen Verbindlichkeiten. Investitionen Die Investitionen wurden überwiegend für die Beschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung der Einrichtungen genutzt sowie für den weiteren Aufbau der IT Infrastruktur des Unternehmens. Darüber hinaus erfolgte im Geschäftsjahr 2021/22 der Erwerb einer weiteren Einrichtung, der Inovana GmbH. Liquidität Die Kapitalflussrechnung entspricht dem Deutschen Rechnungslegung Standard Nr. 21 des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee und dient der Darstellung der Entwicklung der Liquidität und der Finanzkraft der Gesellschaft. Sie zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Unternehmens im Geschäftsjahr durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Dabei werden die Zahlungsströme nach Cashflows für die Bereiche der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit gesondert dargestellt.
Insgesamt zeigt die Kapitalflussrechnung gegenüber dem Vorjahr einen verringerten Finanzmittelfonds. Die Verminderung resultiert dabei insbesondere aus dem höheren Jahresfehlbetrag. Der Liquiditätsgrad ersten Grades zeigt an, in welcher Höhe an einem bestimmten Stichtag das gesamte kurzfristige Fremdkapital durch die vorhandenen liquiden Mittel getilgt werden kann. Im Berichtsjahr beträgt diese Kennzahl 94,5 %. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres war die EMVIA-Gruppe jederzeit in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Bezüglich des Abschlusses des Kreditvertrags in 2020/21 verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Risikobericht zu den Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken. c. Vermögenslage Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag 129,8 Mio. EUR. Im Berichtsjahr waren laufende Zugänge in Höhe von 6,0 Mio. EUR sowie aufgrund der Erstkonsolidierung der Inovana GmbH Zugänge von 2,1 Mio. EUR zu verzeichnen, denen im Wesentlichen Abschreibungen in Höhe von 37,7 Mio. EUR gegenüberstehen. Wir verweisen an dieser Stelle auf den Anlagenspiegel im Anhang zum Konzernabschluss. Das Umlaufvermögen beträgt zum Stichtag 68,8 Mio. EUR und setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Vorräten in Höhe von 2,1 Mio. EUR, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 21,5 Mio. EUR, übrigem kurzfristigen Vermögen in Höhe von 23,8 Mio. EUR und liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag 20,6 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Guthaben bei Kreditinstituten. Zur Entwicklung der liquiden Mittel verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1,8 Mio. EUR betreffen Ausgaben, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Zum Bilanzstichtag besteht kein nicht betriebsnotwendiges Vermögen. Das Gesamtvermögen der Gesellschaft beläuft sich, ohne Berücksichtigung des nicht durch Konzerneigenkapital gedeckten Fehlbetrags, auf 200,4 Mio. EUR. 4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Entsprechend der letztjährigen Prognose sind die Umsatzerlöse leicht angestiegen. Dies lag jedoch aufgrund der auch im Geschäftsjahr 2021/2022 weiter fortschreitenden Corona-Pandemie nicht an einer verbesserten Auslastung der Pflegeheime. Die Auslastung ist entgegen der Prognose aufgrund der anhaltenden Pandemiesituation im Jahresdurchschnitt auf 78,5 % (Vorjahr 85,3 %) weiter gesunken. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert insbesondere aus Erstattungen des Bundes zum Ausgleich der COVID19-bedingten finanziellen Belastungen für das aktuelle Geschäftsjahr in Höhe von 32,9 Mio. EUR. Das EBITDA hat sich gegenüber der Vorjahresprognose von 17,0 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR etwas stärker vermindert als erwartet. Mehrkosten ergaben sich insbesondere im Zuge des Anlaufs neuer EMVIA-Pflegeheime ("Ramp-Ups" Spechtgruppe), durch den Kostenanstieg im Bereich des Personals und der bezogenen Dienstleistungen sowie durch die Schließungskosten für eine Pflegeeinrichtung. Trotz der Herausforderungen im Zuge der COVID-19-Pandemie auf der Umsatzseite, aber v.a. auch durch die erhöhte Belastung auf der Mitarbeiterseite ist die wirtschaftliche Entwicklung, auch bedingt durch ein konsequentes Kostenmanagement, solide und bietet eine gute Basis für die weitere Entwicklung der Gruppe. Zudem wurden auch die Neueröffnungen der neu gebauten Häuser erfolgreich umgesetzt, sodass insgesamt der Weg zur weiteren Expansion der Gruppe gegangen wird. 5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a. Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren hat die Geschäftsführung die Kennzahlen Umsatz und EBITDA definiert. Diese Leistungsindikatoren werden fortlaufend auf monatlicher Basis überwacht und gesteuert. Zur Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren wird auf die Analyse zur Ertragslage verwiesen. b. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Neben finanziellen Leistungsindikatoren steuert und überwacht die Geschäftsführung die EMVIA LIVING Gruppe durch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. Hierzu zählt im Wesentlichen die Belegungsquote und die Personalentwicklung der Einrichtungen. III. Chancen- und Risikobericht sowie Prognosebericht1. Chancen- und Risikobericht Die Geschäftsführung überprüft dabei regelmäßig in ihren Sitzungen die beschriebenen Risiken und bewertet die Auswirkung von abzusehenden oder eingetretenen Änderungen. Dabei stützt sich die Geschäftsführung auf die eingerichteten internen Kontrollsysteme für diverse Geschäftsprozesse. Die Reihenfolge der Risiken stellt die Einschätzung des Risikomaßes durch die Geschäftsführung in absteigender Reihenfolge dar. Marktumfeld Bei solider Gesamtmarktentwicklung ist das Geschäft auch von Wettbewerb, durch Marktkonsolidierungen sowie auch starke regulatorische Effekte geprägt. Die Emvia Living-Gruppe erscheint hierfür gerüstet - sie verfolgt sich bietende Chancen und managt die Risiken aktiv. Die Grundlage für das organische Wachstum bildet eine konsequente Arbeit an den internen Prozessen und Strukturen und eine aktiv aufgesetzte Expansionsstrategie: zum einen werden neue Häuser aufgebaut, zum anderen verfolgt das Management Zukäufe zur Ergänzung des Portfolios. Um den hohen Auslastungsrad zu sichern und Belegungspotentiale auszuschöpfen, optimiert die Emvia Living-Gruppe kontinuierlich alle vertrieblichen Abläufe und Strukturen und unterstützt auch zentral, z.B. durch starke Qualitäts- und Marketingfunktionen und eine hohe Prozessorientierung, die einen Wettbewerbsvorteil im Vergleich zu kleineren Anbietern herstellen. Zusätzlich wird auf stringente Begleitung der Einrichtungen durch die Zentrale Wert gelegt, um identifizierte Potenziale frühzeitig zu identifizieren und gemeinsam mit dem Management der einzelnen Einrichtungen dann auch erfolgreich zu heben und die Einrichtungsleiter in allen Managementaspekten weiterzuentwickeln und zu unterstützen. Risiken aus regulatorischen Änderungen Ab dem 1. September 2022 werden nur noch Pflegeeinrichtungen zur Versorgung zugelassen, - und können mit der Pflegeversicherung abrechnen - die ihre Pflege- und Betreuungskräfte mindestens in Tarifhöhe bezahlen. Dies wurde durch das am 20. Juli 2021 in Kraft getretene Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) verpflichtend eingeführt. Bisher sind die für die Umsetzung geplanten Veröffentlichungen und Richtlinien durchweg verspätet oder bisher gar nicht bekannt gemacht worden. Damit ergibt sich für die Marktakteure ab dem 1. September 2022 eine wirtschaftliche Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Personalkosten sowie damit einhergehend dem zukünftigen Vergütungsniveau der mit den Pflegekassen zu vereinbarenden Pflegesätze. So haben trotz des zum Berichtszeitpunkts bereits überschrittenen Starttermins der Tarifpflicht noch nicht alle Pflegeheime der EMVIA Gruppe neue Pflegesatzvereinbarungen mit den Pflegekassen abschließen können, die das damit einhergehende gestiegene Kostenniveau ausgleichen. Damit ist das Risiko der nicht vollständigen Refinanzierung der mit der Tarifpflicht einhergehenden Personalkostensteigerungen für das Pflegepersonal gegeben. Aus der mit der Tarifpflicht einhergehenden Steigerung des Gehaltsniveaus für Pflegekräfte im Markt sowie der Erhöhung der gesetzlichen Mindestlöhne in mehreren Stufen erwartet auch die EMVIA Gruppe erhebliche Personalkostensteigerungen für die kommenden Geschäftsjahre. Ob diese durch entsprechende Erhöhungen der Vergütungsvereinbarungen mit den Pflegekassen, die letztlich auch zu erheblich gestiegenen finanziellen Belastungen für die Gäste der EMVIA Gruppe führen werden, refinanziert werden können, ist zum Berichtszeitpunkt noch nicht gesichert. Risiken Markt und Wettbewerb Es besteht das Risiko, dass durch Aktivitäten der Bestandswettbewerber bzw. durch Markteintritte neuer Wettbewerber Marktanteile verloren gehen können. Auch eine unerwartete Marktentwicklung und/oder regulatorische Veränderungen können Umsatz wie auch Ergebnis beeinflussen. Wir begegnen diesen Risiken mit Analysen der Wettbewerbssituation, der technologischen und regulatorischen Trends und des allgemeinen Marktumfelds. Die kontinuierliche Verbesserung unserer internen Prozesse ermöglicht es uns, die Qualität unserer Leistungserbringung dauerhaft auf hohem Niveau zu erbringen und unsere Wettbewerbssituation zu sichern und auszubauen. Personal als Erfolgsfaktor Basis des Erfolges der EMVIA sind ihre Mitarbeiter. Der Fokus liegt unverändert auf der Mitarbeitergewinnung und Entwicklung. Durch einen nach wie vor engen Arbeitsmarkt besteht die Herausforderung ausreichend Mitarbeiter mit entsprechender Qualifikation zu gewinnen und zu halten - sowohl in den Ballungsräumen als auch im ländlichen Umfeld. Die zu beobachtende Dynamik in den Ansprüchen der Arbeitnehmer kann zu einer Verschlechterung der Ertrags- und Finanzlage führen. EMVIA LIVING begegnet diesem Risiko durch einen weiter ausgebauten Fokus auf die Personalfindung und -entwicklung, unter anderem auch durch eine sehr aktive Nutzung von Social Media. Es werden unterschiedliche Kanäle des Personalmarketings genutzt und kontinuierlich neue Strategien zur qualifizierten Personalgewinnung weiterentwickelt. Eine weitere Säule bilden Ausbildungsoffensiven sowie Projekte zur Fachkraftgewinnung innerhalb und außerhalb der EU, die stabil weitergeführt wird. Mit modernen Personalkonzepten sind wir bereit für die internen Herausforderungen, insbesondere der Bindung unserer Mitarbeiter sowie dem Aufbau und der Gestaltung einer starken Arbeitgebermarke. Das Personalentwicklungs-Management, Traineeprogramme, die aktive Förderung der Partizipation und Mitgestaltung der Arbeitsbedingungen bilden tragende Säulen. Ein entscheidender Faktor bleibt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Weitere Hebel sind die kontinuierliche Optimierung der Dienstplangestaltung in den Einrichtungen und eine Stabilisierung der Bestandsbelegschaft durch aktives Management mit den Mitarbeitern, Job Rotation und anderen Maßnahmen. Erklärtes Ziel ist es, die Personalbasis weiter auszubauen und die für die Wachstumsstrategie notwendigen Ressourcen zu sichern. Die Verbindung von langjähriger Erfahrung und Innovationsbereitschaft junger Mitarbeiter bildet das Fundament für eine erfolgreiche Positionierung im Markt. Finanzierungs-, Liquiditäts- und steuerliche Risiken Liquiditätsrisiken ergeben sich, wenn Finanzmittel nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, um fällige Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich und fristgerechte bedienen zu können oder ungeplante Ereignisse ungünstigere Finanzierungskonditionen bedingen. Um diesem Risiko zu begegnen, werden Instrumente wie Ergebnis und Cashflow-Prognosen erstellt, detaillierte Monatsanalysen vorgenommen und KPIs systematisch genutzt. Mit Datum vom 13.10.2017 wurde zwischen der MVIA MidCo 1 GmbH und der MVIA MidCo 2 GmbH jeweils als Garantiegeber und der MVIA Verwaltungs GmbH (nunmehr Emvia Living GmbH) als Darlehensnehmerin sowie der Bonnefont S.à.r.L., der NIBC Bank Deutschland AG und der Bank of Ireland als Darlehensgeber sowie der NIBC Bank N.V. als Agent ein revolvierender Kreditvertrag ("SFA") geschlossen. Aus diesem Darlehensvertrag wurden insgesamt Mittel in Höhe von 135.000.000 EUR abgerufen, die sich aus einer Facility in Höhe von 105.000.000 EUR mit einer Laufzeit von 7 Jahren und aus einer Facility in Höhe von 30.000.000 EUR mit einer Laufzeit von 6 Jahren und 9 Monaten zusammensetzen. Im SFA wurden Financial Covenants vereinbart, die u.a. in der Einhaltung einer vorgegebenen "Total Net Leverage" ("Kennzahl") bestehen. Diese ermittelt sich anhand des normalisierten EBITDA im Verhältnis zur Nettoverschuldung. Am 23.04.2021 (closing date) kam es zum finalen Abschluss der Kreditvertrags-Neuverhandlung (SFA-amendment). Das Kreditvertragsverhältnis besteht zwischen MVIA MidCo 1 GmbH und der MVIA MidCo 2 GmbH jeweils als Garantiegeber und der EMVIA Living GmbH als Darlehensnehmerin und auf Seite des Bankkonsortiums Bonnefont 2 S.à.r.L. (vormals Bonnefont S.à.r.L.) der Bank of Ireland (seit September 2020 auch alleiniger Agent) und der NIBC Bank N.V. (vormals NIBC Bank Deutschland AG) als Darlehensgeber. Der Kreditrahmen wurde auf 140.000.000 EUR erhöht und verwendet in drei Tranchen (Facility A entspricht 15.000.000 EUR, Facility B1 entspricht 105.000.000 EUR und Facility B2 entspricht 20.000.000 EUR). Die Laufzeiten sind (jeweils beginnend am closing date): Facility A bei 6 Jahren und 9 Monaten und Facility B1/B2 bei 7 Jahren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine Acquisition Facility (50.000.000 EUR und Laufzeit von 7 Jahren) zu ziehen. Auch im neuverhandelten Kreditvertrag (SFA-amendment) wird durch Financial Covenants geprüft. Wie im vorherigen Kreditvertrag (SFA) wird weiterhin die Einhaltung einer vorgegebenen "Total Net Leverage" ("Kennzahl") geprüft (Diese ermittelt sich anhand des normalisierten EBITDA im Verhältnis zur Nettoverschuldung). Zusätzlich wird im neuverhandelten Kreditvertrag (SFA-amendment) die Einhaltung von einer Sockel-Liquidität (Minimum Liquidity Covenant) von 5.000.000 EUR geprüft. Zum Zeitpunkt der Unterschrift unter den Konzernabschluss ist kein Verstoß gegen die Vereinbarungen des SFA wegen Nichteinhaltung dieser beiden Financial Covenants zu verzeichnen. Steuerliche Risiken können sich innerhalb des Konzerns aus der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft ergeben. Zum möglichen Einfluss einer behördlichen Auflage auf die Financial Covenants verweisen wir ergänzend auf den Abschnitt "Schließung des Pflegeheims in Kyritz". M&A-Strategie Akquisitionen stellen eine wichtige Säule der langfristigen Wachstumsstrategie von EMVIA Living dar. Das Geschäftsjahr 2021/2022 war geprägt von zahlreichen Due Diligences, die zum Erwerb der inovana GmbH im Oktober 2021 führten. Die Gesellschaft betreibt ein stationäres Pflegeheim in Wipperfürth und ergänzt das Portfolio der EMVIA Gruppe. Gerade im Kontext der ausgehenden Pandemie sehen wir viel Aktivität aus dem Markt und verfolgen unsererseits eine klare Fokussierung der M&A-Aktivitäten, um das bestehende Portfolio zu ergänzen. Hoher Qualitätsstandard sichert Wettbewerbsposition Die COVID-19-Pandemie stellt die Pflege weiterhin vor Herausforderungen. Gezielte Informationsarbeit, der Ausbau einer bedarfsorientierten internen Schutzmittellogistik, die enge Vernetzung von Qualitätsmanagement und Einrichtungen als auch die abteilungsübergreifende Koordination waren ausschlaggebend, um hier die Stabilität abzusichern. Lösungen für die wechselnden Herausforderungen zu finden, die Einhaltung neuer gesetzlicher und behördlicher Regelungen zu gewährleisten, bilden den Rahmen des langfristig angelegten Qualitätsmanagementansatzes von EMVIA Living. Die Sicherung und der Ausbau der Wettbewerbsposition am Pflegemarkt setzt unverändert einen einheitlich hohen Qualitätsstandard voraus. Risiken im Rahmen der Pflege-, Behandlungs- und Betreuungsqualität wird durch kontinuierliche Weiterentwicklung und Schulung der Mitarbeiter auf der Grundlage neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden begegnet. EMVIA LIVING misst dem Qualitätsmanagement hohe Priorität bei. Der Ausbau des Qualitätsmanagements wurde im Geschäftsjahr 2021/22 fortgesetzt. Die Betreuung auf Regions- und Einrichtungsebene durch regionale Qualitätsmanager/regionale Qualitätsleiter wurde weiter intensiviert. Die Qualitätsorganisation wieder stärker in die operative Linie (Regionen und Einrichtungen) zu integrieren, bleibt erklärte Zielsetzung. Durch eine kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen können wir für die Bewohner ein zukunftsfähiges Leistungsangebot, Zuverlässigkeit in Qualität und Hygiene und nicht zuletzt Vorsprung durch Qualität gewährleisten. Landesheimrechtliche Vorgaben Im Zuge der Föderalismusreform 2007 ist der ordnungsrechtliche Teil der Heimgesetzgebung in die Zuständigkeit der Bundesländer übergegangen. Auf Länderebene wurden in den Folgejahren zahlreiche Gesetze und Verordnungen erlassen, die über die bisherigen Regelungen des Bundesheimgesetzes (HeimG) bzw. die Heimmindestbauverordnung (HeimMindBauV) hinausgehen, jedoch in der Förderung und Refinanzierung der Investitionskosten auch eigene Maßstäbe und Höchstgrenzen festgelegt haben. Dabei geht es z.B. um die bauliche Gestaltung (Einzelzimmerquote, Raumgrößen, etc.), aber auch um personelle Mindeststandards und Mitwirkungsmöglichkeiten (Heimbeiräte, etc.). Im Geschäftsjahr 2021/22 ergab sich kein Anpassungsbedarf. In der Mehrzahl der Bundesländer haben die rechtlichen Grundlagen hinsichtlich einer Planungssicherheit oder Verbindlichkeit für Einrichtungsträger weiterhin Bestand. Durch den Ablauf von Bestandsschutzfristen werden zukünftig Rahmenbedingungen vorgegeben, die sich an den gesetzlich festgelegten wirtschaftlichen Größen orientieren. Preisrisiken Einen wesentlichen Teil ihrer Erträge erzielt EMVIA LIVING aus erbrachten Leistungen an Mitglieder der gesetzlichen Pflegeversicherungen. Die Preisbildung gestaltet sich nicht frei am Markt, sondern ist gesetzlich geregelt und hängt somit in hohem Maße von der Finanzlage der Kostenträger (Pflegekassen, Sozialhilfeträger) ab. Tendenziell sind eher niedrigere Preissteigerungen bei Pflegesatzverhandlungen durchsetzbar, der Kostendruck auf die Pflegeeinrichtungen hält daher unvermindert an. Im Umkehrschluss führt diese Form der "festgesetzten" Preisbildung dazu, dass weitergehende Preisrisiken als sehr gering eingeschätzt werden. Die Folgewirkungen der Covid-19-Pandemie für das System der gesetzlichen Pflegeversicherung und deren Refinanzierung sind derzeit nur bedingt einschätzbar. Mit der Kostenerstattung für ambulante, teil- und vollstationäre Pflegeeinrichtungen bei COVID-19-bedingten Mehraufwendungen und Mindereinnahmen hatte der Gesetzgeber auf die finanzielle Mehrbelastung der Pflegeeinrichtungen reagiert. Diese Regelungen sind zum 30. Juni 2022 ausgelaufen. Damit entfällt eine wesentliche finanzielle Entlastung auch für die EMVIA Gruppe. Risiken im Einkauf und der Beschaffung werden durch einen zentralen Einkauf Rechnung getragen. Einheitliche Preis- und Lieferbedingungen erschließen weitere Potenziale auf der Einkaufsseite; zugleich wird die standardisierte Qualität von Produkten und Prozessen sichergestellt. Schließung des Pflegeheims in Kyritz Zum 30. September 2022 wurde durch die zuständige Aufsichtsbehörde eine Schließungsverfügung gegen das von der EMVIA betriebene stationäre Pflegeheim in Kyritz erlassen. EMVIA geht gerichtlich gegen die Verfügung vor, konnte aber im einstweiligen Verfahren keinen aufschiebenden Beschluss gegen die Verfügung erreichen. Da eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren erst in Jahren zu erwarten ist, erlangt die Verfügung faktische Wirksamkeit. Mit der Betriebseinstellung zum 30. September 2022 wurde keine außerordentliche Kündigung des noch langjährig laufenden Mietvertrages mit dem Vermieter, ausgesprochen. Für entsprechende drohende Verluste wurde eine Rückstellung im Berichtsjahr eingestellt. Sollten die Beurteilungen, die zur Berechnung der Höhe der Rückstellung geführt haben sich nicht einstellen bzw. sich zukünftig verändern, könnte eine Erhöhung der Rückstellung notwendig sein. Sollten erhebliche Beurteilungsänderungen notwendig werden, könnte dies zur Nichteinhaltung des "Net Leverage" covenants des SFA und damit zum Bruch des Kreditvertrags führen. Ukraine-Krieg Der Krieg in der Ukraine hat einen wesentlichen Einfluss auch auf die gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse und Prognosen in Deutschland. Insbesondere die bereits erfolgten Steigerungen der Rohstoffpreise hatten bereits Auswirkungen auf die Kosten- und Ertragssituation der Pflegeheime der EMVIA-Gruppe. Während für Strom- und Gaslieferungen durch langfristige Preisvereinbarungen keine Preissteigerungen im Geschäftsjahr zu verzeichnen waren, haben die gestiegenen Kosten für Heizöl bereits zu höheren Kosten beim Betrieb der Pflegeheime geführt. Nach Auslaufen der derzeitigen Vereinbarungen ist im 2. Halbjahr des Geschäftsjahrs 2022/23 auch mit Kostensteigerungen beim Einkauf von Gas und Strom zu rechnen, sollten bis dahin die durch den Krieg verursachten Preisanstiege weiterhin Bestand haben. Eine volle Refinanzierung der dann erhöhten Energiekosten der EMVIA-Pflegeheime durch erhöhte Vergütungsvereinbarungen mit den Pflegekassen ist derzeit nicht gesichert. Der Branchenverband Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., der auch die EMVIA Gruppe vertritt, hat hierzu eine politische Diskussion angestoßen, die inzwischen auch vom Bundesgesundheitsminister aufgenommen wurde. Ob hierzu für die Pflegeheimbetreiber entlastende Maßnahmen beschlossen werden, ist allerdings derzeit nicht klar. 2. Gesamtbild der Chancen- und Risikolage Die Gesamtsituation bezogen auf Chancen und Risiken des Konzerns ergibt sich aus den dargestellten Einzelrisiken und -chancen. Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand der Gruppe gefährden könnten, sind aktuell nicht erkennbar. Maßgebliche Risiken liegen wie ausgeführt auf der regulatorischen, der Vertriebsseite und im Fachkräftemangel. Weitere markttechnische Risiken, welche die Entwicklung der Gruppe beeinflussen können, sind uns nicht bekannt. Insgesamt überwiegen aus Sicht von EMVIA LIVING die Chancen, die das nachhaltige und stabile Geschäftsmodell bietet, die beschriebenen Risiken. Gerade auch die derzeitigen Diskussionen in Presse und Politik zur Bedeutung der Pflegeeinrichtungen, gepaart mit den bis zum 30. Juni 2022 ausgelaufenen monetären Hilfen im Kontext der Covid Situation unterstreichen auch noch einmal, dass Politik und Gesellschaft die Alteneinrichtungen und deren Anbieter als eine der Säulen für die stabile gesundheitliche Versorgung der Gesellschaft sieht und unterstützen möchte. EMVIA LIVING ist zuversichtlich, dass im Unternehmen auch zukünftig die sich ergebenden Chancen erkannt und genutzt werden und damit den bestehenden und zukünftigen Risiken erfolgreich begegnet werden kann. 3. Prognosebericht Der Pflegemarkt in Deutschland ist durch die weitgehende Finanzierung durch Sozialkassen weitestgehend unabhängig von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung. Die alternde Gesellschaft in Deutschland, die medizinisch immer umfassender versorgt werden muss, wird auch in Zukunft in den stationären und ambulanten Versorgungsbereichen für eine langfristig steigende Nachfrage nach Pflegeleistungen sorgen, auch wenn die COVID-19-Pandemie für eine zwischenzeitlich zurückhaltende Nachfrage im Bereich der stationären Pflege geführt hat. Die EMVIA LIVING Gruppe sieht langfristig sehr gute Chancen, vom steigenden Bedarf an Pflegeleistungen in den stationären und ambulanten Versorgungsbereichen zu profitieren. Vor diesem Hintergrund erwartet das Management für das zweite Halbjahr 2022/23 eine steigende Auslastungsquote, die das Niveau der Vor-Coronazeit aber noch nicht wieder erreichen wird. Dies wird erst im Geschäftsjahr 2023/24 erwartet. Die Aufwandsseite wird hauptsächlich durch den Personalaufwand bestimmt, wobei dieser durch die Erhöhung des Mindestlohns (Pflegemindestlohn 4. PflegeArbbV, gesetzlicher Mindestlohn MiLoG) und viel stärker durch die mit der ab 1. September 2022 eingeführten Tariftreuepflicht einhergehenden Neubewertungen der Gehälter in der Pflege belastet wird. Entsprechend wird der Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz stärker ansteigen, auch wenn wir hier eng am optimalen Personalmanagement arbeiten. Die Materialkosten werden wesentlich durch die Energiekosten der Immobilien der Pflegeeinrichtungen beeinflusst. Hier ist damit zu rechnen, dass die gegenwärtigen Preissteigerungen bei Gas und Strom nach Auslaufen der derzeitigen Lieferverträge ab 2023 zu erhöhten Kosten führen werden. Dem steht die Erwartung sinkender Kosten für Zeitarbeitspersonal gegenüber, die im Geschäftsjahr 2022/23 aufgrund der verstärkten Anstrengungen bei der Rekrutierung eigenen Personals sowie des sich durch die Tarifpflicht nivellierenden Gehaltsniveaus im Bereich der stationären Pflege sinken sollten. Somit wird die eigene Personalbasis, als wesentlicher Erfolgsfaktor von EMVIA, weiter deutlich ausgebaut. Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen geht das Management von leicht erhöhten Aufwendungen für werterhaltende Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen der Immobilienbasis, was hier einen Wertbeitrag zur Leistungserbringung nach vorne leisten wird. Die sonstigen Personalkosten werden durch höhere Aufwendungen für die generalistische Ausbildung steigen, allerdings werden hiervon gewisse Teile refinanziert, was sich zeitlich verzögert und sich erst im darauffolgenden Geschäftsjahr in entsprechenden Erträgen niederschlägt. Insgesamt betreibt das Management ein striktes Kostenmanagement durch alle Kostenpositionen, um die Gruppe in ihrer weiteren Ergebnisentwicklung abzusichern. Die Aufwandsseite ist weiterhin durch Anlaufkosten beeinflusst, die durch die Eröffnung neuer EMVIA-Pflegeheime ("Ramp Ups") entstehen und die mit ihren attraktiven Angeboten zur stationären und ambulanten Pflege sowie dem betreuten Wohnen für die Zukunft einen weiteren Ergebnisbaustein darstellen. Insgesamt geht das Management davon aus, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2022/2023 vor dem Hintergrund einer wieder höheren Belegung sowie durch erwartete Steigerungen der Pflegesatzvereinbarungen zur Refinanzierung der erwarteten Personalkostensteigerungen durch Einführung der Tarifpflicht und der Steigerungen der Mindestlöhne deutlich steigt. Das EBITDA wird für das Geschäftsjahr 2022/2023 durch Anlaufkosten neuer EMVIA-Pflegeheime ("Ramp-Ups" Spechtgruppe) sowie einem Kostenanstieg im Bereich des Personals und der Aufarbeitung von Immobilienthemen im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (hier v.a. Instandhaltung) leicht unter dem Vorjahr liegen. IV. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumentenDerzeit werden hier keine Instrumente genutzt. Konzernbilanz zum 30.06.2022Aktiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022A. VorbemerkungenI. Grundlagen der Berichterstattung 1. Allgemeine Angaben zum Konzernanhang Die MVIA MidCo 1 ist eine in Berlin ansässige Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 193365 B eingetragen. Die Gesellschaft wurde zum 20. Juli 2017 gegründet. 2. Unternehmensgegenstand der Gesellschaft Unternehmensgegenstand der MVIA MidCo 1 GmbH als oberstes Mutterunternehmen des Konzerns ist der Erwerb und das Halten von Beteiligungen an Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland und im Ausland, einschließlich der Beteiligungen an Grundbesitzgesellschaften und insbesondere an Unternehmen im Bereich der Errichtung, Übernahme und des Betriebs von Krankenhäusern, Kur-, Diagnostik- und Therapie- und Pflegeeinrichtungen jeder Art. Die MVIA MidCo 1 GmbH und ihre Tochterunternehmen stellen sich am Markt als Betreiber von Pflegeeinrichtungen dar. Der Konzern tritt über seine Tochtergesellschaften unter der Marke EMVIA Living auf. 3. Grundlagen der Darstellung Der Konzernabschluss der MVIA MidCo 1 GmbH wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Bei der MVIA MidCo 1 GmbH handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. Mit Erwerb der EMVIA Living GmbH von den MK Kliniken AG zum 1. Oktober 2017 ist die MVIA MidCo 1 GmbH zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Aufstellung des Konzernabschlusses als auch des Konzernlageberichts ergibt sich aus § 290 Abs. 1 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni. Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden. Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Unternehmen wurden neubewertet und die aus der Erstkonsolidierung entstehenden Unterschiedsbeträge entweder als Geschäfts- oder Firmenwert oder passiver Unterschiedsbetrag ausgewiesen. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Aufgrund der im Oktober 2022 erfolgenden Schließung einer Einrichtung ist für diese Gesellschaft die Bilanzierung zu Liquidationswerten durchgeführt worden. Dies hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. II. Konsolidierungsgrundsätze 1. Konsolidierungsstichtag Der Konzernabschluss ist auf den Bilanzstichtag der MVIA MidCo 1 GmbH, Berlin, aufgestellt worden. 2. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäfte derjenigen Gesellschaften, die die MVIA MidCo 1 GmbH unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Erstkonsolidierung der Inovana GmbH hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vergleichbarkeit des diesjährigen und letztjährigen Konzernabschlusses. Der Konsolidierungskreis umfasst einschließlich der MVIA MidCo 1 GmbH 73 vollkonsolidierte Gesellschaften mit Sitz in Deutschland. Diese sind neben der MVIA MidCo 1 GmbH die in der Anteilsbesitzliste ausgewiesenen Gesellschaften. 3. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren Zeitwerten angesetzt. Die bei der Erstkonsolidierung aufgedeckten positiven Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert, die über eine Nutzungsdauer von 8 Jahren abgeschrieben werden. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Zwischenergebnisse waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht zu eliminieren. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt. Soweit Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nicht gleichlautend in Einzelabschlüssen ausgewiesen wurden, wurden diese Differenzen ergebniswirksam konsolidiert. B. KonzernabschlussIn den Konzernabschluss wurden die Einzelabschlüsse der MVIA MidCo 1 GmbH, Berlin, sowie aller unmittelbar oder mittelbar beherrschten Tochterunternehmen einbezogen. I. Veränderungen des Konsolidierungskreises Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde mit der Inovana GmbH eine weitere Gesellschaft im Konzernabschluss der EMVIA konsolidiert. Hierdurch wurde unser Portfolio um eine weitere Gesellschaft für die Senioren- und Altenpflege erweitert. In diesem Zuge wurden die folgenden Vermögensgegenstände und Schulden in den Konzernabschluss übernommen:
In den Vermögensgegenständen und Schulden der Inovana GmbH waren keine stillen Reserven bzw. stillen Lasten zu berücksichtigen, sodass deren Buchwerte im Rahmen der Erstkonsolidierung übernommen werden konnten. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden 1. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der MVIA MidCo 1 GmbH wurde erstmals für das Rumpfgeschäftsjahr vom 20. Juli 2017 bis 30. Juni 2018 aufgestellt, wobei die Erstkonsolidierung auf den Erwerbszeitpunkt am 1. Oktober 2017 erfolgte. Die (Zwischen-) Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene IT-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig linear über acht Jahre abgeschrieben, da in diesem Zeitraum die aus dem Erwerb resultierenden Synergien voraussichtlich realisiert werden. Die gewählte Abschreibungsdauer wurde nach Überlegungen zur Tragfähigkeit des gekauften Geschäftes, zu Investitionsbedarfe sowie zu Gesamtinvestitionszeiten unter Anwendung des Vorsichtsprinzips auf acht Jahre festgelegt. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung beträgt zum Bilanzstichtag 116.117 TEUR. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 8 Jahren ausgeschöpft. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Sofortabschreibung erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 bzw. bei Anschaffung vor dem 1. Januar 2018 € 410 nicht übersteigen. Die Nutzungsdauer der einzelnen Gruppen von Sachanlagevermögen betragen:
Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten erfasst und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung wie folgt gebildet
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend den Abschreibungen der dazugehörigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags nach der vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Überhänge der aktiven latenten Steuern aus den Einzelgesellschaften werden in Ausübung des Wahlrechtes des § 274 in Verbindung mit § 298 HGB nicht angesetzt. III. Erläuterungen zu Bilanzposten Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Der Konsolidierungskreis setzt sich aus den folgenden verbundenen Unternehmen zusammen:
Sämtliche Gesellschaften des Konsolidierungskreises haben durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss die Bedingungen des § 264 Abs. 3 HGB erfüllt und nehmen die Befreiungsvorschrift so weit als möglich in Anspruch. Von einer dauernden Wertminderung wird nicht ausgegangen, da der Zeitwert den Buchwert zum Bilanzstichtag nicht dauerhaft unterschritten hat. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, soweit wirtschaftlich und rechtlich erforderlich, Wertberichtigungen gebildet worden. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen im Rahmen der aus den Portfoliomietverträgen mit den jeweiligen Vermietern resultierenden Mietkautionen in Höhe von 16.482 TEUR. Aktive latente Steuern Von dem Ansatzwahlrecht für aktive Überhänge der latenten Steuern gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Sofern die aktiven latenten Steuern bilanziert worden wären, würden diese im Wesentlichen aus steuerlichen Verlustvorträgen bzw. Zinsvorträgen nach § 8a KStG auf Ebene der EMVIA Living GmbH (vormals MVIA Verwaltungs GmbH) sowie aus der Bilanzierung von Drohverlustrückstellungen in Höhe von 3.689 TEUR resultieren. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt 25.000,00 EUR. Sonderposten für Investitionszuschüsse Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend den Abschreibungsdauern der dazugehörigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aufgelöst. Rückstellungen Die Rückstellungen enthalten:
Die Steuerrückstellungen beinhalten mit 4.877 TEUR Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie darüber hinaus Grunderwerbsteuer. In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit Coronahilfen (16.336 TEUR), für das Personal (10.239 TEUR), für die Schließung einer Einrichtung (3.960 TEUR) sowie für ausstehende Rechnungen (1.240 TEUR) enthalten. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter beinhalten ausschließlich Darlehensverbindlichkeiten. Im Zusammenhang mit der im Vorjahr erfolgten Refinanzierung der EMVIA-Gruppe wurden die Geschäftsanteile sowie Bankkonten von verschiedenen Tochtergesellschaften an die beteiligten Kreditinstitute verpfändet. Darüber hinaus bestehen keine durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse (233,0 Mio. EUR) wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 überwiegend in der stationären Pflege (223,8 Mio. EUR) erzielt. Die übrigen Erträge ergeben sich aus dem betreuten Wohnen und Zusatzleistungen für die Bewohner und Angehörige. Entsprechend der Festlegungen nach § 150 Abs. 3 SGB XI wurden im Geschäftsjahr 2021/22 Mittel zum Ausgleich der COVID-19 bedingten finanziellen Belastungen der Pflegeeinrichtungen für Mindererlöse sowie für Mehraufwendungen in Höhe von insgesamt 32.878 TEUR beantragt. Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich in Deutschland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (6,9 Mio. EUR), Erstattungen aus der U1+U2 Umlage der Krankenkassen (1,3 Mio. EUR) sowie aus Lohnkostenzuschüssen (0,9 Mio. EUR). Darüber hinaus sind weitere periodenfremde Erträge von insgesamt 3,2 Mio. EUR zu berücksichtigen. Materialaufwand Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:
Personalaufwand Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen enthalten planmäßige lineare Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen sowie auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 2.950 TEUR. Darüber hinaus sind Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 34.732 TEUR erfasst. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Mietaufwendungen (53.089 TEUR), Kosten der Instandsetzung, Wartung und Modernisierung (5.842 TEUR), Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (4.730 TEUR), sonstige Personalkosten (8.169 TEUR) sowie IT-Kosten (2.566 TEUR). Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von 3.325 TEUR entstanden. Finanzergebnis
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Geschäftsjahr 2021/22 weist der Konzern einen Steueraufwand von 1,4 Mio. EUR aus. Neben laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 0,9 Mio. EUR ist darüber hinaus ein periodenfremder Steueraufwand von 0,5 Mio. EUR zu berücksichtigen. V. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung des MVIA MidCo 1 GmbH Konzerns wurde auf der Grundlage des DRS 21 erstellt. Die Zahlungsströme werden aufgeteilt in den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeit und Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Der Finanzmittelfonds beläuft sich auf 20.596 TEUR und setzt sich ausschließlich aus frei verfügbaren Zahlungsmitteln zusammen. Siehe hierzu die Anlage zur Kapitalflussrechnung. VI. Sonstige Angaben 1. Organe der MVIA MidCo 1 GmbH Beirat Mitglieder des Beirats
Geschäftsführung Geschäftsführ war im Geschäftsjahr 2021/2022:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2021/2022 waren durchschnittlich 4.166 (Vorjahr 4.164) Mitarbeiter sowie 258 Auszubildende beschäftigt:
3. Haftungsverhältnisse Folgende Haftungsverhältnisse werden unter Angabe der gewährten Pfandrechte und sonstigen Sicherheiten gesondert angegeben: Aus einem Kaufvertrag resultieren Verpflichtungen in Höhe von 2.323 TEUR (Vorjahr 2.454 TEUR) aus unbedingten und unbefristeten selbstschuldnerischen Bürgschaften. Aus einem Mietvertrag ergeben sich Bürgschaftsverpflichtungen in Höhe von unverändert 150 TEUR. Mit Inanspruchnahmen wird derzeit nicht gerechnet. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt: Aus einem Kaufvertrag ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 737 TEUR, die für Investitionen zu verwenden sind. Zusätzlich sind entstehende Renovierungskosten zu übernehmen. Weitere finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie sonstigen Verträgen mit folgenden Laufzeiten:
Für die angeführten finanziellen Verpflichtungen wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. 5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen: ► Bezug/Erbringung von Dienstleistungen ► Abreden im Ein- oder Verkauf Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der MVIA MidCo 1 GmbH, Berlin, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 314 Nr. 3 HGB eine weitere Angabe. 6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
7. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Senior Living Holding S.à.r.L. mit Sitz in Luxemburg, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Dieser wird im Registre de Commerce et des Sociétés in Luxemburg veröffentlicht. 8. Nachtragsbericht Zum 30. September 2022 wurde durch die zuständige Aufsichtsbehörde eine Schließungsverfügung gegen das von der EMVIA betriebene stationäre Pflegeheim in Kyritz erlassen. EMVIA geht gerichtlich gegen die Verfügung vor, konnte aber im einstweiligen Verfahren keinen aufschiebenden Beschluss gegen die Verfügung erreichen. Dementsprechend erfolgt eine Betriebseinstellung für diese Einrichtung zum 30. September 2022. Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg haben einen wesentlichen Einfluss auch auf die gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse und Prognosen in Deutschland. Insbesondere die bereits erfolgten Steigerungen der Rohstoffpreise hatten bereits Auswirkungen auf die Kosten- und Ertragssituation der Pflegeheime der EMVIA-Gruppe. Wie sich dies in der Zukunft entwickelt, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. 9. Gewinnverwendung des Mutterunternehmens Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag der MVIA MidCo 1 GmbH von 92.931,75 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, den 11. Oktober 2022 MVIA MidCo 1 GmbH Volker Feldkamp Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 30. Juni 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MVIA MidCo 1 GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der MVIA MidCo 1 GmbH, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MVIA MidCo 1 GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 11. Oktober 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Lars Müller, Wirtschaftsprüfer ppa. Dennis Kaufholz, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 30. Juni 2022 wurde am 15. Juni 2023 gebilligt. |
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Sonstige teilstationäre Pflegeeinrichtungen
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
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Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
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Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
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Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
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Sonstige Überlassung von Arbeitskräften
Befristete Überlassung von Arbeitskräften
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Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
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Großhandel mit Tabakwaren
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Großhandel mit Karton, Papier, Pappe, Schreibwaren und Bürobedarf
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
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Einzelhandel mit Telekommunikationsgeräten
Güterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
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Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Ausschank von Getränken a. n. g.
Verlegen von Computerspielen
Vermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
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Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Einzelhandel mit Getränken
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Güterbeförderung im Straßenverkehr
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Allgemeine Gebäudereinigung
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Befristete Überlassung von Arbeitskräften
Wäscherei und chemische Reinigung für Privatkunden
Allgemeine Gebäudereinigung
Postsekundärer, nicht tertiärer Unterricht in Schulen des Sozialwesens
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Organisationen der Bildung, Wissenschaft und Forschung
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Allgemeine Gebäudereinigung
Organisationen der Bildung, Wissenschaft und Forschung
Vermittlungstätigkeiten für Erziehung und Unterricht
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Beteiligungsgesellschaften
Bauträger für Wohngebäude
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Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
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Verlegen von Büchern
Architekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Außerunterrichtliche Betreuung für Schulkinder (ohne Jugendarbeit)
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Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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