11 88 0 Solutions AG
Selbe AdresseWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die Telekommunikation
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Dr. Nerger seit 27.3.2020 | Prokura |
Birgit Hausmann seit 8.3.2016 | Prokura |
Christian Maar seit 3.7.2015 | Vorsitzender des Vorstands |
Jürgen Günter Arthur Wewer seit 25.9.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 99.00% | |
| 1.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
11 88 0 Internet Services AGEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022und Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022der 11 88 0 Internet Services AG1. Geschäftsjahr 2022 im
Überblick und Geschäftsverlauf
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| Performance | Compliance | Internes Kontrollsystem | Risikomanagementsystem |
| Management | Management | ||
| Controlling / Operative Bereiche | Compliance Committee / Operative Bereiche | Rechnungswesen / IT / Operative Bereiche | Controlling / Operative Bereiche |
| • Laufendes Reporting zu | • Richtlinien / Vorschriften | • Rechnungslegungs- | • Risikoidentifikation |
| wesentlichen KPI | • Risikoprävention | bezogenes IKS | • Risikobewertung |
| • Budget | • Prozessoptimierung | • Dokumenten- | • Risikosteuerung |
| • Forecast | • Fraud-Prävention | Managementsystem | • Risikoüberwachung |
| • Soll-Ist-Analysen | • Datenschutz | • Vier-Augen-Prinzip | • Risikovermeidung |
| • Investitionscontrolling | • Sanktionen | • Prozessdokumentation | • Risikomanagementprozess |
| • Performance-Management | • Plausibilitätsanalysen | • Risikobericht | |
| • Sonderanalysen | • IT-Systeme | ||
| • Prüfungsvorgaben | |||
| • Richtlinienkompetenz | |||
| • Nachhaltigkeit |
Das Chancen- und Risikomanagementsystem der 11 88 0 Solutions-Gruppe wird quartalsweise in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen aller Unternehmensbereiche auf Effizienz und Zweckmäßigkeit überprüft. Der Vorstand wird regelmäßig über die Risikolage im 11 88 0 Solutions-Konzern informiert. Darüber hinaus überwacht der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, das Risikomanagementsystem.
Zusätzlich zur Betrachtung auf Konzernebene werden die Geschäftsbereiche Digital und Telefonauskunft auf Geschäftsbereichsebene betrachtet.
Basis des im Unternehmen etablierten Frühwarnsystems bildet eine differenzierte und qualitativ hochwertige Planung für die einzelnen Unternehmensbereiche und die hierzu korrespondierende Berichterstattung in Form laufender Soll- / Ist-Analysen.
Das Chancen- und Risikomanagement der 11 88 0 Solutions-Gruppe ist in der Strategieentwicklung verankert und fließt in alle weiteren Planungsprozesse mit ein. Beispielsweise werden in jährlichen Planungsrunden alle Geschäftsaktivitäten auf Chancen und Risiken hin untersucht und bewertet. Daraus leiten sich wiederum Ziele (insbesondere Umsatz- und Ergebnisziele) ab, deren Erreichung durch die Planungsverantwortlichen aus dem Bereich Konzerncontrolling fortlaufend überwacht und analysiert werden. Im Rahmen der monatlichen Ergebnispräsentationen erfolgt eine Aufbereitung und Analyse der Entwicklung der wichtigsten monetären und nicht monetären Unternehmenskennzahlen (Key Performance Indicator; KPI) sowohl in Bezug auf die aktuelle Entwicklung als auch in Bezug auf die im Planungsprozess prognostizierten Entwicklungen. Die Berichterstattung gegenüber dem Vorstand und den Führungskräften der Bereiche umfasst detaillierte monatliche Berichte, die vom Controlling in enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen erstellt werden.
Das Konzerncontrolling leitet zudem die wöchentlichen SalesMeetings, in denen die aktuelle Vertriebsperformance, neue vertriebliche Maßnahmen und die vertrieblichen Rahmenbedingungen (z. B. in Bezug auf die Verfügbarkeit von Daten, die Performance und Verfügbarkeit der erforderlichen IT-Systeme) von den einzelnen Unternehmenseinheiten erläutert werden. Neben den Führungskräften aus den einzelnen Vertriebseinheiten selbst sind auch der Vorstand sowie die Führungskräfte aus den Bereichen Controlling, IT, Produktmanagement und Data/BI integraler Bestandteil dieses regelmäßigen Meetings. Hierdurch wird einerseits ein interdisziplinäres und bereichsübergreifendes Performance-Management inklusive der Berücksichtigung von Bereichsinterdependenzen und entsprechenden Abweichungsanalysen ermöglicht, andererseits können wichtige operative und strategische Maßnahmen unmittelbar diskutiert und initiiert werden.
Der Vorstand erläutert dem Aufsichtsrat die aktuellen Entwicklungen, Kennzahlen sowie die identifizierten Chancen und Risiken in Form eines monatlichen Meetings, bei dessen Vorbereitung das Konzerncontrolling eng eingebunden ist.
Verkürzt ausgedrückt lässt sich der Begriff Compliance mit Rechtskonformität übersetzen. Es geht also um die die Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen und interner Richtlinien und Regeln durch das Unternehmen, seine Organe und die Mitarbeiter.
Darüber hinaus wird unter Compliance aber auch die Schaffung organisatorischer Vorkehrungen und Maßnahmen im Unternehmen verstanden, die die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen und der internen Richtlinien und Regeln sicherstellen. Die Gesamtheit dieser organisatorischen Maßnahmen, Regeln und Prozesse zur Sicherstellung der Compliance wird als Compliance-System bezeichnet.
Um ein verantwortungsvolles Handeln sicherzustellen und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und internen Regelungen zu gewährleisten, verfügt die 11 88 0 Solutions-Gruppe seit 2010 über ein Compliance Committee, welches den Vorstand hinsichtlich aller Fragen der Compliance berät und das Compliance-System kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt. Hierzu zählen Vorschläge zur Risiko- und Fraud-Prävention, zu Prozessverbesserungen und zu möglichen Sanktionen ebenso wie die Initiierung und Überwachung interner Richtlinien (wie z. B. der Einkaufsrichtlinie für die 11 88 0 Solutions-Gruppe). Das Compliance Committee trifft sich in regelmäßigen Meetings mehrmals im Jahr und tritt bei besonderen und/oder zeitkritischen Sachverhalten und Fragestellungen bei Bedarf auch zu außerordentlichen Terminen zusammen.
Operative und organisatorische Maßnahmen innerhalb der Vertriebsprozesse bilden einen Schwerpunkt der regelmäßigen Compliance-Arbeit der Gesellschaft. Die Vertriebsprozesse und Vertragsabschlüsse der internen Vertriebsmitarbeiter und externen Vertriebspartner werden permanent im Hinblick auf das Einhalten gesetzlicher Regelungen und interner Vorgaben überwacht. Die Provisionsmodelle und darauf basierenden monatlichen Vertriebsprovisionen werden vom Konzerncontrolling auf monatlicher Basis überwacht und in Bezug auf rechnerische Richtigkeit, Fraud-Prävention und Anreizkompatibilität analysiert. An der Anpassung von Provisionsmodellen wirken Vertrieb, Konzerncontrolling und Betriebsrat in enger Abstimmung mit.
Im Rahmen des Inkrafttretens der Datenschutzgrundverordnung im Mai 2018 und der EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD II im Januar 2018 wurden innerhalb des Unternehmens einhergehende gesetzliche Anforderungen umgesetzt.
Die 11 88 0 Internet Services AG ist keine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB. Dennoch werden nachfolgend gemäß § 289 Abs. 4 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (IKS) der 11 88 0 Solutions-Gruppe im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess beschrieben.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und den Konzernrechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Die 11 88 0 Solutions-Gruppe versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (ISA [DE] 315 (Revised) Tz. 18 i.V.m. A90) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an.
Unter einem internen Kontrollsystem werden demnach die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind. Daraus leiten sich insbesondere die folgenden Ziele ab:
| ― |
Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (Hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen.), |
| ― |
Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
| ― |
Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. |
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert:
Die Gesamtverantwortung für das IKS in der 11 88 0 Solutions-Gruppe liegt beim Vorstand der 11 88 0 Solutions AG. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Geschäftsfelder des Konzerns eingebunden. Hierzu finden im Zwei-Wochen Turnus Meetings mit den Bereichsleitern bzw. den Geschäftsfeldverantwortlichen statt, bei welchen alle relevanten Steuerungskennzahlen des operativen Geschäfts diskutiert werden.
Die im Rechnungslegungsprozess mitwirkenden Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer und qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet. Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden regelmäßig auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Im April 2023 wurde das neue elektronische Dokumenten-Management-System (Docuware) eingeführt und unterstützt u.a. durch programmierte Plausibilitätsprüfungen.
Rechnungslegungsrelevante Informationen werden kontinuierlich zwischen dem kaufmännischen Leiter und dem Leiter Rechnungswesen ausgetauscht sowie in regelmäßig stattfindenden Besprechungen an den Vorstand kommuniziert.
Außerdem wird zur Kontrolle wichtiger Vorgänge das Vier-Augen-Prinzip angewendet, beispielsweise im Rahmen von Bestellungen sowie bei der Rechnungsprüfung, der Auftrags- und Vertragsanlage bzw. bei der Freigabe von Zahlungsläufen. Die Bestätigung der Prüfung und Zahlungsanweisungen haben mit Unterschrift und Datum zu erfolgen.
Auch werden eingegangene Rechnungen den entsprechenden Abteilungen im Vier-Augen-Prinzip zur sachlichen und rechnerischen Prüfung vorgelegt. Dieses Prinzip besagt, dass keine einzelne Person alleinverantwortlich für alle Prozessschritte sein darf. Vielmehr müssen fachlich dazu ausreichend geeignete Personen den Vorgang bearbeiten, um mögliche Abweichungen und Kontrollschwächen zu erkennen und zu beheben. Konkret bedeutet dieser Prozess, dass der Besteller durch seine Unterschrift bestätigen muss, dass die Ware eingegangen ist bzw. die Dienstleistung erbracht wurde und der Bestellung entspricht.
Die Prüfung soll unverzüglich erfolgen und mit einer Kostenstellenkontierung an den Vorgesetzten bzw. Kostenstellenverantwortlichen weitergeleitet werden, damit dieser die Zahlung freigeben kann. Als letzte Instanz für die Ordnungsmäßigkeit lösen zwei Unterschriftsberechtigte mit Bankvollmacht die Zahlung aus.
Neben dem IKS in den einzelnen Tochtergesellschaften gibt es diese Kontrollebenen auch auf Konzernebene. Konzernweite Kontrollen werden von zentralen Einheiten wie der Finanz-, Personal- oder Rechtsabteilung gesteuert und sind auch zentral dokumentiert. Ein typisches Beispiel hierfür ist die zentrale Steuerung und Kontrolle von Zahlungsausgängen im Rahmen der konzernweiten Liquiditätsplanung.
Des Weiteren wird das IKS durch IT-Systeme gestützt, wie zum Beispiel SAP, die regelmäßig auf ihre Effizienz und Wirksamkeit hin kontrolliert werden. Bei den im Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich soweit möglich um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben sind, soll sicherstellen, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Auch die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor genauer beschrieben wurden, ermöglichen es, eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicherzustellen. Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet, dokumentiert und zeitnah buchhalterisch korrekt erfasst werden können. Gleichzeitig soll damit sichergestellt werden, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.
Das Risikomanagementsystem der 11 88 0 Solutions-Gruppe wird unter der organisatorischen Gesamtverantwortung des Vorstands operativ vom kaufmännischen Leiter geführt, der als Leiter Controlling auch das Risikocontrolling verantwortet. Die Aufgaben des Konzerncontrollings im Rahmen des Risikomanagementsystems der Gruppe liegen vor allem in folgenden Verantwortungsbereichen:
| ― |
konzeptionelle Entwicklung und Weiterentwicklung eines für alle Unternehmensbereiche strukturell einheitlichen, verbindlichen Risikomanagementsystems in enger Abstimmung mit dem Vorstand, |
| ― |
Organisation, Initiierung und Koordination der regelmäßigen Erfassung, Beurteilung und Kommunikation der Risiken durch die Risikoverantwortlichen, |
| ― |
Unterstützung der Risikoverantwortlichen bei der Bewertung der identifizierten Risiken bzw. bei der Plausibilisierung der Bewertungsergebnisse, |
| ― |
kritischer Review der Einschätzungen von Risikoverantwortlichen zu den Risiken in den einzelnen Verantwortungsbereichen, |
| ― |
Überwachung der gesetzlichen Vorschriften zum Risikomanagement und soweit geboten, Anpassung von Prozessen, Templates und Methoden, |
| ― |
Überwachung der bereichsübergreifenden Konsistenz von Risikoanalysen und Analyse der (potenziellen) bereichsübergreifenden Interdependenzen von Einzelrisiken, |
| ― |
Aggregation der Risiken der 11 88 0 Solutions-Gruppe über alle Bereiche und Risikoarten hinweg, |
| ― |
Erstellung und Abstimmung des Risikoberichts mit dem Vorstand. |
Als unmittelbar Risikoverantwortliche werden die Führungskräfte unterhalb des Vorstands angesehen. Sie sind in ihrem jeweiligen Bereich verantwortlich für die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung sowie die Dokumentation und Kommunikation der wesentlichen Risiken sowie der zur Risikoverringerung abgeleiteten Maßnahmen. Unterstützt werden die Führungskräfte der einzelnen Bereiche dabei von den jeweils für ihren Konzernbereich zuständigen Bereichscontrollern. Die Risikoverantwortlichen verantworten die Übermittlung der Risiken an das Risiko-Controlling in den vorgegebenen Intervallen (regelmäßig bei Budget- und Forecast-Erstellung sowie ad hoc bei Identifikation neuer Risiken oder einer materiellen Erhöhung bekannter Risiken).
Basierend auf den von den Risikoverantwortlichen erfassten und an das Risiko-Controlling gemeldeten Risiken wird vom Konzerncontrolling der Risikobericht erstellt und im Rahmen der Budgetplanungen und rollierenden Forecasts mit dem Vorstand abgestimmt, welcher seinerseits an den Aufsichtsrat berichtet. Soweit bedeutende oder gar bestandsgefährdende Risiken identifiziert werden, werden diese unabhängig von laufenden Budget- oder Forecasting-Prozessen unmittelbar und direkt an den Vorstand berichtet.
Im Rahmen des Risikomanagementsystems der 11 88 0 Solutions-Gruppe werden die folgenden Risikoarten differenziert:
| ― |
Marktrisiken |
| ― |
Finanz- und Liquiditätsrisiken |
| ― |
Personalrisiken |
| ― |
Prozessrisiken |
| ― |
Regulatorische Risiken |
| ― |
Rechtliche Risiken |
| ― |
Technologierisiken |
Die gewählte Differenzierung der Risikoarten unterstützt die systematische Identifikation und Erhebung der Risiken. Die Risikoverantwortlichen sind auf Basis der vorgegebenen Struktur angehalten, die Risikoinventur nicht auf die in ihren Bereichen jeweils typischen Risikoarten zu begrenzen, sondern ihre Analysen gezielt und systematisch auch auf eher bereichsfremde Risikoarten auszurichten.
Die Bewertung der einzelnen Risiken erfolgt in einem mehrstufigen Prozess:
i. Zunächst werden die Risiken abstrakt erfasst und beschrieben.
ii. Darauf aufbauend erfolgt eine Bewertung der Schadenshöhe, die sich bei Eintritt des Risikos ergeben würde, wenn keine Maßnahmen zur Risikobegrenzung erfolgen würden (Bruttorisiko). Als Maßstab hierzu wird die Ergebnisauswirkung (EBITDA nach IFRS) im Budgetjahr herangezogen. Soweit vereinzelte Risiken einer Quantifizierung nicht oder noch nicht zugänglich sind, werden diese Risiken in Bezug auf deren potenzielle Bedeutung eingeschätzt und soweit erforderlich in den entsprechenden Gremien und Berichten diskutiert.
iii. Für jedes Risiko werden Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung des Risikos abgeleitet und die hierdurch erzielte Reduktion der potenziellen Schadenshöhe bzw. die nach Maßnahmen verbleibende Schadenshöhe ermittelt (Nettobetrachtung).
iv. Unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeiten für die Nettorisiken erfolgt schließlich die Bewertung des Risikos in Form des wahrscheinlichkeitsgewichteten EBITDA-Risikos im Budget.
Zur Darstellung des Gesamtrisikos erfolgt schließlich eine Einordnung der bewerteten Risiken in Bezug auf ihre Risikoausprägung. Dabei wird derzeit für den Konzern zwischen den Kategorien "Bedeutsam" (Risiko > 1,0 Mio. EUR), "Mittel" (von 0,5 bis 1,0 Mio. EUR), "Niedrig" (0,1 bis 0,5 Mio. EUR) und "Sehr niedrig" (< 0,1 Mio. EUR) in Bezug auf die Risikoausprägung unterschieden.
Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation der 11 88 0 Solutions-Gruppe bzw. der 11 88 0 Internet Services AG ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Während sich die Ausprägung der Finanz- und Liquiditätsrisiken aufgrund neu hinzugekommener Risiken von "Niedrig" zu "Mittel" entwickelt hat, hat sich die Ausprägung der Marktrisiken durch die Aufhebung der Corona-Maßnahmen positiv von "Bedeutsam" zu "Mittel" entwickelt.
Insgesamt ist die 11 88 0 Solutions-Gruppe und die 11 88 0 Internet Services AG aufgrund ihrer diversifizierten Kundenbasis und Zielgruppe sowie aufgrund des in weiten Teilen auf die Digitalisierung des Mittelstands ausgerichteten Geschäftsmodells im branchenübergreifenden Vergleich nur moderat von den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen gewesen.
Trotz der Marktrisiken infolge der weltweiten Energiekrise und Inflation stellt sich die Gesamtrisikolage im Vergleich zum Vorjahr insgesamt als weitgehend unverändert dar. Aus Sicht des Vorstands liegen weder zum Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung Risiken vor, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns oder der einbezogenen Tochterunternehmen gefährden könnten.
Die derzeit bestehenden Risiken werden wie im Vorjahr als beherrschbar angesehen, können sich aber (analog zu den in der Regel jeweils korrespondierenden Chancen) bei ihrem Eintreten auf die Erreichung des verabschiedeten Budgets auswirken. Ob und inwieweit sich die bei der Abschlusserstellung immer noch anhaltende Inflation und Energiekrise künftig deutlicher als bisher auf die Geschäftstätigkeit der 11 88 0 Solutions-Gruppe und die 11 88 0 Internet Services AG, insbesondere auf die Akzeptanz der am Markt angebotenen Produkte und Dienstleistungen sowie die Bonität der Bestandskunden auswirken könnte, kann derzeit nicht abschließend beurteilt werden.
In der nachstehenden Übersicht sind die aktuellen Einschätzungen zur Ausprägung der einzelnen Risikoarten sowie der Vergleich zur im Jahresabschluss des Vorjahres vorgenommenen Einschätzung der Risikoausprägung dargestellt.
| Unternehmensrisiken | Aktuelle Risikoausprägung | Risikoausprägung Vorjahr |
| Marktrisiken | Mittel | Bedeutsam |
| Finanz- und Liquiditätsrisiken | Mittel | Niedrig |
| Personalrisiken | Niedrig | Niedrig |
| Prozessrisiken | Niedrig | Niedrig |
| Regulatorische Risiken | Sehr niedrig | Sehr niedrig |
| Technologierisiken | Niedrig | Niedrig |
| Rechtliche Risiken | Sehr niedrig | Sehr niedrig |
Geeignete Maßnahmen im Rahmen des Risikomanagements sollen weiterhin dafür Sorge tragen, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und Ergebniseffekte im Eintrittsfall weiter zu verringern. Darüber hinaus ist aufgrund der Heterogenität der Einzelrisiken nicht zu erwarten, dass sämtliche Einzelrisiken zugleich eintreten könnten.
Für Zwecke der Einordnung und besseren Nachvollziehbarkeit der nachfolgend dargestellten wichtigsten Einzelrisiken wird zunächst kurz auf die aktuelle Marktentwicklung der Geschäftsbereiche Telefonauskunft und Digital und die wesentlichen Chancen innerhalb dieser Geschäftsbereiche eingegangen. Vorangestellt wird das Ergebnis der Bewertung der Einzelrisiken: Keines der nachfolgend skizzierten Einzelrisiken wird auf Basis der vorgenommenen Risikobewertung bezüglich seiner Risikoausprägung in das Risikocluster "Bedeutsam" oder "Mittel" eingestuft. Vielmehr liegen alle Einzelrisiken auf Basis der aktuell vorliegenden Risikobewertungen für die jeweiligen Einzelrisiken in den Ausprägungsclustern "Niedrig" oder "Sehr niedrig".
Es ist weiterhin davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren ein dynamisches Marktwachstum in dem für den Konzern relevanten Geschäftsbereich zu verzeichnen sein wird und sich aktuelle Trends, insbesondere der Trend zur Digitalisierung der Geschäftsmodelle unserer (potenziellen) Kunden weiter fortsetzen. Dieser Trend könnte sich u.a. in Folge der Corona-Pandemie sogar verstärken und zusätzliche Chancen für die 11 88 0 Solutions-Gruppe eröffnen.
Mit zahlreichen gewerblichen Suchanfragen auch im Geschäftsjahr 2022 hat sich die 11 88 0 Solutions-Gruppe mit dem Online-Branchenbuch 11880.com und den ergänzenden Fachportalen eine sehr gute Position in diesem Markt geschaffen.
Die große Anzahl von Suchanfragen und darüber generierten Leads im gewerblichen Kontext ist für die 11 88 0 Solutions-Gruppe ein zentrales Asset beim Verkauf von Online-Werbeprodukten an KMU. Mit Produkten rund um die Erstellung von Internetpräsenzen, dem Verkauf von prominent platzierten Werbeeinträgen sowie Maßnahmen zur Suchmaschinen-Optimierung hat sich die 11 88 0 Solutions-Gruppe inzwischen als einer der führenden Anbieter von Komplett-Lösungen regionaler Online-Werbung für KMU in Deutschland etabliert.
Es ergeben sich weitere operative Chancen aus einer Steigerung der Produktivität des Vertriebs im Digitalgeschäft durch den Einsatz effizienterer Tools. Im Umkehrschluss birgt dieser Sachverhalt bei einer niedrigeren Vertriebsproduktivität als erwartet ein Risiko.
Durch strukturelle Prozess- und Organisationsänderungen hat sich das Bestandskundenmanagement im Geschäftsbereich Digital in den letzten Jahren stetig verbessert. Durch eine gestiegene Kundenzufriedenheit und damit erhöhte Kundenbindung konnte die Kündigungsquote in den letzten Jahren stabilisiert werden und lag 2022 sogar leicht über dem Niveau des Vorjahres. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde im Rahmen des Budgetplanungsprozesses eine zum Geschäftsjahr 2022 vergleichbare Kündigungsquote unterstellt.
Sollte der Konzern bei der Kundenzufriedenheit und damit auch bei der Kundenbindung die erwarteten Prognosen übertreffen, so hätte dies positive Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Im Umkehrschluss ergibt sich bei einer über den Prognosen liegenden Kündigungsquote ein entsprechendes Risiko.
Aufgrund des Wandels der Mediennutzung von klassischen hin zu digitalen Medien ist der Markt für die klassische Telefonauskunft seit Jahren rückläufig. Die hierdurch bedingte rückläufige Entwicklung des Anrufvolumens ist in der Planung des Budgets für das Jahr 2023 und die weiteren Prognosejahre abgebildet. Es besteht jedoch die, wenn auch geringe Chance, dass der Markt weniger stark abnimmt als prognostiziert.
Aufgrund des stetig sinkenden Anrufvolumens im klassischen Auskunftsgeschäft (Branded DA) verringern sich sowohl die Chancen als auch das Risiko in Form der absoluten Umsatz- und Ergebniseffekte weiterhin sukzessive gegenüber dem jeweiligen Vorjahr.
Das Call Center-Drittgeschäft innerhalb des Geschäftsbereichs Telefonauskunft konnte in den letzten Jahren deutlich wachsen und wird mit innovativen Ansätzen und einer sehr hohen Servicequalität fokussiert vorangetrieben. Hieraus ergeben sich weitere Chancen für die künftige Entwicklung. Potenzielle Risiken liegen hier vor allem im Verlust bestehender Großkunden im Call Center-Drittgeschäft. Konkrete Anhaltspunkte für hohe Eintrittswahrscheinlichkeiten derartiger Risiken liegen aktuell nicht vor. Aufgrund der zunehmenden Dauer der erfolgreichen Zusammenarbeit mit bestehenden Großkunden verringert sich dieses Risiko zudem sukzessive.
Nachfolgend werden die wichtigsten Einzelrisiken kurz erläutert.
Im Geschäftsbereich Digital werden die Produkte im Outbound vertrieben. Dieser Vertriebsweg ist konform mit der derzeitigen Gesetzgebung. Allerdings besteht das Risiko, dass der Gesetzgeber den (telefonischen) Kontakt zu Unternehmenskunden zukünftig einschränken könnte. Dies hätte zwangsläufig negative Auswirkungen auf die Möglichkeiten der Neukundengewinnung und damit auf Umsatz und Marge in diesem Geschäftsbereich.
Um dem Risiko entgegenzuwirken, wird diese Thematik von der Rechtsabteilung der 11 88 0 Solutions-Gruppe mit umfangreichen Maßnahmen zum Ausbau der Rechtssicherheit intensiv begleitet. Darüber hinaus wird diesem Risiko mit dem aktiven Einholen sog. "Opt-Ins", d. h. der Zustimmung des (potenziellen) Kunden zur Kontaktaufnahme begegnet.
Grundsätzlich besteht das Risiko eines Anstiegs der Kündigungsquote bei den Mediaprodukten im Geschäftsbereich Digital sofern die Erwartungshaltung der Kunden bezüglich der angebotenen Produkte nicht erfüllt werden kann. Zur Reduktion dieses Risikos wurde von der 11 88 0 Solutions-Gruppe eine umfassende und professionelle Kundenkommunikation zur Erhöhung der Transparenz des Leistungsvermögens der Produkte implementiert. Darüber hinaus arbeitet der Konzern stetig daran, Produktqualität und Kundennutzen der angebotenen Produkte laufend zu erhöhen und setzt umfassende Qualitätskontrollen ein. Intensive Produktschulungen der Verkaufsmitarbeiter sowie Analysen der Verkaufsgespräche sollten zusätzlich für eine Verringerung dieses Risikos sorgen.
Die 11 88 0 Solutions-Gruppe führt ihre Vertriebstätigkeit bzw. Kundenansprache im Geschäftsbereich Digital hauptsächlich im Outbound durch. Es besteht das Risiko eines Engpasses beim Leadeinkauf, welcher aufgrund steigender Lead-Einkaufskosten oder erhöhtem Wettbewerb entstehen könnte. Zur Minimierung dieses Risikos optimiert die 11 88 0 Solutions-Gruppe kontinuierlich ihre Kampagnensteuerung und versucht durch Steigerung des organischen Traffics, den Umfang der erforderlichen anorganischen Leads zu reduzieren. Im Zusammenhang mit der FAIRRANK GmbH (Tochtergesellschaft der 11 88 0 Solutions AG) und dem korrespondierenden Aufbau des Key Account Managements (KAM) könnte es ebenfalls erforderlich sein, zumindest temporär eine größere Menge Leads am externen Markt zu beschaffen.
Die im Geschäftsbereich Telefonauskunft wesentlichen Risiken resultieren vor allem aus Preis- und Gesprächsvolumenrisiken. Hier besteht die Gefahr, dass es zu einem verstärkten Preiswettbewerb auf dem Markt für klassische Auskunftsdienste kommen könnte oder sich der seit Jahren beobachtbare Volumenrückgang beschleunigt. Das größte marktbezogene Einzelrisiko des Geschäftsbereichs ist jedoch das Risiko des Verlusts von Großkunden im Call Center-Drittgeschäft des Geschäftsbereichs Telefonauskunft. Um dem Risiko entgegenzuwirken, finden geeignete Kundenbindungsmaßnahmen statt. Darüber hinaus werden die Vertriebsaktivitäten zur Neukundengewinnung im Call Center-Drittgeschäft laufend erweitert.
Anders als im Vorjahr werden die Marktrisiken insgesamt als "Mittel" eingeschätzt.
Der Konzern optimiert kontinuierlich die Finanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken mit dem Ziel, die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit des Konzerns zu wahren. Die finanzwirtschaftlichen Risiken sind Bestandteil des Risikomanagementsystems und werden zusätzlich im Rahmen des Liquiditätsmanagements mittels einer rollierenden monatlichen Finanzplanung und Finanzanalyse überwacht. Der Konzern hat auch 2022 geeignete Gegenmaßnahmen in Form struktureller Maßnahmen und nachhaltiger Kostendisziplin fortgeführt und ein System zur laufenden Überwachung der Zahlungsaus- und -eingänge fortentwickelt.
Durch den Beschluss der Hauptversammlung der 11 88 0 Solutions AG vom 16. Juni 2021 ist deren Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 15. Juni 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 9.590.900 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Unter Berücksichtigung des von der Hauptversammlung 2020 beschlossenen und zum 31.12.2022 ebenfalls noch offenen genehmigten Kapitals (Genehmigtes Kapital 2020) in Höhe von bis zu 2.866.664 EUR verfügt die Gesellschaft zum 31.12.2022 insgesamt über genehmigtes Kapital in Höhe von bis zu 12.457.564 EUR. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über die Möglichkeit einer bedingten Kapitalerhöhung im Umfang von bis zu 2.000.000,00 EUR (Bedingtes Kapital 2020) zur Bedienung von Schuldverschreibungen (Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechten), die gemäß des Ermächtigungsbeschlusses unter Tagesordnungspunkt 8 lit. a) der Hauptversammlung vom 18. Juni 2020 bis zum 17. Juni 2025 ausgegeben werden können.
Der 11 88 0 Solutions-Gruppe stand zum 31. Dezember 2022 zur Finanzierung ihrer weiteren Geschäftstätigkeit ein Finanzmittelbestand in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR) zur Verfügung. Darin enthalten lagen zum Stichtag, unverändert zum Vorjahr, Finanzmittel mit Verfügungsbeschränkung in Höhe von 0,1 Mio. EUR vor. Darüber hinaus verfügt die 11 88 0 Solutions-Gruppe über eine nicht beanspruchte Überziehungskreditlinie bei einem Kreditinstitut in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR).
Der Hauptaktionär der 11 88 0 Solutions AG, die united vertical media GmbH (uvm), Nürnberg, hat der 11 88 0 Internet Services AG im Jahr 2022 ein unbesichertes Darlehen (Shareholder Loan) in Höhe von 2,0 Mio. EUR gewährt, das marktüblich verzinst ist und am Ende der ordentlichen Laufzeit von 5 Jahren zum 31. Mai 2027 endfällig zu tilgen ist. Sondertilgungen kann die 11 88 0 Solutions-Gruppe in freiem Ermessen jederzeit und in beliebiger Höhe ohne Vorfälligkeitsentschädigungen vornehmen.
Darüber hinaus hat die united vertical media GmbH der 11 8 80 Internet Services AG zur Sicherstellung der ausreichenden Liquidität auf Konzernebene im März 2023 eine weitere Kreditlinie über 2,0 Mio. EUR eingeräumt. Die Kreditlinie kann im Bedarfsfall bis zum 31.03.2024 kurzfristig im jeweils benötigten Umfang in Anspruch genommen werden und ist bis zum 31.12.2026 zurückzuführen. Die weiteren Konditionen entsprechen denen, die für das bestehende Gesellschafterdarlehen vereinbart worden sind.
Grundsätzlich besteht das Risiko eines Anstiegs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. der Forderungsverluste, dass sich insbesondere bei einer weiteren Eintrübung der konjunkturellen Situation negativ auf die Liquiditätssituation der 11 88 0 Solutions-Gruppe auswirken könnte. Zur Reduktion dieses Risikos wurden von der Gesellschaft verschiedene Maßnahmen eingeleitet, die unter anderem Anpassungen spezifischer Vertriebskampagnen, die Ausweitung von Bonitätsüberprüfungen und den verstärkten Einsatz von Vorkasse Regelungen umfassen. Darüber hinaus wird mit der laufenden Optimierung der Mahnprozesse stetig die Verringerung dieses Risikos adressiert.
Im Rahmen des kurz- und mittelfristigen Liquiditätsmanagements des Konzerns wird der für die Folgemonate erwartete Finanzmittelbedarf permanent überwacht, so dass ggf. erforderliche Maßnahmen rechtzeitig umgesetzt werden könnten.
Unter Berücksichtigung der vorhandenen und zuvor beschriebenen Finanzierungsmöglichkeiten schätzt das Management das Einzelrisiko einer Insolvenz aufgrund von Illiquidität und somit einer Bestandsgefährdung als niedrig ein.
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Risikoausprägung der Finanz- und Liquiditätsrisiken von "Niedrig" auf "Mittel".
Es besteht das Risiko, dass nicht ausreichend qualifizierte Mitarbeiter für die Vertriebseinheiten akquiriert werden können, woraus Verfehlungen der geplanten Vertriebsziele resultieren könnten. Der Konzern begegnet diesem Risiko vor allem durch intensive Zusammenarbeit mit Recruiting-Dienstleistern sowie dem Zukauf von externen Call Center-Kapazitäten und der geografischen Streuung der Personalsuche. Darüber hinaus werden neue vertriebliche Ansätze, insbesondere in Form von Homeoffice-Angeboten zur Ausweitung der potenziellen Mitarbeiterbasis getestet.
Neben den Personalrisiken im Vertriebsbereich liegen zudem weitere Personalrisiken in anderen Unternehmensbereichen vor. Eine ungeplante und außergewöhnlich hohe Fluktuation qualifizierter Mitarbeiter, im Schwerpunkt Software Development, würde insbesondere zu Kostenrisiken sowie Verzögerungen in Projektumsetzungen im Zusammenhang mit der erforderlichen Nachbesetzung vakanter Stellen und der ggf. erforderlichen temporären Auslagerung von Arbeiten an externe Anbieter führen.
Unverändert zum Vorjahr werden die Personalrisiken insgesamt mit niedrig bewertet.
Die beiden wesentlichen Risiken in der Klasse der Prozessrisiken bestehen in einem dämpfenden Einfluss negativer Presse auf die vertrieblichen Abschlussquoten sowie in den über für das Jahr 2023 budgetierten Werten liegenden Aufwendungen für die weitere FAIRRANK-Integration.
Es besteht das Risiko, dass Vertriebsmitarbeiter aufgrund von negativer Presse zum Thema Verkaufsmethoden und Produktversprechen verunsichert werden und im Verkaufsgespräch zu zurückhaltend agieren. Dies hätte sinkende Abschlussquoten im Neukundengeschäft zur Folge. Um dem vorzubeugen, hat der Konzern eine Reihe von Vorkehrungen zur Prävention getroffen, die unter anderem in der Prozess- und Organisationsstruktur verankert sind. Diese Maßnahmen zielen einerseits darauf ab, sicherzustellen, dass die Kundenerwartungen erfüllt werden und das Risiko negativer Presse insofern minimiert wird. Wesentliche Maßnahmen in diesem Zusammenhang sind intensive und regelmäßige Schulungen der Vertriebsmitarbeiter, ein umfassendes Compliance Management mit konsequenten Sanktionen bei Verstößen gegen gesetzliche und interne Vorgaben sowie strenge Qualitätskontrollen. Auf der anderen Seite sind die organisatorischen Maßnahmen darauf ausgerichtet, die Vertriebsmitarbeiter mit entsprechenden Regeln und Argumentationsketten auszustatten, sofern im Einzelfall tatsächlich Fälle unberechtigter oder gar berechtigter negativer Presse auftreten sollten. Aufgrund der vorliegenden Maßnahmen wird das Risiko insgesamt als "Sehr niedrig" eingestuft.
Die Prozessrisiken werden wie im Vorjahr als "Niedrig" eingeschätzt.
Die Geschäftstätigkeit der 11 88 0 Solutions-Gruppe ist unter anderem von Entscheidungen der Gesetzgeber und Regulierungsbehörden abhängig. Mit dem zum 1. Dezember 2021 in Kraft getretenen Telekommunikationsmodernisierungsgesetz (TKMoG) wurden einige Regelungen (insbesondere im neu gestalteten TKG und dem neuen TTDSG) neu definiert bzw. neu eingeführt. Hierzu zählen unter anderem die Regelungen hinsichtlich der verpflichtenden Bereitstellung von Teilnehmerdaten, eine neue Preisansagepflicht bei kostenpflichtigen Anrufen und die Verpflichtung der BNetzA, netzübergreifend einheitliche Preise für 118XX-Rufnummern festzulegen. Die genannten Punkte haben teilweise einen negativen Einfluss auf die Geschäftsmodelle der 11 88 0 Solutions-Gruppe. Die Fachbereiche des Konzerns haben intensiv daran gearbeitet, die ökonomischen Auswirkungen der neuen Regelungen für die betroffenen Geschäftsmodelle optimal an die neuen gesetzlichen Regelungen anzupassen. Bezüglich der Themen Preisansage ist dies bereits gelungen. Hinsichtlich des Themas Preisanpassung durch die BNetzA konnte die BNetzA im Zusammenwirken mit Verbänden und externen Beratern, die BNetzA so weit sensibilisiert werden, dass dort aktuell eine vernünftige Regelung in Aussicht gestellt wird. Daraus resultierend ergeben sich finanzielle Risiken basierend auf unter Umständen ungünstig verlaufenden Nachverhandlungen mit den Netzbetreibern.
Hinsichtlich der Beschaffung der Teilnehmerdaten ist keine direkte negative Auswirkung eingetreten. Allerdings mussten wir feststellen, dass einzelne Telefonanbieter, darunter auch ein marktstarker Telefonprovider, ihre Daten nicht mehr über das etablierte Verfahren über die Deutsche Telekom zur Verfügung stellen, sondern hier andere Wege gehen wollen. Dies könnte Auswirkungen auf das etablierte durch die BNetzA festgelegte Abrechnungsverfahren und ggf. auf die zu zahlenden Preise haben. Auch hier arbeiten wir mit Verbänden und Beratern daran, eine vernünftige Lösung zu finden, die zum einen die Lieferungen der Teilnehmerdaten sicherstellt und zum anderen, dass dafür von den Abnehmern der Teilnehmerdaten nachvollziehbare Entgelte zu bezahlen sind. Wir werden die BNetzA als zuständige Aufsichtsbehörde einschalten.
Ein weiteres regulatorisches Risiko resultiert aus der entfallenden Regulierung bestimmter derzeit von der Deutschen Telekom (DTAG) für die 11 88 0 Solutions-Gruppe und von zahlreichen anderen Unternehmen erbrachten Vorleistungen insbesondere im Zusammenhang mit dem Verbindungsaufbau und der Schaltung von Transitleistungen beim Verbindungsaufbau zu Auskunfts und Mehrwertdiensten im Rahmen bestehender NGN-Zusammenschaltungen (Next Generation Network). Auf Basis der zwischen dem VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) und der DTAG geschlossenen Branchen-Vereinbarungen wird die DTAG die betreffenden Leistungen zu etwas höheren Kosten als bisher bis zum Ende des Jahres 2024 erbringen. Die 11 88 0 Internet Services AG ist den Vereinbarungen über den VATM beigetreten, der diese Vereinbarungen in Vollmacht für alle Mitgliedsunternehmen mit der DTAG abgeschlossen hat. An Maßnahmen zur Verringerung des Risikos für die bislang nicht geregelten Zeiträume ab dem Jahr 2025 wird weiterhin, auch über den VATM, gearbeitet.
Die Risikoausprägung der regulatorischen Risiken liegt wie im Vorjahr bei "Sehr niedrig".
Unbeschadet der ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit der Konzern-Infrastruktur besteht durch die weltweit immer häufiger und professioneller werdenden Hackerangriffe das Risiko eines Cyberangriffes. Nach heutigen Erfahrungswerten hätte dies im Geschäftsbereich Digital bzw. im Geschäftsbereich Auskunft schätzungsweise einen unmittelbaren Vertriebs- bzw. Umsatzausfall von fünf Tagen zur Folge. Zusätzlich dazu würden Kosten für den Wiederaufbau der Infrastruktur anfallen. In der Gesamtbetrachtung wird das Risiko gemäß der oben aufgeführten Risikoausprägungsübersicht als "sehr niedrig" eingestuft und bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Der Abschluss einer Cyber-Versicherung mit dem Hauptversicherer der Gesellschaft ist im ersten Halbjahr 2022 erfolgt.
Die Technologierisiken als Gesamtheit werden wie im Vorjahr mit "Niedrig" bewertet.
Die identifizierten rechtlichen Risiken weisen in ihrer Gesamtheit sowie auch im Einzelnen sehr geringe finanzielle Auswirkungen auf, so dass auf eine detaillierte Darstellung von Einzelrisiken verzichtet wird.
Entsprechend dem Vorjahr bewertet die 11 88 0 Solutions-Gruppe die rechtlichen Risiken als "Sehr niedrig".
Die hier getroffenen Aussagen basieren auf der Ende Dezember 2022 vom Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedeten operativen Planung der 11 88 0 Solutions-Gruppe für das Geschäftsjahr 2023.
Hinsichtlich der Ende Februar 2022 ausgebrochenen militärischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine teilt der Vorstand die allgemeine gesamtpolitische Einschätzung, dass sich dieser Konflikt nicht zu einem europaweiten oder gar globalen Konflikt ausweiten wird. Auf Basis dieser Annahmen und vor dem Hintergrund, dass die 11 88 0 Solutions-Gruppe keine materiellen Geschäftsbeziehungen zu Kunden oder Lieferanten aus Russland und der Ukraine unterhält, geht die Gesellschaft auf Basis aktuell verfügbarer Informationen weiterhin nicht davon aus, dass der Krieg zwischen Russland und der Ukraine materiell negative Auswirkungen auf die Umsetzung der Geschäftsplanung haben wird.
Im Geschäftsjahr 2023 wird die 11 88 0 Solutions-Gruppe die in den vergangenen Jahren erfolgreiche Strategie fortsetzen und auf Kooperationen, sinnvolle Erweiterungen der Geschäftsbereiche durch Zusammenschlüsse oder Akquisitionen sowie die kontinuierliche Optimierung von Prozessen und Produkten setzen. Insbesondere sollen im Geschäftsjahr 2023 verstärkt die Effekte aus der Optimierung von Produkten im Vorjahr genutzt werden sowie weiterhin kostenbewusst gearbeitet werden, um das Unternehmen zu nachhaltigem Wachstum zu führen.
Die Strategie wird darüber hinaus von dem Mehrheitsaktionär, der united vertical media GmbH, aktiv unterstützt.
Im Digitalgeschäft hat die 11 88 0 Solutions-Gruppe 2022 die vorhandene Produktpalette weiter optimiert und Angebote neu konzipiert. Im kommenden Geschäftsjahr 2023 wird die Gesellschaft diese Entwicklungen verstärkt nutzen.
Im Bereich des Neukundengeschäfts wird im Geschäftsjahr 2023 weiterhin an einer moderaten Steigerung des Umsatzes gearbeitet. Neben der Umsetzung innovativer Produkte beabsichtigt die Gesellschaft im Geschäftsbereich Digital moderate Preiserhöhungen umzusetzen. Hierdurch soll einerseits den steigenden Kosten und andererseits den gestiegenen Leistungen Rechnung getragen werden.
Im Bestandskundengeschäft geht die 11 88 0 Solutions-Gruppe davon aus 2023 wieder ein moderates Kundenwachstum zu erreichen. 2022 lag die Kündigungsquote bei durchschnittlich 25 % und lag somit leicht unter dem Vorjahresniveau mit 26 %. Für 2023 wird ebenfalls eine Kündigungsquote auf Vorjahresniveau erwartet.
Durch beständig umgesetzte Optimierungen wird die Online-Präsenz der Bestandskunden deutlich verbessert. Die leichte Steigerung des Kundenbestands soll auch als Basis für Upselling- und Vertragsverlängerungsumsätze dienen. Das Kundenwachstum soll u. a. durch den Verkauf von nachhaltigen Produktangeboten mit Schwerpunkt auf Nutzerfreundlichkeit und Effizienz sichergestellt werden.
Wie geplant wird die Gesellschaft weiter in die Optimierung der Organisations-, Produkt- und Leistungsstruktur der FAIRRANK GmbH investieren, um auch im Geschäft mit größeren, individuell betreuten Kunden nachhaltige Wachstumschancen entstehen zu lassen.
Unter Berücksichtigung der vorgenannten Ausführungen plant die 11 88 0 Internet Services AG 2023 im Geschäftsbereich Digital mit Umsatzerlösen in etwa auf Niveau des Berichtsjahres. 2022 lagen diese bei 39,1 Mio. EUR unter Berücksichtigung der Korrektur der Umsatzabgrenzung in Höhe von 1,1 Mio. EUR..
Im Geschäftsbereich Telefonauskunft erwartet die 11 88 0 Solutions-Gruppe, dass der rückläufige Trend beim Anrufvolumen in Deutschland auch 2023 anhält und die Rückgangsrate bei rund 18 % liegen wird.
Um diesem Rückgang umsatzseitig entgegenzuwirken, arbeitet der Konzern weiter nachhaltig an einer Steigerung des Umsatzes je Anruf. Der Konzern geht davon aus, dass der Umsatz je Anruf im Jahr 2023 durch moderate Preiserhöhungen und einen erwarteten Anstieg der durchschnittlichen Gesprächszeiten leicht gesteigert werden kann. Neben dem weiteren Ausbau des Call Center-Drittgeschäfts werden laufend neue Geschäftsmodelle und Kooperationsmöglichkeiten geprüft und getestet, um die Degeneration in der klassischen Telefonauskunft zu kompensieren und den langfristigen Erfolg des Geschäftsbereichs sicherzustellen.
2023 rechnet die 11 88 0 Internet Services AG im Bereich Telefonauskunft mit einem im Vorjahresvergleich moderat rückläufigen Umsatzvolumen (2022: 0,4 Mio. EUR).
Hinsichtlich der gesamten Umsatzerlöse der 11 88 0 Internet Services AG geht das Unternehmen somit davon aus, dass sich diese, vor allem getrieben durch den Rückgang im klassischen Auskunftsgeschäft, gegenüber dem Berichtsjahr nur leicht erhöht darstellen werden. 2022 hatte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von 39,5 Mio. EUR (ohne Intercompany-Erlöse) erwirtschaftet.
Die Gesellschaft erwartet unter Berücksichtigung der Korrektur der Umsatzabgrenzung in Höhe von 1,1 Mio. EUR einen im Vergleich zum Berichtsjahr deutlich steigenden Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023. Für das Geschäftsjahr 2022 wurde ein Jahresfehlbetrag nahe Null ausgewiesen. Der Jahresfehlbetrag im aktuellen Geschäftsjahr ergab sich vor allem aufgrund der einmaligen Korrektur der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse in laufender Rechnung für Vorjahre.
Die Planung des Cash-Bestandes erfolgt ausschließlich auf Konzernebene; Prognosen auf Einzelgesellschaftsebene werden wie im Vorjahr nicht abgegeben. Unter Berücksichtigung der verabschiedeten Budgetplanung aus Dezember 2022 und einer vollständigen Inanspruchnahme der Kreditlinie des Mehrheitsgesellschafters united vertical media GmbH in Höhe von 2,0 Mio. EUR erwartet die Gesellschaft für Ende 2023 einen Cash-Bestand in Höhe von 1,0 Mio. EUR bis 3,6 Mio. EUR.
Die unterschiedlichen Trends der beiden Geschäftsbereiche Digital und Telefonauskunft führen dazu, dass der Konzern sich weiter hin zu einem digitalen Unternehmen entwickelt. Auch 2023 wird der Geschäftsbereich Digital weiter vorangetrieben, jedoch arbeitet das Unternehmen auch an langfristigen Strategien und am weiteren Ausbau des Call Center-Drittgeschäfts im Geschäftsbereich Telefonauskunft.
Die Finanzstrategie der 11 88 0 Solutions-Gruppe verfolgt die langfristige Sicherung der Liquidität und die finanzielle Unterstützung der Entwicklung des digitalen Geschäfts.
Aufgrund der zurückgehenden Volumina im klassischen Auskunftsgeschäft des Geschäftsbereichs Telefonauskunft besteht unverändert die Notwendigkeit, die Rentabilität im Geschäftsbereich Digital zu verbessern und das Call Center-Drittgeschäft weiter auszubauen.
Durch geeignete strategische Maßnahmen werden die Kostenstruktur und somit der Cashflow so weit verbessert, dass eine ausreichende Liquidität sichergestellt wird. Parallel dazu wird laufend die Möglichkeit von Kooperationen geprüft sowie das Call Center-Drittgeschäft erweitert, um Liquiditätsrisiken weitestgehend zu vermeiden.
Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand gemäß §312 AktG einen gesonderten Bericht verfasst. Der Bericht enthält die abschließende Feststellung: "Ich erkläre, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2022 nach den Umständen, die mir in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und nicht benachteiligt worden ist. Rechtsgeschäfte mit Dritten sowie andere Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse von verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen".
Essen, 20. Juni 2023
Der Vorstand
Christian Maar
AKTIVA
| in TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 | ||
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 433 | 1.037 | ||
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 433 | 19 | 1.056 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 231 | 267 | ||
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 254 | 485 | 294 | 561 |
| 918 | 1.617 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.570 | 7.365 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 490 | 32 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 93 | 7.153 | 56 | 7.453 |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 703 | 478 | ||
| 7.856 | 7.931 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 266 | 248 | ||
| D. Aktive latente Steuern | 3.440 | 3.099 | ||
| E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag | 9.575 | 9.569 | ||
| 22.055 | 22.464 | |||
|
PASSIVA |
||||
| in TEUR | 31. Dezember 2022 | 31. Dezember 2021 | ||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 4.050 | 4.050 | ||
| II. Kapitalrücklagen | 5.119 | 5.119 | ||
| III. Bilanzverlust | -9.169 | -9.169 | ||
| Bilanzverlust insgesamt TEUR -18.744 (i.V.: TEUR -18.737) | 0 | 0 | ||
| (davon Verlustvortrag TEUR -18.737; i.V.: TEUR -23.708) | ||||
| (davon nicht durch Eigenkapital gedeckt) | ||||
| [vgl. Posten E. der Aktivseite] TEUR -9.575; i.V.: TEUR -9.569) | ||||
| B. Rückstellungen | ||||
| 1. Steuerrückstellungen | 72 | 114 | ||
| 2. Sonstige Rückstellungen | 2.665 | 2.737 | 3.407 | 3.521 |
| C. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 425 | 86 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 13.328 | 13.945 | ||
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 599 | 14.352 | 426 | 14.457 |
| (davon aus Steuern: TEUR 197; i. V. TEUR 190) | ||||
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 25 TEUR; i. V. TEUR 18) | ||||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 4.966 | 4.486 | ||
| 22.055 | 22.464 | |||
| in TEUR | 1.1. - 31.12.2022 | 1.1. - 31.12.2021 | ||
| 1. Umsatzerlöse | 41.850 | 42.472 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 869 | 419 | ||
| 3. Materialaufwand | ||||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -13.388 | -12.650 | ||
| 4. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -16.109 | -16.990 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -3.267 | -3.325 | ||
| (davon für Altersversorgung: TEUR 12; i.V.: TEUR 13) | -19.376 | -20.315 | ||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -824 | -921 | ||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -8.819 | -6.754 | ||
| 312 | 2.250 | |||
| 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 10 | 0 | ||
| 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -705 | -258 | ||
| (davon an verbundene Unternehmen: TEUR 693; i.V. TEUR 257) | ||||
| 9. Ergebnis vor Steuern | -383 | 1.992 | ||
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 383 | 2.985 | ||
| (davon latente Steuern: TEUR 341; i.V. TEUR 3.099) | ||||
| 11. Ergebnis nach Steuern | 0 | 4.977 | ||
| 12. Sonstige Steuern | -6 | -6 | ||
| 13. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss | -6 | 4.971 | ||
| 14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -18.737 | -23.708 | ||
| 15. Bilanzverlust | -18.744 | -18.737 | ||
Die 11 88 0 Internet Services AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter der Nummer HRB 20157 eingetragen. Sie hat ihren Firmensitz in der Hohenzollernstraße 24 in 45128 Essen.
Der Jahresabschluss der 11 88 0 Internet Services AG wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Jahresabschluss wird aufgrund sichergestellter Liquidität trotz bilanzieller Überschuldung unter den Prämissen der Unternehmensfortführung aufgestellt (vgl. hierzu Kapitel C.4).
In der ordentlichen Hauptversammlung der 11 88 0 Internet Services AG vom 28. April 2016 hat der Vorstand der Gesellschaft den Verlust der Hälfte des Grundkapitals gemäß § 92 Absatz 1 AktG angezeigt. Gem. § 19 Absatz 2 Insolvenzordnung (InsO) ist kein Insolvenzantrag zu stellen, wenn der Fortbestand der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr und dem Folgejahr gesichert ist (positive Fortbestehensprognose). Die Gesellschaft ist unverändert bilanziell überschuldet. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich um 6 TEUR, entsprechend dem Jahresverlust, erhöht (9.575 TEUR, Vorjahr: 9.569 TEUR). Aufgrund einer Rangrücktrittserklärung im weiterhin ungekündigten Darlehensrahmenvertrag vom 30. Dezember 2015 sowie dem Nachtrag Nr. 1 zu diesem Vertrag vom 30. April 2020 mit der Alleingesellschafterin 11 88 0 Solutions AG ergibt sich aus der bilanziellen Überschuldung keine Bestandsgefährdung. Der Darlehensrahmen von bis zu 35,0 Mio. EUR wurde zum Stichtag in Höhe von 11,3 Mio. EUR in Anspruch genommen. Des Weiteren ist die Finanzierung der Gesellschaft durch die kurzfristige Bereitstellung liquider Mittel durch die Alleingesellschafterin sowie weiterer Darlehen und Kreditlinien der obersten Muttergesellschaft gewährleistet. Die Liquidität der Gesellschaft ist somit sichergestellt, wodurch von einer positiven Fortbestandsprognose auszugehen ist.
Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Online-Marketing, aus Telefonauskunfts- und Vermittlungsdienstleistungen, aus dem Vertrieb von Auskunfts-Software und konzerninternen Kostenumlagen mit Dienstleistungscharakter ausgewiesen. Die Erfassung erfolgt entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrübergang beziehungsweise bei Erbringung der Leistung. Erlösschmälerungen werden von den Umsatzerlösen abgezogen.
Entgeltich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer für Software wurde mit 3 bis 7 Jahren, für Lizenzen mit 3 bis 15 Jahren festgelegt. Gegenüber dem Vorjahr gab es keine Anpassung der Nutzungsdauern.
Die Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern für technische Anlagen und Maschinen bewegen sich zwischen 3 und 14 Jahren, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahren. Gegenüber dem Vorjahr gab es keine Anpassung der Nutzungsdauern. Geleistete Anzahlungen sind zum Nominalbetrag angesetzt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden ab dem 1. Januar 2018, da von untergeordneter Bedeutung, analog zu § 6 Absatz 2, Absatz 2a EStG bis zu einem Betrag von 250 EUR (i.V. 250 EUR) im Zugangsjahr sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst. Sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter 250 EUR (i.V. 250 EUR) jedoch 1.000 EUR nicht übersteigen, werden sie in einem jahresbezogenen Sammelposten erfasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben (Poolbewertung). Dabei wird unabhängig vom Erwerbszeitpunkt im Jahr der Anschaffung ein Fünftel abgeschrieben. In den Vorjahren gebildete Sammelposten für Vermögensgegenstände zwischen 150 EUR und 1.000 EUR werden weiterhin planmäßig aufgelöst.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um etwaige außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung, bewertet. Zuschreibungen werden höchstens bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen. Das Wahlrecht gem. § 253 Absatz 3 Satz 6 HGB wurde nicht in Anspruch genommen.
Forderungen werden zum Nominalwert bilanziert. Risikobehaftete Posten werden durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für Digital-Produkte (Online-Marketing) beinhalten zeitraumbezogene Leistungen und werden daher in Abhängigkeit vom Zeitablauf erfasst. Die Erträge werden zum Zeitpunkt der Erfassung der Forderungen ausgewiesen. Sofern der Zahlungseingang vor Leistungserbringung erfolgt, ist die Abbildung über einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten vorzunehmen.
Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennbetrag angesetzt. Etwaige risikobehaftete Positionen werden auf den niedrigeren Wert, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt, oder - sofern diese Werte nicht feststellbar sind - auf den beizulegenden Wert berichtigt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Das Gezeichnete Kapital ist mit dem Nominalwert angesetzt. Die Kapitalrücklage wurde nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB dotiert.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gem. § 253 Absatz 2 HGB abzuzinsen.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit diese Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen und berücksichtigt hierbei die Abgrenzung der Umsatzerlöse des Online-Marketings (Online-Präsenzpakete für kleine und mittlere Unternehmen) insofern bereits ein Zahlungseingang vor Leistungserbringung erfolgte.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs zum Zugangszeitpunkt und am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB umgerechnet.
Latente Steuern entstehen auf Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Daneben sind steuerliche Verlustvorträge zu berücksichtigen, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist.
Im Vorjahr wurden erstmalig aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt und somit von dem Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte eine entsprechende Fortschreibung. Die Nutzung von Verlustvorträgen wird auf Basis der gegenwärtigen Ergebnisse sowie den aus der Unternehmensplanung abgeleiteten steuerlichen Ergebnisprognosen als hinreichend sicher angesehen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Aktive latente Steuern in Höhe von 3.494 TEUR wurden auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Hierbei wurde ein aus der Unternehmensplanung extrapolierter Fünf-Jahres-Zeitraum betrachtet. Dem Vorsichtsprinzip wurde Rechnung getragen. Der aktivisch ausgewiesene Posten zeigt den Betrag nach Saldierung mit passiven latenten Steuern in Höhe von 54 TEUR, die sich auf Bilanzierungsdifferenzen bei den immateriellen Vermögensgegenständen sowie im Sachanlagevermögen beziehen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit dem kombinierten Steuersatz von 32,45 % (i.V. 32,46 %) für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer.
Im Bereich Digitale Medien erfolgt die Erfüllung der vertraglichen Leistungsverpflichtung aufgrund der gleichmäßigen Erbringung von Dienstleistungen über die Vertragslaufzeit im Wesentlichen zeitraumbezogen. Die Erlösrealisation erfolgte bis einschließlich Geschäftsjahr 2021 bei den Verträgen in monatlich gleichbleibender Höhe und nicht tagesgenau nach dem tatsächlichen Leistungsbeginn. Dies führte im jeweiligen Geschäftsjahr zu einer zu hohen Umsatzrealisation und korrespondierend zum jeweiligen Bilanzstichtag zu hohen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. zu niedrigen passiven Rechnungsabgrenzungsposten (bei Verträgen mit Vorauszahlung). Die Fehler in der Periodenabgrenzung haben sich aufgrund der Laufzeit der betroffenen Verträge (Laufzeit von 12 Monaten) im jeweiligen Folgegeschäftsjahr durch Zeitablauf korrigiert. Das Vorgehen zur Erlösrealisierung wurde im Berichtsjahr angepasst und damit eine sachgerechte Periodenabgrenzung zum 31. Dezember 2022 sichergestellt. Der Fehler der Vorjahre wurde in laufender Rechnung im Berichtsjahr korrigiert (Minderung der Umsatzerlöse um 1.137 TEUR) und die Vorjahresbeträge wurden nicht angepasst.
Bei sachgerechter Periodenabgrenzung wären die Vorjahresumsätze um 388 TEUR niedriger (Effekte aus fehlerhafter Periodenabgrenze 2020: 749 TEUR (Umkehrung in 2021) und fehlerhafter Periodenabgrenzung 2021: 1.137 TEUR) gewesen. In der Konsequenz waren zum Bilanzstichtag des Vorjahres die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 845 TEUR zu hoch sowie der Passive Rechnungsabgrenzungsposten um 292 TEUR zu niedrig ausgewiesen.
Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.
Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.570 TEUR (i.V. 7.365 TEUR) ausgewiesen. Die hierauf bereits berücksichtigten Wertberichtigungen belaufen sich auf 3.356 TEUR (i.V. 2.039 TEUR).
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen aus Lieferungen und Leistungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 93 TEUR (i.V. 56 TEUR) enthalten im Wesentlichen sonstige Forderungen gegen einen Inkassodienstleister in Höhe von 61 TEUR (i.V. 32 EUR), gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 10 TEUR (i.V. 10 EUR) sowie debitorische Kreditoren in Höhe von 16 TEUR (i.V. 7 TEUR).
Die liquiden Mittel in Höhe von 703 TEUR (i.V. 478 TEUR) setzen sich aus Bankguthaben (700 TEUR, i.V. 471 TEUR) und Kassenguthaben (3 TEUR, i.V. 6 TEUR) zusammen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Steuerrelevante Differenzen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, bestehen zum 31. Dezember 2022 für immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen sowie aktive latente Steuern auf steuerlichen Verlustvorträge. Im Berichtsjahr wurden im Saldo aktive latente Steuern in Höhe von 3.440 TEUR (i.V. 3.099 TEUR) ausgewiesen.
Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich auf 9.575 TEUR (i.V. 9.569 TEUR).
Die Entwicklung des Eigenkapitals lässt sich wie folgt darstellen:
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzverlust | Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag | Gesamt |
| Stand 01. Januar 2022 | 4.050 | 5.119 | -18.737 | 9.569 | 0 |
| Jahresfehlbetrag | 0 | 0 | -6 | 0 | -6 |
| Veränderung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags | 0 | 0 | 0 | 6 | 6 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 4.050 | 5.119 | -18.744 | 9.575 | 0 |
Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 4.050.000 (i.V. 4.050.000) auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennwert). Der rechnerische Wert je Stückaktie beträgt 1 EUR. Es wurden ausschließlich Stammaktien ausgegeben.
Der Jahresverlust des Jahres wird im Bilanzverlust auf neue Rechnung vorgetragen.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.665 TEUR (i.V. 3.407 TEUR) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 1.937 TEUR (i.V. 1.543 TEUR) sowie Rückstellungen für den Personalbereich in Höhe von 713 TEUR (i.V. 1.849 TEUR).
Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten lassen sich wie folgt gliedern:
|
Laufzeit
in TEUR |
≤ 1 Jahr | > 1 Jahr | davon > 5 Jahre | 2022 | 2021 (*) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 425 | 0 | 0 | 425 | 86 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 43 | 13.285 | 0 | 13.328 | 13.945 |
| (davon gegenüber Gesellschaftern) | (0) | (11.285) | (0) | (11.285) | (13.945) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 599 | 0 | 0 | 599 | 426 |
| 1.067 | 13.285 | 0 | 14.352 | 14.457 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen i.H.v. 11.285 TEUR gegenüber der 11 88 0 Solutions AG und enthalten ein Darlehen resultierend aus Cashpool-Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Umsatzsteuerverrechnungen aus einem umsatzsteuerlichen Organkreis. Das Darlehen ist grundsätzlich unbefristet, kann aber mit einer Frist von 12 Monaten zum Jahresende gekündigt werden. Im Geschäftsjahr 2022 hat die 11 88 0 Internet Services AG ein unbesichertes Darlehen in Höhe von 2 Mio. EUR von der obersten Muttergesellschaft, united vertical media GmbH, Nürnberg, mit einer Laufzeit von fünf Jahren aufgenommen. Der bilanzielle Ausweis erfolgte unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen. Das Darlehen wurde zu einem marktkonformen Zinssatz von 6,1 Prozent p.a. aufgenommen und ist am 31. Mai 2027 in einer Summe fällig. Der Zinsaufwand betrug im Geschäftsjahr 2022 43 TEUR (2021: 0 TEUR) und ist im Geschäftsjahr 2023 zur Auszahlung fällig.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 599 TEUR (i.V. 426 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Lohn- und Gehaltsbereich in Höhe von 222 TEUR (davon aus Steuern: 197 TEUR, davon aus Sozialversicherung: 25 TEUR) (i.V. 208 TEUR, davon aus Steuern: 190 TEUR, davon aus Sozialversicherung: 18 TEUR) sowie kreditorische Debitoren in Höhe von 377 TEUR (i.V. 218 TEUR).
Die nahezu ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen für die Jahre 2022 und 2021 gemäß untenstehender Tabelle auf:
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Directory Advertising Services | 38.145 | 38.353 |
| Software | 960 | 1.164 |
| Information and Call Center Services | 390 | 650 |
| Umsatzerlöse IC - Management Fee | 2.354 | 2.305 |
| Gesamt | 41.850 | 42.472 |
Für weitere Erläuterungen in Bezug auf die Ausführungen im Bereich "Korrektur der Periodenabgrenzung" verweisen wir auf Anhangsangabe unter "B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze".
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 869 TEUR (i.V. 419 TEUR) betreffen im Wesentlichen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (384 TEUR, i.V. 104 TEUR), Erträge aus verrechneter Kfz-Gestellung (244 TEUR, i.V. 179 TEUR) sowie konzerninterne Verwaltungserträge (166 TEUR, i.V. 73 TEUR).
Der Materialaufwand in Höhe von 13.388 TEUR (i.V. 12.650 TEUR) beinhaltet Mediakosten in Höhe von 9.830 TEUR (i.V. 9.299 TEUR), variable Datenkosten in Höhe von 1.012 TEUR (i.V. 820 TEUR), Kosten für Produkterweiterungen in Höhe von 957 TEUR (i.V. 1.118 TEUR) sowie Aufwendungen für Fremdleistungen in Höhe von 568 TEUR (i.V. 597 TEUR).
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Löhne und Gehälter | 16.109 | 16.990 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 3.267 | 3.325 |
| (davon: für Altersversorgung) | (12) | (13) |
| Gesamt | 19.376 | 20.315 |
Immaterielle Vermögensgegenstände wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 624 TEUR (i.V. 683 TEUR) abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betragen 200 TEUR (i.V. 238 TEUR), davon auf Geringwertige Wirtschaftsgüter 37 TEUR (i.V. 34 TEUR).
Außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 8.819 TEUR (i.V. 6.754 TEUR) setzen sich im Wesentlichen aus Rechts und Beratungskosten in Höhe von 990 TEUR (i.V. 1.192 TEUR), Forderungsverlusten in Höhe von 2.851 TEUR (i.V. 1.272 TEUR), Kosten für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartung in Höhe von 1.407 TEUR (i.V. 1.475 TEUR), Kosten des Personalbereichs in Höhe von 1.008 TEUR (i.V. 515 TEUR), Kfz-Kosten in Höhe von 375 TEUR (i.V. 414 TEUR), Werbekosten in Höhe von 343 TEUR (i.V. 337 TEUR) sowie konzerninterne Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 1.379 TEUR (i.V. 1.098 TEUR) zusammen.
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 10 | 0 |
| (davon von verbundenen Unternehmen) | (10) | (0) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -705 | -258 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | (693) | (257) |
| (davon aus Abzinsung saldiert) | (0) | (2) |
| Gesamt | -695 | -258 |
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich mit 24 TEUR aus Steuerertrag für Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag, sowie Steuerertrag für Gewerbesteuer von 18 TEUR sowie aktive latente Steuern von 341 TEUR zusammen. Aus dem im Bereich "Korrektur der Periodenabgrenzung" unter "B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" beschriebenen Sachverhalt haben sich Erträge aus der Anpassung der Steuerberechnung für noch offene Veranlagungszeiträume in Höhe von 50 TEUR ergeben.
In den sonstigen Steuern ist die Kfz-Steuer mit 6 TEUR (i.V. 6 TEUR) enthalten.
Im Berichtsjahr gab es keine Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung.
Das Ergebnis der 11 88 0 Internet Services AG wurde im Geschäftsjahr 2022 durch folgende periodenfremde Aufwendungen und Erträge beeinflusst:
| ― |
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen: 384 TEUR (i.V. 104 TEUR) |
| ― |
Minderung der Umsatzerlöse aus der Korrektur der Periodenabgrenzung: 1.137 TEUR (i.V. 0 TEUR). |
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen ergeben sich v.a. aus der Anpassung von Bonus- und Provisionsrückstellungen. Für weitere Erläuterungen in Bezug auf die Ausführungen im Bereich "Korrektur der Periodenabgrenzung" verweisen wir auf Anhangsangabe unter "B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze".
Für aktive latente Steuern besteht gem. § 268 Absatz 8 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von 3.440 TEUR. Bei der Ermittlung der Höhe des ausschüttungsgesperrten Betrags wurde der mit passiven latenten Steuern saldierter Betrag (Aktivüberhang) berücksichtigt.
Die Ausschüttungssperren greifen, sofern keine ausreichenden frei verfügbaren Rücklagen abzüglich Verlustvortrag vorliegen.
Nachfolgend ist die Mitarbeiterzahl für die 11 88 0 Internet Services AG dargestellt.
| Geschäftsjahr 2022 | Stichtag 31. Dezember 2022 | Jahresdurchschnitt | ||
| absolut | in Vollzeitäquivalenten | absolut | in Vollzeitäquivalenten | |
| Insgesamt | 339 | 322 | 339 | 323 |
| Davon Operator und Vertrieb | 158 | 146 | 161 | 150 |
| Davon Verwaltung | 181 | 176 | 178 | 173 |
| Geschäftsjahr 2021 | Stichtag 31. Dezember 2021 | Jahresdurchschnitt | ||
| absolut | in Vollzeitäquivalenten | absolut | in Vollzeitä- quivalenten | |
| Insgesamt | 354 | 338 | 357 | 341 |
| Davon Operator und Vertrieb | 169 | 158 | 178 | 167 |
| Davon Verwaltung | 185 | 180 | 179 | 174 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | Verpflichtungen gesamt | davon Verpflichtungen mit Fälligkeit in 2023 |
| Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen | 956 | 467 |
| Verpflichtungen aus Beratungs- und sonstigen Dienstleistungsverträgen | 7.763 | 2.454 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (5.339) | (1.414) |
| Verpflichtungen aus Werbeverträgen | 11 | 11 |
| 8.730 | 2.932 |
Bei den Miet- und Leasingverträgen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Aktivierung der Anlagen bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten. Bei den Beratungs- und sonstigen Dienstleistungsverträgen handelt es sich im Wesentlichen um Dienstleistungsverträge zwischen 11 88 0 Solutions AG und 11 88 0 Internet Services AG.
Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine Eventualverbindlichkeiten.
Im Geschäftsjahr 2022 wurden von der 11 88 0 Internet Services AG weder Termingeschäfte noch sonstige derivative Finanzinstrumente in Anspruch genommen.
Auf die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die 11 88 0 Internet Services AG in den Konzernabschluss der 11 88 0 Solutions AG einbezogen wird und dort eine umfassende Darlegung erfolgt.
Die united vertical media GmbH, Nürnberg, hat der 11 88 0 Internet Services AG zur Sicherstellung der ausreichenden Liquidität im März 2023 eine weitere Kreditlinie über 2,0 Mio. EUR eingeräumt. Die Kreditlinie kann im Bedarfsfall bis zum 31. März 2024 kurzfristig im jeweils benötigten Umfang in Anspruch genommen werden und ist bis zum 31. Dezember 2026 zurückzuführen.
Weitere zu berichtende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses aufgetreten sind, lagen nicht vor.
Die 11 88 0 Internet Services AG hält zum 31. Dezember 2022 an folgenden Gesellschaften unmittelbar Anteile:
| Name | Sitz | Höhe der Beteiligung | Art der Beteiligung | Letzter vorliegender Abschluss |
Eigenkapital
TEUR |
Ergebnis
TEUR |
| WerWieWas GmbH (*) | Essen | 100% | direkt | 2021 | -5.501 | 0 |
(*) Zwischen der 11 88 0 Solutions AG und der
WerWieWas GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
Die Anteile an der 11 88 0 Internet Services AG werden zu 100 % von der 11 88 0 Solutions AG, Essen, gehalten.
Die 11 88 0 Solutions AG bezieht die 11 88 0 Internet Services AG im Rahmen der Vollkonsolidierung in ihren nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellten Konzernabschluss ein (kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der 11 88 0 Solutions AG kann unter https://ir.11880.com/ eingesehen werden. Eine Bekanntmachung des Konzernabschlusses erfolgt im Unternehmensregister.
Seit dem 16. September 2019 ist die united vertical media GmbH, Nürnberg (Amtsgericht Nürnberg, HRB 28744) mehrheitlich mit einem Anteil von 72,3 % an der 11 88 0 Solutions AG beteiligt und bezieht diese im Rahmen der Vollkonsolidierung in ihren nach HGB erstellten Konzernabschluss (größter Konsolidierungskreis) mit ein. Eine Bekanntmachung des Konzernabschlusses erfolgt im Unternehmensregister.
Die 11 88 0 Internet Services AG ist gern. § 291 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. Der Konzernabschluss der 11 88 0 Solutions AG zum 31. Dezember 2022 wird, in Übereinstimmung mit dem §315e Absatz 1 HGB, gern. Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards unter Beachtung des § 315a Absatz 1 HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.
Herr Jörn Hausmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der 11 88 0 Internet Services AG, General Manager Call Center Services & New Business innerhalb der 11 88 0 Solutions-Gruppe
Frau Ilona Rosenberg, Mitglied des Aufsichtsrats der 11 88 0 Internet Services AG, Assistenz am Standort Rostock innerhalb der 11 88 0 Solutions-Gruppe
Frau Christine Kasperkeiwicz, Mitglied des Aufsichtsrats der 11 88 0 Internet Services AG, Testcenter Quality Specialist, Standort Neubrandenburg innerhalb der 11 88 0 Solutions-Gruppe
Herr Christian Maar, Vorstand der 11 88 0 Internet Services AG und der 11 88 0 Solutions AG
Im abgelaufende Geschäftsjahr haben Vorstand und Aufsichtsräte mehrere Funktionen bzw. Bestellungen innerhalb der 11 88 0 Solutions-Gruppe innegehabt. Konzerninterne Aufsichtsratsmandate werden nicht und konzerninterne Vorstandsmandate regelmäßig nur über eine Gesellschaft innerhalb der 11 88 0 Solutions-Gruppe vergütet.
Wie bereits im Vorjahr erhielten Vorstand und Aufsichtsrat keine Bezüge durch die 11 88 0 Internet Services AG für die Übernahme der Organfunktion.
Essen, 20. Juni 2023
Der Vorstand
Christian Maar
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|
1.1.2022
TEUR |
Zugänge
TEUR |
Abgänge
TEUR |
Umbuchungen
TEUR |
31.12.2022
TEUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlich Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 17.087 | 1 | -7 | 19 | 17.100 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 19 | 0 | 0 | -19 | 0 |
| 17.106 | 1 | -7 | 0 | 17.100 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 1.775 | 76 | -153 | 0 | 1.698 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.416 | 47 | -2 | 0 | 1.461 |
| 3.191 | 124 | -155 | 0 | 3.160 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 25 | 0 | 0 | 0 | 25 |
| 25 | 0 | 0 | 0 | 25 | |
| 20.322 | 125 | -162 | 0 | 20.285 | |
| Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|
1.1.2022
TEUR |
Zugänge
TEUR |
Abgänge
TEUR |
31.12.2022
TEUR |
31.12.2022
TEUR |
31.12.2021
TEUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlich Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 16.050 | 624 | -7 | 16.667 | 433 | 1.037 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 19 |
| 16.050 | 624 | -7 | 16.667 | 433 | 1.056 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 1.508 | 112 | -153 | 1.468 | 231 | 267 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.122 | 88 | -2 | 1.208 | 254 | 294 |
| 2.630 | 200 | -155 | 2.676 | 485 | 561 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 25 | 0 | 0 | 25 | 0 | 0 |
| 25 | 0 | 0 | 25 | 0 | 0 | |
| 18.705 | 824 | -162 | 19.367 | 918 | 1.617 | |
Wir haben den Jahresabschluss der 11 88 0 Internet Services AG, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 11 88 0 Internet Services AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 20. Juni 2023
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Philip Meyer zu Spradow, Wirtschaftsprüfer
ppa. Thomas Brunke, Wirtschaftsprüfer
Der Fokus der 11880 Internet Services AG lag im Geschäftsjahr 2022 auf der kontinuierlichen Wachstumsstrategie & Effizienzsteigerungen. Unteranderem wurden bei den Portalen "werkenntdenBESTEN", unsere Suchmaschine für Online-Bewertungen und "wirfindendeinenJOB", unserem Jobportal, viele Neurungen eingeführt, die sowohl den Nutzern, als auch unseren Kunden mehr Effizienz bieten sollen. Mit Localytix haben wir zusätzlich ein Analyseportal gestartet, über das Unternehmen jederzeit die Effizienz ihrer Online-Vermarktung im Vergleich zu ihren direkten Wettbewerbern testen können.
Der Aufsichtsrat hat in Erfüllung seiner gesetzlichen Beratungs- und Aufsichtsfunktion auch im Geschäftsjahr 2022 die Führung der Geschäfte des Vorstands kontinuierlich und intensiv begleitet.
Der Aufsichtsrat der 11880 Internet Services AG hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben pflichtgetreu wahrgenommen. Der Vorstand erstattete regelmäßig Bericht, sodass der Aufsichtsrat ganzjährig über die wesentlichen Fragen der Unternehmensführung, die Risikolage, wichtige Finanzkennzahlen und den Geschäftsverlauf fortlaufend informiert war. Der Aufsichtsrat stand dem Vorstand jederzeit beratend zur Seite. Das Gremium hat den Vorstand und die Geschäftsführung das Jahr über bei der Leitung der Gesellschaft überwacht.
Am 15. März 2022 billigte der Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates das Budget für das Geschäftsjahr 2022-2024.
Auch im Geschäftsjahr 2022 hat sich der Aufsichtsrat der 11880 Internet Services AG intensiv mit dem Rechnungslegungsprozess und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems auseinandergesetzt. Ebenfalls wurden die Wirksamkeit der Compliance-Prozesse innerhalb des Unternehmens, anhängige und potentielle Rechtsstreitigkeiten überwacht.
Der Aufsichtsrat der 11880 Internet Servies AG erteilte nach sorgfältiger Prüfung seiner Unabhängigkeit und Qualifikation, seiner bisher erbrachten Leistungen und seines Honorars den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen.
Der Aufsichtsrat der 11880 Internet Services AG besteht gemäß §95 Abs. 1 S, 1 AktG aus drei Mitgliedern. Die Satzung der 11880 Internet Services AG sieht keine Abweichung von dieser Bestimmung vor, Die ordentliche Hauptversammlung wählte am 24.10.2022, auf Vorschlag des Aufsichtsrates, die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder für die nächste Periode wieder. Dem Aufsichtsrat der 11880 Internet Services AG gehörten demnach im Geschäftsjahr 2022 unverändert die Mitglieder Jörn Hausmann, Ilona Rosenberg und Christine Kasperkiewicz an. Den Aufsichtsratsvorsitz hatte das gesamte Geschäftsjahr Jörn Hausmann inne. Nach der Neuwahl des Gremius wurde Jörn Hausmann erneut einstimmig als Vorsitzender gewählt.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 eine außerordentliche Sitzung und zwei ordentliche Sitzungen abgehalten, die am 15.03.2022, 29.09.2022 und 15.12.2022 stattfanden. Die Sitzungen fanden satzungskonform fernmündlich statt. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an allen Sitzungen teil.
Im Geschäftsjahr 2022 gab es innerhalb des Vorstandes keine Änderungen.
Die von der Hauptversammlung am 24. Oktober 2022 zum Prüfer der Abschlüsse des Geschäftsjahres 2022 gewählte PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, erhielt durch den Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag. Der handelsrechtliche Jahresabschluss, einschließlich Lagebericht und die Berichte des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022 der 11880 Internet Services AG wurden von der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, geprüft.
Dem Jahresabschluss, Lagebericht, Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das wurde zum 20. Juni 2023 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Der handelsrechtliche Jahresabschluss, Lagebericht, und die Berichte des Abschlussprüfers wurden mit allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugesandt.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der 11880 Internet Services AG im Detail geprüft. Von dem Ergebnis des Abschlussprüfers hat er zustimmend Kenntnis genommen. Er billigt den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht und den Jahresabschluss 2022 der 11880 Internet Services AG, der somit festgestellt ist.
Die PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat ebenfalls den vom Vorstand nach §312 Aktiengesetz erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ("Abhängigkeitsbericht'') geprüft. Der Abhängigkeitsbericht wurde mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Abhängigkeitsbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Prüfung zur Verfügung gestellt. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendurigen gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands.
Der Vorstand der 11880 Internet Services AG hat gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz ein Überwachungssystem eingerichtet, um mögliche Risiken für die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften frühzeitig zu erkennen. Die Prüfung des Abschlussprüfers hat ergeben, dass der Vorstand seine Pflichten gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz erfüllt hat. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.
Wir haben das Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen und erheben nach unseren eigenen Prüfungen des Jahresabschlusses und des Lageberichts der 11880 Internet Services AG keinen Einwand. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstandsvorsitzenden Christian Maar und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die erbrachten Leistungen und das große Engagement im Geschäftsjahr 2022.
Essen, im Juni 2023
Jörn Hausmann, Vorsitzender des Aufsichtsrates
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