Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 19639
Vorher
Matthews International Verwaltungs GmbHMatthews Europe Verwaltungs GmbH
Eingetragen
24.9.2009
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Der Erwerb, der Verkauf und das Verwalten von Beteiligungen an anderen Unternehmen jeweils in eigenem Namen und für eigene Rechnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
John Pietro Dolan
seit 20.1.2026
Prokura
Gregory Brandon Babe
seit 20.1.2026
Geschäftsführer
Robin Borris-Lensing
seit 20.1.2026
Prokura
Lee Lane
seit 23.4.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Matthews International CorporationUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Matthews International Corporation
United States
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Matthews Holding Germany LLP & Co. KG

Vreden

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022

Konzernbilanz zum 30. September 2022

AKTIVA

30.09.2022 30.09.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.223.598,05 813.146,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 76.244.266,39 83.140.610,92
77.467.864,44 83.953.757,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.297.083,90 38.536.949,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.595.715,47 32.761.473,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.561.744,81 3.930.628,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.757.264,44 3.576.144,85
100.211.808,62 78.805.196,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 324.565,02 323.252,46
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 88.816.319,25 62.002.842,95
3. Beteiligungen 598.495,21 0,00
4. Rückdeckungsansprüche 440.296,00 421.123,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 986,40
90.179.675,48 62.748.204,81
267.859.348,54 225.507.158,98
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.845.888,75 7.344.798,37
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 147.172.204,31 49.023.873,72
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 243.701,50 86.575,39
4. Geleistete Anzahlungen 9.345.743,19 2.060.031,14
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -150.862.297,46 -53.867.826,90
19.745.240,29 4.647.451,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.669.665,64 34.356.690,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 38.941.295,37 29.072.027,31
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.323.364,38 3.947.025,10
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 88.934.325,39 67.375.742,78
13.324.743,22 8.388.570,37
122.004.308,90 80.411.764,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.219.746,29 833.841,75
391.083.403,73 306.752.765,60

PASSIVA

30.09.2022 30.09.2021
A. Eigenkapital
I. Kommanditkapital 1.000,00 1.000,00
II. Rücklagen 245.483.445,29 198.704.925,99
III. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 1.460.851,90 1.460.851,90
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -7.110.057,90 -3.907.850,32
V. Bilanzverlust -118.166.183,24 -67.648.385,59
VI. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 368.222,31 371.080,94
122.037.278,36 128.981.622,92
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.874.900,78 7.319.909,02
2. Steuerrückstellungen 761.617,81 36.567,88
3. Sonstige Rückstellungen 38.902.633,71 18.594.695,64
55.539.152,30 25.951.172,54
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.680.341,84 861.541,96
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 8.680.341,84 (i.Vj.: € 861.541,96)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.236.344,14 12.001.409,43
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 168.654.080,73 129.890.039,61
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.950.537,77 3.023.310,51
- davon aus Steuern: € 2.537.019,19 (i.Vj.: € 1.849.567,67)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 1.003.534,95 (i.Vj.: € 520.557,14)
204.521.304,48 145.776.301,51
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.828.825,78 1.142.973,41
E. Passive latente Steuern 7.156.842,81 4.900.695,22
391.083.403,73 306.752.765,60

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2021/22

2021/22 2020/21
1. Umsatzerlöse 222.359.109,67 177.692.688,89
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 97.846.982,42 33.080.644,76
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 78.504,01 288.034,96
4. Gesamtleistung 320.284.596,10 211.061.368,61
5. Sonstige betriebliche Erträge 5.067.926,35 5.278.436,88
- Erträge aus der Währungsumrechnung: € 906.747,59 (i.Vj. € 1.155.575,26)
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -146.501.822,75 -54.950.888,20
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -16.695.134,67 -15.566.029,10
-163.196.957,42 -70.516.917,30
7. Rohergebnis 162.155.565,03 145.822.888,19
8. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -96.923.159,32 -93.104.415,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -18.927.537,28 -17.549.442,51
- davon für Altersversorgung^ 868.386,04 (i.Vj. € 865.381,72)
-115.850.696,60 -110.653.858,23
9. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -44.822.659,43 -21.624.179,63
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -54.282.383,52 -41.789.504,14
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: € 3.641.686,91 (i.Vj. € 1.637.175,24)
11. Betriebsergebnis -52.800.174,52 -28.244.653,81
12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.409.015,51 1.340.269,47
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 1.409.015,51 (i.Vj. € 1.340.269,47)
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.663.398,70 1.166.192,41
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 2.260.841,82 (i.Vj. € 905.766,85)
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.089.892,56 -2.794.524,30
- davon an verbundene Unternehmen: € 2.359.880,79 (i.Vj. € 1.850.439,84)
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: € 306.403,43 (i.Vj. € 578.458,66)
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.356.939,11 -2.105.427,14
- davon aus der Veränderung der latenten Steuern: € 2.205.912,88 (i.Vj. € 939.453,05)
16. Ergebnis nach Steuern -50.460.713,76 -30.638.143,37
17. Sonstige Steuern -46.041,79 -130.866,71
18. Jahresfehlbetrag -50.506.755,55 -30.769.010,08
19. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -67.648.385,59 -36.843.588,67
20. Nicht beherrschende Anteile -11.042,10 -35.786,84
21. Bilanzverlust -118.166.183,24 -67.648.385,59

Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach den Cashflows für die Bereiche der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit gesondert dargestellt. Die Ermittlung erfolgt unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungs- Standards Nr. 21 (DRS 21).

2021/22 2020/21 Veränderung
T€ T€ T€
Periodenergebnis -50.507 -30.769 -19.738
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 44.823 21.624 23.199
- / + nicht zahlungswirksame Veränderung des Konzernvermögens aus der Währungsumrechnung u.a. -34.582 438 -35.020
+ / - Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 28.863 -1.007 29.870
- / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -37.205 3.877 -41.082
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 57.179 11.151 46.028
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -163 176 -339
Zinserträge -4.072 -2.506 -1.566
+ Zinsaufwendungen 3.090 2.795 295
-/+ Ertragsteuerertrag/Ertragsteueraufwand -1.357 1.166 -2.523
- Veränderung Minderheiten -13 -5 -8
+/- Ertragsteuerzahlungen 2.082 -2.020 4.102
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 8.138 4.920 3.218
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 5.633 1.372 4.261
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -9.551 -10.310 759
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 8 -8
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -105 -225 120
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -26.832 -1.134 -25.698
+ Erwerb konsolidierte Unternehmen -28.073 -401 -27.672
+ Rückzahlung aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 0 1.023 -1.023
+ Erhaltene Zinsen 4.072 2.506 1.566
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -54.856 -7.161 -47.695
Free Cashflow -46.718 -2.241 -44.477
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhungen, Verkauf eigener Anteile, etc.) 20.790 30 20.760
Gezahlte Zinsen -3.090 -2.795 -295
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 17.700 -2.765 20.465
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -29.018 -5.006 -24.012
- Wechselkurs-, Konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 3.296 -1.459 4.755
- Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -93.944 -87.479 -6.465
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode -119.666 -93.944 -25.722
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungsmittel 13.324 8.388 4.936
- Cash-Pool -124.310 -101.471 -22.839
- Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -8.680 -861 -7.819
-119.666 -93.944 -25.722

Konzerneigenkapitalspiegel zum 30. September 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Kommanditkapital Rücklagen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnungen Verlustvortrag
Festkapital
Vorjahr
Stand am 30. September 2020 1.000,00 198.674.925,99 1.460.851,90 -3.385.196,78 -10.713,05
Erhöhung der Kapitalanteile 0,00 30.000,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0 0,00 -522.653,54 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00 -36.832.875,62
Stand am 30. September 2021 1.000,00 198.704.925,99 1.460.851,90 -3.907.850,32 -36.843.588,67
Aktuelles Jahr
Stand am 30. September 2021 1.000,00 198.704.925,99 1.460.851,90 -3.907.850,32 -36.843.588,67
Erhöhung der Kapitalanteile 0,00 46.778.519,30 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 -3.202.207,58 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00 -30.804.796,92
Stand am 30. September 2022 1.000,00 245.483.445,29 1.460.851,90 -7.110.057,90 -67.648.385,59
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile
Konzernjahresfehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
Vorjahr
Stand am 30. September 2020 0,00 196.740.868,06 339.865,11 0,00
Erhöhung der Kapitalanteile 0,00 30.000,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 -522.653,54 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 31.215,83 0,00
Konzernjahresfehlbetrag -30.769.010,08 -67.601.885,70 0,00 -35.786,84
Stand am 30. September 2021 -30.769.010,08 128.646.328,82 371.080,94 -35.786,84
Aktuelles Jahr
Stand am 30. September 2021 0,00 159.415.338,90 371.080,94 0,00
Erhöhung der Kapitalanteile 0,00 46.778.519,30 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 -3.202.207,58 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 -2.858,63 0,00
Konzernjahresfehlbetrag -50.506.755,55 -81.311.552,47 0,00 -11.042,10
Stand am 30. September 2022 -50.506.755,55 121.680.098,15 368.222,31 -11.042,10
Nicht beherrschende Anteile
Eigenkapital Konzerneigenkapital
Vorjahr
Stand am 30. September 2020 339.865,11 197.080.733,17
Erhöhung der Kapitalanteile 0,00 30.000,00
Währungsumrechnung 0,00 -522.653,54
Sonstige Veränderungen 31.215,83 31.215,83
Konzernjahresfehlbetrag -35.786,84 -67.637.672,54
Stand am 30. September 2021 335.294,10 128.981.622,92
Aktuelles Jahr
Stand am 30. September 2021 371.080,94 159.786.419,84
Erhöhung der Kapitalanteile 0,00 46.778.519,30
Währungsumrechnung 0,00 -3.202.207,58
Sonstige Veränderungen -2.858,63 -2.858,63
Konzernjahresfehlbetrag -11.042,10 -81.322.594,57
Stand am 30. September 2022 357.180,21 122.037.278,36

Konzernanhang 2021/22

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Matthews Holding Germany LLP & Co. KG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Coesfeld unter HR A 8664 eingetragen.

Sitz der Gesellschaft ist Vreden. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort.

Die Gesellschaft wurde mit Abschluss eines Gesellschaftervertrages am 7. September 2018 gegründet. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 15. November 2018. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die MATW UK Holding LLP mit Sitz in London/Großbritannien. Kommanditistin der Gesellschaft ist die Schawk Wace Group mit Sitz in London/Großbritannien mit einem Kapitalanteil in Höhe von € 1.000,00.

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Matthews Holding Germany LLP & Co. KG ist Mutterunternehmen eines Konzerns im Sinne von § 290 HGB und ist daher gemäß § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht zu erstellen.

Der Konzernabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr ist nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022.

Im Berichtsjahr erhöhten sich die Ausleihungen an verbundene Unternehmen aufgrund einer Ausweisänderung um € 18.766.350,52. Im Vorjahr wurde die Ausleihung bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

2. Konsolidierungskreis

Im Geschäftsjahr 2021/22 ergaben sich Änderungen des Konsolidierungskreises.

Die OLBRICH GmbH, Bocholt wurde mit Vertrag vom 21. Juni 2022 und Wirkung zum 17. August 2022 durch die Matthews International GmbH, Vreden, erworben und erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Einbeziehung der OLBRICH - Gruppe, im Wesentlichen bestehend aus der OLBRICH GmbH, R + S Automotive GmbH, sowie R + S Automotive CZ. s.r.o hatte folgende Effekte auf die Konzernbilanz und die Konzerngewinn- und verlustrechnung:

T€
Konzernbilanz:
Anlagevermögen 42.810
Umlaufvermögen 62.738
Rückstellungen 22.359
Verbindlichkeiten 76.743
Konzerngewinn- und verlustrechnung:
Umsatzerlöse 10.214
Materialaufwand 7.634
Personalaufwand 4.867
Abschreibungen 704
Sonstige betrieblichen Aufwendungen 4.714
Steuern 106

Insgesamt werden im Rahmen der Vollkonsolidierung neben der Matthews Holding Germany LLP & Co. KG, Vreden, als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte besitzt (§ 313 Abs. 2 HGB) bzw. die unter beherrschendem Einfluss der Muttergesellschaft stehen, einbezogen:

Inländische Gesellschaften Sitz Anteil am Kapital (direkt / indirekt) %
Matthews Holding Germany LLP & Co. KG Vreden 100,00
Matthews Europe GmbH1) Vreden 100,00
Matthews International GmbH1) Vreden 100,00
Klischeewerkstatt Scholler GmbH1) Nürnberg 100,00
SGK Germany GmbH1) Jülich 100,00
Rudolf Reproflex GmbH1) Goslar 100,00
IDL Crack Europe GmbH1) Goslar 100,00
5flow GmbH1) Jülich 100,00
UNGRICHT GMBH + CO KG2) Mönchengladbach 100,00
Matthews Verwaltungs GmbH1) Mönchengladbach 100,00
Wetzel GmbH1) Grenzach-Wyhlen 94,00
OLBRICH GmbH1) Bocholt 100,00
R + S Automotive GmbH1) Bocholt 100,00
R + S Technik GmbH1) Bocholt 100,00
Unterstützungskasse der Herbert Olbrich GmbH & Co. KG 2) Bocholt 100,00
Unterstützungskasse der Firma R + S Automotive GmbH 1) Bocholt 100,00
Ausländische Gesellschaften Sitz Anteil am Kapital (direkt / indirekt) %
SGK Netherlands B.V. Amsterdam/Niederlande 100,00
Matthews Singapore Holding Pte. Ltd. Singapur/Singapur 100,00
Saueressig Polska Sp. z o.o. Tarnowo Podgórne/Polen 98,01
Saueressig ooo Velikij Novgorod/Russland 100,00
PT Saueressig Engraving Indonesia Pasuruan/Indonesien 100,00
Repro Busek Druckvorstufentechnik GmbH Wien/Österreich 100,00
SGK Manila Inc. Taguig City/Philippinen 100,00
Schawk Hungary Nyomdaipari Kft. Dunakeszi/Ungarn 100,00
Tact Group Ltd. Hong Kong/China 100,00
Saueressig Baski Oncesi Hazirlik Sistemleri San. ve Tic. A.S. (Kroma) Istanbul/Türkei 100,00
R + S Automotive LLC Grand Rapids/USA 100,00
R + S Automotive CZ s.r.o. Pilsen/Tschechien 100,00
OLBRICH Machinery Trading (Jiangyin) Co. Ltd. Jiangsu Province/China 100,00
OLBRICH Holding Corp. Grand Rapids/USA 100,00
Polytype Convertig AG Fribourg/Schweiz 100,00

1) Das Tochterunternehmen macht von den Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.
2) Das Tochterunternehmen macht von den Befreiungsmöglichkeiten des § 264b HGB Gebrauch.

Verzicht auf Einbeziehung nach § 296 HGB

Folgende Gesellschaften sind - aufgrund der Vermögens- und Ertragslage - sowohl für sich genommen als auch in der Gesamtheit für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung, sodass auf deren Einbeziehung in den Konsolidierungskreis unter Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB verzichtet wurde:

Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital (direkt / indirekt) %
Reproflex Vietnam Ltd. Ho Chi Ming City/Vietnam 100,00
Shenzhen Jun Yu Design & Production Ltd. Shenzhen/China 100,00
Saueressig Africa Ltd. Ibadan/Nigeria 15,00
Matthews Brand Solutions S de R.L. de CV Nuevo Leon/Mexiko 99,00
EBF Enterprises Inc. Lincolnton/USA 100,00

Die Jahresabschlüsse dieser Gesellschaften liegen nicht vor.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Einheitlicher Abschlussstichtag aller Gesellschaften - bis auf Saueressig ooo, Velikij / Russland - ist der 30. September eines Jahres. Für die russische Tochtergesellschaft wurde ein Zwischenabschluss erstellt.

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der Matthews Holding Germany LLP & Co. KG, Vreden, und der konsolidierten Gesellschaften zugrunde, aufgestellt nach einheitlichen HGB-Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen, soweit es sich um in Deutschland ansässige Firmen handelt; die Jahresabschlüsse der Auslandsgesellschaften sind nach dortigem Handelsrecht erstellt. Auf eine Anpassung dieser Bewertungsunterschiede wurde gem. § 308 Abs. 2 S. 3 HGB verzichtet, da die Auswirkungen daraus für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Hierbei werden von der Ermittlung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung mögliche stille Reserven und stille Lasten aufgedeckt und das auf diese Art ermittelte, neubewertete Eigenkapital den Anschaffungskosten gegenübergestellt. Ein sich ergebender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Bei der Schuldenkonsolidierung wurden gem. § 303 Abs. 1 HGB die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Zeitliche Buchungsdifferenzen werden erfolgsneutral in die sonstigen Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten gebucht. Echte Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. den sonstigen betrieblichen Erträgen gebucht.

Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden Erlöse und Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zeitliche Buchungsdifferenzen werden erfolgsneutral verbucht.

Die Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse erfolgte nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Dabei werden sämtliche Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals mit dem Devisenkassamittelkurs, das Eigenkapital mit historischen Kursen und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs umgerechnet.

Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wurde erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Differenzen aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung und des Jahresergebnisses in der Bilanz wurden ebenso erfolgsneutral behandelt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Konzernbilanz wurde nach Verwendung des Jahresüberschusses der Muttergesellschaft Matthews Holding Germany LLP & Co. KG aufgestellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren), bewertet.

Entgeltlich erworbene Firmenwerte werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben, da eine verlässliche Schätzung der Nutzungsdauer nicht möglich ist.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. In den Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen.

Bei Gebäuden wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren zugrunde gelegt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Die Nutzungsdauer für technische Anlagen und Maschinen liegt überwiegend bei sechs Jahren.

Die Nutzungsdauer für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen vier und zehn Jahren.

Die Gesellschaft wendet die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge an.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden bei den deutschen Gesellschaften im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten berücksichtigt.

Die Herstellungskosten enthalten neben den direkten Material- und Fertigungskosten in angemessenem Umfang notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillige soziale Aufwendungen, Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung wurden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet.

Soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, werden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte werden von diesen offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Guthaben in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Kommanditkapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage 4).

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt auf Basis von individuellen Leistungszusagen. Die Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen werden nach dem PUCM-Verfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet.

Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Sterbewahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.

Bei der Bemessung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Steuer- und sonstige Rückstellungen sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger findet § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB keine Anwendung.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021/22 unter Berücksichtigung der kumulierten Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposition können dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden (siehe Anlage 5a).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über insgesamt € 17,8 Mio. aufgrund der Verrechnung mit den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen enthalten sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € -133,3 Mio. aufgrund der Verrechnung mit den Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Für die Abzinsung wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,77 % und 1,78 % angesetzt. Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 398 T€ (§ 253 Abs. 6 HGB).

Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Der Berechnung des Barwerts der Versorgungsansprüche liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

30.09.2022 30.09.2021
% %
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 0,00
Erwartete Rentensteigerungen 0,00 - 2,00 0,00 - 2,00
Erwartete Fluktuationsrate 0,00 - 4,50 0,00 - 4,50

Die Vermögensgegenstände (Planvermögen) und Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen wurden verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde auf Grundlage des Marktwertes ermittelt. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen 1.019 T€. Der beizulegende Zeitwert beträgt 1.019 T€. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt 15.875 T€.

Bei der Tochtergesellschaft UNGRICHT GMBH + CO KG sind Pensionsverpflichtungen aus Altzusagen gemäß Artikel 28 EGHGB nicht bilanziert. Der Barwert (Rechnungszinssatz 1,77 %, Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) beträgt 564 T€. Es wurden jährliche Rentenerhöhungen von 1,5 % berücksichtigt.

Bei der Bemessung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Die Verpflichtungen aus bestehenden Altersteilzeitverträgen sind versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 0,00 % - 1,40 % sowie eines Gehaltstrends bzw. einer Rentendynamik von 0,00 % - 2,00 % berechnet worden. Die innerhalb der sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Altersteilzeitverpflichtungen betragen 1.594 T€ (Vj.: 1.059 T€).

Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen im Konzern sind personal- und verkaufsbezogen (24.375 T€ bzw. 4.710 T€) sowie übrige Rückstellungen in Höhe von 12.467 T€.

Die Personalrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abfindungen (7.333 T€), Urlaub und Gleitzeit (5.268 T€), Weihnachtsgeld (3.681 T€), Sonderzahlungen (3.285 T€) und Altersteilzeit (1.594 T€).

Die verkaufsbezogenen Rückstellungen wurden für Gewährleistungen (3.281 T€) und Kundenboni (1.428 T€) gebildet.

Die Zusammensetzung, Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 5b).

Latente Steuern beruhen auf nachfolgend aufgeführten Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen:

Art des Vermögensgegenstandes, Rechnungsabgrenzungs- oder Schuldpostens Art der latenten Steuer 30.09.2021 Veränderung 30.09.2022
T€ T€ T€
Anlagevermögen passiv 5.277 2.155 7.432
Rückstellungen aktiv -376 101 -275

Die latenten Steuern werden mit Steuersätzen zwischen von 25 und 30 % berechnet.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

30.09.2022
T€
Verpackung 66.466
Flexo 59.579
Maschinenbau 52.553
Dekor 34.798
Neutraler Bereich 8.963
222.359

Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:

30.09.2022
T€
Deutschland 73.749
EU außer Deutschland 54.127
Drittland 94.483
222.359

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Minderung der Wertberichtigungen zu Forderungen (1.718 T€), Währungskursgewinne (907 T€), Erträge aus der KFZ-Gestellung (725 T€), Zuschüsse zu Forschungsprojekten (358 T€) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (328 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verwaltungsaufwendungen (15.461 T€), Betriebsaufwendungen (16.264 T€), Vertriebsaufwendungen (9.786 T€) sowie übrige Aufwendungen (12.772 T€).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen in Höhe von 306 T€.

Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand dar:

30.09.2022
T€
Konzernergebnis vor Ertragsteuern -51.864
Erwarteter Ertragsteueraufwand 30 % -15.559
steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 9.713
Temporäre Differenzen und Verluste, für die keine latenten Steuern erfasst wurden 5.578
Periodenfremde tatsächliche Steuern 1.071
Sonstige Steuereffekte 553
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 1.356
Effektiver (Konzern-)Steuersatz in % -2,61

V. Kapitalflussrechnung

Die gem. § 297 Abs. 1 HGB beigefügte Konzern-Kapitalflussrechnung (Anlage 3) ist unter Beachtung des DRS 21 ordnungsgemäß erstellt worden. Dabei beinhaltet der Finanzmittelfonds auch den Saldo der Cash-Flow Finanzierungen mit nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen Konzernunternehmen. Dieser Saldo wird als jederzeit verfügbar - und damit als äußerst liquide - angesehen.

VI. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

T€
01.10.2022 - 30.09.2023 6.969
01.10.2023 - 30.09.2027 13.734
20.703

Hierin enthalten sind Verpflichtungen aus Kfz- und Maschinen-Leasingverträgen 5.004 T€, davon sind 2.291 T€ innerhalb eines Jahres fällig. Weiterhin bestehen Mietverträge über Gebäude in Höhe von 15.699 T€, von denen 4.678 T€ innerhalb eines Jahres fällig sind.

VII. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte zum Jahresende

Die Arbeitnehmerzahl zum Jahresende beträgt 3.021 Mitarbeiter.

2. Geschäftsführer

Der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin MATW UK Holding LLP, London/Großbritannien, gehörten im Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 an:

MATW North America Holding LLC,

Schawk Holdings Inc.,

jeweils vertreten durch den Geschäftsführer Steven F. Nicola, geb. 15.08.1960, wohnhaft in Two NorthShore Center, Pittsburgh, PA 15212, United States of America.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für die den Konzernunternehmen gegenüber erbrachten Leistungen teilt sich wie folgt auf:

T€
Abschlussprüfungsleistungen 194
Steuerberatungsleistungen 31
Sonstige Leistungen 61
286

4. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung - mit Ausnahme der anhaltenden Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine - haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. Bezüglich der Auswirkungen verweisen wir auf den Lagebericht.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag i. H. v. € 101.043,58 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Konzernabschluss

Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

7. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Matthews International Corporation, Pittsburgh (USA) einbezogen.

 

Vreden, den 15. Juni 2023

Matthews Holding Germany LLP & Co. KG

gez. Steven F. Nicola

Entwicklung des Anlagevermögens

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.10.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.778.780,81 105.019,30 -4.399,05 141.953,39
2. Geschäfts- oder Firmenwert 118.303.703,49 17.943.160,15 0,00 0,00
133.082.484,30 18.048.179,45 -4.399,05 141.953,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 71.447.470,76 1.140.885,88 -7.170.323,09 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 163.439.887,54 2.866.861,31 -5.614.173,56 2.035.235,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.328.388,46 1.678.610,73 -245.316,92 78.793,56
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.576.144,85 3.864.430,24 -350.859,10 -2.255.982,75
262.791.891,61 9.550.788,16 -13.380.672,67 -141.953,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.473.026,96 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 62.002.842,95 26.813.476,30 0,00 0,00
3. Beteiligungen 1.069.835,23 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 670.756,68 0,00 0,00 0,00
4. Rückdeckungsansprüche 421.123,00 19.173,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 986,40 0,00 -986,40 0,00
67.638.571,22 26.832.649,30 -986,40 0,00
463.512.947,13 54.431.616,91 -13.386.058,12 0,00
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Konzernkreisveränderungen Kurseffekte 30.09.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.196.881,26 -238.113,48 22.980.122,23
2. Geschäfts- oder Firmenwert 741.275,58 0,00 136.988.139,22
8.938.156,84 -238.113,48 159.968.261,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.166.947,14 2.290.313,27 101.875.293,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.066.958,09 -2.225.998,77 183.568.770,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.417.961,07 2.385.501,20 40.643.938,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 579.252,71 -59.985,18 5.353.000,77
70.231.119,01 2.389.830,52 331.441.003,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.312,56 3.474.339,52
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 88.816.319,25
3. Beteiligungen 598.495,21 0,00 1.668.330,44
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 670.756,68
4. Rückdeckungsansprüche 0,00 0,00 440.296,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
598.495,21 1.312,56 95.070.041,89
79.767.771,06 2.153.029,60 586.479.306,58
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.10.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.965.634,12 1.302.165,96 60.047,64 -4.399,05
2. Geschäfts- oder Firmenwert 35.163.092,57 25.002.736,83 0,00 0,00
49.128.726,69 26.304.902,79 60.047,64 -4.399,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.910.521,41 7.667.292,58 0,00 -4.047.389,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 130.678.413,66 7.207.117,81 -55.640,48 -3.639.965,33
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.397.759,98 3.190.876,93 -4.407,16 -223.170,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 452.469,32 0,00 0,00
183.986.695,05 18.517.756,64 -60.047,64 -7.910.525,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.149.774,50 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 1.069.835,23 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 670.756,68 0,00 0,00 0,00
4. Rückdeckungsansprüche 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.890.366,41 0,00 0,00 0,00
238.005.788,15 44.822.659,43 0,00 -7.914.924,45
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Konzernkreisveränd erungen Kurseffekte 30.09.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.656.612,12 -223.536,61 21.756.524,18
2. Geschäfts- oder Firmenwert 578.043,43 0,00 60.743.872,83
7.234.655,55 -223.536,61 82.500.397,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.198.810,33 1.848.975,08 51.578.210,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.854.894,94 -2.071.765,66 143.973.054,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.580.590,79 2.140.543,48 35.082.193,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 143.267,01 595.736,33
34.634.296,06 2.061.019,91 231.229.194,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 3.149.774,50
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 1.069.835,23
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 670.756,68
4. Rückdeckungsansprüche 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 4.890.366,41
41.868.951,61 1.837.483,30 318.619.958,04
NETTOBUCHWERTE
30.09.2022 30.09.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.223.598,05 813.146,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 76.244.266,39 83.140.610,92
77.467.864,44 83.953.757,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.297.083,90 38.536.949,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.595.715,47 32.761.473,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.561.744,81 3.930.628,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.757.264,44 3.576.144,85
100.211.808,62 78.805.196,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 324.565,02 323.252,46
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 88.816.319,25 62.002.842,95
3. Beteiligungen 598.495,21 0,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. Rückdeckungsansprüche 440.296,00 421.123,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 986,40
90.179.675,48 62.748.204,81
267.859.348,54 225.507.158,98

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.680.341,84 0,00 0,00 8.680.341,84
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.236.344,14 0,00 0,00 22.236.344,14
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 168.654.080,73 0,00 0,00 168.654.080,73
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.950.537,77 0,00 0,00 4.950.537,77
204.521.304,48 0,00 0,00 204.521.304,48
davon gesichert Art der Sicherheiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.680.341,84 insbesondere Grundschulden
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00
8.680.341,84

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Garantieerklärung der Matthews International Corporation, Pittsburgh/USA, abgesichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/22

1. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftszweck

Der Konzern Matthews Holding Germany LLP & Co. KG mit Sitz in Vreden bildet die Spitze des europäischen Teils der globalen Unternehmensgruppe Matthews International Corporation (NASDAQ: MATW) mit Sitz in Pittsburgh (USA). Zu den Zielmärkten der Konzerngesellschaften zählen Hersteller und Anbieter für Produkte und Dienstleistungen rund um den Markenauftritt, Druck- und Prägeformen in der Druck- Papier- und Hygieneindustrie. Zudem stellt der Konzern Sondermaschinen für die Druck- und Convertingindustrie her als auch Sondermaschinen für die Herstellung von Batteriezellen.

Die Produkte und Dienstleistungen der Konzernunternehmen sind in vielen Alltagsprodukten und -anwendungen von Endverbrauchern zu finden. Mit ihnen produzieren die industriellen Kunden des Konzerns in der Hauptsache Verpackungen für Lebensmittel oder Tabakerzeugnisse, Dekore für die Inneneinrichtungen von Häusern oder Schiffen oder Hygieneartikel des täglichen Bedarfs. Darüber hinaus stellen Industrieunternehmen in der Automobil oder Batterieindustrie mit Maschinen und Anlagen des Konzerns stationäre sowie mobile Batteriezellen her.

Produkte und Dienstleistungen

Die Aktivitäten der Matthews Holding Germany LLP & Co. KG sind in die drei Divisionen Packaging, Surface Solution und Engineering unterteilt. Im Bereich Packaging entwerfen, gestalten und produzieren die Konzernunternehmen Flexo-, Tiefdruck-, und Prägewerkzeuge für Markenartikler, Druckereien und Verpackungshersteller.

Im Verpackungsmarkt treten die Konzernunternehmen je nach Produktgruppe mit verschiedenen Marken auf: Für Tiefdruckwerkzeuge und verwandte Dienstleistungen wird die Marke SAUERESSIG verwendet. Für Flexodruckwerkzeuge und verwandte Dienstleistungen agieren die einzelnen Unternehmen mit der Marke SGK. Unter den Konzernmarken SAUERESSIG Packaging sowie SGK umfasst die Unternehmensgruppe das modulare Produkt- und Serviceportfolio die Bereiche Designentwicklung, Artworkerstellung und Colormanagement, Reproduktion, Veredelung und Proofing sowie die Konzeptionierung und Produktion von Druck- und Prägeformen und ein umfangreiches Datenmanagement. Markenhersteller, Drucker und Converter profitieren von lösungsorientierten Innovationen, um auf die wachsenden Anforderungen der Verpackungsbranche zu antworten. Die immer anspruchsvoller werdenden Designs erfordern präzise Werkzeuge, deren Produktionskomplexität fortwährend steigt.

Im Bereich Surfaces vereint die Marke SAUERESSIG Surfaces die Unternehmen Matthews International GmbH und UNGRICHT GMBH + CO KG unter einer gemeinsamen Dachmarke. Somit sind an beiden Konzernstandorten die vielfältigen Kompetenzen der Oberflächenveredelung für Interiore vereint. SAUERESSIG Surfaces besitzt technische Expertise im Bereich von Tissue- und Hygieneprodukten, der Vliesstoffherstellung sowie der Holzwerkstoff-, Fußboden- und der kunststoffverarbeitenden Industrie sowie für Technische Walzen. Umfangreiche Kompetenzen im Oberflächendesign werden insbesondere in der Dekorentwicklung sowie der Automobil-, Leder- und Tapetenindustrie eingesetzt.

Unter der Marke SAUERESSIG Engineering hat sich der Konzern über mehrere Jahrzehnte als Hersteller von Sondermaschinen, Kalander und Walzensystemen positioniert.

Als Komplettanbieter von Kalander- und Verarbeitungssystemen in Standard- und Sonderausführungen beliefert SAUERESSIG Engineering ein breites Branchenspektrum. Das Portfolio umfasst sowohl komplette Fertigungslinien als auch Einzelaggregate zum Prägen, Veredeln, Glätten, Beschichten, Perforieren und Kalibrieren bahnförmiger Materialien. Das Team profitiert von langjährigen Erfahrungen und entwickelt, zeichnet und konstruiert neue Maschinen nach individuellen Kundenanforderungen. Als Hersteller für die Produktion von temperierten Heiz- und Kühlwalzen reichen im Bereich Rollers die Einsatzgebiete der Produkte von Standardanwendungen bis hin zur anspruchsvollen Veredelung von bahnförmigen Materialien, insbesondere in der Herstellung von Batteriezellen.

Je nach kundenspezifischem Anwendungsgebiet werden unsere Walzen mit diversen Fertigungsverfahren wärmebehandelt, gedreht, geschliffen, poliert, strukturiert bzw. beschichtet. Aufgrund der Erfahrungen im Sondermaschinenbau für rotative Maschinenprozesse besitzen die Konzernunternehmen Kompetenzen, die mittlerweile auch in anderen Industrien anerkannt wird.

Veränderungen im Konzernkreis

Zum 1. August 2022 sind Standorte der OLBRICH-Gruppe in Bocholt zum Konzernkreis hinzugekommen. Die Standorte sind in Deutschland, der Tschechischen Republik, der Schweiz und den USA und werden den Bereich Engineering unterstützen.

Im kommenden Geschäftsjahr werden wir die Produktionsstandorte Wetzel in Grenzach- Whylen und SE Russland in Velikij Novgorod schließen. In beiden Fällen übernehmen andere Standorte die Betreuung und Belieferung unserer Kunden.

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Konzernunternehmen besitzt eine langjährige Erfahrung bei der Durchführung von internen und öffentlich geförderten Projekten. Zusätzlich liegt ein starker Fokus auf kundenspezifische Produktentwicklung und Beratung. Im Rahmen dieser Aktivitäten konnte in den letzten Jahren eine hohe Fachexpertise entwickelt werden. Ein wesentlicher Fokus der Entwicklungsarbeit im Geschäftsjahr 2022 waren die Weiterentwicklung von Maschinen zur Herstellung von Batteriematerialien und die Entwicklung von Fertigungsverfahren für Bipolare Platten für die Herstellung von Wasserstoffsystemen. Im Geschäftsjahr 2022 waren die Konzernunternehmen an mehreren öffentlichen Forschungsprojekten sowie internen F&E-Projekten beteiligt.

Dabei steigt die Relevanz von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben weiterhin. Damit sich die Konzernunternehmen im kompetitiven Marktumfeld vom Wettbewerb weiter unterscheiden, werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter intensiv verfolgt. Somit investiert der Konzern weiterhin in wesentliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Höhe von 830 T€.

2. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat das globale Wirtschaftswachstum für das Jahr 2022 mit 2,8 % gegenüber dem Vorjahr bewertet. Nach Einschätzung des IWF wäre ein stärkeres Wachstum möglich gewesen, jedoch haben die anhaltende Pandemie mit den Mobilitätsbeschränkungen sowie steigende Energiepreise und nur langsam erholender privater Konsum weiteres Wachstum gebremst.

In Deutschland konnte basierend auf den Auswertungen des IWF ein leichtes Wirtschaftswachstum in 2022 verzeichnet werden. So stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt leicht um 1,9 % im Vergleich zum Vorjahr.

Einfluss und Auswirkung des Krieges in der Ukraine und Nachwirkung der Corona-Pandemie

Der Krieg in der Ukraine wirkte sich negativ auf den Konzernverbund der Matthews Holding Germany LLP & Co. KG aus. Vor allem die Beschaffung von Materialen und die steigenden Energiekosten fallen ins Gewicht. Dabei waren die unterschiedlichen Marktsegmente unterschiedlich stark von den Entwicklungen beeinflusst.

So ist aufgrund der negativen Marktentwicklungen im Verpackungsbereich für Tabak SAUERESSIG Packaging stärker betroffen als SGK, die im Bereich flexible Verpackungen aktiv sind. Die weltweiten Krisen beschleunigten die Auswirkungen auf die bereits vorhandene negative Entwicklung der Umsatz- und Ertragslage in den Bereichen Verpackung und Surfaces. Aufgrund von allgemeinen Investitionszurückhaltungen ist auch der Bereich Surfaces von einer negativen Entwicklung betroffen.

In den Geschäftsbereichen Verpackung sowie Surfaces wird unter anderem durch Anmeldung von Kurzarbeit als auch sonstige Restrukturierungsmaßnahmen gegengesteuert.

Die wirtschaftliche Situation im Engineering hat sich nicht verschlechtert. Ein weiterhin zunehmender Auftragsbestand bestätigt auch im Geschäftsjahr 2022 den positiven Trend trotz der Krisen in zahlreichen Ländern. Auch stellen die Konzernunternehmen fest, dass Lieferanten und Vorlieferanten der Konzernunternehmen Herausforderungen bei der termingerechten Materialbeschaffung gegenüber stehen. Die Nachwirkung der Corona-Pandemie sind für diesen Geschäftsbereich eher im operativen Tagesgeschäft spürbar als im Auftragsbestand für das betrachtete Geschäftsjahr und der folgenden Geschäftsjahre.

Packaging

Der Umsatztrend in der Verpackungsbranche der vorherigen Jahre hat sich im Geschäftsjahr 2021/2022 fortgesetzt. Laut Statistischem Bundesamt ist der Gesamtumsatz der Verpackungsindustrie in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Während 2021 € 29,6 Mrd. Branchenumsatz vermeldet wurde, steigt der Branchenumsatz 2022 auf € 35,0 Mrd. Dies ist ein neues Zehnjahreshoch der Verpackungsindustrie. Allerdings ist im Bereich der Verpackungsfolien, ein wesentliches Geschäftsfeld von SAUERESSIG Packaging und SGK, der Trend weiterhin negativ: Verpackungsfolien erreichten in 2021 einen branchenweiten Umsatz von € 1,4 Mrd. (Vj. € 4,9 Mrd.).

Eine Erholung verzeichnet das Statistische Bundesamt für den Umsatz in der Papier- Verpackungsindustrie. In diesem Bereich, ebenfalls ein wesentliches Segment von SAUERESSIG Packaging und SGK, ist der Umsatz von € 13,6 Mrd. (2021) auf nunmehr € 16,0 Mrd. (2022) gestiegen.

Trotz der zuletzt positiven Gesamtentwicklung befindet sich die Verpackungsbranche weiterhin in einem großen Wandel. Dabei sind veränderte demographische Bedingungen sowie das zunehmende Bewusstsein für nachhaltige Verpackungen wesentliche Treiber der Veränderungen. Dies führt zu einer gewissen Verunsicherung bei Branchenvertretern.

Innerhalb des Marktsegments Verpackungen bilden Tabakerzeugnisse einen wesentlichen Teil der Geschäftstätigkeiten. In diesem Bereich gab es aufgrund der anhaltenden Pandemie und der damit einhergehenden Reisebeschränkungen einen deutlichen Rückgang der Produktinnovationen und Produktneueinführungen. Zudem haben wesentliche Tabakunternehmen ihre Standorte in Zentraleuropa geschlossen und nach Ost- oder Südosteuropa verlagert. Auch neue Tiefdruckanlagen werden nicht mehr in Zentraleuropa aufgebaut, sondern in Afrika oder Asien. Zudem sinken Auflagenvolumen für Verpackungen weiterhin, so dass alternative Druckverfahren wie Flexo-, Offset-, und auch Digitaldruck ihre Marktanteile zu Lasten des Tiefdruckverfahrens erhöhen. In näherer Zukunft sind darüber hinaus keine Gesetzesnovellen in den wesentlichen Zielmärkten für Tabakerzeugnisse zu erwarten, die zu einer Erholung der Umsätze führen könnten. Grundsätzlich führt ein verstärktes Gesundheitsbewusstsein in Industrienationen wie Deutschland zu weniger Tabakverkäufen. So ist laut Statistischem Bundesamt die Anzahl der in Deutschland verkauften Zigaretten zwischen den Jahren 2021 und 2022 von € 71,8 Mrd. auf € 65,8 Mrd. gefallen. Zusätzlich haben sich die Aktivitäten der Tabakbranche zunehmend in Länder wie Türkei, Polen und Russland verschoben. Damit ist die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Konzernunternehmen in Polen, der Türkei sowie Russland stabil.

Die Entwicklung für SGK im Bereich der Markenartikler ist ebenfalls stabil, wobei auch hier ein Margendruck zu verzeichnen ist. Bestehende Druckaufträge werden mit vorhandenen Designs und Layouts ausgeführt.

Surfaces Solutions

Im Bereich Surfaces sind für Dekorindustrie sowie Fußbodendekore Umsatzeinbrüche von fast 30 % zu verzeichnen. Im Bereich Automotive erfährt der Bereich Surfaces aufgrund der zunehmenden Vereinfachungen von Pkw-Interieure und des Wegfalls von Leder- und Kunstlederanwendungen ebenfalls Umsatzrückgänge.

Die Nachfrage für die Herstellung von Dekordrucken für den Innenausstattung-Bereich verschiebt sich weiter in Regionen wie z. B. China, wo Surfaces Solution durch verstärkte Vertriebsaktivitäten wesentliche Aufträge akquirieren konnte.

Das Wachstum im Markt für Hygieneprodukte ist nach Auswertung des Statista Consumer Market Outlook ab dem Geschäftsjahr 2023 mit global 2,39 % Wachstum weiterhin positiv.

Engineering

Die Rahmenbedingungen für den Sondermaschinenbau bleiben wie in den Vorjahren positiv. SAUERESSIG Engineering profitiert dabei insbesondere vom Wachstum im Bereich des Anlagenbaus für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos. Deshalb erfährt der Bereich SAUERESSIG Engineering auch für das Geschäftsjahr 2021/2022 eine steigende Nachfrage von Automobilherstellern und Batterieherstellern nach dem Kauf rotativer Kalandermaschinen als Anlage für die Herstellung von Materialien für Lithium-Ionen-Batterien. Somit konnten Konzernunternehmen Auftragsausschreibungen für Automobilhersteller in wesentlicher Höhe gewinnen.

Treiber dieses Wachstums ist der Ausbau von Batterie-Produktionskapazitäten in Europa und USA für Elektroautobatterien. Die Dynamik im Bereich des Batteriezellenbaus bestätigt sich damit als nachhaltig und ermöglicht somit das Wachstum des Auftragsbestands von SAUERESSIG Engineering im Jahr 2022. So meldet das Statistische Bundesamt einen weiteren Anstieg des Branchenumsatzes der Branche Batterieherstellung von € 5,4 Mrd. in 2021 auf €8,9 Mrd. in 2022.

b. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Gesamtumsatz von € 178 Mio. auf € 222 Mio. bedingt durch die Umsatzrealisierung eines Großprojektes gestiegen. Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr von € 211 Mio. auf € 320 Mio. deutlich gestiegen. Ursächlich hierfür sind weitere nicht abgeschlossene Großprojekte und der Zukauf der OLBRICH-Gruppe.

Das Rohergebnis verbesserte sich um 16.250 T€ auf 16.073 T€. Aufgrund von Sondereffekten (Firmenwertabschreibungen, Abschreibung auf Vermögenswerte in Russland sowie Verluste aufgrund der geplanten Schließung der Wetzel GmbH) sank das Betriebsergebnis um 24.555 T€ auf -52.800 T€. Dass die tatsächliche Entwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres die Prognose unterschritten hat, sieht die Konzernleitung als nicht zufriedenstellend an.

Der anhaltende Verlust ist bedingt durch die Nachwirkung der Corona-Pandemie, der Ukraine-Krise und veränderte Verhältnisse insbesondere im Tabak-Markt, bei gleichzeitig noch nicht finalisierten Engineering-Projekten. Insbesondere der Verlust von Rahmenverträgen mit Abnehmern hat zu dem Umsatzverlust geführt.

Die Entwicklung ist stark unterschiedlich in den verschiedenen Geschäftsbereichen - wobei der Verpackungsbereich Tiefdruck auf € 66,5 Mio. (Vj.: € 65,5 Mio.), der Surface Bereich auf € 34,8 Mio. (Vj.: € 36,8 Mio.) Engineering auf € 52,5 Mio. (Vj.: € 7,5 Mio.) und der Verpackungsbereich Flexodruck auf € 59,6 Mio. (Vj.: € 63,4 Mio.) kamen. Die Auftragslage entwickelt sich unterschiedlich, wobei wir in den Bereichen Verpackung Tiefdruck und Surface weiterhin geringe Auftragseingänge zu verzeichnen haben. Dahingegen verzeichnet die Division Engineering eine starke Zunahme von neuen Aufträgen aufgrund der gestiegenen Nachfragen nach Batterien für mobile und stationäre Anwendungen.

Der Personalbestand lag im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2021/2022 bei 3.021 Mitarbeitern (Vj.: 2.330). Die Personalkosten betrugen im Geschäftsjahr 2021/2022 insgesamt € 111,7 Mio. (Vj.: € 110,7 Mio.). Bezogen auf die Gesamtleistung sanken die Personalkosten gegenüber dem Vorjahr von 52,4 % auf 34,9 %.

Die Ertragslage des Konzerns ist für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht zufriedenstellend. Einige Sondereffekte wie Abschreibungen auf Firmenwerte sowie das Anlagevermögen in Russland und Belastungen aus der Schließung des Standortes Grenzach-Whylen haben zu Belastungen in Höhe von € 25,7 Mio. geführt.

Beschaffungsmärkte

Aufgrund der verstärkten Aktivität im Maschinenbau, hat der Konzern verstärkt Dienstleistungen und Komponenten für den Sondermaschinenbau eingekauft. Dabei waren aufgrund der Nachwirkung der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine noch immer viele Lieferketten gestört, so dass die größte Herausforderung die fristgerechte Beschaffung von Waren und Dienstleistung gewesen ist. Teilweise haben sich lange Lieferzeiten ergeben, insbesondere für Elektronikbauteile.

Zudem sah sich der Konzern verstärkt Preiserhöhungen für Stahl und Kupfer gegenübergestellt. Für das betrachtete Geschäftsjahr konnten die steigenden Energiepreise durch günstige Einkaufszeitpunkte abgefedert werden. Dennoch wird für das folgende Geschäftsjahr ein unvermeidbarer Anstieg von Energiepreisen antizipiert angesichts des Kriegs in der Ukraine.

Interne Beschaffungsprozesse werden für das Geschäftsjahr 2022 derzeit durch die Einkaufsplattform Ariba weiter automatisiert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum Stichtag beträgt € 391,1 Mio. Zum 30. September 2022 verfügte Matthews Holding Germany LLP & Co. KG über ein Eigenkapital von € 122,0 Mio., dies entspricht 31,3 % der Bilanzsumme.

Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt € 8,1 Mio. (Vj.: € 4,9 Mio.). Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit weist € -54,9 Mio. (Vj.: € -7,2 Mio.) vor, während der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit € 17,7 Mio. (Vj.: € -2,8 Mio.) beträgt.

Das langfristig gebundene Vermögen ist zu 68,5 % (Vj.: 73,5 %) durch langfristig zur Verfügung stehendes Eigen- und Fremdkapital gedeckt.

Die Konzernfinanzierung des deutschen Teilkonzerns erfolgt über ein Cashpooling, wobei die Matthews Europe GmbH als Cashpoolführerin fungiert. Neben bestehenden Liquiditätsreserven finanziert sich die Matthews Europe GmbH zusätzlich über einen Kontokorrentkredit, welcher zum Stichtag nur zum kleinen Teil (€ 8,7 Mio.; Vj.: € 0,9 Mio.) in Anspruch genommen wurde.

Wesentliches Ziel des Konzernfinanzmanagements ist die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Konzernunternehmen. Hierbei werden insbesondere durch die aktive Planung, Überwachung und Steuerung der Zahlungsmittelströme überwacht.

3. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung in der Division Packaging:

Die Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2022 zeigt, dass die Verpackungsbranche in der EU im Vergleich zu den vorherigen Jahren unter Druck steht. Im gesamten Verpackungsmarkt herrschen eine anhaltend hohe Wettbewerbsintensität mit stabilen bis leicht fallenden Preisen und ein Abwandern der Industrie in Länder außerhalb Europas. Insbesondere für Zentraleuropa werden daher geringfügige Umsatzverluste für das Geschäftsjahr 2022/2023 erwartet. Die Konzernleitung wird daher weitere Anpassungen des Personalbestands sowie der Anlagenkapazitäten vornehmen, um dem Margendruck gerecht zu werden. Die Geschäftsleitung Matthews Holding Germany LLP & Co. KG erwartet nach Abschluss dieser Maßnahmen in diesem Geschäftsbereich ein Ende des Abwärtstrends und für die darauffolgenden Jahre eine moderate Verbesserung des Ergebnisses. Wir sind basierend auf den uns vorliegenden Erkenntnissen für das Geschäftsjahr 2022/2023 von leicht sinkenden Umsätzen ausgegangen.

Voraussichtliche Entwicklung in der Division Surfaces Solutions:

Vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs ist die Geschäftsleitung davon ausgegangen, dass im Berichtsjahr 2022 und 2023 ein Anstieg der Designentwicklung im Bereich Fußboden sowie Dekore zu verzeichnen sein wird. Aufgrund der Unsicherheiten des Ukraine-Krieges wird sich der erhoffte Aufschwung verzögern.

Aufgrund der starken Vertriebstätigkeit der Konzernunternehmen in Europa ergeben sich derzeit Chancen, die Solarglasindustrie verstärkt zu beliefern, da die lokale Energieversorgung zunehmend in den Fokus der Verbraucher und der Öffentlichkeit gerät.

Offen ist die weitere Entwicklung von Designs im Bereich Automobil-Interieure, weil Echtleder zunehmend als umweltbelastend wahrgenommen wird und Autocockpits zunehmend puristischer und technischer gestaltet werden.

Wesentliche Umsätze wird der Geschäftsbereich Surfaces im Bereich Non-Woven sowie Technischer Kunststoffe erreichen, da hier ein stabiler Auftragsbestand vorhanden ist.

Ein Fokus des Weiteren Geschäftsaufbaus sind die Prägung und Herstellung sogenannter Bipolar-Platten, die für Wasserstoffsysteme in der Automobilbranche verwendet werden. Für dieses Wachstum werden die Konzernunternehmen ihr mittlerweile etabliertes Netzwerk in die Automobilbranche und zu Antriebsherstellern nutzen können.

Voraussichtliche Entwicklung in der Division Engineering:

Im Geschäftsjahr 2021/2022 konnte der Geschäftsbereich Engineering erneut Aufträge mit Automobilherstellern für den Bau von Sondermaschinen gewinnen, die für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien genutzt werden. Dieser Auftragseingang aus der Elektromobilbranche sichert zum einen die hohe Auslastung in dieser Business Unit. Zum anderen werden diese Aufträge als Leuchtturmprojekt für die Batterieherstellung für Elektroautos wahrgenommen. Im Geschäftsjahr 2023 sind bereits Aufträge in Höhe von über USD 200 Mio. Um diesem Wachstumsmarkt gerecht zu werden, plant die Matthews Holding Germany LLP & Co. KG Kapazitätserweiterungen an den bestehenden Standorten des Konzerns (siehe Zukauf OLBRICH-Gruppe) sowie eine geografische Expansion von SAUERESSIG Engineering in den USA. So wird das geografische Wachstum unter anderem durch ein Service-Center für Engineering-Projekte in Nordamerika ermöglicht. Mit diesen Leuchtturm-Projekten etabliert sich der Konzernverbund derzeit in einer stark wachsenden Industrie.

Aufgrund bereits bestehender sowie erwarteter Auftragseingänge, welche die bestehenden Geschäftsbeziehungen intensivieren werden, geht die Geschäftsleitung von weiter steigenden Umsätzen im Geschäftsjahr 2023 aus. Wir erwarten daher für das Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 und folgende Jahre einen verhältnismäßig starken Anstieg der Umsatzerlöse, da mit einer Realisation der Projekte zu rechnen ist.

Zusammenfassende Gesamtentwicklung

Die Geschäftsleitung erwartet in den Bereichen Packaging und Surfaces in der Mittelfristplanung weiterhin ein schwieriges Marktumfeld. Weitere Maßnahmen zur Restrukturierung sind geplant, um kostenseitig weiterhin konkurrenzfähig zu sein und dem Margendruck zu begegnen. Wir erhoffen uns durch Erschließung neuer Märkte und Regionen insgesamt eine leichte Steigerung der Umsätze in diesen Bereichen.

Aufgrund des substanziellen Wachstums im Bereich Engineering gehen wir in den Folgejahren von steigenden Umsätzen für den Konzern aus. Dabei wird ein leicht positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit pro Geschäftsjahr erwartet. Die Umsatzplanung ist in erheblichem Maße von der Konjunktur- und Preisentwicklung auf unseren Absatzmärkten abhängig. Auch ist aufgrund der Langfristigkeit der Engineering Projekte damit zu rechnen, dass es zu Umsatzspitzen im Realisationszeitpunkt kommen wird.

Mit Blick auf den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine verlieren alle Geschäftsbereiche Umsätze in Russland, die die Konzernunternehmen von ihren EU-Standorten oder der Türkei abwickeln. So verhindern strenge Finanz- und Warengruppensanktionen gegen die Russische Föderation die Lieferungen von Tiefdruckwerkzeugen oder Maschinenbauteile nach Russland.

Aufgrund des weiter anhaltenden Kriegs in der Ukraine und dem unberechenbaren Geschäftsfeld in Russland wurde entschieden den Standort in Russland aufzugeben.

4. Risiko- und Chancenbericht

Als weltweit tätiger Zulieferer der Verpackungsindustrie und weiterer Bereiche der Druckindustrie und als Zulieferer für Hygieneprodukte und Interior-Produkte sowie als Spezialmaschinenbauer ist die Matthews Holding Germany LLP & Co. KG von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung der Wirtschaft und der globalen Investitionsbereitschaft abhängig. Das unternehmerische Handeln der Matthews Holding Germany LLP & Co. KG besteht darin, durch eine konsequente und vorausschauende Unternehmenssteuerung sowie durch die Einbindung in den weltweiten Matthews Konzern, Chancen auf internationalen Märkten optimal zu nutzen und die damit verbundenen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen. Von besonderer Bedeutung ist, die stetige Beobachtung auf Marktveränderungen, um die daraus notwendigen strategischen Entscheidungen rechtzeitig einzuleiten und im Wettbewerb langfristig zu bestehen. Unter anderem verfolgt das Innovationsmanagement einen methodischen Ansatz für die nachhaltige Umsetzung von neuen Ideen und neuen Konzepten.

Durch die Fokussierung auf Wachstum und Innovationen sowie ein ganzheitliches Serviceangebot werden Wettbewerbsvorteile ausgebaut und Kunden langfristig ans Unternehmen gebunden. Dabei stellen sich die Konzernunternehmen den wachsenden Anforderungen von Kunden: Diese Anforderungen der Kunden sind insbesondere Dienstleistungen und Innovationen, die über die eigentliche Herstellung von Druckformen hinausgehen.

Das in die Unternehmensprozesse der einzelnen Gesellschaften integrierte Risiko-Management-System hat die Aufgabe, mögliche Risiken rechtzeitig zu erfassen und zu bewerten, um gegebenenfalls zeitnah gegensteuern zu können. Eine flexible und situative Anpassung des Inhalts des Risikomanagementsystems stellt einen bedarfsgerechten Informationsfluss zum Management sicher. In regelmäßigen Business Reviews mit den einzelnen Geschäftsbereichen und Gesellschaften werden dabei SWOT-Analysen abgefragt und besprochen.

Die Überwachung der Wirtschaftlichkeit erfolgt über ein ausgeprägtes Berichtswesen. Wesentliche Kennzahlen wie Nettoumsatz, Auftragseingang, Stückzahlen und Durchlaufzeiten werden zunächst an die Geschäftsleitung und dann mittels eines einheitlichen Berichtswesens auch an die amerikanische Konzernmutter Matthews International Corporation, Pittsburgh, USA, monatlich gemeldet und den Plan- und Prognosewerten gegenübergestellt. Über mittelfristige Jahresstrategieplanungen der einzelnen Gesellschaften und einer hieraus abgeleiteten Budgetplanung wird die Gruppenstrategie kontinuierlich zwischen Konzernvorstand der Matthews USA und den jeweiligen Geschäftsführungen der Einzelgesellschaften bzw. Teilkonzernen besprochen und abgestimmt. Die einheitliche ERP- Umgebung sowie einheitliche Business Intelligence zur tagesaktuellen Überwachung von Kennzahlen wie Produktionszahlen sowie Durchlaufzeiten erlauben ein konstantes Controlling der Konzernaktivitäten.

Der Aufbau internationaler Neukunden und die weitere Erschließung internationaler Märkte sollen dazu beitragen, die Abhängigkeit von den bestehenden Großkunden zu reduzieren. Die Versorgungssicherheit mit Vormaterial und Rohstoffen ist weitestgehend über langfristige Lieferverträge gewährleistet.

Die zunehmende Globalisierung führt zu einem Ansteigen von Ausschreibungen von Aufträgen. Dies gilt insbesondere für das Kundensegment der international agierenden Unternehmen, die für Matthews Holding Germany LLP & Co. KG einen bedeutenden Umsatzanteil darstellen. Im Rahmen dieser Ausschreibungen tritt Matthews Holding Germany LLP & Co. KG dabei mit Unternehmen in den Wettbewerb, die sich häufig nur über den Preis definieren und nicht an das Qualitätsniveau von Matthews Holding Germany LLP & Co. KG heranreichen. Dies birgt generell die Gefahr eines Preisverfalls, der nur bedingt durch die Steigerung von Produktivität aufgefangen werden kann, und somit tendenziell zu einer Ergebnisreduktion führt. Es hat sich gezeigt, dass bei langjährigen Kunden, mit denen ein offenes Verhältnis gepflegt wird, neben dem reinen Preis auch noch weitere Merkmale wie Termintreue, Flexibilität bei der Lieferung, sowie die generelle Qualität der Kunden/Lieferantenbeziehung bei der Auftragsvergabe nicht nur im Rahmen einer Ausschreibung eine Rolle spielen.

Die monatliche Überwachung der Außenstände verbunden mit einem erfolgreichen Forderungsmanagement sowie der Integration einer Warenkreditversicherung minimiert den Forderungsausfall auf ein zu vernachlässigendes Niveau.

Eine vorausschauende Personalplanung stellt auch zukünftig die Aufrechterhaltung des Mitarbeiterniveaus sicher, das für die Sicherstellung der Qualität in der Produktion nötig ist und so altersbedingte Personalabgänge in den nächsten Jahren kompensiert.

Für einzelne Schadensfälle und Haftungsrisiken haben wir Versicherungen eingedeckt, die sicherstellen, dass sich mögliche Folgen eintretender Risiken in Grenzen halten bzw. ausgeschlossen werden. Deren Umfang wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Risiken die den Fortbestand des Konzerns gefährden, sind zurzeit nicht erkennbar.

 

Vreden, den 19. Mai 2023

Matthews Holding Germany LLP & Co. KG

gez. Steven F. Nicola

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Matthews Holding Germany LLP & Co. KG, Vreden

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Matthews Holding Germany LLP & Co. KG, Vreden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Matthews Holding Germany LLP & Co. KG, Vreden, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personengesellschaften nach § 264b HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlagedes Konzerns zum 30. September 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweisefür die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-konzern-nonpie

eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Münster, den 20. Juni 2023

HLB SCHUMACHER GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Tebben, Wirtschaftsprüfer

Beckmann, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 30. September 2022 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 30. Juni 2023 gebilligt.

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