SYNEX ENERGY GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Katharina Landes seit 4.9.2024 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Senacor Technologies AGEschbornKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Senacor Technologies AG PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Senacor Technologies AG, Eschborn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Senacor Technologies AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 18. April 2023 Ernst
& Young GmbH
Rathjen, Wirtschaftsprüfer Schlenther, Wirtschaftsprüfer KONZERNBILANZ zum 31.12.2022Aktiva
KONZERNGEWINN- und VERLUSTRECHNUNG vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL vom 1.1.2021 bis zum 31.12.2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Konzernabschluss der Senacor Technologies AG, Eschborn, wurde für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der nach diesen Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss wurde aus dem Jahresabschluss der Muttergesellschaft sowie den Jahresabschlüssen der einbezogenen Tochtergesellschaften entwickelt. Die Senacor Technologies AG ist unter der Nummer HRB 110482 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen. Die Form der Darstellung im Konzernjahresabschluss wird gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten. Zu Zwecken der Vergleichbarkeit der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden in den Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung pro forma die wesentlichen, an den Konsolidierungskreis des Vorjahres angepassten Kennzahlen des Berichtsjahres angegeben, die mit der Erstkonsolidierung der e&Co. Consulting GmbH einhergehen. 2. Angaben zum KonsolidierungskreisFür das Berichtsjahr werden die Senacor BCS GmbH, HRB 107779, die Senacor FCS GmbH, HRB 94463, die Senacor Solutions AG, Eschborn HRB 105547, die Senacor (Schweiz) AG, CHE-213.826.714 und die e&Co. Consulting GmbH, HRB 125434 im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Alle Gesellschaften, außer der Senacor (Schweiz) AG, haben ihren Sitz in Eschborn und sind beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter den angegebenen HRB Nummern eingetragen. Die Senacor (Schweiz) AG hat ihren Sitz in Zürich und ist unter der angegebenen CHE Nummer im Handelsregisteramt des Kanton Zürich eingetragen. Nachstehend sind folgende Angaben zu den direkten und indirekten Beteiligungsgesellschaften zum 31. Dezember 2022 aufgeführt:
1) Der Gewinn wird jeweils aufgrund eines
Ergebnisabführungsvertrags an die Senacor Technologies
AG abgeführt.
Die Senacor BCS GmbH, die Senacor FCS GmbH sowie die Senacor Solutions AG machen von den Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2022 Gebrauch. Die Senacor FCS GmbH, ein verbundenes Unternehmen der Senacor Technologies AG, ist persönlich haftender Gesellschafter der RVSE Mittelstandsallianz GmbH & Co. OHG. Die Gesellschaft ist als Gemeinschaftsunternehmen einzustufen und wird nicht anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht nach § 310 Abs. 1 HGB Gebrauch. 3. Angaben zu den KonsolidierungsmethodenDie Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wird nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden im Konzernabschluss gegeneinander aufgerechnet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden zudem die Innenumsatzerlöse mit den hierdurch verursachten Aufwendungen der empfangenen Konzernunternehmen verrechnet. Darüberhinausgehende Aufwendungen und Erträge zwischen Konzernunternehmen werden ebenfalls eliminiert. Zwischenergebnisse waren im Konzernabschluss nicht vorhanden. 4. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Vermögensgegenstände und Schulden werden im Konzernabschluss einheitlich bewertet. Abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in den Jahresabschlüssen der Konzernunternehmen werden angepasst (Handelsbilanz II). Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 244 bis 256a HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht §§ 266, 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert. AnlagevermögenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Soweit abnutzbar, wurden die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 1 bis 15 Jahren. Abweichend hiervon wird der Geschäfts- oder Firmenwert über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben, wobei die Abschreibungen ab dem Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis vorgenommen werden. Zugänge des Geschäftsjahres 2022 wurden zeitanteilig abgeschrieben. Bewegliche, selbständig nutzungsfähige Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. UmlaufvermögenUnfertige Leistungen wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten und der allgemeinen Verwaltungskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind ohne Beachtung der Restriktion des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. RechnungsabgrenzungspostenAls Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. RückstellungenDie Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz wird von der Deutschen Bundesbank ermittelt und monatlich bekanntgegeben. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Das Genussrechtskapital wird zum rechnerischen Nennbetrag von jeweils EUR 100,00 ausgewiesen. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind am Abschlussstichtag ohne Beachtung des Höchstwert- bzw. Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Latente SteuernFür die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Zudem werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. 5. Angaben zur KonzernbilanzAnlagevermögenDie Aufgliederung und Entwicklung der Gegenstände des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen. Die angesetzte Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb der Senacor Technologies AG sowie der e&Co. Consulting GmbH von 10 Jahren wird gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 20 HGB wie folgt erläutert: Insbesondere der Wert des Bestandskundenstammes und des spezifischen technischen und methodischen Fachwissens der Mitarbeiter wird lediglich langfristig abgenutzt und ist dementsprechend nicht kurz- bis mittelfristig erschöpft. UmlaufvermögenDie Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzt sich folgendermaßen zusammen:
Einzelwertberichtigungen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden nicht gebildet, da im Rahmen einer Einzelbeurteilung erfassbare Ausfallrisiken zum 31. Dezember 2022 nicht bestehen. Die gebildeten Pauschalwertberichtigungen berücksichtigen alle pauschalen Ausfallrisiken und Kosten für Beitreibungen von ausstehenden Forderungen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben EUR 76.463,73 (Vorjahr: EUR 0,00) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Aktive latente SteuernDie aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Differenzen in den bilanziellen Wertansätzen der sonstigen Rückstellungen, Rückstellungen für Boni, Resturlaub und sonstige personalbezogene Aufwendungen. Die aktiven latenten Steuern betragen zum Jahresende EUR 556.436,00. Im Geschäftsjahr 2022 wurden aktive latenten Steuern in Höhe von EUR 119.045,00 (Vorjahr: EUR 119.532,00) zugeführt. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,5 % zugrunde gelegt. EigenkapitalDas Grundkapital der Gesellschaft wurde vollständig und in bar eingezahlt und ist in 50.000 Stammaktien, jeweils als Stückaktie mit einem rechnerischen Nennbetrag von je Euro 1,00 pro Aktie aufgeteilt. Das Grundkapital ist um bis zu Euro 5.027,00 bedingt erhöht, dies stellt den zulässigen Höchstbetrag nach § 192 AktG dar. Das Bedingte Kapital ist in 5.027 Stammaktien, jeweils als Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je Euro 1,00 pro Aktie aufgeteilt. Das Bedingte Kapital wurde zur Gewährung von Bezugsrechten an ein Mitglied des Vorstands geschaffen. Durch Ausscheiden des ehemalig begünstigten Vorstandsmitglieds im Vorjahr besteht aktuell kein Anspruch auf das Bedingte Kapital. Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag vom 2. Dezember 2016 zwischen der Konzernmuttergesellschaft und der Senacor FCS GmbH, Eschborn sowie ein weiterer Gewinnabführungsvertrag vom 8. Dezember 2020 zwischen der Konzernmuttergesellschaft und der Senacor BCS GmbH, Eschborn. Zudem besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 09./10. Dezember 2014 zwischen der Konzernmuttergesellschaft und der Senacor Solutions AG, Eschborn. Aufgrund der sehr guten Liquiditäts- und Kapitalausstattung wurde eine Vollausschüttung aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von EUR 43.345.000,00 (Vorjahr: EUR 63.025.000,00, inkl. 30 Mio. EUR Sonderausschüttung aus der Auflösung der Kapitalrücklage aus dem Bilanzgewinn 2021) vorgenommen. Die Überleitung des Gewinnvortrags des Vorjahres zum Konzernbilanzverlust des Geschäftsjahres 2022 geht aus der nachstehenden Übersicht hervor:
RückstellungenDie Steuerrückstellungen betreffen insbesondere Steuerverbindlichkeiten aus der steuerlichen Organschaft, die von der Organträgerin zu tragen sind und auch Vorjahre betreffen. Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind der folgenden Darstellung zu entnehmen:
Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Im Rahmen eines Mitarbeiterbindungsprogramms zur Begebung von Genussrechten wurden im Berichtsjahr 18.184 Stück (Vorjahr: 11.268 Stück) Genussrechte gezeichnet, jeweils auf den Inhaber lautend und mit einem rechnerischen Nennbetrag von je EUR 100,00. Gleichzeitig wurden 7.122 Stück (Vorjahr: 10.574 Stück) Genussrechte zurückgenommen. Insgesamt werden 70.135 Stück (Vorjahr: 59.073 Stück) Genussrechte im Bestand zum 31. Dezember 2022 ausgewiesen. Hiermit sind die Rechte auf eine Verzinsung verbrieft. Passive latente SteuernDie passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Differenzen in den bilanziellen Wertansätzen der Beteiligung an der Senacor FCS GmbH. Zum Jahresende betrugen die passiven latenten Steuern EUR 383.989,00. Im Geschäftsjahr wurden EUR 76.981,00 (Vorjahr: EUR 307.008,00) zugeführt. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,5 % zugrunde gelegt. 6. Angaben zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse werden vollständig mit IT-Beratungs- und Software-Entwicklungsdienstleistungen erzielt. Hiervon fielen ca. 95% in Deutschland, 3% in Österreich und 2% im sonstigen Ausland an. Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1.757.321,55 (Vorjahr EUR 551.274,11) die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Weiterhin werden Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 37.644,58 (Vorjahr: EUR 144,24) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 179.557,77 (Vorjahr: EUR 100.929,65). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten zudem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 10.551,36 (Vorjahr: EUR 3.489,87). Unter dem Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Auflösungen von Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 34.455,30 (Vorjahr EUR 63.498,65) enthalten. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von EUR 5.987,00 (Vorjahr: EUR 5.859,00). Pro forma Vergleich Berichts zum VorjahrZu Zwecken der Vergleichbarkeit der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung sind nachfolgend die wesentlichen, an den Konsolidierungskreis des Vorjahres angepassten Kennzahlen des Berichtsjahres angegeben. Die pro forma Werte des Berichtsjahres ergeben sich insofern ohne Berücksichtigung der Erstkonsolidierung der e&Co. Consulting GmbH zum 31.12.2022. Auf eine vergleichende Darstellung aufgrund der Erstkonsolidierung der Senacor (Schweiz) AG wird aufgrund Unwesentlichkeit verzichtet.
7. Angaben zur KapitalflussrechnungDer Finanzmittelbestand zum Anfang und zum Ende des Berichtszeitraumes entspricht in der Zusammensetzung und Definition den Konzernbilanzpositionen Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. 8. NachtragsberichtEs wurde weiterhin eine Ausschüttung aus der Auflösung der Kapitalrücklage in Höhe von 15 Mio. EUR aus dem Bilanzgewinn 2021 vorgenommen. 9. Sonstige PflichtangabenSonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, betragen am Stichtag EUR 6.690.724,50 (Vorjahr: EUR 6.446.489,19). Es bestehen insbesondere Leasingverpflichtungen für Firmenfahrzeuge und Jobräder aufgrund arbeitsvertraglich geregelter Ansprüche in Höhe von EUR 974.470,42 (Vorjahr: EUR 1.069.931,23), Gewerbemietverpflichtungen in Höhe von EUR 5.097.079,87 (Vorjahr: EUR 4.831.889,10) und sonstige Verpflichtungen in Höhe von EUR 619.174,21 (Vorjahr: EUR 544.668,86). Sämtliche finanzielle Verpflichtungen sind der Höhe nach und für die entsprechende Laufzeit vertraglich fixiert. Hiermit einhergehende Risiken bspw. für zusätzliche Mietnebenkosten oder Reparaturaufwendungen sind nicht auszuschließen. Die Restlaufzeit der Verträge liegt zwischen 1 und 61 Monaten (Vorjahr: zwischen 1 und 60 Monaten). Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf EUR 100.900,00 und setzt sich aus Abschlussprüfungsleistungen des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 94.000,00 und anderen Bestätigungsleistungen in Höhe von EUR 6.900,00 zusammen. Die Gesamtzahl der im Berichtszeitraum durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer im Konzern betrug 775 (Vorjahr: 625) und besteht vollständig aus Angestellten.
Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Die Organe der Gesellschaft bestanden im Berichtsjahr und bestehen bis heute aus folgenden Mitgliedern: VorstandTobias Jünemann Diplom-Mathematiker & Dipl.-Volkswirt, Managing Director Andreas Werner Diplom-Kaufmann, Managing Director AufsichtsratMatthias Tomann Vorsitzender des Aufsichtsrates, Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer, DEDIQ GmbH Daniel Grözinger Mitglied des Aufsichtsrates, Geschäftsführer, Parklane Capital Beteiligungsberatung GmbH Mathias J. Lindermeir stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates, Geschäftsführer, Extorel GmbH Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Mitglieder des Vorstands wird von der Schutzklausel des § 314 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2022 für ihre Tätigkeit eine Vergütung. Die Hauptversammlung vom 25. April 2023 hat über die Vergütung in angemessener Höhe beschlossen. Auf die Angabe zu den Bezügen der Mitglieder des Aufsichtsrats wird gemäß § 314 Abs. 3 HGB verzichtet. Der Vorstand des Mutteruntemehmens schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn 2022 des Mutteruntemehmens in Höhe von EUR 72.618.087,88 insgesamt EUR 49.600.000,00 an die Aktionäre auszuschütten. Der Ausschüttungsvorschlag beinhaltet im Wesentlichen den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres.
Eschborn, 31. März 2023 Senacor Technologies AG Der Vorstand Andreas Werner Tobias Jünemann Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT ZUM GESCHÄFTSJAHR 20221 GRUNDLAGEN DES KONZERNSDer zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 stellt den Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns sowie der Konzernmuttergesellschaft Senacor Technologies AG dar. Ferner werden mögliche Risiken und künftige Entwicklungen dargestellt. Im weiteren Berichtsverlauf wird der Senacor-Konzern mit "Senacor" bezeichnet. GeschäftsmodellSenacor ist ein IT-Dienstleister mit Fokus auf digitale Plattformen im Bereich Banken, Versicherungen, Automotive und öffentlicher Sektor. Mit dem Leistungsportfolio unterstützt Senacor die Kunden gesamthaft von der fachlichen und technischen Konzeption bis zur Entwicklung und Liefersteuerung von Fach- und IT-Lösungen. Durch eine Kombination aus Fach- und Technologie-Expertise und Liefer- und Umsetzungsfähigkeit ist Senacor ein strategischer Partner für Business Mehrwert durch IT bei Großunternehmen in der DACH Region. Konsolidierungskreis und OrganisationDer Konzernabschluss wurde aufgrund der Größenmerkmale des Konzerns verpflichtend aufgestellt. Der Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 umfasste die Muttergesellschaft Senacor Technologies AG sowie die Tochterunternehmen Senacor FCS GmbH, Senacor BCS GmbH, Senacor Solutions AG, e&Co. Consulting GmbH, jeweils mit Sitz in Eschborn, und die Senacor (Schweiz) AG mit Sitz in Zürich. Die Senacor Technologies AG hält zum Stichtag jeweils 100% der Anteile am Stammkapital der Senacor FCS GmbH und der Senacor BCS GmbH sowie 65% am Stammkapital der e&Co. Consulting GmbH. Die Senacor FCS GmbH hält wiederum 100% der Anteile am Grundkapital der Senacor Solutions AG sowie 100% am Aktienkapital der Senacor (Schweiz) AG. Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag vom 2. Dezember 2016 zwischen der Senacor Technologies AG als Obergesellschaft und der Senacor FCS GmbH. Am 8. Dezember 2020 wurde ein weiterer Gewinnabführungsvertrag zwischen der Senacor Technologies AG als Obergesellschaft und der Senacor BCS GmbH abgeschlossen. Zudem besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 9./10. Dezember 2014 zwischen der Senacor Technologies AG als das herrschende Unternehmen und der Senacor Solutions AG. Senacor ist in Deutschland jeweils am Sitz der Einzelgesellschaften in Eschborn sowie an unselbständigen Bürostandorten in Berlin, Bonn, Hamburg, München und Nürnberg, sowie durch die e&Co. Consulting GmbH in Wolfsburg, vertreten. Die Senacor FCS GmbH führt zudem die Senacor FCS GmbH Niederlassung Österreich in Wien, die Senacor FCS GmbH organizačná zložka podniku zahraničnej osoby, Slowakei (sogenannte Organisationseinheit) in Kosice und die Senacor (Schweiz) AG in Zürich. Die Senacor FCS GmbH hält zudem 25 % der Anteile an der RVSE Mittelstandsallianz GmbH & Co. OHG, Nürnberg, die weiteren Gesellschafter sind die imbus AG, die MID GmbH und die QualityMinds GmbH. Die Gesellschaft dient der Betreuung eines gemeinsamen Kunden und gehört mangels Wesentlichkeit nicht zum Konsolidierungskreis. 2 WIRTSCHAFTSBERICHT2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas weltweite Umsatzvolumen im IT-Gesamtmarkt ist im Jahr 2022, nach Angaben der Analysten von Gartner, um 0,2% gesunken. Das für Senacor relevanten Marktsegmente Software wuchs jedoch stark um 7,1%; das Marktsegment IT-Services wuchs um 3%. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft und auch in Deutschland haben sich 2022 im Vergleich zum Vorjahr etwas verschlechtert. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufzeigt, war die wirtschaftliche Entwicklung dabei vornehmlich von dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sowie den damit einhergehenden Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Energieversorgung, geprägt. Trotz den bis in den späteren Jahresverlauf anhaltenden Lieferkettenengpässen, Rekordinflationsraten, Handels- und Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland, den Unsicherheiten über eine mögliche Gasmangellage im Winterhalbjahr und schließlich der Einstellung russischer Gaslieferungen Ende August, hat sich die deutsche Wirtschaft insgesamt als widerstandsfähig erweisen können. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist den Berechnungen des Statistischen Bundesamts zufolge im Vorjahresvergleich um 1,9% gestiegen. Die deutsche Wirtschaft zeigt sich trotz nach wie vor schwierigen Bedingungen robust. Am Arbeitsmarkt verhält sich die Situation ähnlich. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2022 um 1,3% erhöht auf 45,7 Mio., sodass sich der Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt im Vorjahresvergleich fortsetzt. Die Erwerbslosenquote in Deutschland ist leicht gesunken und belief sich im Dezember 2022 auf 2,9%. Gemäß der Bundesagentur für Arbeit blieb der Arbeitsmarkt auch am Jahresende robust, Auswirkungen der angespannten wirtschaftlichen Lage insbesondere der ukrainischen Fluchtmigration waren allerdings erkennbar. Im ifo Geschäftsklimaindex setzt sich der Abwärtstrend aus 2021 weiter fort und lag im Juni bei nunmehr 92,3 Punkten. Hohe Energiepreise und drohende Gasknappheit belasteten dabei die Konjunktur. Im Laufe der zweiten Jahreshälfte fiel der Wert zunächst weiter auf 84,3 Punkte und erreichte damit seinen Jahrestiefpunkt im September. Das Geschäftsklima erholte sich jedoch gegen Ende des Jahres wieder etwas und lag im Dezember 2022 bei 88,6 Punkten. Der IT-Markt in Deutschland entwickelte sich im Jahr 2022 nach Angaben des Digitalverbands bitkom mit einem Wachstum von 6,6% auf ein Gesamtvolumen von etwa 118,9 Mrd. EUR. Die für Senacor relevanten Marktsegmente Software und IT-Services zeigen für das Jahr 2022 positive Wachstumsraten von 9,4% bzw. 5,5% im Vergleich zum Vorjahr. Damit übertreffen sie das prognostizierte Marktwachstum von 9,0% bzw. 3,9% teilweise deutlich. 2.2 Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenZur Geschäftssteuerung des Konzerns werden verschiedene Lenkungsgrößen verwendet, die sich aus operativen Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung ableiten lassen. Zu diesen finanziellen Leistungsindikatoren zählen die Gesamtleistung und der Rohertrag. Der Rohertrag wird als Summe der Gesamtleistung abzüglich der projektbezogenen Reisekosten, Aufwendungen für zugekaufte Vorleistungen Dritter und sonstigen direkten Sachkosten der Projekte ermittelt. Als Profitabilitätskennzahlen werden das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sowie die auf den Rohertrag bezogene EBITDA-Marge (Ertragsmarge) herangezogen. Weitere relevante, nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Kapazitätsauslastung und das durchschnittliche Personalwachstum, welche für die Steuerung des strukturellen Unternehmenswachstums von hoher Bedeutung sind. 2.3 Vergleich zur letztjährigen PrognoseDie im Lagebericht 2021 abgegebene Geschäftsprognose ging von einer Gesamtleistung im Konzern von etwa 190 bis 200 Mio. EUR und einem Rohertrag von etwa 150 bis 160 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2022 aus. Die tatsächlich erzielte Gesamtleistung bzw. der Rohertrag für das Geschäftsjahr 2022 übertrafen mit 210,4 Mio. EUR bzw. 165,3 Mio. EUR die im Vorjahr prognostizierten Bandbreiten. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit rund 73,8 Mio. EUR in der prognostizierten Bandbreite des Plans, welcher eine Höhe zwischen 70 und 80 Mio. EUR vorsah. Die Mitarbeiterfluktuation im Konzern lag bei etwa 16% und entsprach damit etwa der erwarteten Austrittsrate von 15%. Das durchschnittliche Mitarbeiterwachstum war mit etwa 24% (Vorjahr: 12%) ebenso wie das Gesamtleistungswachstum auf einem hohen Niveau, und das ambitionierte, prognostizierte Personalwachstum von 16% wurde übererfüllt. Etwa 4 Prozentpunkte des Mitarbeiterwachstums entfielen dabei auf die zusätzlichen Mitarbeiter durch die Akquisition der e&Co. Consulting GmbH. Insgesamt bestätigt dieser Vergleich zur Prognose die positive Entwicklung im Geschäftsjahr. Die im Lagebericht 2021 abgegebene Geschäftsprognose für die Konzernmuttergesellschaft betrug für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz zwischen etwa 18 und 21 Mio. EUR und ein EBITDA in Höhe von etwa 70 bis 80 Mio. EUR. Der realisierte Umsatz in Höhe von 25,4 Mio. EUR lag damit etwas über der prognostizierten Bandbreite. Das EBITDA in Höhe von 71,5 Mio. EUR lag innerhalb des prognostizierten Intervalls. Der Personalaufwand in den Zentralfunktionen und im Vorstand wurde etwa auf dem Niveau des Vorjahres prognostiziert. Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr bei 11,4 Mio. EUR (Vorjahr: 11,8 Mio. EUR). Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich bedingt durch das Wachstum auch in den Zentralfunktionen. 2.4 GeschäftsverlaufDer Geschäftsverlauf wird im folgenden Abschnitt mit den wesentlichen Kennzahlen der KonzernGewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres und des Vorjahres erläutert. Die Gesamtleistung des Konzerns stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 210,4 Mio. EUR und entwickelte sich somit besser als die moderat gewachsene Gesamtwirtschaft bzw. das IT-Services Marktsegment in Deutschland. Das im Vorjahr prognostizierte Wachstum der Gesamtleistung in der Bandbreite von 190 - 200 Mio. EUR wurde übertroffen. Das Geschäftsjahr 2022 war erneut von einer hohen Marktnachfrage nach Dienstleistungen im Bereich der Digitalisierung geprägt, was sich erwartungsgemäß auch in einem restriktiven Recruitingmarkt niederschlug und Herausforderungen bei der Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter mit sich brachte. Makroökonomische Auswirkungen der russischen Invasion in die Ukraine Ende Februar 2022 hatten im Geschäftsjahr 2022 nur einen geringfügigen direkten Einfluss auf Senacor. Die Mobilitätseinschränkungen durch die COVID-19 Pandemie waren 2022 kaum noch spürbar, was sich im Jahresverlauf in einer erneut höheren Reisetätigkeit zeigte, die jedoch nach wie vor deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau lag. Zu Jahresbeginn hielt der pandemiebedingte Nachholbedarf bei Digitalisierungsvorhaben an. Das Andauern des Ukrainekrieges, Lieferengpässe und stark steigende Energiepreise dämpften die starke Nachfrage etwas im Jahresverlauf. Aufgrund der ab der zweiten Jahreshälfte steigenden Inflationsraten wurden Ratecards - wo möglich - neu verhandelt und eine Index-Bindung angestrebt. Die hohe Übernachfrage erforderte Vorhaben und die Zuordnung von erfahrenen Ressourcen zu Projekten stark zu priorisieren. Dabei erfolgte die Verteilung auf Basis von strategischen Überlegungen, dem langfristigen Potential und der Profitabilität der Projekte. Weiterhin wurden, insbesondere zur Bindung der erfahrenen Mitarbeiter, sowie zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit im Recruiting-Markt, die Gehaltsstufen im 2. Halbjahr 2022 für die Mitarbeiter im Professional Services Bereich erhöht. Der Kauf der Mehrheitsanteile an der e&Co. Consulting GmbH zum 31. Dezember 2021 war nach über einem Jahrzehnt die erste Transaktion, um neben dem organischen Wachstum, auch anorganisch zu wachsen. Die für das Unternehmen neue Erfahrung eine Firma zu integrieren konnte trotz einiger Herausforderungen erfolgreich umgesetzt werden, so dass im Januar 2023 die Call-Option für die ausstehenden 35% zum 31. Dezember 2022 gezogen wurde. Der Vollzug der Transaktion ist bis Mitte 2023 geplant. Des Weiteren formierte sich das Top Management zu Jahresbeginn 2022 neu. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Matthias Tomann wechselte zum 1. Januar 2022 in den Aufsichtsratsvorsitz. Tobias Jünemann wurde neu in den Vorstand bestellt, sodass der Vorstand seit dem 1. Januar 2022 aus Andreas Werner und Tobias Jünemann besteht. Der Rohertrag spiegelt die Wertschöpfung des Konzerns mit eigenen Mitarbeitern wider. Die aufgrund der Pandemie stark reduzierten Reisekosten führten in den Vorjahren zu einem, im Vergleich zur Gesamtleistung, stärkeren Anstieg des Rohertrags. Durch den Wegfall der Pandemie bedingten Einschränkungen bewegt sich diese Relation wieder in Richtung des Vor-Pandemie-Niveaus. Der Rohertrag stieg im Geschäftsjahr 2022 auf 165,3 Mio. EUR (Vorjahr: 136,7 Mio. EUR) somit im Vergleich zum Vorjahr um 21%-Prozent wohingegen die Gesamtleistung um 26% auf 210,4 Mio. EUR anstieg. Während im Vorjahr überwiegend in einem Remote Modell mit örtlich verteilten Teams gearbeitet wurde, wurde im Geschäftsjahr 2022 vielmehr in einem Wechsel aus Remote und On-Site Modell gearbeitet (Hybrid-Modell). In der Folge stiegen die projektbezogenen Reisekosten von dem geringen Vorjahreswert wieder auf 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). Senacor geht davon aus, dass ein Hybrid-Modell weiterhin bestehen bleiben wird. Die Leistungserbringung seitens Senacor kann nahezu ortsunabhängig erfolgen, kritische Abstimmungen und initiale Workshops finden wieder vermehrt im persönlichen Austausch mit dem Kunden vor Ort statt. Dieses Modell hat den Vorteil, dass die Reisetätigkeiten für die Mitarbeiter weiterhin moderat sind, was sich positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirkt und trotz dessen der persönliche Kundenkontakt bestehen bleibt. Das Volumen der Resourcing-Leistungen mit Subunternehmern und Freiberuflern stieg, bedingt durch die Akquisition der e&Co. Consulting GmbH, überproportional vergleichbar zur Gesamtleistung auf 41,1 Mio. EUR (Vorjahr: 28,7 Mio. EUR). Diese Leistungen sind nicht Bestandteil des Senacor-Kerngeschäfts, sind jedoch in einigen Kundenprojekten - unter anderem im Zusammenhang mit langlaufenden Rahmenverträgen - erforderlich, um der Lieferverantwortung gerecht zu werden. Ferner dienen Resourcing-Kapazitäten zur temporären Abfederung einer Übernachfrage, um die Besetzung von strategisch wichtigen Projekten bei Kunden sicherzustellen und insofern die Positionierung von Senacor bei Kunden als verlässlichen Partner zu stärken. Zusätzlich werden punktuell Leistungen, die Senacor aus strategischen Gründen selbst nicht im Skill-Portfolio hat und aufbauen möchte, die aber hinsichtlich der Gesamtverantwortung und der Qualitätssicherung für eine erfolgreiche Projektumsetzung wesentlich sind, extern bezogen. Das Geschäftsfeld Retail Finance, in dem Dienstleistungen im Bereich front-to-back Digitalisierung von Retail Banking Produkten und Prozessen angeboten werden, stand für knapp 56% des Umsatzes im Geschäftsjahr. Der Rohertrag fiel im Berichtsjahr leicht auf 78,9 Mio. EUR (Vorjahr: 83,2 Mio. EUR). Die Projekte im Zusammenhang mit digitalen Produkten für Endkunden stellen strategische Investitionen in digitale Kanäle und Finanzprodukte dar, die langfristig geplant sind. Das Geschäftsfeld Commercial Banking, in welchem Projekte zur Bankensteuerung und Kernbanksystemmigration zusammengefasst sind, erwirtschaftete einen Rohertrag von 44,3 Mio. EUR auf (Vorjahr: 33,1 Mio. EUR). Projekte in diesem Geschäftsfeld zeichnen sich in der Regel durch eine lange Laufzeit und hohe Geschäftskritikalität aus, was zu einer vergleichsweise geringen Zyklizität führt. Der Bereich Mobility/Automotive, welcher, im Vorjahr mit Lieferkettenengpässen, Produktionsstopps, Nachfragerückgängen und darauffolgender Kurzarbeit deutliche Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatte, erholte sich in 2022. Senacor konnte dadurch im Geschäftsjahr ein hohes Rohertragswachstum auf 26,5 Mio. EUR (Vorjahr: 16,9 Mio. EUR) verzeichnen. Durch die Akquisition und Integration der e&Co. Consulting GmbH konnte Senacor VW als weiteren namhaften Kunden im Automotive Sektor hinzugewinnen. Um die sehr hohe Nachfrage trotz des restriktiven Recruiting-Marktes zu bedienen, wurde das Recruiting intensiviert. Dabei gab es in dem umkämpften Markt für hochqualifizierte IT-Fachkräfte steigende Herausforderungen und Aufwendungen in der Beschaffung von Erfahrenen und mittlerweile auch Einsteiger-Profilen. Sowohl große Wettbewerber als auch große IT-Anwender stellten im großen Umfang Mitarbeiter ein, deren Profile auch für Senacor interessant sind. High Potentials sowie erfahrene IT-Spezialisten auf Senior- und Partner-Level sind wesentlich und unverzichtbar für den Aufbau, die Lieferung und die effiziente Skalierung von erfolgreichen Kundenprojekten. Senacor konnte mit 210 realisierten Neueintritten (Vorjahr: 165 Mitarbeiter) die geplante Zahl von 195 Neueintritten übertreffen. Neben dem Recruiting war auch die Mitarbeiterbindung aufgrund der großen Zahl an alternativen Angeboten im Markt herausfordernd. Im Zuge dessen hat Senacor zwei wesentliche Vorkehrungen getroffen: Die Anhebung der Gehälter der Professional Service Mitarbeiter, um die Attraktivität am Markt zu erhöhen, sowie ein RetentionEvent in Barcelona. Die Mitarbeiterfluktuation im Konzern lag vergleichbar zum Vorjahr bei etwa 16%. Als Ergänzung des Kerngeschäftes vor Ort bei Kunden bietet Senacor zusätzlich Nearshore Softwareentwicklungsleistungen an dem Auslandsstandort in Kosice in der Slowakei an. Dabei wurden die Mitarbeiter aus Kosice als integrierter Bestandteil der agilen und verteilt arbeitenden Projektteams bei Kunden in Deutschland und Österreich eingesetzt. Für weiteres Wachstum im Banking-Bereich in der DACH-Region wurde im Juli 2021 zunächst eine Betriebsstätte und zum 1. Januar 2022 eine eigene Gesellschaft in der Schweiz gegründet. Die Präsenz in Zürich startete mit einem kleinen, erfahrenen Team in die Aufbauphase. Die Entwicklung des schweizerischen Banking-Bereiches ist weiterhin in der Aufbauphase. Die Bemühungen von Senacor sind darauf fokussiert eine Kundenbasis aufzubauen, wobei sich der Vertrieb als spürbare Herausforderung darstellt. Zum Ende des Berichtsjahres 2022 wurden in den einbezogenen Unternehmen und in der Konzernmuttergesellschaft insgesamt 813 Mitarbeiter (Vorjahr: 670) beschäftigt. Hiervon wurden 731 Mitarbeiter in Deutschland und 83 Mitarbeiter in Österreich, der Slowakei und der Schweiz beschäftigt. Hieraus resultierten im Jahresdurchschnitt im Konzern insgesamt 762 Mitarbeiter (Vorjahr: 625). Der Trend der letzten Jahre, dass die Anteile der Entwickler und der Berater an den Professional Service Mitarbeitern etwa die Waage halten, setzte sich fort. Das durchschnittliche Mitarbeiterwachstum entwickelte sich mit etwa 23,5% (Vorjahr: 12%) vergleichbar zu den Wachstumsraten der Gesamtleistung (etwa 26%) und des Rohertrags (etwa 21%). Grundsätzlich spiegelt das Geschäftsmodell von Senacor unter der Annahme einer unterjährig nahezu stabilen Mitarbeiterentwicklung und ohne Berücksichtigung von externen Kapazitäten eine annähernd ähnliche Entwicklung dieser Kennzahlen wider (strukturelles Geschäftswachstum). Als Ergebnis der Auslastungssteuerung und des Abrechnungsmanagements betrug der jährliche Rohertrag je Professional Services-Mitarbeiter vergleichbar zum Vorjahr rund 247.000 EUR (Vorjahr: 250.000 EUR). Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) des Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 73,8 Mio. EUR (Vorjahr: 64,3 Mio. EUR). Die Erhöhung ist auf das profitabel gewachsene Geschäft zurückzuführen. Im Ergebnis konnte Senacor eine EBITDA-Marge von über 35% realisieren und bestätigte damit erneut die strukturelle Profitabilität, die mit dem Geschäftsmodell in den letzten Jahren erzielt wurde. 2.5 Lage des Konzerns
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Daniel Grözinger (bis 02.01.2022 Vorsitzender Aufsichtsrates, ab 03.01.2022 Mitglied des Aufsichtsrates) |
| ― |
Matthias Tomann (ab 01.01.2022 Mitglied des Aufsichtsrates, ab dem 03.01.2022 Vorsitzender des Aufsichtsrates) |
| ― |
Mathias J. Lindermeir (stellvertretender Vorsitzender) |
Der Aufsichtsrat nahm die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Pflichten zur Überwachung der Geschäftsführung des Vorstands im Geschäftsjahr 2022 wahr.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich und mündlich umfassend über die Geschäftsplanung und -entwicklung des Konzerns sowie die Risikolage unterrichtet. Der Aufsichtsrat wurde in relevante Entscheidungen, die für den Konzern von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden, insbesondere wurde die strategische Ausrichtung des Konzerns vom Vorstand mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Gegenstand des Informationsaustausches waren zudem aktuelle Finanzkennzahlen und Entwicklungen im Geschäftsverlauf 2022 hinsichtlich der Kunden- und Kapazitätssituation sowie möglicher, daraus resultierender Risiken, insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden COVID-19-Pandemie. Abweichungen des Geschäftsverlaufs vom bewilligten Geschäftsplan wurden erläutert, begründet und diskutiert.
Der Kommunikation zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat erfolgte in Sitzungen und Beschlussfassungen, im Rahmen der schriftlichen und mündlichen Berichte zum monatlichen Finanzreporting, und in sonstigen Abstimmungen außerhalb von Sitzungen und Beschlussfassungen. Der Vorstand der Gesellschaft, Tobias Jünemann und Andreas Werner, nahmen gemäß Ziffer 4.1 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates an Sitzungen und Beschlussfassungen teil.
Der Aufsichtsrat der Senacor Technologies AG legt im Folgenden die Ausübung seiner Pflichten im Geschäftsjahr 2022, welches zum 31. Dezember endet, dar. Es wird insbesondere über den Informationsaustausch zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat, die Beratungen und die Beschlussfassungen im Plenum sowie die Prüfung des Einzelabschlusses, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2022 berichtet.
Im Berichtsjahr 2022 fasste der Aufsichtsrat der Senacor Technologies seine Beschlüsse in fernmündlichen Beschlussfassungen sowie Umlaufbeschlüssen (gemäß Ziffer 14.6 der Satzung sowie Ziffer 3.2 und 3.8 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats in der Fassung vom 02.02.2022).
In der Sitzung per Videokonferenz am 3. Januar 2022 wählte der Aufsichtsrat folgend auf die Niederlegung von Daniel Grözinger von seinem Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrates Matthias Tomann zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates.
In der Sitzung per Videokonferenz am 10. Januar 2022 entschied der Aufsichtsrat über die finale Höhe des CEO Agenda Bonus für das Geschäftsjahr 2021 an Matthias Tomann im Rahmen seiner damaligen Funktion als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft.
Im Rahmen eines Umlaufbeschluss am 20. Januar 2022 wurde über eine Klarstellung des Umfangs des Vertretungsbefugnis des mit Wirkung zum 1. Januar 2022 bestellten Vorstandsmitglied Tobias Jünemann entschieden.
In einem Umlaufbeschluss am 2. Februar 2022 stimmte der Aufsichtsrat jeweils einer neuen Fassung der Geschäftsordnung für den Vorstand und der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat zu.
Im Rahmen eines Umlaufbeschlusses vom 8. März 2022 wurde der Gewährung von Sondereinzahlungsrechten in das Genussrechtsprogramm IV/2018 im Ausgabejahr 2022 an zwei Partner zugestimmt.
In einem Umlaufbeschluss am 18. März 2022 stimmte der Aufsichtsrat der Umsetzung von neuen Mitarbeiter-Gehaltsstufen im Geschäftsjahr 2022 zu.
Am 25. April 2022 billigte der Aufsichtsrat in einer Sitzung per Videokonferenz den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2021 aufgestellten Jahresabschluss, Konzernabschluss und Konzernlagebericht. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns an. Zudem wurde über die Vorlage des Berichts des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2021 an die Hauptversammlung beschlossen. An der Sitzung nahmen zeitweise zwei Vertreter des (Konzern-)Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teil und berichteten über ihre Tätigkeiten im Rahmen der (Konzern-)Jahresabschlussprüfung der Senacor Technologies AG.
In einem Umlaufbeschluss am 26. April 2022 stimmte der Aufsichtsrat klarstellend der Besetzung des Executive Steering Committee (ExCo) zu. Ferner entschied der Aufsichtsrat über die Erteilung von weiteren Gesamtprokuren für die Gesellschaft an Mitglieder des ExCo.
Der Aufsichtsrat befasste sich in einem weiteren Umlaufbeschlussfass am 1. August 2022 mit einem möglichen Akquisitionsobjekt und stimmte der Fortführung der diesbezüglichen Gespräche zu. Ferner wurde der Beauftragung der DEDIQ GmbH über Beratungsleistungen von Matthias Tomann außerhalb seiner Tätigkeit als Aufsichtsrat zugestimmt. Zudem stimmte der Aufsichtsrat der Bestellung von Tobias Hödtke und Ralph Riemann zu weiteren Geschäftsführern in der Senacor BCS GmbH sowie der Bestellung von Katharina Landes als einzelvertretungsberechtigtem Vorstandsmitglied in der Senacor Solutions AG zu. Ergänzend beschloss der Aufsichtsrat, bei allen Geschäftsführern der Senacor FCS GmbH und der Senacor BCS GmbH die bestehende Befreiung des Selbstkontrahierungsverbotes auf die die 2. Alternative des § 181 BGB zu beschränken. Ferner entschied der Aufsichtsrat über die Erteilung einer Gesamtprokura an Katharina Landes in der Senacor FCS GmbH und der Senacor BCS GmbH.
In einem Umlaufbeschluss am 18. August 2022 entschied der Aufsichtsrat, der darauffolgenden außerordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, den Vorstand zur Ausgabe von Genussrechte im Rahmen eines neuen Genussrechtsprogramms V/2022 zu ermächtigen.
In einem Umlaufbeschluss am 5. September 2022 stimmte der Aufsichtsrat dem Abschluss eines Term Sheets zu einer möglichen Akquisition zu. Die Transaktion selbst wurde hiermit ausdrücklich nicht bewilligt. Ferner vergab der Aufsichtsrat Prüfungsaufgaben im Rahmen der Due Diligence des Akquisitionsobjektes.
Der Aufsichtsrat stimmte in einem Umlaufbeschluss am 12. Oktober 2022 dem Abschluss eines Darlehensvertrages zwischen der Gesellschaft und der Senacor (Schweiz) AG zu.
Der Aufsichtsrat hat die Amtsniederlegung von Martin Hoepfner als Geschäftsführer der e&Co. Consulting GmbH mit Wirkung zum 31.12.2022 zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat in der Folge durch Umlaufbeschluss vom 25. November 2022 der Bestellung von Katharina Landes zur Geschäftsführerin der e&Co. Consulting GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2023 zugestimmt.
In Umlaufbeschluss vom 22. Dezember 2022 stimmte der Aufsichtsrat dem vollständigen Wegfall des zusätzlichen Bonusanspruches von Ralph Riemann in Höhe von 50 % des rechnerisch auf den GB JHT entfallenden Wachstumsbonus gemäß Ziffer 4 des Bonusprogramms für Managing Director mit Wirkung zum 01.01.2023 zu. Der entsprechenden Erhöhung des vorgenannten Bonusanspruchs für Jan-Henrik Thomas auf 100 % stimmte der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 01.01.2023 zu. Daneben stimmte der Aufsichtsrat in diesem Beschluss einer vorübergehenden Anwendung der KFZ-Regelung der e&Co. Consulting GmbH zugunsten von Jan-Henrik Thomas, der Anpassung des Vergütungsmodells BDEV, der Angleichung der Gehaltsbänder ITI & FI/HR/BM sowie der Erhöhung des Bonusanspruchs von Florian Rückert auf 40 % des rechnerisch auf den GB FR entfallenden DB2-Bonus zu.
In vorgenanntem Beschluss wurde zudem über die vom Vorstand vorgelegte Finanz- und Geschäftsplanung des Konzerns für das Geschäftsjahr 2023 beraten und dieser zugestimmt. Die in der Jahresplanung enthaltene Umsatz-, Budget- und Personalplanung wurde genehmigt.
Des Weiteren stimmte der Aufsichtsrat mit Umlaufbeschluss vom 23. Dezember 2023 dem Abschluss des Einzelvertrages "FION01" zwischen der Senacor BCS GmbH und der SAP Fioneer GmbH zu. In vorgenanntem Umlaufbeschluss stimmte der Aufsichtsrat darüber hinaus dem Abschluss der Ergänzungsvereinbarung zum bestehenden Rahmenvertrag für Dienstleistungen vom 11.01.2021 zwischen der DEDIQ BO GMBH, der SAP Fioneer GmbH und der Senacor BCS GmbH zu.
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, wurde von der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 24. August 2022 zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer bestellt und von dem Aufsichtsrat beauftragt.
Gegenstand der Prüfungen waren der vom Vorstand vorgelegte und nach den Vorschriften des HGB aufgestellte Einzelabschluss, Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Senacor Technologies AG für das Geschäftsjahr 2022. Dem Jahresabschluss, dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht 2022 der Senacor Technologies AG wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 und die Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Sie waren Gegenstand der Sitzung des Aufsichtsrats am 25. April 2023 und wurden umfassend diskutiert. An der fernmündlichen Sitzung nahmen auch Vertreter des Abschlussprüfers teil, die über die Durchführung der Prüfungen berichteten und für Fragen zur Verfügung standen.
Ferner hat der Aufsichtsrat die oben genannten Unterlagen und die Ergebnisse der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2022 selbst geprüft. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwendungen zu den Unterlagen für das Geschäftsjahr 2022 und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2022 zu. Nach dieser eigenen Prüfung ist der Aufsichtsrat zu dem abschließenden Ergebnis gekommen, dass der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 zu keinen Einwendungen Anlass geben. Der Aufsichtsrat billigte daher den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht und stellte den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 fest.
Der Vorstand der Senacor Technologies AG hat vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 20.000.000,00 EUR aus dem im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn an die Aktionäre der Gesellschaft auszuschütten; dies entspricht 400,00 EUR je Stammaktie.
Der Bilanzgewinn in Höhe von 72.618.087,88 EUR errechnet sich aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 von 49.615.092,59 EUR zuzüglich des Gewinnvortrags von 23.002.995,29 EUR. Der verbleibende Betrag von 52.618.087,88 EUR soll in das nächste Geschäftsjahr auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Dem Vorschlag des Vorstands über die Ergebnisverwendung vom 18. April 2023 für das Geschäftsjahr 2022 schließt sich der Aufsichtsrat nach Prüfung an.
Der Aufsichtsrat dankt den Herren des Vorstandes sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz im Jahr 2022 und die geleistete, erfolgreiche Arbeit.
Eschborn, den 25. April 2023
Matthias Tomann, Vorsitzender des Aufsichtsrats
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