Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 105547
Vorher
100worId.media Aktiengesellschaft100world.media Aktiengesellschaft
Eingetragen
22.5.2001
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Das Angebot von Vermarktungs- und Servicedienstleistungen im Zusammenhang mit der Transaktion und Vermittlung von On- und Offlinewerbeplätzen sowie der Kauf von Forderungen aus bereits existierenden Vermarktungsverträgen. Des weiteren ist die Planung, Entwicklung und Vermarktung von Software und Systemlandschaften Gegenstand des Unternehmens. Rechts- und Steuerberatung gehören nicht zum Unternehmensgegenstand. Gegenstand des Unternehmens ist außerdem die Beteiligung an und die Übernahme von anderen in- oder ausländischen Unternehmen, gleich welcher Art, einschließlich der Übernahme der Geschäftsführung, Vertretung sowie Verwaltung von Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Katharina Landes
seit 4.9.2024
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Senacor Technologies AG

Eschborn

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Senacor Technologies AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Senacor Technologies AG, Eschborn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Senacor Technologies AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 18. April 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rathjen, Wirtschaftsprüfer

Schlenther, Wirtschaftsprüfer

KONZERNBILANZ zum 31.12.2022

Aktiva

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 38.349,82   44.499,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 218.934.237,12   260.673.505,76
    218.972.586,94 260.718.005,58
II. Sachanlagen      
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.423.071,00   2.184.005,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 164.648,00   170.365,02
    2.587.719,00 2.354.370,02
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen   0,00 286.232,23
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Unfertige Leistungen 37.920,00   107.278,15
2. Geleistete Anzahlungen 106.339,00   392.828,83
    144.259,00 500.106,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.389.500,32   30.388.016,57
2. Forderungen gegenüber Gesellschaftern 47.913,29   1.807.827,38
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.005.159,30   895.116,54
    43.442.572,91 33.090.960,49
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   31.282.479,11 22.973.813,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten   693.335,63 731.744,06
D. Aktive latente Steuern   556.436,00 437.391,00
    297.679.388,59 321.092.623,87

Passiva

     
EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00   50.000,00
II. Kapitalrücklage 267.168.437,67   267.169.437,67
III. Konzernbilanzverlust -117.089.578,50   -81.810.455,07
IV. Nicht beherrschende Anteile 1.608.447,52   364.014,47
    151.737.306,69 185.772.997,07
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 11.976.058,69   6.825.245,86
2. Sonstige Rückstellungen 18.201.603,86   15.533.503,18
    30.177.662,55 22.358.749,04
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 89.750.000,00   89.750.145,16
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 358.916,89   575.293,65
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.355.551,58   4.442.567,17
4. Verbindlichkeiten aus der Ausgabe von Genussrechten 7.013.500,00   5.907.300,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 11.902.461,88   11.978.563,78
davon aus Steuern EUR 5.556.074,65 (Vorjahr: EUR 6.735.303,06)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 354.935,62 (Vorjahr: EUR 271.299,07)      
    115.380.430,35 112.653.869,76
D. Passive latente Steuern   383.989,00 307.008,00
    297.679.388,59 321.092.623,87

KONZERNGEWINN- und VERLUSTRECHNUNG vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse   210.409.410,08 166.501.025,23
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen   -69.358,15 -144.035,70
3. Gesamtleistung   210.340.051,93 166.356.989,53
4. Sonstige betriebliche Erträge   2.138.153,50 1.038.239,84
5. Materialaufwand      
Aufwendungen für bezogene Leistungen   41.083.667,13 28.657.106,85
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 71.023.608,97   57.289.123,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 10.506.908,65   8.245.764,96
davon für Altersversorgung EUR 147.910,35 (Vorjahr: EUR 58.288,01)   81.530.517,62 65.534.888,87
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   42.935.309,44 41.739.343,91
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   16.082.210,64 8.928.951,36
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   18.007,89 12.618,77
davon Erträge aus der Abzinsung EUR 7.598,00 (Vorjahr: EUR 5.987,00)      
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   1.529.860,75 1.238.360,82
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 5.987,00 (Vorjahr: EUR 5.859,00)      
11. Zinsen für die Ausgabe von Genussrechten   1.595.000,00 1.274.774,76
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   18.416.807,36 17.360.375,31
davon Ertrag (Vorjahr: Aufwand) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 42.064,00 (Vorjahr: EUR 187.476,00)      
13. Ergebnis nach Steuern/Konzernjahresüberschuss   9.322.840,38 2.674.046,26

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Konzernjahresüberschuss 9.322.840,38 2.674.046,26
2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 42.935.309,44 41.739.343,91
3. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.812.609,41 2.906.661,78
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 35.336,00 18.400,00
5. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1.031,86 -3.348,71
6. Zunahme/Abnahme der Vorräte 355.847,98 -99.621,01
7. Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -11.051.959,87 -4.816.532,43
8. Zunahme/Abnahme der Forderungen ggü. Gesellschafter 2.682.008,14 0,00
9. Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände -737.849,93 -166.711,16
10. Zunahme/Abnahme der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten 38.408,43 -268.070,67
11. Zunahme/Abnahme der aktiven latenten Steuern -119.045,00 -119.532,00
12. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.807.662,38 1.957.257,93
13. Zunahme/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen -216.376,76 213.156,38
14. Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten -74.659,02 -6.551.289,73
15. Zunahme/Abnahme der passiven latenten Steuern 76.981,00 307.008,00
16. Zinsaufwendungen/Zinserträge 3.106.852,86 2.500.516,81
17. Ertragsteueraufwand/-ertrag 18.458.871,36 17.172.899,31
18. Ertragsteuerzahlungen -12.971.707,32 -25.334.256,10
19. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 55.462.161,34 32.129.928,57
20. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.509,14 11.368,71
21. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.307.761,51 -1.413.351,59
22. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,00 -286.232,23
23. Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0,00 -8.540.450,60
24. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 0,00 -27.830,01
25. Erhaltene Zinsen 10.409,89 6.631,77
26. Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.294.842,48 -10.249.863,95
27. Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0,00 -180.000,00
28. Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten -145,16 10.000.145,16
29. Gezahlte Zinsen -2.913.503,92 -2.716.431,75
30. Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -43.345.000,00 -63.025.000,00
31. Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -979.905,65 0,00
32. Einzahlungen für die Ausgabe von Genussrechten 1.818.400,00 1.126.800,00
33. Auszahlungen für die Einziehung von Genussrechten -712.200,00 -1.057.400,00
34. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -46.132.354,73 -55.851.886,59
35. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 8.034.964,13 -33.971.821,97
36. Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds 273.701,47 0,00
37. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 22.973.813,51 56.945.635,48
38. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 31.282.479,11 22.973.813,51

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL vom 1.1.2021 bis zum 31.12.2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB
EUR
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
EUR
Summe Kapitalrücklage
EUR
Stand 31. Dezember 2020 50.000,00 81.863,36 267.087.574,31 267.169.437,67
Konzernjahresüberschuss 2021 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Zugang nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2021 50.000,00 81.863,36 267.087.574,31 267.169.437,67
Konzernjahresüberschuss 2022 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung im Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderung 0,00 0,00 -1.000,00 -1.000,00
Stand 31. Dezember 2022 50.000,00 81.863,36 267.086.574,31 267.168.437,67
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinn-/ Verlustvortrag
EUR
Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist.
EUR
Stand 31. Dezember 2020 -6.034.062,57 -15.425.438,76
Konzernjahresüberschuss 2021 0,00 2.674.046,26
Ausschüttung -63.025.000,00 0,00
Zugang nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2021 -69.059.062,57 -12.751.392,50
Konzernjahresüberschuss 2022 0,00 8.078.407,33
Ausschüttung -43.345.000,00 0,00
Veränderung im Konsolidierungskreis 0,00 -12.530,76
Sonstige Veränderung 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2022 -112.404.062,57 -4.685.515,93
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallener Jahresüberschuss
EUR
Summe nicht beherrschende Anteile
EUR
EUR
Stand 31. Dezember 2020 -21.459.501,33 0,00 0,00 245.759.936,34
Konzernjahresüberschuss 2021 2.674.046,26 0,00 0,00 2.674.046,26
Ausschüttung -63.025.000,00 0,00 0,00 -63.025.000,00
Zugang nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00 364.014,47 364.014,47
Stand 31. Dezember 2021 -81.810.455,07 0,00 364.014,47 185.772.997,07
Konzernjahresüberschuss 2022 8.078.407,33 1.244.433,05 1.244.433,05 9.322.840,38
Ausschüttung -43.345.000,00 0,00 0,00 -43.345.000,00
Veränderung im Konsolidierungskreis -12.530,76 0,00 0,00 -12.530,76
Sonstige Veränderung 0,00 0,00 0,00 -1.000,00
Stand 31. Dezember 2022 -117.089.578,50 1.244.433,05 1.608.447,52 151.737.306,69

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Konzernabschluss der Senacor Technologies AG, Eschborn, wurde für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der nach diesen Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss wurde aus dem Jahresabschluss der Muttergesellschaft sowie den Jahresabschlüssen der einbezogenen Tochtergesellschaften entwickelt. Die Senacor Technologies AG ist unter der Nummer HRB 110482 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen.

Die Form der Darstellung im Konzernjahresabschluss wird gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten.

Zu Zwecken der Vergleichbarkeit der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden in den Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung pro forma die wesentlichen, an den Konsolidierungskreis des Vorjahres angepassten Kennzahlen des Berichtsjahres angegeben, die mit der Erstkonsolidierung der e&Co. Consulting GmbH einhergehen.

2. Angaben zum Konsolidierungskreis

Für das Berichtsjahr werden die Senacor BCS GmbH, HRB 107779, die Senacor FCS GmbH, HRB 94463, die Senacor Solutions AG, Eschborn HRB 105547, die Senacor (Schweiz) AG, CHE-213.826.714 und die e&Co. Consulting GmbH, HRB 125434 im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Alle Gesellschaften, außer der Senacor (Schweiz) AG, haben ihren Sitz in Eschborn und sind beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter den angegebenen HRB Nummern eingetragen. Die Senacor (Schweiz) AG hat ihren Sitz in Zürich und ist unter der angegebenen CHE Nummer im Handelsregisteramt des Kanton Zürich eingetragen.

Nachstehend sind folgende Angaben zu den direkten und indirekten Beteiligungsgesellschaften zum 31. Dezember 2022 aufgeführt:

Gesellschaft Sitz Beteiligungsquote Nominalkapital
in EUR
Eigenkapital zum 31.12.2022
in EUR
Ergebnis des Geschäftsjahres 2022
in EUR
Senacor BCS GmbH Eschborn 100% 50.000,00 50.000,00 0,00 1)
Senacor FCS GmbH Eschborn 100% 25.000,00 135.000,00 0,00 1)
Senacor Solutions AG Eschborn 100% 2) 50.100,00 50.100,00 0,00 1)
Senacor (Schweiz) AG Zürich 100% 2) 286.232,00 -311.034,14 -584.736,61
e&Co. Consulting GmbH Eschborn 65% 26.000,00 26.000,00 3.555.523,03 3)

1) Der Gewinn wird jeweils aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags an die Senacor Technologies AG abgeführt.
2) Die Senacor Solutions AG und die Senacor (Schweiz) AG sind 100%ige Beteiligungen der Senacor FCS GmbH.
3) Der Anteil des Jahresüberschusses der der Senacor Technologies AG in Höhe von EUR 2.311.089,97 zusteht wurde phasengleich vereinnahmt.

Die Senacor BCS GmbH, die Senacor FCS GmbH sowie die Senacor Solutions AG machen von den Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2022 Gebrauch.

Die Senacor FCS GmbH, ein verbundenes Unternehmen der Senacor Technologies AG, ist persönlich haftender Gesellschafter der RVSE Mittelstandsallianz GmbH & Co. OHG. Die Gesellschaft ist als Gemeinschaftsunternehmen einzustufen und wird nicht anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht nach § 310 Abs. 1 HGB Gebrauch.

3. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wird nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden im Konzernabschluss gegeneinander aufgerechnet.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden zudem die Innenumsatzerlöse mit den hierdurch verursachten Aufwendungen der empfangenen Konzernunternehmen verrechnet.

Darüberhinausgehende Aufwendungen und Erträge zwischen Konzernunternehmen werden ebenfalls eliminiert. Zwischenergebnisse waren im Konzernabschluss nicht vorhanden.

4. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Vermögensgegenstände und Schulden werden im Konzernabschluss einheitlich bewertet. Abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in den Jahresabschlüssen der Konzernunternehmen werden angepasst (Handelsbilanz II).

Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 244 bis 256a HGB aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht §§ 266, 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen.

Soweit abnutzbar, wurden die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 1 bis 15 Jahren.

Abweichend hiervon wird der Geschäfts- oder Firmenwert über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben, wobei die Abschreibungen ab dem Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis vorgenommen werden.

Zugänge des Geschäftsjahres 2022 wurden zeitanteilig abgeschrieben.

Bewegliche, selbständig nutzungsfähige Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Umlaufvermögen

Unfertige Leistungen wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten und der allgemeinen Verwaltungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind ohne Beachtung der Restriktion des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz wird von der Deutschen Bundesbank ermittelt und monatlich bekanntgegeben.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Das Genussrechtskapital wird zum rechnerischen Nennbetrag von jeweils EUR 100,00 ausgewiesen.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind am Abschlussstichtag ohne Beachtung des Höchstwert- bzw. Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Zudem werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen.

5. Angaben zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Gegenstände des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.

Die angesetzte Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb der Senacor Technologies AG sowie der e&Co. Consulting GmbH von 10 Jahren wird gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 20 HGB wie folgt erläutert: Insbesondere der Wert des Bestandskundenstammes und des spezifischen technischen und methodischen Fachwissens der Mitarbeiter wird lediglich langfristig abgenutzt und ist dementsprechend nicht kurz- bis mittelfristig erschöpft.

Umlaufvermögen

Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzt sich folgendermaßen zusammen:

Gesamtbetrag
in EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
in EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.389.500,32 41.389.500,32
(Vorjahr) (30.388.016,57) (30.388.016,57)
Forderungen gegenüber Gesellschaftern 47.913,29 47.913,29
(Vorjahr) (1.807.827,38) (1.807.827,38)
Sonstige Vermögensgegenstände 2.005.159,30 1.928.695,57
(Vorjahr) (895.116,54) (895.116,54)
Geschäftsjahr 43.442.572,91 43.366.109,18
(Vorjahr) (33.090.960,49) (33.090.960,49)

Einzelwertberichtigungen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden nicht gebildet, da im Rahmen einer Einzelbeurteilung erfassbare Ausfallrisiken zum 31. Dezember 2022 nicht bestehen. Die gebildeten Pauschalwertberichtigungen berücksichtigen alle pauschalen Ausfallrisiken und Kosten für Beitreibungen von ausstehenden Forderungen.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben EUR 76.463,73 (Vorjahr: EUR 0,00) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Differenzen in den bilanziellen Wertansätzen der sonstigen Rückstellungen, Rückstellungen für Boni, Resturlaub und sonstige personalbezogene Aufwendungen. Die aktiven latenten Steuern betragen zum Jahresende EUR 556.436,00. Im Geschäftsjahr 2022 wurden aktive latenten Steuern in Höhe von EUR 119.045,00 (Vorjahr: EUR 119.532,00) zugeführt. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,5 % zugrunde gelegt.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft wurde vollständig und in bar eingezahlt und ist in 50.000 Stammaktien, jeweils als Stückaktie mit einem rechnerischen Nennbetrag von je Euro 1,00 pro Aktie aufgeteilt.

Das Grundkapital ist um bis zu Euro 5.027,00 bedingt erhöht, dies stellt den zulässigen Höchstbetrag nach § 192 AktG dar. Das Bedingte Kapital ist in 5.027 Stammaktien, jeweils als Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von je Euro 1,00 pro Aktie aufgeteilt. Das Bedingte Kapital wurde zur Gewährung von Bezugsrechten an ein Mitglied des Vorstands geschaffen. Durch Ausscheiden des ehemalig begünstigten Vorstandsmitglieds im Vorjahr besteht aktuell kein Anspruch auf das Bedingte Kapital.

Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag vom 2. Dezember 2016 zwischen der Konzernmuttergesellschaft und der Senacor FCS GmbH, Eschborn sowie ein weiterer Gewinnabführungsvertrag vom 8. Dezember 2020 zwischen der Konzernmuttergesellschaft und der Senacor BCS GmbH, Eschborn. Zudem besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 09./10. Dezember 2014 zwischen der Konzernmuttergesellschaft und der Senacor Solutions AG, Eschborn.

Aufgrund der sehr guten Liquiditäts- und Kapitalausstattung wurde eine Vollausschüttung aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von EUR 43.345.000,00 (Vorjahr: EUR 63.025.000,00, inkl. 30 Mio. EUR Sonderausschüttung aus der Auflösung der Kapitalrücklage aus dem Bilanzgewinn 2021) vorgenommen.

Die Überleitung des Gewinnvortrags des Vorjahres zum Konzernbilanzverlust des Geschäftsjahres 2022 geht aus der nachstehenden Übersicht hervor:

in EUR
1. Konzernbilanzverlust zum 31.12.2020 -21.459.501,33
2. Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2020 -63.025.000,00
3. Konzernjahresüberschuss 2021 2.674.046,26
4. Konzernbilanzverlust zum 31.12.2021 -81.810.455,07
in EUR
1. Konzernbilanzverlust zum 31.12.2021 -81.810.455,07
2. Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2021 -43.345.000,00
3. Konzernjahresüberschuss 2022 dem Mutterunternehmen zustehend 8.078.407,33
4. Veränderung des Konsolidierungskreises -12.530,76
5. Konzernbilanzverlust zum 31.12.2022 -117.089.578,50

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen insbesondere Steuerverbindlichkeiten aus der steuerlichen Organschaft, die von der Organträgerin zu tragen sind und auch Vorjahre betreffen.

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2022
in EUR
31.12.2021
in EUR
Rückstellungen für Boni, Resturlaub und sonstige personalbezogene Aufwendungen 10.554.260,18 9.485.392,58
Rückstellungen Abgaben und Versicherungen 178.036,76 277.271,61
Rückstellungen für Fremdleistungen, Reisekosten und sonstige Aufwendungen 5.334.662,86 3.924.606,74
Rückstellungen für Gewährleistungen und Projektrisiken 1.996.223,68 1.846.232,25
Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 138.420,38 0,00
Sonstige Rückstellungen 18.201.603,86 15.533.503,18

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind der folgenden Darstellung zu entnehmen:

Gesamtbetrag
in EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
in EUR
Restlaufzeit über 1 Jahr
in EUR
Davon Restlaufzeit über 5 Jahre
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 89.750.000,00 2.375.000,00 87.375.000,00 0,00
(Vorjahr) (89.750.145,16) (145,16) (89.750.000,00) (7.500.000,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 358.916,89 358.916,89 0,00 0,00
(Vorjahr) (575.293,65) (575.293,65) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.355.551,58 6.355.551,58 0,00 0,00
(Vorjahr) (4.442.567,17) (4.442.567,17) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus der Ausgabe von Genussrechten 7.013.500,00 497.300,00 6.516.200,00 2.865.800,00
(Vorjahr) (5.907.300,00) (491.800,00) (5.415.500,00) (2.154.800,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 11.902.461,88 11.902.461,88 0,00 0,00
(Vorjahr) (11.978.563,78) (11.978.563,78) (0,00) (0,00)
Geschäftsjahr 115.380.430,35 21.489.230,35 93.891.200,00 2.865.800,00
(Vorjahr) (112.653.869,76) (17.488.369,76) (95.165.500,00) (9.654.800,00)

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Im Rahmen eines Mitarbeiterbindungsprogramms zur Begebung von Genussrechten wurden im Berichtsjahr 18.184 Stück (Vorjahr: 11.268 Stück) Genussrechte gezeichnet, jeweils auf den Inhaber lautend und mit einem rechnerischen Nennbetrag von je EUR 100,00. Gleichzeitig wurden 7.122 Stück (Vorjahr: 10.574 Stück) Genussrechte zurückgenommen. Insgesamt werden 70.135 Stück (Vorjahr: 59.073 Stück) Genussrechte im Bestand zum 31. Dezember 2022 ausgewiesen. Hiermit sind die Rechte auf eine Verzinsung verbrieft.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Differenzen in den bilanziellen Wertansätzen der Beteiligung an der Senacor FCS GmbH. Zum Jahresende betrugen die passiven latenten Steuern EUR 383.989,00. Im Geschäftsjahr wurden EUR 76.981,00 (Vorjahr: EUR 307.008,00) zugeführt. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,5 % zugrunde gelegt.

6. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse werden vollständig mit IT-Beratungs- und Software-Entwicklungsdienstleistungen erzielt. Hiervon fielen ca. 95% in Deutschland, 3% in Österreich und 2% im sonstigen Ausland an.

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1.757.321,55 (Vorjahr EUR 551.274,11) die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Weiterhin werden Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 37.644,58 (Vorjahr: EUR 144,24) ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 179.557,77 (Vorjahr: EUR 100.929,65). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten zudem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 10.551,36 (Vorjahr: EUR 3.489,87).

Unter dem Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Auflösungen von Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 34.455,30 (Vorjahr EUR 63.498,65) enthalten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von EUR 5.987,00 (Vorjahr: EUR 5.859,00).

Pro forma Vergleich Berichts zum Vorjahr

Zu Zwecken der Vergleichbarkeit der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung sind nachfolgend die wesentlichen, an den Konsolidierungskreis des Vorjahres angepassten Kennzahlen des Berichtsjahres angegeben. Die pro forma Werte des Berichtsjahres ergeben sich insofern ohne Berücksichtigung der Erstkonsolidierung der e&Co. Consulting GmbH zum 31.12.2022. Auf eine vergleichende Darstellung aufgrund der Erstkonsolidierung der Senacor (Schweiz) AG wird aufgrund Unwesentlichkeit verzichtet.

GuV-Posten 31.12.2022 Pro forma
in Mio. EUR
31.12.2021
in Mio. EUR
Umsatzerlöse 195,5 166,5
Personalaufwand 76,8 65,5
Abschreibungen 42,1 41,7
Jahresüberschuss 6,6 2,7

7. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelbestand zum Anfang und zum Ende des Berichtszeitraumes entspricht in der Zusammensetzung und Definition den Konzernbilanzpositionen Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

8. Nachtragsbericht

Es wurde weiterhin eine Ausschüttung aus der Auflösung der Kapitalrücklage in Höhe von 15 Mio. EUR aus dem Bilanzgewinn 2021 vorgenommen.

9. Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, betragen am Stichtag EUR 6.690.724,50 (Vorjahr: EUR 6.446.489,19). Es bestehen insbesondere Leasingverpflichtungen für Firmenfahrzeuge und Jobräder aufgrund arbeitsvertraglich geregelter Ansprüche in Höhe von EUR 974.470,42 (Vorjahr: EUR 1.069.931,23), Gewerbemietverpflichtungen in Höhe von EUR 5.097.079,87 (Vorjahr: EUR 4.831.889,10) und sonstige Verpflichtungen in Höhe von EUR 619.174,21 (Vorjahr: EUR 544.668,86).

Sämtliche finanzielle Verpflichtungen sind der Höhe nach und für die entsprechende Laufzeit vertraglich fixiert. Hiermit einhergehende Risiken bspw. für zusätzliche Mietnebenkosten oder Reparaturaufwendungen sind nicht auszuschließen. Die Restlaufzeit der Verträge liegt zwischen 1 und 61 Monaten (Vorjahr: zwischen 1 und 60 Monaten).

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf EUR 100.900,00 und setzt sich aus Abschlussprüfungsleistungen des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 94.000,00 und anderen Bestätigungsleistungen in Höhe von EUR 6.900,00 zusammen.

Die Gesamtzahl der im Berichtszeitraum durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer im Konzern betrug 775 (Vorjahr: 625) und besteht vollständig aus Angestellten.

2022 2021
Durchschnittlicher Personalbestand Durchschnittlicher Personalbestand
Professional Services 678 544
Corporate Services 97 81
Gesamt 775 625

Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Die Organe der Gesellschaft bestanden im Berichtsjahr und bestehen bis heute aus folgenden Mitgliedern:

Vorstand

Tobias Jünemann

Diplom-Mathematiker & Dipl.-Volkswirt, Managing Director

Andreas Werner

Diplom-Kaufmann, Managing Director

Aufsichtsrat

Matthias Tomann

Vorsitzender des Aufsichtsrates, Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer, DEDIQ GmbH

Daniel Grözinger

Mitglied des Aufsichtsrates, Geschäftsführer, Parklane Capital Beteiligungsberatung GmbH

Mathias J. Lindermeir

stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates, Geschäftsführer, Extorel GmbH

Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Mitglieder des Vorstands wird von der Schutzklausel des § 314 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2022 für ihre Tätigkeit eine Vergütung. Die Hauptversammlung vom 25. April 2023 hat über die Vergütung in angemessener Höhe beschlossen. Auf die Angabe zu den Bezügen der Mitglieder des Aufsichtsrats wird gemäß § 314 Abs. 3 HGB verzichtet.

Der Vorstand des Mutteruntemehmens schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn 2022 des Mutteruntemehmens in Höhe von EUR 72.618.087,88 insgesamt EUR 49.600.000,00 an die Aktionäre auszuschütten. Der Ausschüttungsvorschlag beinhaltet im Wesentlichen den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres.

 

Eschborn, 31. März 2023

Senacor Technologies AG

Der Vorstand

Andreas Werner

Tobias Jünemann

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Änderung Konsoliderungskreis
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 152.925,51 0,00 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 406.065.815,81 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 406.218.741,32 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.228.616,46 0,00 1.295.429,77 137.068,03
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 170.365,02 0,00 164.648,00 -137.068,03
Summe Sachanlagen 4.398.981,48 0,00 1.460.077,77 0,00
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 286.232,23 286.232,23 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 410.903.955,03 286.232,23 1.460.077,77 0,00
Abgänge
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.20222
EUR
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 0,00 152.925,51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 406.065.815,81
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 406.218.741,32
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.991,29 5.637.122,97
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33.296,99 164.648,00
Summe Sachanlagen 57.288,28 5.801.770,97
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 57.288,28 412.020.512,29
kumulierte Abschreibungen 01.01.2022
EUR
Abschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.20222
EUR
Buchwert 31.12.2021
EUR
Buchwert 31.12.20222
EUR
Anlagevermögen            
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 108.425,69 6.150,00 0,00 114.575,69 44.499,82 38.349,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 145.392.310,05 41.739.268,64 0,00 187.131.578,69 260.673.505,76 218.934.237,12
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 145.500.735,74 41.745.418,64 0,00 187.246.154,38 260.718.005,58 218.972.586,94
II. Sachanlagen            
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.044.611,46 1.189.890,80 20.450,29 3.214.051,97 2.184.005,00 2.423.071,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 170.365,02 164.648,00
Summe Sachanlagen 2.044.611,46 1.189.890,80 20.450,29 3.214.051,97 2.354.370,02 2.587.719,00
III. Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 286.232,23 0,00
Summe Anlagevermögen 147.545.347,20 42.935.309,44 20.450,29 190.460.206,35 263.358.607,83 221.560.305,94

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT ZUM GESCHÄFTSJAHR 2022

1 GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 stellt den Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns sowie der Konzernmuttergesellschaft Senacor Technologies AG dar. Ferner werden mögliche Risiken und künftige Entwicklungen dargestellt.

Im weiteren Berichtsverlauf wird der Senacor-Konzern mit "Senacor" bezeichnet.

Geschäftsmodell

Senacor ist ein IT-Dienstleister mit Fokus auf digitale Plattformen im Bereich Banken, Versicherungen, Automotive und öffentlicher Sektor. Mit dem Leistungsportfolio unterstützt Senacor die Kunden gesamthaft von der fachlichen und technischen Konzeption bis zur Entwicklung und Liefersteuerung von Fach- und IT-Lösungen. Durch eine Kombination aus Fach- und Technologie-Expertise und Liefer- und Umsetzungsfähigkeit ist Senacor ein strategischer Partner für Business Mehrwert durch IT bei Großunternehmen in der DACH Region.

Konsolidierungskreis und Organisation

Der Konzernabschluss wurde aufgrund der Größenmerkmale des Konzerns verpflichtend aufgestellt. Der Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 umfasste die Muttergesellschaft Senacor Technologies AG sowie die Tochterunternehmen Senacor FCS GmbH, Senacor BCS GmbH, Senacor Solutions AG, e&Co. Consulting GmbH, jeweils mit Sitz in Eschborn, und die Senacor (Schweiz) AG mit Sitz in Zürich.

Die Senacor Technologies AG hält zum Stichtag jeweils 100% der Anteile am Stammkapital der Senacor FCS GmbH und der Senacor BCS GmbH sowie 65% am Stammkapital der e&Co. Consulting GmbH. Die Senacor FCS GmbH hält wiederum 100% der Anteile am Grundkapital der Senacor Solutions AG sowie 100% am Aktienkapital der Senacor (Schweiz) AG.

Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag vom 2. Dezember 2016 zwischen der Senacor Technologies AG als Obergesellschaft und der Senacor FCS GmbH. Am 8. Dezember 2020 wurde ein weiterer Gewinnabführungsvertrag zwischen der Senacor Technologies AG als Obergesellschaft und der Senacor BCS GmbH abgeschlossen. Zudem besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 9./10. Dezember 2014 zwischen der Senacor Technologies AG als das herrschende Unternehmen und der Senacor Solutions AG.

Senacor ist in Deutschland jeweils am Sitz der Einzelgesellschaften in Eschborn sowie an unselbständigen Bürostandorten in Berlin, Bonn, Hamburg, München und Nürnberg, sowie durch die e&Co. Consulting GmbH in Wolfsburg, vertreten.

Die Senacor FCS GmbH führt zudem die Senacor FCS GmbH Niederlassung Österreich in Wien, die Senacor FCS GmbH organizačná zložka podniku zahraničnej osoby, Slowakei (sogenannte Organisationseinheit) in Kosice und die Senacor (Schweiz) AG in Zürich.

Die Senacor FCS GmbH hält zudem 25 % der Anteile an der RVSE Mittelstandsallianz GmbH & Co. OHG, Nürnberg, die weiteren Gesellschafter sind die imbus AG, die MID GmbH und die QualityMinds GmbH. Die Gesellschaft dient der Betreuung eines gemeinsamen Kunden und gehört mangels Wesentlichkeit nicht zum Konsolidierungskreis.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das weltweite Umsatzvolumen im IT-Gesamtmarkt ist im Jahr 2022, nach Angaben der Analysten von Gartner, um 0,2% gesunken. Das für Senacor relevanten Marktsegmente Software wuchs jedoch stark um 7,1%; das Marktsegment IT-Services wuchs um 3%.

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft und auch in Deutschland haben sich 2022 im Vergleich zum Vorjahr etwas verschlechtert. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufzeigt, war die wirtschaftliche Entwicklung dabei vornehmlich von dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sowie den damit einhergehenden Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Energieversorgung, geprägt. Trotz den bis in den späteren Jahresverlauf anhaltenden Lieferkettenengpässen, Rekordinflationsraten, Handels- und Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland, den Unsicherheiten über eine mögliche Gasmangellage im Winterhalbjahr und schließlich der Einstellung russischer Gaslieferungen Ende August, hat sich die deutsche Wirtschaft insgesamt als widerstandsfähig erweisen können. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist den Berechnungen des Statistischen Bundesamts zufolge im Vorjahresvergleich um 1,9% gestiegen. Die deutsche Wirtschaft zeigt sich trotz nach wie vor schwierigen Bedingungen robust.

Am Arbeitsmarkt verhält sich die Situation ähnlich. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2022 um 1,3% erhöht auf 45,7 Mio., sodass sich der Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt im Vorjahresvergleich fortsetzt. Die Erwerbslosenquote in Deutschland ist leicht gesunken und belief sich im Dezember 2022 auf 2,9%. Gemäß der Bundesagentur für Arbeit blieb der Arbeitsmarkt auch am Jahresende robust, Auswirkungen der angespannten wirtschaftlichen Lage insbesondere der ukrainischen Fluchtmigration waren allerdings erkennbar.

Im ifo Geschäftsklimaindex setzt sich der Abwärtstrend aus 2021 weiter fort und lag im Juni bei nunmehr 92,3 Punkten. Hohe Energiepreise und drohende Gasknappheit belasteten dabei die Konjunktur. Im Laufe der zweiten Jahreshälfte fiel der Wert zunächst weiter auf 84,3 Punkte und erreichte damit seinen Jahrestiefpunkt im September. Das Geschäftsklima erholte sich jedoch gegen Ende des Jahres wieder etwas und lag im Dezember 2022 bei 88,6 Punkten.

Der IT-Markt in Deutschland entwickelte sich im Jahr 2022 nach Angaben des Digitalverbands bitkom mit einem Wachstum von 6,6% auf ein Gesamtvolumen von etwa 118,9 Mrd. EUR. Die für Senacor relevanten Marktsegmente Software und IT-Services zeigen für das Jahr 2022 positive Wachstumsraten von 9,4% bzw. 5,5% im Vergleich zum Vorjahr. Damit übertreffen sie das prognostizierte Marktwachstum von 9,0% bzw. 3,9% teilweise deutlich.

2.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Geschäftssteuerung des Konzerns werden verschiedene Lenkungsgrößen verwendet, die sich aus operativen Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung ableiten lassen. Zu diesen finanziellen Leistungsindikatoren zählen die Gesamtleistung und der Rohertrag. Der Rohertrag wird als Summe der Gesamtleistung abzüglich der projektbezogenen Reisekosten, Aufwendungen für zugekaufte Vorleistungen Dritter und sonstigen direkten Sachkosten der Projekte ermittelt. Als Profitabilitätskennzahlen werden das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sowie die auf den Rohertrag bezogene EBITDA-Marge (Ertragsmarge) herangezogen.

Weitere relevante, nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Kapazitätsauslastung und das durchschnittliche Personalwachstum, welche für die Steuerung des strukturellen Unternehmenswachstums von hoher Bedeutung sind.

2.3 Vergleich zur letztjährigen Prognose

Die im Lagebericht 2021 abgegebene Geschäftsprognose ging von einer Gesamtleistung im Konzern von etwa 190 bis 200 Mio. EUR und einem Rohertrag von etwa 150 bis 160 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2022 aus. Die tatsächlich erzielte Gesamtleistung bzw. der Rohertrag für das Geschäftsjahr 2022 übertrafen mit 210,4 Mio. EUR bzw. 165,3 Mio. EUR die im Vorjahr prognostizierten Bandbreiten. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit rund 73,8 Mio. EUR in der prognostizierten Bandbreite des Plans, welcher eine Höhe zwischen 70 und 80 Mio. EUR vorsah. Die Mitarbeiterfluktuation im Konzern lag bei etwa 16% und entsprach damit etwa der erwarteten Austrittsrate von 15%. Das durchschnittliche Mitarbeiterwachstum war mit etwa 24% (Vorjahr: 12%) ebenso wie das Gesamtleistungswachstum auf einem hohen Niveau, und das ambitionierte, prognostizierte Personalwachstum von 16% wurde übererfüllt. Etwa 4 Prozentpunkte des Mitarbeiterwachstums entfielen dabei auf die zusätzlichen Mitarbeiter durch die Akquisition der e&Co. Consulting GmbH. Insgesamt bestätigt dieser Vergleich zur Prognose die positive Entwicklung im Geschäftsjahr.

Die im Lagebericht 2021 abgegebene Geschäftsprognose für die Konzernmuttergesellschaft betrug für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz zwischen etwa 18 und 21 Mio. EUR und ein EBITDA in Höhe von etwa 70 bis 80 Mio. EUR. Der realisierte Umsatz in Höhe von 25,4 Mio. EUR lag damit etwas über der prognostizierten Bandbreite. Das EBITDA in Höhe von 71,5 Mio. EUR lag innerhalb des prognostizierten Intervalls. Der Personalaufwand in den Zentralfunktionen und im Vorstand wurde etwa auf dem Niveau des Vorjahres prognostiziert. Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr bei 11,4 Mio. EUR (Vorjahr: 11,8 Mio. EUR). Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich bedingt durch das Wachstum auch in den Zentralfunktionen.

2.4 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf wird im folgenden Abschnitt mit den wesentlichen Kennzahlen der KonzernGewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres und des Vorjahres erläutert.

Die Gesamtleistung des Konzerns stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 210,4 Mio. EUR und entwickelte sich somit besser als die moderat gewachsene Gesamtwirtschaft bzw. das IT-Services Marktsegment in Deutschland. Das im Vorjahr prognostizierte Wachstum der Gesamtleistung in der Bandbreite von 190 - 200 Mio. EUR wurde übertroffen.

Das Geschäftsjahr 2022 war erneut von einer hohen Marktnachfrage nach Dienstleistungen im Bereich der Digitalisierung geprägt, was sich erwartungsgemäß auch in einem restriktiven Recruitingmarkt niederschlug und Herausforderungen bei der Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter mit sich brachte. Makroökonomische Auswirkungen der russischen Invasion in die Ukraine Ende Februar 2022 hatten im Geschäftsjahr 2022 nur einen geringfügigen direkten Einfluss auf Senacor. Die Mobilitätseinschränkungen durch die COVID-19 Pandemie waren 2022 kaum noch spürbar, was sich im Jahresverlauf in einer erneut höheren Reisetätigkeit zeigte, die jedoch nach wie vor deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau lag.

Zu Jahresbeginn hielt der pandemiebedingte Nachholbedarf bei Digitalisierungsvorhaben an. Das Andauern des Ukrainekrieges, Lieferengpässe und stark steigende Energiepreise dämpften die starke Nachfrage etwas im Jahresverlauf. Aufgrund der ab der zweiten Jahreshälfte steigenden Inflationsraten wurden Ratecards - wo möglich - neu verhandelt und eine Index-Bindung angestrebt.

Die hohe Übernachfrage erforderte Vorhaben und die Zuordnung von erfahrenen Ressourcen zu Projekten stark zu priorisieren. Dabei erfolgte die Verteilung auf Basis von strategischen Überlegungen, dem langfristigen Potential und der Profitabilität der Projekte. Weiterhin wurden, insbesondere zur Bindung der erfahrenen Mitarbeiter, sowie zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit im Recruiting-Markt, die Gehaltsstufen im 2. Halbjahr 2022 für die Mitarbeiter im Professional Services Bereich erhöht.

Der Kauf der Mehrheitsanteile an der e&Co. Consulting GmbH zum 31. Dezember 2021 war nach über einem Jahrzehnt die erste Transaktion, um neben dem organischen Wachstum, auch anorganisch zu wachsen. Die für das Unternehmen neue Erfahrung eine Firma zu integrieren konnte trotz einiger Herausforderungen erfolgreich umgesetzt werden, so dass im Januar 2023 die Call-Option für die ausstehenden 35% zum 31. Dezember 2022 gezogen wurde. Der Vollzug der Transaktion ist bis Mitte 2023 geplant.

Des Weiteren formierte sich das Top Management zu Jahresbeginn 2022 neu. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Matthias Tomann wechselte zum 1. Januar 2022 in den Aufsichtsratsvorsitz. Tobias Jünemann wurde neu in den Vorstand bestellt, sodass der Vorstand seit dem 1. Januar 2022 aus Andreas Werner und Tobias Jünemann besteht.

Der Rohertrag spiegelt die Wertschöpfung des Konzerns mit eigenen Mitarbeitern wider. Die aufgrund der Pandemie stark reduzierten Reisekosten führten in den Vorjahren zu einem, im Vergleich zur Gesamtleistung, stärkeren Anstieg des Rohertrags. Durch den Wegfall der Pandemie bedingten Einschränkungen bewegt sich diese Relation wieder in Richtung des Vor-Pandemie-Niveaus. Der Rohertrag stieg im Geschäftsjahr 2022 auf 165,3 Mio. EUR (Vorjahr: 136,7 Mio. EUR) somit im Vergleich zum Vorjahr um 21%-Prozent wohingegen die Gesamtleistung um 26% auf 210,4 Mio. EUR anstieg.

Während im Vorjahr überwiegend in einem Remote Modell mit örtlich verteilten Teams gearbeitet wurde, wurde im Geschäftsjahr 2022 vielmehr in einem Wechsel aus Remote und On-Site Modell gearbeitet (Hybrid-Modell). In der Folge stiegen die projektbezogenen Reisekosten von dem geringen Vorjahreswert wieder auf 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). Senacor geht davon aus, dass ein Hybrid-Modell weiterhin bestehen bleiben wird. Die Leistungserbringung seitens Senacor kann nahezu ortsunabhängig erfolgen, kritische Abstimmungen und initiale Workshops finden wieder vermehrt im persönlichen Austausch mit dem Kunden vor Ort statt. Dieses Modell hat den Vorteil, dass die Reisetätigkeiten für die Mitarbeiter weiterhin moderat sind, was sich positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirkt und trotz dessen der persönliche Kundenkontakt bestehen bleibt.

Das Volumen der Resourcing-Leistungen mit Subunternehmern und Freiberuflern stieg, bedingt durch die Akquisition der e&Co. Consulting GmbH, überproportional vergleichbar zur Gesamtleistung auf 41,1 Mio. EUR (Vorjahr: 28,7 Mio. EUR). Diese Leistungen sind nicht Bestandteil des Senacor-Kerngeschäfts, sind jedoch in einigen Kundenprojekten - unter anderem im Zusammenhang mit langlaufenden Rahmenverträgen - erforderlich, um der Lieferverantwortung gerecht zu werden. Ferner dienen Resourcing-Kapazitäten zur temporären Abfederung einer Übernachfrage, um die Besetzung von strategisch wichtigen Projekten bei Kunden sicherzustellen und insofern die Positionierung von Senacor bei Kunden als verlässlichen Partner zu stärken. Zusätzlich werden punktuell Leistungen, die Senacor aus strategischen Gründen selbst nicht im Skill-Portfolio hat und aufbauen möchte, die aber hinsichtlich der Gesamtverantwortung und der Qualitätssicherung für eine erfolgreiche Projektumsetzung wesentlich sind, extern bezogen.

Das Geschäftsfeld Retail Finance, in dem Dienstleistungen im Bereich front-to-back Digitalisierung von Retail Banking Produkten und Prozessen angeboten werden, stand für knapp 56% des Umsatzes im Geschäftsjahr. Der Rohertrag fiel im Berichtsjahr leicht auf 78,9 Mio. EUR (Vorjahr: 83,2 Mio. EUR). Die Projekte im Zusammenhang mit digitalen Produkten für Endkunden stellen strategische Investitionen in digitale Kanäle und Finanzprodukte dar, die langfristig geplant sind.

Das Geschäftsfeld Commercial Banking, in welchem Projekte zur Bankensteuerung und Kernbanksystemmigration zusammengefasst sind, erwirtschaftete einen Rohertrag von 44,3 Mio. EUR auf (Vorjahr: 33,1 Mio. EUR). Projekte in diesem Geschäftsfeld zeichnen sich in der Regel durch eine lange Laufzeit und hohe Geschäftskritikalität aus, was zu einer vergleichsweise geringen Zyklizität führt.

Der Bereich Mobility/Automotive, welcher, im Vorjahr mit Lieferkettenengpässen, Produktionsstopps, Nachfragerückgängen und darauffolgender Kurzarbeit deutliche Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatte, erholte sich in 2022. Senacor konnte dadurch im Geschäftsjahr ein hohes Rohertragswachstum auf 26,5 Mio. EUR (Vorjahr: 16,9 Mio. EUR) verzeichnen. Durch die Akquisition und Integration der e&Co. Consulting GmbH konnte Senacor VW als weiteren namhaften Kunden im Automotive Sektor hinzugewinnen.

Um die sehr hohe Nachfrage trotz des restriktiven Recruiting-Marktes zu bedienen, wurde das Recruiting intensiviert. Dabei gab es in dem umkämpften Markt für hochqualifizierte IT-Fachkräfte steigende Herausforderungen und Aufwendungen in der Beschaffung von Erfahrenen und mittlerweile auch Einsteiger-Profilen. Sowohl große Wettbewerber als auch große IT-Anwender stellten im großen Umfang Mitarbeiter ein, deren Profile auch für Senacor interessant sind. High Potentials sowie erfahrene IT-Spezialisten auf Senior- und Partner-Level sind wesentlich und unverzichtbar für den Aufbau, die Lieferung und die effiziente Skalierung von erfolgreichen Kundenprojekten. Senacor konnte mit 210 realisierten Neueintritten (Vorjahr: 165 Mitarbeiter) die geplante Zahl von 195 Neueintritten übertreffen. Neben dem Recruiting war auch die Mitarbeiterbindung aufgrund der großen Zahl an alternativen Angeboten im Markt herausfordernd. Im Zuge dessen hat Senacor zwei wesentliche Vorkehrungen getroffen: Die Anhebung der Gehälter der Professional Service Mitarbeiter, um die Attraktivität am Markt zu erhöhen, sowie ein RetentionEvent in Barcelona. Die Mitarbeiterfluktuation im Konzern lag vergleichbar zum Vorjahr bei etwa 16%.

Als Ergänzung des Kerngeschäftes vor Ort bei Kunden bietet Senacor zusätzlich Nearshore Softwareentwicklungsleistungen an dem Auslandsstandort in Kosice in der Slowakei an. Dabei wurden die Mitarbeiter aus Kosice als integrierter Bestandteil der agilen und verteilt arbeitenden Projektteams bei Kunden in Deutschland und Österreich eingesetzt.

Für weiteres Wachstum im Banking-Bereich in der DACH-Region wurde im Juli 2021 zunächst eine Betriebsstätte und zum 1. Januar 2022 eine eigene Gesellschaft in der Schweiz gegründet. Die Präsenz in Zürich startete mit einem kleinen, erfahrenen Team in die Aufbauphase. Die Entwicklung des schweizerischen Banking-Bereiches ist weiterhin in der Aufbauphase. Die Bemühungen von Senacor sind darauf fokussiert eine Kundenbasis aufzubauen, wobei sich der Vertrieb als spürbare Herausforderung darstellt.

Zum Ende des Berichtsjahres 2022 wurden in den einbezogenen Unternehmen und in der Konzernmuttergesellschaft insgesamt 813 Mitarbeiter (Vorjahr: 670) beschäftigt. Hiervon wurden 731 Mitarbeiter in Deutschland und 83 Mitarbeiter in Österreich, der Slowakei und der Schweiz beschäftigt. Hieraus resultierten im Jahresdurchschnitt im Konzern insgesamt 762 Mitarbeiter (Vorjahr: 625). Der Trend der letzten Jahre, dass die Anteile der Entwickler und der Berater an den Professional Service Mitarbeitern etwa die Waage halten, setzte sich fort. Das durchschnittliche Mitarbeiterwachstum entwickelte sich mit etwa 23,5% (Vorjahr: 12%) vergleichbar zu den Wachstumsraten der Gesamtleistung (etwa 26%) und des Rohertrags (etwa 21%). Grundsätzlich spiegelt das Geschäftsmodell von Senacor unter der Annahme einer unterjährig nahezu stabilen Mitarbeiterentwicklung und ohne Berücksichtigung von externen Kapazitäten eine annähernd ähnliche Entwicklung dieser Kennzahlen wider (strukturelles Geschäftswachstum).

Als Ergebnis der Auslastungssteuerung und des Abrechnungsmanagements betrug der jährliche Rohertrag je Professional Services-Mitarbeiter vergleichbar zum Vorjahr rund 247.000 EUR (Vorjahr: 250.000 EUR).

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) des Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 73,8 Mio. EUR (Vorjahr: 64,3 Mio. EUR). Die Erhöhung ist auf das profitabel gewachsene Geschäft zurückzuführen.

Im Ergebnis konnte Senacor eine EBITDA-Marge von über 35% realisieren und bestätigte damit erneut die strukturelle Profitabilität, die mit dem Geschäftsmodell in den letzten Jahren erzielt wurde.

2.5 Lage des Konzerns
2.5.1 Ertragslage des Konzerns

Die Gesamtleistung des Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 auf 210,4 Mio. EUR (Vorjahr: 166,4 Mio. EUR). Der Rohertrag wuchs auf 165,3 Mio. EUR (Vorjahr: 136,7 Mio. EUR). Hiermit erzielt Senacor auch im Vergleich zum positiven Marktumfeld ein sehr gutes Ergebnis.

Der Personalaufwand stellte mit 81,5 Mio. EUR (Vorjahr: 65,5 Mio. EUR) die mit Abstand größte Aufwandsposition dar. Der Anstieg ist zum einen auf das Mitarbeiterwachstum sowie eine unterjährige Gehaltserhöhung bei den Professional Service Mitarbeitern zurückzuführen. Eine weitere, relevante Aufwandsposition sind die eingekauften Vorleistungen in Höhe von 41,1 Mio. EUR (Vorjahr: 28,7 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 16,1 Mio. EUR über dem Vorjahr (Vorjahr: 8,9 Mio. EUR) und betreffen im Wesentlichen Vertrieb, Recruiting, Marketing, Reisen, Verwaltung und Büromieten. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen für ein Retention Event mit allen Mitarbeitern in Barcelona, sowie der Rückkehr von Präsenztrainings und Veranstaltungen, welche aufgrund der Coronapandemie im Jahr 2021 nur eingeschränkt stattgefunden haben. Zusätzlich führte der Fachkräftemangel und entsprechenden Herausforderungen in der Personalgewinnung zu einem Anstieg der Aufwendungen für Personalbeschaffung.

Daraus ergab sich ein Konzernergebnis vor Abschreibungen, Steuern und Zinsen (EBITDA) von 73,8 Mio. EUR (Vorjahr: 64,3 Mio. EUR).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 42,9 Mio. EUR (Vorjahr: 41,7 Mio. EUR) beinhalteten mit 41,7 Mio. EUR (Vorjahr: 40,9 Mio. EUR) im Wesentlichen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert, welche im Zusammenhang mit einer Unternehmenstransaktion Mitte des Jahres 2018, sowie dem Erwerb der Anteile an der e&Co. Consulting GmbH, entstanden sind.

Der Konzernjahresüberschuss beträgt 9,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR), darin enthalten sind 1,2 Mio. EUR die auf die nicht beherrschenden Anteile an der e&Co. Consulting entfallen.

2.5.2 Ertragslage des Konzerns auf pro forma Basis

Ergänzend werden zum Zwecke der Vergleichbarkeit der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nachfolgend die wesentlichen, an den Konsolidierungskreis des Vorjahres, angepassten Kennzahlen des Berichtsjahres angegeben. Die pro forma Werte des Berichtsjahres ergeben sich insofern ohne Berücksichtigung der Konsolidierung der e&Co. Consulting GmbH zum 31. Dezember 2022.

Die Gesamtleistung des Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 auf pro forma 195,5 Mio. EUR (Vorjahr: 166,5 Mio. EUR). Der Rohertrag wuchs auf pro forma 155,8 Mio. EUR (Vorjahr: 136,7 Mio. EUR).

Der pro forma Personalaufwand stellte mit 76,8 Mio. EUR (Vorjahr: 63,4 Mio. EUR) die mit Abstand größte Aufwandsposition dar. Der Anstieg ist sowohl auf das Mitarbeiterwachstum sowie eine unterjährige Gehaltserhöhung bei den Professional Service Mitarbeitern zurückzuführen. Eine weitere, relevante Aufwandsposition sind die eingekauften Vorleistungen in pro forma Höhe von 35,8 Mio. EUR (Vorjahr: 28,7 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegten sich pro forma etwa im Rahmen des Vorjahres in Höhe von 15,1 Mio. EUR (Vorjahr: 8,9 Mio. EUR) und betreffen im Wesentlichen Vertrieb, Recruiting, Marketing, Reisen, Verwaltung und Büromieten. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen für ein Retention Event mit allen Mitarbeitern in Barcelona, sowie der Rückkehr von Präsenztrainings und Veranstaltungen, welche aufgrund der Coronapandemie im Jahr 2021 nur eingeschränkt stattgefunden haben. Zusätzlich führte der Fachkräftemangel und entsprechenden Herausforderungen in der Personalgewinnung zu einem Anstieg der Aufwendungen für Personalbeschaffung.

Daraus ergab sich ein pro forma Konzernergebnis vor Abschreibungen, Steuern und Zinsen (EBITDA) von 65,9 Mio. EUR (Vorjahr: 64,3 Mio. EUR).

Senacor erzielte damit eine strukturelle pro forma EBITDA-Marge (d.h. EBITDA gemessen am Rohertrag vor Sondereinflüssen) in einer konstanten Bandbreite der letzten Jahre.

Die pro forma Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 42,1 Mio. EUR (Vorjahr: 41,7 Mio. EUR) beinhalteten mit 40,9 Mio. EUR (Vorjahr: 40,9 Mio. EUR) im Wesentlichen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert, welcher im Zusammenhang mit einer Unternehmenstransaktion Mitte des Jahres 2018 entstanden ist.

Der pro forma Konzernjahresüberschuss betrug 6,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR) und war vor allem auf die hohen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert zurückzuführen.

2.5.3 Finanz- und Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme sank im Berichtsjahr auf 297,7 Mio. EUR (Vorjahr: 321,1 Mio. EUR). Im Wesentlichen ist dies auf die Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen auf 41,4 Mio. EUR (Vorjahr: 30,4 Mio. EUR). Ursächlich für den Anstieg war das Geschäftswachstum.

Der Finanzmittelbestand stieg zum Stichtag deutlich auf 31,3 Mio. EUR (Vorjahr: 23,0 Mio. EUR).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 55,5 Mio. EUR (Vorjahr: 32,1 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2022 konnte - wie in den Vorjahren - allen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachgekommen werden.

Das dem Mutterunternehmen zuzurechnende Eigenkapital verringerte sich zum Jahresende auf 151,1 Mio. EUR (Vorjahr: 185,8 Mio. EUR). Die Verringerung ist im Wesentlichen auf die buchhalterische Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert zurückzuführen.

Da Senacor weiterhin weniger als 100% der Anteile an der e&Co. Consulting GmbH hält, werden im Konzern "Nicht beherrschende Anteile" in Höhe von 1,6 Mio. EUR ausgewiesen. Der Anstieg entspricht dem auf die Anteile entfallenden Teil des Konzernjahresüberschusses.

Zum Ende des Berichtsjahres bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in unveränderter Höhe von insgesamt 89,8 Mio. EUR. Das Akquisitionsdarlehen zur Finanzierung einer Unternehmenstransaktion aus dem Jahre 2018 wurde in 2021 in unveränderter Höhe von 75,0 Mio. EUR bis März 2027 prolongiert. Ferner bestehen wie in den Vorjahren weitere Investitionsdarlehen in Höhe von 14,8 Mio. EUR zur Finanzierung von Anteilserwerben. Der Konzern kann zudem bei Bedarf jederzeit auf Betriebsmittelkreditlinien bei drei deutschen Banken in Höhe von insgesamt bis zu 32,0 Mio. EUR zurückgreifen.

Im Geschäftsjahr 2022 hat Senacor erneut Genussrechte im Rahmen eines Beteiligungsprogramms für Führungskräfte des Konzerns begeben. Es wurden Genussrechte in Höhe von 1,8 Mio. EUR zugeteilt und gleichzeitig Genussrechte aus früheren Tranchen in Höhe von 0,7 Mio. EUR zurückgenommen, sodass sich der Nennbetrag des Bestands an Genussrechten mit 7,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,9 Mio. EUR) zum Bilanzstichtag deutlich über dem Niveau des Vorjahres bewegt.

Es bestehen außerbilanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 6,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,4 Mio. EUR) sowie sonstigen Verpflichtungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR), die eine Restlaufzeit zwischen 1 und 61 Monaten (Vorjahr: 1 bis 60) haben.

Aufgrund der ausreichenden Liquiditäts- und Kapitalausstattung wurde eine Vollausschüttung aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von 43,3 Mio. EUR (Vorjahr: 33,0 Mio. EUR) vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurde keine Sonderausschüttung vorgenommen (Vorjahr: 30,0 Mio. EUR). Im Januar 2023 wurde eine Sonderausschüttung aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von 15,0 Mio. EUR vorgenommen.

2.5.4 Konzernmuttergesellschaft

Ergänzend zur Lage des Konzerns wird im Folgenden über die Konzernmuttergesellschaft Senacor Technologies AG im Geschäftsjahr 2022 berichtet.

Die Senacor Technologies AG ist die Muttergesellschaft im Konzernverbund. Sie besorgt für die operativen Tochtergesellschaften sowie für den Konzern die Geschäftsleitung und strategische Steuerung sowie sämtliche zentralen Leistungen bezüglich der allgemeinen Verwaltung, der IT-Organisation, der Büro-Infrastruktur sowie Marketing, Recruiting und Personalentwicklung. Die Konzernmuttergesellschaft vertreibt im Wesentlichen keine Dienstleistungen gegenüber Dritten.

Im Geschäftsjahr 2022 betrugen die Umsatzerlöse 25,4 Mio. EUR (Vorjahr: 18,6 Mio. EUR). Es wurden überwiegend gruppeninterne Umsätze durch Konzernumlagen erlöst, da zur Geschäftsbesorgung anfallende Aufwendungen grundsätzlich an die Tochterunternehmen weiterbelastet werden. Der Anstieg der Konzernumlagen ist u.a. auf umzulegende Personalaufwendungen aus Bonuszahlungen und dem Bereich Sales & Business Development zurückzuführen.

Der Personalaufwand im Geschäftsjahr befand sich auf Vorjahresniveau mit etwa 11,4 Mio. EUR (Vorjahr: 11,8 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegten sich etwa im Rahmen des Vorjahres in Höhe von 13,0 Mio. EUR (Vorjahr: 7,7 Mio. EUR).

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit den drei hundertprozentigen Tochtergesellschaften erhöhten sich auf 68,3 Mio. EUR (Vorjahr: 65,1 Mio. EUR). Es wurden Erträge aus Beteiligungen von EUR 2,3 Mio. vereinnahmt.

Die Zinsaufwendungen erhöhten sich auf 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen getrieben durch das ab der zweiten Jahreshälfte gestiegene Zinsumfeld, sowie neu aufgenommene Akquisitionsdarlehen für die Übernahme der e&Co. Consulting GmbH.

Der Jahresüberschuss der Senacor Technologies AG betrug im Geschäftsjahr 49,6 Mio. EUR (Vorjahr: 43,3 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss der Senacor Technologies AG divergiert von der Höhe des Konzernjahresüberschusses, da nur im Konzern die vergleichsweisen hohen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert anfallen.

Die Bilanzsumme der Konzernmuttergesellschaft erhöhte sich zum Jahresende auf 460,8 Mio. EUR (Vorjahr: 447,4 Mio. EUR). Die Bilanzverlängerung ist im Wesentlichen wachstumsbedingt durch höhere Steuerrückstellung, sowie einem Anstieg des Genussrechtskapitals. Das Eigenkapital befindet sich mit 335,2 Mio. EUR auf vergleichbarem Niveau zum Vorjahr (Vorjahr: 328,9 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote beträgt wie im Vorjahr etwa 73%.

In der Bilanz werden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 89,8 Mio. EUR (Vorjahr: 89,8 Mio. EUR) ausgewiesen. Das Akquisitionsdarlehen zur Finanzierung einer Unternehmenstransaktion aus dem Jahr 2018 wurde in 2021 in unveränderter Höhe von 75,0 Mio. EUR bis März 2027 prolongiert. Ferner bestehen wie in den Vorjahren weitere Investitionsdarlehen in Höhe von 14,8 Mio. EUR zur Finanzierung früherer Anteilserwerbe.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 beschäftigte die Senacor Technologies AG insgesamt 99 Mitarbeiter (Vorjahr: 83).

3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1 Prognosebericht 2023

Das Bundeswirtschaftsministerium erwartet in ihrem im Januar 2023 veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht einen Anstieg des deutschen BIP um 0,2% für das kommende Jahr. Dabei stellt sich die Lage, trotz hoher Unsicherheiten aufgrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, die anhaltend hohen Energie- und Verbraucherpreise sowie die Sicherstellung der zukünftigen Gasversorgung günstiger dar als noch im Herbst angenommen. Auch das ifo Institut prognostiziert eine geringfügige Verschlechterung des deutschen BIP um 0,1%. Dabei geht das ifo Institut davon aus, dass die gesamtwirtschaftliche Leistung zu Beginn des Jahres um 0,4% gegenüber dem Vorquartal zunächst zurückgehen wird. Es wird erwartet, dass sich die Situation im Frühjahr 2023 deutlich verbessert und die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte analog zulegt. Im Vergleich zur Herbstprognose des ifo Instituts wurde die Wachstumsrate um 0,2 Prozentpunkte im Jahr 2023 angehoben und für 2024 leicht gesenkt. Eine ähnliche Einschätzung traf die KfW im November 2022, die im Winterhalbjahr 2022/2023 zunächst von negativen Quartalswachstumsraten von etwa einem halben Prozentpunkt ausgehen. Ab Sommer 2023 rechnet die KfW zwar mit einer Rückkehr auf den Wachstumspfad, schätzt jedoch, dass das deutsche BIP in 2023 um voraussichtlich 1,0% sinken wird. Dabei stellt die KfW jedoch klar, dass die Prognoserisiken angesichts der multiplen Krisen mit Ukraine-Krieg und Corona-Pandemie deutlich größer als üblich ausfallen. Die Konjunkturprognose des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sieht in seinem Jahresgutachten 2022/2023 weiterhin aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine einen Rückgang von 0,2% im Jahr 2023 vor.

Für die Weltwirtschaft gibt das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) im Rahmen der Konjunkturprognose aus Dezember 2022 ein Wachstum von 2,2% für das Jahr 2023 an und erwartet, dass bremsende Einflüsse auf die Weltwirtschaft zunehmend dominieren. Auch die OECD prognostiziert im OECD Economic Outlook einen Anstieg der Weltwirtschaftsleistung von 2,2% im Jahr 2023.

Für die Marktentwicklung in der IT-Branche geht die Experteneinschätzung von Gartner aus Januar 2023 davon aus, dass sich das weltweite Umsatzvolumen im IT-Gesamtmarkt um 2,4% steigert und prognostiziert für die Marktsegmente Software und IT-Services die stärksten Entwicklungen mit 9,3% bzw. 5,5%.

Für den deutschen IT-Gesamtmarkt erwartet bitkom eine Zuwachsrate von etwa 3,8% im Jahr 2023 und somit ein Wachstum, das überwiegend den zuvor genannten Konjunkturprognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland entspricht. Für die Segmente Software und IT-Services wurden von bitkom Steigerungen von 9,3% bzw. 4,7% geschätzt.

Die Lünendonk-Studie 2022 stellt fest, dass das Wachstum des IT-Dienstleistungsmarktes wieder das Niveau der Zeit vor Corona erreicht und das Volumen sogar deutlich übertroffen hat. Die Gründe dafür sind sowohl Nachholeffekte im Bereich der Prozessdigitalisierung als auch der Start umfassender Programme zur IT-Modernisierung und Cloud-Transformation. Trotz Mehrfachbelastung der deutschen Wirtschaft durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, die steigende Inflation und die Corona-Pandemie wird weiterhin mit steigenden Digital- und IT-Ausgaben sowie einem hohen Bedarf an externen Dienstleistungen gerechnet. Bei der Investitionsplanung werden die Themen Cyber Security, IT-Modernisierungen und Digital Workplace am höchsten priorisiert. Die Lünendonk-Marktstudie zeigt außerdem auf, dass der schon seit Jahren bestehende Personalmangel die Digitalisierung ausbremst. So ist auch 2022 das Mitarbeiterwachstum bei den in der Studie untersuchten IT-Dienstleistern geringer ausgefallen als das Umsatzwachstum. In Zukunft wird der gravierende Fachkräftemangel dazu führen, dass tendenziell große und thematisch breit aufgestellte IT-Dienstleister davon profitieren, dass in Zukunft eine steigende Zahl von Kunden stärker mit strategischen IT-Dienstleistern zusammenarbeiten werden. Damit wird die Lieferfähigkeit neben einer breiten und tiefen fachlichen Expertise zu einem zentralen Auswahlkriterium von Unternehmen. Insgesamt erwartet Lünendonk, dass in den kommenden Jahren eine weitere Konsolidierung des Marktes in Form von Übernahmen und Zusammenschlüssen unter mittelständischen IT-Dienstleistern stattfinden wird, da sich die Kluft zwischen den führenden und den kleinen und mittelständischen IT-Dienstleistern auch in Zukunft vergrößern wird.

3.2 Risikomanagement

Senacor führt auf Ebene des Gesamtkonzerns und somit auch für die Konzernmuttergesellschaft verschiedene Kontrollmethoden im Rahmen eines internen Kontroll- und Risikomanagementsystems durch, dessen Ziel die Früherkennung und Abwägung von allgemeinen Unternehmensrisiken ist.

Das Geschäftsleitungsgremium (Executive Steering Committee - ExCo) von Senacor besteht aus den Vorständen und Geschäftsführern der Gruppengesellschaften, sowie dem Director Operations. Die Entscheidungen über Geschäftsleitungs-, Strategie- und Risikogesichtspunkten relevanten Fragestellungen betreffen die Personaleinsatzplanung, wesentliche Personalsachverhalte rund um die Projektarbeit, Maßnahmen in Kundenangeboten und -projekten, Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung und -entwicklung sowie die Prüfung der Geschäftsentwicklung.

Insbesondere zählen dazu Kundenangebote und -projekte, sowie Personalsachverhalte auf den Projekten, die den Geschäftsbereich betreffen.

Zur Stärkung der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit und Koordination zwischen den ExCo Mitgliedern tagt das ExCo regelmäßig in ausführlichen Präsenzsitzungen am Sitz der Gesellschaft in Eschborn. In diesem Rahmen werden die Geschäftsleitungsentscheidungen überwiegend gesammelt getroffen.

Das Risikomanagementsystem betrifft im Wesentlichen den Fachbereich Finance mit Corporate Planning und Reporting. Zu den Aufgaben zählen unter anderem die laufende Überwachung und Prognose des Cashflows sowie die regelmäßige Aktualisierung der Geschäfts- und Finanzplanung unter enger Einbeziehung der Projektverantwortlichen. Integraler Bestandteil der Kontrollprozesse ist zudem das Auftrags-, Abrechnungs- und Auslastungsmanagement von dem Fachbereich Business Management mit Fokus auf die Personaleinsatzplanung auf Ebene der Kunden und Geschäftsbereiche.

Die Kontroll- und Risikomanagementsystem des Konzerns unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Management und werden bedarfsgerecht fortlaufend überarbeitet, um neuen und bestehenden Risiken entgegenzuwirken sowie Chancen und Entwicklungspotenziale identifizieren und nutzen zu können.

3.3 Risikobetrachtung unter Berücksichtigung möglicher Chancen

Unter sorgfältiger Abschätzung der nachstehenden Erläuterungen stellen die genannten Risiken aus Sicht des Vorstands keine wesentliche Gefährdung des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns sowie der Konzernmuttergesellschaft dar. Vielmehr ergeben sich hieraus auch Chancen zur weiteren Geschäftsentwicklung.

3.3.1 Marktrisiken, Risiken der Geschäftsstrategie

Die Auftraggeber von Senacor sind zu einem wesentlichen Anteil große Unternehmen, die schwerpunktmäßig aus dem Finanzdienstleistungssektor, der Automobilbranche sowie dem öffentlichen Bereich stammen. Das Kerngeschäft einiger großer Kunden liegt wiederum in konjunktursensiblen und krisenanfälligen Branchen. Zentrale Marktrisiken bestehen durch die Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Wachstum, aufgrund von globalen, geopolitischen Herausforderungen, Inflationsrisiken, protektionistischen Bestrebungen und die in der Coronakrise weltweit stark angestiegene Staatsverschuldung. Eine daraus resultierende, dauerhafte, gesamtwirtschaftliche Abschwächung könnte eine weitere konjunkturelle Eintrübung in Deutschland nach sich ziehen, die sich unmittelbar auf die Kunden von Senacor auswirkt und diese unter Kostendruck setzen könnte. In einem unsicheren und schwankungsanfälligen Geschäftsklima kann somit nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Investitionsbudgets großer Kunden in Zukunft verringern oder sich die Planung und Durchführung größerer Investitionen zeitlich verzögern werden. Dies kann sich negativ auf das Geschäftsvolumen und auf die Ertragslage von Senacor auswirken. Gleichzeitig bringt die COVID-19-Pandemie auch Chancen für Senacor, da die Digitalisierung von Prozessen und Produkten branchenübergreifend vorangetrieben wird.

Ein weiteres Unternehmensrisiko liegt zudem in dem fokussierten Kundenportfolio, in dem ein substanzieller Teil von etwa 43% des Konzernumsatzes (Vorjahr: etwa 47%) auf die fünf größten Auftraggeber entfällt. Die Abhängigkeit von einzelnen großen Auftraggebern ist durch das Geschäftsmodell von Senacor bedingt, da vergleichsweise große Projektteams zur Unterstützung von komplexen und umfangreichen IT-Transformationsprogrammen tätig werden. Der Anlass für eine Vielzahl der Projekte von Senacor sind in der Regel strategische Handlungserfordernisse oder gesetzliche bzw. regulatorische Vorgaben, sodass die Projekte geschäftskritisch für die Kunden sind und somit vorzeitige Beendigungen und kurzfristige Änderungen in der Beauftragung nicht ausgeschlossen, aber oftmals nicht wahrscheinlich sind. Außerdem ist die Geschäftsstrategie von Senacor darauf ausgerichtet, Schwankungen in Großprojekten aufgrund der flexiblen internen Allokationsprozesse auszugleichen.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie ist das Leistungsversprechen ein strategischer Partner für komplexe IT-Transformationen mit Verantwortung für langfristige Projektaufträge und mit attraktiven Tagessätzen zu sein. Diese Faktoren bilden die wesentliche Grundlage für die Geschäftsentwicklung und Ertragslage des Konzerns. Sollte diese Positionierung gestört werden, würde sich ein erhebliches Risiko für den weiteren Geschäftsverlauf von Senacor ergeben. Allerdings kann der bewiesene Projekterfolg in bereits abgeschlossenen und laufenden Kundenprojekten die Positionierung dauerhaft bestätigen. Die Beauftragung von Senacor erfolgt oftmals direkt durch die Fachabteilung, die aus den Leistungen von Senacor den unmittelbaren Nutzen zieht. Neben der umfassenden Erfahrung in der Umsetzung und Steuerung von IT-Transformationen, wird das Leistungsangebot von Senacor kontinuierlich weiterentwickelt, um auch zukünftig den anspruchsvollen Kundenanforderungen gerecht zu werden.

Gleichzeitig wird die Qualität der Professional Services Mitarbeiter durch eine Vielzahl von Maßnahmen im Recruiting und in der Personalentwicklung sichergestellt. Des Weiteren unterstützt das Sales & Business Development Team die Außendarstellung, die Visibilität, professionelle Kontaktansprache von potenziellen Neukunden und zielgerichtete und strategische Entwicklung des Bestandskundengeschäfts.

Der weitere Verlauf der Energiekrise, bedingt durch den Ukrainekrieg, birgt trotz einer guten wirtschaftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 weiterhin Risiken und Unsicherheiten auf die Lage vieler Unternehmen und bildetet somit ein Marktrisiko für Senacor. Das Kontroll- und Risikomanagementsystem von Senacor ermöglicht jedoch eine Erkennung von Marktveränderungen sowie das Einleiten von situationsabhängigen Maßnahmen.

Gleichzeitig eröffnen sich aufgrund der spezialisierten Positionierung von Senacor und der zunehmenden Relevanz der Digitalisierung zahlreiche Chancen aus einer stetig wachsenden Bekanntheit und Nachfrage nach IT-Beratungs- und Entwicklungsleistungen bei sehr großen IT-Anwendern.

3.3.2 Projektrisiken

Umfangreiche IT-Transformationsprojekte sind häufig durch eine hohe Komplexität und viele beteiligte Interessensgruppen auf Seiten der Kunden verbunden und unterliegen somit einer Vielzahl von Risiken, auf die Senacor in der Regel nur mittelbaren oder geringen, teilweise auch gar keinen Einfluss hat. Insbesondere bei Projekten mit hohen Auftragsvolumina kann eine unerwartete Veränderung in der Projekt- oder Kundensituation kurzfristig hohe Umsatzausfälle bei Senacor verursachen.

Weiterhin bringen Gewerke- oder Festpreisprojekte das Risiko einer möglicherweise fehlerhaften Kalkulation mit sich. Senacor hat ein erfahrenes Team im Projekt-Controlling, das die operative Projekt-Leitung umfassend unterstützt. Eine unabhängige Begleitung der Kalkulation wird bereits in der Angebotsphase durchgeführt. Der beauftragte Aufwand wird als Planzahl auf die zu liefernden Arbeitspakete und Meilensteine verteilt und zeitlich fixiert. Im Projektverlauf wird diese den tatsächlich aufgelaufenen Aufwendungen und der Abschätzung des Fertigstellungsgrades bzw. der noch zu erbringenden Restaufwendungen gegenübergestellt. Hieraus können sich Hinweise auf eventuelle Lieferrisiken und Budgetüberschreitungen ergeben und so Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Zudem stellen eingekaufte Resourcing-Leistungen in einigen Fällen eine zusätzliche Absicherung gegen eine rückläufige Nachfrage dar. Senacor wäre in der Lage, entweder zugekaufte Ressourcen an Stelle eigener Mitarbeiter in Projekten abzubauen oder frei gewordene Mitarbeiter in anderen Projekten anstelle von zugekauften Ressourcen einzusetzen. Die Mitarbeiter von Senacor sind dafür ausgebildet, auch bei kurzfristigen Projektwechseln auf anderen Projekten arbeiten zu können.

In diesem Zusammenhang sind mögliche, verbliebene Einzelprojektrisiken aufgrund von Nachoder Gewährleistungsarbeiten bei Gewerklieferungen in der Konzernbilanz in ausreichendem Umfang berücksichtigt. Gegen typische Vermögens- und Haftpflichtschäden aus Projektleistungen ist Senacor betrieblich versichert.

Ausgehend von den langjährigen Erfahrungen im IT-Projektgeschäft ist eine signifikante Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung durch derartige Projektrisiken unwahrscheinlich. Senacor verfügt aktuell über eine Liquiditätsausstattung von 31,3 Mio. EUR, die es erlaubt, auch das Ausbleiben oder die zeitliche Verschiebung von einzelnen Projekten zu bewältigen. In der Abwägung zu den Risiken ergeben sich aus umfangreichen, langfristigen IT-Transformationsprojekten gute Chancen für weiteres Wachstum mit entsprechend hochwertigen Dienstleistungen.

3.3.3 Personalwirtschaftliche Risiken

Der Geschäftserfolg von Senacor basiert auf der Erbringung von spezialisierten IT-Dienstleistungen in einem komplexen Umfeld. Somit bilden qualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte die Grundlage für den wirtschaftlichen (Projekt-)Erfolg. Personalwirtschaftliche Risiken umfassen sowohl die Rekrutierung von qualifiziertem Fach- und Führungspersonal als auch die Bindung und Betreuung der bestehenden Mitarbeiter. Im Berichtsjahr widmete sich Senacor intensiv der Suche und Rekrutierung von Universitätsabsolventen und von Fachpersonal mit relevanter Berufserfahrung auf Senior- und Partner-Level. Hier hat sich die Marktsituation weiterhin nicht entspannt, welche die Besetzung von offenen Positionen für weiteres Wachstum erschwert. Der Recruiting-Markt für hochqualifizierte Absolventen und erfahrene IT-Spezialisten ist von vielen Unternehmen sowohl in der IT-Branche selbst als auch bei Anwendern aus anderen Branchen hart umkämpft und zeichnet sich durch eine stark wachsende Nachfrage aus. Auch in den nächsten Jahren ist nicht mit einer wesentlichen Entspannung dieser Situation zu rechnen, vielmehr wird der Fachkräftemangel insbesondere in den technischen Branchen in Deutschland ein grundsätzliches Problem bleiben und sich gegebenenfalls sogar verstärken. Dadurch besteht nicht nur eine Herausforderung im Recruiting von neuen Mitarbeitern, sondern auch ein Risiko durch das Abwerben von bestehenden Mitarbeitern durch den Wettbewerb. Sollte Senacor als Arbeitgeber daher in einem kurzen Zeitraum eine größere Anzahl der Mitarbeiter verlieren und nicht entsprechend ersetzen können, ist mit einer Beeinträchtigung des Projektgeschäfts zu rechnen.

Angesichts der wettbewerbsintensiven Situation setzt Senacor weiterhin eine zielgruppenspezifische Kandidatenansprache im Recruiting ein. Um sich als Arbeitgeber stärker zu differenzieren, bietet Senacor den Mitarbeitern eine leistungsabhängige Vergütung mit einem variablen Anteil, ein Arbeitsumfeld mit wechselnden Projektinhalten, eine frühe Übernahme von Verantwortung, freie Wohnortwahl, Homeoffice Möglichkeiten sowie Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Das Senacor-interne Ausbildungsprogramm wurde bereits im Jahr 2020 an die neuen Anforderungen vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie angepasst, u.a. mit einer Auswahl von digitalen, interaktiven Formaten. Des Weiteren werden flexible Arbeitszeitmodelle angeboten, um den Mitarbeitern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu ermöglichen. So soll insgesamt eine langfristige Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung sichergestellt werden.

Der hohe strategische Stellenwert von Recruiting und Personalentwicklung spiegelt sich auch in der internen Organisation bei Senacor wider. Operativ wurde der HR-Bereich im Vorjahr auf Partner-Ebene, ab dem Geschäftsjahr 2022 von einem ExCo-Mitglied verantwortet, die Steuerung erfolgt im ExCo und ist regelmäßig auch Gegenstand von Abstimmungen im Aufsichtsrat.

Die Einschätzung aus dem Vorjahr hinsichtlich der angespannten Entwicklung auf dem Bewerbermarkt hat sich zwar grundsätzlich bestätigt, die verbesserte Fähigkeit zur Beschaffung neuer Mitarbeiter in einigen Segmenten sowie die wachsende Bekanntheit tragen dabei aber zur Reduktion dieses Risikos bei. Senacor nutzt die Chancen, sich mit entsprechenden Investitionen in das Recruiting und in die Mitarbeiterbindung als Arbeitgeber zu positionieren und nachhaltig eine hohe Anzahl an Neueinstellungen zu generieren und bestehende Mitarbeiter langfristig zu binden.

3.3.4 Finanzrisiken

Die kurz- bis mittelfristigen Beauftragungslaufzeiten, die üblicherweise im Projektgeschäft vereinbart werden, stellen grundsätzlich ein Risiko für Senacor dar. Typische Beauftragungen von IT-Beratungs- und Entwicklungsleistungen umfassen oftmals nur Laufzeiten von drei bis sechs Monaten. Allerdings sind die IT-Transformationsprojekte eher langfristig geplant bzw. budgetiert, sodass Senacor in der Regel von langfristigen und stabilen Kundenbeziehungen profitiert.

Risiken, die sich aus einer potenziellen Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergeben, schätzt Senacor angesichts der durchweg hohen Bonität der Kunden als sehr gering ein. Verzögerungen bei der Kundenabrechnung oder im Rahmen des Zahlungsausgleichs bewegen sich in einer vertretbaren Größenordnung und sind nicht kritisch für die Finanzlage des Konzerns. Der vollständige Ausfall eines der wesentlichen Kunden kann sich zwar negativ auf die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns auswirken, stellt jedoch aus Sicht des Vorstands aufgrund der soliden Finanzausstattung und der umsichtigen Finanzierungsstruktur des Konzerns keine unmittelbare Gefährdung dar.

Rückblickend lässt sich die niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit von Finanzrisiken, die der Konzern in den bisherigen Einschätzungen abgegeben hat, bestätigen und zunächst aufrechterhalten. Für Senacor ergeben sich aufgrund der vorhandenen Kapitalausstattung und der konservativen Liquiditätsplanung insofern Chancen im Geschäft mit großen bis sehr großen IT-Anwendern, da der Konzern große, langlaufende Gewerke- oder Festpreisprojekte abbilden kann.

3.3.5 Sonstige Betriebsrisiken

Die Kernprozesse bei Senacor sind von der IT-Infrastruktur, insbesondere von Netzwerk-, Kommunikations- und Betriebssystemen abhängig. Angriffe durch schädliche Computerviren, Cyberattacken, Ausfälle bei Umstellungsprozessen oder bei Drittdienstleistern können einen Ausfall der kritischen Infrastruktur bedingen. Dies kann signifikante Ausfallzeiten bei Senacor-Mitarbeitern oder hohe Wiederherstellkosten zur Folge haben und der Geschäftstätigkeit des Konzerns Schaden zufügen. Senacor setzt zur Verminderung dieser Risiken Schutzmaßnahmen wie Firewalls, Virenabwehr-, Verschlüsselungs- und Backup-Software sowie hochverfügbare Netzwerke ein. Zudem werden Redundanzen unter anderem durch das Outsourcing des Mail-Servers an einen großen deutschen Rechenzentrumsbetreiber hergestellt. IT-Nutzungs- und Datensicherheitsrichtlinien als Teil eines vom Vorstand implementierten Informationssicherheitsmanagementsystems sind für alle Nutzer bei Senacor verpflichtend. Im Berichtsjahr hat Senacor das TISAX-Label mit Gültigkeit von 3 Jahren erhalten.

Die in der Vergangenheit abgegebenen Einschätzungen zu den sonstigen Betriebsrisiken haben weiterhin Bestand. Bislang sind Ausfälle oder Sicherheitsprobleme nur im geringen, für das Geschäftsmodell von Senacor unkritischen Ausmaß aufgetreten. Darüber hinaus tragen das Informationssicherheitsmanagement, das betriebliche Kontinuitätsmanagement und das Datenschutzmanagement zur Reduktion und Vermeidung derartiger Risiken bei.

3.4 Künftige Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftschancen

Senacor erwartet im Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung im Konzern zwischen 235 und 245 Mio. EUR sowie einen Rohertrag zwischen 180 und 190 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) wird voraussichtlich zwischen 85 und 95 Mio. EUR liegen. Im Projektgeschäft ist eine weiterhin hohe Auslastung und Abrechenbarkeit der Kapazitäten zu erwarten. Temporäre Nachfrageschwankungen werden unverändert eine Herausforderung in der Kapazitätsallokation darstellen. Die Planung für 2023 geht von einem durchschnittlichen Personalwachstum von 18% und von einer Steigerung der Neueinstellungen aus. Es wird eine Fluktuationsrate von etwa 15% erwartet.

Vor dem Hintergrund der Prognose für das operative Geschäft der Senacor Gruppe erwartet die Konzernmuttergesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 entsprechend ein EBITDA in Höhe von etwa 85 bis 95 Mio. EUR. Der Umsatz, der ausschließlich aufgrund von Konzernumlagen für die gruppeninterne Geschäftsbesorgung erlöst wird, wird zwischen 22 und 25 Mio. EUR erwartet.

Der Personalaufwand in den Zentralfunktionen wird im Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich um etwa 10% steigen.

Wesentliche Wachstumschancen sieht Senacor in der Vertiefung von Bestandskundenbeziehungen insbesondere im Bankensektor, in der weiteren Diversifikation durch Neukunden, durch eine Weiterentwicklung des Leistungsangebots, u.a. durch den Zukauf der e&Co. Consulting GmbH und der zunehmend steigenden Bedeutung der Digitalisierung. Die dezentrale Geschäftsorganisation hat sich bewährt, um in der Themen- und Innovationsentwicklung, im Vertrieb und in der Personalentwicklung hinsichtlich weiterer Wachstumsimpulse eng am Markt und den Mitarbeiterbedürfnissen zu agieren.

Senacor ist zuversichtlich, dass die weitere Geschäftsentwicklung insgesamt positiv sein wird. Dies wird auch durch die ersten Monate im laufenden Geschäftsjahr 2023 bestätigt. Die Kundenprojekte verlaufen insgesamt im Rahmen der Erwartungen, wenngleich eine laufende Evaluierung der Projekte und eine entsprechende Allokation der Mitarbeiter notwendig ist.

Aufgrund des bisherigen Wachstums von Senacor und der bisherigen Entwicklung im laufenden Jahr wird unter gleichbleibenden Bedingungen und unter vorsichtiger Abwägung der skizzierten Risiken mittelfristig mit einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung gerechnet, die sich in einem Wachstum im unteren zweistelligen Bereich der Gesamtleistung und des EBITDA, widerspiegelt. Die weiterhin hohe Inflation und geopolitische Entwicklungen werden zwar mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu wirtschaftlichen Auswirkungen auf Kunden von Senacor führen.

Nichtsdestotrotz wird weiterhin eine hohe Nachfrage nach den von der Senacor Technologies AG und ihren Tochtergesellschaften erbrachten Digitalisierungsdienstleistungen erwartet.

 

Eschborn, 31. März 2023

Senacor Technologies AG

Der Vorstand

Andreas Werner

Tobias Jünemann

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022

1 Vorwort

Senacor ist ein IT-Dienstleister mit Fokus auf digitale Plattformen im Bereich Banken, Versicherungen, Automotive, Logistik und öffentlicher Sektor. Mit dem Leistungsportfolio unterstützt Senacor die Kunden gesamthaft von der fachlichen und technischen Konzeption bis zur Entwicklung und Liefersteuerung von Fach- und IT-Lösungen. Durch eine Kombination aus Fach- und Technologie-Expertise und Liefer- und Umsetzungsfähigkeit ist Senacor ein strategischer Partner für Business Mehrwert durch IT bei Großunternehmen in der DACH Region.

2 Besetzung und Kontrollfunktion

Der Aufsichtsrat der Senacor Technologies AG bestand während des Geschäftsjahres 2022 und besteht derzeit aus den folgenden Mitgliedern:

Daniel Grözinger (bis 02.01.2022 Vorsitzender Aufsichtsrates, ab 03.01.2022 Mitglied des Aufsichtsrates)

Matthias Tomann (ab 01.01.2022 Mitglied des Aufsichtsrates, ab dem 03.01.2022 Vorsitzender des Aufsichtsrates)

Mathias J. Lindermeir (stellvertretender Vorsitzender)

Der Aufsichtsrat nahm die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Pflichten zur Überwachung der Geschäftsführung des Vorstands im Geschäftsjahr 2022 wahr.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich und mündlich umfassend über die Geschäftsplanung und -entwicklung des Konzerns sowie die Risikolage unterrichtet. Der Aufsichtsrat wurde in relevante Entscheidungen, die für den Konzern von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden, insbesondere wurde die strategische Ausrichtung des Konzerns vom Vorstand mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Gegenstand des Informationsaustausches waren zudem aktuelle Finanzkennzahlen und Entwicklungen im Geschäftsverlauf 2022 hinsichtlich der Kunden- und Kapazitätssituation sowie möglicher, daraus resultierender Risiken, insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden COVID-19-Pandemie. Abweichungen des Geschäftsverlaufs vom bewilligten Geschäftsplan wurden erläutert, begründet und diskutiert.

Der Kommunikation zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat erfolgte in Sitzungen und Beschlussfassungen, im Rahmen der schriftlichen und mündlichen Berichte zum monatlichen Finanzreporting, und in sonstigen Abstimmungen außerhalb von Sitzungen und Beschlussfassungen. Der Vorstand der Gesellschaft, Tobias Jünemann und Andreas Werner, nahmen gemäß Ziffer 4.1 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates an Sitzungen und Beschlussfassungen teil.

Der Aufsichtsrat der Senacor Technologies AG legt im Folgenden die Ausübung seiner Pflichten im Geschäftsjahr 2022, welches zum 31. Dezember endet, dar. Es wird insbesondere über den Informationsaustausch zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat, die Beratungen und die Beschlussfassungen im Plenum sowie die Prüfung des Einzelabschlusses, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2022 berichtet.

3 Beratungen, Beschlussfassungen und Informationsaustausch

Im Berichtsjahr 2022 fasste der Aufsichtsrat der Senacor Technologies seine Beschlüsse in fernmündlichen Beschlussfassungen sowie Umlaufbeschlüssen (gemäß Ziffer 14.6 der Satzung sowie Ziffer 3.2 und 3.8 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats in der Fassung vom 02.02.2022).

In der Sitzung per Videokonferenz am 3. Januar 2022 wählte der Aufsichtsrat folgend auf die Niederlegung von Daniel Grözinger von seinem Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrates Matthias Tomann zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates.

In der Sitzung per Videokonferenz am 10. Januar 2022 entschied der Aufsichtsrat über die finale Höhe des CEO Agenda Bonus für das Geschäftsjahr 2021 an Matthias Tomann im Rahmen seiner damaligen Funktion als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft.

Im Rahmen eines Umlaufbeschluss am 20. Januar 2022 wurde über eine Klarstellung des Umfangs des Vertretungsbefugnis des mit Wirkung zum 1. Januar 2022 bestellten Vorstandsmitglied Tobias Jünemann entschieden.

In einem Umlaufbeschluss am 2. Februar 2022 stimmte der Aufsichtsrat jeweils einer neuen Fassung der Geschäftsordnung für den Vorstand und der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat zu.

Im Rahmen eines Umlaufbeschlusses vom 8. März 2022 wurde der Gewährung von Sondereinzahlungsrechten in das Genussrechtsprogramm IV/2018 im Ausgabejahr 2022 an zwei Partner zugestimmt.

In einem Umlaufbeschluss am 18. März 2022 stimmte der Aufsichtsrat der Umsetzung von neuen Mitarbeiter-Gehaltsstufen im Geschäftsjahr 2022 zu.

Am 25. April 2022 billigte der Aufsichtsrat in einer Sitzung per Videokonferenz den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2021 aufgestellten Jahresabschluss, Konzernabschluss und Konzernlagebericht. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns an. Zudem wurde über die Vorlage des Berichts des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2021 an die Hauptversammlung beschlossen. An der Sitzung nahmen zeitweise zwei Vertreter des (Konzern-)Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teil und berichteten über ihre Tätigkeiten im Rahmen der (Konzern-)Jahresabschlussprüfung der Senacor Technologies AG.

In einem Umlaufbeschluss am 26. April 2022 stimmte der Aufsichtsrat klarstellend der Besetzung des Executive Steering Committee (ExCo) zu. Ferner entschied der Aufsichtsrat über die Erteilung von weiteren Gesamtprokuren für die Gesellschaft an Mitglieder des ExCo.

Der Aufsichtsrat befasste sich in einem weiteren Umlaufbeschlussfass am 1. August 2022 mit einem möglichen Akquisitionsobjekt und stimmte der Fortführung der diesbezüglichen Gespräche zu. Ferner wurde der Beauftragung der DEDIQ GmbH über Beratungsleistungen von Matthias Tomann außerhalb seiner Tätigkeit als Aufsichtsrat zugestimmt. Zudem stimmte der Aufsichtsrat der Bestellung von Tobias Hödtke und Ralph Riemann zu weiteren Geschäftsführern in der Senacor BCS GmbH sowie der Bestellung von Katharina Landes als einzelvertretungsberechtigtem Vorstandsmitglied in der Senacor Solutions AG zu. Ergänzend beschloss der Aufsichtsrat, bei allen Geschäftsführern der Senacor FCS GmbH und der Senacor BCS GmbH die bestehende Befreiung des Selbstkontrahierungsverbotes auf die die 2. Alternative des § 181 BGB zu beschränken. Ferner entschied der Aufsichtsrat über die Erteilung einer Gesamtprokura an Katharina Landes in der Senacor FCS GmbH und der Senacor BCS GmbH.

In einem Umlaufbeschluss am 18. August 2022 entschied der Aufsichtsrat, der darauffolgenden außerordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, den Vorstand zur Ausgabe von Genussrechte im Rahmen eines neuen Genussrechtsprogramms V/2022 zu ermächtigen.

In einem Umlaufbeschluss am 5. September 2022 stimmte der Aufsichtsrat dem Abschluss eines Term Sheets zu einer möglichen Akquisition zu. Die Transaktion selbst wurde hiermit ausdrücklich nicht bewilligt. Ferner vergab der Aufsichtsrat Prüfungsaufgaben im Rahmen der Due Diligence des Akquisitionsobjektes.

Der Aufsichtsrat stimmte in einem Umlaufbeschluss am 12. Oktober 2022 dem Abschluss eines Darlehensvertrages zwischen der Gesellschaft und der Senacor (Schweiz) AG zu.

Der Aufsichtsrat hat die Amtsniederlegung von Martin Hoepfner als Geschäftsführer der e&Co. Consulting GmbH mit Wirkung zum 31.12.2022 zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat in der Folge durch Umlaufbeschluss vom 25. November 2022 der Bestellung von Katharina Landes zur Geschäftsführerin der e&Co. Consulting GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2023 zugestimmt.

In Umlaufbeschluss vom 22. Dezember 2022 stimmte der Aufsichtsrat dem vollständigen Wegfall des zusätzlichen Bonusanspruches von Ralph Riemann in Höhe von 50 % des rechnerisch auf den GB JHT entfallenden Wachstumsbonus gemäß Ziffer 4 des Bonusprogramms für Managing Director mit Wirkung zum 01.01.2023 zu. Der entsprechenden Erhöhung des vorgenannten Bonusanspruchs für Jan-Henrik Thomas auf 100 % stimmte der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 01.01.2023 zu. Daneben stimmte der Aufsichtsrat in diesem Beschluss einer vorübergehenden Anwendung der KFZ-Regelung der e&Co. Consulting GmbH zugunsten von Jan-Henrik Thomas, der Anpassung des Vergütungsmodells BDEV, der Angleichung der Gehaltsbänder ITI & FI/HR/BM sowie der Erhöhung des Bonusanspruchs von Florian Rückert auf 40 % des rechnerisch auf den GB FR entfallenden DB2-Bonus zu.

In vorgenanntem Beschluss wurde zudem über die vom Vorstand vorgelegte Finanz- und Geschäftsplanung des Konzerns für das Geschäftsjahr 2023 beraten und dieser zugestimmt. Die in der Jahresplanung enthaltene Umsatz-, Budget- und Personalplanung wurde genehmigt.

Des Weiteren stimmte der Aufsichtsrat mit Umlaufbeschluss vom 23. Dezember 2023 dem Abschluss des Einzelvertrages "FION01" zwischen der Senacor BCS GmbH und der SAP Fioneer GmbH zu. In vorgenanntem Umlaufbeschluss stimmte der Aufsichtsrat darüber hinaus dem Abschluss der Ergänzungsvereinbarung zum bestehenden Rahmenvertrag für Dienstleistungen vom 11.01.2021 zwischen der DEDIQ BO GMBH, der SAP Fioneer GmbH und der Senacor BCS GmbH zu.

4 Prüfung des Jahresabschlusses 2022

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, wurde von der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 24. August 2022 zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer bestellt und von dem Aufsichtsrat beauftragt.

Gegenstand der Prüfungen waren der vom Vorstand vorgelegte und nach den Vorschriften des HGB aufgestellte Einzelabschluss, Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Senacor Technologies AG für das Geschäftsjahr 2022. Dem Jahresabschluss, dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht 2022 der Senacor Technologies AG wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 und die Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Sie waren Gegenstand der Sitzung des Aufsichtsrats am 25. April 2023 und wurden umfassend diskutiert. An der fernmündlichen Sitzung nahmen auch Vertreter des Abschlussprüfers teil, die über die Durchführung der Prüfungen berichteten und für Fragen zur Verfügung standen.

Ferner hat der Aufsichtsrat die oben genannten Unterlagen und die Ergebnisse der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2022 selbst geprüft. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwendungen zu den Unterlagen für das Geschäftsjahr 2022 und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2022 zu. Nach dieser eigenen Prüfung ist der Aufsichtsrat zu dem abschließenden Ergebnis gekommen, dass der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 zu keinen Einwendungen Anlass geben. Der Aufsichtsrat billigte daher den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht und stellte den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 fest.

Der Vorstand der Senacor Technologies AG hat vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 20.000.000,00 EUR aus dem im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn an die Aktionäre der Gesellschaft auszuschütten; dies entspricht 400,00 EUR je Stammaktie.

Der Bilanzgewinn in Höhe von 72.618.087,88 EUR errechnet sich aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 von 49.615.092,59 EUR zuzüglich des Gewinnvortrags von 23.002.995,29 EUR. Der verbleibende Betrag von 52.618.087,88 EUR soll in das nächste Geschäftsjahr auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Dem Vorschlag des Vorstands über die Ergebnisverwendung vom 18. April 2023 für das Geschäftsjahr 2022 schließt sich der Aufsichtsrat nach Prüfung an.

Der Aufsichtsrat dankt den Herren des Vorstandes sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz im Jahr 2022 und die geleistete, erfolgreiche Arbeit.

 

Eschborn, den 25. April 2023

Matthias Tomann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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