Santander Consumer Leasing GmbH

Santander-Platz 1, 41061 Mönchengladbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 3939
Vorher
CC-LEASING GmbH
Eingetragen
9.5.2003
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
die kurz-, mittel- und langfristige Vermietung und das Verleasen von Wirtschaftsgütern aller Art, sowie das Betreiben von Handelsgeschäften mit beweglichen Wirtschaftsgütern aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Daniele Moranelli
seit 18.12.2025
Prokura
Prokura
Stefan Heinrich Eling
seit 24.4.2025
Geschäftsführer
Christian Schmitz
seit 4.7.2024
Prokura
Prokura
Luka Dallmeier
seit 17.10.2023
Prokura
Andre Wohlrab
seit 22.11.2022
Prokura
Martin Eckers
seit 11.10.2021
Prokura
Sebastian Tschuschke
seit 11.10.2021
Prokura
Markus Hendrix
seit 19.3.2021
Prokura
Robert Seven
seit 19.3.2021
Prokura
Marius Kazirod
seit 6.8.2020
Prokura
Stefan Hexels
seit 26.9.2019
Prokura
Geschäftsführer
Maik Kynast
seit 8.3.2016
Prokura
Christian Zeißler
seit 11.8.2014
Prokura
Sven Eschner
seit 31.8.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.022.640 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Santander Consumer Leasing GmbH

Mönchengladbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Testatsexemplar

Santander Consumer Leasing GmbH

Mönchengladbach

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

LAGEBERICHT 2024

Grundlagen der Gesellschaft

Leasing zählt heute in die Gruppe der wichtigen Fremdfinanzierungsinstrumente von Unternehmensinvestitionen. Angesichts dieser zentralen Rolle im Finanzdienstleistungssektor sieht sich die Leasing-Branche zunehmend wachsenden Anforderungen in den Bereichen Regulatorik, Compliance, Risikomanagement und Nachhaltigkeit gegenüber. Des Weiteren ist die Branche von hohem Konsolidierungsdruck und verschärftem Wettbewerb gekennzeichnet.

Die Santander Consumer Leasing GmbH (im Folgenden auch als "SC-Leasing" bezeichnet) ist eine Tochtergesellschaft der Santander Consumer Bank Aktiengesellschaft, im Folgenden auch als "SC-Bank" bezeichnet. Die Anteile am Grundkapital der SC-Bank werden von der Santander Consumer Holding GmbH gehalten, deren Mutter die spanische Santander Consumer Finance S.A., eine Tochter der Banco Santander S.A., Boadilla del Monte (Madrid), ist. Zwischen der SC-Leasing und der SC-Bank besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Organisatorisch ist die SC-Leasing in das Ressort Mobilität der SC-Bank eingebettet. Im Kfz-Geschäft sind die SC-Bank und die SC-Leasing zusammen seit Jahren gemessen am Kredit- und Leasingvolumen der größte herstellerunabhängige Finanzierungspartner (sogenannter Non-Captive-Bereich) in den Sparten Auto, Motorrad und (Motor-) Caravan in Deutschland. Die beiden Gesellschaften fungieren auch als exklusiver Finanzierungspartner ausgewählter Automarken (sogenannter Captive-Bereich) insbesondere Volvo und Mazda. Des Weiteren kooperiert die SC-Leasing mit Herstellern von Elektrofahrzeugen (u.a. Tesla) und Herstellern von Motorrädern und Freizeitfahrzeugen. Um die Marktdurchdringung zu erhöhen, bauen wir die Zusammenarbeit mit unseren Händlerpartnern aus und Online-Kanäle auf. Der Bereich Mobilität der SC-Bank unterteilt sich in die Finanzierung von Gebraucht- und Neuwagen sowie die Händlereinkaufsfinanzierung und über die SC Leasing in das Leasinggeschäft. Bei Letztgenanntem bietet die SC-Leasing seit einigen Jahren erfolgreich Full-Service-Leasing für gewerbliche und private Endkunden an.

Gegenstand der SC-Leasing ist der Erwerb und das Verleasen von Wirtschaftsgütern aller Art, hauptsächlich jedoch von fabrikneuen und gebrauchten PKW und leichten Nutzfahrzeugen. Ferner werden in geringem Umfang Motorräder und Caravans/Motorcaravans verleast.

Hauptvertriebspartner der SC-Leasing ist weiterhin die SC-Bank. Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren sind das Neugeschäftsvolumen und der Vertragsbestand zu sehen.

Wie im Vorjahr beschäftigte die Gesellschaft auch 2024 keine operativ tätigen Mitarbeiter. Im Rahmen bestehender Verträge werden die Dienstleistungen für die SC-Leasing durch die zur Santander-Gruppe gehörenden Gesellschaften SC-Bank sowie Santander Consumer Technology Services GmbH und Santander Consumer Operations Services GmbH erbracht. Die SC-Bank bedient sich hierbei auch der Mitarbeiter der Gruppe zugehöriger Unternehmen, die kein direktes Vertragsverhältnis zur SC-Leasing haben. Die hierfür mit der SC-Bank vertraglich vereinbarten Vergütungen werden von der SC-Leasing beglichen.

Zusätzlich steht die SC Leasing für bestimmte Dienstleistungen mit externen Dienstleistern in direktem Vertragsverhältnis.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In den vergangenen Jahren stand die globale Wirtschaft im Zeichen einer ganzen Reihe disruptiver Ereignisse, die erhebliche Unsicherheiten nach sich zogen. Die Eurozone sah sich mit der außerordentlichen Situation negativer Zinssätze konfrontiert, während die Welt gleichzeitig eine beispiellose Gesundheitskrise bewältigen musste. Diese Krise erforderte außergewöhnliche monetäre und fiskalische Maßnahmen und führte zu erheblichen Unterbrechungen in den Lieferketten. Im Anschluss erlebten wir einen Inflationsschock, der eine geldpolitische Restriktion notwendig machte, ähnlich der Situation in den 1970er Jahren. Im Berichtsjahr haben wir uns jedoch in Richtung eines normalisierten globalen wirtschaftlichen Umfelds bewegt, das geprägt war von rückläufiger Inflation, resilientem Wirtschaftswachstum und robusten Arbeitsmärkten. So wuchs die globale Wirtschaft im Jahr 2024 um schätzungsweise rund 3,2 %.

Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone legte mit voraussichtlich 0,7 % leicht zu. Dabei kamen gegenläufige Effekte zum Tragen. Während die Netto-Exporte gegenüber dem Vorjahr deutlich zunahmen, gingen die Investitionen auch infolge der restriktiven Geldpolitik stark zurück. Das weiterhin gedämpfte Verbrauchervertrauen und die hohe Unsicherheit führten dazu, dass der positive Beitrag des privaten Konsums geringer ausfiel als erhofft. Dies spiegelt sich auch in der gestiegenen Sparquote wider.

In Deutschland ging das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr 2024 preisbereinigt um 0,2 % zurück. Es ist somit das zweite Rezessionsjahr in Folge. Zurückzuführen ist dies vor allem auf abnehmende Investitionen in Ausrüstungen und Bauten. Zudem blieb die Auslandsnachfrage nach Industrieprodukten schwach, obwohl die eingeleitete US-Zinswende sich auf die deutschen Exporte hätte positiv auswirken sollen. Dazu kam, dass gestiegene Finanzierungskosten sowie die erhöhten wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten dämpfend auf die Investitionen wirkten. Die kräftigen Lohnsteigerungen führten noch nicht zu einer breiten Belebung des privaten Konsums. Auch die Schwäche in der Industrie setzte sich fort, gerade auch in der Automobilindustrie.

Im Berichtsjahr ging die Gesamtinflation in der Eurozone deutlich zurück. In Deutschland betrug die Inflationsrate 2,2 % nach 5,9 % im Vorjahr. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf niedrigere Preise für Energieprodukte und den geringeren Anstieg der Lebensmittelpreise. Folgerichtig haben die führenden Notenbanken die Zinswende eingeleitet. So senkte die EZB den Einlagenzins im Jahresverlauf insgesamt um 100 Basispunkte.

Mit Blick auf den deutschen Pkw-Markt sanken die Neuzulassungen nach Erhebungen des Kraftfahrt-Bundesamts leicht um 1,0 % auf 2,817 Mio., nachdem sie im Vorjahr dank des fortschreitenden Überwindens der Lieferengpässe nach der Coronapandemie noch um 7,3 % hatten zulegen können. Die Anzahl privater Besitzumschreibungen stieg dagegen erneut deutlich um 7,4 % auf 6,480 Mio. (im Vorjahr: +6,9 %). Hauptgrund dafür dürfte die Erholung bei den Neuzulassungen 2023 sein, was sich nachgelagert auch auf die Besitzumschreibungen auswirkte. Daneben dürfte auch der Wegfall der staatlichen Prämie für Elektro- und Hybridfahrzeuge einen Beitrag zur Attraktivität von Gebrauchtwagen geleistet haben. Insgesamt blieben die Werte deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Innerhalb dieses Gesamtmarktes ging auch das Geschäft der SC-Leasing im Jahr 2024 moderat zurück und liegt damit auf dem Niveau der Prognose der Gesellschaft im Lagebericht des Vorjahres zum Neugeschäftsvolumen (Kaufpreis ohne von Kunden erhaltene Mietsonderzahlungen; bzw. Umsatz). Das Neugeschäftsvolumen sank leicht von 2,270 Mrd. Euro im Vorjahr auf 2,106 Mrd. Euro. Insbesondere die strategische Steuerung des Neugeschäftsvolumens in einzelnen Kooperationen einhergehend mit der stark reduzierten Nachfrage und der Gebrauchtwagenpreisentwicklung anerkannter Marktbewerter (z.B. Schwacke) für Elektrofahrzeuge haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Hingegen stieg der Leasingvertragsbestand bei der SC-Leasing von 185.015 (zum 31.12.2023) leicht auf 187.045 (zum 31.12.2024) und übertraf leicht unsere Erwartungen, in denen wir von einem stabilen Vertragsbestand ausgegangen waren. Grund hierfür waren Vertragsanpassungen des aktuellen Portfolios.

Der durchschnittliche Kundenzins im Neugeschäft stieg aufgrund des aktuellen Marktzinsniveaus und produktspezifischem Pricing deutlich gegenüber dem Vorjahr um 105 Basispunkte auf 6,92 %. Der Kundenzins im Gesamtportfolio stieg erwartungsgemäß an und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 92 Basispunkte auf 5,43 %. Damit wirkt sich im Berichtsjahr das gestiegene Marktzinsniveau zeitverzögert aus, da im Portfolio Bestandsverträge enthalten sind, deren Kundenzins bis zum Auslauf fest ist.

Im Lagebericht des Vorjahres hatte die Geschäftsführung ein sehr deutlich steigendes Jahresergebnis vor Gewinnabführung für 2024 erwartet. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die Gesellschaft ein Jahresergebnis vor Gewinnabführung von 8,6 Mio. Euro, das signifikant unter unserer Prognose lag. Dies entspricht einem signifikanten Rückgang gegenüber 2023 von 17,0 Mio. Euro oder 66,3 %. Die Abweichungen zur Prognose und zum Vorjahr sind im Wesentlichen auf gestiegene außerplanmäßige Abschreibungen aus dem Restwertrisiko des Leasingportfolios und signifikant erhöhte Nettorisikokosten zurückzuführen. Weitere Details können dem folgenden Abschnitt und der Kommentierung zu den einzelnen Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung entnommen werden.

Das Leasingergebnis (bestehend aus Leasingerträgen, Leasingaufwendungen und Abschreibungen auf das Leasingvermögen, einschließlich außerplanmäßiger Abschreibungen) entwickelte sich positiv und stieg mit 26,6 % deutlich auf 216,4 Mio. Euro. Allerdings hatten wir ein stark verbessertes Leasingergebnis erwartet. Die Prognoseunterschreitung ist insbesondere auf außerplanmäßige Abschreibungen aus dem Restwertrisiko des Leasingportfolios in Höhe von 50,8 Mio. Euro zurückzuführen. Die Zinserträge aus den Kredit- und Geldmarktgeschäften stiegen signifikant gegenüber dem Vorjahr 23,5 Mio. Euro. Auch die Zinsaufwendungen stiegen aufgrund des aktuellen Zinsniveaus im Vergleich zum Vorjahr entsprechend unserer Erwartung signifikant um 80,0 Mio. Euro auf 169,6 Mio. Euro, wobei der Anstieg noch deutlicher als erwartet ausfiel. Die Provisionsaufwendungen sanken wie prognostiziert moderat und liegen bei 33,3 Mio. Euro (Vorjahr: 35,2 Mio. Euro). Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken im Jahr 2024 leicht um 3,3 % auf 21,7 Mio. Euro, wogegen man in der Prognose von einem moderaten Rückgang ausgegangen war. Im Berichtsjahr sind Nettorisikokosten in Höhe von 11,4 Mio. Euro angefallen, und liegen damit signifikant über dem Vorjahreswert von 2,4 Mio. Euro und signifikant über der Prognose. Zu den Gründen für diese Entwicklungen verweisen wir auf die Kommentierungen der jeweiligen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung.

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft

Die Bilanzsumme der Gesellschaft stieg zum 31.12.2024 leicht von 5,662 Mrd. Euro auf 5,763 Mrd. Euro.

Die Bilanzstruktur spiegelt auf der Aktivseite im Wesentlichen das Leasinggeschäft sowie auf der Passivseite insbesondere die Refinanzierung durch Verbindlichkeiten gegenüber der SC-Bank wider. Aufgrund der im Jahr 2023 durchgeführten ABS-Transaktion kommt es zum einen auf der Aktivseite durch Anlage von Liquidität bei der Muttergesellschaft zu Forderungen gegenüber einem Kreditinstitut und auf der Passivseite zu entsprechenden Rechnungsabgrenzungsposten.

Die Bilanzposition Forderungen an Kreditinstitute beinhalten die Anlage von knapp 520 Mio. Euro bei der Muttergesellschaft, damit reduzieren wir die sich aus der ABS-Transaktion ergebenen Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken durch eine adäquate Anlage.

Die Forderungen an Kunden, welche zum 31.12.2024 um 20,6 Mio. Euro auf 122,1 Mio. Euro deutlich gestiegen sind, bestehen im Wesentlichen aus offenen, rückständigen Forderungen aus Leasingverhältnissen vermindert um gebildete Wertberichtigungen und aus Forderungen gegen Hersteller und Importeure, insbesondere aus Subventionen, deren Höhe stichtagsbedingt stark variiert sowie einem Nachrangdarlehen für die ABS-Transaktion.

Das Leasingvermögen der Gesellschaft ist im Berichtsjahr leicht auf 5,112 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,942 Mrd. Euro) angestiegen. Somit repräsentiert das Leasingvermögen im Berichtsjahr rund 89 % der Aktiva (Vorjahr 87 %). Den Neuzugängen (inklusive geleistete Anzahlungen) von 2,194 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,472 Mrd. Euro) standen Abschreibungen von 770,5 Mio. Euro (Vorjahr: 726,1 Mio. Euro) und Abgänge mit Buchwerten von 1,254 Mrd. Euro gegenüber (Vorjahr: 1,102 Mrd. Euro). Die außerplanmäßigen Abschreibungen aus dem direkten Restwertrisiko sind im Leasingvermögen mit einem Abzugsposten von 79,3 Mio. Euro enthalten. Im Portfolio befinden sich zum Bilanzstichtag 187.045 Verträge. Dies entspricht einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr (185.015 Verträge).

Entsprechend dem erhöhten Leasingvermögen sind bei den Passiva die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 4,545 Mrd. Euro leicht auf 4,712 Mrd. Euro im Jahr 2024 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die rund 82 % der Passiva ausmachen (Vorjahr: 80 %), bestehen hauptsächlich aus Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft.

Die Gesellschaft verfügt somit auch unter Einbeziehung der ABS-Transaktion über eine ausreichende Refinanzierung. Darüber hinaus erfolgt die laufende Liquiditätsbedarfsplanung der SC-Leasing im Rahmen einer Auslagerungsvereinbarung durch den Bereich Treasury der SC-Bank. Dieser Bereich steuert auch das Zinsänderungsrisiko, welches über entsprechende Laufzeiten der festverzinslichen Refinanzierungsmittel abgesichert wird.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 47,8 Mio. Euro (Vorjahr: 56,2 Mio. Euro) resultiert vor allem aus Weiterleitungsverpflichtungen an die verbundene Zweckgesellschaft bezüglich der ABS -Transaktion von 33,5 Mio. Euro (Vorjahr 25,9 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung an die Muttergesellschaft, welche sich zum 31.12.2024 auf 8,6 Mio. Euro belaufen (Vorjahr: 25,6 Mio. Euro).

Die Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich per Jahresende 2024 auf 896,6 Mio. Euro (Vorjahr 959,7 Mio. Euro). Diese stammen im Wesentlichen aus der ABS-Transaktion (668,9 Mio. Euro), vor allem da im Rahmen der ABS-Transaktion zukünftige laufende Raten aus den bestehenden Leasingverträgen veräußert wurden (Leasingratenforfaitierung). Die zugehörigen Abgrenzungen werden über die Laufzeit der Leasingverhältnisse aufgelöst. Zusätzlich bestehen die Rechnungsabgrenzungsposten aus von Kunden erhaltenen Mietsonderzahlungen (209,7 Mio. Euro) und darüber hinaus aus abgegrenzten Leasingraten (14,6 Mio. Euro).

Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 29,7 Mio. Euro (Vorjahr: 24,5 Mio. Euro) und bestehen zum größten Teil (22,5 Mio. Euro) aus Rückstellungen für Provisionen und Bonifikationen für Handelspartner (Vorjahr 16,9 Mio. Euro).

Das Eigenkapital der SC-Leasing beträgt unverändert 70 Mio. Euro und setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital (1 Mio. Euro) sowie der Kapital- und Gewinnrücklage (insgesamt 69 Mio. Euro).

Insgesamt ist die Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr unverändert stabil.

Entwicklung der Ertragslage der Santander Consumer Leasing GmbH

Die SC-Leasing schloss das Geschäftsjahr mit einem Gewinn vor Ergebnisabführung von 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: 25,6 Mio. Euro) ab. Die Gesellschaft führt dieses Ergebnis aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vollständig an die SC-Bank ab.

Das Leasingergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr sehr deutlich von 170,9 Mio. Euro um 26,6 % oder 45,5 Mio. Euro auf 216,4 Mio. Euro. Hauptgründe sind steigende Leasingraten im Neugeschäft und bei Vertragsverlängerungen aufgrund des gestiegenen Marktzinsniveaus, gegenläufig wirkten gestiegene außerplanmäßige Abschreibungen aus dem direkten Restwertrisiko des Leasingportfolios in Höhe von 50,8 Mio. Euro. Auch aufgrund dieser gestiegenen Abschreibungen liegt das Leasingergebnis deutlich unter unserer Prognose für das Jahr 2024, bei der wir eine starke Verbesserung des Leasingergebnisses erwarteten.

Die Entwicklung des allgemeinen Marktzinsniveaus führte auch zu einer Erhöhung bei den Zinsaufwendungen, da ältere Refinanzierungen mit niedrigem Zins auslaufen und neue Refinanzierungen mit aktuell höheren Zinsen aufgenommen werden. Die Zinsaufwendungen stiegen entsprechend unserer Erwartung signifikant. Insgesamt sind Zinsaufwendungen in Höhe von 169,6 Mio. Euro angefallen und damit 80,0 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Dem gegenüber stehen Zinserträge von 23,5 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus der Einlage bei der Muttergesellschaft kommen. Diese sind signifikant um 21,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen, da diese Einlage, die erst Ende 2023 angelegt wurde, im Berichtsjahr 2024 ein volles Jahr bestand.

Die Provisionsaufwendungen sanken wie prognostiziert moderat und liegen bei 33,3 Mio. Euro (Vorjahr: 35,2 Mio. Euro), insbesondere durch die Abhängigkeit vom gesunkenen Captive-Leasing-Neugeschäft

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken im Jahr 2024 leicht um 3,3 % auf 21,7 Mio. Euro, wogegen man in der Prognose von einem moderaten Rückgang ausgegangen war. Dies lag überwiegend am Wegfall der einmaligen Kosten für die Strukturierung der ersten ABS-Transaktion, die nur im Jahr 2023 angefallen waren. Gegenläufig wirkten höhere Auslagerungskosten für die Services der Muttergesellschaft.

Das sonstige betriebliche Ergebnis beläuft sich auf 4,7 Mio. Euro und liegt damit signifikant über dem Vorjahr (2,6 Mio. Euro).

Im Berichtsjahr liegen die Nettorisikokosten mit 11,4 Mio. Euro signifikant über dem Vorjahreswert von 2,4 Mio. Euro und über der Erwartung. Der beobachtete Anstieg ist einerseits eine Folge des kontinuierlichen Bestandswachstums der letzten Jahre, wird andererseits aber verstärkt durch einen signifikant gestiegenen Anteil überfälliger Konten und, daraus resultierend, nochmals höhere Kündigungen als im Vorjahr. Aus den gestiegenen Ausfallraten der letzten Jahre resultierte außerdem die Notwendigkeit, höhere Wertberichtigung für den nicht ausgefallenen Bestand zu bilden.

Die gesamte Geschäftsentwicklung, insbesondere im operativen Geschäft, ist unter Berücksichtigung der Nettorisikokosten und ohne Berücksichtigung der Effekte der Abschreibungen von Restwertrisiken im Vergleich zum Vorjahr günstig verlaufen, kann aber nicht befriedigen. Insgesamt stellt sich die wirtschaftliche Lage der SC-Leasing als geordnet dar.

Risikobericht

Die Santander Consumer Leasing GmbH (im Folgenden auch SC-Leasing genannt) hat sich zur Risikosteuerung als Orientierungspunkt risikostrategische Leitlinien gesetzt. Die fortlaufende Umsetzung der Leitlinien erfolgt im Rahmen der Überwachung des Risikoappetits und wird gestützt durch den Ausbau der Antrags- und Collection-Strategien.

Die operativen Risikomanagement- und Risikocontrollingprozesse sowie das Forderungsmanagement für in Verzug geratene und notleidende Forderungen, werden vertraglich durch die Muttergesellschaft Santander Consumer Bank AG (im Folgenden auch SC-Bank genannt) im Einklang mit den gemeinsamen risikostrategischen Leitlinien ausgeführt. Die Verantwortung für diese Prozesse obliegt der Geschäftsführung Marktfolge der SC-Leasing.

Das Eingehen von Risiken ist die Folge des Geschäftsbetriebes und der in diesem Kontext getroffenen Entscheidungen. Die Risiken der SC-Leasing liegen im Wesentlichen im Adressenausfall-, Liquiditäts- und Marktpreisrisiko (insbesondere dem Zinsänderungsrisiko), dem (direkten) Restwertrisiko, Modellrisiko sowie im operationellen Risiko. Daneben bestehen Reputationsrisiken, Rechtsrisiken, strategische Risiken, Vertriebs- und Nachhaltigkeitsrisiken sowie das Remarketingrisiko.

Im Geschäftsjahr 2024 hat die Geschäftsleitung eine mit der Geschäftsstrategie und den daraus resultierenden Risiken konsistente und mit der Muttergesellschaft abgestimmte Risikostrategie festgelegt sowie im vierteljährlichen Berichtsintervall eine Risikotragfähigkeitsrechnung aufgestellt.

Risikoarten

Die Geschäftsführung hat die nachfolgenden Risikoarten auf der Grundlage der im Berichtszeitraum durchgeführten Risikoinventur als wesentliche Risikoarten definiert. Hierbei hat die Gesellschaft das individuelle Risikoprofil des Unternehmens, abgeleitet aus Art, Umfang und Komplexität der Geschäftstätigkeit, berücksichtigt.

Adressenausfallrisiko

Das Risiko von Verlusten aufgrund von Zahlungsausfällen der Leasingnehmer.

Die stetige Optimierung des Risiko-Rendite-Verhältnisses ist das zentrale Element der Steuerung und des Managements von Adressenausfallrisiken. Wesentliche Kennzahlen zur Messung des Adressenausfallrisikos sind das Verhältnis der Risikokosten zum mittleren Gesamtbestand (Cost of Credit) und der Anteil des notleidenden Bestandes am Gesamtbestand (NPL-Quote), sowie die Abdeckung des notleidenden Bestandes mit Risikovorsorge (NPL-Coverage). Die Messung dieser und weiterer Kennzahlen erfolgt auf monatlicher Basis im Rahmen des Risikoberichtswesens, um die Einhaltung des vordefinierten Risikoappetits zu überwachen. Zudem werden die Ist-Zahlen den Budgetzahlen gegenübergestellt.

Auf der Grundlage eines auf statistisch geschätzten Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten basierenden Risikovorsorgesystems wird monatlich die pauschalierte Einzelwertberichtigung, bezogen auf den aktuellen Forderungsbestand, ermittelt. Basis hierfür ist das mit dem Rechnungslegungsstandard IFRS 9 eingeführte Dreistufenmodell. Der Ansatz berücksichtigt neben den zum aktuellen Zeitpunkt verfügbaren Daten ebenfalls zukunftsorientierte Informationen basierend auf makroökonomischen Annahmen. Leasingengagements der Stufe 2 weisen gegenüber den nicht risikoauffälligen Forderungen in Stufe 1 eine signifikante Erhöhung des Adressenausfallrisikos gegenüber dem Herauslagezeitpunkt auf, wobei die empirisch geschätzte Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) sowie Rückstandstage als relevante Kriterien zur Bewertung herangezogen werden. Der Übergang eines Engagements in Stufe 3 erfolgt im Zeitpunkt des Ausfalls. Dieser erfolgt, wenn eine als materiell eingestufte Zahlungsstörung mit mehr als 90 Rückstandstagen vorliegt, oder aus anderen Gründen eine hinreichende Wahrscheinlichkeit dafür besteht, dass eine Verbindlichkeit nicht ausgeglichen werden kann. Dies liegt für den Fall der Schuldnerinsolvenz oder spätestens im Falle der rechtswirksamen Kündigung des Engagements vor.

Für die Schätzung der zu erwartenden Verluste werden die empirisch geschätzten Risikoparameter Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) und Verlustquote (LGD) verwendet.

Die Ausfallwahrscheinlichkeit sagt aus, welcher Anteil des aktuellen Bestandes in einem gewissen Zeitraum ausfallen wird. Dieser Zeitraum unterscheidet sich je nach Stufe, in der das Finanzierungsengagement eingeordnet wurde. In Stufe 1 wird ein Horizont von zwölf Monaten abgedeckt; Stufe 2 verwendet dagegen eine Betrachtung basierend auf der verbleibenden Restlaufzeit des Engagements. Die Einteilung in die verschiedenen PD-Klassen erfolgt im Wesentlichen auf der Grundlage von Rückstandstagen. Da Engagements in Stufe 3 als Ausfall deklariert werden, beträgt die Ausfallwahrscheinlichkeit dort 100%. Die NPL-Quote zeigt den Anteil ausgefallener Konten am Gesamtbestand (inkl. Leasingforderungen ohne offenen Posten). Mit 0,9% liegt sie im Berichtsjahr sehr deutlich über dem Vorjahreswert von 0,7%.

Die Verlustquote drückt aus, welcher Anteil des Ausfallsaldos (EaD) nicht einbringbar ist. Sie berücksichtigt die erwarteten barwertigen Zahlungseingänge, sowie die Verwertung von Sicherheiten und Veräußerung ausgefallener Forderungen. Darüber hinaus ist die Verlustquote für Stufe 3 von der Zeit seit Ausfall abhängig. Die so ermittelte mittlere Verlustquote bezogen auf den Gesamtbestand liegt bei 16,3 %.

Marktpreisrisiko / Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Verlusten des zinstragenden Bestandes, welches der Gesellschaft aufgrund von Veränderungen von Preisen und Zinsen an den Finanzmärkten entstehen kann. Bei der SCL sind diese Risiken größtenteils zinsinduziert. Zinsänderungsrisiken bestehen in Bezug auf Inkongruenzen zwischen der Laufzeit und der Zinsanpassung von Aktiva, Verbindlichkeiten sowie etwaigen außerbilanziellen Positionen. In diesem Zusammenhang führen Zinsanpassungen (Verschiebungen der Zinsstrukturkurve) zu potenziellen Risiken. Hierbei werden mögliche vorzeitige Ablösungen von Kunden (implizite Optionen) sowie die Risiken aus unwiderruflichen Leasingzusagen im Rahmen der Risikoberechnung berücksichtigt. Durch die festverzinsliche Struktur der Aktiv- und Passivseite ergab sich in Folge des gesunkenen Zinsumfeldes im Jahr 2024 ein bedingter Effekt auf das Zinsänderungsrisiko der SC-Leasing. Durch fristen kongruente Refinanzierung wurde diesem Risiko im Laufe des Jahres adäquat begegnet.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht grundsätzlich aus den Komponenten Refinanzierungsrisiko sowie Illiquiditätsrisiko. Die Liquiditätsversorgung wird, neben der in 2023 emittierten Asset-Backed-Security (ABS, hauptsächlich durch die Muttergesellschaft sichergestellt und war jederzeit gegeben. Sowohl die fristenkongruente Refinanzierung als auch die Möglichkeit der Inanspruchnahme einer bestehenden Kontokorrent-Überziehungslinie bei der Muttergesellschaft sorgen für eine Begrenzung des Liquiditätsrisikos.

Restwertrisiko

Das direkte Restwertrisiko wird definiert als das Risiko von Verlusten bei Vertragsendabwicklung bedingt durch Veränderungen des Marktes für Gebrauchtfahrzeuge im Hinblick auf die Preisentwicklung. Dieses Risiko wird dann schlagend, wenn im Falle von Verträgen mit einem Restwert bei Vertragsende weder ein vereinbartes Andienungsrecht an noch eine separate Rücknahmeverpflichtung durch einen Dritten (indirektes Restwertrisiko) bestehen. Für den Fall des Vorliegens von Restwertrisiken, sind die bei Vertragsabschluss erwarteten Restwerte zum Laufzeitende in regelmäßigen Zeitabständen an die Preisentwicklung am Gesamtmarkt anzupassen. Gemäß interner Vorgabe wird das direkte Restwertrisiko monatlich berechnet.

Für einen überwiegenden Teil des Geschäfts der SC-Leasing bestehen Andienungsrechte mit Kunden und Rücknahmeverpflichtungen, die durch Händler, Hersteller oder Dritte vereinbart werden. Im Rahmen der festgelegten Limite im Risikoappetit übernimmt die Gesellschaft direkte Restwertrisiken. Dieses Risiko wird im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich eingestuft. Potenzielle direkte Restwertrisiken werden in der Bewertung des Anlagevermögens berücksichtigt.

Das indirekte Restwertrisiko wird monatlich berechnet und als indirekt bezeichnet, weil vorab eine Bedingung, z.B. der Ausfall eines Händlers, schlagend werden muss. Insofern ist dieses Risiko als relevant zu bezeichnen und implizit berücksichtigt.

Als eine Unterart des Restwertrisikos hat die Gesellschaft das Logistik- und Remarketing-Risiko identifiziert, welches die reibungslose Logistik (Rückführung, Abmeldung, Abholung), die Lagerzeiten der Rückläufer, Abnutzungen und/ oder Schäden durch wetterbedingte Einflüsse, Einbruch und Diebstahl beinhaltet, sowie der Vermarktung der Fahrzeuge in unterschiedlichen Kanälen.

Operationelles Risiko

Das Risiko von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition umfasst auch das Rechtsrisiko sowie das Risiko von Verlusten aufgrund von Auslagerungen an Unternehmen als Resultat möglicher Abhängigkeiten von diesen Unternehmen, mangelnder Transparenz über diese Unternehmen oder mangelnder Eingriffsmöglichkeit bei schlechten internen Abläufen oder geschäftlichen Schwierigkeiten dieser Unternehmen. Von der Definition explizit ausgeschlossen sind die strategischen, Geschäfts- und Reputationsrisiken.

Betrugsrisiko

Das Betrugsrisiko beschreibt das Risiko, das aus geschäftsgefährdenden, wirtschaftskriminellen Handlungen entsteht.

Auslagerungsrisiko

Das Auslagerungsrisiko bezeichnet das Risiko potenzieller Verluste aufgrund von Auslagerungen an Unternehmen, und zwar als Folge von möglichen Abhängigkeiten von diesen Unternehmen, mangelnder Transparenz über diese Unternehmen oder mangelnder Eingriffsmöglichkeiten bei schlechten internen Abläufen oder von geschäftlichen Schwierigkeiten dieser Unternehmen.

Verhaltensrisiken (Conduct-Risiken)

Das Conduct-Risiko ist definiert als das bestehende oder künftige Risiko von Verlusten infolge von Fehlverhalten oder unangemessenen Praktiken im Rahmen der Kundenbeziehung, einschließlich der Art und Weise, wie die Kunden behandelt werden, sowie der von unserem Institut angebotenen Produkte und Dienstleistungen und deren Eignung für den einzelnen Kunden. Identifiziert, bewertet und gesteuert bzw. minimiert wird das Conduct-Risiko in erster Linie durch die Fachbereiche, die in direkten oder indirekten Kundenkontakt stehen. Dazu zählen in erster Linie die produktentwickelnden bzw. -verantwortlichen Bereiche, der Vertrieb, die Kundenbetreuung und das Forderungsmanagement. Zurückgegriffen wird dabei u. a. auf gruppenweite Instrumente und Verfahren, wie dem Conduct Risk Self Assessment sowie auf diverse Metriken und KPls zur Überwachung von Conduct Risiken.

Prozessrisiken

Das Prozessrisiko ist das Risiko von Verlusten aufgrund von Fehlern bei der Abwicklung von Geschäften, beim Prozessmanagement oder in den Beziehungen zu Geschäftspartnern. Für die Definition ihrer Prozesse sind die Geschäftsbereiche verantwortlich, ebenso müssen sie deren ordnungsgemäße Ausführung sicherstellen. Um Risiken zu reduzieren, werden Kontrollen im Rahmen des Kontrollmodells definiert, bewertet und zertifiziert sowie mittels organisatorischer Sicherungsmaßnahmen überwacht. Die Geschäftsführung der SC-Leasing ist in die Maßnahmen, in der Ablauforganisation der SC-Bank integriert, die dazu dienen, Fehler zu verhindern und ein vorgegebenes Sicherheitsniveau zu gewährleisten.

Informations- und Kommunikationstechnologierisiken, inklusive Risiken aus Cyberkriminalität

In den vergangenen Jahren sind die Risiken, die sich aus der Verwendung neuer Technologien und der fortschreitenden Digitalisierung sowie aus Cyberkriminalität ergeben, immer weitergewachsen. Darum widmet sich die SC-Leasing diesen operationellen Risiken besondere Aufmerksamkeit.

Die Hauptziele unserer Cyber-Security-Strategie zum Management von Cyber-Risiken sind der Schutz gegen Cyberkriminalität und die Schaffung einer widerstandsfähigen Infrastruktur; dazu setzen wir auf zeitgemäße technologische Instrumente.

Um diese Ziele zu erreichen, haben wir ein Cyber-Security-Rahmenwerk implementiert, das auf Methoden internationaler Sicherheitsstandards aufbaut und gleichzeitig dem Cyber Security Framework der Santander Gruppe folgt. Dabei werden die regulatorischen Anforderungen (Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT, BAIT) berücksichtigt sowie entsprechende Leitlinien und Vorgehensweisen abgeleitet und umgesetzt.

Die SC-Leasing nutzt den ganzheitlichen Ansatz der SC-Bank, um die Eintrittswahrscheinlichkeit von Cyber-Risiken durch die Implementierung geeigneter Gegenmaßnahmen zu reduzieren und damit die Verluste aus Cyberkriminalität gering zu halten. Bei der Nutzung von Cyber-Security-Diensten profitiert die SC-Leasing von der Expertise, den Services und Ressourcen der Santander Gruppe. Um die Cyber-Sicherheitsmaßnahmen weiter zu verbessern und den Herausforderungen mit noch moderneren Methoden entgegentreten zu können, führte unsere Gruppe im Berichtsjahr strategische Initiativen fort; dazu gehören Secure Development Lifecycle, Zero Trust Access und Supply Chain Security.

Modellrisiko

Das Modellrisiko bezeichnet die Gefahr, dass durch die Anwendung vereinfachter oder nicht sachgerechter Methoden oder Parameter die Marktrealitäten nicht angemessen abgebildet werden und dadurch die tatsächliche Ertrags- oder Risikolage der Gesellschaft nicht korrekt dargestellt wird sowie die Gefahr einer nicht sachgerechten Anwendung verfügbarer Modelle.

Nachfolgende Risikoarten wurden als Ergebnis der Risikoinventur als nicht wesentliche Risikoarten durch die Geschäftsführung eingestuft. Diese als relevante Risikoarten klassifizierten Risiken werden ebenfalls in die Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesse eingebunden.

Reputationsrisiko

Das Risiko potenzieller Verluste aufgrund von Ereignissen oder einer Änderung der strategischen Unternehmensausrichtung, die das Vertrauen in die Gesellschaft bei Kunden, Geschäftspartnern, Aufsichtsbehörden oder allgemein in der Öffentlichkeit mindern. Reputationsrisiken können aus anderen Risikoarten resultieren und ergänzend zu ihnen auftreten.

Rechtsrisiko

Das Rechtsrisiko ist das Risiko potentielle Verluste aufgrund von Gesetzesänderungen bzw. geänderter Interpretationen rechtlicher Grundlagen zu erleiden. Hierunter fällt auch das Risiko, dass vertragliche Vereinbarungen nicht mehr oder nicht vollständig durchsetzbar sind und damit nachteilige Regelungen in Kraft gesetzt werden.

Geschäftsstrategisches Risiko

Das Risiko von Verlusten aufgrund nachteiliger (geschäfts-)strategischer Entwicklungen, Entscheidungen bzw. geschäftsfeldspezifischer Zielvorgaben oder negativer Veränderungen des wirtschaftlichen Umfeldes.

Vertriebsrisiko

Das Risiko, durch den Verlust großer Partner bzw. Kooperationen, ganzer Vertriebsnetze sowie durch Veränderung von Vertriebsmodellen geplante Vertriebsziele nicht zu erreichen.

Nachhaltigkeitsrisiken

Nachhaltigkeitsrisiken umfassen ökologische, soziale und auf die Unternehmenssteuerung bezogene Komponenten. Diese wirken auf andere Risikoarten wie etwa Kreditrisiken oder operationelle Risiken als Risikotreiber und sind nicht als alleinstehende Risikoart, sondern vielmehr als Sekundärrisiko, zu betrachten. Derzeit werden Nachhaltigkeitsrisiken bereits in den "etablierten" Risikoarten berücksichtigt (z.B. im Leasingankaufprozess oder dem operationellen Risikomanagement). Im nächsten Schritt sollen diese in den Risikomanagement und -controllingprozessen, z.B. dem Risikoappetit, Stresstests und Notfallkonzepten Berücksichtigung finden.

Konzentrationsrisiken

Darüber hinaus steuert und überwacht die Gesellschaft etwaige Konzentrationsrisiken. Als Konzentrationsrisiken werden Risiken bezeichnet, die aus einer ungleichmäßigen Verteilung der Geschäftspartner in Leasingvertrags- und sonstigen Geschäftsbeziehungen bzw. aus sektoralen oder geografischen Geschäftsschwerpunktbildungen entstehen und das Betriebsergebnis erheblich beeinflussen und/oder den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können. Konzentrationsrisiken können innerhalb einer Risikoart oder gemeinsam in verschiedenen Risikoarten auftreten und einen verstärkenden Effekt haben. Aufgrund des Geschäftsmodells resultieren potenzielle Konzentrationen hauptsächlich schon aus der Art des Leasingobjektes (Kraftfahrzeuge) sowie von den einzelnen Händlern übernommenen Restwertrisiken, die sich indirekt auf die Gesellschaft auswirken können. Die Auswirkungen identifizierter Konzentrationen werden monatlich im Anhang zum Risikobericht dargestellt. Beim Vorliegen eines Konzentrationsrisikos werden Szenarioanalysen erstellt, deren Ergebnisse in der Risikotragfähigkeitsrechnung berücksichtigt werden. Des Weiteren hat die Geschäftsführung Limite zur Überwachung und Begrenzung von Konzentrationsrisiken festgelegt.

Die sich für die Gesellschaft aus dem spezifischen Geschäftsmodell ergebenden wesentlichen bzw. relevanten Risiken und Konzentrationsrisiken konnten aufgrund einer aktiven Portfolio-Steuerung im Neugeschäft und einem hohen Anteil an indirektem Risiko (Handels Buy-Back), sowie positiver Remarketing-Ergebnisse beeinflusst werden. Hierbei konnten wir insbesondere davon profitieren, dass die im Geschäftsjahr 2024 ausgelaufenen Leasingverträge in optimierten Logistik- und Remarketingprozessen einen positiven Effekt auf den Erlös der sich im Remarketing befindlichen Fahrzeugen unter Berücksichtigung der zuvor nach dem handelsrechtlichen Imparitätsprinzips vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen für Restwertrisiken erzielen. Darüber hinaus ergaben sich aufgrund vereinbarter Andienungsrechte oder Rücknahmeverpflichtungen, keine zusätzlichen negativen Einflüsse auf die Ertragslage der Gesellschaft.

Risikomanagement

Die Gesamtverantwortung für das Management und die Steuerung sämtlicher Risiken trägt die Geschäftsführung der SC-Leasing im Einklang mit den Vorgaben der Geschäfts- und Risikostrategie der Gesellschaft sowie im Rahmen der verabschiedeten Kompetenzordnungen und Organisationsanweisungen.

Das System zur Steuerung der Adressenausfallrisiken setzt sich aus den automatischen und manuellen Entscheidungssystemen sowie aus der durch die Geschäftsleitung verabschiedeten Kompetenzordnung zusammen. Die im Rahmen dieser Kompetenzordnung verabschiedeten Kompetenzregelungen sind für die Mitarbeiter der SC-Bank, die die Leasinggeschäfte der Gesellschaft aufgrund des bestehenden Geschäftsbesorgungsvertrages ausführen, bindend.

Der Abschluss neuer Leasingverträge erfolgt auf der Grundlage von internen Bearbeitungs- und Beurteilungskriterien, die bei Bedarf angepasst werden können. Im Rahmen der Kompetenzordnung wird das Prinzip der klaren Funktionstrennung gewährleistet, indem ab einer bestimmten Größenordnung für risikorelevantes Leasinggeschäft ein vom Markt unabhängiges Zweitvotum erforderlich ist.

Der Bereich Collection Business Unit der SC-Bank betreibt das operative Forderungsmanagement und den Verkauf der Fahrzeuge für rückständige Leasingnehmer. Hier werden sämtliche strategische Aktivitäten hinsichtlich der Forderungsmanagementprozesse, verbunden mit einer stetigen Verbesserung der Collections-Infrastruktur, gebündelt. Das Ziel des Forderungsmanagements ist die Rückführung zahlungsgestörter Verträge in einem geregelten Zahlungsverlauf, um so die Risikokosten zu minimieren. Dabei wird die gesamte Breite des Forderungsmanagements abgedeckt, beginnend beim schriftlichen Mahnwesen, über die telefonische Ansprache und mögliche Besuche durch den Außendienst, bis hin zur gerichtlichen und außergerichtlichen Beitreibung. Sollten diese Maßnahmen nicht zu einem Ausgleich des Rückstands führen, erfolgt die Vertragskündigung mit anschließender Forderungsbeitreibung durch externe Partner bis hin zum Forderungsverkauf. Sofern nach der Vertragskündigung eine Sicherstellung beauftragt wird, wird dazu auch ein Dienstleister beauftragt.

Das Management von Marktpreisrisiken (insbesondere Zinsänderungsrisiken) wurde an den Bereich Financial Management der SC-Bank gern. Auslagerungsvertrag ausgelagert. Dieser setzt zum gezielten Management der Fristeninkongruenzen aus dem Kundengeschäft bei Bedarf überwiegend länger laufende Darlehen zur Aktiv-/Passivsteuerung ein. Zinsänderungsrisiken, die sich aus der erstmaligen ABS-Transaktion ergaben, werden aktivisch durch ein Gegengeschäft mit der Muttergesellschaft ausgeglichen. Zur Messung des Zinsänderungsrisikos wird monatlich eine Zinsbindungsbilanz durch den Bereich Risk Controlling der SC-Bank erstellt. Fremdwährungsrisiken bestanden im Geschäftsjahr 2024 nicht, da Forderungen und Verbindlichkeiten ausschließlich in Euro denominiert sind.

Der Bereich Financial Management verantwortet darüber hinaus die Steuerung von Liquiditätsrisiken anhand der monatlich zu erstellenden Liquiditätsplanung. Die Refinanzierung des Leasinggeschäftes erfolgte im Geschäftsjahr 2024 überwiegend über Darlehensfinanzierungen bei der SC-Bank mittels einer Kreditlinie, die die Liquidität der Gesellschaft jederzeit sicherstellt und die im Bedarfsfall angepasst werden kann. Sowohl die fristenkongruente Refinanzierung als auch die Möglichkeit der Inanspruchnahme einer bestehenden Kontokorrent-Überziehungslinie bei der Muttergesellschaft sorgen für eine Begrenzung des Liquiditätsrisikos.

Dem Restwertrisiko wird dadurch begegnet, dass bei einem Teil der Leasingverträge ein Andienungsrecht zum Restwert an den Leasingnehmer vereinbart wurde. Verträge, bei denen ein solches Andienungsrecht bzw. Ankaufsrecht nicht besteht, sind größtenteils durch eine Rückkaufverpflichtung des Lieferanten bzw. des Kooperationspartners abgesichert. Sofern dies nicht der Fall ist oder bei Vertragsbeginn vereinbarte Regelungen zur Verwertung des Leasingobjektes nicht greifen, werden bei Bedarf Anpassungen auf Grundlage regelmäßiger Beobachtungen von Preisveränderungen des Gebrauchtwagenmarktes durchgeführt. Aufgrund von potenziellen Veränderungen der Marktsituation im Kraftfahrzeugbereich (z.B. staatliche Förderung, makroökonomische Entwicklung (u.a. Inflation, Arbeitslosenzahlen, BIP) überprüft und aktualisiert die SC-Leasing mit Hilfe eines regelmäßigen Anpassungsprozesses für die wesentlichen KFZ-Marken die bestehenden Restwerterwartungen im Neugeschäft. Um der steigenden Bedeutung der Fahrzeugvermarktung durch die Übernahme von Restwertrisiken zu begegnen, hat die SC-Leasing weitere Verbesserungen der Vermarktungsprozesse eingeführt, um ökonomische Positiveffekte aus dem Remarketing zu heben und weiterhin durch Anpassung der internen Organisationsstruktur gewürdigt.

Das Management operationeller Risiken liegt dezentral in der Verantwortung der Geschäftsbereiche (First Line of Defense) der SC-Bank mit dem Ziel, die operationellen Risiken der SC-Leasing GmbH zu identifizieren, zu bewerten und zu mitigieren. Der Risikobereich Non-Financial Risk & Internal Control der SC-Bank überwacht und unterstützt die Geschäftsbereiche bei ihrem operationellen Risikomanagement und berichtet an das Local Operational Risk Committee und das Management der SC Leasing GmbH. Zur Identifizierung und Bewertung von operationellen Risiken kommen für die SC-Leasing insbesondere die Interne Verlustdatendank (eingetretene Schadensfälle), das Risk Control Self Assessment sowie die Kontrollzertifizierung zum Einsatz.

Die Risikosteuerung von Modellrisiken erfolgt durch den für das Modell verantwortlichen Linienmanager der SC-Bank.

Die Steuerung und Überwachung operationeller Risiken aus Auslagerungen obliegt originär dem Verantwortungsbereich des von der Geschäftsführung bestellten Outsourcing-Beauftragten. Im engeren Sinne ist der jeweilige Linienmanager der SC-Bank für die Steuerung der Risiken aus Weiterverlagerungen und deren Einbindung in das interne Kontrollsystem der SC-Bank zuständig. Die Überwachung der Funktionsfähigkeit der Linienfunktion verantwortet der Outsourcing-Beauftragte der SC-Leasing. Eine Übersicht zu den an die Muttergesellschaft ausgelagerten Funktionen und Prozessen ist dokumentiert und wird jährlich aktualisiert. Ausgelagerte vertragliche Geschäftsbesorgungen, die die SC-Bank für die Gesellschaft direkt erbringt, sind vom Outsourcing-Beauftragten auf Basis der Dokumentation unmittelbar zu überwachen. Das Notfallmanagement der Gesellschaft ist in das Notfallkonzept der SC-Bank eingebunden. Die Überprüfung der Aktualität und Vollständigkeit der SC-Leasing-Prozesse unterliegt hierbei der Gesellschaft SC-Leasing.

Auftretende Reputationsrisiken werden durch den verantwortlichen Linienmanager identifiziert und gesteuert. Die Überwachung ist durch die Geschäftsführung der SC-Leasing in Verbindung mit der Compliance-Funktion der Muttergesellschaft vorgesehen.

Rechtsrisiken aus anhängigen Rechtsverfahren werden durch die Rechtsabteilung der Muttergesellschaft identifiziert. Die Überwachung ist durch die Geschäftsführung der SC-Leasing GmbH vorgesehen.

Die geschäftsstrategischen und Vertriebsrisiken steuert die Geschäftsführung der SC Leasing GmbH unter anderem auch durch eine beauftragte Vertriebseinheit der SC-Bank AG. Die Überwachung ist durch die Geschäftsführung der SC-Leasing anhand von monatlichen Controlling-Auswertungen der Muttergesellschaft vorgesehen.

Risikocontrolling

An den Bereich Risiko Controlling der SC-Bank wurden die laufenden Tätigkeiten in Zusammenhang mit der unabhängigen Überwachung und der Berichterstattung sowie der Analyse der Risikosituation der SC-Leasing ausgelagert; dabei liegt die Letztverantwortung bei der Geschäftsführung der SC-Leasing. Im Rahmen der Risiko Controlling Aufgaben erfolgt monatlich eine umfassende Risikoberichterstattung unterteilt nach Risikoarten in Form des Risikoberichts unmittelbar an die Geschäftsführung der SC-Leasing sowie den Vorstand der SC-Bank. Der Risikobericht bildet die Grundlage für ein effektives, steuerungsrelevantes Risikomanagement.

Das Adressenausfallrisiko von Leasingnehmern und Händlern wird monatlich überwacht. Zur Abbildung von Adressenausfallrisiken beinhaltet der Risikobericht eine Portfolioanalyse sowie eine Analyse der Risikosituation. Des Weiteren wird monatlich die Risikovorsorge für das Portfolio berechnet. Allen erkennbaren Risiken wurde im Geschäftsjahr durch die Bildung von Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen.

Für Zinsänderungsrisiko wird im Risikobericht der Barwertverlust betrachtet, der dadurch entsteht, dass sich die Zinsstrukturkurve verändert. Als Steuerungsgröße wird der +/-100 Basispunkte Schock eingesetzt. Die Überwachung des Zinsänderungsrisikos erfolgt über die Festlegung eines Limits und eines Schwellenwertes als Frühwarnindikator. Die Barwertveränderung der offenen Positionen bei einer Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um +100 Basispunkte lag Ende Dezember 2024 bei einem Risiko von minus 4,3 Mio. Euro (zum Vorjahr: Risiko von minus 0,5 Mio. Euro) und bei einer Parallelverschiebung um -100 Basispunkte bei einer Chance von plus 4,4 Mio. Euro (zum Vorjahr: Chance von plus 0,2 Mio. Euro). Darüber hinaus wird ebenfalls untersucht, wie sich das Zinsergebnis im Falle von Parallelverschiebungen der Zinskurve verändert (GuV Ansatz). Eine Limitierung dieses Risikos findet parallel zum Barwertansatz statt. Hier lag das Ergebnis im +100 Basispunkte Parallelverschiebung Ende Dezember 2024 bei einem Risiko von minus 9,9 Mio. Euro (zum Vorjahr: Risiko von minus 8 Mio. Euro) und bei einer Parallelverschiebung um -100 Basispunkte bei einer Chance von plus 10,1 Mio. Euro (zum Vorjahr: Chance von plus 8,1 Mio. Euro)

Zur Überwachung von Liquiditätsrisiken wird monatlich eine Liquiditätsablaufbilanz erstellt, welche alle wesentlichen zahlungsstromrelevanten Geschäftsvorfälle berücksichtigt. Die relevanten Ergebnisse und ein kumulierter Zahlungsmittelbestand mit einem Zeithorizont von zwölf Monaten werden im monatlichen Risikobericht gezeigt. Zur Limitierung von Refinanzierungsrisiken werden zwischen der SC-Bank und der Gesellschaft revolvierende Kreditfazilitäten, deren Bepreisung sich an der internen Gruppenmethodik orientiert, vereinbart.

Die Risikoüberwachung und die Festlegung der Inhalte zur Berichterstattung von operationellen Risiken werden durch den Bereich Non-Financial Risk & Internal Control in Abstimmung mit der Geschäftsführung Marktfolge verantwortet. Schäden aus operationellen Risiken werden in der institutseigenen Schadensfalldatenbank der SC Leasing erfasst.

Der Bereich Risk Controlling ist dafür verantwortlich, Modellrisiken zu überwachen, die sich aus Mängeln an den Modellen ergeben können. Um eine angemessene Steuerung und Überwachung dieser Risikoart sicherzustellen, führt die SC-Bank regelmäßig eine Inventur für Risikomodelle durch und hat ein Regelwerk für den Umgang mit Modellrisiken eingeführt. Darüber hinaus werden alle statistischen Modelle regelmäßig und anlassbezogen validiert.

Im monatlich stattfindenden Technical Residual Value Risk Committee wird die Entwicklung des Restwertrisikos anhand von aktuell festgesetzten Restwerten überwacht. Die Entwicklung wird im Risk Committee vorgestellt und die Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen und Wertberichtigungen zur Risikovorsorge und ggf. Rückstellungen für das direkte und indirekte Restwertrisiko beschlossen. Die Gesellschaft hat eine angemessene Risikovorsorge zur Abbildung des Restwertrisikos gebildet.

Ferner analysiert der Bereich Risk Controlling Konzentrationsrisiken. Aus geschäftsstrategischer Sicht soll das Eingehen von Konzentrationen und den damit einhergehenden Risiken durch eine angestrebte kontinuierliche Erweiterung des Geschäftsmodells, verbunden mit dem Zugewinn von neuen Kooperationspartnerschaften sowie der Verbreiterung der Kundenbasis, vermieden bzw. abgemildert werden. Aus dem Geschäftsmodell resultierende Konzentrationsrisiken stehen in direktem Zusammenhang mit der verabschiedeten Geschäftsstrategie. Dort, wo signifikante oder den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Konzentrationsrisiken sichtbar werden, wird eine besondere Management-Überwachung vorgenommen. Die Beurteilung für das Vorliegen von strategisch begründeten Konzentrationsrisiken sowie die Festlegung von Szenarioannahmen und Risikotoleranzen erfolgen mindestens jährlich. Die Bewertung potenzieller Konzentrationsrisiken wird monatlich durchgeführt und im Anhang zum Risikobericht dargestellt.

ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process)

Zur Bestimmung der Risikolage führt der Bereich Risk Controlling im Rahmen der vierteljährlichen Berichterstattung eine Analyse des ICAAPs auf Gesamtunternehmensebene durch.

Dabei werden die Kapitalanforderungen für alle wesentlichen Risiken in der ökonomischen Perspektive im ICAAP berechnet. Die ökonomische Perspektive stellt eine barwertige Sichtweise der Tragfähigkeit der Unternehmung dar, in der das interne Kapital aus dem Substanzwert der Unternehmung besteht. Das Verfahren zur Risikokapitalallokation erfolgt für die Risikoarten Adressenausfall-, Marktpreis- sowie direktes Restwert- und Liquiditätsrisiko über die Bestimmung des Value at Risk auf dem Konfidenzniveau von 99,95 %. Das Modellrisiko wird durch Risikoaufschläge implizit in den Modellen der wesentlichen Risikoarten berücksichtigt. Das verwendete Konfidenzniveau von 99,95 % liegt über den regulatorisch geforderten 99,9 %.

Das Adressenausfallrisiko wird ermittelt, indem eine Verlustverteilung des Kreditportfolios auf Basis einer Monte-Carlo-Simulation für eine Haltedauer von einem Jahr bestimmt wird. Grundlage hierfür ist das Kreditportfoliomodell (Multi-Faktor-Modell) von Banco Santander. Als Risikomaß wird der VaR mit einem Konfidenzniveau von 99,95 % berechnet. Der unerwartete Verlust wird dabei als Differenz zwischen dem VaR und den erwarteten Kreditrisiken ermittelt. Zum 31. Dezember 2024 betrug der Gesamtanrechnungsbetrag für das Kreditrisiko 36,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 39,8 Mio. Euro).

Für das Marktpreisrisiko wird eine historische Simulation mit einer Haltedauer von 62 Handelstagen verwendet, die auf Marktdaten und der Zinsbindungsbilanz basieren. Der Value at Risk für das Marktpreisrisiko beträgt zum Bilanzstichtag 5,7 (Dezember 2023: 13,7) Mio. Euro.

Die Festlegung der Risikopauschale für das operationelle Risiko orientiert sich an der Simulationsberechnung des Basisindikatoransatzes gemäß Art. 315 Abs. 1 CRR und entspricht einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Diese Risikopauschale wird unter der Annahme einer Log-Normalverteilung für diese Risikoart auf das Konfidenzniveau von 99,95 % hochskaliert. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Risiko in Höhe von 18,3 (Dezember 2023: 20,2) Mio. Euro.

Der Liquiditäts-VaR zur Bestimmung des Refinanzierungskostenrisikos beruht auf einer Liquiditätsablaufbilanz und misst die monetären Auswirkungen von Änderungen der Refinanzierungskosten der Bank, die durch das Schließen etwaiger Liquiditätslücken in der Zukunft entstehen. Die Simulation der Refinanzierungskosten erfolgt anhand historischer Spread-Kurven berechnet, auf Basis einer Datenhistorie seit 2012. Die Haltedauer zur Schließung von Liquiditätslücken wird mit 62 Handelstagen angesetzt. Der Value at Risk beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 0,0 (Dezember 2023: 0,006) Mio. Euro.

Seit 2022 wird das direkte Restwertrisiko mit Hilfe eines Modells berechnet. Es werden die Differenzen zwischen historisch geschätzten Restwerten und realisierten Vermarktungswerten berechnet und eine Normalverteilung dieser Abweichungen geschätzt. Der Value at Risk beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 80,4 (Dezember 2023: 68,3) Mio. Euro, der sich auf gestiegene Portfolios im direkten Restwertrisiko begründet.

Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft ist dann sichergestellt, wenn die Summe aller Risiken durch das interne Kapital, bestehend aus dem Substanzwert der Unternehmung, laufend abgedeckt wird. Die Kapitalüberdeckung wird als relativer Wert durch das Verhältnis internes Kapital zu den ökonomischen Kapitalanforderungen bestimmt. Eine angemessene Kapitalausstattung ist gegeben, solange die Quote 100% übersteigt. Zur nachhaltigen Sicherstellung der Risikotragfähigkeit hat die Geschäftsführung im Berichtsjahr einen Schwellenwert in Höhe von 120 % festgelegt. Im Falle der Unterschreitung des Schwellenwertes sind fallbezogene Maßnahmen umgehend durch die Geschäftsführung zu veranlassen bzw. einzuleiten Im Geschäftsjahr 2024 war die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft jederzeit gegeben. Zum Bilanzstichtag beträgt die Kapitalüberdeckungsquote 262% (Dezember 2023: 218%). Die Quote setzt sich aus dem internen Kapital i.H.v. 369,1 (Dezember 2023: 309,6) Mio. Euro und der Summe von ökonomischen Kapitalanforderungen der wesentlichen Risikoarten in Höhe von 140,8 (Dezember 2023: 142,0) Mio. Euro zusammen.

Zusätzlich zur Risikotragfähigkeitsrechnung führt die Gesellschaft mehrere Stresstests durch, die sich auf die wesentlichen Risiken unterschiedlich auswirken. Die Durchführung von Stresstests auf Basis von historischen als auch von hypothetischen Szenarien ermöglicht eine Einschätzung des Verhaltens einzelner Risikoarten in Krisenzeiten. Hierbei werden idiosynkratische und marktweite Szenarien sowie Kombinationen dargestellt.

Schlussbemerkung zum Risikobericht

Im Geschäftsjahr 2024 hat die SC Leasing in Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft SC-Bank die Risikosysteme und deren Automatisierung weiter ausgebaut und weiterentwickelt; zusätzlich wurden einige Schnittstellen mit den Bereichen der Bank zur intensiveren und stringenteren Portfoliobearbeitung verbessert. Spezieller Fokus war im Geschäftsjahr 2024 die risikoorientierte Anpassung der Produktpalette und Reduzierung von prozessualen Risiken.

Die einzelnen Elemente der eingesetzten Systeme werden regelmäßig risikoorientiert durch die von SC Leasing beauftragte Interne Revision der SC-Bank auf ihre Angemessenheit hin überprüft.

Die SC Leasing entwickelt mit der Unterstützung der SC Bank die Aktivitäten im Risikomanagement und im Risikocontrolling stetig weiter. Hierzu zählen u. a. die kontinuierliche Erhöhung des Automatisierungsgrads im Antragsprozess, die Überwachung potenzieller Risikokonzentrationen bedingt durch das geplante Geschäftswachstum sowie die Verstärkung der Maßnahmen zur Reduzierung der Risikokosten.

Die Gesellschaft beobachtet den veränderten Trend in alternativen Antriebsarten und Nutzungsmodellen sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken für das Leasinggeschäft sehr eng und steuert den Risikoappetit gemäß der Gruppenvorgaben.

Potenzielle Risiken aus der Veränderung von Restwerten und Marktpreisen hat die Gesellschaft grundsätzlich durch die Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen abgedeckt. Aufgrund sich konsolidierender Marktpreise und Einführung von Sicherheiten für Restwertrisiken geht die Geschäftsleitung für das Jahr 2025 davon aus, dass die Risiken beherrschbar sind.

Auch im kommenden Geschäftsjahr 2025 wird die Gesellschaft zusammen mit der SC-Bank die weiteren Entwicklungen gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Vorgaben sowohl auf Einzelinstitutsebene als auch auf konsolidierter Basis beobachten und umsetzen. Darüber hinaus wird die Gesellschaft zusätzliche Vertriebskanäle und die Entwicklung von End-to-End-Lösungen vorantreiben, um eine steigende Kundenbindung und die sich daraus ergebenden Potenziale zu erschließen.

Einen weiteren Fokus wird die Geschäftsleitung im Jahre 2025 auf die Standardisierung von internen Prozessen legen, um ein hohes Maß an Effizienz zu erzielen.

Das Geschäftsjahr 2024 war geprägt von der andauernden Stagnation der Wirtschaft in Deutschland. Dieser Stillstand ist zum einen zurückzuführen auf eine sinkende Nachfrage aus dem Ausland und somit auf Exportrückgänge, zum anderen auf abnehmende Bau- und Ausrüstungsinvestitionen. Die kräftigen Lohnsteigerungen führten noch nicht zu einer Belebung des Konsums auf breiter Basis.

Unser Umsatz, unser Portfolio und unsere Leasingerträge entwickelten sich gut, jedoch erforderten erhöhte Aufwendungen für die Risikovorsorge sowie außerplanmäßige Abschreibungen im Kontext der Restwertentwicklung unsere Aufmerksamkeit und eine zielgerichtete Steuerung.

Im Berichtsjahr haben sich im Vergleich zu 2023 der Einfluss des höheren Preisniveaus auf das Haushaltseinkommen unserer Kunden und die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft in einem höheren Niveau der beobachteten Ausfallraten niedergeschlagen. Um den Risikogehalt des Neugeschäfts zu begrenzen, haben wir umfangreiche Maßnahmen ergriffen, die das Neugeschäftsvolumen zugunsten einer höheren durchschnittlichen Kundenbonität reduzierten. Vor diesem Hintergrund und angesichts der weiterhin bestehenden Unsicherheiten halten wir an der Höhe unseres Risikoappetits fest.

Die veränderten Rahmenbedingungen und Marktentwicklungen in der Automobilindustrie in Deutschland sehen sich zunehmend mit Herausforderungen und strukturellen Problemen konfrontiert, die auch eine breitere wirtschaftliche und politische Entwicklung widerspiegeln. Internationale Konkurrenz, insbesondere aus China stellt - begünstigt von staatlichen Subventionen und neuen Antriebssystemen eine zusätzliche Herausforderung dar. Die sich daraus verändernden Marktanteile und sich konsolidierender Marktpreise mit der Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung wird zu einer Reduktion des Neuwagenabsatzes und Stärkung des Gebrauchtwagengeschäftes in Deutschland führen.

Wir erwarten, dass auch das kommende Geschäftsjahr neben hoher Unsicherheit von großen Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft geprägt sein wird. Genannt seien hier die möglichen vielfältigen Folgen der geopolitischen Krisen und die sich wandelnde politische Lage (z.B. durch den erfolgten Präsidentschaftswechsel in den USA). Weitere wirtschaftliche Schocks für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sind also nicht auszuschließen. All diese Entwicklungen können rückläufige Umsätze sowie höhere Adressausfallrisiken zur Folge haben. Aus diesem Grund beobachtet die Gesellschaft die Risikosituation intensiv und analysiert diese kontinuierlich. Auf Basis der bisherigen Erfahrungen würden entsprechende Maßnahmen und Aktivitäten in den Bereichen Bestandsbearbeitung, Remarketing und Collection eingeleitet.

Prognose- und Chancenbericht

2025 dürfte das globale Wirtschaftswachstum etwas über 3 % betragen. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Inflation in den wichtigsten entwickelten Ländern weiter zurückgeht. Ein wesentlicher Fortschritt in der Inflationsentwicklung hat es den Zentralbanken ermöglicht, bereits 2024 mit der Normalisierung der Zinssätze zu beginnen. Insgesamt bietet die schrittweise Normalisierung der Volkswirtschaften und Märkte für das kommende Jahr ein etwas stabileres Umfeld als in den Vorjahren. Trotz dieser positiven Aussichten sind auch Risiken zu beachten. So könnte sich eine stärker als erwartete wirtschaftliche Entwicklung auf die Zinssatzprognosen und die Strategien der Zentralbanken auswirken. Zudem könnten schwächere Volkswirtschaften negative Auswirkungen auf Unternehmensgewinne und die Bewertungen risikobehafteter Vermögenswerte haben. Der Krieg in der Ukraine und der Nahostkonflikt bleiben wesentliche Risikofaktoren. Zusätzliche Unsicherheit resultiert aus der neuen Trump-Regierung in den USA, die über eine republikanische Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus verfügt. Mögliche politische Maßnahmen könnten Steuerkürzungen, Zollerhöhungen und eine strengere Einwanderungspolitik umfassen.

Die Konjunktur im Euroraum dürfte sich in den kommenden Jahren allmählich erholen. Steigende Reallöhne und Beschäftigung sowie eine Lockerung der Finanzierungsbedingungen sollten den privaten Konsum - als einen der Haupttreiber des Wachstums - positiv beeinflussen. Dies dürfte wiederum auch dazu führen, dass die Investitionen wieder zunehmen. Unter der Voraussetzung, dass die Handelspolitik der wichtigsten Handelspartner Europas unverändert bleibt, wird auch eine steigende Auslandsnachfrage angenommen. Insgesamt soll das Wirtschaftswachstum im Euroraum 2025 rund 1,1 % betragen.

Die Wachstumsdynamik der deutschen Wirtschaft sollte sich im kommenden Jahr insgesamt wieder allmählich beleben. Positive Impulse sollen dann insbesondere vom privaten Konsum ausgehen, da die Realeinkommen deutlich zunehmen, und zwar dank eines vergleichsweisen stabilen Arbeitsmarkts, stark gestiegener Löhne und einer stabilen Inflation. Auch die Ausrüstungsinvestitionen werden sich dann wohl wieder erhöhen, die Bauinvestitionen dagegen dürften erst wieder ab 2026 einen spürbaren Beitrag leisten. Neben den allgemeinen Risiken für die makroökonomische Entwicklung bestehen für Deutschland und die zukünftige Bundesregierung zusätzliche Herausforderungen mit Blick auf die Digitalisierung und die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft, auch hinsichtlich staatlicher Investitionen unter Berücksichtigung der Schuldenbremse. Insgesamt wird für 2025 ein im europäischen Vergleich geringes Wirtschaftswachstum von etwa 0,3 % erwartet.

Die rückläufige Inflation sollte sich im kommenden Jahr verfestigen, insbesondere wegen des allmählich nachlassenden Lohndrucks. Für Deutschland wird eine Inflationsrate von etwa 2,2 % prognostiziert, die damit knapp über dem von der EZB angestrebten Zielniveau liegt. Insgesamt legt die erwartete Inflationsentwicklung nahe, dass die EZB ihre nach wie vor restriktiv wirkende Geldpolitik 2025 weiter lockern könnte. Dabei folgt sie allerdings keinem zuvor festgelegten Zinssenkungspfad, sondern entscheidet weiterhin auf Basis der vorliegenden Daten.

Die konjunkturelle Schwäche hat sich im Berichtsjahr zunehmend auf den deutschen Arbeitsmarkt niedergeschlagen. So stieg die Arbeitslosenquote auf 6,0 % (im Vorjahr: 5,7 %). Aber trotz aller Schwierigkeiten bleibt der Arbeitsmarkt vergleichsweise robust. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt auf einem hohen Niveau bei gleichzeitig ausgeprägtem Fachkräftemangel. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist zwar wegen der schwächeren Konjunktur zwischenzeitlich gesunken, dürfte sich jedoch bei einer allmählichen wirtschaftlichen Erholung wieder schrittweise verbessern. Stärker bemerkbar machen wird sich vor allem der Rückgang des Arbeitskräfteangebots, insbesondere aufgrund der demografischen Entwicklung. Zunächst wird allerdings für 2025 noch ein Anstieg der Arbeitslosenquote auf etwa 6,3 % erwartet; ein Grund dafür ist der statistische Überhang aus 2024.

Die Geschäftsführung der SC-Leasing erwartet in unserem relevanten PKW-Markt keine tiefgreifenden Veränderungen. Die in der SC Leasing verwendete Restwertsetzungsmethode, das operative Monitoring und die Steuerung des Portfolios berücksichtigen sich verändernde bzw. rückläufige Gebrauchtwagenpreise oder -nachfrage sowie marktbeeinflussende externe Faktoren. Den Eintritt neuer Marktteilnehmer sowie Änderungen an staatlichen Fördermaßnahmen berücksichtigt die Geschäftsführung bei ihren Entscheidungen.

Die Gesellschaft steuert und überwacht das Gesamtportfolio, insbesondere die Risiken aus dem indirekten und direkten Restwertrisiko, um etwaige Konzentrationen zu vermeiden. Im Zuge der Planungen wird der Risikoappetit für das direkte Restwertrisiko mit dem Ziel von perspektivisch positiven Remarketing-Ergebnissen gesteuert. Etwaige Marktveränderungen werden in der Restwertsetzungsmethode mitberücksichtigt. In der Zusammensetzung aus dem aktuellen Teilportfolio (z.B. Fabrikate, Modelle und Laufleistung und -Zeiten) sieht die Gesellschaft aufgrund diversifizierter Remarketingkanäle eine Chance auf einen positiven Ergebnisbeitrag. Im Elektro-Bereich beobachten wir stagnierende Marktwerte, die die Gesellschaft zu einer Begrenzung ihres Risikoappetits veranlasst hat. Weiterhin wurden durch die Gesellschaft risikominimierende Maßnahmen in Form einer Begrenzung vollelektrischer Fahrzeuge und einer Anpassung der Buy-Back-Strategie eingeführt, um im indirekten Restwertrisiko potenziell negativer Marktentwicklungen vorzubeugen.

Die Digitalisierung und die mobile Durchdringung führen nicht nur bei unseren internetaffinen Kunden zu einem weiterhin erhöhten Produktverständnis. Online-Marktplätze sowie Preisvergleichsportale erhöhen die Transparenz des Marktes zunehmend.

Die Geschäftsführung der SC-Leasing begegnet diesem makroökonomischen Umfeld weiterhin mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Produkt- und Servicequalität, um ihre starke Marktposition zu festigen.

Die Gesellschaft möchte 2025 ihr Kooperationsnetzwerk von Importeuren, Herstellern, Händlerverbänden und anderen Partnern mit Händlernetzen (Systemanbietern) ausbauen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Ausbau der Remarketing-Kanäle.

Für Deutschland prognostizieren wir für das kommende Jahr rund 6,7 Mio. Besitzumschreibungen und ca. 2,8 Mio. Neuzulassungen. Wir gehen also davon aus, dass die Anzahl der Fahrzeugzulassungen im deutschen Gesamtmarkt gegenüber 2024 relativ konstant und weiter unter dem Vor-Corona-Niveau bleibt. Gründe hierfür sind Verunsicherungen der Verbraucher hinsichtlich der Zukunft alternativer Antriebsarten sowie der allgemeinen (geo-) politischen und wirtschaftlichen Lage und Trends wie Mobile Work, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Car Sharing.

Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2025 aufgrund des Ausbaus des Leasinggeschäfts mit Tesla, Steigerung aktueller und Aufnahme neuer Hersteller und Importeure ein im Vergleich zum Berichtsjahr deutlich höheres Neugeschäftsvolumen und einen leicht steigenden Vertragsbestand.

Für das Portfolio der SC-Leasing wird für das Jahr 2025 ein deutlich höheres Niveau der durchschnittlichen Verzinsung prognostiziert. Dieser Anstieg ist auf das Auslaufen von Verträgen aus der Niedrigzinsphase und den Abschluss höherverzinslicher Neuverträge zurückzuführen. Auch für das Niveau der Servicepenetration erwarten wir eine deutliche Steigerung.

Aufgrund des deutlich steigenden Neugeschäftsvolumens, der Maßnahmen im Portfoliomanagement und des damit verbundenen leicht wachsenden Vertragsbestands wird ein sehr deutlich verbessertes Leasingergebnis erwartet. Dieses basiert auf einer steigenden durchschnittlichen Verzinsung des Portfolios, höheren Serviceerträgen sowie einem konstant positiven Beitrag aus dem Remarketing. Darüber hinaus rechnen wir aufgrund sich konsolidierender Marktwerte und dem Ausbau weiterer Remarketingkanäle mit einem positiven Effekt aus dem Erlös der sich im Remarketing befindlichen Fahrzeugen und den daraus bereits unter Berücksichtigung des handelsrechtlichen Imparitätsprinzips vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen für Restwertrisiken. Für die Zinsaufwendungen zur Refinanzierung erwarten wir ein vergleichbares Niveau mit dem des Berichtsjahres, beeinflusst eines wieder sinkenden Marktzinsniveaus bei steigendem Portfoliobestand. Bei den Provisionsaufwendungen rechnen wir insbesondere aufgrund geringerer Händlerbonifikationen mit einem sehr deutlichen Rückgang. Wir erwarten, dass die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen im Jahr 2025 aufgrund steigender Personalkosten bei den Service-Dienstleistungen der SC-Bank leicht steigen. Größere Sondereffekte aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und dem sonstigen betrieblichen Aufwand werden für das Jahr 2025 nicht erwartet. Für das kommende Jahr gehen wir von einem deutlichen Rückgang der Risikokosten gegenüber dem Berichtsjahr aus.

Insgesamt erwartet die Geschäftsführung der SC-Leasing für 2025 gegenüber dem Berichtsjahr einen signifikant steigenden Gewinn vor Ergebnisabführung, insbesondere aufgrund des steigenden Leasingergebnisses.

 

Mönchengladbach, den 20. Februar 2025

Oliver Wolfgang Friedemann

Rainer Thies

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

der Santander Consumer Leasing GmbH, Mönchengladbach

Aktiva

EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 119.014.606,38 0
b) andere Forderungen 400.813.326,00 519.827.932,38 601.283
2. Forderungen an Kunden 122.081.294,83 101.489
3. Leasingvermögen 5.111.662.567,57 4.941.686
4. Sonstige Vermögensgegenstände 9.845.197,63 17.285
5. Rechnungsabgrenzungsposten 34.963,10 67
5.763.451.955,51 5.661.810

Passiva

EUR EUR EUR Vorjahr
TEUR
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 7.419.446,35 311.133
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 4.704.507.784,70 4.711.927.231,05 4.233.726 4.544.859
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
andere Verbindlichkeiten
a) täglich fällig 7.168.245,23 6.298
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 291.119,65 7.459.364,88 293 6.591
3. Sonstige Verbindlichkeiten 47.764.902,27 56.164
4. Rechnungsabgrenzungsposten 896.623.527,03 959.670
5. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 29.651.930,28 24.501
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 1.022.640,00 1.023
b) Kapitalrücklage 68.925.958,49 68.926
c) Gewinnrücklagen
ca) satzungsmäßige Rücklagen 7.669,38 7
cb) andere Gewinnrücklagen 68.732,13 76.401,51 70.025.000,00 69 76
d) Jahresüberschuss 0,00
5.763.451.955,51 5.661.810
1. Andere Verpflichtungen
a) unwiderrufliche Kreditzusagen 1.200.524.543,35 1.390.709.825,22
Bilanzergebnis 0,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2024

der Santander Consumer Leasing GmbH, Mönchengladbach

EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Leasingerträge 2.297.341.217,95 2.053.109
2. Leasingaufwendungen -1.312.345.367,64 -1.156.165
984.995.850,31 896.944
3. Zinserträge aus den Kredit- und Geldmarktgeschäften 23.530.505,67 1.646
4. Zinsaufwendungen -169.590.005,97 -89.578
-146.059.500,30 -87.932
5. Provisionserträge 295,42 0
6. Provisionsaufwendungen -33.296.891,12 -35.222
-33.296.595,70 -35.222
7. Sonstige betriebliche Erträge 6.930.700,72 3.691
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
andere Verwaltungsaufwendungen -21.662.832,34 -22.409
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
a) Leasingvermögen -768.599.900,03 -726.074
-768.599.900,03 -726.074
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.274.052,60 -1.072
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -11.420.696,78 -2.355
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 8.612.973,28 25.571
13. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 10 ausgewiesen -191,73 0
14. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -8.612.781,55 -25.571
15. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

I. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss

Die Santander Consumer Leasing GmbH hat die Geschäftsanschrift Santander-Platz 1,41061 Mönchengladbach. Sie hat ihren Sitz in Mönchengladbach und ist beim Amtsgericht Mönchengladbach unter der Nummer HRB 3939 registriert.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 wurde nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) unter Verwendung der diesbezüglichen Formblätter aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß Formblatt 3 in Staffelform aufgestellt und um die leasingspezifischen Posten Leasingerträge und Leasingaufwand ergänzt, die Position Abschreibungen und Wertberichtigungen wurde um die Abschreibungen auf Leasingvermögen ergänzt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft gilt nach § 340a HGB als große Kapitalgesellschaft und hat ihren Jahresabschluss entsprechend aufgestellt.

II. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Forderungen werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Ausfallrisiken wurde durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die SC Leasing hat sich entschieden, die Wertberichtigungsermittlung gemäß HGB und IFRS weitestgehend anzugleichen. Somit leitet sich die Berechnung der Wertberichtigung nach HGB aus der IFRS-Methodik ab mit dem Unterschied, dass nach HGB keine Wertberichtigung für Verträge ohne rückständigen Forderungsbetrag gebildet wird. Für Bonitätsrisiken wird eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten Verlusts gemäß IFRS 9 gebildet. Bei den Pauschalwertberichtigungen erfolgt die Berechnung unter Verwendung eines formelbasierten Verfahrens auf Basis der im IFRS 9 Kontext verwendeten Beträge zum Ausfallzeitpunkt (EAD), der erwarteten Verlustquote (LGD) und der Ausfallwahrscheinlichkeit (PD). Bei Forderungen, die seit der Kreditvergabe eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos erfahren haben, wird statt des Einjahresverlusts der erwartete Verlust der Restlaufzeit erfasst. Für ausgefallene Forderungen wird dagegen eine szenariogewichtete Einzelwertberichtigung auf Basis der individuell erwarteten Zahlungsströme unter Berücksichtigung von Sicherheiten ermittelt.

Die Bewertung des Leasingvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibung des Leasingvermögens erfolgt linear über die Vertragslaufzeit auf den kalkulierten Restwert. Soweit außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind, werden diese vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird linear über den Zeitraum der Gegenleistungsverpflichtung aufgelöst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die künftigen Perioden zuzurechnende Erträge aus dem Leasinggeschäft darstellen. Dazu zählen insbesondere weiterzuleitende Leasingraten aus der ABS-Transaktion, von Leasingnehmern, geleistete Mietsonderzahlungen sowie Subventionen. Diese werden linear über die Vertragslaufzeit oder gemäß vertraglicher Regelungen aufgelöst.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen mit dem nach kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins, welcher von der deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Sämtliche auftretenden temporären Differenzen zur Berechnung der latenten Steuern werden bei der Organträgerin Santander Consumer Holding GmbH, Mönchengladbach berücksichtigt.

Andere Verpflichtungen zeigt die Santander Consumer Leasing GmbH unter dem Bilanzstrich als unwiderrufliche Kreditzusagen. Diese beziehen sich auf abgeschlossene Leasingverträge, bei denen die Fahrzeuge am Bilanzstichtag noch nicht ausgeliefert worden sind und somit die zugesagten Finanzierungsmittel noch nicht in Anspruch genommen wurden. Mit der Inanspruchnahme wird gerechnet.

Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz

Im Oktober 2021 veröffentlichte die OECD Mustersteuerregeln für die Reform des internationalen Steuersystems, die formell als Globale Anti-Basis-Erosionsregeln (GloBE) oder informell als internationale Steuerregeln der Pillar II bezeichnet werden. Diese Regeln zielen darauf ab, einen globalen Mindeststeuersatz von mindestens 15 % für große internationale Konzerne einzuführen.

Am 22. Dezember 2022 verabschiedete die Europäische Kommission die Richtlinie 2022/2523, die einen effektiven Mindeststeuersatz für die globalen Aktivitäten großer multinationaler Konzerne sicherstellt. Die Richtlinie lehnt sich eng an den OECD-Rahmen zur Bekämpfung von Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung an. Die OECD hat außerdem Umsetzungsleitfäden und einen Bericht über "Safe Harbours" veröffentlicht, um die Umsetzung dieser Vorschriften zu vereinfachen.

Am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Deutschland hat im MinStG zudem von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine nationale Ergänzungssteuer einzuführen und die Regelungen zum Safe Harbour übernommen.

Banco Santander S.A. als zukünftige Parent Entity (UPE) sowie ihre verbundenen Unternehmen (nachfolgend: Konzern) fallen in den Anwendungsbereich der verabschiedeten oder im Wesentlichen verabschiedeten Gesetzgebung und haben eine Bewertung des potenziellen Risikos des Konzerns in Bezug auf die Ertragsteuern durch Pillar II durchgeführt.

Auf Grundlage der Bewertung durch den Konzern, kommen die gesetzlichen Vertreter der Santander Consumer Leasing GmbH zur Einschätzung, dass der effektive Steuersatz von Pillar II in Deutschland voraussichtlich über 15 % liegt und damit in die Anwendung des Safe Habour fällt. Daher wird in Deutschland keine Steuerbelastung durch Pillar II erwartet.

III. Angaben zur Bilanz

Aktiva

Forderungen an Kreditinstitute

Der Posten enthält Forderungen an verbunden Unternehmen in Höhe von 519.828 TEUR (Vj. 601.284 EUR). Die täglich fälligen Forderungen betragen 119.015 TEUR.

Der Bilanzausweis der anderen Forderungen an Kreditinstitute gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

a) bis 3 Monate 100.000 TEUR
b) mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 300.000 TEUR
c) mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 0 TEUR

Zinsabgrenzung 813 TEUR.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen, die sämtlich täglich fällig sind, umfassen fällige Leasingraten und Forderungen aus der Verwertung von Leasingvermögen sowie Forderungen an Importeure aus Subventionen.

Zudem hat die Gesellschaft in dieser Position Ausfallreserven in Form von Nachrangdarlehen in Höhe von 8.663 TEUR (nominal) an ein SPV bereitgestellt, die der Abdeckung von Adressenausfallrisiken der verkauften Leasingverträge dienen.

Leasingvermögen

Soweit außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind, werden diese vorgenommen. Hierzu wird für direkte Restwertrisiken die Differenz zwischen dem bei Vertragsabschluss erwarteten Restwert zum Vertragsende und einer aktuellen Restwertprognose ermittelt. Für indirekte Restwertrisiken wird diese zusätzlich mit der Ausfallwahrscheinlichkeit des Rückkaufgaranten gewichtet. Der Bestand der außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund potenzieller direkter Restwertrisiken beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 79.283 TEUR. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund indirekter Restwertrisiken bestehen nicht in wesentlichem Umfang.

Zur Gliederung und Entwicklung des Leasingvermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Position betrifft im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen in Höhe von 6.548 TEUR gegen die Organträgerin Santander Consumer Holding GmbH, Mönchengladbach (verbundenes Unternehmen) sowie eine Vorauszahlung für Leasingboni an Mazda in Höhe von 2.500 TEUR

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 35 TEUR betrifft im Wesentlichen im Voraus gezahlten Messe- und Marketingkosten sowie Versicherungskosten an die Santander Consumer Holding, die zeitanteilig aufgelöst werden.

Anlagenspiegel

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2024

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2024
Zugang
Zuschreibung
Abgang
LEASINGVERMÖGEN
Sachanlagen 6.199.343.063,97 2.191.934.620,92 0,00 1.926.951.711,76
Geleistete Anzahlungen auf das Leasingvermögen 14.324.789,57 2.250.703,34 0,00 0,00
6.213.667.853,54 2.194.185.324,26 0,00 1.926.951.711,76
6.213.667.853,54 2.194.185.324,26 0,00 1.926.951.711,76
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Umbuchungen
31.12.2024
LEASINGVERMÖGEN
Sachanlagen 14.324.789,57 6.478.650.762,70
Geleistete Anzahlungen auf das Leasingvermögen -14.324.789,57 2.250.703,34
0,00 6.480.901.466,04
0,00 6.480.901.466,04
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2024
Zugang
Abgang
Wertaufholung
LEASINGVERMÖGEN
Sachanlagen 1.271.981.928,05 770.449.757,28 673.192.786,86 0,00
Geleistete Anzahlungen auf das Leasingvermögen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.271.981.928,05 770.449.757,28 673.192.786,86 0,00
1.271.981.928,05 770.449.757,28 673.192.786,86 0,00
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN NETTOBUCHWERTE
31.12.2024
31.12.2024
LEASINGVERMÖGEN
Sachanlagen 1.369.238.898,47 5.109.411.864,23
Geleistete Anzahlungen auf das Leasingvermögen 0,00 2.250.703,34
1.369.238.898,47 5.111.662.567,57
1.369.238.898,47 5.111.662.567,57
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
LEASINGVERMÖGEN
Sachanlagen 4.927.361.135,92
Geleistete Anzahlungen auf das Leasingvermögen 14.324.789,57
4.941.685.925,49
4.941.685.925,49

Passiva

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die täglich fälligen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber dem Vertragspartner aus dem Collateral Management des Swaps in Höhe von 7.419 TEUR.

Die Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit zur Refinanzierung des Leasingvermögens entfallen in Höhe von 4.704.508 TEUR auf die Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach.

Der Bilanzausweis der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

a) bis 3 Monate 250.000 TEUR
b) mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 1.000.000 TEUR
c) mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 3.385.000 TEUR

Zinsabgrenzung 69.508 TEUR.

Der Bilanzposten enthält Verbindlichkeiten, für die eine Sicherungsübereignung besteht.

Der Buchwert der sicherungsübereigneten Vermögensgegenstände beläuft sich auf 1.079.697 TEUR. Zudem besteht eine Sicherungsabtretung der Anwartschaftsrechte in Höhe von 1.897.940 TEUR.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Der Ausweis der täglich fälligen Verbindlichkeiten enthält Kundenvorauszahlungen in Höhe von 4.877 TEUR, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Leasinggeschäft in Höhe von 1.767 TEUR sowie Kaufpreis- und Provisionsverpflichtungen aus dem Leasinggeschäft von 524 TEUR.

Die Position der anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist umfasst die von den Leasingnehmern hinterlegten Kautionen und gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

a) bis 3 Monate 103 TEUR
b) mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 109 TEUR
c) mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 79 TEUR

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf insgesamt 47.765 TEUR. 33.511 TEUR davon betreffen Weiterleitungsverpflichtungen an die verbundene Zweckgesellschaft bezüglich der ABS-Transaktion, 8.613 TEUR sind Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung an die Muttergesellschaft und 5.642 TEUR betreffen Verbindlichkeiten gegenüber verschiedenen Kreditoren.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten enthält im Wesentlichen eine Abgrenzung der im Rahmen der ABS-Transaktion weiterzuleitenden Leasingraten in Höhe von 668.895 TEUR. Darüber hinaus umfasst er von Leasingnehmern geleistete Mietsonderzahlungen in Höhe von 209.732 TEUR, im Voraus gezahlte Leasingraten in Höhe von 15.428 TEUR sowie Subventionen in Höhe von 2.524 TEUR

Andere Rückstellungen

Der Posten enthält im Wesentlichen Rückstellungen für Bonuszahlungen an Importeure in Höhe von 21.784 TEUR, ausstehende Rechnungen in Höhe von 2.025 TEUR, operationelle Risiken in Höhe von 1.231 TEUR, unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 1.129 TEUR sowie Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von 896 TEUR. Die Drohverlustrückstellung in Höhe von 2.585 TEUR bildet den erwarteten Verlust für ausgefallene Verträge ab, der die bilanzierten rückständigen Forderungen übersteigt.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken im Rahmen einer ABS-Transaktion wurde ein Zinsswapgeschäft abgeschlossen. Es unterliegt der imparitätischen Einzelbewertung.

Der beizulegende Zeitwert des Swaps wurde mithilfe der Barwertmethode ermittelt. Die Barwertmethode (Discounted-Cashflow-Methode, Net-Present-Value-Methode) ist eine dynamische Rechnung, bei der alle während der Laufzeit des Swaps anfallenden Zinszahlungen auf den Zeitpunkt der Bewertung abgezinst werden.

Die Gesellschaft hat Ende 2023 erstmals eine Asset-Backed Securities Transaktion getätigt, bei welcher die zukünftigen Forderungen aus den Leasingverträgen zwar zivilrechtlich an die Zweckgesellschaft abgetreten werden, die Gesellschaft aber weiterhin der wirtschaftliche Eigentümer der zugrunde liegenden Leasinggegenstände bleibt. Infolgedessen werden die Zahlungsströme aus den verkauften zukünftigen Leasingforderungen, welche die Gesellschaft an die Zweckgesellschaft weiterzuleiten hat, in einem Rechnungsabgrenzungsposten passiviert. In Höhe des Tilgungsanteils an den monatlich an das SPV weiterzuleitenden Leasingraten wird der passive Rechnungsabgrenzungsposten über die wirtschaftliche Laufzeit der ABS-Transaktion aufgelöst.

Die Gesellschaft hat keine Tranche dieser Verbriefungstransaktion selbst erworben (Full Stack Transaktion).

Eigenkapital

Das Stammkapital wird zu 100 % von der Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach, gehalten.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung nach geografisch bestimmten Märkten

Von einer geografischen Aufteilung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung wird abgesehen, da sich die Tätigkeit auf das Inland beschränkt und sich die inländischen Märkte nicht wesentlich voneinander unterscheiden.

Leasingerträge

Im Wesentlichen werden hier Erlöse aus dem Verkauf von Leasingvermögen in Höhe von 1.275.900 TEUR ausgewiesen, vereinnahmte Leasingraten in Höhe von 820.880 TEUR sowie die Auflösung der passiv abgegrenzten Mietsonderzahlungen in Höhe von 147.841 TEUR.

In diesem Posten sind Erlöse aus Full Service Leasing in Höhe von 48.118 TEUR enthalten. Außerdem enthält der Posten Erlöse von verbunden Unternehmen in Höhe von 4.614 TEUR.

Leasingaufwendungen

Im Wesentlichen werden Aufwendungen aus Abgängen der Restbuchwerte der Leasinggegenstände in Höhe von 1.264.164 TEUR ausgewiesen, sowie Aufwendungen für Full Service Leasing in Höhe von 42.057 TEUR und sonstige Leasingaufwendungen in Höhe von 6.125 TEUR.

Zinserträge

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Zinserträge gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 22.236 TEUR.

Zinsaufwendungen

In diesem Posten sind im Wesentlichen Zinsaufwendungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 128.490 TEUR enthalten. Außerdem sind in dieser Position 39.111 TEUR Refinanzierungskosten enthalten, die im Rahmen der ABS-Transaktion entstanden sind.

Provisionsaufwendungen

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Provisionszahlungen an Kooperationspartner für die Vermittlung von Leasinggeschäften in Höhe von 24.935 TEUR. Zusätzlich wurden Vermittlungsprovisionen an die Gesellschafterin in Höhe von 5.724 TEUR aufgewendet.

Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2.311 TEUR, aus der Auflösung von Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1.927 TEUR sowie eine Kostenerstattung in Höhe von 1.472 TEUR.

Andere Verwaltungsaufwendungen

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für ausgelagerte Tätigkeiten an verbundene Unternehmen in Höhe von 16.727 TEUR und für IT Aufwendungen Dritter in Höhe von 2.792 TEUR.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Aufwendungen für Schäden aus operationellen Risiken in Höhe von 1.382 TEUR.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Dieser Posten enthält Zuführungen von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 11. 459 TEUR und Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von 251 TEUR. Des Weiteren sind in diesem Posten periodenfremde Erträge aus Zahlungseingängen auf bereits wertberichtigte Forderungen in Höhe von 289 TEUR enthalten.

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr Herr Rainer Thies, Neuss, und Herr Oliver Wolfgang Friedemann, Garbsen an. Die Geschäftsführer sind gemeinschaftlich oder mit einem Prokuristen vertretungsberechtigt.

Zahl der Mitarbeiter

Die Santander Consumer Leasing GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr keine Mitarbeiter. Zur Durchführung des Leasinggeschäftes bedient sich die Santander Consumer Leasing GmbH ausschließlich des Personals aus dem Konzernverbund der Banco Santander S.A., Boadilla del Monte, Spanien, insbesondere der Santander Consumer Bank AG und der Santander Consumer Operations Services GmbH, beide Mönchengladbach.

Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag

Mit der Santander Consumer Bank AG besteht seit dem 1. Januar 2014 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die Santander Consumer Bank AG hat ihrerseits einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Santander Consumer Holding GmbH, die aus diesem Grund auch die Organträgerin der Santander Consumer Leasing GmbH ist.

Derivate

Zum Bilanzstichtag bestand ein Zins-Swap mit einem Nominalbetrag von insgesamt 700.000 TEUR. Dieser Back-to-Back-Swap wurde im Rahmen des Forderungsverkaufs zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos abgeschlossen. Zum Abschlussstichtag weist dieser Swap einen positiven Marktwert von insgesamt 12.449 TEUR aus.

Außerbilanzielle Geschäfte

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Santander Consumer Leasing GmbH nimmt für die Durchführung ihrer Geschäftstätigkeit Dienstleistungen für sämtliche Bereiche aus dem Konzernverbund der Banco Santander S.A in Anspruch. Dies geschieht überwiegend über die Auslagerung von Unternehmensteilen beziehungsweise betrieblichen Funktionen.

Die Vorteile dieser Auslagerungen ergeben sich in der Spezialisierung (Steigerung der Qualität der Dienstleistungen) sowie der Preis- und Kostenoptimierung für die Erbringung der Dienstleistungen.

Für die wesentlichen Auslagerungen sind im Jahr 2024 insgesamt Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 18.144 TEUR entstanden, hiervon 16.727 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Verträge sind und auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und auch nicht gekündigt. Die längste Kündigungsfrist beträgt 12 Monate zum Jahresende.

Unwiderrufliche Kreditzusagen

Diese bestehen bei der Santander Consumer Leasing GmbH in Höhe von 1.200.525 TEUR (Vj. 1.390.710 TEUR). Diese betreffen Leasingverträge für Fahrzeuge, die am Bilanzstichtag noch nicht produziert bzw. ausgeliefert worden sind.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen führen in der Regel kurzfristig zu einem Liquiditätsabfluss. Ihr Vorteil besteht darin, zukünftige Mieterträge zu generieren.

Haftungsverhältnisse, die nicht aus der Bilanz ersichtlich sind, liegen zum Abschlussstichtag nicht vor.

Angabe zum Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer beträgt im Geschäftsjahr 380 TEUR (netto).

Konzernzugehörigkeit

Das Stammkapital der Santander Consumer Leasing GmbH, Mönchengladbach, wird zum Bilanzstichtag zu 100 % von der Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach, gehalten.

Oberstes Mutterunternehmen ist die Banco Santander S.A., Boadilla del Monte/Spanien. Die Santander Consumer Leasing GmbH wird in den Konsolidierungskreis der Banco Santander S.A. mit einbezogen.

Der Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Unterste Muttergesellschaft, die einen Konzernabschluss aufstellt, ist die Santander Consumer Finance S.A., Madrid/Spanien. Sie wird in den Konsolidierungskreis der Banco Santander S.A. mit einbezogen. Der Konzernabschluss ist beim spanischen Handelsregister hinterlegt.

 

Mönchengladbach, den 20. Februar 2025

Santander Consumer Leasing GmbH

Oliver Wolfgang Friedemann, Geschäftsführer

Rainer Thies, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Santander Consumer Leasing GmbH, Mönchengladbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Santander Consumer Leasing GmbH, Mönchengladbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Santander Consumer Leasing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 25. Februar 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pascal Vollmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Valentino Saitta, Wirtschaftsprüfer

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