Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Openbank Deutschland Aktiengesellschaft
Santander-Platz 1, 41061 Mönchengladbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mischa Jülich seit 20.4.2026 | Prokura |
Sabine Görts seit 20.4.2026 | Prokura |
Julian Hins seit 20.4.2026 | Prokura |
Oliver-Steffen Teschke seit 20.4.2026 | Prokura |
Johannes Christopher Oster seit 26.1.2026 | Prokura |
Joachim Roth seit 26.1.2026 | Prokura |
Andre Lorse seit 26.1.2026 | Prokura |
Jaime Requeijo Gutiérrez seit 7.1.2026 | Prokura |
Kerstin Smailus seit 17.11.2025 | Vorstandsmitglied |
Petri Sebastian Nikkilä seit 17.10.2025 | Vorstandsmitglied |
Marcel Thomas Jerosch seit 15.10.2025 | Prokura |
Verena Kremers seit 15.10.2025 | Prokura |
Sven Smolarek seit 15.10.2025 | Prokura |
Robert Seven seit 15.10.2025 | Prokura |
Rodrigo Villela Santos seit 4.6.2025 | Prokura |
Ignacio Vassallo Reina seit 4.6.2025 | Prokura |
Arcadio Javier Garcia Alonso seit 4.6.2025 | Prokura |
Ali Dagistan seit 4.6.2025 | Prokura |
Eduardo Javier Leon Cortijo seit 4.6.2025 | Prokura |
Daniel May seit 4.12.2024 | Prokura |
Andrea Weber seit 4.12.2024 | Prokura |
Michael Methner seit 4.12.2024 | Prokura |
Johannes Gerrit Niklas Mengeler seit 4.12.2024 | Prokura |
Daniel Sechi seit 11.7.2024 | Prokura |
Stefan Schnock seit 11.7.2024 | Prokura |
Christian Schmitz seit 11.7.2024 | Prokura |
Tanja Glaiter seit 11.7.2024 | Prokura |
Fernando Silva Fernandez seit 11.9.2018 | Vorstandsmitglied |
Walter Alexander Donat seit 28.6.2011 | Vorstandsmitglied |
Thomas Hanswillemenke seit 13.8.2009 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 98.96% | |
| 90.01% | |
| 66.80% | |
| 50.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Santander Consumer Bank AktiengesellschaftMönchengladbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024LAGEBERICHT 2024Grundlagen der GesellschaftDie Santander Consumer Bank AG, nachfolgend auch als "Bank", "Institut" oder "Santander" bezeichnet, gehört mit rund 3,1 Mio. Privatkunden zu den größten privaten Banken in Deutschland. Unseren Kunden bieten wir vielfältige Finanzdienstleistungen an: von Girokonten über Kreditkarten bis hin zu Wertpapiergeschäften. In Deutschland sind wir gemessen am Kreditvolumen der größte herstellerunabhängige Finanzierer von Mobilität. Im Konsumentenkreditgeschäft arbeiten wir in den Bereichen Mobilität und Privatkundendirektgeschäft. Neben Girokonten, Kreditkarten, Einlageprodukten und dem Wertpapiergeschäft runden die Vermittlung von Vorsorge- und Versicherungsprodukten sowie Finanzdienstleistungen für Firmenkunden unsere Produktpalette ab. Um den Kundenservice zu verbessern und die Effizienz durch das Vereinheitlichen von Abläufen und das Nutzen von Skaleneffekten zu steigern, haben wir IT-Prozesse und diverse Backoffice-Tätigkeiten ausgelagert. Diese Services erbringen u.a. unsere Konzerngesellschaften. In ausgewählten Einheiten (die zum Beispiel für das Mobilitätsgeschäft oder in der Strukturierung von ABS-Transaktionen tätig sind) bieten wir auch Dienstleistungen für andere Banken an: sog. "Banking as a Service" (BaaS). Unseren Omni-Channel-Marktauftritt entwickeln wir mit unserem einheitlichen Vertriebsnetz und unserer einheitlichen Produktpalette konsequent weiter: Der Kunde bestimmt, auf welche Weise er die Dienste unserer Bank in Anspruch nehmen und mit ihr kommunizieren möchte. Als Vertriebswege, die einander ergänzen, stehen neben dem deutschlandweiten Filialnetz die Onlinekanäle über die Santander Mobile Banking App, die Videoberatung und das Call Center zur Verfügung. Im Bereich Mobilität sind wir seit Jahren der größte herstellerunabhängige Finanzierungspartner (sog. Non-Captive-Bereich) in den Sparten Auto, Motorrad und (Motor-)Caravan in Deutschland. Zudem fungiert unser Institut als exklusiver Finanzierungspartner ausgewählter Automarken (sog. Captive-Bereich), dazu gehören insbesondere Mazda und Volvo. Mit Blick auf die Herstellerbanken zählen wir (gemessen am Kreditvolumen) zu den größten Marktteilnehmern in Deutschland. Ferner kooperieren wir mit Herstellern von Motorrädern und Freizeitfahrzeugen. Um die Marktdurchdringung zu erhöhen, bauen wir die Zusammenarbeit mit unseren Händlerpartnern aus. Unser Bereich Mobilität unterteilt sich in die Finanzierung von Gebraucht- und Neuwagen sowie in die Händlereinkaufsfinanzierung. Außerdem sind wir über unsere Tochtergesellschaft Santander Consumer Leasing GmbH im Leasinggeschäft tätig. Unsere Bank ist seit 2019 zu 51 % an der Hyundai Capital Bank Europe GmbH (HCBE) beteiligt, die wiederum einen Kapitalanteil in Höhe von 92,07 % an der Allane SE (früher SIXT Leasing SE) hält. Seit 2023 ist auch die MCE Bank GmbH unsere Tochtergesellschaft. Alle drei genannten Unternehmen sind in der Finanzierung beziehungsweise dem Leasing von Kraftfahrzeugen tätig. Im Unterschied zu dem Bereich Mobilität erfolgt die Kundenansprache im Privatkundendirektgeschäft nicht über die Händlerpartner (indirektes Geschäft), sondern (direkt) über unsere Filialen, unser Call Center, die Videoberatung, sowie über digitale Kanäle wie Homepage und Portale. Im Direktgeschäft bietet unsere Bank über ihr bundesweites Filialnetz Barkredite, Girokonten, Karten und standardisierte Einlagenprodukte an. Ferner vertreiben wir über unseren Internetauftritt und über Onlineportale von Dritten weitere Produkte, insbesondere Onlinekredite. Dieses Angebot ergänzen wir durch eine am individuellen Kundenbedarf ausgerichtete Anlageberatung, vor allem im Wertpapier- und Vorsorgebereich. Um die Produktpalette für private Kunden abzurunden, offerieren unsere Filialen Versicherungs- und Bausparlösungen von Kooperationspartnern. Neben der klassischen Kreditabsicherung bietet unser Institut seinen Kunden z.B. an, sich vor den finanziellen Folgen einer Arbeitsunfähigkeit zu schützen. Santander verfügte zum 31.12.2024 über ein flächendeckendes Netz von 188 Filialen. Im Geschäftsfeld Business & Corporate Banking betreuen wir Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand ab einem Jahresumsatz von 25 Mio. Euro. Wir begleiten unsere Geschäftspartner sowohl im Inland als auch im Ausland. Hier können wir unsere globale Präsenz insbesondere in den Kernmärkten der Santander Gruppe (Europa, Nord- und Südamerika) individuell anbieten. Mit dem Ziel, das Geschäftsmodell zu vereinfachen, initiierte die Bank im Berichtsjahr ein Transformationsprojekt, um sich auf profitable Geschäftsfelder zu konzentrieren, die Aktivitäten in den weniger profitablen Geschäftsfeldern zu reduzieren und um Prozesse zu automatisieren und zu optimieren. Dadurch haben wir unseren Mitarbeiterbestand zum 31.12.2024 im Vergleich zum Vorjahr um gut 6% auf 2.846 reduziert. Ein Kernelement der Steuerung der internationalen Bank-Tochterunternehmen in unserem Konzern Banco Santander S.A. ist das sog. Tochtergesellschaften-Modell: Dabei treten die Tochtergesellschaften der Gruppe als autonome lokale Banken auf. Die Santander Consumer Bank AG unterliegt der deutschen Gesetzgebung; beaufsichtigt wird sie sowohl von der lokalen (nationalen) Aufsichtsbehörde als auch seit November 2014 von der Europäischen Zentralbank (EZB) nach dem einheitlichen europäischen Aufsichtsmechanismus SSM (Single Supervisory Mechanism). Die Einlagen unserer Kunden sind nicht nur durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, sondern zusätzlich durch die Mitgliedschaft unseres Instituts in der privaten Einlagensicherung. Die Anteile am Grundkapital unseres Instituts werden von der Santander Consumer Holding GmbH gehalten, deren Aktionär die spanische Santander Consumer Finance S.A. ist. Diese erstellt als Muttergesellschaft einen eigenen Teilkonzernabschluss und ist einbezogen in den Konzernabschluss der Banco Santander S.A., Madrid. Die Santander Consumer Finance S.A. wird in dem Segment "Digital Consumer Bank" im Abschluss der Banco Santander S.A. ausgewiesen. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenIn den vergangenen Jahren stand die globale Wirtschaft im Zeichen einer ganzen Reihe disruptiver Ereignisse, die erhebliche Unsicherheiten nach sich zogen. Die Eurozone sah sich mit der außerordentlichen Situation negativer Zinssätze konfrontiert, während die Welt gleichzeitig eine beispiellose Gesundheitskrise bewältigen musste. Diese Krise erforderte außergewöhnliche monetäre und fiskalische Maßnahmen und führte zu erheblichen Unterbrechungen in den Lieferketten. Im Anschluss erlebten wir einen Inflationsschock, der eine geldpolitische Restriktion notwendig machte, ähnlich der Situation in den 1970er Jahren. Im Berichtsjahr haben wir uns jedoch in Richtung eines normalisierten globalen wirtschaftlichen Umfelds bewegt, das geprägt war von rückläufiger Inflation, resilientem Wirtschaftswachstum und robusten Arbeitsmärkten. So wuchs die globale Wirtschaft im Jahr 2024 um schätzungsweise rund 3,2 %. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone legte mit voraussichtlich 0,7 % leicht zu. Dabei kamen gegenläufige Effekte zum Tragen. Während die Netto-Exporte gegenüber dem Vorjahr deutlich zunahmen, gingen die Investitionen auch infolge der restriktiven Geldpolitik stark zurück. Das weiterhin gedämpfte Verbrauchervertrauen und die hohe Unsicherheit führten dazu, dass der positive Beitrag des privaten Konsums geringer ausfiel als erhofft. Dies spiegelt sich auch in der gestiegenen Sparquote wider. In Deutschland ging das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr 2024 preisbereinigt um 0,2 % zurück. Es ist somit das zweite Rezessionsjahr in Folge. Zurückzuführen ist dies vor allem auf abnehmende Investitionen in Ausrüstungen und Bauten. Zudem blieb die Auslandsnachfrage nach Industrieprodukten schwach, obwohl die eingeleitete US-Zinswende sich auf die deutschen Exporte hätte positiv auswirken sollen. Dazu kam, dass gestiegene Finanzierungskosten sowie die erhöhten wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten dämpfend auf die Investitionen wirkten. Die kräftigen Lohnsteigerungen führten noch nicht zu einer breiten Belebung des privaten Konsums. Auch die Schwäche in der Industrie setzte sich fort, gerade auch in der Automobilindustrie. Im Berichtsjahr ging die Gesamtinflation in der Eurozone deutlich zurück. In Deutschland betrug die Inflationsrate 2,2 % nach 5,9 % im Vorjahr. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf niedrigere Preise für Energieprodukte und den geringeren Anstieg der Lebensmittelpreise. Folgerichtig haben die führenden Notenbanken die Zinswende eingeleitet. So senkte die EZB den Einlagenzins im Jahresverlauf insgesamt um 100 Basispunkte. Mit Blick auf den deutschen Pkw-Markt sanken die Neuzulassungen nach Erhebungen des Kraftfahrt-Bundesamts leicht um 1,0 % auf 2,817 Mio., nachdem sie im Vorjahr dank des fortschreitenden Überwindens der Lieferengpässe nach der Coronapandemie noch um 7,3 % hatten zulegen können. Die Anzahl privater Besitzumschreibungen stieg dagegen erneut deutlich um 7,4 % auf 6,480 Mio. (im Vorjahr: +6,9 %). Hauptgrund dafür dürfte die Erholung bei den Neuzulassungen 2023 sein, was sich nachgelagert auch auf die Besitzumschreibungen auswirkte. Daneben dürfte auch der Wegfall der staatlichen Prämie für Elektro- und Hybridfahrzeuge einen Beitrag zur Attraktivität von Gebrauchtwagen geleistet haben. Insgesamt blieben die Werte deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau. GeschäftsverlaufIn den nachfolgenden Abschnitten stellen wir die Entwicklung der einzelnen Bereiche unseres Geschäfts dar. Innerhalb des oben beschriebenen Pkw-Markts ging der Kreditumsatz unserer Bank (Kreditneugeschäft) im Bereich Mobilität gegenüber 2023 zurück: um 4,2 % auf 6,486 Mrd. Euro (ohne Händlereinkaufsfinanzierung). Damit konnten wir unsere Prognose eines leichten Zuwachses nicht erreichen. Ursächlich für die Minderung waren das schwächere Neuwagengeschäft und die schwierige Marktsituation für unsere Hersteller-Kooperationspartner im Bereich der E-Mobilität. Die Zulassungszahlen dieser Hersteller gingen aufgrund der ausgelaufenen staatlichen Förderungen zurück. Die Kreditherauslage in der Händlereinkaufsfinanzierung erhöhte sich dank einer im aktuellen Umfeld deutlich höheren Nachfrage der Händler von 8,645 Mrd. Euro um 11 % auf 9,601 Mrd. Euro und übertraf damit deutlich unsere Prognose, in der wir einen moderaten Rückgang erwartet hatten. Zusammenfassend haben wir unser Mobilitätsgeschäft auch im Jahr 2024 in Zusammenarbeit mit unseren Partnern erfolgreich weiterentwickelt und den Kreditumsatz gesteigert. Zudem haben wir mit neuen Kooperationen (unter Anderem Xpeng, Lotus, General Motors Electric) den Grundstein für Kreditwachstum der Santander Gruppe in Deutschland gelegt. Unser Bereich Consumer Financial Services verzeichnete im Berichtsjahr ein sinkendes Neugeschäftsvolumen. Zurückzuführen ist der Rückgang auf unsere Entscheidungen, uns auf die profitablen Geschäfte und die Vereinfachung von Prozessen zu konzentrieren und der konzerninternen Verlagerung des Factoring ("Buy Now Pay Later", in 2023, vollständig wirksam im Jahr 2024). Zusätzlich haben wir uns im Geschäftsjahr 2024 dazu entschieden, das Baufinanzierungsneugeschäft einzustellen. Das Direktgeschäft wird über die Filialen, online, und über Videoberatung durch die Santander Direktberatung generiert. Unser Ratenkreditgeschäft entwickelte sich im Berichtsjahr von 2,082 Mrd. Euro auf 2,114 Mrd. Euro. Damit liegen wir im Rahmen unserer Prognose eines nahezu unveränderten Neugeschäftes. Im Business & Corporate Banking sank der Gesamtbestand in 2024 gegenüber Vorjahr leicht von 2,106 Mrd. Euro auf 2,063 Mrd. Euro, hauptsächlich aufgrund der gegenwärtigen Wirtschaftslage, geopolitischen Unsicherheiten und verschiedener Risikooptimierungsmaßnahmen. Damit konnten wir unseren prognostizierten starken Ausbau des Kreditportfolios nicht erreichen. 2024 erzielte unsere Bank ein Jahresergebnis von 207,0 Mio. Euro, das sind 21,5 % weniger als der Vorjahreswert von 263,6 Mio. Euro. Zu den Gründen für diesen Rückgang verweisen wir auf die Kommentierungen im Kapitel "Entwicklung der Ertragslage der Bank". Das Jahresergebnis enthält die Gewinnabführung der Santander Consumer Leasing GmbH in Höhe von 8,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 25,6 Mio. Euro). Die Gesamtzahl an Kundenkonten reduzierte sich im Berichtsjahr auf knapp 4,2 Mio. Die Anzahl der Kreditkonten sank um 7,2 %, insbesondere aufgrund der konzerninternen Verlagerung des Factoring-Geschäfts. Die Anzahl der Einlagenkonten wuchs leicht, wohingegen die Anzahl der Girokonten leicht zurückging. Zahl der Kundenkonten
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 2022 | 2023 | 2024 | |
| Gesamt | 4.464 | 4.367 * | 4.164 |
| Darunter Kreditkonten | 2.983 | 2.634 * | 2.445 |
| Einlagenkonten | 972 | 1.205 | 1.208 |
| Girokonten | 509 | 528 | 511 |
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2024 reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 0,6 % von 53,250 Mrd. Euro auf 52,953 Mrd. Euro. Die wesentlichen Veränderungen der Bilanzpositionen beschreiben wir im folgenden Kapitel.
Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der Bank
Die Bilanzstruktur spiegelt auf der Aktivseite unseren Fokus auf das Konsumentenkreditgeschäft wider sowie auf der Passivseite die Refinanzierung durch Einlagen privater und institutioneller Kunden, durch Verbindlichkeiten aus dem Emissionsgeschäft (ausgewiesen unter verbriefte Verbindlichkeiten) sowie durch ABS-Verbriefungen (ausgewiesen unter sonstige Verbindlichkeiten). Die Aufnahme von Geldmitteln bei der Zentralbank weisen wir unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus.
Die Forderungen an Kunden erhöhten sich zum 31. Dezember 2024 von 35,853 Mrd. Euro auf 36,749 Mrd. Euro. Der Anteil der Privatkundenforderungen aus Ratenkrediten (Mobilität, Consumer Financial Services und Direktgeschäft) am gesamten Forderungsbestand stieg von 62,5 % im Vorjahr auf 62,9 %. Die Händlereinkaufsfinanzierung leistete mit 7,7 % ihren Beitrag zum Gesamtvolumen (im Vorjahr: 7,8 %). Die Forderungen im Immobilienkreditgeschäft beliefen sich anteilsmäßig auf 6,6 % (im Vorjahr: 7,0 %). Grund für den Rückgang ist unsere im Berichtsjahr getroffene Entscheidung, das Immobilienkreditneugeschäft einzustellen.
Die Forderungen an Kreditinstitute wuchsen von 9,714 Mrd. Euro auf 9,818 Mrd. Euro. Ursächlich hierfür war der gestiegene Refinanzierungsbedarf der verbundenen Unternehmen.
Zum Bilanzstichtag weist unser Institut unter Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren 4,190 Mrd. Euro aus (im Vorjahr: 5,782 Mrd. Euro). Die Abnahme um 1,592 Mrd. Euro ist hauptsächlich zurückzuführen auf ein geringeres Volumen der Senior Tranchen der aus eigenen Aktiva generierten Wertpapiere aus ABS-Transaktionen im Depot A unserer Bank. (siehe unsere Ausführungen zu "sonstige Verbindlichkeiten").
Neben Kassenbeständen in Höhe von 59,6 Mio. Euro enthält die Barreserve 826,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 647,1 Mio. Euro), die bei der Deutschen Bundesbank angelegt wurden.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich zum Bilanzstichtag um 163,2 Mio. Euro auf 884,7 Mio. Euro, vor allem aufgrund einer Kapitalerhöhung bei der Hyundai Capital Bank Europe GmbH.
Die immateriellen Anlagewerte minderten sich zum 31. Dezember 2024, in erster Linie wegen planmäßiger Abschreibungen, von 189,9 Mio. Euro auf 160,3 Mio. Euro.
Die Sachanlagen legten zum 31. Dezember 2024 von 41,8 Mio. Euro auf 47,1 Mio. Euro zu. Basis dessen ist unsere im Berichtsjahr getroffene Entscheidung unter Anderem in unsere Büroausstattung, Mietereinbauten und in die Möblierung von Außenanlagen zu investieren.
Bilanzstruktur Aktiva
in Mio. Euro
| 2022 | 2023 | 2024 | |
| Bilanzsumme | 53.635 | 53.250 | 52.953 |
| Liquide Mittel | 1.291 | 687 | 886 |
| Forderungen an Kunden | 32.044 | 35.853 | 36.749 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 6.778 | 9.714 | 9.818 |
| Wertpapiere | 12.201 | 5.782 | 4190 |
| Sonstige Aktiva | 1.321 | 1.213 | 1.309 |
Die Passivseite spiegelt die solide, breit gestreute Refinanzierung unserer Bank wider. Die Bank steuert ihr Refinanzierungsprofil auf Basis regelmäßiger, vorausschauender Strukturanalysen der Aktiva und Passiva. Jederzeit waren wir in der Lage, die notwendigen Mittel aufzunehmen - dank unseres breit gestreuten Refinanzierungsmix: Zu diesem gehören in erster Linie die Einlagen von Privatkunden und institutionellen Investoren, Platzierungen am Geld- und Kapitalmarkt sowie die Strukturierung und Vermarktung von ABS-Transaktionen.
Die entsprechenden regulatorischen Liquiditätsvorgaben hat Santander jederzeit eingehalten. Zum Bilanzstichtag lag die Liquiditätskennzahl LCR mit 255 % (im Vorjahr: 221 %) über der regulatorischen Mindestanforderung.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden wuchsen durch verstärkte Vertriebsaktivitäten für Einlagen im Berichtsjahr von 31,357 Mrd. Euro auf 32,377 Mrd. Euro.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen im Berichtsjahr von 2,525 Mrd. Euro auf 2,570 Mrd. Euro.
Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich 2024 von 9,274 Mrd. Euro auf 8,770 Mrd. Euro. Zurückzuführen ist dies auf gegenläufige Effekte bei unseren ABS-Transaktionen. So wurde zum einen im Berichtsjahr eine ABS-Transaktion aufgrund eines Clean-Up Calls beendet, zum anderen gab es planmäßige Tilgungen von ABS-Transaktionen. Bestandserhöhend dagegen wirkte, dass unsere Bank 2024 zwei neue Consumer-ABS originiert hat. Enthalten in dieser Position ist auch die Gewinnabführungsverpflichtung gegenüber unserer Muttergesellschaft.
Unser Institut tritt bei seinen Verbriefungsaktivitäten in der aufsichtsrechtlich definierten Funktion des Originators auf. Ein erstes Ziel dabei ist es, durch den Verkauf von Forderungen direkt durch die Emission Liquidität zu beschaffen, um das Konsumentenkreditgeschäft zu refinanzieren. Mit dem zweiten Ziel, Sicherheiten zur Hinterlegung bei der EZB zu erhalten, erwerben wir bei einigen Transaktionen auch die Senior Tranche der emittierten Wertpapiere selbst (Investorenfunktion für eigene Verbriefungen). Neben der Strukturierung umfassen die Verbriefungsaktivitäten die Servicefunktion (die Verwaltung des verkauften Forderungspools) und die Funktion des Nachrangdarlehensgebers für die eigenen Verbriefungen zur Stellung von Reserven. Ein drittes Ziel - die Minderung der Eigenkapitalbelastung - erreichen wir mittels ABS-Transaktionen mit signifikantem Risikotransfer, indem auf diese Weise die Eigenkapitalbelastung unserer Bank gesenkt wird.
Die Position verbriefte Verbindlichkeiten sank im Jahresvergleich um 1,095 Mrd. Euro auf 4,408 Mrd. Euro. Ursächlich hierfür waren insbesondere die Fälligkeiten eines Pfandbriefs sowie einer unbesicherten Anleihe über insgesamt 1 Mrd. Euro.
Die Rückstellungen betrugen zum Ende des Berichtsjahres 725 Mio. Euro (im Vorjahr: 714 Mio. Euro). Der Anstieg resultiert aus dem angebotenen Vorruhestands- und Freiwilligenprogramm seitens unserer Bank im Rahmen des Transformationsprojektes.
Das bilanzielle Eigenkapital (ohne nachrangige Verbindlichkeiten und Genussrechtskapital) stieg im Jahresvergleich von 3,393 Mrd. Euro auf 3,593 Mrd. Euro aufgrund einer Erhöhung der Kapitalrücklage um 200 Mio. Euro. Die Eigenmittel nach § 10 KWG i.V.m. Art. 72 CRR beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 3,532 Mrd. Euro (im Vorjahr: 3,324 Mrd. Euro). Die harte Kernkapitalquote nach § 10 KWG i.V.m. Art. 92 Abs. 1 lit. a) CRR betrug 14,94 % (im Vorjahr: 12,98 %), die Kernkapitalquote (Art. 92 Abs. 1 lit. b) CRR) lag bei 14,94 % (im Vorjahr: 12,98 %), die Gesamtkapitalquote (Art. 92 Abs. 1 lit. c) CRR) erreichte zum Berichtsjahresende 16,83 % (im Vorjahr: 14,76 %).
Die Planung unserer Eigenmittel ist eingebettet in die Eigenmittelplanung des Santander Konzerns und erstreckt sich über einen rollierenden 36-Monats-Zeitraum. Sie orientiert sich an den Planzahlen für das jeweils kommende Geschäftsjahr, den Zahlen für die langfristige Unternehmensplanung und den regulatorischen Anforderungen. Um zwischenzeitlich eventuell eintretenden Veränderungen Rechnung zu tragen, überprüfen wir die Planung regelmäßig und passen sie gegebenenfalls an. Auf Grundlage der jeweils aktuellen Planung entscheiden wir gemeinsam mit der Gesellschafterin, inwieweit eine Notwendigkeit für Eigenkapitalzuführungen bestehen könnte.
Bilanzstruktur Passiva
in Mio. Euro
| 2022 | 2023 | 2024 | |
| Bilanzsumme | 53.635 | 53.250 | 52.953 |
| Spareinlagen | 822 | 559 | 440 |
| Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 24.428 | 30.798 | 31.937 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8.686 | 2.525 | 2.570 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 2.361 | 5.503 | 4.408 |
| Sonstige Passiva | 12.870 | 9.350 | 8.872 |
| Rückstellungen | 746 | 714 | 725 |
| Eigenkapital * | 3.722 | 3.800 | 4.001 |
* Daten einschließlich nachrangiger
Verbindlichkeiten und Genussrechtskapital
Entwicklung der Ertragslage der Bank
Im Folgenden gehen wir auf die Entwicklung der Ertragslage unserer Bank und auf unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren ein, nämlich das Jahresergebnis (im Folgenden ist immer das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung an die Santander Consumer Holding GmbH gemeint) und den RoRWA (Return on Risk Weighted Assets / Rentabilität der risikogewichteten Aktiva, wobei als Rentabilität das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung, gemindert um pauschale Ertragssteuern und die risikogewichteten Aktiva als Stichtagswerte zum Jahresende angesetzt werden).
Unsere Bank erzielte im Berichtsjahr ein Jahresergebnis von 207,0 Mio. Euro, gegenüber dem Vorjahr mit 263,6 Mio. Euro ein deutlicher Rückgang um 21,5 %. Unter Berücksichtigung der risikogewichteten Aktiva in Höhe von 20,997 Mrd. Euro, reduzierte sich der RoRWA um 13 Basispunkte auf 0,67 %. Die Prognose aus dem letztjährigen Lagebericht, in der wir einen starken Anstieg des Jahresergebnisses, sowie einen stark erhöhten Anstieg des RoRWA erwartet hatten, haben wir somit nicht erreicht. Der Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr fiel deutlich aus, was im Berichtsjahr auf dem Wegfall von Effekten aus dem Abgang der Beteiligung an der PSA Bank Deutschland GmbH im Jahr 2023, einer sehr deutlichen Steigerung der Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie die Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft und den Zusatzbelastungen aus dem Transformations-/Restrukturierungsprogramm zurückzuführen ist. Zudem stieg der Verwaltungsaufwand moderat. Erfreulich entwickelte sich der Zinsüberschuss, der sich im Berichtsjahr deutlich erhöhte.
Der Zinsüberschuss belief sich 2024 auf 1,112 Mrd. Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 945,5 Mio. Euro, allerdings leicht unter unseren Erwartungen. Die Zinserträge konnten wir sehr deutlich steigern und damit unsere Prognose leicht übertreffen. Bei den Zinsaufwendungen hatten wir mit einer deutlichen Zunahme gerechnet, tatsächlich lagen sie moderat über unseren Erwartungen. Grund für den Anstieg der Zinserträge und Zinsaufwendungen ist das anhaltend hohe Marktzinsniveau. Da das Wachstum der Zinserträge betragsmäßig größer ausfiel als das der Zinsaufwendungen, erhöhte sich der Zinsüberschuss insgesamt deutlich um 17,6 %.
Die Zinserträge konnten wir um 458,4 Mio. Euro sehr deutlich auf 2,286 Mrd. Euro erhöhen. Wesentlicher Treiber waren die Ratenkredite mit Privatkunden, bei denen sich die Kundenzinssätze weiter deutlich erhöhten.
Bei den Zinsaufwendungen hatten wir mit einem deutlichen Anstieg gerechnet. Tatsächlich erhöhten sich diese gegenüber dem Vorjahr etwas stärker als erwartet um 291,7 Mio. Euro auf 1,174 Mrd. Euro. Dabei legten die Aufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden signifikant zu. Zum einen wuchsen die Kundenzinsen aufgrund der aktuellen Zinsentwicklung, zum anderen konnten wir das Volumen der Kundeneinlagen vor allem bei den höher verzinsten Termineinlagen deutlich steigern. Die Zinsaufwendungen im Nichtkundengeschäft (im Rahmen der konzerninternen Refinanzierung, Emissionen bzw. Ziehungen über Commercial Paper und Medium Term Notes sowie ABS-Transaktionen) stiegen im Berichtsjahr dagegen nur leicht.
Für den Provisionsüberschuss hatten wir einen signifikanten Anstieg prognostiziert. Tatsächlich wuchs dieser gegenüber dem Vorjahr leicht um 3,1 % auf 110,8 Mio. Euro. Für die Provisionserträge waren wir von einer deutlichen Erhöhung ausgegangen, sie nahmen moderat auf 527,8 Mio. Euro zu. Die Provisionsaufwendungen legten deutlich auf 417 Mio. Euro zu, gerechnet hatten wir mit einer leichten Abnahme.
Die gesamten Provisionserträge stiegen im Berichtsjahr gegenüber dem Jahr 2023 um 44,1 Mio. Euro bzw. 9,1 %. Insbesondere gelang es uns, einerseits die Erträge aus der Vermittlung von Versicherungen um 29,7 Mio. Euro moderat zu erhöhen, andererseits die Erträge aus unserem Geschäftsfeld Banking as a Service deutlich um 9,1 Mio. Euro zu steigern. Auch die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft haben wir um 7,8 Mio. Euro deutlich ausgebaut. Damit lagen wir leicht unter unserer Prognose, insbesondere bei den Versicherungsprovisionen und den Erträgen aus dem Wertpapiergeschäft hatten wir mit einem Zuwachs gerechnet.
Die Provisionsaufwendungen erhöhten sich im Berichtsjahr deutlich um 40,7 Mio. Euro auf 417 Mio. Euro; ausgegangen waren wir von einem leichten Rückgang. So wuchsen in erster Linie die Aufwendungen für Vermittlungsprovisionen gegenüber 2023 um 23,3 Mio. Euro und die sonstigen Provisionsaufwendungen in unserem Direktgeschäft (inklusive Kreditkarten, Girokonten und Wertpapiergeschäft) um 11,4 Mio. Euro.
Die laufenden Erträge aus Beteiligungen haben sich im Jahr 2024 signifikant auf 0,4 Mio. Euro reduziert. Zurückzuführen ist dies auf den Abgang der Beteiligung an der PSA Bank Deutschland GmbH im Jahr 2023, wodurch sich im Berichtsjahr aus dieser Beteiligung keine Dividendenerträge mehr ergaben.
Der Verwaltungsaufwand sowie die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen lagen im Berichtsjahr insgesamt bei 781,7 Mio. Euro und haben damit gegenüber dem Vorjahr (722,0 Mio. Euro) um 59,8 Mio. Euro moderat zugenommen. Sie liegen damit insbesondere wegen des Restrukturierungsaufwands aus dem Transformationsprojekt leicht über unserer Erwartung.
Der Personalaufwand ist 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 66,5 Mio. Euro auf 317,3 Mio. Euro sehr deutlich gestiegen, hier hatten wir mit einem leichten Rückgang gerechnet. Ursächlich sind im Wesentlichen die Zusatzbelastungen aus dem Transformations-/Restrukturierungsprogramm und im geringen Umfang die gestiegenen Löhne und Gehälter aufgrund der Tarifanpassung.
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist im Berichtsjahr leicht auf 2.958 Beschäftigte gesunken (im Vorjahr: 3.005).
Die anderen Verwaltungsaufwendungen lagen mit 390,9 Mio. Euro moderat unter unseren Erwartungen und leicht unter dem Vorjahreswert von 397,4 Mio. Euro, und zwar vor allem, weil im Berichtsjahr keine Bankenabgabe angefallen ist.
Trotz des moderat gestiegenen Verwaltungsaufwands verbesserte sich die Cost-Income-Ratio (CIR, Aufwand-Ertrags-Verhältnis) leicht im Vergleich zum Vorjahr von 66,9 % auf 63,9 %; dies resultiert in erster Linie aus dem deutlich gestiegenen Zinsüberschuss. Im Lagebericht 2023 waren wir von einer deutlichen Verbesserung der CIR ausgegangen.
Die Nettorisikokosten aus dem Kreditgeschäft lagen im Berichtsjahr mit 288,5 Mio. Euro sowohl sehr deutlich über dem Vorjahreswert von 217,4 Mio. Euro als auch über unseren Erwartungen.
Einerseits liegt dies an weiterhin deutlich gestiegenen Anteilen rückständiger Ratenkredite und deutlich höheren Kündigungen von Ratenkrediten. Während in den vergangenen Jahren die Kündigungen hauptsächlich im Direktgeschäft angestiegen waren, betraf der weitere Anstieg im Berichtsjahr gleichermaßen das Kfz-Geschäft.
Andererseits erhöhten sich im Jahr 2024 die Risikokosten gegenüber dem Vorjahr deutlich, getrieben durch mehr und größere Ausfälle im Firmenkundengeschäft, die Einzelwertberichtigungen erforderlich machten.
Im Berichtsjahr waren keine Korrekturen bei der Bewertung von den bis zur Fälligkeit gehaltenen Wertpapieren notwendig, nachdem die Risikokosten im Vorjahr aufgrund von Kurswertsteigerungen durch Zuschreibungen in Höhe von 14,1 Mio. Euro positiv beeinflusst worden waren.
Für das sonstige betriebliche Ergebnis hatten wir für 2024 einen Ertrag im niedrigen einstelligen Millionenbereich prognostiziert. Tatsächlich haben wir einen Ertrag von 45,3 Mio. Euro erzielt. So fielen im Berichtsjahr unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen an, die in der Prognose nicht berücksichtigt waren. Das Vorjahr (122,1 Mio. Euro) enthielt unter anderem den Abgangsgewinn aus dem Verkauf der Beteiligung an der PSA Bank Deutschland GmbH.
Im operativen Geschäft (ohne Nettorisikokosten, ohne Restrukturierungsaufwand und unter Berücksichtigung des Wegfalls von Effekten aus dem Beteiligungsabgangs) ist die Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr günstig verlaufen.
Die gesamte Geschäftsentwicklung ist unter Berücksichtigung der Nettorisikokosten, der höheren Ertragserwartungen und der Restrukturierungskosten nicht vollständig zufriedenstellend verlaufen. Insgesamt stellt sich die wirtschaftliche Lage unserer Bank als geordnet dar.
Das Jahresergebnis der Santander Consumer Bank wird aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages und einer stillen Beteiligung vollständig an die Santander Consumer Holding GmbH abgeführt.
Sonstige Angaben zur Bank
Die Santander Consumer Bank ist Mitglied im Bundesverband deutscher Banken e.V. Sie gehört außerdem dem Bankenfachverband e.V. und dem Verband deutscher Pfandbriefbanken e.V. an. Ferner ist sie den folgenden Institutionen angeschlossen: der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH, dem Prüfungsverband deutscher Banken e.V. und dem Einlagensicherungsfonds des privaten Bankgewerbes.
Mitarbeiter 1
Unser Ansatz für verantwortungsvolles Handeln gegenüber unseren Mitarbeitern, basierend auf den globalen Richtlinien:
Die richtigen Talente und Fähigkeiten, um die Transformation der Bank zu ermöglichen:
Rekrutierung und Einstellung der besten Talente, wobei der Schwerpunkt auf der Mitarbeiterentwicklung liegt.
Remuneration policy / Performance management policy / Learning and development policy / Group succession policy
Unternehmenskultur in den Fokus:
Eine Kultur, die durch Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion, Gesundheits- sowie Zufriedenheitsinitiativen geprägt wird.
Culture policy / General health, safety and wellbeing policy
Den Wandel im Unternehmen vorantreiben:
Gestaltung einer dynamischen Organisation, die auch internationale Entwicklung innerhalb des Konzerns fördert sowie die Nutzung neuer Arbeitsweisen.
1 Dieser Abschnitt unterlag nicht der
Prüfung durch den Abschlussprüfer
International mobility policy
Für mehr Informationen: (https://www.santander.com/en/shareholders-and-investors/financial-and-economic-information/annual-report)
Unser Ansatz für verantwortungsvolles Handeln gegenüber unseren Mitarbeitern, basierend auf den globalen Richtlinien:
Für mehr Informationen: (https://www.santander.com/en/shareholders-and-investors/financial-and-economic-information/annual-report)
Nachhaltigkeit und Responsible Banking 2
Unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten erstrecken sich über die drei ESG-Dimensionen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.
Umwelt
Ziel der Santander Gruppe ist es, unser komplettes finanziertes Geschäft bis 2050 CO 2 -neutral (Netto-Null") zu stellen. Dies umfasst alle Treibhausgasemissionen, die aus den von uns erbrachten Kredit-, Beratungs- und Investitionsdienstleistungen resultieren. Im Rahmen der Mitgliedschaft der Santander Gruppe in der Net Zero Banking Alliance (NZBA) haben wir uns verpflichtet, über die regulatorischen Anforderungen hinaus für mehr Transparenz zu sorgen und uns Ziele zu setzen hinsichtlich der Reduzierung der CO 2 -Emissionen unserer Finanzierungen.
Die Nutzung alternativer Antriebstechnologien entwickelte sich im Jahr 2024, je nach Antriebsart, sehr unterschiedlich: Während der Umsatzanteil batterieelektrischer Fahrzeuge (Battery Electric Vehicles, BEVs) am Kredit- und Leasingumsatz analog zum allgemeinen Automobilmarkttrend in Deutschland sank, stieg der Anteil von Hybridfahrzeugen mit einem Emissionsausstoß < 50g CO 2 /km weiter an. Auch in diesem Kontext folgt der Trend der Marktentwicklung in Deutschland.
2 Dieser Abschnitt unterlag nicht der
Prüfung durch den Abschlussprüfer
Neben unseren bestehenden Kooperationen mit Herstellern von Elektrofahrzeugen konnten wir die Zusammenarbeit mit weiteren OEM ausbauen. Dazu zählen die chinesischen Hersteller Lotus und Xpeng sowie die US-amerikanische Marke General Motors Electrics.
Um unsere Händlerpartner bei der Vermarktung von elektrischen Fahrzeugen bestmöglich zu unterstützen, wurde der sogenannte "E-Mobility-Hub" entwickelt. Dieser ist in unserem Händlerportal zu finden und besteht aus mehreren Säulen:
| ― |
Training & Qualifikation: Unser neues Trainingsprogramm vermittelt unseren Händlerpartnern das nötige Know-how, um Kunden für BEVs zu begeistern und sich gleichzeitig optimal für das Geschäft mit gebrauchten BEVs aufzustellen. |
| ― |
Batteriezertifikate: Die Batterietests unseres Partners AVILOO sorgen für Klarheit über den Zustand der Batterie. Dadurch verringert sich einerseits das Risiko der Händler im Ankauf von batterieelektrischen Fahrzeugen und schafft andererseits Vertrauen bei den Endkunden. |
| ― |
Wallbox-Komplettlösungen: Mit Heimladelösungen unseres Partners WALL-E wird E-Mobilität alltagstauglicher. WALL-E bietet Endkunden ein unkompliziertes Komplettpaket in puncto Beratung zu Heimladelösungen sowie Installation einer Wallbox für Elektrofahrzeuge. Unsere Bank stellt dafür die passende Finanzierung zur Verfügung. |
Im Business & Corporate Banking (BCB) berücksichtigen wir bei Kreditentscheidungen Nachhaltigkeitsaspekte auf Einzelgeschäfts- und Portfolioebene im Neu- sowie im Bestandsgeschäft. Dazu holen wir bei laufenden Kreditprüfungen Nachhaltigkeitsinformationen von Kunden ein und reichern diese durch zusätzliche externe ESG-Scoringinformationen an. BCB-Kreditengagements werden auf EU-Taxonomie-Konformität und mit Blick auf das Santander-Rahmenwerk identifiziert und klassifiziert. Internen wie externen Anforderungen sowie Beschränkungen durch die Nachhaltigkeits- und "Responsible-Banking"-Grundidee (ökologische und soziale Verantwortung, ethische Geschäftspraktiken sowie die Einhaltung regulatorischer Vorschriften) haben wir begonnen im Entscheidungsprozess zu berücksichtigen.
Eigener CO 2 -Fußabdruck
Wir arbeiten kontinuierlich daran, unseren operativen CO 2-Fußabdruck zu verkleinern. Seit 2020 kompensieren wir zusätzlich jedes Jahr unsere Emissionen aus eigener Tätigkeit (Scope 1 &2), die wir nicht reduzieren können, durch den Kauf von CO 2-Zertifikaten. Zu unserem CO 2 -Fußabruck gehören beispielsweise der Betrieb der Unternehmensverwaltung und der Filialen, der Energie- und Ressourcenverbrauch, die Müllentsorgung, Dienstreisen und die Emissionen der Dienstfahrzeuge.
Seit Jahren beziehen wir den Strom für jedes unserer Gebäude zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen. Zudem nutzen wir ab 2025 am Santander-Platz Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage.
Wir schaffen weitere attraktive und nachhaltige Möglichkeiten in puncto Mobilität. So steht unserer Belegschaft neben dem Jobticket zusätzlich seit Mai 2023 das Deutschlandticket als Firmenticket zur Verfügung. Zudem bieten wir unseren Beschäftigten die Möglichkeit, E-Bikes zu leasen (im Rahmen eines Gehaltsverzichts).
Die Möglichkeiten zum Laden von Elektrofahrzeugen wurden ausgebaut. Den Beschäftigten stehen seit 2024 an den Gebäuden der Hauptverwaltung am Santander-Platz insgesamt 74 Lademöglichkeiten zur Verfügung (zuvor waren es 24), an der Madrider Straße gibt es jetzt 16 Lademöglichkeiten (früher 10).
Soziales Engagement
Vor über 27 Jahren rief Banco Santander die gemeinnützige Initiative Santander Universitäten ins Leben und engagiert sich seitdem in den Bereichen Education, Employability und Entrepreneurship. Seit 2012 ist Santander Universitäten auch in Deutschland aktiv: Dafür arbeitet das Team mit 32 renommierten Hochschulen und Bildungseinrichtungen zusammen. Deutschlandweit konnten im Berichtsjahr rund 4.000 Personen von 70 Förderprojekten profitieren.
Santander ist Förderer des Sonnenwagen e.V. - ein von Studierenden der RTWH und FH Aachen gegründeter gemeinnütziger Verein, der es sich zur Mission gemacht hat, mit einem selbst konstruierten Solarauto die Mobilität der Zukunft mitzuentwickeln.
Zudem unterstützt Santander Universitäten über den Goethe-Unibator der Goethe-Universität Frankfurt den SDG-Contest: Über den Wettbewerb werden Gründungsvorhaben gefördert, die sich mit ihren Dienstleistungen und Produkten für Klimaschutz und Nachhaltigkeit einsetzen. Mit dieser Kooperation setzt sich unsere Bank für eine nachhaltige, wirtschaftliche und soziale Entwicklung ein und fördert gleichzeitig den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Im Berichtsjahr haben wir Geld- oder Sachspenden an zehn wohltätige Organisationen getätigt. Bei unserem Santander RUN & FUN Firmenlauf in Mönchengladbach haben wir weitere sieben wohltätige bzw. Non-Profit-Organisationen mit Spenden unterstützt.
Unternehmensführung
Die Nachhaltigkeitsstrategie der Santander Gruppe (LINK)/(https://www.santander.com/en/our-approach) setzen wir um, indem wir diverse Policys und Aktionspläne implementieren sowie Themen mit den internen Stakeholdern im Rahmen des regelmäßig tagenden "Responsible Banking & ESG Forum" abstimmen; dieses Forum plant und steuert zielgerichtet ESG-Maßnahmen, -Aktivitäten und -Initiativen. Dabei stellen wir auch sicher, dass wir die Taxonomie-, Disclosure- und Reporting-Anforderungen sowie die Vorgaben des Gesetzes über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten erfüllen ("Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz", LkSG) einschließlich einer Grundsatzerklärung (https://www.santander.de/content/pdf/investor-relations/offenlegung/grundsatzerklaerung.pdf).
Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen, ökonomischen und regulatorischen Entwicklungen arbeiten wir an der weiteren Integration von Nachhaltigkeitsrisiken in die Prozesse unseres Risikomanagements und Risikocontrollings; im Berichtsjahr haben wir uns bei der Risikoinventur mit den Treibern von ESG-Risiken auseinandergesetzt. Zudem haben wir die Auswirkungen eines physischen und eines transitorischen Szenarios auf unsere Risikotragfähigkeit untersucht.
Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Schulungen mit ESG-Bezug, z.B. für den Wertpapiervertrieb, bieten wir unseren Mitarbeitern ESG-Trainings auf unserer internen Lernplattform an, und zwar in Form von regelmäßigen konzerninternen ESG-Talks sowie themen- und zielgruppenspezifischen Webinars mit externen Experten. Zudem haben wir im Berichtsjahr eine verpflichtende Schulung für alle Mitarbeitenden ausgerollt, die die Integration von Nachhaltigkeitskriterien in unsere Geschäftstätigkeiten zum Inhalt hat.
Risikobericht
Risikostrategische Vorgaben in der Santander Consumer Bank AG
Die Verantwortung für die Risikosteuerung als Aufgabe der gesamten Bank trägt unser Vorstand. Risiken einzugehen ist immanenter Teil unseres Geschäftsbetriebs und der Entscheidungen, die in diesem Kontext getroffen werden. Das Risikomanagement steht dabei im Einklang mit unserer Geschäfts- und Risikostrategie sowie den Kompetenzordnungen und Organisationsanweisungen unseres Instituts.
Innerhalb unserer Bank sind die Verantwortlichkeiten für die Steuerung und Überwachung der Risiken festgelegt durch eine klare Funktionstrennung im Sinne der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk). Zudem folgen wir dem Grundsatz des Three-Lines-of-Defense-Modells: Die erste Verteidigungslinie steuert die Risiken, die zweite überwacht sie. Als unabhängige Kontrollinstanz stellt die interne Revision die dritte Verteidigungslinie dar.
Für Kreditrisiken im risikorelevanten Geschäft erfolgt generell ein Zweitvotum einer Marktfolge-Funktion; die Basis dafür sind Kompetenzregelungen. Kreditrisiken im nichtrisikorelevanten Geschäft werden in der Regel nach den Vorgaben des Risikomanagements durch ein maschinelles Votum gesteuert. Kreditrisiken aus unserem gesamten Eigengeschäft betrachten wir ebenfalls als risikorelevantes Geschäft. Genehmigungen, die das Eigengeschäft betreffen, werden prinzipiell auf Grundlage eines Vorstandsbeschlusses erteilt.
Das Management von Marktpreis- und Pensionsrisiken (insbesondere Zinsänderungsrisiken) sowie die Steuerung von Liquiditätsrisiken (insbesondere Refinanzierungsrisiken) verantwortet unser Financial Management: Dieses begrenzt die o.g. Risiken mit entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten, u.a. durch die Ausgabe von Termingeldern an institutionelle Investoren sowie durch die Emission von Geldmarktpapieren, Schuldscheinen und Hypothekenpfandbriefen.
Operationelle Risiken werden dezentral durch unsere Geschäftsbereiche gesteuert; diesen stehen zudem unabhängige Kontrollfunktionen beim Management von spezifischen operationellen Risiken (z.B. Technologie-, Cyber-, Betrugs- oder Auslagerungsrisiken) zur Seite.
Risk Controlling überwacht die o.g. Risiken. Neben dem regelmäßigen Reporting an die Entscheidungsgremien ist dieser Bereich für die Ad-hoc-Berichterstattung der Risiken verantwortlich. Dazu gehört auch, die Einhaltung des Risikoappetits mittels festgelegter Risikoindikatoren und definierter Schwellenwerte bzw. Risikolimite zu kontrollieren. Die Risikomessung und -überwachung der operationellen Risiken obliegt Non-Financial Risk & Internal Control.
Unser Gesamtvorstand und unsere Vertriebseinheiten steuern die geschäftsstrategischen Risiken anhand von Planungsinstrumenten (beispielsweise Budgets) und im Rahmen festgelegter Grenzwerte sowie durch entsprechende Vertriebs- bzw. Marketingmaßnahmen; unser Controlling berichtet über diese Risiken, die Risiko-Funktion für strategische Risiken Überwacht sie.
In der aktuell gültigen, vom Vorstand beschlossenen Risikostrategie 2024 (in der Fassung von November 2023) wurden die strategischen Vorgaben für die Risikoorganisation und der Risikoappetit unseres Instituts festgelegt. Die Vorgaben für das kommende Jahr hat unser Vorstand im November 2024 verabschiedet. Mit der Bestimmung der Risikostrategie und des Risikoappetits wollen wir eine nachhaltige und wenig volatile Gewinnerzielung unter Beachtung regulatorischer Vorgaben erreichen.
Dazu haben wir als Ausdruck einer vorsichtigen Unternehmensführung die folgenden strategischen Leitlinien festgelegt:
| ― |
Verlässliche Einhaltung von regulatorischen Vorschriften und von Vereinbarungen mit den Aufsichtsbehörden; |
| ― |
Unabhängigkeit der Risikocontrolling-Funktion; |
| ― |
jedes eingegangene Risiko muss innerhalb des Risikoappetits liegen und angemessen vergütet werden; |
| ― |
wir streben ein niedriges bis moderates Risikoprofil an. Hierbei liegt der Fokus auf den Segmenten unseres Kerngeschäfts: Mobilität, Konsumentenkredite sowie Geschäfts- und Firmenkunden. Zur ergänzenden Zins- und Liquiditätssteuerung strukturieren wir ein Wertpapierportfolio aus qualitativ hochwertigen, liquiden Aktiva. |
| ― |
Konzentrationsrisiken wollen wir auf das notwendige Mindestmaß verringern, d.h. auf diejenigen Konzentrationen, die sich direkt aus unserem Geschäftsmodell ergeben; zudem sollen diese Risiken mit Blick auf einzelne Schuldner, spezifische Segmente und Industriesektoren genau beobachtet werden; |
| ― |
unser Vergütungssystem soll angemessen ausgestaltet sein und im Einklang stehen mit einem zukunftsgerichteten, konservativen Risikomanagement. Gewinnziele sind nicht Bestandteil der Vergütung unserer Kontrolleinheiten; die Vergütungskomponenten sollen auf den Risikoappetit abgestimmt sein; |
| ― |
wir verfolgen eine transparente Politik im Hinblick auf die Offenlegung von Risiken. |
Unserem Vorstand obliegt die Entwicklung, Förderung, Integration und Überwachung der Risikokultur auf allen Ebenen. Kernelemente sind die Formulierung und die konsequente Einhaltung des Risikoappetits. Um eine angemessene Risikokultur zu etablieren und zu fördern, sind entsprechende Maßnahmen und Initiativen integraler Bestandteil von Rekrutierung und Onboarding, Weiterbildung und Entwicklung sowie Vergütung und Incentivierung. Wie gut unsere Risikokultur im Arbeitsalltag verankert ist, messen wir anhand verschiedener Key-Performance-Indikatoren, wie z.B. der Anzahl durchgeführter Trainings und Self Assessments, der Anzahl gemeldeter Phishing-Versuche im Rahmen der sog. "ethical phishing"-Kampagnen, der Einschätzungen unserer internen Revision hinsichtlich der Risikokultur sowie durch unterjährige Mitarbeiterbefragungen.
Organisation
Die Santander Consumer Bank AG ist ein Nichthandelsbuchinstitut. Für die Handelsaktivitäten im Rahmen des Anlagebuches zeichnet das Ressort unseres Vorstandsvorsitzenden (CEO) verantwortlich. Unser Financial Management steuert die Liquiditäts-, die Pensions-, die Marktpreis- und die dazugehörigen Adressenausfallrisiken der Kontrahenten und Emittenten.
Unserem Finanzvorstand (CAO) zugeordnet sind die folgenden Bereiche: Controlling, Accounting, Finance Business Intelligence & Transformation, Data Management und Finance Business Partner. Für die Geschäfts- und Finanzplanung ist Controlling zuständig. Accounting bildet die getätigten Geschäfte im externen Rechnungswesen ab; der Abteilung Regulatory Information obliegt das aufsichtsrechtliche Meldewesen.
Bei unserem Risikovorstand (CRO) sind die folgenden Bereiche angesiedelt: Risk Steering, Risk Execution, Risk Controlling, Risk Modelling, Compliance und Non-Financial Risk & Internal Control. Die Funktion der Joint-Venture-Steuerung für Risiko- und Compliance-Themen liegt im Bereich Risk Steering und berichtet direkt an unseren Risikovorstand. Die Funktion der Vergütungsbeauftragten ist dem Risk Controlling zugeordnet.
Risikosteuerung und Kreditentscheidung
Der Bereich Risk Steering ist als risikosteuernde Einheit zuständig für die Konzeption der ganzheitlichen Risikosteuerung der einzelnen Kreditportfolien und damit u.a. für die Kreditvotierungsregelungen und Restrukturierungsvorgaben, die Collateral-Management-Funktion sowie die Betrugspräventions-Funktion (Fraud-Prevention-Funktion). Der Bereich Risk Execution verantwortet die Zweitvotierungen und Kreditentscheidungen für das risikorelevante Geschäft sowie die Restrukturierung und Abwicklung von gewerblichen Engagements. Beide Einheiten sind entsprechend ihren Kompetenzen nach den folgenden Kategorien organisiert:
| ― |
Auto (Händlereinkaufsfinanzierung, Kraftfahrzeug-Endkundenfinanzierung, Leasing), |
| ― |
Non-Auto (Ratenkredite im Direktgeschäft, private Immobilienfinanzierung, Kartenprodukte und Warenfinanzierung), |
| ― |
Corporates & Financial Institutions (Firmenkunden und Finanzinstitute). |
Um Kontrahenten- und Emittentenlimite zu gewähren, zu ändern oder zu prolongieren, erstellt Risk Execution Vorlagen, auf deren Basis unser Vorstand die endgültigen Kredit-, Anlage- und Investitionsentscheidungen trifft.
Obwohl unsere Bank keine direkten Restwertrisiken eingeht, stellen diese auf der konsolidierten Ebene der deutschen Finanzgruppe ein wesentliches Risiko dar. Um der wachsenden Bedeutung dieser Risiken gerecht zu werden, ist in der Abteilung Risk Steering Auto die Funktion des Residual Value Managers angesiedelt; dieser ist zuständig für die risikoseitige Steuerung des Restwertrisikos.
Risikocontrolling
Die von den Risikosteuerungseinheiten unabhängigen Bereiche Risk Controlling und Non-Financial Risk & Internal Control verantworten - sowohl für interne als auch für externe und aufsichtsrechtliche Zwecke - die Risikoberichterstattung und die Analyse der Risikosituation unserer Bank bezüglich der folgenden wesentlichen Risikoarten: Kreditrisiko, Marktpreis- und Pensionsrisiko (insbesondere Zinsänderungsrisiko), Liquiditätsrisiko, operationelles Risiko und Modellrisiko sowie strategisches Risiko. Die beiden Bereiche untersuchen auch die Auswirkungen von ESG-Risiken auf das Risikoprofil. Risk Controlling analysiert Konzentrationsrisiken und ermittelt monatlich die Kreditrisikovorsorge für das Kreditportfolio.
Der Vorstand wird über die Risikosituation informiert, und zwar in verschiedenen Gremien sowie im Monatsrhythmus und ggf. anlassbezogen durch unseren internen Risikobericht: Dieser beinhaltet die monatliche Überwachung der Risikotragfähigkeit und Einhaltung der genehmigten Risikotoleranzen sowie detaillierte Informationen zu den wesentlichen Risikoarten.
Risk Controlling verantwortet auch die Planung und Umsetzung der Anwendung des IRBA (Internal Ratings Based Approach). Dazu gehört es, die konzeptionellen und fachlichen Vorgaben für die Implementierung des IRB-Ansatzes für die wesentlichen Forderungsklassen zu erstellen sowie Tests und die notwendige Dokumentation durchzuführen.
Außerdem ist der Bereich für die Prozesse der Risikoidentifikation, -überwachung und -kontrolle für das Pfandbriefgeschäft zuständig. Dabei richten sich die Aufgaben nach den allgemeinen Anforderungen des Kreditwesengesetzes, den Mindestanforderungen an das Risikomanagement und insbesondere nach den Vorschriften der §§ 27 und 28 des Pfandbriefgesetzes (PfandBG). Zusätzlich zu den im PfandBG geregelten Anforderungen an die Deckungsmasse haben wir im Rahmen unseres Risikomanagements individuelle Frühwarnschwellen festgelegt. Diese gehen regelmäßig über die gesetzlichen Vorgaben hinaus; also haben wir unserem Institut höhere interne Limite an die Deckungsmasse auferlegt als vom Gesetzgeber vorgesehen. Mit der Pfandbrief-Software TXS überwachen wir täglich die Einhaltung der gesetzlichen Limite und die institutseigenen Warnschwellen.
Risk Modelling
Risk Modelling ist verantwortlich für die Erst- bzw. Weiterentwicklung von lokalen, produktiven Entscheidungsmodellen im Kreditantragsprozess (Antrags- und Verhaltensscorekarten für das Privatkundengeschäft sowie Ratingmodelle für das gewerbliche Kreditgeschäft). Zudem obliegt es dem Bereich, die in Verbindung mit dem regulatorischen und ökonomischen Kapital sowie im Wertberichtigungskontext verwendeten Kreditrisiko-Parameter zu entwickeln. So sind in diesem Bereich die Initialvalidierung von Weiterentwicklungen des ökonomischen Kapitalmodells von Banco Santander und die Konzeption einzelner Modelle für spezielle Risiken angesiedelt. Ferner konzipiert Risk Modelling die IFRS-9-Vorsorgemodelle und erstellt diese als "Banking as a Service" (BaaS) auch für Vertragspartner. Ermittelt werden dabei die Korrelationen dieser Parameter mit makroökonomischen Faktoren als Grundlage für die Berechnung der IFRS-9-Forward-Looking-Komponente und für Stresstests. Erstellt werden hier auch die P&L-Vorhersage-Modelle (PPNR) sowie die Vorhersage-Modelle der Defaults und Recoveries für das Liquiditätsrisiko. In die Zuständigkeit des Bereichs fällt ebenso die Entwicklung von Modellen zur automatisierten Betrugsidentifizierung, die Restwert-Modellierung für Gesellschaften des Konzerns in Deutschland und erste Modellierungen hinsichtlich der Customer Due Dilligence im Rahmen der Geldwäscheabwehr. Die Modellentwicklung erfolgt im Auftrag der folgenden Funktionen: Risk Steering, Risk Controlling, Non-Financial Risk & Internal Control, Collection Business Unit, Controlling und Compliance.
Forderungsmanagement
Das Forderungsmanagement (Bereich Collection Business Unit, CBU), das zentral unserem CEO zugeordnet ist, verantwortet das Management für Konsumentenkredite (Kraftfahrzeug-, Waren- und Direktgeschäft (inklusive BaaS), Kreditkarten und Baufinanzierungen im Privatkundensegment.
Um die Risikokosten zu minimieren, hat die CBU das Ziel, zahlungsgestörte Konten in einen geregelten Zahlungsverlauf zurückzuführen. Ebenfalls werden in diesem Bereich - nach den Vorgaben von Risk Steering - die Restrukturierungsanfragen von Kunden bei Zahlungsstörungen bearbeitet; dabei geht es darum, langfristige Lösungen für strukturelle Zahlungsprobleme zu finden.
Bei rückständigen Konten gibt es für jede Produktart einen spezifischen Ablauf. Eine wichtige Rolle spielt hierbei eine proaktive und frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem Kunden; flankierende Maßnahmen sind der verstärkte Einsatz von Lastschriftverfahren und das schriftliche Mahnwesen. Zudem hat der Kunde zum einen die Möglichkeit, seine Anliegen über eine digitale Self-Service-Plattform vorzubringen; zum anderen kann er seinen Zahlungsrückstand eigenständig verwalten, indem er einen Zahlungsausgleich über eine alternative Zahlungsmethode erbringt oder eine neue Zahlungsvereinbarung erwirkt.
Ferner gehören zu den Aufgaben des Forderungsmanagements die Sicherstellung und Verwertung von Sicherheiten.
Sollten die o.g. Maßnahmen nicht dazu führen, dass der Rückstand ausgeglichen wird, kommt es zu einer Kündigung des Kredits bzw. des Kontos mit anschließender Forderungsbeitreibung durch externe Partner bis hin zum Forderungsverkauf.
Der Workout-Prozess notleidender gewerblicher Kredite in der Händlerfinanzierung hingegen erfolgt im Bereich Risk Execution in der Abteilung Intensiv- und Problemkreditbearbeitung. Die Intensiv- und Problemkreditbearbeitung betreut darüber hinaus auch Geschäftskunden des Business & Corporate Banking Portfolios, die einer intensiven Begleitung bedürfen.
Die CBU-Abteilung "Termination/Write-Off" beauftragt externe Dienstleister mit der Beitreibung nicht mehr restrukturierungsfähiger Kreditengagements nach Kündigung und der Verwertung vorhandener Sicherheiten, und zwar gebündelt für private und gewerbliche Kunden.
Internes Kontroll- und Überwachungssystem
Das interne Überwachungssystem unserer Bank umfasst prozessabhängige und -unabhängige Maßnahmen. Die prozessunabhängige Überwachung obliegt in erster Linie der internen Revision bzw. der Konzernrevision. Non-Financial Risk & Internal Control übernimmt unterstützende und institutsweit koordinierende Aufgaben hinsichtlich der Bewertung der Ausgestaltung und der Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems. Hierzu gehört die Pflege von dokumentierten Prozessen und der Risiken, die daraus resultieren sowie die Bewertung der Funktionsfähigkeit der in den entsprechenden Arbeitsabläufen integrierten Kontrollen. Daneben bestehen Überwachungsmechanismen im Zusammenhang mit der Entwicklung bestimmter Frühwarn- bzw. Kontrollindikatoren; ferner werden die Ergebnisse an den Vorstand und Banco Santander berichtet. Die einzelnen Maßnahmen des internen Überwachungssystems sollen gewährleisten, dass die Regelungen zur Steuerung der Geschäftsaktivitäten eingehalten werden.
Die prozessabhängige Überwachung beinhaltet organisatorische Sicherungsmaßnahmen und Kontrollen durch manuelle und automatische Prozesse (z.B. integriertes Vier-Augen-Prinzip, Funktionstrennungen, Regelungen bezüglich Kompetenzordnungen, Methodenvorgaben, Anforderungen im Umgang mit individueller Datenverarbeitung (IDV), Prozesse im Rahmen des Informationsrisiko- bzw. Informationssicherheitsmanagements). Maßnahmen, um Fehler zu verhindern, sind in die Aufbau- und in die Ablauforganisation unserer Bank eingegliedert und sollen ein vorgegebenes Sicherheitsniveau gewährleisten (z.B. Analyse/Monitoring von Kreditverträgen in Bezug auf systematische Risiken in der Vertragsgestaltung und Durchführung einer Regelkontrolle auf Einzelgeschäftsebene). Kontrollen sind in die Arbeitsabläufe integriert und sollen dazu dienen, das Auftreten von Fehlern zu vermindern bzw. diese aufzudecken.
Entsprechend der Arbeitsanweisung zum internen Kontrollmodell ist vorgesehen, dass Non-Financial Risk & Internal Control im Rahmen der turnusmäßigen Kontrollzertifizierungsprozesse unabhängige Tests und Control Assessments für die in diesem Modell dokumentierten Kontrollen durchführt.
Als prozessunabhängige Instanz überprüft unsere interne Revision regelmäßig die eingesetzten Prozesse und Methoden auf Konformität hinsichtlich gesetzlicher bzw. regulatorischer Vorschriften sowie auf die Einhaltung von Konzernvorgaben nach dem risikoorientierten Prüfungsansatz. Anschließend erstellt sie Prüfungsberichte und verfolgt die festgestellten Sachverhalte.
Gemäß den Standards der European Banking Authority (EBA) hat unsere Bank als integralen Bestandteil der internen Governance die Compliance-Funktion eingerichtet. Die Abteilung Conduct Compliance hat ein breites Überwachungssystem etabliert, um die Erfüllung der Anforderungen zu ermöglichen, die sich aus den Mindestanforderungen an die Wertpapier-Compliance-Funktion (MaComp) ergeben. Vorgesehen sind dabei z.B. Kontrollen zur einheitlichen Produktvermarktung und zur Einhaltung von Verbraucherschutzvorschriften. Ferner überprüft die Abteilung die bestehenden Produkte (innerhalb und außerhalb des aktiven Vertriebs) im Rahmen des Product-Monitoring-Forums (PMF) und führt den zentralen Produktkatalog unseres Instituts. Weiterhin verantwortet sie den Neu-Produkt-Prozess (NPP) gemäß MaRisk und organisiert und leitet das entsprechende Gremium zur Einschätzung der Neuartigkeit von Vorhaben und ist außerdem für den organisatorischen Aufbau des Beschwerdemanagements verantwortlich. Hierunter fallen u. a. die Bearbeitung von eskalierten Beschwerden sowie die Analyse der zugrundeliegenden Sachverhalte (Root Cause Analyse), die wiederum als Indikator für Missstände dienen und in entsprechende Maßnahmenpläne integriert werden sollen.
Aufgabe der Abteilung Regulatory Compliance ist es zum einen, darauf hinzuwirken, dass die Leit- und Richtlinien, die wir uns zur Erfüllung der für unsere Bank wesentlichen Regeln und Vorschriften auferlegt haben, umgesetzt und eingehalten werden, zum anderen, diese auch zu überwachen. Zu den Regelungen zählen vor allem datenschutzrechtliche Bestimmungen und relevante Vorschriften zur Finanzmarktaufsicht (z. B. EMIR-Regulierung und Volcker-Regel). Gegenüber der Geschäftsleitung und der ersten Verteidigungslinie sorgt zudem die Early-Warning-Funktion dafür, dass für unser Institut wesentliche rechtliche Regelungen und Vorgaben frühzeitig erkannt und umgesetzt werden können; ferner führt die Funktion unter Berücksichtigung von Risikogesichtspunkten eine regelmäßige Risikobewertung (Gefährdungsanalyse) durch, und zwar sowohl auf lokaler Ebene als auch konsolidiert hinsichtlich der wesentlichen Beteiligungen. Compliance hilft außerdem, strafrechtlich relevantes Verhalten oder strafrechtlich relevante Situationen (Corporate Defense) zu vermeiden, zu identifizieren und aufzulösen; der Bereich gibt auch den Rahmen für das Management von Reputationsrisiken vor, organisiert das Reputational Risk Forum (RRF) und überwacht die Reputationsrisiken.
Um die regulatorischen Anforderungen an die "Zentrale Stelle" gem. § 25h KWG unseres Instituts zu erfüllen, obliegt es den Abteilungen Financial Crime Prevention Research & Analysis und Financial Crime Prevention Frameworks & Governance, Kundentransaktionen, Embargobestimmungen und Finanzsanktionen zu überwachen; Ziel ist es dabei, Finanzkriminalität, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstige strafbaren Handlungen zu verhindern.
Unsere Public-Policy-Funktion arbeitet im Rahmen der Verbandsarbeit an der Rückmeldung zu Gesetzesentwürfen mit und informiert uns frühzeitig über mögliche Gesetzesänderungen.
Risikoarten
Der Vorstand hat die Risikostrategie unserer Bank an die Komplexität der Geschäftstätigkeit angepasst. Auf Grundlage der jährlichen Risikoinventur hat er die im Folgenden beschriebenen Risikoarten als wesentlich klassifiziert; berücksichtigt bzw. beachtet wurden dabei die Vorgaben der Europäischen Zentralbank (EZB) zum ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) und ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process) sowie Risikokulturaspekte. Dem ILAAP-Leitfaden der EZB entsprechend wurde das Zahlungsunfähigkeitsrisiko als zusätzliches wesentliches Risiko eingestuft.
Die Wesentlichkeit einer Risikoart wird anhand qualitativer und quantitativer Kriterien mit Hilfe eines Scoring-Systems bemessen, das sich aus der Bewertung der potenziellen Schadenshöhe und -häufigkeit zusammensetzt. Ein Risiko ist als wesentlich einzustufen, sofern der Gesamtscore auf einer Skala von 1 bis 4 größer oder gleich 2,5 ist, d.h. die Eintrittsfrequenz und/oder die potenzielle Schadenshöhe als hoch eingeschätzt werden.
Im Folgenden beschreiben wir die wesentlichen Risikoarten:
Kreditrisiken
Als Kreditrisiko (hier: Adressenausfallrisiko) bezeichnet die Bank das Risiko von Verlusten aufgrund erwarteter und unerwarteter Zahlungsausfälle.
Das Hauptziel der Steuerung und des Managements von Kreditrisiken ist es, das Risiko-Rendite-Verhältnis kontinuierlich zu verbessern. Wesentliche Kennzahlen zur Risikomessung sind das Verhältnis der Risikokosten zum mittleren Kreditportfoliobestand (Cost of Credit) und der Anteil des notleidenden Bestandes am Gesamtbestand (NPL-Quote). Ermittelt werden diese und weitere Kennzahlen auf Segmentebene im Rahmen des monatlichen Risikoberichterstattung, um zu überwachen, dass der definierte Risikoappetit eingehalten wird. Außerdem werden die Ist- den Budget- und Prognosewerten gegenübergestellt.
Der Risikovorsorgebedarf wird monatlich berechnet, ausgehend von statistisch geschätzten Ausfallwahrscheinlichkeiten, Konversionsfaktoren und Verlustquoten. Die Wertberichtigungsmethoden nach IFRS und HGB sind harmonisiert und basieren auf dem dreistufigen Wertberichtigungsmodell gemäß dem Rechnungslegungsstandard IFRS 9. Neben den zum aktuellen Zeitpunkt verfügbaren Daten berücksichtigt der Ansatz zukunftsorientierte Informationen, insbesondere auf Basis makroökonomischer Annahmen. Kreditengagements in Stufe 2 weisen gegenüber den nicht risikoauffälligen Forderungen in Stufe 1 im Vergleich zum Kreditvergabezeitpunkt ein signifikant höheres Kreditrisiko auf; herangezogen als relevante Kriterien zur Bewertung werden dabei die empirisch geschätzte Ausfallwahrscheinlichkeit, die Anzahl aktueller oder früherer Rückstandstage und eine Watchlist für Geschäftskunden sowie Restrukturierungen aufgrund von Zahlungsstörungen. Der Übergang eines Kreditengagements in Stufe 3 erfolgt mit Ausfall des Engagements - also dann, wenn eine als materiell eingestufte Zahlungsstörung mit mehr als 90 Rückstandstagen vorliegt, oder aus anderen Gründen eine hinreichende Wahrscheinlichkeit dafür besteht, dass eine Forderung vom Kunden nicht bedient werden kann, z.B. im Fall einer Schuldnerinsolvenz oder bei einer rechtswirksamen Kreditkündigung. Für größere Engagements aus der Händlereinkaufsfinanzierung oder dem Business & Corporate Banking können zudem - auch ohne, dass die o.g. Kriterien vorliegen - Indizien für einen drohenden Zahlungsausfall oder finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners bei einer Einzelfallprüfung identifiziert werden; dies kann ebenfalls zu einer Einordnung in Stufe 3 führen.
Über alle drei Stufen der Wertberichtigungsmethode wird ausgehend von einem statistischen Modell eine pauschalierte Einzelwertberichtigung (PEWB) als Expected Credit Loss gebildet. Um die zu erwartenden Verluste zu schätzen, verwenden wir die empirisch ermittelten Risikoparameter Ausfallwahrscheinlichkeit (PD), Exposure at Default (EaD) und Verlustquote (LGD).
Die Ausfallwahrscheinlichkeit sagt aus, welcher Anteil des heutigen Bestandes in einem gewissen Zeitraum voraussichtlich ausfallen wird. Dieser Anteil unterscheidet sich nach der Stufe, in der sich das Kreditengagement befindet. In Stufe 1 wird ein Zeitraum von zwölf Monaten abgedeckt; bei Stufe 2 verwendet man eine Betrachtung basierend auf der verbleibenden Restlaufzeit des Engagements. Da Engagements in Stufe 3 als Ausfall deklariert werden, beträgt die Ausfallwahrscheinlichkeit dort 100 %. Der Parameter wird je nach Portfolio mithilfe eines Basisansatzes bzw. eines fortgeschrittenen Ansatzes ermittelt. Dabei beruht der Basisansatz auf der Anzahl der Rückstandstage, der fortgeschrittene Ansatz zusätzlich auf Werten aus internen Antrags- oder Verhaltensscorekarten.
Die produktbasierte Verlustquote (LGD) gibt an, welcher Anteil des Ausfallsaldos (EaD) voraussichtlich nicht einzubringen ist. Der Wert berücksichtigt die erwarteten barwertigen Zahlungseingänge sowie die Verwertung von Sicherheiten. Außerdem ist die Höhe der Verlustquote für Engagements der Stufe 3 abhängig von der Zeit seit dem Ausfall.
Bedeutende Engagements aus der Händlereinkaufsfinanzierung oder Business & Corporate Banking werden gesondert betrachtet; für diese wird auf Basis einer Sachverhaltsprüfung eine individuelle Wertberichtigung gebildet; berücksichtigt werden dabei Sicherheiten und zu erwartende Zahlungsströme.
Nachfolgend wird das Kreditportfolio nach Stufen und Geschäftssegmenten aufgegliedert:
Nettosaldo je Stufe und
Geschäftssegment per 31.12.2024
(in % und Mio. €)
| Segment | Privatkunden | Geschäftskunden | Immobilienfinanzierungen privat | Immobilienfinanzierungen gewerblich | Total |
| Stufe | |||||
| Stufe 1 | 90,2% | 93,0% | 99,1% | 93,0% | 91,3% |
| 22.181 | 4.589 | 2.408 | 15 | 29.193 | |
| Stufe 2 | 6,2% | 4,4% | 0,6% | 6,5% | 5,5% |
| 1.517 | 219 | 14 | 1 | 1.750 | |
| Stufe 3 (notleidende Forderungen) | 3,6% | 2,6% | 0,3% | 0,5% | 3,2% |
| 895 | 129 | 8,38 | 0,08 | 1.033 | |
| Total | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% |
| 24.594 | 4.936 | 2.431 | 16 | 31.976 |
Wir weisen darauf hin, dass unsere Kreditnehmer größtenteils wirtschaftlich unselbstständig sind; die überwiegende Mehrheit (ca. 91 %, Vorjahr ca. 95%) ist Stufe 1 zugeordnet.
Kernelemente des Kreditrisikomanagements sind die Prüfung sämtlicher Kreditherauslagen sowie der Regeln für Kreditherauslagen und Restrukturierungen; dazu kommt die Pflege und Dokumentation der Kompetenzen, einschließlich der Überwachung der Einhaltung und der Verantwortung für alle entsprechenden Richtlinien und Organisationsanweisungen.
Ebenfalls und in vollem Umfang umfasst das Kreditrisikomanagement Forderungen, die Gegenstand emittierter Pfandbriefe sind, sowie diejenigen Forderungen, die im Rahmen von traditionellen und synthetischen Verbriefungstransaktionen als Sicherheiten-/Referenzportfolio dienen. Die potenziellen Kreditrisiken aus einbehaltenen Emissionen weisen wir gesondert aus.
Für das Management der Kreditrisiken analysieren wir kontinuierlich die Faktoren, die die Risikosituation unserer Bank beeinflussen, verbunden mit den Erkenntnissen aus sämtlichen Entscheidungs-, Prognose- und Bewertungsverfahren.
Kontrahentenausfallrisiken
Als Kontrahentenausfallrisiko sieht unsere Bank das Risiko durch den Ausfall eines Kontraktpartners bei Geldmarkt-, Kapitalmarkt-, Derivat- oder Fremdwährungsgeschäften. Um das Kontrahentenausfallrisiko zu überwachen, haben wir ein Limitsystem und eine tägliche Ratingüberwachung eingerichtet, deren Ergebnisse im Rahmen des monatlichen Risikoberichts berichtet werden. Eine Quantifizierung des Kontrahentenausfallrisikos findet im Rahmen des ICAAP als Teil des Adressenausfallrisikos statt.
Marktpreisrisiken
Als Marktpreisrisiko definiert unser Institut das Risiko potenzieller Verluste durch Wertverluste von Wertpapieren oder des zinstragenden Bestandes, inklusive unwiderruflicher Kreditzusagen, die der Bank aufgrund von Veränderungen der Preise und Zinsen an den Finanzmärkten entstehen können. Bei uns sind diese Risiken größtenteils zinsinduziert. Daneben bestehen in sehr geringem Umfang Fremdwährungsrisiken. Um Fristeninkongruenzen aus dem Kundengeschäft gezielt zu steuern, setzen wir bei Bedarf derivative Instrumente in Form von Zinsswaps ein. Im Verlauf des Berichtsjahres 2024 wurden Zinsswaps in einem nominalen Volumen von insgesamt 4.200 Mio. Euro (im Vorjahr: 5.190 Mio. Euro) abgeschlossen.
Mit Blick auf das Zinsänderungsrisiko betrachtet die Bank den Barwertverlust, der im Zinsbuch dadurch entsteht, dass sich die Zinsstrukturkurve verändert. Neben den Parallelverschiebungen der Zinskurve wird eine Reihe weiterer Zinsszenarien berechnet und im Risikobericht ausgewiesen - unterschieden nach steuerungsrelevanten, regulatorischen und weiteren Szenarien. Ebenfalls untersucht wird, inwieweit sich Parallelverschiebungen der Zinskurve auf das Zinsergebnis auswirken (GuV-orientierter Ansatz).
Mithilfe eines eigens entwickelten Asset Liability Datamarts werden die Cashflows aller zinstragenden Positionen einschließlich bestehender Pensionsverpflichtungen und unwiderruflicher Kreditzusagen ermittelt und der Barwert des Zinsbuches berechnet. Im monatlichen Risikobericht werden in einem separaten Report die Ergebnisse zum Zinsänderungsrisiko zusammenfassend dargestellt. Zum Bilanzstichtag betrug das Zinsänderungsrisiko bei einer Zinsveränderung von minus 100 Basispunkten 62,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 43,1 Mio. Euro). Das Risiko bei einer Zinsveränderung von plus 100 Basispunkten lag per Ende Dezember 2024 bei minus 85,1 Mio. Euro (im Vorjahr: minus 71,5 Mio. Euro). Im Laufe des Berichtsjahres wurden als Steuerungsmaßnahmen Zinsswaps zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos eingesetzt. Durch den Abschluss dieser wurde der Anstieg des Zinsänderungsrisikos im Berichtsjahr begrenzt. Unser Vorstand wird über die Risikoentwicklung zeitnah informiert, und zwar im Rahmen der Überwachungsmaßnahmen, durch die turnusmäßige Berichterstattung (monatlicher Risikobericht) und die Erörterung im Asset & Liability Committee sowie im Zuge der festgelegten Eskalationsmechanismen.
Die barwertigen Auswirkungen im Anlagebuch aufgrund einer plötzlichen unerwarteten Zinsänderung beliefen sich bei einem Kurzfristschock aufwärts der Zinsstrukturkurve (kurzfristige Zinsveränderung von plus 250 Basispunkten und langfristige Zinsveränderung von plus 0,1 Basispunkten) per Ende Dezember 2024 auf minus 176,7 Mio. Euro (im Vorjahr: minus 182,9 Mio. Euro). Dies entspricht einem Risiko in Höhe von 5,6 % des Kernkapitals (im Vorjahr: 6,2%). Dieses Szenario stellt innerhalb der sechs regulatorischen Szenarien im Rahmen der Supervisory Outlier Tests (SOT) unter Berücksichtigung einer dynamischen Zinsuntergrenze das größte Risiko dar.
Zur Beurteilung des pfandbriefimmanenten Zinsänderungsrisikos bzw. der den Pfandbriefen zugrunde liegenden Deckungsmasse werden Zinsstresstests mittels der Pfandbrief-Software TXS durchgeführt. Gemäß dem in § 5 Pfandbrief-Barwertverordnung (PfandBarWertV) definierten statischen Ansatz wird die Zinskurve um plus/minus 250 Basispunkte verschoben sowie die Einhaltung der gesetzlichen Limite und der internen Warnschwellen überwacht. Zum Stichtag 31.12.2024 lag das Ergebnis beim Shift um plus 250 Basispunkte bei 677 Mio. Euro (im Vorjahr: 248 Mio. Euro), beim Shift um minus 250 Basispunkte bei 862 Mio. Euro (im Vorjahr: 397 Mio. Euro). Bei Bedarf kann ein Ad-hoc-Stresstest zu beliebig wählbaren Zinsszenarien durchgeführt werden.
Die im Anlagebestand gehaltenen ABS-Bonds, deren Grundlage eigene Assets sind, beliefen sich zum 31. Dezember 2024 auf ein Nominalvolumen von 3,0 Mrd. Euro (im Vorjahr: 4,8 Mrd. Euro). Im Verlauf des Berichtsjahres hat unsere Bank eine ABS-Transaktionen aus dem Anlagebestand abgewickelt (Clean-up Call, Ausübung der Rückkauf-Option). Folglich sank der Anlagebestand. Die einbehaltenen ABS dienten Anfang des Jahres, bis zur vollständigen Rückzahlung, als Besicherung der TLTRO-Ziehungen bei der EZB. Zum Jahresultimo kam es für eigene ABS-Papiere im Vergleich zum Vorjahr zu einer stillen Last in Höhe von 125,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 258,1 Mio. Euro). Grund dafür waren neben dem gesunkenen Zinsniveau die niedrigeren Spreads der ABS-Bonds sowie die veränderte Zusammensetzung unseres Portfolios. Im Laufe des Berichtsjahres wurden bei unserem Institut zwei Wertpapiere fällig und ein neues Wertpapier erworben, diese werden dem Anlagevermögen zugerechnet. Zum 31. Dezember 2024 lag der Wertpapierbestand bei 800 Mio. Euro (im Vorjahr: 1.000 Mio. Euro). Der Value at Risk (VaR) betrug zum gleichen Zeitpunkt 1,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 10,3 Mio. Euro) bei einem Konfidenzniveau von 99 %, 500 Tagen Beobachtungszeitraum und 20 Tagen Haltedauer.
Im Jahre 2024 wurde zudem ein Portfolio von drei langlaufenden Bonds mit einem Volumen von 390 Mio. Euro zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus Pensionsverpflichtungen erworben.
Rohwaren- und sonstige Preisrisiken sind für unsere Bank nicht relevant. Wir halten keine bedeutenden Aktienbestände.
Unter Marktpreisrisiken werden auch die direkten Restwertrisiken gefasst. Als Restwertrisiko wird eine negative Abweichung des kalkulierten Restwerts eines Leasingvermögensgegenstandes vom Marktwert am Ende der Vertragslaufzeit definiert. Um ein direktes Restwertrisiko handelt es sich, sofern kein Andienungsrecht des Leasingnehmers bzw. keine Rückkaufsvereinbarung eines Garanten vorliegt. Obwohl unsere Bank keine direkten Restwertrisiken eingeht, stellen diese auf der konsolidierten Ebene der deutschen Finanzgruppe ein wesentliches Risiko dar und werden folglich in die Risikoüberwachung und Risikotragfähigkeitsrechnung eingebunden.
Credit-spread-Risiko im Anlagebuch
Das (Credit-)Spread-Risiko gehört zu den Marktpreisrisiken. Dabei ist der Credit-Spread definiert als die Renditedifferenz zwischen einer risikolosen und einer risikobehafteten Anleihe. Das Credit-Spread-Risiko bezeichnet das Risiko von Marktwertveränderungen einer Gruppe von kreditrisikobehafteten Produkten aufgrund der Marktwahrnehmung der Kreditqualität, entweder durch geänderte Erwartungen über die Kreditqualität oder durch Änderungen der Marktliquidität. Das CSRBB-Risiko des Bond Portfolios wird mittels einer Value at Risk (VaR) Berechnung gemeinsam mit dem Zinsänderungsrisiko berechnet und beträgt zu Dezember 2024 1,5 Mio. Euro.
Pensionsrisiken
Als Pensionsrisiko versteht die Bank das Risiko aus erhöhten Pensionsverpflichtungen, die sich aus Veränderungen der Zinsen und biometrischer Parameter ergeben. Dieses Risiko wird in den Abläufen des Risikomanagements und -controllings sowie in die Risikotragfähigkeitsrechnung einbezogen. Das Pensionsrisiko wird mittels einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt und über das in der Risikotragfähigkeitsrechnung festgelegte Einzellimit überwacht. Zudem sind die Zahlungsströme, die aus den Pensionsverpflichtungen resultieren, in allen Zinsschockszenarien berücksichtigt. Seit der Veröffentlichung des BaFin-Rundschreibens 06/2019 werden die Pensions-Cashflows ebenso in alle Szenarien eingebettet, die für den Supervisory Outlier Test (SOT) relevant sind. Unser Vorstand wird regelmäßig über die Entwicklung der Berechnungen informiert.
Liquiditätsrisiken
Als die zwei wesentlichen Liquiditätsrisiken bezeichnet unser Institut das Refinanzierungs- - und das Zahlungsunfähigkeitsrisiko; Letzteres kann Ergebniseinbußen aufgrund einer Verschlechterung der eigenen Refinanzierungsbedingungen am Geld- oder Kapitalmarkt zur Folge haben kann.
Refinanzierungsrisiko
Das Refinanzierungsrisiko beschreibt das Risiko, dass Refinanzierungsmittel aufgrund von verschlechterten Bedingungen (z.B. Ratingveränderungen) am Geld- oder Kapitalmarkt nur zu erhöhten Kosten aufgenommen werden können. Das Refinanzierungsrisiko kann zu potenziellen Gewinneinbußen führen und wird daher auch als Refinanzierungskostenrisiko bezeichnet. Gesteuert und überwacht wird das Refinanzierungsrisiko im Rahmen des Internal Liquidity Adequacy Assessment Process (ILAAP) und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP), die als Teil des allgemeinen Risikomanagements in unsere Risiko- und Eigengeschäftsstrategie eingebettet sind. 3 Kernelemente des ILAAP sind die Modellierung, Quantifizierung, Validierung, Überwachung und Berichterstattung der Liquiditätsrisiken und die Prüfung dieser Prozesse durch die interne Revision. Ziel ist es, ein robustes Liquiditätsrisikomanagement sicherzustellen. Auch das weiter unten beschriebene Zahlungsunfähigkeitsrisiko ist Bestandteil des ILAAP. Gemanagt wird das Liquiditätsrisiko in der ökonomischen Sichtweise mittels der Liquiditätsablaufbilanz, in der die erwarteten Mittelzu- und -abflüsse über einen Zeitraum von 72 Monaten gegenübergestellt werden, sowie anhand aktueller Prognosen, die von unserer Treasury-Funktion täglich anzufertigen sind. Zudem berechnet unser Institut basierend auf dem Fälligkeitsprofil Liquiditätsstresstests in unterschiedlichen Szenarien; diese wiederum münden in der Kalibrierung des Liquiditätspuffers.
Zum Bilanzstichtag hatte die Bank die Refinanzierung des Aktivgeschäfts auf folgende Säulen gestellt: Einlagen privater und institutioneller Kunden (65 %, im Vorjahr: 65%), am Markt platzierte Verbriefungstransaktionen (14%, im Vorjahr: 11%), Medium Term Notes, Commercial Papers und Hypothekenpfandbriefen (9 %, im Vorjahr: 12%) sowie die Aufnahme von Geldern bei Drittbanken und die Emission von Instrumenten, die als berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten für die Zwecke der Sanierungs- und Abwicklungsplanung gelten (12%, im Vorjahr: 12% inkl. TLTRO).
Dank der diversifizierten Refinanzierungsstruktur unserer Bank war die Liquidität während des Berichtsjahres jederzeit sichergestellt. Ferner haben wir den Liquiditäts-Notfallplan gemäß ILAAP-Anforderungen turnusmäßig aktualisiert: mit Maßnahmen im Fall eines Liquiditätsengpasses, einschließlich der Kommunikationswege. Dazu gehört auch die Darstellung der unmittelbar zur Verfügung stehenden Liquiditätsquellen.
3 Zur Betrachtung des
Refinanzierungskostenrisikos im ICAAP, siehe das Kapitel
ICAAP.
Um im Pfandbriefgeschäft die jederzeitige Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen zu gewährleisten und Liquiditätsengpässe zu erkennen, haben wir Warnschwellen und Limite für den täglichen Liquiditätsbedarf festgelegt. Die Überwachung der größten kumulierten Liquiditätslücke für die jeweils nächsten 180 Tage wird jeden Tag durchgeführt. Zusätzlich wurde eine Warnschwelle bei 210 Tagen gesetzt. In diesem Zeitraum ist eine kontinuierliche Überdeckung sicherzustellen. Die Liquiditätsüberwachung im Pfandbriefgeschäft soll zudem dafür sorgen, dass die gesetzlichen Limite und die internen Frühwarnindikatoren in der Liquiditätsvorschau eingehalten werden.
Zum 31. Dezember 2024 betrug die Liquidity Coverage Ratio LCR 255% (im Vorjahr: 221%).
Der monatliche Risikobericht enthält die Liquiditätsablaufbilanz und -kennzahlen, sodass die dispositive und strukturelle Liquiditätssicht beurteilet werden kann. Zudem liefert unser Financial Management in den Vorstandssitzungen Informationen zur Gelddisposition, zur Refinanzierung und zur Geldanlagepolitik.
Zahlungsunfähigkeitsrisiko
Dieses Risiko bezeichnet die Gefahr, dass Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachgekommen werden kann. Potenzieller Grund kann eine allgemeine Liquiditätsstörung an den Geldmärkten sein; diese kann einzelne Institute oder den gesamten Finanzmarkt betreffen. Insbesondere können Marktstörungen dazu führen, dass maßgebliche Vermögensgegenstände ausfallen. Ursächlich für Liquiditätsengpässe können auch unerwartete Ereignisse im eigenen Kredit- und Einlagengeschäft sein. Treasury steuert dieses Risiko, die Überwachung obliegt unserem Controlling.
Mithilfe des täglichen vorgesehenen Berichts Daily Liquidity Status and Outlook überwacht und prognostiziert unsere Bank den Liquiditätsbedarf für die nächsten fünf Tage und ermöglicht so die Kontrolle über eine ausreichende kurzfristige Liquidität.
Um das innertägliche Liquiditätsmanagement zu ermöglichen, unterhält unser Institut Konten für die Mindestreserve bei der EZB. Zudem wird der Zahlungsverkehr mit großen Positionen über Target2-Konten abgewickelt. Diese sind mit Blick auf den Kontostand mehrmals täglich zu überwachen und zu disponieren, sodass die benötigte Liquidität auch innertäglich sichergestellt ist.
Der kurzfristige Liquiditätsbedarf wird über die Kennzahl Independent Liquidity Reserve evaluiert und im internen Risikobericht dargestellt. Um diesen Bedarf abdecken zu können, hält unsere Bank einen Liquiditätspuffer von derzeit mindestens 2,1 Mrd. Euro vor; die Höhe dieses Puffers ist mittels verschiedener Stressszenarien monatlich zu validieren und neu festzulegen. Anhand gesamtwirtschaftlicher und idiosynkratischer Stressszenarien sowie einer Kombination dieser Szenarien werden außerdem potenzielle Auswirkungen auf die Liquiditätspositionen analysiert und ebenfalls im Risikobericht dargestellt.
Geschäftsstrategische Risiken
Als geschäftsstrategische Risiken sieht die Bank das Risiko potenzieller Verluste und verminderter Gewinne durch nachteilige geschäftsstrategische Entwicklungen, Entscheidungen bzw. geschäftsfeldspezifische Zielvorgaben oder durch eine negative Veränderung des wirtschaftlichen Umfelds. Ebenso darunter gefasst wird die Nichterreichung vertrieblicher Ziele aufgrund wechselnder Kundenpräferenzen oder durch neue Marktteilnehmer. Strategische Risiken managt unser Vorstand direkt mittels geeigneter Instrumente (z.B. in Vertrieb und Marketing), unser Controlling überwacht sie. Unsere Vertriebseinheiten steuern die Vertriebsrisiken, deren Überwachung obliegt ebenfalls dem Controlling. Wir prüfen in diesem Zusammenhang Auswirkungen von Gesetzesänderungen, von Änderungen regulatorischer Anforderungen und von Bestimmungen zum Verbraucherschutz, um diese in unserer Geschäftsstrategie und der Produktentwicklung angemessen zu berücksichtigen. Als Reaktion auf die Umsetzung des Zukunftsfinanzierungsgesetzes, vor allem der sogenannten Cooling-Off-Phase für Restschuldversicherungen, haben wir im Rahmen eines Neu-Produkt-Prozesses gemeinsam mit unserem Versicherer dessen Produkte und unseren Vertriebsprozess überarbeitet. Unsere Bank hatte sich bereits im Rahmen der VAG-Änderungen 2022 bei der Vermittlung von Versicherungen breiter aufgestellt und ist somit in diesem Bereich nicht ausschließlich von den von uns vermittelten Restschuldversicherungen abhängig. Im Wesentlichen sind Produkte zur Mobilitäts- und Einkommensabsicherung hinzugekommen. Diese sollen der Reduzierung möglicher Ertragsauswirkungen dienen und sind im Rahmen des Geschäftsplanungsprozesses berücksichtigt.
Operationelle Risiken
Für die Risikomessung und -überwachung der operationellen Risiken ist Non-Financial Risk & Internal Control zuständig.
Im Einklang mit der Capital Requirements Regulation (CRR) definiert unser Institut das operationelle Risiko als Risiko von Verlusten, die verursacht werden durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Prozessen, von Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse. Diese Definition umfasst auch Rechtsrisiken; explizit ausgeschlossen sind die strategischen Risiken sowie Geschäfts- und Reputationsrisiken.
Speziell geschulte OpRisk-Koordinatoren steuern die operationellen Risiken in ihren jeweiligen Bereichen aktiv und setzten dazu gruppenweite Instrumente und Verfahren ein. Als zweite Verteidigungslinie überwacht und unterstützt Non-Financial Risk & Internal Control die Fachbereiche bei der operationellen Risikosteuerung und berichtet an die Risikogremien und den Gesamtvorstand. Zu den Instrumenten und Verfahren gehören insbesondere die Meldung und Analyse bereits eingetretener Schadensfälle (interne Verlustdaten), die Risk Control Self Assessments und Szenarien zur Antizipation hoher operationeller Risikopotenziale sowie die Prüfung von Risikoindikatoren, die als Frühwarnsystem fungieren. Zudem sind Kontrollen vorgesehen, um diejenigen Schwachstellen ausfindig zu machen, die ein erhöhtes operationelles Risiko auslösen können. Die operationellen Risiken werden identifiziert und bewertet, das Risikoprofil und die -konzentrationen regelmäßig kontrolliert sowie die Risiken systematisch mitigiert. Zudem werden die operationellen Risiken im Rahmen des ökonomischen Kapitals limitiert und mittels Kennzahlen, die den Risikoappetit messen, überwacht und regelmäßig an die Risikogremien berichtet. Zum 31. Dezember 2024 betrug die primäre Kennzahl der Nettoschadenssumme, d.h. abzüglich eventueller Erstattungen, zum Bruttoergebnis "OpRisk Net Loss to Gross Margin" 0,83 % (im Vorjahr: 0,61 %).
Mit dem Ziel, seine Funktionsfähigkeit sicherzustellen, hat unser Institut daneben ein Konzept zum Business-Continuity-Management implementiert, so dass bei Eintritt eines Stör- oder Notfalls die als kritisch identifizierten Geschäftsprozesse fortgeführt werden können.
Informations- und Kommunikationstechnologierisiken, inklusive Risiken aus Cyberkriminalität
In den vergangenen Jahren sind die Risiken,, die sich aus der Verwendung neuer Technologien und der fortschreitenden Digitalisierung sowie aus Cyberkriminalität ergeben, immer weiter gewachsen. Darum widmet unsere Bank diesen operationellen Risiken besondere Aufmerksamkeit.
Die Hauptziele unserer Cyber-Security-Strategie zum Management von Cyber-Risiken sind der Schutz gegen Cyberkriminalität und die Schaffung einer widerstandsfähigen Infrastruktur; dazu setzen wir auf zeitgemäße technologische Instrumente.
Um diese Ziele zu erreichen, haben wir ein Cyber-Security-Rahmenwerk implementiert, das auf Methoden internationaler Sicherheitsstandards aufbaut und gleichzeitig dem Cyber Security Framework der Santander Gruppe folgt.
Dabei werden die regulatorischen Anforderungen (Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT, BAIT) berücksichtigt sowie entsprechende Leitlinien und Vorgehensweisen abgeleitet und umgesetzt.
Unsere Bank hat einen ganzheitlichen Ansatz entwickelt, um die Eintrittswahrscheinlichkeit von Cyber-Risiken durch die Implementierung geeigneter Gegenmaßnahmen zu reduzieren und damit die Verluste aus Cyberkriminalität gering zu halten. Bei der Nutzung von Cyber-Security-Diensten profitiert unser Institut von der Expertise, den Services und Ressourcen der Santander Gruppe. Um die Cyber-Sicherheitsmaßnahmen weiter zu verbessern und den Herausforderungen mit noch moderneren Methoden entgegentreten zu können, führte unsere Gruppe im Berichtsjahr strategische Initiativen fort; dazu gehören Secure Development Lifecycle, Zero Trust Access und Supply Chain Security.
Veraltete Systeme und Anwendungen sind die Ursache vieler Cyber-Risiken. Um diese Schwachstellen zu schließen, folgt unsere Bank der "Null-Toleranz-Politik" der Santander Gruppe. Auf Basis der Kritikalitätseinstufung von IT-Anlagen haben wir Prioritäten gesetzt und verfolgen das Ziel, dass es keine veraltete Software oder Hardware, keine überfälligen kritischen Sicherheits-Patches und keine überfälligen kritischen Schwachstellen gibt. Zu diesem Zweck und um Maßnahmen zu überprüfen, hat unser Institut entsprechende Kennzahlen und Überwachungsmechanismen etabliert.
Aufgabe des dem Chief Information Security Officer (CISO) zugeordneten Cyber Security Teams ist, die Implementierung und Kontrolle von IT-Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Definiert wurden operationelle Risiko- und Risikoappetitindikatoren zur Überwachung der wesentlichen operationellen Risiken (Betrug, IT, Cyberkriminalität und Outsourcing). Daneben haben wir das Kontrollumfeld innerhalb der ersten Verteidigungslinie weiterentwickelt. Auf monatlicher Basis berichtet Non-Financial Risk & Internal Control die oben erwähnten Indikatoren an das Management und überwacht zudem die IT- und Cyber-Aktivitäten sowie entsprechende Maßnahmen.
Betrugsrisiko
Das Betrugsrisiko beschreibt das Risiko, das aus geschäftsgefährdenden, wirtschaftskriminellen Handlungen entsteht. Fraud Steering ist als Betrugspräventions-Funktion u.a. dafür verantwortlich, Betrugsabwehrsysteme zu entwickeln und Prozesse zu etablieren und zu optimieren. Außerdem obliegt der Abteilung die Umsetzung von Anforderungen und die Kommunikation mit verschiedenen Einheiten; dazu kommen regelmäßige Berichterstattung und die Analyse von Betrugs-Szenarien. Es besteht ein stetiger Informationsfluss zur Zentralen Stelle im Compliance. In puncto Methodik und Herangehensweise bleibt die Rahmenrichtlinienkompetenz bei der Zentralen Stelle.
Die Abteilung Risk Execution Retail & Fraud Prevention ist zuständig für die Bearbeitung von Betrugsverdachtsmeldungen, entsprechende Recherchen und die Erstattung von Strafanzeigen sowie für Schulungen von Vertriebsmitarbeitern.
Auslagerungsrisiko
Das Auslagerungsrisiko bezeichnet das Risiko potenzieller Verluste aufgrund von Auslagerungen an Unternehmen, und zwar als Folge von möglichen Abhängigkeiten von diesen Unternehmen, mangelnder Transparenz über diese Unternehmen oder mangelnder Eingriffsmöglichkeiten bei schlechten internen Abläufen oder von geschäftlichen Schwierigkeiten dieser Unternehmen. Zur Umsetzung der Vorschrift gemäß § 25b KWG sowie der konzernweiten Vorgaben zur Auswahl, Steuerung und Kontrolle relevanter Dienstleister hat unsere Bank umfassende Regelungen getroffen, die darauf ausgerichtet sind, die Anforderungen an Auslagerungen ausgehend vom Risikogehalt zu definieren.
Das zentrale Auslagerungsmanagement, das organisatorisch Teil unseres Controlling ist, definiert die Regeln, nach denen Dienstleister für unser Institut tätig werden dürfen und macht Vorgaben für die laufende Überwachung. Die tatsächliche Steuerung und Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben obliegen dezentral dem jeweiligen Fachbereich, der die Leistung bezieht.
Rechtsrisiken
Als Rechtsrisiko sieht die Bank das Risiko von Verlusten aufgrund der Verletzung von geltenden rechtlichen Bestimmungen, inklusive regulatorischer Vorschriften und vertraglicher Verpflichtungen. Dies beinhaltet auch das Risiko, das durch eine geänderte Rechtsprechung für in der Vergangenheit abgeschlossene Geschäfte entsteht, jedoch nicht das Risiko, infolge einer geänderten Gesetzeslage die zukünftige Geschäftstätigkeit umstellen zu müssen.
Legal & Governance, Compliance und die Public-Policy-Funktion halten die entsprechenden Bereiche unseres Instituts über aktuelle gesetzliche und rechtliche Entwicklungen auf dem Laufenden, damit diese in unserer Geschäftstätigkeit berücksichtigt werden. Verträge und Standardformulare werden mit unserer Rechtsabteilung abgestimmt. Für bestehende Rechtsrisiken bilden wir Rückstellungen in angemessener Höhe.
Prozessrisiken
Das Prozessrisiko ist das Risiko von Verlusten aufgrund von Fehlern bei der Abwicklung von Geschäften, beim Prozessmanagement oder in den Beziehungen zu Geschäftspartnern. Für die Definition ihrer Prozesse sind die Geschäftsbereiche verantwortlich, ebenso müssen sie deren ordnungsgemäße Ausführung sicherstellen. Um Risiken zu reduzieren, werden Kontrollen im Rahmen des Kontrollmodells definiert, bewertet und zertifiziert sowie mittels organisatorischer Sicherungsmaßnahmen überwacht. Sowohl in der Aufbau - als auch der Ablauforganisation unserer Bank sind Maßnahmen integriert, die dazu dienen, Fehler zu verhindern und ein vorgegebenes Sicherheitsniveau zu gewährleisten.
Modellrisiken
Das Modellrisiko bezeichnet die Gefahr, dass durch die Anwendung vereinfachter oder nicht sachgerechter Methoden oder Parameter die Marktrealitäten nicht angemessen abgebildet werden und dadurch die tatsächliche Ertrags- oder Risikolage der Bank nicht korrekt dargestellt wird; dazu zählt auch die Gefahr einer nicht sachgerechten Anwendung von Modellen. Der für das Modell verantwortliche Linienmanager steuert die Risiken. Risk Controlling ist dafür verantwortlich, Risiken zu überwachen, die sich aus Modellmängeln ergeben können. Um sicherzustellen, dass diese Risikoart adäquat gesteuert und kontrolliert wird, haben wir eine Inventur für Risikomodelle durchgeführt und ein Regelwerk für den Umgang mit Modellrisiken eingeführt. Daneben werden in regelmäßigen Zeitabständen alle statistischen Modelle validiert.
Reputationsrisiken
Das Reputationsrisiko ist definiert als das Risiko aktueller oder potenzieller negativer wirtschaftlicher Auswirkungen auf die Bank aufgrund einer Schädigung der Wahrnehmung des Instituts bei ihren Anspruchsgruppen (Kunden, Mitarbeiter, Anteilseigner, andere Kreditinstitute und die Öffentlichkeit im Allgemeinen, wie z. B. Ratingagenturen und Aufsichtsbehörden). Nachhaltigkeitsaspekte erlangen hier eine immer größere Bedeutung. Reputationsrisiken treten nur selten allein, sondern in der Regel ergänzend zu anderen Risikoarten auf. Gesteuert werden sie von den verantwortlichen Linienmanagern. Hierzu hat Regulatory Compliance Leitlinien erstellt, nach denen die Bereiche potenzielle Risikoszenarien identifizieren, analysieren und bewerten, um ggf. im Anschluss Maßnahmen zu definieren und zu ergreifen. Diese Szenarien werden Regulatory Compliance gemeldet, die dann wiederum die Bereiche beim Management ihrer Reputationsrisiken begleitet. Zudem veranstaltet die Abteilung einerseits ein regelmäßiges Reputational Risk Forum, an dem verschiedene Bereiche der Bank teilnehmen, andererseits führt sie das Reputational Risk Assessment durch, indem verschiedene Risikoszenarien abgebildet werden. Wir sehen Reputationsrisiken als wesentliche Risikotreiber für unsere Refinanzierungssituation am Kapitalmarkt. Ziel unseres Kontrollsystems ist es, eine Schädigung der Reputation und mithin unserer Refinanzierungssituation zu mindern.
Neben den wesentlichen Risiken, die direkt in die Risikotragfähigkeitsrechnung Eingang finden, wurden im Rahmen der Risikoinventur die folgenden Risiken als relevant eingeschätzt: Migrations-, Branchen- bzw. Sektorrisiken, Beteiligungs-, Strategieumsetzungs-, Beschaffungs- (Procurement-), Compliance- und (Wohl-)Verhaltensrisiken (Conduct-Risiken), Risiken aus Finanzkriminalität sowie Personal- und Nachhaltigkeitsrisiken (sog. ESG-Risiken). Die beiden letztgenannten Risikoarten und das als wesentlich eingestufte Reputationsrisiko wirken auf andere Risikoarten als Risikotreiber und sind daher nicht als alleinstehende Risikoarten zu betrachten. Relevante Risken liegen vor, wenn die Bewertung einen Gesamtscore von mindestens 2,3 aber weniger als 2,5 ergibt. Sie werden - unter Einhaltung des Three-Lines-of-Defense-Modells - direkt durch die zuständigen Bereiche gesteuert und überwacht. Diese werden nachfolgend erläutert:
Migrationsrisiko
Das Migrationsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass aufgrund der Bonitätsverschlechterung eines Kreditschuldners innerhalb der vereinbarten Kreditlaufzeit ein Verlust eintritt. Unsere Risikomanagementeinheiten steuern diese Risiken, Risk Controlling überwacht sie.
Branchenrisiken
Das Branchenrisiko beschreibt das Risiko, das durch Engagements in speziellen Branchen entsteht, und zwar aufgrund der Konzentration auf bestimmte Produkte, die im Zeitablauf unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen ausgesetzt sind (z.B. veränderten Konsumgewohnheiten oder steigenden Rohstoffpreisen). Beobachtet werden etwaige Branchenrisiken im Rahmen der Konzentrationsrisikoüberwachung. Für die wesentlichen Branchen erstellt unser Risikomanagement turnusmäßig entsprechende Berichte.
Beteiligungsrisiken
Unter dem Beteiligungsrisiko versteht die Bank den Rückgang von Beteiligungsbuchwerten, den Ausfall von Dividendenzahlungen und etwaige Nachschussverpflichtungen. Überprüft und bewertet wird dieses Risiko im Rahmen des sog. "Impairment Tests". Beim Erwerb weiterer Beteiligungen wird die Wesentlichkeit dieser Risikoart bei der Übernahmeanalyse, die einer anlassbezogenen Risikoinventur entspricht, überprüft und ggf. weitere Kontrollmechanismen implementiert.
Strategieumsetzungsrisiko
Strategieumsetzungsrisiken sind häufig projektbezogen und werden als solche im Rahmen des Projektmanagements gesteuert werden. Werden neue Produkte eingeführt oder neue Märkte erschlossen, haben wir einen Neu-Produkt-Prozess implementiert, in dem die Standards zur Minderung von Projektrisiken gesetzt sind. IT-Projekte werden gemäß der bestehenden Komitee-Struktur gesteuert und überwacht, damit verbunden sind Priorisierungen und Eskalationsmechanismen.
Beschaffungsrisiko (Procurement risk)
Als Beschaffungsrisiko bezeichnet unser Institut das Risiko, das bei dem Prozess des Kaufs oder der Beschaffung von Produkten, Dienstleistungen oder Ressourcen durch Preisschwankungen auftritt und die Preiskalkulation erschwert.
Compliance-Risiken
Als Compliance-Risiko beschreibt die Bank das Risiko potenzieller Verluste, die durch Nichteinhalten regulatorischer oder gesetzlicher Vorgaben entstehen. Der verantwortliche Linienmanager steuert diese Risiken, unsere Compliance überwacht sie.
Der Compliance-Funktion obliegt die Aufgabe, die wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben zu identifizieren, deren Nichteinhaltung zu einer Vermögensgefährdung des Instituts führen kann. Um neue gesetzliche Anforderungen zu identifizieren, nutzt die Funktion das webbasierte Informationssystem RADAR. Außerdem werden Meldungen der nationalen und europäischen Bankenaufsicht sowie Meldungen aus anderen öffentlich zugänglichen Quellen regelmäßig gesichtet. Daneben überwacht Compliance die Umsetzung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben.
Verhaltensrisiken (Conduct-Risiken)
Das Conduct-Risiko ist definiert als das bestehende oder künftige Risiko von Verlusten infolge von Fehlverhalten oder unangemessenen Praktiken der Bank im Rahmen der Kundenbeziehung, einschließlich der Art und Weise, wie die Kunden behandelt werden, sowie der von unserem Institut angebotenen Produkte und Dienstleistungen und deren Eignung für den einzelnen Kunden. Identifiziert, bewertet und gesteuert bzw. minimiert wird das Conduct-Risiko in erster Linie durch die Fachbereiche, die in direkten oder indirekten Kundenkontakt stehen. Dazu zählen in erster Linie die produktentwickelnden bzw. -verantwortlichen Bereiche, der Vertrieb, die Kundenbetreuung und das Forderungsmanagement. Zurückgegriffen wird dabei u. a. auf gruppenweite Instrumente und Verfahren, wie dem Conduct Risk Self Assessment sowie auf diverse Metriken und KPIs zur Überwachung von Conduct Risiken, beispielsweise im Zusammenhang mit dem Forderungsmanagement oder dem Versicherungsvertrieb. Compliance gibt den Rahmen für das Management dieser Risiken vor und prüft dessen Einhaltung mithilfe eines umfangreichen Überwachungs- und Kontrollsystems. Dieses umfasst u. a. die enge Begleitung bei der Einführung neuer Produkte, die Überwachung aller bestehenden Produkte, die Prüfung und Freigabe von Werbe- und Marketingmaterialien und Schulungsmaßnahmen für den Vertrieb, die Überwachung der Anzahl von und der Gründe für Beschwerden sowie die Durchführung von Root-Cause-Analysen als Indikator für Missstände. Insbesondere für das Wertpapiergeschäft ist zudem vorgesehen, Kundenunterlagen stichprobenartig zu kontrollieren und ggf. mit Änderungen freizugegeben, um die erforderliche Redlichkeit und Transparenz zu gewährleisten - mit dem Fokus auf mögliche Produktrisiken und Kosten für die Kunden. Zudem werden im Wertpapiergeschäft die Schulungsmaßnahmen für unsere Mitarbeitenden auf ihre inhaltliche Richtigkeit und die gewünschte Priorisierung der Kundeninteressen hin überprüft. Das Gleiche ist vorgesehen für alle internen Arbeitsanweisungen und Richtlinien.
Risiken aus Finanzkriminalität
Unter die Risiken aus Finanzkriminalität fallen das Risiko von Betrug, irreführender Werbung, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Korruption, Bestechung und Einflussnahme, Börsenkriminalität oder Marktmissbrauch sowie das Risiko der Offenlegung von Unternehmensgeheimnissen.
Um diesen Risiken zu begegnen, ist im Rahmen einer regelmäßigen Risikoanalyse (§§ 5 und 9 GwG) ein risikoreduzierendes Gesamtkonzept gem. § 25h Abs. 1 Satz 1 i. V. m. Abs. 7 Satz 1 KWG unter Berücksichtigung der organisatorisch definierten Risikogesichtspunkte vorgesehen.
Personalrisiken
Als Personalrisiko bezeichnet unser Institut das Risiko von Verlusten aufgrund mangelnder qualitativer und/ oder quantitativer Personalausstattung, für die unser Bereich Personal die Verantwortung trägt. Dabei prüft er die qualitative Personalausstattung z.B. anhand jährlicher Leistungsbeurteilungen der Mitarbeiter. In den oberen Führungslinien setzen wir ein 360-Grad-Feedback um, in das die Beurteilungen des Vorgesetzten, der Mitarbeiter und der Kollegen auf gleicher Ebene einfließen. Die quantitative Personalausstattung wird sichergestellt, indem Analysen unseres Organisationsbereichs die Notwendigkeit neuer Stellen belegen. Diese Entscheidungsvorlagen werden unserem Vorstand präsentiert. Im Rahmen des Transformationsprojekts wurde eine Governance etabliert, um die Maßnahmen zur Arbeitsentlastung zu steuern und zu überwachen. Innerhalb des Governance-Modells wird der Vorstand regelmäßig über Status, Fortschritt und Risiken sowie entsprechende mitigierende Maßnahmen unterrichtet. In diesem Zusammenhang hat der Vorstand zu jeder Zeit die Entscheidungsgewalt weitere Maßnahmen einzuleiten, um potenziellen Gefährdungen einer ordnungsgemäßen Fortführung des Geschäftsbetriebs entgegenzuwirken.
Fremdwährungsrisiken
Das Risiko ergibt sich aus potenziellen Wertverlusten bilanzieller und außerbilanzieller Positionen aufgrund der nachteiligen Entwicklung von Fremdwährungskursen. Im Dezember 2024 befand sich im Bestand unserer Bank eine offene Position an Fremdwährungen in Höhe von 8,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 5 Mio. Euro). Fremdwährungsrisiken steuert das Financial Management, Risk Controlling überwacht sie.
Nachhaltigkeitsrisiken
Nachhaltigkeitsrisiken oder ESG-Risiken haben ökologische, soziale und auf die Unternehmenssteuerung bezogene Aspekte. Als Risikotreiber wirken sie auf andere Risikoarten (wie etwa auf Kreditrisiken oder operationelle Risiken, aber auch auf die Reputation der Bank in der Außenwahrnehmung). Sie gelten nicht als eigene Risikoart, sondern als Sekundärrisiko. Bereits bei den "etablierten" Risikoarten berücksichtigen wir Nachhaltigkeitsrisiken, z.B. bei dem Kreditvergabeprozess in unserem Firmenkundengeschäft oder dem operationellen Risikomanagement, wenn wir externe Ereignisse erfassen. Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen, ökonomischen und regulatorischen Entwicklungen arbeiten wir daran, Nachhaltigkeitsrisiken weiter in die Prozesse unseres Risikomanagements und Risikocontrollings zu integrieren. Im Berichtsjahr haben wir uns im Rahmen der Risikoinventur mit Risikotreibern von ESG-Risiken auseinandergesetzt und diese erörtert. Ferner haben wir die Auswirkungen eines physischen sowie eines transitorischen Szenarios auf unsere Risikotragfähigkeit untersucht.
Konzentrationsrisiken
Daneben steuert und überwacht unsere Bank potenzielle Konzentrationsrisiken. Dabei kommt der Herfindahl-Hirschman-Index als Konzentrationsmaß zum Einsatz. Als Konzentrationsrisiken werden Risiken bezeichnet, die zum einen entstehen aus einer ungleichmäßigen Verteilung der Geschäftspartner in Kredit- und sonstigen Geschäftsbeziehungen bzw. aus sektoralen oder geografischen Geschäftsschwerpunkten, und die zum anderen das Betriebsergebnis erheblich beeinträchtigen. Diese können innerhalb einer einzigen Risikoart oder auch gemeinsam in verschiedenen Risikoarten auftreten und einen verstärkenden Effekt haben. Aus unserem Geschäftsmodell ergeben sich potenzielle Konzentrationen vor allem durch die Art der zu finanzierenden Objekte (Kraftfahrzeuge, Immobilien). Die Auswirkungen identifizierter Konzentrationen stellen wir monatlich im Anhang zum Risikobericht dar. Außerdem haben wir größen- bzw. sektorabhängige Risikotoleranzen festgelegt, um Konzentrationsrisiken effizient zu begrenzen bzw. zu vermeiden. Das bewusste Eingehen von Konzentrationsrisiken aufgrund von Marktentwicklungen überwachen und begrenzen wir, indem wir es über Kennzahlen zum Risikoappetit evaluieren.
Auch Branchenrisiken werden unter Konzentrationsrisikoaspekten betrachtet, wobei unsere Bank Regelungen mit Hinblick auf die Begrenzung bestimmter Branchen getroffen hat. Bei Mittelstandsfinanzierungen haben wir zudem ein Monitoring anhand von Branchenberichten implementiert.
Bei unserem Pfandbriefgeschäft sind mögliche Konzentrationsrisiken - bezogen auf die Deckungsmasse, die dem Pfandbrief zugrunde liegt - dem PfandBG entsprechend zu begrenzen. Diese Anforderung erfüllt unsere Bank, indem sie interne Warnschwellen und Limite festlegt. Berücksichtigt werden dabei die Zulassungskriterien der Belegenheit, das Sicherungsobjekt und die Kredithöhe.
Die Betrachtungen über das Konzentrationsrisiko werden auch für das Liquiditätsrisiko angestellt, hier überwachen wir regelmäßig die Liquiditätsstruktur und die Fälligkeiten.
Abgebildet werden identifizierte Konzentrationsrisikoszenarien in der Risikotragfähigkeitsrechnung.
ICAAP
Im ICAAP sind zwei sich ergänzenden Perspektiven festgelegt: Die sog. normative Perspektive sorgt dafür, dass die regulatorischen Kapitalquoten für die kommenden drei Jahre innerhalb eines Basisszenarios eingehalten und mittels zweier adverser Szenarien überwacht werden. In der normativen Perspektive wird allen wesentlichen Risiken Rechnung getragen, die sich auf relevante aufsichtsrechtliche Kennzahlen, einschließlich Eigenmittel und Risikopositionsbeträge, im Planungszeitraum auswirken können. Die ökonomische Perspektive gewährleistet in erster Linie eine angemessene Kapitalausstattung ausgehend vom wirtschaftlichen Wert des Instituts. Die beiden ICAAP-Perspektiven sind eng miteinander verbunden und informieren und ergänzen sich gegenseitig.
Die ökonomische Perspektive betrachtet das interne Kapital auf einer barwertnahen, ökonomische Kapitalanforderungen auf barwertiger Basis. Eine angemessene Kapitalausstattung ist dann gegeben, wenn die Summe der wesentlichen Risiken durch das interne Kapital, welches den wirtschaftlichen Wert des Instituts darstellt, gedeckt ist. Das Verhältnis zwischen internem Kapital und der Summe der ökonomischen Kapitalanforderungen wird als "Economic Capital Coverage ratio" (ECCR) bezeichnet. Eine angemessene Kapitalausstattung ist in der ökonomischen Perspektive gegeben, wenn diese Quote den Wert von 100% übersteigt. Der ökonomischen Perspektive liegt ein Value at Risk (VaR) Ansatz mit einem einheitlichen Konfidenzniveau in Höhe von 99,95% für alle Risikoarten zugrunde. Die Haltedauer der ökonomischen Perspektive beträgt in der Regel ein Jahr. Um einen konservativen Berechnungsansatz zu gewährleisten, wird das interne Kapital aus Bilanzgrößen barwertnah abgeleitet, indem es um stille Lasten und weitere Abzugspositionen korrigiert wird.
Das Adressenausfallrisiko wird ermittelt, indem eine Verlustverteilung des Kreditportfolios auf Basis einer Monte-Carlo-Simulation für eine Haltedauer von einem Jahr bestimmt wird. Grundlage hierfür ist das Kreditportfoliomodell (Multi-Faktor-Modell) von Banco Santander. Als Risikomaß wird der VaR mit einem Konfidenzniveau von 99,95 % berechnet. Der unerwartete Verlust wird dabei als Differenz zwischen dem VaR und den erwarteten Kreditrisiken ermittelt.
Zum 31. Dezember 2024 betrug der Gesamtanrechnungsbetrag für das Kreditrisiko 742,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 655,6 Mio. Euro). Zum gleichen Zeitpunkt lag die ECCR für die wesentlichen Geschäftssegmente bezogen auf den Gesamtanrechnungsbetrag für das Kreditrisiko zwischen 113 % und 397 %.
Das Kontrahentenausfallrisiko ist Teil des Adressenausfallrisiko und des oben beschriebenen Kreditportfoliomodells. Zum 31. Dezember 2024 betrug das Risiko 215,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 166 Mio. Euro).
Zur Berechnung des Zinsänderungsrisikos wird aufbauend auf einer historischen Simulation mit einer Haltedauer von 62 Tagen eine Verlustverteilung geschätzt. Genutzt wird dabei die risikolose Zinskurve der Euro Short-Term Rate (€STR). Der VaR belief sich zum Bilanzstichtag auf 165,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 241,6 Mio. Euro). Zusätzlich werden die Veränderungen für unterschiedliche historische und hypothetische Stressszenarien kalkuliert (u.a. eine parallele Verschiebung der Zinskurve um 100 Basispunkte als maßgebliche interne Steuerungsgröße).
Der VaR für ABS-Risiken misst den Wertverlust der einbehaltenen Schuldverschreibungen aus eigenen Verbriefungstransaktionen zum Konfidenzniveau von 99,95%. Dieser Wertverlust leitet sich aus historisch beobachteten Spread-Veränderungen ab. Zum 31. Dezember 2024 betrug das Risiko 2,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 4,2 Mio. Euro).
Für bestehende Marktpreisrisiken aus Wertverlusten von Wertpapieren beträgt der Value at Risk bei 20 Tagen Haltedauer 27,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 11,1 Mio. Euro). Grund für die gegenüber den anderen Risikoarten geringere Haltedauer ist der Erwerb von ausschließlich hochliquiden Vermögenswerten, bei denen wir davon ausgehen, dass wir sie jederzeit am Markt veräußern können.
Der Value at Risk zur Steuerung der Fremdwährungsrisiken lag im Dezember 2024 bei 2,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,4 Mio. Euro) und damit innerhalb des festgelegten Limits. Bei der Ermittlung des Marktpreisrisikos wird für das Fremdwährungsrisiko die historische Simulation mit einer Haltedauer von 62 Werktagen angesetzt.
Das operationelle Risiko wird anhand der Schadensfalldatenbank sowie mittels externer Daten der Gesellschaft "Operational Riskdata eXchange Association" (ORX) und Szenarioanalysen (Eigenerhebung) ermittelt. Dazu werden zunächst die Schadensdaten den sieben Basel-II-Ereigniskategorien zugeordnet und anschließend die Schadenshäufigkeiten pro Jahr sowie die jeweiligen Schadenshöhen modelliert. Die Berechnung der Verlustverteilung erfolgt mithilfe der Monte-Carlo-Simulation. Das ökonomische Kapital für operationelle Risiken wird in Form eines Value at Risk bei einem Betrachtungszeitraum von einem Jahr berechnet und lag zum Bilanzstichtag im Vergleich zu 2023 unverändert auf 397,7 Mio. Euro.
Der Liquiditäts-VaR zur Bestimmung des Refinanzierungskostenrisikos beruht auf einer Liquiditätsablaufbilanz und misst die monetären Auswirkungen von Änderungen der Refinanzierungskosten der Bank, die durch das Schließen etwaiger Liquiditätslücken in der Zukunft entstehen. Die Simulation der Refinanzierungskosten erfolgt anhand historischer CDS-Spread-Kurven berechnet, auf Basis einer Datenhistorie seit 2012. Die CDS-Spread-Kurve von Banco Santander ist der Hauptrisikotreiber für das Refinanzierungskostenrisiko. Der CDS-Spread wird als der Spread angesehen, den die Bank an die Investoren zahlen muss. Ein höherer CDS führt zu höheren Refinanzierungskosten und damit zu einem Risiko. In das Refinanzierungskostenrisiko werden alle Cashflows der Bank einbezogen, was zu einem sehr konservativen Ansatz in Bezug auf die CSRBB führt. Zu diesen Cashflows gehören Emissionen wie z.B. besicherte Anleihen, ABS und MTNs. Die Haltedauer zur Schließung von Liquiditätslücken wird mit 62 Handelstagen angesetzt. Der VaR betrug zum Ende des Berichtsjahres 0,1 Mio. Euro und war damit minimal höher als im Vorjahr, als er 0,0 Mio. Euro betragen hatte.
Die Berechnung des Geschäftsrisikos basiert auf einer Normalverteilung, die mit den Abweichungen von budgetiertem zu erzieltem Gewinn kalibriert wird. Der VaR lag am 31. Dezember 2024 bei 101,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 104,8 Mio. Euro).
Das Pensionsrisiko wird mittels Monte-Carlo-Simulation berechnet. Für die Diskontierung der Cashflows der Pensionsverpflichtungen wird die iBoxx-Kurve herangezogen. Der Spread zwischen der risikofreien Zinskurve und der iBoxx-Kurve wird durch ein stochastisches Modell abgebildet. Änderungen des Spreads werden dann als CSRBB in den VaR für das Pensionsrisiko einbezogen. Das Langlebigkeitsrisiko wird normalverteilt modelliert. Der VaR belief sich zum Bilanzstichtag auf 54,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 140,4 Mio. Euro).
Die Berechnung des Modellrisikos erfolgt implizit in den o.g. Risikoarten und wird durch Aufschläge auf diejenigen Parameter berücksichtigt, die den Risikoarten zugrunde liegen.
Außerdem führt unsere Bank regelmäßig einen Gesamtbankstresstest durch, der alle wesentlichen Risikoarten einbezieht. Eine zusätzliche, detailliertere Sicht auf die Sensitivität ergibt sich aus historischen und hypothetischen Szenarien sowie aus Stresstests mit makroökonomischen Faktoren. Dargestellt werden dabei idiosynkratische und marktweite Szenarien sowie deren Kombinationen. Daneben werden potenzielle Risikotreiber für die Durchführung inverser Stresstests identifiziert. Unser Institut setzt insgesamt vier Krisenstresstests mit inverser Ausrichtung um, die eine besondere Bedeutung bei der Erstellung des Sanierungsplans für die Santander Gruppe haben.
Im Geschäftsjahr 2024 haben wir erstmalig ESG-bezogene Risikofaktoren in unseren Gesamtbankstresstests berücksichtigt, die - ausgehend von wissenschaftlichen Modellen - die Auswirkungen physischer und transitorischer Risiken darstellen sollen.
Die Angemessenheit der Kapitalausstattung unserer Bank wird anhand eines dreistufigen Risikotoleranzsystems auf Gesamtbankebene sowie auf Ebene der Risikoarten und Geschäftssparten überwacht. Im Berichtsjahr war die Kapitalausstattung in beiden Steuerungskreisen jederzeit angemessen. Zum Bilanzstichtag betrug die Kapitalüberdeckungsquote 222,2 % (im Vorjahr: 199,2 %). Diese Quote ergibt sich aus dem internen Kapital in Höhe von 3.322,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 3.101,8 Mio. Euro) und der Summe der ökonomischen Verluste der wesentlichen Risikoarten in Höhe von 1.495,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 1.556,9 Mio. Euro).
Die harte Kernkapitalquote gemäß § 10 KWG i.V.m. Art. 92 Abs. 1 lit. a) CRR betrug 14,94 % (im Vorjahr: 12,98 %), die Kernkapitalquote 14,94 % nach 12,98 % im Jahr 2023. Die Eigenmittel nach § 10 KWG i.V.m. Art. 72 CRR lagen bei 3,532 Mrd. Euro (im Vorjahr: 3,324 Mrd. Euro). Die risikogewichteten Aktiva (RWA) beliefen sich auf 20,997 Mrd. Euro (im Vorjahr: 22,526 Mrd. Euro). Hieraus resultiert die Gesamtkapitalquote i.S.d. Art. 92 Abs. 1 lit. c) CRR von 16,83 % zum Jahresende 2024 (im Vorjahr: 14,76 %).
Sämtliche Kapitalthemen werden sowohl hinsichtlich ihrer regulatorischen als auch ihrer ökonomischen Aspekte im lokalen Kapitalforum vorgestellt und erörtert. Der Vorstand wird in diesem Forum durch den CAO und den CRO vertreten. Auf Grundlage der Erörterungen trifft der Gesamtvorstand Entscheidungen, z.B. über Kapitalmaßnahmen.
Schlussbemerkung zum Risikobericht
Das Geschäftsjahr 2024 war geprägt von der andauernden Stagnation der Wirtschaft in Deutschland. Dieser Stillstand ist zum einen zurückzuführen auf eine sinkende Nachfrage aus dem Ausland und somit auf Exportrückgänge, zum anderen auf abnehmende Bau- und Ausrüstungsinvestitionen. Die kräftigen Lohnsteigerungen führten noch nicht zu einer Belebung des privaten Konsums auf breiter Basis.
Unser Umsatz, unser Bestand und unsere Zinserträge entwickelten sich sehr gut, jedoch erforderten erhöhte Aufwendungen für die Risikovorsorge unsere Aufmerksamkeit und eine zielgerichtete Steuerung. Im Berichtsjahr haben sich im Privatkundengeschäft im Vergleich zu 2023 der Einfluss des höheren Preisniveaus auf das Haushaltseinkommen unserer Kunden und die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft in einem höheren Niveau der beobachteten Kreditausfallraten niedergeschlagen. Um den Risikogehalt des Neugeschäfts nachhaltig zu begrenzen, haben wir umfangreiche Maßnahmen ergriffen, die das Neugeschäftsvolumen in einigen Geschäftsbereichen zugunsten einer höheren durchschnittlichen Kundenbonität deutlich reduzierten. Vor diesem Hintergrund und angesichts der weiterhin bestehenden Unsicherheiten halten wir an der Höhe unseres Risikoappetits fest.
Wie in den Vorjahren haben wir im Berichtsjahr das Risikomanagement- und Risikocontrollingsystem als wesentliche Bausteine eines adäquaten Bankmanagements weiterentwickelt und mit Blick auf die Herausforderungen an den Märkten angepasst. Um die Prozesse im Risikomanagement und Risikocontrolling weiter zu optimieren, wollen wir die nächsten Portfolien in den IRBA überführen. Dazu haben wir im Jahr 2024 die Nutzung des internen Ansatzes für Kraftfahrzeugfinanzierungen von denjenigen Firmenkunden beantragt, die nicht dem Business & Corporate Banking Portfolio zugeordnet oder Autohändler sind. Zudem arbeiten wir derzeit an der Einführung eines mehrmandantenfähigen Systems ("NEO"), das dabei hilft, BaaSAnforderungen zu erfüllen.
Wir erwarten, dass auch das kommende Geschäftsjahr neben hoher Unsicherheit von großen Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft geprägt sein wird. Genannt seien hier die möglichen vielfältigen Folgen der geopolitischen Krisen und die sich wandelnde politische Lage (z.B. durch den erfolgten Präsidentschaftswechsel in den USA). Weitere wirtschaftliche Schocks für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sind also nicht auszuschließen. All diese Entwicklungen beobachten wir intensiv und analysieren sie kontinuierlich, um auf Basis der bisherigen Erfahrungen entsprechende Maßnahmen zu entwickeln und einzuleiten.
Prognose- und Chancenbericht
2025 dürfte das globale Wirtschaftswachstum etwas über 3 % betragen. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Inflation in den wichtigsten entwickelten Ländern weiter zurückgeht. Ein wesentlicher Fortschritt in der Inflationsentwicklung hat es den Zentralbanken ermöglicht, bereits 2024 mit der Normalisierung der Zinssätze zu beginnen. Insgesamt bietet die schrittweise Normalisierung der Volkswirtschaften und Märkte für das kommende Jahr ein etwas stabileres Umfeld als in den Vorjahren. Trotz dieser positiven Aussichten sind auch Risiken zu beachten. So könnte sich eine stärker als erwartete wirtschaftliche Entwicklung auf die Zinssatzprognosen und die Strategien der Zentralbanken auswirken. Zudem könnten schwächere Volkswirtschaften negative Auswirkungen auf Unternehmensgewinne und die Bewertungen risikobehafteter Vermögenswerte haben. Der Krieg in der Ukraine und der Nahostkonflikt bleiben wesentliche Risikofaktoren. Zusätzliche Unsicherheit resultiert aus der neuen Trump-Regierung in den USA, die über eine republikanische Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus verfügt. Mögliche politische Maßnahmen könnten Steuerkürzungen, Zollerhöhungen und eine strengere Einwanderungspolitik umfassen.
Die Konjunktur im Euroraum dürfte sich in den kommenden Jahren allmählich erholen. Steigende Reallöhne und Beschäftigung sowie eine Lockerung der Finanzierungsbedingungen sollten den privaten Konsum - als einen der Haupttreiber des Wachstums - positiv beeinflussen. Dies dürfte wiederum auch dazu führen, dass die Investitionen wieder zunehmen. Unter der Voraussetzung, dass die Handelspolitik der wichtigsten Handelspartner Europas unverändert bleibt, wird auch eine steigende Auslandsnachfrage angenommen. Insgesamt soll das Wirtschaftswachstum im Euroraum 2025 rund 1,1 % betragen.
Die Wachstumsdynamik der deutschen Wirtschaft sollte sich im kommenden Jahr insgesamt wieder allmählich beleben. Positive Impulse sollen dann insbesondere vom privaten Konsum ausgehen, da die Realeinkommen deutlich zunehmen, und zwar dank eines vergleichsweisen stabilen Arbeitsmarkts, stark gestiegener Löhne und einer stabilen Inflation. Auch die Ausrüstungsinvestitionen werden sich dann wohl wieder erhöhen, die Bauinvestitionen dagegen dürften erst wieder ab 2026 einen spürbaren Beitrag leisten. Neben den allgemeinen Risiken für die makroökonomische Entwicklung bestehen für Deutschland und die zukünftige Bundesregierung zusätzliche Herausforderungen mit Blick auf die Digitalisierung und die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft, auch hinsichtlich staatlicher Investitionen unter Berücksichtigung der Schuldenbremse. Insgesamt wird für 2025 ein im europäischen Vergleich geringes Wirtschaftswachstum von etwa 0,3 % erwartet.
Die rückläufige Inflation sollte sich im kommenden Jahr verfestigen, insbesondere wegen des allmählich nachlassenden Lohndrucks. Für Deutschland wird eine Inflationsrate von etwa 2,2 % prognostiziert, die damit knapp über dem von der EZB angestrebten Zielniveau liegt. Insgesamt legt die erwartete Inflationsentwicklung nahe, dass die EZB ihre nach wie vor restriktiv wirkende Geldpolitik 2025 weiter lockern könnte. Dabei folgt sie allerdings keinem zuvor festgelegten Zinssenkungspfad, sondern entscheidet weiterhin auf Basis der vorliegenden Daten.
Die konjunkturelle Schwäche hat sich im Berichtsjahr zunehmend auf den deutschen Arbeitsmarkt niedergeschlagen. So stieg die Arbeitslosenquote auf 6,0 % (im Vorjahr: 5,7 %). Aber trotz aller Schwierigkeiten bleibt der Arbeitsmarkt vergleichsweise robust. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt auf einem hohen Niveau bei gleichzeitig ausgeprägtem Fachkräftemangel. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist zwar wegen der schwächeren Konjunktur zwischenzeitlich gesunken, dürfte sich jedoch bei einer allmählichen wirtschaftlichen Erholung wieder schrittweise verbessern. Stärker bemerkbar machen wird sich vor allem der Rückgang des Arbeitskräfteangebots, insbesondere aufgrund der demografischen Entwicklung. Zunächst wird allerdings für 2025 noch ein Anstieg der Arbeitslosenquote auf etwa 6,3 % erwartet; ein Grund dafür ist der statistische Überhang aus 2024.
Ende 2023 war das Zukunftsfinanzierungsgesetz verabschiedet worden, das neben Maßnahmen für einen leichteren Kapitalmarktzugang für kleine und mittelgroße Unternehmen eine zeitliche Entkoppelung vorsieht: So muss zwischen der Unterschrift unter einem Kreditvertrag und dem Abschluss einer Restschuldversicherung eine siebentägige Wartefrist liegen. In Kraft getreten ist dieses Gesetz ist am 1. Januar 2025; seitdem wird die Restschuldversicherung bei uns ausschließlich im Nachverkauf vertrieben und nicht mehr am Point of Sale. Weiterhin werden die Prämien nicht mehr mit dem Kredit mitfinanziert. Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine signifikante Reduktion der Erträge aus der Restschuldversicherung. Wir haben unser Produktportfolio überarbeitet und insbesondere im Mobilitätsbereich erweitert. Durch diese Maßnahmen erwarten wir eine teilweise Kompensation des Ertragsrückgangs der Restschuldversicherung. Dadurch gehen wir für die Versicherungsprovisionen insgesamt von keinem signifikanten, sondern lediglich von einem sehr deutlichen Rückgang aus.
In diesem herausfordernden Umfeld geht unsere Bank in ihren Geschäftsfeldern (Mobilität, Direktgeschäft sowie Business & Corporate Banking) von den nachstehend beschriebenen Entwicklungen aus.
Im Geschäftsfeld Mobilität sind wir gemessen am Kreditvolumen einer der größten herstellerunabhängigen Finanzierungspartner in den Bereichen Auto, Motorrad und (Motor-)Caravan. Santander ist außerdem einer der größten Kreditgeber unter den als Captives bezeichneten Herstellerbanken in Deutschland. Unsere Strategie ist darauf ausgerichtet, unsere starke Marktposition dauerhaft zu verteidigen.
Für Deutschland prognostizieren wir für das kommende Jahr rund 6,7 Mio. Besitzumschreibungen und ca. 2,8 Mio. Neuzulassungen. Wir gehen also davon aus, dass die Anzahl der Fahrzeugzulassungen im deutschen Gesamtmarkt gegenüber 2024 relativ konstant und weiter unter dem Vor-Corona-Niveau bleibt. Gründe hierfür sind Verunsicherungen der Verbraucher hinsichtlich der Zukunft alternativer Antriebsarten sowie der allgemeinen (geo) politischen und wirtschaftlichen Lage und Trends wie Mobile Work, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Car Sharing.
Für 2025 rechnen wir im Endkundensegment des Mobilitätsneugeschäfts mit einem Finanzierungsvolumen von ca. 6,8 Mrd. Euro und damit mit einem Anstieg im Vergleich zu 2024. Für die Händlereinkaufsfinanzierung erwarten wir einen Rückgang im Kreditumsatz auf knapp unter 8 Mrd. Euro.
Auch im kommenden Jahr möchten wir unsere Zusammenarbeit mit Händlern und Importeuren intensivieren - auch dadurch, dass wir sie bei der Digitalisierung unterstützen. Dies ermöglicht unter Anderem der weitere Ausbau unseres Plattformgeschäfts über unsere eigene Mobilitätsplattform Autobörse.de. Auch im nächsten Geschäftsjahr arbeiten wir weiterhin daran, den Omni-Channel-Ansatz im Mobilitätssegment auszubauen.
Im Geschäftsfeld Business & Corporate Banking erwarten wir einen starken Ausbau unseres Kreditportfolios (Nettobestandsveränderungen). Dabei liegt der Fokus unserer Vertriebstätigkeit nach wie vor darauf, Kunden mit internationaler Ausrichtung in den Kernregionen der Santander Gruppe zu akquirieren (Europa, Nord- und Südamerika). Langfristig wollen wir eine nachhaltige Partnerschaft mit dem deutschen Mittelstand aufbauen.
Mit Blick auf unser Direktgeschäft planen wir, den veränderten Kundenbedürfnissen Rechnung zu tragen, indem wir neben der Beratung in unseren Filialen verstärkt auf unsere Santander Direktberatung setzen. So wollen wir unsere Kunden zunehmend über digitale Kanäle und Remote Services ansprechen. Mit einer sehr persönlichen Kundenansprache möchten wir sowohl die Kundenloyalität als auch die Produktpenetration (Anzahl Produkte pro Kunde) erhöhen. Wir verbessern konsequent unseren Omni-Channel-Marktauftritt, bei dem unser Kunde bestimmt, auf welche Weise er unsere Dienste in Anspruch nehmen und mit uns kommunizieren möchte. Im Direktgeschäft rechnen wir für 2025 mit einem gegenüber dem Berichtsjahr in der Höhe ungefähr stabilen Neugeschäft von 2,1 Mrd. Euro.
In den kommenden Jahren wird unsere Bank ihren Refinanzierungsbedarf in erster Linie über Kundeneinlagen decken. Zusätzlich setzen wir auf unsere bewährte Vorgehensweise: die Verbriefung von Kundenforderungen und die anschließende Platzierung an den Kapitalmärkten. Parallel dazu werden wir kontinuierlich unser Instrumentarium an kurz- und langfristigen Refinanzierungen bedarfsgerecht einsetzen. Hierzu zählen beispielsweise Ziehungen unter unserem Commercial-Paper-Programm. Wir setzen weiterhin auf eine breite Diversifizierung unserer Passivseite.
Für 2025 erwartet unsere Bank bei den wesentlichen Ergebnisgrößen die nachstehend beschriebenen Entwicklungen:
Für das kommende Jahr prognostizieren wir einen deutlich wachsenden Zinsüberschuss. Das Auslaufen geringer verzinster Kredite lässt die durchschnittlichen Zinsen im Kundenkreditportfolio weiter steigen und die Zinserträge weiter leicht wachsen. Der Zinsaufwand wird hingegen moderat zurückgehen, da die Refinanzierung über die Kundeneinlagen von sinkenden Einlagenzinsen profitiert.
Beim Provisionsüberschuss rechnen wir 2025 mit einem deutlichen Rückgang. Deutlich sinken werden in erster Linie die Versicherungsprovisionen aufgrund des zum Jahresanfang 2025 in Kraft getretenen Zukunftsfinanzierungsgesetzes. Rückläufige Händlerprovisionen und geringere sonstige Provisionsaufwendungen können das nur teilweise kompensieren.
In 2025 gehen wir von einem deutlich reduzierten Verwaltungsaufwand aus. Insbesondere geht der Personalaufwand aufgrund des Wegfalls der Restrukturierungskosten deutlich zurück und die anderen Verwaltungsaufwendungen vermindern sich moderat.
Die deutlich steigenden Erträge und der sinkende Verwaltungsaufwand führen zu einer deutlich verbesserten Cost-Income-Ratio.
Für das kommende Jahr gehen wir von stabilen Risikokosten aus.
Für das sonstige betriebliche Ergebnis rechnen wir im kommenden Jahr mit einem Ertrag im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.
Im Ergebnis prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2025 ein stark steigendes Jahresergebnis dank der deutlichen Erhöhung des Zinsüberschusses und geringerer Verwaltungsaufwendungen. Gegenläufig wirken das sinkende sonstige betriebliche Ergebnis und der niedrigere Provisionsüberschuss. Dies führt bei einem moderat reduzierten Volumen unserer risikogewichteten Aktiva (RWA) zu einem stark steigenden RoRWA.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Im August 2021 war das Zweite Führungspositionen-Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst verabschiedet worden - mit dem Ziel, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu steigern und schließlich eine Geschlechterparität herzustellen. Gemäß dieser Vorschrift hat unsere Bank eigenverantwortlich Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils zu bestimmen und Fristen zu deren Erreichung in Aufsichtsrat, Vorstand und den oberen Managementebenen festzulegen.
Unser Aufsichtsrat und unser Vorstand haben 2021 Zielgrößen für den Frauenanteil definiert. Als Frist zur Erreichung dieser Zielgrößen wurde das Geschäftsjahr 2025 bestimmt. Die Istgröße bezieht sich auf das Jahresende 2024.
| Zielgröße | Istgröße | |
| Aufsichtsrat: | 50 % | 50 % |
| Vorstand: | 20 % | 0 % |
| Erste Berichtsebene: | 30 % | 23 % |
| Zweite Berichtsebene: | 30 % | 25 % |
Wir entwickeln unseren Maßnahmenkatalog kontinuierlich weiter, um in unserem Institut die Frauenquote in Führungspositionen zu steigern und die Ziele bis 2025 vollständig zu erreichen. Auch in Zukunft werden wir die Umsetzung der Maßnahmen vorantreiben.
Dazu gehören beispielsweise ein lokales und globales Mentoring-Programm, Corporate-Seminare speziell für weibliche High Potentials und unser Angebot für Abteilungsleiterinnen in Zusammenarbeit mit einem gemeinnützigen Verein zur nachhaltigen Entwicklung weiblicher Führungskräfte.
Mönchengladbach, den 20. Februar 2025
Der Vorstand
Volpe
Donat
Hanswillemenke
Klöpper
Silva
Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024
Jahresbilanz
zum 31.12.2024
der SANTANDER CONSUMER BANK AG, MÖNCHENGLADBACH
Aktivseite
| 2024
EURO |
2023
TEUR |
||||
| 1. Barreserve | |||||
| a) Kassenbestand | 59.556.797,44 | 40.119 | |||
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 826.811.932,99 | 886.368.730,43 | 647.089 | 687.208 | |
| darunter bei der Deutschen Bundesbank EUR 826.811.932,99 (Vorjahr TEUR 647.089) | |||||
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | |||||
| a) täglich fällig | 3.016.874.174,81 | 3.166.505 | |||
| b) andere Forderungen | 6.801.481.215,14 | 9.818.355.389,95 | 6.547.066 | 9.713.571 | |
| 3. Forderungen an Kunden | 36.749.325.293,13 | 35.853.056 | |||
| darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 1.866.943.335,56 (Vorjahr TEUR 1.988.661) | |||||
| darunter: Hypothekendarlehen EUR 2.468.860.155,13 (Vorjahr TEUR 2.606.761) | |||||
| 4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| a) Geldmarktpapiere | |||||
| aa) von öffentlichen Emittenten | 0,00 | 0 | |||
| ab) von anderen Emittenten | 49.775.504,22 | 0 | |||
| b) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||||
| ba) von öffentlichen Emittenten | 1.072.622.699,54 | 747.771 | |||
| bb) von anderen Emittenten | 3.042.542.843,74 | 5.009.708 | |||
| c) eigene Schuldverschreibungen | 25.063.627,46 | 4.190.004.674,96 | 25.000 | 5.782.479 | |
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 3.042.542.843,74 (Vorjahr TEUR 4.214.729) | |||||
| 5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 3.600,18 | 5 | |||
| 6. Beteiligungen | 105.614,00 | 59 | |||
| 7. Anteile an verbundenen Unternehmen | 884.675.014,27 | 721.475 | |||
| darunter an Kreditinstituten EUR 693.839.550,74 (Vorjahr TEUR 530.639) | |||||
| darunter an Finanzdienstleistungsinstituten EUR 150.749.049,08 (Vorjahr TEUR 150.749) | |||||
| 8. Treuhandvermögen | 0,00 | 1 | |||
| darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 1) | |||||
| 9. Immaterielle Anlagewerte | |||||
| a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 132.780.252,81 | 148.490,00 | |||
| b) geleistete Anzahlungen | 27.505.425,40 | 160.285.678,21 | 41.394,00 | 189.884 | |
| 10. Sachanlagen | 47.141.671,27 | 41.769 | |||
| 11. Sonstige Vermögensgegenstände | 178.166.551,65 | 203.493 | |||
| 12. Rechnungsabgrenzungsposten | |||||
| a) aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft | 33.625.894,29 | 50.418,00 | |||
| b) andere | 5.099.992,66 | 38.725.886,95 | 6.346,00 | 56.764 | |
| Summe der Aktiva | 52.953.158.105,00 | 53.249.764 | |||
|
Passivseite |
|||||
| 2024
EURO |
2023
TEUR |
||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||||
| a) täglich fällig | 18.935.883,22 | 11.838 | |||
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 2.550.620.535,08 | 2.569.556.418,30 | 2.513.299 | 2.525.137 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||||
| a) Spareinlagen | |||||
| aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten | 439.913.783,29 | 558.224 | |||
| ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | 177.803,51 | 440.091.586,80 | 282 | ||
| b) andere Verbindlichkeiten | |||||
| ba) täglich fällig | 19.549.182.986,50 | 17.959.279 | |||
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 12.388.192.516,60 | 31.937.375.503,10 | 32.377.467.089,90 | 12.839.083 | 31.356.868 |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | |||||
| aa) Hypothekenpfandbriefe | 525.219.958,64 | 1.025.308 | |||
| ab) Schuldverschreibungen | 3.883.259.488,44 | 4.408.479.447,08 | 4.478.123 | 5.503.431 | |
| 4. Treuhandverbindlichkeiten | 0,00 | 1 | |||
| darunter: Treuhandkredite EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 1) | |||||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 8.769.519.075,50 | 9.274.468 | |||
| 6. Rechnungsabgrenzungsposten | |||||
| a) aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft | 100.412.364,33 | 72.148 | |||
| b) andere | 1.903.247,46 | 102.315.611,79 | 3.393 | 75.541 | |
| 7. Rückstellungen | |||||
| a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 463.751.938,00 | 480.385 | |||
| b) Steuerrückstellungen | 0,00 | 0 | |||
| c) andere Rückstellungen | 260.915.662,53 | 724.667.600,53 | 233.581 | 713.966 | |
| 8. Nachrangige Verbindlichkeiten | 185.862.320,84 | 186.023 | |||
| 9. Genussrechtskapital | 221.941.282,79 | 220.980 | |||
| darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 10.749) | |||||
| 10. Eigenkapital | |||||
| a) gezeichnetes Kapital | |||||
| aa) Grundkapital | 30.002.000,00 | 30.002 | |||
| ab) Einlagen stiller Gesellschafter | 5.112.918,81 | 35.114.918,81 | 5.113 | ||
| b) Kapitalrücklage | 3.557.774.774,98 | 3.357.775 | |||
| c) Gewinnrücklagen | |||||
| ca) gesetzliche Rücklage | 100.213,21 | 100 | |||
| cb) andere Gewinnrücklagen | 359.351,27 | 459.564,48 | 359 | ||
| d) Bilanzgewinn/Bilanzverlust | 0,00 | 0 | |||
| 3.593.349.258,27 | 3.393.349 | ||||
| Summe der Passiva | 52.953.158.105,00 | 53.249.764 | |||
| 1. Eventualverbindlichkeiten | |||||
| a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 564.447.296,40 | 645.894 | |||
| 2. Andere Verpflichtungen | |||||
| a) unwiderrufliche Kreditzusagen | 1.163.698.970,81 | 1.234.896 | |||
Gewinn- und Verlustrechnung
der SANTANDER CONSUMER BANK AG, MÖNCHENGLADBACH
für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2024
| AUFWENDUNGEN |
2024
EURO |
2024
EURO |
2024
EURO |
2023
TEUR |
| 1. Zinsaufwendungen | 1.173.516.561,54 | |||
| negative Zinsaufwendungen | -2.790,75 | 1.173.513.770,79 | ||
| 2. Provisionsaufwendungen | 417.019.135,04 | |||
| 3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | ||||
| a) Personalaufwand | ||||
| aa) Löhne und Gehälter | 269.914.187,21 | 205.810 | ||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 47.423.720,18 | 317.337.907,39 | 45.076 | |
| darunter: für Altersversorgung EUR 17.575.897,15 (Vorjahr TEUR 17.245) | ||||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 390.852.427,90 | 708.190.335,29 | ||
| 4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 73.536.664,15 | |||
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 29.165.435,98 | |||
| darunter: Auf- und Abzinsungseffekte EUR 9.152.648,35 (Vorjahr TEUR 8.760) | ||||
| 6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 288.453.146,83 | |||
| 7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 0,00 | |||
| 8. Aufwand aus Verlustübernahme | 0,00 | |||
| 9. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 5 ausgewiesen | 54.121,24 | |||
| 10. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne | 206.995.217,93 | |||
| 11. Jahresüberschuss | 0,00 | |||
| Summe der Aufwendungen | 2.896.927.827,25 | |||
| ERTRÄGE | ||||
| 1. Zinserträge aus | ||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 2.251.106.208,41 | 1.777.543 | ||
| Negative Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften | 0,00 | 2.251.106.208,41 | -2.319 | |
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 34.607.503,78 | 2.285.713.712,19 | ||
| 2. Laufende Erträge aus | ||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 140.645,21 | |||
| b) Beteiligungen | 250.979,50 | |||
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 391.624,71 | ||
| 3. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen | 8.612.781,55 | |||
| 4. Provisionserträge | 527.773.188,06 | |||
| 5. Sonstige betriebliche Erträge | 74.436.520,74 | |||
| darunter: Auf- und Abzinsungseffekte EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 27) | ||||
| 6. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | 0,00 | |||
| 7. Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | |||
| Summe der Erträge | 2.896.927.827,25 |
| AUFWENDUNGEN |
2023
TEUR |
2023
TEUR |
| 1. Zinsaufwendungen | 881.813 | |
| negative Zinsaufwendungen | -29 | 881.784 |
| 2. Provisionsaufwendungen | 376.290 | |
| 3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | ||
| a) Personalaufwand | 648.243 | |
| aa) Löhne und Gehälter | ||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 250.886 | |
| darunter: für Altersversorgung EUR 17.575.897,15 (Vorjahr TEUR 17.245) | ||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 397.357 | |
| 4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 73.716 | |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 24.090 | |
| darunter: Auf- und Abzinsungseffekte EUR 9.152.648,35 (Vorjahr TEUR 8.760) | ||
| 6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 217.408 | |
| 7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 23.359 | |
| 8. Aufwand aus Verlustübernahme | 0 | |
| 9. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 5 ausgewiesen | 118 | |
| 10. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne | 263.556 | |
| 11. Jahresüberschuss | 0 | |
| Summe der Aufwendungen | 2.508.564 | |
| ERTRÄGE | ||
| 1. Zinserträge aus | ||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 1.827.317 | |
| Negative Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften | 1.775.224 | |
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 52.093 | |
| 2. Laufende Erträge aus | ||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 62 | 25.837 |
| b) Beteiligungen | 236 | |
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 25.539 | |
| 3. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen | 25.572 | |
| 4. Provisionserträge | 483.683 | |
| 5. Sonstige betriebliche Erträge | 146.155 | |
| darunter: Auf- und Abzinsungseffekte EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 27) | ||
| 6. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | 0 | |
| 7. Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0 | |
| Summe der Erträge | 2.508.564 |
Anhang
für das Geschäftsjahr 2024
I. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss
Die Santander Consumer Bank AG hat die Geschäftsanschrift Santander-Platz 1, 41061 Mönchengladbach. Sie hat ihren Sitz in Mönchengladbach und ist beim Amtsgericht Mönchengladbach unter der Nummer HRB 1747 registriert.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 wurde aufgestellt auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des HGB für eine große Kapitalgesellschaft und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute.
Ergänzend dazu waren die Regelungen des Aktien- und des Pfandbriefgesetzes zu beachten. Um das Universalbankgeschäft der Santander Consumer Bank AG angemessen abbilden zu können, wurde den Gliederungsvorgaben für Pfandbriefbanken Rechnung getragen: durch die Angabe von "darunter"-Vermerken bei den jeweiligen Posten. Die Angaben zum Pfandbriefgeschäft sind im Abschnitt V. Sonstige Angaben dargestellt.
II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung und Bewertung sowie der gesetzlichen Vorschriften bilanziert und bewertet.
Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:
Die Barreserve wird zum Nominalwert bilanziert.
Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden werden zum Nominalwert einschließlich der bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Zinsen angesetzt und um Wertberichtigungen gemindert.
Für einen Teil des Portfolios, Forderungen an Kunden, hier Ratenkredite, erfolgt die Bilanzierung der Forderungen in Höhe der ausstehenden Salden bzw. der ausstehenden Rückzahlungsraten abzüglich zukünftiger Zinsanteile und abzüglich Wertberichtigungen.
Die Zinsabgrenzung für das nach der Bruttokreditmethode gem. § 23 RechKredV eingebuchte Portfolio der Santander Consumer Bank AG erfolgt grundsätzlich nach der Annuitätenmethode.
Für Bonitätsrisiken im Kreditgeschäft wird Risikovorsorge in Höhe des erwarteten Verlusts gemäß IFRS 9 gebildet. Bei den Pauschalwertberichtigungen erfolgt die Berechnung unter Verwendung eines modellbasierten Verfahrens auf Basis der im IFRS 9 Kontext verwendeten Beträge zum Ausfallzeitpunkt (EAD), der erwarteten Verlustquote (LGD) und der Ausfallwahrscheinlichkeit (PD). Bei Forderungen, die seit der Kreditvergabe eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos erfahren haben, wird statt des Einjahresverlusts der erwartete Verlust der Restlaufzeit erfasst. Für ausgefallene Forderungen wird dagegen eine Szenario-gewichtete Einzelwertberichtigung auf Basis der individuell erwarteten Zahlungsströme unter Berücksichtigung von Sicherheiten ermittelt. Im Berichtsjahr erfolgte eine konservative Erweiterung der Kriterien zur Einstufung von Kreditengagements in Stufe 2. Auch für Engagements aus den Bereichen Händlereinkaufsfinanzierung oder Business Banking, bei denen ein Rückstand bzw. eine akute Bonitätsverschlechterung vorliegt, wird nach Prüfung der individuellen Sachlage nötigenfalls eine Einzelwertberichtigung gebildet.
Bei den langfristigen variabel verzinslichen Darlehen, die eine Zinsuntergrenze von 0 % enthalten, besteht keine Trennungspflicht des eingebetteten Derivats. Entsprechend werden diese Darlehen einheitlich nach den allgemeinen, o.g. Grundsätzen bilanziert.
Die Zugangsbewertung der Schuldverschreibungen und anderer festverzinslicher Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten. Soweit sie nicht dem Anlagevermögen zugeordnet werden, geschieht die Folgebewertung nach dem strengen Niederstwertprinzip. Der Niederstwertabschlag auf den niedrigeren Markt- oder Börsenpreis wird dann vorgenommen, wenn die Ursprungs- oder die Restlaufzeit der Anleihen im Erwerbszeitpunkt weniger als 1 Jahr beträgt. Bei voraussichtlich nur vorübergehender Wertminderung der Wertpapiere des Anlagevermögens wird, mit Ausnahme der über Nominalwert gekauften Wertpapiere, der Wert beibehalten. Soweit Zeitwerte aufgrund nicht vorliegender Marktwerte modellbasiert ermittelt wurden, flossen aktuelle Marktmodelle und Cashflow-Analysen mit ein.
Abweichend hiervon werden zurückerworbene Wertpapiere des Anlagevermögens aus Asset-Backed-Securities-Transaktionen, bei Verbleib des wirtschaftlichen Eigentums an den rechtlich verkauften Kundenforderungen, auch bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung nicht außerplanmäßig abgeschrieben, sofern für die rechtlich an die Zweckgesellschaft veräußerten Forderungen, eine ausreichende Risikovorsorge gebildet worden ist, welche den wirtschaftlichen Maximalverlust aus der ABS-Transaktion für die Bank abdeckt. Mit Blick auf das identische Ausfallrisiko wird dieses, zur Vermeidung einer Doppelberücksichtigung, vorrangig in der Risikovorsorge auf das Forderungsportfolio berücksichtigt. Eine eigenständige Bewertung der Wertpapiere findet insoweit nicht statt.
Im Rahmen von synthetischen Verbriefungstransaktionen werden Kreditsicherungsgeschäfte zwischen der Santander Consumer Bank (Sicherungsnehmer) und einer Zweckgesellschaft bzw. externen Investoren (Sicherungsgeber) zur Übernahme von Ausfallrisiken in Forderungsportfolien abgeschlossen. Im Jahr 2024 wurde eine synthetische Verbriefungstransaktion (SCGB 2024-1) zur Absicherung von Ausfallrisiken im BCB-Forderungsportfolio, ohne Einbeziehung einer Zweckgesellschaft, mit einem Gesamtnominalvolumen i.H.v. TEUR 1.293.906 abgeschlossen. In dieser Transaktion hat die Bank eine Credit-Linked-Note (CLN) i.H.v. TEUR 179.900 emittiert und trägt zunächst das Ausfallrisiko i.H.d. Erstverlusttranche (TEUR 12.939) selbst.
Das Kreditsicherungsgeschäft wird bei der Santander Consumer Bank, in ihrer Eigenschaft als Sicherungsnehmerin, als erhaltene Kreditsicherheit i.S.d. IDW RS BFA 1 bilanziert und nicht einzeln bewertet, sondern bei der Bewertung des besicherten Kundenforderungsportfolios berücksichtigt. Folglich wird auf das besicherte Kundenforderungsportfolio bis zu einem Betrag von TEUR 179.900 keine zusätzliche Risikovorsorge gebildet, sobald die Verluste aus der synthetischen Verbriefungstransaktion das Volumen der nicht besicherten Erstverlusttranche übersteigen.
Im Berichtsjahr wurde für eine synthetische Verbriefungstransaktion (SCGC 2019-1) die Option eines Clean-up-Calls in Anspruch genommen.
Für die im Jahr 2024 neu abgeschlossene synthetische Verbriefungstransaktionen hat die werthaltige Sicherheit die Forderungsbewertung hingegen noch nicht beeinflusst, da die Verluste aus der Transaktion kleiner sind als die nicht besicherte Erstverlusttranche.
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffüngskosten bilanziert. Sofern sich bei dem jährlichen Werthaltigkeitstest ein niedrigerer beizulegender Wert ergibt und man diese Wertminderung als nicht nur vorübergehend ansieht, wird auf diesen niedrigeren Wert abgeschrieben. Die Wertermittlung erfolgt nach dem Ertragswertverfahren nach IDW S 1.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen. Die Nutzungsdauer der immateriellen Anlagewerte beträgt drei Jahre für Nicht-Kernbankensysteme und bis zum 30.09.2023 fünf Jahre für Kernbankensysteme. Bei Sachanlagen liegen die Nutzungsdauern im Wesentlichen zwischen fünf und zehn Jahren. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Anzahlungen werden zu ihrem Nennwert bilanziert.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die übrigen geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 1.000 EUR werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.
Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten, ggfs. abzüglich Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, bilanziert.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist untergliedert in solche "aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft" und in "andere". Die erstgenannten stammen aus dem Emissionsgeschäft und werden über die Laufzeit der zugrundeliegenden Geschäfte in Raten über den Zinsaufwand aufgelöst, die anderen Rechnungsabgrenzungsposten linear über den Zeitraum der Gegenleistungsverpflichtung.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag einschließlich der bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Zinsen in der Bilanz angesetzt.
Verbriefte Verbindlichkeiten sind ebenfalls zum Erfüllungsbetrag einschließlich der bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Zinsen angesetzt. Für ein Emissions-Disagio wird ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.
Die in diesem Posten enthaltenen, emittierten Credit-Linked-Notes (CLN) aus synthetischen Verbriefungstransaktionen sind strukturierte Finanzinstrumente i.S.v. IDW RS HFA 22. Diese werden getrennt von dem wirtschaftlich eingebetteten Credit-Default-Swap, zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist untergliedert in solche "aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft" und in "andere". Von dem erstgenannten Unterposten werden diejenigen aus dem Emissionsgeschäft über die Laufzeit in Raten als Korrektur des Zinsaufwands verwendet und diejenigen aus dem Darlehensgeschäft über die Laufzeit der zugrundeliegenden Geschäfte in Raten über die Zinserträge aufgelöst. Die anderen Rechnungsabgrenzungsposten werden linear über den Zeitraum der Gegenleistungsverpflichtung aufgelöst.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet: Sie wurden von unabhängigen Aktuaren mithilfe des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Die Berechnung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und vergleichbar langfristig fälliger Verpflichtungen wird gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB pauschal vorgenommen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Eingesetzt werden die von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Abzinsungssätze. Für die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird der Durchschnittszinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. Gemäß dem bestehenden Wahlrecht des Rechnungslegungsstandards IDW RS HFA 30 n.F. werden erfolgswirksame Änderungen des ausgewiesenen Abzinsungszinssatzes im Personalaufwand erfasst.
Andere Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Die Rückstellungen für Versicherungsstorni werden auf der Basis der historischen Erfahrung von Stornoquoten, und deren Fortschreibung, gebildet. Zuführungen zur Rückstellung werden zulasten des Provisionsertrages, Auflösungen zugunsten des sonstigen betrieblichen Ertrages gebucht.
Die anderen Rückstellungen beinhalten zum Stichtag u.a. noch offene, der Höhe nach ungewisse Verbindlichkeiten aus der gesetzlichen Einlagensicherung.
Gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Gemäß § 277 Abs. 5 S. 1 HGB sind Erträge und Aufwendungen aus Auf- und Abzinsungseffekten von Rückstellungen in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert auszuweisen. Dies geschieht unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen.
Das Genussrechtskapital sowie die nachrangigen Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag einschließlich aufgelaufener Zinsen angesetzt.
Die Einlagen stiller Gesellschafter werden im Eigenkapital ausgewiesen.
Latente Steuern
Zwischen der Santander Consumer Bank AG und der Santander Consumer Holding GmbH besteht seit dem 1. Januar 1993 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Weil insgesamt die Voraussetzungen einer steuerlichen Organschaft erfüllt sind, werden sämtliche auftretenden Differenzen zur Berechnung der latenten Steuern beim Organträger berücksichtigt.
Saldierung von Swap-Zinsen
Die Zinsen aus dem fixen und dem variablen leg der Zinsswaps werden je Swap-Vertrag saldiert, in Abhängigkeit des saldierten Saldos, in der Bilanz entweder als aktive oder als passive Zinsabgrenzung und in der Gewinn- und Verlustrechnung entweder in den Zinserträgen oder -aufwendungen erfasst.
Derivative Finanzinstrumente
Zinsswapgeschäfte werden zur Absicherung im Rahmen der Bankbuchsteuerung abgeschlossen und in die verlustfreie Bewertung einbezogen. Basis der verlustfreien Bewertung ist eine Zinsablaufbilanz: Darin enthalten sind alle zinstragenden Bilanzpositionen des Kunden- und Interbankengeschäfts inklusive aller Zinsswapgeschäfte und Forward-Darlehen mit ihren vertraglichen Zahlungsströmen und Zinsbindungen sowie die unwiderruflichen Kreditzusagen. Die Bewertung wird durch eine periodische Betrachtung und Diskontierung der einzelnen Periodenergebnisse vorgenommen. Risikokosten werden in Höhe der erwarteten Ausfälle berücksichtigt. Die bestandsbezogenen Verwaltungskosten werden nach Aufteilung der relevanten Fachbereiche für den Betrachtungszeitraum durch den Anteil des durchschnittlichen Bestands an Kundenforderungen einbezogen. Die Bildung einer Rückstellung war zum Bilanzstichtag, ebenso wie zum Vorjahresstichtag, nicht erforderlich.
Die beizulegenden Zeitwerte der Swaps wurden mithilfe der Barwertmethode ermittelt. Die Barwertmethode (Discounted-Cashflow-Methode, Net-Present-Value-Methode) ist eine dynamische Rechnung, bei der alle während der Laufzeit des Swaps anfallenden Zinszahlungen auf den Zeitpunkt der Bewertung abgezinst werden.
Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt unter Anwendung der Vorschrift des § 340h HGB in Verbindung mit § 256a HGB. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit den zum Jahresultimo festgestellten Referenzkursen der Europäischen Zentralbank umgerechnet. Grundsätzlich schließt die Bank ihre Währungspositionen arbeitstäglich, sodass für die Aktiva und Passiva eine nahezu vollständige besondere Deckung in der jeweiligen Währung gegeben ist. Die aus der Umrechnung der betreffenden Fremdwährungsaktiva und -passiva resultierenden Gewinne und Verluste werden daher vollständig in die Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.
Die Bank tätigt seit mehreren Jahren Asset-Backed Securities Transaktionen, bei welchen die Forderungen zwar zivilrechtlich an die Zweckgesellschaft abgetreten werden, die Bank aber weiterhin der wirtschaftliche Eigentümer der zugrunde liegenden Forderungen bleibt. Infolgedessen werden aus den verbrieften Forderungen künftig entstehende Zahlungsströme, welche die Bank an die Zweckgesellschaft weiterzuleiten hat, in einer Weiterleitungsverpflichtung passiviert. Die Berücksichtigung der Weiterleitung von Zinsen als Zinsaufwendungen erfolgt unter Anwendung der sogenannten "direkten Methode" im jeweiligen Kalendermonat der Entstehung (Collection Period).
Provisionsaufwendungen/Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
Nebenleistungen zum Bankneugeschäft (Kosten für die Bonitäts- und Identitätsprüfung von Vertragsnehmern) werden unter dem Posten Provisionsaufwendungen ausgewiesen.
Diese Aufwendungen werden seitens der Finanzdienstleister mit Inanspruchnahme der jeweiligen Dienstleistung der Bank in Rechnung gestellt und beinhalten auch solche Kosten, bei denen kein neuer Kundenvertrag entstanden ist.
Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz
Im Oktober 2021 veröffentlichte die OECD Mustersteuerregeln für die Reform des internationalen Steuersystems, die formell als Globale Anti-Basis-Erosionsregeln (GloBE) oder informell als internationale Steuerregeln der Pillar II bezeichnet werden. Diese Regeln zielen darauf ab, einen globalen Mindeststeuersatz von mindestens 15 % für große internationale Konzerne einzuführen.
Am 22. Dezember 2022 verabschiedete die Europäische Kommission die Richtlinie 2022/2523, die einen effektiven Mindeststeuersatz für die globalen Aktivitäten großer multinationaler Konzerne sicherstellt. Die Richtlinie lehnt sich eng an den OECD-Rahmen zur Bekämpfung von Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung an. Die OECD hat außerdem Umsetzungsleitfäden und einen Bericht über "Safe Harbours" veröffentlicht, um die Umsetzung dieser Vorschriften zu vereinfachen.
Am 27. Dezember 2023 wurde im Bundesgesetzblatt das Gesetz zur Mindestbesteuerung (MinStG) veröffentlicht. Deutschland hat im MinStG zudem von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine nationale Ergänzungssteuer einzuführen und die Regelungen zum Safe Harbour übernommen.
Banco Santander S.A. als zukünftige Parent Entity (UPE) sowie ihre verbundenen Unternehmen (nachfolgend: Konzern) fallen in den Anwendungsbereich der verabschiedeten oder im Wesentlichen verabschiedeten Gesetzgebung und haben eine Bewertung des potenziellen Risikos des Konzerns in Bezug auf die Ertragsteuern durch Pillar II durchgeführt.
Auf Grundlage der Bewertung durch den Konzern, kommen die gesetzlichen Vertreter der Santander Consumer Bank AG zur Einschätzung, dass der effektive Steuersatz von Pillar II in Deutschland voraussichtlich über 15% liegen wird und damit in die Anwendung des Safe Harbour. Daher wird in Deutschland keine wesentliche Steuerbelastung durch Pillar II erwartet.
III. Angaben zur Bilanz
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute
Der Posten enthält Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 7.010.239 TEUR (im Vorjahr: 5.279.721 TEUR).
Der Bilanzausweis der anderen Forderungen an Kreditinstitute gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
| a) bis 3 Monate | 10.000 TEUR |
| b) mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | 58.000 TEUR |
| c) mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | 6.456.000 TEUR |
| d) mehr als 5 Jahre | 176.626 TEUR |
| zuzüglich Zinsen | 100.854 TEUR |
In den Forderungen an Kreditinstitute sind nachrangige Forderungen in Höhe von 94.298 TEUR (Nominal) (im Vorjahr: 94.298 TEUR (Nominal)) enthalten. Darüber hinaus bestehen noch Forderungen in Höhe von 4.401.063 TEUR (Nominal) (im Vorjahr: 5.098.418 TEUR (Nominal)) an Institute, bei denen die Bank Gesellschafterin ist.
Forderungen an Kunden
Der Posten enthält Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 5.679.613 TEUR (im Vorjahr: 5.266.237 TEUR).
Der Bilanzausweis gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
| a) bis 3 Monate | 3.750.216 TEUR |
| b) mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | 5.854.642 TEUR |
| c) mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | 22.558.175 TEUR |
| d) mehr als 5 Jahre | 4.586.292 TEUR |
In den Forderungen bis drei Monate sind Forderungen mit unbestimmter Laufzeit in Höhe von 1.236.853 TEUR enthalten.
Zum Bilanzstichtag werden in der Position "Forderungen an Kunden" verkaufte Nettoforderungen in Höhe von 8.496.749 TEUR ausgewiesen, bei denen die Bank weiterhin wirtschaftliche Eigentümerin ist.
Zudem hat die Bank Ausfallreserven in Höhe von 92.615 TEUR inkl. Zinsabgrenzungen in Form von Nachrangdarlehen (91.991 TEUR nominal) (im Vorjahr: 57.199 TEUR nominal) an die SPVs bereitgestellt, die der Abdeckung von Adressenausfallrisiken der Kreditnehmer dienen.
Weiterhin bestehen Forderungen in Höhe von 4.711.298 TEUR (nominal) (im Vorjahr: 5.237.178 TEUR nominal) an Unternehmen, bei denen die Bank Gesellschafterin ist.
Hinsichtlich der Bewertung der Forderungen an Kunden erfolgten im Jahr 2024 mehrere Anpassungen von Inputparametern. Die Risikoparameter basieren nun auf den Erfahrungen über Ausfälle und Verluste bis einschließlich Ende 2023. Darüber hinaus wurden zum Jahresende 2024 aktualisierte makro-ökonomische Vorhersagen in Form eines Post Model Adjustment berücksichtigt. Durch Anpassung der Segmentierung an die aktuelle Portfoliozusammensetzung und aufgrund gesunkener Verlustquoten in Folge des längeren Zeitraums für interne Bearbeitung von Konten vor Abschreibung und Verkauf führten die regulären Anpassungen zu einer Auflösung. Dieser steht jedoch eine Zuführung gegenüber, die aus einer konservativen Erweiterung der Kriterien zur Einstufung von Kreditengagements in Stufe 2 resultierte.
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Die ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere sind in vollem Umfang börsennotiert. Der Posten enthält Schuldverschreibungen verbundener Unternehmen in Höhe von 3.042.543 TEUR.
Anleihen mit einem Wert von 3.800.634 TEUR inklusive Zinsabgrenzung sind dem Anlagevermögen zugewiesen, so dass das gemilderte Niederstwertprinzip angewandt wurde.
In den Schuldverschreibungen sind Wertpapiere mit einem Buchwert von 3.030.621 TEUR über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen. Der Zeitwert dieser Wertpapiere beträgt 2.905.019 TEUR. Eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 S. 5 HGB wurde bei denjenigen Wertpapieren unterlassen, bei denen es sich entweder nur um vorübergehende Wertminderungen oder um zurückerworbene Wertpapiere des Anlagevermögens aus Verbriefungstransaktionen handelt, bei denen die Bank das wirtschaftliche Eigentum an den rechtlich verkauften Kundenforderungen beibehalten hat. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurde eine außerplanmäßige Abschreibung unterlassen, weil das Ausfallrisiko aus den Wertpapieren, das dem Ausfallrisiko aus dem verkauften Forderungsportfolio entspricht, bereits im Rahmen der Forderungsbewertung ausreichend berücksichtigt wird. Am Bilanzstichtag waren Schuldverschreibungen in Höhe von 2.520.199 TEUR bei der Deutschen Bundesbank als Sicherheit hinterlegt.
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Die in der Position ausgewiesenen Wertpapiere sind alle börsennotiert.
Beteiligungen
Die in der Position ausgewiesene börsenfähige Beteiligung an der SCHUFA Holding AG ist nicht börsennotiert.
Anteile an verbundenen Unternehmen
In den Anteilen an verbundenen Unternehmen enthalten sind: die Hyundai Capital Bank Europe GmbH, Frankfurt a.M., die MCE Bank GmbH, Flörsheim a. M., die Santander Consumer Leasing GmbH, Mönchengladbach, die Santander Consumer Technology Services GmbH, Mönchengladbach, die Santander Consumer Operations Services GmbH, Mönchengladbach, und die VCFS Germany GmbH, Köln.Im Berichtszeitraum haben sich die Anschaffungskosten der Anteile an der Hyundai Capital Bank Europe GmbH aufgrund einer Kapitalerhöhung um 163.200 TEUR erhöht.
Ferner wird auf den Beteiligungsspiegel verwiesen.
Immaterielle Anlagewerte sowie Sachanlagen
Zur Gliederung und Entwicklung der immateriellen Anlagewerte sowie der Sachanlagen verweisen wir auf den Anlagenspiegel.
In den Anzahlungen für immaterielle Anlagewerte sind insbesondere die folgenden enthalten: Anzahlungen für Projekte zur Digitalisierung und IT-Applikationen zur Umsetzung bankaufsichtsrechtlicher Anforderungen (einschließlich der Neu- und Weiterentwicklung der Risiko- und Kreditmanagementsysteme). Im Berichtsjahr ergaben sich Abgangsverluste und Ausbuchungen aus den Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte in Höhe von 236 TEUR, da die betreffenden IT-Projekte nicht mehr in der eigentlichen Form finalisiert werden konnten oder gestoppt wurden.
Sonstige Vermögensgegenstände
Der Posten enthält Forderungen gegenüber der Santander Consumer Leasing GmbH aus Gewinnabführung in Höhe von 8.613 TEUR und Ansprüche gegen Versicherungen in Höhe von 54.261 TEUR, letztere betreffen überwiegend (TEUR 50.248) Ansprüche auf Vermittlungsprovisionen.
Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von 97.772 TEUR, davon Forderungen an Kreditinstituten in Höhe von TEUR 13.247 und Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 84.525.
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Der Posten enthält Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.231.719 TEUR (im Vorjahr: 1.674.606 TEUR). Der Bilanzausweis der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
| a) bis 3 Monate | 615.450 TEUR |
| b) mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | 781.972 TEUR |
| c) mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | 1.096.452 TEUR |
| d) mehr als 5 Jahre | 16.801 TEUR |
| zuzüglich Zinsen | 39.946 TEUR |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Der Posten enthält Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.489.504 TEUR (im Vorjahr: 3.810.143 TEUR).
Der Bilanzausweis der Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
| a) bis 3 Monate | 178 TEUR |
| b) mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | 0 TEUR |
| c) mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | 0 TEUR |
| d) mehr als 5 Jahre | 0 TEUR |
Der Bilanzausweis der anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
| a) bis 3 Monate | 3.632.196 TEUR |
| b) mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | 5.111.660 TEUR |
| c) mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | 3.553.313 TEUR |
| d) mehr als 5 Jahre | 91.023 TEUR |
Verbriefte Verbindlichkeiten
Unter den verbrieften Verbindlichkeiten werden Hypothekenpfandbriefe in Höhe von 525.220 TEUR bilanziert.
Unter den begebenen Schuldverschreibungen werden Medium Term Notes in Höhe von 1.256.000 TEUR, Commercial Papers mit einem Nominalwert von 2.426.000 TEUR und Credit Linked Notes mit einem Nominalwert in Höhe von 179.900 TEUR bilanziert. Von den verbrieften Verbindlichkeiten werden 2.426.000 TEUR im Folgejahr fällig.
Sonstige Verbindlichkeiten
Der Posten beinhaltet in erster Linie Verbindlichkeiten aus Asset-Backed-Securities-Transaktionen (ABS-Transaktionen) gegenüber Special Purpose Vehicles (SPVs) in Höhe von 8.496.749 TEUR, die zum Kreis der verbundenen Unternehmen gehören. In diesem Betrag sind alle Weiterleitungsverpflichtungen aus den rechtlichen Forderungsverkäufen enthalten, bei denen das wirtschaftliche Eigentum bei der Santander Consumer Bank verblieben ist. Für eine Verbindlichkeit aus Gewinnabführungsvertrag und ähnlichen Verträgen (stille Beteiligung) mit der Santander Consumer Holding GmbH, Mönchengladbach, werden für das Berichtsjahr 206.995 TEUR ausgewiesen; darin enthalten sind Zinsen für die stille Beteiligung in Höhe von 1.534 TEUR (vor Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag).
Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährung lauten, bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von 108.390 TEUR, davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 67.763, Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 40.403 und Rückstellungen in Höhe von TEUR 223.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Von Dritten bereits vereinnahmte Zinsen für einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag in Höhe von 94.691 TEUR werden unter der Position "Passiver Rechnungsabgrenzungsposten" ausgewiesen.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belaufen sich auf 463.752 TEUR. Die Parameter, die der Berechnung zugrunde liegen, sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt:
Bewertungsannahmen per 31. Dezember 2024
| Verpflichtungsart | Diskontierungssatz * | Gehaltstrend | Rententrend | Kurzfristiger Rententrend, einmalige Anpassung | BBG Trend | Fluktuation * * |
| Pensionen | 1,9% | 2,75 % | 2,00 % | 6,4 % | 2,75% | 2,50% |
| Deferred Compensation | 1,9% | - | - | - | 2,75% | 2,50% |
* gemäß
Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November
2009
** gemäß unternehmensindividueller
Einschätzung
Bewertungsannahmen per 31. Dezember 2023
| Verpflichtungsart | Diskontierungssatz * | Gehaltstrend | Rententrend | Kurzfristiger Rententrend, einmalige Anpassung | BBG Trend | Fluktuation ** |
| Pensionen | 1,83% | 2,75 % | 2,00 % | 11,9 % | 2,75% | 2,50% |
| Deferred Compensation | 1,83% | - | - | - | 2,75% | 2,50% |
* gemäß
Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November
2009
** gemäß unternehmensindividueller
Einschätzung
Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen und Deferred Compensation mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,90 %) ergibt sich im Vergleich zu einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,96 %) ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von -4.543 TEUR. Eine Abführungssperre hierfür besteht nicht.
Andere Rückstellungen
Der Posten enthält vor allem Rückstellungen für Bonuszahlungen an Händler mit 81.122 TEUR, Versicherungsstorni mit 53.504 TEUR, für Sachkosten mit 38.199 TEUR und für Personalkosten mit 26.364 TEUR. Zudem sind in dem Posten Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe von 3.780 TEUR sowie Rückstellungen für das Transformationsprogramm i. H. v. 25.381 TEUR enthalten. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB zum 30. November 2024, die für den Jahresabschluss verwendet wurden, je nach Restlaufzeit zwischen 1,46 % und 1,85 %. Sie unterscheiden sich nicht wesentlich von denjenigen für den 31.12.2024.
Nachrangige Verbindlichkeiten
Nachdem im Jahr 2019 eine nachrangige Verbindlichkeit in Höhe von 110.000 TEUR von der Santander Consumer Holding mit einem Zinssatz von 1,77 % über dem Drei-Monats-Euribor und mit einer Laufzeit von zehn Jahren ab dem 06. November 2019 aufgenommen wurde, wurde in 2020 eine weitere nachrangige Verbindlichkeit in Höhe von 75.000 TEUR von der Santander Consumer Holding mit einem Zinssatz von 3,04 % über dem drei-Monats-Euribor und mit einer Laufzeit von zehn Jahren ab dem 25. Juni 2020 aufgenommen. Die Zinsabgrenzung belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf insgesamt 862 TEUR. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist vertraglich ausgeschlossen. Eine Rückzahlung auf freiwilliger Basis ist frühestens nach fünf Jahren möglich und muss drei Monate im Voraus angekündigt werden. Zusätzliche Voraussetzung ist die vorherige Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden.
Die Darlehen sind nachrangig im Sinne von Art. 63 Satz 1 (d) CRR und als Tier 2 (Ergänzungskapital) anrechenbar. Die Darlehen sind "bail-in"-fähig gemäß Art. 59 BRRD und können durch die zuständige Abwicklungsbehörde sowohl abgeschrieben als auch in Kernkapital gewandelt werden, sofern die Behörde die Anwendung dieser Abwicklungsmaßnahme beschließt.
Genussrechtskapital
Am Bilanzstichtag betrug der Gesamtbetrag der ausgegebenen Genussrechte 221.941 TEUR (einschließlich einer Zinsabgrenzung in Höhe von 11.711 TEUR).
Insgesamt sind 17 Genussrechte unbefristet emittiert worden (nominal 210.231 TEUR); diese können jedoch von der Santander Consumer Bank AG nach einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von mindestens zwei Jahren jeweils zum Ende des Geschäftsjahres gekündigt werden. Ein Kündigungsrecht des Genussrechtsinhabers besteht nicht.
Die ausgegebenen Genussrechte gewähren Gläubigerrechte, beinhalten aber kein Gesellschafterrecht, insbesondere kein Teilnahme-, Mitwirkungs- und Stimmrecht in der Hauptversammlung der Santander Consumer Bank AG. Im Fall einer Gewinnerzielung sind die Genussrechte mit einer Verzinsung ausgestattet. Im Umfang von 112.231 TEUR bestehen Genussrechte mit einer festen Verzinsung, im Umfang von 98.000 TEUR mit einer variablen Verzinsung. Der gesamte Zinsaufwand für Genussrechte betrug im Berichtsjahr 11.711 TEUR.
Angaben nach § 152 Abs. 1 AktG
Grundkapital
Zum Bilanzstichtag betrug das Grundkapital der Santander Consumer Bank AG unverändert 30.002 TEUR. Gehalten wurden die gesamten Anteile (30.002 Stück auf den Inhaber lautende Aktien zu einem Nennbetrag von je 1 TEUR) von der alleinigen Aktionärin, der Santander Consumer Holding GmbH, Mönchengladbach.
Einlagen stiller Gesellschafter
Die Gesellschafterin Santander Consumer Holding GmbH hält eine stille Beteiligung in Höhe von 5.113 TEUR. Der Gesellschaftsvertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Jede Vertragspartei kann das stille Gesellschaftsverhältnis mit einer zweijährigen Kündigungsfrist zum Ende eines jeden Geschäftsjahres kündigen.
Diese stille Beteiligung erfüllt nicht die Voraussetzungen für zusätzliches Kernkapital nach Art. 51 CRR. Sie wird in Einklang mit der neuen Rechtslage aufsichtsrechtlich als Ergänzungskapital ausgewiesen.
Kapitalrücklage
Im Geschäftsjahr wurde mit Beschluss vom 22. Mai 2024 durch die Alleingesellschafterin eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 200.000 TEUR beschlossen und voll eingezahlt.
Außerbilanzielle Geschäfte
Unter dem Bilanzstrich weist die Bank Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen aus, soweit für diese keine Rückstellungen gebildet wurden.
Eventualverbindlichkeiten
Der Posten enthält im Wesentlichen Bürgschaften in Höhe von 532.050 TEUR, Importakkreditive in Höhe von 32.153 TEUR.
Risiken aus der Inanspruchnahme von Eventualverbindlichkeiten sind erforderlichenfalls durch eine Rückstellung abgebildet.
Andere Verpflichtungen
Andere Verpflichtungen bestanden ausschließlich in Form unwiderruflicher Kreditzusagen.
Unwiderrufliche Kreditzusagen
Unwiderrufliche Kreditzusagen belaufen sich auf 1.163.699 TEUR. Diese betreffen Raten- und Hypothekenkredite. Die unwiderruflichen Kreditzusagen führen in der Regel kurzfristig zu einem Liquiditätsabfluss. Ihr Vorteil besteht darin, zukünftige Zinserträge zu generieren.
Es bestehen keine besonderen Ausfallrisiken aufgrund unwiderruflicher Kreditzusagen. Deshalb wird die potenzielle Inanspruchnahme des Ausfallrisikos als gering angesehen.
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Aufwendungen
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
Der starke Anstieg des Personalaufwands ist insbesondere durch ein Transformations- und Restrukturierungsprogramm entstanden.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Aufwendungen für operationelle Risiken, etwa Schadensfälle oder Kulanzzahlungen, in Höhe von 12.066 TEUR, Zinsaufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 8.714 TEUR und Aufwendungen aus dem Verlust von Anlageabgängen aus dem Sachanlagevermögen und dem immateriellen Anlagevermögen in Höhe von insgesamt 890 TEUR.
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
Dieser Posten ist im Berichtsjahr deutlich gestiegen. Einerseits liegt dies an deutlich gestiegenen Anteilen rückständiger Ratenkredite und höheren Kündigungen von Ratenkrediten. Andererseits gab es mehr und größere Ausfälle im Firmenkundengeschäft, die Einzelwertberichtigungen erforderlich machten.
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf einen Anteil an einem verbundenen Unternehmen betragen 0 TEUR (VJ: 23.000 TEUR).
Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne
Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird für das Berichtsjahr an die Santander Consumer Holding GmbH, Mönchengladbach, ein Gewinn in Höhe von 206.995 TEUR abgeführt. Hierin enthalten sind die Zinsen aus einer stillen Beteiligung in Höhe von 1.534 TEUR (vor Abzug der Kapitalertragsteuer und des Solidaritätszuschlags).
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Für die Santander Consumer Bank AG besteht seit dem 1. Januar 1993 eine steuerliche Organschaft mit der Santander Consumer Holding GmbH, Mönchengladbach, als Organträgerin. Die Organschaft umfasst die Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer. Weil insgesamt die Voraussetzungen einer steuerlichen Organschaft erfüllt sind, werden sämtliche Ertragsteuern beim Organträger berücksichtigt.
Währungsumrechnung
Die Erfolgsbeiträge aus der Währungsumrechnung haben das sonstige betriebliche Ergebnis um 659 TEUR (im Vorjahr: 537 TEUR erhöht) erhöht.
Erträge
Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen
Die laufenden Erträge aus Beteiligungen haben sich im Jahr 2024 um 25.539 TEUR reduziert. Aufgrund des Abgangs der Beteiligung an der PSA Bank Deutschland GmbH im Jahr 2023 sind aus dieser Beteiligung im Berichtsjahr keine Dividendenerträge mehr angefallen.
Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen
In dieser Position ist aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages der Gewinn der Santander Consumer Leasing GmbH in Höhe von TEUR 8.613 enthalten.
Sonstige betriebliche Erträge
Die Position beinhaltet im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 33.290 TEUR, Erträge gegenüber verbundenen Unternehmen aus Kostenerstattungen in Höhe von 20.647 TEUR und Erstattungen für Schadensfälle aus operationellen Risiken, im Wesentlichen Versicherungserstattungen, in Höhe von 2.845 TEUR.
V. Sonstige Angaben
Derivate
Zum Bilanzstichtag bestanden 35 Zins-Swaps mit einem Nominalbetrag von insgesamt 15.985.457 TEUR. Diese Kontrakte dienen der Steuerung von Zinsänderungsrisiken des Bankbuchs.
Unter Berücksichtigung der Summe der positiven Zeitwerte (exklusive Stückzinsen) in Höhe von 35.885 TEUR und der Summe der negativen Zeitwerte (exklusive Stückzinsen) in Höhe von 198.127 TEUR ergibt sich insgesamt ein negativer Betrag (exklusive Stückzinsen) in Höhe von 162.241 TEUR.
Sieben der o.g. Zins-Swaps wurden im Rahmen von Forderungsverkäufen als Back-to-Back-Swaps abgeschlossen. Zum Abschlussstichtag weisen diese Swaps ein Nominalvolumen von insgesamt 5.345.457 TEUR aus.
Sonstige Verpflichtungen
Die Bank hat für das Geschäftsjahr 2024 hauptsächlich Miet-, Leasing- sowie sonstige Vertrags- und Beitragsverpflichtungen, in Höhe von insgesamt 108.385 TEUR. Davon entfallen 13.328 TEUR auf verbundene Unternehmen. In den Folgejahren werden Belastungen in ähnlicher Höhe erwartet. Die Restlaufzeiten dieser Verträge betragen bis zu 12 Jahre.
Die Miet- und sonstigen Vertragsverpflichtungen bestehen in erster Linie aus abgeschlossenen Mietverträgen über Geschäftsräume. Darüber hinaus existieren Leasingverträge für die Dienstfahrzeuge bei der Santander Consumer Leasing GmbH.
In dem Gesamtbetrag der sonstigen Verpflichtungen enthalten ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung gegenüber der gesetzlichen Einlagensicherung (36.920 TEUR; Vorjahr 31.800 TEUR), der freiwilligen Einlagensicherung (4.740 TEUR; Vorjahr 4.740 TEUR) und des Single Resolution Boards (SRB) von 21.141 TEUR (Vorjahr 21.141 TEUR). Für die unwiderruflichen Zahlungsverpflichtungen wurden in voller Höhe Barsicherheiten hinterlegt, die als sonstige Vermögensgegenstände erfasst wurden. Rückstellungen für drohende Inanspruchnahmen wurden nicht gebildet. Im Geschäftsjahr 2024 sind für die Miet- und Leasingverpflichtungen insgesamt Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 43.010 TEUR entstanden.
Der Zweck der Miet- und Leasingverträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Nach dem Auslaufen der aktuellen Verträge könnten Risiken dadurch entstehen, dass Anschlussverträge nur zu höheren Kosten abzuschließen sind.
Ein Hauptvorteil dieser Geschäfte ist, dass bei der Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen kein Kapital gebunden wird. Darüber hinaus ergibt sich durch die Leasingfinanzierung für die Bank die Möglichkeit, den aktuellen technischen Entwicklungsstand kurzfristig zu sichern. Zudem kann die Bank hierdurch das Verwertungsrisiko vermeiden.
Zweck der Mitgliedschaft in der gesetzlichen Einlagensicherung ist es, im Entschädigungsfall die Gläubiger der Bank für nicht zurückgezahlte Einlagen zu entschädigen. Risiken ergeben sich insbesondere durch eine steigende Anzahl von Entschädigungsfällen. Gemindert wird das Risiko durch die verpflichtende Ansammlung der Jahresbeiträge bis zum Jahr 2024.
Mit der SC Leasing GmbH, der SCTS GmbH und der SCOS GmbH bestehen Beherrschungsverträge; diese verpflichten die Bank zur Übernahme etwaiger Verluste.
Angaben zum Hypothekenpfandbriefumlauf nach § 28 PfandBG Pfandbriefe und dafür verwendete Deckung
Die Santander Consumer Bank AG nimmt keine Derivate in Deckung, Fremdwährungen sind weder im Pfandbriefumlauf noch in der Deckungsmasse enthalten. Die Ermittlung des Risikobarwerts erfolgt statisch.
Deckungsrechnung gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 7 RechKredV
Deckung der umlaufenden Schuldverschreibungen
|
31.12.2024
(in Mio. EUR) |
31.12.2023
(in Mio. EUR) |
|
| Ordentliche Deckung | ||
| Forderungen an Kunden | 1.233 | 1.257 |
| 1.233 | 1.257 | |
| Weitere Deckungswerte | ||
| Anleihen von anderen Emittenten | 0 | 0 |
| Guthaben bei Zentralbanken | 26,25 | 51,25 |
| Deckungswerte insgesamt | 1.259 | 1.308 |
| Deckungspflichtiger Umlauf | 525 | 1.025 |
| Die Überdeckung beträgt | 734 | 283 |
Angaben zur Laufzeitstruktur nach § 28 Abs. 1 Nr. 4 und 5 PfandBG
| Pfandbriefumlauf (in Mio. Euro) | Deckungsmasse (in Mio. Euro) | Fälligkeitsverschiebung * | ||||
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
| bis zu sechs Monate | 0,00 | 0,00 | 93,89 | 114,04 | 0,00 | 0,00 |
| mehr als sechs Monate bis zu zwölf Monaten | 0,00 | 500,00 | 73,22 | 66,22 | 0,00 | 0,00 |
| mehr als zwölf Monate bis zu 18 Monaten | 0,00 | 0,00 | 65,60 | 62,00 | 0,00 | 0,00 |
| mehr als 18 Monate bis zu 2 Jahren | 25,00 | 0,00 | 67,24 | 73,14 | 0,00 | 500,00 |
| mehr als 2 Jahre bis zu 3 Jahren | 0,00 | 25,00 | 125,31 | 131,22 | 25,00 | 0,00 |
| mehr als 3 Jahre bis zu 4 Jahren | 0,00 | 0,00 | 103,61 | 124,41 | 0,00 | 25,00 |
| mehr als 4 Jahre bis zu 5 Jahren | 0,00 | 0,00 | 116,26 | 101,08 | 0,00 | 0,00 |
| mehr als 5 Jahre bis zu 10 Jahren | 500,00 | 500,00 | 445,41 | 449,27 | 500,00 | 500,00 |
| über 10 Jahre | 0,00 | 0,00 | 168,35 | 186,63 | 0,00 | 0,00 |
§ 28 (1) Nr. 5 PfandBG - Informationen zur Verschiebung der Fälligkeit der Pfandbriefe
1.) Voraussetzungen für die Verschiebung der Fälligkeit der Pfandbriefe nach § 30 (2a) PfandBG
Das Hinausschieben der Fälligkeit ist erforderlich, um die Zahlungsunfähigkeit der Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit zu vermeiden (Verhinderung der Zahlungsunfähigkeit), die Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit ist nicht überschuldet (keine bestehende Überschuldung) und es besteht Grund zu der Annahme, dass die Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit jedenfalls nach Ablauf des größtmöglichen Verschiebungszeitraums unter Berücksichtigung weiterer Verschiebungsmöglichkeiten ihre dann fälligen Verbindlichkeiten erfüllen kann (positive Erfüllungsprognose). Siehe ergänzend auch § 30 Absatz 2b PfandBG.
2.) Befügnisse des Sachwalters bei Verschiebung der Fälligkeit der Pfandbriefe nach § 30 (2a) PfandBG
Der Sachwalter kann die Fälligkeiten der Tilgungszahlungen verschieben, wenn die maßgeblichen Voraussetzungen nach § 30 Abs. 2b PfandBG hierfür erfüllt sind. Die Verschiebungsdauer, welche einen Zeitraum von 12 Monaten nicht überschreiten darf, bestimmt der Sachwalter entsprechend der Erforderlichkeit.
Der Sachwalter kann die Fälligkeiten von Tilgungs- und Zinszahlungen, die innerhalb eines Monats nach seiner Ernennung fällig werden, auf das Ende dieses Monatszeitraums verschieben. Entscheidet sich der Sachwalter für eine solche Verschiebung, wird das Vorliegen der Voraussetzungen nach § 30 Abs. 2b PfandBG unwiderlegbar vermutet. Eine solche Verschiebung ist im Rahmen der Höchstverschiebungsdauer von 12 Monaten zu berücksichtigen.
Der Sachwalter darf von seiner Befugnis für sämtliche Pfandbriefe einer Emission nur einheitlich Gebrauch machen. Hierbei dürfen die Fälligkeiten vollständig oder anteilig verschoben werden. Der Sachwalter hat die Fälligkeit für eine Pfandbriefemission so zu verschieben, dass die ursprüngliche Reihenfolge der Bedienung der Pfandbriefe, welche durch die Verschiebung überholt werden könnten, nicht geändert wird (Überholverbot). Dies kann dazu führen, dass auch die Fälligkeiten später fällig werdender Emissionen zu verschieben sind, um das Überholverbot zu wahren. Siehe ergänzend auch § 30 Absatz 2a und 2b PfandBG.
§ 28 (1) Nr. 2 PfandBG: ISIN-Liste nach Pfandbriefgattung (nur Inhaberpfandbriefe)
| 31.12.2024 | 31.12.2023 |
| XS1727499680 | |
| XS2114143758 | XS2114143758 |
| XS2421360558 | XS2421360558 |
§ 28 Abs. 1 Nr. 1, Nr. 3 und Nr. 7 PfandBG: Verhältnis Umlauf zur Deckungsmasse
| Nennwert | Barwert | Risikobarwert inkl. Währungsstress * * | ||||
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
| Gesamtbetrag des Pfandbriefumlaufs (in Mio. Euro) | 525,00 | 1.025,00 | 471,52 | 942,00 | 418,30 | 870,39 |
| Gesamtbetrag der Deckungsmassen (in Mio. Euro) | 1.258,89 | 1.308,01 | 1.226,54 | 1.249,14 | 1.091,62 | 1.113,10 |
| Überdeckung in Prozent | 139,79 | 27,61 | 160,12 | 32,61 | 160,97 | 27,88 |
| Gesetzliche Überdeckung *** | 19,95 | 39,34 | 9,43 | 18,13 | keine Angabe | keine Angabe |
| Vertragliche Überdeckung | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Freiwillige Überdeckung | 713,94 | 243,67 | 745,59 | 206,30 | keine Angabe | keine Angabe |
** Sowohl die Ermittlung des Risikobarwerts als
auch des Währungsstresses erfolgt statisch.
*** Die gesetzliche Überdeckungserfordernis
setzt sich aus der barwertigen sichernden Überdeckung
gemäß § 4 Abs. 1 PfandBG und der
nennwertigen sichernde Überdeckung gemäß
§ 4 Abs. 2 PfandBG zusammen.
| Forderungen i.S.d. § 19 | Forderungen gern. § 19 | |||||
| (1) Satz 1 Nr. 2 a) und b) PfandBG | (1) Satz 1 Nr. 3 a) bis c) PfandBG | |||||
| § 28 | Stichtag | Summe | Gesamt | davon gedeckte Schuldverschreibungen i.S.d. Art. 129 Verord. (EU) Nr. 575/2013 | Gesamt | davon gedeckte Schuldverschreibungen i.S.d. Art. 129 Verord. (EU) Nr. 575/2013 |
| (1) Nr. 8, 9 und 10 PfandBG Gesamtbetrag der eingetragenen Forderungen | ||||||
| Es sind keine ausländischen Deckungswerte vorhanden | ||||||
| Bundesrepublik Deutschland | 31.12.2024 | 26,25 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 31.12.2023 | 51,25 | 0,00 | 0,00 | 51,25 | 0,00 | |
| Summe | 31.12.2024 | 26,25 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 31.12.2023 | 51,25 | 0,00 | 0,00 | 51,25 | 0,00 | |
| § 28 (1) Nr. 8, 9 und 10 PfandBG Gesamtbetrag der eingetragenen Forderungen | Forderungen i.S.d.§ 19 (1) Nr. 4 PfandBG |
| Es sind keine ausländischen Deckungswerte vorhanden Bundesrepublik Deutschland | 26,25 |
| 0,00 | |
| Summe | 26,25 |
| 0,00 |
Weitere Kennzahlen zu den Deckungswerten
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | ||
| § 28 Abs. 1 Nr. 11 PfandBG - Gesamtbetrag der Forderungen nach §12 (1), die die Grenzen nach § 13 Abs. 1 Satz 2 2. Halbsatz PfandBG überschreiten | in Mio. Euro | 0 | 0 |
| § 28 Abs. 1 Nr. 11 PfandBG - Gesamtbetrag der Werte nach § 19 Abs. 1, die die Grenzen nach § 19 (1) Satz 7 überschreiten) | in Mio. Euro | 0 | 0 |
| Gesamtbetrag der Forderungen, die die Begrenzungen des § 19 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG überschreiten (§ 28 Abs. 1 Nr. 12 PfandBG) | In Mio. Euro | 0 | 0 |
| Gesamtbetrag der Forderungen, die die Begrenzungen des § 19 Abs. 1 Nr. 3 PfandBG überschreiten (§ 28 Abs. 1 Nr. 12 PfandBG) | in Mio. Euro | 0 | 0 |
| Gesamtbetrag der Forderungen, die die Begrenzungen des § 19 Abs. 1 Nr. 4 PfandBG überschreiten (§ 28 Abs. 1 Nr. 12 PfandBG) | In Mio. Euro | 0 | 0 |
| Anteil festverzinslicher Deckungsmasse (§ 28 Abs. 1 Nr. 13 PfandBG) | in Prozent | 100 | 100 |
| Anteil festverzinslicher Pfandbriefe (§ 28 Abs. 1 Nr. 13 PfandBG) | in Prozent | 100 | 100 |
| Volumengewichteter Durchschnitt des Alters der Forderungen (§ 28 Abs. 2 Nr. 4 PfandBG) | in Jahren | 6,44 | 6,34 |
| § 28 (1) Nr. 15 PfandBG: Anteil der rückständigen Deckungswerte gemäß Art. 178 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 | in Prozent | 0,00 | 0,00 |
| § 28 (1) Nr. 6 PfandBG Liqui-Kennzahlen: | |||
| Absolutbetrag der von Null verschiedenen größten sich ergebenden negativen Summe in den nächsten 180 Tagen i.S.d. § 4 (1a) Satz 3 für die Pfandbriefe (Liquiditätsbedarf) | 0,00 | 0,00 | |
| Tag, an dem sich die größte negative Summe ergibt | - | - | |
| Gesamtbetrag der Deckungswerte, welche die Anforderungen von § 4 (1a) Satz 3 PfandBG erfüllen (Liquiditätsdeckung) | in Mio. Euro | 26,33 | 51,25 |
| Liquiditätsüberschuss | in Mio. Euro | 26,33 | 51,25 |
Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr an:
Monica Lopez-Monis Gallego (Vorsitzende)
Madrid, Bankdirektorin der Banco Santander S.A., Spanien
Martina Liebich (Stv. Vorsitzende)
Berlin, Bankangestellte der Santander Consumer Bank AG, Arbeitnehmervertreterin
Rafael Moral-Salarich
Madrid, Bankdirektor der Santander Consumer Finance S.A., Spanien
Cristina San José Brosa
Madrid, Bankdirektorin der Banco Santander S.A., Spanien
Adelheid Sailer-Schuster
Berlin, Senior Advisor der Santander Consumer Finance S.A., Spanien
Dirk Marzluf
Winterthur, Bankdirektor der Banco Santander S.A., Spanien
Patricia Benito de Mateo
Madrid, Bankdirektorin der Santander Consumer Finance S.A., Spanien
Paloma Esteban
Duisburg, Bankangestellte der Santander Consumer Bank AG, Arbeitnehmervertreterin
Deniz Kuyubasi
Bochum, Gewerkschaftssekretärin ver.di, Arbeitnehmervertreter
Robert Neumann
Dortmund, Bankangestellter, Arbeitnehmervertreter
Peter Blümel
Mönchengladbach, ehem. Bankangestellter der Santander Consumer Bank AG, Arbeitnehmervertreter
Thomas Schützelt
Leipzig, Bankangestellter der Santander Consumer Bank AG, Arbeitnehmervertreter
Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr an:
Vito Volpe
Madrid, Vorstandsvorsitzender
Walter Donat
Düsseldorf, Mitglied des Vorstands
Thomas Hanswillemenke
Dormagen, Mitglied des Vorstands
Jochen Klöpper
Hamburg, Mitglied des Vorstands
Fernando Silva
Madrid, Mitglied des Vorstands
Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften
Walter Donat, Mitglied des Vorstands der Santander Consumer Bank AG, ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der MCE Bank GmbH sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Santander Consumer Operations Services GmbH.
Thomas Hanswillemenke, Mitglied des Vorstands der Santander Consumer Bank AG, ist Mitglied des Aufsichtsrates der Santander Consumer Operations Services GmbH.
Jochen Klöpper, Mitglied des Vorstands der Santander Consumer Bank AG, ist Mitglied des Aufsichtsrats der Allane SE und des Aufsichtsrats der Hyundai Capital Bank Europe GmbH.
Fernando Silva, Mitglied des Vorstands der Santander Consumer Bank AG, ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Santander Consumer Operations Services GmbH.
Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 4.052 TEUR. Früheren Vorstandsmitgliedern und Hinterbliebenen von Vorstandsmitgliedern wurden Gesamtbezüge in Höhe von 1.539 TEUR gewährt. Für die ehemaligen Mitglieder betragen die Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag 28.679 TEUR. In den Gesamtbezügen der Vorstandsmitglieder waren Boni in Höhe von 290 TEUR in Form von Aktien (der Banco Santander S.A., Santander, Spanien) mit einjähriger Haltefrist enthalten sowie 871 TEUR, die als Deferred Bonus erst in den kommenden fünf Jahren ausgezahlt werden. Der Deferred Bonus enthält weitere 436 TEUR in Form von Aktienbezügen. Der Bonus 2024 umfasst Aktien mit einem beizulegenden Zeitwert von 726 TEUR. Daneben war in den Gesamtbezügen auch ein nicht aktienbasierter Bonus enthalten, dessen Höhe sich an der Erreichung individueller und unternehmensweiter Ziele orientiert. Die Auszahlung dieses Bonus erfolgt nach Festlegung des endgültigen Bonus im Folgejahr.
Die Santander Consumer Bank AG bezahlte dem Aufsichtsrat für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2024 Sitzungsgelder in Höhe von insgesamt 24 TEUR.
Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats gewährte Vorschüsse und Kredite
Gegenüber Mitgliedern des Vorstands bestand zum Bilanzstichtag ein offener Saldo gemäß § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 KWG in Höhe von 15 TEUR und gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats in Höhe von 8,5 TEUR.
Mitgliedern des Aufsichtsrats waren zum Bilanzstichtag Avale in Höhe von 1 TEUR gewährt.
Gegenüber Dritten erbrachte Dienstleistungen
Gegenüber Dritten erbrachte die Santander Consumer Bank AG die folgenden Dienstleistungen: Depotverwaltung, Vermögensverwaltung sowie Vermittlung von Versicherungen oder Bausparverträgen.
In ausgewählten Bereichen bietet die Santander Consumer Bank Dienstleistungen für andere Banken an (sog. Banking as a Service). Dies beinhaltet z.B. Mobilität, Kundendienst, Strukturierung von ABS-Transaktionen, die Bereitstellung und Wartung von IT-Systemen für den Geschäftsbetrieb sowie Cyber Security Services.
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Im Jahresdurchschnitt waren bei der Santander Consumer Bank AG 2.958 Mitarbeiter beschäftigt: 1.388 weibliche und 1.570 männliche Angestellte.
Geografische Märkte
Da sich die Märkte, in denen die Santander Consumer Bank AG tätig ist, geografisch nicht wesentlich unterscheiden, unterbleibt eine Aufteilung nach geografischen Märkten.
Gesamthonorar des Abschlussprüfers
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug 4.483 TEUR ohne Umsatzsteuer. Die Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
| Honorare für die Abschlussprüfungsleistungen | 3.842 TEUR |
| andere Bestätigungsleistungen | 641 TEUR |
Von den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen wurden Minderkosten des Vorjahres in Höhe von 223 TEUR abgesetzt.
Die anderen Bestätigungsleistungen entfallen auf die Prüfung gemäß § 89 WpHG, die Verfahrensprüfung und Stichprobenprüfung gemäß Abschnitt V Nr. 11 (1) der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Bundesbank, die Erteilung eines Comfort Letters sowie die Prüfung der Abzugsposten nach § 16j Abs. 2 Satz 2 FinDAG.
Wesentliche Verträge
Mit Wirkung zum 1. Januar 2004 wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Santander Consumer Finance Germany GmbH, Mönchengladbach, und der Santander Consumer Bank AG abgeschlossen. Die Santander Consumer Finance Germany GmbH wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2009 auf die Santander Consumer Holding GmbH verschmolzen. Seitdem besteht der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Santander Consumer Holding GmbH fort.
Alleinige Gesellschafterin der Santander Consumer Bank AG ist die Santander Consumer Holding GmbH, Mönchengladbach.
Angaben nach CRR und § 26a KWG
Die Gesamtkapitalrendite betrug im Geschäftsjahr 0,39%.
Hinsichtlich der nach Teil 8 der CRR offenzulegenden Angaben, die nicht im Jahresabschluss enthalten sind, verweisen wir auf unseren Offenlegungsbericht, der auf unserer Internetseite veröffentlicht wird: www.santander.de, unter der Rubrik "Über Santander", Unterrubrik "Investor Relations", dort unter "Offenlegung".
Beteiligungsspiegel
|
Anteil am Kapital
in Prozent |
Eigenkapital 2023
in TEUR |
Jahresergebnis 2023
in TEUR |
|
| Santander Consumer Leasing GmbH, Mönchengladbach | 100,00 | 70.025 | *) |
| Santander Consumer Technology Services GmbH, Mönchengladbach | 100,00 | 29.222 | 2.495 |
| Santander Consumer Operations Services GmbH, Mönchengladbach | 100,00 | 14.623 | 1.244 |
| Hyundai Capital Bank Europe GmbH, Frankfurt a. M. | 51,00 | 847.791 | -11.088 |
| MCE Bank GmbH (abweichendes Geschäftsjahr 01.04.2023 bis 31.03.2024) | 90,01 | 132.751 | -71 |
| VCFS Germany GmbH, Köln | 50,00 | 639 | 79 |
| Schufa Holding AG, Wiesbaden | 0,55 | 156.067 | 42.189 |
*) Ergebnisabführungsvertrag, daher keine
Angabe zum Ergebnis
Anlagenspiegel
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2024
| HISTOR. ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | ||||
|
01.01.2024
Euro |
Zugänge
Euro |
Abgänge
Euro |
Umbuchungen
Euro |
|
| IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.012.593.763,01 | 12.588.938,61 | 282.192,16 | 36.475.025,49 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Geleistete Anzahlungen | 41.393.669,40 | 25.069.125,96 | 2.482.344,47 | 36.475.025,49 |
| 1.053.987.432,41 | 37.658.064,57 | 2.764.536,63 | 0,00 | |
| SACHANLAGEN | ||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.688.012,06 | 685.621,77 | 6.833,53 | 325.588,66 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 32.376.273,51 | 4.744.186,46 | 3.193.644,80 | 942.309,49 |
| Einrichtungen/ Einbauten in gemieteten Räumen | 88.157.521,06 | 3.557.493,07 | 2.790.365,63 | 3.160.667,60 |
| Geleistete Anzahlungen | 5.970.250,35 | 6.123.243,26 | 320.466,44 | 4.428.565,73 |
| 130.192.056.98 | 15.110.544,56 | 6.311.316.40 | 0.00 | |
| SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE | ||||
| Wertpapiere des Anlagevermögens * | 5.774.160.285,17 | 13.708.746,37 | 1.387.235.211,76 | 0,00 |
| BETEILIGUNGEN | 53.054,00 | 46.560,00 | 0,00 | 0,00 |
| ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN | 769.475.014,27 | 163.200.000,00 | 0,00 | 0,00 |
| SUMME FINANZANLAGEN | 6.543.694.353,44 | 176.955.306,97 | 1.987.235.211.76 | 0.00 |
| SUMME GESAMT | 7.727.873.842,83 | 229.723.916,10 | 1.996.311.064,79 | 0,00 |
| HISTOR. ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN | |
|
3112.2024
Euro |
01.01.2024
Euro |
|
| IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.061.375.534,95 | 864.103.945,70 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 |
| Geleistete Anzahlungen | 27.505.425,40 | 0,00 |
| 1.088.880.960,35 | 864.103.945,70 | |
| SACHANLAGEN | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.632.382,-96 | 990.769,79 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 34.869.124,66 | 23.953.848,42 |
| Einrichtungen/ Einbauten in gemieteten Räumen | 32.085.316,10 | 63.478.477,84 |
| Geleistete Anzahlungen | 7.344.461,44 | 0,00 |
| 138.991.285,16 | 88.423.096.05 | |
| SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE | ||
| Wertpapiere des Anlagevermögens * | 3.800.633.820,44 | 0,00 |
| BETEILIGUNGEN | 105.614,00 | 0,00 |
| ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN | 932.675.014,27 | 48.000.000,00 |
| SUMME FINANZANLAGEN | 4.733.414.448.71 | 48.000.000,00 |
| SUMME GESAMT | 5.961.286.694,21 | 1.000.527.041,75 |
| AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN | ||||
| Zuschreibungen Eure |
Zuführungen
Euro |
Auflösungen
Euro |
Umbuchungen
Euro |
|
| IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,00 | 64.526.748,31 | 35.411,87 | 0,00 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 64.526.748,31 | 35.411,87 | 0,00 | |
| SACHANLAGEN | ||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 201.525,47 | 2.474,43 | 0,00 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0,00 | 3.772.992,60 | 3.123.371,65 | 0,00 |
| Einrichtungen/ Einbauten in gemieteten Räumen | 0,00 | 5.057.798,98 | 2.479.953,13 | 0,00 |
| Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 9.032.317,05 | 5.605.799,21 | 0,00 | |
| SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE | ||||
| Wertpapiere des Anlagevermögens * | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| BETEILIGUNGEN | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| SUMME FINANZANLAGEN | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| SUMME GESAMT | 0,00 | 73.559.065,36 | 5.641.211,08 | 0,00 |
| AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN | NETTOBUCHWERTE | |
|
31.12.2024
Euro |
31.12.2024
Euro |
|
| IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 928.595.282,14 | 132.780.252,81 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 |
| Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 27.505.425,40 |
| 928.595.282,14 | 160.285.678,21 | |
| SACHANLAGEN | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.189.820,83 | 3.502.562,13 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 24.603.469,37 | 10.265.655,29 |
| Einrichtungen/ Einbauten in gemieteten Räumen | 66.056.323,69 | 26.028.992,41 |
| Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 7.344.461,44 |
| 91.849.613,89 | 47.141.671,27 | |
| SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE | ||
| Wertpapiere des Anlagevermögens * | 0,00 | 3.800.633.820,44 |
| BETEILIGUNGEN | 0,00 | 105.614,00 |
| ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN | 48.000.000,00 | 884.675.014,27 |
| SUMME FINANZANLAGEN | 48.000.000.00 | 4.685.414.448.71 |
| SUMME GESAMT | 1.068.444.896,03 | 4.892.841.798,18 |
|
NETTOBUCHWERTE 31.12.2023
Euro |
|
| IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | |
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 148.489.817,31 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 |
| Geleistete Anzahlungen | 41.393.669,40 |
| 189.883.486,71 | |
| SACHANLAGEN | |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.697.242,27 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.422.425,09 |
| Einrichtungen/ Einbauten in gemieteten Räumen | 24.679.043,22 |
| Geleistete Anzahlungen | 5.370.250,35 |
| 41.768.960,93 | |
| SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE | |
| Wertpapiere des Anlagevermögens * | 5.774.160.285,17 |
| BETEILIGUNGEN | 59.054,00 |
| ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN | 721.475.014,27 |
| SUMME FINANZANLAGEN | 6.495.694.353,44 |
| SUMME GESAMT | 6.727.346.801,08 |
Konzernzugehörigkeit
Unmittelbare Muttergesellschaft ist die Santander Consumer Holding GmbH, Mönchengladbach. Sie wird in den Konsolidierungskreis der Banco Santander S.A., Santander, Spanien, mit einbezogen.
Die Banco Santander S.A. erstellt per 31. Dezember 2024 einen befreienden Konzernabschluss, der nach den Vorschriften der IFRS aufgestellt wird.
Die Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach, ist von der Verpflichtung befreit, einen Konzernabschluss und -lagebericht aufzustellen.
Diejenige Muttergesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten Unternehmenskreis aufstellt, ist die Banco Santander S.A., Santander, Spanien. Dieser Abschluss wird beim spanischen Handelsregister hinterlegt. Unterste Muttergesellschaft, die einen Konzernabschluss aufstellt, ist die Santander Consumer Finance S.A., Madrid, Spanien, die in den Konsolidierungskreis der Banco Santander S.A., Santander, Spanien, mit einbezogen wird. Der befreiende Konzernabschluss der Banco Santander S.A. wird im Unternehmensregister veröffentlicht.
Mönchengladbach, den 20. Februar 2025
Santander Consumer Bank AG
Der Vorstand
Volpe
Donat
Hanswillemenke
Klöpper
Silva
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Santander Consumer Bank Aktiengesellschaft, Mönchengladbach
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Santander Consumer Bank Aktiengesellschaft, Mönchengladbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Santander Consumer Bank Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
1 Bewertung der Kundenkreditportfolios
2 Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
1 Sachverhalt und Problemstellung
2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3 Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1 Bewertung der Kundenkreditportfolios
1 Im Jahresabschluss der Santander Consumer Bank Aktiengesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Forderungen an Kunden" Kreditforderungen in Höhe von € 36,7 Mrd. (69,4 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Für das Kreditportfolio besteht zum 31. Dezember 2024 eine bilanzielle Risikovorsorge bestehend aus Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Die Bemessung der Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft wird insbesondere durch die Struktur und Qualität der Kreditportfolien, gesamtwirtschaftliche Einflussfaktoren und die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle unter anderem auch vor dem Hintergrund der erwarteten Auswirkungen der aktuellen makroökonomischen Einflussfaktoren auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und somit auf das Kundenkreditgeschäft bestimmt. Die Höhe der Einzelwertberichtigungen bei den Kundenforderungen entspricht der Differenz zwischen dem noch ausstehenden Kreditbetrag und dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Bestehende Sicherheiten werden berücksichtigt. Pauschalwertberichtigungen werden für vorhersehbare, aber noch nicht bei einzelnen Kreditnehmern konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft von Kreditinstituten gebildet. Dazu wird für nicht einzelwertberichtigte Kredite eine Pauschalwertberichtigung in Höhe des erwarteten Verlusts für einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten gebildet, es sei denn das Kreditausfallrisiko hat sich seit Zugang signifikant erhöht. Bei einer signifikanten Erhöhung des Kreditausfallrisikos seit Zugang wird eine Pauschalwertberichtigung für die über die Restlaufzeit erwarteten Verluste gebildet. Die Wertberichtigungen im Kundenkreditgeschäft sind zum einen betragsmäßig für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft von hoher Bedeutung und zum anderen mit erheblichen Ermessensspielräumen der gesetzlichen Vertreter verbunden. Darüber hinaus haben die angewandten, auch aufgrund der Auswirkungen der aktuellen makroökonomischen Rahmenbedingungen mit wesentlichen Unsicherheiten behafteten Bewertungsparameter einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Wertberichtigungen. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die Ausgestaltung des relevanten internen Kontrollsystems der Gesellschaft beurteilt und darauf aufbauend die Funktionsfähigkeit der Kontrollen getestet. Dabei haben wir die Geschäftsorganisation, die IT-Systeme und die relevanten Bewertungsmodelle berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Kundenforderungen, einschließlich der Angemessenheit geschätzter Werte, auf der Basis von Stichproben von Kreditengagements beurteilt. Dabei haben wir unter anderem die vorliegenden Unterlagen der Gesellschaft bezüglich der wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der Werthaltigkeit der entsprechenden Sicherheiten gewürdigt. Ferner haben wir zur Beurteilung der vorgenommenen Einzel- und Pauschalwertberichtigungen die von der Gesellschaft angewandten Berechnungsmethoden sowie die zugrundeliegenden Annahmen und Parameter gewürdigt. Wir haben dabei insbesondere auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der aktuellen makroökonomischen Rahmenbedingungen auf die wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer und die Werthaltigkeit der entsprechenden Sicherheiten gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Bewertung der Kundenforderungen nachvollzogen. Auf Basis der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns insgesamt von der Vertretbarkeit der bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Kreditportfolios von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen der Gesellschaft überzeugen.
3 Die Angaben der Gesellschaft zur Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft sind im Anhang in den Abschnitten "II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und "III. Angaben zur Bilanz" enthalten.
2 Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen
1 Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 884,7 Mio (1,67 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Der beizulegende Wert der Anteile an verbundenen Unternehmen wird als Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Ertragswertverfahren unter Einbeziehung von Wesentlichkeitsüberlegungen ermittelt. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der Finanzanlage. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund sowie aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Anteile an verbundenen Unternehmen für die Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Spezialisten für Unternehmensbewertungen unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Hierbei haben wir einen Fokus aufjene Anteile an verbundenen Unternehmen gelegt, die ein erhöhtes Risiko möglicher Abwertungsbedarfe aufwiesen. Bei der Analyse der erwarteten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse dieser verbundenen Unternehmen haben wir die Geschäftsplanung mit der Planung des vorherigen Geschäftsjahres und den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen nachvollzogen. Ferner haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Modelle sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um eine Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen unter Einbeziehung von Wesentlichkeitsüberlegungen vorzunehmen.
3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind in den Abschnitten "II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", "III. Angaben zur Bilanz" sowie "IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung" des Anhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden von uns vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
| ― |
die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) |
| ― |
den Abschnitt "Mitarbeiter" des Lageberichts |
| ― |
den Abschnitt "Nachhaltigkeit und Responsible Banking" des Lageberichts |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem alle uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung zu stellenden übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 28. Februar 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 29. November 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2016 als Abschlussprüfer der Santander Consumer Bank Aktiengesellschaft, Mönchengladbach, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Pascal Vollmann.
Düsseldorf, den 20. Februar 2025
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Pascal Vollmann, Wirtschaftsprüfer
ppa. Ralf Scherello, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
über das Geschäftsjahr 2024
Das Jahr 2024 war für die Santander Consumer Bank AG ein Geschäftsjahr mit außergewöhnlichen Rahmenbedingungen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz, ohne den die Weiterentwicklung des Geschäfts auch im Jahr 2024 nicht möglich gewesen wäre. Für die anstehenden Herausforderungen wünscht der Aufsichtsrat allen Beteiligten eine glückliche Hand und viel Erfolg.
Im Geschäftsjahr 2024 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.
Im Rahmen von vier turnusmäßigen und einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung sind wir vom Vorstand detailliert und umfassend über die Unternehmensführung und -Planung, die Geschäftsentwicklung und die Risikosituation sowie über die sonstigen Geschäfte und Ereignisse von erheblicher Bedeutung für die Bank unterrichtet worden. Wir haben den Vorstand bei seiner Tätigkeit beraten, überwacht und uns von der Ordnungsmäßigkeit seiner Geschäftsführung überzeugt. Zwischen den Sitzungen sind wir über wichtige Vorfälle schriftlich unterrichtet worden. Erforderliche Beschlüsse wurden in diesen Zeiträumen im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.
Im Geschäftsjahr 2024 fanden fünf Sitzungen des Prüfungsausschusses statt. An zwei Sitzungen nahm der Abschlussprüfer teil. Thematisch befassten sich die Mitglieder des Prüfungsausschusses mit der Prüfung des Jahresabschlusses der Santander Consumer Bank AG und den Revisionsberichten.
Der Vergütungskontrollausschuss tagte im Jahr 2024 viermal und behandelte hierbei u.a. das Vergütungssystem der Bank sowie weitere gesetzlich normierte Themen.
Der Nominierungsausschuss tagte im Jahr 2024 dreimal und behandelte insbesondere Personalangelegenheiten des Vorstands.
Der Risikoausschuss tagte im Jahr 2024 viermal und behandelte insbesondere den Risikoappetit der Bank sowie die weiteren gesetzlich normierten Themen.
Darüber hinaus war die Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand in fortwährendem Kontakt. Sie wurde vom Vorsitzenden des Vorstands in regelmäßigen Gesprächen über die geschäftliche Entwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer bestimmten PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Jahresabschlussunterlagen, der Lagebericht des Vorstands und die Berichte des Abschlussprüfers wurden dem Prüfungsausschuss vor der Prüfungsausschusssitzung und allen Aufsichtsratsmitgliedern vor der Bilanzsitzung zur Verfügung gestellt. Der Abschlussprüfer berichtete dem Aufsichtsrat über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind Einwendungen nicht zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Dieser ist damit festgestellt. Mit dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns ist der Aufsichtsrat einverstanden.
Mónica López-Monís Gallego, Vorsitzende
Zusammensetzung des Aufsichtsrats 2024
| Aktionärsvertreter | Arbeitnehmervertreter |
| Mónica López-Monís Gallego (Vorsitzende) | Martina Liebich (Stv. Vorsitzende) |
| Patricia Benito | Peter Blümel |
| Dirk Marzluf | Paloma Esteban |
| Rafael Moral | Deniz Kuyubasi |
| Adelheid Sailer-Schuster | Robert Neumann |
| Cristina San José | Thomas Schützelt |
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
4 nahegelegene Organisationen
Santander Consumer Leasing GmbH
Selbe AdresseVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Open Group Deutschland Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Open Technology Services GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen