Mercedes-Benz Tech Motion GmbHLiquidiert

71034 Böblingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 23635
Vorher
protics technical information consulting & support GmbHDaimler protics technical information consulting & solution GmbHDaimler protics technical information consulting & support GmbHDaimler Protics GmbH
Eingetragen
25.9.2000
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Beratung, Erbringung von Serviceleistungen und Durchführung von operativem Datenmanagement im Zusammenhang mit technischen Dokumentationsprozessen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sascha Riegel
seit 21.12.2021
Geschäftsführer
Kai Fischer
seit 12.7.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mercedes-Benz Tech Motion GmbH

Böblingen (vormals: Leinfelden-Echterdingen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen 1.032.765,36 816.440,03
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 28.988,32 23.678,77
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 955.964,03 745.968,56
III. Finanzanlagen
Rückdeckungsansprüche aus Lebens-/Rentenversicherungen 47.813,01 46.792,70
B. Umlaufvermögen 26.123.721,80 29.909.190,57
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 466.716,94 738.679,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.112.393,29 1.303.637,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.542.684,48 27.862.800,60
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.927,09 4.072,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 267.929,26 241.370,06
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 545,00
27.424.416,42 30.967.545,66

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital 48.330,43 48.330,43
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. Kapitalrücklage 23.330,43 23.330,43
B. Rückstellungen 15.709.617,97 18.357.981,64
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 917.320,47 1.218.371,02
2. Sonstige Rückstellungen 14.792.297,50 17.139.610,62
C. Verbindlichkeiten 11.666.468,02 12.561.233,59
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.987.558,24 1.836.833,66
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.883.203,09 10.003.130,78
3. Sonstige Verbindlichkeiten 795.706,69 721.269,15
davon aus Steuern € 788.677,38 i.Vj.€ 719.737,55
davon im Rahmen der soz. Sicherheit € 0,00 i. Vj. € 0,00
27.424.416,42 30.967.545,66

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 98.900.151,96 91.670.601,67
2. Minderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -271.962,24 329.089,31
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.740.092,66 1.961.778,16
Zwischensumme 102.368.282,38 93.961.469,14
4. Materialaufwand 14.257.475,81 13.041.381,69
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.257.475,81 13.041.381,69
5. Personalaufwand 67.484.401,73 60.261.741,73
a) Löhne und Gehälter 56.289.730,75 49.991.162,94
b.) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 11.194.670,98 10.270.578,79
-davon für Altersversorgung € 1.211.013,88 i. Vj. € 1.951.338,46
6. Abschreibungen 559.705,83 478.323,41
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 559.705,83 478.323,41
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.215.772,10 13.272.823,22
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.175,25 13.363,81
- aus verbundenen Unternehmen - € 35.175,25 i. Vj. € 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 202.152,64 46.361,87
- davon an verbundene Unternehmen - € 160.084,64 i. Vj. € 9.647,57
10. Ergebnis nach Steuern 5.683.949,52 6.874.201,03
11. Sonstige Steuern 146.809,68 313.018,05
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 5.537.139,84 6.561.182,98
13. Jahresüberschuss/Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart, HRB 23635, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Böblingen.

Der Geschäftszweck der im August 2000 gegründeten Gesellschaft ist strategischer Business-Partner für komplexes Produkt-Lifecycle-Management und innovativer Visualisierungslösungen im Mercedes-Benz Konzern zu sein.

Die Kerngeschäftsfelder der Gesellschaft erstrecken sich hierbei auf das komplexe Produktdatenmanagement und das Virtual Engineering. Wir machen Daten erlebbar und bieten nachhaltige Lösungen zur Digitalisierung in allen Phasen des Produktlebenszyklus. Wir verarbeiten, veredeln und visualisieren Produkt- und Mobilitätsdaten. Dazu gehören das Management großer Datenmengen sowie Prozessmanagement, Systeme und Methoden für die gesamte Wertschöpfungskette.

Wir sind Spezialist und Systemanbieter in den Themenfeldern High-End-Visualisierung in 2D und 3D, Virtual-, Mixed- und Augmented Reality sowie in mobilen Visualisierungsthemen im Fahrzeug.

Die Gesellschaft erbringt dabei im Wesentlichen Leistungen für die Mercedes Benz AG, Stuttgart, sowie für weitere Gesellschaften des Mercedes-Benz Group Konzerns.

Alleinige Gesellschafterin der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH ist die Daimler Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Stuttgart, eine Tochtergesellschaft der Mercedes-Benz Group AG, Stuttgart. Der Konzernabschluss der Mercedes-Benz Group AG wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH wird nicht in den Konzernabschluss der Mercedes-Benz Group AG einbezogen.

Am 11. November 2019 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2020 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Daimler Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH abgeschlossen. Die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH gehört dem umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Organkreis der Mercedes-Benz Group AG an.

Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt worden.

Gliederung

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Anschaffungskosten beinhalten den Anschaffungspreis, die Nebenkosten sowie gegebenenfalls Kostenminderungen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer.

Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert erfasst.

Geringwertige Wirtschaftsgüter unter € 250,00 werden in voller Höhe als Betriebsausgabe im Anschaffungsjahr erfasst.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über € 250,00 bis € 1.000,00 werden in voller Höhe im Jahr der Anschaffung als geringwertiges Wirtschaftsgut abgeschrieben.

Rückdeckungsansprüche aus Lebens-/Rentenversicherungen werden - sofern nicht verpfändet - zu den von der Versicherungsgesellschaft angegebenen Aktivwerten bilanziert. Verpfändete Rückdeckungsansprüche werden als Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB zum von der Versicherungsgesellschaft angegebenen Zeitwert saldiert mit den korrespondierenden Pensionsverpflichtungen auf der Aktivseite ausgewiesen. Im umgekehrten Fall - wenn der verpfändete Rückdeckungsanspruch geringer ist als die korrespondierende Pensionsverpflichtung - wird der saldierte Betrag in den Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Vorräte

Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese beinhalten Einzelkosten und Fertigungsgemeinkosten (u.a. Personalkosten) sowie Zuschläge für die notwendigen Kosten des operativen Bereichs- und der IT.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos war nicht notwendig. Ebenso war keine Einzelwertberichtigung notwendig.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ansatz erfolgt mit dem Nennwert.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Das Wahlrecht, Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr abzuzinsen, wird nicht ausgeübt.

Es werden keine Steuerrückstellungen gebildet, da die Gesellschaft dem umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Organkreis der Mercedes-Benz Group AG angehört.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten der Aon Solutions Germany GmbH (vormals Aon Hewitt GmbH), Hamburg, bilanziert. Für die Abzinsung wird grundsätzlich der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Im Gutachten der Aon Solutions Germany GmbH für Pensionsrückstellungen wurden ein Zinssatz von 1,83 % sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Gutachten der Aon Solutions Germany GmbH für Jubiläumsverpflichtungen wurde ein Zinssatz von 1,76 % zugrunde gelegt. In allen Gutachten wurden folgende Annahmen verwendet: jährliche Steigerung der Lebenshaltungskosten von 2,2 % sowie Gehaltssteigerungen im Tarifbereich von 3,0 %. Bei leitenden Angestellten wird eine Gehaltssteigerung von 3,0 % unterstellt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt T€ 28,8 (i. Vj. T€ 168,2). Dieser ist nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrt, jedoch nicht abführungsgesperrt.

Zur Sicherung eines Großteils der Pensionsverpflichtungen sind Rückdeckungsversicherungen geschlossen. Zum Teil sind diese verpfändet und somit dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. In diesem Fall werden die Zeitwerte der Rückdeckungsversicherungen mit der korrespondierenden Pensionsverpflichtung verrechnet. Bei einem Übersteigen der Zeitwerte der Rückdeckungsversicherung der korrespondierenden Pensionsverpflichtung wird der Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung gesondert auf der Aktivseite ausgewiesen. Im umgekehrten Fall wird der saldierte Betrag in den Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen. Insgesamt betragen die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens T€ 2.240,5. Deren beizulegende Zeitwerte belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 1.337,2.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird entsprechend § 284 Abs. 3 HGB in einer gesonderten Übersicht als Bestandteil des Anhangs dargestellt.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um Software. Diese wird über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Die Büro- und Geschäftsausstattung wird über einen Zeitraum von drei bis 23 Jahren abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen handelt es sich um nicht verpfändete Rückdeckungsversicherungen zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 47,8 (i. Vj. T€ 46,8).

Daneben sind verpfändete Rückdeckungsversicherungen mit den dazugehörigen Pensionsverpflichtungen saldiert worden. Der Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen beläuft sich auf T€ 1.323,1 (i. Vj. T€ 1.228,8). Es wurden die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 1.323,1 (i. Vj. T€ 1.187,3) mit dem Erfüllungsbetrag in Höhe von T€ 2.240,6 (i. Vj. T€ 2.405,6) saldiert, sodass T€ 917,3 (i. Vj. T€ 1.218,3) in der Pensionsrückstellung berücksichtigt werden. Die weiteren verpfändeten Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 49,4 (i. Vj. T€ 45,2) wurden mit dem Erfüllungsbetrag in Höhe von T€ 49,4 (i. Vj. T€ 44,6) saldiert, und daraus resultiert eine Rückstellung (im Vorjahr: ein aktiver Unterschiedsbetrag) in Höhe von T€ 0,0 (i. Vj. T€ 0,6). Die Erträge aus den verpfändeten Rückdeckungsversicherungen betragen im Geschäftsjahr T€ 32,1 (i. Vj. T€ 12,5). Als Aufwand wurde eine Zuführung zu den Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 28,0 (i. Vj. T€ 384,8) geleistet.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen stellt sich zum Geschäftsjahresende 2023 folgendermaßen dar:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Unfertige Leistungen 466,7 738,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.112,4 1.303,6
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.542,7 27.862,8
Sonstige Vermögensgegenstände 1,9 4,1
26.123,7 29.909,2

Am Bilanzstichtag waren 15 Werk- und Dienstvertragsprojekte der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH noch nicht abgeschlossen, sodass sich hierfür unfertige Leistungen im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von T€ 466,7 (i. Vj. T€ 738,7) ergeben.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 24.542,7 (i. Vj. T€ 27.862,8) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (T€ 17.221,3 si. Vj. T€ 19.567,6) und bestehen im Wesentlichen gegen die Mercedes-Benz AG mit T€ 14.306,7 (i. Vj. T€ 16.937,2). Darüber hinaus betreffen T€ 6.715,4 (i. Vj. 7.930,2) Forderungen gegen die Mercedes-Benz Group AG aus dem Intercompany (IC)-Verrechnungskonto.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen wie im Vorjahr zum Geschäftsjahresende 2023 nicht. Die ausländischen Forderungen gegen Mercedes-Benz Group China Ltd. (ehem. Daimler Greater China) wurden unter Einbehalt eines 5%igen Abzuges für chinesische Körperschaftsteuer im Geschäftsjahr 2023 beglichen.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten mit T€ 267,9 (i. Vj. T€ 241,4) betreffen insbesondere Wartungsverträge für EDV-Soft- und Hardware und Lizenzen mit T€ 86.9 (i. Vj. T€ 208,2 ) sowie einen verlorenen Baukostenzuschuss i.H.v. T€ 144,9.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (im Vorjahr: Rückstellung)

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (im Vorjahr: Rückstellung) stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Erfüllungsbetrag von Pensionsverpflichtungen, für die verpfändete Rückdeckungsversicherungen bestehen -49,4 -44,6
Zeitwert von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen 49,4 45,2
0,0 0,6

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage sind mit T€ 25,0 bzw. T€ 23,3 gegenüber dem Vorjahr unverändert. Andere Gewinnrücklagen bestehen nicht.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.218,3) auf T€ 917,3 gesunken. Hierin sind Pensionsverpflichtungen gegenüber der Geschäftsführung sowie gegenüber den von der Mercedes-Benz Group AG im Jahr 2008 übernommenen Mitarbeitern enthalten, für die zum Teil nicht verpfändete Rückdeckungsversicherungen und zum Teil verpfändete Rückdeckungsversicherungen bestehen. Der Rückstellungsbetrag für ausgeschiedene Organmitglieder betrug im Jahr 2023 T€ 17,7 (i. Vj. T€ 16,1) Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stellen sich folgendermaßen dar:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Erfüllungsbetrag von Pensionsverpflichtungen 2.240,4 2.405,6
Zeitwert von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen 1.323,1 1.187,2
917,3 1.218,4

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Rückstellungen für Personal 11.702,6 10.882,8
Übrige sonstige Rückstellungen 3.089,7 6.256,8
14.792,3 17.139,6

Die Rückstellungen für Personal wurden für nachstehende Sachverhalte gebildet:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Urlaub, Mehrarbeit 2.244,4 2.152,7
Variable Vergütung, Unternehmenserfolg 5.712,5 4.891,1
Jubiläumsaufwendungen 1.789,6 1.640,1
Sonderzahlungen 1.403,2 1.687,3
Sozialversicherungen 397,8 351,9
Stock Options 155,1 159,7
11.702,6 10.882,8

Die übrigen sonstigen Rückstellungen bestehen aus nachstehenden Sachverhalten:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Ausstehende Lieferantenrechnungen 2.693,2 2.941,3
Gewährleistung 34,3 1.931,0
Drohverlust 88,5 1.281,6
Berufsgenossenschaftsbeitrag, Schwerbehindertenausgleichsabgabe 85,0 56,0
Jahresabschlussprüfung 33,4 46,9
Sonstiges 155,3 0,0
3.089,7 6.256,8

Die übrigen sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr (T€ 6.256,8) auf T€ 3.089,7 gesunken. Im Wesentlichen betrifft der Rückgang die Gewährleistungsrückstellung, da der Rechtsstreit aus dem Vorjahr beendet werden konnte. Zudem wurden die Drohverlustrückstellungen aufgelöst, da die geplanten Aufträge aus den Vorjahren sich positiver entwickelten, als erwartet.

Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten nachstehender Verbindlichkeiten betragen ausschließlich bis zu einem Jahr.

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.987,6 1.836,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.883,2 10.003,1
Sonstige Verbindlichkeiten 795,7 721,3
11.666,5 12.561,2

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 1.987,6 (i. Vj. T€ 1.836,8) betreffen nahezu ausschließlich inländische Verbindlichkeiten.

Es liegen keine durch Pfandrechte oder ähnliche Sicherheiten gesicherte Verbindlichkeiten vor.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Berichtsjahr Verbindlichkeiten gegenüber der Mercedes-Benz Group AG aus der Aufnahme eines endzeitfälligen Darlehens in Höhe von T€ 3.106,9 (i. Vj. T€ 3.000,0) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 239,1 (i. Vj. T€ 441,9). Außerdem bestehen Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von T€ 5.537,1 gegenüber der Gesellschafterin Daimler Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH (i. Vj. Ergebnisabführung von T€ 6.561,1).

Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten mit T€ 795,7 (i. Vj. T€ 721,3) sind insbesondere abzuführende Lohn- und Kirchensteuer für den Monat Dezember 2023 in Höhe von T€ 788,7 (i. Vj. T€ 719,7) enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus der Erbringung von Dienst- und Werkleistungen. Der im Geschäftsjahr 2023 erzielte Umsatz in Höhe von T€ 98.900,1 teilt sich wie folgt auf:

2023 2022
T€ T€
Verbundene Unternehmen Inland 92.536,6 84.159,1
Fremde Dritte 2.804,2 4.249,7
Verbundene Unternehmen Ausland 3.559,3 3.261,8
Summe 98.900,1 91.670,6

Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen im Inland wurden in allen Geschäftsfeldern der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH generiert. Für verbundene Unternehmen im Ausland wurden im Wesentlichen Dienstleistungen für Mercedes-Benz Group China Ltd., Peking (Wartung, Support und Bildproduktion für den Fahrzeugkonfigurator), und für Mercedes-Benz CAC, Maastricht (Wartung, Support und Bildproduktion für den Fahrzeugkonfigurator), erbracht. Die Umsätze mit fremden Dritten entfallen zum Großteil auf Unternehmen, die mit den Dienstleistungen der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH wiederum Produkte und Dienstleistungen für die Mercedes-Benz Group AG erstellen (z. B. High-End-Visualisierung sowie Projekt- und Datenmanagement).

In den einzelnen Bereichen wurden folgende Umsätze generiert: In der neuen Struktur 2023 ergeben sich folgende Umsätze im Vergleich zum Vorjahr:

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€
PDA: Produkt Data Architecture 17.051,4 31.788,4 -14.736,9
VE: Virtual Engineering 28.761,9 27.176,3 1.585,6
PDQ: Product Data Quality 20.391,2 18.018,0 2.373,2
SPDA: Product Data Architecture E/E & Software-PDM 17.667,7 0,0 17.667,7
TES: Tech Enabling Services 14.964,2 14.685,4 278,7
Sonstige 63,7 2,5 61,2
Summe 98.900,1 91.670,6 7.229,5

Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen

Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich eine Bestandsminderung in Höhe von T€ 272,0 und im Vorjahr eine Bestandserhöhung von T€ 329,1. Sie resultiert aus der Fertigstellung von 37 Projekten aus dem Jahr 2022 (T€ 738,7) sowie der Neubildung für 15 im Jahr 2023 (T€ 466,7) noch nicht abgeschlossene Projekte.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Auflösung von Rückstellung 2.918,5 1.754,3
Sachbezüge 576,5 180,7
Förderprojekte 61,9 13,8
Sonstiges 183,2 13,0
3.740,1 1.961,8

In diesen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 2.981,9 erhalten, welche sich aus der Erstattung von Corona-Hilfen des Bundes für 2022 sowie aus der Auflösung von Rückstellungen ergeben haben.

Materialaufwand

Der Aufwand für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 14.257,5 (i. Vj. T€ 13.041,3) beinhaltet Leistungen von freien Mitarbeitern und Unterlieferanten sowie Projektsachleistungen und projektbezogene Reisekosten.

Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Löhne- und Gehälter 56.289,7 49.991,2
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 11.194,7 10.270,6
67.484,4 60.261,8

Sonstiger betrieblicher Aufwand

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Miet- und Mietnebenkosten Immobilien 4.262,1 3.231,7
EDV-Kosten 3.800,7 3.696,5
Gewährleistungen 0,0 1.870,3
Sonstige Fremdleistung 1.223,4 1.727,1
IT-Fremdleistung 1.810,1 0,0
Kraftfahrzeugkosten 995,4 792,4
Fort- und Weiterbildungskosten 562,6 555,2
Teamentwicklungen/Events 244,6 494,1
Rechts- und Beratungskosten 188,9 250,7
Büro- und Betriebsbedarf, Zeitschriften 132,5 173,8
Werbekosten, Anzeigen, Inserate 117,7 129,9
Reisekosten 216,3 89,8
Sonstiges 661,5 261,3
14.215,8 13.272,8

In der Rubrik "Sonstiges" wurden auch periodenfremde Aufwände in Höhe von T€332,9 ausgewiesen. Diese betrafen insbesondere den Verbrauch der Rückstellung variable Vergütung und die Rückstellung Erfolgsbeteiligung.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen (gemäß § 285 Nr. 17 HGB) in Höhe von T€ 34,6 (i. Vj. T€ 32,5) enthalten.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis in Höhe von T€ -167,0 hat sich gegenüber dem Vorjahr T€ -33,0 verschlechtert. Begründet ist dies insbesondere durch den Anstieg des Zinsniveaus. Im Jahres- Durchschnitt betrug der Zinssatz 4 % für die Inanspruchnahme der Kontokorrent- Linie und für das Darlehen 3,86 %. Dadurch entstand ein Zinsaufwand von T€ -124,9 (i. Vj. T€ -9,7) für die Inanspruchnahme eines konzerninternen Darlehens in Höhe von T€ 3.000 (i. VJ. T€ 3.000). Des Weiteren entfallen T€ -42,1 (i. Vj. T€ -36,1) auf den Zinsanteil aus den Aufwendungen für Pensionsrückstellungen.

Jahresüberschuss

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung beträgt im Berichtsjahr T€ 5.537,1 (i. Vj. T€ 6.561,2) und wird in voller Höhe abgeführt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen zum 31. Dezember 2023 T€ 2.118,1 (i.Vj. T€ 1.955,0), von denen T€ 210,3 gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mietverträge für die Geschäftsräume sowie Leasingaufwendungen für den Fuhrpark.

Bei den Miet- und Leasingverpflichtungen handelt es sich um außerbilanzielle Geschäfte nach § 285 Nr. 3a HGB. Die Leasingverträge dienen vorrangig zur Optimierung der Liquidität. Da hierdurch höhere Liquiditätsabflüsse für Investitionen vermieden werden.

Sonstige Angaben

Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind bestellt:

- Herr Kai Fischer, Mühlacker, als CEO und

- Herr Sascha Riegel, Stuttgart, als CFO

Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung machen wir von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Die Mitglieder der Gesellschafterversammlung und des Aufsichtsrats erhalten für ihre Tätigkeit keine Vergütung. Seit dem 1. Oktober 2021 sind die Mitglieder im Gremium Florian Arp (Stellvertretender Vorsitzender, Proceed Process Consulting ITS/IM), Regina Kares (Leiterin Human Resources G&A/Coordination HR HQ) und Katrin Lehmann (Leiterin IT Marketing & Sales), die seit dem 9. Mai 2023 Mitglied im Aufsichtsrat ist und den Vorsitz übernommen hat. Frau Dr. Inga von Bibra, die zuvor Vorsitzende war, schied am 31. Januar 2023 aus dem Aufsichtsrat aus.

Während des Geschäftsjahres 2023 waren durchschnittlich 653 Personen beschäftigt (im Vorjahr: 608 Personen) (ohne Geschäftsführer, Auszubildende, Volontäre, Ferienbeschäftigte, Praktikanten sowie Mitarbeiter in Elternzeit). Diese lassen sich in folgende Gruppen aufteilen:

2023 Köpfe 2022 Köpfe
Angestellte Sachbearbeiter operativer Bereich 535 508
Angestellte Führungskräfte 61 58
Angestellte Sachbearbeiter Verwaltung 57 42
653 608

Nachtragsbericht

Im Jahr 2025 soll eine seitliche Verschmelzung der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH auf die Mercedes-Benz Tech Innovation GmbH stattfinden, die ebenfalls eine 100% Tochtergesellschaft der Daimler Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH ist. Dieses Vorhaben wurde durch die Mercedes-Benz Group AG am 7. März 2024 beschlossen. Durch die Zusammenlegung beider Gesellschaften sollen schlanke, standardisierte und harmonisierte Prozesse im Verwaltungsbereich sowie eine erhöhte Skalierbarkeit erreicht werden.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind.

 

Böblingen, den 26. März 2024

Die Geschäftsführung

Kai Fischer

Sascha Riegel

Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen für den Zeitraum 01. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand am 01. Jan. 2023 Zugänge Abgänge Stand am 31. Dez. 2023
Euro Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 2.197.772,27 29.664,00 0,00 2.227.436,27
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.727.455,06 676.951,41 139.227,01 7.265.179,46
Geringwertige Anlagegüter - statistisch - 0,00 207.622,45 207.622,45 0,00
6.727.455,06 884.573,86 346.849,46 7.265.179,46
Finanzanlagen
Rückdeckungsansprüche aus Lebens-/Rentenversicherungen 46.792,70 1.020,31 0,00 47.813,01
46.792,70 1.020,31 0,00 47.813,01
Anlagevermögen 8.972.020,03 915.258,17 346.849,46 9.540.428,74
Abschreibungen
Stand am 01. Jan. 2023 Laufendes Jahr Abgänge Stand am 31. Dez. 2023
Euro Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 2.174.093,50 24.354,45 0,00 2.198.447,95
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.981.486,50 327.728,93 0,00 6.309.215,43
Geringwertige Anlagegüter - statistisch - 0,00 207.622,45 207.622,45 0,00
5.981.486,50 535.351,38 207.622,45 6.309.215,43 '
Finanzanlagen
Rückdeckungsansprüche aus Lebens-/Rentenversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen 8.155.580,00 559.705,83 207.622,45 8.507.663,38
Restbuchwerte
Stand am 31. Dez. 2023 Stand am 31. Dez. 2022
Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 28.988,32 23.678,77
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 955.964,03 745.968,56
Geringwertige Anlagegüter - statistisch - 0,00 0,00
955.964,03 745.968,56
Finanzanlagen
Rückdeckungsansprüche aus Lebens-/Rentenversicherungen 47.813,01 46.792,70
47.813,01 46.792,70
Anlagevermögen 1.032.765,36 816.440,03

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Wirtschaftsbericht

Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Alleinige Gesellschafterin der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH ist die Daimler Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Stuttgart, eine Tochtergesellschaft der Mercedes-Benz Group AG, Stuttgart. Am 11. November 2019 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2020 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Daimler Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH abgeschlossen.

Der Zweck des Unternehmens liegt in der Erbringung von Unterstützungs- und Consultingleistungen mit den Schwerpunkten Methoden-/Prozessberatung, technische Dokumentation, Produktvisualisierung, Projektmanagement und Training.

Hauptkunden der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH sind die Mercedes-Benz AG (MB AG), Stuttgart (Mercedes-Benz Cars), die Daimler Truck AG (Daimler Trucks), Stuttgart, und der Zentralbereich ITM (Information Technology Management) entlang der Prozesskette Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Aftersales.

Ausgerichtet an der Prozesskette ist die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft in fünf Bereichen organisiert. PDA: Product Data Architecture, PDQ: Product Data Quality; VE: Virtual Engineering und TES: Tech Enabling Services. Der Bereich SPDA: Product Data Architecture E/E Software-PDM wurde am 1. Mai 2023 aus dem Bereich PDA ausgegliedert und als eigenständiger Bereich geführt.

Die Dienstleistungen der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH werden entweder zu Stunden/Tagessätzen (meist bei Arbeitnehmerüberlassungs- oder Dienstverträgen) oder zu Festpreisen (meist bei Werkverträgen) angeboten.

Die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH wird vertreten durch das Organ der Geschäftsführung, bestehend aus den Geschäftsführern Herr Kai Fischer als CEO (Chief Executive Officer) und Herr Sascha Riegel als CFO (Chief Financial Officer).

Geschäftsverlauf

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 nach wie vor durch das krisengeprägte Umfeld nahezu ins Stocken. Die weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, steigende Zinsen (Finanzierungsbedingungen) und die geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur weiter.

Bedingt durch diese Widrigkeiten ist die deutsche Wirtschaft geschrumpft und das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,3 %.

Die Bruttowertschöpfung entwickelte sich im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. So ging die Leistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Bau) deutlich um 2,0 % zurück. Das Verarbeitende Gewerbe, welches mehr als drei Viertel des Produzierendes Gewerbe (ohne Bau) ausmacht, war preisbereinigt um 0,4 % geschrumpft. Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. (Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 19, Bruttoinlandsprodukt vom 15. Januar 2024)

Die internationalen Automobilmärkte haben im Jahr 2023 bei den Neuzulassungen einen deutlichen Anstieg verzeichnen können. Zurückzuführen ist dieses unter anderem auf die verbesserte Fahrzeugverfügbarkeit und die schwachen Vorjahreswerte, die zu einem Basiseffekt geführt haben.

In Europa bleibt das Geschäftsumfeld weiterhin herausfordernd, da hier noch die gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum beigetragen haben. Im europäischen Markt wurden im Dezember 2023 rund 4 % weniger Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat registriert. Maßgeblich hierfür ist unter anderem der schwache deutsche Markt, der infolge der Beendigung eines Sondereffektes (Förderung E-Mobilität) zu deutlich weniger Neuzulassungen führte. (Vgl. Verband der Automobilindustrie e.V. VDA, Internationale PKW-Märkte 2023 vom 18. Januar 2024).

Die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH kann im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von T€ 98.900,2 (i. Vj. T€ 91.670,6) und ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von T€ 5.537,1 (i. Vj. T€ 6.561,2) vorweisen. Die Umsatzrendite bezogen auf die Gesamtleistung des Unternehmens betrug 5,4 % (i. Vj. 7,0%). Es handelt sich bei diesen Größen um die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden ein Umsatz von T€ 100.000, einem Ergebnis vor Ergebnisabführung von rund T€ 6.000 sowie eine Umsatzrendite von rund 6% erwartet. Die Erwartungen haben sich nicht erfüllt.

Die Ursache hierfür ist dem Umstand geschuldet, dass einzelne Beauftragungen nachträglich herabgesetzt worden sind (Kostensenkungsmaßnahmen durch die Mercedes-Benz AG).

In den operativen Geschäftsfeldern sind die Mitarbeiterzahlen im Jahresdurchschnitt auf 535 Mitarbeitern gegenüber dem Vorjahr von 508 gestiegen. Insgesamt ist die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter von 608 auf 653 gestiegen.

Als wesentlichste nicht finanzielle Leistungsindikatoren betrachten wir die Kundenzufriedenheit und die produktive Auslastung der Mitarbeiter im operativen Bereich. Im Geschäftsjahr konnte eine Kundenzufriedenheit von 162 % erreicht werden (Ist-Wert-2022 160 % und Prognose für 2023: mindestens 150 %). Diese ermittelt sich anhand von vier Kriterien, die über Fragebögen bestimmt werden. Die Werte dieser Kriterien können zwischen O und 200 % liegen. Bei den Mitarbeitern im operativen Bereich erhöhte sich die produktive Auslastung auf 74,7 % (i. Vj. 62,7%) gegenüber dem Vorjahr. Dabei wird die produktive Auslastung seit 2023 ohne interne Projekte oder Entwicklungsprojekte ausschließlich auf Kundenprojekte eingegrenzt. Die produktive Auslastung liegt somit weiterhin wesentlich unter dem Zielwert von 80,0 %. Je eingesetztem Euro (Materialaufwand und Personalaufwand) wurde ein Erlös von € 1,21 (i. Vj. € 1,25) generiert. Das Geschäftsjahr verlief aus Sicht der Geschäftsführung insgesamt zufriedenstellend.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2023 investierte die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH T€ 2.109 (rund 2 % des Umsatzes) in die Entwicklung einer Extended Reality Plattform sowie in die Forschung an innovativen Produktideen, die sowohl in den operativen Bereichen als auch in einem zentralen Inkubator vorangetrieben wurden.

Ertragslage

Das Ergebnis der Periode in Höhe von T€ 5.537,1 (i. Vj. T€ 6.561,2 ) ist gegenüber dem Vorjahr um 15,6 % gesunken. Die Umsatzrendite beträgt 5,6 % (i. Vj. 7,2 %).

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€
Gesamtleistung 102.368,3 93.961,5 8.406,8
Materialaufwand -14.257,5 -13.041,4 -1.216,1
Personalaufwand -67.484,4 -60.261,7 -7.222,7
Abschreibungen -559,7 -478,3 -81,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern -14.362,6 -13.585,9 -776,7
Finanzergebnis -167,0 -33,0 -134,0
Ergebnis vor Ergebnisabführung 5.537,1 6.561,2 -1.024,1

Die einzelnen Posten werden im Folgenden näher erläutert:

Die Gesamtleistung (bestehend aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung aus unfertigen Leistungen und sonstigen betrieblichen Erträgen) beträgt im Geschäftsjahr 2023 T€ 102.368,3 (i. Vj. T€ 93.961,5).

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€
Umsatzerlöse 98.900,1 91.670,6 7.229,5
Bestandsveränderung -271,9 329,1 -601,0
Sonstige betriebliche Erträge 3.740,1 1.961,8 1.778,3
Gesamtleistung 102.368,3 93.961,5 8.406,8

Im Geschäftsjahr 2023 konnten Umsatzerlöse in Höhe von T€ 98.900,1 (i. Vj. T€ 91.670,6) erzielt werden.

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€
PDA: Produkt Data Architecture 17.051,4 31.788,4 -14.737,0
VE: Virtual Engineering 28.761.9 27.176,3 1.585,6
PDQ: Product Data Quality 20.391,2 18.018,0 2.373,2
SPDA: Product Data Architecture E/E & Software-PDM 17.667,7 0,0 17.667,7
TES: Tech Enabling Services 14.964,2 14.685,4 278,8
Sonstiges 63,7 2,5 61,2
Summe 98.900,1 91.670,6 7.229,5

Mit externen Kunden außerhalb des Mercedes-Benz Group AG Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Umsatz in Höhe von T€ 2.804,2 (i. Vj. T€ 4.249,8) erzielt. Dieser Rückgang betrifft insbesondere Umsätze mit der Daimler Truck AG, die sich nach der Abspaltung von der Mercedes Benz Group AG stark verringert haben.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 3.740,1 (i. Vj. T€ 1.961,8) sind im Wesentlichen aufgrund der Auflösung von Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche und Drohverluste gesunken.

Der Materialaufwand in Höhe von T€ 14.257,5 (i. Vj. T€ 13.041,4), welcher sich komplett aus Aufwendungen für bezogene Leistungen zusammensetzt, und der Personalaufwand mit T€ 67.484,4 (i. Vj. T€ 60.261,7), bilden den größten Kostenblock und sind kennzeichnend für das Dienstleistungsgeschäft der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Materialaufwand um T€ 1.216,1 bzw. 9,3 % gestiegen. Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Umsatzerlöse) beträgt 14,4 % (i. Vj. 14,2 %).

Der Personalaufwand nahm gegenüber dem Vorjahr um T€ 7.222,7 bzw. 12,0 % zu. Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Umsatzerlöse) liegt mit 68,2 % über dem Vorjahreswert von 65,7 %. Der Personalaufwand ist überproportional zum Umsatz gestiegen. Der Anstieg der Umsatzerlöse wurde im Wesentlichen durch den stärkeren Einsatz von externen Dienstleistern erreicht sowie durch eine höhere Produktivität der eigenen Mitarbeiter.

Nimmt man Materialaufwand und Personalaufwand zusammen, ergibt sich eine Quote für erbrachte Leistungen zu Umsatzerlösen in Höhe von 82,7% (i. Vj. 80,0 %). Der Anstieg der Quote ist bedingt durch die höheren Kosten für externe Ressourcen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen T€ 14.215,8 (i. Vj. T€ 13.272,8) und sonstigen Steuern T€ 146,8 (i. Vj. T€ 313,0) in Höhe von zusammen T€ 14.362,6 (i. Vj. T€ 13.585,8) sind um T€ 776,7 höher ausgefallen als im Vorjahr. Die Veränderungen zum Vorjahr lassen sich im Wesentlichen durch die gestiegenen Mietkosten infolge einer Indexierung erklären. Zudem wurde eine Ausgleichszahlung für die vorzeitige Auflösung eines Mietvertrages geleistet. Die Aufwendungen für Teamentwicklungen sind auf T€ 244,6 (i. Vj. T€ 483,8) gesunken.

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Sonstiger betrieblicher Aufwand 14.215,8 13.272,8
Sonstige Steuern 146,8 313,0
14.362,6 13.585,8

Finanzlage

Der Finanzmittelbestand (Intercompany-Konto) vor Ergebnisabführung beträgt zum Stichtag T€ 6.715,4 (i. Vj. T€ 7.930,2). Dieser ergibt sich aus der Fertigstellung und Abrechnung von größeren Werkverträgen, die erst im letzten Quartal 2023 abgenommen und abgerechnet werden konnten.

Der abgeführte Gewinn zum 31. Dezember 2023 beträgt T€ 5.537,1 (i. Vj. T€ 6.561,2).

Die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH hat keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und stellt den vorhandenen Liquiditätsüberschuss im Rahmen des zentralen Cashmanagements der Mercedes-Benz Group AG zur Verfügung bzw. gleicht das Liquiditätsdefizit hierüber aus. Zur Sicherstellung der Liquidität verfügt die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH dauerhaft über eine Kreditlinie bei der Mercedes-Benz Group AG in Höhe von T€ 8.000,0.

Kapitalflussrechnung 2023 2022
T€ T€
Jahresergebnis 5.537,1 6.561,2
+ Abschreibungen des Anlagevermögens 559,7 478,3
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -2.648,4 2.453
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.544,6 -2.991,1
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten -6.431,9 -6.461,1
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 139,2 0,0
+ Zinsaufwendungen 202,2 46,4
- Zinserträge -35,2 -13,4
= Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -132,6 73,3
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -884,5 -187
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -29,7 -30,8
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1,0 -1,0
+ Einzahlung aus den Abgängen des Sachanlagevermögens 0,0 71,5
= Cash Flow aus Investitionstätigkeit -915,2 -147,3
+ Einzahlungen aus Finanzkrediten 3.000,0 3.000,0
- Auszahlungen aus Finanzkrediten -3.000,0 -3.000,0
Gezahlte Zinsen -202,2 -46,4
+ Erhaltene Zinsen 35,2 13,4
= Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -167 -33
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1.214,8 -107,0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.930,2 8.037,2
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.715,4 7.930,2

Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€
Anlagevermögen 1.032,8 816,4 216,4
Umlaufvermögen 26.123,7 29.909,2 -3.785,5
Rechnungsabgrenzungsposten 267,9 241,4 26,5
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 0,0 0,5 -0,5
Aktiva 27.424,4 30.967,5 -3.543,1

Zum Ende des Berichtsjahres beträgt die Bilanzsumme T€ 27.424,4 (i. Vj. T€ 30.967,5).

Das Vermögen der Gesellschaft wird zum Stichtag durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 25.665,1 (i. Vj. T€ 29.166,4) bestimmt. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Mercedes-Benz AG sowie aus dem Intercompany Finanzmittelbestand.

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€
Eigenkapital 48,3 48,3 0,0
Rückstellungen 15.709,6 18.358,0 -2.648,4
Verbindlichkeiten 11.666,5 12.561,2 -894,7
Passiva 27.424,4 30.967,5 -3.543,10

Das Eigenkapital in Höhe von T€ 48,3 ist unverändert zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 0,2 % (i. Vj. 0,2 %).

Die Rückstellungen in Höhe von T€ 15.709,6 sind gegenüber dem Vorjahr (T€ 18.358,0) um 14,4 % gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche in Höhe von T€ 1.896,7 und auf die Verminderung der Drohverluste in Höhe von T€ 1.193,2 zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Berichtsjahr Verbindlichkeiten gegenüber der Mercedes-Benz Group AG aus der Aufnahme eines endzeitfälligen Darlehens in Höhe von T€ 3.106,9 (i. Vj. T€ 3.000,0) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 239,1 (i. Vj. T€ 441,9). Außerdem bestehen Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von T€ 5.537,1 gegenüber der Gesellschafterin Daimler Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH (i. Vj. Ergebnisabführung von T€ 6.561,2).

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Im laufenden Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine Umsatzrendite von rund 5 %. Dies resultiert aus einem geplanten Umsatz von rund € 100 Mio. und einem positiven Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von rund € 5 Mio. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Budget von € 2 Mio. für Forschung und Entwicklungstätigkeiten bereitgestellt. Das Ziel für die produktive Auslastung für Kundenprojekte (ohne interne oder Entwicklungsprojekte) beträgt weiterhin 80 %. Des Weiteren rechnet die Geschäftsführung damit, eine Kundenzufriedenheit von mindestens 160 % zu erreichen.

Unsere Prognosen stützen sich auf aktuelle Erwartungen und die zum Zeitpunkt der Berichterstattung verfügbaren Informationen. Der leichte Umsatzanstieg wird durch die Zunahme der produktiven Auslastung auf den Zielwert von 80% ohne Erhöhung der Mitarbeiterzahl erreicht. Ferner antizipieren wir eine Verringerung des Einsatzes von externen Ressourcen sowie eine Senkung der Raumkosten. Die übrige Kostenstruktur erwarten wir, abgesehen von marktüblichen Preissteigerungen, im Wesentlichen stabil zu halten. Änderungen dieser Annahmen können sich sowohl positiv als auch negativ auf die Entwicklung der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH auswirken.

Die Gesellschafterversammlung der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH hat am 13. März 2024 den bisherigen Fortschritt der Unternehmensausrichtung sowie den positiven Ausblick für 2024 bestätigt.

Chancenbericht

Die Chancen sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung absteigend genannt.

Die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH ist der Dachmarke "Home of Tech" zugeordnet, die mit dem Fokus auf eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit der jeweiligen Digitalisierungs- und IT-Gesellschaften gegründet wurde und das Ziel hat, Projekte zu bündeln und das Portfolio der einzelnen Gesellschaften zu schärfen. Zum "Home of Tech" gehört ebenfalls die indische IT-Gesellschaft Mercedes-Benz Research and Development India Private Limited. Das erschwerte Recruiting erfahrener Software-Spezialisten kann durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit der indischen Schwestergesellschaft gelöst werden. Dadurch können zusätzliche Vorteile durch eine Lohn-Arbitrage entstehen.

Die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH mit ihren hochqualifizierten Mitarbeitern ist ein langjähriger Geschäftspartner des Mercedes-Benz Group AG Konzerns, der die Konzernstrategie "100% Digital" aktiv mit innovativen Leistungen untermauert. Mercedes- Benz Tech Motion GmbH verfolgt den Ansatz, skalierbare Produkte im Sinne der IT-Strategie "projects2product" anzubieten. Der Trend zum Einsatz von neuen Technologien ist, wie in den vergangenen Jahren, weiterhin gegeben, bspw. lassen sich hier Infotainment im Fahrzeug, Virtual and Augmented Reality im Industrial- sowie im Consumer-Bereich, Mixed Reality, Predictive Analytics, Künstliche Intelligenz oder Machine-Learning anführen.

Bei der Entwicklung von Augmented Reality Lösungen zeichnet sich der Trend einer Konzentration der im Konzern verfügbaren Vielzahl an Apps ab, mit dem Ziel, über eine modulare Plattformstrategie maximale Synergien und Wiederverwertbarkeit von bereits entwickelter Funktionalität zu ermöglichen. Die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH hat nicht nur eine Vielzahl innovativer AR-Apps entwickelt und bereitgestellt, sondern sich diesbezüglich in unterschiedlichen Konzernbereichen klar strategisch positioniert, beispielsweise als der Entwicklungspartner und Spezialist für die Umsetzung einer derartigen zentralen und konzernweiten Plattformlösung. Gestützt wird diese strategische Positionierung durch die Definition sogenannter IT-Baskets in der Mercedes-Benz IT, bei der die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH u. a. für AR/VR als Spezialist und primärer Ansprechpartner im Konzern definiert wurde.

Strategisches Ziel ist weiterhin die Positionierung im Gesamtkonzern als "preferred supplier".

Die Mercedes-Benz Group AG will ihre Gewinnschwelle weiter optimieren und zusätzliche Schritte zur Reduzierung der Kostenbasis und zur Verbesserung des industriellen Fußabdrucks ergreifen. Hierzu wird gleichzeitig an der weiteren Reduzierung fixer und variabler Kosten gearbeitet. So sollen bspw. nach wie vor die Fixkosten bis 2025 gegenüber den vergleichbaren Ist-Werten von Mercedes-Benz Cars von 2019 um mehr als 20 % gesenkt werden. Zur Absicherung und Steigerung der Widerstandsfähigkeit der Geschäftsaktivität will der Konzern eine noch aktivere Rolle entlang der Lieferketten einnehmen. Die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH soll davon profitieren. Die Vergabe von Aufträgen an die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH als verbundenes Unternehmen entspricht aus Konzernsicht einem Insourcing und somit einer stärkeren Inanspruchnahme eigener Kapazitäten. Dies kann dazu beitragen, dass der Umsatz der Gesellschaft weiterhin steigt.

Risikobericht

Das Risikomanagement der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH basiert auf den Mercedes- Benz-Richtlinien und dem Handbuch zum Risikomanagement. Die dort angeführten Risikokategorien dienen als Grundlage und werden um Mercedes-Benz Tech Motion GmbH Spezifika ergänzt. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft ist so strukturiert, dass die Geschäftsführung Maßnahmen implementiert hat, welche die Früherkennung von Risiken sicherstellen sollen. Hierzu zählen regelmäßige Treffen mit den jeweiligen Experten der individuellen Risikokategorien.

Die Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung absteigend genannt.

Die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH arbeitet weiterhin fast ausschließlich für die Mercedes-Benz Group AG mit den Tätigkeitsschwerpunkten in den Bereichen Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Aftersales. Der Geschäftszweck sieht weitgehend diese Exklusivität vor, da die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH Know-how bündelt, vertrauliche Daten der Fahrzeugentwicklung bearbeitet und in strategische Projekte eingebunden ist. Aus dieser Situation ergibt sich eine sehr hohe Abhängigkeit vom Geschäftsverlauf der Mercedes-Benz Group AG. Trotz der weitgehenden Exklusivität bestehen weiterhin aufgrund der aktuellen Kostensenkung- und Effizienzprogramme der Mercedes-Benz Group AG neben den oben genannten Chancen auch Risiken hinsichtlich der Beauftragungsdauer und der Akzeptanz der Verrechnungssätze. Risiken bestehen zudem auch aus potenziellen Verschiebungen der Projekte in die Folgejahre und der Reduktion von Beauftragungen, die zu Unterauslastungen bei der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH führen können. Das Risiko wird als mittleres Risiko eingestuft.

Aus der stetig wachsenden Bedrohung durch Cyber-Kriminalität und der Verbreitung aggressiver Schadcodes ergeben sich wie im gesamten Konzern auch bei der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH Risiken, die sich auf die Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit von Informationen auswirken können. Trotz umfangreicher Vorkehrungen kann dies im ungünstigsten Fall zu einer zeitweiligen Unterbrechung von IT-gestützten Geschäftsprozessen mit hohen negativen Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis führen. Zudem kann der Verlust oder der Missbrauch sensibler Daten unter Umständen einen Reputationsverlust zur Folge haben. Neue regulatorische Anforderungen zur Cybersicherheit und zu Cyber-Security- Management-Systemen werden bei der Weiterentwicklung der Prozesse und Vorgaben berücksichtigt. Dem Schutzbedarf der Informationen entsprechend müssen gesicherte IT- Systeme und eine zuverlässige IT-Infrastruktur betrieben werden. Cyberbedrohungen müssen über den gesamten Lebenszyklus der Applikationen und IT-Systeme hinweg identifiziert und entsprechend ihrer Kritikalität behandelt werden. Der Schutz der Produkte und Dienstleistungen vor Gefährdungen durch Hackerangriffe und Cyberkriminalität wird kontinuierlich ausgebaut. Das Risiko wird als geringes Risiko eingestuft.

In einem Kundenprojekt wurde ein Haftungsrisiko entdeckt. Aufgrund von stetig wachsendem Platzbedarf im Projekt "Grundmusterverwaltung" war das angemietete Lager überfüllt. Zudem wurden Mängel an der Brandschutzmeldeanlage festgestellt. Das Risiko des Verlusts der gelagerten Materialien weist einen hohen Marktwert auf. Zur Risikoverminderung wurde nun die Brandschutzmeldeanlage modernisiert sowie eine weitere Lagerfläche eröffnet, sodass der gestiegene Platzbedarf abgedeckt werden kann. Ferner wurde der Versicherungsschutz angepasst, sodass in einem Schadensfall die Versicherung des Kunden den Schaden trägt und der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH keine Kosten entstehen. Somit wird im Laufe des Jahres 2024 dieses geringe Risiko nicht mehr bestehen.

In Bezug auf den im Februar 2022 begonnenen Krieg Russlands in der Ukraine wird das Risiko von Auswirkungen auf die Gesellschaft weiterhin als gering eingestuft.

Erklärung zur Unternehmensführung

In 2025 soll eine seitliche Verschmelzung der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH auf die Mercedes-Benz Tech Innovation GmbH stattfinden, die ebenfalls eine 100% Tochtergesellschaft der Daimler Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH ist. Dieses Vorhaben wurde durch die Mercedes-Benz Group AG am 7. März 2024 beschlossen. Durch die Zusammenlegung beider Gesellschaften sollen schlanke, standardisierte und harmonisierte Prozesse im Verwaltungsbereich sowie eine erhöhte Skalierbarkeit erreicht werden.

Das Gesetz sieht vor, dass die Gesellschafter der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung Zielgrößen und Fristen zu deren Erreichung bestimmen. Die Geschäftsführung der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH hat ihrerseits solche Zielgrößen und Fristen für die beiden, ihr nachgeordneten Führungsebenen, festzulegen.

Mit Beschluss vom 28. Oktober 2022 haben die Gesellschafter der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH im Hinblick auf die Zusammensetzung im Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Frauenanteil von 33 % (eine von insgesamt drei Aufsichtsratsmitgliedern) und eine Frist bis zum 31. Dezember 2025 bestimmt. Im Hinblick auf die Zusammensetzung in der Geschäftsführung wurde eine Zielgröße von 50 % (eine von zwei Geschäftsführungsmitgliedern) und eine Frist bis zum 31. Dezember 2025 bestimmt.

Zum 31. Dezember 2023 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat in der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH mit zwei Frauen von insgesamt drei Aufsichtsratsmitgliedern bei 66 %. In der Geschäftsführung lag der Frauenanteil zum 31. Dezember 2022 bei 0 %.

Mit Beschluss vom 8. November 2022 haben die Geschäftsführer der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH im Hinblick auf die Zusammensetzung der zwei Managementebenen unterhalb der Geschäftsführung Zielgrößen definiert.

Zum 31. Dezember 2023 war auf der aus insgesamt sechs Führungskräften bestehenden ersten Managementebene unterhalb der Geschäftsführung zwei Frauen vertreten, entsprechend betrug der Frauenanteil 33 % und auf der zweiten Managementebene waren neun der insgesamt 56 Führungskräfte weiblich, entsprechend einem Anteil von 16 %.

Auf der Grundlage der Annahme von insgesamt sechs Führungskräften der ersten Managementebene unterhalb der Geschäftsführung und insgesamt 56 Führungskräften der zweiten Managementebene unterhalb der Geschäftsführung der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH zum 31. Dezember 2025 ergibt sich bei der gesetzten Zielquote von 33 % für die erste Managementebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von zwei Frauen und bei einer gesetzten Zielquote von 23 % für die zweite Managementebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von dreizehn Frauen.

 

Böblingen, den 26. März 2024

Die Geschäftsführung

Kai Fischer

Sascha Riegel

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Mercedes-Benz Tech Motion GmbH, Böblingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH, Böblingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlust-rechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem An-hang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 11. Juli 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Markus Göttgens, Wirtschaftsprüfer

Katrin Renner, Managerin, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

Der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH

Der Aufsichtsrat der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH nahm die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahr.

Er ließ sich während des Berichtszeitraumes in mehreren Sitzungen und durch Vorlage von Berichten umfassend über den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik berichten.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH überwacht und die Entscheidungen getroffen, die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag übertragen sind.

Der handelsrechtliche Jahresabschluss sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind von der zum Abschlussprüfer bestellten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG, geprüft worden. Im Ergebnis der Prüfung wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat stimmt den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers zu.

Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss 2023 und schlägt der Gesellschafterversammlung vor, diesen festzustellen.

Zudem empfiehlt der Aufsichtsrat der Gesellschafterversammlung, die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 zu entlasten und die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zum gesetzlichen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 zu wählen.

 

Böblingen, den 15. Juli 2024

Katrin Lehmann, Vorsitzende des Aufsichtsrates der Mercedes-Benz Tech Motion GmbH

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