Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 186241
Eingetragen
14.6.2010
Branche
Herstellung von Futtermitteln für NutztiereHerstellung von Futtermitteln für sonstige TiereEinzelhandel mit zoologischem Bedarf und lebenden Tieren
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Tiernahrung, insbesondere von Hunde- und Katzenfutter sowie Dienstleistungen im Hinblick auf Tierwohlbefinden und Tierhaltung. Die Gesellschaft verfolgt den weiteren Zweck, mit Ihrer Geschäftstätigkeit eine erheblich positive Wirkung auf das Gemeinwohl sowie die Umwelt zu erzielen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Janis Denne
seit 28.1.2026
Geschäftsführer
Helge Köhlbrandt
seit 23.5.2025
Prokura
Katja Nieborg
seit 9.2.2023
Prokura
Thorsten Storr
seit 18.5.2022
Prokura
Thomas Reinarz
seit 14.12.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft
Germany
60.336 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Terra Canis GmbH

Garching b.München (vormals: München)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

A. Prüfungsauftrag

B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

C. Grundsätzliche Feststellungen

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

II. Falsche Darstellungen und sonstige Verstöße

D. Prüfungsdurchführung

I. Gegenstand der Prüfung

II. Art und Umfang der Prüfung

E. Feststellungen zur Rechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

1. Bewertungsgrundlagen

2. Zusammenfassende Beurteilung

F. Schlussbemerkung

Anlagen

1. Jahresabschluss und Lagebericht

1.1 Bilanz zum 31. Dezember 2023

1.2 Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

1.3 Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1.4 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

2. Andere Anlagen

2.1 Rechtliche Verhältnisse

2.2 Wirtschaftliche Verhältnisse

2.3 Steuerliche Verhältnisse

3. Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017

Prüfungsbericht

A. Prüfungsauftrag

Die Geschäftsführung der

Terra Canis GmbH

85748 Garching

(im Folgenden kurz "Terra Canis" oder "Gesellschaft")

hat uns aufgrund des Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom 15. November 2023 mit der Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der zugrundeliegenden Buchführung und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 beauftragt.

Bei unserer Abschlussprüfung haben wir die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit (§ 321 Abs. 4a HGB) beachtet.

Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, unsere als Anlage beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017. Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten. Der vorliegende Prüfungsbericht richtet sich an die Gesellschaft. Er wurde nach IDW PS 450 n.F. (10.2021) erstellt.

B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Terra Canis GmbH, Garching

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Terra Canis GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Terra Canis GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

C. Grundsätzliche Feststellungen

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse halten wir die Darstellung und Beurteilung der Lage des Unternehmens und seiner voraussichtlichen Entwicklung durch die gesetzlichen Vertreter im Jahresabschluss und im Lagebericht für zutreffend.

1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Geschäftsführung hat im Lagebericht (Anlage 1.4) die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft beurteilt.

Folgende Aspekte der Lagebeurteilung sind hervorzuheben:

Terra Canis ist auf dem Gebiet des Vertriebes von Hunde- und Katzennahrung tätig. Hierbei besteht das Sortiment aus Nassfutter, Trockenfutter, Hundesnacks, Nahrungsergänzungsprodukten und Zubehörartikeln, nebst einer Veterinär-Linie für den Hund. Die Gesellschaft bedient im Wesentlichen den deutschen Markt sowie in geringerem Umfang europäische und einige wenige asiatische Länder.

Das Tochterunternehmen der Gesellschaft, die Schäbitz GmbH, betreibt seit September 2019 einen eigenen Produktionsstandort, welcher die bisherige Qualitätsstrategie "Lebensmittelqualität" fortführt und durch geordnete Produktionsschemata darüber hinaus noch verbessert. An dem Standort in der Nähe von München wird Nassfutter in Eigenregie produziert. Mit der eigenen Produktion hat die Gesellschaft eine bestmögliche und maximale Kontrolle über die nachhaltige Qualität der Produkte und ermöglicht ihr, mit größerer Flexibilität auf Nachfrageveränderungen zu reagieren. Weiterhin ist so gewährleistet, dass Rezepturen und Innovationen im eigenen Unternehmen entwickelt werden können.

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft ist 2023 unter anderem weiterhin durch die Eskalation des Ukraine Konflikts belastet. Das preisbereinigte Bruttosozialprodukt ist um 0,3 % gesunken. In der Heimtierbranche konnte trotzdem ein Umsatzwachstum von 9,5 % erzielt werden. Dies ist insbesondere auf notwendige Preiserhöhungen und der weiterhin hohen Nachfrage nach Haustieren zurückzuführen.

Das Geschäftsjahr 2023 der Terra Canis GmbH verlief nach starken Vorjahren rückläufig. Die Gesamtumsätze sind im Jahr 2023 im Vorjahresvergleich um 4,1 % auf TEUR 40.588 gesunken. Den größten Teil der Umsätze machen weiterhin die eigen hergestellten Produkte mit ca. 90 % aus. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen im Fachhandelbereich zu beobachten. Hier betrug der Umsatzrückgang in 2023 11,2 %, während im eigenen Webshop ein Umsatzwachstum von 5,9 % zu verzeichnen war. Damit setzt sich die Verschiebung zwischen Fachhandel und E-Commerce weiter fort.

Das Rohergebnis (TEUR 23.849) ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 24.689) gesunken. Der Rückgang des Rohergebnisses ist im Wesentlichen durch den Rückgang der Umsatzerlöse bedingt.

Neben gesunkenen Umsatzerlösen und dem gesunkenen Rohergebnis ist auch das EBIT (Betriebsergebnis) im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das EBIT reduzierte sich von TEUR 3.104 auf TEUR 2.604 und lag damit unter den Prognosen. Das gesunkene Rohergebnis, sowie demgegenüber erhöhte Personal- und Sozialaufwendungen und Abschreibungen konnten nicht durch gesunkene sonstige betriebliche Aufwendungen kompensiert werden.

Die Personalaufwendungen sind um 21 % auf TEUR 6.556 gestiegen. In 2023 konnten mehrere Schlüsselpositionen durch eigenes Personal besetzt werden, welche im Vorjahr noch durch externe Personen besetzt waren.

Die Bilanzsumme 2023 stieg im Vorjahresvergleich um 8 % auf TEUR 22.836 an. Auf der Aktivseite ist dies vor allem auf gestiegene Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen (+ TEUR 4.589) sowie auf gestiegene Forderungen gegen Gesellschafter (+ TEUR 1.000). Der Anstieg der Forderungen gegen die Tochtergesellschaft ist bedingt durch die Finanzierung eines Neubaus eines Tiefkühllagers am Standort in Petershausen.

Auf der Passivseite ist der Anstieg der Bilanzsumme im Wesentlichen in den gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern begründet (+ TEUR 4.665). Hierbei handelt es sich um Verbindlichkeiten aus zur Verfügung gestellter Liquidität insbesondere für die Finanzierung des Tiefkühllagers und der Sitzverlegung von München nach Garching.

Die verfügbare Liquidität der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt höher, als es für die Sicherung des Geschäftsbetriebs nötig gewesen wäre. Die Terra Canis GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt alle Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Dies spiegelt der operative Cash-Flow in Höhe von TEUR 3.368 (Vj. TEUR 2.425) wider. Zum Abschlussstichtag wurden zugesagte Betriebsmittellinien in Höhe von EUR 1.350 nicht in Anspruch genommen.

Die Auswirkungen des Ukraine Konflikts auf die Lage in Deutschland und Europa und ihre Bevölkerung sind weiterhin nicht vollständig absehbar. Auch wenn aktuell eine Stabilisierung der Preise zu beobachten ist, bestehen weiterhin Unsicherheiten im Preisniveau auf dem Beschaffungsmarkt. Neben den Preisen ist auch die Qualität auf dem Beschaffungsmarkt als Risikofaktor zu beurteilen, unter anderem auch wegen limitierter Lagerkapazitäten. Um diese auszuweiten, wurde in einen Neubau eines Tiefkühllagers investiert mit zusätzlichen Kapazitäten von 750 Palettenstellplätzen. Es ist geplant, dieses in 2024 vollumfänglich zu nutzen.

Entwicklungen auf dem Markt in Bezug auf neu erscheinende Konkurrenzprodukte sind . weiterhin kritisch zu beobachten. Hier ist das Risiko zu sehen, dass diese leicht vom Konsumenten verwechselt werden können. Durch die Herstellung in 100 % Lebensmittelqualität versucht man sich von anderen Produkten abzusetzen.

Chancen sieht die Gesellschaft unter anderem im Ausbau des E-Commerce Geschäfts. Neben nationalen Wachstumschancen werden hier auch durch den direkten Kundenkontakt internationale Möglichkeiten gesehen und vorangetrieben.

Neben der Internationalisierung plant die Gesellschaft auch die Ausweitung der Katzenprodukte. Insbesondere soll der bislang unterpräsentierte Anteil von Snacks erweitert werden. Insgesamt werden die Wachstumschancen als gut eingestuft, da sich die Tierfutterbranche insgesamt nachhaltig positiv entwickelt.

2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im Lagebericht basiert auf Annahmen, bei denen Beurteilungsspielräume vorhanden sind. Wir halten diese Darstellung für plausibel. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auf folgende Kernaussagen hinzuweisen:

Für 2024 sieht die Gesellschaft durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine weiterhin ein nicht vollständig kalkulierbares Risiko in Bezug auf die Preise am Beschaffungsmarkt. Trotz der Unsicherheiten und einer generell erschwerten Beschaffung von Rohstoffen in gewünschter Qualität wurden in 2024 erste Senkungen in den Beschaffungspreisen an den Kunden weitergegeben, um die Nachfrage zu stimulieren.

Um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben und auf die Bedürfnisse der Kunden auch in Zukunft optimal eingehen zu können, wird für 2024 geplant, dass neu errichtete Tiefkühllager in Petershausen vollumfänglich zu nutzen. Hierdurch sollen Kostenvorteile in der Beschaffung und Lagerung, sowie eine Vereinfachung der Produktionsprozesse erzielt werden.

Für die Branche Tiernahrung wird auch für das Jahr 2024 von einer Umsatzsteigerung ausgegangen. Die Gesellschaft plant mit einer Umsatzsteigerung von 8 bis 9 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2023. Neben den geplanten Umsätzen in Höhe von EUR 43,9 Mio. plant man ein rückläufiges EBIT von EUR 2,5 Mio. Der Rückgang ist insbesondere durch steigende Marketingausgaben zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Marken Terra Canis und Terra Felis begründet.

II. Falsche Darstellungen und sonstige Verstöße

Im Verlauf unserer Prüfung haben wir berichtspflichtige Unrichtigkeiten und Verstöße gegen Vorschriften der Rechnungslegung festgestellt:

Nach § 321 Abs. 1 S. 3 HGB haben wir auch über bei Durchführung der Prüfung festgestellte Tatsachen zu berichten, die schwerwiegende Verstöße der Geschäftsführer oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz oder Gesellschaftsvertrag erkennen lassen. Entgegen des § 10 im Gesellschaftsvertrag vom 23. Mai 2017 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 nicht innerhalb von zwei Monaten aufgestellt.

Entgegen der Verpflichtung des § 325 Abs. 1 und 1a HGB hat die Gesellschaft den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 nicht innerhalb eines Jahres nach Ablauf des Abschlussstichtags offengelegt.

Wir haben die Geschäftsführung auf die Einhaltung der Fristen hingewiesen.

D. Prüfungsdurchführung

I. Gegenstand der Prüfung

Im Rahmen des uns erteilten Auftrags haben wir gemäß § 317 HGB die Buchführung, den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - und den Lagebericht auf die Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften und der sie ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags geprüft.

Die maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätze für unsere Prüfung des Jahresabschlusses waren die Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB, die Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes sowie die ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags.

Ergänzende Bilanzierungsbestimmungen aus dem Gesellschaftsvertrag sind folgende:

Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Geschäftsjahres durch die Geschäftsführung aufzustellen (§ 10 Jahresabschluss)

Prüfungskriterien für den Lagebericht waren die Vorschriften des § 289 HGB.

II. Art und Umfang der Prüfung

Unsere Prüfung haben wir in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Die Prüfung erstreckt sich nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

Grundlage unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes ist die Entwicklung einer Prüfungsstrategie und eines darauf abgestimmten Prüfungsprogramms, mit dem Ziel ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu erlangen, um das Prüfungsrisiko auf ein vertretbar niedriges Maß zu reduzieren. Das Prüfungsprogramm enthält die von den Mitgliedern des Prüfungsteams durchzuführenden Prüfungshandlungen nach Art, zeitlicher Einteilung und Umfang.

Bei der Identifizierung und Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern auf Abschluss- und Aussageebene erlangen wir ein Verständnis des Unternehmens und dessen Umfeld, einschließlich des internen Kontrollsystems und ggf. der für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen. Darauf aufbauend führen wir ggf. Funktionsprüfungen durch, um die Wirksamkeit von relevanten Kontrollen zu beurteilen. Die Erkenntnisse aus diesen Prüfungshandlungen haben wir bei der Festlegung der aussagebezogenen analytischen Prüfungshandlungen und der Einzelfallprüfungen berücksichtigt, die darauf ausgerichtet sind, wesentlich falsche Darstellungen aufzudecken.

Bei der Planung und Durchführung der Prüfung als auch bei der Beurteilung der Auswirkungen von identifizierten falschen Darstellungen auf die Prüfung und von etwaigen nicht korrigierten falschen Darstellungen auf den Abschluss und ggf. den Lagebericht haben wir das Konzept der Wesentlichkeit beachtet.

Unser Prüfungsprogramm hat folgende Schwerpunkte umfasst:

Prüfung des Prozesses der Jahresabschlusserstellung

Existenz und Bewertung des Vorratsvermögens

Existenz der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Periodenabgrenzung bei den Umsatzerlösen

Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen

Weitere Einzelsachverhalte mit wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Zur Prüfung des Nachweises der Vermögens- und Schuldposten der Gesellschaft haben wir u.a. Bank-, Steuerberater- und Rechtsanwaltsbestätigungen sowie Saldenbestätigungen für Forderungen und Verbindlichkeiten in Stichproben eingeholt. An der Inventur der Vorräte haben wir beobachtend teilgenommen und uns von der Ordnungsmäßigkeit der körperlichen Bestandsaufnahme und der Bewertung überzeugt.

Unsere Prüfung wurde - mit zeitlichen Unterbrechungen - in unseren Büroräumen und vor Ort in der Zeit vom 14. Dezember 2023 bis zum 7. Juni 2024 durchgeführt.

Alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise sind erbracht worden. Die gesetzlichen Vertreter haben uns die Vollständigkeit dieser Aufklärungen und Nachweise sowie der Buchführung, des Jahresabschlusses und des Lageberichts in der berufsüblichen Vollständigkeitserklärung schriftlich bestätigt.

E. Feststellungen zur Rechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht die Buchführung den gesetzlichen Vorschriften. Die aus weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen haben zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht geführt.

Als zusammenfassendes Ergebnis unserer Prüfung, die sich auf

die Ordnungsmäßigkeit der Bestandteile des Abschlusses und deren Ableitung aus der Buchführung,

die Ordnungsmäßigkeit der im Anhang gemachten Angaben,

die Beachtung der Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften, ..

die Beachtung aller für die Rechnungslegung geltenden gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und aller größenabhängigen, rechtsformgebundenen oder wirtschaftszweigspezifischen Regelungen und

die Beachtung von Regelungen des Gesellschaftsvertrags, soweit diese den Inhalt der Rechnungslegung betreffen,

erstreckt hat, haben wir den in Abschnitt B. wiedergegebenen Bestätigungsvermerk erteilt.

Die Gesellschaft hat Teile der Rechnungslegung an eine Steuerberatungsgesellschaft ausgelagert. Bis zum Geschäftsjahr 2022 wurden von dieser eine separate Steuerbilanz erstellt. Im Rahmen der Prüfung wurde festgestellt, dass bei der Migration auf die Einheitsbilanz zum 1. Januar 2023 die Eröffnungswerte der Handelsbilanz nicht korrekt übertragen wurden. In der Folge wurden Differenzen bei den Salden festgestellt. Die Differenzen konnten abschließend aufgeklärt werden. Wir empfehlen der Gesellschaft ihr internes Kontrollsystem in dieser Hinsicht zu überprüfen.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der gesetzlichen Vertreter im Anhang gemäß § 285 Nr. 9 HGB wurde im Rahmen der Aufstellung Gebrauch gemacht.

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

1. Bewertungsgrundlagen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie den für die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden maßgeblichen Faktoren einschließlich etwaiger Auswirkungen von Änderungen an diesen Methoden machen wir folgende Angaben:

Darstellung der wesentlichen Bewertungsgrundlagen

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgen unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) und sind an den handelsrechtlichen Bestimmungen ausgerichtet. Sie werden stetig zum Vorjahr angewendet.

Die Gesellschaft hat die folgenden wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde gelegt:

Mit Einbringungs- und Übertragungsvertrag vom 6. Juli 2011 wurden Rezepturen in die Gesellschaft eingebracht und unter den immateriellen Vermögensgegenständen bilanziert. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen entgeltlich erworbenen Rezepturen und Produktionsverfahren wurden über eine Laufzeit von 8 Jahren abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2023 weisen diese noch einen Erinnerungswert von EUR 1 aus.

Die Bewertung der Handelswaren erfolgt mit den Anschaffungskosten (TEUR 105, Vj. TEUR 157). Diese setzen sich aus den angefallenen Kosten seitens des Lieferanten zzgl. eines prozentualen Aufschlags zusammen. Terra Canis stellt den Lieferanten teilweise Maschinen zur Herstellung zur Verfügung. Kosten aus dem Werteverzehr bzw. Leasingkosten dieser Maschinen werden aus Vereinfachungsgründen nicht bei der Ermittlung der Anschaffungskosten berücksichtigt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind grundsätzlich zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten sind direkt zurechenbare Materialkosten und Fertigungslöhne sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens und die Miete der Produktionsstätte eingegangen. Zudem wurden angemessene Teile der Verpackung in der Ermittlung der Herstellungskosten berücksichtigt. Es wurden keine Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten einbezogen.

Innerhalb des Bankbestandes werden Guthaben bei Zahlungsprovidern wie Paypal, Amazon und Unzer (ehem. Heidelpay) in Höhe von TEUR 423 (Vj. TEUR 427) ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten sogenannte Sicherheitseinbehalte seitens der Zahlungsprovider in Höhe von TEUR 217 (Vj. TEUR 215). Nach Ablauf von 6 Monaten werden diese dem Bankkonto gutgeschrieben.

Es besteht ein Mietvertrag für die Produktionsstätte in Petershausen zwischen der Gesellschaft und der 100 %igen Tochtergesellschaft Schäbitz GmbH. Die monatliche Miete beträgt netto TEUR 55. Zudem wurde vereinbart, dass etwaige Rechts- und Beratungskosten sowie Kosten, die aus der Bewirtschaftung der Produktionsstätte entstehen, der Mieter (folglich die Gesellschaft Terra Canis GmbH) zu tragen hat. Demzufolge wurden die Kosten für die erhöhte Abwassermenge von der Gesellschaft bilanziert TEUR 1.522 (Vj. TEUR 1.800).

Im Übrigen verweisen wir hierzu auf die Ausführungen im Anhang (Anlage 1.3).

2. Zusammenfassende Beurteilung

Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir zu der in unserem Bestätigungsvermerk getroffenen Beurteilung gelangt, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

F. Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der Terra Canis GmbH, Garching, erstatten wir in Übereinstimmung mit § 321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf (IDW PS 450 n. F. (10.2021)).

 

München, den 7. Juni 2024

INTARIA AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Christian Roller, Wirtschaftsprüfer

Kristin Güra, Wirtschaftsprüferin

Für Veröffentlichungen oder die Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts unter Hinweis auf unsere Prüfung sowie für den Fall der Weitergabe unseres Prüfungsberichts und/oder des Bestätigungsvermerks bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme.

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Terra Canis GmbH

Garching b. München

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 312.442,74 474.112,74
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.606.068,45 2.971.224,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.323.140,27 572.408,59
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 70.057,30 304.139,18
3.999.266,02 3.847.772,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 29.686,75 29.686,75
29.686,75 29.686,75
4.341.395,51 4.351.571,90
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.619.946,00 1.090.832,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 27.597,00 8.891,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.062.716,70 4.507.584,60
4. Geleistete Anzahlungen 80.950,25 102.019,66
4.791.209,95 5.709.327,26
III. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
I. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.317.800,74 2.549.744,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.488.615,24 1.899.714,71
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.000.000,00 0,00
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 269,55 269,55
5. Sonstige Vermögensgegenstände 628.713,10 254.597,38
11.435.398,63 4.704.325,74
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.179.100,86 4.441.296,70
18.405.709,44 14.854.949,70
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 88.893,03 109.492,76
22.835.997,98 19.316.014,36

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 60.336,00 60.336,00
II. Kapitalrücklage 3.007.939,00 3.007.939,00
III. Gewinnvortrag 0,00 2.611.071,23
IV. Jahresüberschuss 1.661.377,33 2.045.936,91
4.729.652,33 7.725.283,14
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 1.693.824,11 1.360.748,80
2. Sonstige Rückstellungen 4.195.463,69 4.469.110,82
5.889.287,80 5.829.859,62
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 1.643.835,01 1.040.451,87
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.775.614,90 4.553.890,42
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.665.332,14 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.375,00 3.375,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.128.900,80 163.154,31
12.217.057,85 5.760.871,60
22.835.997,98 19.316.014,36

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Terra Canis GmbH

Garching b. München

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 40.588.430,65 42.338.345,59
2. Verminderung / Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.441.812,53 139.876,08
3. Sonstige betriebliche Erträge 81.725,07 301.814,79
- davon aus Währungsumrechnung EUR 69,40 (Vj. EUR 8.841,72)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezoaene Waren -13.094.866,27 -15.407.656,21
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.284.303,49 -2.683.220,08
-15.379.169,76 -18.090.876,29
5. Rohergebnis 23.849.173,43 24.689.160,17
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.476.086,15 -4.575.184,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.080.214,92 -834.247,31
- davon für Altersversorgung EUR 5.917,32 (Vj. EUR 5.676,65)
-6.556.301,07 -5.409.431,51
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.097.430,06 -949.901,26
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -331.776,88 -266.444,04
-1.429.206,94 -1.216.345,30
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.259.248,16 -14.959.118,9
- davon aus Währungsumrechnung EUR 150,89 (Vj. EUR 0,00)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 177.096,80 33.643,59
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 177.096,80 (Vj. EUR 33.643,59)
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -250.530,94 -102.284,24
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -33.477,34 -47.178,16
- davon an verbundene Unternehmen EUR 33.477,34 (Vj. EUR 41.764,93)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -815.175,51 -939.806,05
13. Ergebnis nach Steuern 1.682.330,27 2.048.639,59
14. Sonstige Steuern -20.952,94 -2.702,68
15. Jahresüberschuss 1.661.377,33 2.045.936,91

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines

Die Terra Canis GmbH hat ihren Sitz in Garching b. München und ist eingetragen beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 186241.

Die Terra Canis GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Regelungen des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II. Bewertungs- und Bilanzierungsgrundsätze

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung vorgenommen. Es werden Nutzungsdauern zwischen drei und acht Jahren veranschlagt.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände Ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung vorgenommen. Es werden Nutzungsdauern zwischen drei und 15 Jahren veranschlagt.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellkosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellkosten für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

Bei den Finanzanlagen sind die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1% auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen erfolgt nach den Grundsätzen des § 256a HGB. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung erfasst und später mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen setzen sich wie folgt zusammen:

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital Ergebnis Stichtag der vorliegenden Informationen
Schäbitz GmbH, München 100% -31.202,00 € 0,00 € 31.12.2023

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 6.489, VJ TEUR 1.900) resultieren im Wesentlichen aus einem Darlehen mit einer Restlaufzeit von größer einem Jahr.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt EUR 60.336,00.

Sonstige Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind u.a. die nachfolgenden Rückstellungen enthalten:

in TEUR 2023 2022
Sonstige Rückstellungen 2.552 2.625
Rückstellungen Kunden Bonus und Sterne 558 854
Rückstellungen Werbekostenzuschuss 140 256
Rückstellungen für Personalkosten 790 408
Übrige Rückstellungen 155 326
4.195 4.469

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie die Rückstellungen für die Abwasserthematik in der Produktionsstätte Petershausen (TEUR 1.522).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus einem Darlehen (TEUR 2.000, Vj. TEUR 2.000), welches eine Restlaufzeit von einem Jahr bis zu 5 Jahren hat, sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.776, Vj. TEUR 2.554).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2023 2022
Umsatzerlöse 40.588 42.338
davon E-Commerce 18.734 17.686
davon Fachhandel 21.781 24.536
davon Sonstiges 73 116

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:

in TEUR 2023 2022
Kosten der Warenabgabe 3.530 3.675
Werbe- und Reisekosten 3.601 3.031
Raumkosten 1.922 2.023
Produktkosten 458 387
Recht- und Beratungskosten 636 830
IT und Telekommunikation 593 544
übrige betriebliche Kosten 2.519 4.469
13.259 14.959

Ergebnisabführung

Aufgrund des im Geschäftsjahr 2019 eingegangenen Ergebnisabführungsvertrags mit der 100 %igen Tochtergesellschaft Schäbitz GmbH, München, zeigt die Gesellschaft Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von TEUR 251 (Vj. TEUR 102).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag zeigen zum 31. Dezember 2023 einen Aufwand in Höhe von TEUR 815 (Vj. TEUR 940).

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 85 (Vj. 83).

Mitarbeiter 2023 2022
Vertrieb München und AD 33 32
Verwaltung München 14 14
Verwaltung Petershausen 9 9
Produktion Petershausen 29 28
Total 85 83

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Olena Topilnytska, Geschäftsführerin

Thomas Reinarz, Geschäftsführer

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus zum Bilanzstichtag bestehenden Verträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen:

in TEUR 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Miet- und Pachtverträge 934 3.737 0
KfZ-Leasing 79 147 0
sonstige Leasingverträge 42 2 0
1.055 3.886 0

Darüber hinaus fällt monatlich eine Miete in Höhe von TEUR 55 netto für die Produktionsstätte in Petershausen an. Das Mietverhältnis besteht zwischen der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaft. Das Mietverhältnis wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Die Miet- und Leasingverträge sind als Operating Leasing ausgestaltet und daher außerbilanzielle Geschäfte nach § 285 Nr. 3 HGB. Die Vorteile liegen in der Finanzierung sowie in der Kalkulierbarkeit der Kosten; Nachteile ergeben sich aus der längeren Bindung an einen Vertragspartner. Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Terra Canis GmbH einbezogen wird, ist die Nestle S.A., Vevey, Schweiz. Der nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Konzernabschluss der Nestle S.A. wird in deutscher Sprache im Bundesanzeiger offengelegt.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Garching, den 7.06.2024

Terra Canis GmbH

Olena Topilnytska

Thomas Reinarz

Lagebericht zum 31.12. 2023

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage

Das Unternehmen ist auf dem Gebiet des Vertriebes von Hunde- und Katzennahrung tätig. Hierbei besteht das Sortiment aus Nassfutter, Trockenfutter, Hundesnacks, Nahrungsergänzungsprodukten und Zubehörartikeln, nebst einer Veterinär-Linie für den Hund. Die Gesellschaft bedient im Wesentlichen den deutschen Markt sowie in geringerem Umfang europäische und einige wenige asiatische Länder.

Die Versorgung mit den notwendigen Rohstoffen ist durch eine in sich geschlossene Lieferkette und dem Vorhandensein von Kontrakten bei Vorlieferanten so gut wie möglich im Jahr 2023 gewährleistet. Die Kosten der für die Herstellung der Produkte notwendigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe unterlagen im Geschäftsjahr 2023 Preisschwankungen und Preisanpassungen. Insbesondere im Fleischbereich für die bei Terra Canis verwendete Lebensmittelqualität, aber auch im Verpackungsbereich kam es zu einem nachhaltigen, weit überdurchschnittlichen Ansteigen des Preisniveaus. Diese Entwicklung wurde wesentlich durch den Konflikt in der Ukraine seit Februar 2022 und mit dessen einhergehenden Erhöhung der Energie und- Nahrungsmittelpreise getrieben.

Das Tochterunternehmen der Gesellschaft, die Schäbitz GmbH, betreibt seit September 2019 einen eigenen Produktionsstandort, welcher die bisherige Qualitätsstrategie "Lebensmittelqualität" fortführt und durch geordnete Produktionsschemata darüber hinaus noch verbessert. An dem Standort in der Nähe von München wird Nassfutter in Eigenregie produziert, welches bis September 2019 von einem fremden Produzenten exklusiv für die Gesellschaft hergestellt wurde. Mit der eigenen Produktion hat die Gesellschaft eine bestmögliche und maximale Kontrolle über die nachhaltige Qualität der Produkte und ermöglicht ihr mit größerer Flexibilität auf Nachfrageveränderungen zu reagieren. Weiterhin ist so gewährleistet, dass Rezepturen und Innovationen im eigenen Unternehmen entwickelt werden können.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft 2023 wurde weiterhin vom weiteren Eskalieren des Ukraine Konflikts belastet, was zu einem Rückgang des preisbereinigten Bruttosozialprodukts von -0,3 % geführt hat. Die deutsche Heimtierbranche entwickelt sich 2023 mit Umsatzzuwächsen von 9,5 % (+7,1 % 2022) trotz der o.g. großen Einflüsse weiter überproportionalen gut gemessen an der Gesamtkonjunktur. Die Umsatzzuwächse sind im Wesentlichen sowohl durch notwendige Preiserhöhungen als auch weiterhin durch den verstärkten Wunsch nach Haustieren begründet.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 der Terra Canis GmbH verlief nach sehr positiven starken Vorjahren negativ. Die Gesamtumsätze sanken im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um -4,1 %. Damit wurde die Prognose, die von einem weiteren Wachstum ausging, verfehlt. Weiterhin wurde der größte Teil des Umsatzes im Bereich Hunde-/Katzennassfutter aus eigener Produktion erzielt (ca. 90 %). Gründe, für die nicht zufriedenstellende Umsatzsituation sind vor allem der überproportionale Umsatzrückgang im deutschen und internationalen Fachhandelsbereich (11,2 %), während der eigene Webshop auch im Jahr 2023 weiterhin wachsen konnte (+5,9 %). Somit setzten sich Verschiebungen zwischen den Absatzkanälen eigener WebShop und Fachhandel/E-Commercehändlern 46 % / 54 % im Jahr 2023 gegenüber 42% / 58 % in 2022 fort. Das Rohergebnis (TEUR 23.849) sank im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 24.689). Die Verringerung des Rohergebnisses ist im Wesentlichen durch den Rückgang der Umsatzerlöse bedingt, liegt jedoch mit 3,4 % unter dem prozentualen Umsatzrückgang (-4,1 %).

Aufgrund des Rückgangs im Umsatz und im Rohergebnis reduzierte sich das EBIT (Betriebsergebnis) im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 3.104 auf TEUR 2.604 und lag damit unter den Prognosen. Im Wesentlichen konnten das sinkendende Rohergebnis, sowie gestiegene Personal- und Sozialaufwendungen und Abschreibungen nicht vollumfänglich durch Reduzierungen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen kompensiert werden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme 2023 stieg nach 54%-tigen Rückgang im Jahr 2022 um 17 %. Wesentlich stiegen die Forderungen gegenüber der 100 %-tigen Tochtergesellschaft aufgrund der Finanzierung des Neubaus eines Tiefkühllagers auf Grundstück am Produktionsstandort Petershausen. Das Nettoumlaufvermögen (bestehend aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände und Bank-/Kassenguthaben) verringerte sich um 20 % (TEUR 10.671; Vj TEUR 13.310) aufgrund gesunkener Fertigwarenbestände.

Das Anlagevermögen im Jahr 2023 ist mit TEUR 4.341 gegenüber TEUR 4.352 im Jahr 2022 nahezu unverändert und das gesamte Umlaufvermögen ist von TEUR 15.210 auf TEUR 18.406 TEUR gestiegen insbesondere aufgrund einer Erhöhung der Forderung gegen verbundene Unternehmen. Die Verbindlichkeiten aus Darlehensverpflichtungen betragen TEUR 2.000, daneben besteht noch eine Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 4.655 TEUR.

Zudem verringerten sich die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen gebildet für Personal, Kundenboni und Abwasserthematik im Werk Petershausen geringfügig von TEUR 4.469 auf TEUR 4.195.

Finanzlage

Die verfügbare Liquidität der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt höher, als es für die Sicherung des Geschäftsbetriebs nötig gewesen wäre. Die Terra Canis GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt alle Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Dies spiegelt der operative Cash-Flow in Höhe von TEUR 3.368 (Vj. TEUR 2.425) wieder. Zum Abschlussstichtag wurden zugesagte Betriebsmittellinien in Höhe von EUR 1.350 nicht in Anspruch genommen.

Die Finanzierung von Investitionen am Produktionsstandort und im Rahmen der Sitzverlegung von München nach Garching erfolgte durch Eigenmittel oder Darlehen des Gesellschafters bzw. interner Konzernfinanzierung in einer Höhe von TEUR 6.665 TEUR zum Stichtag. Diese werden marktüblich verzinst. Durch die gleichzeitige Weiterreichung des Darlehens an die Tochtergesellschaft wird der Finanzierungs-Cash-Flow in Höhe von TEUR 4.960 deutlich negativ (Vj. TEUR -47).

Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde aufgrund sinkender Erlöse ein geringerer Jahresüberschuss in Höhe von 1.661 TEUR (Vj. TEUR 2.293) erwirtschaftet.

Der Materialeinsatz ist mit 38 % bezogen auf die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr (43 %) gesunken. Dies ist wesentlich auf notwendige Preiserhöhungen, aber auch den gestiegenen Umsatzanteil des eigenen Webshops und selbst produzierter Waren am Gesamtumsatz zurückzuführen.

Die Personalaufwendungen haben sich um 21 % auf TEUR 6.556 erhöht - dies ist wesentlich durch niedrigere Fluktuation und Besetzung von Schlüsselpositionen durch eigenes Personal zurückzuführen, die im Vorjahr vakant waren oder durch Beratung von externen Mitarbeitern durchgeführt wurde.

Die Abschreibungen stiegen um 17 % auf TEUR 1.429 an. Dies ist vor allem auf die Eigenproduktion und die volle Jahresabschreibung der neu angeschafften Maschinen zurückzuführen, sowie Anschaffungen im Rahmen der IT-Umstellung und Sitzverlegung von München nach Garching.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 11% auf TEUR 13.259 verringert, wobei dies im Wesentlichen durch geringere Aufwendungen für Abwasserrückstellungen am Produktionsstandort Petershausen bedingt ist.

Insgesamt wurde das geplante Ergebnis (Steigerung des EBIT) aufgrund niedrigerer Umsatzerlöse als geplant verfehlt, wodurch sich auch der Jahresüberschuss negativ entwickelt hat.

Die Geschäftsleitung ist dennoch mit dem Geschäftsverlauf, auch in Anbetracht der gesamten ökonomischen Rahmenbedingungen, nicht unzufrieden und beurteilt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens für das Berichtsjahr als generell gesund.

B. Chancenbericht

In der Entwicklung von Produktinnovationen und weiterem Wachstum des Tiernahrungsmarkt sowie im Exportgeschäft werden für 2024 und in den Folgejahren weiterhin gute Wachstumschancen gesehen. Es wird weiterhin verstärkt der Ausbau des eigenen eCommerce-Bereichs vorangetrieben, wo sich insbesondere durch den direkten Kundenkontakt auch international neue Möglichkeiten ergeben. Generell ist die Entwicklung der Tierfutterbranche mit Wachstumsraten von ca. 9,5 % im Jahr 2023 nach 7,1 % im Vorjahr weiterhin nachhaltig positiv, wovon das Segment "Dog Wet", in dem sich die meisten Produkte der Gesellschaft befinden, mit Wachstumsraten im Jahr 2023 von knapp 13,7 % überproportional entwickelte.

Prozentual höhere Wachstumschancen ergaben sich in früheren Jahren für die Bereiche "Premium- und Super-Premium" Marken, in welchen das Berichtsunternehmen vertreten ist. Mit diesen Marken verband der Kunde eine wesentlich höhere Qualität und einen Gesundheitseffekt für sein Tier und war bereit ein angemessenes Preis-/Leistungsverhältnis zu bezahlen. Dieser Trend hat sich im Jahr 2023 aufgrund der hohen Inflation und dadurch entstehenden Ungewissheit sowie Kaufkraftverluste nicht fortgesetzt, im Jahr 2024 mit nachlassender Inflation und nachgeholte Lohnsteigerungen könnte sich der Trend wieder fortsetzen.

Wie bereits erwähnt bieten die internationalen Märkte - insbesondere auch außereuropäische Märkte - ebenfalls Chancen für die Ausweitung des Unternehmens, sowie generell Katzenprodukte, die den größten Markt darstellen und Snacks, in denen die Gesellschaft bisher unterrepräsentiert ist und im Jahr 2023 aufgrund von Auslistungen mit Umsatzrückgängen kämpfen musste.

Der Exportbereich mit seiner schwierigen Entwicklung 2023, aufgrund von enormen Rückgängen in den asiatischen Märkten, soll dennoch im Jahr 2024 Wachstumstreiber auch im eigenen WebShopbereich sein.

C. Risikobericht

Die Gesellschaft fakturiert in Euro und bezieht ihre Güter und Leistungen im Wesentlichen in Euro, daher sind keine nennenswerten Währungsrisiken vorhanden.

Die Auswirkungen des Ukraine Konflikts auf die Lage in Deutschland und Europa und ihre Bevölkerung werden sich auch im Jahr 2024 fortsetzen, da die Kunden und Konsumenten der Gesellschaft, aber auch die Gesellschaft selbst von massiven Preissteigerungen in vielen Bereichen weiterhin betroffen ist. Es ist jedoch eine leichte Entspannung der Rohstoff- /Pack- und Energiepreise zu vermerken, diese wurden jedoch an Kunden und Konsumenten in Form von sinkenden Verkaufspreisen oder gestiegenen Rabatten, so weit wie möglich, weitergeben, um die Nachfrage zu stimulieren.

Die Liquiditätslage ist weiterhin zufriedenstellend. Es sind keine größeren Engpässe zu erwarten. Wesentliche Zahlungsausfälle sind nicht erkennbar. Die im Wesentlichen durch die Gesellschaft verwendeten Finanzierungsinstrumente umfassen langfristige Finanzierungen über die Konzernmutter, Kontokorrentkredite, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten. Die geplanten größeren Investitionen, wie das neue Tiefkühllager am Produktionsstandort, sowie Investitionen in IT, BGA und Maschinen, wurden und werden von der Muttergesellschaft refinanziert.

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken wird vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte auch im Heimtierproduktebereich immer wichtiger. Die Gesellschaft versteht dies weiterhin als zentrale Aufgabe. Aufgrund dieser Tatsache nehmen wir an, dass der Handel über das Internet (E-Commerce) in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen wird und somit überproportional zum Gesamtmarkt wachsen wird. Die Gesellschaft ist hier mit seinem eigenen Webshop gut aufgestellt.

Darüber hinaus misst die Gesellschaft der Begrenzung von Risiken aus der Geschäftstätigkeit besondere Bedeutung bei. Klare Arbeitsabläufe und einfache Entscheidungsstrukturen dienen der Sicherstellung der Qualität der Arbeitsprozesse, der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung und der Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen.

Im Jahr 2023 wurden sämtliche Nassdosenprodukte in Eigenfertigung hergestellt, die ca. 90 % des Umsatzvolumens der Gesellschaft ausmachen, wodurch das Risiko aufgrund von Lieferausfällen von Vorproduzenten reduziert ist. Die allgemeine wirtschaftliche Lage und Entwicklung beeinflusst den Bedarf und das Einkaufsverhalten unserer Endkunden. Insofern besteht auch für uns eine gewisse Abhängigkeit von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung, die sich durch den anhaltenden Ukraine Konflikt und seine Auswirkungen, weiterhin negativ auf das Konsumentenverhalten insbesondere von Superpremiumprodukten auswirken kann.

Im Allgemeinen sind aus heutiger Sicht nach starken, erfolgten Preissteigerungen bei Rohstoffen, Verpackungsstoffen und Logistik, sowie Energie in den Vorjahren, eine Stabilisierung auf hohem Niveau, sowie vereinzelt sinkende Preise zu beobachten. Insgesamt ist es das Bestreben der Gesellschaft langjährige Lieferantenbeziehungen zu pflegen und auszubauen. Denn neben der Beherrschung der Preiskomponente ist die Sicherstellung der langfristigen Verfügbarkeit von Rohstoffen, in der gewünschten Superpremiumqualität, eine weitere wichtige Aufgabe, was sich bisher sehr schwierig darstellte, auch oder aufgrund der geringen Lagermöglichkeiten am Produktionsstandort. Hier wird für 2024 eine Entspannung aufgrund der Fertigstellung des zusätzlichen Tiefkühllagers mit ca. 750 Palettenstellplätzen am Produktionsstandort erwartet.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken werden derzeit als gering eingeschätzt, da die Finanzierungssituation vor dem Gesellschafterhintergrund als stabil angesehen werden kann und der laufende Cashflow aus der operativen Tätigkeit als ausreichend erscheint.

Die Entwicklung neu auf dem Markt erscheinender Konkurrenzprodukte ist weiterhin kritisch zu beobachten, da diese leicht vom Konsumenten verwechselt werden können, aber diese nicht zu 100 % in Lebensmittelqualität hergestellt werden, wie die Produkte der Gesellschaft.

Um Risiken aus vielfältigen rechtlichen Regelungen und Gesetzen zu minimieren, werden unsere Entscheidungen und die Gestaltung von Geschäftsprozessen sowohl durch eigene Experten als auch durch externe und konzerninterne Fachkräfte abgesichert.

Im Berichtszeitraum traten keine wesentlichen bzw. existenzgefährdenden Risiken auf.

Das erklärte Ziel der Gesellschaft ist es, mit klarem Fokus auf die vorhandenen Stärken die Zukunft zu gestalten. Die Qualität unserer gesamten Produktpalette genießt eine hohe Akzeptanz bei unseren Kunden - die Geschäftsführung sieht dies als einer der wichtigsten Faktoren unseres nachhaltigen Unternehmenserfolges weiterhin kompromisslos an einer Produktion ausschließlich mit Rohstoffen in Lebensmittelqualität festzuhalten.

Durch Diversifikationen in den Produktsegmenten ist gewährleistet, dass die angebotene Sortimentspalette nicht auf einige wenige Artikel beschränkt bleibt und auch weiterhin ein breites Fundament für den Unternehmenserfolg darstellt.

Unter Berücksichtigung aller gegenwärtigen Kenntnisse sind für die künftige Entwicklung und den Fortbestand der Gesellschaft auch weiterhin keine über die vorgenannten Bereiche hinausgehenden Risiken bekannt oder erkennbar.

D. Prognosebericht

Ein großes und nicht vollständig kalkulierbares Risiko sieht die Gesellschaft weiterhin in den Auswirkungen des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine und ihren noch anhaltenden Erhöhungen des Preisniveaus, auch für Getreide und Futtermittel, sowie des dadurch verunsicherten Konsumentenverhaltens. Auch generell wird die Beschaffung von Rohstoffen in der gewünschten Qualität zunehmend komplexer. Im Absatzbereich konnten Preiserhöhungen unterhalb der Inflationsrate Kostensteigerungen im Einkauf nicht vollständig kompensieren. Dennoch wurden erste Senkungen in Beschaffungspreisen im Jahr 2024 an Konsumenten und Handel größtmöglich weitergegeben, um die Nachfrage zu stimulieren.

Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und auf die Bedürfnisse der Kunden auch in Zukunft optimal eingehen zu können, plant die Gesellschaft den Neubau des bereits erwähnten Tiefkühllagers vollumfänglich zu nutzen und damit Kostenvorteile in der Beschaffung und Lagerung, sowie eine Vereinfachung der Produktionsprozesse zu erzielen.

Für die Branche Tiernahrung geht man auch im Jahr 2024 und Folgejahren von weiter steigenden Gesamtumsätzen aus. Die Gesellschaft rechnet für sich mit einer Umsatzsteigerung von 8 bis 9 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 43,9 Mio. Die Prognose für das EBIT liegt bei EUR 2,5 Mio. und damit trotz steigender Umsätze leicht unterhalb des Vorjahres u.a. aufgrund höherer Marketingausgaben zur Unterstützung des Umsatzwachstums und zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Marken Terra Canis und Terra Felis.

 

Garching, den 7. Juni 2024

gez. Olena Topilnytska, Geschäftsführerin

gez. Thomas Reinarz, Geschäftsführer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

41 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.