Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 24614 KI
Vorher
ATLAS Interactive Deutschland GmbH
Eingetragen
31.10.1995
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Entwicklung und Betrieb von Softwarelösungen für das Internet (Informations- und Kommunikationstechnologie), Abschluss von Verträgen mit Informations-, Kommunikations- und Finanzdienstleistungsunternehmen für die Realisation (Entwicklung und Betrieb) und Weiterverkauf von Bezahllösungen, Bereitstellung von Programmen und Systemen zur Abrechnung und Bezahlung von Dienstleistungen und Gütern, Erbringung von erlaubnisfreien Beratungsleistungen und Bezahllösungen gegenüber Unternehmen sowie Erbringung erlaubnispflichtiger Zahlungsdienste, sofern hierfür eine Erlaubnis vorliegt

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Syska-Funk
seit 12.7.2022
Prokura
Marco Priewe
seit 12.7.2022
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

InternetQ GmbH

Norderstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

Aktiva 2023 Aktiva 2022
1. Barreserven 10,33 € 96,82 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 10,33 € 96,82 €
2. Forderungen an Kreditinstitute 315.567,04 € 1.212,94 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 315.567,04 € 1.212,94 €
aa) täglich fällig 315.567,04 € 1.212,94 €
3. Forderungen an Kunden 400.643,65 € 427.049,38 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld, davon: - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 400.643,65 € 427.049,38 €
4. Beteiligungen 4.500,00 € - €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 4.500,00 € - €
5. Immaterielle Anlagewerte 77,45 € 96,77 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 77,45 € 96,77 €
aa) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 77,45 € 96,77 €
6. Sachanlagen 22.249,55 € 23.295,54 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 22.249,55 € 23.295,54 €
7. Sonstige Vermögensgegenstände 8.118.924,19 € 9.562.921,27 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 8.118.924,19 € 9.562.921,27 €
8. Rechnungsabgrenzungsposten 8.510,05 € 21.804,16 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 8.510,05 € 21.804,16 €
Summe der Aktiva 8.870.482,26 € 10.036.476,88 €

Passiva

Passiva 2023 Passiva 2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.500.000,00 € 7.638.451,06 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 6.500.000,00 € 7.638.451,06 €
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 520.097,03 € 879.683,46 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 520.097,03 € 879.683,46 €
3. Sonstige Verbindlichkeiten 234.596,19 € 9.323,88 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 234.596,19 € 9.323,88 €
4. Rückstellungen 479.271,97 € 21.695,90 €
4) andere Rückstellungen 479.271,97 € 21.695,90 €
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 479.271,97 € 21.695,90 €
5. Eigenkapital 1.136.517,07 € 1.487.322,58 €
a) Eingefordertes Kapital 25.564,59 € 25.564,59 €
- Gezeichnetes Kapital 25.564,59 € 25.564,59 €
b) Kapitalrücklage 1.887.130,84 € 1.887.130,84 €
c) Bilanzgewinn/Bilanzverlust - 776.178,36 € - 425.372,85 €
Summe der Passiva 8.870.482,26 € 10.036.476,88 €

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

GuV 2023 GuV 2022
1. Zinserträge 546.536,41 € 364.675,64 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 546.536,41 € 364.675,64 €
2. Zinsaufwendungen - 679.060,62 € - 293.397,63 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 679.060,62 € - 293.397,63 €
3. Provisionserträge 4.944.279,75 € 5.951.750,02 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 4.944.279,75 € 5.951.750,02 €
4. Provisionsaufwendungen - 4.301.533,85 € - 5.120.525,36 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 4.301.533,85 € - 5.120.525,36 €
5. Sonstige betriebliche Erträge 141.714,10 € 216.388,39 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten 141.714,10 € 216.388,39 €
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen - 840.976,74 € - 1.204.940,16 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
aa) Personalaufwand - € - €
aaa) Löhne und Gehälter - € - €
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - € - €
bb) andere Verwaltungsaufwendungen - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 840.976,74 € - 1.204.940,16 €
aa) Personalaufwand - 703.467,13 € - 724.993,02 €
aaa) Löhne und Gehälter - 598.675,40 € - 607.402,80 €
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 104.791,73 € - 117.590,22 €
bb) andere Verwaltungsaufwendungen - 137.509,61 € - 479.947,14 €
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und - 3.567,26 € - 8.837,52 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 3.567,26 € - 8.837,52 €
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 158.197,30 € - 129.190,35 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 158.197,30 € - 129.190,35 €
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit - 350.805,51 € - 224.076,97 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 350.805,51 € - 224.076,97 €
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - € - 1.612,10 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten - € - 1.612,10 €
10. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag - 350.805,51 € - 225.689,07 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 350.805,51 € - 225.689,07 €
11. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr - 425.372,85 € - 199.683,78 €
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld - € - €
b) aus sonstigen Tätigkeiten - 425.372,85 € - 199.683,78 €
12. Bilanzgewinn/Bilanzverlust - 776.178,36 € - 425.372,85 €

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Norderstedt, HRB Nummer 24614 beim Amtsgericht Kiel.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der §§ 340 ff. HGB sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (RechZahlV). Gemäß § 340a Abs. 1 HGB i. V. m. § 340 Abs. 5 HGB sind die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Geschäftsjahr 2023 nach den Formblättern 1 und 2 der RechZahlV aufgestellt. Für den Anhang gelten neben §§ 284 ff. HGB auch die §§ 28 ff. RechZahlV sowie die ergänzenden Vorschriften zu den einzelnen Posten.

Die InternetQ GmbH ist als Kontoinformationsdienstleister gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 und Nr. 6 ZAG registriert.

Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende Vermerke im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die dem Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2022 zugrundeliegenden Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden unverändert fortgeführt.

Die Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nennwert bilanziert.

Die Forderungen an Kunden und die sonstigen Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Der Ansatz erfolgte zum Nennwert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet worden. Bei abnutzbaren Vermögensgegenständen sind planmäßige Abschreibungen vorgenommen worden. Die Nutzungsdauer wurde anhand der von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabelle ermittelt. Soweit erforderlich werden die niedrigeren beizulegenden Werte angesetzt.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis 800,00 EUR wurde auch in der Handelsbilanz vom Wahlrecht gemäß § 6 Abs. 2 EStG Gebrauch gemacht und im Jahr der Anschaffung zugleich ein Abgang unterstellt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Zahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die erst im Folgejahr aufwandswirksam werden.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bei allen sonstigen Verbindlichkeiten beträgt die Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

III. Angaben zur Bilanz

Bei den Forderungen an Kreditinstitute handelt es sich um Guthaben bei den Hausbanken der Gesellschaft.

Bei den Forderungen an Kunden handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Es wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 94,2 vorgenommen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist als Anlage zum Anhang dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen, resultierend aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehen an verbundene Unternehmen enthalten. Diese verringerten sich von TEUR 9.455 im Vorjahr auf TEUR 8.001 in 2023. Die Forderungen und Darlehen betreffen in Höhe von TEUR 736 (im Vorjahr TEUR 736) die Gesellschafterin.

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um Verbindlichkeiten bei den Hausbanken der Gesellschaft.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 235 (Vorjahr: TEUR 9) betreffen im Wesentlichen Geldtransit (TEUR 218) sowie Lohnsteuerverbindlichkeiten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen der Commerzbank über Zinsen (TEUR 362), Urlaubsansprüche, Rechts- und Beratungskosten sowie Jahresabschlusskosten.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr DM 50.000,00 (umgerechnet EUR 25.564,59).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen staatliche Zuschüsse in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 147).

V. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 111). Darin sind TEUR 55 innerhalb eines Jahres fällig und der Rest innerhalb von vier Jahren.

Es besteht ein Credit Facility Agreement mit der Commerzbank AG über 6,5 Mio Euro, bei dem die Gesellschaft alleiniger Darlehensnehmer für die gruppenweite Kreditlinie ist und die anderen Konzerngesellschaften jeweils als gesamtschuldnerische Garantiegeber fungieren. Das Darlehen wird bis 31.12.2025 komplett zurückgefahren.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 8 (Vorjahr: 10) Arbeitnehmer (Angestellte) beschäftigt, davon zwei Geschäftsführer, zwei Mitarbeiter im Bereich Finanzen, zwei Mitarbeiter in der IT sowie zwei Mitarbeiter im operativen Geschäft.

Das Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf insgesamt TEUR 18. Es entfällt mit TEUR 12 auf Abschlussprüfungsleistungen und mit TEUR 6 auf andere Bestätigungsleistungen.

Die Gesellschaft hat ein Zinsderivatgeschäft mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2026 abgeschlossen, wonach sie auf einen Nominalbetrag von EUR 7,0 Mio einen festen Zinssatz von 3,08 % p.a. zu zahlen hat und im Gegenzug den variablen Zins 3-Monats- EUR-Euribor-Reuters erhält. Für den negativen Zeitwert zum Stichtag wurde eine Rückstellung von TEUR 100 gebildet. Der Zeitwert wurde ermittelt unter Verwendung von Marktdaten basierend auf der Zinsstrukturkurve und Optionsmodellen.

Alleinige Gesellschafterin der InternetQ GmbH ist die InternetQ SA, Athen/Griechenland. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Minimob LTD, London/Großbritannien, einbezogen.

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Marco Priewe, alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Herr Sascha Bruhn

Die Ausnahmeregelung gemäß § 286 Absatz 4 HGB über die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde in Anspruch genommen.

VI. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag bzw. Bilanzverlust des Geschäftsjahres 2023 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

VII. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung unberücksichtigt sind.

 

Norderstedt, den 19. April 2024

InternetQ GmbH

Marco Priewe, Geschäftsführer

Sascha Bruhn, Geschäftsführer

Anlagengitter

Entwicklung der Anschaffungswerte
Stand 1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge Stand 31. Dez. 2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.716,00 0,00 0,00 17.716,00
II. Sachanlagen:
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 238.638,33 2.501,95 0,00 241.140,28
III. Finanzanlagen:
1. Beteiligungen 0,00 4.500,00 0,00 4.500,00
256.354,33 7.001,95 0,00 263.356,28
Entwicklung der Abschreibungen
Stand 1. Jan. 2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Entnahme für Abgänge Stand 31. Dez. 2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.619,23 19,32 0,00 17.638,55
II. Sachanlagen:
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 215.342,79 3.547,94 0,00 218.890,73
III. Finanzanlagen:
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
232.962,02 3.567,26 0,00 236.529,28
Buchwerte
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 77,45 96,77
II. Sachanlagen:
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.249,55 23.295,54
III. Finanzanlagen:
1. Beteiligungen 4.500,00 0,00
26.827,00 23.392,31

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023

Wir sind seit dem Jahr 1995 im Bereich der Telekommunikation tätig und haben uns eine gefestigte Position als führender Anbieter von Micropayment-Dienstleistungen erarbeitet. Schwerpunkt unserer geografischen Ausrichtung ist der europäische Raum.

Die Marktsituation ist seit Jahren durch Veränderung gesetzlicher Rahmenbedingungen und Wettbewerbsdruck gekennzeichnet. Durch die Bündelung unserer Einzelprodukte unter der Marke KANZAROO wurde ein übergreifendes Produkt geschaffen, das eine einheitliche Vermarktung erlaubt und die jeweils nachgefragten Dienstleistungen zusammenfasst. Die Marke ist daher sowohl für Bestandskunden als auch für Neukunden von Interesse.

Eine unserer Hauptkundengruppe, die Online Gaming Branche, befindet sich auch 2023 weiterhin in einer Konsolidierungsphase, was auch entsprechende Auswirkung auf unsere Geschäftsentwicklung in 2023 hat. Der Fokus im Neukundengeschäft liegt daher auf anderen Branchen, wie z.B. mobile Content und Social Gambling. Die Realisierungszeiträume sind jedoch überaus lang, so dass sich diese Ansätze auch im Geschäftsergebnis 2023 noch nicht widerspiegeln.

Seit Juli 2013 gehört das Unternehmen zu 100% zu der InternetQ Gruppe. Durch die neue gesellschaftsrechtliche Konstellation ergeben sich zum einen Einsparungspotenziale (durch die Nutzung gemeinsamer Ressourcen), als auch erfolgsversprechende Synergien bei der Positionierung des Unternehmens. So erreichen wir durch das umfassende Netzwerk unserer Muttergesellschaft neue Zielgruppen für unsere Paymentlösung KANZAROO.

Seit April 2022 hat das Unternehmen seinen Sitz in Norderstedt.

II. Lage des Unternehmens

Die Provisionserträge unserer Gesellschaft haben sich wie in Ziffer I dargestellt gegen- über dem Vorjahr von EUR 6,0 Mio. auf EUR 5,0 Mio. reduziert.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verschlechterte sich aus den oben dargelegten Gründen auf EUR - 0,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr (EUR 0,2 Mio. Verlust vor Steuern).

Die Kostenstruktur ist durch konsequente Sparmaßnahmen geprägt:

Der Personalaufwand in 2023 lag bei TEUR 704 (Vorjahr TEUR 725).

Investitionen waren in 2023 gering. Die Abschreibungen verringerten sich von TEUR 9 in 2022 auf TEUR 7 in 2023.

Die Finanzlage ist solide. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

Die Gesellschaft verfügt zum Abschlussstichtag über liquide Mittel von TEUR 316. Gleichzeitig bestehen Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 6,5 Mio.

Das Unternehmen verfügt bei der Commerzbank über eine Kreditlinie in Höhe von 10 Mio EUR, die explizit nicht nur der GmbH, sondern auch der Konzerngruppe zur Verfügung stehen sollen. Die Kreditlinie wurde per 30.9. auf 7,5 Mio. EUR reduziert und per 31.12. auf 6,5 Mio. EUR. Eine komplette Rückführung wurde mit der Commerzbank in Form weiterer Tilgungsbausteine per April 2024, April 2025 und Dezember 2025 per 31.12.2025 vereinbart. Ende 2022 erfolgte aufgrund steigender Marktzinsen der Abschluss von Zinssicherungsgeschäften für die nächsten vier Jahre.

Das Unternehmen hatte im Juni 2021 bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht einen Antrag nach § 10 ZAG gestellt und im Oktober 2023 den entsprechenden Erlaubnisbescheid erhalten. Die Aufnahme erlaubnispflichtiger Dienste hat in 2023 jedoch noch nicht begonnen. Im Berichtzeitraum hat das Unternehmen außerordentliche Aufwendungen im Rahmen des Erlaubnisverfahrens getätigt, um beispielsweise Prozesse anzupassen (TEUR 21).

Fünf Mitarbeiter der Gesellschaft befanden sich von Oktober 2022 bis September 2023 weiterhin in Kurzarbeit. Die für diesen Zeitraum beantragten Zuschüsse der Agentur für Arbeit wurden bisher nicht genehmigt und sind Bestandteil eines anhängigen Gerichtsverfahrens bei dem Sozialgericht in Lübeck.

Das Unternehmen hat für den Zeitraum bis 30.6.2022 Überbrückungshilfen der IFB in Anspruch genommen. Der Antrag auf Überbrückungshilfen für das 2. Quartal 2022 wurde aus technischen Gründen nicht genehmigt, daher ist diesbezüglich ein Rechtsstreit beim Verwaltungsgericht in Hamburg über TEUR 168 anhängig.

Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als gut zu bezeichnen.

B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

In unserem Kerngeschäft, der Carrier-Payment-Lösung KANZAROO erwarten wir aufgrund der aktuellen Auftragslage für 2024 gegenüber den Vorjahren wieder einen moderaten Anstieg, vor allem bei dem erwarteten Geschäftsvolumen. Zudem erwarten wir für die zweite Hälfte 2024 erste Erlöse aus dem Institutsgeschäft. Auch für 2024 stehen weitere Produktinnovationen- und Erweiterungen, sowie die Optimierung der Gesamtperformance auf unserer Roadmap, hinzu kommen Prozessanpassungen im Zuge des erlaubnispflichtigen Geschäfts.

Für 2024 erwarten wir in der Sparte KANZAROO aufgrund der notwendigen Anlaufinvestitionen für das erlaubnispflichtige Geschäft Verluste in überschaubarer Höhe, bei zugleich moderater Umsatzsteigerung.

II. Risikobericht

Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken

Gegen die InternetQ SA, Athens, Griechenland besteht in Höhe von TEUR 736 eine Forderung. Ein Ausfall -auch Teilausfall- dieser Forderung könnte zu negativem Eigenkapital und daher zur bilanziellen Überschuldung der InternetQ GmbH führen. Als Gegenmaßnahme gab die Minimob Ltd. London, England der InternetQ GmbH mit Datum vom 27. August 2018 und zuletzt verlängert am 22.3.2023 eine Patronatserklärung. In dieser Erklärung sicherte die Minimob Ltd., London, England, der InternetQ GmbH zu, die InternetQ SA, Athens, Griechenland mit genügend Ressourcen auszustatten, damit diese die Forderung an die InternetQ GmbH zurückzahlen kann. Darüber hinaus sichert Minimob Ltd., London, England zu, die Fortführung der InternetQ GmbH kurzfristig (bis zum 31. Dezember 2025) zu gewährleisten.

Marktrisiken

Der Carrier Payment Bereich wird auch in den kommenden Jahren eine Nische in dem stetig wachsenden Markt digitaler Payments abdecken. Durch unsere Fokussierung auf diese Nische und unsere langjährige Erfahrung in diesem Bereich sowie durch den Rückzug anderer Marktteilnehmer aus dem komplexen Bereich der Carrier Payments sehen wir auch für die kommenden Jahre ausreichend Wachstumsmöglichkeiten. Unsere selbst entwickelte Statistik- und Abrechnungsdatenbank ist dabei die Grundlage für einen steigenden Grad der Prozessautomatisierung, was wesentliche Grundlage positiver Ergebnisse in der Zukunft sein wird.

Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über die Kreditlinie bei der Commerzbank.

Darüber hinaus verfügen wir über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Im Bereich der mobilen Payments sind mögliche Ausfallrisiken vertraglich dergestalt abgesichert, dass Ausfälle vollständig an die Kunden weitergegeben werden, und die Gesellschaft nur den Ausfall ihrer eigenen Marge trägt. Im Bereich der mobilen Marketing-Kampagnen trägt die Gesellschaft das branchenübliche Ausfallrisiko. Grundsätzlich erfolgt eine sorgfältige Prüfung der Kreditwürdigkeit der Partner vor Vertragsabschluss.

Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Durch Fokus auf europäische Märkte haben sich die durchschnittlichen Auszahlungszyklen wieder verkürzt. Die Gesellschaft unterstützt diese Entwicklung durch kurze Abrechnungszeiträume von jeweils einem Monat sowie einer Beschleunigung der Abrechnungen.

Branchentypische Risiken

Auf die branchentypischen Risiken wie Fraud, Billingprobleme, sonstige Rückbelastungen oder Währungsdifferenzen haben wir weitgehend mit unserer Vertragsgestaltung reagiert. Aus diesem Grund stellen die Abrechnungen für vorzunehmende Ausschüttungen an unsere Merchants zunächst realistische Schätzungen dar. Diese werden aufgrund der vorhandenen Daten des eigenen IT-Systems zunächst selbst ermittelt und später mit gemeldeten Fremddaten abgeglichen und endabgerechnet.

Regulatorische Risiken

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass regulatorische Eingriffe zu wesentlichen Veränderung eines Marktes oder Geschäftsbereichs führen können. Durch langjähriges Mitwirken in Interessenverbänden nimmt die Gesellschaft frühzeitig im zulässigen Rahmen Einfluss auf Gesetzesvorhaben und Verwaltungsrichtlinien von Regulierungsbehörden und ist über die Entwicklung stets gut informiert.

Zusätzlich verfolgt die Gesellschaft seit vielen Jahren eine strenge "Hauspolitik", wonach der Missbrauch durch einen Kunden zu unterbinden ist und die weitere Zusammenarbeit mit betreffenden Kunden beendet wird. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft auch im Berichtsjahr soweit nötig Ermittlungsbehörden unterstützt, um bei Verdachtsmomenten gegen einzelne Kunden zur Aufklärung des Sachverhalts beizutragen.

III. Chancenbericht

Es gibt Chancen aus dem Geschäftsbereich KANZAROO wie im Prognosebericht beschrieben sowie aus Entwicklungen weiterer Produkte. Diese werden in der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens dargestellt und beinhalten beispielsweise Innovationen wie die Implementation neuer Payment-Flows und die Erweiterung unserer Monitoring- und Überwachungssysteme, die auch in Zukunft einen Anstieg der Kundenaufträge ermöglichen.

IV. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit einem moderaten Anstieg des Geschäftsvolumens. Dieser soll bei KANZAROO zum einen durch den Ausbau des Geschäftsvolumens mit relevanten Bestandskunden, zum anderen durch verstärkte Akquisitionstätigkeit in neuen Bereichen, wie z.B. Social Gambling, IT-Dienstleistungen und Voucher-Vertrieb, realisiert werden. Aufgrund steigender Transaktionsvolumina sowie besserer Margen bei Neuabschlüssen, ist sukzessive mit einer Verbesserung des Betriebsergebnisses zu rechnen.

Auch im Jahr 2024 wird die Gesellschaft weiter sparsam wirtschaften und Kosten wo möglich reduzieren.

Unser Vertrieb der Marke KANZAROO trifft auf erfreuliche Resonanz bei den Kunden. Diese Strategie wird konsequent fortgesetzt.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

In 2024 wird die Gesellschaft weiter an einer Strategie zur Sicherung eines langfristigen Wachstums arbeiten und diese zeitnah finalisieren. Trotz der rückläufigen Entwicklung im zurückliegenden Berichtsjahr sehen wir der weiteren Entwicklung der Gesellschaft daher optimistisch entgegen.

 

Norderstedt, den 19. April 2024

InternetQ GmbH

Marco Priewe, Geschäftsführer

Sascha Bruhn, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die InternetQ GmbH, Norderstedt:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der InternetQ GmbH, Norderstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der InternetQ GmbH, Norderstedt für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 3. Juni 2024

NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bernd Dankowski, Wirtschaftsprüfer

Holger Martens, Wirtschaftsprüfer

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