Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 171162
Eingetragen
15.10.2015
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Herstellung, der Handel und der Vertrieb von Arzneimitteln sowie die Vermarktung und der Vertrieb von Produkten in den Bereichen Heilmittel, Medizin, Gesundheit, Life Science, Ernährung, Healthcare, Anti-Aging, Nahrungsergänzung, Diät, Kosmetik und Produkte ähnlicher oder angrenzender Geschäftsbereiche sowie mit den im vorstehenden Zweck in irgendeiner Weise zusammenhängenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sabine Zerbe
seit 25.1.2021
Geschäftsführer
Jens Hoffmann
seit 25.1.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Heilpflanzenwohl AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Heilpflanzenwohl AG
Switzerland
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Heilpflanzenwohl GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Heilpflanzenwohl GmbH

Contents

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

1.2. Organisatorische Struktur

1.3. Rechtliche Struktur

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2.1. Ertragslage

2.2.2. Finanzlage

2.2.3. Vermögenslage

2.2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

2.2.5. Gesamtaussage

3. Nachtragsbericht

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1. Voraussichtliche Entwicklung

4.2. Risiken der künftigen Entwicklung

4.3. Chancen der künftigen Entwicklung

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die Heilpflanzenwohl GmbH (im Folgenden: «HPW» oder «HPW GmbH») ist ein innovatives Pharmaunternehmen, welches 2016 mit Sitz in Berlin gegründet wurde. Die HPW GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Charlottenburg unter der Nummer HRB 171162B eingetragen.

Die HPW GmbH vertreibt innovative Arzneimittel und Medizinprodukte auf Basis natürlicher Wirkstoffe. Seit September 2017 gehört auch der Vertrieb von Kosmetika zur Geschäftstätigkeit. Aufgrund des globalen Netzwerkes ist sie immer am Puls der Zeit, wenn es um neue Entwicklungen geht, begreift Krankheiten ganzheitlich und lässt modernste Forschungsergebnisse in ihre Arbeit einfließen. Umfassend beschrieben ist das Geschäftsmodell der Heilpflanzenwohl GmbH die Herstellung, der Handel und der Vertrieb von Arzneimitteln sowie die Vermarktung und der Vertrieb von Produkten in den Bereichen Heilmittel, Medizin, Gesundheit, Life Science, Ernährung, Healthcare, Anti-Aging, Nahrungsergänzung, Diät, Kosmetik und Produkte ähnlicher Geschäftsbereiche.

1.2. Organisatorische Struktur

Die Geschäftsbereiche der Heilpflanzenwohl GmbH gliedern sich in die Organisationseinheiten Marketing, Grafik, Qualitätsmanagement, Verkauf, Customer Service, Logistik, Buchhaltung und Verwaltung.

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 23 Mitarbeiter beschäftigt. Davon 21 Vollzeit Mitarbeiter, 2 Teilzeit Mitarbeiter und 2 Werkstudenten. Die zwei Geschäftsführer sind in der Aufzählung nicht mitenthalten. Bei dem durchschnittlich 23 Mitarbeiter handelt es sich um 17 Frauen und 6 Männer.

1.3. Rechtliche Struktur

Die Heilpflanzenwohl GmbH ist 100%ige Tochter der Heilpflanzenwohl AG mit Sitz in Baar, Schweiz, und wird in ihren freiwillig erstellten Konzernabschluss einbezogen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war von einer anhaltend herausfordernden weltwirtschaftlichen Lage geprägt. Zwar ließ die unmittelbare Belastung durch die COVID-19-Pandemie weiter nach, jedoch wirkten sich geopolitische Spannungen - insbesondere der andauernde Krieg in der Ukraine - sowie hohe Energiepreise, eine restriktive Geldpolitik und ein anhaltender Fachkräftemangel weiterhin negativ auf das wirtschaftliche Umfeld aus.

In Deutschland stagnierte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nahezu und verzeichnete laut Statistischem Bundesamt ein leichtes Minus von 0,3 %. Belastend wirkten vor allem die schwache industrielle Entwicklung, hohe Finanzierungskosten und eine zurückhaltende Konsumnachfrage. Die Investitionsbereitschaft blieb aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheit gedämpft.

In der Europäischen Union lag das reale BIP-Wachstum bei rund 0,5 %. Die wirtschaftliche Erholung wurde durch die schwache Exportnachfrage, insbesondere aus China und den USA, sowie inflationsbedingt sinkende Reallöhne gebremst.

Österreichs Wirtschaft entwickelte sich im Jahr 2023 rückläufig. Das reale BIP schrumpfte um etwa 0,8 %. Besonders die Bauwirtschaft und der private Konsum standen unter Druck. Positive Impulse kamen vereinzelt aus dem Tourismus- und Dienstleistungssektor.

In der Schweiz blieb das Wachstum trotz globaler Unsicherheiten stabil. Das reale BIP stieg um rund 0,7 %. Die stabile Binnenwirtschaft, eine weiterhin starke Pharmaindustrie sowie eine moderate Inflationsentwicklung im internationalen Vergleich wirkten stabilisierend. Der Exportsektor zeigte sich insgesamt robust, wenn auch mit leichten Wachstumsverzögerungen im zweiten Halbjahr.

Die pharmazeutische Industrie erwies sich auch im Jahr 2023 als krisenresilient. In Deutschland blieb die Produktion auf Vorjahresniveau, getragen von einer konstanten Inlandsnachfrage sowie zunehmender Relevanz biotechnologischer Innovationen. Die Schweizer Life-Sciences-Branche entwickelte sich weiterhin positiv und leistete einen bedeutenden Beitrag zur wirtschaftlichen Gesamtstabilität.

HPW reagierte frühzeitig auf makroökonomische und branchenspezifische Herausforderungen und setzte die digitale Transformation des Geschäftsmodells konsequent fort. Der Ausbau digitaler Vertriebskanäle sowie die Stärkung von Omnichannel-Strukturen wurden weiter vorangetrieben. In einem insgesamt anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld behauptete sich HPW erfolgreich und konnte die Kundenbindung intensivieren sowie seine Marktposition festigen.

2.2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 setzte HPW konsequent den eingeschlagenen Wachstumspfad fort und etablierte sich weiter als digital führender Akteur im europäischen Markt für natürliche Gesundheitsprodukte. Aufbauend auf den in den Vorjahren geschaffenen Strukturen konnte HPW seine E-Commerce- und Omnichannel-Strategie deutlich skalieren und das Unternehmen operativ wie technologisch weiterentwickeln. Die Verkaufsstrategie wurde bewusst auf margenstarken Produkte fokussiert und gleichsam wurde die Marketingstrategie hin zu einem Performance basierten Ansatz weiterverfolgt. In der Folge sind, wie auch geplant, das Rohergebnis nur leicht gesunken, aber die operativen Aufwendungen, insbesondere die Media- und Marketingaufwendungen, deutlich stärker gesunken.

Die Geschäftsentwicklung lässt sich vor allem aufgrund der folgenden Fokusbereiche verstehen:

Die gestiegene Online-Affinität der Konsumenten - verstärkt durch veränderte Einkaufsgewohnheiten seit der Pandemie - führte zu einer anhaltend hohen Nachfrage im digitalen Apotheken- und Marktplatzgeschäft. HPW konnte hiervon gezielt profitieren.

Durch die fortgesetzte Integration von Data Analytics und Customer Intelligence Management wurde das Kundenerlebnis personalisierter und effizienter gestaltet. Unsere kanalübergreifende Plattform bietet inzwischen ein vollständig verzahntes Einkaufserlebnis mit nahtlosem Übergang zwischen Marktplätzen, eigenem Webshop und Apothekenkooperationen.

HPW hat 2023 seine Investitionen in Performance-Marketing und datenbasiertes Category Management weiter erhöht. Der Fokus lag auf nachhaltiger Kundenbindung sowie der gezielten Skalierung margenstarker Produktlinien.

Das Amazon-Geschäft wurde strategisch durch den Launch neuer Markenprodukte unter Green Naturals und die Implementierung eines verbesserten Fulfillment-Ansatzes gestärkt. Dabei konnten signifikante Effizienzgewinne in der Logistik erzielt werden.

Die Expansion in europäische Kernmärkte wurde 2023 mit Nachdruck durch die Online Präsenz der HPW fortgesetzt.

Die Lancierung eines überarbeiteten Green Naturals E-Commerce Shops mit optimierter User Experience, schnellerem Checkout und neuen Zahlungsfunktionen führte zu einer messbaren Steigerung der Conversion Rate und des durchschnittlichen Warenkorbs.

Parallel wurde das Abonnementgeschäft weiter professionalisiert und als wiederkehrendes Umsatzmodell gestärkt.

Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2023 für HPW trotz eines makroökonomisch schwierigen Umfelds sehr dynamisch. Die konsequente Ausrichtung auf digitale Wachstumspfade, gepaart mit technologischer Innovationsfreude und operativer Exzellenz, ermöglichte es dem Unternehmen, seine Position im europäischen Markt weiter auszubauen.

2.2.1.Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Rohergebnis 8.251 9.058 - 807 -8.9%
Jahresüberschuss 621 602 19 +3.2%

Die HPW GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 ein um 8.9% vermindertes Rohergebnis als im Vorjahr. Die HPW hat im Berichtsjahr die Strategie verfolgt, weniger margenschwache Produkte zu verkaufen und einen Verkaufsmix auf margenstärkere Produkte zu fokussieren. Diese Strategie lag im Plan und das Rohergebnis ist wie im Vorjahr geplant gesunken.

Gleichsam ist der Jahresüberschuss im Berichtsjahr um 3.2% gestiegen, was ebenfalls im Plan des Vorjahres liegt. Grund für den im Gegensatz zum Rohergebnis gestiegenen Jahresüberschuss sind im Wesentlichen gesunkene Marketingaufwendungen.

2.2.2.Finanzlage

Die Finanzlage wird positiv eingeschätzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum 31.12.2023 fast EUR 1.2m (Vorjahr: EUR 2.0m). Daneben kann die HPW GmbH auf die Finanzierungsmöglichkeiten der Muttergesellschaft zurückgreifen. Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen sind durch Liquide Mittel gedeckt.

2.2.3.Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
AKTIVA TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 458 496 -38 -7,7%
Vorräte 9.090 11.811 -2.721 -23,0%
Forderungen 3.260 1.731 1.528 88,3%
Sonstige Vermögensgegenstände 234 271 -37 -13,7%
Liquide Mittel 1.208 1.974 -767 -38,8%
PASSIVA
Eigenkapital 2.626 2.005 621 31,0%
Rückstellungen 572 828 -255 -30,9%
Verbindlichkeiten aus LuL 180 247 -67 -27,2%
Verbindlichkeiten ggü. Verbundenen Unternehmen 10.834 12.867 -2.033 -15,8%
Bilanzsumme 14.292 16.298 -2.006 -12,3%
wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
AKTIVA TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 458 496 -38 -7,7%
Vorräte 9.090 11.811 -2.721 -23,0%
Forderungen 3.260 1.731 1.528 88,3%
Sonstige Vermögensgegenstände 234 271 -37 -13,7%
Liquide Mittel 1.208 1.974 -767 -38,8%
PASSIVA
Eigenkapital 2.626 2.005 621 31,0%
Rückstellungen 572 828 -255 -30,9%
Verbindlichkeiten aus LuL 180 247 -67 -27,2%
Verbindlichkeiten ggü. Verbundenen Unternehmen 10.834 12.867 -2.033 -15,8%
Bilanzsumme 14.292 16.298 -2.006 -12,3%

Das Anlagevermögen ist aufgrund planmässiger Abschreibungen im Berichtsjahr gesunken. Aufgrund des Abverkaufs von Waren sowie verbessertem Working Capital Management sind die Vorräte um TEUR 2.721 gesunken. Der Forderungsanstieg resultiert vor allem aus Forderungen und Lieferungen und Leistungen aus einem starken Dezember Verkaufserfolg im Berichtsjahr. Während die sonstigen Vermögensgegenstände im Wesentlichen auf Vorjahresniveau liegen, sind die liquiden Mittel um ca. 39% gesunken.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist einhergehend mit dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres gestiegen. Die Rückstellungen sind im Wesentlichen aufgrund des Verbrauchs von sonstigen Rückstellungen insgesamt gesunken, wenngleich die Steuerrückstellungen gestiegen sind. Einhergehend mit dem gesunkenen Vorratsvermögen sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft sind um ca. 16% gesunken.

2.2.4.Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Rohergebnis

Ergebnis nach Steuern

Diese Leistungsindikatoren sind wesentlich beeinflusst durch die Verrechnungspreismechanik zwischen der HPW GmbH und ihrer Muttergesellschaft.

2.2.5.Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist zufriedenstellend.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

3. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind - über die gewöhnliche Geschäftsentwicklung hinaus - keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Heilpflanzenwohl GmbH haben oder haben könnten.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1. Voraussichtliche Entwicklung

Nach der Umstellung auf Omnichannel Vertriebskanäle während der COVID Pandemie sowie der Fokussierung unserer Strategie auf margenstarke Produkte wollen wir unseren eingeschlagenen Weg fortsetzen. Wir erwarten durch unser gezieltes Performance Marketing weiter steigende Umsatzerlöse und Verbesserungen der operativen Margen. Die Reduktion von klassischen Print- und Mediaausgaben wird die Ergebnissituation weiter verbessern.

Wir wollen das Produktsortiment unserer Marken weiter ausbauen und auch vor allem im Bereich der «Green Naturals» weiter stark wachsen. Wir sehen in den Makro Trends und einem steigenden Gesundheitsbewusstsein unserer Kunden Grund zur Annahme, dass wir unseren Wachstumskurs profitabel fortsetzen können.

Wir schätzen ein, dass sich unser profitables Wachstum deutlich fortsetzen wird. Hinsichtlich unserer wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir folgende Entwicklung:

Rohergebnis: Wir erwarten ein Wachstum von 40 bis 60% im Vergleich zum Vorjahr.

Jahresüberschuss: Wir erwarten ein Wachstum von 15 bis 25% im Vergleich zum Vorjahr.

Die wesentlichen Leistungsindikatoren sind durch die Verrechnungspreismethodik spürbar beeinflusst.

4.2. Risiken der künftigen Entwicklung

Unsere Einschätzung der Risikofaktoren ist im Wesentlichen unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit infolge geopolitischer Spannungen, Inflation und schwankender Konsumbereitschaft stellt ein übergeordnetes Risikofeld dar. Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Risiko hinsichtlich:

steigender Produktions- und Logistikkosten infolge volatiler Rohstoff- und Energiepreise,

möglicher Lieferengpässe bei Ausgangsstoffen und Verpackungsmaterialien,

regulatorischer Änderungen im Arzneimittel- und Kosmetikrecht, die zu Marktzugangsverzögerungen führen können,

zunehmender Wettbewerb im Online-Handel, insbesondere im Preis- und Margendruck.

Die Geschäftsführung beobachtet diese Risiken fortlaufend im Rahmen eines unternehmensinternen Risikomanagementsystems und leitet bei Bedarf frühzeitig Gegenmaßnahmen ein.

Aus heutiger Sicht bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken.

4.3. Chancen der künftigen Entwicklung

Die Heilpflanzenwohl GmbH sieht sich auch künftig gut positioniert, um von strukturellen Trends im Gesundheits- und Konsumentenverhalten zu profitieren. Die steigende Nachfrage nach natürlichen, pflanzenbasierten Arzneimitteln und kosmetischen Produkten eröffnet zusätzliche Wachstumspotenziale - insbesondere im Segment der digitalen Gesundheitsangebote.

Unsere Einschätzung wesentlicher Chancen ist im Vergleich zum Vorjahr beinahe unverändert. Wesentliche Chancen ergeben sich durch:

die konsequente Erweiterung des Online-Vertriebs über markenstarke Plattformen (z. B. Amazon),

die weitere Verstärkung des eigenen E-Commerce-Shops für die Marke Green Naturals,

die Skalierung des Abonnementmodells zur Erhöhung der Kundenbindung und der wiederkehrenden Umsätze,

die stärkere europäische Marktpräsenz in verschiedenen benachbarten Märkten der DACH Region.

Darüber hinaus sieht HPW in der weiteren Digitalisierung und Automatisierung interner Prozesse Effizienzpotenziale, die zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen können.

 

Berlin, den 4. Juli 2025

gez. Sabine Zerbe, Geschäftsführerin

gez. Jens Hoffmann, Geschäftsführer

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

Bilanz 2023

AKTIVA

2023 2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 457.608,24 495.953,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 425.769,32 456.741,32
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechete und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 425.769,32 456.741,32
II. Sachanlagen 31.838,92 39.212,23
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.473,00 3.325,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.365,92 35.887,23
B. Umlaufvermögen 13.791.371,66 15.787.820,69
I. Vorräte 9.090.149,80 11.811.000,06
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.795.149,80 11.221.000,06
2. Geleistete Anzahlungen 295.000,00 590.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.493.698,99 2.002.430,83
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.259.696,17 1.731.342,25
2. Sonstige Vermögensgegenstände 234.002,82 271.088,58
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.207.522,87 1.974.389,80
1. Kassenbestand 54,14 241,14
2. Guthaben bei Kreditinstituten 1.207.468,73 1.974.148,66
C. Aktive Rechnungsabgrenzung 43.249,94 14.351,18
I. Aktive Rechnungsabgrenzung 43.249,94 14.351,18
Total Aktiva 14.292.229,84 16.298.125,42

PASSIVA

2023 2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 2.626.224,87 2.005.363,81
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.980.363,81 1.378.338,26
III. Jahresüberschuss 620.861,06 602.025,55
B. Rückstellungen 572.146,80 827.639,97
I. Steuerrückstellungen 196.834,93 85.000,00
II. sonstige Rückstellungen 375.311,87 742.639,97
C. Verbindlichkeiten 11.093.858,17 13.465.121,64
I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 179.625,62 246.727,68
II. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 10.834.065,19 12.866.687,54
III. Sonstige Verbindlichkeiten 80.167,36 351.706,42
Total Passiva 14.292.229,84 16.298.125,42

Gewinn- und Verlustrechnung 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 8.250.925,02 9.057.781,58
2. Personalaufwand -1.827.810,71 -1.644.756,23
a) Löhne und Gehälter -1.511.698,58 -1.374.672,86
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, -316.112,13 -270.083,37
davon für Altersversorgung: EUR 7.725,38 (Vorjahr: EUR 6.528,83)
3. Abschreibungen -338.322,75 -52.428,56
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -47.086,59 -52.428,56
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -291.236,16 0,00
4. sonstiger betrieblicher Aufwand -5.190.170,70 -6.569.215,77
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.593,75 -22,47
6. Ertragssteuern -272.166,05 -189.333,00
7. Jahresüberschuss 620.861,06 602.025,55

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

1. ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Die Heilpflanzenwohl GmbH («HPW» oder «HPW GmbH») ist ein Pharmaunternehmen, welches 2016 mit Sitz in Berlin gegründet wurde. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Heilpflanzenwohl GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Charlottenburg unter der Nummer HRB 171162B eingetragen. Die HPW GmbH vertreibt Arzneimittel und Medizinprodukte auf Basis natürlicher Wirkstoffe. Seit September 2017 gehört auch der Vertrieb von Kosmetika zur Geschäftstätigkeit.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276, 288 Abs. 1 und 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch.

2. BILANZIERUNGS UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Sachanlagen und immateriellen Vermögengenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Den Abschreibungen liegt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde.

Zulassungen und Lizenzen: 10 bis 20 Jahre

IT Ausstattung: 3 bis 7 Jahre

Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung: 10 bis 13 Jahre

Soweit die beizulegenden Zeitwerte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgen entsprechende Zuschreibungen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den Vermögensgegenstand EUR 800 nicht übersteigen.

Fertige Erzeugnisse und Waren sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird beachtet, insbesondere bei Waren mit Mindesthaltbarkeitsdatum.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet. Bei Forderungen, deren Realisierung mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert abgebildet.

Ein aktiver Überhang aus latenten Steuern wird in Ausübung des Aktivierungswahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Die aktiven Latenzen bestehen insbesondere aus abweichenden Wertansätzen des Anlagevermögens zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern werden grundsätzlich mit einem Steuersatz von 30,2% bewertet.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige erkennbare Risiken abzudecken.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

Umlaufvermögen

Bei den Forderungen aus Lieferung und Leistungen in Höhe von TEUR 3.260 handelt es sich um kurzfristige Forderungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 234 ergeben sich im Wesentlichen aus dem hinterlegten Depot für das Mietaval in Höhe von TEUR 208, welches eine Fristigkeit von 2028 hat.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist mit EUR 25.000 voll eingezahlt.

Rückstellungen

Neben den Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 85) bestehen sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 375 (Vorjahr: TEUR 743). Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Personal (TEUR 252, Vorjahr TEUR 236).

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten teilen sich in Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 180), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 10.834), ferner in sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 80). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Muttergesellschaft Heilpflanzenwohl AG und betreffen ausschliesslich und wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

4. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GUV

Die Abschreibungen auf Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 291 entfallen im Wesentlichen auf eine Sonderabschreibung von Produkten, die aufgrund des Verbotes eines Lebensmittelzusatzstoffes vernichtet werden mussten.

5. SONSTIGE ANGABEN

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 23 Mitarbeiter beschäftigt. Davon 21 Vollzeit Mitarbeiter, 2 Teilzeit Mitarbeiter und 2 Werkstudenten. Die zwei Geschäftsführer sind in der Aufzählung nicht mitenthalten. Bei dem durchschnittlich 23 Mitarbeiter handelt es sich um 17 Frauen und 6 Männer.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichten bestehen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 2.551 in den nächsten fünf Jahren, von denen TEUR 510 innerhalb eines Jahres fällig werden.

Daneben besteht eine Abnahmeverpflichtung für Ware in Höhe von TEUR 590 bis 31.12.2023, von denen TEUR 295 im Rahmen einer geleisteten Zahlung vorfinanziert sind und unter geleistete Anzahlungen ausgewiesen werden.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den freiwillig erstellten Konzernabschluss der Heilpflanzenwohl AG mit Sitz in Baar, Schweiz, die den Konzernabschluss für den kleinsten und grössten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird nicht veröffentlicht.

Mitglieder der Geschäftsführung

Sabine Zerbe, Leiterin Finanzen, Geschäftsführerin für das gesamte Kalenderjahr 2023.

Jens Hoffmann, Leiter Operations, Geschäftsführer für das gesamte Kalenderjahr 2023.

In Anwendung von § 286 Absatz 4 HGB verzichten wir auf die Angabe der Vergütung.

Der Jahresabschluss wurde am 16. Juli 2025 festgestellt und der Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Berlin, den 4. Juli 2025

gez. Sabine Zerbe, Geschäftsführerin

gez. Jens Hoffmann, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Heilpflanzenwohl GmbH

Berlin

Alle Angaben in EUR

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 621.135,00 0,00 0,00 621.135,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 621.135,00 0,00 0,00 621.135,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.574,00 0,00 0,00 8.574,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 134.880,12 8.741,28 0,00 143.621,40
Summe Sachanlagen 143.454,12 8.741,28 0,00 152.195,40
Summe Anlagevermögen 764.589,12 8.741,28 0,00 773.330,40
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibung 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -164.393,68 -30.972,00 0,00 -195.365,68
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände -164.393,68 -30.972,00 0,00 -195.365,68
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen -5.249,00 -852,00 0,00 -6.101,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -98.992,89 -15.262,59 0,00 -114.255,48
Summe Sachanlagen -104.241,89 -16.114,59 0,00 -120.356,48
Summe Anlagevermögen -268.635,57 -47.086,59 0,00 -315.722,16
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert Vorjahr 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 425.769,32 456.741,32
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 425.769,32 456.741,32
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.473,00 3.325,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.365,92 35.887,23
Summe Sachanlagen 31.838,92 39.212,23
Summe Anlagevermögen 457.608,24 495.953,55

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Heilpflanzenwohl GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Heilpflanzenwohl GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heilpflanzenwohl GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, 4. Juli 2025

LADM Aymans & Treuhandpartner
Revisions- und Beratungsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Neuhaus, Wirtschaftsprüfer

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